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EP 0 713 932 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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21.01.1998 Patentblatt 1998/04 |
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Anmeldetag: 19.08.1995 |
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Elektrode mit plattenförmigem Elektrodenkörper
Electrode with platelike electrode body
Electrode avec un corps en forme de plaque
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE DE GB IT LU NL SE |
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Priorität: |
29.11.1994 DE 4442388
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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29.05.1996 Patentblatt 1996/22 |
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Patentinhaber: Heraeus Elektrochemie GmbH |
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D-63450 Hanau (DE) |
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Erfinder: |
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- Pfannschmidt, Martin
42579 Heiligenhaus (DE)
- Simon, Heinrich
63505 Langenselbold (DE)
- Dehm, Gerhard
63579 Freigericht 1 (DE)
- Schuck, Wilfried
41749 Viersen 12 (DE)
- Glück, Edgar
63639 Flörsbachtal 1 (DE)
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Vertreter: Kühn, Hans-Christian |
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Heraeus Holding GmbH,
Stabsstelle Schutzrechte,
Heraeusstrasse 12-14 63450 Hanau 63450 Hanau (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 306 627
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DE-A- 3 940 044
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Elektrode mit plattenförmigem Elektrodenträger zum Einsatz
in einer elektrolytischen Zelle mit korrosionsbeständigem Abstützmittel, Federelement,
Positionierelement oder Strömungsleitelement gegenüber einer Zellenwand, insbesondere
Elektrode einer Anordnung zur galvanischen Beschichtung durchlaufenden Bandmaterials,
die als Elektrodenträger einen Kern aus elektrisch gut leitendem Werkstoff aufweist,
der von einer Ummantelung aus Ventilmetall umgeben ist und mit äußeren aktivierten
Elektrodenteilen elektrisch und mechanisch fest verbunden ist.
[0002] Aus der EP-B 0436 078 ist eine Anodenanordnung mit einer plattenförmigen Anode aus
Ventilmetall mit aktiver Oberfläche für elektrolytische Prozesse bekannt, insbesondere
für das Abscheiden von Metall aus Metallionen enthaltender Lösung auf einer Unterlage,
die mit einem Stromzuleiter aus Ventilmetall verbunden ist; der Strom wird dabei von
außen über gut leitende Metalle, wie z.B. Kupfer, Aluminium oder Stahl in die Elektrolysezelle
eingespeist, wobei der Strom über einen in den Elektrolyten tauchenden Träger mit
Ventilummantelung zu den aufgebrachten plattenförmigen Anoden geführt wird.
[0003] Derartige Elektroden- bzw. Anodenanordnungen werden beispielsweise in Anlagen zur
elektrolytischen Bandbeschichtung eingesetzt, in denen beispielsweise das durchlaufende
Metallband kathodisch geschaltet ist und eine Beschichtung mit Zink, bzw. Nickel vorgenommen
wird; eine derartige Bandbeschichtungsanlage, bzw. Stahlbandbeschichtungsanlage ist
aus der EP-B 142 010 oder EP-B 167 790 bekannt.
[0004] Als problematisch erweist sich bei bestehenden galvanischen Bandbeschichtungsanlagen
die seitliche bzw. rückwärtige Abstützung des Elektrodenträgers aus einem elektrisch
gut leitenden Kem mit Ventilmetall-Umkleidung gegenüber der Innenwand des Gehäuses,
wobei beispielsweise ein elektrolytbeständiges Anlagenbauteil, wie Z. B. Strömungsleitbleche,
Abstandshalter und Federelemente gegen die Ventilmetallhülle stößt und diese soweit
abnutzt, daß die Gefahr von Elektrolyt eintritt und damit eine Auflösung durch Korrosion
des Elektrodenkerns besteht.
[0005] Ausgehend von Elektrodenanordnungen, wie sie beispielsweise aus der EP-B 0436 078
bekannt sind, stellt sich die Erfindung die Aufgabe, die aufgebrachte Ummantelung
aus Ventilmetall vor mechanischen Beschädigungen zu schützen, wie sie in galvanischen
Behältern, beispielsweise durch feste und/oder federnde Abstützungselemente oder Strömungsleitelemente
entstehen können, zu verhindern. So wird beispielsweise in bestehenden Galvanik-Anlagen
die Zelleninnenseite mit einem federartigen Ventilmetallblech versehen, welches zur
Abstützung und Strömungsleitung dient und direkt auf der Ventilmetall-Ummantelung
der Elektrode aufliegt.
