[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Schaltung eines Druckwerks, wobei dieses
mit seinem Plattenzylinder in einer ersten Position an einen Gummizylinder angestellt
und in einer zweiten Position von dem Gummizylinder abgestellt ist.
[0002] Aus der DE 41 42 792 A1 ist eine solche Vorrichtung bekannt, bei der durch einen
Pneumatikzylinder ein Kniehebel in Strecklage gebracht wird, welcher wiederum an eine
Schwinge angelenkt ist, auf der der Plattenzylinder gelagert ist. Der Plattenzylinder
läßt sich dadurch in zwei Positionen verbringen, in der Position, in der er an den
Gummizylinder angestellt und in eine zweite Position, in der er von dem Gummizylinder
abgestellt ist. Dies reicht aus, wenn es lediglich darum geht, vor dem Druck die Plattenzylinder
an dem Gummizylinder anzustellen und sie nach Erledigung des Druckauftrags wieder
abzustellen, um den Plattenwechsel vornehmen zu können.
[0003] Es besteht jedoch das Bedürfnis, bei einer Druckmaschine mit mehreren Druckwerken,
die einem Gummizylinder zugeordnet sind, die Maschine derart variabel zu gestalten,
daß sie mit einer beliebigen Zahl ihrer Druckwerke optimal eingesetzt werden kann.
Das heißt, daß dabei Verschleiß und Antriebsenergie maximal zu reduzieren sind.
[0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung der eingangs genannten
Art derart weiterzubilden, daß sie für eine Druckmaschine, bei der mindestens zwei
Druckwerke einem Gummizylinder zugeordnet sind, zusätzlich dazu dient, daß diese Druckmaschine
unter optimalen Bedingungen variabel einsetzbar ist.
[0005] Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die kennzeichnenden Merkmale des Anspruchs
1 gelöst.
[0006] Durch die Erfindung kann eine Druckmaschine mit den Druckwerken auf Druck gehen,
die jeweils benötigt werden, ohne daß ein Antrieb der nicht druckenden Druckwerke
erfolgt. Dadurch tritt an diesen Druckwerken kein Verschleiß auf, und der Antrieb
ist entlastet, was den Energieverbrauch reduziert und wodurch die Druckgeschwindigkeit
erhöht werden kann.
[0007] Die Erfindung sieht vor, daß sich der Plattenzylinder des an- und abschaltbaren Druckwerks
beziehungsweise aller an- und abschaltbaren Druckwerke um eine Achse dreht, welche
zentrisch im Gehäuse des Druckwerks drehbar gelagert ist, wobei die Achse im Bereich
ihrer Enden Exzenter aufweist, auf den Exzentern Koppeln gelagert sind, welche mit
dem Gummizylinder in Verbindung stehen, und die drei Positionen des Druckwerks drei
verschiedenen Winkelstellungen der Exzenter zugeordnet sind. Die Koppeln können direkt
mit der Achse des Gummizylinders in Verbindung stehen oder sie sind über das Gehäuse,
in dem der Gummizylinder gelagert ist, mit letzterem in Verbindung. Durch die Verstellung
mittels Exzentern an den Enden der Achse ist eine äußerst parallele und exakte Verstellung
des Plattenzylinders gewährleistet. Dies ist besonders vorteilhaft, wenn das Druckwerk
auf Druck geht, da die Druckpressung an der gesamten Berührungslinie zwischen Plattenzylinder
und Gummizylinder exakt eingehalten werden muß. Diese Lagerung mit Exzentern und Koppeln
ist auch äußerst stabil und gewährleistet einen schwingungsfreien Lauf der Maschine,
der für Präzisionsdrucke unabdingbar ist.
[0008] Das an- und abschaltbare Druckwerk begibt sich gemeinsam mit dem Plattenzylinder
in drei verschiedene Positionen. Dies kann dadurch erfolgen, daß dieses Druckwerk
verschiebbar gelagert ist, oder es kann gemäß dem Vorschlag einer Weiterbildung vorgesehen
sein, daß das Druckwerk an einem Maschinengehäuse, in welchem der Gummizylinder gelagert
ist, mit einer oberhalb der Koppeln angeordneten schwenkbaren Anlenkung befestigt
ist. Auch diese schwenkbare Anlenkung gewährleistet eine hohe Stabilität, insbesondere
im angestellten Zustand des Druckwerks, wobei dieses exakt positionierbar ist und
dadurch eine gleichmäßige Druckpressung erzielt wird.
[0009] Dadurch, daß die Exzenter mit der Achse fest verbunden und mittels eines gemeinsamen
Antriebs verstellbar sind, ist sowohl ein einfacher Antrieb möglich als auch die Parallelität
der Verstellung gewährleistet.
[0010] Die Verstellung der Exzenter ist auf verschiedene Weise realisierbar, beispielsweise
kann die Achse mittels eines Schneckentriebes verstellt werden, oder es kann vorgesehen
sein, wie dies ein Ausführungsbeispiel vorschlägt, daß die Verstellung der Exzenter
mittels einer Kniehebelmechanik erfolgt. Die Betätigung dieser Kniehebelmechanik oder
auch einer anderen Mechanik zur Verstellung der Exzenter kann mittels eines Pneumatikzylinders
erfolgen. Dies hat, beispielsweise gegenüber einem Hydraulikzylinder den Vorteil,
daß die an der Maschine ohnehin vorhandene Druckluftsteuerung zum Einsatz kommt.
[0011] Es kann vorgesehen sein, daß die Schaltung in alle drei Positionen durch den Antrieb
vornehmbar ist, oder es kann auch vorgesehen sein, daß der Antrieb nur der An- und
Abstellung des Plattenzylinders dient und die Abkopplung des Druckwerks mittels einer
Handbetätigung vornehmbar ist. Durch diese Weiterbildung wird erreicht, daß der Verstellweg
der Mechanik, welche durch den Antrieb betätigt wird, nicht so groß sein muß, dadurch
eine einfachere Ausgestaltung möglich ist und ein großer Verstellweg zur Abkopplung
auf einfache Weise realisiert werden kann. Dies wird beispielsweise dadurch erreicht,
daß der Pneumatikzylinder am Gehäuse des Druckwerks schwenkbar angelenkt, für die
An- und Abschaltung arretiert ist und die Arretierung zur Vornahme der Handbetätigung
aufgehoben ist. Auf diese Weise kann zur Handbetätigung der Pneumatikzylinder mit
der zwischen ihm und dem Exzenter angeordneten Mechanik entsprechend dem Verstellweg
mitgeschwenkt werden. Eine Auslegung der Mechanik und des Pneumatikzylinders für einen
derart großen Verstellweg ist also nicht mehr erforderlich.
