[0001] Die Erfindung betrifft ein am menschlichen Körper tragbares Behältnis zur Aufbewahrung
von Wertsachen, wie Portemonnaies, Schlüssel, Scheckkarten od. dgl., bestehend aus
einem schalen- oder boxenförmigen Kunststoffkörper mit einem aufklapp- und wasserdicht
verschließbaren Deckel, der mindestens einen Sicherheitsverschluß aufweist, wobei
am Kunststoffkörper eine Einrichtung zum Durchzug von Schlaufen oder Bändern vorgesehen
ist.
[0002] Es sind bereits die verschiedensten Aufbewahrungsbehältnisse zum Tragen am menschlichen
Körper bekanntgeworden, die in ihrer einfachsten Form aus einer nach oben hin geöffneten
Tasche bestehen, die mit oder ohne Tragschlaufen versehen ist.
[0003] Ferner werden für die Aufbewahrung von Wertsachen die verschiedensten Taschen und
Beutel verwendet, die teils mit der Hand getragen werden oder mittels eines Gürtels
oder einer Schlaufe am Hüftbereich des menschlichen Körpers festgelegt werden.
[0004] Diese Behältnisse weisen jedoch den Nachteil auf, daß sie einerseits nur schwer gegen
Raub und Diebstahl gesichert werden können. Außerdem sind die herkömmlichen Tragtaschen
nicht überall mitführbar, z. B. beim Schwimmen, Surfen od. dgl. Da die bekannten Tragtaschen
im allgemeinen auch nicht wasserdicht sind., können sie bei den genannten sportlichen
Betätigungen nicht mitgeführt werden.
[0005] In der DE-U-88 07 527.3 ist eine tragbare Taucherbox beschrieben, die aus einem Behälter
mit einem daran angelenkten Deckel besteht, wobei am Behälterrand ein Abdichtungselement
vorgesehen ist, das eine Abdichtung der Verschlußfläche zwischen dem Behälter und
dem Deckel gewährleistet und wobei am Behälter ein Taillengurt vorgesehen ist, dessen
Länge verstellbar ist und der an beiden seitlichen Enden des Behälters festgeschnallt
und um die Taille des Benutzers gebunden wird.
[0006] Obwohl die vorbekannte Taucherbox ihren vorgesehenen Zweck erfüllt, erscheint sie
jedoch zur Verwendung als Sicherheitsbox wenig geeignet, da sie nur schwer gegen Raub
und Diebstahl gesichert werden kann und außerdem in ihrer Befestigungsmöglichkeit
am Körper durch die Gurtbefestigung beschränkt ist. Schließlich ist auch durch die
seitliche Befestigung des Deckels und die stirnseitige Anordnung der Verschlußeinrichtung
keine ausreichende Sicherheit gegen den Zugriff raffinierter Trickdiebe gewährleistet.
[0007] Der vorliegenden Erfindung liegt nun die Aufgabe zugrunde, ein am menschlichen Körper
tragbares Behältnis zu schaffen, das die Nachteile der oben angeführten Taschen und
Beutel nicht aufweist und mit dem insbesondere wichtige Wertsachen, wie Geldbörse,
Schlüsselbund oder Scheckkarte, nahezu in allen Lebensbereichen, selbst beim Schwimmen
und Surfen, ständig sicher und trocken mitgeführt werden können, ohne daß die so mitgeführten
Wertsachen dem unbemerkten Zugriff durch fremde Personen unterliegen.
[0008] Zur Lösung der gestellten Aufgabe wird ein am menschlichen Körper tragbares Behältnis
der eingangs genannten Art vorgeschlagen, welches dadurch gekennzeichnet ist, daß
der Kunststoffkörper oval mit einem abgeflachten Boden ausgebildet ist und daß an
einer breiten Seitenfläche zwei im rechten Winkel zueinander verlaufende Vertiefungen
oder Einbuchtungen vorgesehen sind, die im mittleren Bereich durch eine mit der Seitenfläche
eine Ebene bildende Platte abgedeckt sind, derart, daß unter die Platte senkrecht
oder waagrecht zum Behältnis eine Befestigungsschlaufe oder ein Befestigungsband gezogen
werden kann, wobei an der gleichen Seite des Kunststoffkörpers mindestens ein Sicherheitsverschluß
vorgesehen ist.
