[0001] Die Erfindung betrifft eine Drehtüranlage mit einer zwischen zylindersegmentförmigen
Begrenzungswänden, die auf einander gegenüberliegenden Seiten je einen Durchgangsbereich
haben, aufgenommenen und um eine vertikale Achse drehbaren mehrflügeligen Drehtür,
deren Flügel bis an die Begrenzungswände heranreichen und von denen wenigstens ein
Flügel aus einer Grundstellung, in der die Flügel sich unter vorzugsweise gleichen
Winkelabständen von der Drehachse forterstrecken, in eine den unbehinderten Personendurchgang
ermöglichende Öffnungslage bewegbar ist.
[0002] Eine Drehtüranlage dieser Art ist bereits aus der EP-0 606 193 A1 vorbekannt. Bei
dieser Drehtüranlage sind die Flügel einer mehrflügeligen Drehtür, die ihrerseits
mittels eines Antriebsmotors um eine Achse drehend antreibbar ist, um im Bereich der
bis an zylindersegmentförmige Begrenzungswände reichenden Flügelenden angeordnete
vertikale Anlenkachsen aus einer Grundstellung, die einen kontrollierten Personendurchgang
ermöglicht, in einen breiten Durchgang freigebende Öffnungslagen und aus letzteren
wieder in ihre Grundstellungen zurückverschwenkbar. Das Verschwenken der Flügel in
ihre Öffnungslagen und zurück kann dabei von Hand oder auch mittels den Flügeln zugeordneter
Antriebe motorisch erfolgen. Der Drehtürantrieb ist dabei so gesteuert, daß zum Beispiel
bei vierflügeligen Drehtüren die Flügel mit ihren von der Drehtür-Drehachse entfernten
Enden bei Stillstand der Drehtür jeweils in der Nähe der die Begrenzungswände durchbrechenden
Durchgangsbereiche stehen.
[0003] Derartige Drehtüren mit aus ihren Grundstellungen in Öffnungslagen abklappbaren Türflügeln
ermöglichen das Eröffnen breiter Durchgänge. Dies soll bei Ladeneingängen im Sommer,
bei großem Besucherandrang oder auch zum Durchschieben größerer Warenposten nützlich
sein. Derartig breiten Durchgängen kommt aber auch als Fluchtweg Bedeutung zu.
[0004] Bei der vorbekannten Drehtür sind die verschwenkbar angelenkten Flügel entweder von
Hand oder elektromotorisch in ihre Öffnungslagen und aus letzteren zurück in ihre
Grundstellungen betätigbar. Die Handbetätigung ist zeitaufwendig und jedenfalls für
das schnelle Eröffnen von Fluchtwegen nicht geeignet. Die elektromotorische Betätigung
hilft zwar dem Mangel der Handbetätigung ab, erscheint aber unbefriedigend insofern,
als bei Stromausfall das Eröffnen eines Fluchtweges nicht mehr oder wiederum nur manuell
mit den oben angegebenen Unzulänglichkeiten möglich ist.
[0005] Durch die Erfindung soll daher eine im Hinblick auf das Eröffnen von Fluchtwegen
verbesserte Drehtüranlage geschaffen werden.
[0006] Gelöst ist diese Aufgabe dadurch, daß bei der Drehtüranlage nach dem Oberbegriff
des Patentanspruchs 1 ein Antrieb wenigstens einen Drehtür-Flügel jeweils in seiner
Grundstellung permanent mit einem in Richtung seiner Öffnungslage wirkenden Kraft
beaufschlagt und daß der genannte Flügel in seiner Grundstellung mittels einer in
Abhängigkeit vom Eintreten eines vorherbestimmten Ereignisses, wie Stromausfall oder
Stromabschaltung, lösbaren Arretierung gehalten ist.
[0007] Im Gegensatz zum Stande der Technik handelt es sich bei der Erfindung um eine Drehtüranlage
mit wenigstens einem beim Eintritt eines auslösenden Ereignisses selbsttätig in eine
Öffnungslage gelangenden und damit einen ungehinderten Durchgang, insbesondere einen
Fluchtweg freigebenden Flügel. Dieser selbsttätigen Freigabe des Fluchtweges kommt
insofern erhebliche Bedeutung zu, als auch bei Störfällen mit einhergehendem Stromausfall
die sichere und schnelle Freigabe eines als Fluchtweg benötigten, oder auch für andere
Zwecke brauchbaren breiten Durchganges sichergestellt ist.
[0008] Nach Anspruch 2 ist die Drehtüranlage mit Drehtürflügeln versehen, die im Falle des
Eintritts des vorherbestimmbaren Ereignisses schiebetürenartig radial nach außen in
die den Fluchtweg freigebende Öffnungslage selbsttätig verfahren.
