[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Abscheiden von organischem und
anorganischem Material aus einer Flüssigkeit, insbesondere von organischen Verschmutzungen
und Sand von Kläranlagen, mit den im Oberbegriff des Patentanspruchs angegebenen Merkmalen.
[0002] Insbesondere das Material, welches aus dem Sandfang von Kläranlagen oder bei der
Kanalreinigung aus dem Kanalnetz entnommen wird, oder auch Straßenkehricht, wie er
von Kehrmaschinen aufgenommen wird, enthält neben dem anorganischen Material in Form
von Sand, Steinen u. dgl. oft erhebliche Anteile an organischem Material. Um das anorganische
Material einer Deponie zuführen oder anderweitig wiederverwenden zu können, muß es
bis zu gewissem Grade von dem organischen Material befreit werden, um einen kostengünstige
Entsorgung durchführen zu können.
[0003] Eine Vorrichtung der eingangs beschriebenen Art ist aus der DE 41 18 020 A1 bekannt,
die ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Abscheiden spezifisch leichter Bestandteile
aus einer Trübe durch Aufstromsortierung beschreibt. Grobe, nicht fluidisierbare Bestandteile
werden zunächst aus der Trübe vor deren Eintritt in den Behälter des Aufstromsortierers
abgetrennt. In dem Behälter ist im unteren Bereich ein Lochboden untergebracht, der
mit Rückschlagklappen versehen ist. Über diese sich öffnenden Rückschlagklappen wird
eine Aufstromflüssigkeit zum Ausströmen gebracht und insoweit ein inhomogenes Wirbel-
oder Fließbett mit zwei Zonen in dem Behälter erzeugt. In der unteren Zone befindet
sich das schwerere anorganische Material. In der oberen Zone sammelt sich das leichtere
organische Material an. Der Behälter weist eine zylindrisch ausgebildete Wandung auf,
so daß die Aufströmgeschwindigkeit der Flüssigkeit im Behälter in jeder Höhenlage
konstant ist. Das Fließbett dehnt sich fast bis zum oberen Rand des Behälters aus.
In die obere Zone des Wirbel- und Fließbettes taucht eine Meßvorrichtung ein, mit
der sowohl die Tranndichte als auch der Pegelstand der Fließbettobergrenze konstant
gehalten werden. Darüber bleibt nur ein relativ kleiner Raum für eine dünntrübe Zone,
in deren Bereich auch die Einleitung der mit organischem Material belasteten Flüssigkeit
erfolgt. Im unteren Bereich des Behälters wird der Lochboden von einem als Bypass
wirkenden Abzugsrohr durchsetzt, durch welches das Schwergut abgezogen wird.
[0004] Eine weitere Vorrichtung zum Abscheiden von organischem und anorganischem Material
aus einer Flüssigkeit ist aus der DE 42 24 047 A1 bekannt. Die Vorrichtung weist einen
konzentrisch zu einer Vertikalachse ausgebildeten Behälter auf, der in seinem oberen
Bereich eine zentrisch angeordnete Beschickungseinrichtung besitzt. Die Beschickungseinrichtung
weist eine Drallkammer, ein Fallrohr und einen trompetenförmigen Diffusor auf, so
daß hier der Coanda-Effekt ausgenutzt wird. Die Vorrichtung ist in erster Linie darauf
gerichtet, in Rundsandbecken sowie in Sandklassierern in Rundbauweise den Sand aus
einem Flüssigkeits/Sand-Gemisch abzuscheiden. Der sich unter Schwerkrafteinwirkung
im unteren Bereich des Behälters ansammelnde Sand wird über eine Abzugseinrichtung
in Form einer Schneckenfördereinrichtung ausgetragen. Da der Sand, insbesondere aus
Kläranlagen, und das organische Material mehr oder weniger stark aneinander haften,
wird ein Großteil des organischen Materiales zusammen mit dem Sand abgeschieden und
ausgetragen. Nur sehr fein verteiltes organisches Material, welches in einen Schwimm-
bzw. Schwebezustand gerät, gelangt in einen Überlauf des Behälters und wird zusammen
mit der Flüssigkeit abgeführt.
[0005] Aus der Zeitschrift Korrespondenz Abwasser 1/94, Seiten 48 - 53 (Klinger, Barth "Entwicklung
einer Sandrecyclinganlage für Kläranlagen") ist eine Sandrecyclinganlage bekannt,
bei der eine Mehrzahl von einzelnen Anlagenteilen hintereinander geschaltet kombiniert
werden. So wird zunächst das zu behandelnde Material einem Schwingsieb zugeführt,
um die größeren Teile abzusieben. In einem nachgeschalteten Aufstromklassierer wird
das Material, welches das Schwingsieb passiert hat, mit Wasser aufgegeben, um organisches
Material von der Sandfraktion abzutrennen. Die Aufgabe erfolgt über einen Hydrozyklon
in den Aufstromklassierer. Schließlich wird ein Entwässerungssieb mit Unwuchtantrieb
eingesetzt. Dieser hohe verfahrenstechnische Aufwand mag bei komplexen Trennaufgaben
gerechtfertigt sein. Für die Behandlung von Sand aus Kläranlagen wird jedoch ein möglichst
niedriger Aufwand und eine kostengünstige Arbeitsweise angestrebt. Die bekannte Anlage
ist für relativ große Durchsatzmengen ausgelegt; die Übertragung und Anwendung auf
kleinere Durchsatzmengen und/oder diskontinuierliche Betriebsweise bereitet Schwierigkeiten.
Außerdem ist die Möglichkeit der Verarbeitung der für Kläranlagen spezifischen Sand/Wasser-Gemische
nicht gegeben.
[0006] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung der eingangs beschriebenen
Art bereitzustellen, mit der beispielsweise ein mit organischem Material verschmutztes
Sand/Wasser-Gemisch, wie es in Kläranlagen anfällt, so verarbeitet werden kann, daß
das organische Material von dem anorganischen Material weitgehend getrennt wird, so
daß das organische Material in der Kläranlage weiterbehandelt und das anorganische
Material einer Wiederverwertung oder einer kostengünstigen Deponierung zugeführt werden
kann.
[0007] Erfindungsgemäß wird dies bei der Vorrichtung der eingangs beschriebenen Art dadurch
erreicht, daß zwecks Ablösung des organischen Materials von dem anorganischem Material
und zwecks Zerkleinerung des organischen Materials im unteren Bereich des Behälters
eine fluidisierte Sandschicht vorgesehen ist, die durch eine über einen Lochboden
verteilte und aufwärts gerichtete Strömung in Bewegung gehalten ist, daß der Behälter
im Anschluß an das obere Ende der Ausdehnung der fluidisierten Sandschicht einen sich
nach oben anschließenden Sammelraum für organisches Material aufweist, und daß die
Einrichtung zur Abfuhr von organischem Material und von Flüssigkeit eine erste Abfuhreinrichtung
im wesentlichen für das organische Material aus dem Sammelraum und eine zweite Abfuhreinrichtung
im wesentlichen für die Flüssigkeit aufweist.
