(19)
(11) EP 0 707 925 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
22.04.1998  Patentblatt  1998/17

(21) Anmeldenummer: 95112339.7

(22) Anmeldetag:  05.08.1995
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)6B26B 1/08, B26B 5/00

(54)

Messer mit Wechselklinge, wie Entgratemesser für Kunststoffteile od.dgl.

Knife with exchangeable blade such as a deburring knife for plastic components or the like

Couteau à lame échangeable tel que couteau d'ébavurage de pièces en matière plastique ou analoques


(84) Benannte Vertragsstaaten:
ES FR GB IT NL

(30) Priorität: 07.10.1994 DE 4435807

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
24.04.1996  Patentblatt  1996/17

(73) Patentinhaber: MARTOR-ARGENTAX E.H. Beermann KG
D-42653 Solingen (DE)

(72) Erfinder:
  • Berns, Harald, Prof. Dipl.-Ing.
    D-42119 Wuppertal (DE)

(74) Vertreter: Patentanwälte Ostriga & Sonnet 
Stresemannstrasse 6-8
42275 Wuppertal
42275 Wuppertal (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
EP-A- 0 048 077
DE-C- 3 740 036
US-A- 3 439 419
DE-A- 2 716 861
FR-A- 2 352 641
US-A- 4 748 743
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft ein Messer mit Wechselklinge, wie Entgratemesser für Kunststoffteile od.dgl., entsprechend dem Oberbegriff des Anspruchs 1. Ein solches Messer ist durch die DE-A1-37 40 036 bekanntgeworden.

    [0002] Das bekannte Messer mit Wechselklinge, welches hauptsächlich als Entgratemesser für Kunststoffteile zum Einsatz gelangt, weist einen Griffkörper auf, dessen vorderer Griffbereich eine hinterschnittene Klemmnut mit trapezförmigem Querschnitt aufweist. Die nach außen weisenden Kanten der Klemmnut verlaufen parallel zueinander. Der Klemmnutboden steigt vom vorderen freien Ende des vorderen Griffbereichs nach hinten hin an, so daß keilförmige Klemmnut-Seitenflächen vorhanden sind. In diese Klemmnut wird von vorn ein Schieber mit einander parallelen Längskanten eingeschoben, welcher über seine axiale Länge einander identische trapezförmige Querschnitte aufweist. Dabei wird die Messerklinge zwischen der Klemmnutgrundfläche und der letzterer zugewandten Schiebergrundfläche aufgenommen. Durch weitere Bewegung des Schiebers nach hinten wird die Wechselklinge durch Reibungsschluß nach hinten mitgeschleppt und hierbei infolge der kontinuierlich nach hinten abnehmenden Klemmnuthöhe verklemmt.

    [0003] Obwohl das durch die DE-A1-37 40 036 bekannte Entgratemesser einen vorteilhaften werkzeuglosen Klingenwechsel gestattet, ist das Bedürfnis entstanden, bei noch einfacherem und besonders handhabungssicherem Klingenwechsel hinreichend große Klemmkräfte in dem die Wechselklinge haltenden Klemmspalt zu erzeugen.

    [0004] Entsprechend der Erfindung wird diese Aufgabe dadurch gelost, daß der vordere Griffbereich einen frei vorragenden Klemmfortsatz mit trapezförmigem Querschnitt bildet, auf welchen mit seinem hinteren Ende voran der Schieber aufgesteckt ist, welcher eine hinterschnittene Klemmnut mit trapezförmigem Querschnitt sitzt, wobei Klemmnutgrundfläche und die letzterer zugewandte Klemmfortsatzgrundfläche zwischen sich den Klemmspalt bilden, wobei Klemmnutgrundfläche und Klemmfortsatzgrundfläche einerseits sowie beide Klemmnutseitenflächen und beide korrespondierenden Klemmfortsatzseitenflächen andererseits parallel zueinander verlaufen und wobei sich Klemmfortsatz und Klemmnut zu ihren vorderen freien Enden hin kontinuierlich verjüngen, derart, daß die Klemmnutbreite und, korrespondierend auch die Breite des Klemmfortsatzes, zu den vorderen freien Enden des Schiebers und des Klemmfortsatzes kontinuierlich abnehmen.

