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EP 0 713 056 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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19.05.1999 Patentblatt 1999/20 |
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Anmeldetag: 23.10.1995 |
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Gekühlter Rostblock
Cooled grate bar
Barreau de grille avec dispositif de refroidissement
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT CH DE DK ES FR GB IT LI LU NL SE |
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Priorität: |
17.11.1994 CH 3452/94
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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22.05.1996 Patentblatt 1996/21 |
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Patentinhaber: Von Roll Umwelttechnik AG |
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8005 Zürich (CH) |
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Erfinder: |
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- Hauser, Rolf
CH-8627 Grüningen (CH)
- Morant, Daniel
CH-8474 Dinhard (CH)
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Vertreter: Patentanwälte
Schaad, Balass, Menzl & Partner AG |
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Dufourstrasse 101
Postfach 8034 Zürich 8034 Zürich (CH) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 621 449 US-A- 5 235 921
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DE-C- 230 498
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft einen gekühlten Rostblock gemäss dem Oberbegriff des Anspruches
1. Ein solcher Rostblock ist aus Dokument EP-A-0 621 449 bekannt.
[0002] In herkömmlichen Abfallverbrennungsanlagen wird bekannterweise der Abfall auf einem
Rost durch einen Feuerungsraum gefördert und dabei getrocknet und verbrannt. Der Rost
sorgt neben der Transportfunktion auch für ständige Durchmischung des Abfalls, so
dass immer wieder neue Abfalloberflächen der thermischen Behandlung im Feuerungsraum
ausgesetzt werden. Zu diesem Zweck weist eine Rostbahn mehrere treppenartig hintereinander
angeordnete Rostblockreihen auf, wobei jeweils abwechselnd ortsfeste und bewegliche
Rostblockreihen einander folgen. Das sich auf dem Rost befindende Abfallmaterial,
beispielsweise Müll, wird durch eine Schubbewegung der beweglichen Rostblockreihen
vorwärtsgeschoben und gleichzeitig durchgemischt. Eine Rostblockreihe wird jeweils
durch mehrere, in der Regel 16 bis 24 Rostblöcke gebildet, die nebeneinander an einem
Halterohr eingehängt und mittels einer Zugstange miteinander verspannt werden. Die
einzelnen Rostblöcke werden mittels durchströmender Luft gekühlt, die bei Verbrennungsrosten
gleichzeitig als ein für die Verbrennung notwendiges Oxidationsmittel dient.
[0003] Trotz der Luftkühlung werden die Rostblöcke einer hohen thermischen Beanspruchung
ausgesetzt, die starke Wärmespannungen im Material der Rostblöcke zur Folge hat. Es
können sich Risse im Material bilden, wodurch die Korrosionsgefahr ansteigt. Die Rostblöcke
müssen aus hochwertigem Material, beispielsweise aus hochlegiertem Stahl hergestellt
werden. Wegen den grossen Wärmedehnungen ist die Grösse der einzelnen Rostblöcke limitiert;
es ist eine relativ grosse Anzahl Rostblöcke in einer Rostblockreihe nötig. Es ist
dabei von Nachteil, dass durch die Spalten zwischen den einzelnen Rostblöcken, entstanden
durch mehrmaliges Ausdehnen und Zusammenschrumpfen durch unterschiedliche Blocktemperaturen,
hervorgerufen durch den Verbrennungsablauf sowie An- und Abfahren des Ofens, gewisse
Anteile des zu verbrennenden Abfalls (Buntmetalle, Staub etc.) durchfallen, die dann
unverbrannt in die Schlacke gelangen. Werden zwei oder drei Rostbahnen nebeneinander
verwendet, so müssen nicht nur auf der Aussenseite eines solchen Rostes, sondern auch
zwischen den Rostbahnen Halterungen für die Zugstangen und Abdichtungen für die Leckluft
angeordnet werden. Der Wechsel einzelner Rostblöcke ist somit kompliziert und beansprucht
lange Servicezeiten.
