[0001] Die Erfindung betrifft ein keramisches Verbrennungsträgerelement, vorzugsweise in
Form eines keramischen Verbundkörpers in Oberflächenstrahlungsbrennern für industrielle
Umwandlungs- und Erwärmungsprozesse im Temperaturbereich bis insbesondere etwa 1300°C.
[0002] Oberflächenstrahlungsbrenner sind insbesondere für Raumbeheizungs- und Trocknungszwecke
im Infrarotbereich sowie als schadstoffarme Verbrennungseinheiten im Heizungs- und
Kesselbereich in vielfältigen Versionen im Einsatz. Hier werden vor allem die Möglichkeiten
eines schadstoffarmen Betriebes bei Anwendungstemperaturen bis 1000°C genutzt.
[0003] Es lassen sich im allgemeinen zwei Grundtypen unterscheiden, nämlich Vielflammenflächenbrenner
und quasi-flammenlose Oberflächenbrenner.
[0004] Vielflammenflächenbrenner zeichnen sich dadurch aus, daß sich von der Brenneroberfläche
ausgehend viele Einzelflammen bilden, die sich in bestimmten Leistungsbereichen zu
einer Flammenfront vereinigen können.
[0005] Es werden u. a. stabile gelochte oder geschlitzte Flammenträgerelemente eingesetzt,
um die Lebensdauer gegenüber metallischen Flammenträgern zu verbessern, wie es z.B.
in DE-A-40 41 061 beschrieben, ist aus der ein keramisches Verbrennungsträgerelement
zu entnehmen ist.. Aus Gründen der Flammenrückschlagsicherheit bleibt die Wärmeauskopplung
relativ gering. Die Stickoxidbildung ist höher als in vergleichbaren quasi-flammenlosen
Oberflächenbrennern. Der Arbeitsbereich wird durch eine höhere CO- und CxHy-Fracht
zusätzlich eingeengt. Das trifft auch für haufwerksporige Keramiken, wie z.B. in EP-A-0
056 757 beschrieben, zu. Die hier eingesetzten Binder, Ton oder Bentonit, lassen in
Verbindung mit der erforderlichen Flammenrückschlagsicherheit nur bei geringem Temperaturgefälle
über die Schichtdicke der Keramik eine hinreichende Lebensdauer im zyklischen Betrieb
erwarten. Hinzu kommt bei dem beschriebenen niedrigen Druckverlust der Keramik im
Falle der einseitig geschlossenen Zylinderform eine zu erwartende Ungleichmäßigkeit
der Flammenverteilung mit erhöhtem Energieaustrag zum geschlossenen Kopfende hin.
[0006] Eine zweite Gruppe bilden die quasi-flammenlosen Oberflächenbrenner. Bei diesem Brennertyp
sitzt die Flammenwurzel in einem gewissen Leistungsbereich in der Oberflächenschicht
des Verbrennungsträgers und bringt diese zum Glühen. Durch die Auskopplung von erheblichen
Anteilen an Strahlungswärme wird die Verbrennungstemperatur der durch den Flammen
träger geleiteten Brennstoff-Luftgemische abgesenkt und die NOx-Bildung deutlich unterdrückt.
Oberhalb einer bestimmten Brennerleistung und bei hohem Verbrennungsluftüberschuß
löst sich auch bei diesen Brennern die Flamme von der Oberfläche ab und bewirkt eine
Verschlechterung der Abgashygiene. Eine wesentliche Form dieses Brennertyps basiert
auf Strahlungsverbrennungselementen aus keramischen Fasern, die durch Vakuumformgebung
in Verbindung mit Bindern vorzugsweise auf einem Metallsieb abgeschieden werden. Ausgestaltungen
dieser Form sind z.B. in EP-A-0 382 674, EP-A-0 397 591; US-A-4 416 619; DE-A-3 311
953; US-A-3 179 156; US-A-3 275 497 und US-A-4 519 770 beschrieben.
[0007] Die in EP-A-0 382 674 und EP-A-0 397 591 beschriebenen Flammenträgerlösungen lassen
einen sehr geringen Regelbereich erwarten. Die gemäß Beschreibung mit Alumina-Coating
vernetzte dicke Faserschicht ist mechanisch anfällig, insbesondere empfindlich gegen
jegliche Handhabung, gegen Erschütterung und neigt verstärkt zu Erosion beim thermischen
Alterungsprozeß. Die geschlossene Brennerkopfform läßt eine Stauwirkung mit ungleicher
Verteilung der Flamme auf dem Keramikmantel und damit eine Verschlechterung der Abgashygiene
sowie erhöhte Erosion von Fasern in diesem Bereich (Hot-Spot-Bildung) erwarten.
[0008] Allgemein setzt die Binderstruktur mit den angestrebten Gamma- und Theta-Phasen des
Al
2O
3 als Hauptbinderbestandteil, wie in US-A-4 416 619 und DE-A-3 311 953 beschrieben,
sowohl für die Wärmebehandlung zur Beseitigung des Porenbildners als auch für die
spätere Einsatztemperatur der Faserkeramiken Grenzen, die bei etwa 1100°C liegen.
Es ist weniger die gaschemische Wirkung entscheidend, es sei denn, daß die große Oberfläche
der Gamma- und Theta-Phasen in Verbindung mit katalytischen Zusätzen benötigt wird.
Wichtig ist hier die Versprödung der Oberflächenschicht durch Phasenübergang des Al
2O
3 in die Alpha-Phase oberhalb etwa 982,2°C (siehe DE-A-3 311 953). Beim Einsatz von
amorphen Aluminium-Silikat-Fasern des z.B. in US-A-3 179 156 und US-A-3 275 497 beschriebenen
Typs kommt deren Rekristallisationsreaktion hinzu. In Verbindung mit der durch die
Vakuumformgebung bewirkten Ausbildung von Vorzugslagen der Fasern ist bei längerem
Betrieb um 1000°C und darüber hinaus Rißbildung bis hin zur Abplatzgefahr in der sich
ausbildenden versprödeten Faseroberschicht zu erwarten.
[0009] Die speziell in DE-A-3 311 953 und US-A-4 416 619 vorgeschlagenen Maßnahmen zur Vorkerbung
der Oberfläche sollen längere Risse und größere Abschalungen verhindern, stellen aber
langfristig selbst Vorzugsgebiete für Rißwachstum und Erosion dar.
[0010] Ein weiterer Nachteil dieser Keramik ist die Neigung zur punktuellen Erosion an Schwachstellen
und in Gebieten erhöhten Drucks, insbesondere im Kopfbereich einseitig geschlossener
Zylinder. Die einsetzende Hot-Spot-Bildung schreitet mit der thermischen Alterung
fort und verschlechtert die ansonsten anfänglich sehr günstige Abgashygiene dieses
Brennertyps hinsichtlich NOx-, CO- und CxHy-Fracht und beeinflußt das Brennerstartverhalten
negativ.
[0011] Strahlungsbrenner auf der Basis von keramischen Fasergeweben als Flammenträger auf
porösem Metallträger, wie in US-A-4 599 066; US-A-4 721 456 oder z.B. in DE-A-3 504
601 beschrieben, versuchen, die Nachteile der vakuumgeformten Faserkeramik hinsichtlich
Festigkeit und Langzeitstabilität zu vermeiden.
[0012] Bei hohen Leistungen und hohen Betriebstemperaturen wird die Befestigung des Fasergewebes
auf dem Metallschirm durch Eigendehnung problematisch. Örtliche Abhebeerscheinungen
des Faservlieses mit der Gefahr des Flammenrückschlags sind gegeben. Die mit US-A-4
721 456 angestrebte Verbesserung beinhaltet metallische Befestigungselemente, die
die Einsatztemperatur begrenzen und druck- und leistungsabhängige mögliche Veränderungen
der Poren form über längere Betriebsdauer und Zyklen nicht verhindern.
[0013] Metallische Faserstrahlungsbrenner, wie z.B. in EP-A-0 157 432, EP-A-0 227 131 und
EP-A-0 390 255 beschrieben, haben mechanische Vorteile, besitzen aber eine werkstoffbedingte
Einsatzgrenze von 1150°C Oberflächentemperatur, sind aufgrund der erforderlichen hochwertigen
Sonderstahlfaserqualitäten sehr teuer und erwartungsgemäß heißkorrosionsanfälliger
als Keramiken bei kritischen Abgasbestandteilen, wie z.B. Halogenwasserstoffen.
