[0001] Verfahren und Gießanlagen zur automatischen Herstellung eines Lippenstiftes ohne
pflegenden Innenkern sind bereits bekannt.
[0002] Die bekannten Gießanlagen bestehen im wesentlichen aus einem feststehendem Tischteil,
einem getaktet drehbaren Gießtisch mit zweireihig radial angeordneten Gießformen,
Einrichtungen zum dosierten Einfüllen und Temperieren der Gießmasse, zur Heizung und
Kühlung der Gießformen sowie zum Ausstoßen des geformten Gegenstandes mittels Druckluft.
[0003] Nach den bekannten Verfahren werden die Gießformen mittels eines temperierten Wasserumlaufes
gewärmt und die geschmolzene Gießmasse mittels einer Tauchdüse in diese eingebracht.
Die Gießformen werden nunmehr bis zur Verfestigung der Gießmasse gekühlt, der gegossene
Lippenstift danach mittels Druckluft aus der Gießform ausgeworfen und zugleich der
Fuß des Lippenstiftes in einen Lippenstifthalter eingebracht.
[0004] Mit diesen bekannten Verfahren und Gießanlagen ist die Herstellung eines Lippenstiftes
mit pflegendem Innenkern nicht ohne weiteres möglich.
[0005] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die bekannten Verfahren und Gießanlagen
in der Art auszubilden, daß eine automatische, variierbare und kostengünstige Herstellung
eines Lippenstiftes mit pflegendem Innenkern ermöglicht wird.
[0006] Diese Aufgabe wird durch die im Anspruch 1 und im Kennzeichen des Anspruchs 2 genannten
Merkmale gelöst. Zweckmäßige Ausgestaltungen der Gießanlage sind in den Ansprüchen
3 bis 5 offenbart.
[0007] Die Vorteile der Erfindung bestehen darin, daß durch die Ausbildung der Einsatzvorrichtung
und der Aufnahmesektoren eine exakte horizontale Fixierung in Bereitstellungsposition
bzw. in Gießposition und eine vertikale Führung während des Anlüftens gewährleistet
wird. Durch die Anlüftung der Einsatzvorrichtung in zwei Phasen wird der Spalt zwischen
einem Kerneinsatz und dem gegossenen Lippenstift-Außenmantel schrittweise in Abhängigkeit
vom Kristallisationsprozeß so vergrößert, daß der gegossene Lippenstift-Außenmantel
beim Anlüften nicht mit aus der Gießform gezogen wird.
Das Einbringen der Kerngießmasse in den Kernhohlraum und das Anschmelzen der Kopfzone
des Lippenstift-Außenmantels in Abhängigkeit vom Kristallisationsprozeß des Lippenstift-Außenmantels
bzw. des Innenkernes und das Unterfüllen des Innenkernes gewährleistet eine stoffliche
Bindung der beiden Gießmassen im Fußbereich des Lippenstiftes und damit eine ausreichende
Verankerung des Innenkernes im Lippenstift-Außenmantel. Damit wird es möglich, die
nachfolgende Entformung des Lippenstiftes aus der Gießform mittels Druckluft problemlos
durchführen zu können.
[0008] Die Erfindung soll nachstehend an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert werden.
In der dazugehörigen Zeichnung zeigen:
- Fig. 1 -
- eine Lippenstif-Gießanlage zur automatischen Herstel lung eines Lippenstiftes mit
pflegendem Innenkern in Draufsicht;
- Fig. 2 -
- die Vorderansicht einer in die Gießformen eingesetz ten Einsatzvorrichtung im Schnitt;
- Fig. 3 -
- die Anordnung der Gießformen eines Sektors im Gieß tisch in Draufsicht;
- Fig. 4 -
- die Draufsicht einer in die Gießformen eines Sektors eingesetzen Einsatzvorrichtung;
- Fig. 5 -
- die Vorderansicht einer Einsatzvorrichtung in Bereit stellungsposition, teilweise
im Schnitt;
- Fig. 6 -
- die Anordnung der Aufnahmebohrungen und der Aufnahme bolzen eines Aufnahmesektors
in Draufsicht;
- Fig. 7 -
- den Schnitt A - A nach Fig. 5.
[0009] Wie aus der Fig. 1 ersichtlich ist, besteht die Lippenstift-Gießanlage aus einem
getaktet drehbaren Gießtisch 1, der peripher von einem feststehenden Tischteil 2 umgeben
ist. Der Antrieb dieses Gießtisches 1 und der dazugehörigen Steuerwelle erfolgt in
bekannter Weise über einen in der Geschwindigkeit stufenlos regelbaren Getriebemotor,
wobei der Gießtisch 1 mit einer einheitlichen Taktfrequenz gedreht wird, deren Taktzeit
entsprechend der Zusammensetzung der Gießmasse und anderer Gießparameter elektronisch
einstellbar ist. Im Randbereich des Gießtisches 1 sind insgesamt 180 Gießformen 3
in zwei Reihen angeordnet. Dabei ragen die Gießformenbünde 4, d. h. die oberen Enden
der Gießformen 3 aus der Ebene des Gießtisches 1 heraus, wie das in Fig. 2 dargestellt
ist. Parallel und fluchtend zu den zweireihig radial angeordneten Gießformen 3 sind
in dem drehbaren Gießtisch 1 zwei Reihen von Aufnahmebohrungen 5 ausgebildet, die
zur zeitweisen Aufnahme einer Einsatzvorrichtung 6 dienen (Fig. 1,5 und 7). Mit Hilfe
dieser Einsatzvorrichtung 6 wird bei der Durchführung des Herstellungsverfahrens im
Inneren des Lippenstift-Außenmantels der Hohlraum für den pflegenden Innenkern ausgebildet,
was im einzelnen noch erläutert wird.