    [0005] Im Vergleich zum bekannten Messer gemäß der DE-A1-37 40 036 wird der Schieber unter Bildung eines Klemmspaltes auf den Klemmfortsatz zunächst locker aufgeschoben, so daß das rückwärtige Ende der Wechselklinge von vorn in den Klemmspalt eingeschoben werden kann, worauf der Schieber gegen den vorderen Griffbereich nach hinten geschoben und hiermit die Klemmaufnahme der Wechselklinge vollendet wird. Aus Vorstehendem wird deutlich, daß der Klingenwechsel einfacher, rascher und unproblematischer vonstatten geht, zumal die Wechselklinge vom Schieber nahezu gänzlich umfaßt ist, so daß bei der Handhabung des Schiebers eine Verletzungsgefahr nahezu ausgeschlossen ist.

    [0006] Eine sehr große Klemmkraft kann erfindungsgemäß dadurch aufgebracht werden, daß sich Klemmfortsatz und Klemmnut zu ihren vorderen freien Enden hin kontinuierlich verjüngen, derart, daß die Klemmnutbreite und, korrespondierend auch die Breite des Klemmfortsatzes, zu den vorderen freien Enden des Schiebers und des Klemmfortsatzes kontinuierlich abnehmen.

    [0007] Durch entsprechende Wahl der die Verjüngung von Klemmnut und Klemmfortsatz bestimmenden Winkel ist zudem die Klemmung durch Selbsthemmung gesichert.

    [0008] Eine weitere Eigenart des erfindungsgemäßen Messers besteht darin, daß sich sowohl die Nuthöhe als auch die Höhe des Klemmfortsatzes von hinten nach vorn verringern. Auf diese Weise wird eine übersichtliche, nahezu spitz zulaufende, Bauweise der Klingenaufnahme erzielt.

    [0009] Eine wesentliche Ausgestaltung der Erfindung besteht darin, daß der Schieber zumindest in seinem Axialbereich ringförmig geschlossen ist. Zweckmäßig ist dabei der Schieber mittels eines in seinem hinteren Bereich angeordneten, die Klemmnut überbrückenden, stoffschlüssig angebundenen Steges ringförmig geschlossen, welcher entsprechend weiteren Erfindungsmerkmalen von der Klemmnut weg aufragt und als Schieber-Handhabe ausgebildet ist. Dadurch, daß der Schieber ringförmig geschlossen ist, bietet dieser durch einen ringförmig geschlossenen Kraftfluß die Gewähr dafür, daß die seitlichen Bereiche des Schiebers mit den Nutseitenflächen nicht nach außen hin nachgeben können.

    [0010] In weiterer Ausgestaltung der Erfindung sind Klemmnutgrundfläche und Klemmfortsatzgrundfläche im Vergleich zur axialen Länge der Wechselklinge überlang ausgebildet, derart, daß die Wechselklinge innerhalb des Klemmspaltes in einer axial zurückgeschobenen Position gänzlich aufnehm- und verklemmbar ist. Das erfindungsgemäße Entgratemesser gestattet daher in einfacher Weise eine Sicherungsposition der Wechselklinge innerhalb eines vom Klemmspalt gebildeten Schutzraumes, so daß Handverletzungen für den Fall vermieden werden können, daß das Messer bei Nichtgebrauch in der Arbeitskleidung mitgeführt wird.

    [0011] Dadurch, daß der Schieber eine die Schieberwandung im Bereich der Klemmnutgrundfläche durchbrechende Sichtöffnung aufweist, kann mit einem Blick festgestellt werden, ob eine Wechselklinge im Klemmspalt verborgen ist.

    [0012] Besonders wesentliche Erfindungsmerkmale bestehen darin, daß der Schieber mindestens einen von seinem hinteren Ende nach hinten ragenden und im vorderen Griffbereich mit axialem Bewegungsraum einrastbaren Rastarm aufweist. Durch diese Anordnung ist der Schieber unverlierbar am vorderen Griffbereich gehalten. Der Zusammenbau erfolgt in einfacher Weise durch Rastmontage. Zugleich erhält der Rastarm einen axialen Bewegungsraum, so daß die Klemm- und Lösefunktion des Schiebers trotz dessen Unverlierbarkeitsicherung gewährleistet ist.

    [0013] Weitere Erfindungsmerkmale ergeben sich aus zusätzlichen Unteransprüchen.