[0014] EP 0 187 508 A3 bezieht sich auf ein Verbrennungsträgerelement, das aus einem porösen,
durch Formen und Sintern eines Ausgangsmaterials aus keramischen Pulver, Binder und
anorganischen Fasern gebildeten porösen Verbrennungskörper besteht, der zusätzlich
zu seiner Porosität eine Vielzahl vorzugsweise gebohrter Durchgangslöcher aufweist,
siehe insbesondere S. 5, letzter Abs. bis S. 7, erster Abs.
[0015] EP-A-0 410 569 A1 bezieht sich sich auf einen plattenförmigen porösen Verbrennungskörper,
der von einem Metallsieb getragen ist und aus zwei, sich quer zur Durchgangsrichtung
erstreckenden Blöcken besteht, von denen der zweite Block eine Porosität mit größeren
Durchgangsöffnungen aufweist. Eine Erklärung über den tatsächlichen Strömungswiderstand
ist nicht zu entnehmen. Der zweite Block kann mit Metalloxid beschichtet oder imprägniert
sein, siehe Sp. 7, Z. 45 bis 55.
[0016] EP-A-0 530 630 A1, offenbart einen porösen Verbrennungskörper mit mehreren Zonen,
in denen die Struktur, bzw. Porosität sich von innen nach außen verfeinert. Auch aus
dieser Druckschrift ist eine Erklärung über den tatsächlichen Strömungswiderstand
nicht zu entnehmen.
[0017] Aus der AU-B-25742/67 ist ein poröser Verbrennungskörper zu entnehmen, der zur Vermeidung
eines Flammenrückschlags eine poröse Schicht aufweist, die durch Auftrag einer Aluminiumpulver
und -fasern aufweisenden Schlämme gebildet ist.
[0018] FR-A-2 222 329 bezieht sich auf einen porösen Verbrennungskörper mit unterschiedlichem
Strömungswiderstand, so daß sich im Betrieb eine Pilotflamme ergibt.
[0019] In WO-A-84 04376 ist ein Fasern enthaltender poröser Verbrennungskörper beschrieben,
dessen Mantelfläche abgedichtet ist, siehe insbesondere S. 5, letzter Abs.
[0020] Aus US-A-3 208 247 ist ein plattenförmiger, hülsenförmiger oder kugelförmiger poröser
Verbrennungskörper schaumförmiger oder faserförmiger Struktur beschrieben, der an
seiner Brennfläche beschichtet sein kann, siehe insbesondere Sp. 3. In Z. 16 bis 21
ist ein Ausbrennstoff zur Verbesserung der porösen Struktur beschrieben.
[0021] US-A-4 189 294 bezieht sich auf eine flammenlose Verbrennung in einer Katalysatorzone
und ist als weiter entfernt liegender Stand der Technik zu werten.
[0022] In der US-A-4 889 481 sind ein plattenförmiger oder hülsenförmiger poröser Verbrennungskörper
aus Keramikmaterial beschrieben, wobei der Körper zwei Schichten unterschiedlicher
Porosität aufweist, siehe Sp. 4, Z. 22. Des weiteren kann die äußere Stirnfläche des
der ersten Schicht und im wesentlichen alle Flächen der zweiten Schicht mit einer
Keramik-Beschichtung versehen sein, siehe abstract.
[0023] Aus der US-A-4 814 300 ist ein Formkörper aus porösem keramischen Material zu entnehmen,
bestehend aus einem aufschäumbaren Ausgangswerkstoff mit einem Gemisch aus Alkalisilikaten,
Alkalialuminaten und keramischen Partikeln. Hierbei handelt es sich um einen porösen
Körper für verschiedene Verwendungszwecke, unter anderem auch Brennofen.
[0024] US-A-4 643 667 beschreibt einen porösen Verbrennungskörper, bestehend aus zwei Schichten,
von denen die erste Schicht eine geringe und die zweite Schicht eine höhere Wärmeleitfähigkeit
besitzt. Außerdem sind die beiden Schichten von unterschiedlicher Porosität, siehe
Sp. 5, Z. 25 und folgende.
[0025] Aus US-A-3 322 179 ist ein poröser Verbrennungskörper zu entnehmen, der aus im wesentlichen
kugelförmigen Partikeln besteht, wobei die Größe der Partikel von innen nach außen
zunimmt. Die Partikel sind zusammengebacken (gesintert), siehe Sp. 4, letzter Abs.,
und sie können einen katalytischen Überzug aufweisen.
[0026] In dem Auszug der japanischen Patentveröffentlichung JP-A-62 258 917 ist ein poröser
Verbrennungskörper beschrieben, der aus kugelförmigen keramischen Partikeln besteht,
die durch einen Binder miteinander zu einem festen Körper verbunden sind.
[0027] In der US-A-4 039 480 ist ein Verfahren zum Herstellen von im wesentlichen kugelförmigen
Pelets und deren Verwendung als Katalysator beschrieben. Die kugelförmigen Pelets
enthalten einen brennbaren Stoff, und sie sind außen mit einem keramischen Pulver
beschichtet. Sie lassen sich aufgrund dieser Beschichtung unter Hitzeeinwirkung zusammensintern,
wobei der brennbare Stoff ausgebrannt wird und hohle Keramikbälle gebildet werden.
Die Keramik kann ein Aluminosilikat wie Mullit sein.
[0028] In der US-A-4 889 481 ist ein Verbrennungsträgerelement beschrieben, bestehend aus
einem keramischen Material, das eine Vielzahl Durchlaßöffnungen aufweist, wobei das
Verbrennungsträgerelement ein mehrschichtiger Verbundkörper mit zwei oder drei Schichten
ist, von denen die dritte Schicht chemisch aufgedampft ist.
[0029] Aus der JP-A-62258917 ist ein Verbrennungsträgerelement beschrieben, das aus kugelförmigen
Aggregaten aus keramischen Material in einer Schicht aufgebaut ist.
[0030] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verbrennungsträgerelement zu schaffen,
das bei Gewährleistung einer großen Korrosionsfestigkeit, Stabilität und Lebensdauer
zum einen dem Brennstoff eine gute Durchströmung und zum anderen eine gute und störungsfreie
Verbrennung auch bei hohen Temperaturen, insbesondere bis etwa 1300°C, ermöglicht.
[0031] Weitere Ausgestaltungsmerkmale in einem ausreichenden Leistungsbereich von mindestens
1:2,5 eine hohe Verbrennungsgüte mit minimaler NOx-Bildung und nahezu vollständiger
Vermeidung von CO- und CxHy-Bildung zu erreichen.
[0032] Eine weitere Forderung für ein Verbrennungsträgerelement besteht darin, daß es sich
einfach und kostengünstig mit befriedigender Porosität sowie thermischer und mechanischer
Stabilität herstellen läßt.
[0033] Anderen Ausgestaltungsmerkmalen liegt der Zweck zugrunde, ein Verbrennungsträgerelement
so auszugestalten, daß an seiner Verbrennungsoberfläche ein bestimmtes, insbesondere
gleichmäßiges Abströmungsgeschwindigkeitsprofil bzw. eine bestimmte, insbesondere
gleichmäßige Flammenverteilung entsteht.
[0034] Es ist im weiteren auch noch Zweck weiterer Ausgestaltungsmerkmale, ein Verbrennungsträgerelement
zu schaffen, das bei Gewährleistung einer einfachen Ausgestaltung eine einfache Halterung
des Verbrennungsträgerelemts mit einem geringen Montage- oder Halterungsaufwand in
einem Brenner gestattet.
[0035] Das erfindungsgemäße Verbrennungsträgerelement nach Anspruch 1 weist eine poröse,
kugel- oder hohlkugelförmige Haufwerkskeramik auf. Eine solche Haufwerkskeramik läßt
sich einfach und kostengünstig herstellen und führt außerdem bei zufriedenstellender
Festigkeit zu einer vorteilhaften Porosität und einer störungsfreien und gleichmäßigen
Gasdurchströmung. Das erfindungsgemäße Verbrennungsträgerelement kann als Nachmischer
und Gemischverteiler für das durchströmende Brennstoff-Luftgemisch dienen. Aufgrund
der vorhandenen porösen Haufwerkskeramik besitzt das Verbrennungsträgerelement einen
hinreichenden Strömungswiderstand, um einen Flammenrückschlag zu verhindern. Außerdem
ist die Porosität von befriedigender Gleichmäßigkeit, was zu einem weitgehend gleichmäßigen
Strömungsgeschwindigkeitsprofil führt. Es ist im weiteren vorteilhaft, die erfindungsgemäße
Keramik vorzubrennen und zwar mindestens bis zu einer solchen Temperatur, daß sie
ausreichend Festigkeit besitzt, um als Flammenhalter langer Lebensdauer fungieren
zu können.