[0010] Jeweils sechs dieser Aufnahmebohrungen 5 bilden einen Aufnahmesektor 7, in dem die
Einsatzvorrichtung 6 in Bereitstellung positioniert ist (Fig. 6). Alle Aufnahmebohrungen
5 weisen einen gleichen Durchmesser auf. Die mittlere Aufnahmebohrung 5 der unteren
Reihe ist zusätzlich mit einer Hülse 8 versehen, deren Durchmesser und Überstand zur
Ebene des Gießtisches 1 der Anordnung und Ausbildung der Gießformen 3 entspricht (Fig.
2 und 3). In der oberen Reihe eines jeden Aufnahmesektors 7 ist zwischen der mittleren
und linken bzw. rechten Aufnahmebohrung 5 je ein Lagebestimmelement in Form eines
Aufnahmebolzens 9 vorgesehen, der mit einer in der Einsatzvorrichtung 6 ausgebildeten
Nut 10 in Eingriff steht.
[0011] In den Figuren 2, 4, 5 und 7 ist der Aufbau der Einsatzvorrichtung 6 dargestellt.
Eine solche Einsatzvorrichtung 6 besteht aus einer trapezförmigen Platte 11 mit 6
Kerneinsätzen 12, deren oberes Ende in der Platte 11 befestigt und durch diese bündig
hindurchgeführt ist. Die Kerneinsätze 12 sind in der Platte 11 so angeordnet, daß
die Abstände ihrer Mittellinien den Mittellinienabständen der Gießformen 3 entsprechen.
Der Außenmantel der Kerneinsätze 12 ist leicht konisch ausgebildet. Zweckmäßigerweise
beträgt der obere Außendurchmesser 5,5 mm und der untere Außendurchmesser 5 mm.
Entlang der Mittellinie eines jeden Kerneinsatzes 12 ist eine Entlüftungsbohrung 13
eingebracht. Der Durchmesser dieser Entlüftungsbohrung 13 beträgt 30 bis 40 % des
mitteleren Außendurchmessers eines Kerneinsatzes 12. Vorzugsweise weist die Entlüftungsbohrung
13 einen Durchmesser von 2 mm auf.
Die aus der Unterseite der Platte 11 herausragende Länge der Kerneinsätze 12 ist größer,
vorzugsweise um 0,5 mm größer als die mittlere Tiefe der Gießformen 3. Das untere
Ende eines jeden Kerneinsatzes 12 weist eine Schräge auf, die der Neigung des Bodens
der Gießformen 3 entspricht (Fig. 2). Auf der Unterseite der Platte 11 sind sechs
Aussparungen 14 bis 19 sowie zwei Nuten 10 ausgebildet (Fig. 7). Die Aussparungen
14 bis 19 dienen einerseits zur Aufnahme der Gießformbünde 4 und damit zur horizontalen
Positionierung der Einsatzvorrichtung 6 nach dem Einsetzen in einen Sektor von sechs
Gießformen 3. Andererseits erfolgt durch die Aussparung 15 und die zwei Nuten 10 eine
horizontale Positionierung der Einsatzvorrichtung 6 während der Bereitstellungsposition
innerhalb eines Aufnahmesektors 7. In der Platte 11 ist weiterhin im Bereich zwischen
dem Außenmantel eines Kerneinsatzes 12 und dem Innendurchmesser einer Gießform 3 jeweils
eine Füllöffnung 20 vorgesehen, durch die die Gießmasse für den farbgebenden Außenmantel
in die Gießform 3 eingebracht wird.
[0012] Die hintere und vordere Stirnfläche der Platte 11 trägt ein bzw. zwei Spitzsenkungen
21 für den Eingriff zweier auf dem feststehenden Tischteil 2 angeordneter Handlingsgeräte
22 und 23.
Als weitere Bestandteile der Lippenstift-Gießanlage sind vor dem Handlingsgerät 22
im Bereich der zweireihigen Aufnahmebohrungen 5 unterhalb des Gießtisches 1 zwei auf
die Kerneinsätze 12 gerichtete, einstellbare Sprühdüsen (in der Zeichnung nicht dargestellt)
sowie vor dem Handlingsgerät 22 auf dem feststehenden Tischteil 2 eine Sprüheinheit
24 mit zwei vertikal bewegbaren, einstellbaren Sprühdüsen angeordnet.
Ferner befinden sich zwischen dem Handlingsgerät 22 und 23 in Drehrichtung des Gießtisches
1 auf dem feststehenden Tischteil 2 nacheinander eine Einrichtung 25 zum dosierten
Füllen der Gießformen 3 mit Gießmasse für den farbgebenden Lippenstift-Außenmantel
mit zwei vertikal bewegbaren Tauchdüsen, ein in Richtung des Gießtischmittelpunktes
ausgerichteter Pneumatikzylinder 26 mit einer ausfahrbaren Kolbenstange 27 und mit
einem keilförmigen Kunststoffkörper 28, der mit der Kolbenstange 27 verbunden ist,
sowie eine geneigte Ebene 29 mit einem Neigungswinkel von 2°.
An das Handlingsgerät 23 schließt sich in Drehrichtung des Gießtisches 1 eine, in
der Zeichnung nicht dargestellte Einrichtung zur optischen Kontrolle der Kerneinsätze
12, eine Einrichtung 30 zum dosierten Füllen des durch die Kerneinsätze 12 gebildeten
Hohlraumes mit Kerngießmasse sowie eine Anschmelzeinheit 31 mit einem Infrarot-Heizstab
an. Diese vorgenannten Einrichtungen sind ebenfalls auf dem feststehenden Tischteil
2 installiert und reichen in den Randbereich des Gießtisches 1 hinein.
