[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur phosphatierenden Behandlung von einseitig
verzinktem oder legierungsverzinktem Stahlband oder -blech mit Hilfe von Phosphatierungslösungen,
die Zink, Nitrat und Nitrit enthalten.
[0002] Die Phosphatierung von Metallen verfolgt das Ziel, auf der Metalloberfläche fest
verwachsene Metallphosphatschichten zu erzeugen, die für sich bereits die Korrosionsbeständigkeit
verbessern und in Verbindung mit Lacken und anderen organischen Beschichtungen zu
einer wesentlichen Erhöhung der Haftung und der Resistenz gegen Unterwanderung bei
Korrosionsbeanspruchung beitragen. Außerdem dienen Phosphatschichten als Isolierung
gegen den Durchtritt elektrischer Ströme und in Verbindung mit Schmierstoffen zur
Erleichterung von Gleitvorgängen.
[0003] Für die Vorbehandlung vor der Lackierung eignen sich insbesondere die Niedrigzink-Phosphatierverfahren,
bei denen die Phosphatierungslösungen vergleichsweise geringe Gehalte an Zinkionen
von z. B. 0,5 bis 1,5 g/l aufweisen (DE-C-22 32 067, EP-B-39 093). Unter diesen Bedingungen
werden auf Stahl Phosphatschichten mit einem hohen Gehalt an Phosphophyllit (Zn
2Fe(PO
4)
2 • 4 H
2O) erzeugt, der wesentlich korrosionsbeständiger ist als der aus zinkreicheren Phosphatierungslösungen
abgeschiedene Hopeit (Zn
3(PO
4)
2 • 4 H
2O). Durch Mitverwendung von Nickel- und/oder Manganionen in den Niedrigzink-Phosphatierungslösungen
läßt sich die Schutzqualität in Verbindung mit Lacken weiter steigern (EP-A-228 151,
EP-B-414 296, EP-B-414 301, EP-A-544 650, DE-A-39 18 136). Niedrigzink-Verfahren mit
Zusatz von z. B. 0,5 bis 1,5 g/l Manganionen und z. B. 0,3 bis 2,0 g/l Nickelionen
finden als sogenannte Trikation-Verfahren zur Vorbereitung von Metalloberflächen für
die Lackierung, beispielsweise für die kathodische Elektrotauchlackierung von Autokarosserien,
weite Anwendung.
[0004] Speziell für die Phosphatierung von elektrolytisch verzinktem oder schmelztauchverzinktem
Stahlband sind Verfahren entwickelt worden, die die Ausbildung einer Phosphatschicht
innerhalb kurzer Behandlungszeiten gestatten. So ist es beispielsweise aus der DE-A-32
45 411 bekannt, insbesondere elektrolytisch verzinkte Stahlbänder mit einer Phosphatschicht
eines Schichtgewichtes unterhalb von 2 g/m
2 zu versehen, wobei Lösungen zum Einsatz gelangen, die etwa 1 bis 2,5 g/l Zinkionen
enthalten, einen Gehalt an Freier Säure von 0,8 bis 3 Punkten und ein Säureverhältnis
Gesamtsäure/Freie Säure von 5 bis 10 aufweisen. Dabei soll die Behandlungsdauer nicht
wesentlich über 5 Sekunden liegen. Ein anderes Verfahren zur Phosphatierung von elektrolytisch
und/oder schmelztauchverzinktem Stahlband sieht vor, während einer Zeit von 2 bis
30 Sekunden im Temperaturbereich von 40 bis 70°C Phosphatierungslösungen zu applizieren,
die 0,02 bis 0,75 g/l Zink-, 0,2 bis 2,0 g/l Mangan-, 0,1 bis 2,0 g/l Nickel-, 10
bis 20 g/l Phosphat- und 0,5 bis 30 g/l Nitrationen enthalten. Dabei soll der Gehalt
an Freier Säure im Bereich von 1,6 bis 3,0 Punkten, der Gehalt an Gesamtsäure im Bereich
von 12 bis 40 Punkten und das Gewichtsverhältnis von Nickelionen zu Nitrationen im
Bereich von 1:10 bis 1:60 und das Gewichtsverhältnis von Manganionen zu Nitrationen
im Bereich von 1:1 bis 1:40 liegen (DE-A-39 27 131).