[0008] Die Erfindung geht von dem Gedanken aus, eine erheblich effektivere Trennung zwischen
organischem und anorganischem Material durchzuführen. Zu diesem Zweck wird im unteren
Bereich des Behälters eine fluidisierte Sandschicht als Wirbelschicht aufrechterhalten,
wobei die dadurch initiierte Bewegung der Sandkörner dazu führt, daß organisches Material
von anorganischem Material abgelöst, zerkleinert und so nach oben ausgetragen wird,
daß das organische Material zusammen mit der Flüssigkeit abgezogen werden kann. Das
über die Beschickungseinrichtung eingebrachte, mit organischem Material verschmutzte
Sand/Wasser-Gemisch wird z.B. mit einer normal ausgebildeten Beschickungseinrichtung
in den Behälter eingebracht, wobei Teilchen mit höherer Dichte und größere Teilchen
vermehrt in den unteren Teil des Behälters gelangen, während kleine Teilchen mit einer
relativ geringen Dichte bevorzugt der Strömung folgen und mit einer Einrichtung abgezogen
werden, die einen Überlauf an dem Behälter bildet. Die fluidisierte Sandschicht wirkt
auf organisches Material so, daß dieses, sofern es in Form eines größeren Teilchens
in die fluidisierte Sandschicht eingedrungen ist, zerkleinert und aus dieser nach
oben wieder herausgedrängt wird, so daß sich das organische Material oberhalb der
fluidisierten Sandschicht ansammelt, während das anorganische Material, also der Sand,
in die fluidisierte Sandschicht einwandert und diese verstärkt. Die Verstärkung bzw.
Verdichtung der Sandschicht führt wiederum zu einem erhöhten Abreinigungseffekt, so
daß hier eine selbstverstärkende Wirkung zu beobachten ist. Die fluidisierte Sandschicht
wird durch eine aufwärtsgerichtete Strömung in Bewegung gehalten, die über einen Lochboden
verteilt über die Fläche austritt. Es entsteht ein Sandwirbelbett. Die Leerrohrgeschwindigkeit
des Aufstromwassers beträgt vorzugsweise 5 bis 15 m/h. Bedingt durch die hohe Dichte
der Sandschicht scheiden sich alle Stoffe mit geringerer Dichte, also insbesondere
das organische Material auf der Sandschicht ab. Um die Sandschicht in ihrer Ausdehnungshöhe
konstant zu halten, wird ein Teil des Sandes immer wieder abgezogen, was kontinuierlich
oder auch diskontinuierlich geschehen kann. Der Bypass dient zur Überbrückung des
Lochbodens bzw. dazu, einen Teil des Sandes aus der Sandschicht heraus in den unteren
Bereich des Behälters zu überführen, um die Ausdehnungshöhe der fluidisierten Sandschicht
in etwa konstant zu halten. Der Bypass ist gleichermaßen geeignet, auch relativ große
Teilchen anorganischen Material, beispielsweise Steine, nach unten durchzulassen,
so daß diese mit dem feinen anorganischen Material, dem Sand, zusammen ausgetragen
werden können.
[0009] Der Behälter weist im Anschluß an das obere Ende der Ausdehnung der fluidisierten
Sandschicht einen sich nach oben anschließenden Sammelraum für organisches Material
auf. Der Sammelraum ist oberhalb der Ausdehnung der fluidisierten Wirbelschicht vorgesehen.
[0010] Weiterhin weist die Einrichtung zur Abfuhr von organischem Material und von Flüssigkeit
eine erste Abfuhreinrichtung im wesentlichen für das organische Material aus dem Sammelraum
und eine zweite Abfuhreinrichtung im wesentlichen für die Flüssigkeit auf. Damit wird
einer allzugroßen Ansammlung von organischem Material auf der Wirbelschicht entgegengewirkt.
Die Abfuhr des organischen Materials aus dem Sammelraum über die zweite Abfuhreinrichtung
erfolgt vorzugsweise diskontinuierlich in zeitlichen Abständen.
[0011] Die Beschickungseinrichtung kann zentrisch angeordnet sein und eine Drallkammer,
ein Fallrohr und einen trompetenförmigen Diffusor aufweisen. Damit kann das mit organischem
Material verschmutzte anorganische Material unter Ausnutzung des Coanda-Effektes in
den Behälter aufgegeben werden, wobei die vertikale Drallströmung in dem Fallrohr
in eine weitgehend horizontale Drallströmung überführt wird. Bereits diese besondere
Art der Beschickung führt dazu, daß organisches und anorganisches Material gegeneinander
bewegt werden.
[0012] Der im Behälter im Anschluß an das obere Ende der Ausdehnung der fluidisierten Sandschicht
sich nach oben anschließende Sammelraum für organisches Material kann einen sich nach
oben erweiternden Querschnitt aufweisen. Von dem sich erweiternden Querschnitt wird
zumindest der untere Teil des Sammelraums, der sich an die fluidisierte Sandschicht
nach oben anschließt, erfaßt. Durch die Vergrößerung der Querschnittsfläche bedingt
nimmt die Strömungsgeschwindigkeit des Aufstromwassers ab, so daß nur sehr fein zerkleinerte
organische Teile in einen Schwimm- bzw. Schwebezustand geraten, während größere organische
Teile nach unten absinken und auf der fluidisierten Sandschicht weiter zerkleinert
werden, bis auch sie nach oben aufschwimmen. Gleichzeitig verhindert die nach oben
abnehmende Strömungsgeschwindigkeit das Aufschwimmen äußerst feiner Teilchen von anorganischem
Material. Kleine Sandpartikel werden also nicht nach oben ausgetragen, sondern können
nach unten absinken. Zudem ist die Strömungsgeschwindigkeit des Aufstromwassers direkt
über dem Lochboden maximal, sofern der Behälter auch in diesem Bereich die bereits
beschriebene, sich nach oben konisch erweiternde Form besitzt. Diese gleichmäßige
kräftige Durchströmung im Bereich oberhalb des Lochbodens führt auch dazu, daß hier
auch größere Steine in der fluidisierten Sandschicht in Bewegung versetzt bzw. in
Bewegung gehalten werden, bis sie in den Bereich des Bypasses eintreten und insoweit
aus der Sandschicht herausgenommen werden können. Es ist durchaus möglich, daß der
Behälter von unten nach oben eine durchgehende sich konisch erweiternde Gestalt besitzt.
Dies ist vorteilhaft, weil aufgrund der Gegebenheiten auf einer Kläranlage die Beschickung
der Vorrichtung häufig mit einem Sand/Wasser-Gemisch erfolgt, wobei der überwiegende
Anteil aus Wasser besteht. Bedingt durch dieses große Volumen im oberen Teil des Behälters
und aufgrund der besonderen Beschickungseinrichtung kann die Vorrichtung mit einer
größeren Gemischmenge beschickt werden, ohne daß sich die Verhältnisse im Bereich
der fluidisierten Sandschicht nachteilig ändern. Die Vorrichtung ist auch unempfindlich
gegenüber Schwankungen in der Durchsatzmenge. Sie kann kontinuierlich oder diskontinuierlich
betrieben werden. Sie ist für kleine und für große Durchflußmengen in entsprechender
Auslegung nutzbar. Der apparative Aufwand ist relativ gering, jedenfalls verglichen
mit bisher bekannten Anlagen. Hieraus resultiert auch eine preisgünstige Behandlung,
wie sie im Bereich der Klärtechnik Voraussetzung ist. Zudem wird das organische Material
relativ sauber; es sind durchaus Größenordnungen erreichbar, bei denen dem anorganischen
Material allenfalls 5 % oder noch weniger organisches Material anhaftet, wenn es aus
der Austragseinrichtung ausgetragen wird.
[0013] Im Behälter kann ein Rührwerk vorgesehen sein, das Rührarme aufweist, die im unteren
Bereich der fluidisierten Sandschicht unmittelbar oberhalb des Lochbodens und/oder
oberhalb der fluidisierten Sandschicht im Anschluß an die Grenze zwischen der fluidisierten
Sandschicht und dem Sammelraum für das organisches Material umlaufend angeordnet sind.