[0006] Die Erfindung stellt sich die Aufgabe, für eine Elektrodenanordnung, bei der Abstützmittel,
Federelemente, Positionierelemente oder Strömungsleitelemente, welche von der Zellenwand
ausgehend die Ventilmetall-Umhüllung des Elektrodenträgers berühren, den Elektrodenträger
so zu gestalten, daß auch bei hartem Legierungsmaterial der festen und/oder federnde
Abstützungsmittel, bzw. Leitbleche keinerlei Schäden auf der Ventilmetall-Umhüllung
des Elektrodenträgers entstehen können.
[0007] Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die kennzeichnenden Merkmale des Anspruchs
1 gelöst.
[0008] Als besonders vorteilhaft erweist sich dabei die flexible Handhabung an großen und
schweren Elektrodenträgem, wobei die Verwendung von Thermoplasten als Kunststoffkörper
zur Schwingungsdämpfung im Elektrolyten beiträgt und somit eine Verschleißminderung
an dünneren Bauteilen wie der Ventilmetallumhüllung auftritt. In einer bevorzugten
Ausgestaltung der Erfindung sind Fixierelemente als Teil von Befestigungselementen
der aktiven Elektrodenteile ausgebildet, wobei die Kunststoffkörper auf der den Elektrodenteilen
abgewandten Seite der Ummantelung des Elektrodenträgers aufgebracht sind.
[0009] Ein wesentlicher Vorteil dieser Ausgestaltung ist darin zu sehen, daß die ohnehin
erforderlichen Befestigungs- bzw. Verschraubungselemente für die aktiven Elektrodenteile
zusätzlich als Befestigungselemente für den Kunststoffkörper dienen, so daß in der
Praxis nur ein geringer Mehraufwand an Material und Arbeit erforderlich ist; weiterhin
erweist es sich als vorteilhaft, daß die Kunststoffkörper auf einfache Weise lösbar
sind, falls eine Reaktivierung der betreffenden Elektrode erforderlich sein sollte.
[0010] In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung sind die Verschraubungselemente mit
Ausnehmungen versehen, in die Fixierelemente für die Kunststoffkörper eingreifen;
hierbei erweist es sich als Vorteil, daß der Kunststoffkörper auch auf Elektrodenträger
bereits bestehender galvanischer Anlagen nachträglich aufgebracht werden kann, so
daß hier auf einfache Weise ein verschleißarmer Betrieb ermöglicht wird.
[0011] Im folgenden ist der Gegenstand anhand der Figuren näher erläutert.
Figur 1 zeigt die Rückseite eines mit Ventilmetall ummantelnden Elektrodenträgers
mit aufgebrachtem Kunststoffkörper, wobei die zugehörigen Elektrodenteile, auf der
hier nicht sichtbaren Vorderseite, als Anoden in einer Stahlbandbeschichtungsanlage
verwendet werden;
Figur 2a zeigt ausschnittsweise einen Längsschnitt durch einen Elektrodenträger zusammen
mit dem Kunststoffkörper und seiner Befestigung sowie den auf der abgewandten Seite
aufgebrachten aktivierten Elektrodenteilen;
Figur 2b zeigt in einer Draufsicht und einem Querschnitt jeweils einen Abschnitt eines
mit doppelreihigen sowie einreihigen Öffnungen versehenen Kunststoffkörpers, wobei
die rechtsseitigen Querschnittsdarstellungen zwecks besserer Erkennbarkeit vergrößert
sind.
Figur 3 zeigt ausschnittsweise im Schnitt einen Teil der Elektrolysezelle zusammen
mit einem Wandabschnitt des Zellenbehälters, einen Teil der anodisch betriebenen Elektrode,
sowie einen Abschnitt des durchlaufenden Stahlbandes, das kathodisch geschaltet ist.
