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EP 0 711 916 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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16.09.1998 Patentblatt 1998/38 |
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Anmeldetag: 27.10.1995 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)6: F02M 59/26 |
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Kraftstoffeinspritzsystem einer Brennkraftmaschine
Fuel injection system for an internal combustion engine
Système d'injection de combustible d'un moteur à combustion interne
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Benannte Vertragsstaaten: |
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DE FR GB IT SE |
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Priorität: |
11.11.1994 AT 2087/94
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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15.05.1996 Patentblatt 1996/20 |
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Patentinhaber: STEYR NUTZFAHRZEUGE AG |
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A-4400 Steyr (AT) |
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Erfinder: |
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- Priesner, Helmut, Dipl.-Ing.
A-3910 Zwettl (AT)
- Rammer, Franz, Dipl-Ing.
A-4493 Wolfern (AT)
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Entgegenhaltungen: :
DD-A- 123 689 DE-A- 2 650 368 GB-A- 2 005 764
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DE-A- 1 955 884 DE-A- 4 006 899 US-A- 4 163 634
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Kraftstoffeinspritzsystem mit Merkmalen gemäß dem Oberbegriff
des Anspruchs 1.
[0002] Die Erfindung geht aus von einem aus der DD-A-123689 bekannten Einspritzsystem. Dabei
wird aus der Beschreibung geschlossen, daß dieses Einspritzsystem eine Einspritzpumpe
mit eingebauten Druck- bzw. Gleichdruck- bzw. Gleichraumentlastungsventilen aufweist.
Bei einem solchen Einspritzsystem sei die Kavitationsanfälligkeit im Leerlauf- und
Teillastgebiet und bei Vollast die Gefahr des Nachspritzens besonders groß, heißt
es dort, daher muß die Leerlauf- und Teillastabsteuerung gegenüber der Vollastabsteuerung
wesentlich stärker gedrosselt werden. Um dies zu erreichen, sind an den Pumpenkolben
drosselnde Übergangsquerschnitte vorgesehen. Diese wirken somit für die Absteuerung
mit den Druckventilen in entsprechend abgestimmter Weise zusammen.
[0003] Nachfolgend einige Anmerkungen allgemeiner Art, die die der Erfindung zugrundeliegende
Problematik aufzeigen sollen.
[0004] Einspritzpumpen, die nockengesteuerte Pumpenkolben aufweisen und mit Einspritzleitungen,
Düsenhaltern und Einspritzdüsen das Einspritzsystem einer Brennkraftmaschine, insbesondere
eines Dieselmotores, bilden, wurden bisher zur Kontrolle des hydraulischen Verhaltens
nach dem Ende der Einspritzung in der Regel mit Druckventilen ausgerüstet. Diese Druckventile
sind in der Einspritzpumpe räumlich zwischen Pumpenhochdruckraum und Einspritzleitung
in der entsprechend ausgestalteten Pumpenhochdruckraum-Ausgangsbohrung angeordnet.
Bekannt sind für solche Druckventile insbesondere folgende Bauarten:
- Gleichraumventile, das sind dichte Ventile, die nach dem Ende der Förderung die Ableitung
eines bestimmten Volumens an Kraftstoff aus der Einspritzleitung zulassen;
- Gleichdruckventile, das sind dichte Ventile, die nach dem Ende der Förderung den in
der Einspritzleitung eingeschlossenen Kraftstoff bis zu einem bestimmten Restdruck
entlasten;
- Rückströmdrosselventile, das sind undichte Ventile, bei denen nach dem Ende der Förderung
Kraftstoff durch eine Drossel aus der Einspritzleitung entweichen kann bzw. auch umgekehrt
in die Einspritzleitung eingeleitet werden kann, wobei das Ventil in Förderrichtung
öffnet und eine ungedrosselte Verbindung freigibt.
[0005] In solchen Einspritzsystemen wird der Einspritzvorgang von Druckwellen gesteuert,
die im Leitungsweg zwischen Pumpendruckraum und Einspritzdüse hin und her laufen.