[0005] Soweit die vorgenannten, eine kurzzeitige Behandlung gestattenden Phosphatierungslösungen
auf Band angewendet werden, die beidseitig verzinkt bzw. schmelztauchverzinkt sind,
treten größere Komplikationen nicht auf. In jüngerer Zeit gelangen jedoch zunehmend,
insbesondere in der Automobilindustrie, Stahlbänder zum Einsatz, die lediglich einseitig
verzinkt sind. Bei Anwendung der vorgenannten Kurzzeitverfahren auf einseitig verzinkte
Bänder tritt jedoch eine starke Bildung von Phosphatschlamm in der Phosphatierungslösung
auf, die in diesem Ausmaß stört. Darüber hinaus erfolgt auf der Stahlseite eine beginnende
Phosphatschichtausbildung, die insbesondere dann unerwünscht ist, wenn eine spätere
Phosphatierung, z.B. der Automobilkarosserie, beabsichtigt ist.
[0006] Aufgabe der Erfindung ist es, ein Verfahren zur phosphatierenden Behandlung von einseitig
verzinktem oder legierungsverzinktem Stahlband oder -blech bereitzustellen, das eine
Schlammbildung weitgehend unterdrückt, die Ausbildung einer Phosphatschicht auf der
Stahlseite verhindert, die Entstehung und Qualität der Phosphatschicht auf der verzinkten
bzw. legierungsverzinkten Stahlseite nicht beeinträchtigt und dennoch in der Verfahrensführung
einfach und wirtschaftlich ist.
[0007] Die Aufgabe wird gelöst, indem das Verfahren der eingangs genannten Art entsprechend
der Erfindung derartig ausgestaltet wird, daß man das verzinkte oder legierungsverzinkte
Stahlband oder -blech für die Dauer von 4 bis 20 sec. mit einer Lösung einer Temperatur
von 45 bis 80°C in Kontakt bringt, die
0,5 bis 5 g/l Zink
3 bis 20 g/l P2O5
0,005 bis 0,2 g/l NO2
3 bis 30 g/l NO3
0,2 bis 2,5 g/l Komplexbildner für Eisen
enthält, einen S-Wert von 0,08 bis 0,30 sowie im Falle der phosphatierenden Behandlung
von schmelztauchverzinktem oder schmelztauchlegierungsverzinktem Stahlband oder -blech
einen zusätzlichen Gehalt an 0,2 bis 4 g/l komplexem und/oder einfachem Fluorid (ber.
als F) aufweist.
[0008] Bei der Konzeption der vorliegenden Erfindung wurde festgestellt, daß bei der vorstehend
genannten Bemessung der Konzentrationen von Komplexbildner für Eisen und Nitrit das
von der nicht verzinkten bzw. legierungsverzinkten Seite des Stahlbandes oder -bleches
in Lösung gehende Eisen zum weit überwiegenden Teil komplex gebunden wird. Eine Schichtbildung
auf der Stahlseite ist nicht festzustellen. Die Entstehung von Phosphatschlamm in
der Phosphatierungslösung wird gänzlich unterbunden oder aber auf einen Wert, der
maximal 10 % der sonst zu beobachtenden Schlammmenge ausmacht, reduziert. Das erwünschte
Phosphatierungsergebnis auf der verzinkten bzw. legierungsverzinkten Seite wird nicht
beeinträchtigt.
