Stand der Technik
[0001] Die Erfindung geht aus von einer Verbindungsvorrichtung für Zündanlagen von Kraftfahrzeugen
nach der Gattung des Anspruchs 1. Eine solche Verbindungsanordnung ist durch die DE
36 09 475 A1 bekannt. Der dort zur Kontaktierung mit dem Anschluß einer Zündvorrichtung
vorgesehene Anschlußstecker weist einen Zündkabelstecker und eine Ummantelung auf,
die den Zündkabelstecker teilweise umgibt und der ein als Anschlußschuh bezeichnetes
Anschlußteil zur Fixierung des Zündkabels über dessen Isolationsmantel aufweist.
[0002] Als weiteren Teil des Zündkabelsteckers ist ein Anschlußstift als elektrisches Verbindungsstück
zwischen dem Leiter des Zündkabels und einem weiteren Teil des Zündkabelsteckers,
das als vorspringender Bereich bezeichnet ist und die Funktion eines Kontaktteils
zum Anschluß an der Zündvorrichtung hat, enthalten.
[0003] Die Ummantelung aus einem elastischen elektrischen Isolationsstoff ist um den Zündkabelstecker
herum gespritzt oder nachträglich auf ihm montiert.
[0004] Zur Kopplung des Anschlußsteckers mit dem Anschluß der Zündvorrichtung ist es erforderlich,
Anschlußstecker und Anschluß achsgleich zu positionieren und gerichtet zusammenzustecken.
[0005] Eine solchermaßen ausgebildete Verbindungsvorrichtung ist nur zeitaufwendig koppelbar;
sie enthält als wesentlichen Teil einen Anschlußstecker, der aus vielen Teilen zusammengesetzt
ist, so daß ein hoher Herstell- und Montageaufwand erforderlich ist und die Verbindungsvorrichtung
nur kostenintensiv zu verwirklichen ist.
Vorteile der Erfindung
[0006] Die erfindungsgemäße Verbindungsvorrichtung für Zündanlagen von Kraftfahrzeugen hat
demgegenüber den Vorteil, daß die zuvor erwähnte Unzulänglichkeit vermieden wird.
Dazu ist der Anschlußstecker der Verbindungsvorrichtung nur aus zwei Teilen, der Ummantelung
und dem einteiligen Zündkabelstecker zusammengesetzt, wobei an dem Zündkabelstecker
sowohl der Isolationsmantel als auch der Leiter des Zündkabels gleichartig angeschlossen
werden kann und die Lagezuordnung der Ummantelung zu dem Zündkabelstecker über einen
Preßsitz der Ummantelung auf dem Zündkabel erfolgt.
[0007] Durch das den Anschluß umgebende Führungselement ist ein Aufstecken des Anschlußsteckers
auch bei nicht fluchtender Anordnung zum Anschluß möglich. Mit der unmittelbaren Fixierung
der Ummantelung auf dem Zündkabel muß diese in der innenliegenden Kontur nicht dem
stufigen Verlauf des Zündkabelsteckers angepaßt werden, sondern nur eine einfach herzustellende
Ausnehmung aufweisen.
[0008] Eine derart ausgebildete Verbindungsvorrichtung ist kostengünstig herstellbar und
ermöglicht auch unter grobtoleranten Fügebedingungen kurze Montagezeiten.
Zeichnung
[0009] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung in Schnittdarstellungen
gezeigt und in der Figurenbeschreibung näher erläutert. Es zeigt die Figur 1 den Anschlußstecker
der Verbindungsvorrichtung, die Figur 2 das Zusammenfügen der Verbindungsvorrichtung
bei nicht fluchtender Anordnung zwischen Anschluß und Anschlußstecker und Figur 3
eine zusammengefügte Verbindungsvorrichtung.
Beschreibung des Ausführungsbeispiels
[0010] Eine Verbindungsvorrichtung für Zündanlagen von Kraftfahrzeugen nach den Figuren
1 bis 3 zur Herstellung einer elektrischen Verbindung zwischen einem Zündkabel 11
und einer Zündvorrichtung 12 des Kraftfahrzeugs enthält folgende Hauptmerkmale: ein
Anschlußstecker 13, der aus einem Zündkabelstecker 14, an den das Zündkabel 11 angeschlossen
ist und aus einer Ummantelung 16 besteht sowie ein Anschluß 17 der Zündvorrichtung
12, der von einem Führungselement 18 umgeben ist.