    [0014] In den Zeichnungen ist die Erfindung anhand eines bevorzugten Ausführungsbeispiels näher dargestellt, es zeigt,

    Fig. 1 eine Ansicht eines Entgratemessers,

    Fig. 2 das Messer gemäß Fig. 1 nach einer Drehung um 180° um die mit x bezeichnete Längsmittelachse,

    Fig. 3 das Messer entsprechend dem mit III bezeichneten Ansichtspfeil in Fig. 1, größtenteils geschnitten,

    Fig. 4 das Messer gemäß Fig. 3 mit nach vorn geschobenem, sich in seiner Lösestellung befindlichem Klemmschieber,

    Fig. 5 in vergrößerter Darstellung einen Teil des vorderen Griffsbereichs mit von letzterem vorragenden Klemmfortsatz, zum Teil im Längsschnitt,

    Fig. 6 in demselben Maßstab gemäß Fig. 5 den Klemmschieber, teilweise im Längsschnitt,

    Fig. 7 eine Untersicht der Anordnung entsprechend dem in Fig. 5 mit VII mit Ansichtspfeil,

    Fig. 8 eine vergrößerte Stirnansicht des Messers entsprechend dem in Fig. 1 mit VIII bezeichneten Ansichtspfeil,

    Fig. 9 in Anlehnung an Fig. 8, jedoch in einem demgegenüber kleineren Maßstab, eine Stirnansicht (teilweise geschnitten) mit einer Rundschaft-Entgrateklinge und

    Fig. 10 unter Weglassung von Schieber und Klemmfortsatz eine Draufsicht auf die Rundschaft-Entgrateklinge mit Adapterplättchen entsprechend dem Ansichtspfeil X in Fig. 9.



    [0015] In den Zeichnungen ist ein Entgratemesser insgesamt mit der Bezugsziffer 10 bezeichnet.

    [0016] Das Entgratemesser 10 weist einen länglichen Griff 11 mit einem vorderen Griffbereich 12 auf, von welchem aus ein Klemmfortsatz 13 nach vorn ragt. Auf den Klemmfortsatz 13 ist ein eine Klemmnut 14 aufweisender Schieber 15 aufgesteckt.

    [0017] Klemmfortsatz 13 und Schieber 15 dienen gemeinsam der Klemmhalterung einer Wechselklinge 16.

    [0018] Wie insbesondere aus den Fig. 5-7 im Gesamtzusammenhang mit den übrigen Zeichnungen zu ersehen ist, weist der vordere Griffbereich 12 (vgl. Fig. 5) einen sich zu seinem freien Ende 17 hin kontinuierlich verjüngenden, frei vorkragenden Klemmfortsatz 13 mit trapezförmigem Querschnitt auf. Auf den Klemmfortsatz 13 ist, mit seinem hinteren Ende 18 voran, der Schieber 15 aufgesteckt.

    [0019] Der Schieber 15 weist eine sich zu seinem freien vorderen Ende 20 hin kontinuierlich verjüngende Klemmnut 14 mit trapezförmigem Querschnitt auf.

    [0020] Die Klemmnutgrundfläche 19 und die letzterer zugewandte Klemmfortsatzgrundfläche 21 einerseits sowie beide Klemmnutseitenflächen 22 und beide Klemmfortsatzseitenflächen 23 andererseits erstrecken sich parallel zueinander.

    [0021] Klemmnutbreite BN und Klemmnuthöhe HN und korrespondierend die Breite BF und die Höhe HF des Klemmfortsatzes 13, nehmen zu den freien Enden 20, 17 des Schiebers 15 und des Klemmfortsatzes 13 hin kontinuierlich ab (s.a.Fig. 8).

    [0022] Durch die vorbeschriebene Gesamtkonzeption der geometrischen Verhältnisse von Klemmnut 14 und Schieber 15 erfolgt eine sichere Parallelzustellung des Klemmspaltes SP. Dabei wird eine sehr sichere Klemmarretierung der Zustellposition dadurch bewirkt, daß die Klemmnutbreite BN und die Klemmfortsatzbreite BF zu den freien Enden 20 und 17 hin kontinuierlich abnehmen. Dies ist exemplarisch durch die Untersicht des Klemmfortsatzes 13 gemäß Fig. 7 anhand der dort angegebenen Keilwinkel α gezeigt. Die Keilwinkel α sind so bemessen, daß Selbsthemmung in der Klemmlage gewährleistet ist.

    [0023] Die Winkel β gemäß den Fig. 5 und 6 geben wieder, daß Klemmnuthöhe HN und Klemmfortsatzhöhe HF zu den freien Enden 20, 17 hin abnehmen (vgl. Fig. 8), um auf diese Weise eine nahezu spitze, übersichtliche Bauform der Klingenaufnahme zu erzielen.

