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EP 0 709 512 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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13.01.1999 Patentblatt 1999/02 |
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Anmeldetag: 11.10.1995 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)6: D06F 39/00 |
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Verfahren zur Ermittlung einer von der Wäscheart und der Wäschemenge abhängigen Beladungsstufe
Method for determining the load level depending on the nature and the quantity of
the laundry
Procédé pour déterminer le niveau de remplissage dépendant de la nature et de la quantité
du linge
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT DE ES FR GB IT |
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Priorität: |
29.10.1994 DE 4438760
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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01.05.1996 Patentblatt 1996/18 |
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Patentinhaber: Miele & Cie. GmbH & Co. |
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D-33332 Gütersloh (DE) |
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Erfinder: |
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- Olschewski, Rüdiger
D-33378 Rheda-Wiedenbrück (DE)
- Sebeikat, Wilhelm
D-33415 Verl (DE)
- Sieding, Dirk
D-44534 Lünen (DE)
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 042 190 FR-A- 2 474 547
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EP-A- 0 110 999 US-A- 5 337 431
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Verfahren zur Ermittlung einer von der Wäscheart und der Wäschemenge abhängigen Beladungsstufe
[0002] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Ermittlung einer von der Wäscheart und der
Wäschemenge abhängigen Beladungsstufe in einer Waschmaschine nach dem Oberbegriff
des Anspruchs 1.
[0003] Es ist bekannt, Waschmaschinen mit einer sog. Spar- oder 1/2-Taste auszustatten.
Diese Taste bewirkt einen speziellen, für kleine Füllmengen optimierten Wasch-, Spül-
und Schleuderprogrammablauf. Vergißt nun der Benutzer das Betätigen der Spartaste,
wird zwangsläufig mit unnötig viel Wasser und mit zu hohem Energieverbrauch eine kleine
Wäschemenge behandelt. Außerdem ist mit einer solchen Taste auch nur eine Unterscheidung
von zwei verschiedenen Beladungszuständen möglich.
[0004] Aus der FR-A 2 474 547 ist eine Waschmaschine mit Durchführung eines Verfahrens gemäß
Oberbegriff des Anspruchs 1 bekannt, bei der die Ermittlung der Art und Menge der
Beladung durch ein Zählen der Nachtankvorgänge erfolgt. Ein solches Verfahren ist
sehr ungenau bei Druckwächtern mit großen Schalthysteresen, Druckwächter mit kleinen
Schalthysteresen führen dagegen zu sehr langen Programmlaufzeiten aufgrund des häufigen
Nachtankens.
[0005] Daneben ist ein Verfahren zur Unwuchterkennung in Haushaltswaschmaschinen mit einem
Motor zum Antrieb der Trommel und mit einer Vorrichtung zur Anzeige der Motordrehzahl
bekannt, bei dem von dem während der Reversierbewegungen auftretenden Drehzahlschwankungen
auf einen "Wäscheverklumpungsgrad" geschlossen wird (DE 42 21 772 A1). Ein solcher
Wäscheverklumpungsgrad läßt sich jedoch nicht zur Auswertung von Beladungsstufen und
zur Beeinflussung der davon abhängigen Verbrauchswerte heranziehen.
[0006] Der Erfindung liegt das Problem zugrunde, ein möglichst genaues Verfahren zur Bestimmung
einer von der Wäscheart und der Wäschemenge abhängigen Beladungsstufe zu schaffen.
Erfindungsgemäß wird dies durch ein Verfahren mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.
[0007] In einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung bestimmt die Auswerteschaltung
die Beladungsstufe in Abhängigkeit vom Schwingungsverhalten des Drehzahlsignals beim
Reversieren in Saugzeiten, wobei die Saugzeiten sich an einzelne Wassereinläufe zu
Beginn des ersten Programmabschnitts, insbesondere des Vor- oder Hauptwaschgangs anschließen.