[0009] Mit dem Behältnis gemäß der vorliegenden Erfindung wird der wesentliche Vorteil erreicht,
daß seine Befestigung am menschlichen Körper durch einfaches Durchziehen von Gürteln
oder Riemen durch die Vertiefungen unter der Platte erfolgen kann, wobei zur Sicherheit
der Verschluß des Deckels gegen den menschlichen Körper gerichtet ist und somit von
außen nicht betätigt werden kann. Hierdurch ist eine optimale Sicherheit gegen das
Entwenden oder Öffnen des Behältnisses gemäß der Erfindung gewährleistet.
[0010] Eine weitere Ausführungsform des erfindungsgemäßen Behältnisses besteht darin, daß
im Inneren des aufklappbaren Deckels zwei Klippverschlüsse vorgesehen sind, die in
entsprechende Aussparungen oder Einkerbungen im Inneren einer Seitenfläche des Kunststoffkörpers
eingreifen und die durch Drücken auf den federnden Teil des Deckels zum Öffnen desselben
gelöst werden können, wobei an den Rändern des Kunststoffunterteils oder des Deckels
eine umlaufende Dichtung vorgesehen ist.
[0011] Schließlich kann im Inneren des schalen- oder boxenförmig ausgebildeten Kunststoffkörpers
ein Klettenband eingelegt sein, das zur Befestigung herausgenommen und am Kunststoffkörper
befestigt wird. Ferner kann im Deckel auch ein Notfallpaß angeordnet sein, der die
wichtigsten körperlichen und medizinischen Daten des Trägers enthält.
[0012] Es ist auch möglich, die Sicherheitsverschlüsse in Aussparungen derjenigen Seitenwand
zu legen, die die beiden Vertiefungen enthält. Damit können die Verschlüsse zwar von
außen, aber nur nach Abheben des Behälters vom menschlichen Körper betätigt werden.
[0013] Mit dem Behältnis gemäß der Erfindung werden wesentliche Vorteile erreicht. So wird
zunächst gewährleistet, daß der Träger seine wichtigsten Wertsachen, die er bei sich
hat, insbesondere Geldbörse und Schlüsselbund, ständig kontrollieren und sicher mit
sich führen kann, ohne daß diese durch unbemerkten Diebstahl abhanden kommen. Dieser
kontrollierten und sicheren Aufbewahrung kommt insbesondere bei starken Menschenansammlungen,
z. B. auf Bahnhöfen, Flughäfen, Straßen- oder sonstigen Festen, eine besondere Bedeutung
zu. Es ist von ganz besonderem Vorteil, daß infolge des wasserdichten Verschlusses
das Behältnis ohne weiteres zum Schwimmen oder Surfen mitgenommen werden kann.
[0014] Anhand der Zeichnungen soll das Behältnis gemäß der Erfindung am Beispiel einer bevorzugten
Ausführungsform näher erläutert werden.
[0015] In den Zeichnungen zeigt
Fig. 1
eine perspektivische Darstellung des Behältnisses gemäß der Erfindung mit geöffnetem
Deckel.
Fig. 2
zeigt eine perspektivische Darstellung des Behältnisses gemäß der Erfindung mit geschlossenem
Deckel.
Fig. 3
zeigt eine Explosionszeichnung einer perspektivischen Darstellung des Behältnisses
gemäß der Erfindung mit geöffnetem Deckel.
[0016] Wie sich aus den Figuren der Zeichnungen ergibt, besteht das erfindungsgemäße Behältnis
aus einem schalen- oder boxenförmig ausgebildeten Kunststoffkörper 1, der an einer
Seite 2 über ein Scharnier mit einem aufklappbaren Deckel 3 versehen ist. Der Kunststoffkörper
ist oval ausgebildet und weist eine Bodenabflachung 4 zum Aufstellen auf.
[0017] In der breiten Seitenwand 5 sowie im oberen Bereich 6 des Deckels ist eine erste
Vertiefung 7 vorgesehen. Senkrecht dazu ist im Seitenbereich 5 eine weitere Vertiefung
8 vorgesehen. Diese beiden Vertiefungen oder Einformungen werden im mittleren Bereich
durch eine Platte 9 abgedeckt, wodurch es möglich ist, ein Befestigungsband oder eine
Schlaufe entweder in senkrechter Richtung längs der Vertiefung 7 oder in waagrechter
Richtung längs der Vertiefung 8 einzuführen, um das Behältnis am menschlichen Körper
zu befestigen.