    [0024] Damit ein kraftvolles Aufschieben des Schiebers 15 und zugleich ein Aufklaffen der die Klemmnutseitenflächen 22 bildenden Schieber-Seitenwände 24 vermieden ist, ist der Schieber 15 mittels eines in seinem hinteren Bereich angeordneten, die Klemmnut 14 quer überbrückenden, stoffschlüssig angebundenen Steges 25 ringförmig geschlossen. Der Steg 25 ragt quer von der Klemmnut 14 weg nach oben und bildet zugleich Handhabungsflächen 26, 27 für die Betätigung des Schiebers 15.

    [0025] Wie im Zusammenhang der Figuren, insbesondere unter Berücksichtigung der Fig. 3 und 4, ersichtlich ist, sind die Klemmnutgrundfläche 19 und die Klemmfortsatzgrundfläche 21 im Vergleich zur axialen Länge der Wechselklinge 16 axial überlang ausgebildet. Hinzu kommt, daß der Schieber 15 einen Rastarm 28 aufweist, der oberseitig eine mit der Klemmnutgrundfläche 19 flächenbündige Wechselklingen-Führungsfläche 29 bildet. Auf diese Weise ist die Möglichkeit geschaffen, daß die Wechselklinge 16 innerhalb des Klemmspaltes SP in einer axial zurückgeschobenen Schutzposition gänzlich aufnehmbar und verklemmbar ist. Um auf einen Blick festzustellen, ob sich innerhalb des Klemmspaltes SP eine Wechselklinge 16 befindet, weist der Schieber 15 eine die Schieberwandung 30 im Bereich der Klemmnutgrundfläche 19 durchbrechende Sichtöffnung 31 auf.

    [0026] Der Rastarm 28 ist quer zur Längsmittelachse x des Messers 10 einfederbar und weist ein hammerkopfförmiges Rastende 32 auf, welches mit axialem Bewegungsraum 35 in eine in ihrem vorderen Ende Axialanschläge 33 aufweisende Rastnut 34 einrastbar ist.

    [0027] Aus der vorstehenden Schilderung wird deutlich, daß der Schieber 15 dank seines Rastarmes 28 in Verbindung mit der Rastnut 34 in einfacher Weise durch Aufsteckmontage montierbar und unverlierbar gehalten ist.

    [0028] Wie aus den Fig. 8 und 9 zu ersehen ist, weisen Klemmnutgrundfläche 19 und Klemmfortsatzgrundfläche 21 je einen mittig angeordneten, axial verlaufenden nutartigen Einschnitt 36 mit je etwa halbkreisförmigem Querschnitt zur Aufnahme des in Fig. 9 im Querschnitt dargestellten Rundschaftes 37 einer Rundschaftentgrateklinge 38 auf. Derartige Rundschaftentgrateklingen 38 sind beispielsweise durch das DE-U1-86 18 646 bekannt.

    [0029] Das Einsteckende des Rundschaftes 37 weist eine Ringnut 39 auf.

    [0030] Damit sich der Rundschaft 37 um seine Drehachse y drehen kann, ist zwischen Klemmnutgrundfläche 19 und Klemmfortsatzgrundfläche 21 anstelle einer Wechselklinge 16 (s.Fig. 8) mit rechteckigem Querschnitt ein plättchenförmiger Adapter 40 mit demselben Querschnitt der Wechselklinge 16 in den Klemmspalt SP eingesetzt.

    [0031] Der plättchenförmige Adapter 40 weist in mittiger Anordnung einen mit den beiden nutartigen Einschnitten 36 fluchtenden, nach vorn offenen, in Axialrichtung durch Zentriervorsprünge 41 hinterschnittenen Adapterschlitz 42 auf. Die Zentriervorsprünge 41 greifen seitlich in die Ringnut 39 ein.

    [0032] Die rückwärtige Stirnfläche 50 des plättchenförmigen Adapters 40 stößt gegen den rückwärtigen Anschlag 49 am axialen Ende der Rastnutgrundfläche 48. Die vordere Stirnfläche 51 des Adapters 40 ist mit dem vorderen freien Ende 17 des Klemmfortsatzes 13 bündig.