Je nach Drehzahl, Förderdauer, Einspritzleitungslänge und Kraftstoffeigenschaften
kann es dabei entweder zu einer völligen Trennung von vorlaufender Welle (die durch
die Einspritzpumpe erzeugt wird) und rücklaufender Welle (die durch die Reflexion
der vorlaufenden Druckwelle an der Einspritzdüse entsteht) oder zu einer Überlagerung
der beiden Wellen kommen. In jedem Fall verbleibt nach Ende der Förderung eine bedeutende
Druckwelle in der Einspritzleitung. Diese muß abgebaut werden, denn andernfalls würde
die Düsennadel des Einspritzventiles ein zweites Mal öffnen, mit der Folge einer Nacheinspritzung
und damit einhergehend sehr schlechten Abgas- und Verbrauchswerten. Die diesbezügliche
Entlastung der Einspritzleitung wird durch besagtes Druckventil erreicht. Dieses muß
so ausgestaltet sein, daß die Druckspritze der rückschlagenden Reflexionswelle hinreichend
stark abbaubar ist. Dabei ist es jedoch in den meisten Lastbereichen nicht vermeidbar,
daß aus der Einspritzleitung mehr Kraftstoff entlastet wird als in der Druckwelle
gespeichert ist. Dies bedeutet, daß nach Abklingen der Druckwellen die Einspritzleitung
nur noch teilweise mit Kraftstoff gefüllt ist. Zur Sicherstellung von stabilen Einspritzungen
muß aber die Einspritzleitung vor Beginn der nächsten Einspritzung mit Kraftstoff
gefüllt sein. Da die hierfür durch das Niederdrucksystem bereitgestellten Drücke in
der Regel vergleichsweise niedrig sind und in der Größenordnung zwischen 1 bis 3 bar
liegen, wird die Ventilnadel des Druckventiles nicht geöffnet, so daß die Rückfüllung
der Einspritzleitung mit Kraftstoff nur sehr langsam erfolgen kann, was sich insbesondere
im Vollastbereich nachteilig auswirkt.
[0006] Dem Problem einer verbesserten Druckentlastung ist bei der Lösung gemäß der DD-A-123689
zwar schon durch Maßnahmen an den Pumpenkolben Rechnung getragen worden, jedoch nur
in Ergänzung der hier vorhandenen Druckventile.
[0007] Solche Druckventile stellen aber - wie bekannt - sowohl wegen ihrer komplizierten
Herstellung und Montage innerhalb einer Einspritzpumpe einen nicht zu vernachlässigenden
Kostenfaktor dar.
[0008] Es ist daher Aufgabe der Erfindung, Möglichkeiten zu schaffen, mit denen unter Verzicht
auf herkömmliche Druckventile trotzdem eine sichere Kraftstoffeinspritzung erzielbar
ist.
[0009] Diese Aufgabe wird bei einem Kraftstoffeinspritzsystem der gattungsgemäßen Art erfindungsgemäß
durch die im Kennzeichen des Anspruches 1 angegebene Lehre gelöst.
[0010] Dabei wird erfindungsgemäß in der Einspritzpumpe auf den Einbau eines Druckventils
in die Ausgangsbohrung jedes Pumpenhochdruckraumes verzichtet, so daß permanent eine
durchgängige Verbindung zwischen jedem Pumpenhochdruckraum und davon abgehender Einspritzleitung
versteht. Ersatzweise wird dafür an jedem Pumpenkolben radial außen eine Drosselstelle
mit solcher Querschnittsgröße vorgesehen, daß sich nach Beendigung jeder pumpenseitigen
Kraftstofförderung im Kraftstoffweg zwischen Pumpenhochdruckraum und Steuernut sowie
von dieser über die Bohrung zum Niederdrucksystem hin ein solch gedrosselter Kraftstoffrückfluß
einstellt, daß die in der zum Pumpenhochdruckraum hin offenen Einspritzleitung auftretenden
Druckwellen unter Vermeidung einer zu starken Kraftstoffentleerung der Einspritzleitung
abbaubar sind.
