[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft einen Getriebegriff gemäß dem Oberbegriff von
Anspruch 1.
[0002] Solche Griffe werden bei Fenstern, Balkontüren u.dgl. benötigt, um deren in den Rahmen
eingelassene Schiebemechanik zum Schließen und Öffnen in verschiedenen Stellungen
zu betätigen. Dazu ist üblicherweise am Rahmen ein Getriebekasten mit einem Mitnehmer
in Form einer beweglichen Nase, eines Vorsprungs o.dgl. vorhanden, der ein Mitnahme-Schiebestück
erfaßt und über eine Zahnstange von einem Ritzel getrieben wird, das man durch Drehen
des Fenstergriffs bewegt.
[0003] Bei den Konstruktionen dieser Art ist die Verbindung des Ritzels mit dem Griff wichtig,
damit zuverlässige Handhabung auf Dauer gewährleistet werden kann. Beispielsweise
hat man ein mit einem Halsansatz sowie mit Rastelementen versehenes Sechskantritzel
im Inneren des Griffhalses mit einer Gewindeschraube verklebt; nach längerem Gebrauch
ist bei dieser Befestigungsart jedoch eine Lockerung kaum zu vermeiden, zumal die
Montage der Schiebeteile im Fensterrahmen durchaus nicht immer paßgenau erfolgt, so
daß Kantenpressungen und hohe Reibung entstehen können und die Betätigung dann mit
großem Kraftaufwand erfolgt. Mögliche Sicherungsmittel können andererseits unwirtschaftlich
sein.
[0004] In DE-U-7 739 305 ist ein Getriebegriff mit einer Handhabe zur Betätigung eines Dreh-Kipp-Beschlages
beschrieben, der in der Mitte seines Getriebegehäuses eine innen gestufte Führungsbuchse
für einen Lagerzapfen haltert. Dieser ist mit der Handhabe einstückig und sitzt mit
einem Vierkant-Ende in einem Ritzelansatz. Das Ritzel bewegt eine Zahnstange eines
Mitnehmers, der in einer Gehäusenut längsverschieblich ist. Eine auf dem Lagerzapfen
geführte Druckfeder erlaubt es, die Handhabe axial auszuheben und in Winkelpositionen
zu drehen, die durch stirnseitige Rasten an Lagerzapfen und im Inneren des Griffhalses
definiert werden. Man erkennt, daß diese Konstruktion einen beachtlichen Fertigungs-
und Montageaufwand mit Verbindungen erfordert, die großes Bewegungsspiel benötigen
und zulassen, was sich auf die Betätigung auswirkt.
[0005] Bei einem gemäß DE-U-8 411 294 und DE-U-8 415 872 weiterentwickelten Getriebegriff
ist eine Winkelrastung der Handhabe mit Stiften oder Kugeln vorgesehen, die von einer
Feder im querdurchbohrten Griffhals-Ende radial auswärts belastet sind und in Vertiefungen
der Lagerbohrung des plattenförmigen Gehäusekörpers einrasten können. Wenn dieser
und/oder das Ritzel aus teflonbeschichtetem Metall besteht, wird zwar die Getriebereibung
gemindert, doch ist bei längerem Gebrauch ein beträchtlicher Materialabtrag der weichen
Beschichtung unvermeidlich, der zu unerwünschtem Leergang führt. Auch ist die axiale
Führungs- bzw. Lagerlänge für den Griffhals kurz, so daß ein wackeliger Sitz der Handhabe
zustandekommen kann.
[0006] Getriebegriffe nach DE-U-8 327 683 haben größere Lagerlänge, bei einer ähnlichen
Konstruktion laut DE-U-8 901 938 dank einer Hülse, die den Lagerzapfen der Handhabe
umgibt und in einem Ansatz der Getriebe-Anschlagplatte gehalten ist. Das untere Lagerende
ragt jeweils zentrisch an bzw. in eine Bohrung eines Scheibenträgers für Radialfedern,
von denen Rastkugeln radial einwärts an Umfangsausnehmungen einer weiteren Scheibe
gedrückt werden. Damit sind auch hier die Winkelstellungen der Handhabe relativ weich
oder ungenau vorgegeben.