Der eine Rührarm befindet sich in unmittelbarer Nähe zum Lochboden und erfüllt zwei
Funktionen. Er verhindert eine Kanalbildung im unteren Bereich der fluidisierten Sandschicht
und trägt dazu bei, daß die Sandschicht auch hier gleichmäßig durchströmt wird. Sich
zwischenzeitlich bildende Kanäle werden durch den Rührarm wieder zerstört. Zum anderen
werden organische Bestandteile, vor allem flächige Teile, wie Papier oder Blätter,
welche zufälligerweise bis in den unteren Bereich der fluidisierten Sandschicht eindringen,
aufgehalten, durch die Bewegung des Rührarmes losgelöst und mit dem Aufstromwasser
nach oben getragen. Der andere Rührarm befindet sich oberhalb der fluidisierten Sandschicht
im Anschluß an die Grenze zwischen Sandschicht und Sammelraum. Er lockert bei seiner
Drehbewegung die sich über der Sandschicht befindliche organische Masse, so daß diese
aufgelockert und aufgeschwemmt wird, wodurch es neuem, von oben absinkendem Sand möglich
wird, diese Schicht zu durchstoßen und in die fluidisierte Sandschicht einzuwandern.
[0014] In dem Behälter kann horizontal ausgerichtet eine Auflagerplatte mit geschlossener
Oberfläche vorgesehen und einem Rührarm des Rührwerks zugeordnet sein. Es versteht
sich, daß diese Auflagerplatte nur einen Teil des Querschnittes des Behälters in vertikaler
Richtung versperren darf. Die Anordnung dieser Auflagerplatte wird jedoch dazu führen,
daß sich auf dieser Auflagerplatte im Behälter absinkendes anorganisches Material,
also Sand, auflagert. Der Rührarm wird in diesem sich auflagerndem Sand, der gleichsam
nicht Bestandteil der fluidisierten Sandschicht ist, umlaufen und dabei den Sand mechanisch
beanspruchen, so daß hier durch die Reibebewegung eine Loslösung von organischem Material
erfolgt. Durch die Drehbewegung des Rührarmes wird gleichzeitig eine Förderwirkung
auf den Sand erzielt, so daß dieser jeweils über den Rand der Auflagerplatte übertreten
und in den Bereich der fluidisierten Sandschicht eintreten kann. Damit wird die Auflagerplatte
immer wieder aufnahmefähig für weiteres, im Behälter absinkendes Material. Oberhalb
der Auflagerplatte wird gleichsam eine mechanische Wasch- und Reinigungsstufe geschaffen.
[0015] Der Lochboden ist zweckmäßig doppelwandig ausgebildet. Er weist in seiner nach oben
gerichteten Wandung eine Vielzahl gleichmäßig über die Fläche verteilt angeordneter
Durchbrechungen auf. Seine untere Wandung ist geschlossen ausgebildet. Als Bypass
kann ein den Lochboden in vertikaler Richtung durchsetzendes Rohr vorgesehen sein,
welches insbesondere zentrisch im Lochboden vorgesehen ist. Das Rohr kann auch durch
eine einfache Durchbrechung ersetzt sein, deren freier Querschnitt jedoch erheblich
größer ist als die Vielzahl der verteilt angeordneten düsenartigen Durchbrechungen,
durch die das Aufstromwasser für die Fluidisierung der Sandschicht austritt. Der doppelwandige
Lochboden ist zur Erzeugung der aufwärtsgerichteten Strömung für die Fluidisierung
der Sandschicht an eine eine Pumpe aufweisende Leitung für Flüssigkeit angeschlossen.
Über die Regelung der Pumpe erfolgt die Einstellung der Ausdehnungshöhe der Sandschicht.
Die Durchbrechungen im Lochboden, aus denen das Aufstromwasser austritt, können einen
Durchmesser von 1 mm oder weniger aufweisen. Der freie Querschnitt dieser Durchbrechungen
liegt zwischen 1 und 10 % der gesamten Fläche des Lochbodens. Der Lochboden kann auch
mit einer Membram bedeckt sein, die Öffnungen aufweist, die nach Art von Rückschlagventilen
ausgebildet sind, so daß die Durchbrechungen nur dann offen sind, wenn auch Aufstromwasser
über die Pumpe angeliefert wird. Für Stillstandszeiten, in denen die Vorrichtung nicht
betrieben wird, sinkt die Sandschicht auf den nunmehr auch auf seiner Oberseite geschlossenen
Boden ab. Es wird ein Übertritt des Sandes in das Innere des Lochbodens verhindert.
[0016] In dem Behälter kann ein etwa zylindrischer Einsatz vorgesehen sein, dem der Lochboden
zugeordnet ist und der zur Begrenzung der Ausdehnung der fluidisierten Sandschicht
dient. Dieser Einsatz kann auswechselbar ausgestaltet sein. Verschiedene Einsätze
mit unterschiedlichen Durchmessern können wahlweise in ein und denselben unveränderten
Behälter eingebracht werden, um auf diese Weise kostengünstig Vorrichtungen unterschiedlicher
Größe bzw. für unterschiedliche Durchsatzmengen bereitzuhalten. Wenn der Einsatz Zylinderform
aufweist, ist die Ausströmgeschwindigkeit über seine Höhe und damit über die Ausdehnungshöhe
der fluidisierten Sandschicht konstant. Der zylindrische Einsatz kann in besonders
einfacher Ausgestaltung auch die Auflagerplatte tragen, die in diesem Falle zweckmäßig
ringförmig ausgebildet ist.
[0017] Die fluidisierte Sandschicht kann bei den verschiedenen aufgezeigten Ausführungsformen
eine Ausdehnungshöhe von etwa 20 bis 40 cm aufweisen, damit sichergestellt ist, daß
auch größere organische Teilchen, die in den Bereich der fluidisierten Sandschicht
eingedrungen sind, auch sicher zerkleinert und aus dieser wieder nach oben ausgetragen
werden.
[0018] In dem den Lochboden durchsetzenden Rohr kann ein Ventil und im Behälter im Anschluß
an die fluidisierte Sandschicht eine Drucksonde vorgesehen sein, wobei das Ventil
über die Drucksonde zum Konstanthalten der Ausdehnungshöhe der fluidisierten Sandschicht
steuerbar ist. Auf diese Weise kann die Ausdehnungshöhe der fluidisierten Sandschicht
überwacht, geregelt und konstant gehalten werden. Der hydrostatische Druck der fluidisierten
Sandschicht wird mittels der Drucksonde gemessen. Ein Ansteigen des Druckes signalisiert
ein Anwachsen der Sandschicht, so daß demgemäß das Ventil in dem Rohr geöffnet bzw.
mehr geöffnet werden muß und umgekehrt. Es ist aber auch möglich, die Ausdehnungshöhe
der Sandschicht mit einem Füllstandsrohr zu messen. Der Lochboden kann mit einer rückspülenden
Reinigungseinrichtung versehen sein, die zweckmäßig tangential am Lochboden angreift
und mit der es möglich ist, durch Rückspülung den in das Innere des Lochbodens eingedrungenen
Sand herauszuführen.