[0009] Die Grenzen der angegebenen Bereiche für Komplexbildner sind insofern wichtig, als
zu hohe Komplexbildnerkonzentrationen die Phosphatschichtausbildung durch Komplexierung
der schichtbildenden Kationen beeinträchtigen. Bei zu geringer Komplexbildnerzugabe
ist eine Phosphatschlammbildung in der Phosphatierungslösung und eine beginnende Phosphatschichtausbildung
auf der Stahlseite nicht zu vermeiden. Bei einer höheren oder niedrigeren Einstellung
der Nitritkonzentration kann die Phosphatierung auf der verzinkten bzw. legierungsverzinkten
Stahlseite und die Komplexierung des abgelösten Eisens nachteilig beeinflußt werden.
So kann z. B. bei einer zu hohen Nitritkonzentration eine beginnende Schichtausbildung
auf der Stahlseite nicht vermieden werden. Eine derartige beginnende Schichtausbildung
kann die nachfolgende Phosphatierung in der Automobilanlage beeinträchtigen, führt
aber auf jeden Fall zu unerwünschter Schlammbildung.
[0010] Um infolge autokatalytischer Nitritbildung bei normaler Durchsatzleistung einen Anstieg
der Nitritkonzentration über den oberen Grenzwert zu verhindern, wird es üblicherweise
erforderlich sein, geeignete Gegenmaßnahmen zu ergreifen. Eine besonders geeignete
Gegenmaßnahme besteht darin, die Nitritkonzentration der Phosphatierungslösung mittels
nitritabbauender Substanzen, wie Harnstoff und/oder Amidosulfonsäure in den genannten
Grenzen zu halten. Dies kann durch kontinuierliche oder diskontinuierliche Zugabe
geschehen. Eine besonders elegante Methode sieht vor, die Nitritkonzentration dadurch
in den erforderlichen Grenzen zu halten, daß man in der Phosphatierungslösung eine
Harnstoffkonzentration von 1 bis 3 g/l und/oder eine Amidosulfonsäurekonzentration
von 0,5 bis 2 g/l einstellt. Hierdurch wird ein stationärer Zustand geschaffen, indem
durch den Harnstoff- bzw. Amidosulfonsäuregehalt ebensoviel Nitrit abgebaut wird wie
durch Autokatalyse entsteht.
[0011] Die innerhalb des erfindungsgemäßen Verfahrens einzusetzenden Stahlbänder oder -bleche
können auf der verzinkten bzw. legierungsverzinkten Seite Schichten aus Elektrolytzink
(ZE), Feuerzink (Z), oder Legierungen auf Basis Zink/Nickel (ZNE), Zink/Eisen (ZF)
oder Zink/Aluminium (ZA bzw. AZ) aufweisen. Zu letzteren werden üblicherweise auch
Legierungen mit z. B. 55 Gew.-% Al und 45 Gew.-% Zn gezählt.
[0012] Eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung besteht darin, das verzinkte oder legierungsverzinkte
Stahlband oder -blech mit einer Phosphatierungslösung in Kontakt zu bringen, die
1 bis 2,5 g/l Zink
10 bis 20 g/l P2O5
0,020 bis 0,060 g/l NO2
5 bis 15 g/l NO3
0,2 bis 2,5 g/l Komplexbildner für Eisen
enthält und einen S-Wert von 0,12 bis 0,20 aufweist. Diese Ausführungsform der Erfindung
hat den Vorzug, daß die Schlammbildung besonders gering ist und daß zudem gute Phosphatschichten
auf der verzinkten bzw. legierungsverzinkten Seite entstehen.
[0013] Besonders vorteilhafte Ergebnisse werden erzielt, wenn entsprechend einer vorteilhaften
Ausgestaltung der Erfindung das verzinkte oder legierungsverzinkte Stahlband oder
-blech mit einer Lösung in Berührung gebracht wird, die als Komplexbildner Chelatbildner,
wie Weinsäure, Zitronensäure, Ethylendiamintetraessigsäure, Nitrilotriessigsäure und/oder
Oxalsäure, enthält. Die Gehalte der Phosphatierungslösungen an den vorgenannten Komplexbildnern
sollten dabei vorzugsweise
0,5 bis 2,5 g/l Weinsäure
0,2 bis 0,4 g/l Zitronensäure
0,2 bis 2,5 g/l Nitrilotriessigsäure oder Ethylendiamintetraessigsäure (berechnet
als Ethylendiamintetraessigsäure)
betragen.