[0007] Es ist ein wichtiges Ziel der Erfindung, auf möglichst einfache Weise einen verbesserten
Getriebegriff zu schaffen, bei dem die Verbindung der wesentlichen Bauteile auch großer
Belastung dauerhaft standhält. Angestrebt wird ferner eine stabile, raumsparende Konstruktion
mit möglichst wenigen, kostengünstig herstell- und montierbaren Bauelementen.
[0008] Hauptmerkmale der Erfindung sind im kennzeichnenden Teil von Anspruch 1 angegeben.
Ausgestaltungen sind Gegenstand der Ansprüche 2 bis 16.
[0009] Bei einem Getriebegriff insbesondere für Fenster, Balkontüren u.dgl., an deren Rahmen
ein Beschlag mit einer Schiebemechanik angebracht ist, mit einem Getriebekasten, aus
dem ein zum Ergreifen eines Mitnahme-Schiebestücks dienender beweglicher Mitnehmer
vorsteht, der über eine Zahnstange von einem Ritzel getrieben wird, das mit dem Griffhals
drehfest verbunden ist, sieht die Erfindung vor, daß das Ritzel Bestandteil eines
profilierten Schaftkörpers ist, der mit einer Rastscheibe starr verbunden oder einstückig
und in einem Hohlraum des Griffhalses formschlüssig spielfrei gehalten ist. Diese
Gestaltung bietet den Vorteil, daß das Ritzel durch den Schaftkörper im Inneren des
Griffhalses fest verankert werden kann, ohne daß es einer Klebeverbindung bedürfte.
Zugleich ist der Schaftkörper mit einer Rastscheibe versehen, die es erlaubt, bevorzugte
oder genormte Rastpositionen des Griffes deutlich spürbar zu machen und reproduzierbar
aufzusuchen, um die einwandfreie Bedienung der Fenster- bzw. Türmechanik zu gewährleisten.
Durch die Profilierung des Schaftkörpers und des Griffhals-Inneren ist zugleich die
zuverlässige Drehmitnahme ohne weiteres sichergestellt.
[0010] Gemäß Anspruch 2 ist der zumindest in seiner Tiefe schwach konisch gestaltete Hohlraum
enger als eine Konusspitze des Schaftkörpers, so daß diese beim Eindrücken in den
Griffhals einen unveränderlich festen Preßsitz erlangt. Die Konuswinkel der Schaftkörperspitze
und der Hohlraumtiefe sind bevorzugt so aufeinander abgestimmt, daß im montierten
Zustand Selbsthemmung gegeben ist.
[0011] Vorteilhaft ist es ferner, wenn laut Anspruch 3 die Konusspitze mit einem Absatz
an einen zylindrischen Schaft-Mittelteil anschließt, der in einer Führungsbuchse im
Getriebekasten und vorzugsweise außerdem in einem Führungsring am Griffhals geführt
ist. Auch wo keine große axiale Bauhöhe zur Verfügung steht, ist auf diese Weise eine
exakte Lagerung und Führung des Griffs am bzw. im Getriebekasten gewährleistet. Dabei
kann die Führungsbuchse nach Anspruch 4 ein insbesondere einstückiger Bestandteil
eines Rasteinsatzes sein, der in einer Stufenhöhlung des Getriebekastens gehaltert
und vorzugsweise rechteckig gestaltet ist. Dieses Bauelement nimmt wenig Platz ein
und bewirkt zusammen mit der Rastscheibe des Schaftkörpers das zuverlässige, genaue
Einhalten der Rastpositionen.