Hierdurch ist einerseits eine sehr frühe Erkennung der Beladungsstufe möglich, zum
anderen ist die Bestimmung der Beladungsstufe in diesem Stadium sehr genau. Dies ist
der Fall, weil sich gerade bei noch nicht vollkommen durchfeuchteter Wäsche eine starke
Abhängigkeit des Schwingungsverhaltens des Drehzahlsignals in Abhängigkeit von ihrem
Gewicht und von der Wäscheart zeigt. Hervorgerufen wird dies durch unterschiedliche
Verteilung bzw. Verklumpung der Beladung, sowie durch unterschiedliches Reibungsverhalten
der Beladung an Türdichtring und Türschauglas. Außerdem bilden sich in diesem Stadium
des Waschprozesses noch keine durch Wasseraufnahme verstärkten Unwuchten, welche den
Drehzahlverlauf ebenfalls stark beeinflussen.
[0008] Es hat sich weiterhin als vorteilhaft herausgestellt, die Schwankungsbreite des Drehzahlsignals
im eingeschwungenen Zustand auszuwerten. Hierdurch kann das von der Charakteristik
des Drehzahlreglers abhängige Einschwingverhalten, d. h. die ersten Überschwinger
nach dem Drehzahlansstieg, unbeachtet bleiben. Somit ist eine solche Auswertung unabhängig
vom eingesetzten Drehzahlregler möglich.
[0009] Daneben ist es vorteilhaft, zur Bestimmung der Beladungsstufe das Saugverhalten der
Wäsche während der Saugzeiten und/oder die Wassereinlaufmenge hinzuzuziehen. Hierdurch
wird die Genauigkeit der Ermittlung der Beladungsstufen vergrößert.
[0010] Weiterhin ist es vorteilhaft, Fehler bei der Bestimmung der Beladungsstufe anhand
einer Sensierung der freien Flotte vorzunehmen. Bei Waschmaschinen, bei denen die
Wasserstandsregelung durch einen analogen Niveausensor erfolgt, kann dies durch Messung
des Wasserniveaus im stationären Zustand, d. h. bei vollkommen durchfeuchteter Wäsche
erfolgen. Bei Waschmaschinen mit herkömmlichen schaltenden Druckwächtem kann die Bestimmung
der freien Flotte indirekt durch eine Messung des Absinkens der Laugentemperatur im
Anschluß an einen Heizvorgang vorgenommen werden.
[0011] Ausführungsbeispiele der Erfindung sind anhand von Zeichnungen, Diagrammen und Drehzahlmeßkurven
dargestellt und werden nachfolgend näher beschrieben.
[0012] Es zeigen
- Figur 1
- eine schematische Darstellung einer Waschmaschine zur Durchführung des erfindungsgemäßen
Verfahrens;
- Figur 2
- ein Blockschaltbild der Bauelemente zur Steuerung und Durchführung des Verfahrens
Ermittlung einer von der Wäscheart und der Wäschemenge abhängigen Beladungsstufe;
- Figur 3a,b
- ein Wasserstands-Zeit-Diagramm und das dazugehörige Drehzahl-Zeit-Diagrammm bei Trommelbeladungen
von 2kg und 4kg Baumwollgewebe;
- Figur 4 den
- Drehzahlverlauf bei einer Waschmaschine während des Reversierens im Hauptwaschprogramm
bei Trommelbeladungen von 0 kg, 2,5kg und 5kg Baumwollgewebe;
[0013] Die Waschmaschinentrommel (1) ist bei einer Waschmaschine zur Durchführung des erfindungsgemäßen
Verfahrens in bekannter Weise im Laugenbehälter (2) drehbar gelagert. Sie wird durch
einen Motor (3) angetrieben. Ein mit dem Motor (3) gekoppelter Tachogenerator (4)
greift ein Motordrehzahlsignal n(t) zur Regelung ab.