Figur 4 zeigt im Querschnitt einer Explosionszeichnung den Montagezusammenhang der
zur Befestigung der Kunststoffleiste notwendigen Bauteile;
[0012] Gemäß Figur 1 besteht die Elektrode 1 aus einem plattenförmigen Elektrodenträger
2, der aus drei Trägerplatten 3 zusammengesetzt ist, einer beidseitigen Halterung
4 mit seitlichen Halterungsarmen 7, 8a, wodurch die Trägerplatten 3 an beiden Seitenkanten
zusammenfaßt werden und einer Stromeinspeisung 8b; zur Elektrode gehören weiterhin
die in der Figur nicht sichtbaren aktiven Elektrodenteile, sowie deren Befestigungselemente
5 auf der den Elektrodenteilen abgewandten Seite des Elektrodenträgers 2, und ein
mittels Befestigungselemente 5 und Fixierelemente 9 positionierter Kunststoffkörper
6, der in Form einer Kunststoffleiste ausgebildet ist. Der Elektrodenträger 2 bzw.
die Trägerplatten 3 bestehen aus einem Elektrodengrundrahmen aus elektrisch gut leitendem
Material und einer Umhüllung aus Ventilmetall, vorzugsweise aus Titanblech, welche
das eingeschlossene elektrisch gut leitende Metall, beispielsweise Stahl, vor Korrosion
schützt. Innerhalb der Ventilmetallumhüllung ist ein Schutzgas, wie beispielsweise
Argon oder Stickstoff mit geringfügigem Überdruck gegenüber der Außenatmosphäre eingebracht.
Die beiden seitlichen Halterungsarme 7, 8a der Halterung 4 dienen mit ihren horizontal
verlaufenden Armen der Aufhängung innerhalb des Gefäßes der elektrochemischen Zelle,
wobei ein Druckgasanschluß zur Flutung des Innenraumes der Umhüllungen der Trägerplatten
3 vorgesehen ist. In einer bevorzugten Ausführungsform ist die Stromzuführung in Form
von Hohlleitern ausgebildet, so daß ein Kanal für die Zufuhr von Kühlmitteln vorliegt.
Die Halterungsarme sind aus Glasfaser-Kunststoff gefertigt.
[0013] Auf der Rückseite der Befestigungselemente 5 der aktiven Elektrodenteile befinden
sich Ausnehmungen, welche mit einem Innengewinde zur Befestigung des als Leiste ausgebildeten
Kunststoffkörpers 6 vorgesehen sind, wobei die eigentliche Befestigung der Kunststoffkörper
6 durch Fixierschrauben bzw. Fixierelemente 9 erfolgt, welche durch Langloch-Öffnungen
10 der Kunststoffkörper geführt sind, die eine ausreichende Größe zum Dehnungs-Ausgleich
von temperaturbedingten Veränderungen, bzw. Fertigungstoleranzen aufweisen, wie es
nachfolgend anhand Figur 2a näher erläutert ist.
[0014] Gemäß Figur 2a besteht die Trägerplatte 3 des Elektrodenträgers aus einem Grundrahmen
11 aus elektrisch gut leitendem mechanisch stabilem Werkstoff, wie beispielsweise
Stahl und einer darauf aufgebrachten Umhüllung aus einem Ventilmetallblech 12, um
den Werkstoff des Grundrahmens vor Korrosion durch den Elektrolyten zu schützen. Der
grundsätzliche Aufbau einer solchen Elektrodenanordnung ist in der EP-B 436 078 beschrieben.
Dabei ist das hier schematisch dargestellte aktive Elektrodenteil 13 mit einer aufgeschweißten
Kontaktbuchse 14 aus Ventilmetall versehen, welche ein Innengewinde 15 aufweist und
mittels Innensechskantschraube 16 am Elektrodenträger befestigt wird, wobei Innensechskantschraube
16 in ihrem Kopfbereich eine aufgeschweißte Gewindebuchse 17 sowie ein Innengewinde
18 aufweist. In das Innengewinde 18 greift die im Profil T-förmige Fixierschraube
9 ein, welche durch eine Öffnung 10 des als Kunststoffleiste ausgebildeten Kunststoffkörpers
6 geführt ist. Zur besseren Justierung und Gegenhalterung der Fixierschraube 9 sind
zwei Ausnehmungen 19 in deren Kopfbereich vorgesehen.
