[0001] Die Erfindung betrifft einen mobilen Rundfunkempfänger nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs
1. Derartige mobile Rundtunkgeräte sind in einer Vielzahl von Ausführungen bekannt.
Sie zeigen, soweit es sich um Stereoempfangsgeräte handelt, bei abnehmender Empfangsqualität
ein Umschalten vom Stereobetrieb auf den Monobetrieb. Durch den Monobetrieb wird das
Klangempfinden des Zuhörers nicht in ausreichendem Maße befriedigt. Zwar besteht bei
nahezu jedem mobilen Rundfunkempfänger die Möglichkeit im Monobetrieb die Klangparameter
wie Höhe, Bässe, Balance oder Fader manuell einzustellen, doch diese Variationsmöglichkeiten
schaffen nicht die Möglichkeit eines genügenden Klangerlebnisses vergleichbar dem
des Stereoempfangs, zumal diese Einstellungen das Bewußtsein eines Radio hörenden
Autofahrers in unbefriedigender Weise vom Verkehr ablenkt.
[0002] Weiterhin sind auch verschiedene Verfahren zur Erzeugung von Pseudo-Stereo-Signalen
bekannt, vgl. Philips Journal of Research Vol. 39 No.3 1984 S. 94ff. Diese Verfahren
sind aber aufgrund der erforderlichen umfangreichen Rechenleistung und dem damit in
Zusammenhang stehenden Schaltungsaufwand nur in stationären und großvolumigen Geräten
zu verwirklichen.
[0003] Der Erfindung liegt unter Berücksichtigung dieses Standes der Technik die Aufgabe
zugrunde, einen mobilen Rundfunkempfänger zu schaffen, der dem Benutzer auch unter
schwierigen Empfangsbedingungen ohne aufwendige Bedienung ein Klangerlebnis nahe dem
des Stereoempfangs bietet.
[0004] Zur Lösung dieser Aufgabe bei einem mobilen Rundfunkempfänger der eingangs genannten
Art wird vorgeschlagen, diesen mit einer Pseudo-Stereo-Schaltung zu versehen, welche
sicherstellt, daß automatisch beim Vorliegen eines Monosignals dieses in ein Pseudo-Stereo-Signal
umgewandelt wird und dadurch dem Benutzer ein besonders angenehmes Klangempfinden
vermittelt wird. Die Pseudo-Stereo-Schaltung wird stets dann aktiv, sobald der mobile
Rundfunkempfänger aufgrund des ausgesendeten Rundfunksignals oder aufgrund der aktuellen
lokalen Empfangsbedingungen nicht in der Lage ist, ein Stereo-Signal in ausreichender
Qualität zu empfangen, was zu einem automatischen Umschalten von Stereo- auf Monoempfang
des Rundfunkempfängers führt. In beiden Fällen wird das unangenehme Klangerlebnis
des flachen Monosignals automatisch, das heißt ohne aufwendige Einstellarbeiten, welche
mit einer gefährlichen Aufmerksamkeitsreduktion des Autofahrers für den Verkehr verbunden
sind, zu einem angenehmen räumlichen und vollen Klangerlebnis aufgrund des Pseudo-Stereo-Klanges
aufgewertet.
[0005] Diese Aufwertung läßt den Autofahrer stets ein weitgehend einheitliches und angenehmes
Klangerlebnis wahrnehmen, was seine Aufmerksamkeit wesentlich weniger beeinträchtigt,
als das unangenehme dynamische Umschalten zwischen dem angenehmen Stereobetrieb und
dem an sich schon unangenehmen Monobetrieb.
[0006] Als besonders vorteilhaft hat sich erwiesen, durch ein Erhöhen des Grenzwertes der
Empfangsqualität für die Umschaltung von Stereo- auf Monobetrieb, bei erhöhter Empfangsleistung
durch den erhöhten Bandabstand, das angenehme Klangerlebnis weiterhin aufrecht zu
erhalten. Durch die Erhöhung des Grenzwertes wird der Rundfunkempfänger bei einer
an sich noch möglichen Stereoempfangslage bereits auf Monobetrieb umgeschaltet, was
automatisch ohne notwendige Einflußnahme des Fahrers zum Einsatz der Pseudo-Stereo-Schaltung
und damit zur Aufbereitung des Monosignals zu einem Pseudo-Stereosignal führt. Dabei
wird der Grenzwert so gewählt, daß ein stets störungsfreier, insbesondere ein überlagerungsfreier
Empfang sicher möglich ist. Es ist dabei möglich, den Grenzwert jeweils nach dem Einsatzbereich
des mobilen Rundfunkempfängers angepaßt zu wählen.
