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EP 0 713 449 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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12.08.1998 Patentblatt 1998/33 |
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Anmeldetag: 16.05.1995 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)6: B42F 13/24 |
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Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/AT9500/095 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 9531/339 (23.11.1995 Gazette 1995/50) |
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RINGBUCHMECHANIK
RING BINDER MECHANISM
MECANISME POUR CLASSEURS A ANNEAUX
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Benannte Vertragsstaaten: |
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BE CH DE FR GB IT LI LU NL SE |
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Benannte Erstreckungsstaaten: |
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SI |
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Priorität: |
17.05.1994 AT 1015/94
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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29.05.1996 Patentblatt 1996/22 |
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Patentinhaber: |
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- Hladik, Herta
1230 Wien (AT)
- Sladek, Peter
1140 Wien (AT)
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Erfinder: |
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- HLADIK, Herta
A-1230 Wien (AT)
- IGLER, Hans
A-1190 Wien (AT)
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Vertreter: Miksovsky, Alexander, Dipl.-Ing. et al |
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Patentanwälte
Miksovsky & Pollhammer OEG,
Währingerstrasse 3/14 1096 Wien 1096 Wien (AT) |
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Entgegenhaltungen: :
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Ringbuchmechanik mit einer in einem Ordner
oder Ringbuch montierbaren Grundplatte und mindestens einer Federverschlußmechanik
bestehend aus einem Aufreihstift und einem Rohr, die beide an der Grundplatte senkrecht
abstehend befestigt sind, einem Verschlußbügel, der in dem Rohr zum Öffnen und Schließen
der Mechanik längsverschieblich und verdrehbar gelagert ist und einer Feder, die auf
den Verschlußbügel einwirkt.
[0002] Eine solche Ringbuchmechanik ist aus der Deutschen Patentschrift DE-C-36856 bekannt
geworden. Das Rohr weist hierbei einen Innendurchmesser auf, der dem Außendurchmesser
des Verschlußbügels entspricht. Im Rohr befindet sich eine Druckfeder, die zwischen
der Grundplatte und dem einen Ende des im Rohr gelagerten Verschlußbügels eingespannt
ist. Am Verschlußbügel ist ein Zapfen angeordnet, der in einen Z-förmigen Führungsschlitz
am Rohr eingreift. Dadurch ist einerseits die Bewegung des Verschlußbügels beim Öffnen
und Schließen geführt, anderseits wird der Verschlußbügel entgegen der Druckkraft
der Feder in der Schließstellung gehalten.
[0003] Nachteilig ist, daß die Druckfeder eine Kraft in Öffnungsrichtung ausübt. Dadurch
ist stets die Gefahr gegeben, daß sich bei einem unbeabsichtigten Verdrehen die Verschlußbügel
öffnen und durch die Druckkraft der Feder geöffnet bleiben.
[0004] Andere bekanntgewordene Systeme haben das Fehlen des Führungsschlitzes in dem rohrförmigen
Teil gemeinsam. Diese Ringbuchmechanik bekannter Art besitzen einen relativ komplizierten
Aufbau, bestehend aus mehreren Einzelteilen. Es ist auch ein erhöhter Montageaufwand
erforderlich.
[0005] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine neue Ringbuchmechanik zu schaffen,
die die oben angeführten Nachteile der bekanntgewordenen Ringbuchmechaniken vermeidet,
einen einfachen Aufbau besitzt, einen reduzierten Montageaufwand erfordert und leicht
zu handhaben ist.