[0012] Eine zweckmäßige Ausgestaltung sieht vor, daß die Exzenter mittels der Handbetätigung
zur Abkopplung des Druckwerks über einen Totpunkt gestellt werden, bis die Kniehebelmechanik
gegen einen Anschlag stößt. Auf dies Weise ist eine selbsthaltende Mechanik erreicht,
die keiner gesonderten Verriegelung bedarf und die auch bei laufender Maschine und
bei Erschütterungen in ihrer Position verbleibt.
[0013] Es ist von Vorteil, wenn die Handbetätigung nur in einer Position des Plattenzylinders
vornehmbar ist, in der dieser gegen Verstellung gesichert ist. Dadurch ist gewährleistet,
daß die Zuschaltung des Druckwerks in derselben Position erfolgt, wie die Abkopplung.
Wenn auch die übrige Maschine vor dem Zukoppeln wieder in die Position gefahren wird,
in der sie sich beim Abkoppeln befunden hat, ist die Passerhaltigkeit gewährleistet.
Dadurch wird die Einrichtzeit für den nachfolgenden Druck erheblich reduziert, da
eine Nachjustierung entsprechend der neu aufgespannten Druckplatten ausreicht. Diese
Nachjustierung liegt innerhalb des Stellbereichs der Jusitervorrichtung für den Plattenwechsel.
Eine größere Verstellung wäre nicht oder nur mit erheblichem Aufwand vornehmbar. Die
Sicherung des Plattenzylinders in der Position zum Ab- und Ankoppeln des Druckwerks
kann dadurch erreicht werden, daß ein Fixierbolzen in eine Bohrung des Plattenzylinders
einschiebbar ist.
[0014] Die Gewährleistung einer solchen passerhaltigen Ankopplung des Druckwerks an die
Druckmaschine wird dadurch erreicht, daß die Druckmaschine auf Knopfdruck mittels
einer Steuerung in die Position für das Einschieben des Fixierbolzens fährt und erst
in dieser Position eine Sicherungsklappe für die Einführung eines Bedienerwerkzeugs
öffnet. Es ist weiterhin vorgesehen, daß durch das Einführen des Bedienerwerkzeugs
das Einschieben des Fixierbolzens und die Aufhebung der Arretierung des Pneumatikzylinders
erfolgt. So ist die Sicherung in der richtigen Position gewährleistet und eine ungewollte
Verstellung ausgeschlossen. Ein Ausführungsbeispiel sieht zu diesem Zweck vor, daß
ein Arm einer Stellwelle in den Einführweg des Bedienerwerkzeugs ragt und das Bedienerzeug
durch das Einführen den Arm wegschiebt, wodurch die Stellwelle dreht und diese über
eine Übersetzung den Fixierbolzen einschiebt sowie einen Riegel aus seiner den Plattenzylinder
arretierenden Position schwenkt. Danach sind durch eine Drehbewegung der Achse mittels
des Bedienerwerkzeugs die Exzenter über den Totpunkt hinweg und zurück verstellbar,
wodurch erst das Ab- und Ankoppeln des Druckwerks vom Antreib stattfindet.
[0015] Die Bedienungssicherheit kann dadurch weiter erhöht werden, daß die Beendigung einer
Verstellung des Druckwerks in eine der Positionen durch Endschalter erfaßt ist und
die Druckmaschine erst nach Erreichen derselben wieder für eine Inbetriebnahme freigegeben
ist. Damit während des Drucks mit dem Bedienerwerkzeugs keine Verstellung vorgenommen
werden kann, kann vorgesehen sein, daß nach Erreichen der durch das Bedienerwerkzeug
einstellbaren Positionen und der Entfernung des Bedienerwerkzeugs eine Sicherungsklappe
die Eintrittsöffnung für das Bedienerwerkzeug wieder verschließt.
[0016] Eine Weiterbildung sieht vor, daß ein an einer schwenkbaren Platte, mittels der der
Pneumatikzylinder schwenkbar am Gehäuse angelenkt ist, befestigter Sicherungsbolzen
bei aufgehobener Arretierung unter den Riegel greift und dadurch die Stellwelle in
ihrer Position zur Abkopplung des Druckwerks hält. Auf diese Weise ist der Mechanismus,
welcher den Fixierbolzen zur Sicherung des Plattenzylinders einschiebt, selbsthemmend
gehalten, und diese Sicherung wird nicht dadurch aufgehoben, daß das Bedienerwerkzeug
entfernt wird.
[0017] Ein Ankoppeln des Druckwerks in der richtigen Maschinenstellung wird dadurch erreicht,
daß für die Ankopplung des abgekoppelten Druckwerks die Druckmaschine auf Knopfdruck
in eine Position fährt, in der der Passer der übrigen Maschine mit dem Passer des
anzukoppelnden Druckwerks übereinstimmt und dann erst die Sicherungsklappe öffnet.
[0018] Zur Aufhebung der oben beschriebenen selbsthemmenden Verriegelung ist vorgesehen,
daß als erstes zur Ankopplung des Druckwerks mittels des eingeführten Bedienerwerkzeugs
die Exzenter derart verstellbar sind, daß die Kniehebelmechanik in eine Lage geht,
bei der der Pneumatikzylinder unter Freigabe des Riegels durch den Sicherungsbolzen
in seine Arretierposition zurückgeschwenkt und gleichzeitig das Druckwerk an den Antrieb
angekoppelt wird. Danach kann die selbsthemmende Verriegelung entriegelt werden. Zu
diesem Zweck wird vorgeschlagen, daß durch das Herausziehen des Bedienerwerkzeugs
der Arm mit der Stellwelle über eine den Fixierbolzen herausbewegende Feder wieder
in den Einführweg des Bedienerwerkzeugs schwenkt und der Riegel sich durch diese Drehung
der Stellwelle wieder in seine Arretierposition begibt.
[0019] Auf diese Weise ist gewährleistet, daß die Einführung des Bedienerwerkzeugs zur Vornahme
der Ankopplung des Druckwerks zwangsweise mit der Sicherung des Plattenzylinders gegen
Verstellung verbunden ist, also eine Abkopplung des Druckwerks nur möglich ist, wenn
sich der Plattenzylinder in seiner Sollposition befindet. Diese Sicherung wird erst
dann wieder aufgehoben, wenn das vom Antrieb abgekoppelte Druckwerk wieder angekoppelt
ist, wenn also beispielsweise die Zahnräder dieses Druckwerks wieder in den Räderzug
der Antriebszahnräder der Druckmaschine eingreifen.
[0020] Zweckmäßigerweise ist vorgesehen, daß eine Feder das Wegschwenken des Druckwerks
unterstützt. Dadurch kann der Pneumatikzylinder und die Mechanik weniger aufwendig
ausgestaltet sein und die Handverstellung ist mit einem geringeren Kraftaufwand vornehmbar.