[0019] Die ordnungsgemäße Funktion der Vorrichtung in den verschiedenen Ausführungsformen
hängt in starkem Maße von der Größenordnung der aufgegebenen organischen Bestandteile
und der Beschickungsmenge an Flüssigkeit ab. Mit zunehmender Beschickungsmenge wird
das sich auf dem Wirbelbett des Sandes ansammelnde organische Material zu einem immer
größer werdenden Anteil mit der Flüssigkeit aus dem Behälter ausgetragen. Andererseits
wird sich bei geringer hydraulischer Belastung das organische Material im Behälter
aufkonzentrieren. Während eine große hydraulische Belastung bezüglich des Austrages
von organischem Material von Vorteil ist, ergibt sich bezüglich des Sandrückhaltes
ein Nachteil, dad vermehrt Feinsande mit der Flüssigkeit ausgetragen werden. Um den
Feinsandverlust innerhalb bestimmter Grenzen halten zu können, darf die Beschickungsmenge
in Abhängigkeit von der Behältergeometrie nicht zu groß sein. Um den für den Kläranlagenbetrieb
üblicherweise erforderlichen Abscheidegrad für Sand gewährleisten zu können, ist ein
Verhältnis von Beschickungsmenge zu durchströmbarem Volumen des Behälters von etwa
20 l/(sec.m3) einzuhalten.
[0020] Die erste Abzugseinrichtung für das organische Material kann ein den Wandungsteil
des Behälters im Bereich des Sammelraums für das organische Material durchdringendes
Rohr aufweisen, das ortsfest in der vorgesehenen Höhe relativ zu dem Sammelraum angeordnet
ist. Ein Ventil in dem Rohr oder der anschließenden Leitung dient dem diskontinuierlichen
Betrieb.
[0021] Die erste Abzugseinrichtung für das organische Material kann aber auch eine in den
Sammelraum etwa vertikal von oben einragende Saugleitung aufweisen, die zudem noch
höhenveränderlich einstellbar sein kann, um organisches Material gezielt aus der eingestellten
Tiefe des Sammelraums abzuziehen.
[0022] Die aufgezeigten Vorrichtungen können in durchaus unterschiedlicher Weise betrieben
werden. Eine vorteilhafte Betriebsweise ergibt sich dann, wenn der Behälter zunächst
mit Flüssigkeit, organischem Material und anorganischem Material befüllt wird. Dann
wird die Vorrichtung in Betrieb gesetzt, d.h. es wird das Wirbelbett aufgebaut und
das Rührwerk in Gang gesetzt. Dabei wird der Sand gereinigt, das organische Material
bewegt sich nach oben und der Sand nach unten. Es schließt sich die Abtrennung und
der Austrag des gereiningten Sandes an. Zweckmäßig zum Schluß wird das organische
Material abgezogen. Der Abzug der Flüssigkeit erfolgt bei kontinuierlicher Beschickung
kontinuierlich.
[0023] Die Erfindung wird anhand verschiedener Ausführungsbeispiele weiter erläutert und
beschrieben. Es zeigen:
- Figur 1
- einen schematisierten Vertikalschnitt durch eine erste Ausführungsform der Vorrichtung,
- Figur 2
- eine Draufsicht auf die Vorrichtung gemäß Figur 1,
- Figur 3
- eine ähliche Darstellung wie Figur 1 bei einer zweiten Ausführungsform der Vorrichtung,
- Figur 4
- eine ähnliche Darstellung einer dritten Ausführungsform,
- Figur 5
- eine weitere Ausführungsform der Vorrichtung,
- Figur 6
- eine weitere Ausführungsform der Vorrichtung,
- Figur 7
- eine weitere Ausgestaltungsmöglichkeit der Vorrichtung,
- Figur 8
- eine schematisierte Draufsicht auf den Lochboden und
- Figur 9
- eine weitere Ausführungsform der Vorrichtung.
[0024] In Figur 1 sind die wesentlichen Elemente der Vorrichtung angedeutet. Es ist ein
Behälter 1 vorgesehen, der eine vertikale Achse 2 aufweist. Der Behälter 1 ist im
wesentlichen rotationssymmetrisch zu der Achse 2 ausgebildet. Der Behälter 1 besitzt
in seinem unteren Bereich einen sich konisch nach oben erweiternden Wandungsteil 3,
an den sich nach oben ein zylindrisch gestalteter Wandungsteil 4 anschließt. Der Behälter
1 kann mit einem Deckel 5 versehen sein. Der Durchmesser des Behälters kann ein oder
mehrere Meter betragen. Für Aufstellzwecke können Standbeine 6 vorgesehen sein.
[0025] Im unteren Bereich 7 des Behälters 1 ist ein Lochboden 8 horizontal ausgerichtet
angeordnet. Der Lochboden 8 ist doppelwandig ausgebildet. Seine nach oben gekehrte
Wandung 9 weist Durchbrechungen 10 auf, die in Form gleichmäßig über die Fläche verteilt
angeordneter Düsen ausgebildet sein können. Die nach unten gekehrte Wandung 11 ist
geschlossen ausgebildet. Der Zwischenraum zwischen den Wandungen 9 und 11 ist an eine
Leitung 12 angeschlossen, in der eine Pumpe 13 vorgesehen ist und über die Flüssigkeit
in das Innere des Lochbodens 8 zwischen die Wandungen 9 und 11 geführt wird. Diese
Flüssigkeit tritt durch die Durchbrechungen 10 aufwärts im Behälter gerichtet aus.
Über dem Lochboden 8 ist eine fluidisierte Sandschicht 14 vorgesehen, die durch das
aus dem Lochboden 8 ausströmende Aufwasser in Bewegung gehalten wird. Die Sandschicht
14 weist eine Ausdehnungshöhe auf, die bis zu einer Grenze 15 geht, die hier als Strich
angedeutet ist. Die sich bewegenden Sandkörner 16 in der fluidisierten Sandschicht
14 sind übertrieben groß dargestellt. Je nach der Menge des im Behälter befindlichen
Sandes wird sich die fluidisierte Sandschicht 14 mehr oder weniger nach oben ausdehnen.
Oberhalb der Grenze 15 der Sandschicht 14 ist ein Sammelraum 17 für organisches Material
18 vorgesehen.
[0026] Über eine angedeutete Beschickungseinrichtung 19 wird ein Sand/Wasser-Gemisch, verschmutzt
mit organischem Material gemäß Pfeil 20 der Vorrichtung bzw. dem Behälter zugegeben.
Ein Einlaßrohr 21 mündet tangential in eine Drallkammer 22, die nach unten in ein
Fallrohr 23 übergeht, an welches sich ein trompetenförmiger Diffusor 24 anschließt.
Das Gemisch aus Flüssigkeit, organischem Material und anorganischem Material wird
damit in einer Drallströmung gemäß Pfeil 25 in den Behälter 1 eingebracht und verteilt
sich mehr oder weniger radial gemäß den Pfeilen 26 im Sammelraum 17. Der Diffusor
24 ist unterhalb des Wasserspiegels 27 angeordnet. Der Wasserspiegel 27 stellt sich
gemäß einem Überlauf 28 an einer Einrichtung 29 zur Abfuhr des organischen Materials
18 und der Flüssigkeit ein. Der Überlauf 28 führt zu einem Abzugsrohr 30.
[0027] Im oberen Bereich des Behälters 1 kann zusätzlich ein Einfüllrohr 31 vorgesehen sein,
welches den Deckel 5 durchdringt. Hier kann ein verunreinigtes Sandgemisch, insbesondere
Straßenkehricht, eingefüllt werden, der dann auch in die Flüssigkeit gelangt und entsprechend
behandelt wird.