[0036] Das erfindungsgemäße Verbrennungsträgerelement nach Anspruch 1 und auch das mehrschichtige
keramische Verbrennungsträgerlement nach Anspruch 9 eignen sich sowohl für Vielflammenflächenbrenner
als auch für quasi-flammenlose Oberflächenbrenner, wobei das Verbrennungsträgerelement
sich insbesondere für einen quasi-flammenlosen Oberflächenbrenner eignet und zwar
insbesondere deshalb, weil die zweite oder eine weitere, abströmseitig angeordnete
Schicht die Halterung der Flammenwurzel in ihrer Oberflächenschicht begünstigt. Aufgrund
der Ausbildung dieses Verbrennungsträgerelements als Verbundteil ist das erfindungsgemäße
Verbrennungsträgerelement nicht nur von großer thermischer sondern auch mechanischer
Stabilität.
[0037] Die erfindungsgemäße Ausgestaltung nach Anspruch 9 verbessert die Gasabströmung,
wobei die Gefahr von Flammenrückschlägen beseitigt oder zumindest weitgehend vermindert
wird.
[0038] Es ist bei Flächenbrennern ohne gesonderte Strömungsleit- und Verteilungseinrichtungen
festzustellen, daß im Zentrum der Brennstoffströmung sich abstromseitig höhere Strömungsgeschwindigkeiten
einstellen, was zu einer ungleichmäßigen Flammenbildung führt.
[0039] Die durch die erfindungsgemäßen Merkmale erzielbare Beeinflussung des strukturellen
Schichtaufbaus kann durch die Kombination eines Gastreibeprozesses mit einem Ausbrennprozess
erfolgen, wobei ein verbrennungstechnisch günstiges offenes Makro- und Mikroporenspektrum
im Bereich äquivalenter Porendurchmesser von > 0 bis ca. 1 mm in den Schichten erzielt
wird und gleichzeitig eine multidirektionale Vernetzung (Armierung) des Haufwerks
durch Faserwerkstoffe bewirkt wird, die die Temperaturwechselbeständigkeit der Schichten
sehr positiv beeinflußt.
[0040] Die erfindungsgemäßen Ausgestaltungen eignen sich sowohl für eine scheibenförmige
Form als auch für eine hülsenförmige oder topfförmige Form des Verbrennungsträgerelements.
[0041] Durch die Erfindung wird eine Flammenträgerkeramik für einen vorzugsweise nach dem
Vormischprinzip arbeitenden quasi-flammenlosen Gas-Strahlungsbrenner bereitgestellt,
die vorzugsweise in Verbindung mit einer Abgasnachverbrennung Wärmeerzeugungs- und
Wärmebehandlungsprozesse bis 1300°C ermöglicht, dabei zusätzlich den Einsatz kohlenwasserstoffhaltiger
Abgase als Brennstoff direkt oder bei niedriger Konzentration als Verbrennungsluft,
der dann ein gebräuchliches Brenngas, z.B. Erdgas, beizumischen ist, gestattet und
bei spezieller Werkstoffauswahl außerdem halogenhaltige Bestandteile im Abgas sicher
thermisch nachverbrennen kann.
[0042] Durch die Erfindung werden außerdem im Flammenträgerbereich korrosionsempfindliche,
feingliedrige, metallische Konstruktionselemente, wie z.B. Siebgewebe, Feinlochgewebe,
Feinlochbleche und Metallfaservliese, vermieden.
[0043] In den Unteransprüchen sind Weiterbildungsmerkmale enthalten, die die erfindungsgemäßen
Lösungsmerkmale weiter verbessern und Voraussetzungen für eine bessere Ausnutzung
der durch die Erfindung erzielbaren Vorteile führen.
[0044] Die erfindungsgemäßen Verbrennungsträgerelemente eignen sich vorzugsweise für eine
Mehrschicht-Verbundkeramik, insbesondere mit zwei oder drei Schichten.
[0045] Nachfolgend werden die Erfindung und weitere durch sie erzielbare Vorteile anhand
von Ausführungsbeispielen und einer Zeichnung näher erläutert. Es zeigt:
- Fig. 1
- ein erfindungsgemäßes scheibenförmiges Verbrennungsträgerelement im axialen Schnitt,
- Fig. 2 und 3
- abgewandelte Ausgestaltungen des Verbrennungsträgerelements nach Anspruch 1,
- Fig. 4
- ein erfindungsgemäßes hülsenförmiges Verbrennungsträgerelement im axialen Schnitt,
das an seinem abströmseitigen Ende geschlossen ist,
- Fig. 5
- ein erfindungsgemäßes hülsenförmiges Verbrennungsträgerelement in abgewandelter Ausgestaltung.
[0046] Bei allen vorbeschrieben Ausführungsbeispielen bestebt das Verbrennungsträgerelement
E aus drei Schichten 1, 2 und 3, die bezüglich der Durchströmungsrichtung quer aufeinanderliegen
und einen Verbundkörper bilden. Die anströmseitige Brennstoff-Luftgemisch-Strömung
ist mit 4 bezeichnet. Im Brennbetrieb der Verbrennungsträgerelemente E bildet das
Brennstoff-Luftgemisch an der abströmseitigen Brennfläche 5 der dritten Schicht 3
(oder der zweiten Schicht 2 bei einem zweischichtigen Verbundkörper) eine nur in den
Fig. 1 und 4 andeutungsweise dargestellte Flammenfront 6, deren Abströmungsgeschwindigkeitsprofil
gleichmäßig ist, wie die Vielzahl kleiner Pfeile in der Flammenfront 6 verdeutlicht.
[0047] Bei den Ausführungsbeispielen gemäß Fig. 1 bis 3 kann zur Halterung des Verbrennungsträgerelements
E ein rohrförmiger Halter 7 dienen, der das Verbrennungsträgerelement E an seinem
Umfang umschließt. Vorzugsweise ist das Verbrennungsträgerelement E zur Abströmseite
hin stufenförmig oder konisch verjüngt, wodurch eine Stufenfläche 8 gebildet ist,
die vom Halter 7 hintergriffen sein kann, um ein ungewolltes Herausrutschen des Verbrennungsträgerelements
aus dem Halter 7 zu verhindern.
[0048] Das Brennstoff-Luftgemisch 4 wird dem Verbrennungsträgerelement E anströmseitig zugeführt,
z.B. im Halter 7, dabei stellt sich im Zentrum der Strömung 4 ein erhöhter Staudruck
ein, der ohne besondere Leiteinrichtungen abströmseitig zu einem in diesem Bereich
vergrößerten Abströmungsgeschwindigkeitsprofil führt. Um in einem solchen Fall ein
gleichmäßiges Abströmungsgeschwindigkeitsprofil zu erhalten, kann z.B. der Strömungswiderstand
des Verbrennungsträgerlements E im Zentrum größer ausgebildet werden, als im das Zentrum
umgebenden Bereich, wobei das Maß der Gasdurchlässigkeit radial progressiv zunimmt.
Dies kann z.B. durch eine unterschiedliche Porosität erreicht werden.
[0049] Bei den Ausführungsbeispielen nach Fig. 2 und 3 wird diese unterschiedliche Gasdurchlässigkeit
durch eine zum Zentrum hin progressiv ausgebildete Dicke der Schicht 1 geschaffen.
Beim Ausführungsbeispiel nach Fig. 2 ist die Schicht 1 anströmseitig im Zentrum verdickt
und zwar vorzugsweise im Sinne einer Wölbung 9. Im Ausführungsbeispiel nach Fig. 3
ist eine solche Verdickung an der Schicht 1 abströmseitig vorgesehen, vorzugsweise
ebenfalls durch eine Wölbung 9. Die Schichten 2 und 3 sind im wesentlichen gleich
dick bemessen und an die Verdickung der Schicht 1 angepaßt, so daß gemäß Fig. 1 und
2 bis auf den Rand der Schicht 3 die Schichten 2 und 3 eben und gemäß Fig. 3 gewölbt
geformt sind.
[0050] Ein ähnliches Problem ergibt sich bei einem hülsen- oder topfförmigen Verbrennungsträgerelement
nach Fig. 4 und 5. Bei einer solchen Form stellt sich der vergrößerte Strömungsdruck
im vorderen Bereich des Verbrennungsträgerelements ein, was durch physikalische Gesetzmäßigkeiten
vorgegeben ist.