[0011] Der Zündkabelstecker 14 ist im wesentlichen als einteiliges Blechbiegeteil ausgebildet
und weist einen U-förmig gebogenen Anschlußbereich 19 mit einem ersten Anschlußabschnitt
21 und einem zweiten Anschlußabschnitt 22 sowie einen hülsenförmigen Kontaktabschnitt
23 auf. Im Anschlußbereich 19 wird durch Crimpen, d. h. durch elastisch rückfederungsfähige
Verformungen von Randabschnitten des Zündkabelsteckers 14 Verbindungen zu dem Zündkabel
11 hergestellt. In nicht näher dargestellter Weise werden dabei im ersten Anschlußabschnitt
21 erste Blechlappen 24 in einen Isolationsmantel 26 des Zündkabels 11 und im zweiten
Anschlußabschnitt 22 zweite Blechlappen 27 in einen litzenförmigen Leiter 28 des Zündkabels
11 kraftschlüssig eingepreßt. Die Blechlappen 23, 26, die paarweise symmetrisch zu
einer Längsachse 29 des Zündkabelsteckers 14 angeordnet sind, umschließen nach dem
Crimpvorgang im wesentlichen die zugeordneten Abschnitte des Zündkabels 11.
[0012] Der Kontaktabschnitt 23, der sich an den zweiten Anschlußabschnitt 22 anschließt,
weist an seinem freien Ende eine Anschlußöffnung 31 auf, die umfangsseitig von einer
Wandung 32 begrenzt ist. Über einen Teil des Umfangs ist die Wandung 32 von einem,
rechtwinklig zur Längsachse 29 des Zündkabelsteckers 14 gerichteten Schlitz 33 durchtrennt.
In diesem ist ein Rastverbindungselement 34 in Form einer umfangsseitig auffederungsfähigen
Bügelfeder gelagert und dabei durch, aus der Wandung 32 heraustretenden Rastwarzen
36 gegen axiales Abstreifen gesichert. Im Bereich des Schlitzes 33 ragt das Rastverbindungselement
34 mit einem Teil seiner Umfangserstreckung in den Kontaktabschnitt 23 hinein.
[0013] Die Ummantelung 16 ist aus Gummi oder einem anderen elastischen Material gefertigt
und hat annähernd die Form eines Kreiszylinders mit einer gestuften, axial verlaufenden
Durchgangsbohrung 37. Der radial engere Teil der Durchgangsbohrung 37 ist in seinem
Durchmesser so bemessen, daß er nur mit starker Aufweitung unter Einsatz eines Gleitmittels
auf den Isolationsmantel 26 des Zündkabels 11 aufgebracht werden kann. Durch die Rückfederungskräfte
des aufgeweiteten Teils der Ummantelung nach aufgehobener Aufweitung und dem Ausdampfen
des Gleitmittels ist die Ummantelung 16 in nicht mehr verschiebbarer Weise in einer
vorbestimmten Stellung auf dem Zündkabel 11 gelagert.
[0014] Der radial weitere Teil der Durchgangsbohrung 37 weist einen Durchmesser auf, der
das Aufschieben des im wesentlichen durch Ummantelung 16 und Zündkabelstecker 14 gebildeten
Anschlußsteckers 13 auf das den Anschluß 17 der Zündvorrichtung koaxial umgebende
und dessen freies Ende überragende Führungselement 18, das in der Art einer domförmigen
Steckeraufnahme ausgebildet ist, ermöglicht. Dieser Teil der Durchgangsbohrung 37
umgibt mit einem hohlzylinderförmigen Zwischenraum 38 im wesentlichen den Anschlußbereich
19 und den Kontaktabschnitt 23.
[0015] Der Anschluß 17 ist als ein symmetrisch zu einer Achse 39 angeordneter, aus der Zündvorrichtung
12 ragender Rundbolzen ausgebildet. Er weist einen im Durchmesser konstanten, in den
Kontaktabschnitt 23 einfügbaren Schaft 41, eine den Schaft 41 teilende umlaufende
Rastnut 42 und an seinem freien Ende eine Kuppe 43 auf.
[0016] Zur Kopplung des Anschlußsteckers 13 mit dem Anschluß 17 wird in einem ersten Bewegungsschritt
die Ummantelung 16 mit ihrem, dem Kontaktabschnitt 23 benachbarten offenen Ende auf
das Führungselement 18 aufgeschoben, bis die Anschlußöffnung 31 des Kontaktabschnitts
23 an der Kuppe 43 angelangt ist.