[0021] Die an- und abschaltbaren Druckwerke können zwei oder mehrere gleichwertige Druckwerke
sein, die alle einem Gummizylinder zugeordnet sind, oder es kann sich auch um eine
Druckmaschine handeln, bei der ein Hauptdruckwerk vorhanden ist, welches sich immer
in Eingriff mit dem Gummizylinder befindet und zusätzlich ein Zusatzdruckwerk zugeschaltet
werden kann.
[0022] Die Erfindung wird nachfolgend an einem in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiel
erläutert.
[0023] Es zeigen
- Fig. 1
- eine schematische Darstellung einer Druckmaschine mit einem schaltbaren Druckwerk,
- Fig. 2
- Einzelheiten einer Ausführungsform eines schaltbaren Druckwerks und
- Fig. 3
- eine vergrößerte Teilansicht.
[0024] Fig. 1 zeigt ein Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand einer schematischen Darstellung
einer Druckmaschine mit einem schaltbaren Druckwerk 1. Das weitere Druckwerk 4 bzw.
eine Anzahl dem Gummizylinder 3 zugeordneter Druckwerke können in derselben Weise
schaltbar ausgestaltet sein. Im gezeigten Ausführungsbeispiel wurde der Einfachheit
halber nur das Druckwerk 1 mit der Vorrichtung zur Schaltung dargestellt. Das weitere
Druckwerk 4 mit seinem Plattenzylinder 5 ist daher nur in schematischer Weise angedeutet.
[0025] Das Druckwerk 1 ist mittels einer schwenkbaren Anlenkung 6 an ein Maschinengehäuse
9, in dem ein Gummizylinder 3 gelagert ist, angefügt. Das Druckwerk 1 ist als an-
und abschaltbares Druckwerk 1 ausgebildet. Der Plattenzylinder 2 dieses Druckwerks
1 dreht sich um eine Achse 11, die zentrisch im Gehäuse 8 gelagert ist. Diese Achse
11 weist im Bereich ihrer Enden Exzenter 12 auf, auf welchen Koppeln 13 gelagert sind,
die mit dem Gummizylinder 3 in Verbindung stehen. Die Koppeln 13 können direkt mit
der Achse des Gummizylinders 3 in Verbindung stehen, oder sie sind in anderer Weise,
beispielsweise über das Maschinengehäuse 9 mit dem Gummizylinder 3 verbunden. Durch
Verdrehen der Achse 11 werden über die Exzenter 12 und die Koppeln 13 verschiedene
Distanzen zwischen dem Plattenzylinder 2 und dem Gummizylinder 3 eingestellt. Daraus
ergeben sich drei Positionen des Druckwerks 1, eine erste Position, in der der Plattenzylinder
2 an den Gummizylinder 3 angestellt ist, eine zweite Position, in der der Plattenzylinder
2 von dem Gummizylinder 3 abgestellt ist und eine dritte Position, in der das Druckwerk
1 von dem Antrieb der Druckmaschine abgekoppelt ist. Diese Abkopplung bedeutet z.B.,
daß die Zahnräder des Druckwerks 1 aus dem Räderzug der Antriebszahnräder, welche
den Gummizylinder 3 antreiben, ausgekoppelt sind. Diese drei Positionen, welche drei
verschiedenen Distanzen zwischen dem Plattenzylinder 2 und dem Gummizylinder 3 entsprechen,
werden durch drei verschiedenen Winkelstellungen der Exzenter 12 erreicht. Zu diesem
Zweck müssen die Exzenter 12 gedreht werden. Zweckmäßigerweise sind die Exzenter 12
mit der Achse 11, die der Lagerung des Plattenzylinders 2 dient, fest verbunden und
können so durch eine Drehung der Achse 11 simultan verstellt werden. Solche Verstellungen
können von Hand oder automatisch erfolgen, wobei verschiedene mechanische Ausgestaltungen
denkbar sind.
[0026] Die Fig. 1 zeigt des weiteren oberhalb des Gummizylinders 3 den Plattenzylinder 5
des weiteren Druckwerks 4 sowie den Druckzylinder 7. Eine Feder 10 sorgt dafür, daß
die Verstellung des Druckwerks 1 mit weniger Kraftaufwand und daher auch mit geringerem
mechanischem Aufwand erfolgen kann.
[0027] Die Fig. 2 zeigt Einzelheiten einer Ausführungsform eines schaltbaren Druckwerks
1. Gleiche Bezugszeichen wie in der Fig. 1 zeigen die bereits beschriebenen Teile
mit den beschriebenen Funktionen. Die Fig. 2 zeigt zusätzlich den Antrieb zum Verstellen
der Exzenter 12, wodurch das Druckwerk 1 in die beschriebenen Positionen verbracht
wird. Die Darstellung zeigt die zweite Position, in der der Plattenzylinder 2 von
dem Gummizylinder 3 abgestellt ist, in der das Druckwerk 1 jedoch noch an den Antrieb
angekoppelt ist. Letzterer wurde nicht dargestellt, diese Ankopplung besteht darin,
daß die Zahnräder des Druckwerks 1 mit dem Räderzug der Antriebszahnräder der Druckmaschine
in Eingriff sind.
[0028] Das wesentliche Bauelement zur Verstellung der Exzenter 12 ist eine Kniehebelmechanik
14, die aus einem am Gehäuse 8 angelenkten Hebel 15 und einem am Exzenter 12 angelenkten
Hebel 16 besteht. Diese Hebel 15, 16 sind durch ein Kniehebelgelenk 17 miteinander
verbunden. Die Aufhängung des Hebels 15 am Gehäuse 8 trägt das Bezugszeichen 34 und
die Aufhängung des Hebels 16 am Exzenter 12 das Bezugszeichen 39. Die Betätigung der
Kniehebelmechanik 14 erfolgt über einen Pneumatikzylinder 19, welcher am Gehäuse 8
gelagert ist. Durch die am Kniehebelgelenk 17 angreifende Kolbenstange 20 des Pneumatikzylinders
19 ist die Kniehebelmechanik 14 von der abgewinkelten, gezeichneten Stellung in eine
Streckstellung verbringbar, in der ein Federelement 37 des Hebels 15 an einen Anschlag
18 des Gehäuses 8 anschlägt. In dieser Position ist der Plattenzylinder 2 an den Gummizylinder
3 angestellt.