[0012] Die Weiterbildung von Anspruch 5 sieht vor, daß Hohlraum und Schaftkörper mehreckig
profiliert sind, namentlich konkav-oktogonal. Auch andere Formen kommen in Betracht,
beispielsweise Sech- oder Vierkantprofile, doch bietet die achteckige Form den Vorzug,
daß in Folge geringer Sehnentiefe eine gute Annäherung an die Zylindergestalt gegeben
ist, was größere Wandstärken des Schaftkörpers und mithin höhere Festigkeiten erlaubt.
[0013] Wichtig ist es ferner, daß der Schaftkörper gemäß Anspruch 6 im Bereich einer Konusspitze
wenigstens eine Schneidkante aufweist, bevorzugt beispielsweise acht stirnseitige
Schneidkanten. Beim Eindrücken des Schaftkörpers in den Griffhals schneiden diese
Kanten in die Konuswand des Hohlraums ein, so daß ein absolut spielfreier Preßsitz
zustandekommt.
[0014] Konstruktiv ist es günstig, wenn laut Anspruch 7 das Ritzel und die Rastscheibe axial
unmittelbar aneinander anschließen, so daß nicht nur geringste Abmessungen auch in
Axialrichtung erzielt werden, sondern auch eine direkte Zuordnung dieser Elemente
zu erhöhter Funktionssicherheit beiträgt.
[0015] Der Schaftkörper kann nach Anspruch 8 eine durchgehende Axialbohrung aufweisen, namentlich
mit einer Ansenkung im Axialbereich des Ritzels und/oder der Rastscheibe. An der Konusspitze
erlaubt die Bohrung eine - wenn auch geringe - Radialverformung, was die Montage erleichtert.
Zusätzlich kann zumindest in diesem Bereich eine Axialschlitzung oder -einkerbung
vorgesehen sein, um eine etwas größere Zusammendrückbarkeit der Konusspitze zu erzielen,
die elastisch ausfedert.
[0016] Eine nach Anspruch 9 vorgesehene Schneidschraube, welche die Axialbohrung durchsetzt,
kann den Schaftkörper im Griffhals sichern, namentlich in einer schwach konischen
Vorbohrung. In diese schneidet die selbstfurchend ausgebildete Schraube sich ihren
Weg, wodurch eine besonders hohe Verbindungs-Festigkeit erreicht wird.
[0017] Gemäß Anspruch 10 hat die Rastscheibe insbesondere vier Umfangsvertiefungen, die
mit gefederten Nocken des Rasteinsatzes zusammenwirken. Diese Nocken können den Stirnseiten
des Rasteinsatzes zugeordnet sein und an mit ihm einstückigen Biegefedern sitzen,
die zu Randbereichen des Rasteinsatzes hin ausweichen können. Zweckmäßig hat das Ritzel
laut Anspruch 11 ein gerade Anzahl von Zähnen, von denen einige mit Umfangsvertiefungen
der Rastscheibe auf Lücke stehen, so daß durch die überragenden Teile der Zähne eine
Art von
[0018] Axialanschlägen gebildet ist, die wiederum zur Erleichterung der Montage beitragen.
Diese wird ferner gemäß Anspruch 12 dadurch unterstützt, daß der Rasteinsatz namentlich
stirnseitig Krallen zur Verankerung in Aussparungen der Stufenhöhlung aufweist.
[0019] Eine andere Weiterbildung sieht laut Anspruch 13 vor, daß der Mitnehmer einen mit
einer Zahnstange starr verbundenen oder einstückigen Schuh aufweist, da er bevorzugt
mit einer kantenseitigen Ausnehmung versehen ist. Letztere ergreift das Mitnahme-Schiebestück
der Beschlagmechanik` so daß dieses von dem Mitnehmer erfaßt und bewegt wird. Nach
Anspruch 14 können Zahnstange und Schuh mit einer quer zur letzterem angeordneten
Gleitplatte einstückig sein, die zu guter Führung der Elemente wesentlich beiträgt.
