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(11) |
EP 0 709 186 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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22.04.1998 Patentblatt 1998/17 |
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Anmeldetag: 12.10.1995 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)6: B41F 21/05 |
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Vorgreifer für Bogenrotationsdruckmaschinen
In-feed gripper for rotary sheet printing machines
Pince préliminaire pour machines rotatives d'impression pour feuilles
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH DE FR GB IT LI LU NL SE |
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Priorität: |
29.10.1994 DE 4438757
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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01.05.1996 Patentblatt 1996/18 |
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Patentinhaber: MAN Roland Druckmaschinen AG |
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63075 Offenbach (DE) |
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Erfinder: |
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- Bayer, Harald
D-63110 Rodgau (DE)
- Kemmerer, Klemens
D-63500 Seligenstadt (DE)
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Vertreter: Marek, Joachim, Dipl.-Ing. |
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c/o MAN Roland Druckmaschinen AG
Patentabteilung/FTB S,
Postfach 10 12 64 63012 Offenbach 63012 Offenbach (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
DE-C- 739 377 US-A- 2 220 046
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GB-A- 676 218 US-A- 3 647 205
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft einen Vorgreifer für Bogenrotationsdruckmaschinen, der der
passgenauen Bogenübergabe eines ausgerichteten Bogens an eine Anlagetrommel oder einen
Druckzylinder dient. Der Vorgreifer eignet sich dabei für den Transport von Bedruckstoffen
in Form von Papier, Karton oder Blech.
[0002] Ein Vorgreifer dieser Art ist aus der DE-AS 2 156 577 bekannt. Er besteht im wesentlichen
aus einem zylindrischen Rohr, an dem Halterungen lösbar verbunden sind, die die Greiferbrücken
tragen.
[0003] Nachteilig bei diesen Ausführungen ist es, daß bei höheren Maschinengeschwindigkeiten
und höheren Anforderungen an die Passerhaltigkeit Biege- und Torsionsmomente sich
negativ auf die Druckqualität auswirken. Ein weiterer Nachteil ist die aufwendige
Montage. So muß unter anderem bei einer Vorgreiferdemontage der Antriebshebel vom
Vorgreiferrohr demontiert werden um das Rohr auszubauen.
[0004] Aufgabe der Erfindung ist es eine Lösung zu entwickeln, die eine hohe Biege- und
Torsionssteifigkeit zur Erzielung einer hohen Passerhaltigkeit und bevorzugt einen
geringen Montage- bzw. Demontageaufwand besitzt.
[0005] Gelöst wird die Aufgabe durch den kennzeichnenden Teil des Hauptanspruches. Weiterbildungen
ergeben sich aus den Unteransprüchen. Die erfindungsgemäße Lösung stellt einen biege-
und torsionssteifen Vorgreifer dar, der gleichzeitig montagefreundlich ist. Die biege-
und torsionssteife Ausbildung gewährleistet eine hohe Passerhaltigkeit und verbessert
dadurch die Druckqualität. Gegenüber bisherigen Ausführungen wird die Teilevielfalt
reduziert und die Ausführung ist montagefreundlich. Die Trägheitsachse liegt vorzugsweise
auf der Drehachse des Vorgreifers. Der Vorgreifer ist in seinem Querschnitt als Hohlzylinder
eiförmig (oval) ausgebildet, wobei der die Greiferaufschlagleiste tragende Steg vorzugsweise
mit dem Hohlzylinder ein Bauteil darstellt. Um den Bogen ruhig auf der Anlage zu führen,
kann zum Auf- oder Abbau eines möglichen Staudruckes (bei höheren Maschinengeschwindigkeiten)
oder eines Unterdruckes der Hohlzylinder in axialer Richtung mehrere kommunizierende
Durchbrüche aufweisen. Diese Durchbrüche können auch im Steg oder der Greiferaufschlagleiste
angeordnet sein. Zur Massereduzierung besteht der ovale Hohlzylinder bevorzugt aus
Aluminium oder es ist Aluminium als Werksstoff im Hohlzylinder enthalten. Eine weitere
Massereduzierung erreicht man bei der Ausbildung des Hohlzylinders aus einem Kohlefaserwerkstoff
(CFK).