[0011] Aufgrund des Vorsehens der erfindungsgemäßen Drosselstelle an den Pumpenkolben kann
in der Einspritzpumpe auf das Vorsehen herkömmlicher Druckventile verzichtet werden,
was die Einspritzpumpe vereinfacht und eine erhebliche Herstellkostenreduzierung bedeutet.
Die Herstellung der erfindungsgemäßen Drosselstelle an den Pumpenkolben verursacht
demgegenüber nur vernachlässigbare Mehrkosten.
[0012] Für die konkrete Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Drosselstelle gibt es verschiedene
Möglichkeiten. Beispielsweise kann die Drosselstelle am Übergang zwischen Stop- bzw.
Leerlaufnut und Steuernut durch eine Querschnittsverengung eingangs der Steuernut
gebildet sein. Alternativ hierzu kann die Drosselstelle Teil einer am Pumpenkolben
außen umlaufenden, mit der Steuernut und der Stop- bzw. Leerlaufnut kommunizierenden
Ringnut sein. Diese besitzt einen wesentlich geringeren Querschnitt als die Stop-
bzw. Leerlaufnut. Innerhalb dieser Ringnut ist die Drosselstelle am Übergang zwischen
Stop- bzw. Leerlaufnut und umfangmäßig davon etwas entferntem Eingangsbereich der
Steuernut gegeben.
[0013] In weiterer Alternative besteht beispielsweise auch die Möglichkeit, die Drosselstelle
durch eine von der oberen Steuerkante des Pumpenkolbens abgehende, vorzugsweise achsparallele
und an einem umfangseitigen Ende in die Steuernut ausmündende, querschnittsmäßig entsprechend
bemessende Drosselnut zu bilden. In diesem Fall darf keine Kommunikationsverbindung
zwischen Stop- bzw. Leerlaufnut und Steuernut bestehen. Die Stop- bzw. Leerlaufnut
steht nur in Leerlaufstellung des Pumpenkolben mit dem Niederdrucksystem in Verbindung.
In von der Leerlaufstellung verschiedenen Verdrehstellungen des Pumpenkolbens dagegen
erfolgt die Kommunikation zwischen Niederdrucksystem und Pumpenhochdruckraum ausschließlich
über die Steuernut und die Drosselnut.
[0014] Nachstehend ist die erfindungsgemäße Lösung anhand mehrerer in der Zeichnung dargestellter
Ausführungsbeispiele noch näher erläutert. In der Zeichnung zeigen:
- Fig. 1
- einen Vertikalschnitt durch eine Einspritzpumpe mit Pumpenkolben mit einer ersten
Ausführungsform der erfindungsgemäßen Drosselstelle,
- Fig. 2
- einen Querschnitt durch die Einspritzpumpe gemäß Fig. 1,
- Fig. 3
- einen Vertikalschnitt durch eine Einspritzpumpe mit Pumpenkolben mit einer zweiten
Ausführungsform der erfindungsgemäßen Drosselstelle,
- Fig. 4
- einen Querschnitt durch die Einspritzpumpe gemäß Fig. 3,
- Fig. 5
- einen Vertikalschnitt durch eine Einspritzpumpe mit Pumpenkolben mit einer weiteren
Variante der erfindungsgemäßen Drosselstelle, und
- Fig. 6
- einen Querschnitt durch die Einspritzpumpe gemäß Fig. 5.