Der untere Teil des Gießtisches 1 ist durch einen sich gegenläufig drehenden Drehtisch
32 überlagert, in dessen äußeren Randbereich Lippenstifthalter 33, die allgemein auch
als Pomadenhalter bezeichnet werden, eingelegt sind. Dieser Drehtisch 32 arbeitet
mit der gleichen Taktfrequenz wie der Gießtisch 1 und ist so angeordnet, daß sich
während eines Taktes stets zwei Lippenstifthalter 33 über zwei Gießformen 3 mit den
gegossenen Lippenstiften befinden. Unterhalb dieser vorgenannten zwei Gießformen 3
ist eine an sich bekannte pneumatische Auswurfeinheit installiert, die in der Zeichnung
aber nicht dargestellt ist.
[0013] Die Herstellung eines Lippenstiftes mit pflegendem Innenkern erfolgt auf folgende
Weise:
[0014] Zu Beginn eines Herstellungszyklusses werden die Kerneinsätze 12 der in Bereitstellungsposition
befindlichen Einsatzvorrichtung 6 mittels der unterhalb des Gießtisches 1 installierten
Sprühdüsen und die Gießformen 3 mittels der Sprüheinheit 24 mit einem Trennmittel,
vorzugsweise Silikonöl eingesprüht.
[0015] Es erfolgt danach das Erwärmen der Gießformen 3 durch temperiertes Wasser, das die
Gießformen 3 umspült.
[0016] Im nächsten Schritt ergreift das Handlingsgerät 22 eine Einsatzvorrichtung 6 an der
trapezförmigen Platte 11 und setzt sie fixiert in einen Sektor von sechs Gießformen
3 ein, d.h. das Handlingsgerät 22 befördert die Einsatzvorrichtung 6 in Gießposition.
Dabei wird durch den Eingriff der Gießformbünde 4 in die Aussparungen 14 bis 19 auf
der Unterseite der Platte 11 eine genaue horizontale Positionierung der Einsatzvorrichtung
6 in einem Gießsektor mit sechs Gießformen 3 gewährleistet.
Dadurch, daß die Länge der Kerneinsätze 12 größer als die mittlere Tiefe der Gießformen
3 ausgebildet ist, stützen sich die Kerneinsätze 12 auf dem Boden der Gießformen 3
ab, wodurch vermieden wird, daß Gießmaterial für den farbgebenden Lippenstif-Außenmantel
an dieser Stelle eindringen kann, was aus optischen Gründen nicht erwünscht ist. Andererseits
wird bewußt ein Lüftungsspalt zwischen den Gießformenbünden 4 und der Unterseite der
Platte 11 erzeugt, der verhindert, daß sich während des Anlüftens der Einsatzvorrichtung
6 ein Unterdruck bildet und die Lippenstift-Außenmäntel mit aus den Gießformen 3 herausgezogen
werden. Gleichzeitig ermöglicht dieser Spalt ein besseres Eingreifen des keilförmigen
Kunststoffkörpers 28 während des Anlüftens.
Der Bemessung der Entlüftungsbohrung 13 kommt insofern eine besondere Bedeutung zu,
daß zwar einerseits für eine ausreichende Entlüftung gesorgt werden muß, um dem Entstehen
eines Unterdruckes beim Anlüften der Einsatzvorrichtung 6 vorzubeugen, andererseits
erhöht ein relativ großer Bohrungsdurchmesser den Flächendruck an der Einsatzstelle,
wodurch bei einem häufigen Verwenden der Einsatzvorrichtung 6 Beschädigungen am Boden
der Gießform 3 auftreten können.
[0017] Mittels der Einrichtung 25 erfolgt nunmehr das dosierte Tauchfüllen des zwischen
Gießform 3 und Kerneinsatz 12 befindlichen Hohlraumes mit geschmolzener Gießmasse
für den Lippenstift-Außenmantel. Dazu fährt eine Tauchdüse durch die Füllöffnung 20
in der Platte 11 hindurch und bringt die Gießmasse vom Boden der Gießform 3 beginnend
in den Hohlraum ein.
[0018] Nach dem Gießen des Lippenstift-Außenmantels setzt die Kühlung der Gießformen 3 ein,
die bis zur Fertigstellung des kompleten Lippenstiftes beibehalten wird. Gekühlt in
bekannter Weise durch einen temperierten Wasserumlauf, der die Gießformen 3 umspült.
[0019] Zu einem Zeitpunkt, in dem der Kristallisationsprozeß innerhlab der Gießmasse für
den Lippenstift-Außenmantel und damit der Schrumpfungsprozeß noch nicht eingesetzt
hat, wird als nächster Schritt die Einsatzvorrichtung 6 gleichförmig in zwei Stufen
angelüftet.
Der Lippenstift-Außenmantel befindet sich zu diesem Zeitpunkt noch in einem etwa teigigen
Zustand. Der Zeitpunkt für das Anlüften ist deshalb von besonderer Bedeutung, da für
den Fall, daß die Schrumpfung bereits eingesetzt hat, der Lippenstift-Außenmantel
auf dem Kerneinsatz 12 aufschrumpfen und beim vertikalen Anlüften mit aus der Gießform
3 herausgezogen würde.
In der ersten Anlüftungsstufe fährt die Kolbenstange 27 des Pneumatikzylinders 26
während des Stillstandes des Gießtisches 1 mit einer gleichförmigen Bewegung innerhalb
von 3 Sekunden horizontal vor und drückt den keilförmigen Kunststoffkörper 28 in den
Spalt zwischen der Unterseite der Platte 11 und dem Gießtisch 1.