[0014] Zur Wasserstandsmessung ist mit dem Abflußbereich (5) des Laugenbehälters (2) eine
Steigleitung (6) versehen, innerhalb der ein Niveausensor (7) angeordnet ist. Der
Zulauf des Frischwassers in den Laugenbehälter (2) erfolgt über eine Leitung (8),
in der sich ein Magnetventil (9) befindet. Vorzugsweise kommen Magnetventile (9) mit
einem geringen Volumenstrom-Toleranzbereich über einen möglichst großen Druckbereich
zum Einsatz. Der Wasserzulauf ist in der Zeichnung vereinfacht dargestellt, so daß
nur der Zufluß über den Waschmitteleinspülkasten (10) symbolisiert ist.
[0015] Die Erhitzung des zugelaufenen Wassers erfolgt durch eine Heizung (11) im Abflußbereich
(5) des Laugenbehälters (2), wobei die Wassertemperatur über einen Temperatursensor
(12) geregelt wird. Aus Sicherheitsgründen erfolgt ein Einschalten der Heizung (11)
erst, nachdem durch den Niveausensor (7) ein Niveau N
max seniert wird. Beim Rückgang des Wasserstands auf ein Niveau N
min erfolgt eine sofortige Abschaltung. Hierdurch wird ein Trockenheizen vermieden.
[0016] In Figur 2 ist das Zusammenwirken der Bauelemente zur Ermittlung der Beladungsstufe
in einem Blockschaltbild dargestellt. Zentrales Regel- und Steuerungsorgan ist der
Steuerrechner µP (13) der Programmsteuereinrichtung µC (14). Er regelt die Motordrehzahl,
die Wassertemperatur und den Wasserstand im Laugenbehälter (2) mit Hilfe von Stellelementen
(Leistungsteil (17), Heizungsrelais (18), Magnetventil (9)), in Abhängigkeit von Zustandssignalen,
die er durch die Sensoren (Tachogenerator (4), Temperatursensor (12), Niveausensor
(7) erhält. Dabei erfolgt die Regelung bzw. Steuerung programmabhängig und zusätzlich
in Abhängigkeit einer sogenannten Beladungsstufe. Eine solche Beladungsstufe ist im
wesentlichen durch das Saugvermögen der Wäsche charakterisiert, was wiederum von deren
Art und der Menge abhängt.
[0017] In Abhängigkeit von der vorgenannten Beladungsstufe werden dann weitere Programmparameter,
beispielsweise Wassermengen in einzelnen Programmabschnitten, die Dauer von Programmabschnitten,
die Anzahl von Spülgängen, Schleuderdrehzahlen oder Unwuchtschwellen eingestellt.
Daneben kann selbstätig ein von der Beladungsstufe abhängiges Programm ausgewählt
werden, was besonders bei Mischwäsche vorteilhaft ist.
[0018] Die Ermittlung der Beladungsstufe erfolgt über eine in der Programmsteuereinrichtung
integrierte Auswerteschaltung (15), welcher das Drehzahlsignal n(t) während des Reversierzyklus
in einem ersten Programmabschnitt, insbesondere im Vorwaschprogramm oder im Hauptwaschprogramm,
zugeführt wird und die in Abhängigkeit von dessen Schwingungsverhalten einen Wert
bestimmt. Neben dem Drehzahlsignal n(t) können der Auswerteschaltung (15) noch weitere
durch Sensoren erfaßte Zustandssignale wie z. B. die Schaltzeiten der Magnetventile
(9) und des Niveausensors (7) und Temperaturwerte zugeführt werden. Anstelle der Motordrehzahl
kann bei Gleichstrommotoren auch die Schwankung des Motorstroms ausgewertet werden.
Im folgenden werden zwei Ausführungsbeispiele des erfindungsgemäßen Verfahrens beschrieben,
die zu unterschiedlichen Phasen eines solchen Programmabschnitts durchgeführt werden.
