[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zur Bildinspektion und Farbmessung
an mindestens einem Druckprodukt, das in einer Druckmaschine mit mindestens einem
Druckwerk erstellt wurde.
[0002] Aus der EP 0 324 718 A1 sind ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Farbregelung
einer Druckmaschine bekannt geworden. Anhand der spektralen Meßwerte eines Farbkontrollstreifens
werden bei einer Abweichung eines Ist-Farbortes von einen Soll-Farbort über ein spezielles
Rechenverfahren die erforderlichen Schichtdickenänderungen in den einzelnen Farbzonen
der einzelnen Druckwerke berechnet. Da über eine farbmetrische Regelung eine Regelung
hinsichtlich des Farbeindruckes, den das menschliche Auge von einem Druckprodukt empfängt,
nachvollzogen wird, läßt sich eine hochwertige Druckqualität erreichen.
[0003] Eine Vorrichtung zur Durchführung einer umfassenden Qualitätskontrolle an Druckbögen
wird in der EP 0 410 253 A2 beschrieben. Die Bilddaten eines Druckproduktes werden
von einer Videokamera, die oberhalb eines Abmusterungstisches angeordnet ist, erfaßt.
Die Daten werden in einem Speicher für digitale Bilddaten abgelegt. Parallel zur Videokamera
ist eine Lichtquelle sowohl zur Darstellung von Daten als auch als Führungseinrichtung
für die Meßeinrichtungen vorgesehen.
[0004] Zwischen Videokamera und Lichtquelle sind ein oder mehrere Systeme zur Bildauswertung,
insbesondere zur Mustererkennung, vorgesehen, die die Daten des Speichers für die
Bilddaten benutzen. Als Meßeinrichtungen kommen insbesondere Farbmeßgeräte und Registermeßgeräte
in Frage.
[0005] Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zu schaffen,
die gleichzeitig eine Qualitäts- und Farbbewertung an Druckprodukten erlaubt.
[0006] Die Aufgabe wird durch eine Vorrichtung mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.
Die Vorrichtung enthält mindestens eine Bilderfassungseinrichtung, die Bilddaten vom
Druckprodukt liefert, und eine Recheneinrichtung, die einerseits alle Bilddaten des
Druckproduktes zwecks einer Bildinspektion ermittelt und andererseits aus den Bilddaten
zumindest eines Meßpunktes oder Pixels des Druckproduktes eine Meßgröße für die Farbbeurteilung
ermittelt. Die Bilddaten für die Bildinspektion und die Farbbeurteilung können sowohl
von einem als auch von verschiedenen Druckprodukten stammen.
[0007] Erstmals wird damit eine Vorrichtung vorgeschlagen, die zwei für eine hochwertige
Druckqualität bestimmende Erfordernisse gleichzeitig erfüllt. Einmal wird anhand des
gesamten Bilddatensatzes des Druckproduktes eine Bewertung hinsichtlich der Druckqualität
durchgeführt. Ein Ist-Sollwert-Vergleich wird dazu herangezogen, z. B. Butzen, eine
unzureichende Feuchteführung, Dublieren, Registerfehler, ebenso wie geometrische Lagefehler
des Druckbildes auf dem Bogen und Störstellen des Bogens, aber auch Fehlbögen zu erkennen.
Weiterhin werden anhand der Bilddaten gewisser Bereiche, zumindest jedoch eines Pixels
des Druckproduktes, Meßgrößen für eine Farbbeurteilung ermittelt.
[0008] Wird die erfindungsgemäße Vorrichtung innerhalb der Druckmaschine eingesetzt, so
ist weiterhin ein Drehwinkelgeber vorgesehen und bei einer Rollenrotationsdruckmaschine
kann zusätzlich ein Sensor zur Erkennung des Bahn- und /oder Bildanfanges vorgesehen
sein. Von einer Triggerelektronik wird die Bilderfassungseinrichtung oder die Bilderfassungseinrichtungen
so angesteuert, daß sie Bilddaten vom gesamten Druckprodukt bereitstellt oder bereitstellen,
wobei die geometrische Auflösung der Bilddaten unabhängig von der Druckgeschwindigkeit
ist. Vorteilhafterweise handelt es sich bei der Bilderfassungseinrichtung um zumindest
eine Kamera, die das Durckprodukt zeilenweise abtastet.
[0009] Die Datenrate ist insbesondere beim inline Einsatz der erfindungsgemäßen Vorrichtung
durch die Auflösung, d. h. die Anzahl der Pixel pro abgetasteter Zeile, und die Druckgeschwindigkeit
bestimmt. Um fehlerhafte Bögen infolge von Butzen, infolge einer unzureichenden Farbführung
oder infolge von Registerfehlern ebenso wie eine unzureichende farbliche übereinstimmung
mit einem o.k.-Druckbild augenblicklich, also in Echtzeit, zu erkennen, muß die Recheneinrichtung
entsprechenden Anforderungen genügen. Auch muß sichergestellt sein, daß sowohl das
Rauschen als auch das übersprechen weitgehend eliminiert werden, so daß eine qualitativ
hochwertige Signalauswertung möglich ist.
[0010] Besonders hohe Anforderungen an die Meßgenauigkeit ergeben sich bei einer inline
Farbmessung in Echtzeit. Störungen innerhalb des Meßbereiches müssen hier soweit beschränkt
werden, daß ihr Einfluß auf die Farbmeßwerte innerhalb vorgebener Farbtoleranzen liegt.
Da insbesondere Winkelfehler, aber auch Lagefehler des Druckproduktes, bei der Beobachtung
des ausgewählten Bereiches auf dem Druckbogen zu Farbmeßfehlern führen, muß sowohl
hinsichtlich der Optik als auch hinsichtlich der Beleuchtung dafür Sorge getragen
werden, daß derartige Winkelfehler nicht zu einer unkontrollierbaren Verfälschung
der Farbmeßwerte führen. Spezielle Ausgestaltungen, die Winkelfehler oder Farbfehler
weitgehend eliminieren, sind in weiteren Ausgestaltungen der erfindungsgemäßen Vorrichtung
an späterer Stelle beschrieben.
[0011] Insbesondere ist die Bilderfassungseinrichtung bzw. die erfindungsgemäße Vorrichtung
so konzipiert, daß baugleiche Komponenten für offline- oder inline-Aufgaben verwendet
werden können. Damit erhält man systemkonsistente Daten, beispielsweise können die
Daten eines offline-Meßgerätes als Solldaten für die inline-Messung verwendet werden.
Weiterhin existieren Schnittschnellen, um nicht systemeigene Daten, z. B. spektrale
Daten, übernehmen zu können.
[0012] Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist vorgesehen,
daß eine Bilderfassungseinrichtung aus einem oder mehreren Meßmodulen und aus zumindest
einer entsprechend zugeordneten Empfangseinrichtung besteht. Wie bereits zuvor beschrieben,
müssen für eine Farbmessung , bzw. die nachfolgende Anzeige und/oder Regelung Daten
mit einer hohen Reproduzierbarkeit bereitgestellt werden. Wie bereits beschrieben,
muß die Recheneinrichtung hierfür gewissen Anforderungen genügen. Andererseits muß
aber auch bezüglich der Optik sowie der Bilddatenaufbereitung sichergestellt sein,
daß die Meßwerte nicht durch unkontrollierbare Einflüsse verfälscht und/oder unbrauchbar
werden. Der modulare Aufbau der Bilderfassungseinrichtung trägt diesen Forderungen
hervorragend Rechnung.
[0013] Durch den modularen Aufbau wird eine weitgehend homogene Bestrahlung des definierten
Bereiches auf dem Druckprodukt erreicht. Darüber hinaus wird durch die unmittelbare
Nähe zwischen abzutastendem Druckprodukt und Meßmodul Fremdstrahlung, die direkten
Einfluß auf die Meßsignale nimmt, weitgehend abgeschirmt. Insbesondere beim inline-Einsatz
wirkt sich die Objektnähe auch positiv in die Richtung aus, daß Vibrationen der Druckmaschine
die Geometrie des definierten Bildbereiches wenig stören und somit keine Farbmeßfehler
verursachen, die außerhalb vorgegebener, zulässiger Toleranzen liegen. Mit Farbtoleranz
ist stets die Farbänderung gemeint, die vom menschlichen Auge als tolerierbare Farbabweichung
empfunden wird.
[0014] Der modulare Aufbau der Bilderfassungseinrichtung hat darüber hinaus auch eine positive
Auswirkung hinsichtlich der Verarbeitungsgeschwindigkeit der Bilddaten. So ist die
parallele Datenaufnahme als vorteilhafte Vorstufe einer nachfolgenden parallelen Datenverarbeitung
zu werten.
[0015] Wie bereits zuvor beschrieben, besteht die Bilderfassungseinrichtung aus einem oder
mehreren Meßmodulen und einer oder mehreren, die Bilddaten erzeugenden Empfangseinrichtungen.
Hinsichtlich der konstruktiven Ausgestaltung der Bilderfassungseinrichtung sind zwei
Varianten zu nennen. Entweder sind die Meßmodule und die die Bilddaten erzeugenden
Empfangseinrichtungen räumlich voneinander getrennt und über Bildleiter miteinander
verbunden, oder aber die Meßmodule und die die Bilddaten erzeugenden Empfangseinrichtungen
sind in den Meßbalken integriert. Während die letztere Alternative durchaus vorteilhaft
für eine offline-Messung ist, zeigt die erste Variante Vorteile bei einem inline-Einsatz,
d. h. bei einer Erfassung der Bilddaten innerhalb der Druckmaschine. Durch die räumliche
Trennung der opto-mechanischen, von den elektrischen bzw. elektronischen Elementen
der Empfangseinrichtungen, wobei insbesondere hochsensible CCD-Zeilenarrays zu nennen
sind, lassen sich die Empfangseinrichtungen außerhalb der Druckmaschine plazieren.
Durch diese Ausgestaltung werden mechanische oder elektromagnetische Schwingungen,
die sich insbesondere am Meßort negativ auf die Meßwerterfassung und -weiterverarbeitung
auswirken, weitgehend ausgeschalten. Ein weiterer Vorteil der Separierung der Meßmodule
von den Empfangseinrichtungen liegt darin, daß die Meßmodule - und damit auch ein
die Meßmodule tragender Meßbalken - eine relativ geringe Dimensionierung aufweisen.
Die freie Zugänglichkeit der Zylinder der einzelnen Druckwerke der Druckmaschine wird
dadurch in einem vertretbaren Rahmen gehalten. Auch ist der Meßbalken damit für mehrere
Einbauorte geeignet.
[0016] Der Meßbalken ist modular aus einzelnen Meßmodulen aufgebaut ist, die Bilddaten aus
dem definierten Bildbereich liefern. Durch den modularen Aufbau des Meßbalkens läßt
sich dieser problemlos an beliebige Formate des Druckproduktes - d. h. an unterschiedliche
Maschinenbreiten - anpassen.
[0017] Gemaß der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist es vorgesehen, daß jedem Meßmodul zumindest
eine Beleuchtungseinrichtung und ein Frontobjektiv zugeordnet sind, die den definierten
Bildbereich auf zumindest einen zeilenförmigen Bildleiter abbilden, wobei bei mehreren
Bildleitern pro Meßmodul eine entsprechende Anzahl zeilenförmiger Bildleiter übereinander
geschichtet ist. Jeder Bildleiter selbst setzt sich aus einer Vielzahl nebeneinander
und eventuell übereinander liegender Lichtfasern zusammen, die an den beiden Enden
des Bildleiters so geordnet sind, daß eine geometrisch ungestörte Bildübertragung
gewährleistet ist. Jeder Bildleiter selbst kann wiederum sowohl einlagig als auch
mehrlagig ausgebildet sein.
[0018] Die auf der Bildseite zeilenförmig ausgebildeten und eventuell parallel übereinander
geschichteten zeilenförmigen Bildleiter sind auf der Empfangsseite mit definiertem
Abstand übereinander geschichtet und bilden so eine reguläre Schichtstruktur. Besonders
vorteilhaft ist die Ausgestaltung, daß die Bildleiter auf der Empfangsseite zu einem
optischen Steckverbinder zusammengefügt sind. Hierdurch ist es problemlos möglich,
sowohl die Anzahl der Bildleiter in dem Steckverbinder beliebig zu variieren, als
auch die Bildleiter - aus welchen Gründen auch immer - auszutauschen.
[0019] Bei mehrlagigen Einfachbildleitern bieten sich zwei Möglichkeiten an, die einzelnen
Bildleiter in dem Steckverbinder anzuordnen. So werden z. B. bei einer farbmetrischen
Messung die einem X-, Y-, Z- und NIR-Kanal entsprechenden Bildleiter eines jeden Meßmoduls
auf der Empfangsseite blockweise übereinander geschichtet; anschließend werden die
Ausgänge des optischen Steckverbinders über ein optisches System, das im wesentlichen
aus einem Strahlteiler und Farbfiltern besteht, auf die CCD-Zeilenarrays abgebildet.
Die zweite Möglichkeit spart den Strahlteiler ein, indem die auf der Bildseite übereinander
geschichteten zeilenförmigen Bildleiter zu einem Steckverbinder auf der Empfangsseite
zusammengefügt werden, wobei jeweils genau ein Bildleiter aus jedem Meßmodul in einem
Block des Steckverbinders enthalten ist. In diesem Steckverbinder sind vier Blöcke
von Bildleitern enthalten, die dem X-, Y-, Z- und NIR-Kanal entsprechen. Am Ausgang
des Steckverbinders liegt bereits eine Aufteilung der Strahlung entsprechend den einzelnen
Farbkanälen vor. Daher kann ein Strahlteiler bei dieser Version entfallen. Über ein
optisches System, das im wesentlichen aus Farbfiltern besteht, wird der definierte
Bildbereich auf die entsprechend zugeordnete Empfangseinrichtung abgebildet. Anzumerken
ist zu dieser zweiten Version, daß die Einsparung des Strahlteilers zu Einbußen hinsichtlich
der Ortsauflösung führt. Dieser Nachteil läßt sich jedoch softwaremäßig kompensieren,
indem die räumlich getrennten Meßorte der einzelnen Farbkanäle in die korrekte Geometrie
transformiert werden.
[0020] Gemäß der Erfindung besteht die Empfangseinrichtung aus einer Anzahl in definiertem
Abstand parallel zueinander angeordneter, fotoempfindlicher Elemente, deren Anzahl
die Ortsauflösung der Bilderfassungseinrichtung bestimmt. Vorteilhafterweise ist die
Empfangseinrichtung ein CCD-Zeilenarray. Mit den CCD-Zeilen bzw. den CCD-Zeilenarrays
ist eine übliche Ansteuerelektronik gekoppelt, die zur Taktansteuerung der CCD-Zeilen
bzw. der CCD-Zeilenarrays, zur Signalverstärkung und Abtastung der Signale und zur
A/D-Wandlung dient. Am Ausgang der Empfangseinrichtung stehen dann die Bilddaten des
gesamten Druckproduktes an.
[0021] Die CCD-Elemente müssen bezüglich der Bildleiterenden exakt justiert werden, da ansonsten
Bildstörungen, wie Konvergenzfehler oder Alignment) entstehen. Um den Justageaufwand
zu minimieren, wird gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung der erfindungsgemäßen
Vorrichtung folgendes vorgeschlagen: dem Ausgang der Bildleiter ist eine Feldblende
mit mehreren spaltförmigen öffnungen nachgeschaltet. Die spaltförmigen Öffnungen definieren
den auf die jeweiligen CCD-Zeilen abzubildenden Bereich der zugeordneten Bildleiter.
Insbesondere ist vorgesehen, daß der Querschnitt der Bildleiter größer ist als die
Feldblende, und daß der Ausgang jeden Bildleiters bezüglich der optischen Achse des
ersten Objektives auf der Empfangsseite der Bildleiter in einer Halterung justierbar
ist. Die Anzahl der Justiervorgänge entspricht also der Anzahl der Bildleiter, ist
also relativ gering. Das Abbild eines Bildleiterendes auf der zugeordneten CCD-Zeile
ist vorteilhaft in Druckrichtung kleiner als die CCD-Zeilenhöhe selbst, wodurch größere
Justagetoleranzen ermöglicht werden.
[0022] Um die optischen Toleranzen insbesondere für die Farbregelung ebenfalls sehr gering
zu halten, ist die Empfangseinheit optisch in einer bevorzugten Verkörperung wie folgt
ausgebildet:
die Bildleiterenden werden mittels zweier Objektive auf die CCD-Zeilen abgebildet.
Dabei stehen die beiden einander zugeordneten Objektive jeweils im Brennpunkt des
anderen Objektivs, so daß der Zwischenraum idealerweise parallel durchstrahlt wird.
[0023] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform ist in diesem Zwischenraum ebenfalls der
Strahlteiler untergebracht, so daß die Abbildung mittels eines ersten Objektivs und
vier zweiter Objektive erfolgt.
Hinsichtlich der Farbmessung hat diese Anordnung den Vorteil, daß für alle optischen
Module nur ein optischer Filter pro Farbkanal benötigt wird. Hier wird ein vergleichbares
Filterverhalten für alle Bildpunkte garantiert, da die einzelnen Filter von der Strahlung
senkrecht durchsetzt werden.
[0024] Insbesondere wird durch die oben genannte Anordnung der Objektive der Einsatz von
Partialfiltern möglich. So ist gemäß einer Weiterbildung der erfindungsgemäßen Vorrichtung
vorgesehen, daß die Farbfilter aus mehreren unterschiedlichen Filterteilen bestehen,
die gegenüber der Blende verschoben werden können. Dies dient der Feinabstimmung der
Transmissionskurve des entsprechenden Farbkanals.