Um einen besseren Eingriff zu ermöglichen, ist die Spitze des Kunststoffkörpers 28
zweckmäßigerweise mit einem Radius von 3,5 mm versehen.
Durch diese Bewegung des Kunststoffkörpers 28 wird die Einsatzvorrichtung 6 2 bis
3 mm vertikal bewegt, d.h. aus den Gießformen 3 herausgezogen. Dadurch, daß die Gießformbünde
4 mit den Aussparungen 14 bis 19 auf der Unterseite der Platte 11 im Eingriff stehen,
ist eine ausreichende vertikale Führung gegeben, die ein Ankippen der Einsatzvorrichtung
6 beim Anlüften ausschließt.
Der Kunststoffkörper 28 behält für 4 Sekunden seine ausgefahrene Position bei. Der
Gießtisch 1 bewegt sich nun im nächsten Takt in Drehrichtung weiter, wodurch die in
der ersten Stufe angelüftete Einsatzvorrichtung 6 auf eine geneigte Ebene 29 mit einem
Neigungswinkel von 2° übergeleitet wird.
Die weitere Drehung des Gießtisches 1 hat zur Folge, daß die Einsatzvorrichtung 6
in der zweiten Stufe nochmals um 0,5 bis 1 mm vertikal aus den Gießformen 3 herausgezogen
wird.
[0020] Das Handlingsgerät 23 ergreift die Einsatzvorrichtung 6 an der Platte 11, zieht diese
völlig aus den sechs Gießformen 3 eines Sektors heraus und legt sie wieder in der
Bereitstellungsposition ab.
In dem anschließenden Verfahrensschritt wird eine optische Überprüfung der Kerneinsätze
12 auf das Vorhandensein von Teilen oder kompletten Lippenstif-Außenmänteln vorgenommen.
Dazu wird die Einsatzvorrichtung 6 durch das Handlingsgerät 23 nochmals vertikal aus
dem Aufnahmesektor 7 herausgenommen, die Kerneinsätze 12 mittels optischer Sensoren
abgetastet und wieder in den Aufnahmesektor 7 abgelegt. Das Ergebnis der optischen
Überprüfung wird an die Steuerung des Gießtisches 1 gemeldet. Für den Fall, daß sich
Reste des Lippenstift-Außenmantels an einem Kerneinsatz 12 befinden, wird die Drehung
des Gießtisches 1 gestoppt, so daß der Kerneinsatz 12 gereinigt werden kann.
[0021] Nachdem der Kristallisationsprozeß des gegossenen Lippenstif-Außenmantels und damit
dessen Schrumpfungsprozeß durch die andauernde Kühlung der Gießformen 3 abgeschlossen
ist, erfolgt in einem weiteren Verfahrensschritt durch die Einrichtung 30 das Tauchfüllen
des ausgebildeten Kernhohlraumes mit geschmolzener Kerngießmasse.
Dazu fährt eine Tauchdüse vertikal bis zum Boden der Gießform 3 und bringt die Gießmasse
von unten nach oben dosiert in den Kernhohlraum ein. Die Kerngießmasse ist dabei so
dosiert, daß der pflegende Innenkern gegenüber der Länge des Lippenstift-Außenmantels
um 2 bis 3 mm unterfüllt wird. Der Innenkern wird also um den vorbezeichneten Betrag
kürzer als der Lippenstift-Außenmantel ausgeführt.
[0022] Kurz vor Beendigung des Innenkernschrumpfungsprozesses, was dadurch erkennbar ist,
daß sich im oberen Teil des gegossenen Innenkernes ein Trichter oder ein sogenannter
Sinkkrater bildet, wird in dem nachfolgenden Verfahrensschritt mit Hilfe der Anschmelzeinheit
31 die Kopfzone des Lippenstift-Außenmantels angeschmolzen. Die angeschmolzene Gießmasse
für den Lippenstift-Außenmantel fließt dabei in den im Innenkern ausgebildeten Trichter,
das sogenannte Coring und schmilzt diesen wieder etwas an. Dadurch wird eine stoffliche
Bindung der beiden Gießmassen erzielt und der Innenkern durch die überschüssige Lippenstift-Mantelmasse
praktisch eingekapselt.
Dem Zeitpunkt für das Anschmelzen kommt eine besondere Relevanz zu. Einerseits muß
der Lippenstift-Außenmantel soweit erkaltet sein, daß nur die Kopfzone und nicht der
übrige Teil des Außenmantels geschmolzen wird. Andererseits kann es dann, wenn der
Innenkern bereits relativ erkaltet ist, beim Einfließen der geschmolzenen Lippenstift-Mantelmasse
zur Bildung von Lunkern, beispielsweise in Form von Lufteinschlüssen kommen, die der
angestrebten stofflichen Bindung der beiden Gießmassen entgegen wirkt. Eine feste
Verankerung des Innenkerns im Lippenstift-Außenmantel kann auf diese Weise nicht gewährleistet
werden.
Diese Verankerung ist aber für die Durchführung des nächsten Verfahrensschrittes,
nämlich des Entformens des abgekühlten Lippenstiftes aus der Gießform 3 und das Einbringen
in den Lippenstifthalter 33 mittels Druckluft eine Voraussetzung.
Wie bereits dargelegt, ist unterhalb der zwei Gießformen 3, die entformt werden sollen,
eine pneumatische Auswurfeinheit installiert, die zum Zeitpunkt des vorgesehenen Entformens
mit einer im Boden einer jeden Gießform 3 angeordneten Bohrung in Verbindung stehen.