[0006] Die Erfindung soll an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert werden. Dabei zeigen:
- Fig. 1
- den Vorgreifer im Querschnitt (Schnitt A - A),
- Fig. 2
- den Vorgreifer in axialer Verbindung mit einem Lagerzapfen,
- Fig. 3
- den Vorgreifer in Weiterbildung der Fig. 1.
[0007] In einer Bogenrotationsdruckmaschine ist eine Anlage 1 angeordnet. Unterhalb der
Anlage 1 ist ein schwingender Vorgreifer angeordnet. Der Vorgreifer besteht aus einem
ovalen Hohlzylinder 7, der im Querschnitt einen Scheitelpunkt 8 mit maximaler Krümmung
und einen Scheitelpunkt 15 mit in Bezug auf den Scheitelpunkt 8 geringerer Krümmung
aufweist. Die Wanddicke des eiförmigen Hohlzylinders 7 nimmt im Querschnitt gesehen
vom Scheitelpunkt 8 zum Scheitelpunkt 15 hin zu. In der Nähe des Scheitelpunktes 8
ist ein Steg 3 angeordnet, welcher eine Greiferaufschlagleiste 2 trägt. Dem Steg 3
ist eine Greiferwelle 4 benachbart, welche eine Mehrzahl von Greifern 5 trägt. Greiferaufschlagleiste
2, Greiferwelle 4 sowie die Greifer 5 bilden in bekannter Weise eine Greiferbrücke.
[0008] Dem Scheitelpunkt 15 benachbart ist eine Drehachse 9 angeordnet, auf der gleichzeitig
die Trägheitsachse des Vorgreifers liegt. Der Vorgreifer ist durch seinen ovalen Hohlzylinder
7 in der Drehachse 9 mit je einem im Maschinengestell 11 der Druckmaschine gelagerten
Lagerzapfen 10 stirnseitig zentriert und mittels Schrauben lösbar verbunden. Der Hohlzylinder
7 weist in axialer Richtung an jeder Stirnseite (Grund- und Deckfläche des Hohlzylinders)
eine Planfläche 14 auf, der eine Planfläche 14' des jeweiligen Lagerzapfens 10 zugeordnet
ist. In radialer Richtung weist der Hohlzylinder an jeder Stirnseite eine Zentrierung
13 auf, der eine umfangsseitige Zentrierung 13' des jeweiligen Lagerzapfens 10 zugeordnet
ist. Die Lagerzapfen 10 sind in je einer Lagerung 12 des jeweiligen Maschinengestells
11 aufgenommen und ragen in den Zwischenraum der beiden Maschinengestelle 11 in Richtung
jeweils einer Stirnseite des Hohlzylinders 7. Hohlzylinder 7 und die Lagerzapfen 10
sind durch mehrere Verbindungselemente, z.B. Schrauben, lösbar formschlüssig verbunden,
was in Fig. 2 durch die Strichpunktlinien angedeutet ist.
[0009] In Fig. 3 ist ein Vorgreifer dargestellt, der in seinem Hohlzylinder 7 Durchbrüche
16 aufweist. Je nach Ausführung kann der Steg 3 oder die Greiferaufschlagleiste 2
ebenfalls Durchbrüche 16 aufweisen. Die Durchbrüche 16 dienen der Vermeidung eines
Staudruckes oder Unterdruckes, der sich zwischen Vorgreifer und Bedruckstoff auf-
oder abbauen kann. Die Druckverhältnisse können durch die die Durchbrüche 16 durchströmende
Luftströmung 17 ausgeglichen werden, was die Bogenführung verbessert. Der schwingende
Vorgreifer übernimmt von den Vordermarken in an sich bekannter Weise den über die
Anlage 1 in Förderrichtung 6 zugeführten Bogen und übergibt diesen, auf Druckmaschinengeschwindigkeit
beschleunigt, an eine Anlegetrommel zum weiteren Transport an einen Druckzylinder.