[0014] Die Qualität der erzeugten Phosphatschicht kann verbessert werden, wenn entsprechend
einer weiteren Ausführungsform der Erfindung das verzinkte oder legierungsverzinkte
Stahlband oder -blech mit einer Phosphatierungslösung in Kontakt gebracht wird, die
weitere zweiwertige Kationen, insbesondere Mangan- und oder Nickelionen, enthält.
In diesem Fall ist es vorteilhaft, die Konzentrationen in der Phosphatierungslösung
auf 1 bis 3 g/l, insbesondere 1,5 bis 2,5 g/l Manganionen, und/oder 0,1 bis 2,5 g/l,
insbesondere 0,5 bis 1,5 g/l Nickelionen einzustellen.
[0015] Wegen der benötigten höheren Aggressivität der Phosphatierungslösung ist es bei der
Behandlung von schmelztauchverzinktem oder schmelztauchlegierungsverzinktem Stahlband
oder -blech unerläßlich, mit Phosphatierungslösungen zu arbeiten, die komplexes und/oder
einfaches Fluorid enthalten.
[0016] Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung werden jedoch auch
bei der Behandlung von elektrolytisch verzinktem Stahlband oder -blech Phosphatierungslösungen
zum Einsatz gebracht, die komplexes und/oder einfaches Fluorid, vorzugsweise in Mengen
von 0,1 bis 3 g/l (ber. als F), enthalten. Als komplexes Fluorid ist Fluoroborat,
Fluorosilikat. Fluorotitanat und/oder Fluorozirkonat bevorzugt.
[0017] Die phosphatierende Behandlung des Bandes oder Bleches kann nach herkömmlichen Verfahren,
also im Tauchen oder Spritzen, erfolgen. Besonders vorteilhaft ist es jedoch, die
Lösung im Spritzverfahren aufzubringen.
[0018] Die Phosphatierungslösung wird üblicherweise durch ein Ergänzungskonzentrat ergänzt,
wobei die Steuerung z. B. automatisch über eine Leitfähigkeitsmessung erfolgt. Ein
geeignetes Ergänzungskonzentrat enthält z. B. 10 bis 30 Gew.-% P
2O
5, 3 bis 20 Gew.-% NO
3 und 0 bis 2 Gew.-% Zink. Der Gehalt an Zink im Ergänzungskonzentrat richtet sich
im wesentlichen nach der Reaktivität der auf dem Stahlband oder -blech befindlichen
Zink- oder Legierungszinkschicht. Sofern diese Schicht eine höhere Reaktivität hat
und dadurch größere Zinkmengen durch den Beizangriff der Phosphatierungslösung in
das Bad gelangen, ist eine Ergänzungslösung mit geringeren Zinkkonzentrationen innerhalb
des Bereiches von 0 bis 2 Gew.-% möglich. Im Extremfall, d. h. insbesondere bei einer
phosphatierenden Behandlung unmittelbar im Anschluß an eine Verzinkung des Stahlbandes,
kann das Ergänzungskonzentrat auch zinkfrei sein.
[0019] In der bevorzugten Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens - mit einem Gehalt
der Phosphatierungslösung an Nickel- und/oder Manganionen - enthält das Ergänzungskonzentrat
noch 0,2 bis 2 Gew.-% Nickel und/oder 1 bis 4 Gew.-% Mangan.
[0020] Prinzipiell kann die Ergänzungslösung auch bereits den Komplexbildner für Eisen und
erforderlichenfalls die NO
2-abbauende Substanz enthalten; aus Gründen einer besseren Einstellbarkeit der erforderlichen
Konzentrationen wird es jedoch im allgemeinen vorzuziehen sein, diese beiden Substanzen
separat zu ergänzen.
[0021] Mit Hilfe des erfindungsgemäßen Verfahrens werden Phosphatschichten erzeugt, deren
Schichtgewicht etwa 1 bis 2 g/m
2 beträgt.