[0019] Im ersten Ausführungsbeispiel erfolgt die Bestimmung der Beladungsstufe zu Beginn
des ersten Programmabschnitts, insbesondere des Vor- oder Hauptwaschgangs während
des Wassereinlaufs und der Durchfeuchtung der Wäsche. Die Figuren 3a zeigt ein Wasserstands-Zeit-Diagramm
und das dazugehörige Drehzahl-Zeit-Diagrammm bei einer Trommelbeladung von 2kg Baumwollgewebe.
Figur 3b zeigt die entsprechenden Diagramme bei einer Beladung von 4kg Baumwollgewebe.
Die Niveaukontrolle erfolgt durch einen schaltenden Druckwächter mit einem Schaltpunkt
N
max und einem Rückschaltpunkt N
min. Der erste Einlauf erfolgt vom Niveau 0mm und, wie bei allen folgenden Füllschritten,
bei stillgesetzter Trommel (1). Dabei wird die Zeit t
E1 bis zum Erreichen des Schaltpunkts N
max gemessen. Nach dem Erreichen des Schaltpunkts wird die Zeit t
E1 mit einem konstanten Faktor F
1 multipliziert und die Einschaltdauer des Magnetventils (9) um die so erhaltenene
Zeit t
1' verlängert. Auf diese Weise wird ein Füllniveau N
Ü1,2 erreicht. Anschließend wird das Magnetventil (9) geschlossen und die Trommel (1)
gedreht. Die Zeit vom Schließen des Magnetventils (9) bis zum Erreichen des Rückschaltniveaus
N
min, die Saugzeit t
S1, wird gemessen und der Auswerteschaltung zugeführt. Außerdem wird von der Auswerteschaltung
(15) die Schwankungsbreite S
dn der mit dem Tachogenerator (4) gemessenenen Motordrehzahl n(t) bestimmt. Als Schwankungsbreite
S
dn wird die Standardabweichung des Drehzahlsignals n(t) im eingeschwungenen Zustand,
d. h. im dargestellten Bereich I unter Nichtbeachtung der ersten Überschwinger verstanden.
[0020] Im zweiten Füllschritt wird die Zeit t
E2 vom Einschalten des Magnetventils (9) bei N
min bis zum Erreichen des Schaltpunkts N
max gemessen. Um wieder das Füllniveau N
Ü1,2 zu erreichen, wird t
E2 mit einem konstanten Faktor F
2 multipliziert und die Einschaltzeit des Magnetventils (9) um die so erhaltene Zeit
t
2' verlängert. Auch hier erfolgt das Auffüllen bei stillgesetzter Trommel (1). Anschließend
wird die Trommel (1) gedreht und wiederum die Schwankungsbreite S
dn bestimmt und die zweite Saugzeit t
S2 gemessen.
[0021] Im Anschluß an den zweiten Füllschritt bestimmt die Auswerteschaltung (15) in Abhängigkeit
von der Schwankungsbreite S
dn, den Saugzeiten t
S1 und t
S2 und der insgesamt zugelaufenen Wassermenge die Beladungsstufe. Hierzu ist in einem
Speicher (16) eine mit einem Fuzzy-Logic-Algorithmus erstellte Tabelle mit Beladungsstufen
B = B(S
dn,t
Si,V)abgelegt, aus der die Auswerteschaltung (15) entsprechende Werte abruft. Eine Bestimmung
der zugelaufenen Wassermenge V kann über die Summe der Öffnungszeiten t
Ei des Magnetventils (9) oder über einen Wassermengenzähler vorgenommen werden. Anstelle
einer Bewertung der zugelaufenen Wassermenge kann diese auch lediglich zur Korrektur
einer nach den Saugzeiten ermittelten Beladungsstufe B = B(S
dn,t
Si) verwendet werden. Auf diese Weise ist die Ermittlung der Beldungsstufe und die hiervon
abhängige Weiterführung des Programms schneller möglich. Anstelle der gemessenen Saugzeiten
kann bei Verwendung eines hochauflösenden Drucksensors zur Volumenmessung die Änderung
des Drucksignals, insbesondere der Gradient des Drucks ausgewertet werden. Hierdurch
werden Fehler durch auftretende Hystereseschwankungen bei Drucksensoren vermieden.