[0028] Im unteren Bereich 7 des Behälters 1 ist unterhalb des Lochbodens 8 eine Abzugseinrichtung
32 für das anorganische Material vorgesehen. Die Abzugseinrichtung 32 kann insbesondere
als Schneckenförderer 33 mit Gehäuse 34, Welle 35 und Förderwendel 36 ausgebildet
sein. Es versteht sich, daß ein Antrieb für den Schneckenförderer 33 bzw. die Abzugseinrichtung
32 vorgesehen ist, der kontinuierlich oder diskontinuierlich betrieben werden kann,
so daß das anorganische Material gemäß Pfeil 37 abgezogen werden kann. Damit das anorganische
Material, nämlich die sich im Bereich der Sandschicht 40 anreichernden Sandkörner
16, aus der fluidisierten Sandschicht 14 nach unten durchtreten können und damit den
Lochboden 8 passieren können, ist ein Bypass 38 vorgesehen, beispielsweise in Form
eines den Lochboden 8 in vertikaler Richtung durchsetzenden Rohres 39. Das Rohr 39
ist konzentrisch zu der Achse 2 des Behälters vorgesehen, schließt einerseits den
Innenraum des Lochbodens 8 zwischen den Wandungen 9 und 11 ab und ermöglicht andererseits
den Durchtritt von Sandkörnern 16 aus dem Bereich der fluidisierten Sandschicht 14
in den Bereich der Austragseinrichtung 32, so daß auf diese Weise die Möglichkeit
besteht, die Ausdehnungshöhe der fluidisierten Sandschicht 14 bis zur Grenze 15 konstant
zu halten.
[0029] Konzentrisch im Behälter 1 und zur Achse 2 ist ein Rührwerk 40 vorgesehen, welches
eine vertikale Welle 41 aufweist, die über einen Motor 42 angetrieben wird. Die Welle
41 ist mit Rührarmen 43 besetzt, die kurz oberhalb des Lochbodens 8 angeordnet sind.
Es kann ein oder mehrere Rührarme 43 vorgesehen sein. Die Rührarme 43 bewirken bei
einem relativ langsamen Umlauf, daß sich Kanäle für eine bevorzugte Aufströmung im
Bereich der fluidisierten Sandschicht 14 oberhalb des Lochbodens 8 nicht ausbilden
können bzw. solche Kanäle sofort wieder zerstört werden. Die Sandkörner 16 der Sandschicht
14 werden hier auch mechanisch durch die Rührarme 43 beansprucht und damit gerieben
und gereinigt. An der Welle 41 können weitere Rührarme 44 angebracht sein, die in
Zuordnung zu der oberen Grenze 15 der Sandschicht 14 und damit im unteren Bereich
des Sammelraums 17 angeordnet sind und wirken. Diese Rührarme 44 haben die Aufgabe,
ein allzu dichtes Ablagern von organischem Material 18 auf der Sandschicht 14 zu verhindern
und auch hier das organische Material 18 immer in Bewegung zu halten, zu zerkleinern
und zu durchmischen. Dies dient einerseits dazu, daS von oben herabsinkende Sandkörner
16 das organische Material 18 durchdringen und in den Bereich der Sandschicht 14 eindringen
können. Andererseits wird die Aufschwimmfähigkeit von weiter zerkleinertem organischen
Material 18 verbessert, so daß dieses im Sammelraum 17 aufschwimmen und letztlich
über den Überlauf 28 abgeführt werden kann.
[0030] Die Vorrichtung gemäß Figur 1 kann wie folgt betrieben werden:
[0031] In dem Behälter 1 befindet sich die Sandschicht 14 fluidisiert. Über die Pumpe 13
und die Leitung 12 wird Flüssigkeit aus den Durchbrechungen 9 des Lochbodens 8 nach
oben gerichtet ausgetragen, wodurch die Sandschicht 14 sich entsprechend ausdehnt
und in dieser Ausdehnung gehalten wird. Nun wird Flüssigkeit mit organisch verschmutztem
anorganischen Material gemäß Pfeil 20 über die Beschickungseinrichtung 19 aufgegeben
und gelangt unter den Wasserspiegel 27 in einer drallartigen Verteilung, wie dies
durch die Pfeile 25 und 26 angedeutet ist. Je nach der Größe der Teilchen werden sich
diese im Sammelraum 17 bewegen. Größere` Teilchen sinken schneller ab als kleinere
Teilchen. Sandkörner 16 werden absinken und in den Bereich der fluidisierten Sandschicht
14 gelangen, wodurch sich hier die Menge des Sandes erhöht. Organisches Material 18
wird sich innerhalb des Sammelraumes 17 bewegen, wobei wiederum größere Teilchen schneller
nach unten absinken als feine Teilchen. Das organische Material 18 wird sich aber
zu einem großen Teil oberhalb der Grenze 15 auf der Sandschicht 14 anhäufen. Feines
organisches Material 18 wird mit der Aufströmung über den Überlauf 28 ausgetragen,
während größere Teilchen von organischem Material aufgebrochen und zerkleinert werden,
bis sie ebenfalls einen solchen Schwebezustand erreichen, daß sie von dem durch den
Lochboden 8 aufgebrachten aufströmenden Wasser mit ausgetragen werden. Das Rührwerk
40 mit seinen Armen 43 und 44 trägt zur Reinigung und Bewegung der jeweiligen Schichten
bei. Durch das Rohr 39 können Sandkörner 16 aus der Sandschicht 14 nach unten hindurchtreten.
Dieser gereinigte Sand wird mit der Austragseinrichtung 32 nach oben ausgetragen und
hinweggefördert. Dies geschieht in der Weise, daß die Ausdehnungshöhe der Sandschicht
14 bis zur Grenze 15 möglichst konstant gehalten wird.
[0032] Die Ausführungsform der Vorrichtung gemäß Figur 3 ist in weiten Bereichen zunächst
ähnlich aufgebaut wie die Ausführungsform gemäß Figur 1, so daß hier auf deren Beschreibung
verwiesen werden kann. Das Rührwerk 40 besitzt hier jedoch eine kürzer gestaltete
Welle 41, an der lediglich Rührarme 44 vorgesehen sind, die kurz unterhalb der Grenze
15 der fluidisierten Sandschicht 14 arbeiten. In Zuordnung zu diesen Rührarmen 44
ist eine Auflagerplatte 45 vorgesehen, die zwar innerhalb der fluidisierten Sandschicht
14 angeordnet ist, jedoch die Auflagerung von Material auf ihrer Oberfläche gestattet,
welches von der fluidisierten Sandschicht 14 nicht erfaßt wird. Dieses sich auflagernde
Material wird mit den Rührarmen 44 bewegt, aneinander gerieben, zerkleinert und separiert,
wobei auch eine Förderwirkung auf dieses Material derart eintritt, daß es sich zunehmend
auf einen größeren Radius verlagert und schließlich über den Rand 46 der Auflagerplatte
45 übertreten kann. Bei diesem übertretenden Material wird es sich weitgehend um gesäuberte
Sandkörner 16 handeln, die sich in die fluidisierte Sandschicht 14 einbauen, während
das organische Material durch die Bewegung der Rührarme 44 nach seiner Zerkleinerung
in dem Sammelraum 17 aufschwimmt.
[0033] Der Lochboden 8 ist hier durchgehend ausgebildet. Als Bypass 38 dient eine Umgehungsleitung
47, die im Bereich der Sandschicht 14 an diese angeschlossen ist, den Lochboden 8
umgeht und in den unteren Bereich 7 des Behälters 1 einmündet, so daS der hier durchtretende
Sand von der Austragseinrichtung 32 ausgetragen werden kann. Für Steuer- bzw. Regelzwecke
ist in der Umgehungsleitung 47 ein Ventil 48 angeordnet.