[0015] In den Figuren sind gleiche bzw. einander entsprechende Teile des jeweils dargestellten
Kraftstoffeinspritzsystems mit gleichen Bezugszeichen angezogen, nämlich mit 1 ein
Pumpenzylinder einer Einspritzpumpe, mit 2 ein darin wirkender, nockengesteuerter
und durch eine Regeleinrichtung verdrehbarer Pumpenkolben, mit 3 der zugehörige Pumpenhochdruckraum,
mit 4 dessen Ausgangsbohrung, mit 5 eine an letzterer angeschlossene Einspritzleitung
und mit 6 ein aus letzterer mit Kraftstoff versorgtes Einspritzventil, das im Zylinderkopf
einer Brennkraftmaschine eingebaut ist. Jeder Pumpenkolben 2 weist generell eine obere,
stirnseitige Steuerkante 7, eine umfangseitige Mantelfläche 8, eine von der Steuerkante
7 abgehende, kolbenmantelseitig eingearbeitete Stop- bzw. Leerlaufnut 9 und eine Steuernut
10 mit oberer schräger, das Förder- und Einspritzende bestimmender Steuerkante 11
auf. Darüber hinaus mündet in jeden Pumpenzylinder 1 quer eine mit einem der Kraftstoffversorgung
und -entlastung dienenden Niederdrucksystem kommunizierende Bohrung 12 ein, die durch
die pumpenkolbenseitigen Steuerkanten 7, 11 in Verbindung mit der Pumpenkolben-Mantelfläche
8 abhängig von der Pumpenkolbenbewegung auf- und zusteuerbar ist.
[0016] Zum Zwecke des Abbaus der nach Ende der pumpenseitigen Kraftstofförderung in den
Einspritzleitungen 5 auftretenden Druckwellen / Reflexionswellen sowie zwecks Verhinderung
einer damit einhergehenden zu starken Entleerung der Einspritzleitungen 5 ist im Ersatz
bisher notwendiger Druckventile in der Einspritzpumpe gemäß der Lehre der Erfindung
an jedem Pumpenkolben 2 eine Drosselstelle 13 vorgesehen, die einen gedrosselten Rückfluß
von Kraftstoff zwischen Pumpenhochdruckraum 3 und Steuernut 10 und von dieser über
die Bohrung 12 zum Niederdrucksystem zuläßt. Der wirksame Querschnitt der Drosselstelle
ist auf den jeweiligen Anwendungsfall (Druck, Durchlaßmenge pro Zeit) angepaßt.
[0017] Dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 1 und 2 liegen Pumpenkolben 2 zugrunde, bei denen
die Steuernut 10 seitlich von der Stop- bzw. Leerlaufnut 9 abgeht. In diesem Fall
ist die Drosselstelle 13 am Übergang zwischen Stop- bzw. Leerlaufnut 9 und Steuernut
10 durch eine Querschnittsverengung eingangs der Steuernut 10 gebildet. Diese Querschnittsverengung
ist vorzugsweise so realisiert, daß der Übergangsbereich zwischen den Nuten 9 und
10 eine geringere radiale Tiefe hat und sich über die ganze Höhe der Steuernut 10
oder nur einen Teil derselben erstreckt (siehe Fig. 2). Erzeugt wird diese Art der
Drosselstelle durch entsprechendes Einfräsen oder Einschleifen der betreffenden Vertiefung
in die Pumpenkolben-Mantelfläche 8 entweder separat oder bei Herstellung der Steuernut
10.
[0018] Beim Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 3 und 4 ist am Pumpenkolben 2 eine außen umlaufende
Ringnut 14 gegeben, die sowohl mit der Steuernut 10 als auch der Stop- bzw. Leerlaufnut
9 kommuniziert und einen wesentlich geringeren Querschnitt als letztere aufweist.
In diesem Fall ist die erfindungsgemäße Drosselstelle 13 Teil dieser Ringnut 14 und
innerhalb dieser am Übergang zwischen Stopbzw. Leerlaufnut 9 und umfangsmäßig davon
etwas beabstandetem Eingangsbereich der Steuernut 10 gegeben.