[0025] Eine Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Vorrichtung sieht vor, daß die Feldblende
zwischen der Lage der Bildinformation und der Lage einer Weißreferenz der Beleuchtungseinrichtungen
der Meßmodule einen abgedunkelten Bereich aufweist. Die Einkopplung der Weißreferenz
dient der Normierung der einzelnen Beleuchtungseinrichtungen untereinander. Durch
die oben beschriebenen Abteilung des Einkopplungsbereiches von dem eigentlichen Bildübertragungsbereich
werden beide Bereiche klar voneinander getrennt.
[0026] Um eine sichere Anpassung der Geometrien der im Steckverbinder gestapelten Bildleiterenden
an die Geometrie der CCD-Zeilen zu erreichen, wird gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltung
der erfindungsgemäßen Vorrichtung ein opto-mechanisches Kopplungsglied vorgeschlagen.
Dieses Kopplungsglied besteht aus einem Frontblock und einem Rückseitenblock, die
über Lichtleiter miteinander verbunden sind. Während der Frontblock an die Geometrie
des Bildleiterstapels angepaßt ist, weist der Rückseitenblock die Geometrie der CCD-Zeilen
auf. Dieses Kopplungsglied ist fertigungstechnisch einfacher zu handhaben als die
relativ langen Bildleiter, welche den Meßbalken mit der Empfangseinheit verbinden.
Desweiteren ist aufgrund der optischen Abbildungsgesetze die Geometrie der CCD-Zeilen
mit der Geometrie des Bildleiterstapels über den Abbildungsmaßstab des optischen Systems
verknüpft. Da im allgemeinen nicht gesichert ist, daß die geometrischen Dimensionen
von Bildleiterstapel, optischem System und Empfangseinrichtungen zueinander passen
- etwa bestehen aus technologischen oder ökonomischen Gründen Ober- bzw. Untergrenzen
für die Dimensionierung dieser Bauteile oder es kann ökonomisch sinnvoll sein, den
Steckverbinder nicht in der zur Abbildung passenden Größe zu wählen sondern größer
-, erweist sich diese Ausgestaltung als äußerst nützlich.
[0027] Die nachfolgenden vorteilhaften Weiterbildungen der erfindungsgemaßen Vorrichtung
beziehen sich auf die Beleuchtung des definierten Bildbereiches. Die Beleuchtung kann
entweder direkt oder indirekt erfolgen. Eine indirekte Beleuchtung bedeutet in diesem
Zusammenhang, daß Strahlung einer Kaltlichtquelle über einen Querschnittswandler und
einen Spiegel, beispielsweise einen Zylinderspiegel, in den ausgewählten Bildbereich
gelenkt wird. Diese indirekte Beleuchtung bietet sich vor allem bei der integrierten
Ausbildung des Meßmoduls an, wo also die temperaturempfindlichen Empfangseinrichtungen
und Elektroniken in die einzelnen Meßmodule integriert sind.
[0028] Bei der direkten Beleuchtung fällt die Strahlung von der Beleuchtungseinrichtung
mehr oder weniger direkt in den ausgewählten Bildbereich. Da es für eine verläßliche
Farbmessung von großer Wichtigkeit ist, daß die Strahlung in dem ausgewählten Bildbereich
eine homogene Verteilung aufzeigt - insbesondere heißt dies, daß keine lateralen Schwankungen
auftreten dürfen - ist gemäß einer Weiterbildung vorgesehen, daß die Strahlung über
einen langgestreckten elliptischen Spiegel in den ausgewählten Bereich geleitet wird.
Wegen der günstigen spektralen Reflexionseigenschaften ist der elliptische Spiegel
wahlweise mit Chrom beschichtet, oder aber er besteht aus Aluminium mit einer Siliziumoxid-Beschichtung.
[0029] Zur Normierung, Regelung und Eichung der Beleuchtungseinrichtungen untereinander
ist vorgesehen, daß die Strahlung jeder einzelnen Beleuchtungseinrichtung auf jeweils
einen Lichtleiter gekoppelt ist, dessen Ausgang direkt mit dem entsprechenden Bildleiter
verbunden ist und in jedem der Farbkanäle gemessen wird. Hierdurch wird es möglich,
daß für jede Beleuchtungseinrichtung Meßwerte bereitgestellt werden, die anschließend
auf die entsprechenden Werte einer Normlichtquelle normiert werden. Insbesondere ist
eine Lampenregelung vorgesehen, die den Strom für die Beleuchtungseinrichtungen so
einstellt, daß deren Strahlungsintensität untereinander abgeglichen ist.
[0030] Neben der lateralen homogenen Ausleuchtung des definierten Bildbereiches muß auch
sichergestellt sein, daß die Strahlung eine zeitlich konstante spektrale Zusammensetzung
aufweist. Darüber hinaus sollte die Strahlungsintensität im gesamten relevanten Wellenlängenbereich,
der zwischen ca. 400 nm und dem "
Nahen
Infra-
Rot" (NIR) liegt, einigermaßen gleich sein. Weiterhin muß für eine verläßliche Farbregelung
die Abhängigkeit der spektralen Zusammensetzung der Meßstrahlung vom Meßort auf dem
Druckprodukt als auch von der Art des Bedruckstoffes innerhalb zulässiger Farbtoleranzen
liegen. Nur wenn dies sichergestellt ist, kann für jeden beliebigen Meßort und jede
Art des Bedruckstoffes dieselbe spektrale Korrekturfunktion, sprich derselbe Farbfilter
bzw. optische Filter (NIR), zum Einsatz kommen.
[0031] Vorteilhafterweise kommen als Beleuchtungseinrichtungen Präzisionshalogenlampen zum
Einsatz, die von separaten, programmierbaren Präzisionsstromquellen angesteuert werden.
Durch die zuvor beschriebene Einkopplung der Strahlung der Beleuchtungseinrichtungen
auf die einzelnen Bildleiter wird das Licht der Beleuchtungseinrichtungen in jedem
der spektralen Farbkanäle gemessen. Die Meßwerte werden mit den entsprechenden Meßwerten
einer Normlichtquelle normiert. Diese zeigen eine Korrelation zur Temperatur T. Trägt
man die normierten Meßwerte gegen die entsprechenden Farbkanäle auf, so ändern sich
die relativen Intensitäten in Abhängigkeit von der Temperatur. Anhand dieser relativen
Intensitäten wird nunmehr der Strom der zugeordneten Beleuchtungseinrichtungen über
einen invertierenden Verstärker angesteuert. Durch diese Art der Lampenregelung auf
der Grundlage der Farbtemperatur der Beleuchtungseinrichtungen wird sichergestellt,
daß jede der Beleuchtungseinrichtungen Strahlung gleicher Intensität im gesamten relevanten
Spektralbereich aus sendet.
[0032] Zur exakten Justage des Lichtleiters bezüglich der jeweiligen Beleuchtungseinrichtung
ist vorgesehen, daß der Lichtleiter in einer Bohrung angeordnet ist, dessen Achse
auf die Beleuchtungseinrichtung gerichtet ist. Insbesondere ist der Lichtleiter innerhalb
dieser Bohrung justierbar angeordnet.
[0033] Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung der erfindungsgemäßen Vorrichtung, die ebenfalls
den hohen Anforderungen an die Auflösung der Farbmeßwerte Rechnung trägt, ist vorgesehen,
daß der aktuell in jedem Farbkanal gemessene und gemittelte Wert des Weißwertes jeder
Beleuchtungseinrichtung zur Normierung der Farbmeßwerte verwendet wird und daß hiervon
der aktuell gemittelte Dunkelstrom der CCD-Zeilen subtrahiert wird.
[0034] Die Bilddaten werden jeweils an dem fertig erstellten Druckprodukt erfaßt. Daher
ist die Bilderfassungseinrichtung bei einer Bogenrotationsdruckmaschine vorzugsweise
dem Druckzylinder des letzten Druckwerkes bzw. zusätzlich dem Druckzylinder vor einer
Wendetrommel zugeordnet, falls die Bogendruckmaschine im Schön- und Widerdruckbetrieb
arbeitet. Bei einer Rollenrotationsdruckmaschine sind zwei Bilderfassungseinrichtungen
zum beidseitigen Abtasten der bedruckten Bahn vorgesehen. Vorteilhafterweise sind
die Bilderfassungseinrichtungen bei einer Rollenrotationsdruckmaschine den Kühlwalzen
oder den Umlenkwalzen danach zugeordnet. Durch diese Maßnahmen ist sichergestellt,
daß die Erfassung des Druckbildes an dem getrockneten Druckprodukt erfolgt. Da Feuchtmittel
am Meßort den spiegelnd reflektierten Strahlungsanteil erhöht, können somit Polarisationsfilter,
die zur Unterdrückung der spiegelnd reflektierten Strahlung in den Strahlengang eingebracht
werden müssen, bei dieser Anordnung entfallen.
[0035] Zuvor wurden bereits Maßnahmen beschrieben, die eine Abhängigkeit der Farbmeßwerte
vom Meßort derart minimieren, daß die infolge dieser Abhängigkeit verursachten Schwankungen
der Farbmeßwerte innerhalb zulässiger Farbtoleranzen liegen. Die Farbmeßwerte sind
jedoch nicht nur abhängig von lateralen und seitlichen Änderungen, sie hängen auch
von der Objektweite ab. Daher muß dafür Sorge getragen werden, daß das Druckprodukt
einen wohldefinierten Abstand zur Beleuchtungseinrichtung bzw. insbesondere zur Frontoptik
aufweist. Die Reproduzierbarkeit des Meßortes auf dem Druckprodukt ist selbstverständlich
auch von großer Bedeutung hinsichtlich der Korrelation zwischen Drehgebersignalen
und Druckbild des Druckproduktes. Durch das Blasen eines Luftstromes gegen die Laufrichtung
auf den Druckbogen wird dieser auf dem Druckzylinder fixiert. Gemäß einer vorteilhaften
Ausgestaltung der Blaslufteinrichtung ist vorgesehen, daß der Druck der Blasluft entsprechend
der Beschaffenheit des Druckproduktes, beispielsweise entsprechend der Dicke oder
der Steifigkeit des Druckproduktes, gewählt wird. Durch eine Eingabe der Dicke oder
der Steifigkeit des Druckproduktes an einer Eingabeeinrichtung wird über eine Steuerung
die Blasluft automatisch geregelt. Etwa wird bei Karton ein hoher Blasluftdruck bereitgestellt,
während bei geringer Dicke oder Steifigkeit des Druckproduktes ein geringerer Blasdruck
gewählt wird, da bei dünnen, biegsamen Papieren hohe Drücke zu einer Wellenbildung
führen könnten, was dem eigentlichen Sinn und Zweck der Blasluftbeaufschlagung des
Druckproduktes exakt entgegenlaufen würde.
[0036] Eine Fixierung des Druckproduktes ist darüber hinaus möglich durch Ansaugen des Druckproduktes
auf dem Zylinder oder durch eine elektrostatische Aufladung des Druckproduktes und/oder
des Zylinders. Insbesondere ist vorgesehen, daß anhand der Bilddaten eine Ansteuerung
der Blasdüsen erfolgt. So ist es z. B. auch möglich, die Blaseinrichtung formatvariabel
- seitlich und in Druckrichtung - mit Blasluft zu beaufschlagen. Vorteilhafterweise
ist vorgesehen, daß die Blasluftzuführeinrichtungen so konstruiert sind, daß der Blasluftstrom
gleichzeitig zur Kühlung der Beleuchtungseinrichtungen eingesetzt wird.
[0037] Für eine absolute Farbmessung ist eine fotometrische Eichung der Bilderfassungseinrichtungen
erforderlich. Üblicherweise wird zur Normierung auf Absolutweiß bei Farbmessungen
Bariumsulfat verwendet. Da Bariumsulfat nur in Tablettenform als gepreßtes Pulver
vorliegt, ist es zum online-Einsatz wenig geeignet. Als Ersatz kann eine Kunststoffkachel
verwendet werden, deren optische Eigenschaften relativ zu Bariumsulfat bekannt sind.
[0038] Das Eichweiß ist beispielsweise auf der Oberfläche bzw. einem Bereich der Oberfläche
des Zylinders angeordnet, oder aber er befindet sich auf einem gesonderten Träger
im Kanal des jeweiligen Zylinders, bezüglich dessen die Bilderfassungseinrichtung
angeordnet ist. Üblicherweise erfolgt eine Eichung der Bilderfassungseinrichtungen
in Druckpausen. Wird das Eichweiß jedoch im Kanal des Zylinders angeordnet, kann die
Eichung bei Bogendruckmaschinen auch während des laufenden Druckprozesses erfolgen.
[0039] Neben der Farbeichung muß auch im Betrieb die Konstanz verschiedener Betriebsparameter
überprüft werden. Hierzu werden selbstleuchtende Eichflächen an geeigneter Stelle
in den Strahlengang eingeschwenkt. Beispielsweise dient diese Maßnahme zur überprüfung
der Zeitabhängigkeiten. Gegebenenfalls wird eine Meldung an den Bediener gegeben,
wenn eine erneute Farbeichung durchzuführen ist.
[0040] Eine weitere Lösung sieht folgendes vor: eine zusätzlich angekoppelte Bildleiterlage
am Ende der Bildleiter schaut auf die Eichfläche.
[0041] Eine besonders vorteilhafte Ausgestaltung im Hinblick auf die Eichung der Bilderfassungseinrichtungen
läßt sich wie folgt realisieren:
Dem Meßbalken wird ein Schutzgehäuse zugeordnet. Beide, Meßbalken und Schutzgehäuse,
haben eine gemeinsame Achse. Der Meßbalken ist um die Achse schwenkbar gelagert und
in zwei Positionen, einer Meßposition und einer Parkposition, arretierbar. In der
Meßposition wird das Druckprodukt auf dem Zylinder abgetastet. Vorteilhafterweise
fällt die Strahlung der Beleuchtungseinrichtung unter einem Winkel von 45° auf die
Oberfläche des Druckproduktes. In Druckpausen wird der Meßbalken in die Parkposition
geschwenkt und befindet sich nun innerhalb des Schutzgehäuses. Hierdurch werden die
empfindlichen Optiken vor Spritzwasser - in Druckpausen wird normalerweise das Gummituch
gewaschen - geschützt.
Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung des erfindungsgemäßen Meßbalkens ist jedoch
auch vorgesehen, das Eichweiß im Schutzgehäuse anzuordnen. Insbesondere ist das Schutzgehäuse
so dimensioniert, daß der optische Schnittpunkt der jeweiligen Beleuchtungseinrichtung
und der Frontoptik in der Parkposition auf der Fläche des Normstrahlers fokusiert.
Vorteilhafterweise ist der Normstrahler über die gesamte Breite des Schutzgehäuses
angeordnet.
[0042] Das optische System, das die Ausgänge der Bildleiter bzw. das Zwischenbild auf die
jeweiligen Empfangseinrichtungen abbildet, kann insbesondere bei integralen Ausführungsformen
der erfindungsgemäßen Vorrichtung vielfältig ausgestaltet sein. So ist es möglich,
daß es sich bei dem optischen System um einen Strahlteiler handelt, dessen einzelnen
Ausgängen optische Filter mit Abbildungsoptiken zugeordnet sind. Als besonders vorteilhaft
hat es sich erwiesen, den definierten Bildbereich unter einem Winkel von 45° zu beleuchten
und die Frontoptik senkrecht zur Oberfläche des Druckproduktes anzuordnen. Die umgekehrte
Anordnung von Beleuchtungseinrichtung und Frontoptik ist jedoch ebenfalls möglich.
[0043] Bei einer besonders vorteilhaften Weiterbildung der erfindungsgemäßen Vorrichtung
ist vorgesehen, daß ein Partialfilter im gemeinsamen Brennpunkt zweier Objektive des
optischen Systems angeordnet ist.
[0044] Eine weitere sehr vorteilhafte Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung,
die sowohl bei der getrennten als auch bei der integrierten Version der Bilderfassungseinrichtung
zum Einsatz kommen kann, sieht vor, daß es sich bei dem optischen System um ein Prisma
oder um ein Gitter handelt. Bekanntlicherweise bewirken beide eine spektrale Zerlegung
der Meßstrahlung. Die Meßstrahlung jeden Bildpunktes des definierten Bereiches des
Druckproduktes wird spektral zerlegt, das Spektrum wird auf parallele, als Flächenarray
angeordnete CCD-Elemente abgebildet. Da von jedem einzelnen Pixel des definierten
Bildbereiches spektrale Meßwerte bereitgestellt werden, wird zusätzlich eine spektrale
Auflösung erreicht. Die spektrale, ortsaufgelöste Meßstrahlung wird von einem CCD-Flächenarray
empfangen und nachfolgend in Bilddaten umgewandelt. Besonders vorteilhaft bei dieser
Ausbildung erweist sich, daß die Recheneinrichtung die spektralen Meßwerte anschließend
so gewichten kann, daß beliebige, gewünschte Filterfunktionen softwaremäßig nachgebildet
werden. Es entfallen also die Farbfilter und somit die hohen Anforderungen, die üblicherweise
im Hinblick auf eine verläßliche Farbmessung an die Filterfunktionen dieser Farbfilter
gestellt werden.