[0009] Bei einer Ausgestaltung der Lösung nach Anspruch 3 ist die Drehtüranlage mit wenigstens
einem Drehtür-Flügel versehen, der im Bedarfsfalle um eine vertikale Anlenkachse des
Drehtür-Flügels selbsttätig in die Öffnungslage verschwenkt.
[0010] Wenn der ungehinderte Durchgang bzw. Fluchtweg nicht mehr benötigt wird, kann das
Rückstellen des in seine Öffnungslage abgeklappten Flügels in seine Grundstellung
mittels eines dem Flügel zugeordneten Rückstellantriebes gegen die Wirkung des das
selbsttätige Abklappen in die Öffnungslage vermittelnden Schwenkantriebs in bekannter
Weise erfolgen.
[0011] Gemäß einer Weiterbildung der Erfindung besitzt der Schwenkantrieb ein beim Betätigen
des zugeordneten Flügels aus seiner Öffnungslage in seine Grundstellung vorspannbares
Federmittel. Bei diesem Federmittel kann es sich um eine vorspannbare Torsionsfeder,
aber auch um eine Gasdruckfeder handeln. Insbesondere kann als Schwenkantrieb zum
selbsttätigen Abklappen des verschwenkbaren Flügels in seine Öffnungslage auch ein
umgekehrt wirkender Türschließer dienen.
[0012] Eine andere Weiterbildung der Erfindung sieht vor, daß die lösbare Arretierung zum
Halten des verschwenkbaren Flügels in dessen Grundstellung einen bei Stromausfall
bzw. Stromabschaltung inaktiv werdenden elektrischen Haltemagneten besitzt. Der verschwenkbare
Flügel kann kraftschlüssig mittels Magnetkraft in seiner Grundstellung gehalten sein,
oder auch mittels eines gegen die Wirkung einer rückstellenden Federkraft formschlüssig
wirkenden und durch Magnetkraft in seiner Verriegelungsstellung gehaltenen Sperrmittels
in seiner Grundstellung arretiert sein.
[0013] Eine andere Weiterbildung der Erfindung sieht vor, daß die Anlenkachse des zwischen
einer Grundstellung und einer Öffnungslage verschwenkbaren Flügels im Bereich des
von der Drehachse der Drehtür entfernten Flügelendes angeordnet ist, so daß der genannte
Flügel beim Eintritt eines auslösenden Ereignisses mit seinem zur Drehachse der Drehtür
hinweisenden Flügelende in eine einen breiten Durchgang freigebende Öffnungslage verschwenkt.
[0014] Alternativ zu der vorgenannten Weiterbildung sieht eine abermalige Weiterbildung
vor, daß die Anlenkachse des zwischen einer Grundstellung und einer Öffnungslage verschwenkbaren
Flügels im Bereich des der Drehachse der Drehtür benachbarten Flügelendes angeordnet
ist. Bei dieser Weiterbildung klappt der verschwenkbare Flügel in Abhängigkeit von
einem auslösenden Ereignis mit seinem zu den Begrenzungswänden hinweisenden Flügelende
in eine Öffnungslage.
[0015] Eine abermalige Weiterbildung sieht vor, daß der um eine im Bereich des zu den Begrenzungswänden
hinweisenden oder der Drehachse der Drehtür benachbarten Flügelendes angeordnete Anlenkachse
zwischen einer Grundstellung und einer Öffnungslage verschwenkbare Flügel aus wenigstens
zwei in der Art einer Falttür aneinanderklappbaren Flügelsegmenten besteht, die in
der Grundstellung des Flügels mittels einer beim Verschwenken des Flügels lösbaren
Sperre gehalten und mit einem permanent in Richtung ihrer Zusammenklapplage wirkenden
Drehmoment eines Klappantriebs beaufschlagt sind.
[0016] Bei dieser Weiterbildung klappen beim Betätigen des verschwenkbaren Flügels in seine
Öffnungslage die Flügelsegmente selbsttätig aneinander, und zwar im Falle der Anlenkung
des verschwenkbaren Flügels mittels einer der Drehachse der Drehtür benachbarten Anlenkachse
im Bereich der Drehtür-Drehachse, hingegen im Falle der Flügelanlenkung im Bereich
des den Begrenzungswänden zugewandten Flügelendes beabstandet von der Drehtür-Drehachse.
[0017] Anstelle nur eines verschwenkbaren Flügels können im Interesse der Freigabe eines
besonders breiten Durchganges aber auch alle Flügel der Drehtür um jeweils eine vertikal
verlaufende Anlenkachse aus ihren Grundstellungen in Öffnungslagen verschwenkbar sein.