[0022] Die Erfindung wird anhand des folgenden Beispiels beispielsweise und näher erläutert.
Beispiel:
[0023] Unmittelbar im Anschluß an die elektrolytische Verzinkung von Stahlband wurde mit
einer Lösung phosphatiert, die folgende Bestandteile aufwies:
| Zink |
1,8 g/l |
| P2O5 |
14,5 g/l |
| Nickel |
1,3 g/l |
| Mangan |
2,0 g/l |
| Weinsäure |
1 g/l |
| Harnstoff |
1 g/l |
| NO3 |
7 g/l |
| NO2 |
0,040 g/l. |
[0024] Der S-Wert der Phosphatierungslösung betrug 0,17, die Temperatur der Phosphatierungslösung
war auf 50 bis 55°C eingestellt. Die Applikation erfolgte im Spritzen für die Dauer
von 8 Sekunden.
[0025] Die Phosphatierbehandlung erfolgte über einen Zeitraum von 16 Stunden bei einer Badgröße
von 25 m
3. Danach wurde eine Naß-Schlamm-Menge von 2 ml/1 Phosphatierungslösung ermittelt.
Dies entspricht ca. 0,6 ml Schlamm pro m
2 durchgesetzter Stahloberfläche. Auf der Zinkseite hatte sich eine einwandfreie Phosphatschicht
gebildet, deren Schichtgewicht 1,6 g/m
2 betrug. Die Stahlseite war in einwandfreiem Zustand, d. h. zeigte praktisch keine
Schichtausbildung.
[0026] Bei einem Vergleichsversuch ohne Zusatz von Komplexbildner und NO
2-abbauender Substanz, aber sonst den gleichen Bedingungen, kam es zu einem Naß-Schlammanfall
von 28 ml/1 Phosphatierungslösung. Dies entspricht etwa 8,4 ml Schlamm pro m
2 durchgesetzter Stahloberfläche. Das Schichtgewicht auf der Zinkseite betrug auch
hier 1,6 g/m
2, die Stahlseite hingegen zeigte eine beginnende Phosphatschichtausbildung.
1. Verfahren zur phosphatierenden Behandlung von einseitig verzinktem oder legierungsverzinktem
Stahlband oder -blech mit Hilfe von Phosphatierungslösungen, die Zink, Nitrat und
Nitrit enthalten, dadurch gekennzeichnet, daß man das einseitig verzinkte oder legierungsverzinkte
Stahlband oder -blech für die Dauer von 4 bis 20 sec. mit einer Phosphatierungslösung
einer Temperatur von 45 bis 80°C in Kontakt bringt, die
0,5 bis 5 g/l Zink
3 bis 20 g/l P2O5
0,005 bis 0,2 g/l NO2
3 bis 30 g/l NO3
0,2 bis 2,5 g/l Komplexbildner für Eisen
enthält, einen S-Wert von 0,08 bis 0,30 sowie im Falle der phosphatierenden Behandlung
von schmelztauchverzinktem oder schmelztauchlegierungsverzinktem Stahlband oder -blech
einen zusätzlichen Gehalt an 0,2 bis 4 g/l komplexem und/oder einfachem Fluorid (ber.
als F) aufweist.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man das einseitig verzinkte
oder legierungsverzinkte Stahlband oder -blech mit einer Phosphatierungslösung in
Kontakt bringt, deren Nitritkonzentration durch Harnstoff und/oder Amidosulfonsäure
in den Grenzen von 0,005 bis 0,2 g/l gehalten wird.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß man das einseitig verzinkte
oder legierungsverzinkte Stahlband oder -blech mit einer Phosphatierungslösung in
Kontakt bringt, deren Nitritkonzentration durch Einstellung einer Harnstoffkonzentration
von 1 bis 3 g/l und/oder einer Amidosulfonsäurekonzentration von 0,5 bis 2 g/l in
den Grenzen von 0,005 bis 0,2 g/l gehalten wird.