[0045] Die Bilddaten des gesamten Druckproduktes können sowohl für die Bildinspektion als
auch für eine Farbregelung verwendet werden. Insbesondere ist vorgesehen, daß die
Recheneinrichtung die shading-korrigierten und logarithmierten Bilddaten in Daten
für die Bildinspektion und in Daten für die Farbregelung aufteilt. Für die Bildinspektion
werden Differenzbilddaten herangezogen, die mit pixelweise abgelegten Werten eines
gesonderten Speichers verknüpft und als gewichtete Differenzbilddaten weiterverarbeitet
werden. Dieser Speicher beinhaltet zum einen Information, ob der betreffende Bildpunkt
neben der Bildinspektion auch zur Farbmessung herangezogen wird, zum anderen ist dort,
z. B. codiert, hinterlegt, mit welchem Gewicht eine Differenz zwischen einem Sollbildwert
und dem entsprechenden Istbildwert zu beaufschlagen ist. Vorteilhafterweise normiert
und vergleicht die Recheneinrichtung die Bilddaten für die Bildinspektion bezüglich
entsprechender Solldaten. Weiterhin ist ein Speicher vorgesehen, der die Differenzbilddaten
pixelweise akkumuliert. Die Recheneinrichtung überwacht sowohl die aktuellen als auch
die akkumulierten Differenzbilddaten mit entsprechenden Schwellen. Anhand des akkumulierten
Differenzbildspeichers und eines Rechners kann der Farbbedarf einer Zone ermittelt
werden, da die Bilddaten vollständig vorliegen. Beispielsweise kann diese Information
zur Festlegung des Einsatzzeitpunktes der seitlichen Verreibung verwendet werden.
[0046] Anhand des Differenzbildes werden Fehler innerhalb des Druckbildes erkannt. Derartige
Fehler sind beispielsweise Butzen, tonende Bereiche hinter Volltonflächen infolge
mangelnder Feuchtmittelführung oder auch Registerfehler.
[0047] Die Bilddaten können auch für eine Farbregelung nach z. B. farbmetrischen Größen
herangezogen werden. Hierzu wählt die Recheneinrichtung aus den Bilddaten zumindest
einen zusammenhängenden Bereich z. B. pro Farbzone aus. Im Minimalfall handelt es
sich bei dem zusammenhängenden Bereich um einen Bildpunkt. Weiterhin bestimmt die
Recheneinrichtung den Ist-Farbort dieses Bereiches, vergleicht ihn mit dem entsprechend
vorgegebenen Soll-Farbort und veranlaßt bei einem außerhalb der Toleranz liegenden
Farbabstand eine kompensierende Verstellung der entsprechenden Farbstellglieder der
einzelnen Druckwerke.
[0048] Die zusammenhangenden Bereiche werden anhand gewisser Kriterien ausgewählt. So wird
insbesondere darauf geachtet, daß in dem ausgewählten Bereich maximal vier Farben
in einer möglichst homogenen Verteilung auftreten. Insbesondere werden also zur Farbregelung
Felder, z. B. Graufelder, herangezogen, die sich dadurch auszeichnen, daß Farbfehler
schnell und empfindlich zu Tage treten.
[0049] Selbstverständlich kann es sich bei den zusammenhängenden Bereichen auch um Meßfelder
eines Farbkontrollstreifens handeln.
[0050] Anhand des kompletten Bilddatensatzes des Druckproduktes wird automatisch oder interaktiv
mit der Bedienperson ein für die Farbregelung relevanter und aussagekräftiger Bereich
ausgewählt. Durch eine gestufte Klassifikation eines jeden Bildpunktes mit Hilfe eines
Parameterspeichers wird während des Drucks u. a. seine Eignung für die Farbmessung
überprüft. So werden insbesondere auch automatisch Bildstellen mit geometrischen oder
lokal begrenzten Fehlern aussortiert und nicht für die nachfolgende Farbmessung/Farbanzeige/Farbregelung
verwendet. Durch die Erfassung aller Bilddaten des Druckproduktes läßt sich auch die
Auswahl bestimmter Meßstellen anhand eines Andruck- oder o.k.-Bogens ohne große Probleme
durchführen. Eine übertragung der Daten eines offline-Meßgerätes hinsichtlich der
Größe und der Position der ausgewählten Bereiche an die Recheneinrichtung, läßt sich
ohne großen Zeitaufwand ausführen.
[0051] Registerfehler beeinflussen den Farbeindruck. Eine Farbregelung ist daher erst dann
sinnvoll, wenn die Passerhaltigkeit der Druckprodukte erreicht ist. Zu diesem Zweck
ist zusätzlich, wenn die Auflösung der Bilderfassungseinrichtung nicht ausreichend
ist, in- oder offline mindestens ein Registersensor, z. B. eine Registerkamera, vorgesehen,
die z. B. aus einem CCD-Flächenarray besteht. Mit dieser Registerkamera lassen sich
Registerabweichungen der einzelnen Druckwerke untereinander erkennen und korrigieren.
Gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltung der Registermeßeinrichtung ist vorgesehen,
daß diese auf einer Traverse bezüglich eines entsprechenden Druckzylinders in der
Druckmaschine angeordnet ist. Bei einer Rollendruckmaschine ist jeweils zumindest
eine Registerkamera zur beidseitigen Abtastung des Druckproduktes vorgesehen, die
eine Registermessung an dem bedruckten Druckprodukt durchführt. Insbesondere ist diese
Registerkamera ebenfalls dem Druckzylinder des letzten Druckwerkes einer Bogendruckmaschine
oder aber den Kühlwalzen bzw. Umlenkwalzen einer Rollendruckmaschine zugeordnet.
[0052] Die Erfindung wird anhand der nachfolgenden Figuren näher erläutert.
[0053] Es zeigt:
- Fig. 1
- einen Längsschnitt durch eine Druckmaschine mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung,
- Fig. 2
- eine schematische Darstellung der Systemkomponenten einer Ausführungsform bei einer
Bogendruckmaschine,
- Fig. 3
- eine schematische Darstellung der Systemkomponenten einer Ausführungsform bei einer
Rollendruckmaschine,
- Fig. 4
- eine schematische Übersicht der Systemkomponenten einer Ausführungsform bei einer
Druckmaschine,
- Fig. 5
- ein Prinzipaufbau einer Ausführungsform zur Gewinnung von Bildinspektions- und Farbdaten,
- Fig. 6
- einen Querschnitt durch einen Meßbalken gemaß einer Ausführungsform der Vorrichtung,
- Fig. 7a)
- ein Blockschaltbild zur Regelung der Beleuchtungseinrichtungen,
- Fig. 7b)
- einen Querschnitt durch einen Bildleiter mit Weißreferenzeinkopplung,
- Fig. 8
- einen Querschnitt durch den Meßbalken gemäß einer Ausführungsform der Vorrichtung
a) in Meßposition,
b) in Parkposition,
- Fig. 9
- schematische Darstellung einer Ausführungsform der Vorrichtung mit mehrlagigen Einfachbildleitern,
- Fig. 10
- schematische Darstellungen einer Ausführungsform der Vorrichtung mit Vierfachbildleiter,
a) eine Seitenansicht des Vierfachbildleiters,
b) eine Draufsicht auf den Vierfachbildleiter gemäß Kennzeichnung A in Fig. 10a),
c) eine Abbildung eines definierten Bildbereiches auf die Empfangseinrichtung gemäß
der Ausführungsform aus Fig. 10a) bzw. aus Fig. 10b),
- Fig. 11
- Anordnung eines Kopplungsgliedes zwischen den Bildleiterenden und der Empfangseinrichtung,
- Fig. 12
- einen Längsschnitt durch das Kopplungsglied zwischen Bildleiterenden und Empfangseinrichtung
nach Fig. 11,
- Fig. 13a
- einen Längsschnitt durch eine Ausführungsform eines Strahlteilers, der bei der Vorrichtung
zum Einsatz kommt,
- Fig. 13b
- einen Längsschnitt durch eine weitere Ausführungsform eines Strahlteilers, der bei
der Vorrichtung zum Einsatz kommt,
- Fig. 14
- eine Skizze der Meßgeometrie und des Strahlenganges in einem Meßmodul,
- Fig. 15
- eine erste Ausführungsform eines Meßmoduls mit integrierter Empfangseinrichtung,
- Fig. 16
- eine weitere Ausführungsform eines Meßmoduls mit integrierter Empfangseinrichtung,
- Fig. 17
- eine dritte Ausführungsform eines Meßmoduls mit integrierter Empfangseinrichtung.
- Fig. 18
- eine vierte Ausführungsform eines Meßmoduls mit integrierter Empfangseinrichtung
und
- Fig. 19
- eine Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung.
[0054] In Fig. 1 ist ein Längsschnitt durch einen Teilbereich einer Offsetdruckmaschine
1 dargestellt, wobei insbesondere die Anordnung der Bilderfassungseinrichtungen 12
bezüglich einzelner Zylinder 5 der Druckmaschine 1 dargestellt ist. Die Druckmaschine
1 setzt sich in bekannter Weise aus mehreren Druckwerken 2 zusammen, einem in der
Fig. 1 nicht gesondert dargestellten Anleger und einem Ausleger 11.
[0055] Jedes der Druckwerke 2 zeigt die übliche Zylinderkonfiguration: Plattenzylinder 3,
Gummituchzylinder 4 und Druckzylinder 5. Die auf dem Plattenzylinder 3 aufgespannte
Druckplatte wird über das Feuchtwerk 6 befeuchtet und über das Farbwerk 7 mit der
entsprechenden Farbe eingefärbt.
[0056] Die Bogenführung zwischen den einzelnen Druckwerken erfolgt über die Umführzylinder
8 und die einhalbtourige Transfertrommel 9, bzw. im Falle von Schön- und Widerdruck
über die Wendetrommel 10. In den einzelnen Druckwerken 2 wird der Bogen 32 sukzessive
zwischen Gummituchzylinder 4 und Druckzylinder 5 mit den einzelnen Farbauszügen bedruckt.
[0057] Im Schöndruck ist die Bilderfassungseinrichtung 12 dem Druckzylinder 5 des letzten
Druckwerkes 2 zugeordnet. Im Falle einer im Schön- und Widerdruck arbeitenden Druckmaschine
ist eine weitere Bilderfassungseinrichtung 12 dem Druckzylinder 5 vor der Wendung
zugeordnet.
[0058] Es ist aber auch durchaus möglich, die Bilderfassungseinrichtung 12 bezüglich der
Wendetrommel 10 oder bezüglich der letzten Transfertrommel 9 vor dem Ausleger 11 anzubringen.
Möglich ist es auch, das Bild des Druckproduktes 32 im Bereich des Auslegers 11 abzutasten.
Natürlich muß auch hier sichergestellt sein, daß das Druckprodukt 32 während der Bilderfassung
eine klar definierte Lage einnimmt. Insbesondere ist hierzu im Bereich der Bogenführung
im Ausleger 11 ein Stabilisierungselement 67 vorgesehen. Die Bilderfassungseinrichtung
12 ist oberhalb dieses Stabilisierungselementes 67 angeordnet und erfaßt die Bilddaten
des bedruckten Bogens 32.
[0059] In Fig. 2 ist eine schematische Darstellung der Systemkomponenten einer Ausführungsform
der erfindungsgemäßen Vorrichtung bei einer Bogendruckmaschine dargestellt. Das Druckwerk
2 zeigt wiederum die übliche Offset-Zylinderkonfiguration: Plattenzylinder 3, Gummituchzylinder
4 und Druckzylinder 5. An der Welle des Druckzylinders 5 ist ein Drehwinkelgeber 13
installiert, der Informationen über die jeweilige Winkelstellung der Druckmaschine
1 an die Recheneinrichtung 17 weiterleitet.
[0060] Oberhalb des Druckzylinders 5 ist der Meßbalken 14 befestigt. Während des laufenden
Druckprozesses erfassen die einzelnen Meßmodule 27 des Meßbalkens 14 zeilenweise die
Bilddaten des fertig bedruckten Bogens 32.
[0061] Die Meßmodule 27 des Meßbalkens 14 sind räumlich von den Empfangseinrichtungen 16
- vorteilhafterweise handelt es sich u. a. hierbei um zeilenförmige CCD-Elemente 38
- getrennt. Die Verbindung erfolgt über Bildleiter 15. Durch diese räumliche Trennung
der optischen Komponente des Meßbalkens 14 und der Empfangseinrichtungen 16 bzw. der
elektronischen Verarbeitung der Bilddaten wird die thermische Belastung dieser Elemente,
die am Meßort durch die Beleuchtungseinrichtungen 28 des Meßbalkens 14 auftritt, automatisch
ausgeschaltet. Darüber hinaus ist es durch diese Aufteilung problemlos möglich, mechanische
Schwingungen der Druckmaschine 1 ebenso wie elektro-magnetische Störstrahlung von
den Empfangseinrichtungen 16 zu entkoppeln. Ein weiterer Vorteil, der sich durch diese
getrennte Konstruktion zwar zwangsläufig einstellt, für die Anordnung der Bilderfassungseinrichtung
12 in der Druckmaschine 1 jedoch von ausschlaggebender Bedeutung ist, ist die relativ
geringe Baugröße jedes einzelnen Meßmoduls 27 des Meßbalkens 14. Da gemäß der in Fig.
2 gezeigten Ausführungsform jeweils nur wenige optische Komponenten in den einzelnen
Meßmodulen 27 des Meßbalkens 14 untergebracht sind, läßt sich der Meßbalken 14 problemlos
so dimensionieren, daß seine Plazierung innerhalb der Druckmaschine 1 relativ einfach
möglich ist.
[0062] Am Ausgang der Empfangseinheiten 16 liegen die Remissionwerte der Bildpunkte des
gesamten Druckbogens 32 als digitale Bilddaten vor. Diese Daten werden an die Recheneinrichtung
17 weitergeleitet. In der Recheneinrichtung 17 werden die digital vorliegenden Bilddaten
des gesamten Druckproduktes 32 aufgeteilt - und zwar in Daten, die zur Farbmessung
herangezogen werden, und in Daten, die einer Inspektion des Druckbildes dienen. Die
Recheneinrichtung 17 erhält ggf. weiterhin von dem Registersensor 18 Informationen
über die Registerhaltigkeit des Druckproduktes 32. Da Registerfehler zwangsläufig
zu Farbfehlern führen, muß bei einer Farbmessung /-anzeige /-regelung zuerst sichergestellt
sein, daß das Register korrekt ist. Eventuell erforderliche Korrekturen des Registers
werden von der Maschinensteuerung 21 ausgeführt. Die Meßwerte für die Registereinstellung
werden - wie bereits erwähnt - z. B. von dem Registersensor 18, der in der Druckmaschine
1 angeordnet ist, bereitgestellt, oder aber sie werden alternativ von einem Registersensor
22 geliefert, der offline eine entsprechende Messung ausführt.
[0063] Wahrend zur Bildinspektion alle Bilddaten des Druckproduktes 32 herangezogen werden,
werden für die Farbregelung nur gewisse repräsentative Bereiche z. B. pro Farbzone
44 ausgewählt. Diese Auswahl erfolgt rechnergesteuert nach vorgegebenen Kriterien;
alternativ ist vorgesehen, daß über die Bedieneinrichtung 19 das Druckpersonal gezielt
Meßbereiche auswählt, die für den Bildeindruck von ausschlaggebender Bedeutung sind.
Zur Auswahl dieser Bereich sind Eingabemittel 25 vorgesehen; beispielsweise handelt
es sich bei diesen Eingabemitteln 25 um eine Tastatur, eine Maus oder einen Trackball,
über die die Koordinaten der relevanten Bildbereiche eingegeben werden, die nachfolgend
an die Recheneinrichtung 17 weitergeleitet werden. Desweiteren ist ein Anzeigemittel
26 vorgesehen, auf dem das aktuell erfaßte Bild des Druckproduktes 32 dargestellt
wird.
[0064] Die Bedieneinrichtung 19 ist sowohl mit dem offline-Meßgerat 20 als auch mit der
Maschinensteuerung 21 verbunden. Dadurch wird es möglich, anhand eines o.k.-Bildes
relevante Bildbereiche innerhalb des Druckproduktes 32 auszuwählen und Sollwerte dafür
zu ermitteln, die nachfolgend für die Farbregelung des Druckproduktes 32 verwendet
werden.
[0065] Erkennt die Recheneinrichtung 17 nicht tolerierbare Farbfehler des Druckproduktes
32 oder werden über die Bildinspektion fehlerhafte Bögen, die nicht dem üblichen hohen
Druckstandard genügen, festgestellt, so wird ein entsprechendes Signal z. B. für eine
Makulaturweiche ausgegeben, d. h., die fehlerhaften Bögen werden aussortiert. Derartige
sogenannte Makuweichen sind aus dem Stand der Technik hinreichend bekannt. Als Ausführungsbeispiel
sei die in der DE 30 29 154 C2 beschriebene Makulaturweiche angeführt.
[0066] Farbfehler werden über die Maschinensteuerung 21 automatisch angezeigt und/oder ausgeregelt.
Sonstige die Druckqualität erheblich beeinflussende Fehler, beispielsweise geometrisch
oder lokal begrenzte Fehler, wie Butzen oder Tonen infolge einer unzureichenden Feuchtmittelführung,
werden über einen Vergleich der Solldaten des Druckproduktes 32 mit den entsprechenden
Istdaten des gerade erstellten Druckproduktes 32 erkannt. Beim Auftreten von Butzen
wird beispielsweise automatisch ein Butzenfänger aktiviert. Ebenso wird beim Auftreten
von Tonen die Feuchtmittelführung automatisch nachgeregelt. Selbstverständlich können
diese korrigierenden Eingriffe oder Korrekturen auch manuell durchgeführt werden.