[0015] Der im Querschnittsprofil dargestellte Kunststoffkörper 6 liegt mit seinen beiden
Seitenflanken 22, 23 auf dem ebenen oder durch den Innendruck gewölbten Bereich 34
der Umhüllung 12 aus Ventilmetall auf, während Fixierelement 9 in das Innengewinde
18 der mit der Gewindehülse 17 verschweißten Innensechskantschraube 16 eingreift,
so daß der erweiterte Kopf 21 des Fixierelements 9 die sich zum Zentrum der Öffnung
10 erstreckenden flanschartige Vertiefung 25 des Kunststoffkörpers 6 gegen die Umhüllung
12 des Elektrodenträgers 2 anpreßt, wobei die eigentliche Befestigung durch Anziehen
des als Fixierschraube ausgebildeten Fixierelements mit Hilfe der Ausnehmungen 19
erfolgt. Eine Arretierung bzw. Sicherung der gesamten Fixierschraube 9 wird nach der
Fixierung mittels der aus Ventilmetall bestehenden koaxial eindrehbaren Madenschraube
35 erreicht. Dadurch erreicht wird gleichfalls eine Sicherheit gegen selbstständiges
Lösen des Fixierelements 9. Anhand des Querschnitts nach Figur 2a ist erkennbar, daß
bei Aufbringung des Kunststoffkörpers 6 keine korrosionsanfälligen Teile des Grundrahmens
11 dem äußeren Elektrolytbereich ausgesetzt werden.
[0016] Anhand der Draufsicht und des Querschnitts nach Figur 2b sind Abschnitte des Kunststoffkörpers
mit doppelreihigen und einfachen Befestigungsöffnungen 10 erkennbar, die zwecks Verschiebbarkeit
infolge thermischer Dehnung als Langlöcher ausgebildet sind; in Schnitt A-B und C-D
ist der jeweilige Querschnitt der Kunststoffleiste vergrößert dargestellt. Die Ausführungsform
mit doppelreihigen Befestigungsöffnungen ist besonders für großformatige Kunststoffkörper
geeignet.
[0017] Figur 3 zeigt schematisch aufgebrochen im Schnitt einen Teil einer Elektrolysezelle
zum Galvanisieren von durchlaufendem Bandmaterial zusammen mit der ebenfalls gebrochen
dargestellten Elektrode, wie sie beispielsweise aus der EP-PS 142 010 bekannt ist.
Nach Figur 3 ist die Elektrode 1 mit ihrer Rückseite und somit mit dem Kunststoffkörper
6 zur Wand 28 der teilweise dargestellten Zelle für elektrolytische Anwendungen 29
hin ausgerichtet; zur Abstandshalterung gegenüber der Zellenwand und zur Strömungsregulierung
ist ein sich über die gesamte Elektrodenbreite erstreckendes Federelement bzw. Strömungsleitelement
31 vorgesehen ist, das aus einer korrosionsbeständigen Ventilmetall-Legierung besteht,
vorzugsweise aus einer harten Titan-Legierung; das Feder- bzw. Strömungsleitelement
ist auch als Abstützmittel bzw. Positionierelement vorgesehen. Das im Verlaufe des
Bandbeschichtungsprozesses durch Schwingungen belastete Federelement bzw. Strömungsleitelement
31 ist an der Gefäßwand 28 befestigt und stößt gegen den Kunststoffkörper 6 der Rückseite
der Elektrode 1. Auf der dem Kunststoffkörper 6 abgekehrten Seite der Elektrode sind
die aktiven Elektrodenteile 13 sowie das durchlaufende Band 32, welches kathodisch
geschaltet ist, erkennbar. Die Elektrolytzufuhr erfolgt dabei wie durch Pfeil 33 angedeutet
ist, entgegen der Laufrichtung des durchlaufenden Bandes 32. Die elektrochemische
Anordnung wird somit durch die aktiven Elektrodenteile 13, welche anodisch geschaltet
sind und durch das kathodisch geschaltete Band 32 gebildet, wobei der elektrolytisch
wirksame Spalt durch den Abstand zwischen Band 32 und der Außenfläche der aktiven
Elektrodenteile 13 gebildet wird. Als Werkstoff hat sich für den Grundrahmen 11 des
Elektroden insbesondere Stahl, Aluminium, Kupfer und deren mit Titan durch Sprengung
oder walztechnisch hergestellte Verbindung von Ummantelung bewährt; die Umhüllung
bzw. Ummantelung erfolgt mittels Titanblech in einer Dicke von 0,5 mm bis 2 mm, während
die aktivierten Elektrodenteile und die zugehörigen Befestigungselemente aus Titan
bestehen; als Werkstoff für den Kunststoffkörper hat sich besonders Polyethylen (PE)
und Polypropylen (PP) bewährt.