Über diese Bohrung wird in bekannter Weise Druckluft in die Gießform 3 eingeleitet,
wodurch der Lippenstift aus der Gießform 3 entfernt und in den Lippenstifthalter 33
"eingeschossen" wird.
Ist nun eine feste Verankerung zwischen dem Innenkern und dem Lippenstift-Außenmantel
nicht erfolgt, wird durch die Einleitung der Druckluft der Innenkern aus dem Lippenstift-Außenmantel
"herausgeschossen". Dies wird sicher auch dadurch begünstigt, daß sich am Innenkern
noch Reste des Silikonöls vom Benetzen der Kerneinsätze 12 befinden.
1. Verfahren zur Herstellung eines Lippenstiftes mit pflegendem Innenkern mit folgenden
Schritten:
- Ermitteln und Einstellen der Taktzeit für die Drehung des Gießtisches in Abhängigkeit
von der Schmelztemperatur der Gießmasse für den farbgebenden Lippenstift-Außenmantel
und für den pflegenden Innenkern, der Vorwärmtemperatur und Vorwärmzeit bzw. der Kühltemperatur
und Kühlzeit der Gießformen;
- Benetzen der Kerneinsätze und Gießformen durch vertikal geführtes Sprühen mit einem
Trennmittel, vorzugsweise Silikonöl;
- Erwärmen der Gießformen durch temperierten Wasserumlauf;
- Entnehmen einer Einsatzvorrichtung mit sechs Kerneinsätzen aus der Bereitstellungsposition
und fixiertes Einsetzen in die Gießposition, die durch einen Sektor von sechs Gießformen
gebildet wird;
- dosiertes, vom Boden der Gießform vertikal nach oben geführtes Tauchfüllen des Hohlraumes
zwischen Gießform und Kerneinsatz mit geschmolzener Gießmasse für den farbgebenden
Lippenstift-Außenmantel;
- Kühlen der gefüllten Gießform durch temperierten Wasserumlauf;
- gleichförmiges vertikales Anlüften der Einsatzvorrichtung in zwei Stufen zu einem
Zeitpunkt, in dem der Kristallisationsprozeß innerhalb der Gießmasse und damit der
Schrumpfungsprozeß noch nicht eingesetzt hat und sich der gegossene Lippenstif-Außenmantel
noch in einem etwa teigigen Zustand befindet, wobei die Einsatzvorrichtung in der
ersten Anlüftungsstufe um 2 bis 3 mm vertikal aus den Gießformen herausgezogen, diese
Position 4 Sekunden lang gehalten wird und in der zweiten Anlüftungsstufe die Einsatzvorrichtung
nochmals um 0,5 bis 1 mm vertikal aus den Gießformen herausgezogen wird;
- völliges Herausziehen der Einsatzvorrichtung aus einem Sektor von Gießformen und
Ablegen der Einsatzvorrichtung in die Bereitstellungspostion;
- Entnehmen einer Einsatzvorrichtung aus der Bereitstellungsposition, optische Überprüfung
der Kerneinsätze auf das Vorhandensein von Gießmasse des Lippenstift-Außenmantels
und Fehlermeldung an die Steuerung des Gießtisches;
- dosiertes, vom Boden der Gießform vertikal nach oben geführtes Tauchfüllen des Kernhohlraumes
mit geschmolzener Gießmasse für den pflegenden Innenkern, nachdem der Kristallisationsprozeß
des gegossenen Lippenstift-Außenmantels und damit dessen Schrumpfungsprozesses abgeschlossen
ist, wobei die Gießmasse für den Innenkern in einem Niveau in den Kernhohlraum eingebracht
wird, das um 2 bis 3 mm geringer als das Niveau des gegossenen Lippenstif-Außenmantels
ist;
- Anschmelzen der Kopfzone des Lippenstift-Außenmantels kurz vor Beendigung des Innenkernschrumpfungsprozesses
und Einkapselung des gegossenen Innenkerns bei gleichzeitiger Fortführung des Kühlens
der Gießformen;
- Kühlen der Gießformen bis zur Auskristallisation und Verfestigung der angeschmolzenen
Kopfzone des Lippenstift-Außenmantels sowie des Innenkerns;
- Entformen des abgekühlten Lippenstiftes aus der Gießform und Einbringen in den Lippenstifthalter
mittels Druckgas, vorzugsweise Druckluft.