    [0033] Die Montage der in Fig. 9 und 10 gezeigten Anordnung verläuft wie folgt: Der Rundschaft 37 wird von oben her in den Adapterschlitz 42 eingelegt, so daß die Zentriervorsprünge 41 in die Ringnut 39 eingreifen können. Diese Anordnung wird sodann von vorn in den offenen Klemmspalt SP eingeschoben, wonach die Zustellverschiebung des Schiebers 15 in Schieberichtung z erfolgt.

    [0034] Bezüglich der Fig. 1-4 sei noch ergänzt, daß beim Öffnen des Klemmspaltes SP durch eine Öffnungsbewegung des Schiebers 15 samt Rastarm 28 mit Rastende 32 in Richtung w das Riegelende 43 einer Magazinklappe 44 freigegeben wird, die daraufhin um einen Rastlagerzapfen 45 herum in ihre Offenstellung gemäß Fig. 4 schwenkbar ist. Der Magazinhohlraum 46, dessen Entnahmeöffnung 47 gemäß Fig. 3 mittels der Klappe 44 verschlossen ist, dient der Aufnahme von Ersatzklingen 16.

    [0035] Alle Bauteile des Griffs 11, auch der Schieber 15, bilden Spritzgußteile aus einem geeigneten Kunststoff.


    Ansprüche

    1. Messer (10) mit Wechselklinge (16), wie Entgratemesser für Kunststoffteile od.dgl., mit einem Griffkörper (11), dessen vorderer Griffbereich (12) gemeinsam mit einem Schieber (15) einen durch Keilflächen (22, 23) zustellbaren Klemmspalt (SP) zur Aufnahme der Wechselklinge (16) bildet, dadurch gekennzeichnet, daß der vordere Griffbereich (12) einen frei vorragenden Klemmfortsatz (13) mit trapezförmigem Querschnitt bildet, auf welchen mit seinem hinteren Ende (18) voran der Schieber (15) aufgesteckt ist, welcher eine hinterschnittene Klemmnut (14) mit trapezförmigem Querschnitt besitzt, wobei Klemmnutgrundfläche (19) und die letzterer zugewandte Klemmfortsatzgrundfläche (21) zwischen sich den Klemmspalt (SP) bilden, wobei Klemmnutgrundfläche (19) und Klemmfortsatzgrundfläche (21) einerseits sowie beide Klemmnutseitenflächen (22) und beide korrespondierenden Klemmfortsatzseitenflächen (23) andererseits parallel zueinander verlaufen und wobei sich Klemmfortsatz (13) und Klemmnut (14) zu ihren vorderen freien Enden (17, 20) hin kontinuierlich verjüngen, derart, daß die Klemmnutbreite (BN) und, korrespondierend auch die Breite (BF) des Klemmfortsatzes (13), zu den vorderen freien Enden (20; 17) des Schiebers (15) und des Klemmfortsatzes (13) kontinuierlich abnehmen.
     
    2. Messer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Klemmnuthöhe (HN) und, korrespondierend die Höhe (HF) des Klemmfortsatzes (13), zu den vorderen freien Enden (20; 17) des Schiebers (15) und des Klemmfortsatzes (13) hin kontinuierlich abnehmen.
     
    3. Messer nach Anspruch 1 oder nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Schieber (15) zumindest in einem Axialbereich ringförmig geschlossen ist.
     
    4. Messer nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Schieber (15) mittels eines in seinem hinteren Bereich (bei 18) angeordneten, die Klemmnut (14) überbrückenden, stoffschlüssig angebundenen Steges (25) ringförmig geschlossen ist.
     
    5. Messer nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Steg (25) quer von der Klemmnut (14) weg aufragt und als Schieber-Handhabe ausgebildet ist.
     
    6. Messer nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß Klemmnutgrundfläche (19) und Klemmfortsatzgrundfläche (21) im Vergleich zur axialen Länge der Wechselklinge (16) überlang ausgebildet sind, derart, daß die Wechselklinge (16) innerhalb des Klemmspaltes (SP) in einer axial zurückgeschobenen Position gänzlich aufnehm- und verklemmbar ist.
     
    7. Messer nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Schieber (15) eine die Schieberwandung (30) im Bereich der Klemmnutgrundfläche (19) durchbrechende Sichtöffnung (31) aufweist.
     
    8. Messer nach einem der Ansprüche 1 bis 7,dadurch gekennzeichnet, daß der Schieber (15) mindestens einen von seinem hinteren Ende (18) nach hinten ragenden und im vorderen Griffbereich (12) mit axialem Bewegungsraum (35) einrastbaren Rastarm (28) aufweist.
     