[0067] Fig. 3 zeigt eine schematische Darstellung der Systemkomponenten der erfindungsgemäßen
Vorrichtung bei einer Offset-Rollendruckmaschine. Auch hier zeigt das Druckwerk 2
die übliche Zylinderkonfiguration, bestehend aus Plattenzylinder 3 und Gummituchzylinder
4, die jeweils zu beiden Seiten der zu bedruckenden Bahn 32 angeordnet sind. An der
Welle eines der Gummituchzylinder 4 ist ein Drehwinkelgeber 13 angeordnet.
[0068] Nach dem letzten Druckwerk 2 durchläuft die Bahn eine in der Fig. 3 nicht gesondert
dargestellte Trocknereinrichtung und wird anschließend über ein Kühlwalzensystem,
bestehend aus mehreren Kühlwalzen 24, abgekühlt. Bezüglich dieser Kühlwalzen 24 ist
jeweils ein Meßbalken 14 mit Meßmodulen 27 angeordnet, die die beidseitig bedruckte
Bahn 32 abtasten.
[0069] Die Sensoren 23 dienen zur Erkennung des jeweiligen Bildanfanges auf der Bahn 32.
Die Signale der Bildanfangserkennunges-Sensoren 23 und des Drehwinkelgebers 13, der
an der Welle eines Zylinders 4 der Druckmaschine 1 angeordnet ist, bzw. der Triggerelektronik
60 werden an die Recheneinrichtung 17 weitergeleitet. Um von vorne herein Farbfehler
als Folge von Registerfehlern ausschließen zu können, sind Registersensoren 18 beidseitig
der Bahn angeordnet. Die Meßdaten der Registersensoren 18 werden ebenfalls der Recheneinrichtung
17 zugeleitet, die über die Maschinensteuerung 21 eine eventuell erforderlich Korrektur
des Registers in den einzelnen Druckwerken 2 veranlaßt.
[0070] Die beiden Bilderfassungseinrichtungen 12, die jeweils Bilddaten von einer Seite
der bedruckten Bahn 32 liefern, setzen sich aus zwei Teilen zusammen: dem Meßbalken
14 mit den Meßmodulen 27 und den Empfangseinrichtungen 16. Beide getrennt voneinander
angeordneten Teile stehen über Bildleiter 15 miteinander in Verbindung.
[0071] Am Ausgang der Empfangseinrichtungen 16 stehen Bilddaten in digitaler Form an. Diese
Daten werden in der Recheneinrichtung 17 in Daten zur Bildinspektion und in Daten
zur Farbregelung aufgeteilt. Während für die Bildinspektion alle aktuellen Daten des
Druckproduktes 32 über einen Soll-Istwert-Vergleich mit entsprechenden Solldaten eines
o.k.-Bildes verglichen werden, werden für die Farbregelung nur gewisse Bereiche, z.
B. pro Farbzone 44, ausgewählt. Die Auswahl der Meßpunkte für die Farbregelung erfolgt
nach gewissen Kriterien. So wird darauf geachtet, daß in dem ausgewählten Bereich
z. B. vier Farben in einer möglichst homogenen Verteilung vorhanden sind. Insbesondere
werden bildbestimmende, kritische Bereiche für die Farbregelung herangezogen, da sie
entscheidend den Bildeindruck beeinflussen.
[0072] Die Auswahl der Farbdaten erfolgt entweder automatisch anhand des Datensatzes des
Druckbildes, oder aber die Auswahl erfolgt "manuell" durch das Bedienpersonal. Hierzu
steht die Recheneinrichtung 17 mit einer Bedienvorrichtung 19 in Verbindung, die unter
anderem Eingabemittel 25 und Anzeigemittel 26 aufweist. Ebenso, wie im Zusammenhang
mit Fig. 2 bereits beschrieben, ist auch gemäß dieser Ausführungsform vorgesehen,
daß die Auswahl der bildrelevanten Stellen anhand der Daten des off line-Meßgerät
20 erfolgen kann. Auch ist es möglich, daß Fehleinstellungen des Registers über einen
offline angeordneten Registersensor 22 erkannt werden. Die Recheneinrichtung 17 erkennt
dann sowohl Farbfehler und anderweitige Fehler im Druckprodukt und veranlaßt entsprechende
Korrekturen über die Maschinensteuerung 21.
[0073] Die einzelnen Systemkomponenten der erfindungsgemaßen Bilderfassungseinrichtung 12
sind in Fig. 4 dargestellt.
[0074] Die wesentlichen Komponenten sind in den Blöcken A, B, C, D zusammengefaßt. In Block
A ist die Anordnung des Meßbalkens 14 bezüglich der Oberfläche des Druckzylinders
5 sowie die einzelnen Komponenten, die im Meßbalken 14 enthalten sind, dargestellt.
In Block B sind die Empfangseinrichtungen 16 sowie die Umsetzungen der analogen Remissionswerte
in digitale Bilddaten enthalten. Durch den Einsatz von Bildleitern 15 zwischen den
Blöcken A und B ist es möglich, den Meßbalken 14 räumlich von den Empfangseinrichtungen
16 zu trennen.
[0075] Die Bilddaten werden an die Recheneinrichtung 17 weitergeleitet, die in Block C untergebracht
ist. Diese Recheneinrichtung 17 selbst besteht aus mehreren Rechnern, die die Bilddaten
einerseits in Daten für die Bildinspektion und andererseits in Daten für die Farbregelung
aufteilen. Die Ergebnisse der Berechnungen, die in Block C durchgeführt werden, werden
an eine Bedienvorrichtung 19 bzw. an eine Maschinensteuerung 21 weitergeleitet, die
im Block D der Fig. 4 untergebracht ist. Diese Bedienvorrichtung 19 besteht unter
anderem aus Eingabemitteln 25 und Anzeigemitteln 26, wobei sowohl die Eingabemittel
25 als auch die Anzeigemittel 26 ebenfalls rechnergesteuert sind.
[0076] Die einzelnen Blöcke A, B, C, D aus Fig. 4 werden im nachfolgenden näher erläutert:
[0077] In Block A ist als wesentlicher Bestandteil der Bilderfassungseinrichtung 12 der
Meßbalken 14 dargestellt. Der Meßbalken 14 besteht aus einzelnen Meßmodulen 27, die
das Druckprodukt 32 auf dem Druckzylinder 5 zeilenweise abtasten. In jedem Meßmodul
27 ist eine Beleuchtungseinrichtung 28 angeordnet, die direkt oder indirekt das Druckprodukt
32 beleuchtet. Das von der Oberfläche des Druckproduktes 32 remittierte Licht wird
über ein Frontobjektiv 30 auf mindestens einen Bildleiter 15 abgebildet. Zur überwachung
der Beleuchtungseinrichtungen 28, insbesondere zur Regelung der Beleuchtungseinrichtungen
28, ist pro Meßmodul 27 eine Weißreferenzeinkopplung 29 vorgesehen, die die Strahlung
der Beleuchtungseinrichtung 28 direkt in einen bestimmten Bereich des Bildleiters
15 einkoppelt.
[0078] Um sicherzustellen, daß alle Beleuchtungseinrichtungen 28 in den einzelnen Meßköpfen
27 des Meßbalkens 14 jeweils dieselbe spektrale Charakteristik auf das Druckprodukt
32 aus senden, ist eine gesonderte Lampenrege lung 61 vorgesehen. Diese Lampenregelung
61 ist entweder direkt in Block A integriert, kann aber auch ebenso wie die Triggerelektronik
60 der Recheneinrichtung 17 zugeordnet sein und somit räumlich von der Optik im Meßbalken
14 getrennt sein. Die Triggerelektronik 60 erhält die Signale des Drehwinkelgebers
13 und - im Falle einer Rollendruckmaschine zusätzlich ein Signal, das den jeweiligen
Bahnabschnittsanfang kennzeichnet. Die Triggerelektronik 60 ordnet die Bilddaten der
Empfangseinrichtungen 16 bzw. der CCD-Zeilen-Arrays 38 ihren entsprechenden Lagekoordinaten
auf dem Druckprodukt 32 zu.
[0079] In der Recheneinrichtung 17 werden die Bilddaten, die vom Block B geliefert werden,
in Daten für die Bildinspektion und in Daten für die Farbmessung aufgeteilt. Im Falle
eines beidseitigen Drucks liegen zwei Datensätze vor. Sobald an den erstellten Druckprodukten
32 Fehler erkannt werden, kann die Recheneinrichtung 17 z. B. ein Signal für die Makulaturweiche
ausgegeben, d. h., fehlerhafte Bögen bzw. minderwertige Falzprodukte werden automatisch
aussortiert. Desweiteren steht die Recheneinrichtung 17 mit der Bedienvorrichtung
19 in Verbindung. Dieser Bedienvorrichtung 19 sind Eingabemittel 25 zugeordnet, die
dem Bedienpersonal eine Auswahl bestimmter Bildbereiche für die Farbregelung erlauben.
Desweiteren sind Ausgabemittel 26 vorgesehen, die unter anderem eine optische Wiedergabe
des fertig erstellten Druckproduktes 32 in Echtzeit erlauben.
[0080] Beschreibung einzelner Systemkomponenten der erfindungsgemäßen Vorrichtung
1. Der Meßbalken
[0081] Wie in Fig. 9 skizziert, ist der Meßbalken 14 modular aus einzelnen Meßmodulen 27
aufgebaut. Die einzelnen Meßmodule 27 tasten jeweils zeilenweise einen definierten
Bildbereich 50 des Druckproduktes 32 ab, der im gezeigten Fall zwei Farbzonen 44 der
Druckmaschine 1 umfaßt. Der Meßbalken 14 erstreckt sich über nahezu die gesamte Breite
der Druckmaschine 1.
[0082] Der modulare Aufbau des Meßbalkens 14 bringt mehrere Vorteile, die insbesondere von
ausschlaggebender Bedeutung für den Einsatz des Meßbalkens 14 zur Gewinnung von Bilddaten
sind, die einerseits für eine Bildinspektion ausgewertet werden, darüber hinaus aber
auch für eine Farbmessung, insbesondere für eine Farbregelung, verwendet werden. Da
gerade hinsichtlich der Farbmessung an die Bilddaten höchste Ansprüche zu stellen
sind, muß sichergestellt sein, daß an allen Meßorten gleiche Ausgangsbedingungen vorliegen.
Insbesondere muß sichergestellt sein, daß die einfallende Strahlungsintensität an
allen Meßstellen gleich ist.
[0083] Bedingt durch den modularen Aufbau kann der Meßbalken 14 sehr nahe an die Gegenstandsebene,
sprich an die das Druckprodukt 32 tragende Oberfläche des Druckzylinders 5 bzw. der
Kühlwalzen 24, herangebracht werden. Durch die unmittelbare Objektnähe ist darüber
hinaus die erfaßte Strahlungsintensität an den Meßstellen hinreichend hoch. Ein weiterer
Vorteil des modular aufgebauten, in unmittelbarer Objektnähe plazierten Meßbalkens
14 liegt auf der Hand: der Einfluß von Störstrahlung ist relativ gering.
[0084] Der modulare Aufbau bringt jedoch auch Vorteile hinsichtlich einer Anpassung der
Dimension des Meßbalkens 14 an beliebige Breiten der Druckmaschine 1 bzw. an verschiedene
Druckformate. Darüber hinaus erweist sich die parallele Gewinnung von Bilddaten in
den einzelnen Meßmodulen 27 des Meßbalkens 14 und den eventuell nachgeordneten Empfangseinrichtungen
16 bzw. 38 als besonders vorteilhaft im Hinblick auf eine nachfolgende Verarbeitung
der Bilddaten: eine parallele Verarbeitung bzw. Auswertung der Bilddaten trägt den
hohen Druckgeschwindigkeiten und damit dem entsprechend hohen Anfall an zu verarbeitenden
Bilddaten vorzüglich Rechnung.
[0085] Prinzipiell gibt es zwei Ausbildungen der Meßmodule 27 des Meßbalkens 14: entweder
enthält jedes Meßmodul 27 sowohl die Optik, sprich die Beleuchtungseinrichtung 28
und das Frontobjektiv 30, als auch die Empfangseinrichtung(en) 16, oder aber die Optik
28, 30 ist räumlich von der Empfangseinrichtung 16 getrennt. Die Verbindung zwischen
dem Meßmodul 27 und der Empfangseinrichtung 16 erfolgt dann über Bildleiter 15.
[0086] In Fig. 6 ist ein Querschnitt durch den Meßbalken 14 gemäß der zweiten Version dargestellt.
In dem Meßmodul 27 sind lediglich die Beleuchtungseinrichtung 28 und das Frontobjektiv
30 angeordnet. Über Bildleiter 15 steht das Meßmodul 27 mit der entsprechenden Empfangseinrichtung
16 in Verbindung.
[0087] Die Trennung der optischen von den elektrischen bzw. elektronischen Bestandteilen
bringt mehrere Vorteile. Rein konstruktiv betrachtet läßt sich der Meßbalken 14 durch
die Separierung der elektronischen Bauteile geringer dimensionieren. Hierdurch wird
ein geringer Platzbedarf beansprucht, was insbesondere beim Einbau in die Druckmaschine
1 von großer Wichtigkeit ist. Weiterhin kann sich bei einer Separierung der mechanischen
von den elektrischen Teilen die Wärmeerzeugung der Beleuchtungseinrichtung 28 nicht
negativ auf die temperaturempfindlichen CCD-Elemente 38 sowie auf die Elektronik,
insbesondere den A/D-Wandler, auswirken. Da darüber hinaus die auf Störeinflüsse äußerst
sensitiv reagierenden Elemente der Empfangseinrichtung(en) 16 sowie die weiterverarbeitenden
Elektroniken außerhalb der Druckmaschine, beispielsweise unter dem Trittbrett der
Druckmaschine 1, angeordnet sein können, läßt sich problemlos eine Entkopplung dieser
Elemente von mechanischen oder elektromagnetischen Störungen erreichen.
[0088] Zuvor wurde bereits beschrieben, daß für eine hinreichend genaue Farbmessung die
Abstands- und geometrische Abhängigkeit der Meßwerte sowohl hinsichtlich der Beleuchtung
als auch hinsichtlich der Beobachtung minimal, im Idealfall Null sein sollte. Hierzu
ist ein langgezogener elliptischer Spiegel 68 vorgesehen, der ein zeilenförmiges Abbild
der Beleuchtungseinrichtung 28 auf dem Druckprodukt 32 erzeugt. Wegen der günstigen
spektralen Reflexionseigenschaften ist der elliptische Spiegel 68 wahlweise mit Chrom
beschichtet, oder aber er besteht aus Aluminium mit einer Siliziumoxid-Beschichtung.
Diese Art der Bestrahlung ist an die Meßaufgabe optimal angepaßt, da sich so eine
in hohem Maße homogene Beleuchtung im definierten Bildbereich 50 des Druckproduktes
32 erreichen läßt.
[0089] Um neben der homogenen lateralen Intensitätsverteilung innerhalb eines definierten
Bildbereiches 50 auch einen konstanten Abstand des Druckprodukts 32 von dem Meßbalken
14 zu erreichen, ist innerhalb des Meßbalkens 14 ein Blasluftrohr 45 mit Öffnungen
in Richtung des Druckproduktes 32 vorgesehen. Mittels der Blasluftbeaufschlagung wird
das Druckprodukt 32 in einem definierten Abstand bezüglich der Beleuchtungseinrichtung
28 bzw. der Frontoptik 30 gehalten. Die Zuführeinrichtungen für die Blasluft zu dem
Blasluftrohr 45 sind konstruktiv so ausgestaltet, daß die Blasluft gleichzeitig zur
Kühlung der Beleuchtungseinrichtungen 28 verwendet wird.
[0090] Wie bereits zuvor beschrieben, ist eine homogene laterale Verteilung der Strahlung
innerhalb des definierten Bildbereiches 50 von ausschlaggebender Bedeutung für die
nachfolgende Farbmessung bzw. die nachfolgende Farbregelung. Insbesondere muß sichergestellt
sein, daß Änderungen infolge einer unterschiedlichen Ausleuchtung der definierten
Bildbereiche 50 auf dem Druckbogen 32 innerhalb der zulässigen Farbtoleranzen liegen.
Sobald diese Änderungen nämlich zu Fehlern führen, die die Farbtoleranzen überschreiten,
ist eine hochpräzise, definierte Farbmessung nicht mehr möglich. Neben einer homogenen
Ausleuchtung des definierten Bildbereiches muß daher auch gewährleistet sein, daß
bei einem modular aufgebauten Meßbalken eine verläßliche, aufeinander abgestimmte
Regelung der Beleuchtungseinrichtungen 28 erfolgt.
2. Lampenregelung
[0091] Bezüglich der Beleuchtungseinrichtungen 28 muß sichergestellt sein, daß sie das Druckprodukt
32 mit einer Strahlung beaufschlagen, die eine zeitlich konstante, spektrale Zusammensetzung
aufweist. Darüber hinaus sollte die Strahlungsintensität im gesamten relevanten Wellenlängenbereich,
der zwischen ca. 400 nm und NIR liegt, einigermaßen gleich sein. Eine weitere Anforderung,
die an die Beleuchtungseinrichtungen 28 zu stellen ist, besteht darin, daß das Spektrum
der Strahlung unabhängig vom jeweiligen Meßort auf dem Druckprodukt 32 sein muß. Nur
wenn an jedem beliebigen Meßort das Spektrum der Strahlung gleich ist, kann für jeden
beliebigen Meßort dieselbe spektrale Korrekturfunktion, sprich dasselbe Farbfilter
36, zum Einsatz kommen.