Im Einklang mit Anspruch 15 kann der Schuh Sperrnasen haben, die mit einer Fehlbedienungssperre
der Beschlagsmechanik zusammenwirken, wodurch die Gebrauchssicherheit erhöht wird.
[0020] Ferner sieht Anspruch 16 vor, daß der Schuh ein Langloch einer Abdeckplatte berührungsfrei
durchsetzt, die im Boden des Getriebekastens abnehmbar verrastet und an der die Gleitplatte
entlang bewegbar ist. Die Abdeckplatte schützt die beweglichen Teile im Getriebekasten,
läßt aber die freie Verschiebung des Mitnehmers zu. Durch ihre Abnehmbarkeit sind
die Getriebeteile zugänglich, was beispielsweise erwünscht sein kann, wenn die Zahnungen
von Ritzel und Zahnstange nachgeschmiert werden sollen.
[0021] Weitere Merkmale, Einzelheiten und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus dem Wortlaut
der Ansprüche sowie aus der folgenden Beschreibung von Ausführungsbeispielen anhand
der Zeichnung. Darin zeigen:
- Fig. 1
- eine kombinierte Axialschnitt-Seitenansicht eines erfindungsgemäßen Getriebegriffes,
- Fig. 2
- eine Schnittansicht entsprechend der Linie II-II in Fig. 1,
- Fig. 3
- eine auseinandergezogene Schnittansicht der nicht montierten Bauteile des Getriebegriffes
von Fig. 1 und 2,


- Fig. 6a
- eine Vorderansicht und
- Fig. 6b
- eine Seitenansicht eines Mitnehmers,
- Fig. 7
- eine Druntersicht einer Handhabe,
- Fig. 8
- eine Druntersicht eines Getriebekastens und
- Fig. 9a
- eine Seitenansicht sowie
- Fig. 9b
- eine Draufsicht auf eine Abdeckplatte.
[0022] Ein in seiner Gesamtheit mit 10 bezeichneter Getriebegriff ist in Fig. 1 und 2 im
montierten Zustand sowie in Fig. 3 auseinandergezogen dargestellt. Er hat eine Handhabe
12, die an der Unterseite mit Fingermulden 13 versehen ist (vergl. Fig. 7) sowie einen
Griffhals 14, dem ein Getriebekasten 20 gegenübersteht. Letzterer besitzt eine Stufenhöhlung
22 mit einer Bohrung 24 und Sack-Langlöcher 28 zur Aufnahme von Haltenasen 56 einer
unteren Abdeckplatte 54 (vergl. Fig. 8 a, b).
[0023] Der Griffhals 14 ist mit einem Hohlraum 16 versehen, der zur Aufnahme eines Schaftkörpers
30 dient. Dieser durchsetzt mit seinem Mittelteil 33 eine Führungsbuchse 60 eines
Rasteinsatzes 26, der damit seinerseits in der Bohrung 24 aufgenommen wird. Ein Führungsring
18 dient am Griffhals 14 zur weiteren Führung des Schaftkörpers 30.
[0024] Letzterer hat am oberen Ende, das im sich schwach verjüngenden Hohlraum 16 des Griffhalses
14 befestigt wird, eine Konusspitze 37 mit Schneidkanten 38. Eine durchgehende Axialbohrung
32 mit einer Ansenkung 42 nimmt eine Schneidschraube 40 auf.
[0025] Wenn der Rasteinsatz 26 in die Stufenhöhlung 22 eingesetzt ist, wird der Schaftkörper
30 durch die Führungsbuchse 60 sowie den Führungsring 18 gesteckt und in den Hohlraum
16 des Griffhalses eingeführt. Schneidkanten 38 an der Konusspitze 37 dringen in das
Wandmaterial des schwach konisch gestalteten Hohlraums 16 und verankern dadurch den
Schaftkörper 30. Dieser wird zusätzlich durch die Schraube 40 gesichert, deren Schneidspitze
70 in das konische Sackloch 17 hinter dem Hohlraum 16 selbstfurchend eindrehbar ist.