    9. Messer nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Schieber (15) nur einen Rastarm (28) aufweist, der sich etwa parallel zum Klemmfortsatz (13) erstreckt, quer zur Messer-Längsachse (x) einfederbar ist und ein hammerkopfförmiges Rastende (32) aufweist, welches in eine in ihrem vorderen Ende Axialanschläge (33) aufweisende Rastnut (34) mit axialem Bewegungsraum (35) einrastbar ist.
     
    10. Messer nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß sich am hinteren Ende (bei 18) der Klemmnutgrundfläche (19) eine Wechselklingen-Führungsfläche (29) bündig anschließt, welche von der der Klemmfortsatzgrundfläche (21) zugewandten Breitfläche des Rastarms (28) gebildet ist.
     
    11. Messer nach Anspruch 9 oder nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Rastnut-Grundfläche (48) bündig an die Klemmfortsatzgrundfläche (21) angeschlossen ist und an einem rückwärtigen Anschlag (49) endet.
     
    12. Messer nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß Klemmnutgrundfläche (19) und Klemmfortsatzgrundfläche (21) je einen mittig angeordneten, axial verlaufenden, nutartigen Einschnitt (36) mit etwa halbkreisförmigem Querschnitt zur Aufnahme des Rundschaftes (37) einer Rundschaft-Entgrateklinge (38) aufweisen.
     
    13. Messer nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen Klemmnutgrundfläche (19) und Klemmfortsatzgrundfläche (21) anstelle einer Wechselklinge (16) mit rechteckigem Querschnitt ein plättchenförmiger Adapter (40) desselben Querschnittes zur Lagerung des Rundschaftes (37) einsetzbar ist.
     
    14. Messer nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß der plättchenförmige Adapter (40) in mittiger Anordnung einen mit den beiden nutartigen Einschnitten (36) fluchtenden, nach vorn offenen, in Axialrichtung hinterschnittenen Adapterschlitz (42) aufweist.
     
    15. Messer nach einem der Ansprüche 11 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß die rückwärtige Stirnfläche (50) des plättchenförmigen Adapters (40) gegen den rückwärtigen Anschlag (49) am axialen Ende der Rastnutgrundfläche (48) stößt, während die vordere Stirnfläche (51) des plättchenförmigen Adapters (40) mit dem vorderen freien Ende (17) des Klemmfortsatzes (13) bündig ist.
     


    Claims

    1. Knife (10) with an interchangeable blade (16), such as a burr removing knife for plastic parts or the like, having a handle body (11), the front handle region (12) of which together with a slide (15) forms a clamping gap (SP) with adjustable feed by means of wedge surfaces (22, 23) for receiving the interchangeable blade (16), characterized in that the front handle region (12) forms a freely projecting clamping extension (13) with a trapezoidal cross section, onto which is mounted, rear end (18) first, the slide (15) which has an undercut clamping groove (14) with a trapezoidal cross section, wherein clamping groove bottom surface (19) and the clamping extension bottom surface (21) directed towards the latter form the clamping gap (SP) between them, wherein clamping groove bottom surface (19) and clamping extension bottom surface (21), on the one hand, and both clamping groove side surfaces (22) and both corresponding clamping extension side surfaces (23), on the other hand, extend parallel to one another and wherein clamping extension (13) and clamping groove (14) taper continuously towards their front free ends (17, 20) in such a way that the clamping groove width (BN) and, correspondingly, also the width (BF) of the clamping extension (13) continuously decrease towards the front free ends (20; 17) of the slide (15) and the clamping extension (13).
     
    2. Knife according to claim 1, characterized in that the clamping groove height (HN) and, correspondingly, the height (HF) of the clamping extension (13) continuously decrease towards the front free ends (20; 17) of the slide (15) and the clamping extension (13).
     
    3. Knife according to claim 1 or according to claim 2, characterized in that the slide (15) is closed in an annular manner at least in an axial region.
     
    4. Knife according to claim 3, characterized in that the slide (15) is closed in an annular manner by means of a cohesively connected web (25) disposed in its rear region (at 18) and bridging the clamping groove (14).
     
    5. Knife according to claim 4, characterized in that the web (25) projects upwards transversely away from the clamping groove (14) and takes the form of a slide handle.
     