[0018] Figur 4 zeigt in einer ausschnittsweisen Explosionszeichnung schematisch die Zusammensetzung
der Bauteile zur Fixierung des Kunststoffkörpers 6 und der aktiven Elektrodenteile
13; das aktive Elektrodenteil 13 ist dabei mit einem T-förmigen Flansch 14 verschweißt,
der ein Innengewinde 15 zum Einschrauben der als Befestitungselement 6 dienenden Innensechskantschraube
16 aufweist; die Innensechskantschraube 16 ist in ihrem Kopfbereich mit einer aufgeschweißten
Gewindebuchse 17 versehen, in deren Innengewinde 18 die im Profil T-förmige Fixierschraube
9 einschraubbar ist; zwischen dem tellerartigen Flansch des Kopfes 21 der Fixierschraube
9 und der Umhüllung 12 des Elektrodenträgers wird der Kunststoffkörper 6 fixiert,
wobei der Flansch der Fixierschraube auf der flanschartigen Vertiefung 25 des Kunststoffkörpers
6 aufliegt. Zur Sicherung ist für das Fixierelement 9 Madenschraube 35 vorgesehen,
die bei der Montage durch ein Innengewinde 24 des Fixierelements auf die Kopffläche
des Innensechskants gepreßt wird und somit das Fixierelement 9 unter Ausnutzung des
Kontereffekts dauerhaft arretiert; der Kontereffekt beruht hier auf das mittels Gegenkraft
aufgebrachte Verspannen des Gewindes 24; die Kopfseite der Madenschraube stützt sich
auf der Innenseite bzw. Kopffläche 26 des Innensechskants 16 ab und verspannt das
Gewinde 24, da im montierten Zustand ein Drehmoment vorhanden ist.
1. Elektrode mit plattenförmigem Elektrodenträger zum Einsatz in einer elektrolytischen
Zelle mit korrosionsbeständigem Abstützmittel, Federelement, Positionierelement oder
Strömungsleitelement gegenüber einer Zellenwand, insbesondere Elektrode einer Anordnung
zur galvanischen Beschichtung durchlaufenden Bandmaterials, die als Elektrodenträger
einen Kern aus elektrisch gut leitendem Werkstoff aufweist, der von einer Ummantelung
aus Ventilmetall umgeben ist und mit äußeren aktivierten Elektrodenteilen elektrisch
und mechanisch fest verbunden ist, dadurch gekennzeichnet, daß auf der dem Abstützmittel,
Federelement, Positionierelement oder dem Strömungsleitelement (31) zugewandten Seite
der Elektrode (1) ein korrosionsbeständiger Kunststoffkörper (6), aufgebracht ist,
der mittels korrosionsbeständiger Befestigungselemente (5) befestigt ist, wobei der
Kunststoffkörper zwecks thermischer Ausdehnungsmöglichkeit parallel zur Plattenebene
der Elektrode verschiebbar gelagert ist.
2. Elektrode nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Kunststoffkörper (6) durch
ein in Ausnehmungen der Befestigungselemente (5) einsetzbares und arretierbares Fixierelement
(9) mit T-förmigem Profil auf dem Elektrodenträger (2) gehalten ist.
3. Elektrode nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Fixierelemente (9)
als Teil von Befestigungselementen (5) für die aktiven Elektrodenteile (13) ausgebildet
sind, wobei der Kunststoffkörper (6) auf der den einseitig aufgebrachten Elektrodenteilen
abgewandten Seite des Elektrodenträgers (2) aufgebracht ist.
4. Elektrode nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Befestigungselemente
(5) Innengewinde aufweisen, in die die Fixierelemente (9) zur Halterung bei gleichzeitiger
Fixierung der Kunststoffkörper (6) eingeschraubt sind.
5. Elektrode nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Elektrodenträger
als einteilige Trägerplatte ausgebildet ist.