[0092] Daher werden als Beleuchtungseinrichtungen 28 in vorteilhafterweise Präzisionshalogenlampen
eingesetzt, wobei pro Meßmodul 27 jeweils eine Präzisionshalogenlampe vorgesehen ist.
Um bei einer zentrischen Anordnung (mittig im ausgewähltem Bereich) der Beleuchtungseinrichtungen
vergleichbare Ausleuchtung auch in den beiden Randzonen des Druckproduktes 32 zu erreichen,
sind jeweils links und rechts in den Randbereichen des Meßbalkens 14 zwei weitere
Präzisionshalogenlampen angeordnet. Um zu verhindern, daß das Streulicht von benachbarten
Beleuchtungseinrichtungen 28 die Meßergebnisse innerhalb eines definierten Bildbereiches
50 unkontrolliert verfälscht, sind im Strahlengang Blenden vorgesehen, die so angeordnet
sind, daß jeweils nur der definierte Bildbereich von der Beleuchtungseinrichtung 28
des zugeordneten Meßmoduls 27 ausgeleuchtet wird.
[0093] Die Präzisionshalogenlampen werden von separaten programmierbaren Präzisionsstromquellen
untereinander abgeglichen, wobei die Ansteuerung der Stromquellen über Feldeffekttransistoren
erfolgt. Die Lampenregelung 61 erfolgt auf der Grundlage der Farbtemperatur der einzelnen
Beleuchtungseinrichtungen 28.
[0094] Der Aufbau einer Lampenregelung ist in Fig. 7a dargestellt. Das Licht einer Beleuchtungseinrichtung
28 wird jeweils auf einen Lichtleiter 64 gekoppelt, dessen Ausgang direkt mit dem
Eingang des entsprechenden Bildleiters 15 verbunden ist. Die Strahlung aus jedem der
Lichtleiter 64 durchläuft das zugeordnete optische System 33 bis zu den Empfangseinrichtungen
16 bzw. 38. Da das Licht in jedem der spektralen Kanäle gemessen wird, wird für jede
Beleuchtungseinrichtung 28 ein Vektor diskreter Werte bereitgestellt. Dieser Vektor
wird mit den entsprechenden Meßwerten einer Normlichtquelle 47 normiert. Die Änderung
der normierten Meßwerte ist mit der Temperatur T korreliert. Insbesondere kann man
die normierten Meßwerte gegen die entsprechenden Farbkanäle auftragen. In erster Näherung
ändern sich die relativen Intensitäten in Abhängigkeit von der Temperatur T. Damit
wird nunmehr der Strom der zugeordneten Beleuchtungseinrichtung 28 über einen invertierenden
Verstärker 69 angesteuert. Durch die Lampenregelung 61 wird so sichergestellt, daß
jede der Beleuchtungseinrichtungen 28 Strahlung gleicher Intensität im gesamten relevanten
Spektralbereich aussendet.
[0095] Vorteilhafterweise ist der Lichtleiter 64 in einer Bohrung 70 angeordnet, dessen
Achse auf die Beleuchtungseinrichtung 28 gerichtet ist. Desweiteren ist der Lichtleiter
64 innerhalb dieser Bohrung 70 justierbar.
[0096] In Fig. 7b ist ein Querschnitt durch einen der Bildleiter 15 dargestellt, wobei insbesondere
der Einkopplungsbereich für die überwachung der Beleuchtungseinrichtung 28, bzw. für
die Eichung auf das Absolutweiß bzw. das Eichweiß 47 dargestellt ist. Der Bildleiter
15 besteht aus einer Vielzahl gebündelter Lichtfasern 49. An einer Seite des Bildleiters
15 ist ein Bereich für die Einkopplung der Strahlung des Lichtleiters 64 bzw. für
die Eichung auf das Eichweiß 47 vorgesehen.
[0097] Der aktuelle, in jedem Farbkanal gemessene und gemittelte Wert jeder Beleuchtungseinrichtung
28 (Weißwert) wird zur Normierung der Farbmeßwerte verwendet; hiervon wird jeweils
der aktuell gemittelte Dunkelstrom der CCD-Zeilen 38 subtrahiert. Durch diese Maßnahme
wird eine Korrektur erreicht, die für eine verläßliche Farbmessung von großer Wichtigkeit
ist.
[0098] Die Korrektur läßt sich formelmäßig folgendermaßen beschreiben:

wobei Y die Meßwerte des Y-Kanals kennzeichnet,
i die Anzahl der Pixel einer zusammengeschalteten Farbmeßfläche,
Y
Weißwert den Weißwert der Beleuchtungseinrichtung 28 und
Y
Dunkel den Dunkelstrom der CCD-Zeilen 38.
3. Meßbalkenschutz mit Eichfunktion
[0099] Für die Regelung der Farbführung nach farbmetrischen Größen ist es unerläßlich, die
Bilderfassungseinrichtung 12 auf ein Absolutweiß bzw. ein Eichweiß 47 zu eichen. Bei
dem Absolutweiß 47 handelt es sich nach DIN um Bariumsulfat, welches aufgrund seiner
Konsistenz - üblich ist eine gepreßte Pulvertablette - jedoch für einen inline Einsatz
wenig geeignet ist. Als Ersatzstoff wird daher eine Kachel verwendet, deren optische
Eigenschaften relativ zu Bariumsulfat bekannt sind. Das Eichweiß 47 muß so dimensioniert
sein, daß es von jeder Beleuchtungseinrichtung 28 gemessen werden kann. So wird gemäß
einer Ausführungsform vorgeschlagen, daß sich das Eichweiß 47 auf der Oberfläche des
Zylinders 5 befindet, oder aber daß das Eichweiß 47 auf einem gesonderten Träger im
Kanal des jeweiligen Zylinders 5, 24 untergebracht ist. Insbesondere muß darauf geachtet
werden, daß der Abstand zwischen Beleuchtungseinrichtung 28 und Eichweiß 47 derselbe
ist, wie der Abstand zwischen Beleuchtungseinrichtung 28 und definiertem Bildbereich
50 auf dem Druckprodukt 32. Üblicherweise erfolgt eine Eichung der Bilderfassungseinrichtung
12 in Druckpausen. Bei Unterbringung des Eichweiß' 47 im Kanal des Zylinders 5 kann
die Eichung im Falle einer Bogendruckmaschine jedoch auch während des laufenden Druckprozesses
erfolgen.
[0100] Eine besonders vorteilhafte Ausgestaltung im Hinblick auf eine Eichung der Bilderfassungseinrichtungen
12 bzw. der Meßmodule 27 läßt sich wie folgt realisieren. Diese Ausführungsform ist
in den Fig. 8a) und 8b) dargestellt. Der Meßbalken 14 mit den Meßmodulen 27 ist gegenüber
dem Gegendruckzylinder 5 angeordnet. Dem Meßbalken 14 ist ein Schutzgehäuse 46 zugeordnet.
Meßbalken 14 und Schutzgehäuse 46 haben eine gemeinsame Achse, ein sogenanntes Befestigungsrohr
48. Der Meßbalken 14 ist um die Achse schwenkbar gelagert und in zwei Positionen,
einer Meßposition (Fig. 8a) und einer Parkposition (Fig. 8b), arretierbar. In der
Meßposition wird das Druckprodukt 32 auf dem Druckzylinder 5 abgetastet. Beleuchtungseinrichtung
28 und Frontoptik 30 sind unter einem Winkel von ca. 45° angeordnet. Vorteilhafterweise
fällt die Strahlung der Beleuchtungseinrichtung 28 unter einem Winkel von 45° auf
die Oberfläche des Druckproduktes 32.
[0101] In Druckpausen wird der Meßbalken 14 in die Parkposition geschwenkt und befindet
sich nun innerhalb des Schutzgehäuses 46. Das Einschwenken des Meßbalkens 14 in das
Schutzgehäuse 46 bringt mehrere Vorteile mit sich. So wird einmal durch das Wegschwenken
Platz im Bereich der Zylinder 4, 5 des Druckwerkes 2 geschaffen. Hierdurch werden
die Zylinder 4, 5 freier zugänglich, was sich als vorteilhaft erweist, sobald die
Zylinder, insbesondere aber das Gummituch des Gummituchzylinders 4, gereinigt werden
müssen. Durch das Einschwenken des Meßbalkens 14 in das Schutzgehäuse 46 werden darüber
hinaus die Beleuchtungseinrichtungen 28 und die Frontobjektive 30 vor Verunreinigungen
geschützt. Insbesondere gelangt kein Waschmittel, das zum Reinigen des Gummituchzylinders
4 während der Druckpausen verwendet wird, an die Optikteile.
[0102] Besonders vorteilhaft ist die folgende Ausgestaltung zu erachten, bei der das Eichweiß
47 innerhalb des Schutzgehäuses 46 so angeordnet ist, daß seine Messung in der Parkposition
des Meßbalkens 14 im Schutzgehäuse 46 erfolgen kann. Nunmehr liegt der optische Schnittpunkt
der jeweiligen Beleuchtungseinrichtung 28 und der Frontoptik 30 auf der Fläche des
Eichweiß' 47. Zu beachten ist lediglich, daß die Dimensionierung des Schutzgehäuses
46 so gewählt wird, daß der Abstand der Beleuchtungseinrichtung 28 zum Eichweiß 47
in der Parkposition dem Abstand der Beleuchtungseinrichtung 28 zur Meßstelle auf dem
Druckbogen 32 entspricht.
[0103] Fig. 9 zeigt eine schematische Darstellung einer ersten Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Vorrichtung. Jedes Meßmodul 27 des Meßbalkens 14 tastet einen definierten Bildbereich
50 auf dem Druckprodukt 32 zeilenweise ab. Der definierte Bildbereich 50 umfaßt im
dargestellten Falle zwei Farbzonen 44. Die von der Oberfläche des Druckproduktes 32
remittierte, bildinformationstragende Strahlung der nicht gesondert dargestellten
Beleuchtungseinrichtung 28 wird von den Frontobjektiven 30 auf den bzw. die entsprechenden
Bildleiter 15 abgebildet. Die auf der Bildseite parallel angeordneten Bildleiter 15
werden auf der Empfangsseite mit definiertem Abstand übereinander geschichtet. Vorteilhafterweise
werden die übereinander geschichteten Bildleiter 15 auf der Empfangsseite zu einem
beliebig variierbaren Steckverbinder 31 zusammengesetzt.
[0104] Die in einem definierten Abstand übereinander gestapelten Bildleiterenden werden
anschließend über ein optisches System 33, bestehend aus Empfangsobjektiv 34, Farbstrahlteiler
35 und Farbfiltern 36 auf die Empfangseinrichtungen 38 abgebildet. Bei den Farbfiltern
36 handelt es sich um Farbfilter, die im dargestellten Fall z. B. den X, Y und Z-Bereich
für die Farbmessung nach dem Dreibereichsverfahren (DIN 5033) nachbilden sowie zusätzlich
um einen Filter, der einen Bereich im nahen Infrarot (NIR) zur getrennten Messung
von Druckschwarz aus dem Spektrum der Meßstrahlung ausblendet. Sowohl der Strahlteiler
35 als auch die Farbfilter 36 sind so ausgelegt, daß in jedem der drei Farbkanäle
X, Y, Z eine hohe Lichtempfindlichkeit bei guten optischen Abbildungseigenschaften
erreicht wird.
[0105] Um ein vergleichbares Filterverhalten für alle Bildpunkte zu garantieren, sind die
Farbfilter 36 im paralellen Strahlengang zweier Objektive angeordnet, wodurch gewährleistet
wird, daß die Farbfilter 36 von der Strahlung stets senkrecht durchsetzt werden. Diese
Maßnahme erweist sich als äußerst vorteilhaft im Hinblick auf eine verläßliche Farbmessung
bzw. -regelung.
[0106] Durch die Aufteilung der Bilderfassungseinrichtung 12 in einen einzelne Meßmodule
27 tragenden Meßbalken 14 und eine Empfangseinrichtung 16 liegt die empfindliche Sensorik,
sowie die elektronische Weiterverarbeitung der Bilddaten räumlich entfernt vom Meßort.
Die thermische Belastung am Meßort, die durch die Beleuchtungseinrichtungen 28 zwangsläufig
besteht, kann sich so nicht negativ auf die temperaturempfindlichen Elemente, insbesondere
auch auf den A/D-Wandler und die CCD-Elemente 38, auswirken.
[0107] Zudem dient der modulare optische Strahlengang, der mit Bildleitern aufgebaut ist,
dazu, daß die optischen Komponenten möglichst klein gehalten werden können. So sind
einerseits die Objektive am Meßort nur wenig größer als die meßortseitigen Bildleiterbänder,
sie sind daher leicht und ermöglichen eine schlanke Bauform des Meßbalkens. Andererseits
können die Bildleiterbänder empfangsseitig so eng gestapelt werden, daß der Stapel
insgesamt von rechteckiger, besonders vorteilhaft von nahezu quadratischer Form ist.
Durch diese Anordnung können die sensorseitigen Objektive ebenfalls klein gehalten
werden, was eine kostengünstige Schwingungsisolierung ermöglicht. Ferner können auch
die Sensoren selbst klein bleiben, so daß sie mit einfachen Mitteln gekühlt werden
können.
[0108] Die Bildleiter 15, die die vom Druckprodukt 32 remittierte Strahlung aus den ausgewählten
Bereichen 50 weiterleiten, sind entweder einlagig oder mehrlagig ausgeführt. Jeder
Bildleiter 15 selbst setzt sich aus einer Vielzahl nebeneinander und evtl. Übereinander
liegender Lichtfasern 49 zusammen, die so geordnet sind, daß eine geometrisch ungestörte
Bildübertragung gewährleistet ist. Jeder ein- oder mehrlagige Mehrfachbildleiter 15
setzt sich üblicherweise aus mehreren übereinander liegenden Schichten zusammen, wobei
üblicherweise für einen Farbkanal jeweils eine Schicht vorgesehen sein kann.
[0109] Eine besonders vorteilhafte Ausbildung eines Bildleiters 15 stellt ein sogenannter
mehrlagiger "Einfachbildleiter" dar, wobei die einzelnen Schichten eingangsseitig
übereinander gestapelt sind und empfangsseitig aufgesplittet sind und den ausgewählten
Bildbereich 50 jeweils direkt auf entsprechend zugeordnete CCD-Zeilen 38 abbilden.
Hinsichtlich einer übereinanderstapelung der Bildleiterenden zu einem Steckverbinder
bestehen dann grundsätzlich zwei Möglichkeiten:
1. Die einzelnen Bildleiter, die die Strahlung aus dem definierten Bildbereich 50
übertragen, werden übereinander gestapelt, d. h. ein Steckverbinder 31 setzt sich
jeweils aus übereinander gestapelten Bildleitern 15 zusammen. Anschließend wird die
Strahlung, die am Ausgang des Steckverbinders 31 ansteht, über einen Strahlteiler
35 und entsprechende Farbfilter 36 geleitet. Der Vorteil einer derartigen Ausgestaltung
liegt darin, daß das Meßlicht jedes mehrlagigen Einfachbildleiters 15 aus exakt demselben
definierten Bildbereich 50 stammt.
2. Eine zweite Möglichkeit der Bildleiterendenstapelung sieht vor, daß jeweils die
einzelnen Farbkanäle aller Bildleiter 15 in Blöcke zusammengefaßt werden, die dann
ihrerseits wiederum zu einem Steckverbinder 31 gestapelt werden. Bei dieser Art der
Anordnung kann die nachfolgende Strahlaufteilung - und damit der Strahlteiler 35 -
entfallen. Allerdings hat diese Lösung den Nachteil, daß das Meßlicht in den einzelnen
Farbkanälen nicht exakt aus denselben Bildbereichen 50 stammt.
[0110] In Fig. 11 ist eine geometrische und optische Auslegung der Bildübertragungsstrecke
gemäß der erfindungsgemäßen Vorrichtung dargestellt. Über ein Frontobjektiv 30 wird
ein definierter Bildbereich 50, der im gezeigten Falle zwei Farbzonen 44 umfaßt, auf
einen Bildleiter 15 abgebildet. Auf den Bildleiter 15 wird separat eine Weißreferenz
29 eingekoppelt. Nähere Angaben zu dieser Weißreferenzeinkopplung 29 wurden im Zusammenhang
mit den Fig. 7a) und 7b) gegeben. Der Bildleiter 15 besteht aus nebeneinander und
übereinander liegenden Lichtfasern 49, die so geordnet sind, daß eine geometrisch
ungestörte Bildübertragung gewährleistet wird, d. h. bestimmte Bereiche des Bildleiters
15 übertragen jeweils das Abbild eines gewissen Teilbereiches (Bildpunkt) 1, ...,
N einer Farbzone 44.
[0111] Die parallel angeordneten Bildleiter 15 werden an ihrer Ausgangsseite mit einem definierten
Abstand übereinander geschichtet. Die Bildleiter 15 bilden in dem Steckverbinder 31
eine reguläre Schichtstruktur. Dieser Steckverbinder 31 ist derart ausgebildet, daß
problemlos eine beliebige Anzahl von Bildleitern 15 zusammengefügt werden kann. Die
Enden der Bildleiter 15 werden über ein optisches System 33 auf eine an die reguläre
Schichtstruktur des Steckverbinders 31 optimal angepaßte Struktur von übereinander
angeordneten CCD-Zeilen 38 abgebildet. Am Ausgang des CCD-Flächenarrays 16 liegen
Daten vor, die im weiteren von der Recheneinrichtung 17 zur Bildinspektion und zur
Farbmessung herangezogen werden.