[0004] Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die thermische Beanspruchung
des Rostblocks zu senken und einen montage- und wartungstechnisch einfacheren Aufbau
eines Rostes zu ermöglichen, der dennoch auch betriebstechnisch allen Anforderungen
besser standhält.
[0005] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäss durch die im Kennzeichen des Anspruches 1 angegebenen
Merkmale gelöst.
[0006] Die durch die Erfindung erzielten Vorteile sind insbesondere in der wirksamen Kühlung
zu sehen, wodurch Wärmespannungen und Wärmedehnungen im Rostblock weitgehend eliminiert
werden. Somit können nur wenige, breitere Rostblöcke - miteinander in einfacher Weise
verbunden - eine Rostblockreihe bilden. Dadurch wird nicht nur die Montage und Wechsel
einfacher, sondern auch der Rostdurchfall bedeutend reduziert. Dabei kann der Rostblock
auch aus weniger hochwertigem Material hergestellt werden.
[0007] Weitere besondere Vorteile ergeben sich bei Verwendung der erfindungsgemässen Rostblöcke
für einen Pyrolyserost, der beim Verfahren nach dem Schweizer Patentgesuch Nr. 01510/94-8
(A 10364 CH) Anwendung findet. Bei diesem Verfahren wird keine Luft als Oxidationsmittel
durch den Rost getrieben; da erfindungsgemäss die Luft als Kühlmittel ebenfalls entfällt,
müssen die Rostblöcke keine der Verstopfungsgefahr ausgesetzten Luftöffnungen aufweisen.
[0008] Die Erfindung wird nun anhand der Zeichnungen näher erläutert.
[0009] Es zeigen:
- Fig.1
- ein Ausführungsbeispiel eines Rostelements als Teil eines Rostes nach dem Stand der
Technik;
- Fig.2
- schematisch dargestellt ein Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemässen Rostblocks
von unten in Pfeilrichtung P nach Fig.1 gesehen;
- Fig.3
- eine Seitenansicht des Rostblocks in Pfeilrichtung S nach Fig. 2, teilweise im Schnitt
und
- Fig.4
- einen Schnitt nach Linie IV-IV in Fig.2.
[0010] In Fig.1 ist ein Rostelement 3 als Teil eines Rostes für eine Anlage zur thermischen
Behandlung von Abfall dargestellt. Eine geneigte Rostbahn setzt sich in der Länge
aus mehreren Rostelementen 3 zusammen; in der Regel werden drei bis fünf Rostelemente
3 hintereinander angeordnet. Ausserdem können mehrere Rostbahnen nebeneinander angebracht
werden; üblicherweise bilden eine bis vier Rostbahnen die Breite des Rostes. Die Anzahl
der Rostelemente 3 und der Rostbahnen hängt von der vorgegebenen Durchsatzmenge des
Abfalls und von dessen Heizwert ab.
[0011] Jedes Rostelement 3 weist mehrere, gegebenenfalls acht hintereinander angeordnete
Rostblockreihen 4,5 auf, wobei jeweils einer festen Rostblockreihe 4 eine bewegliche
Rostblockreihe 5 folgt. In jeder Rostblockreihe 4,5 sind mehrere Rostblöcke 6 nebeneinander
angeordnet. Bis jetzt war es üblich, 16 bis 24 luftgekühlte Rostblöcke 6' in einer
Rostblockreihe 4,5 nebeneinander zu plazieren. Wie Fig.1 zeigt, wurden sie an einem
Blockhalterohr 7 eingehängt und mittels Zugstangen 14 und Spannschlossmuttern (nicht
dargestellt) verspannt. Erfindungsgemäss werden nun lediglich drei bis vier an einem
Blockhalterohr 7 eingehängte, wassergekühlte Rostblöcke 6 einer Rostblockreihe 4,5
miteinander fest verbunden, beispielsweise verschraubt. Am äussersten Block jeder
festen Blockreihe wird eine Seitenplatte 15 angeschraubt.
