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EP 0 707 675 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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28.03.2001 Patentblatt 2001/13 |
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Anmeldetag: 03.05.1995 |
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Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/DE9500/563 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 9530/796 (16.11.1995 Gazette 1995/49) |
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SCHIENENANORDNUNG
RAIL ARRANGEMENT
SYSTEME DE RAIL
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT DE FR GB IT NL |
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Priorität: |
05.05.1994 DE 9407451 U
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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24.04.1996 Patentblatt 1996/17 |
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Patentinhaber: PHOENIX AKTIENGESELLSCHAFT |
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21079 Hamburg (DE) |
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Erfinder: |
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- BLANK, Helmuth
D-21217 Seevetal (DE)
- PAHL, Bernd
D-22547 Hamburg (DE)
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 440 159 DE-U- 8 520 560
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EP-A- 0 581 202 DE-U- 8 527 073
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Schienenanordnung, bestehend aus einer Schiene, insbesondere
Rillenschiene; einer elastischen Schienenlagerung, umfassend eine Rippenplatte aus
Metall, ein Fundament (z.B. Beton-Schwellen) sowie zwei Zwischenlagen aus elastomerem
Werkstoff, die zwischen Schienenfuß und Rippenplatte bzw. zwischen Rippenplatte und
Fundament angeordnet sind; zwei Kammern, die beidseitig zwischen der Schiene und dem
Straßenbelag vorhanden sind, wobei sich in jeder Kammer ein Füllprofil aus elastomerem
Werkstoff, das insbesondere längsverlaufende Nuten und/oder Kanäle sowie Haltelippen
aufweist, befindet (DE-U-85 20 560), wobei sich in jeder kammer das Füllprofil bis
zum Schienenfuß erstreckt, und zwar im Unterschied zur EP-A-0 581 202; sowie aus beidseitig
in Abstand angeordneten Schienenbefestigungen, die insbesondere mit Abdeckkappen versehen
sind.
[0002] Im Rahmen einer Weiterentwicklung besteht nun die Aufgabe darin, eine Schienenanordnung
bereitzustellen, die Körper-und Luftschallabstrahlung reduziert, die leichte Montierbarkeit
gewährleistet, die elastische Verformungsfähigkeit der Schiene in horizontaler und
vertikaler Richtung optimiert sowie die Gefahr von Kantenabbrüchen im übergangsbereich
zwischen Schiene und Straßenanschluß verringert.
[0003] Die Lösung der vorgenannten Aufgabe besteht nun gemäß Kennzeichen des Patentanspruchs
1 in einem neuartigen Füllprofil, das im folgenden näher erläutert wird.
[0004] Hiernach weist jedes Füllprofil im Bereich der Schienenbefestigungen einen verformbaren
Profilbereich auf, umfassend einen längsverlaufenden Hohlraum, wobei dieser verformbare
Profilbereich den notwendigen Platz für die Schienenbefestigungen bzw. Abdeckkappen
schafft, wobei wiederum der Hohlraum nach dem Einbau mit einem Schaum, insbesondere
Polyurethan-Schaum, ausgefüllt ist.
[0005] Besonders zweckmäßig ist es, wenn das Füllprofil im Schienenbereich eine Nut aufweist,
und zwar unter Bildung eines gewinkelten Steges, wobei die Stegspitze in Richtung
des Hohlraummittelpunktes weist. Auf diese Weise wird die Verformungsfähigkeit gegenüber
den platzsuchenden Schienenbefestigungen bzw. Abdeckkappen erhöht.
[0006] Ferner ist es zweckmäßig, wenn der Hohlraum von Flanken umgeben ist, die aufeinander
zulaufen, und zwar - bezogen auf den unbelasteten Zustand - unter Bildung einer im
wesentlichen dreiecksförmigen Querschnittsgestalt.