4. Verfahren nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß man das einseitig
verzinkte oder legierungsverzinkte Stahlband oder -blech mit einer Phosphatierungslösung
in Kontakt bringt, die
1 bis 2,5 g/l Zink
10 bis 20 g/l P2O5
0,020 bis 0,060 g/l NO2
5 bis 15 g/l NO3
0,2 bis 2,5 g/l Komplexbildner für Eisen
enthält, sowie einen S-Wert von 0,12 bis 0,20 aufweist.
5. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet,
daß man das einseitig verzinkte oder legierungsverzinkte Stahlband oder -blech mit
einer Phosphatierungslösung in Kontakt bringt, die als Komplexbildner Chelatbildner,
wie Weinsäure, Zitronensäure, Ethylendiamintetraessigsäure, Nitrilotriessigsäure und/oder
Oxalsäure, enthält.
6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß man das einseitig verzinkte
oder legierungsverzinkte Stahlband oder -blech mit einer Phosphatierungslösung in
Kontakt bringt, die
0,5 bis 2,5 g/l Weinsäure
0,2 bis 0,4 g/l Zitronensäure
0,2 bis 2,5 g/l Nitrilotriessigsäure oder Ethylendiamintetraessigsäure (berechnet
als Ethylendiamintetraessigsäure) enthält.
7. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet,
daß man das einseitig verzinkte oder legierungsverzinkte Stahlband oder -blech mit
einer Phosphatierungslösung in Kontakt bringt, die weitere zweiwertige Kationen, insbesondere
Mangan- und/oder Nickelionen, enthält.
8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß man das einseitig verzinkte
oder legierungsverzinkte Stahlband oder -blech mit einer Phosphatierungslösung in
Kontakt bringt, die 1 bis 3 g/l, vorzugsweise 1,5 bis 2,5 g/l Mangan und/oder 0,1
bis 2,5 g/l, vorzugsweise 0,5 bis 1,5 g/l Nickel enthält.
9. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet,
daß man das einseitig verzinkte oder legierungsverzinkte Stahlband oder -blech mit
einer Phosphatierungslösung in Kontakt bringt, die komplexes und/oder einfaches Fluorid,
vorzugsweise in Mengen von 0,1 bis 3 g/l (ber. als F), enthält.
10. Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß man das einseitig verzinkte
oder legierungsverzinkte Stahlband oder -blech mit einer Phosphatierungslösung in
Kontakt bringt, die als komplexes Fluorid, Fluoroborat, Fluorosilikat, Fluorotitanat
und/oder Fluorozirkonat enthält.
11. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet,
daß man das einseitig verzinkte oder legierungsverzinkte Stahlband oder -blech durch
Spritzbehandlung mit der Phosphatierungslösung in Kontakt bringt.
1. A method for the phosphating treatment of steel strip or sheet which is zinc-plated
or zinc alloy-plated on one side, with the aid of phosphating solutions which contain
zinc, nitrate and nitrite, characterised in that the steel strip or sheet which is
zinc-plated or zinc alloy-plated on one side is brought into contact for a time of
4 to 20 seconds with a phosphating solution at a temperature of 45 to 80°C which contains
0.5 to 5 g/l zinc,
3 to 20 g/l P2O5,
0.005 to 0.2 g/l NO2,
3 to 30 g/l NO3,
0.2 to 2.5 g/l complexing agent for iron,
has an S value of 0.08 to 0.30 and in the case of the phosphating treatment of hot-dip
zinc-plated or hot-dip zinc alloy-plated steel strip or sheet has an additional content
of 0.2 to 4 g/l complex and/or simple fluoride (calculated as F).
2. A method according to Claim 1, characterised in that the steel strip or sheet which
is zinc-plated or zinc alloy-plated on one side is brought into contact with a phosphating
solution the nitrite concentration of which is kept within the limits from 0.005 to
0.2 g/l by urea and/or amidosulphonic acid.