[0012] Die Blockhalterohre 7 der festen Rostblockreihen 4 werden gemäss Fig.1 von ortsfesten
Konsolen 8 getragen. Die Blockhalterohre 7 der beweglichen Rostblockreihen 5 sind
in Konsolen 9 befestigt, die einem beweglichen Rostwagen 10 zugeordnet sind. Jedes
Rostelement 3 ist mit einem solchen Rostwagen 10 ausgestattet. Der Rostwagen 10 wird
mittels zwei parallel angeordneter Hydraulikzylinder 11 angetrieben und dabei über
Rollen 12 auf Laufflächen 13 vor und zurück bewegt. Somit werden auch die beweglichen
Rostblockreihen 5 bewegt, die eine Schub- und Scherenwirkung auf den sich auf der
Rostbahn 2 befindenden Abfallmaterial ausüben, so dass immer wieder neue Abfalloberflächen
der thermischen Behandlung im Feuerungsraum ausgesetzt werden bei gleichzeitiger Vorwärtsförderung
des Abfallmaterials.
[0013] Anhand von Fig. 2 bis 4 wird nun im folgenden ein Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemässen
Rostblocks 6, für einen Verbrennungsrost vorgesehen, beschrieben.
[0014] Der Rostblock 6 weist einen Blockkörper 20 von einem U-förmigen Querschnitt auf,
dessen obere Wand in Fig. 3 und 4 mit 23 bezeichnet ist. Die Aussenfläche der oberen
Wand 23 bildet eine Nutzfläche 33, auf der der zu behandelnde Abfall zu liegen kommt
und entlang welcher er transportiert wird. Eine hintere Wand 21 des Blockkörpers 20
ist mit einem Haken 22 zum Einhängen am Blockhalterohr 7 (Fig. 1) versehen. Zwischen
der oberen Wand 23 und einer vorderen Wand 24 befindet sich eine Ecke 25. Unten ist
der Rostblock 6 mit einem schrägen Boden 28 und einem Fuss 26 versehen. Dabei ist
jeweils der Fuss 26 eines Rostblocks 6 der oberen Wand 23 eines nachfolgenden Rostblocks
6 zugeordnet; sie sind jeweils gegenseitig relativ verschiebbar.
[0015] Durch den Blockkörper 20, den Boden 28 und den Fuss 26, und zwei Seitenwände 29 wird
ein innerer Kühlraum 27 umschlossen. In den Kühlraum 27 mündet eine Wasserzufuhrleitung
30 hinein. Die Wasserzufuhr ist in Fig. 3 mit einem Pfeil W1 bezeichnet. Parallel
zur hinteren Wand 21 erstreckt sich eine an die Wasserzufuhrleitung 30 angeschlossene
Wasserzufuhr-Querleitung 31, welche an einzelnen Stellen (in Fig.2 drei dargestellt)
mit Austrittsöffnungen 32 versehen ist. Dieser Wasseraustritt ist in Fig. 3 mit einem
Pfeil W2 bezeichnet. Von der Wasserzufuhr-Querleitung 31 zweigen mehrere, gegebenenfalls
drei längs angeordnete Wasserzufuhr-Verzweigungsleitungen 34 ab, die sich bis zur
vorderen Wand 24 hin erstrecken und dort derart abgewinkelt sind, dass sich ihre Austrittsöffnung
35 unmittelbar vor dem Fuss 26 befindet. Das aus der Austrittsöffnung 35 ausströmende
Wasser füllt in Richtung eines Pfeiles W3 zusammen mit dem aus den Austrittsöffnungen
32 austretenden Wasser (Pfeil W2 ) den geschlossenen Kühlraum 27, wobei diese beide
Wasserströmungen im gewissen Sinne entgegenwirken und für eine gute Wasserdurchmischung
bzw. für einen verstärkten Kühlungseffekt sorgen. Es ist dabei von Bedeutung, dass
die insbesondere stark mechanisch beanspruchte Stelle des Rostblocks 6, nämlich der
Fuss 26, direkt mit dem Kühlwasser beaufschlagt wird.
