[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs
1.
[0002] Aus der Verkehrstechnik bekannte Lichtsignalvorrichtungen bestehen oft aus einer
Signaltafel, die mit einer oder mehreren Signalleuchten versehen ist. Oft werden drei
Signalleuchten kombiniert, die zur Abgabe von Lichtsignalen unterschiedlicher Farbe,
z.B. rot, gelb und grün, vorgesehen sind.
[0003] Gemäss den Grundbegriffen der Farbmetrik, wie sie in der Norm DIN 5033 / Teil 1 festgelegt
sind, zeigt eine bunte Farbe drei voneinander unabhängige Empfindungsqualitäten, deren
erste als Buntton (Farbton), die zweite als Sättigung (Buntheit) und die dritte als
Helligkeit bezeichnet werden. Gemäss dieser Norm wird mit Farbstimmung der Zustand
des Auges bezeichnet, bei dem es sich an die im Gesichtsfeld herrschende Farbe, die
u.U. von mehreren nebeneinander auftretenden Farben bestimmt sein kann, angepasst
hat. Der Übergang von einer ersten zu einer zweiten Farbstimmung wird dabei als Farbumstimmung
bezeichnet. Bei einer Änderung des Lichteinfalls im Gesichtsfeld erfolgt daher nicht
nur eine Helligkeitsadaption bzw. Anpassung an das geänderte Leuchtdichteniveau, sondem
auch die beschriebene Farbumstimmung.
[0004] Signalleuchten bestehen normalerweise aus einer in einem Gehäuse angeordneten Glühlampe,
deren Licht über ein Linsensystem und eine Farbscheibe abgestrahlt wird. Die Farbscheibe
ist dabei in Abhängigkeit der Wellenlänge des abzugebenden Lichtes sowie des Emissionsspektrums
der Glühlampe gewählt, das nach blau hin kontinuierlich abfällt. Die Wellenlängen
der Signalfarben sind derart gewählt, dass diese immer gut voneinander unterscheidbar
sind. Insbesondere auch bei schlechten Sichtverhältnissen, beim Auftreten von Dunst,
Nebel oder Rauch, durch das meist eine wellenlängenabhängige Lichtabsorption bewirkt
wird, soll die Unterscheidbarkeit der Signalfarben gewährleistet sein. Nachteilig
bei diesen Signalleuchten sind vor allem die hohen Wartungskosten, die insbesondere
durch die kurze Lebensdauer der Glühlampen verursacht werden. Der Einsatz von Glühlampensignalen
erlaubt aufgrund der vorhandenen Emissionsspektren, insbesondere bei Nachtabsenkung
der Strahlungsleistung, ferner nur die Nutzung eines kleinen Bereichs des normierten
Farbortes. Femer weisen diese Signalfarben normalerweise nur eine geringe Sättigung
auf.
[0005] Eine bessere Unterscheidbarkeit zwischen Grün- und Gelblicht ist gegeben, wenn die
resultierende Strahlung des Grünlichts bei kürzeren Wellenlängen liegt. Insbesondere
im Bereich von 494 nm bis 509 nm ergibt sich bei genügender Farbsättigung eine deutlich
verbesserte Unterscheidbarkeit zwischen Gelb- und Grünlicht. Der Farbort für die Signalfarbe
grün bei Verkehrssignalen ist femer in den Normen DIN 6163 / Teil 4 oder DIN 6163
/ Teil 5 vorgegeben. Die einheitliche Farbort- und Wellenlängenzuordnung zu den Signalfarben
grün, rot und gelb verhindert Fehlinterpretationen, die leicht entstehen können, falls
für einzelne Signalfarben unterschiedliche Farbtöne verwendet werden. Dies trifft
insbesondere dann zu, wenn z.B. in einem Bahnhof viele Signalleuchten nahe beieinander
angeordnet sind.
[0006] Zur Reduktion der hohen Unterhaltskosten werden Thermostrahler vermehrt durch Leuchtdioden
(LED) ersetzt, die eine durchschnittliche Lebensdauer von über einhunderttausend Stunden
aufweisen. Der Einsatz von Leuchtdioden, die z.B. in Klaus Beuth, Bauelemente, Vogel
Verlag, Würzburg 1991, Seiten 292 bis 294 oder in Otger Neufang, Grundlagen der Optoelektronik,
AT Verlag, Aarau 1982, Kapitel 3.4 beschrieben sind, wurde dabei durch die starke
Steigerung der Lichtleistung ermöglicht, die in den letzten Jahren erzielt wurde.