[0017] Liegt in dieser Stellung, die in Figur 2 dargestellt ist, ein Winkelversatz zwischen
der Längsachse 29 des Zündkabelsteckers 14 und der Achse 39 des Anschlusses 17 vor,
so ist dessen ungeachtet eine selbstfindende Kopplungsstellung zwischen Zündkabelstecker
14 und Anschluß 17 vorhanden. Dies ist durch die lichte Weite des Führungselements
18 bedingt, die so bemessen ist, daß der Kontaktabschnitt 23 des Zündkabelsteckers
14 an zwei zueinander versetzt liegenden Punkten seiner äußeren Begrenzung an zugeordneten
Punkten der inneren Begrenzung des Führungselements 18 anstößt, dadurch die Schräglage
des Zündkabelsteckers 14 begrenzt wird und in dieser Lagezuordnung der größere Teil
der Kuppe 43 an der Anschlußöffnung 31 anliegt, so daß bei einem weitergeführten zweiten
Bewegungsschritt der Kontaktabschnitt 23 über die Kuppe 43 auf den Schaft 41 aufgleitet,
bis das Rastverbindungselement 34 in die Rastnut 42 einrastet, wie in der Figur 3
dargestellt. Für eine unlösbare Verbindungsvorrichtung ist die Querschnittsfläche
der Rastnut 42 rechteckförmig, für eine alternative lösbare Verbindungsvorrichtung
hingegen, vom Nutgrund aus sich erweiternd, trapezförmig.
[0018] Mit der beschriebenen Verbindungsvorrichtung ist es möglich, ein Zündkabel 11 in
einem Zündkabelstecker 14 sowohl am Isolationsmantel 26 als auch am Leiter 28 gleichartig
zu fixieren, über das Zündkabel 11 eine Lagezuordnung zwischen der Ummantelung 16
und dem Zündkabelstecker 14 und damit einen einfach aufgebauten, kostengünstigen Anschlußstecker
13 herzustellen, dessen Kopplung mit dem Anschluß 17 der Zündvorrichtung 12 zwangszentriert
erfolgt, so daß die Verbindungsvorrichtung unter grobtoleranten Fügebedingungen mit
kurzen Montagezeiten herstellbar ist.
1. Verbindungsvorrichtung für Zündanlagen von Kraftfahrzeugen zur Herstellung einer elektrischen
Verbindung zwischen einer Zündvorrichtung (12) des Kraftfahrzeugs und wenigstens einem
Zündkabel (11), mit einem Anschlußstecker (13), der aus einem Zündkabelstecker (14)
und einer Ummantelung (16) gebildet ist, der Zündkabelstecker (14) ein Anschlußbereich
(19) für das Zündkabel (11) und einen Kontaktabschnitt (23) zur Kopplung mit einem
Anschluß (17) der Zündvorrichtung (12) aufweist und die aus elastischem elektrischem
Isolierstoff bestehende Ummantelung (16) den Zündkabelstecker (14) und das Zündkabel
(11) zumindest teilweise umgibt, dadurch gekennzeichnet, daß der Zündkabelstecker
(14) des Anschlußsteckers (13) einstückig ausgeführt ist, der Anschlußbereich (19)
einen ersten Anschlußabschnitt (21) für einen Isolationsmantel (26) und einen zweiten
Anschlußabschnitt (22) für einen Leiter (28) des Zündkabels (11) aufweist, die Ummantelung
(16) des Anschlußsteckers (13) kraftschlüssig auf dem Zündkabel (11) gehalten ist,
der Kontaktabschnitt (23) über ein Rastverbindungselement (34) mit dem Anschluß (17)
verbindbar ist, der Anschluß (17) von mindestens einem Führungselement (18) umgeben
ist, durch das bei einer Einführung des Zündkabelsteckers (14) dessen Kontaktabschnitt
(23) in eine selbstfindende Kopplungsstellung mit dem Anschluß (17) bringbar ist.
2. Verbindungsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Zündkabelstecker
(14) als Blechbiegeteil und jedes der beiden Anschlußabschnitte (21, 22) als Crimpverbinder
ausgebildet ist.
3. Verbindungsvorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Montage des
aus Gummi oder einem anderen elastischen, elektrisch nicht leitenden Material bestehenden
Ummantelung (16) auf dem Zündkabel (11) unter starker Aufweitung des zugeordneten
Teils der Ummantelung (16) und dem Zusatz eines Gleitmittels erfolgt.
4. Verbindungsanordnung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Gleitmittel
ausdampfbar ist.
5. Verbindungsanordnung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Anschluß (17)
Bolzenform hat, an seinem freien Ende eine Kuppe (43) angeformt ist, das Führungselement
(18) domförmig den Anschluß (17) axial über die Kuppe (43) hinaus überragt, wobei
bei einem, an der Kuppe (43) anliegendem hülsenförmigen Kontaktabschnitt (23) des
Zündkabelsteckers (14) das Führungselement (18) eine Querlage des Zündkabelsteckers
(14) derart begrenzt, daß der größere Teil der Kuppe (43) an einer Anschlußöffnung
(31) des Kontaktabschnitts (23) anliegt.