[0112] Um eine verläßliche Anpassung der übereinander gestapelten Enden der Bildleiter 15
in dem Steckverbinder 31 an die CCD-Zeilenarrays 38 zu erreichen, wird in vorteilhafterweise
zwischen dem Steckverbinder 31 und dem optischen System 33 ein opto-mechanisches Kopplungsglied
52 angeordnet. Dieses opto-mechanische Kopplungsglied 52 ist in Fig. 12 näher beschrieben.
[0113] In dem Steckverbinder 31 sind die Enden der Bildleiter 15 angeordnet. Über das optische
System 33 werden die bildinformationstragenden Enden der Bildleiter 15 auf die CCD-Zeilenarrays
38 abgebildet. Die Enden der Bildleiter 15 wirken dabei als Bildblenden. Bei einem
einlagigen Einfachbildleiter 15 wird jeweils ein schmaler Streifen des Druckbildes
erfaßt, der über das optische System 33 auf die CCD-Zeilenarrays 38 abgebildet wird.
Eine Aufteilung in die einzelnen Farbkanäle erfolgt mittels eines Strahlteilers 35,
der im optischen System 33 angeordnet ist. Wie bereits zuvor beschrieben kann bei
einem mehrlagig ausgeführten Einfach- oder Mehrfachbildleiter 15 der Strahlteiler
35 unter Umständen entfallen. Hier wird jede einzelne Lage des Bildleiter 15 über
einen entsprechenden Farbfilter 36 auf ein entsprechendes CCD-Zeilenarray 38 abgebildet.
[0114] Zur Anpassung der Geometrien der im Steckverbinder 31 gestapelten Bildleiterenden
an die Geometrien der CCD-Zeilen oder der CCD-Zeilenarrays 38 wird das Kopplungsglied
52 vorgeschlagen. Dieses Kopplungsglied 52 besteht aus einem Frontblock 53 und einem
Rückseitenblock 55, die beide über Lichtleiter 54 miteinander verbunden sind. Während
der Frontblock 53 an die Geometrie des Bildleiterstapels angepaßt ist, weist der Rückseitenblock
55 die Geometrie der CCD-Zeilenarrays 38 auf. Das Kopplungsglied 52 ist fertigungstechnisch
einfacher zu handhaben als die relativ langen Bildleiter 52, welche den Meßbalken
14 mit der Empfangseinheit 16 verbinden. Desweiteren ist aufgrund der optischen Abbildungsgesetze
die Geometrie des CCD-Zeilenarrays 38 mit der Geometrie des Bildleiterstapels (Steckverbinder
31) über den Abbildungsmaßstab des optischen Systems 33 verknüpft. Diese drei Komponenten
stellen also bezüglich ihrer geometrischen Dimensionen ein gekoppeltes System dar.
Da im allgemeinen nicht gesichert ist, daß die geometrischen Dimensionen der drei
Komponenten 31, 33, 38 zueinander passen - etwa bestehen aus technologischen oder
ökonomischen Gründen Ober- bzw. Untergrenzen für die Dimensionierung dieser Bauteile,
oder es kann ökonomisch sinnvoll sein, den Steckverbinder 31 nicht in der zur Abbildung
passenden Größe zu wählen sondern größer - erweist sich das Kopplungsglied 52 als
äußerst sinnvoll und nützlich.
[0115] In den Fig. 10a), 10b) und 10c) ist ein bereits beschriebener Vierfachbildleiter
gemäß einer Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung skizziert. Fig. 10a)
zeigt eine Seitenansicht des Vierfachbildleiters. Das Frontobjektiv 30 bildet den
definierten Bildbereich 50 auf den aus mehreren Schichten bestehenden Bildleiter 15
ab, wodurch simultan vier schmale Streifen des Druckbildes 32 auf den Bildleiter 15
abgebildet werden. Die Enden der Bildleiter 15 werden in der bereits zuvor beschriebenen
Art und Weise in einen Steckverbinder 31 übereinander gestapelt und anschließend über
ein optisches System 33 auf entsprechend angeordnete CCD-Zeilenarrays 38 abgebildet.
[0116] In Fig. 10b) ist ein Querschnitt des Vierfachbildleiters in Richtung A aus Fig. 10a)
dargestellt. Der Bildleiter 15 besteht aus mehreren Lagen, die in exakt definiertem
Abstand voneinander angeordnet sind. Die Bildleiterschichten selbst setzen sich jeweils
aus einer Vielzahl nebeneinander geordneter Lichtfasern 49 zusammen, die so angeordnet
sind, daß eine optimale Bildübertragung gewährleistet ist.
[0117] In Fig. 10c) ist der Strahlengang bei einem Vierfachbildleiter dargestellt. Der definierte
Bildbereich 50 wird über eine Frontoptik 30, Bildleiter 15 und ein optisches System
33 mit einem definierten Abbildungsmaßstab auf das CCD-Zeilenarray 38 abgebildet.
[0118] Wie bereits mehrfach erwähnt, muß bei einigen Ausgestaltungen der erfindungsgemäßen
Vorrichtung ein Strahlteiler 35 im optischen System 33 vorgesehen sein, der eine Aufteilung
der aus den definierten Bildbereichen 50 stammenden Strahlung in einzelne Farbkanäle
X, Y, Z und IR vornimmt.
[0119] In Fig. 13a ist ein derartiger Strahlteiler 35 in Seitenansicht gezeigt. Die auf
der Empfangsseite übereinander gestapelten Bildleiter 15 tragen die Bildinformation
aus den einzelnen Meßbereichen. Die von den Bildleitern 15 übertragene Strahlung wird
in mehrere Kanäle aufgesplittet. So ist vor dem eigentlichen Empfangsobjektiv 34 ein
Kantenfilter 71 angeordnet, der einen IR-Kanal ausblendet und auf eine CCD-Zeile 38
abbildet. Die verbleibende Strahlung wird in einen X-, einen Y- und einen Z-Kanal
aufgespalten und über Farbfilter 36 und eine entsprechende Optik auf die zugehörigen
CCD-Zeilen 38 abgebildet.
[0120] Fig. 13b zeigt eine weitere Ausführungsform eines Strahlteilers 35 in Seitenansicht.
Die auf der Empfangsseite übereinander gestapelten Bildleiter 15 tragen die Bildinformation
aus den einzelnen Meßbereichen des ausgewählten Bereiches 50. Der Strahlteiler ist
konstruktiv so ausgebildet, daß er die von den Bildleitern 15 übertragene Strahlung
in die drei Farbkanäle (X, Y, Z) und den IR-Kanal aufsplittet. Die Strahlung aus den
einzelnen Farbkanälen wird über entsprechende Farbfilter 36 bzw. einen NIR-Filter
36 auf entsprechend zugeordnete CCD-Zeilen 38 abgebildet.
[0121] In Fig. 14 sind die Meßgeometrie und der Strahlengang in einem Meßmodul 27 dargestellt.
Von einer Beleuchtungseinrichtung 28 fällt die Strahlung über eine Abbildungsoptik
56 auf den ausgewählten definierten Bildbereich 50 des Druckproduktes 32. Der Einfallswinkel
der Strahlung beträgt 45°. Die am Druckprodukt remittierte Strahlung wird über eine
Empfangsoptik 57 auf eine Empfangseinrichtinng 16 abgebildet. Die Empfangseinrichtung
16 beobachtet den definierten Bereich 50 des Druckproduktes 32 unter einem Winkel
von 0°.
[0122] Fig. 15 zeigt eine erste Ausführungsform eines Meßmoduls 27 mit integrierter Empfangseinrichtung
16. Von der Beleuchtungseinrichtung 28 fällt die Strahlung über einen Querschnittswandler
73 und einen Zylinderspiegel 72 auf den definierten Bereich 50 des Druckproduktes
32. Die Einstrahlung erfolgt unter einem Einfallswinkel von 45°, während die Beobachtung
senkrecht zur Meßebene erfolgt. Die an dem definierten Bildbereich 50 remittierte
Strahlung wird über einen Strahlteiler 35 in einzelne Farbkanäle aufgesplittet. Über
Farbfilter 36 und eine Empfangsoptik 34 wird jeder Farbkanal auf eine CCD-Zeile 38
abgebildet. Der üblicherweise ebenfalls vorgesehene NIR-Kanal zur Messung des Schwarzanteils
ist in Fig. 15 nicht gesondert dargestellt.
[0123] Zuvor wurde bereits erwähnt, daß die CCD-Zeilen, ebenso wie die Weiterverarbeitungselektronik,
sehr empfindlich auf Temperaturschwankungen reagieren. Da in dem gezeigten Beispiel
das Meßmodul 27 sowohl die optischen als auch die elektronischen Elemente enthält,
wird zur Beleuchtung eine Kaltlichtquelle gewählt, wobei das Licht von einer Beleuchtungseinrichtung
28 über einen Querschnittswandler 73 (Lichtleiteroptik) auf den Zylinderspiegel 72
geleitet wird.
[0124] Eine weitere Ausführungsform eines Meßmoduls 27 mit integrierter Empfangseinrichtung
16 ist in Fig. 16 dargestellt. Der Aufbau ähnelt dem in Fig. 16 dargestellten, ist
jedoch bezüglich der Kanalgeometrie optimiert. Von einer Beleuchtungseinrichtung 28,
bei der es sich wiederum um eine Kaltlichtquelle handelt, wird die Strahlung über
einen Querschnittswandler 73 direkt auf den definierten Bildbereich 59 des Druckproduktes
32 eingestrahlt. Wiederum wird die Strahlung aus dem definierten Bildbereich 50 des
Druckproduktes 32 in Farbmeßkanälen X, Y, Z unter verschiedenen Winkeln gemessen.
Insbesondere liegt der Z-Kanal in senkrechter Richtung zur Meßebene. Da die spektralen
Empfindlichkeiten von Z-Kanal und NIR-Kanal keinen überlappungsbereich haben, sondern
weit auseinander liegen, wird in diesen Kanal ein Farbteiler 74 hineingebracht. Dieser
Farbteiler 74 läßt den Spektralbereich, der zum Z-Kanal gehört, hindurch, während
der darüber liegende Spektralbereich auf den NIR-Kanal reflektiert wird. Die Abbildung
des definierten Bildbereiches 50 auf die CCD-Zeilenarrays 38 erfolgt über Farbfilter
36 und Empfangsoptiken 34.
[0125] Der Aufbau eines Meßmoduls 27 nach Fig. 16 hat sich als besonders vorteilhaft erwiesen,
um einer Verfälschung der Meßwerte durch die Tatsache entgegenzuzwirken, daß die an
dem Druckprodukt 32 remittierte Strahlung üblicherweise einen Peak in Richtung des
spiegelnd reflektierten Strahlungsanteiles aufzeigt. Bei der Oberfläche des Druckproduktes
32 handelt es sich normalerweise also nicht um eine ideal streuende Oberfläche, die
die Strahlung in alle Raumwinkelbereiche mit gleicher Intensität streut. Vielmehr
ist die Intensität der an der Oberfläche des Druckproduktes 32 remittierten Strahlung
winkelabhängig. Die Ursachen für die erhöhte Strahlungsintensität in Richtung des
spiegelnd reflektierten Strahlungsanteiles liegen in der Papierbeschaffenheit, der
Farbdichte, der Flächendeckung und der Art der Druckfarbe.
[0126] Eine weitere Meßwertverfälschung in Folge einer erhöhten Strahlungsintensität in
Richtung des spiegelnd reflektierten Strahlungsanteils wird dadurch hervorgerufen,
daß die frisch bedruckten Bögen eventuell noch nicht ganz getrocknet sind. Um eine
Meßwertverfälschung durch Feuchteanteile auf der Oberfläche des Druckproduktes 32
zu vermeiden, ist vorgesehen, daß in den Strahlengang Polarisationsfilter 75 eingebracht
werden.
[0127] In Fig. 17 ist eine weitere Ausgestaltung eines Meßmoduls 27 dargestellt, wobei die
Darstellung sich auf die Empfangseinrichtung 16 für die Strahlung beschränkt. Die
von dem ausgewählten Bereich 50 des Druckproduktes 32 remittierte Strahlung wird über
Farbfilter 36 auf ein Linsenarray 76 abgebildet. Durch das Linsenarray 76 wird jeweils
ein Pixel des definierten Bildbereiches 50 empfangen und anschließend über Lichtfasern
54 und ein abbildendes System 33 auf die justierbaren CCD-Empfangselemente 38 abgebildet.
Diese faseroptische Ausführungsform des Meßmoduls 27 eröffnet insbesondere auch die
Möglichkeit, einzelne Lichtfasern 54 für die Referenzwerteinkopplung zu nutzen (Weißreferenz
der Beleuchtungseinrichtinng 28 oder aber auch die Eichweiß-Referenz). Weiterhin kann
über das Glasfaserbündel problemlos eine Geometrieanpassung zwischen dem definierten
Bildbereich 50 und der Empfangseinrichtung 38 vorgenommen werden.
[0128] In Fig. 18 ist eine weitere Ausführungsform einer Bilderfassungseinrichtung 12 dargestellt.
Wiederum sind die Optik, insbesondere die Beleuchtungseinrichtung 28 und das Frontobjektiv
30, und die Empfangseinrichtung 16 in einem Meßmodul 27 positioniert. Die nicht dargestellte
Beleuchtungseinrichtung 28 leuchtet den definierten Bildbereich 50 aus. Über ein Frontobjektiv
30 wird ein Zwischenbild generiert, das über ein weiteres optisches System 33 auf
ein CCD-Zeilenarray 38 abgebildet wird. Bei dem optischen System 33 handelt es sich
um ein bild- und ein empfangsseitiges Objektiv, in deren gemeinsamem Brennpunkt ein
Partialfilter 66 positioniert ist. Durch die 4-f-Anordnung wird die Ortsabhängigkeit
der Strahlung zwischen den Objektiven eliminiert, was den Einsatz eines Partialfilters
66 ermöglicht. Die Verwendung eines Partialfilter 66, das empfangsseitig in den Strahlengang
eingebracht wird, bringt mehrere Vorteile: - es wird eine genauere Anpassung möglich,
- es lassen sich höhere Transmissionsraten erzielen, - durch Verwendung einer zweistufigen
Abbildung kann die Größe des Zwischenbildes frei gewählt werden. Daher kann die empfangsseitige
Abbildung immer so bemessen werden, daß sich der geforderte Abbildungsmaßstab ergibt.
[0129] Um unkontrollierbare Farbmeßfehler auszuschließen, muß - wie bereits zuvor erwähnt
- die Strahlung den Filter senkrecht durchsetzen. Ansonsten ist die spektrale Transmission
eine nicht-lineare Funktion des Einfallswinkels. Dies hat zur Folge, daß der Spektralverlauf
des Filters nach der Normierung nicht der Normalspektralwertfunktion X, Y, Z entspricht
- die Farbmessung wird also winkelabhängig. Um diese Fehler auszuschalten wird die
bereits oben genannte nachgeschaltete 4-f-Anordnung der Objektive gewählt.
[0130] Ein Partialfilter 66 besteht üblicherweise aus einem Neutralglas, auf das eine Vielzahl
von unterschiedlichen Farbfiltern 36 aufgekittet wird. Der resultierende spektrale
Verlauf ergibt sich aus dem Zusammenwirken der einzelnen Teilfilter des Partialfilters
66. Durch die zusätzliche Anwendung von Blenden und Masken kann man Flächenanteile
der einzelnen Teilfilter definiert zu- oder abschalten, so daß sich der spektrale
Verlauf gezielt beeinflussen läßt.
[0131] In Fig. 19 ist eine weitere Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung dargestellt.
Bei dieser Ausführungsform kann die Empfangseinrichtung 38 entweder in dem Meßmodul
27 integriert sein, beide können aber auch über Bildleiter 15 voneinander getrennt
angeordnet sein.
[0132] Die aus dem ausgewählten Bereich 50 des Druckproduktes 32 remittierte Strahlung wird
über ein Frontobjektiv 30 und eine Spaltblende 79 und von da über eine Linse, z. B.
eine Zylinderlinse 80 auf ein Prisma 78 oder Gitter geleitet. Das Prisma 78 zerlegt
jeden Meßpunkt des ausgewählten Bereiches 50 spektral. Die Empfangseinrichtung 38
besteht beispielsweise aus einem zeilenförmigen CCD-Element, wobei die Anzahl der
CCD-Elemente der Anzahl der Stützstellen im Spektrum entspricht. Da für jeden Meßpunkt
des ausgewählten Bereiches 50 eine spektrale Zerlegung erfolgt, besteht die Empfangseinrichtung
38 vorteilhafterweise aus einem CCD-Array, dessen Zeilenzahl der Anzahl der Stützstellem
im Spektrum entspricht und dessen Spaltenzahl der Anzahl der Meßstellen innerhalb
des ausgewählten Bereiches 50 entspricht. Um eine höhere Verarbeitungsgeschwindigkeit
zu erreichen, kann das CCD-Array aus mehreren CCD-Zeilen bestehen, wobei die einzelnen
CCD-Zeilen parallel ausgelesen werden. Mit dieser ortsaufgelösten Spektrometerkamera
läßt sich also sowohl eine spektrale als auch eine räumliche Auflösung erzielen.
[0133] Nachteilig gegenüber den zuvor beschriebenen Vorrichtungen ist bei dieser Ausführungsform
die erhöhte Anzahl von CCD-Elementen. Dieser Mehraufwand wird jedoch durch eine geringere
Auflösung hinsichtlich der Digitalisierung der Daten kompensiert. Während bei den
zuvor beschriebenen Ausführungsformen für eine verläßliche Farbmessung 12-Bit-Daten
vorliegen müssen, läßt sich hier dasselbe Ergebnis alt z. B. 8-Bit-Bilddaten erzielen.