Handelsübliche grünstrahlende Leuchtdioden arbeiten relativ schmalbandig (gemäss Herstellerangaben
weist die grünstrahlende Leuchtdiode vom Typ BG5007S der Firma Stanley eine Halbwertsbreite
von 30 nm auf) dominant im Wellenlängenbereich von 550 nm bis 565 nm. Bei ungünstigen
Sichtverhältnissen ist deren Licht von Gelblicht, das im Wellenlängenbereich von etwa
589 nm bis 595 nm (normierte Signalfarbe gelb) liegt, nur ungenügend unterscheidbar.
Weiter unterscheidet sich dieses Grün von Grünlicht, das z.B. von in einem Bahnhofbereich
vorgesehenen Thermostrahlem abgegeben wird. Dadurch können u.U. störende Interferenzen
entstehen. Femer sind dadurch Farbumstimmungen notwendig, die aus Sicherheitsgründen
zu vermeiden sind.
[0007] Die Wellenlänge der von Leuchtdioden abgegebenen Strahlung wird im wesentlichen durch
die verwendeten Herstellungsmaterialien und das Herstellungsverfahren bestimmt. In
O. Neufang, Grundlagen der Optoelektronik, AT Verlag, Aarau 1982, Seite 36, Bild 3.6
sind die den verwendeten Halbleitermaterialien zugeordneten Wellenlängen angegeben.
Daraus ist ersichtlich, dass die von den verschiedenen Leuchtdioden abgegebene Strahlung
den Wellenlängenbereich des sichtbaren Lichts nur zonenweise abdeckt. Leuchtdioden,
die in dem für die Signalfarbe grün normierten Farbbereich dominant bzw. mit genügender
Leistung strahlen, sind nicht erhältlich.
[0008] Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine kostengünstige
mit Leuchtdioden versehene Lichtsignalvorrichtung zu schaffen, die zur Abgabe von
Grünlicht vorgesehen ist, das von der Signalfarbe gelb leicht unterscheidbar ist.
Diese Aufgabe wird durch die im kennzeichnenden Teil des Patentanspruchs 1 angegebenen
Massnahmen gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in weiteren Ansprüchen
angegeben.
[0009] Erfindungsgemässe Lichtsignalvorrichtungen genügen den hohen Anforderungen an Sicherheit
und Zuverlässigkeit, die in der Verkehrstechnik zu beachten sind. Sie sind femer praktisch
ohne Mehraufwand herstellbar und weisen kaum Wartungs- und Unterhaltskosten sowie
eine hohe Lebenserwartung und einen guten Wirkungsgrad auf. Nebst der geforderten
Unterscheidbarkeit in Bezug auf Gelblicht, wird auch eine genügende Übereinstimmung
mit dem Grünlicht von Thermostrahlem erzielt, wodurch unerwünschte Farbumstimmungen
vermieden werden. Dadurch werden auch störende Interferenzen mit den Signalen von
Themostrahlem vermieden.
[0010] Die Erfindung wird nachfolgend anhand einer Zeichnung beispielsweise näher erläutert.
Dabei zeigt:
- Fig. 1
- die Frontscheibe einer mit Leuchtdioden bestückten Signalleuchte und
- Fig. 2
- einen Ausschnitt der Vorrichtung zur Montage und Halterung der Leuchtdioden.
[0011] Fig. 1 zeigt die Frontscheibe einer Signalleuchte, die mit Leuchtdioden LEDg, LEDb
bestückt ist. Die Signalleuchte, die Bestandteil einer nicht gezeigten Lichtsignalvorrichtung
ist, ist zur Abgabe der Signalfarbe grün vorgesehen. Erfindungsgemäss ist die in Fig.