[0016] Den grössten Temperaturen und daher der grössten thermischen Beanspruchung ist die
vordere Ecke 25 ausgesetzt (vgl. dazu besonders Fig. 1, nach welcher gut vorstellbar
ist, welcher Bereich der Rostblöcke ständig der direkten thermischen Beanspruchung
bzw. dem direkten Kontakt mit der Abfallschicht ausgesetzt ist, egal in welcher Relativstellung
sich momentan bewegliche und feste Rostblockreihen 4,5 befinden). Zu dieser Stelle
des Kühlraumes 27 steigt das leichtere, bereits erwärmte Wasser und wird dort zusätzlich
weiter erhitzt. Unmittelbar in diesem Bereich sind Eintrittsöffnungen 41 (Fig. 4)
von mehreren, gegebenenfalls zwei Wasserabfuhr-Verzweigungsleitungen 40 (vgl. Fig.
2) angebracht. Der Eintritt vom erhitzten Wasser in die Wasserabfuhr-Verzweigungsleitungen
40 ist in Fig. 4 mit einem Pfeil W4 bezeichnet. Die Wasserabfuhr-Verzweigungsleitungen
40 erstrecken sich schräg entlang des Bodens 28 und münden in eine parallel zur Wasserzufuhr-Querleitung
31 angeordnete, gegenüber dieser tiefer versetzte Wasserabfuhr-Querleitung 42. Von
dort wird das erwärmte Wasser mittels einer Abfuhrleitung 43 in Richtung eines Pfeiles
W5 (Fig. 4) aus dem Kühlraum 27 weggeführt.
[0017] Die zweckmässige Anordnung der Kaltwasserzufuhr (Austrittsöffnungen 35) und der Warmwasserabfuhr
(Eintrittsöffnungen 41) sichert den optimalen Kühlungsstrom (es wird z.B. auch vermieden,
dass sich an bestimmten Stellen sogenannte "Wassertaschen" mit nicht zirkulierendem
Wasser bilden, oder dass Dampfblasen im Bereich der Ecke 25 entstehen), schont den
mechanisch beanspruchten Fuss 26 und vermeidet zu hohe thermische Spannungen im Bereich
der vorderen Ecke 25.
[0018] Die Wasserzufuhrleitung 30 sowie die Wasserabfuhrleitung 43 sind in nicht näher dargestellter
Weise an ein Kaltwasser-Niederdrucksystem angeschlossen. Ein Anschluss an ein geschlossenes
Kühlwassersystem mit einem eingebauten Wärmeaustauscher ist zu bevorzugen.
[0019] Bei der in Fig. 2 bis 4 dargestellten, für einen Verbrennungsrost vorgesehenen Ausführungsform
des Rostblocks 6 wird von unten in Richtung eines Pfeiles L1 (Fig. 3) Luft als ein
für die Verbrennung notwendiges Oxidationsmittel durch mehrere gleichmässig entlang
der Rostblockbreite verteilte, sich zwischen dem Boden 28 und der vorderen Wand 24
durch den Kühlraum 27 erstreckende Rohre 46 geführt. Die vordere Wand 24 weist gemäss
Fig. 3 mehrere den Rohren 46 zugeordnete Luftaustrittsöfnungen 47 auf, aus denen die
Verbrennungsluft in Richtung eines Pfeiles L2 strömt. Da die Luft lediglich als Verbrennungsmittel,
nicht aber als Kühlungsmittel wie bisher verwendet wird, sind wesentlich wenigere
Luftaustrittsöffnungen 47, die wegen Verstopfung mühsam gereinigt werden müssen, benötigt
als bis jetzt üblich.
[0020] Werden die erfindungsgemässen, wassergekühlten Rostblöcke 6 für einen Pyrolyserost
verwendet, bei dem keine Luft als Oxidationsmittel durch den Rost getrieben wird,
so entfallen die Rohre 46 sowie die der Verstopfungsgefahr ausgesetzten Luftaustrittsöfnungen
47 gänzlich. Da keine Luft durch den Rost 1 geführt werden muss, kann eine dickere
Abfallschicht auf den Rost 1 aufgetragen werden.