[0029] Bei diesem Ausführungsbeispiel sind also zwei Positionen durch den Antrieb mittels
des Pneumatikzylinders 19 einstellbar. Um die dritte Position zu erreichen, in welcher
das Druckwerk 1 vom Antrieb abgekoppelt ist, muß der Exzenter 12 durch ein Bedienerwerkzeug
28 in die dritte Position verbracht werden. Dieser Verstellung mittels des Bedienerwerkzeugs
28 dient ein Sechskant 38, welcher sich am Ende der Achse 11 befindet. Nach dem Aufstecken
des Bedienerwerkzeugs 28 auf den Sechskant 38 ist die Achse 11 in Uhrzeigerrichtung
drehbar, bis der am Exzenter 12 angelenkte Hebel 16 an einem Anschlag 25 anstößt.
Dieser ist auf der Wand 40 des Gehäuses 8 angeordnet, die bei der Fig. 2 entfernt
ist, damit die beschriebene Mechanik sichtbar wird. Der Exzenter 12 wird über seinen
Totpunkt hinweg verstellt und liegt daher sicher an dem Anschlag 25 an. Eine ungewollte
Verstellung bei Maschinenbetrieb oder Erschütterungen ist daher ausgeschlossen.
[0030] Da die Kniehebelmechanik 14 an dem Kniehebelgelenk 17 mit der Kolbenstange 20 des
Pneumatikzylinders 19 verbunden ist und der Pneumatikzylinder 19 nur über einen begrenzten
Stellweg verfügt, ist es erforderlich, daß für die Verstellung des Druckwerks 1 in
die dritte Position der Pneumatikzylinder 19 verschoben wird. Zu diesem Zweck ist
der Pneumatikzylinder 19 auf einer schwenkbaren Platte 21 gelagert, die mittels einer
schwenkbaren Aufhängung 22 mit dem Gehäuse 8 verbunden ist. Ein Anschlag 23 und ein
Riegel 24 arretieren die schwenkbare Platte 21 und damit den Pneumatikzylinder 19
in der ersten und zweiten Position des Druckwerks 1. Zum Erreichen der dritten Position
wird der Riegel 24 abgeschwenkt und gibt die schwenkbare Platte 21 frei, wodurch der
Pneumatikzylinder 19 über die Verbindung mit der Kniehebelmechanik 14 bei einer Handverstellung
in die dritte Position bezüglich der zeichnerischen Darstellung nach oben geschwenkt
wird. Diese Freigabe der schwenkbaren Platte 21 wird dadurch herbeigeführt, daß das
Bedienerwerkzeug 28 beim Einstecken in eine Einführöffnung 32 der Wand 40 gegen einen
Arm 29 stößt und dadurch eine Stellwelle 30 so weit dreht, bis der mit dieser Stellwelle
30 verbundene Riegel 24 die schwenkbare Platte 21 freigegeben hat.
[0031] Da es erforderlich ist, daß die Stellung des Plattenzylinders 2 bei der Abkopplung
des Druckwerks 1 erhalten bleibt, ist eine Sicherung vorgesehen. Diese dient dazu,
daß die Zahnräder des Druckwerks 1 bei einem erneuten Ankoppeln an die Druckmaschine
wieder in dieselbe Stelle des Räderzugs der Antriebszahnräder eingreifen. Zu diesem
Zweck ist ein Fixierbolzen 26 vorgesehen, welcher in eine Bohrung des Plattenzylinders
2 einschiebbar ist. Dieser Fixierbolzen 26 ist mittels einer Übersetzung 36 mit der
Stellwelle 30 verbunden und wird dadurch beim Einführen des Bedienerwerkzeugs 28 in
die Bohrung des Plattenzylinders 2 eingeschoben. Auf diese Weise ist gewährleistet,
daß eine Abkopplung des Druckwerks 1 nur bei einem gesicherten Plattenzylinder 2 vorgenommen
werden kann.
[0032] Um den Fixierbolzen 26 wieder aus dem Plattenzylinder 2 zu entfernen, ist eine nicht
dargestellte Feder vorgesehen. Da diese Entfernung des Fixierbolzens 26 jedoch nur
erfolgen darf, wenn das Druckwerk 1 wieder an den Antrieb angekoppelt ist, ist eine
Selbstverriegelung des beschriebenen Mechanismus vorgesehen. Diese Selbstverriegelung
wird durch einen Sicherungsbolzen 33 bewirkt, welcher nach der Verstellung in die
dritte Position unter den Riegel 24 greift und diesen hält. Dies erfolgt bei der Verstellung
mittels des Bedienerwerkzeugs 28, da bei dieser Verstellung die Aufhängung 39 des
Hebels 16 im Uhrzeigersinn um einen derartigen Winkel verstellt wird, daß die Kniehebelmechanik
14 und damit auch der Pneumatikzylinder 19 so weit schwenken, daß der Sicherungsbolzen
33 mit einem gewissen Überhub, von dem er wieder zurückkehrt, die Position des Riegels
24 erreicht. Der von der Aufhängung 39 zurückgelegte Schwenkwinkel beträgt im dargestellten
Ausführungsbeispiel knapp über 100°. Der Sicherungsbolzen 33 liegt dann unter dem
Riegel 24 und hält diesen und damit auch die Stellwelle 30 und den Fixierbolzen 26.
Letzterer wird gegen die Kraft der Feder in der Stellung zur Sicherung des Plattenzylinders
2 gehalten.
[0033] Mittels dieser Mechanik wird also erreicht, daß durch eine Verbringung des Druckwerks
1 in die dritte Position dieses mit einem gesicherten Plattenzylinder 2 in der Position
verbleibt. Die Druckmaschine kann mit ausgekoppeltem Druckwerk 1 in Betrieb gehen.
Zur Rückstellung des Druckwerks 1 wird erneut das Bedienerwerkzeug 28 eingeführt,
und die Aufhängung 39 des Hebels 16 wird in die gezeichnete Lage zurückgestellt, wodurch
über die Kniehebelmechanik 14 und das Kniehebelgelenk 17 auch der Pneumatikzylinder
19 in die gezeichnete Position rückgeführt wird, in der die schwenkbare Platte 21
an den Anschlag 23 anliegt. Wird nunmehr das Bedienerwerkzeug 28 entfernt, so zieht
oder drückt die Feder des Fixierbolzens 26 diesen wieder aus der Bohrung des Plattenzylinders
2 heraus, und über die Übersetzung 36 wird die Stellwelle 30 in eine Position gedreht,
in der der Riegel 24 die schwenkbare Platte 21 verriegelt und der Arm 29 wieder in
den Einführweg des Bedienerwerkzeugs 28 schwenkt. In dieser Position kann das Druckwerk
1 mit dem Plattenzylinder 2 wieder mit Hilfe des Pneumatikzylinders 19 zwischen den
ersten zwei Positionen geschaltet werden. Durch eine erneute Einführung des Bedienerwerkzeugs
28 wird die Entriegelung und Sicherung wieder in der oben beschriebenen Weise herbeigeführt,
da der Arm 29 wieder im Einführweg liegt und bei einer Einführung des Bedienerwerkzeugs
28 erneut die Selbstverriegelung betätigt.