6. Elektrode nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Elektrodenträger
(2) in wenigstens zwei Trägerplatten (3) unterteilt ist, von denen wenigstens eine
Trägerplatte (3) mit dem Kunststoffkörper (6) versehen ist.
7. Elektrode nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Kunststoffkörper
(6) als langgestreckte, im Verhältnis von Breite zu Länge schmale Kunststoffleiste
ausgebildet ist, deren Längsachse im wesentlichen horizontal angeordnet ist.
8. Elektrode nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Kunststoffkörper durchgängige
Bohrungen, in Form von Langlöchem aufweist, durch die Fixierelemente (9) geführt sind,
welche im Innengewinde der Befestigungselemente (5) für die aktiven Elektrodenteile
(13) eingesetzt sind.
9. Elektrode nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Langlochbohrungen des Kunststoffkörpers
(6) zwecks Verschiebbarkeit und Längenausdehnung gemäß dem Temperaturausdehnungskoeffizienten
sich in horizontaler Richtung erstrecken.
10. Elektrode nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß zur Anpassung der Auflage des
Kunststoffkörpers an die druckbedingte Ausdehnung der lose aufliegenden Ummantelung,
die Fixierelemente (9) in axialer Richtung arretierbar und mittels einer in den Kopf
(21) des Fixierelements axial einsetzbaren Madenschraube (35) gegen Lösen gesichert
sind.
11. Elektrode nach einem der Ansprüche 6 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß der Kunststoffkörper
(6) im eingebauten Zustand gegen das an der Zellenwand befestigte Abstützmittel, Positionierelement,
Federelement oder Strömungsleitelement (31) stoßend angeordnet ist.
1. An electrode with a plate-shaped electrode carrier for use in an electrolytic cell
with corrosion-resistant support means, spring element, positioning element or flow-directing
element with respect to a cell wall, in particular electrode of an arrangement for
the galvanic coating of continuous band material, which has as electrode carrier a
core of material having good electrically conducting properties, which is surrounded
by a sheath of valve metal and is firmly connected electrically and mechanically with
outer activated electrode parts, characterised in that on the side of the electrode
(1) facing the support means, spring element, positioning element or the flow-directing
element (31), a corrosion-resistant plastic body (6) is applied, which is secured
by means of corrosion-resistant securing elements (5), the plastic body being mounted
so as to be displaceable parallel to the plate plane of the electrode for the purpose
of the possibility of thermal expansion.
2. The electrode according to Claim 1, characterised in that the plastic body (6) is
held on the electrode carrier (2) by a fixing element (9) having a T-shaped section,
which is able to be inserted and arrested in recesses of the securing elements (5).
3. The electrode according to Claim 1 or 2, characterised in that the fixing elements
(9) are constructed as a part of securing elements (5) for the active electrode parts
(13), the plastic body (6) being applied on the side of the electrode carrier (2)
facing away from the electrode parts which are applied on one side.
4. The electrode according to Claim 2 or 3, characterised in that the securing elements
(5) have internal threads, into which the fixing elements (9) are screwed for mounting
with simultaneous fixing of the plastic bodies (6).
5. The electrode according to one of Claims 1 to 4, characterised in that the electrode
carrier is constructed as a carrier plate in one piece.
6. The electrode according to one of Claims 1 to 4, characterised in that the electrode
carrier (2) is divided into at least two carrier plates (3), at least one carrier
plate (3) of which is provided with the plastic body (6).
7. The electrode according to one of Claims 1 to 6, characterised in that the plastic
body (6) is constructed as an elongated plastic strip which is narrow in the ratio
of width to length, the longitudinal axis of which strip is arranged so as to be substantially
horizontal.
8. The electrode according to Claim 7, characterised in that the plastic body has continuous
bores in the form of oblong holes through which fixing elements (9) are guided, which
are inserted in the internal thread of the securing elements (5) for the active electrode
parts (13).
9. The electrode according to Claim 8, characterised in that the oblong hole bores of
the plastic body (6) extend in horizontal direction for the purpose of displaceability
and linear extension in accordance with the temperature coefficient of expansion.
10. The electrode according to Claim 9, characterised in that to adapt the support of
the plastic body to the expansion, conditional upon pressure, of the loosely lying
sheath, the fixing elements (9) are arrestable in axial direction and are secured
against detachment by means of a setscrew (35) which is insertable axially into the
head (21) of the fixing element.