[0007] Vorzugsweise wird eine Umschalteinheit vorgesehen, welche gesteuert durch die Qualität
des Empfangssignals in definierter Weise zwischen dem Stereosignal und dem Pseudo-Stereosignal,
welches durch die Pseudo-Stereo-Schaltung aus dem empfangenen Monosignal gebildet
wurde, umschaltet.
[0008] Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung wird vorgeschlagen, den Umschaltvorgang
in einem Zeitraum von weniger als 100 ms durchzuführen, was dazu führt, daß der reine
Umschaltvorgang durch das relativ träge menschliche Ohr nicht wahrgenommen werden
kann, da es regelmäßig Lücken im Empfang von einer Länge unter dieser Zeitspanne nicht
wahrnimmt. Durch diese erfindungsgemäße Ausbildung wird ermöglicht, den reinen Umschaltvorgang
zu verschleiern und damit dem Hörer nahezu zu verbergen.
[0009] Eine alternative Ausbildung der Erfindung zeigt den Umschaltvorgang in Form eines
Überblendens, welches innerhalb eines Zeitraumes von der Größenordnung einer Sekunde
abgeschlossen ist. Dabei erfolgt das Überblenden kontinuierlich und nicht abrupt,
wodurch dem Hörer die Möglichkeit gegeben wird, sich an die veränderten Klangbedingungen
zu gewöhnen und damit ein angenehmes Umschalten von einem Klangzustand in den anderen
zu erreichen. Insbesondere gelingt es hierbei, den Hörer an den gegenüber dem Ausgangszustand
veränderten Endzustand zu gewöhnen, der trotz ausgefeilter Pseudo-Stereo-Schaltungen
zwar in nur geringen Unterschieden, aber dennoch vorhanden ist. Dieses weiche Überblenden
stellt also eine optimierte und für den Hörer sehr angenehme Form des Umschaltens
dar.
[0010] Eine vorteilhafte Ausbildung der Erfindung ergibt sich aus der Kombination der beiden
verschiedenen Umschaltprinzipien, indem beim Übergang vom Stereo- zum Pseudo-Stereoempfang
das Überblenden zur Anwendung kommt und beim Übergang vom Pseudo-Stereo- zum Stereoempfang
das Umschalten in weniger als 100 ms zum Tragen kommt. Bei dieser speziellen Form
gelingt es, den Zuhörer langsam an das an sich schlechtere Pseudo-Stereoklangerlebnis
zu gewöhnen, wodurch der gewohnt unauffällige und damit sehr angenehme Übergang zum
an sich schlechteren Klangbild gelingt. Dagegen wird gezielt die schnelle, harte Art
des Umschaltens vom an sich schlechteren zum besseren Stereoempfang gewählt, da hier
bei ausreichend vorteilhaftem Klangerlebnis während des Umschaltens der Vorteil des
Stereoempfangs besonders zur Geltung kommt. Diese Kombination ermöglicht also die
Vereinigung der anscheinend widerstrebenden Umschaltprinzipien zu einer besonders
vorteilhaften Gesamtvorrichtung, welche ein klangoptimiertes Hin- als auch Rückschalten
des Rundfunkempfängers von Stereo- zu Pseudo-Stereoempfang ermöglicht.
[0011] Vorzugsweise wird der Umschaltvorgang nach einer vorgegebenen Umschaltkennlinie durchgeführt.
Die Umschaltkennlinie wird so gewählt, daß der Zuhörer ein möglichst angenehmes Umschalten
vom einen zum anderen Zustand wahrnimmt. Beispiele für geeignete Kennlinienformen
sind, ohne Beschränkung auf diese, lineare Verläufe oder solche dritten Grades.
[0012] Eine besondere Ausbildung des erfindungsgemäßen Rundfunkempfängers zeigt eine Schaltung
zur Erkennung von Sprache. Diese detektiert im empfangenen oder demodulierten Signal
Sprachanteile und steuert bei Vorliegen von Sprache die Pseudo-Stereo-Schaltung dahingehend,
daß die Aufbereitung des Monosignals zu einem Pseudo-Stereosignal unterbunden wird.
Durch diese Ausbildung gelingt es, Sprachsignale besonders deutlich dem Hörer verständlich
zu machen. Für Sprache ist eine Aufarbeitung des Monosignals zum Pseudo-Stereosignal
überraschenderweise nicht von Vorteil, denn es leidet dabei die Verständlichkeit des
Sprachsignals, was von zentraler Bedeutung ist. Dahinter hat das Klangempfinden zurückzustehen.