[0134] Ein weiterer Vorteil dieser Ausführungsform besteht darin, daß die spektralen, digitalen
Bilddaten durch Gewichtung mit einem entsprechenden Faktor an jede beliebige Filterfunktion
angepaßt werden können. Durch diese Nachbildung beliebiger Filterfunktionen (X, Y,
Z oder RGB) im Digitalbereich können die üblichen "Hardware"-Filter eingespart werden.
Während beim Einsatz von Filtern 36 stets darauf geachtet werden muß, daß sowohl eine
homogene Ausleuchtung des ausgewählten Bereiches 50 als auch eine wohl definierte
Objektweite eingehalten wird, spielen diese Dinge bei der unter Fig. 20 beschriebenen
Ausführungsform eine wesentlich geringere Rolle.
[0135] Es folgt eine nähere Beschreibung der einzelnen Systemkomponenten der Bilderfassungseinrichtung
12, die in Fig. 4 dargestellt sind.
[0136] Wie bereits zuvor ausführlich beschrieben, besteht die Empfangseinrichtung 16 u.
a. aus dem CCD-Zeilenarray 38. Dieses CCD-Zeilenarray 38 besteht aus den einzelnen
Farbkanälen zugeordneten CCD-Zeilen mit entsprechender Ansteuerelektronik 40. Jede
der CCD-Zeilen 38 ist auf einem justier- und auswechselbaren Chipträger untergebracht,
der weiterhin auch nicht gesondert dargestellte Takttreiber und Videovorverstärker
enthält. Die Ansteuerelektronik 40 für die vier CCD-Zeilenarrays 38 (X, Y, Z, NIR)
führt den üblichen physikalischen Prozeß der Signalbildung innerhalb einer CCD-Zeile
38 aus. Der Prozeß umfaßt die folgenden Schritte: Generation der Ladungen, Ladungstransport,
Ladungsdetektion und -verstärkung. Anschließend wird eine doppelt korrelierte Abtastung
des verstärkten Signals durchgeführt. Das Signal wird beispielsweise mit Hilfe eines
12 Bit A/D-Wandlers 39 in ein Digitalbild umgewandelt. Die Triggerelektronik 60 gewährleistet
die Synchronisation der Bilderfassungseinrichtung 12 mit der Winkelstellung des Druckwerkes
2. Aus der Impulsfolge eines Drehwinkelgebers 13, insbesondere eines Inkrementalgebers
wird sowohl die Winkelgeschwindigkeit des Zylinders 5 bestimmt als auch der Integrationstakt
für die CCD-Zeilen 38 in Abhängigkeit von der gemessenen Druckgeschwindigkeit generiert.
[0137] Voraussetzung für eine verläßliche Synchronisierung hinsichtlich des winkelgerechten
Auslesens der Bilddaten der Empfangseinheiten 16 ist die genaue Kenntnis der Winkelabstände
zwischen den Inkrementmarkierungen des jeweiligen Inkrementalgebers 13. Deshalb wird
anhand der jeweiligen Geschwindigkeit, des Durchmessers des Druckzylinders 5 und der
Dicke des zu verarbeitenden Druckproduktes der Zeitabstand zwischen zwei Inkrementimpulsen
für die Bestimmung der Geschwindigkeit der Druckmaschine 1 abgeleitet.
[0138] Die Bilddaten der Empfangseinrichtungen 16 werden an die Recheneinrichtung 17 weitergeleitet.
Die Recheneinrichtung 17 verarbeitet die Bilddaten in Echtzeit. Wegen des (je nach
Druckgeschwindigkeit) sehr hohen Anfalls an Bilddaten ergibt sich die Notwendigkeit
einer mehrstufigen Datenreduktion. In der Recheneinrichtung 17 werden folgende Funktionen
realisiert:
- Speicherung des Sollbildes;
- Verwaltung eines Parameterbildes mit Steuerinformationen zur Definition des Bildformates,
von Gewichtsfunktionen zur Bewertung von Bildfehlern und der Bildbereiche, in denen
Farbmessungen durchgeführt werden sollen;
- Akkumulation von Abtastzeilen in den Meßzeilen;
- Abspeicherung der für die Farb- und Shadingmessung relevanten Bildpunkte des digitalen
Bildes als Liste;
- schneller Transfer von Bilddaten über einen Pipelinebus;
- Akkumulation der Differenzbilder;
- Synchronisation der CCD-Zeilen;
- parallele Auswertung des aktuellen und akkumulierten Differenzbildes mit unterschiedlich
adaptieren Schwellen;
- Fehlervorverarbeitung zur Bildinspektion in Echtzeit.
[0139] Die Recheneinrichtung 17 besteht aus mehreren hardwaremäßigen Komponenten:
- einer Baugruppe, welche die Signalaufbereitung übernimmt (Shadingkorrektur, Zusammenfassen
von Abtast- zu Meßzeilen),
- einem Speicher für Daten, in dem die Meßwerte zur Farbmessung/-regelung abgelegt werden
können,
- eine Steuerschaltung, die in Abhängigkeit vom Inhalt eines Parameterspeichers, Meßdaten
zur Farbmessung/-regelung in vorausstehend beschriebenem Speicher einsortiert,
- eine Baugruppe hauptsächlich für die Bildinspektion, welche Sollbildspeicher, Parameterspeicher
und akkumulierende Differenzbildspeicher enthält, die weiterhin in Abhängigkeit vom
Parameterspeicher gewichtete Differenzen bilden kann und zwar sowohl für das aktuelle
Differenzbild als auch für das akkumulierte Differenzbild,
- eine Schaltung, welche bei Toleranzüberschreitung ein hardwaremäßiges Signal schaltet,
welches z. B. zur Echtzeitansteuerung einer Makulaturweiche dienen kann und
- eine Baugruppe, welche eine CPU enthält, die die Kommunikation mit übergeordneten
Baugruppen steuert, bzw. auf den obigen Speicher der Farbmeßwerte zugreifen kann,
um aus den "Roh-"Daten weitere abgeleitete Daten zu berechnen.
[0140] Die Recheneinrichtung 17 besitzt mehrere definierte Schnittstellen, über die eine
Kommunikation mit der Maschinensteuerung 21 der Eingabeeinrichtung 19 und dem offline-Meßgerät
20 ermöglicht wird.
[0141] Eine Verarbeitung der Bilddaten in Echtzeit bedeutet, daß stets eine Operation abgeschlossen
ist, wenn dieselbe Operation erneut, beispielsweise zyklisch, zur Bearbeitung ansteht.
So geschieht die Erzeugung eines Differenzbildes dann in Echtzeit, wenn das Differenzbild
aus dem aktuellen Bild und dem statischen, vorgegebenen Sollbild errechnet ist, bevor
das nächste aktuelle Bild anliegt. Gleiches gilt für die Auswertung der Farbmeßdaten.
Die Auswertung der Farbmeßdaten geschieht dann in Echtzeit, wenn die Auswertung ebenfalls
abgeschlossen ist, bevor der entsprechende Datensatz des nächsten Bildes zur Verarbeitung
ansteht. Der Verarbeitungstakt ist also direkt an das zyklische Bedrucken der Druckprodukte
32 und damit an die Geschwindigkeit der Druckmaschine 1 gekoppelt. Da sowohl die Bildinspektion
als auch eine Farbmessung in Echtzeit erfolgen, läßt sich das gerade erstellte Druckprodukt
32 danach bewerten, ob seine Druckqualität ausreichend ist oder nicht. Entsprechende
korrigierende Maßnahmen können augenblicklich eingeleitet werden, so daß das Drucken
von fehlerhaften Bögen auf ein Mindestmaß reduziert wird.
[0142] Die anfallende Datenmenge bzw. Datenrate ist abhängig von der Pixelgröße, dem Format
des Druckbildes 32 und der Geschwindigkeit der Druckmaschine 1. Die Recheneinrichtung
17 muß hinsichtlich des Speicherbedarfes und der Verarbeitungsgeschwindigkeit an diese
Datenmenge angepaßt sein. Insbesondere müssen die in den Figuren nicht gesondert dargestellten
Speicher so konzipiert sein, daß mehrere, voneinander unabhängige Sätze von Bilddaten
in ihnen abgelegt werden können.
[0143] Erfindungsgemäß wird eine Bildinspektion anhand der Bilddaten des gesamten Druckproduktes
und eine Farbregelung anhand ausgewählter Bildbereiche durchgeführt. Bezüglich der
Bildinspektion wird, eine Inspektion im akkumulierten Differenzbild durchgeführt,
welche insbesondere zeitlich konstante Druckfehler erkennt. Anhand der Ergebnisse
im aktuellen und im akkumulierten Differenzbild wird eine Bewertung der Fehlercharakteristik
abgeleitet. Insbesondere wird es hierdurch möglich, statistische Fehler von die Druckqualität
massiv beeinflussenden Fehlern, wie z. B. Butzen, zu unterscheiden.
[0144] Von obiger Schaltung mit Recheneinrichtung 17 werden die Daten eines bevorzugt zusammenhängenden,
die Druckqualität bestimmenden Bereiches jeder Farbzone 44 zusammengeschaltet. Bei
einer farbmetrischen Regelung wird der Ist-Farbort dieses Bereiches bestimmt und mit
einem entsprechenden abgespeicherten Soll-Farbort verglichen. Eine Ausführungsform
einer derartigen farbmetrischen Regelung ist - wie bereits erwähnt - in der EP 0 324
718 A1 beschrieben. Bei einem Farbabstand zwischen Ist- und Soll-Farbort werden die
entsprechenden Schichtdickenänderungen in den entsprechenden Farbzonen 44 der einzelnen
Druckwerke 2 berechnet. Die entsprechenden Einstelldaten für die Farbstellglieder
werden über eine Maschinensteuerung 21 an die jeweiligen Druckwerke 2 geleitet. Eine
entsprechende Maschinensteuerung 21, die insbesondere zur Regelung der Farbstellglieder
einer Druckmaschine 1 dient, ist aus der EP 0 095 649 B1 bekannt geworden. Eine Maschinensteuerung
21 an der Druckmaschine 1, die beispielsweise zur automatischen Positionierung eines
Butzenfängers dient, wird in der DE 37 08 925 A1 beschrieben.
1. Vorrichtung zur Bildinspektion eines Druckproduktes,
- bestehend aus einer Bilderfassungseinrichtung, die Bilddaten liefert, die die gesamte
Oberfläche des Druckproduktes wiedergeben,
- wobei die Bilderfassungseinrichtung eine Beleuchtungsanordnung enthält, die einen
schmalen Streifen eines zu inspizierenden Bildbereiches mit im wesentlichen homogener
Helligkeit in Längsrichtung des Streifens ausleuchtet,
- wobei die Bilderfassungseinrichtung weiterhin eine fotoelektrische Empfangseinrichtung
enthält, die das aus dem zu inspizierenden Bildbereich remittierte Licht erfaßt, mit
Hilfe von Spektralfiltern bewertet und in elektrische Signale wandelt,
- und bestehend aus einer Recheneinrichtung, die zur Verarbeitung der Bilddaten mit
der Bilderfassungseinrichtung verbunden ist,
dadurch gekennzeichnet,
- daß in der fotoelektrischen Empfangseinrichtung (16) Bildleiter (15) mit einer Vielzahl
geordneter Lichtleitfasern (49) vorgesehen sind, wobei Lichteintrittsflächen der Bildleiter
jeweils in Form schmaler Streifen ausgebildet sind und im wesentlichen über die gesamte
Breite des Druckproduktes (32) das remitierte Licht lückenlos erfassen,
- wobei die Lichteintrittsflächen gleichmäßig in Zonen (44, 50) verteilt im wesentlichen
entlang einer Linie angeordnet sind, die parallel zum beleuchteten Streifen auf dem
Druckprodukt (32) liegt,
- wobei Lichtaustrittsflächen der Bildleiter (15) jeweils in Form schmaler Streifen
ausgebildet sind und rechteckförmig, parallel und gleichabständig übereinander geschichtet
sind,
- und daß die aus den Lichtaustrittsflächen austretenden Bildinformationen auf eine
Anordnung mit zeilenförmigen, parallelen und gleichabständigen Empfangselementen (38)
abgebildet sind,
wobei jeder Zeile der Empfangselemente (38) genau ein Streifen der Lichtaustrittsflächen
der Bildleiter (15) zugeordnet ist.
2. Vorrichtungen nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Bildleiter (15) auf der Empfangsseite zu einem optischen Steckverbinder (31)
zusammengefügt sind, wobei die Lichtaustrittsflächen im wesentlichen in einer Ebene
liegen.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Ausgänge des optischen Steckverbinders (31) über ein optisches System (33)
auf zumindest eine Empfangseinrichtung (16) abgebildet werden.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß den fotoempfindlichen Empfangselementen (38) ein optisches System (33) vorgeschaltet
ist, das jeweils aus einem ersten Empfangsobjektiv (34), einem Farbstrahlteiler (35)
und jeweils einem weiteren Empfangsobjektiv (37) pro mit dem Farbstrahlteiler (35)
erzeugten Farbkanal (X,Y,Z,NIR) besteht.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß das optisches Sytem (33) zwei Objektive enthält, die so angeordnet sind, daß der
Zwischenraum nahezu parallel durchstrahlt wird.
6. Vorrichtung nach Anspruch 1 und 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß den fotoempfindlichen Elementen (38) ein optisches System (33) aus Objektiven
(34,37) und Farbfiltern (36) vorgeschaltet ist, die die Lichtaustrittsflächen des
Steckverbinders (31) auf die Empfangselemente (38) abbilden, wobei für jeden mit einem
Farbstrahlteiler (35) und Farbfiltern (36) erzeugten Farbkanal (X,Y,Z,NIR) ein separates
Empfangselement (38) vorgesehen ist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß den Lichtaustrittsflächen der Bildleiter (15) eine Feldblende (62) mit mehreren
spaltförmigen Öffnungen (63) nachgeschaltet ist.
8. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorgehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Empfangselemente (38) gekühlt sind.
9. Vorrichtung nach Anspruch 2 und 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß zwischen dem Steckverbinder (31) und den Empfangselementen (38) ein Kopplungsglied
(52) vorgesehen ist, das opto-mechanisch die geometrische Dimension der übereinander
geschichteten Lichtaustrittsflächen der Bildleiter (15) an die geometrische Dimension
der Empfangseinrichtung (16) bzw. der Empfangselemente (38) anpaßt.
10. Vorrichtungen nach Anspruch 9,
daß das Kopplungsglied (52) aus einem Frontblock (53), der der geometrischen Dimension
der übereinander geschichteten Lichtaustrittsflächen der Bildleiter (15) entspricht,
und aus einem an die Geometrie der Empfangselemente (38) angepaßten Rückseitenblock
(55) besteht, und daß der Frontblock und der Rückseitenblock (55) über weitere Bildleiter
(54) verbunden sind, deren Anzahl der Anzahl der Bildleiter (15) entspricht.
11. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Beleuchtungsanordnung aus einzelner, in einer Linie angeordneter Beleuchtungseinrichtungen
(28) besteht, und daß die Strahlung jeder Beleuchtungseinrichtung (28) auf jeweils
einen Lichtleiter (64) gekoppelt ist, dessen Ausgang direkt mit dem entsprechenden
Bildleiter (15) verbunden ist, so daß für jede Beleuchtungseinrichtung (28) Farbmeßwerte
bereitgestellt werden, die auf die entsprechenden Werte eines Normstrahlers (47) normiert
sind.
12. Vorrichtung nach Anspruch 11,
dadurch gekennzeichnet, daß es sich bei dem Normstrahler (47) um ein Eichweiß handelt.
13. Vorrichtungen nach Anspruch 12,
daß das Eichweiß (47) auf einem gesonderten Träger im Kanal (65) eines das Druckprodukt
(32) fördernden Zylinders (5, 10), bezüglich dessen die Messung erfolgt, oder auf
dem Zylinder (5, 10) selbst, vorzugsweise über die gesamte Länge des Zylinders (5,
10), angeordnet ist.
14. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Beleuchtungsanordnung aus in Modulen (27) angeordneten Beleuchtungseinrichtungen
(28) besteht, und daß eine Lampenpregelung (61) vorgesehen ist, die den Strom für
die in Modulen (27) angeordneten Beleuchtungseinrichtungen (28) so eingestellt, daß
deren Strahlungsintensität untereinander abgeglichen ist.
15. Vorrichtung nach Anspruch 14,
dadurch gekennzeichnet,
daß ein Lichtleiter (64) in einer Bohrung (70) angeordnet ist, dessen Achse auf die
jeweilige Beleuchtungseinrichtung (28) gerichtet ist, und daß der Lichtleiter (64)
axial innerhalb dieser Bohrung (70) verschiebbar ist.
16. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Bildleiter (15) und die Beleuchtungsanordnung (28) über die Breite des Druckproduktes
(32) in Form von Meßmodulen (27) angeordnet sind, wobei jedem Meßmodul (27) eine Blaslufteinrichtung
(45) zugeordnet ist.
17. Vorrichtung nach Anspruch 16,
dadurch gekennzeichnet,
daß in einem Schutzgehäuse (46) die Blaslufteinrichtung (45) angeordnet ist, wobei
der auf das Druckprodukt (32) gerichtete Blasluftstrom gleichzeitig zur Kühlung der
Beleuchtungsanordnung (28) (27) dient.
18. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß ein Meßbalken (14) zusammen mit der Beleuchtungsanordnung (28) und weiteren Teilen
(30) der Bilderfassungseinrichtung schwenkbar gelagert ist und in einer Meßposition
und in einer Parkposition arretierbar ist.