2. Gießanlage zur Herstellung eines Lippenstiftes mit pflegendem Innenkern, im wesentlichen
bestehend aus einem feststehenden Tischteil, einem getaktet drehbaren Gießtisch mit
zweireihig radial angeordneten Gießformen, Einrichtung zum dosierten Einfüllen und
Temperieren der Gießmasse, zur Heizung und Kühlung der Gießformen sowie zum Ausstoßen
des geformten Gegenstandes mittels Druckluft, dadurch gekennzeichnet, daß parallel
und fluchten zu den zweireihig radial angeordneten Gießformen (3) in dem getaktet
drehbaren Gießtisch (1) zwei Reihen von Aufnahmebohrungen (5) zur zeitweisen Aufnahme
einer Einsatzvorrichtung (6) für die Ausbildung des jeweiligen Innenkernhohlraumes
ausgebildet sind, wobei jeweils sechs Aufnahmebohrungen (5) einen Aufnahmesektor (7)
bilden und die mittlere Bohrung der unteren Reihe eines Aufnahmesektors (7) mit einer
Hülse (8) versehen ist, deren Durchmesser und Überstand zur Ebene des Gießtisches
(1) der Anordnung und Ausbildung der Gießformen (3) entspricht und in der oberen Reihe
eines jeden Aufnahmesektors (7) zwischen der mittleren und der linken bzw. rechten
Aufnahme bohrung (5) je ein Lagebestimmelement in Form eines Aufnahmebolzens (9) vorgesehen
ist und daß die Einsatzvorrichtung (6) eine trapezförmige Platte (11) mit sechs leicht
konisch ausgebildeten Kerneinsätzen (12) umfaßt, wobei das obere Ende der Kerneinsätze
(12) in der Platte (11) befestigt und durch diese bündig hindurchgeführt ist, die
aus der Unterseite der Platte (11) herausragende Länge der Kerneinsätze (12) größer
als die mittlere Tiefe der Gießformen (3) ist sowie das untere Ende eines jeden Kerneinsatzes
(12) eine Schräge aufweist, die der Neigung des Bodens der Gießform (3) entspricht
und entlang der Mittellinie eines jeden Kerneinsatzes (12) eine Entlüftungsbohrung
(13) eingebracht ist, deren Durchmesser 30 bis 40% des mittleren Außendurchmessers
eines Kerneinsatzes (12) beträgt und die Kerneinsätze (12) in der Platte (11) entsprechend
der Mittellinienabstände der Gießformen (3) eines Sektors angeordnet sind und sich
die Einsatzvorrichtung (6) weiterhin dadurch auszeichnet, daß auf der Unterseite der
Platte (11) sechs Aussparungen (14 bis 19) zur Aufnahme der aus der Ebene des Gießtisches
(1) hervorstehenden Gießformbünde (4) und zwei Nuten (10) für die beiden Aufnahmebolzen
(9) ausgebildet sind, radial versetzt zu den Kerneinsätzen (12) jeweils eine Füllöffnung
(20) in die Platte (11) eingebracht ist sowie an der hinteren und vorderen Stirnfläche
der Platte (11) ein bzw. zwei Spitzsenkungen (21) für den Eingriff zweier Handlingsgeräte
(22 und 23) vorgesehen sind und dadurch gekennzeichnet, daß zwischen einer Einrichtung
(25) zum dosierten Füllen der Gießformen (3) mit Gießmasse für den farbgebenden Lippenstift-Außenmantel
und dem zweiten Handlingsgerät (23) auf dem den Gießtisch (1) peripher umgebenden
feststehenden Tischteil (2) nacheinander ein in Richtung des Drehtischmittelpunktes
ausgerichteter Pneumatikzylinder (26), dessen ausfahrbare Kolbenstange (27) mit einem
keilförmigen Kunststoffkörper (28) versehen ist, sowie eine geneigte Ebene (29) mit
einem Neigungswinkel von 2° angeordnet ist und daß zwischen dem zweiten Handlingsgerät
(23) und einer Einrichtung (30) zum dosierten Füllen des Kernhohlraumes mit Kerngießmasse
eine Einrichtung zur optischen Kontrolle der Kerneinsätze (12) auf den feststehenden
Tischteil (2) installiert ist sowie daß an die Einrichtung (30) zum dosierten Füllen
des Kernhohlraumes eine Anschmelzeinheit (31) mit einem Infrarot-Heizstab anschließt.
3. Gießanlage nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der untere Außendurchmesser
der konischen Kerneinsätze (12) 5 mm, der obere Außendurchmesser 5,5 mm und der Durchmesser
der Entlüftungsbohrung (13) 2 mm beträgt.
4. Gießanlage nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die aus der Platte (11) herausragende
Länge der Kerneinsätze (12) 0,5 mm größer als die mittlere Tiefe der Gießformen (3)
ist.
5. Gießanlage nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Spitze des keilförmigen
Kunststoffkörpers (28) mit einem Radius von 3,5 mm versehen ist.
1. Process for the production of a lipstick with curative internal core with the following
phases:
- Detecting and adjusting the clock time for the rotation of the mould frame depending
on the melting temperature of the charge for the colouring external lipstick coat
and for the curative internal core, on the preheating temperature and preheating time
respectively the cooling temperature and cooling time of the casting moulds;
- vertically conducted spraying the core inserts an casting moulds with a separating
agent, preferably silicon oil;
- heating the casting moulds by a tempered water circulation;
- withdrawing an insertion device with six core inserts out of the disposal position
and fixed insertion into the casting position, which is formed by a sector of six
casting moulds;
- dosed plunge-filling of the cavity between the casting mould and the core insert,
led from the bottom of the casting mould vertically upwards, with melted charge for
the colouring external lipstick coat;
- cooling the filled casting mould by a tempered water circulation;
- lifting vertically in a uniform way the insertion device in two phases at a moment
in which the crystallization process within the charge and thus the shrinking process
has not yet started and the external coat of the lipstick is still in a more or less
pasty condition, in which the insertion device in the first lifting phase is extracted
vertically for 2 to 3 mm out of the casting moulds, this position is maintained for
4 seconds and in the second phase the insertion device is again extracted vertically
out of the casting moulds by 0,5 to 1 mm;
- completely extracting the insertion device out of a sector of six casting moulds
and laying it down again in disposal position;
- withdrawing an insertion device out of the disposal position, optical check of the
core inserts on the presence of charge of the external lipstick coat and signalling
defects to the control system of the mould frame;
- dosed plunge-filling, conducted from the bottom of the casting mould vertically
upwards, of the core cavity with melted charge for the curative internal core after
the crystallization process of the cast external lipstick coat and thus its shrinking
process has ended, introducing the charge for the internal core into the core cavity
in a level that is by 2 to 3 mm lower than the level of the cast external coat of
the lipstick;
- melting-on the head zone of the external coat of the lipstick shortly before the
end of the shrinking process of the internal core and encapsulating the cast internal
core, at the same time going on with the cooling of the casting moulds;
- cooling the casting moulds until the crystallization and solidification of the melted-on
head zone of the external coat of the lipstick as well as of the internal core;
- removing the cooled lipstick from the casting mould and inserting it in the lipstick
holder by means of compressed gas, preferably compressed air.