Durch diese Ausbildung gelingt es dem Benutzer, ohne jegliche Betätigung des Gerätes
wichtige Informationen, wie z.B. Verkehrsfunkdurchsagen oder Alarmmeldungen in besonders
verständlicher Form wahrzunehmen, ohne gleichzeitig auf das besondere Klangempfinden
bei Musik oder ähnlichem zu verzichten.
[0013] In einer Ausbildung der Erfindung wird in der Schaltung zur Erkennung von Sprache
das Rundfunksignal, entweder das empfangene oder das demodulierte Signal, auf den
zeitlichen und frequenziellen Verlauf statistisch ausgewertet. Aufgrund der Auswertung
kann eine zuverlässige Aussage getroffen werden, ob es sich bei dem Signal um Sprache
oder um andere Signale handelt. In einer alternativen Ausbildung wird das RDS-Signal
durch einen RDS-Decoder auf das PTY-Signal (Program Type Signal) ausgewertet. Ergibt
die Auswertung, daß es sich bei dem PTY-Signal um ein Sprachsignal handelt, so wird
die Pseudo-Stereo-Schaltung außer Funktion gesetzt. Eine entsprechende Anordnung ergibt
sich, wenn durch einen Verkehrsdurchsage-Decoder, welche in einer Vielzahl bekannt
sind, eine Verkehrsdurchsage - ein Sprachsignal - erkannt wird und durch diesen ebenso
die Pseudo-Stereo-Schaltung außer Kraft gesetzt wird. Diese verschiedenen Varianten
können unabhängig voneinander einzeln oder gemeinsam nebeneinander verwirklicht sein.
Alle Kombinationen zeigen die zuvor genannte vorteilhafte Wirkung.
[0014] Nach einem Merkmal der Erfindung wird die Pseudo-Stereo-Schaltung durch zwei Schaltkreise,
einer für den linken und einer für den rechten Kanal, gebildet. Beide Schaltkreise
sind entsprechend aufgebaut. Der eine Schaltkreis enthält ein Verzögerungsglied, dem
einerseits das Eingangssignal und andererseits das um einen Faktor g verstärkte und
rückgekoppelte verzögerte Signal zugeführt wird. Das in dem Verzögerungsglied um die
Zeitspanne del verzögerte Signal wird im folgenden wiederum um den Faktor -g verstärkt,
bevor es mit dem Eingangssignal verknüpft dem Ausgang für diesen Kanal zugeführt wird.
Der andere Schaltkreis für den anderen Kanal entspricht in seinem Aufbau dem erstgenannten,
wobei zu beachten ist, daß an Stelle des Verstärkungsfaktors g der Faktor -g und umgekehrt
gesetzt ist. Durch diese einfache Art der Pseudo-Stereo-Schaltung gelingt es, auf
wenig aufwendige Weise ein räumliches Klangempfinden nahe dem Stereosignal zu erzeugen.
[0015] In einer alternativen, weiter vereinfachten Ausbildung der Pseudo-Stereo-Schaltung
wird das Monosignal einem Verzögerungsglied zugeführt, welches diese um die Zeit del
verzögert. Anschließend wird dieses Signal in einer Verstärkerstufe um den Verstärkungsfaktor
g, welcher zwischen 0 und 1 liegt, verstärkt. Das verzögerte und verstärkte Signal
wird im folgenden den beiden getrennten Schaltkreisen für den linken und rechten Kanal
zugeführt, wo es in einem jeweiligen Mischer mit dem um den Faktor

bzw

verstärkten Monosignal verknüpft wird. Die verknüpften Signale bilden dann die Ausgangssignale
für den linken bzw. rechten Kanal. Diese weiter vereinfachte Schaltung zeigt bei vergleichbarer
räumlicher Auflösung aufgrund der erhöhten Verwendung gemeinsamer Bauteile für die
beiden Schaltkreise einen geringeren Schaltungsaufwand, der sich in geringerer Anfälligkeit
und geringeren Kosten widerspiegelt.
[0016] Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung wird die Zeit del und / oder die Faktoren
g so gewählt, daß der Benutzer in jedem spezifischen Fahrzeug einen optimierten Raumklang
erfährt.
[0017] Die folgenden Ausführungsbeispiele der Erfindung lassen weitere vorteilhafte Merkmale
und Besonderheiten erkennen, die anhand der Darstellung in den Zeichnungen im folgenden
näher beschrieben und erläutert werden.