[0034] Die Fig. 2 zeigt des weiteren Endschalter 31 und 35, durch welche die verschiedenen
Positionen der Mechanik erfaßt werden. Die Endschalter 31 und 35 dienen dazu, die
Druckmaschine erst dann wieder zur Inbetriebnahme freizugeben, wenn einer der Schaltvorgänge
abgeschlossen ist.
[0035] Die Fig. 3 zeigt eine vergrößerte Teilansicht, wobei es sich gegenüber Fig. 2 um
eine Seitenansicht von links handelt. Die Bezugszeichen zeigen wiederum identische
Teile zu den vorgenannten Figuren. Die Fig. 3 stellt einen Teil der beschriebenen
Mechanik in der dritten Position des Druckwerks 1 dar, wobei gerade ein Bedienerwerkzeug
28 eingeführt wird, um das Druckwerk 1 in die zweite Position zurückzustellen. In
der Fig. 3 ist die Wand 40 mit der Sicherungsklappe 27 zu sehen, welche die Einführöffnung
32 für das Bedienerwerkzeug 28 in den Positionen verschließt, in denen keine Verstellung
vorgenommen werden darf. Auf diese Weise wird gewährleistet, daß sich das Druckwerk
1 und das weitere Druckwerk 4 beim Ankoppeln des Druckwerks 1 in einer Position befinden,
in der die Passer übereinstimmen. Aus der Fig. 3 ist des weiteren ersichtlich, wie
die Achse 11 zentrisch und drehbar im Gehäuse 8 gelagert ist und die Exzenter 12 mit
den Koppeln 13 bei Drehung der Achse 11 zu einer Verstellung der Distanz des Plattenzylinders
2 zum Gummizylinder 3 führen.
[0036] Beschreibung der Schaltvorgänge anhand des dargestellten Ausführungsbeispiels: Zum
Trennen des Druckwerks 1 von der Druckmaschine drückt der Bediener auf einen Knopf,
wodurch eine Steuerung bewirkt, daß die Druckmaschine in die Stellung geht, in der
der Sicherungsbolzen 33 einführbar ist. Danach öffnet die Sicherungsklappe 27 und
der Bediener kann das Bedienerwerkzeug 28 einführen. Dabei drückt dieses den Arm 29
zurück, wodurch sich die Stellwelle um ca. 90° dreht. Dies hat zur Folge, daß der
Fixierbolzen 26 in den Plattenzylinder 2 eingeschoben wird und dieser in seiner Position
gesichert ist. Gleichzeitig schwenkt der Riegel 24 aus der Arretierposition heraus
und gibt die schwenkbare Platte 21 mit dem Pneumatikzylinder 19 frei. Jetzt greift
das Bedienerwerkzeug 28 in den Sechskant 38 ein und die Achse 11 kann in Uhrzeigerrichtung
gedreht werden, bis der Hebel 16 am Anschlag 25 anstößt. Durch die Drehung der Achse
11 wurden die Exzenter 12 über ihren Totpunkt hinaus verstellt und die Distanz zwischen
Plattenzylinder 2 und Gummizylinder 3 entspricht der abgekoppelten Position des Druckwerks
1. Dieses hat damit eine Schwenkung um die schwenkbare Anlenkung 6 vollzogen, durch
die die Antriebszahnräder des Druckwerks 1 nicht mehr im Eingriff mit dem Räderzug
der Antriebszahnräder der Druckmaschine sind. Die Stellung wird durch den Endschalter
35 erfaßt, wodurch die Druckmaschine nach dem Entfernen des Bedienerwerkzeugs 28 wieder
für den Betrieb freigegeben wird, jedoch erst, wenn die Sicherungsklappe 27 die Einführöffnung
32 verschlossen hat.
[0037] Das erneute Ineingriffbringen des Druckwerks 1 wird folgendermaßen durchgeführt:
Durch Knopfdruck wird eine Steuerung in Gang gesetzt, welche das weitere Druckwerk
4 in eine Position fährt, in der dessen Passer mit dem Passer des Druckwerks 1 übereinstimmt.
Erst danach öffnet die Sicherungsklappe 27, und das Bedienerwerkzeug 28 kann in die
Einführöffnung 32 gesteckt werden. Jetzt wird das Bedienerwerkzeug 28 entgegen dem
Uhrzeigersinn so lange gedreht, bis die schwenkbare Platte 21 an den Anschlag 23 anschlägt,
wobei die Kniehebelmechanik 14 mit dem Pneumatikzylinder 19 in die in Fig. 2 gezeichnete
Stellung gehen. Dies wird durch den Endschalter 35 erfaßt. Wird jetzt das Bedienerwerkzeug
28 entfernt, so wird der Fixierbolzen 26 durch die Federkraft aus dem Plattenzylinder
2 gezogen, da das Bedienerwerkzeug 28 den Weg zum Zurückschwenken des Arms 29 freigibt.
Gleichzeitig wird der Riegel 24 in eine Position geschwenkt, in der er die schwenkbare
Platte 21 arretiert. Das Druckwerk 1 befindet sich somit wieder in Eingriff. Nach
dem Entfernen des Bedienerwerkzeugs 28 schließt die Sicherungsklappe 27 wieder, und
die Maschine wird für den Betrieb freigegeben.
[0038] Die vorbeschriebene Ausführungsform ist selbstverständlich nur beispielhaft. Mechanik
und Pneumatikzylinder könnten auch derart ausgestaltet sein, daß durch die letzteren
alle drei Positionen eingestellt werden können. Es ist auch denkbar, einen anderen
Antrieb und eine andere Mechanik vorzusehen, die die Verbringung des Druckwerks 1
in die drei Positionen vornehmen.