[0006] Diese Aufgabe wird bei der erfindungsgemäßen Ringbuchmechanik dadurch gelöst, daß
das Rohr einen Innendurchmesser aufweist, der größer ist als der Durchmesser des Verschlußbügels,
daß das zur Grundplatte abgekehrte Ende des Rohres abgeschlossen ist, daß der abgeschlossene
Teil eine Bohrung aufweist, durch die der Verschlußbügel geführt ist und dessen Durchmesser
dem Außendurchmesser des Verschlußbügels entspricht, daß weiters der Verschlußbügel
eine vorzugsweise scheibenförmige Verdickung aufweist, dessen Durchmesser dem Innendurchmesser
des Rohres entspricht und daß eine Druckfeder zur Erzeugung einer Schließkraft in
Richtung Aufreihstift zwischen der Verdickung und dem abgeschlossenen Teil eingespannt
ist.
[0007] Anhand der Zeichnung wird die Erfindung näher erläutert:
Fig.1 und 2 zeigen die Ringbuchmechaniken in geschlossenem Zustand,
Fig. 3 ist die schematische Schnittdarstellung des Federsystems in geschlossenem Zustand,
Fig. 4 und 5 zeigen die Ringbuchmechanik im offenen Zustand,
Fig. 6 ist die schematische Schnittdarstellung des Federsystems im offenen Zustand,
Fig. 7 und 8 zeigen die Ringbuchmechanik im offenen Zustand, wobei die Verschlußbügel eine verdrehte
Stellung einnehmen,
Fig. 9 ist die schematische Schnittdarstellung des Federsystems im offenen Zustand bei verdrehter
Stellung des Verschlußbügels,
Fig. 10 bis 12 sind vergrößerte Darstellungen des Rohres mit eingebauter Druckfeder zwischen dem
abgeschlossenen Teil des Rohres und der scheibenförmigen Verdickung am Ende des Verschlußbügels,
sowie der Rohrbefestigung auf der Grundplatte.
[0008] Die erfindungsgemäße Ringbuchmechanik besteht aus vorzugsweise zwei Federverschlußmechaniken,
die auf einer gemeinsamen Grundplatte (7) montiert sind. Die Federverschlußmechanik
besteht hierbei aus einem Aufreihstift (1) und einem Rohr (3), die jeweils an der
Grundplatte (7) senkrecht abstehend befestigt sind, sowie aus einem Verschlußbügel
(2), der in dem Rohr (3) zum Öffnen und Schließen der Mechanik längsverschiebbar und
verdrehbar gelagert ist und einer Druckfeder (4), die zur Erzeugung einer Schließkraft
in Richtung Aufreihstift (1) zwischen einer scheibenförmigen Verdickung (5) des Verschlußbügels
(2) und dem abgeschlossenen Teil (3'') des Rohres (3) eingespannt ist.
[0009] Vorzugsweise ist an der scheibenförmigen Verdickung (5) des Verschlußbügels (2) eine
Nase (5') und im Rohr (3) ein Führungsschlitz (3') angeordnet, in dem die Nase (5')
eingreift und die Bewegung des Verschlußbügels (2) beim Öffnen und Schließen führt.
Der Führungsschlitz (3') besteht hierbei aus einem längs und anschließend quer zum
Rohr (3) verlaufenden Teil.
[0010] Die geschlossene Federverschlußmechanik (Fig.1,2,3) wird daher folgendermaßen geöffnet:
[0011] Der Verschlußbügel (2) wird zunächst gegen die Kraft der Druckfeder (4) in Längsrichtung
bis zum Anschlagen der Nase (5') an das Ende des längs verlaufenden Teils des Führungsschlitzes
(3') angehoben (Fig.4,5,6) und anschließend (Fig.7,8,9) bis zum Anschlagen der Nase
(5') an das Ende des quer zum Rohr (3) verlaufenden Teils des Führungsschlitzes (3')
verdreht. Dadurch wird nicht nur die Verschlußmechanik geöffnet, sondern der Verschlußbügel
(2) entgegen der Kraft der Druckfeder in seiner angehobenen Stellung gehalten.
[0012] Ein problemloses Einlegen von losen Blättern in den Aufreihstift (1) ist nun möglich.