    6. Knife according to one of claims 1 to 5, characterized in that clamping groove bottom surface (19) and clamping extension bottom surface (21) have an overlength compared to the axial length of the interchangeable blade (16) such that the interchangeable blade (16) may be entirely received and clamped in an axially retracted position inside the clamping gap (SP).
     
    7. Knife according to claim 6, characterized in that the slide (15) has an inspection opening (31) penetrating the slide wall (30) in the region of the clamping groove bottom surface (19).
     
    8. Knife according to one of claims 1 to 7, characterized in that the slide (15) has at least one detent arm (28) projecting backwards from its rear end (18) and latchable with axial play (35) in the front handle region (12).
     
    9. Knife according to claim 8, characterized in that the slide (15) has only one detent arm (28), which extends substantially parallel to the clamping extension (13), may spring in at right angles to the knife longitudinal axis (x) and has a detent end (32) in the shape of a hammer head, which is latchable with axial play (35) into a detent groove (34) having axial stops (33) in its front end.
     
    10. Knife according to one of claims 1 to 9, characterized in that adjoining the rear end (at 18) of the clamping groove bottom surface (19) in a flush manner is an interchangeable blade guide surface (29), which is formed by the broad surface of the detent arm (28) directed towards the clamping extension bottom surface (21).
     
    11. Knife according to claim 9 or according to claim 10, characterized in that the detent groove bottom surface (48) is connected in a flush manner to the clamping extension bottom surface (21) and terminates at a rear stop (49).
     
    12. Knife according to one of claims 1 to 11, characterized in that clamping groove bottom surface (19) and clamping extension bottom surface (21) each have a centrally disposed, axially extending, groove-like recess (36) with a substantially semicircular cross section for receiving the round shank (37) of a round-shank burr removing blade (38).
     
    13. Knife according to claim 12, characterized in that between clamping groove bottom surface (19) and clamping extension bottom surface (21), instead of an interchangeable blade (16) with a rectangular cross section, a plate-shaped adapter (40) of the same cross section is insertable for supporting the round shaft (37).
     
    14. Knife according to claim 13, characterized in that the plate-shaped adapter (40) has a centrally arranged adapter slot (42), which is aligned with the two groove-like recesses (36), open towards the front and undercut in an axial direction.
     
    15. Knife according to one of claims 11 to 14, characterized in that the rear end face (50) of the plate-shaped adapter (40) abuts the rear stop (49) at the axial end of the detent groove bottom surface (48), while the front end face (51) of the plate-shaped adapter (40) is aligned with the front free end (17) of the clamping extension (13).
     


    Revendications

    1. Couteau (10) à lame échangeable (16), tel que couteau d'ébavurage pour des pièces en matière plastique ou analogues, avec un corps formant manche (11), dont la zone avant de manche (12) constitue, conjointement avec un curseur (15), un intervalle de serrage (SP), susceptible d'être refermé par des faces de coin (22, 23), destiné à recevoir la lame échangeable (16), caractérisé en ce que la zone avant de manche (12) constitue un prolongement de serrage (13) faisant saillie librement, ayant une section transversale trapézoïdale, prolongement sur lequel, amené par son extrémité arrière (18), est enfilé le curseur (15) qui est doté d'une rainure de serrage (14) dotée d'une contre-dépouille et d'une section transversale trapézoïdale, la face de base (19) de la rainure de serrage et la face de base (21) du prolongement de serrage, tournée vers cette dernière, constituant entre elles l'intervalle de serrage (SP), la face de base (19) de la rainure de serrage et la face de base (21) du prolongement de serrage, d'une part, ainsi que les deux faces latérales (22) de la rainure de serrage et les deux faces latérales (23) correspondantes du prolongement de serrage, d'autre part, s'étendant parallèlement les unes aux autres, le prolongement de serrage (13) et la rainure de serrage (14) allant en s'effilant de façon continue jusqu'à leurs extrémités libres (17, 20), de manière que la largeur (BN) de la rainure de serrage et, de manière correspondante également la largeur (BF) du prolongement de serrage (13), aillent en diminuant de façon continue en direction des extrémités libres avant (20; 17) du curseur (15) et du prolongement de serrage (13).
     
    2. Couteau selon la revendication 1, caractérisé en ce que la hauteur (HN) de la rainure de serrage et, de manière correspondante, la hauteur (HF) du prolongement de serrage (13) vont en diminuant de façon continue en direction des extrémités libres avant (20; 17) du curseur (15) et du prolongement de serrage (13).
     