11. The electrode according to one of Claims 6 to 10, characterised in that the plastic
body (6) in installed state is arranged butting against the support means, positioning
element, spring element or flow-directing element (31) which is secured on the cell
wall.
1. Electrode présentant un support en forme de plaque pour la mise en place dans une
cellule électrolytique, comportant un organe de support, un élément élastique, un
élément de positionnement ou un élément guidant l'écoulement par rapport à une paroi
de cellule, tous résistants à la corrosion, en particulier électrode d'un agencement
pour le revêtement galvanique en continu d'un matériau en bande, qui présente en tant
que support d'électrode un noyau en un matériau électriquement bon conducteur qui
est entouré par une enveloppe en métal à soupape et qui est fermement relié par voie
électrique et par voie mécanique à des parties d'électrode extérieures activées, caractérisée
en ce qu'il est prévu sur le côté de l'électrode (1) qui est orienté vers l'élément
de soutien, l'élément élastique, l'élément de positionnement ou vers l'élément de
guidage d'écoulement (31), un corps en matière plastique (6) résistant à la corrosion
qui est fixé au moyen d'éléments de fixation (5) résistants à la corrosion, le corps
en matière plastique étant monté de façon mobile parallèlement au plan de plaque de
l'électrode pour permettre une possibilité de dilatation thermique.
2. Electrode selon la revendication 1, caractérisée en ce que le corps en matière plastique
(6) est retenu sur le support d'électrode (2) par un élément de fixation (9) présentant
un profil en forme de T susceptible d'être mis en place et arrêté dans des évidements
des organes de fixation (5).
3. Electrode selon l'une ou l'autre des revendications 1 et 2, caractérisée en ce que
les éléments de fixation (9) sont réalisés de manière à faire partie d'organes de
fixation (5) pour les parties d'électrode actives (13), le corps en matière plastique
(6) étant agencé sur le côté du support d'électrode (2), qui est détourné des parties
d'électrode agencées unilatéralement.
4. Electrode selon l'une ou l'autre des revendications 2 et 3, caractérisée en ce que
les organes de fixation (5) présentent des taraudages dans lesquels les éléments de
fixation (9) sont vissés pour la retenue en fixant simultanément les corps en matière
plastique (6).
5. Electrode selon l'une quelconque des revendications 1 à 4, caractérisée en ce que
le support d'électrode est réalisé sous forme d'une plaque de support en une seule
pièce.
6. Electrode selon l'une quelconque des revendications 1 à 4, caractérisée en ce que
le support d'électrode (2) est subdivisé en au moins deux plaques de support (3) dont
une plaque de support (3) au moins est pourvue du corps en matière plastique (6).
7. Electrode selon l'une quelconque des revendications 1 à 6, caractérisée en ce que
le corps en matière plastique (6) est réalisé sous forme d'une barrette en matière
plastique allongée et étroite en relation de la largeur par rapport à la longueur,
dont l'axe longitudinal est agencé sensiblement horizontalement.
8. Electrode selon la revendication 7, caractérisée en ce que le corps en matière plastique
présente des perçages traversants sous forme de trous oblongs à travers lesquels sont
guidés les éléments de fixation (9) qui sont mis en place dans le taraudage des organes
de fixation (5) pour les parties d'électrode actives (13).
9. Electrode selon la revendication 8, caractérisée en ce que les perçages oblongs du
corps en matière plastique (6) s'étendent en direction horizontale pour permettre
une mobilité et une dilatation longitudinale selon le coefficient de dilatation thermique.
10. Electrode selon la revendication 9, caractérisée en ce que pour adapter l'appui du
corps en matière plastique à la dilatation, due à la pression, de l'enveloppe posée
de façon lâche, les éléments de fixation (9) peuvent être arrêtés en direction axiale
et sont bloqués à l'encontre d'un détachement au moyen d'une vis sans tête (35) susceptible
d'être mise en place axialement dans la tête (21) de l'élément de fixation.
11. Electrode selon l'une quelconque des revendications 6 à 10, caractérisée en ce que
le corps en matière plastique (6) est agencé de manière à buter contre l'organe de
soutien, l'élément de positionnement, l'élément élastique ou contre l'élément de guidage
d'écoulement (31), qui est fixé sur la paroi de cellule.