[0034] Die in Figur 4 dargestellte Ausführungsform der Vorrichtung weist einen Behälter
1 auf, der von unten nach oben mit sich konisch erweiterndem Querschnitt ausgebildet
ist. Über einen zylindrisch ausgebildeten Überlauf 28 besteht Verbindung zu dem Abzugsrohr
30. Das Rührwerk 40 weist Rührarme 43 und 44 auf. In der Wandung des Behälters 1 im
Bereich der fluidisierten Sandschicht 14 ist eine Drucksonde 49 vorgesehen, die über
eine elektrische Leitung 50 mit dem Ventil 48 in Verbindung steht, welches hier zentrisch
in dem Rohr 39, welches den Lochboden 8 durchdringt, untergebracht ist. Mit der Drucksonde
49 wird der statische Druck im Bereich der Sandschicht 14 überwacht. Beim Ansteigen
des Druckes, welches ein Maß für die Ausdehnung der Sandschicht 14 nach oben ist,
wird das Ventil 48 geöffnet und umgekehrt, so daß auf diese Art und Weise die Ausdehnungshöhe
der Sandschicht 14 bis zur Grenze 15 konstant gehalten werden kann. Infolge des von
unten nach oben zunehmenden Querschnittes des Behälters 1 wird sich die Geschwindigkeit
von unten nach oben entsprechend verringern, so daß nur organisches Material 18 in
feinverteilter Form über den Überlauf 28 ausgetragen wird.
[0035] Die Ausführungsform gemäß Figur 5 weist im Gegensatz zu der Ausführungsform gemäß
Figur 4 eine Besonderheit auf. Es ist ein Einsatz 51 vorgesehen, der im wesentlichen
zylindrisch ausgebildet ist und in seinem oberen Bereich in eine Ringfläche 52 übergeht,
die die Funktion der Auflagerplatte 45 erfüllt. Auch hier ist eine Zuordnung zu den
Rührarmen 44 des Rührwerks 40 gegeben. Der Durchmesser des Einsatzes 51 und der Durchmesser
des Lochbodens 8 sind aneinander angepaßt. Die fluidisierte Sandschicht 14 erstreckt
sich im wesentlichen über die Höhe des Einsatzes 51. Diese Ausbildungsform hat den
Vorteil, daß der Einsatz 51 und ein angepaßter Lochboden 8 austauschbar in dem Behälter
1 vorgesehen sein können, um Vorrichtungen unterschiedlicher Größenordnungen für verschiedene
Durchsätze zur Verfügung zu stellen. Die Sandschicht 14 ist bis zur Obergrenze 15
ausgedehnt, so daß hier gleichsam zwei Geschwindigkeitsbereiche der Aufströmgeschwindigkeit
innerhalb des Sandbettes 14 gebildet sind.
[0036] Figur 6 zeigt die Vorrichtung gemäß Figur 5, jedoch mit einem Einsatz 51 vergleichsweise
geringeren Durchmessers und in Zuordnung zu einem Lochboden 8, dessen Außendurchmesser
kleiner ist als der betreffende Durchmesser des Behälters 1 an dieser Stelle. Damit
entsteht eine ringförmige Durchtrittsfläche 53, die die Funktion des Bypasses 38 erfüllt,
so daß Sandkörner 16 aus der Sandschicht 14 gemäß Pfeil 54 übertreten und in den Bereich
der Austragseinrichtung 32 gelangen können.
[0037] Die Ausführungsform der Vorrichtung gemäß Figur 7 stimmt in weiten Teilen mit vorangehend
beschriebenen Ausführungsformen der Vorrichtung überein, so daß hierauf verwiesen
werden kann. Der Behälter 1 besitzt hier ein weitgehend zylindrisches durchgehendes
Gehäuse, jedenfalls im Bereich der Sandschicht 14 und des Sammelraums 17. Die Auflagerplatte
45 arbeitet auch hier mit Rührarmen 44 des Rührwerks 40 zusammen.
[0038] Figur 8 zeigt eine Draufsicht auf den Lochboden 8 mit seiner oberen Wandung 9, in
der die düsenartigen Durchbrechungen 10 gleichmäßig verteilt angeordnet sind. Zentrisch
ist das Rohr 39 vorgesehen, welches den Bypass 38 bildet. Es sind hier zwei Leitungen
12 angedeutet, über die im normalen Betrieb Flüssigkeit über Pumpen 13 in das Innere
des Lochbodens 8 zwischen den Wandungen 9 und 11 gelangt und über die Durchbrechungen
10 als Aufstromwasser ausgetrieben wird. Tangential zum Lochboden sind zwei Reinigungsleitungen
55 einer rückspülenden Reinigungseinrichtung 56 dargestellt, die tangential an den
Innenraum des Lochbodens 8 zwischen den Wandungen 9 und 11 angeschlossen ist. Über
einen nur schematisch angedeuteten Anschluß 57 kann Sand, der in den Lochboden 8 während
des normalen Betriebes eingedrungen ist, ausgespült werden, so daß dann der gleichmäßige
Aufbau der fluidisierten Sandschicht 14 im normalen Betrieb wieder möglich wird.
[0039] Figur 9 zeigt eine Vorrichtung, die im wesentlichen auf der Ausführungsform der Figur
5 aufbaut. Jedoch ist hier eine erste Abzugseinrichtung 58 vorgesehen, mit der im
wesentlichen organisches Material in der Flüssigkeit abgezogen wird. Eine zweite Abzugseinrichtung
59 dient im wesentlichen dem Abzug der Flüssigkeit, wobei auch hier organisches Material
mit der Flüssigkeit abgezogen wird. Die Einrichtung 29 ist also in zwei getrennte
Abfuhreinrichtungen aufgeteilt, die zweckmäßig auch unterschiedlich betrieben werden.
Die Abzugseinrichtung 58 wird vorzugsweise diskontinuierlich und die Abzugseinrichtung
59 kontinuierlich betrieben. Die gesonderte erste Abzugseinrichtung 58 dient dazu,
eine zu große Konzentration von organischem Material im Sammelraum 17 zu vermeiden,
weil sonst die Gefahr besteht, daß insbesondere bei großer Beschickungsmenge einerseits
der Verschmutzungsgrad des anorganischen Materials ansteigt, also die beabsichtigte
Reinigung, des Sandes nur unzureichend eintritt, und andererseits vermehrt Feinsande
über die Flüssigkeit ausgetragen werden. Um dies zu verhindern ist die gesonderte
erste Abzugseinrichtung 58 vorgesehen, die ein fest angeordnetes Rohr 60 aufweisen
kann, welches den Wandungsteil 4 des Behälters 1 durchdringt und damit unmittelbar
Anschluß an den Sammelraum 17 für das organische Material hat. In dem Rohr 60 ist
zweckmäßig ein Ventil 61 angeordnet, um die diskontinuierliche Abfuhr des organischen
Materials gemäß Pfeil 62 zu ermöglichen. Anstelle eines fest angeordneten Rohres 60
kann auch eine Saugleitung 63 vorgesehen sein, die in getrichelter Linienführung angedeutet
ist. Über diese in den Sammelraum 17 von oben etwa vertikal einragende Saugleitung
63 kann das organische Material in Richtung des Pfeiles 64 abgezogen werden. Die Saugleitung
63 bzw. ihr in den Sammelraum 17 einragendes Ende kann gamäß Doppelpfeil 65 höhenverstellbar
angeordnet sein, um die Abfuhr von organischem Material in unterschiedlicher Tiefe
des Sammelraums 17 zu ermöglichen. Die diskontinuierliche Abfuhr von organischem Material
kann insbesondere in Stillstandszeiten des Ruhrwerks 40 durchgeführt werden, sodaß
auch bei Anordnung eines weiteren Rührarms 66 an der Welle 41 im Bereich des Sammelraums
17 eine Absaugung auch unterhalb dieses Rührarms 66 erfolgen kann.
