(19)
(11) EP 0 707 873 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
04.03.1998  Patentblatt  1998/10

(21) Anmeldenummer: 94116602.7

(22) Anmeldetag:  21.10.1994
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)6A63C 9/16, A43B 5/04

(54)

Vorrichtung zur stabilen Verbindung zwischen einem Snowboard und einem Schuh

Device for securing a shoe to a snowboard

Dispositif pour fixer une chaussure à une planche de glisse


(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT CH DE FR IT LI LU SE

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
24.04.1996  Patentblatt  1996/17

(73) Patentinhaber: Homp, Jochen
D-85737 Ismaning (DE)

(72) Erfinder:
  • Homp, Jochen
    D-85737 Ismaning (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
DE-C- 496 417
FR-A- 2 282 823
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft ein Snowboard - Bindungssystem zur festen Verbindung zwischen einem Snowboard und einem speziellen, partiell auch zur Erfindung gehörenden Schuh, welcher seiner Beschaffenheit nach ein sogenannter Softboot ist.
    Bei den bisher bekannten Bindungen, die zur Aufgabe haben , einen Softboot fest mit einem Snowboard zu verbinden, wird der Schuh in eine Plastikschale gestellt und dann mittels 2-3 Schnallen fixiert. Die vorliegende Erfindung bietet die Möglichkeit, einen Softboot ohne Schale und Schnallen, die über den Fuß führen, fest mit dem Snowboard zu verbinden.
    Nur die Sohle wird in der Bindung fixiert, aber bleibt zum größten Teil weich, so daß das Kennzeichen eines Softboots erhalten bleibt. Als zum Beispiel

    weich

    kann hier Gummi genannt werden. Als zum Beispiel

    hart

    kann Hartplastik angenommen werden. Die Erfindung läßt sich natürlich auch auf Schuhe mit harter Sohle anwenden. Eine weitere Besonderheit der Bindung ist, daß das System seitlich auf den Schuh zugreift. Die Erfindung ist dargestellt durch:
    Fig. 1
    Ansicht eines Schuhs
    Fig. 2
    Ansicht der Bindung räumlich
    Fig. 3
    Ansicht der Bindung seitlich
    Fig. 4
    Das Zusammenführen der beiden Elemente aus Fig. 1 und Fig. 2


    [0002] Fig. 1 zeigt einen beliebigen Softboot mit einer stellenweise harten Sohle. Aus härterem Material ist einzig und allein der Teil des Schuhs, der mit Ziffer 1 gekennzeichnet ist. Weiterhin führt eine Nut(2) vom Fersenende des Schuhs zum gehärteten Mittelteil (1). Die Nut geht in das härtere Teil über und wird dort weitergeführt. Die Nut schließt am Zehenende des harten Elements ab.

    [0003] Fig. 2 zeigt die Bindung in räumlicher Darstellung. Die Grundplatte (3) wird mittels Schrauben und den Langlöchern (4) direkt mit dem Snowboard verbunden. Hierbei sind auch andere Lösungen denkbar, wie zum Beispiel einen Drehteller oder auch eine Lösung ganz ohne Grundplatte. Wichtig ist bei der Befestigung nur, daß der Winkel der Bindung zum Board variabel ist.
    Die Keile (5),(7) sind so beschaffen, daß sie in das Profil der Sohle hineingreifen und sie fixieren. Der eine Keil (7) ist beweglich gelagert, um eine Größenanpassung des Schuhs zu ermöglichen. Eine geeignete Lösung sind hier die Langlöcher mit den Schrauben(6) die den Keil auf der Grundplatte fixieren.
    Die Schnalle (8) verhindert in geschlossenem Zustand, daß die Bindung den Schuh wieder freigibt.
    Fig. 3 zeigt zur Verdeutlichung die Bindung nochmals in der Vorderansicht. Die arabischen Ziffern aus Fig. 2 gelten für Fig. 3 in gleicher Weise. Die Keilform der Profile (5)(7) erscheint sinnvoll, doch auch jede andere Profilform ist denkbar.

    [0004] Fig. 4 zeigt das Zusammenfügen der gezeigten Elemente aus Fig. 1-3. Dies passiert indem man die Nut (2) des Schuhs in die Profile (5)(7) der Bindung einführt. Der Schuh wird solange nach hinten geschoben, bis das Mittelteil (1) mit den Keilen (5)(7) deckungsgleich ist.
    Zuletzt wird eine Schnalle (8) geschlossen, die das Herausrutschen des Schuhs in Zehenrichtung verhindert. Somit ist der Schuh in alle Richtungen fixiert.


    Ansprüche

    1. Snowboard-Bindungssystem zur festen Verbindung eines Snowboards mit einem eine Sohle umfassenden Schuh, dadurch gekennzeichnet, daß in den Längsseiten der Sohle Nuten (2) angeordnet sind, und zwei Profile (5) vorgesehen sind, die derart ausgebildet und am Snowboard festlegbar sind, daß sie zur Verbindung des Schuhs mit dem Snowboard von beiden Schuhseiten her in die Nuten (2) eingreifen.
     
    2. Snowboard-Bindungssystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Sohle relativ weich ausgebildet ist und zum Zwecke der Verbindungsstabilität zwischen den Profilsohlen (5) und dem Schuh ein relativ hartes Element (1) in die Sohle eingefügt ist.
     


    Claims

    1. Snowboard binding system for firmly connecting a snowboard with a shoe comprising a sole. It is characterized by groves ("2") in the long sides of the sole and two profiles ("5"). These profiles are formed and can be attached to the snowboard such that they grip into the grooves ("2") from both sides of the shoe and thus attach the shoe with the snowboard.
     
    2. Snowboard binding system as per claim 1, characterized by a relatively soft sole and a relatively hard element ("1") placed in the sole to stabilize the connection between the profile soles ("5") and the shoe.
     


    Revendications

    1. Système de fixation ferme d'un snowboard à une chaussure à semelle, caractérisé en ce que des rainures (2) sont creusées sur les côtés de la semelle, et deux barres (5) sont conçues de telle sorte qu'elles peuvent être fixées à un snowboard et se caler dans les rainures (2) des deux côtés de la chaussure, assurant ainsi la fixation de la la chaussure avec le snowboard.
     
    2. Système de fixation d'un snowboard selon la revendication 1, caractérisé en ce que la semelle est relativement souple et possède un élément (1) relativement dur assurant la stabilité entre les barres (5) et la chaussure.
     




    Zeichnung