[0007] Hinsichtlich sämtlicher Elastomerprofile (Füllprofil, Schienenfußprofil), die durch
Extrusion hergestellt werden, gelten insbesondere folgende Parameter:
| Werkstoff |
Kautschuk auf Basis SBR/BR |
| Reißfestigkeit nach DIN 53504 |
≥ 14 N/mm2 |
| Reißdehnung nach DIN 53504 |
≥ 400 % |
| Weiterreißwiderstand nach DIN 53507/A |
≥ 10 N/mm2 |
| Druckverformungsrest nach DIN 53517 |
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| 72 Std. bei Raumtemperatur |
≤ 20 % |
| 24 Std. bei 70°C |
≤ 20 % |
| Shore-Härte |
58 ± 5° |
[0008] Die Erfindung wird nun anhand eines Ausführungsbeispieles unter Bezugnahme auf eine
schematische Zeichnung (Querschnittsdarstellung) erläutert.
[0009] Im Hinblick auf diese Figur gilt folgende Bezugsziffernliste:
- 1'
- Schienenanordnung
- 2
- Rillenschiene
- 3
- Straßenbelag
- 5
- Kanal
- 6
- Nut
- 7
- Haltelippe
- 12
- Schienenbefestigung
- 13
- Abdeckkappe
- 18
- Füllprofil
- 18'
- Füllprofil
- 19
- Hohlraum
- 20
- Nut
- 21
- gewinkelter Steg
- 22
- Stegspitze
- 23
- Flanke
- 24
- Flanke
[0010] Die Figur zeigt nun einmal anhand des Füllprofils (18') den Verformungsbereich, umfassend
den Hohlraum (19), die Nut (20) und die gewinkelten Stege (21) im unbelasteten Zustand,
d.h. ohne Einwirkung der Schienenbefestigung (12) bzw. der Abdeckkappe (13).
[0011] Das Füllprofil (18) zeigt dagegen schematisiert die Verformung des Hohlraumes (19),
der Nut (20) und der Stege (21) unter der Einwirkung der Schienenbefestigung (12)
bzw. der Abdeckkappe (13), wobei wiederum der Hohlraum nach dem Einbau mit einem Schaum,
insbesondere Polyurethan-Schaum, ausgefüllt wird.
1. Schienenanordnung (1'), bestehend aus
- einer Schiene, insbesondere Rillenschiene (2);
- einer elastischen Schienenlagerung, umfassend eine Rippenplatte aus Metall, ein
Fundament sowie zwei Zwischenlagen aus elastomerem Werkstoff, die zwischen Schienenfuß
und Rippenplatte bzw. Rippenplatte und Fundament angeordnet sind;
- zwei Kammern, die beidseitig zwischen der Schiene und dem Straßenbelag (3) vorhanden
sind, wobei sich in jeder Kammer ein Füllprofil (18, 18') aus elastomerem Werkstoff,
das insbesondere längsverlaufende Nuten (6) und/oder Kanäle (5) sowie Haltelippen
(7) aufweist, befindet, wobei sich in jeder Kammer das Füllprofil bis zum Schienenfuß
erstreckt; sowie
- beidseitig in Abstand angeordneten Schienenbefestigungen (12), die insbesondere
mit Abdeckkappen (13) versehen sind;
dadurch gekennzeichent, daß
- im Bereich der Schienenbefestigungen (12) jedes Füllprofil einen verformbaren Profilbereich
aufweist, umfassend einen längsverlaufenden Hohlraum (19), wobei dieser verformbare
Profilbereich durch Verformungen unter Einwirkung der Schienenbefestigungen (12) bzw.
Abdeckkappen (13) den notwendigen Platz für dieselben schafft, wobei wiederum der
Hohlraum nach dem Einbau mit einem Schaum, insbesondere Polyurethan-Schaum, ausgefüllt
ist.
2. Schienenanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Füllprofil im Schienenfußbereich
eine längsverlaufende Nut (20) aufweist, und zwar unter Bildung eines gewinkelten
Steges (21), wobei die Stegspitze (22) in Richtung des Hohlraummittelpunktes weist.