[0021] Bei einem Verbrennungsrost kann das erste Rostelement 3, das zum schnellen Zünden
durch Anfahrbrenner bestimmt ist, ebenfalls aus Rostblöcken 6 ohne Rohre 46 und Luftaustrittsöfnungen
47 bestehen, da nun das Wasser anstelle der Luft für die Kühlung sorgt.
[0022] Bei der erfindungsgemässen Wasserkühlung einzelner Rostblöcke 6 können dank den günstigeren
Wärmeübergangszahlen vom Wasser im Vergleich zur Luft die mittlere Temperaturwerte
am Rost wesentlich reduziert werden. Bewegten sich diese Werte bei Luftkühlung etwa
zwischen 350° bis 700°C, so konnten sie durch die Wasserkühlung auf ca. 50° bis 100°C
gesenkt werden. Die hohen thermisch bedingten Spannungen und Dehnungen im Material,
die bei luftgekühlten Rostblöcken 6' üblich waren, entfallen bei der erfindungsgemässen
Wasserkühlung. Dadurch können problemlos im Gegensatz zu früheren Rostausführungen
wenigere (drei bis vier), breitere Rostblöcke 6 nebeneinander in einer Rostblockreihe
4,5 angeordnet werden und die Breite der Rostbahn 2 bilden. Die bisherige Verspannung
durch Zugstangen 14 (Fig. 1) erübrigt sich ebenfalls; die Rostblöcke 6 einer Rostblockreihe
4 bzw. 5 können in einfacher Weise miteinander verschraubt werden. Bei Mehrbahn-Rosten
entfallen somit auch die bisher notwendigen Halterungen für die Zugstangen zwischen
den einzelnen Bahnen. Dadurch ist ein eventueller Wechsel von Rostblöcken 6 wesentlich
vereinfacht und beansprucht kürzere Servicezeiten. Zudem war der Wechsel bei den früheren,
hohen Temperaturen öfter, beispielsweise alljährlich, nötig. Ein wesentlicher Vorteil
liegt erfindungsgemäss auch darin, dass durch die Verwendung von wenigen Rostblöcken
6 bzw. durch Wegfallen von Spalten der Rostdurchfall erheblich reduziert wird; die
Gefahr, dass beispielsweise Buntmetalle oder Staub durch den Rost fallen und unverbrannt
in die Schlacke gelangen, ist bedeutend geringer.
[0023] Durch die niedrigeren Temperaturen und die niedrigere thermische Beanspruchung des
Rostblocks 6 ist weitgehend auch die Gefahr eliminiert, dass durch Wärmespannungen
Risse im Material entstehen, die die Korrosion begünstigen. Somit kann die Verwendung
von weniger hochwertigem Material für die Rostblöcke 6 in Betracht gezogen werden.
[0024] Vorzugsweise werden sowohl die festen, als auch die beweglichen Rostblockreihen 4
bzw.5 aus wassergekühlten Rostblöcken 6 zusammengesetzt. Es wäre aber auch möglich,
die Wasser- und Luftkühlung miteinander zu kombinieren.
1. Gekühlter Rostblock als Teil eines Rostes für eine Anlage zur thermischen Behandlung
von Abfall, mit einer oberen Wand (23), deren Aussenfläche eine Nutzfläche (33) bildet,
auf der der zu behandelnde Abfall zu liegen kommt und entlang welcher der Abfall transportiert
wird, bei dem die obere Wand (23) einen darunterliegenden Kühlraum (27) begrenzt,
der von einer Wasserzufuhrleitung (30,31,34) und einer Wasserabfuhrleitung (40,42,43)
durchgesetzt ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Wasserzufuhrleitung (30,31,34)
und die Wasserabfuhrleitung (40,42,43) im Kühlraum (27) enden und mehrere Austrittsöffnungen
(35) bzw. mehrere Eintrittsöffnungen (41) aufweisen, wobei die Eintrittsöffnungen
(41) der Wasserabfuhrleitung (40, 42, 43) im Bereich einer am Übergang der oberen
Wand (23) zu einer vorderen Wand (24) gebildeten Ecke (25) angeordnet sind.