19. Vorrichtung nach Anspruch 18,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Meßbalken (14) bezüglich eines Schutzgehäuses (46) in zwei Positionen arretierbar
ist, und daß der Meßbalken (14) zumindest in der Parkposition in dem Schutzgehäuse
(46) angeordnet ist.
20. Vorrichtung nach Anspruch 12 und 19,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Eichweiß (47) in dem Schutzgehäuse (46) über vorzugsweise die gesamte Länge
des Meßbalkens (14) angeordnet ist, und daß eine Normierung auf das Eichweiß (47)
in der Parkposition des Meßbalkens (14) durchführbar ist.
21. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Beleuchtungsanordnung (28) Strahlung in einen auf der Oberfläche des Druckproduktes
(32)definierten Bildbereich (50) aussendet, und daß die remittierte Strahlung über
ein optisches System (33) auf die Empfangselemente (38) abgebildet wird.
22. Vorrichtung nach Anspruch 21,
dadurch gekennzeichnet,
daß das optische, System (33) einen Strahlteiler (35) enthält, dessen einzelnen Ausgängen
optische Filter (36) mit Abbildungsoptiken (37) zugeordnet sind.
23. Vorrichtung nach Anspruch 21,
dadurch gekennzeichnet,
daß das optische System (33) Farbbfilter (36) und Abbildungsoptiken (37) enthält,
die außerhalb der senkrechten Beobachtungsrichtung bezüglich der Beleuchtungs-/ Meßebene
liegen.
24. Vorrichtung nach Anspruch 21,
dadurch gekennzeichnet,
daß das optische System (33) einen Partialfilter (66) enthält, der im gemeinsamen
Brennpunkt zweier Objektive angeordnet ist.
25. Vorrichtung nach Anspruch 21,
dadurch gekennzeichnet,
daß das optische System (33) ein Prisma (78) oder ein Gitter enthält.
1. Device for the image inspection of a printed product,
- comprising an image acquisition device, which supplies image data which reproduce
the entire surface of the printed product,
- the image acquisition device containing an illumination device which illuminates
a narrow strip of an image area to be inspected with substantially homogeneous light
in the longitudinal direction of the strip,
- the image acquisition device furthermore containing a photoelectric receiving device
which acquires the light reflected from the image area to be inspected, evaluates
said light with the aid of spectral filters and converts it into electric signals,
- and comprising a computing device which is connected to the image acquisition device
for the purpose of processing the image data,
characterized in that
- image conductors (15) having a multiplicity of ordered optical fibres (49) are provided
in the photoelectric receiving device (16), light entry surfaces of the image conductors
being designed in each case in the form of narrow strips and acquiring the reflected
light without gaps substantially over the entire width of the printed product (32),
- the light entry surfaces being arranged uniformly in zones (44, 50) distributed
substantially along a line which lies parallel to the illuminated strip on the printed
product (32),
- light exit surfaces of the image conductors (15) being designed in each case in
the form of narrow strips and being layered one above another in a rectangular shape,
in parallel and at identical spacing,
- and in that the image information emerging from the light exit surfaces is projected
onto an arrangement having line-shaped, parallel and equally-spaced receiving elements
(38), each line of the receiving elements (38) being assigned to precisely one strip
of the light exit surfaces of the image conductors (15).
2. Device according to Claim 1, characterized in that the image conductors (15) are joined
together on the receiving side to form an optical plug connector (31), the light exit
surfaces lying substantially in one plane.
3. Device according to Claim 2, characterized in that the outputs from the optical plug
connector (31) are projected via an optical system (33) onto at least one receiving
device (16).
4. Device according to Claim 1, characterized in that connected upstream of the photosensitive
receiving elements (38) is an optical system (33) which in each case comprises a first
receiving object lens (34), a colour beam splitter (35) and in each case a further
receiving object lens (37) per colour channel (X, Y, Z, NIR) produced using the colour
beam splitter (35).
5. Device according to Claim 4, characterized in that the optical system (33) contains
two object lenses which are arranged such that light passes virtually parallel through
the interspace.
6. Device according to Claim 1 and 2, characterized in that connected upstream of the
photosensitive elements (38) is an optical system (33) of object lenses (34, 37) and
colour filters (36), which projects the light exit surfaces of the plug connector
(31) onto the receiving elements (38), a separate receiving element (38) being provided
for each colour channel (X, Y, Z, NIR) produced using a colour beam splitter (35)
and colour filters (36).
7. Device according to Claim 1, characterized in that a field stop (62) with a plurality
of gap-like apertures (63) is connected downstream of the light exit surfaces of the
image conductors (15).
8. Device according to one or more of the preceding claims, characterized in that the
receiving elements (38) are cooled.
9. Device according to Claim 2 and 3, characterized in that between the plug connector
(31) and the receiving elements (38) there is provided a coupling element (52) which
optomechanically adapts the geometric dimension of the light exit surfaces, layered
one above another, of the image conductors (15) to the geometric dimension of the
receiving device (16) or the receiving elements (38).
10. Device according to Claim 9, characterized in that the coupling element (52) comprises
a front block (53), which corresponds to the geometric dimension of the light exit
surfaces, layered one above another, of the image conductors (15), and a rear block
(55) adapted to the geometry of the receiving elements (38), and in that the front
block and the rear block (55) are connected via further image conductors (54), the
number of which corresponds to the number of image conductors (15).
11. Device according to Claim 1, characterized in that the illumination arrangement comprises
individual illumination devices (28) arranged in a line, and in that the radiation
of each illumination device (28) is coupled in each case to a light conductor (64)
whose output is connected directly to the corresponding image conductor (15), so that
for each illumination device (28) colour measured values are provided which are normalized
to the corresponding values of a standard radiator (47).
12. Device according to Claim 11, characterized in that the standard radiator (47) is
a calibration white standard.
13. Device according to Claim 12, characterized in that the calibration white standard
(47) is arranged on a separate carrier in the channel (65) of a cylinder (5, 10) conveying
the printed product (32), in relation to which the measurement is carried out, or
is arranged on the cylinder (5, 10) itself, preferably over the entire length of the
cylinder (5, 10).
14. Device according to Claim 1, characterized in that the illumination arrangement comprises
illumination devices (28) arranged in modules (27), and in that a lamp controller
(61) is provided which sets the current for the illumination devices (28) arranged
in modules (27) such that the irradiation intensity is mutually matched.
15. Device according to Claim 14, characterized in that a light conductor (64) is arranged
in a drilled hole (70) whose axis is directed onto the respective illumination device
(28), and in that the light conductor (64) can be displaced axially within this drilled
hole (70).
16. Device according to Claim 1, characterized in that the image conductors (15) and the
illumination arrangement (28) are arranged over the width of the printed product (32)
in the form of measuring modules (27), a blown-air device (45) being assigned to each
measuring module (27).
17. Device according to Claim 16, characterized in that the blown-air device (45) is arranged
in a protective housing (46), the blown-air stream directed onto the printed product
(32) serving simultaneously for cooling the illumination arrangement (28).
18. Device according to Claim 1, characterized in that a measuring bar (14), together
with the illumination arrangement (28) and further parts (30) of the image acquisition
device, is mounted pivotably and can be locked in a measuring position and in a parked
position.
19. Device according to Claim 18, characterized in that the measuring bar (14) can be
locked in two positions in relation to a protective housing (46), and in that the
measuring bar (14) is arranged in the protective housing (46) at least in the parked
position.
20. Device according to Claim 12 and 19, characterized in that the calibration white standard
(47) is arranged in the protective housing (46) over preferably the entire length
of the measuring bar (14), and in that a standardization to the calibration white
standard (47) can be carried out in the parked position of the measuring bar (14).
21. Device according to Claim 1, characterized in that the illumination arrangement (28)
transmits radiation into an image area (50) defined on the surface of the printed
product (32), and in that the reflected radiation is projected via an optical system
(33) onto the receiving elements (38).
22. Device according to Claim 21, characterized in that the optical system (33) contains
a beam splitter (35) whose individual outputs are assigned optical filters (36) having
projection optics (37).
23. Device according to Claim 21, characterized in that the optical system (33) contains
colour filters (36) and projection optics (37) which are located outside the vertical
observation direction in relation to the illumination/measurement plane.
24. Device according to Claim 21, characterized in that the optical system (33) contains
a partial filter (66) which is arranged at the common focal point of two object lenses.
25. Device according to Claim 21, characterized in that the optical system (33) contains
a prism (78) or a grating.
1. Dispositif d'inspection d'image d'un produit imprimé
- se composant d'un dispositif de détection d'image qui délivre des données d'image
qui reproduisent la surface totale du produit imprimé,
- le dispositif de détection d'image comprenant un système d'éclairage qui éclaire
une bande étroite d'une zone d'image à inspecter avec une luminosité sensiblement
homogène dans la direction de la longueur de la bande,
- le dispositif de détection d'image comprenant par ailleurs un dispositif récepteur
photoélectrique qui détecte la lumière réfléchie par la zone d'image devant être inspectée,
qui l'évalue à l'aide de filtres spectraux et qui la convertit en signaux électriques,
- et qui se compose d'un dispositif de calcul qui est relié au dispositif de détection
d'image pour le traitement des données d'image,
caractérisé
- en ce que des conducteurs d'image (15) comprenant de multiples fibres ordonnées
de guidage d'ondes lumineuses (49) sont prévues dans le dispositif récepteur photoélectrique
(16), les surfaces de sortie de la lumière des conducteurs d'image étant réalisées
à la forme de rubans étroits et détectant la lumière réfléchie, sans interstice, sensiblement
sur la totalité de la largeur du produit imprimé (32),
- les surfaces d'entrée de lumière étant réparties régulièrement en zones (44, 50)
qui sont disposées sensiblement le long d'une ligne qui est parallèle à la bande éclairée
située sur le produit imprimé (32),
- chacune des surfaces de sortie de la lumière des conducteurs d'image (15) étant
réalisée sous la forme de bandes étroites mises en forme de couches rectangulaires,
parallèles et superposées à des distances égales,
- et en ce que les informations d'image émergeant des surfaces de sortie de la lumière
sont reproduites sur un ensemble comprenant des éléments récepteurs (38) en forme
de lignes, parallèles et placés à des mêmes distances les uns des autres,
chaque ligne d'éléments récepteurs (38) étant associée avec précision à une bande
des surfaces d'émergence de la lumière des conducteurs d'image (15).
2. Dispositif selon la revendication 1,
caractérisé
en ce que les conducteurs d'image (15) sont réunis sur le côté réception en un
connecteur optique (31), les surfaces d'émergence de la lumière étant situées essentiellement
dans un plan.
3. Dispositif selon la revendication 2,
caractérisé
en ce que les sorties du connecteur optique (31) sont reproduites par un système
optique (33) sur au moins un dispositif récepteur (16).
4. Dispositif selon la revendication 1,
caractérisé
en ce qu'un système optique (33) qui est monté en amont des éléments récepteurs
photosensibles (38) se compose d'un premier objectif récepteur (34), d'un séparateur
(35) des couleurs du faisceau et dans chaque cas d'un autre objectif récepteur (37)
par canal de couleur (X, Y, Z, IRP) généré par le séparateur (35) des couleurs du
faisceau.
5. Dispositif selon la revendication 4,
caractérisé
en ce que le système optique (33) comprend deux objectifs qui sont disposés de
manière que l'espace intermédiaire soit traversé par un rayonnement à peu près parallèle.
6. Dispositif selon les revendications 1 et 2,
caractérisé
en ce qu'un système optique (33) se composant d'objectifs (34, 37) et d'écrans
colorés (36), qui reproduisent les surfaces d'émergence de lumière du connecteur (31)
sur des éléments récepteurs (38), est monté en amont des éléments photosensibles (38),
un élément récepteur séparé (38) étant prévu pour chaque canal de couleur (X, Y, Z,
IRP) généré par le séparateur (35) des couleurs du faisceau et par les écrans colorés
(36).
7. Dispositif selon la revendication 1,
caractérisé
en ce qu'un diaphragme de champ (62) comprenant plusieurs trous en forme de fentes
(63) est monté en aval des surfaces d'émergence de lumière des conducteurs d'image
(15).
8. Dispositif selon l'une ou plusieurs des revendications précédentes,
caractérisé
en ce que les éléments récepteurs (38) sont refroidis.
9. Dispositif selon les revendications 2 et 3,
caractérisé
en ce qu'un organe de couplage (52) qui est prévu entre le connecteur (31) et les
éléments récepteurs (38) adapte opto-mécaniquement les dimensions géométriques des
surfaces d'émergence de lumière, superposées en couches, des conducteurs d'image (15)
à la dimension géométrique du dispositif récepteur (16) ou des éléments récepteurs
(38).
10. Dispositif selon la revendication 9,
caractérisé
en ce que l'organe de couplage (52) se compose d'un bloc frontal (53) qui correspond
à la dimension géométrique des surfaces d'émergence de la lumière en couches superposées
des conducteurs d'image (15) ainsi qu'en un bloc dorsal (55) qui est adapté à la géométrie
des éléments récepteurs (38) et en ce que le bloc frontal et le bloc dorsal (55) sont
reliés par d'autres conducteurs d'image (54) dont le nombre correspond au nombre des
conducteurs d'image (15).
11. Dispositif selon la revendication 1,
caractérisé
en ce que le système d'éclairage se compose de dispositifs individuels d'éclairage
(28) disposés en une ligne et en ce que le rayonnement de chaque dispositif d'éclairage
(28) est couplé à un guide d'ondes lumineuses (64) dont la sortie est reliée directement
au conducteur correspondant d'image (15) de manière que les grandeurs colorimétriques
qui sont générées pour chaque dispositif d'éclairage (28) soient normalisées conformément
aux valeurs correspondantes d'un projecteur normalisé (47).
12. Dispositif selon la revendication 11,
caractérisé
en ce que le projecteur normalisé (47) est un blanc étalon.
13. Dispositif selon la revendication 12,
caractérisé
en ce que le blanc étalon (47) est disposé sur un support particulier, situé dans
le canal (65) d'un cylindre (5, 10) transportant le produit imprimé (32) et par rapport
auquel la mesure est effectuée ou sur le cylindre lui-même (5, 10), de préférence
sur la totalité de la longueur du cylindre (5, 10).
14. Dispositif selon la revendication 1,
caractérisé
en ce que le système d'éclairage se compose de dispositifs d'éclairage (28) disposés
en modules (27) et en ce qu'un réglage (61) de lampe qui est prévu règle le courant
destiné aux dispositifs d'éclairage (28) disposés en modules (27) de manière que leurs
intensités de rayonnement soient équilibrées les unes par rapport aux autres.
15. Dispositif selon la revendication 14,
caractérisé
en ce qu'un guide d'ondes lumineuses (64) est disposé dans un trou (70) dont l'axe
est orienté sur le dispositif particulier d'éclairage (28) et en ce que le guide d'ondes
lumineuses (64) est déplaçable axialement à l'intérieur de ce trou (70).
16. Dispositif selon la revendication 1,
caractérisé
en ce que les conducteurs d'image (15) et le système d'éclairage (28) sont disposés
sur la largeur du produit imprimé (32) sous la forme de modules de mesure (27), un
dispositif (45) d'insufflation d'air étant associé à chaque module de mesure (27).
17. Dispositif selon la revendication 16,
caractérisé
en ce que le dispositif d'insufflation d'air (45) est disposé à l'intérieur d'un
boîtier de protection (46), le flux d'air d'insufflation dirigé sur le produit imprimé
(32) servant également au refroidissement du système d'éclairage (28).
18. Dispositif selon la revendication 1,
caractérisé
en ce qu'une table de mesure (14) est montée pivotante avec le système d'éclairage
(28) et d'autres éléments (30) du dispositif de détection d'image et peut être arrêtée
à une position de mesure et à une position de parcage.
19. Dispositif selon la revendication 18,
caractérisé
en ce que la table de mesure (14) peut être arrêtée à deux positions par rapport
à un boîtier de protection (46) et en ce que la table de mesure (14) est disposée
à l'intérieur du boîtier de protection (46) au moins à la position de parcage.
20. Dispositif selon les revendications 12 et 19,
caractérisé
en ce que le blanc étalon (47) est disposé dans le boîtier de protection (46) de
préférence sur la totalité de la longueur de la table de mesure (14) et en ce qu'une
normalisation conformément au blanc étalon (47) peut être effectuée lorsque la table
de mesure (14) est en position de parcage.
21. Dispositif selon la revendication 1,
caractérisé
en ce que le système d'éclairage (28) émet un rayonnement dirigé sur une zone d'image
(50) définie à la surface du produit imprimé (32) et en ce que le rayonnement réfléchi
est reproduit par un système optique (33) sur les éléments récepteurs (38).
22. Dispositif selon la revendication 21,
caractérisé
en ce que le système optique (33) comprend un diviseur de faisceau (35) dont les
sorties individuelles sont associées à des filtres optiques (36) par des optiques
de reproduction (37).
23. Dispositif selon la revendication 21,
caractérisé
en ce que le système optique (35) comprend des écrans colorés (36) et des optiques
de reproduction (37) qui sont situés à l'extérieur de la direction perpendiculaire
d'observation par rapport au plan d'éclairage/de mesure.
24. Dispositif selon la revendication 21,
caractérisé
en ce que le système optique (33) comprend un filtre partiel (66) qui est disposé
dans le foyer commun de deux objectifs.
25. Dispositif selon la revendication 21,
caractérisé
en ce que le système optique (33) comprend un prisme (78) ou une grille.