3. Schienenanordnung nach Anspruch 1, insbesondere in Verbindung mit Anspruch 2, dadurch
gekennzeichnet, daß der Hohlraum (19) von Flanken (23, 24) umgeben ist, die aufeinander
zulaufen, und zwar - bezogen auf den unbelasteten Zustand - unter Bildung einer im
wesentlichen dreiecksförmigen Querschnittsgestalt.
1. Rail arrangement (1') consisting of
- a rail, in particular grooved rail (2),
- an elastic rail bed comprising a ribbed plate made of metal, a foundation and two
intermediate layers made of elastomer material which are disposed between the rail
foot and the ribbed plate and between the ribbed plate and the foundation,
- two chambers which are present on both sides between the rail and the road surface
(3), whereby in each chamber there is a filling profile (18, 18') made of elastomer
material which in particular exhibits longitudinal grooves (6) and/or channels (5)
and retaining lips (7), whereby in each chamber the filling profile extends to the
rail foot, and
- rail fastenings (12) which are disposed at a distance on both sides and in particular
are provided with covering caps (13),
characterised in that
- in the area of the rail fastenings (12) each filling profile exhibits a deformable
profile area comprising a longitudinal cavity (19), whereby this deformable profile
area creates the necessary space for the rail fastenings (12) and covering caps (13)
through deformation under the effect of these, whereby again the cavity is filled
with a foam, in particular polyurethane foam, after installation.
2. Rail arrangement according to claim 1, characterised in that the filling profile exhibits
a longitudinal groove (20) in the rail foot area, forming an angled limb (21), whereby
the apex (22) of the limb points in the direction of the middle point of the cavity.
3. Rail arrangement according to claim 1, in particular in combination with claim 2,
characterised in that the cavity (19) is bounded by flanks (23, 24) which run into
one another, forming an essentially triangular cross-sectional shape in the unstressed
state.
1. Système de rail (1'), constitué
- d'un rail, en particulier d'un rail à gorge ou ornière (2) ;
- d'un montage de rail élastique, comprenant une selle à nervure en métal, une fondation,
ainsi que deux couches intermédiaires en matériau élastomère, disposées entre le patin
de rail et la selle à nervure, ou la selle à nervure et la fondation ;
- deux chambres, prévues des deux côtés entre le rail et le revêtement routier (3),
dans chaque chambre se trouvant un profilé de remplissage (18, 18') en matériau élastomère,
présentant en particulier des rainures (6) et/ou des canaux (5) s'étendant longitudinalement,
ainsi que des lèvres de maintien (7), dans chaque chambre le profilé de remplissage
s'étendant jusqu'au patin de rail ; et
- des fixations de rail (12) prévues des deux côtés et à distance, munies en particulier
de capuchons de recouvrement (13) ;
caractérisé en ce que
- dans la zone des fixations de rail (12), chaque profilé de remplissage présente
une zone profilée déformable, comprenant un espace creux (19) s'étendant longitudinalement,
cette zone profilée déformable créant, par déformations sous l'effet des fixations
de rail (12) ou des capuchons de recouvrement (13), la place nécessaire pour ceux-ci,
à son tour, l'espace creux étant rempli, après montage, avec un produit alvéolaire,
en particulier une mousse de polyuréthanne.
2. Système de rail selon la revendication 1, caractérisé en ce que le profilé de remplissage
présente, dans la zone de patin de rail, une rainure (20) s'étendant longitudinalement
et, précisément, en formant une nervure (21) coudée, la pointe de nervure (22) étant
tournée dans la direction du centre de l'espace creux.
3. Système de rail selon la revendication 1, en particulier en liaison avec la revendication
2, caractérisé en ce que l'espace creux (19) est entouré par des flancs (23, 24) évoluant
l'un vers l'autre et, précisément - en se référant à l'état non chargé - en formant
une configuration de section transversale pratiquement triangulaire.