2. Gekühlter Rostblock nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Kühlraum (27)
in einem U-förmigen Blockkörper (20) gebildet, seitlich durch zwei Seitenwände (29)
und von unten durch einen Boden (28) sowie einen Fuss (26) geschlossen ist, wobei
jeweils der Fuss (26) eines Rostblocks (6) der oberen Wand (23) eines nachgeschalteten
Rostblocks (6) relativverschiebbar zugeordnet ist.
3. Gekühlter Rostblock nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Austrittsöffnungen
(35) der Wasserzufuhrleitung (30,31,34) im Bereich des Fusses (26) angeordnet sind.
4. Gekühlter Rostblock nach einem der Ansprüche 2 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass
die Wasserzufuhrleitung (30,31,34) eine parallel zu einer hinteren Wand (21) des Blockkörpers
(20) angeordnete Querleitung (31) aufweist, an welche mehrere, bis in den vorderen
Bereich des Kühlraumes (27) hineinragende, mit den Austrittsöffnungen (35) versehene
Verzweigungsleitungen (34) angeschlossen sind.
5. Gekühlter Rostblock nach einem der Ansprüche 2 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass
die Wasserabfuhrleitung (40,42,43) eine parallel zu einer hinteren Wand (21) des Blockkörpers
(20) angeordnete Querleitung (42) aufweist, an welche mehrere, bis in den vorderen
Bereich des Kühlraumes (27) hineinragende, mit den Eintrittsöffnungen (41) versehene
Verzweigungsleitungen (40) angeschlossen sind.
6. Gekühlter Rostblock nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Querleitung
(31) mit mehreren zusätzlichen Wasseraustrittsöfnungen (32) versehen ist.
7. Gekühlter Rostblock nach einem der Ansprüche 2 bis 6, der einen Teil eines Verbrennungsrostes
einer Abfallverbrennungsanlage bildet, dadurch gekennzeichnet, dass eine vordere Wand
(24) des Blockkörpers (20) mit mehreren, über die Rostblockbreite gleichmässig verteilten
Luftaustrittsöffnungen (47) versehen ist, denen die Luft als Verbrennungsmittel durch
entsprechende, den Kühlraum (27) zwischen dem Boden (28) und der vorderen Wand (24)
durchragende Rohre (46) zugeführt wird.
8. Gekühlter Rostblock nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass
die Wasserzufuhrleitung (30,31,34) und die Wasserabfuhrleitung (40,42,43) an ein geschlossenes,
mit einem Wärmeaustauscher versehenes Kühlwassersystem angeschlossen sind.
9. Rost aufgebaut aus gekühlten Rostblöcken (6) nach einem der Ansprüche 1 bis 8, wobei
mehrere Rostblöcke (6) an einem Blockhalterohr (7) eingehängt und miteinander verbunden
eine Rostblockreihe (4 bzw. 5) bilden, dadurch gekennzeichnet, dass die Rostblockreihe
(4 bzw. 5) aus maximal vier Rostblöcken (6) gebildet ist.
10. Rost nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass Seitenwände (29) der benachbarten
Rostblöcke (6) miteinander verschraubt sind.
11. Rost nach einem der Ansprüche 9 oder 10, mit mehreren ortsfesten Rostblockreihen (4)
und mehreren beweglichen Rostblockreihen (5), die abwechselnd einander folgend angeordnet
sind, dadurch gekennzeichnet, dass sowohl die ortsfesten Rostblockreihen (4) als auch
die beweglichen Rostblockreihen (5) durch die wassergekühlten Rostblöcke (6) gebildet
sind.