[0018] Eine nochmalige Weiterbildung der Erfindung sieht vor, daß an dem von der vertikalen
Anlenkachse entfernten Flügelende wenigstens eines verschwenkbaren Flügels ein an
letzteren anklappbarer Flügel angelenkt ist, der in der Grundstellung mittels einer
beim Verschwenken des erstgenannten Flügels in seine Öffnungslage lösbaren Sperre
gehalten und mit einem in Richtung seiner Anklapplage permanent wirkenden Drehmoment
eines Klappantriebs beaufschlagt ist.
[0019] Bei dieser Weiterbildung klappt in Abhängigkeit von einem auslösenden Ereignis der
an den verschwenkbaren Flügel angelenkte Flügel selbsttätig an den erstgenannten Flügel
an, so daß wiederum ein breiter und als Fluchtweg nutzbarer Durchgang auftritt. Insbesonderer
ist dies der Fall, wenn zwei in der Grundstellung einander diagonal gegenüberstehende
Flügel jeweils um im Bereich ihrer zu den Begrenzungswänden hinweisenden Flügelenden
angeordnete Anlenkachsen verschwenkbar und jeweils an deren anderen Flügelenden die
anklappbaren Flügel angelenkt ist.
[0020] Eine abermalige Weiterbildung der Erfindung ist durch einen von einem etwaig vorhandenen
motorischen Drehtürantrieb unabhängigen Endlagenantrieb zum Betätigen der Drehtür
in eine vorbestimmte Stillstandsposition gekennzeichnet. Ein derartiger Endlagenantrieb
stellt sicher, daß die Drehtür immer in einer bestimmten Drehstellung in Bezug auf
die seitlichen Begrenzungswände bzw. deren Durchgangsbereiche zum Stillstand kommt.
[0021] Als besonders vorteilhaft hat sich dabei erwiesen, wenn der Endlagenantrieb eine
mit der Drehachse der Drehtür wirkverbundene Kurvenscheibe mit vorherbestimmten Stillstandspositionen
der Drehtür zugeordneten Rastpunkten und zwischen letzteren vorspringenden Kurvenabschnitten
sowie einen durch Federkraft radial an die Kurvenscheibe angedrückten Mitläufer aufweist,
der in Umfangsrichtung fest angeordnet ist. Bei einer derartigen Ausbildung des Endlagenantriebs
ist sichergestellt, daß die Drehtür aus jeder Drehstellung entweder in Drehrichtung
in die nächstfolgende Stillstandsposition weitergeschaltet oder aber der Drehrichtung
entgegen in die vorhergehende Stillstandsposition zurückgedreht wird.
[0022] Gemäß einer abermaligen Weiterbildung der Erfindung verschwenken beim Eintritt eines
vorherbestimmten Ereignisses, wie Stromausfall oder Stromabschaltung, die verschwenkbar
an der Drehtür angelenkten Flügel im selben Drehsinne aus ihren Grundstellungen in
ihre Öffnungslagen abklappen. Dies ermöglicht einen besonders einfachen Aufbau der
das selbsttätige Verschwenken vermittelnden Schwenkantriebe.
[0023] Die Schwenkantriebe können aber auch, nach einer anderen Weiterbildung der Erfindung,
so ausgelegt sein, daß beim Eintritt eines vorherbestimmten Ereignisses, wie Stromausfall
oder Stromabschaltung, die verschwenkbar an der Drehtür angelenkten Flügel nach derselben
Durchgangsrichtung aus ihren Grundstellungen in ihre Öffnungslagen abklappen.
[0024] In weiterer Ausgestaltung wird selbsttätig der jeweils den freien Durchgang momentan
behindernde Drehtürflügel erkannt. Für den Fall, daß ein vorherbestimmbares Ereignis
eintritt, wird ausschließlich dieser Flügel im Laufe des weiteren Betriebes selbsttätig
abgeklappt, so daß ein freier Durchgang entsteht. Hierdurch ist sichergestellt, daß
allein der oder die den freien Durchgang behindernden Drehtürflügel abgeklappt werden,
während die nicht störenden Drehtürflügel unverändert bleiben. Der sensorische und
motorische Aufwand dieser Lösung ist entsprechend reduziert.