[0018] Es zeigen
- Fig. 1
- einen schematischen Aufbau des mobilen Rundfunkempfängers mit einer Pseudo-Stereo-Schaltung,
- Fig. 2
- eine Schaltungsanordnung für eine Pseudo-Stero-Schaltung,
- Fig. 3
- eine zweite Schaltungsanordnung für eine Pseudo-Stereo-Schaltung,
Fig. 1 zeigt einen Tuner, der hier als FM-Tuner ausgebildet ist, welcher das demodulierte
Signal dem Stereodecoder zuführt, welcher mit der Control Unit verbunden ist und dieser
das Vorliegen eines Stereo- bzw. eines Monosignals meldet. Das vom Stereodecoder abgegebene
Signal wird einerseits einer Umschalteinheit zugeführt und andererseits einer Pseudo-Stereo-Schaltung
zugeführt, die das zugeleitete Signal zu einem Pseudo-Stereosignal aufbereitet und
im folgenden der Umschalteinheit zuführt. Die Umschalteinheit schaltet gesteuert durch
die Control Unit zwischen den zugeführten Signalen hin und her. Erkennt der Stereodecoder
also das Vorliegen eines Monosignals, wird die Control Unit darüber informiert, die
dann automatisch das durch die Pseudo-Stereo-Schaltung zum Pseudo-Stereosignal aufbereitete
Monosignal über die Umschalteinheit an die Lautsprecher für den linken und rechten
Kanal weiterleitet. Diese Schaltung gewährleistet also ein völlig automatisches Umschalten
zwischen Stereosignal und dem Pseudo-Stereosignal, welches durch die Pseudo-Stereo-Schaltung
aus einem Monosignal gebildet wurde. Der Umschaltvorgang wird dabei nach in der Umschalteinheit
fest abgespeicherten Umschaltkennlinien vorgenommen, wobei bevorzugt ein "hartes''
Umschalten mit einer Zeit von weniger als 100 ms von Pseudo-Stereo zu Stereo und ein
"weiches" Umschalten in Form eines Umblenden über einen Zeitraum in der Größenordnung
von einer Sekunde gewählt ist. Dabei ist es ohne Bedeutung, aus welchem Grund das
Monosignal entstanden ist, d.h. es ist unabhängig davon, ob nur ein Monosignal empfangen
wurde oder aufgrund der schlechten Empfangsbedingungen des Stereosignals dieses nur
als Monosignal empfangen und verstärkt wurde.
[0019] Die Fig. 2 und 3 zeigen zwei Alternativen für den prinzipiellen Aufbau von Pseudo-Stereo-Schaltungen.
Der Schaltungsanordnung gemäß Fig. 2 wird das Monosignal zugeführt. In dem jeweiligen
Schaltkreis für den linken bzw. rechten Kanal wird dieses mit einem durch ein Verzögerungsglied
um die Zeit del verzögerten und durch eine Verstärkerstufe um g bzw. -g verstärkten
Signal verknüpft, welches dem Verzögerungsglied wiederum zugeführt wird. Das verzögerte
Signal wird im folgenden in einer zweiten Verstärkerstufe um den Faktor -g bzw. g
verstärkt, wiederum mit dem Monosignal verknüpft und dem rechten bzw. dem linken Ausgangskanal
der Pseudo-Stereo-Schaltung zugeführt.
[0020] Bei der schaltungstechnisch einfacheren Schaltungsanordnung in Fig. 3 wird das Monosignal
in einem für beide Schaltkreise gemeinsamen Verzögerungsglied um die Zeit del verzögert
und in einer wiederum gemeinsamen Verstärkerstufe um den Faktor g verstärkt, welcher
zwischen 0 und 1 liegt. Dieses verzögerte und verstärkte Monosignal wird dann den
beiden Schaltkreisen für den linken bzw. den rechten Kanal zugeführt, wo es jeweils
in einer Mischerstufe mit dem von einer in jeden Schaltkreis angeordneten Verstärkerstufe
um den Faktor

bzw.

verstärkten Monosignal verknüpft wird und dem jeweiligen Ausgangskanal der Pseudo-Stereo-Schaltung
zugeführt wird.
1. Mobiler Rundfunkempfänger dadurch gekennzeichnet, daß
eine Pseudo-Stereo-Schaltung vorgesehen ist, welche bei Vorliegen eines Monosignals
dieses zu einem Pseudo-Stereo-Signal aufbereitet und den Lautsprechern zuführt und
daß eine Qualitätsbewertungsschaltung vorgesehen ist, mittels der bei Absinken der
Empfangsqualität unter einen Grenzwert eine Umschaltung vom Stereobetrieb auf Monobetrieb
durchführbar und im folgenden die Aufbereitung zum Pseudo-Stereo-Signal auslösbar
ist.