2. Casting plant for the production of a lipstick with curative internal core, essentially
consisting of a fixed frame part, a rotating clocked mould frame with casting moulds
disposed radially in two lines, of a device for the dosed filling and tempering of
the charge, for heating and cooling the casting moulds as well as for expelling the
formed object by means of compressed air, characterized by the fact that parallel
and aligned as to the casting moulds (3) disposed radially in two lines, in the rotating
mould frame (1) two lines of location holes (5) are formed for temporarily locating
an insertion device (6) for forming each time the internal core cavity, in which each
time six location holes (5) form a location sector (7) and the central location hole
of the lower line of a location sector (7) is provided with a manifold (8), whose
diameter and protrusion as to the plane of the mould frame (1) correspond to the arrangement
and form of the casting moulds (3) and in the upper line of each location sector (7)
between the central and the left respectively right location hole (5) each time a
position-defining element in the form of a location bolt (9) is provided and that
the insertion device (6) includes a trapezoidal plate (11) with six core inserts formed
slightly conically (12), in which the upper ends of the core inserts are fixed in
the plate (11) and are carried through it evenly, the length of the core inserts (12)
that protrudes out of the lower side of the plate (11) is longer than the mean depth
of the casting moulds (3) and the lower end of each core insert (12) presents a slope
which corresponds to the inclination of the bottom of the casting moulds (3), and
that along the centre line of each core insert (12) a ventilation hole (13) is applied,
the diameter of which is 30 to 40% of the mean external diameter of a core insert
(12) and the core inserts (12) are arranged in the plate (11) according to the centre
line distances of the casting moulds (3) of a sector, and that the insertion device
furthermore is distinguished by the fact that on the lower side of the plate (11)
six recesses (14 to 19) for locating the collars (4) of the casting moulds protruding
out of the frame mould (1) plane and two grooves (10) for the two location bolts (9)
are provided, that, radially staggered as to the core inserts (12) each time a filling
opening (20) is applied in the plate (11) and that at the rear and front frontal surface
[sic] of the plate (11) one or two countersinkings (21) are provided for the engagement
of two handling apparatuses (22 and 23), and characterized by the fact that between
a device (25) for the dosed filling of the casting moulds (3) with charge for the
colouring external lipstick coat and the second handling apparatus (23) on the fixed
frame part (2) that surrounds the frame mould (1) peripherically, one after the other,
a pneumatic cylinder (26) oriented in direction of the mould frame centre whose extractable
piston bar (27) is provided with a wedge-shaped plastic body (28), as well as a tilted
plane (29) with an inclination angle of 2° are arranged, and that between the second
handling apparatus (23) and a device (30) for the dosed filling of the core cavity
with core charge, a device for the optical control of the core inserts (12) is installed
on the fixed frame part (2) and that the device (30) for the dosed filling of the
core cavity is followed by a melting-on unit (31) with an infrared heating bar.
3. Casting plant according to claim 2, characterized by the fact that the lower external
diameter of the conical core inserts (12) is 5 mm, the upper external diameter is
5,5 mm and the diameter of the ventilation bore (13) 2 mm.
4. Casting plant according to claim 2, characterized by the fact that the length of the
core inserts (12) that protrudes out of the plate (11) is longer by 0,5 mm than the
mean depth of the casting moulds (3).
5. Casting plant according to claim 2, characterized by the fact that the tip of the
wedge-shaped plastic body (28) has a radius of 3,5 mm.
1. Procédé pour la production d'un rouge à lèvres avec noyau curatif interne avec les
phases suivantes:
- Détecter et régler le temps du cycle pour la rotation du moule à table selon la
température de fusion de la charge pour le revêtement externe chlorophore de rouge
à lèvres et pour le noyau curatif interne, de la température de préchauffage et du
temps de préchauffage respectivement de la température de refroidissement et du temps
de refroidissement des moules;
- arroser les inserts de noyau et des moules à conduite verticale avec un agent de
séparation, de préférence de l'huile de silicium;
- chauffer les moules par une circulation d'eau tempérée;
- extraire un dispositif d'insertion avec six inserts de noyau hors de la position
de disposition et insertion fixe en position de coulée, laquelle est formée par un
secteur de six moules;
- remplir à immersion en forme dosée la cavité entre le moule et les inserts de noyau,
à conduite du fond du moule verticalement vers le haut, avec de la charge fondue pour
le revêtement externe chlorophore de rouge à lèvres;
- refroidir le moule rempli par une circulation d'eau tempérée;
- soulever verticalement de manière uniforme le dispositif d'insertion dans deux phases,
à un moment où le procédé de cristallisation dans la charge et donc le procédé de
rétrécissement n'a pas encore commencé et le revêtement externe du rouge à lèvres
est encore dans un état plus ou moins pâteux, le dispositif d'insertion dans la première
phase de soulèvement étant extrait verticalement de 2 à 3 mm hors des moules, cette
position est maintenue pour 4 secondes et dans la deuxième phase le dispositif d'insertion
est à nouveau extrait verticalement des moules de 0,5 à 1 mm;
- extraire le dispositif d'insertion complètement hors d'un secteur de six moules
et le poser en bas à nouveau en position de disposition;
- extraire un dispositif d'insertion de la position de disposition, contrôler optiquement
les inserts de noyau quant à la présence de charge de revêtement externe de rouge
à lèvres et signaler les défauts au système de commande du moule à table;
- remplir à immersion de façon dosée, à conduite du fond du moule verticalement vers
le haut, de la cavité du noyau avec de la charge fondue pour le noyau interne curatif
après la fin du procédé de cristallisation du revêtement externe fondu de rouge à
lèvres et donc de son procédé de rétrécissement, introduire la charge pour le noyau
interne dans la cavité du noyau à un niveau qui est de 2 à 3 mm plus bas que le niveau
du revêtement externe fondu du rouge à lèvres;
- fondre la zone de tête du revêtement externe du rouge à lèvres peu avant la fin
du procédé de rétrécissement du noyau interne et encapsuler le noyau interne fondu
en continuant en même temps le refroidissement des moules;
- refroidir les moules jusqu'à la cristallisation et solidification de la zone de
tête fondue du revêtement externe du rouge à lèvres ainsi que du noyau interne;
- démouler le rouge à lèvres refroidi du moule et l'insérer dans le récipient de rouge
a lèvres moyennant gaz comprimé, de préférence air comprimé.