[0022] Bei Betrachtung der Diagramme 3a und 3b fällt auf, daß mit der Menge der Beladung
die Schwankungsbreite Sdn zunimmt und die Saugzeiten abnehmen. Im fortlaufenden Programm
erfolgt eine Korrektur des so ermittelten Beladungsstufen-Wertes anhand einer Berechnung
der freien Flotte. Bei Waschmaschinen mit analogen Niveausensoren (7) ist dies direkt
durch Messung des Wassemiveaus möglich. Bei Waschmaschinen mit schaltenden Druckwächtem
ist die Abkühlgeschwindigkeit der Waschlauge ein Indiz für die Menge der freien Flotte.
Die ermittelte Beladungsstufe wird, wie bereits vorbeschrieben, zur Beeinflussung
von Programmparametem verwendet.
[0023] Beim zweiten Ausführungsbeispiel wird das Schwingungsverhalten des Drehzahlsignals
im Anschluß an die Wassereinlaufphase verarbeitet. Figur 4 zeigt den Drehzahlverlauf
bei einer Waschmaschine während des Reversierens im Hauptwaschprogramm bei unterschiedlichen
Beladungen. Dabei wertet die Auswerteschaltung (15) die Überschwinger beim Drehzahlanstieg
nach der Reversierpause, die Überschwinger in der Reversierpause, die Schwankungsbreite
und deren zeitliche Änderungen bei bekannter Regelcharakteristik aus. Bei genauer
Betrachtung fällt auf, daß das Drehzahlverhalten folgende Charakteristika aufweist:
[0024] Trommel (1) leer
- keine Überschwinger beim Drehzahlanstieg nach der Reversierpause
- gleichmäßige Schwankungsbreite
- kleine Schwankungsbreite
- kein Überschwinger in der Reversierpause
[0025] Teilbeladung (2,5 kg Frottier)
- kleine Überschwinger beim Drehzahlanstieg nach der Reversierpause
- ungleichmäßige Schwankungsbreite
- Schwankungsbreite höher als bei leerer Trommel (1)
- hohe Überschwinger in der Reversierpause
[0026] Volle Beladung (5 kg Frottier)
- hohe Überschwinger beim Drehzahlanstieg nach der Reversierpause
- ungleichmäßige Schwankungsbreite
- Schwankungsbreite geringer als bei Teilbeladung
- hohe Überschwinger in der Reversierpause
Die Auswertung der vorgenannten Charakteristika bieten den Vorteil, daß hierbei außer
dem Drehzahlverhalten keine zusätzlichen Meßgrößen erforderlich sind.
1. Verfahren zur Ermittlung einer von der Wäscheart und der Wäschemenge abhängigen Beladungsstufe
in einer Waschmaschine mit einer drehbaren Trommel (1) zur Aufnahme von Wäsche, mit
einem Motor (3) zum Antrieb der Trommel (1) und mit einer Vorrichtung zur Anzeige
eines von der Motordrehzahl abhängigen Drehzahlsignals, insbesondere mit einem Tachogenerator
(4) zur Anzeige der Motordrehzahl oder mit einem Meßwiderstand zur Anzeige des Motorstroms,
dadurch gekennzeichnet,
daß eine Auswerteschaltung (15) die Beladungsstufe in Abhängigkeit vom Schwingungsverhalten
des Drehzahlsignals während des Reversierzyklus in einem ersten Programmabschnitt,
insbesondere im Vorwaschprogramm oder im Hauptwaschprogramm bestimmt.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Auswerteschaltung (15) die Beladungsstufe aufgrund der Schwankungsbreite und
der Überschwinger in der Reversierpause und beim Drehzahlanstieg nach der Reversierpause
unter Berücksichtigung der Charakteristik des Drehzahlreglers bestimmt.
3. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Auswerteschaltung (15) die Beladungsstufe in Abhängigkeit vom Schwingungsverhalten
des Drehzahlsignals (n(t)) beim Reversieren in Saugzeiten (tS) bestimmt, wobei die Saugzeiten (tS) sich an einzelne Wassereinläufe zu Beginn des ersten Programmabschnitts, insbesondere
des Vor- oder Hauptwaschgangs anschließen.
4. Verfahren nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Schwankungsbreite des Drehzahlsignals (n(t)) im eingeschwungenen Zustand ausgewertet
wird.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß zur Bestimmung der Beladungsstufe die Dauer der Saugzeiten (tS) hinzugezogen wird.
6. Verfahren zur Ermittlung einer von der Wäscheart und der Wäschemenge abhängigen Beladungsstufe,
nach einem der Ansprüche 1 bis 5 unter Verwendung eines hochauflösenden Niveausensors
(7),
dadurch gekennzeichnet,
daß zur Bestimmung der Beladungsstufe die Änderung des Niveausignals (tS1, tS2) hinzugezogen wird.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß zur Bestimmung der Beladungsstufe die Wassereinlaufmenge (V) hinzugezogen wird.
8. Verfahren nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet,
daß unter Hinzuziehung der eingelaufenen die Korrektur einer bereits ermittelten Beladungsstufe
erfolgt.
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, wobei zur Wasserstandsregelung ein hochauflösender
Niveausensor (7) verwendet wird,
daß eine Korrektur der Beladungsstufe anhand des Wasserstands nach dem letzten Wassereinlauf
zu Beginn des ersten Programmabschnitts, insbesondere des Vor- oder Hauptwaschgangs
erfolgt.
10. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß eine Korrektur der Beladungsstufe anhand einer Messung des Absinkens der Laugentemperatur
im Anschluß an einen Heizvorgang vorgenommen wird.
11. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Beladungsstufe zur Festlegung von Programmparametern, beispielsweise von Wassermengen
in einzelnen Programmabschnitten, von Zeiten für einzelne Programmabschnitte, von
Anzahlen der Spülgänge, von Schleuderdrehzahlen und von Unwuchtschwellen hinzugezogen
wird.
1. Method of detecting a loading stage, which is dependent on the type of washing and
on the quantity of washing, in a washing machine having a rotatable drum (1) for the
accommodation of washing, a motor (3) for driving the drum (1) and an apparatus for
indicating a speed signal, which is dependent on the motor speed, more especially
a tachometer generator (4) for indicating the motor speed or a measurement resistor
for indicating the motor current, characterised in that an evaluation circuit (15)
determines the loading stage in dependence upon the oscillation behaviour of the speed
signal during the reversing cycle in a first program section, more especially in the
prewash program or in the main wash program.
2. Method according to claim 1, characterised in that the evaluation circuit (15) determines
the loading stage on the basis of the fluctuation range and the overshoots in the
reversing interval and during the increase in speed after the reversing interval,
taking into account the characteristics of the speed regulator.
3. Method according to claim 1, characterised in that the evaluation circuit (15) determines,
in soaking times (tS), the loading stage in dependence upon the oscillation behaviour of the speed signal
(n(t)) during the reversing movement, the soaking times (tS) following individual water intakes at the beginning of the first program section,
more especially the prewashing or main washing operation.
4. Method according to claim 3, characterised in that the fluctuation range of the speed
signal (n(t)) is evaluated in the steady state.
5. Method according to one of claims 1 to 4, characterised in that the duration of the
soaking times (tS) is used to determine the loading stage.
6. Method of detecting a loading stage, which is dependent on the type of washing and
on the quantity of washing, according to one of claims 1 to 5, using a high-resolution
level sensor (7), characterised in that the change in the level signal (tS1, tS2) is used to determine the loading stage.
7. Method according to one of claims 1 to 5, characterised in that the water intake quantity
(V) is used to determine the loading stage.