    3. Couteau selon la revendication 1 ou selon la revendication 2, caractérisé en ce que le curseur (15) est fermé de façon annulaire au moins dans une zone axiale.
     
    4. Couteau selon la revendication 3, caractérisé en ce que le curseur (15) est fermé de façon annulaire au moyen d'une nervure (25) disposée dans sa zone arrière (en 18), pontant la rainure de serrage (14), en étant liée d'un seul tenant par la matière.
     
    5. Couteau selon la revendication 4, caractérisé en ce que la nervure (25) se dresse en projection vers le haut en partant de la rainure de serrage (14) et est réalisée sous forme de manette de curseur.
     
    6. Couteau selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que la face de base (19) de la rainure de serrage et la face de base (21) du prolongement de serrage sont réalisées avec une longueur excessive en comparaison de la longueur axiale de la lame échangeable (16), de manière que la lame échangeable (16) puisse être logée dans sa totalité et bloquée par serrage à l'intérieur de l'intervalle de serrage (SP), dans une position de coulissement, axialement rétractée.
     
    7. Couteau selon la revendication 6, caractérisé en ce que le curseur (15) présente une ouverture d'observation (31) traversant la paroi de curseur (30) dans la zone de la face de base (19) de la rainure de serrage.
     
    8. Couteau selon l'une des revendications 1 à 7, caractérisé en ce que le curseur (15) présente au moins un bras d'encliquetage (28) se projetant vers l'arrière depuis son extrémité arrière (18) et susceptible d'être encliqueté dans la zone avant de manche (12), avec un espace de déplacement axial (35).
     
    9. Couteau selon la revendication 8, caractérisé en ce que le curseur (15) présente un seul bras d'encliquetage (28) qui s'étend à peu près parallèlement au prolongement de serrage (13), en étant susceptible d'être contracté élastiquement transversalement par rapport à l'axe longitudinal (x) du couteau et présentant une extrémité d'encliquetage (32) en forme de tête de marteau, qui est susceptible d'être encliquetée dans une rainure d'encliquetage (34), présentant des butées axiales (33) à son extrémité avant, la rainure d'encliquetage ayant un espace de déplacement axial (35).
     
    10. Couteau selon l'une des revendications 1 à 9, caractérisé en ce qu'à l'extrémité arrière (en 18) de la face de base (19) de la rainure de serrage se raccorde de façon affleurée une surface de guidage de lame échangeable (29) qui est constituée par la face large, tournée vers la face de base (21) du prolongement de serrage, du bras d'encliquetage (28).
     
    11. Couteau selon la revendication 9 ou selon la revendication 10, caractérisé en ce que la face de base (48) de la rainure d'encliquetage est raccordée de façon affleurée à la face de base (21) du prolongement de serrage et s'achève sur une butée arrière (49).
     
    12. Couteau selon l'une des revendications 1 à 11, caractérisé en ce que la face de base (19) de la rainure de serrage et la face de base (21) du prolongement de serrage présentent chacune une entaille (36) ménagée centralement, s'étendant axialement, du genre d'une rainure, ayant une section transversale à peu près en forme de demi-cercle, en vue de recevoir la tige ronde (37) d'une lame d'ébavurage (38) à tige ronde.
     
    13. Couteau selon la revendication 12, caractérisé en ce qu'entre la face de base (19) de la rainure de serrage et la face de base (21) du prolongement de serrage peut être inséré, au lieu d'une lame de couteau (16) à section transversale rectangulaire, un adaptateur (40) en forme de plaquette, ayant la même section transversale, destiné au montage de la tige ronde (37).
     
    14. Couteau selon la revendication 13, caractérisé en ce que l'adaptateur à forme de plaquette (40) présente, agencée centralement, une fente d'adaptateur (42) placée en alignement avec les deux entailles (36) du genre de rainures, ouverte vers l'avant, dotée d'une contre-dépouille en direction axiale.
     
    15. Couteau selon l'une des revendications 11 à 14, caractérisé en ce que la face frontale arrière (50) de l'adaptateur à forme de plaquette (40) touche contre la butée arrière (49) prévue sur l'extrémité axiale de la face de base (48) de la rainure d'encliquetage, tandis que la face frontale avant (51) de l'adaptateur à forme de plaquette (40) est affleurée avec l'extrémité libre avant (17) du prolongement de serrage (13).
     




    Zeichnung