[0051] Um bei einem hülsenformigen Verbrennungsträgerelement E ein gleichmäßiges Abströmungsgeschwindigkeitsprofil
6 an seiner Umfangsfläche zu erreichen, ist der Hohlraum 11 zur Abströmseite hin konvergent,
insbesondere konisch, ausgeführt, so daß bei einer zylindrischen Form der Mantelfläche
12 der ersten Schicht 1 sich eine zur Abströmseite hin divergierende Dicke d für die
erste Schicht 1 ergibt.
[0052] Bei einer Ausführungsform des Verbrennungsträgerelements E im Sinne einer abströmseitig
geschlossenen Hülse gemäß Fig. 4 und 5 führt der vorbeschriebene Strömungsdruck im
vorderen Bereich des Hohlraums 11 ebenfalls zu einem vergrößerten Abströmungsgeschwindigkeitsprofil
an der mit gerundeten Ecken abgeflachten Stirnseite 13 (Fig. 4) oder an der insbesondere
halbkugelförmig gerundeten Stirnseite 13 (Fig. 5) des Verbrennungsträgerelements E.
Um auch an der Stirnseite 13 ein gleichmäßiges Abströmungsgeschwindigkeitsprofil zu
erhalten, kann die erste Schicht 1 eine Dicke dl aufweisen, die größer bemessen ist
als die Dicke d im sich rückseitig anschließenden Bereich der ersten Schicht 1. Das
vordere Ende des Hohlraumes 11 ist bezüglich seiner Form an die Außenform der ersten
Schicht 1 angepaßt.
[0053] Wie es die Fig. 4 und 5 zeigen, kann eine solche Strömungsveränderung, insbesondere
-reduzierung auch durch einen verdichteten Bereich 14 der ersten Schicht 1 im stirnseitigen
Endbereich erreicht werden. Ein solcher verdichteter Bereich 14 kann durch einen mehr
oder weniger dichten Auftrag bzw. Überzug mit einem geeigneten Mittel geschaffen werden.
Dabei kann ein solches Mittel die Schicht 1 nicht nur überziehen, sondern es kann
auch in die Schicht 1 penetrieren. Bei den Ausgestaltungen gemäß Fig. 4 und 5 ist
ein solcher verdichteter Bereich 14 jeweils außenseitig auf der Schicht 1 im Zentrumbereich
des Verbrennungsträgerelements E geschaffen und durch die zweite Schicht 2 abgedeckt.
Ein solcher Überzug bzw. eine solche Verdichtung braucht nicht völlig dicht zu sein,
sie kann auch eine geringere Porosität bzw. Gasdurchlässigkeit aufweisen, wie die
erste Schicht 1.
[0054] Um im Halterungsbereich der Verbrennungsträgerelemente E mit einfachen Mitteln eine
Abdichtung am Halter 7 zu verbessern und somit eine quer gerichtete Leckströmung am
Halter 7 zu vermeiden, ist jeweils die vom Halter 7 umgebene Umfangsfläche bzw. Halterungsfläche
im Sinne eines vorbeschriebenen verdichteten Bereichs abgedichtet, so daß in diesem
Flächenbereich ein Austritt des Brennstoff-Luftgemisches nicht möglich ist. Dieser
verdichtete Bereich 14a erstreckt sich bis zu der zweiten Schicht 2 oder ggf. auch
vorhandenen dritten Schicht 3. Vorzugsweise erstreckt sich der verdichtete Bereich
14a an der Rückseite der ersten Schicht 1 auch um ein paar Millimeter radial einwärts.
Dieser radiale Abschnitt ist mit 14b bezeichnet. Ggf. kann ein entsprechender radialer
Abschnitt 14c auch abströmseitig an der ersten Schicht 1 angeordnet sein, wie es insbesondere
Fig. 3 zeigt. In einem solchen Fall kann die zweite Schicht 2 oder auch die dritte
Schicht 3 den Abschnitt 14c überdecken.
[0055] In vergleichbarer Weise ist auch der anströmseitige Halterungsbereich bei einer hülsenförmigen
Schicht 1 mit einem verdichteten Bereich 14a versehen, wie es die Fig. 4 und 5 zeigen.
Hier überragt die hülsenförmige Schicht 1 die Schicht 2 oder ggf. auch Schicht 3 anströmseitig
um einen zur Halterung erforderlichen Abschnitt 15, wobei die Mantelfläche dieses
Abschnitts 15 im Sinne des verdichteten Bereichs 14a abgedichtet ist. Vorzugsweise
erstreckt sich der verdichtete Bereich 14a nicht nur mit einem radialen Abschnitt
14b an der abströmseitigen Stirnseite der ersten Schicht 1, sondern auch mit einem
Abschnitt 14d auf der Innenwandung des Hohlraums 11.
[0056] Bei einer vorbeschriebenen Abdichtung 14 oder 14a handelt es sich vorzugsweise um
einen Schlickerüberzug.
[0057] Bevorzugte Schichtstärken liegen für Schicht 1 zwischen etwa 10 und 50 mm, für die
zweite Schicht 2 zwischen etwa 1 und 4 mm und für die dritte Schicht 3 zwischen etwa
1 und 4mm je nach Brennstoffart, Leistung, Bauform und Vordruck des Brennstoff/Luft-Gemisches.
Die besonders bevorzugte Schichtstärke für die zweite Schicht 2 beträgt 1,5 mm - 2,5
mm und für die die dritte Schicht 3 1 bis 2 mm. Insbesondere in einem Leistungsbereich
von etwa 150 kW/m
2 bis etwa 400 kW/m
2 (Brennstoffeinsatzleistung bezogen auf die Oberfläche des Verbrennungsträgerelements)
und Gemischvordrücken von etwa 20 bis 80 mm WS, bezogen auf Erdgas-, Luftgemische,
ergeben sich unter diesen Bedingungen stabile Verbrennungsverhältnisse, die eine große
Variationsbreite des Verbrennungsluftverhältnisses gestatten und eine nahezu vollständige
oxidative Umsetzung des Brennstoffs gewährleisten.
[0058] Die erste Schicht 1 besteht vorzugsweise aus Hohlkugel-Mullitkeramik. Unter Verwendung
analoger Aggregatgrößen, Körnungen, Bindermengen und -arten ist die Herstellung auch
mit anderen Hohlkugelwerkstoffen des Hochtemperaturbereiches, wie beispielsweise Korund,
Zirkonoxid, Titanoxid, Cordierit usw. realisierbar.
[0059] In Verbindung mit dem Anwendungsfall Verbrennungstechnik/Abgasbehandlung und vorzugsweise
dem vorgenannten Mehrschichtaufbau der Gesamtkeramik hat sich eine Mullitkeramik der
folgenden Zusammensetzung als vorteilhaft herausgestellt:
- Aggregat:
- Hohlkugelmullit mit Aggregatgrößen
von 0,5 - 5 mm, vorzugsweise 0,7 - 1,5 mm
Al2O3-Gehalt : 72 - 77 Gew.-%; vorzugsweise : 72,9 Gew.-%
SiO2-Gehalt : 22 - 27 Gew.-%; vorzugsweise : 24,9 Gew.-%
Anteil in der Keramik : 75 - 92 % Gew.-%
vorzugsweise : 78 - 82 Gew.-%
(bezogen auf wasserfreie Substanz)
- Binder:
- Mischbinder auf der Basis Tonerde, pyrogene Kieselsäure und Kieselsol mit den Hauptbestandteilen:
Al2O3-Gehalt : 72 - 80 Gew.-%; vorzugsweise : 72 - 75 %
SiO2-Gehalt : 19 - 27 Gew.-%; vorzugsweise : 23 - 26 %
Anteil in der Keramik : 5 - 15 % Gew.-%
vorzugsweise : 7 - 10 Gew.-%
(bezogen auf wasserfreie Substanz) zur Verbesserung der Grünfestigkeit kann dem Binder
in weiterer Ausgestaltung ein Verfestiger, z.B. bis zu 1 Gew.-% Monoaluminiumphosphat,
vorzugsweise in einem Flüssigbinder, zugesetzt werden.