1 teilweise dargestellte Signalleuchte daher mit handelsüblichen Grünlicht-Dioden
LEDg z.B. vom obenerwähnten Typ BG5007S bestückt. Femer sind Lichtquellen vorgesehen,
die geeignet sind, zusammen mit den Grünlicht-Dioden LEDg ein Grünlicht zu erzeugen,
das die gewünschte Unterscheidbarkeit zu Gelblicht aufweist. Die Verwendung von Blaulicht-Dioden,
die Licht dominant im Bereich von 460 nm bis 490 nm abstrahlen (gemäss dem Optoelectronic
Designers Catalog, No. 5091-4573-E (693), von Hewlett Packard, Seiten 3-33 ff. arbeitet
die Blaulicht-Diode vom Typ HLMP-DB15 mit einer Farbsättigung von 80% dominant (dominant
wavelength) bei 481 nm (peak wavelength bei 468 nm) und weist eine Halbwertsbreite
von etwa 75 nm auf (s. Fig. 1)), ist zu diesem Zweck offenbar ungeeignet, da diese
nur eine geringe Strahlungsleistung aufweisen, die etwa zehn mal kleiner ist, als
diejenige der Grünlicht-Dioden LEDg. Dies ist auf die starke Abhängigkeit des Wirkungsgrades
der Leuchtdioden von der Wellenlänge des abgegebenen Lichtes zurückzuführen. Den höchsten
Wirkungsgrad weisen Leuchtdioden auf, die im Rot- bis Infrarotbereich strahlen. Rechnerisch
wurde ermittelt, dass die gewünschte Strahlung im normierten Farbbereich erst erreicht
wird, wenn eine Anzahl n Grünlicht-Dioden mit einem Wirkungsgrad von x mit etwa einer
Anzahl 3*n Blaulicht-Dioden gemischt wird, die etwa einen Wirkungsgrad von x/10 aufweisen.
Das resultierende Verhältnis der Strahlungsleistungen von Grünlicht und Blaulicht
wäre daher etwa 3,33 : 1. Signalleuchten mit dem angegebenen Verhältnis von Grün-
und Blaulicht-Dioden würden daher insgesamt einen schlechten Wirkungsgrad und bei
der normalerweise beschränkten Grösse der Signalleuchten eine zu geringe Strahlungsleistung
aufweisen. Femer könnte die verhältnismässig grosse Anzahl von Blaulicht-Dioden Probleme
bezüglich der Erkennbarkeit des Signals verursachen, falls dieses aus verschiedenen
Blickwinkeln und Distanzen betrachtet wird. Die resultierende Farbe bei dem obenerwähnten
Mischungsverhältnis wäre zudem stark entsättigt. Signalleuchten mit Grün- und Blaulicht-Dioden
mit dem angegebenen Mischungsverhältnis sind daher für die praktische Anwendung nicht
geeignet. Überraschenderweise konnte jedoch festgestellt werden, dass die verkehrstechnisch
notwendige Unterscheidbarkeit zwischen Grün- und Gelblicht, die in Feldversuchen von
den zuständigen Instanzen überprüft wird, jedoch bereits eintritt, wenn das Verhältnis
der Strahlungsleistungen von Grünlicht und Blaulicht im Bereich von 8 : 1 bis 10 :
1 liegt. Die Stückzahlen der verwendeten Grün- und Blaulicht-Dioden LEDg, LEDb können
grundsätzlich derart gewählt werden, dass die abgegebene Signalfarbe grün in der optische
Wahmehmung in dem Farbbereich liegt, der gemäss den relevanten Normen zugelassen ist.
Durch einen Vergleich der abgegebenen Signalfarbe mit den Farben des zugelassenen
Bereichs kann daher ein passendes Mischungsverhältnis gefunden werden. Bei den oben
angegebenen Wirkungsgradverhältnissen werden daher für n Grünlicht-Dioden zwischen
n und 1,25*n Blaulicht-Dioden eingesetzt.
[0012] Allgemein formuliert werden für n erste Leuchtdioden LEDg, die einen Wirkungsgrad
x aufweisen, a*n zweite Leuchtdioden LEDb vorgesehen, die einen Wirkungsgrad y aufweisen.
Der Wert von a wird dazu im Bereich von x / (10 * y) bis x / (8 * y) gewählt. Normalerweise
werden alle Leuchtdioden LEDg, LEDb mit derselben Spannung betrieben. Falls für einzelne
Leuchtdioden LEDg, LEDb jedoch abweichende Betriebsströme verwendet werden, wird das
Verhältnis der Leuchtdioden LEDg und LEDb wie folgt gewählt. Für m erste Leuchtdioden
LEDg, die aufgrund des vorhandenen Wirkungsgrades und der zugeführten elektrischen
Leistung eine Strahlungsleistung v abgeben, werden b
*m zweite Leuchtdioden LEDb vorgesehen, die aufgrund des vorhandenen Wirkungsgrades
und der zugeführten elektrischen Leistung eine Strahlungsleistung w abgeben. Der Wert
von b wird dazu im Bereich von v / (10 * w) bis v / (8 * w) gewählt.