[0018] Wie aus Fig. 1 ersichtlich, sind im Inneren des Deckels 3 zwei Klippverschlüsse 10
vorgesehen, die beim Schließen des Deckels in entsprechende, im Inneren der Seitenwand
5 vorgesehene Einkerbungen 11 einrasten. Der obere Teil 6 des Deckels 3 ist etwas
plastisch ausgebildet, so daß durch Drücken auf diesen Teil im Bereich der Verschlüsse
10 diese wieder von den Einkerbungen 11 gelöst werden können, wodurch der Deckel 3
geöffnet werden kann. Am umlaufenden Rand 12 des schalen- oder boxenförmig ausgebildeten
Körpers 1 ist ferner eine Dichtung vorgesehen, die gewährleistet, daß beim Schließen
des Deckels 3 eine Wasserdichtheit von einem Druck bis zu 1,3 bar entsteht. Im Inneren
des schalen- oder boxenförmigen Kunststoffkörpers kann ferner ein Klettenband eingelegt
sein, das zur Befestigung unter die Platte 9 an der Außenseite gezogen werden kann.
Ferner ist es möglich, im Inneren des Deckels 3 einen Notfallpaß anzuordnen.
[0019] Bei der in Fig. 3 dargestellten Ausführungsform sind die Sicherheitsverschlüsse des
Behälters in Aussparungen 13 an derjenigen Seite des Kunststoffkörpers 1 vorgesehen,
die die Vertiefungen 7, 8 mit der Platte 9 enthält. Hierbei handelt es sich um schwenkbare,
mit je einer Öffnung versehene Klappen 14, die beim Verschluß des Deckels auf an der
Außenseite des Deckels vorgesehenen Vorsprüngen 15 zum Einrasten gebracht werden.
1. Am menschlichen Körper tragbares Behältnis zur Aufbewahrung von Wertsachen, wie Portemonnaies,
Schlüssel, Scheckkarten od. dgl., bestehend aus einem schalen- oder boxenförmigen
Kunststoffkörper mit einem aufklapp- und wasserdicht verschließbaren Deckel, der mindestens
einen Sicherheitsverschluß aufweist, wobei am Kunststoffkörper eine Einrichtung zum
Durchzug von Schlaufen oder Bändern vorgesehen ist, dadurch gekennzeichnet, daß der Kunststoffkörper oval mit einem abgeflachten Boden ausgebildet ist und daß
an einer breiten Seitenfläche zwei im rechten Winkel zueinander verlaufende Vertiefungen
oder Einbuchtungen vorgesehen sind, die im mittleren Bereich durch eine mit der Seitenfläche
eine Ebene bildende Platte abgedeckt sind, derart, daß unter die Platte senkrecht
oder waagrecht zum Behältnis eine Befestigungsschlaufe oder ein Befestigungsband gezogen
werden kann, wobei an der gleichen Seite des Kunststoffkörpers mindestens ein Sicherheitsverschluß
vorgesehen ist.
2. Behältnis nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß im Inneren des aufklappbaren Deckels zwei Klippverschlüsse vorgesehen sind, die
in entsprechende Aussparungen oder Einkerbungen im Inneren einer Seitenfläche des
Kunststoffkörpers eingreifen und die durch Drücken auf den federnden Teil des Deckels
zum Öffnen desselben gelöst werden können, wobei an den Rändern des Kunststoffunterteils
oder des Deckels eine umlaufende Dichtung vorgesehen ist.
3. Behältnis nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Sicherheitsverschlüsse an der Außenseite des Deckels bzw. der Seitenfläche
des Kunststoffkörpers angeordnet sind.
4. Behältnis nach Anspruch 1, 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß im Inneren des schalen- oder boxenförmig ausgebildeten Kunststoffkörpers ein
Klettenband eingelegt ist, das zur Befestigung herausgenommen und am Kunststoffkörper
befestigt wird.
5. Behältnis nach Anspruch 1, 2, 3, und 4, dadurch gekennzeichnet, daß im Deckel des Behältnisses ein Notfallpaß angeordnet ist.