Bezugszeichenaufstellung
[0010]
- 1
- Anlage
- 2
- Greiferaufschlagleiste
- 3
- Steg
- 4
- Greiferwelle
- 5
- Greifer
- 6
- Förderrichtung
- 7
- Hohlzylinder
- 8
- Scheitelpunkt
- 9
- Drehachse
- 10
- Lagerzapfen
- 11
- Maschinengestell
- 12
- Lagerung
- 13
- Zentrierung
- 13'
- Zentrierung
- 14
- Planfläche
- 14'
- Planfläche
- 15
- Scheitelpunkt
- 16
- Durchbruch
- 17
- Luftströmung
1. Vorgreifer für Bogenrotationsdruckmaschinen mit einer aus Greiferaufschlagleiste (2),
Greiferwelle (4) und einer Mehrzahl von Greifern (5) gebildeten Greiferbrücke,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Vorgreifer einen im Querschnitt ovalen Hohlzylinder (7) mit einem eine maximale
Krümmung aufweisenden ersten Scheitelpunkt (8) und einem eine geringere Krümmung aufweisenden
zweiten Scheitelpunkt (15) aufweist, wobei am ersten Scheitelpunkt (8) die Greiferbrücke
(2, 4, 5) benachbart und am zweiten Scheitelpunkt (15) eine Drehachse (9) benachbart
angeordnet ist.
2. Vorgreifer nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Hohlzylinder (7) einen dem ersten Scheitelpunkt (8) benachbarten Steg (3)
besitzt, dem die Greiferbrücke (2, 4, 5) zugeordnet ist.
3. Vorgreifer nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß im Querschnitt die Wanddicke des Hohlzylinders (7) vom ersten Scheitelpunkt (8)
zum zweiten Scheitelpunkt (15) zunimmt.
4. Vorgreifer nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Hohlzylinder (7) in axialer Richtung angeordnete, kommunizierende Durchbrüche
(16) aufweist.
5. Vorgeifer nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß der ovale Hohlzylinder (7) in der Drehachse (9) mit je einem im Maschinengestell
(11) aufgenommenen Lagerzapfen (10) stirnseitig zentriert und lösbar verbunden ist.
6. Vorgreifer nach den Ansprüchen 1 und 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Hohlzylinder (7) und jeder Lagerzapfen (10) axial durch Planflächen (4, 14')
und radial durch Zentrierungen (13, 13') lösbar formschlüssig verbunden sind.
7. Vorgreifer nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Lagerzapfen (10) ein Innenring einer im Maschinengesteil (11) aufgenommenen
Lagerung (12) ist.
8. Vorgreifer nach Anspruch 1,
daß der Hohlzylinder (7) aus Aluminium ist oder Aluminium als Werkstoff enthält oder
aus einem Kohlefaserwerkstoff gebildet ist.
9. Vorgreifer nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Trägheitsachse des Vorgreifers auf der Drehachse (9) liegt.
10. Vorgreifer nach den Ansprüche 1 oder 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Steg (3) und/oder die Greiferaufschlagleiste (2) Durchbrüche (16) aufweisen.
1. Pregripper for sheet-fed rotary printing machines, having a gripper bridge formed
from a gripper impact strip, a gripper shaft and a plurality of grippers, characterized
in that the pregripper is formed from a hollow cylinder (7) which is oval in cross-section
with an apex (8) having a maximum curvature and an apex (15) having a lesser curvature,
the gripper bridge (2, 4, 5) being arranged adjacently at the apex (8) and an axis
of rotation (9) being arranged adjacently at the apex (15).