Bezugszeichenliste
[0039]
- 1
- Druckwerk
- 2
- Plattenzylinder
- 3
- Gummizylinder
- 4
- weiteres Druckwerk
- 5
- Plattenzylinder des weiteren Druckwerks
- 6
- schwenkbare Anlenkung
- 7
- Druckzylinder
- 8
- Gehäuse (von 1)
- 9
- Maschinengehäuse (von 4)
- 10
- Feder
- 11
- Achse
- 12
- Exzenter
- 13
- Koppel
- 14
- Kniehebelmechanik
- 15
- am Gehäuse angelenkter Hebel
- 16
- am Exzenter angelenkter Hebel
- 17
- Kniehebelgelenk
- 18
- Anschlag
- 19
- Pneumatikzylinder
- 20
- Kolbenstange
- 21
- schwenkbare Platte
- 22
- Aufhängung der schwenkbaren Platte
- 23
- Anschlag
- 24
- Riegel
- 25
- Anschlag
- 26
- Fixierbolzen
- 27
- Sicherungsklappe
- 28
- Bedienerwerkzeug
- 29
- Arm
- 30
- Stellwelle
- 31
- Endschalter
- 32
- Einführöffnung
- 33
- Sicherungsbolzen
- 34
- Aufhängung des Hebels 15
- 35
- weiterer Endschalter
- 36
- Übersetzung
- 37
- Federelement
- 38
- Sechskant
- 39
- Aufhängung des Hebels 16
- 40
- Wand Druckwerksschaltung
1. Vorrichtung zur Schaltung eines Druckwerks (1, 4), wobei dieses mit seinem Plattenzylinder
(2, 5) in einer ersten Position an einen Gummizylinder (3) angestellt und in einer
zweiten Position von dem Gummizylinder (3) abgestellt ist und in eine dritte Position
verbringbar ist, in welcher es vom Antrieb abgekoppelt ist,
dadurch gekennzeichnet,
daß sich der Plattenzylinder (2) des an- und abschaltbaren Druckwerks (1) um eine
Achse (11) dreht, weiche zentrisch im Gehäuse (8) des Druckwerks (1) drehbar gelagert
ist, daß die Achse (11) im Bereich ihrer Enden Exzenter (12) aufweist und daß auf
den Exzentern (12) Koppeln (13) gelagert sind, welche mit dem Gummizylinder (3) in
Verbindung stehen, wobei die drei Positionen des Druckwerks (1) drei verschiedenen
Winkelstellungen der Exzenter (12) zugeordnet sind.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Druckwerk (1) an einem Maschinengehäuse (9), in welchem der Gummizylinder
(3) gelagert ist, mit einer oberhalb der Koppeln (13) angeordneten schwenkbaren Anlenkung
(6) befestigt ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Exzenter (12) mit der Achse (11) fest verbunden und mittels eines gemeinsamen
Antriebs verstellbar sind.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Verstellung der Exzenter (12) mittels einer Kniehebelmechanik (14) erfolgt.
5. Vorrichtung nach Anspruch 3 oder 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Antrieb ein Pneumatikzylinder (19) ist.
6. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 3 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Antrieb der An- und Abstellung des Plattenzylinders (2) dient und die Abkoppelung
des Druckwerks (1) mittels einer Handbetätigung vornehmbar ist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Pneumatikzylinder (10) am Gehäuse (8) des Druckwerks (1) schwenkbar angelenkt,
für die An- und Abschaltung arretiert ist und die Arretierung zur Vornahme der Handbetätigung
aufgehoben ist.
8. Vorrichtung nach Anspruch 6 oder 7,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Exzenter (12) mittels der Handbetätigung zur Abkopplung des Druckwerks (1)
über einen Totpunkt hinweg gestellt werden, bis die Kniehebelmechanik (14) gegen einen
Anschlag (25) stößt.
9. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 6 bis 8,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Handbetätigung nur in einer Position des Plattenzylinders (2) vornehmbar ist,
in der dieser gegen Verstellung gesichert ist.
10. Vorrichtung nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Sicherung des Plattenzylinders (2) in der Position zum Ab- und Ankoppeln des
Druckwerks (1) mittels eines in eine Bohrung des Plattenzylinders (2) einschiebbaren
Fixierbolzens (26) erfolgt.
11. Vorrichtung nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Druckmaschine auf Knopfdruck mittels einer Steuerung in die Position für das
Einschieben des Fixierbolzens (26) fährt und erst in dieser Position eine Sicherungsklappe
(27) für die Einführung eines Bedienerwerkzeugs (28) öffnet.
12. Vorrichtung nach Anspruch 11,
dadurch gekennzeichnet,
daß durch das Einführen des Bedienerwerkzeugs (28) das Einschieben des Fixierbolzens
(26) und die Aufhebung der Arretierung des Pneumatikzylinders (19) erfolgt.
13. Vorrichtung nach Anspruch 12,
dadurch gekennzeichnet,
daß ein Arm (29) einer Stellwelle (30) in den Einführweg des Bedienerwerkzeugs (28)
ragt und das Bedienerwerkzeug (28) durch das Einführen den Arm (29) wegschiebt, dadurch
die Stellwelle (30) dreht und diese über eine Übersetzung (36) den Fixierbolzen (26)
einschiebt sowie einen Riegel (24) aus seiner den Pneumatikzylinder (19) arretierenden
Position schwenkt.
14. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 12 bis 13,
dadurch gekennzeichnet,
daß durch eine Drehbewegung der Achse (11) mittels des Bedienerwerkzeugs (28) die
Exzenter (12) über den Totpunkt hinweg und zurück verstellbar sind.
15. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 14,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Beendigung einer Verstellung des Druckwerks (1) in eine der Positionen durch
Endschalter (31, 35) erfaßt ist und die Druckmaschine der für eine Inbetriebnahme
freigegeben ist.
16. Vorrichtung nach Anspruch 15,
dadurch gekennzeichnet,
daß nach Erreichen einer der durch das Bedienerwerkzeug (28) einstellbaren Positionen
und der Entfernung des Bedienerwerkzeugs (28) eine Sicherungsklappe (27) die Einführöffnung
(32) für das Bedienerwerkzeug (28) wieder verschließt.
17. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 13 bis 16,
dadurch gekennzeichnet,
daß ein an einer schwenkbaren Platte (21), mittels der der Pneumatikzylinder (19)
schwenkbar am Maschinengehäuse (9) angelenkt ist, befestigter Sicherungsbolzen (33)
bei aufgehobener Arretierung unter den Riegel (24) greift und dadurch die Stellwelle
(30) in ihrer Position zur Abkopplung des Druckwerks (1) hält.
18. Vorrichtung nach Anspruch 15,
dadurch gekennzeichnet,
daß für die Ankopplung des abgekoppelten Druckwerks (1) die Druckmaschine auf Knopfdruck
in die Position fährt, in der der Passer der übrigen Druckmaschine mit dem Passer
des anzukoppelnden Druckwerks (1) übereinstimmt und dann erst die Sicherungsklappe
(27) öffnet.
19. Vorrichtung nach Anspruch 18,
dadurch gekennzeichnet,
daß zur Ankopplung des Druckwerks (1) mittels des eingeführten Bedienerwerkzeugs (28)
die Exzenter (12) derart verstellbar sind, daß die Kniehebelmechanik (14) in eine
Lage geht, bei der der Pneumatikzylinder (19) unter Freigabe des Riegels (24) durch
den Sicherungsbolzen (33) in seine Arretierposition zurückgeschwenkt und gleichzeitig
das Druckwerk (1) an den Antrieb angekoppelt wird.