- Zuschlagstoff/Füller:
- Mullitfeinkom mit der Körnung 0,15 mm
vorzugsweise 0 - 0,08 mm, z.B. als Schmelzmullitqualität mit den Hauptbestandteilen
Al2O3-Gehalt : ca. 76 Gew.-%
SiO2-Gehalt : ca. 23 Gew.-%
Anteil in der Keramik : 3 - 10 Gew.-%
(bezogen auf wasserfreie Substanz)
[0060] Zur Herstellung eines Grünkörpers wird der Binder, beginnend mit der Mischung der
Trockenbestandteile, unter Zugabe des Kieselsols bis zur gleichmäßigen Verteilung
aller Bestandteile gerührt. Der Wassereintrag erfolgt über das Kieselsol, ggf. zusätzlich
auch durch den Phosphatflüssigbinder und in erweiterter Ausgestaltung durch einen
handelsüblichen organischen Verdicker, wie z.B. Methylzellulose, Carboxymethylzellulose
oder Hydroxyethylzellulose, der zur Verbesserung der Verarbeitungskonsistenz wahlweise
zugesetzt werden kann.
[0061] Den trocken vorgemischten Aggregaten und Zuschlagstoffen (Füllern) wird unter Fortsetzung
des Mischvorganges kontinuierlich der angemachte Binder zugesetzt und bis zur Erreichung
einer gleichmäßigen Konsistenz fortgemischt.
[0062] Danach erfolgt das Abformen vorzugsweise durch Einrütteln in eine entsprechende Form,
Stampfen oder isostatisches Pressen. Der Grünkörper wird etwa zwei Stunden bis etwa
180°C getrocknet. Strömungstechnisch erwünschte Dichtgebiete 14 oder 14a, 14b, 14c,
werden mit einem Schlickerüberzug aus Binder, versetzt mit einem erhöhten Fülleranteil,
überzogen bzw. penetriert. Danach erfolgt der Brennprozeß zwischen etwa 1200 und 1600°C
Garbrandtemperatur.
[0063] Die eingangs beschriebene Abgleichung des Strömungswiderstandes zur Verbesserung
der Gleichmäßigkeit des Abströmgeschwindigkeitsprofils der Abgase wird durch eine
gezielte Anpassung der Schichtstärke in Verbindung mit der Körpergeometrie gelöst.
[0064] Die eingangs hinsichtlich ihrer funktionalen Wirkung erläuterte zweite Schicht 2
wird erfindungsgemäß vorzugsweise am Beispiel eines feststoffverstärkten Mullitfaserhaufwerks
beschrieben. Ausgestaltungen unter Zugrundelegung anderer kristalliner (ein- und/oder
polykristalliner) Hochtemperaturfasem oder Fasergemische mit Anwendungstemperaturen
etwa oberhalb 1500°C, wie z.B. Al
2O
3-Fasern mit 95 % AL
2O
3 oder mit mehr als 99,5 % Al
2O
3, ZrO
2-Fasern oder Siliziumnitrid-Fasern sind unter Einsatz entsprechender kolloidaler Lösungen
und Füller möglich. Der Faserdurchmesser soll dabei vorzugsweise in einem engen Spektrum
oberhalb 3µm liegen. Besonders bevorzugt sind Fasern mit einem Durchmesser von 10µm
und größer. Die Faserlänge soll im Bereich 0 - 5 mm liegen, vorzugsweise 0 - 3 mm
betragen.
[0065] Das keramische Ausgangsmaterial enthält
- kristalline (ein- und/oder polykristalline) Fasern oder Fasergemische des o.g. Spektrums,
z.B. polykristalline Mullitfaser mit der chemischen Zusammensetzung
ca. 72 Gew.-% Al2O3
ca. 28 Gew.-% SiO2
als Hauptbestandteile, mit einem mittleren Faserdurchmesser ≥ 3µm
und einer Faserlänge von 0 - 3 mm
- Anteil im Ausgangsmaterial :
- 40 - 80 Gew.-%
vorzugsweise 50 - 70 Gew.-%
(bezogen auf wasserfreie Substanz)
- anorganische Füller in der chemischen Zusammensetzung, abgestimmt auf die Zusammensetzung
der Faserqualität mit einer Körnung von 0 - 0,080 mm
z.B. Schmelzmullit-Feinkorn mit der chemischen Zusammensetzung
ca. 76 Gew.-% Al2O3
ca. 23 Gew.-% SiO2 in den Hauptbestandteilen
- Anteil im Ausgangsmaterial :
- 10 - 40 Gew.-%
(bezogen auf wasserfreie Substanz)
- anorganische Binder, vorzugsweise Mischbinder,
abgestimmt auf die Faser- und Füllerqualität aus kolloidalen Lösungen/Vorstufen von
Al2O3, SiO2 und ZrO2 .
z.B. Mischbinder aus kolloidalem Al2O3 und kolloidalem SiO2
eingestellt auf einem Gehalt an Hauptbestandteilen von
72 - 95 Gew.-% Al2O3,
28 - 5 Gew.-% SiO2
vorzugsweise:
77 Gew.-% Al2O3,
23 Gew.-% SiO2
- Anteil im Ausgangsmaterial :
- 10 - 50 Gew.-%
(bezogen auf wasserfreie Substanz)
[0066] In einer erweiterten Ausgestaltung kann dem vorgenannten keramischen Ausgangsmaterial
ein Zusatz von Ton in einer Größenordnung von 0 - 30 Gew.-% (bezogen auf das wasserfreie
keramische Ausgangsmaterial) zugesetzt werden.
[0067] Dem keramischen Ausgangsmaterial wird ein Ausbrennstoff in vorzugsweise faseriger
oder splittriger Form mit Durchmesser kleiner etwa 0,5 mm und einer Lange von kleiner
oder gleich etwa 3 mm zugefügt, z.B. in Form von Kunstfaserschnitt, Naturfaserschnitt
oder Holzmehl.
- Der zugesetzte Anteil beträgt:
- 30 - 70 Gew.-%, (bezogen auf das wasserfreie Ausgangsmaterial).
[0068] Dem keramischen Ausgangsmaterial wird weiterhin ein handelsüblicher Verdicker, vorzugsweise
in Form einer Zellulose, z.B. in der Qualität Methylzellulose, Carboxymethylzellulose
oder Hydroxyethylzellulose mit einem Anteil von 0,2 - 5 Gew.-% Trockensubstanz (bezogen
auf das trockene Ausgangsmaterial) in 1 prozentiger, wässeriger Lösung zugefügt.
[0069] Dem keramischen Ausgangsmaterial wird außerdem ein gasentwickelnder Stoff zugesetzt,
der in Verbindung mit einer Temperaturerhöhung eine Treibreaktion in der Schicht mit
entsprechender Porosierung bewirkt.
- Der relative Anteil beträgt
- 10 - 30 Gew.-% (reaktive Substanz, bezogen auf das wasserfreie Ausgangsmaterial).
[0070] Als Treibreaktion kann beispielsweise die Sauerstoffabspaltung bei der thermisch/katalytischen
Zersetzung von H
2O
2 vorteilhaft angewendet werden, wobei vorzugsweise etwa 10 - 30 prozentige, wässerige
Lösungen zum Einsatz kommen.
[0071] Die zweite Schicht 2 kann beispielsweise hergestellt werden, indem ein Faserschnitt
der Länge 3 mm vorgenannter Mullitfaser naß dispergiert wird, um die Fasern schonend
aufzuschließen.
[0072] Der Faserlösung wird der ausbrennfähige Zuschlagstoff, z.B. als Holzmehl (Siebdurchgang
0,5 mm) mit länglich splittriger Form, zugesetzt und bis zur gleichmäßigen Verteilung
wieder gerührt. Danach werden in schrittweiser Folge der anorganische Füller, z.B.
Mullitfeinkorn, der Binder, z.B. der Al
2O
3-SiO
2 Mischbinder mit 77 % Al
2O
3, und 23 % SiO
2, sowie der organische Verdicker, z.B. Hydroxyethylzellulose in 1 prozentiger, wässeriger
Lösung zugesetzt und unter Rühren gleichmäßig verteilt. Die Masse wird ggf. durch
Kühlung der Einzelkomponenten unter 20°C gehalten. Als letzter Schritt wird der gasentwickelnde
Stoff, z.B. H
2O
2, in 10 prozentiger oder vorzugsweise 30 prozentiger, wässriger Lösung, zugesetzt
und gleichmäßig in der Masse verteilt. Über die Wasserzugabe wird die Masse auf Verarbeitungskonsistenz
gebracht und vorzugsweise durch Spachtel- oder Streich- oder Spritzauftrag auf die
vorgebrannte Trägerkeramik aufgetragen . Die Keramik wird bei 40°C ca. 12 Stunden
getrocknet. Dabei bildet sich infolge des durch die Feststoffpartikel in Verbindung
mit der Wärmezufuhr induzierten Zerfallsprozesses des H
2O
2 unter Sauerstoffabspaltung eine gleichmäßige feinporöse Struktur mit der angestrebten
multidirektionalen Faseranordnung aus. Vor dem Auftrag weiterer Schichten erhält die
getrocknete zweite Schicht 2 vorzugsweise einen Verschliff, mit dem die Schichtstärke
eingestellt wird, z.B. 2 mm. Ein Verschliff nach dem Trocknen ist auch für die erste
Schicht 1 vorteilhaft.