[0025] Bei einer Weiterbildung dieser Ausgestaltung ist die Drehtür im Falle eines derartigen
Ereignisses zunächst frei beweglich, bis eine gewünschte Sicherheitslage erreicht
ist. In dieser Sicherheitslage kann die Drehtür verrastet werden. Hierdurch muß die
Drehtür nicht motorisch in eine definierte Lage gebracht werden. Dieses Merkmal entspricht
den Anforderungen an passive Sicherheitssysteme in idealer Weise, da nach dem Eintritt
eines definierten Ereignisses keine weiteren motorischen Eingriffe erforderlich sind,
um einen unbedenklichen Zustand herzustellen.
[0026] In abermaliger Weiterbildung ist die Drehtüranlage so ausgestattet, daß die Drehtür
in der verrasteten Sicherheitslage gegen deren Drehrichtung beweglich ist. Dies ist
vorteilhaft, weil in einem zwischen den Begrenzungswänden und den angrenzenden Drehtürflügeln
gebildeten geschlossenen Raum befindliche Personen die Drehtüranlage auch nach Verrastung
in der Sicherheitslage soweit manuell öffnen können, daß sie diesen Raum verlassen
können.
[0027] Eine nach Anspruch 12 ausgebildete Drehtüranlage genügt den zuletzt genannten Sicherheitsanforderungen,
nämlich der Erkennung und Freigabe des oder der jeweils störenden Drehtürflügel allein
mittels einer robusten Schleifringversorgung der Haltemagnete. Eine weitergehende
Sensorik oder Motorik wird nicht benötigt. Bestehende Anlagen können mit geringem
Mehraufwand nachgerüstet werden.
[0028] Für den Fall, daß zu den vorherbestimmbaren Ereignissen auch Stromausfälle gehören
oder gehören sollen, ist es ratsam, eine unterbrechungsfreie Spannungsversorgung gemäß
Anspruch 13 vorzusehen.
[0029] Anhand der beigefügten Zeichnung sollen nachstehend einige Ausführungsbeispiele der
erfindungsgemäßen Drehtüranlage erläutert werden. In schematischen Ansichten zeigen:
- Fig. 1
- eine Draufsicht auf eine Drehtüranlage mit einer vierflügeligen Drehtür bei Weglassung
einer oberen Drehtür-Rotorplatte und in Grundstellung stehenden Türflügeln,
- Fig. 2
- die Drehtüranlage in einer Ansicht wie in Fig. 1, jedoch mit in ihre Öffnungslagen
verschwenkten und einen breiten, als Fluchtweg geeigneten Durchgang freigebenden Türflügeln,
- Fig. 3
- einen Vertikalschnitt durch die Drehtüranlage mit in ihren Grundstellungen stehenden
Türflügeln bei einem etwa in der Ebene von zwei miteinander fluchtenden Flügeln verlaufenden
Schnitt,
- Fig. 4
- in einer Draufsicht wie in den Fig. 1 und 2 eine Drehtüranlage, bei der die in Ihre
Öffnungslagen verschwenkten Türflügel jeweils aus zwei aneinander angelenkten und
in der Art von Falttüren aneinander klappbaren Flügelsegmenten bestehen,
- Fig. 5
- in einer Ansicht wie in Fig. 4 eine Drehtüranlage, bei der die Drehtür-Flügel jeweils
aus vier aneinander klappbaren Flügelsegmenten bestehen,
- Fig. 6
- in einer Ansicht wie in Fig. 4 ebenfalls eine Drehtüranlage mit einer vier Flügel
aus jeweils vier aneinander klappbaren Flügelsegmenten aufweisenden Drehtür, wobei
die Flügel jedoch um je eine der Türdrehachse benachbarte Anlenkachse verschwenkbar
sind,
- Fig. 7
- in einer Ansicht wie in den Fig. 4 bis 6 eine Drehtüranlage mit einer vierflügeligen
Drehtür, bei der jeweils zwei einander gegenüberliegende Flügel um im Bereich ihrer
zu den seitlichen Begrenzungswänden hinweisenden Flügelenden angeordnete Anlenkachsen
zwischen ihren Grundstellungen und ihren Öffnungslagen verschwenkbar sowie an den
jeweils anderen Enden dieser Flügel ein anderer Flügel falttürartig anklappbar angelenkt
sind,
- Fig. 8
- in einer Draufsicht analog Fig. 1 einen mechanischen Endlagenantrieb für eine vierflügelige
Drehtür,
- Fig. 9
- in einer Draufsicht analog zu Fig. 1 eine dreiflügelige Drehtür in normaler Betriebsstellung
und in einer Sicherheitslage (gestrichelt),
- Fig. 10
- in einer Draufsicht analog zu Fig. 1 eine vierflügelige Drehtür mit Schiebe-Drehtürflügeln
in Grundstellung und
- Fig. 11
- eine Drehtür analog zu Fig. 10 in Öffnungsstellung.