2. Mobiler Rundfunkempfänger nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Grenzwert so gewählt ist, daß ein frühzeitiges Umgeschalten auch bei noch
möglichen ausreichend störungsarmen Stereoempfang auf Monobetrieb gegeben ist.
3. Mobiler Rundfunkempfänger nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß eine Umschalteinheit vorgesehen ist, mittels welcher eine Umschaltung zwischen
dem Stereosignal und dem Pseudo-Stereo-Signal von der Pseudo-Stereo-Schaltung durchführbar
ist.
4. Mobiler Rundfunkempfänger nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Umschalteinheit so ausgebildet ist, daß der Umschaltvorgang in weniger als
100 ms abgeschlossen ist.
5. Mobiler Rundfunkempfänger nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Umschalteinheit so ausgebildet ist, daß der Umschaltvorgang in Form eines
Überblendens innerhalb eines Zeitraums von etwa 1s abgeschlossen ist.
6. Mobiler Rundfunkempfänger nach Anspruch 4 und 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Umschalteinheit so ausgebildet ist, daß der Umschaltvorgang zu Pseudo-Stereo
in Form eines Überblendens innerhalb eines Zeitraums von etwa 1s abgeschlossen ist
und daß der Umschaltvorgang von Pseudo-Stereo zu Stereo in weniger als 100 ms abgeschlossen
ist.
7. Mobiler Rundfunkempfänger nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß eine Schaltung zur Erkennung von Sprache im empfangenden oder im demodulierten
Signal vorgesehen ist, welche mit der Pseudo-Stereo-Schaltung verbunden ist und mittels
welcher bei Vorliegen von Sprachanteilen eine Aufbereitung des Monosignals zum Pseudo-Stereo-Signal
unterbindbar ist.
8. Mobiler Rundfunkempfänger nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Pseudo-Stereo-Schaltung für die zwei Stereokanäle L,R je einen getrennten
Schaltungskreis aufweisen, welcher ein Verzögerungsglied (Verzögerung um del) enthält,
dessen Eingang das mit dem Monosignal verknüpfte um den Faktor g verstärkte und rückgekoppelte
Ausgangssignal der Verzögerungsglied zugeführt wird und dessen Ausgangssignal um den
Faktor -g verstärkt und anschließend noch einmal mit den Monosignal verknüpft wird,
wobei für den Stereokanal L der Faktor g positiv und für den anderen Stereokanal R
der Faktor g negativ gewählt ist.
9. Mobiler Rundfunkempfänger nach einem der vorstehenden Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet, daß die Pseudo-Stereo-Schaltung für die zwei Stereokanäle L,R je einen getrennten
Schaltungskreis aufweisen,in dem ein Mischer vorgesehen ist, der das durch ein Verzögerungsglied
um die Zeit del verzögerte und durch eine Verstärkerstufe um g

verstärkte Monosignal mit dem nichtverzögerten für den einen Kanal um

und für den anderen Kanal um

verstärkten Monosignal verknüpftund dem jeweiligen Kanalausgang zuführt.
10. Mobiler Rundfunkempfänger nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, daß der Faktor g einstellbar ist.
11. Mobiler Rundfunkempfänger nach den Ansprüchen 8, 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Verzögerung del einstellbar ist.
12. Mobiler Rundfunkempfänger nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Schaltung zur Erkennung von Sprache eine Analyseschaltung für den zeitlichen
oder frequenziellen Verlauf des Rundfunksignals enthält, welche den Verlauf aufnimmt,
ihn statistisch auswertet und das Ergebnis der Auswertung der Pseudo-Stereo-Schaltung
zuführt.
13. Mobiler Rundfunkempfänger nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Schaltung zur Erkennung von Sprache so ausgebildet ist, daß sie das PTY-Signal
aus dem RDS-Signal ausliest und bei Vorliegen des Signals "Sprache" dieses der Pseudo-Stereo-Schaltung
zuführt.
14. Mobiler Rundfunkempfänger nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Schaltung zur Erkennung von Sprache einen Detektor für die Verkehrsdurchsagekennung
enthält, der mit der Pseudo-Stereo-Schaltung verbunden ist und der beim Vorliegen
von Verkehrsdurchsagen eine Aufbereitung unterbindet.