20. Vorrichtung nach Anspruch 19,
dadurch gekennzeichnet,
daß durch das Herausziehen des Bedienerwerkzeugs (28) der Arm (29) mit der Stellwelle
(30) über eine den Fixierbolzen (26) herausbewegende Feder wieder in den Einführweg
des Bedienerwerkzeugs (28) schwenkt und der Riegel (24) sich durch diese Drehung der
Stellwelle (30) wieder in seine Arretierposition begibt.
21. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 2 bis 20,
dadurch gekennzeichnet,
daß eine Feder (10) das Wegschwenken des Druckwerks (1) unterstützt.
1. Device for controlling a printing unit (1, 4), in which case this printing unit (1,
4) is set with its plate cylinder (2, 5) in a first position against a blanket cylinder
(3) and is moved away from the blanket cylinder (3) in a second position, and can
be put into a third position in which it is decoupled from the drive, characterized
in that the plate cylinder (2) of the engageable and disengageable printing unit (1)
rotates about a spindle (11) which is mounted so as to rotate centrally in the housing
(8) of the printing unit (1), in that the spindle (11) has eccentrics (12) in the
region of its ends, and in that couplers (13) are mounted on the eccentrics (12) and
are connected to the blanket cylinder (3), the three positions of the printing unit
(1) being allocated to three different angular positions of the eccentrics (12).
2. Device according to Claim 1, characterized in that the printing unit (1) is fastened
to a machine housing (9), in which the blanket cylinder (3) is mounted, by an articulation
(6) pivotably arranged above the couplers (13).
3. Device according to Claim 1 or 2, characterized in that the eccentrics (12) are firmly
connected to the spindle (11) and can be shifted by means of a common drive.
4. Device according to Claim 3, characterized in that the eccentrics (12) are shifted
by means of a toggle-lever mechanism (14).
5. Device according to Claim 3 or 4, characterized in that the drive is a pneumatic cylinder
(19).
6. Device according to one or more of Claims 3 to 5, characterized in that the drive
serves to set the plate cylinder (2) in position and move it away, and the decoupling
of the printing unit (1) can be carried out by means of manual actuation.
7. Device according to Claim 6, characterized in that the pneumatic cylinder (10) is
pivotably linked to the housing (8) of the printing unit (1) and is arrested for the
engagement and disengagement, and the arresting is neutralized before the manual actuation
is carried out.
8. Device according to Claim 6 or 7, characterized in that the eccentrics (12), in order
to decouple the printing unit (1), are shifted beyond a dead centre by means of the
manual actuation until the toggle-lever mechanism (14) runs against a stop (25).
9. Device according to one or more of Claims 6 to 8, characterized in that the manual
actuation can be carried out only in one position of the plate cylinder (2), in which
position the latter is secured against shifting.
10. Device according to Claim 9, characterized in that the securing of the plate cylinder
(2) in the position for decoupling and coupling the printing unit (1) is effected
by means of a fixing pin (26) which can be pushed into a bore in the plate cylinder
(2).
11. Device according to Claim 10, characterized in that, by means of a control system,
the printing machine, as a result of a button being pressed, moves into the position
for the pushing-in of the fixing pin (26), and only in this position does a safety
flap (27) for the insertion of an operator's tool (28) open.
12. Device according to Claim 11, characterized in that the fixing pin (26) is pushed
in and the arresting of the pneumatic cylinder (19) is neutralized by the insertion
of the operator's tool (28).
13. Device according to Claim 12, characterized in that an arm (29) of an adjusting shaft
(30) projects into the insertion path of the operator's tool (28), and the operator's
tool (28) pushes away the arm (29) by being inserted, turns the adjusting shaft (30)
as a result, and the latter pushes in the fixing pin (26) via a transmission gear
(36) and also pivots a latch (24) out of its position arresting the pneumatic cylinder
(19).
14. Device according to one or more of Claims 12 to 13, characterized in that the eccentrics
(12) can be shifted beyond the dead centre and back by a rotary movement of the spindle
(11) by means of the operator's tool (28).
15. Device according to one or more of Claims 1 to 14, characterized in that the completion
of a shift of the printing unit (1) into one of the positions is detected by limit
switches (31, 35) and the printing machine is released for start-up.
16. Device according to Claim 15, characterized in that, after one of the positions which
can be set by the operator's tool (28) is reached and the operator's tool (28) is
removed, a safety flap (27) again closes the insertion opening (32) for the operator's
tool (28).
17. Device according to one or more of Claims 13 to 16, characterized in that a locking
pin (33) fastened to a pivotable plate (21), by means of which the pneumatic cylinder
(19) is pivotably linked to the housing (8), reaches under the latch (24) when the
arresting is neutralized and thereby holds the adjusting shaft (30) in its position
for the decoupling of the printing unit (1).
18. Device according to Claim 15, characterized in that, for the coupling of the decoupled
printing unit (1), the printing machine, as a result of a button being pressed, moves
into the position in which the register of the other printing machine coincides with
the register of the coupling printing unit (1) and only then does the safety flap
(27) open.
19. Device according to Claim 18, characterized in that, to couple the printing unit (1)
by means of the inserted operator's tool (28), the eccentrics (12) are shifted in
such a way that the toggle-lever mechanism (14) moves into a position in which the
pneumatic cylinder (19), while the latch (24) is released by the locking pin (33),
is swung back into its arresting position and at the same time the printing unit (1)
is coupled to the drive.
20. Device according to Claim 19, characterized in that, by the removal of the operator's
tool (28), the arm (29) with the adjusting shaft (30) pivots back into the insertion
path of the operator's tool (28) via a spring which moves out the fixing pin (26),
and the latch (24) goes back into its arresting position due to this rotation of the
adjusting shaft (30).
21. Device according to one or more of Claims 2 to 20, characterized in that a spring
(10) helps the printing unit (1) to swing out of the way.
1. Dispositif de modification de l'état d'un groupe d'impression (1, 4), le cylindre
porte-plaque (2, 5) de ce dernier pouvant être mis à une première position de service
contre un cylindre de blanchet (3) et à une deuxième position à laquelle il est à
l'écart du cylindre de blanchet (3) et le groupe d'impression pouvant être mis à une
troisième position à laquelle il est désaccouplé de la commande,
caractérisé
en ce que le cylindre porte-plaque (2) du groupe d'impression (1) pouvant être mis
en position de service et hors service tourne autour d'un axe (11) qui est monté centralement
rotatif dans le bâti (8) du groupe d'impression (1), en ce que l'axe (11) comporte
dans la zone de ses extrémités des excentriques (12) et en ce que des bielles (13)
qui sont montées sur les excentriques (12) sont reliées au cylindre de blanchet (3),
les trois positions du groupe d'impression (1) étant associées à trois positions angulaires
différentes des excentriques (12).