8. Method according to claim 7, characterised in that an already detected loading stage
is corrected by using the intake quantity.
9. Method according to one of claims 1 to 6, wherein a high-resolution level sensor (7)
is used to regulate the water level, and the loading stage is corrected on the basis
of the water level after the final intake of water at the beginning of the first program
section, more especially the prewashing or main washing operation.
10. Method according to one of claims 1 to 6, characterised in that the loading stage
is corrected by measuring the drop in the wash solution temperature subsequent to
a heating process.
11. Method according to one of claims 1 to 8, characterised in that the loading stage
is used to set program parameters, for example water quantities in individual program
sections, times for individual program sections, numbers of rinsing operations, centrifugal
speeds and imbalance thresholds.
1. Procédé pour déterminer le niveau de charge d'un lave-linge en fonction de la nature
et de la quantité de linge, lequel lave-linge comprend un tambour rotatif (1) destiné
à recevoir du linge, un moteur (3) pour entraîner le tambour (1) et un dispositif
destiné à fournir un signal de vitesse de rotation dépendant du régime du moteur,
notamment une génératrice tachymétrique (4) pour indiquer le régime du moteur ou une
résistance de mesure pour indiquer le courant du moteur, caractérisé en ce qu'un circuit
d'interprétation (15) détermine le niveau de charge en fonction des oscillations du
signal de la vitesse de rotation pendant le cycle d'inversion du sens de rotation
au cours de la première étape du programme, notamment pendant le prélavage ou le lavage
principal.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que le circuit d'interprétation
(15) détermine le niveau de charge sur la base de l'amplitude d'oscillation et des
pics inertiels pendant la pause précédent une inversion du sens de rotation et lors
de l'accélération de la vitesse de rotation après ladite pause, tout en tenant compte
de la caractéristique du régulateur de la vitesse de rotation.
3. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que le circuit d'interprétation
(15) détermine le niveau de charge en fonction des oscillations du signal de la vitesse
de rotation (n(t)) lors de l'inversion du sens de rotation, en temps d'imprégnation
(tS), les temps d'imprégnation (tS) faisant suite à différentes prises d'eau au début de la première étape du programme,
notamment du prélavage ou du lavage principal.
4. Procédé selon la revendication 3, caractérisé en ce que l'on interprète l'amplitude
du signal de la vitesse de rotation (n(t)) en régime transitoire.
5. Procédé selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que, pour déterminer
le niveau de charge, on prend en compte la durée des temps d'imprégnation (tS).
6. Procédé pour déterminer le niveau de charge en fonction de la nature et de la quantité
de linge selon l'une des revendications 1 à 5 en utilisant un détecteur de niveau
à haute résolution (7), caractérisé en ce que, pour déterminer le niveau de charge,
on prend en compte la variation du signal du niveau (tS1, tS2).
7. Procédé selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que, pour déterminer
le niveau de charge, on prend en compte la quantité d'eau admise (V).
8. Procédé selon la revendication 7, caractérisé en ce qu'un niveau de charge déjà établi
est corrigé en prenant en compte la quantité d'eau admise.
9. Procédé selon l'une des revendications 1 à 6 utilisant un détecteur d'eau à haute
résolution (7) pour ajuster le niveau d'eau, caractérisé en ce que le niveau de charge
est corrigé à l'appui du niveau d'eau après la dernière prise d'eau au début de la
première étape du programme, notamment du prélavage ou du lavage principal.
10. Procédé selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que le niveau de charge
est corrigé à l'appui d'une mesure de la baisse de la température de l'eau de lessive
à la suite d'un processus de chauffage.
11. Procédé selon l'une des revendications 1 à 8, caractérisé en ce que l'on tient compte
du niveau de charge pour déterminer des paramètres du programme tels que les quantités
d'eau dans les différentes étapes du programme, les durées des différentes étapes
du programme, le nombre de rinçages, les vitesses d'essorage et les seuils de déséquilibre.