2. Installation de coulée pour la production d'un rouge à lèvres avec noyau curatif interne,
essentiellement composée d'une partie à table fixe, un moule à table rotatif à cycles
fixes avec des moules disposés radialement en deux lignes, d'un dispositif pour le
remplissage dosé et tempéré de la charge, pour chauffer et refroidir les moules ainsi
que pour expulser le formé objet moyennant de l'air comprimé, caractérisée par le
fait qu'en parallèle et alignées quant aux moules (3) disposés radialement dans deux
lignes, dans le moule à table rotatif (1) deux lignes de perçages de positionnement
(5) sont formées pour loger temporairement un dispositif d'insertion (6) pour former
chaque fois la cavité interne du noyau, chaque fois six perçages de positionnement
(5) formant un secteur de logement (7) et le perçage de positionnement central de
la ligne inférieure d'un secteur de logement (7) étant pourvu d'un manchon (8), dont
le diamètre et la saillie quant au plan du moule à table (1) correspond à l'arrangement
et à la conformation des moules (3) et dans la ligne supérieure de chaque secteur
de logement (7) entre le perçage de positionnement (5) central et celui de gauche
respectivement de droite, chaque fois un élément de définition de position en forme
d'un boulon de positionnement (9) est pourvu et que le dispositif d'insertion (6)
inclut une assiette trapézoïdale (11) avec six inserts de noyau formés légèrement
coniques (12), les extrémités supérieurs des inserts de noyau étant fixées dans l'assiette
(11) et portées à travers le dernier à fleur, la longueur des inserts de noyau (12)
laquelle saillit hors du côté inférieur de l'assiette (11) est plus long que la profondeur
moyenne des moules (3) et l'extrémité inférieure de chaque insert de noyau (12) présente
une inclinaison qui correspond à l'inclinaison du fond des moules (3), et que le long
de la ligne de milieu de chaque insert de noyau (12) une forure de ventilation (13)
est appliquée, le diamètre de laquelle est 30 à 40% du diamètre externe moyen d'un
insert de noyau (12) et les inserts de noyau (12) sont arrangés dans l'assiette (11)
selon les distances de ligne de milieu des moules (3) d'un secteur, et que le dispositif
d'insertion de plus est distingué par le fait que sur le côté inférieur de l'assiette
(11) six évidements (14 à 19) pour loger les collets (4) des moules qui saillissent
hors du plan du moule à table (1) et deux rainures (10) pour le logement des deux
boulons de logement (9) sont prévus, que, décalées radialement quant aux inserts de
noyau (12), chaque fois une ouverture de remplissage (20) est appliquée dans l'assiette
(11) et que sur la surface frontale arrière et antérieure de l'assiette (11) un ou
deux chanfrenages (21) sont pourvus pour l'engrènement des deux appareils de maniement
(22 and 23) et caractérisée par le fait qu'entre un dispositif (25) pour le remplissage
dosé des moules (3) avec la charge pour le revêtement externe chlorophore de rouge
à lèvres et le deuxième appareil de maniement (23), sur la partie fixe de table (2)
qui entoure le moule à table (1) périphériquement, l'un après l'autre, un cylindre
pneumatique (26) orienté dans la direction du centre du moule à table dont la barre
de piston extractable (27) est pourvue d'un corps plastique cunéiforme (28), ainsi
qu'un plan penché (29) avec un angle d'inclinaison de 2° sont arrangés, et qu'entre
le deuxième appareil de maniement (23) et un dispositif (30) pour le remplissage dosé
du cavité du noyau avec de la charge de noyau, un dispositif pour le contrôle optique
des inserts de noyau (12) est installé sur la partie fixe de table (2) et que le dispositif
(30) pour le remplissage dosé du cavité du noyau est suivi par une unité de fondage
(31) avec une barre de chauffage à l'infrarouge.
3. Installation de coulée selon la revendication 2, caractérisée par le fait que le diamètre
externe inférieur des inserts de noyau coniques (12) est de 5 mm, que le diamètre
externe supérieur est de 5,5 mm et le diamètre de la forure de ventilation (13) 2
mm.
4. Installation de coulée selon la revendication 2, caractérisée par le fait que la longueur
des inserts de noyau (12) qui saillit hors de l'assiette (11) est supérieure de 0,5
mm à la profondeur moyenne des moules (3).
5. Installation de coulée selon la revendication 2, caractérisée par le fait que l'extrémité
du corps plastique cunéiforme (28) a un rayon de 3,5 mm.