3. A method according to Claim 2, characterised in that the steel strip or sheet which
is zinc-plated or zinc alloy-plated on one side is brought into contact with a phosphating
solution the nitrite concentration of which is kept within the limits from 0.005 to
0.2 g/l by setting a urea concentration of 1 to 3 g/l and/or an amidosulphonic acid
concentration of 0.5 to 2 g/l.
4. A method according to Claim 1, 2 or 3, characterised in that the steel strip or sheet
which is zinc-plated or zinc alloy-plated on one side is brought into contact with
a phosphating solution which contains
1 to 2.5 g/l zinc,
10 to 20 g/l P2O5,
0.020 to 0.060 g/l NO2,
5 to 15 g/l NO3,
0.2 to 2.5 g/l complexing agent for iron, and has an S value of 0.12 to 0.20.
5. A method according to one or more of Claims 1 to 4, characterised in that the steel
strip or sheet which is zinc-plated or zinc alloy-plated on one side is brought into
contact with a phosphating solution which contains chelating agents, such as tartaric
acid, citric acid, ethylenediamine tetraacetic acid, nitrilo-triacetic acid and/or
oxalic acid, as complexing agent.
6. A method according to Claim 5, characterised in that the steel strip or sheet which
is zinc-plated or zinc alloy-plated on one side is brought into contact with a phosphating
solution which contains
0.5 to 2.5 g/l tartaric acid,
0.2 to 0.4 g/l citric acid,
0.2 to 2.5 g/l nitrilo-triacetic acid or ethylenediamine tetraacetic acid (calculated
as ethylenediamine tetraacetic acid).
7. A method according to one or more of Claims 1 to 6, characterised in that the steel
strip or sheet which is zinc-plated or zinc alloy-plated on one side is brought into
contact with a phosphating solution which contains additional divalent cations, in
particular manganese and/or nickel ions.
8. A method according to Claim 7, characterised in that the steel strip or sheet which
is zinc-plated or zinc alloy-plated on one side is brought into contact with a phosphating
solution which contains 1 to 3 g/l, preferably 1.5 to 2.5 g/l, manganese and/or 0.1
to 2.5 g/l, preferably 0.5 to 1.5 g/l, nickel.
9. A method according to one or more of Claims 1 to 8, characterised in that the steel
strip or sheet which is zinc-plated or zinc alloy-plated on one side is brought into
contact with a phosphating solution which contains complex and/or simple fluoride,
preferably in quantities of 0.1 to 3 g/l (calculated as F).
10. A method according to Claim 9, characterised in that the steel strip or sheet which
is zinc-plated or zinc alloy-plated on one side is brought into contact with a phosphating
solution which contains fluoroborate, fluorosilicate, fluorotitanate and/or fluorozirconate
as complex fluoride.
11. A method according to one or more of Claims 1 to 10, characterised in that the steel
strip or sheet which is zinc-plated or zinc alloy-plated on one side is brought into
contact with the phosphating solution by spray treatment.
1. Procédé de phosphatage d'un feuillard ou d'une tôle d'acier galvanisé ou galvanisé
à l'alliage sur une face à l'aide de solutions de phosphatage qui contiennent du zinc,
du nitrate et du nitrite, caractérisé en ce qu'on met en contact le feuillard ou la
tôle d'acier galvanisé ou galvanisé à l'alliage sur une face pendant la durée de 4
à 20 secondes avec une solution de phosphatage à une température de 45 à 80 °C, qui
contient
0,5 à 5 g/l de zinc
0,5 à 5 g/l de zinc
3 à 20 g/l de P2O5
0,005 à 0,2 g/l de NO2
3 à 30 g/l de NO3
0,2 à 2,5 g/l d'agent complexant pour le fer,
qui présente une valeur S de 0,08 à 0,30 et qui, dans le cas du phosphatage de feuillards
ou de tôles d'acier galvanisé au trempé ou galvanisé au trempé à l'alliage, présente
une teneur supplémentaire de 0,2 à 4g/1 de fluorure complexe et/ou simple (calculée
sous forme de F).