[0026] Der Schaftkörper 30 ist vorzugsweise einstückig mit einem Ritzel 34 und einer Rastscheibe
35. An seinen Mittelteil 33 schließt die Konusspitze 37 mit einem Absatz 36 an.
[0027] Bevorzugt besteht der Schaftkörper 30 ebenso wie ein Mitnehmer 44 und der Getriebekasten
20 aus Metall, namentlich aus Zinkdruckguß. Der Boden des Getriebekastens 20 wird
nach Einsetzen des Mitnehmers 44 von der Abdeckplatte 54 geschlossen, durch deren
Langloch 58 ein Schuh 50 des Mitnehmers 44 hindurchtritt.
[0028] Wie insbesondere aus Fig. 4a, b, c ersichtlich ist, schließen Ritzel 34 und Rastscheibe
35 am unteren Ende des Schaftkörpers 30 axial unmittelbar aneinander an. Die Rastscheibe
35 hat Umfangsvertiefungen 66, vorzugsweise in Umfangsabständen von 90°, die zur Verrastung
mit Rastnocken 65 des Rasteinsatzes 26 dienen. Letzterer ist mit Krallen 62 (Fig.
5a, b, c) versehen, die etwas gespreizt sind und zur Verankerung am Getriebekasten
20 in Aussparungen 63 der Stufenhöhlung 22 (Fig. 8) eingedrückt werden können.
[0029] Wie weiter aus Fig. 4a, b, c hervorgeht, hat das Ritzel 34 vorzugsweise eine gerade
Anzahl von Zähnen, beispielsweise zwölf (Fig. 4c). Die Umfangsvertiefungen 66 können
mit jedem dritten Ritzelzahn fluchten, so daß dieser jeweils eine Art Anschlag bei
der Montage an dem Rasteinsatz 26 bildet, der in seinem Hauptteil als prinzipiell
rechteckige Platte ausgebildet ist. An deren Schmalseiten befinden sich außen die
Krallen 62, während innen Biegefedern 64 einander diametral gegenüber so angeordnet
sind, daß die mit ihnen einstückigen Rastnocken 65 sich in der Längsmitte des Rasteinsatzes
26 gegenüberstehen (Fig. 5 b, c).
[0030] Die Gestaltung des Mitnehmers 44 geht aus Fig. 1 und 2 sowie speziell aus Fig. 6a,
b hervor. Er hat eine Gleitplatte 48, die mit einer Zahnstange 46 sowie mit dem Schuh
50 einstückig ist, der eine beispielsweise ∩-förmige Ausnehmung 52 aufweist und Sperrnasen
68 trägt. Letztere wirken mit einer (nicht dargestellten) Fehlbedienungssperre in
dem (gleichfalls nicht gezeichneten) Schiebebeschlag eines Fensters, einer Balkontür
o.dgl. zusammen.
[0031] Die Funktion des Getriebegriffes 10 ergibt sich aus dem beschriebenen Aufbau. Wird
die Handhabe 12 aus der in Fig. 1 links gezeichneten Grenzstellung um 90° verschwenkt,
so dreht sich der Schaftkörper 30 und also das Ritzel 34 mit, bis die Rastnocken 65
in das nächste Paar von Umfangsvertiefungen 66 einfallen. Dabei wird der Mitnehmer
44 über seine Zahnstangen 46 mitbewegt, so daß der Schuh 50 im Langloch 58 der Abdeckplatte
54 verschoben wird (in Fig. 1 zur Mitte). Durch Weiterschwenken der Handhabe 12 erfolgt
eine weitere Verschiebung des Mitnehmers 44 bis in die entgegengesetze Endposition
(in Fig. 1 rechts). Man erkennt, daß auch Zwischenpositionen anfahrbar sind, für die
weiter Umfangsausnehmungen 66 an der Rastscheibe 35 vorgesehen sein können.