[0013] Das Schließen der geöffneten Federverschlußmechanik (Fig.7,8,9) der Ringbuchmechanik
erfolgt sinngemäß in umgekehrter Reihenfolge:
[0014] Der Verschlußbügel (2) wird in die entgegengesetzte Drehrichtung bis zum in Längsrichtung
des Rohres (3) verlaufenden Teil des Führungsschlitzes (3') verdreht.
[0015] Durch die Kraft der Druckfeder (4) senkt sich der Verschlußbügel (2), geführt durch
die Nase (5') der scheibenförmigen Verdickung (5) und dem in Längsrichtung verlaufenden
Teil des Führungsschlitzes (3'), und schließt unter Druck bündig mit dem Aufreihstift
(1) der Federverschlußmechanik.
1. Ringbuchmechanik mit einer in einem Ordner oder Ringbuch montierbaren Grundplatte
und mindestens einer Federverschlußmechanik bestehend aus einem Aufreihstift und einem
Rohr, die beide an der Grundplatte senkrecht abstehend befestigt sind, einem Verschlußbügel,
der in dem Rohr zum Öffnen und Schließen der Mechanik längsverschieblich und verdrehbar
ist und einer Feder, die auf den Verschlußbügel einwirkt, dadurch gekennzeichnet, daß das Rohr (3) einen Innendurchmesser aufweist, der größer ist als der Durchmesser
des Verschlußbügels (2), daß das zur Grundplatte (7) abgekehrte Ende des Rohres (3)
abgeschlossen ist, daß der abgeschlossene Teil (3'') eine Bohrung (3''') aufweist,
durch die der Verschlußbügel (2) geführt ist und deren Durchmesser dem Außendurchmesser
des Verschlußbügels (2) entspricht, daß weiters der Verschlußbügel (2) eine vorzugsweise
scheibenförmige Verdickung (5) aufweist, dessen Durchmesser dem Innendurchmesser des
Rohres (3) entspricht und daß eine Druckfeder (4) zur Erzeugung einer Schließkraft
in Richtung Aufreihstift (1) zwischen der Verdickung (5) und dem abgeschlossenen Teil
(3'') eingespannt ist.
2. Ringbuchmechanik nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Verdickung (5) aus
einer am Verschlußbügel (2), vorzugsweise an dessen Ende mittels Nietung od.dgl. befestigten
ringförmigen Scheibe besteht.
3. Ringbuchmechanik nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Verdickung
(5) eine Nase (5') aufweist, die in einem längs und anschließend quer zum Rohr (3)
verlaufenden Führungsschlitz (3') eingreift, wodurch der Verschlußbügel (2) eine Längs-
und eine Drehbewegung beim Öffnen, und umgekehrt, eine Dreh- und Längsbewegung beim
Schließen ausführt.
4. Rinbuchmechanik nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das
Rohr (3) zur Befestigung an der Grundplatte (7) mittels einer Schraube, Niete (6')
od.dgl. an einer ringförmigen Halterscheibe (6) fixiert ist, die ihrerseits mittels
einer Nietung od.dgl. an der Grundplatte (7) befestigt ist.
5. Ringbuchmechanik nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß zwei
Federverschlußmechaniken auf der Grundplatte (7) montiert sind.
1. Ring binder mechanism with a base plate mountable in a binder or ring binder and at
least one spring closure mechanism consisting of a filing pin and a tube, both being
perpendicularly secured to the base plate, a closing bow being mounted slidingly in
longitudinal direction and being rotatable to open and close the mechanism, and a
spring acting on the closing bow, characterized in that the tube (3) is provided with
an inner diameter being greater than the diameter of the closing bow (2), in that
the end of the tube (3) being opposite to the base plate (7) is closed, in that the
closed part (3'') is provided with a bore (3'''), through which the closing bow (2)
is guided and whose diameter corresponds to the outer diameter of the closing bow
(2), in that the closing bow (2) further comprises a preferably disk-shaped bulge
(5), whose diameter corresponds to the inner diameter of the tube (3), and in that
a pressure spring (4) is mounted between the bulge (5) and the closed part (3'') to
generate a closing force in the direction of the filing pin (1).