2. Dispositif selon la revendication 1,
caractérisé
en ce que le groupe d'impression (1) est monté dans un bâti (9) de la machine, dans
lequel le cylindre de blanchet (3) est situé, au moyen d'une articulation (6) de pivotement
qui est disposée au-dessus des bielles (13).
3. Dispositif selon la revendication 1 ou 2,
caractérisé
en ce que les excentriques (12) sont assujettis à l'axe (11) et leur position est
réglable au moyen d'une commande commune.
4. Dispositif selon la revendication 3,
caractérisé
en ce que le réglage de la position des excentriques (12) s'effectue au moyen d'un
mécanisme à levier à genouillère (14).
5. Dispositif selon la revendication 3 ou 4,
caractérisé
en ce que la commande est un vérin pneumatique (19).
6. Dispositif selon l'une ou plusieurs des revendications 3 à 5,
caractérisé
en ce que la commande sert à la mise en position de service et hors service du cylindre
porte-plaque (2) et le désaccouplement du groupe d'impression (1) peut être effectué
par une manoeuvre manuelle.
7. Dispositif selon la revendication 6,
caractérisé
en ce que le vérin pneumatique (10) est articulé sur le bâti (8) du groupe d'impression
(1) de manière à être orientable, il est bloqué pour les opérations de mise en service
et hors service et le blocage est supprimé pour permettre de procéder à la manoeuvre
manuelle.
8. Dispositif selon la revendication 6 ou 7,
caractérisé
en ce que les excentriques (12) sont placés par la manoeuvre manuelle au-delà d'un
point mort, après qu'elles ont passé par celui-ci, pour le désaccouplement du groupe
d'impression (1) jusqu'à ce que le mécanisme à levier à genouillère (14) parvienne
contre une butée (25).
9. Dispositif selon l'une ou plusieurs des revendications 6 à 8,
caractérisé
en ce qu'il n'est possible de procéder à la manoeuvre manuelle qu'à une position du
cylindre porte-plaque (2) à laquelle celui-ci est bloqué de manière à être indéplaçable.
10. Dispositif selon la revendication 9,
caractérisé
en ce que le blocage du cylindre porte-plaque (2) à la position de désaccouplement
et d'accouplement du groupe d'impression (1) s'effectue au moyen d'une tige de fixation
(26) pouvant être introduite dans un trou du cylindre porte-plaque (2).
11. Dispositif selon la revendication 10,
caractérisé
en ce que la machine à imprimer s'avance au moyen d'une commande à la suite de la
pression sur un bouton pour se mettre à la position d'introduction de la tige de fixation
(26) et ce n'est qu'à cette position qu'un cache de sécurité (27) s'ouvre pour l'introduction
d'un outil de manoeuvre (28).
12. Dispositif selon la revendication 11,
caractérisé
en ce que l'introduction de l'outil de manoeuvre (28) provoque l'introduction de la
tige de fixation (26) et la suppression du blocage du vérin pneumatique (19).
13. Dispositif selon la revendication 12,
caractérisé
en ce qu'un bras (29) d'un arbre de commande (30) pénètre dans la voie d'introduction
de l'outil de manoeuvre (28) et l'outil de manoeuvre (28) écarte le bras par l'introduction
et ainsi fait tourner l'arbre de commande (30) et celui-ci introduit la tige de fixation
(26) au moyen d'une transmission (36) et fait pivoter un verrou (24) pour l'extraire
de sa position de blocage du vérin pneumatique (19).
14. Dispositif selon l'une ou plusieurs des revendications 12 à 13,
caractérisé
en ce qu'un mouvement de rotation de l'axe (11), qui est produit par l'outil de manoeuvre
(28), permet de déplacer les excentriques (12) au-delà du point mort, après les avoir
fait passer par celui-ci, et dans le sens inverse.
15. Dispositif selon l'une ou plusieurs des revendications 1 à 14,
caractérisé
en ce que l'achèvement d'un déplacement du groupe d'impression (1) le mettant à l'une
des positions est détecté par un interrupteur de fin de course (31, 35) et la machine
à imprimer est libérée à celle de la mise en marche.
16. Dispositif selon la revendication 15,
caractérisé
en ce qu'après que l'une des positions réglables par l'outil de manoeuvre (28) a été
atteinte et après enlèvement de l'outil de manoeuvre (28), un cache de sécurité (27)
referme le trou (32) d'introduction de l'outil de manoeuvre (28).
17. Dispositif selon l'une ou plusieurs des revendications 13 à 16,
caractérisé
en ce qu'une tige de blocage (33) fixée à une plaque pivotante (24), au moyen de laquelle
le vérin pneumatique (19) est articulé sur le bâti de la machine (9) de manière à
être orientable, s'insère sous le verrou (24) lorsque le blocage est supprimé et tient
ainsi l'arbre de commande (30) à sa position de désaccouplement du groupe d'impression
(1).
18. Dispositif selon la revendication 15,
caractérisé
en ce que, pour l'accouplement du groupe d'impression désaccouplé (1), la machine
à imprimer s'avance, à la suite d'une poussée sur un bouton, pour se mettre à la position
à laquelle le repère du reste de la machine à imprimer coïncide avec le repère du
groupe d'impression à accoupler (1) et ensuite seulement le cache de sécurité (27)
s'ouvre.
19. Dispositif selon la revendication 18,
caractérisé
en ce que, pour l'accouplement du groupe d'impression (1), les excentriques (12) sont
déplaçables au moyen de l'outil de manoeuvre introduit (28) de manière que le mécanisme
à levier à genouillère (14) aille à une position à laquelle le vérin pneumatique (19)
revient par pivotement à sa position de blocage sous l'effet de la libération du verrou
(24) par la tige de blocage (33) et simultanément le groupe d'impression (1) est accouplé
à la commande.
20. Dispositif selon la revendication 19,
caractérisé
en ce que l'extraction de l'outil de manoeuvre (28) fait pivoter le bras (29), conjointement
avec l'arbre de commande (30), au moyen d'un ressort déplaçant vers l'extérieur la
tige de fixation (26), pour le remettre dans la voie d'introduction de l'outil de
manoeuvre (28) et cette rotation de l'arbre de commande (30) remet le verrou (24)
à sa position de blocage.
21. Dispositif selon l'une ou plusieurs des revendications 2 à 20,
caractérisé
en ce qu'un ressort (10) favorise l'éloignement par pivotement du groupe d'impression
(1).