[0073] Die eingangs hinsichtlich ihrer funktionellen Wirkung als Flammenträgerschicht erläuterte
dritte Schicht 3 wird hier am Beispiel eines Mullitfaserhaufwerks mit modifiziertem
Aufbau erläutert. Eine erweiterte Ausgestaltung unter Zugrundelegung einer zur zweiten
Schicht 2 abweichenden Faserqualitat, insbesondere in Richtung einer höheren thermischen
Belastbarkeit, z.B. Fasern mit 95 % Al
2O
3 oder 99,5 % Al
2O
3 und mehr, bzw. Zirkonoxidfasern oder Siliziumnitrid-Fasern oder Fasergemische in
Verbindung mit einer Anpassung der oxidischen Füllermaterialien und kolloidalen Bindern
auf der Basis Al
2O
3 und ZrO
2, sind möglich. Die bezüglich der zweiten Schicht 2 beschriebenen geometrischen Anforderungen
an die Fasermaterialien hinsichtlich Durchmesser und Länge gelten auch für die dritte
Schicht 3.
[0074] Das keramische Ausgangsmaterial von der dritten Schicht 3 wird gebildet durch
- kristalline (ein- und/oder polykristalline) Fasern oder Fasergemische des vorgenannten
Spektrums,
z.B. polykristalline Mullitfaser mit der für Schicht 2 beschriebenen chemischen Zusammensetzung
und Fasergeometrie
- Anteil im Ausgangsmaterial :
- 20 - 60 Gew.-%
vorzugsweise 30 - 50 Gew.-%
(bezogen auf wasserfreie Substanz)
- anorganische Füller in der chemischen Zusammensetzung, abgestimmt auf die Zusammensetzung
der Faserqualität mit einer Körnung von 0 - 0,080 mm
z.B. Schmelzmullit-Feinkorn der unter Schicht 2 beschriebenen chemischen Zusammensetzung
- Anteil im Ausgangsmaterial:
- 5 - 40 Gew.-%
vorzugsweise 10 - 30 Gew.-%
(bezogen auf wasserfreie Substanz)
- anorganische Binder, vorzugsweise Mischbinder, abgestimmt auf die Faser- und Füllerqualität
aus kolloidalen Lösungen/Vorstufen von Al2O3, SiO2 und ZrO2 z.B. Mischbinder aus kolloidalem Al2O3 / SiO2 wie für Schicht 2 beschrieben
- Anteil im Ausgangsmaterial:
- 5 - 30 Gew.-%
vorzugsweise 10 - 20 Gew.-%
(bezogen auf wasserfreie Substanz)
- strahlungsaktives anorganisches Zuschlagmaterial mit einer bevorzugten Körnung von
0 - 0,15 mm, z.B. SiC, Cr2O3, Cr2O3 -Spinelle, Fe2O3 -Spinelle usw.
- Anteil im Ausgangsmaterial :
- 20 - 60 Gew.-%
(bezogen auf wasserfreie Substanz)
[0075] In einer erweiterten Ausgestaltung kann dem vorgenannten keramischen Ausgangsmaterial
ein Zusatz von Ton in einer Größenordnung von
0 - 10 Gew.-%
(bezogen auf das wasserfreie keramische Ausgangsmaterial)
zugesetzt werden.
[0076] Dem keramischen Ausgangsmaterial wird ein Ausbrennstoff in vorzugsweise faseriger
oder splittriger Form in der für Schicht 2 beschriebenen Geometrie und Werkstoffausgestaltung
zugemischt.
- Der zugesetzte Anteil beträgt:
- 30 - 50 Gew.-%
(bezogen auf das wasserfreie keramische Ausgangsmaterial).
[0077] Dem keramischen Ausgangsmaterial wird weiterhin ein handelsüblicher Verdicker der
für Schicht 2 beschriebenen Qualität, mit einem Anteil von
0,1 - 5 Gew.-% Trockensubstanz
(bezogen auf das wasserfreie Ausgangsmaterial)
in 1 prozentiger wässriger Lösung zugefügt.
[0078] Dem keramischen Ausgangsmaterial wird außerdem ein gasentwickelnder Stoff gemäß der
Beschreibung der Schicht 2 zugesetzt, wobei der reaktive Anteil
1 - 10 Gew.-% reaktive Substanz
(bezogen auf das wasserfreie keramische Ausgangsmaterial)
beträgt.
[0079] Schicht 3 wird in analoger Weise zu Schicht 2 hergestellt. Der aufgeschlossenen Faserlösung
mit beispielsweise polykristallinen Mullitfasern des gleichen Langen- und Durchmesserspektrums
und der gleichen chemischen Zusammensetzung, wie bei Schicht 2 beschrieben, wird in
der Grundausführung der gleiche Ausbrennstoff von Art und Größe, aber variiert in
der Menge, zugesetzt. Als feste Zuschlagstoffe werden beispielsweise Schmelzmullit-Feinkorn
und SiC-Feinkorn in den für Schicht 3 beschriebenen Gewichtsanteilen vorgemischt und
der Masse zugesetzt und eingearbeitet. Analog zu Schicht 2 wird dann beispielsweise
der genannte Al
2O
3 - SiO
2 - Binder und danach der Verdicker in veränderten Gewichtsanteilen zugefügt und gleichmäßig
verteilt. Dem gasentwickelnden Stoff wird, wie bei Schicht 2, aber in verändertem
Gewichtsanteil, reaktive Substanz zugesetzt und die Keramik bis zum Abschluß des Trocknungsprozesses
analog behandelt. In erweiterter Ausgestaltung kann anstelle der Mullitfaser eine
andere beschriebene kristalline Faser des Typs Al
2O
3 oder ZrO
2 usw. oder ein Gemisch von Fasern einschließlich/ausschließlich Mullitfaser von Vorteil
sein.
[0080] Eine durch Verschliff nach dem Trocknen gebildete Oberfläche ist für die dritte Schicht
3 ebenfalls vorteilhaft. Hierdurch wird die Gasauströmung verbessert und es kann auch
die Schichtdicke eingestellt werden.
[0081] In einer weiteren erweiterten Ausgestaltung kann der Ausbrennstoff von seiner Qualität
her variiert werden, z.B. Kunstfaserschnitt der Länge von etwa 3 mm mit einem Durchmesser
von kleiner als etwa 0,5 mm.
[0082] In einer anderen erweiterten Ausgestaltung kann der Mischbinder variiert werden,
indem beispielsweise eine kolloidale Lösung/Vorstufe von ZrO
2 zugesetzt wird, die die kolloidale SiO
2-Lösung teilweise oder völlig ersetzen kann.
[0083] Nach Abschluß des Treibvorgangs und der Trocknung, vorzugsweise etwa zwölf Stunden
bei etwa 40°C, wird die Keramik je nach dem stofflichen Aufbau der Schichten zwischen
etwa 1200°C und 1600°C gebrannt. Über einen Verschliff der äußeren Schicht 3 oder
ggf. auch zweiten Schicht 2 wird die Schichtstärke reproduzierbar, beispielsweise
auf etwa 2 mm, eingestellt.
[0084] Die konkreten Anforderungen des jeweiligen Anwendungsprozesses, insbesondere die
Abgasbestandteile im Falle der Behandlung von gasförmigen Abprodukten durch thermische
Oxidation, bestimmen die Werkstoffauswahl. Vordruck und Leistungsanforderungen nehmen
entscheidend Einfluß auf die Geometrie. Bei Kenntnis des Verbrennungsmechanismus lassen
sich die Widerstände durch den Drei- oder ggf. auch Mehrschichtaufbau so steuern und
durch Luftanalogie-Strömungsversuche untersetzen, daß die Flammenwurzel über einen
weiten Leistungsbereich und ein breites Luftverhältnis in der Keramik der äußeren
Schicht gehalten werden kann und so ein NOx-armes und nahezu CxHy- und CO-freies Abprodukt
die Brennoberfläche verläßt.