2. Ring binder mechanism according to claim 1, characterized in that the bulge (5) consists
of an annular disk being fixed on the closing bow (2) in particular at the end thereof
by riveting or the like.
3. Ring binder mechanism according to claim 1 or 2, characterized in that the bulge (5)
comprises a projection (5') engaging with a guiding slot (3') being arranged along
and thereafter perpendicularly to the tube (3), whereby the closing bow (2) performs
a longitudinal and rotary movement when being opened and, conversely, a rotary and
longitudinal movement, when being closed.
4. Ring binder mechanism according to any of the claims 1 to 3, characterized in that
for being fastened on the base plate (7) the tube (3) is fastened on an annular support
disk (6) with a screw, a rivet (6') or the like, which disk is fastened on the base
plate (7) by riveting or the like.
5. Ring binder mechanism according to any of the claims 1 to 4, characterized in that
two spring closure mechanisms are mounted on the base plate (7).
1. Mécanisme pour classeurs à anneaux, avec une plaque de base qui peut être montée dans
un classeur ou dans un classeur à anneaux, et avec au moins un mécanisme de fermeture
à ressort composé d'une broche d'insertion et d'un tube, tous les deux fixés sur la
plaque de base en dépassant à la verticale de cette dernière, d'un étrier de fermeture,
mobile dans le sens longitudinal et pouvant tourner dans le tube pour l'ouverture
et pour la fermeture du mécanisme, et d'un ressort qui agit sur l'étrier de fermeture,
caractérisé en ce que le tube (3) présente un diamètre interne supérieur au diamètre
de l'étrier de fermeture (2), en ce que l'extrémité du tube (3), opposée à la plaque
de base (7), est fermée, en ce que la section fermée (3'') présente un trou (3'''),
au travers duquel est guidé l'étrier de fermeture (2) et dont le diamètre correspond
au diamètre externe de l'étrier de fermeture (2), en ce que par ailleurs l'étrier
de fermeture (2) présente un épaississement (5) de préférence en forme de rondelle,
dont le diamètre correspond au diamètre interne du tube (3), et en ce qu'un ressort
de pression (4) est fixé entre l'épaississement (5) et la section fermée (3'') pour
produire une force de fermeture en direction de la broche d'insertion (1).
2. Mécanisme pour classeurs à anneaux suivant la revendication 1, caractérisé en ce que
l'épaississement (5) se compose d'une rondelle annulaire fixée sur l'étrier de fermeture
(2), sur l'extrémité de ce dernier de préférence au moyen d'une rivure, ou autres.
3. Mécanisme pour classeurs à anneaux suivant l'une des revendications 1 et 2, caractérisé
en ce que l'épaississement (5) présente un ergot (5') qui s'engage dans une fente
de guidage (3') s'étendant dans le sens longitudinal, puis dans le sens transversal
par rapport au tube (3), l'étrier de fermeture (2) exécutant de ce fait un mouvement
longitudinal et un mouvement de rotation lors de l'ouverture et, inversement, un mouvement
de rotation et un mouvement longitudinal lors de la fermeture.
4. Mécanisme pour classeurs à anneaux suivant l'une des revendications 1 à 3, caractérisé
en ce que le tube (3), pour sa fixation sur la plaque de base (7), est fixé au moyen
d'une vis, d'un rivet (6'), ou autres, sur une rondelle de maintien annulaire (6),
qui est fixée pour sa part au moyen d'un rivet, ou autres, sur la plaque de base (7).
5. Mécanisme pour classeurs à anneaux suivant l'une des revendications 1 à 4, caractérisé
en ce que deux mécanismes de fermeture à ressort sont montés sur la plaque de base
(7).