[0040] Grundsätzlich ist die Aufteilung der Einrichtung 29 in zwei gesonderte Abzugseinrichtungen
58 und 59 bei allen Ausführungsformen der Vorrichtung möglich, wobei die Abzugseinrichtung
58 stets in einem gewissen Abstand zu der fluidisierten Sandschicht 14 anzuordnen
ist, um beim Abzug des organischen Materials möglichst wenig Sand mitauszutragen.
| BEZUGSZEICHENLISTE |
| 1 - Behälter |
11 - Wandung |
| 2 - Achse |
12 - Leitung |
| 3 - Wandungsteil |
13 - Pumpe |
| 4 - Wandungsteil |
14 - Sandschicht |
| 5 - Deckel |
15 - Grenze |
| 6 - Standbein |
16 - Sandkorn |
| 7 - Bereich |
17 - Sammelraum |
| 8 - Lochboden |
18 - organisches Material |
| 9 - Wandung |
19 - Beschickungseinrichtung |
| 10 - Durchbrechungen |
20 - Pfeil |
| 21 - Einlaßrohr |
31 - Einfüllrohr |
| 22 - Drallkammer |
32 - Abzugseinrichtung |
| 23 - Fallrohr |
33 - Schneckenförder |
| 24 - Diffusor |
34 - Gehäuse |
| 25 - Pfeil |
35 - Welle |
| 26 - Pfeil |
36 - Förderwendel |
| 27 - Wasserspiegel |
37 - Pfeil |
| 28 - Überlauf |
38 - Bypass |
| 29 - Einrichtung |
39 - Rohr |
| 30 - Abzugsrohr |
40 - Rührwerk |
| 41 - Welle |
51 - Einsatz |
| 42 - Motor |
52 - Ringfläche |
| 43 - Rührarm |
53 - Durchtrittsfläche |
| 44 - Rührarm |
54 - Pfeil |
| 45 - Auflagerplatte |
55 - Reinigungsleitung |
| 46 - Rand |
56 - Reinigungseinrichtung |
| 47 - Umgehungsleitung |
57 - Anschluß |
| 48 - Ventil |
58 - Abzugseinrichtung |
| 49 - Drucksonde |
59 - Abzugseinrichtung |
| 50 - Leitung |
60 - Rohr |
| 61 - Ventil |
|
| 62 - Pfeil |
|
| 63 - Saugleitung |
|
| 64 - Pfeil |
|
| 65 - Doppelpfeil |
|
| 66 - Rührarm |
|
1. Vorrichtung zum Abscheiden von organischem und anorganischem Material aus einer Flüssigkeit,
insbesondere von organischen Verschmutzungen und Sand von Kläranlagen, mit einem Behälter
(1) in Rundbauweise, der in seinem oberen Bereich eine Beschickungseinrichtung (19)
für die Einleitung der Flüssigkeit und des organischen und anorganischen Materials
in den Behälter (1) aufweist, mit einem Bypass (38) für die Überführung eines Teils
des anorganischen Materials in eine im unteren Bereich (7) des Behälters (1) angeordnete
Abzugseinrichtung (32) für das anorganische Material und einer Einrichtung (29) zur
Abfuhr von organischem Material und von Flüssigkeit, dadurch gekennzeichnet, daß zwecks Ablösung des organischen Materials von dem anorganischem Material und
zwecks Zerkleinerung des organischen Materials im unteren Bereich (7) des Behälters
(1) eine fluidisierte Sandschicht (14) vorgesehen ist, die durch eine über einen Lochboden
(8) verteilte und aufwärts gerichtete Strömung in Bewegung gehalten ist, daß der Behälter
(1) im Anschluß an das obere Ende (15) der Ausdehnung der fluidisierten Sandschicht
(14) einen sich nach oben anschließenden Sammelraum (17) für organisches Material
(18) aufweist, und daß die Einrichtung (29) zur Abfuhr von organischem Material und
von Flüssigkeit eine erste Abfuhreinrichtung (58) im wesentlichen für das organische
Material (18) aus dem Sammelraum (17) und eine zweite Abfuhreinrichtung (59) im wesentlichen
für die Flüssigkeit aufweist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Beschickungseinrichtung (19) zentrisch angeordnet ist und eine Drallkammer
(22), ein Fallrohr (23) und einen trompetenförmigen Diffusor (24) aufweist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der sich an das obere Ende (15) der Ausdehnung der fluidisierten Sandschicht
(14) nach oben anschließende Sammelraum (17) für organisches Material (18) einen sich
nach oben erweiternden Querschnitt aufweist.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß im Behälter (1) ein Rührwerk (40) vorgesehen ist, das Rührarme (43, 44) aufweist,
die im unteren Bereich der fluidisierten Sandschicht (14) unmittelbar oberhalb des
Lochbodens und/oder oberhalb der fluidisierten Sandschicht im Anschluß an die Grenze
zwischen der fluidisierten Sandschicht (14) und dem Sammelraum (17) für das organisches
Material umlaufend angeordnet sind.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß in dem Behälter (1) horizontal ausgerichtet eine Auflagerplatte (45) mit geschlossener
Oberfläche vorgesehen und einem Rührarm (44) des Rührwerks (40) zugeordnet ist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Lochboden (8) doppelwandig ausgebildet ist, in seiner nach oben gerichteten
Wandung (9) eine Vielzahl gleichmäßig über die Fläche verteilt angeordneter Durchbrechungen
(10) aufweist und seine untere Wandung (11) geschlossen ausgebildet ist, und daß als
Bypass (38) ein den Lochboden (8) in vertikaler Richtung durchsetzendes Rohr (39)
vorgesehen ist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der doppelwandige Lochboden (8) zur Erzeugung der aufwärts gerichteten Strömung
für die Fluidisierung der Sandschicht (14) an eine eine Pumpe (13) aufweisende Leitung
(12) für Flüssigkeit angeschlossen ist.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß in dem Behälter (1) ein etwa zylindrischer Einsatz (51) vorgesehen ist, dem
der Lochboden (8) zugeordnet ist und der zur Begrenzung der Ausdehnung der fluidisierten
Sandschicht (14) dient.
9. Vorrichtung einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die fluidisierte Sandschicht (14) eine Ausdehnungshöhe von etwa 20 bis 40 cm
aufweist.
10. Vorrichtung nach Anspruch 6 oder 9, dadurch gekennzeichnet, daß in dem den Lochboden (8) durchsetzenden Rohr (39) ein Ventil (48) und im Behälter
(1) im Anschluß an die fluidisierte Sandschicht (14) eine Drucksonde (49) vorgesehen
sind, und daß das Ventil (48) über die Drucksonde (49) zum Konstanthalten der Ausdehnungshöhe
der fluidisierten Sandschicht (14) steuerbar ist.
11. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Lochboden (8) mit einer rückspülenden Reinigungseinrichtung (56) versehen
ist.
12. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die erste Abzugseinrichtung (58) für das organische Material ein den Wandungsteil
(4) des Behälters (1) im Bereich des Sammelraums (17) durchdringendes Rohr (60) aufweist.
13. Vorrichtung naach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die erste Abzugseinrichtung (58) für das organische Material eine in den Sammelraum
(17) etwa vertikal einragende Saugleitung (63) aufweist.