[0085] Im Brennbetrieb wird die erste Schicht 1 vom Brennstoff-Luft-Gemisch 4 angeströmt
und durchströmt. Sie verteilt dabei entsprechend dem Strömungswiderstand das Gemisch
möglichst gleichmäßig über die Brennfläche 5 und bewirkt eine geringfügige Vorwärmung
und Nachvermischung. In der Schicht 2 erfolgt die Intensivierung der Vorwärmung und
eine weitere Vergleichmäßigung des Strömungsprofils. Das Gemisch wird bis auf Reaktionstemperatur
gebracht. Die eigentliche Flamme sitzt als Front in bzw. unmittelbar auf der Schicht
3 und bringt diese zum Glühen. Die abströmenden Abgase sind durch das Bezugszeichen
6 verdeutlicht.
[0086] Eine derartige Keramik wird über eine geeignete Medienzuführung inklusive Befestigung
7 gasdicht gehaltert.
[0087] Das in der Keramik zugeführte verbrennungsfähige Gemisch wird durch eine geeignete
Vorrichtung an der Oberfläche gezündet, die Verbrennungsabgase einer Brennkammer zugeführt
und eine prozeßabhängig mehr oder wenig intensive Wärmeabnahme realisiert.
1. Verbrennungsträgerelement (E) für Flächenbrenner, insbesondere für quasiflammenlose
Oberflächenbrenner, bestehend aus
- einem eine Vielzahl Durchlaßöffnungen aufweisenden keramischen Material,
- wobei das Verbrennungsträgerelement (E) ein mehrschichtiger Verbundkörper mit zwei
oder drei Schichten (1, 2, 3) ist,
- wobei die erste Schicht (1) aus kugelförmigen oder hohlkugelförmigen Aggregaten
aufgebaut ist und eine poröse Haufwerkskeramik bildet,
- wobei die zweite und/oder dritte Schicht (2, 3) aus einem feststoffverstärkten Haufwerk
aus Mullitfasern oder anderen kristallinen (ein und/oder polykristallinen) temperaturbeständigen
Fasern oder Fasergemischen besteht bzw. bestehen,
- wobei das Material der zweiten Schicht (2) eine größere Temperaturbeständigkeit
als das Material der ersten Schicht (1) aufweist,
- und wobei die erste Schicht (1) eine niedrigere Wärmeleiträhigkeit bezogen auf die
Schichtdicke als die zweite Schicht (2) aufweist.
2. Verbrennungsträgerelement nach Anspruchs 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß das keramische Material eine Mullitkeramik ist.
3. Verbrennungsträgerelement nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß das keramische Material aus Kurund, Zirkonoxid, Titanoxid oder Cordierit besteht.
4. Verbrennungsträgerelement nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Faserdurchmesser etwa 3 µm und mehr, vorzugsweise etwa 10 µm und mehr, und
die Faserlänge bis etwa 5 mm, vorzugsweise etwa 3 mm, beträgt.
5. Verbrennungsträgerelement nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Material der dritten Schicht eine größere Temperaturbeständigkeit als das
Material der ersten oder zweiten Schicht aufweist.
6. Verbrennungsträgerelement nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß dem keramischen Ausgangsmaterial der betreffenden Schicht (1, 2, 3) ein vorzugsweise
faseriger oder splittriger Ausbrennwerkstoff zugemischt ist.
7. Verbrennungsträgerelement nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß dem keramischen Ausgangsmaterial der betreffenden Schicht (1, 2, 3) ein gasentwickelnder
Stoff zugemischt ist, der bei einer Temperaturerhöhung, z.B. beim Trocknen, eine Treibreaktion
in der Schicht mit entsprechender Porosierung bewirkt.
8. Verbrennungsträgerelement nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Abströmfläche der ersten und zweiten und/oder dritten Schicht (1, 2, 3) spanabhebend
bearbeitet, insbesondere geschliffen ist.
9. Verbrennungsträgerelement nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Schichten (1, 2, 3) aus einem porösen keramischen Material bestehen und die
bezüglich der ersten Schicht (1) abströmseitig angeordnete zweite Schicht (2) und/oder
eine ggf. vorhandene, abströmseitig von der zweiten Schicht (2) angeordnete dritte
Schicht (3) einen höheren Strömungswiderstand aufweist als die erste Schicht (1) oder
ggf. die dritte Schicht (3) einen höheren Strömungswiderstand aufweist als die zweite
Schicht (2).
10. Verbrennungsträgerelement nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die zweite Schicht (2) eine niedrigere Wärmeleitfähigkeit bezogen auf die Schichtdicke
als die dritte Schicht (3) aufweist.
11. Verbrennungsträgerelement nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die erste Schicht (1) dicker bemessen ist als die zweite Schicht (2) und/oder
die dritte Schicht (3) und insbesondere die zweite Schicht (2) dicker bemessen ist
als dritte Schicht (3), wobei vorzugsweise die Dicke der ersten Schicht (1) etwa zwischen
10 und 50mm beträgt, die Dicke der zweiten Schicht (2) zwischen etwa 1 mm und 4mm
beträgt und die Dicke der dritten Schicht (3) etwa zwischen 1 mm und 4mm beträgt,
wobei eine bevorzugte Schichtdicke für die zweite Schicht (2) 1,5 mm bis 2,5mm beträgt
und für die dritte Schicht 1 mm bis 3mm beträgt.
12. Verbrennungsträgerelement nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die erste Schicht (1) und/oder die zweite Schicht (2) und/oder die dritte Schicht
(3) jeweils aus einem Aggregatmaterial und einem Bindermaterial und vorzugsweise auch
einem Zuschlagstoff bzw. Füller besteht bzw. bestehen.
13. Verbrennungsträgerelement nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß in der ersten und/oder zweiten und/oder dritten Schicht (2, 3) ein gasentwickelnder
Stoff zum Zweck eines Gastreibeprozesses in der Schicht (2, 3) mit entsprechender
ggf. zusätzlicher Porosierung enthalten ist.
14. Verbrennungsträgerelement nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die zweite oder dritte Schicht (2, 3) ein wärmeabstrahlungsförderndes Material
aufweist, z.B. SiC, Cr2O3, Cr2O3 -Spinelle, Fe2O3 -Spinelle usw. vorzugsweise mit einer Körnung von 0 bis 0,15mm.
15. Verbrennungsträgerelement nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die zweite und/oder dritte Schicht (3) einen darin verteilt angeordneten Ausbrennstoff
in vorzugsweise faseriger oder splittriger Form aufweist bzw. aufweisen.
16. Verbrennungsträgerelement nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die erste Schicht (1) und/oder die zweite Schicht (2) und/oder die dritte Schicht
(3) abströmseitig spanabhebend bearbeitet, insbesondere geschliffen ist bzw. sind.
17. Verbrennungsträgerelement nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß es platten- bzw. scheibenförmig oder hülsenförmig ausgebildet ist, vorzugsweise
in Form einer abströmseitig geschlossenen Hülse, insbesondere durch die Schicht (1)
oder die Schichten (1, 2 oder auch 3) geschlossene Hülse.
1. Combustion support element (E) for surface burners, in particular for quasi-flameless
surface burners, consisting of
- a ceramic material having a plurality of throughflow openings,
- whereby the combustion support element (E) is a multilayer composite body with two
or three layers (1,2,3),
- whereby the first layer (1) is formed of ball-like or hollow ball-like aggregate
and forms a porous conglomeration ceramic,
- whereby the second and/or third layer (2,3) is or are of a solid reinforced conglomeration
of mullite fibres or other crystalline (single and/or poly-crystalline) temperature
resistant fibres or fibre mixtures,
- whereby the material of the second layer (2) has a greater temperature resistance
than the material of the first layer (1),
- and whereby the first layer (1) has a lesser thermal conductivity, referred to the
layer thickness, than the second layer (2).
2. Combustion support element according to claim 1,
characterized in that,
the ceramic material is a mullite ceramic.
3. Combustion support element according to claim 1,
characterized in that,
the ceramic material is of corundum, zirconium oxide, titanium oxide or cordierite.
4. Combustion support element according to any preceding claim,
characterized in that,
the fibre diameter is about 3 µm and more, preferably about 10 µm and more, and the
fibre length is up to about 5 mm, preferably about 3 mm.
5. Combustion support element according to any preceding claim,
characterized in that,
the material of the third layer has a greater temperature resistance than the material
of the first or second layer.
6. Combustion support element according to any preceding claim,
characterized in that,
there is mixed into the ceramic starting material of the relevant layer (1,2,3) a
preferably fibrous or splintery burn-out material.
7. Combustion support element according to any preceding claim,
characterized in that,
there is mixed with the ceramic starting material of the relevant layer (1,2,3) a
gas developing material that with an increased temperature, e.g. upon drying, effects
a driver reaction in the layer with corresponding porosification.