[0019] Dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 5 und 6 liegen Pumpenkolben 2 zugrunde, bei denen
keine Kommunikationsverbindung zwischen Stop- bzw. Leerlaufnut 9 und Steuernut 10
besteht. Die Stop- bzw. Leerlaufnut 9 steht nur in Leerlaufstellung des Pumpenkolbens
2 über die Bohrung 12 mit dem Niederdrucksystem in Kommunikation. In diesem Fall ist
die Drosselstelle 13 durch eine von der oberen Steuerkante 7 des Pumpenkolbens 2 abgehende,
vorzugsweise achsparallele und an einem umfangsseitigen, vorzugsweise jenem weiter
von der Stop- bzw. Leerlaufnut 9 entfernten Ende der Steuernut 10 in diese ausmündende
Drosselnut 15 gebildet, deren Querschnitt dem angestrebten Zweck entsprechend bemessen
und wesentlich kleiner als jener der Stop- bzw. Leerlaufnut 9 ist. Über diese Drosselnut
15 und die Steuernut 10 erfolgt auch die Kommunikation zwischen Niederdrucksystem
und Pumpenhochdruckraum 3 in allen von der Leerlaufstellung verschiedenen Verdrehstellungen
des Pumpenkolbens 2.
[0020] Unabhängig von der jeweiligen Ausgestaltung der Drosselstelle 13 wird deren wirksamer
Querschnitt so bestimmt, daß keine wesentliche Verlangsamung des Druckabfalls nach
Förderende erfolgt und daß die im Anschluß an einen Einspritzvorgang in den Einspritzleitungen
5 auftretenden sowie in den Pumpenhochdruckräumen 3 ankommenden Reflexionswellen so
gedrosselt werden, daß einerseits die Einspritzleitungen nicht zu stark entleert werden,
andrerseits aber auch keine zweite Öffnung der jeweiligen Einspritzdüse auftreten
und somit ein Nachspritzen von Kraftstoff vermieden werden kann. Die Entlastungswirkung
der Drosselstelle 13 ist in jedem Fall optimal an die Verhältnisse der Brennkraftmaschine
anpaßbar. Aufgrund des Vorsehens der Drosselstelle 13 und deren Bemessung sind außerdem
über den gesamten Lastbereich der Brennkraftmaschine die Verhältnisse für die Wiederfüllung
der Einspritzleitungen zwischen zwei Einspritzungen eindeutig definiert.
1. Kraftstoffeinspritzsystem mit einer Einspritzpumpe, durch deren nockengesteuerte Pumpenkolben
(2) über jeweils einen Pumpenhochdruckraum (3) und eine ausgangs desselben abgehende
Einspritzleitung (5) Kraftstoff zu einem Einspritzventil (6) einer Brennkraftmaschine
förderbar ist, wobei jeder Pumpenkolben durch eine Regeleinrichtung verdrehbar ist
und eine obere, stirnseitige Steuerkante (7) sowie kolbenmantelseitig eine seitliche,
von letzterer abgehende achsparallele Stop- bzw. Leerlaufnut (9) und eine Steuernut
(10) mit oberer schräger, das Förder- und Einspritzende bestimmender Steuerkante (11)
aufweist, und wobei in jeden Pumpenzylinder eine mit dem Niederdrucksystem kommunizierende,
durch die pumpenkolbenseitigen Steuerkanten in Verbindung mit der Pumpenkolbenmantelfläche
auf- und zusteuerbare Bohrung (12) einmündet, dadurch gekennzeichnet, daß in der Einspritzpumpe
auf den Einbau eines Druckventils in die Ausgangsbohrung (4) jedes Pumpenhochdruckraumes
(3) verzichtet ist, also eine permanent durchgängige Verbindung zwischen jedem Pumpenhochdruckraum
(3) und davon abgehender Einspritzleitung (5) besteht, dafür aber ersatzweise an jedem
Pumpenkolben (2) radial außen eine Drosselstelle (13) mit solcher Querschnittsgröße
vorgesehen ist, daß sich nach Beendigung jeder pumpenseitigen Kraftstofförderung im
Kraftstoffweg zwischen Pumpenhochdruckraum (3) und Steuernut (10) sowie von dieser
über die Bohrung (12) zum Niederdrucksystem hin ein solch gedrosselter Kraftstoffrückfluß
einstellt, daß die in der zum Pumpenhochdruckraum (3) hin offenen Einspritzleitung
(5) auftretenden Druckwellen unter Vermeidung einer zu starken Kraftstoffentleerung
der Einspritzleitung (5) abbaubar sind.
2. Kraftstoffeinspritzsystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Drosselstelle
(13) am Übergang zwischen Stop- bzw. Leerlaufnut (9) und Steuernut (10) durch eine
Querschnittsverengung eingangs der Steuernut (10) gebildet ist.
3. Kraftstoffeinspritzsystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Drosselstelle
(13) Teil einer am Pumpenkolben (2) außen umlaufenden sowie mit der Steuernut (10)
und der Stop- bzw. Leerlaufnut (9) kommunizierenden, einen wesentlich geringeren Querschnitt
als letztere aufweisenden Ringnut (14) und innerhalb dieser am Übergang zwischen Stop-
bzw. Leerlaufnut (9) und umfangmäßig davon etwas entfernten Eingangsbereich der Steuernut
(10) gegeben ist.
4. Kraftstoffeinspritzsystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Drosselstelle
(13) durch eine von der oberen Steuerkante (7) des Pumpenkolbens (2) abgehende, vorzugsweise
achsparallele und an einem umfangseitigen Ende in die Steuernut (10) ausmündende,
querschnittsmäßig entsprechend bemessende Drosselnut (15) gebildet ist, in welchem
Fall keine Kommunikationsverbindung zwischen Steuernut (10) und Stop- bzw. Leerlaufnut
(9) besteht und die Kommunikationsverbindung zwischen Niederdrucksystem (Bohrung 12)
und Pumpenhochdruckraum (3) in von Leerlauf verschiedenen Betriebsstellungen des Pumpenkolbens
(2) ausschließlich über die Steuernut (10) und die Drosselnut (15) erfolgt.
1. Fuel injection system with an injection pump, by means of whose cam-controlled pump
pistons (2) fuel can be conveyed in each case via a pump high pressure chamber (3)
and an injection line (5) leading from the outlet of said chamber to an injection
valve (6) of an internal combustion engine, each pump piston being rotatable by means
of a control device and comprising an upper control edge (7) on the end face as well
as a lateral stop or idler groove (9) extending axially parallel from the control
edge on the piston skirt surface, and a control groove (10) with an upper, inclined
control edge (11) defining the conveying and injection end, and a bore (12), which
communicates with the low pressure system and can be controlled to open and close
by the control edges on the pump piston in connection with the pump piston skirt surface,
opens into each pump cylinder,
characterised in that the fitting of a pressure valve in the outlet bore (4) of each
pump high pressure chamber (3) is dispensed with in the injection pump, i.e. there
is a permanent through connection between each pump high pressure chamber (3) and
the injection line (5) leading therefrom but as an alternative a throttle site (13)
is provided radially on the outside of each pump piston (2), the cross section of
said throttle site (13) being such that, at the end of each fuel conveyance by the
pump, a throttled fuel backflow is produced in the fuel path between the pump high
pressure chamber (3) and the control groove (10) and from the latter via the bore
(12) to the low pressure system in such a manner that the pressure waves generated
in the injection line (5) open towards the pump high pressure chamber (3) can be reduced,
thereby preventing excessive fuel discharging of the injection line (5).
2. Fuel injection system according to claim 1,
characterised in that the throttle site (13) is formed at the transition between the
stop or idler groove (9) and the control groove (10) by a cross-sectional constriction
at the entrance to the control groove (10).
3. Fuel injection system according to claim 1,
characterised in that the throttle site (13) is part of an annular groove (14), which
runs around the outside of the pump piston (2), communicates with the control groove
(10) and the stop or idler groove (9) and has a substantially smaller cross section
than the latter, and the throttle site (13) lies within the annular groove (14) at
the transition between the stop or idler groove (9) and the inlet region of the control
groove (10) lying circumferentially at a distance from the stop or idler groove (9).