[0013] Wie in Fig. 1 dargestellt, sind daher nebst den Grünlicht-Dioden LEDg, die dominant
im Wellenlängenbereich von 550 nm - 565 nm arbeiten, auch noch Blaulicht-Dioden LEDb
vorgesehen, die dominant im Bereich von 460 nm - 490 nm arbeiten.
[0014] Bei der Verteilung der verschiedenfarbigen Leuchtdioden LEDg, LEDb ist bevorzugt
darauf zu achten, dass das erzeugte Grünlicht unabhängig vom Blickwinkel immer mit
dem gleichen Farbton wahrgenommen wird. Dies geschieht, indem die Frontscheibe in
Segmente (normalerweise Kreissegmente) aufgeteilt wird, in denen die verschiedenfarbigen
Leuchtdioden LEDg, LEDb abwechslungsweise aneinandergereiht werden. Vorzugsweise wird
eine gerade Zahl von Kreissegmenten gewählt, von denen die erste Hälfte beginnend
mit Grünlicht- und die zweite Hälfte beginnend mit Blaulicht-Dioden LEDg, LEDb bestückt
ist. Ein Segment der ersten Hälfte wird dabei jeweils benachbart zu einem Segment
der zweiten Hälfte angeordnet. Vorzugsweise verlaufen die Leuchtdioden-Reihen annähemd
strahlenförmig vom Mittelpunkt der Frontscheibe nach aussen. Die (konzentrische) zumindest
annähemd strahlenförmige Anordnung von Leuchtdioden-Reihen ist auch ohne vorgängige
Segmentierung vorteilhaft anwendbar.
[0015] Vorzugsweise wird das Mischungsverhältnis und die Anordnung der Leuchtdioden LEDg,
LEDb in Abhängigkeit des Blickwinkels den Bedürfnissen des Betrachters angepasst.
Eine gewünschte wellenlängenabhängige Abstrahlcharaktedstik der Signalleuchte wird
vorteilhafterweise auch erreicht, indem die Höhe der Grünlicht -Dioden LEDg relativ
zur Höhe der Blaulicht -Dioden LEDb in Bezug zur Höhe der Frontscheibe entsprechend
gewählt wird. Falls die Verschiebung der Wellenlänge des Grünlichts nur innerhalb
eines kleinen Abstrahlwinkels erfolgen soll, können die Blaulicht -Dioden LEDb zurückversetzt
oder vollständig in der Frontscheibe FS versenkt werden (siehe Fig. 2). Dadurch kann
z.B. verhindert werden, dass in der Nähe der Signalleuchte ein übermässig grosser
Blauanteil wahrgenommen wird. Die gewünschte Strahlungsabgabe der einzelnen Dioden
kann femer auch durch eine entsprechend angepasste Zufuhr elektrischer Leistung nach
Wunsch eingestellt werden.
[0016] Femer kann auch der Abstrahlwinkel der einzelnen Leuchtdioden LEDg, LEDb entsprechend
gewählt werden. Zu diesem Zweck dienende Reflektoren können z.B. durch rotationskörperförmige
Vertiefungen in der Frontscheibe geschaffen werden.
[0017] Durch die oben beschriebenen Massnahmen kann der Wellenlängenbereich der abgegebenen
Strahlung auch in Abhängigkeit des Abstrahlwinkels gewählt werden. Aufgrund der festgestellten
Umgebungsverhältnisse kann z.B. gewünscht werden, dass die Strahlung an Verkehrsteilnehmer,
die sich in der Nähe der Lichtsignalvorrichtung befinden, mit einem geringeren Blauanteil
abgegeben wird. Zudem können dadurch die normalerweise unterschiedlichen Abstrahlcharakteristiken
der Dioden LEDg und LEDb kompensiert werden.