1. Device for separating inorganic material polluted by organic material from a fluid,
especially organic pollution and sand in sewage devices, with a circular-shaped container
(1) in its upper region including a feed device (19) for the introduction of the fluid
and of the organic and of the inorganic material into the container (1), with a by-pass
(38) for the transfer of a part of the inorganic material into an extractor device
(32) for the inorganic material, the extractor device (32) being positioned in the
lower region (7) of the container (1), and with a device (29) to discharge organic
material and fluid, characterized in that a fluidised sand bed (14) is provided in the lower region (7) of the container
(1) to separate the organic material from the inorganic material, and to reduce the
size of the organic material, the fluidised sand bed (14) being kept in motion by
an upwardly directed flow of liquid being distributed over a perforated base (8),
that the container (1) includes a collecting chamber (17) for organic material (18),
the collecting chamber (17) being positioned directly above the upper limit (15) of
the extension of the fluidised sand bed (14), and that the device (29) to discharge
organic material and fluid includes a first extractor device (58) substantially for
the organic material (18) coming from the collecting chamber (17) and a second extractor
device (59) substantially for the liquid.
2. Device according to claim 1, characterized in that the feed device (19) is arranged in the centre and it includes a spinning chamber
(22), a gravity pipe (23) and a trumpet-shaped diffuser (24).
3. Device according to claim 1, characterized in that the collecting chamber (17) for organic material (18) being positioned directly
above the upper limit (15) of the extension of the fluidised sand bed (14) has a cross-section
widening in an upward direction.
4. Device according to one of claims 1 to 3, characterized in that a stirring apparatus (40) is arranged inside the container (1), the stirring
apparatus (40) including driven agitator blades (43, 44) being rotationally located
in the lower region of the fluidised sand bed (14) directly above the perforated base
and/or being located above the fluidised sand bed (14) and adjacent to the region
between the fluidised sand bed (14) and the collecting chamber (17) for the organic
material.
5. Device according to claim 4, characterized in that a supporting plate (45) having a closed surface is horizontally arranged inside
the container (1), and it is allocated to one agitator blade (44) of the stirring
apparatus (40).
6. Device according to claim 1, characterized in that the perforated base (8) is designed to have two walls, that a number of openings
(10) is uniformly distributed over the surface of the upper wall (9), and that the
lower wall (11) is designed to be closed, and that a tube (39) extending through the
perforated base (8) in a vertical direction forms the by-pass (38).
7. Device according to claim 6, characterized in that the double walled perforated base (8) is connected to a pipe (12) for liquid,
the pipe (12) including a pump (13) to generate an upwardly directed flow for the
fluidisation of the sand bed (14).
8. Device according to one of claims 1 to 7, characterized in that a substantially cylindrically shaped insert (51) is arranged inside the container
(1), the perforated base (8) being allocated to the insert (51) serving to limit the
extension of the fluidised sand bed (14).
9. Device according to one of claims 1 to 8, characterized in that the fluidised sand bed (14) has an extension height of approximately 20 to 40
cm.
10. Device according to claim 6 or 9, characterized in that a valve (48) is arranged in the tube (39) extending through the perforated base
(8), and that a pressure sensor (49) is arranged in the container (1) and having connection
to the fluidised sand bed (14), and that the valve (48) is controlled by the pressure
sensor (49) to keep the extension height of the fluidised sand bed (14) constant.
11. Device according to claim 6, characterized in that the perforated base (8) includes a backwashing cleaning device (56).
12. Device according to claim 12, characterized in that the first extractor device (58) for the organic material includes a tube (60)
extending through the wall (4) of the container (1) in the region of the collecting
chamber (17).
13. Device according to claim 12, characterized in that the first extractor device (58) for the organic material includes a suction
pipe (63) extending substantially vertically into the collecting chamber (17).
1. Dispositif destiné à séparer d'un liquide une matière organique et une matière inorganique,
en particulier des impuretés organiques et du sable provenant d'installations d'épuration,
comprenant un récipient (1) de construction circulaire, qui présente à sa partie supérieure
un dispositif de chargement (9) pour l'introduction du liquide ainsi que des matières
organique et inorganique dans le récipient (1), comportant une dérivation (38) pour
le transfert d'une partie de la matière inorganique dans un dispositif de soutirage
(32) disposé dans la partie inférieure (7) du récipient (1) pour la matière inorganique
ainsi qu'un dispositif (29) d'évacuation de la matière organique et du liquide, caractérise,
en ce que pour séparer la matière organique de la matière inorganique et pour fragmenter
la matière organique il est prévu, dans la partie inférieure (7) du récipient (1)
une couche de sable fluidifiée (14), qui est maintenue en mouvement par un courant
réparti sur un fond perforé (8) et dirigé vers le haut, en ce que le récipient (1)
présente, à la suite de la limite supérieure (15) d'expansion de la couche de sable
fluidifiée (14), une chambre collectrice (17) se raccordant par le haut pour la matière
organique (18) et en ce que le dispositif (19) d'évacuation de la matière organique
et du liquide comporte un premier dispositif d'évacuation (58) essentiellement pour
la matière organique (18) provenant de la chambre collectrice (17) et un deuxième
dispositif d'évacuation (59) essentiellement pour le liquide.
2. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que le dispositif de chargement
(19) est disposé au centre et comporte une chambre à cyclone (22), un tube de descente
(23) et un diffuseur (24) en forme de trompette.
3. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que la chambre collectrice
pour la matière organique (18), qui fait suite vers le haut à la limtite supérieure
(15) d'expansion de la couche de sable fuidifiée (14), présente une section s'élargissant
vers le haut.
4. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que dans le récipient
(1) est prévu un agitateur (40), qui comporte des bras d'agitation (43, 44), qui sont
montés à rotation dans la partie inférieure de la couche de sable fluidifiée (14),
directement au-dessus du fond perforé et/ou au-dessus de la couche de sable fluidifiée,
à la suite de la limite entre la couche de sable fluidifiée (14) et la chambre collectrice
(17) pour la matière organique.
5. Dispositif selon la revendication 4, caractérisé en ce que dans le récipient (1) est
prévue une plaque de support (20) orientée horizontalement à surface fermée, qui est
associée à un bras d'agitation (44) de l'agitateur (40).
6. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que le fond perforé (8) est
à double paroi, en ce qu'il présente dans sa paroi (9) dirigée vers le haut un grand
nombre d'ajours (10) répartis uniformément sur sa surface, tandis que sa paroi inférieure
(11) est fermée, et en ce qu'il est prévu comme dérivation (38) un tube (39) traversant
verticalement le fond perforé (8).
7. Dispositif selon la revendication 6, caractérisé en ce que le fond perforé (8) à double
paroi est raccordé, pour produire le courant dirigé vers le haut, pour la fluidification
de la couche de sable (14), à une conduite (12) comportant une pompe (13) pour le
liquide.
8. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 7, caractérisé en ce que dans le récipient
(1) est prévu un insert (51) à peu près cylindrique, auquel est associé le fond perforé
(8) et qui sert à limiter l'expansion de la couche de sable fluidifiée (14).
9. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 8, caractérisé en ce que la couche de
sable fluidifiée (14) présente une hauteur d'expansion d'environ 20 à 40 cm.
10. Dispositif selon la revendication 6 ou 9, caractérisé en ce que dans le tube (39),
qui traverse le fond perforé (8), il est prévu une vanne (48) et dans le récipient
(1), il est prévu une sonde de pression (49) en liaison avec la couche de sable fluidifiée
(14), et en ce que la vanne (48) est commandable par la sonde de pression (49), pour
maintenir constante la hauteur d'expansion de la couche de sable fluidifiée (14).
11. Dispositif selon la revendication 6, caractérisé en ce que le fond perforé (8) est
pourvu d'un dispositif de nettoyage (56) par lavage à contre-courant.
12. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que le premier dispositif de
soutirage (58) pour la matière organique comporte un tube (60) traversant la partie
de paroi (4) du récipient (1), dans la région de la chambre collectrice (17).
13. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que le premier dispositif de
soutirage (58) pour la matière organique comporte une conduite d'aspiration (63) pénétrant
à peu près verticalement dans la chambres collectrice (17).