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'on met en contact le feuillard
ou la tôle d'acier galvanisé ou galvanisé à l'alliage sur une face avec une solution
de phosphatage dont la concentration en nitrite est maintenue dans les limites de
0,005 à 0,2 g/l au moyen d'urée et/ou d'acide amidosulfonique.
3. Procédé selon la revendication 2, caractérisé en ce qu'on met en contact le feuillard
ou la tôle d'acier galvanisé ou galvanisé à l'alliage sur une face avec une solution
de phosphatage dont la concentration en nitrite est maintenue dans les limites de
0,005 à 0,2 g/l par le réglage d'une concentration en urée de 1 à 3 g/l et/ou d'une
concentration en acide amidosulfonique de 0,5 à 2 g/l.
4. Procédé selon la revendication 1, 2 ou 3, caractérisé en ce qu'on met en contact le
feuillard ou la tôle d'acier galvanisé ou galvanisé à l'alliage sur une face avec
une solution de phosphatage qui contient
1 à 2,5 g/l de zinc
10 à 20 g/l de P2O5
0,020 à 0,060 g/l de NO2
5 à 15 g/l de NO3
0,2 à 2,5 g/l d'agent complexant pour le fer, et qui présente une valeur S de 0,12
à 0,20.
5. Procédé selon une ou plusieurs des revendications 1 à 4, caractérisé en ce qu'on met
en contact le feuillard ou la tôle d'acier galvanisé ou galvanisé à l'alliage sur
une face avec une solution de phosphatage qui contient, à titre d'agent complexant,
des agents de chélation, tel que l'acide tartrique, l'acide citrique, l'acide éthylènediaminetétraacétique,
l'acide nitrilotriacétique et/ou l'acide oxalique.
6. Procédé selon la revendication 5, caractérisé en ce qu'on met en contact le feuillard
ou la tôle d'acier galvanisé ou galvanisé à l'alliage sur une face avec une solution
de phosphatage qui contient
0,5 à 2,5 g/l d'acide tartrique
0,2 à 0,4 g/l d'acide citrique
0,2 à 2,5g/l d'acide nitrilotriacétique ou d'acide éthylènediaminetétraacétique (calculé
sous forme d'acide éthylènediaminetétraacétique).
7. Procédé selon une ou plusieurs des revendications 1 à 6, caractérisé en ce qu'on met
en contact le feuillard ou la tôle d'acier galvanisé ou galvanisé à l'alliage sur
une face avec une solution de phosphatage qui contient d'autres cations divalents,
en particulier des ions de manganèse et/ou des ions de nickel.
8. Procédé selon la revendication 7, caractérisé en ce qu'on met en contact le feuillard
ou la tôle d'acier galvanisé ou galvanisé à l'alliage sur une face avec une solution
de phosphatage qui contient 1 à 3 g/l, de préférence 1,5 à 2,5 g/l de manganèse et/ou
0,1 à 2,5 g/l, de préférence 0,5 à 1,5 g/l de nickel.
9. Procédé selon une ou plusieurs des revendications 1 à 8, caractérisé en ce qu'on met
en contact le feuillard ou la tôle d'acier galvanisé ou galvanisé à l'alliage sur
une face avec une solution de phosphatage qui contient du fluorure complexe et/ou
simple, de préférence par quantités de 0,1 à 3 g/l (calculé sous forme de F).
10. Procédé selon la revendication 9, caractérisé en ce qu'on met en contact le feuillard
ou la tôle d'acier galvanisé ou galvanisé à l'alliage sur une face avec une solution
de phosphatage qui contient à titre de fluorure complexe, du fluoroborate, du fluorosilicate,
du fluorotitanate et/ou du fluorozirconate.
11. Procédé selon une ou plusieurs des revendications 1 à 10, caractérisé en ce qu'on
met en contact le feuillard ou la tôle d'acier galvanisé ou galvanisé à l'alliage
sur une face avec la solution de phosphatage par un traitement par pulvérisation.