1. Cooled grate block as part of a grate for a plant for the thermal treatment of waste
material, having an upper wall (23), whose outer surface forms a useful surface (33)
on which the waste material to be treated comes to rest and along which the waste
material is transported, in which the upper wall (23) bounds a cooling space (27)
which is located below it and through which a water feed line (30, 31, 34) and a water
drainage line (40, 42, 43) pass, characterized in that the water feed line (30, 31,
34) and the water drainage line (40, 42, 43) end in the cooling space (27) and have
a plurality of outlet openings (35) and a plurality of inlet openings (41) respectively,
the inlet openings (41) of the water drainage line (40, 42, 43) being arranged in
the region of a corner (25) formed at the transition of the upper wall (23) to a front
wall (24).
2. Cooled grate block according to Claim 1, characterized in that the cooling space (27)
is formed in a U-shaped block body (20) and is closed at the side by two side walls
(29) and from below by a bottom (28) and a foot (26), the foot (26) of a grate block
(6) being assigned respectively to the upper wall (23) of a downstream grate block
(6) so as to be relatively displaceable.
3. Cooled grate block according to Claim 2, characterized in that the outlet openings
(35) of the water feed line (30, 31, 34) are arranged in the region of the foot (26).
4. Cooled grate block according to one of Claims 2 to 3, characterized in that the water
feed line (30, 31, 34) has a transverse line (31) which is arranged parallel to a
rear wall (21) of the block body (20) and to which are connected a plurality of branch
lines (34) which protrude right into the front region of the cooling space (27) and
are provided with the outlet openings (35).
5. Cooled grate block according to one of Claims 2 to 3, characterized in that the water
drainage line (40, 42, 43) has a transverse line (42) which is arranged parallel to
a rear wall (21) of the block body (20) and to which are connected a plurality of
branch lines (40) which protrude right into the front region of the cooling space
(27) and are provided with the inlet openings (41).
6. Cooled grate block according to Claim 4, characterized in that the transverse line
(31) is provided with a plurality of additional water outlet openings (32).
7. Cooled grate block according to one of Claims 2 to 6, which forms a part of a combustion
grate of a waste incineration plant, characterized in that a front wall (24) of the
block body (20) is provided with a plurality of air outlet openings (47) which are
distributed evenly over the width of the grate block and to which the air is supplied
as a combustion medium through corresponding tubes (46) which pass through the cooling
space (27) between the bottom (28) and the front wall (24).
8. Cooled grate block according to one of Claims 1 to 7, characterized in that the water
feed line (30, 31, 34) and the water drainage line (40, 42, 43) are connected to a
closed cooling water system provided with a heat exchanger.
9. Grate made up of cooled grate blocks (6) according to one of Claims 1 to 8, a plurality
of grate blocks (6) suspended on a block holding tube (7) and joined together forming
a grate-block row (4 or 5), characterized in that the grate-block row (4 or 5) is
formed from a maximum of four grate blocks (6).
10. Grate according to Claim 9, characterized in that side walls (29) of the adjacent
grate blocks (6) are screwed together.
11. Grate according to one of Claims 9 or 10, having a plurality of fixed grate-block
rows (4) and a plurality of movable grate-block rows (5) which are arranged following
on from one another alternately, characterized in that both the fixed grate-block
rows (4) and the movable grate-block rows (5) are formed by the water-cooled grate
blocks (6).
1. Bloc de grille refroidi faisant partie d'une grille pour une installation de traitement
thermique de déchets, comprenant une paroi supérieure (23) dont la surface extérieure
forme une surface utile (33) sur laquelle les déchets à traiter viennent se placer
et le long de laquelle les déchets sont transportés, dans lequel la paroi supérieure
(23) délimite une chambre de refroidissement sous-jacente (27) qui est traversée par
une conduite d'amenée d'eau (30, 31, 34) et une conduite d'évacuation d'eau (40, 42,
43), caractérisé en ce que la conduite d'amenée d'eau (30, 31, 34) et la conduite
d'évacuation d'eau (40, 42, 43) se terminent dans la chambre de refroidissement (27)
et présentent, l'une plusieurs ouvertures de sortie (35) et l'autre plusieurs ouvertures
d'entrée (41), les ouvertures d'entrée (41) de la conduite d'évacuation d'eau (40,
42, 43) étant disposées dans la région d'un angle (25) formé entre la paroi supérieure
(23) et une paroi avant (24).