[0032] Die Erfindung ist nicht auf die dargestellten Ausführungsformen beschränkt, vielmehr
sind zahlreiche Abwandlungen möglich. Wesentlich ist jedoch stets ein Griff 10 bzw.
12 an einem Getriebekasten 20, aus dem ein verschieblicher Mitnehmer 44 vorsteht,
der über eine Zahnstange 46 von einem dem Griffhals 14 drehfest verbundenen Ritzel
34 getrieben wird. Dieses ist Bestandteil eines profilierten Schaftkörpers 30, der
mit einer Rastscheibe 35 einstückig und in einem Hohlraum 16 des Griffhalses 14 formschlüssig
spielfrei gehalten ist. Eine Konusspitze 37 des Schaftkörpers 30 ist wenig größer
als der innen schwach konisch gestaltete Hohlraum 16. Ein zylindrischer Mittelteil
33 ist in einem Führungsring 18 am Griffhals 14 sowie in einer Führungsbuchse 60 gelagert,
die einstückig mit einem in einer Stufenhöhlung 22 des Getriebekastens 20 gehalterten,
rechteckigen Rasteinsatz 26 ist. Hohlraum 16 und Schaftkörper 30 sind konkav-oktogonal
profiliert. Der Schaftkörper 30 hat an der Konusspitze 37 stirnseitige Schneidkanten
38. Ritzel 34 und Rastscheibe 35 schließen axial unmittelbar aneinander an. Eine den
Schaftkörper 30 durchsetzende Schneidschraube 40 sichert ihn im Griffhals 12. In Umfangsvertiefungen
66 der Scheibe 35 können gefederte Nocken 65 des Rasteinsatzes 26 einfallen, der mit
Krallen 62 in Aussparungen 63 der Stufenhöhlung 22 verankerbar ist. Der Mitnehmer
44 hat einen mit einer Zahnstange 46 und einer Gleitplatte 48 einstückigen Schuh 50
mit einer kantenseitigen Ausnehmung 52 sowie Nasen 52 für eine Fehlbedienungssperre.
[0033] Sämtliche aus den Ansprüchen, der Beschreibung und der Zeichnung hervorgehenden Merkmale
und Vorteile, einschließlich konstruktiver Einzelheiten und räumlicher Anordnungen,
können sowohl für sich als auch in den verschiedensten Kombinationen erfindungswesentlich
sein.
Bezugszeichenliste
[0034]
- 10
- (Getriebe-) Griff
- 12
- Handhabe
- 13
- Fingermulden
- 14
- Griffhals
- 16
- Hohlraum
- 17
- Vorbohrung
- 18
- Führungsring
- 20
- Getriebekasten
- 22
- Stufenhöhlung
- 24
- Bohrung
- 26
- Rasteinsatz
- 28
- (Sack-) Langlöcher
- 30
- Schaftkörper
- 32
- Axialbohrung
- 33
- Mittelteil
- 34
- Ritzel
- 35
- Rastscheibe
- 36
- Absatz
- 37
- Konusspitze
- 38
- Schneidkanten
- 40
- Schneidschraube
- 42
- Ansenkung
- 44
- Mitnehmer
- 46
- Zahnstange
- 50
- Schuh
- 52
- Ausnehmung
- 54
- Abdeckplatte
- 56
- Haltenase
- 58
- Langloch
- 60
- Führungsbuchse
- 62
- Krallen
- 63
- Aussparungen
- 64
- Biegefedern
- 65
- Rastnocken
- 66
- Umfangsvertiefungen
- 68
- Sperrnase
- 70
- Schneidspitze
1. Getriebegriff (10) insbesondere für Fenster, Balkontüren u. dgl., an deren Rahmen
ein Beschlag mit einer Schiebemechanik angebracht ist, mit einem Getriebekasten (20),
aus dem ein zum Ergreifen eines Mitnahme-Schiebestücks dienender beweglicher Mitnehmer
(44) vorsteht, der über eine Zahnstange (46) von einem Ritzel (34) getrieben wird,
das mit dem Griffhals (14) drehfest verbunden ist, dadurch gekennzeichnet, daß das Ritzel (34) Bestandteil eines profilierten Schaftkörpers (30) ist, der mit
einer Rastscheibe (35) starr verbunden oder einstückig und in einem Hohlraum (16)
des Griffhalses (14) formschlüssig spielfrei gehalten ist.