8. Combustion support element according to any preceding claim,
characterized in that,
the outflow surface of the first and second and/or third layer (1,2,3) is worked in
a manner which removes material, in particular is abraded.
9. Combustion support element according to any preceding claim,
characterized in that,
the layers (1,2,3) are of a porous ceramic material and the second layer (2), arranged
on the outflow side with regard to the first layer (1), and/or a possibly present
third layer (3), arranged on the outflow side of the second layer (2), has a higher
flow resistance than the first layer (1) or if applicable the third layer (3) has
a higher flow resistance than the second layer (2).
10. Combustion support element according to any preceding claim,
characterized in that,
the second layer (2) has a lower thermal conductivity, referred to the layer thickness,
than the third layer (3).
11. Combustion support element according to any preceding claim,
characterized in that,
the first layer (1) is thicker than the second layer (2) and/or the third layer (3)
and in particular the second layer (2) is thicker than the third layer (3), whereby
preferably the thickness of the first layer (1) is between about 10 and 15 mm, the
thickness of the second layer (2) is between about 1 mm and 4 mm and the thickness
of the third layer (3) is between about 1 mm and 4 mm, whereby a preferred layer thickness
for the second layer (2) is 1.5 mm to 2.5 mm and for the third layer is 1mm to 3 mm.
12. Combustion support element according to any preceding claim,
characterized in that,
the first layer (1) and/or the second layer (2) and/or the third layer (3) is or are
in each case of an aggregate material and a binder material preferably also a supplementary
material or filler.
13. Combustion support element according to any preceding claim,
characterized in that,
there is contained in the first and/or second and/or third layer (2,3) a material
which develops gas, for the purpose of a gas driving process in the layer (2,3) with
corresponding, possibly additional, porosification.
14. Combustion support element according to any preceding claim,
characterized in that,
the second or third layer (2,3) has a material promoting heat radiation emission,
e.g. SiC, Cr2O3, Cr2O3-spinel,Fe2O3-spinel etc., preferably having a grain size from 0 to 0.15 mm.
15. Combustion support element according to any preceding claim,
characterized in that,
the second and/or third layer (3) has a material which can be burned out arranged
distributed therein, preferably in fibrous or splintery form.
16. Combustion support element according to any preceding claim,
characterized in that,
the first layer (1) and/or the second layer (2) and/or third layer (3) is, on the
outflow side, worked in a way removing material, in particular abraded.
17. Combustion support element according to any preceding claim,
characterized in that,
it is formed plate- or disc-like or sleeve-like, preferably in the form of a sleeve
closed to the outflow side, in particular a sleeve closed by means of the layer (1)
or the layers (1,2 or also 3).
1. Elément support de combustion (E) destiné à des brûleurs radiants à combustion en
surface, notamment à des brûleurs radiants à combustion en surface quasiment sans
flammes, comprenant
- un matériau céramique pourvu grand nombre d'ouvertures de passage,
- l'élément support de combustion (E) étant un corps composite multicouches, à deux
ou trois couches (1, 2, 3),
- la première couche (1) étant constituée d'agrégats en forme de sphères ou de sphères
creuses et formant une céramique agrégée poreuse,
- la deuxième et/ou la troisième couche (2,3) étant formée(s) d'un mat de fibres de
mullite ou d'autres fibres cristallines (mono- et/ou poly-cristallines) résistantes
à la température,
- le matériau de la deuxième couche (2) présentant une résistance à la température
plus élevée que le matériau de la première couche (1),
- et la première couche (1) présentant une conductibilité thermique rapportée à l'épaisseur
plus faible que la deuxième couche (2).
2. Elément support de combustion selon la revendication 1, caractérisé par le fait que
le matériau céramique est une céramique de mullite.
3. Elément support de combustion selon la revendication 1, caractérisé par le fait que
le matériau céramique est formé de corindon, d'oxyde de zirconium, d'oxyde de titane
ou de cordiérite.
4. Elément support de combustion selon une des revendications précédentes, caractérisé
par le fait que le diamètre des fibres est d'environ 3 µm et plus, de préférence d'environ
10 µm et plus, et la longueur des fibres va jusqu'à environ 5 mm, de préférence jusqu'à
environ 3 mm.
5. Elément support de combustion selon une des revendications précédentes, caractérisé
par le fait que le matériau de la troisième couche présente une résistance à la température
plus élevée que le matériau de la première couche ou de la deuxième couche.
6. Elément support de combustion selon une des revendications précédentes, caractérisé
par le fait qu'un matériau éliminable par combustion, de préférence sous la forme
de fibres ou de particules, est incorporé dans le matériau céramique de base de la
couche concernée (1, 2, 3).
7. Elément support de combustion selon une des revendications précédentes, caractérisé
par le fait qu'une substance formatrice de gaz est incorporée dans le matériau céramique
de base de la couche concernée (1, 2, 3), laquelle substance en présence d'une élévation
de température, par exemple lors du séchage, engendre une réaction de gonflement dans
la couche, accompagnée d'une formation correspondante de pores.
8. Elément support de combustion selon une des revendications précédentes, caractérisé
par le fait que la surface de sortie de la première, de la deuxième et/ou de la troisième
couche (1, 2, 3) est usinée par un procédé par enlèvement de copeaux, par exemple
est polie.
9. Elément support de combustion selon une des revendications précédentes, caractérisé
par le fait que les couches (1, 2, 3) sont en un matériau céramique poreux et que
la deuxième couche (2), disposée côté aval par rapport à la première couche (1), et/ou
la troisième couche (3), lorsqu'elle existe, disposée côté aval par rapport à la deuxième
couche (2), présente une résistance à l'écoulement supérieure à la première couche
(1) ou que la troisième couche (3) présente une résistance à l'écoulement supérieure
à la deuxième couche (2).
10. Elément support de combustion selon une des revendications précédentes, caractérisé
par le fait que la deuxième couche (2) présente une conductibilité thermique rapportée
à l'épaisseur de couche inférieure à celle de la troisième couche (3).
11. Elément support de combustion selon une des revendications précédentes, caractérisé
par le fait que la première couche (1) a une épaisseur supérieure à la deuxième couche
(2) et/ou à la troisième couche (3) et plus particulièrement que la deuxième couche
(2) a une épaisseur supérieure à la troisième couche (3), de préférence l'épaisseur
de la première couche (2) étant comprise entre 10 mm et 50 mm, l'épaisseur de la deuxième
couche (2) étant comprise entre 1 mm et 4 mm et l'épaisseur de la troisième couche
(3) étant comprise entre 1 mm et 4 mm, une épaisseur de couche préférée étant comprise
entre 1,5 mm et 2,5 mm pour la deuxième couche et entre 1 mm et 3 mm pour la troisième
couche,.
12. Elément support de combustion selon une des revendications précédentes, caractérisé
par le fait que la première couche (1) et/ou la deuxième couche (2) et/ou la troisième
couche (3) est/sont constituée(s) chaque fois d'un agrégat et d'un liant et de préférence
également d'un additif ou d'une charge.
13. Elément support de combustion selon une des revendications précédentes, caractérisé
par le fait qu'une substance formatrice de gaz est incorporée dans la première couche
(1) et/ou la deuxième couche ( 2) et/ou la troisième couche (3) aux fins de libérer
du gaz dans la couche (2, 3) avec apparition d'une porosité supplémentaire correspondante.
14. Elément support de combustion selon une des revendications précédentes, caractérisé
par le fait que la deuxième ou la troisième couche (2, 3) comporte un matériau favorisant
le rayonnement thermique, par exemple du SiC, du Cr2O3, des spinelles de Cr2O3, des spinelles de Fe2O3 etc, avec une dimension de grains allant de 0 à 0,15 mm.
15. Elément support de combustion selon une des revendications précédentes, caractérisé
par le fait que la deuxième et/ou la troisième couche (2, 3) comporte/comportent un
matériau éliminable par combustion réparti à l'intérieur de ladite couche, de préférence
sous la forme de fibres ou de particules.
16. Elément support de combustion selon une des revendications précédentes, caractérisé
par le fait que la première couche (1) et/ou la deuxième couche (2) et/ou la troisième
couche (3) est/sont usinée(s) par enlèvement de copeaux côté aval, en particulier
est/sont polie(s).
17. Elément support de combustion selon une des revendications précédentes, caractérisé
par le fait qu'il est conformé en plaque, en disque ou en manchon, en particulier
en manchon fermé par la couche (1) ou les couches (1, 2 ou 3).