2. Bloc de grille selon la revendication 1, caractérisé en ce que la chambre de refroidissement
(27), formée dans un corps de bloc (20) en forme de U, est fermée latéralement par
deux parois latérales (29) et, en bas, par un fond (28) et par un pied (26), le pied
(26) d'un bloc de grille (6) étant monté pour coulisser par rapport à la paroi supérieure
(23) d'un bloc de grille (6) placé en aval.
3. Bloc de grille refroidi selon la revendication 2, caractérisé en ce que les ouvertures
de sortie (35) de la conduite d'amenée d'eau (30, 31, 34) sont disposées dans la région
du pied (26).
4. Bloc de grille refroidi selon une des revendications 2 et 3, caractérisé en ce que
la conduite d'amenée d'eau (30, 31, 34) présente une conduite transversale (31) disposée
parallèlement à une paroi arrière (21) du corps de bloc (20), et à laquelle sont raccordées
plusieurs conduites de dérivation (34) qui se prolongent jusque dans la région avant
de la chambre de refroidissement (27) et qui sont munies des ouvertures de sortie
(35).
5. Bloc de grille refroidi selon une des revendications 2 et 3, caractérisé en ce que
la conduite d'évacuation d'eau (40, 42, 43) présente une conduite transversale (42)
disposée parallèlement à une paroi arrière (21) du corps de bloc (20) et à laquelle
sont raccordées plusieurs conduites de dérivation (40) qui se prolongent jusque dans
la région avant de la chambre de refroidissement (27) et qui sont munies des ouvertures
d'entrée (41).
6. Bloc de grille refroidi selon la revendication 4, caractérisé en ce que la conduite
transversale (31) est munie de plusieurs ouvertures de sortie d'eau additionnelles
(32).
7. Bloc de grille refroidi selon une des revendications 2 à 6, qui constitue une partie
d'une grille d'incinération, d'une installation d'incinération des déchets, caractérisé
en ce qu'une paroi avant (24) du corps de bloc (20) est munie de plusieurs ouvertures
de sortie d'air (47) uniformément réparties sur la largeur du bloc de grille et auxquelles
l'air constituant le comburant est acheminé à travers des tubes appropriés (46) qui
traversent la chambre de refroidissement (27) entre le fond (28) et la paroi avant
(24).
8. Bloc de grille refroidi selon une des revendications 1 à 7, caractérisé en ce que
la conduite d'amenée d'eau (30, 31, 34) et la conduite d'évacuation d'eau (40, 42,
43) sont raccordées à un circuit d'eau de refroidissement fermé, équipé d'un échangeur
de chaleur.
9. Grille composée de blocs de grille refroidis (6) selon une des revendications 1 à
8, dans laquelle plusieurs blocs de grille (6) accrochés à un tube porte-blocs (7)
et réunis les uns aux autres forment une rangée de blocs de grille (4 ou 5 respectivement),
caractérisée en ce que la rangée de blocs de grille (4 ou 5) est formée au maximum
de quatre blocs de grille (6).
10. Grille selon la revendication 9, caractérisée en ce que les parois latérales (29)
des blocs de grille (6) adjacents sont boulonnées les unes aux autres.
11. Grille selon une des revendications 9 et 10, comprenant plusieurs rangées de blocs
de grille fixes (4) et plusieurs rangées de blocs de grille mobiles (5) qui sont disposées
en se succédant en altemance, caractérisée en ce que les rangées de blocs de grille
fixes (4) aussi bien que les rangées de blocs de grille mobiles (5) sont formées par
des blocs de grille (6) refroidis par l'eau.