2. Griff nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der zumindest in seiner Tiefe schwach konisch gestaltete Hohlraum (16) enger
als eine Konusspitze (37) des Schaftkörpers (30) ist.
3. Griff nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Konusspitze (37) des Schaftkörpers (30) mit einem Absatz (36) an einen zylindrischen
Mittelteil (33) anschließt, der in einer Führungsbuchse (60) im Getriebekasten (20)
und vorzugsweise außerdem in einem Führungsring (18) am Griffhals (14) geführt ist.
4. Griff nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Führungsbuchse (60) ein insbesondere einstückiger Bestandteil eines in einer
Stufenhöhlung (22) des Getriebekastens (20) gehalterten, vorzugsweise rechteckig-gestalteten
Rasteinsatzes (26) ist.
5. Griff nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß Hohlraum (16) und Schaftkörper (30) mehreckig profiliert sind, namentlich konkav-oktogonal.
6. Griff nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Schaftkörper (30) im Bereich einer Konusspitze (37) wenigstens eine Schneidkante
(38) aufweist, bevorzugt eine Anzahl stirnseitiger Schneidkanten (z.B. acht).
7. Griff nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Ritzel (34) und die Rastscheibe (35) axial unmittelbar aneinander anschließen.
8. Griff nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Schaftkörper (30) eine durchgehende Axialbohrung (32) aufweist, namentlich
mit einer Ansenkung (42) im Axialbereich des Ritzels (34) und/oder der Rastscheibe
(35).
9. Griff nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß eine die Axialbohrung (32) durchsetzende Schneidschraube (40) den Schaftkörper
(30) im Griffhals (12) sichert, namentlich in einer schwach konischen Vorbohrung (17).
10. Griff nach einem der Ansprüche 4 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Rastscheibe (35) insbesondere vier Umfangsvertiefungen (66) hat, die mit
gefederten Nocken (65) des Rasteinsatzes (26) zusammenwirken.
11. Griff nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß das Ritzel (34) eine gerade Anzahl von Zähnen hat und einige davon mit Umfangsvertiefungen
(66) der Rastscheibe (35) auf Lücke stehen (Fig. 4a,b,c).
12. Griff nach einem der Ansprüche 4 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß der Rasteinsatz (26) namentlich stirnseitig Krallen (62) zur Verankerung in
Aussparungen (63) der Stufenhöhlung (22) aufweist.
13. Griff nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß der Mitnehmer (44) einen mit einer Zahnstange (46) starr verbundenen oder ein
stückigen Schuh (50) aufweist, der bevorzugt mit einer kantenseiligen Ausnehmung (52)
versehen ist.
14. Griff nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß Zahnstange (46) und Schuh (50) mit einer quer zu letzterem angeordneten Gleitplatte
(48) einstückig sind.
15. Griff nach Anspruch 13 oder 14, dadurch gekennzeichnet, daß der Schuh (50) Sperrnasen (52) zum Zusammenwirken mit einer Fehlbedienungssperre
des Beschlages hat.
16. Griff nach einem der Ansprüche 13 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß der Schuh (50) ein Langloch (58) einer im Boden des Getriebekastens (20) abnehmbar
verrasteten Abdeckplatte (54) berührungsfrei durchsetzt, an welcher die Gleitplatte
(48) entlangbewegbar ist.