[0018] Fig. 2 zeigt eine Vorrichtung zur Montage der Leuchtdioden LEDg bzw. LEDb. Die Vorrichtung
weist eine mit elektrischen Anschlüssen versehene Schaltplatte SP auf, die mit einer
Grundplatte GP verbunden ist, welche Öffnungen GPO zur Durchführung der Anschlussdrähte
AD der Leuchtdioden LEDg bzw. LEDb aufweist. Zwischen den Platten SP und GP sind erste
Distanzelemente DEa vorgesehen, durch die Befestigungsschrauben SWa geführt und mit
zweiten Distanzelementen DEb verschraubt sind. Durch die Befestigungsschrauben SWa
und die zweiten Distanzelemente DEb werden die Schaltplatte SP und die Grundplatte
GP beidseits an die ersten Distanzelemente DEa angedrückt und fixiert. Die zweiten
Distanzelemente DEb, die daher auch als Schraubenmuttem dienen, weisen vorzugsweise
ein durchgehendes Gewinde auf, so dass von beiden Seiten Schrauben SWa, SWb eingedreht
werden können. Dadurch kann die Grundplatte GP auf der der Schaltplatte SP abgewandten
Seite zusätzlich mit einer Frontscheibe FS verbunden werden, welche Öffnungen FSOb,
FSOg für die montierten Leuchtdioden LEDg, LEDb aufweist. Die in Fig. 2 links gezeigte
Leuchtdiode LEDb ist zudem relativ zur andem Leuchtdiode LEDg nach hinten verschoben
bzw. in die Frontscheibe FS hinein versenkt. Dazu ist die Grundplatte GP mit einer
Vertiefung GPV versehen, innerhalb der die Leuchtdiode LEDb durch eine mit der Frontscheibe
FS verbundene Hülse FSH gehalten ist. Aufgrund dieser relativen Verschiebung der Leuchtdioden
LEDg, LEDb ergibt sich für die Grünlicht-Diode LEDg ein deutlich grösserer Abstrahlwinkel
als für die Blaulicht-Diode LEDb.
[0019] Bei der Installation werden die Anschlussdrähte AD der Leuchtdioden LEDg, LEDb daher
durch die Öffnungen GPO in der Grundplatte GP und durch Kontaktöffnungen in der Schaltplatte
SP hindurchgeführt, bis die Anschlussplatte AP des Diodenkörpers auf der Grundplatte
GP aufliegt. Die Anschlussdrähte AD werden anschliessend mit den auf der Schaltplatte
SP vorgesehenen Anschlüssen verlötet. Zur Fixierung der mit der Schaltplatte SP verlöteten
Leuchtdioden LEDg, LEDb wird die Frontscheibe FS derart mit der Grundplatte GP verbunden,
dass die Diodenkörper ZK in die Öffnungen FSO hineinragen. Die Anschlussplatte AP
des Diodenkörpers wird dadurch zwischen der Grundplatte GP und der Frontscheibe FS
festgehalten. Die Höhe der zweiten Distanzelemente DEb ist dabei gleich oder nur wenig
grösser gewählt als die Höhe der Anschlussplatte AP. Dadurch wird verhindert, dass
ein unzulässig hoher Druck auf die Anschlussplatte AP ausgeübt wird. Die Frontscheibe
FS lässt sich danach z.B. mittels den Schrauben SWb, die in das Distanzelement DEb
eingeführt werden, problemlos montieren. Zur Fixierung und zum Schutz der Anschlussplatte
AP wird die Grundplatte GP oder die Frontscheibe FS auf der der Anschlussplatte AP
zugewandten Seite vorzugsweise mit einem elastischen Belag ES überzogen. Dadurch werden
punktuelle Druckstellen auf der Anschlussplatte AP vermieden, die z.B. beim Auftreten
von Temperaturdehnungen zur Zerstörung der Leuchtdiode führen könnten. Die in Fig.
2 gezeigte Vorrichtung erlaubt daher die schnelle Montage sowie die zuverlässige Befestigung
der Leuchtdioden LEDg, LEDb.
1. Lichtsignalvorrichtung mit mindestens einer Signalleuchte, die zur Abgabe der Signalfarbe
grün vorgesehen ist, dadurch gekennzeichnet, dass erste Leuchtdioden (LEDg) vorgesehen sind, die (Grün-) Licht dominant im Wellenlängenbereich
von 550 nm bis 565 nm abgeben, dass zweite Leuchtdioden (LEDb) vorgesehen sind, die
(Blau-) Licht dominant im Wellenlängenbereich 460 nm bis 490 nm abgeben, dass die
Stückzahlen der verwendeten ersten und zweiten Leuchtdioden (LEDg, LEDb) derart gewählt
sind, dass die abgegebene Signalfarbe grün insbesondere gegen die Signalfarbe gelb
die verkehrstechnisch notwendige Unterscheidbarkeit aufweist.
2. Lichtsignalvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Stückzahlen der verwendeten ersten und zweiten Leuchtdioden (LEDg, LEDb)
derart gewählt sind, dass das Verhältnis der von den ersten und zweiten Leuchtdioden
(LEDg, LEDb) abgegebenen Strahlungsleistungen im Bereich von 8:1 bis 10:1 liegt und
dass insgesamt die gewünschte Strahlungsleistung erzielt wird.
3. Lichtsignalvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass n erste Leuchtdioden (LEDg) vorgesehen sind, die einen Wirkungsgrad x aufweisen,
dass a*n zweite Leuchtdioden (LEDb) vorgesehen sind, die einen Wirkungsgrad y aufweisen und
dass der Wert von a im Bereich von x / (10 * y) bis x / (8 * y) gewählt ist.
4. Lichtsignalvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass m erste Leuchtdioden (LEDg) vorgesehen sind, die aufgrund des vorhandenen Wirkungsgrades
und der zugeführten elektrischen Leistung eine Strahlungsleistung v abgeben, dass
b*m zweite Leuchtdioden (LEDb) vorgesehen sind, die aufgrund des vorhandenen Wirkungsgrades
und der zugeführten elektrischen Leistung eine Strahlungsleistung w abgeben und dass
der Wert von b im Bereich von v / (10 * w) bis v / (8 * w) gewählt ist.
5. Lichtsignalvorrichtung nach Anspruch 1, 2, 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass die ersten und zweiten Leuchtdioden (LEDg, LEDb) innerhalb der Signalleuchte
relativ zueinander derart angeordnet sind, dass die dominant abgegebene Strahlung
für jede relevante Abstrahlrichtung in einem gewünschten, vorzugsweise im gleichen
Farbbereich liegt.
6. Lichtsignalvorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die ersten und zweiten Leuchtdioden (LEDg, LEDb) in Segmenten einer Frontscheibe
(FS) oder einer Grundplatte (GP) getrennt nach Farbe abwechslungsweise aneinandergereiht
sind und dass vorzugsweise eine gerade Zahl von Segmenten gewählt ist, von denen die
erste Hälfte beginnend mit Grünlicht- und die zweite Hälfte beginnend mit Blaulicht-Dioden
(LEDg, LEDb) bestückt ist.
7. Lichtsignalvorrichtung nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Leuchtdioden-Reihen annähemd strahlenförmig vom Mittelpunkt der Frontscheibe
nach aussen verlaufen.
8. Lichtsignalvorrichtung nach Anspruch 5, 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass zur Erzielung der gewünschten Abstrahlwinkel die ersten und zweiten Leuchtdioden
(LEDg, LEDb) auf entsprechender Höhe in Bezug zur Oberfläche der Frontscheibe (FS)
oder der Grundplatte (GP) montiert sind oder ganz oder teilweise in der Frontscheibe
(FS) versenkt sind.
9. Lichtsignalvorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest einzelne der ersten und zweiten Leuchtdioden (LEDg, LEDb) mit Reflektoren
versehen und/oder in eine bestimmte Richtung geneigt sind.
10. Lichtsignalvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die ersten und zweiten Leuchtdioden (LEDg, LEDb) einen annähemd zylindrischen
Körper (ZK), eine Anschlussplatte (AP) sowie Anschlussdrähte (AD) aufweisen, dass
die Anschlussplatte (AP) einerseits von einer Grundplatte (GP) und andererseits von
einer Frontscheibe (FS) derart gehalten wird, dass der zylindrische Körper (ZK) durch
Öffnungen (FSO) in der Frontscheibe (FS) nach aussen ragen und die Anschlussdrähte
(AD) durch eine Öffnung (GPO) in der Grundplatte (GP) in das Innere der Signalleuchte
geführt sind.
11. Lichtsignalvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Anschlussplatte (AP) einerseits von einer elastischen Schicht (ES) sowie
der Grundplatte (GP) und andererseits von der Frontscheibe (FS) gehalten wird und
dass die Anschlussdrähte (AD) durch die elastische Schicht (ES) und eine Öffnung (GPO)
in der Grundplatte (GP) in das Innere der Signalleuchte geführt sind.
12. Lichtsignalvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Stückzahlen der verwendeten ersten und zweiten Leuchtdioden (LEDg, LEDb)
derart gewählt sind, dass die abgegebene Signalfarbe grün in der optische Wahmehmung
in dem betreffenden genormten Farbbereich liegt.