2. Pregripper according to Claim 1, characterized in that the hollow cylinder (7) has
a web (3) which is adjacent to the apex (8) and to which the gripper bridge (2, 4,
5) is assigned.
3. Pregripper according to Claim 1, characterized in that, in cross-section, the wall
thickness of the hollow cylinder (7) increases from the apex (8) to the apex (15).
4. Pregripper according to Claim 1, characterized in that the hollow cylinder (7) has
communicating openings (16) arranged in the axial direction.
5. Pregripper according to Claim 1, characterized in that the oval hollow cylinder (7)
is centred at the end face in the axis of rotation (9) in each case by a bearing journal
(10) held in the machine frame (11) and is releasably connected.
6. Pregripper according to Claims 1 and 5, characterized in that the hollow cylinder
(7) and each bearing journal (10) are connected in a releasable and positive-locking
manner axially by planar surfaces (14, 14') and radially by centring means (13, 13').
7. Pregripper according to Claim 1, characterized in that the bearing journal (10) is
an inner ring of a bearing (12) held in the machine frame (11).
8. Pregripper according to Claim 1, characterized in that the hollow cylinder (7) is
formed from aluminium, or contains aluminium as a material, or is formed from a carbon
fibre material.
9. Pregripper according to Claim 1, characterized in that the axis of inertia of the
pregripper lies on the axis of rotation (9).
10. Pregripper according to Claim 1 or 4, characterized in that the web (3) and/or the
gripper impact strip (2) have openings (16).
1. Dispositif de prise préalable pour des machines d'impression rotatives à feuilles,
comprenant un pont de prise formé par une barrette d'impact de pinces (2), un arbre
de pinces (4) et une pluralité de pinces (5),
caractérisé en ce que le dispositif de prise préalable présente un cylindre creux
(7) de section transversale ovale ayant un premier sommet (8) présentant une courbure
maximale et un second sommet (15) présentant une courbure plus faible, le pont de
prise (2,4,5) étant agencé de façon voisine au premier sommet (8) et un axe de rotation
(9) étant agencé de façon voisine au second sommet (15).
2. Dispositif de prise préalable selon la revendication 1,
caractérisé en ce que le cylindre creux (7) possède une traverse (3) voisine au premier
sommet (8) à laquelle est associé le pont de prise (2,4,5).
3. Dispositif de prise préalable selon la revendication 1,
caractérisé en ce que, en section transversale, l'épaisseur de paroi du cylindre creux
(7) croît du premier sommet (8) au second sommet (15).
4. Dispositif de prise préalable selon la revendication 1,
caractérisé en ce que le cylindre creux (7) présente des ouvertures communiquantes
(16) agencées en direction axiale.
5. Dispositif de prise préalable selon la revendication 1,
caractérisé en ce que le cylindre creux ovale (7) est relié de façon amovible et centrée
de façon frontale dans l'axe de rotation (9) par à chaque fois un tourillon (10) reçu
dans le bâti de machine (11).
6. Dispositif de prise préalable selon les revendications 1 et 5,
caractérisé en ce que le cylindre creux (7) et chaque tourillon (10) sont reliés mécaniquement
de façon amovible axialement par des surfaces planes (14,14') et radialement par des
moyens de centrage (13,13').
7. Dispositif de prise préalable selon la revendication 1,
caractérisé en ce que le tourillon (10) est une bague interne d'un palier (12) reçu
dans le bâti de machine (11).
8. Dispositif de prise préalable selon la revendication 1,
caractérisé en ce que le cylindre creux (7) est en aluminium ou contient de l'aluminium
comme matière ou est formé en fibres de carbone.
9. Dispositif de prise préalable selon la revendication 1,
caractérisé en ce que l'axe d'inertie du dispositif de prise préalable se trouve sur
l'axe de rotation (9).
10. Dispositif de prise préalable selon les revendications 1 ou 4,
caractérisé en ce que la traverse (3) et/ou la barrette d'impact de pinces (2) présentent
des ouvertures (16).