4. Fuel injection system according to claim 1,
characterised in that the throttle site (13) is formed by throttle groove (15), which
extends from the upper control edge (7) of the pump piston (2), preferably axially
parallel, opens into the control groove (15) at a circumferential end and is dimensioned
with a corresponding cross section, in which case no communication connection is provided
between the control groove (10) and the stop or idler groove (9) and the communication
connection between the low pressure system (bore 12) and the pump high pressure chamber
(3) in operating conditions of the pump piston (2) other than idling is effected exclusively
via the control groove (10) and the throttle groove (15).
1. Système d'injection de carburant comprenant une pompe d'injection dont le piston (2),
commandé par des cames, transfère chaque fois par une chambre haute pression de pompe
(3) et une conduite d'injection (5) partant de sa sortie, du carburant à un injecteur
(6) d'un moteur à combustion interne,
chaque piston de pompe pouvant être tourné par une installation de réglage et une
arête de commande, supérieure frontale (7), de même que du côté de l'enveloppe du
piston, une rainure d'arrêt ou de ralenti (9), latérale, d'axe parallèle au piston
et partant de l'arête de commande et une rainure de commande (10) avec des arêtes
de commande (11), inclinées, de transfert ou d'injection, et dans chaque cylindre
de pompe il y a un perçage (12) commandé à l'ouverture et à la fermeture par l'arête
de commande portée par le piston de pompe en liaison avec la surface-enveloppe du
piston de pompe,
caractérisé en ce que
dans la pompe d'injection il n'y a pas de soupape de pression dans le perçage de sortie
(4) du volume haute pression (3) de la pompe, c'est-à-dire qu'il y a une liaison ouverte
en permanence entre chaque chambre haute pression de pompe (3) et la conduite d'injection
(5) qui en part, mais en remplacement, au niveau de chaque piston de pompe (2), radialement
vers l'extérieur, il y a un point d'étranglement (13) avec une taille de section telle
qu'après la fin des travaux, chaque transfert de carburant du côté de la pompe, dans
le chemin du carburant, entre la chambre haute pression (3) de la pompe et la rainure
de commande (10) ainsi qu'à partir de celles-ci, par le perçage (12) allant vers le
système basse pression, il est réglé un retour de carburant étranglé pour que la conduite
d'injection (5), ouverte en direction de la chambre haute pression (3) de la pompe,
puisse recevoir l'onde de pression en évitant une évacuation trop forte du carburant
hors de la conduite d'injection (5).
2. Système d'injection de carburant selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
le point d'étranglement (13) est prévu à la jonction entre la rainure d'arrêt ou de
ralenti (9) et la rainure de commande (10) et correspond à un rétrécissement de section
d'entrée de la rainure de commande (10).
3. Système d'injection de carburant selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
le point d'étranglement (13) fait partie d'une rainure annulaire périphérique extérieurement
sur le piston de pompe (2) et communiquant avec la rainure de commande (10) et avec
la rainure d'arrêt ou de ralenti (9), et présente une section beaucoup plus faible
que celle de la rainure annulaire (14) et, à l'intérieur de cette zone, elle est donnée
entre la rainure d'arrêt et la rainure de ralenti (9) et à la périphérie elle se trouve
sensiblement dans la zone d'entrée éloignée de la rainure de commande (10).
4. Système d'injection de carburant selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
le point d'étranglement (13) est formé par une rainure d'étranglement (15) partant
de l'arête de commande (7) supérieure du piston de pompe (2) en étant de préférence
d'axe parallèle et débouchant à une extrémité périphérique dans la rainure de commande
(10), cette rainure de commande ayant une section correspondant à celle de la rainure
d'étranglement (15) et au cas où il n'y a pas de liaison de communication entre la
rainure de commande (10) et la rainure d'arrêt et de ralenti (9) et la liaison de
communication se fait entre le système basse pression (perçage 12) et la chambre haute
pression (3) de la pompe dans les positions de fonctionnement décrites pour le ralenti,
pour le piston de pompe (2) qui se fait exclusivement par la rainure de commande (10)
et la rainure d'étranglement (15).