[0030] Bei der in den Fig. 1 bis 3 schematisch veranschaulichten Drehtüranlage 10, die auf
einem in Fig. 3 nur angedeuteten Fundament steht, ist eine vierflügelige Drehtür 11
zwischen einander diametral gegenüberstehenden zylindersegmentförmigen Begrenzungswänden
12 mit ebenfalls einander gegenüberliegenden Durchgangsbereichen 13 um eine vertikale
Achse 14 drehbar aufgenommen. Die Drehtür 11 umfaßt eine in bekannter und hier im
einzelnen nicht interessierender Weise gelagerte sowie mittels eines in der Zeichnung
nur angedeuteten Elektromotors 15 antreibbare obere Rotorscheibe 16. An der Rotorscheibe
16 sind vier Drehtür-Flügel 17, die sich in der aus Fig. 1 ersichtlichen Grundstellung
von der Drehtür-Drehachse 14 radial forterstrecken, aufgehängt und um im Bereich ihrer
zu den Begrenzungswänden 12 hinweisenden Flügelenden angeordnete vertikale Anlenkachsen
18 aus ihren Grundstellungen in zur Durchgangsrichtung gemäß Doppelpfeil 19 in Fig.
2 parallele Öffnungslagen verschwenkbar, wie dies Fig. 2 zeigt.
[0031] An jedem Drehtür-Flügel 17 ist ein Schwenkantrieb 20 in Form eines umgekehrt wirkenden
Türschließers angeordnet, dessen Antriebsgestänge 21 jeweils in einem Festpunkt 22
an der Rotorscheibe 16 angelenkt ist. Die Schwenkantriebe 20 sind in Richtung auf
die Drehtür-Drehachse 14 beabstandet von der Anlenkachse 18 des jeweiligen Türflügels
17 an diesem angebracht und beaufschlagen den jeweils zugeordneten Flügel permanent
mit einem in Richtung seiner Öffnungslage wirkenden Drehmoment. Ferner ist jedem Drehtür-Flügel
17 in der Nähe seines der Drehtür-Drehachse 14 benachbarten Flügelendes ein an der
Drehtür-Rotorscheibe angebrachter Haltemagnet 24 zugeordnet, der mit einer Magnetplatte
25 des jeweiligen Flügels 17 zusammenwirkt und diesen vermittels Magnetkraft in der
in Fig. 1 gezeigten Grundstellung arretiert.
[0032] Schließlich sind die aus ihren Grundstellungen in Öffnungslagen gemäß Fig. 2 verschwenkbaren
Drehtür-Flügel 17 mit auf ihre Anlenkachsen 18 wirkenden Rückstellantrieben 26 zum
Rückverschwenken aus ihren Öffnungslagen in ihre Grundstellungen wirkverbunden.
[0033] Die Drehtür-Flügel 17 bestehen jeweils aus einem umlaufenden Flügelrahmen 27 und
einer in diesen aufgenommenen Glasfüllung 28. Ferner haben die Flügel 17 jeweils auf
der von der Glasfüllung 28 abgewandten Seite ihres Flügelrahmens 27 angebrachte Bürstendichtungen
29, die einerseits bei in der Grundstellung stehenden Flügeln eine Abdichtung gegenüber
den Begrenzungswänden 11 und andererseits im Drehtürzentrum der Flügel 17 gegeneinander
vermitteln.
[0034] Im Normalbetrieb stehen bei Stillstand der Drehtür 11 deren sich von der Drehtür-Drehachse
14 radial forterstreckende Flügel 17 in der aus Fig. 1 ersichtlichen Stillstandsposition,
wobei die mit Bürstendichtungen 29 versehenen und den zylindersegmentartigen Begrenzungswänden
12 zugewandten Flügelenden jeweils in unmittelbarer Nähe der Durchgangsbereiche 13
stehen. Wenn eine durchgangsberechtigte Person einen der Durchgangsbereiche 13 zwischen
den Begrenzungswänden 12 überschreitet und damit in den Drehkreis der Drehtür 11 eintritt,
wird diese mittels ihres mit der Rotorscheibe 16 wirkverbundenen motorischen Antriebs
15 beispielsweise in Richtung des Pfeils 30 in Fig. 1 in Rotation versetzt. Die in
den Eingangsbereich eingetretene Person kann dann der Drehung der Drehtür 11 folgen
und nach dem Durchlaufen des von einer Begrenzungswand 12 begrenzten Bereichs die
Drehtüranlage 10 durch den der Zugangsseite gegenüberliegenden Durchgangsbereich 13
verlassen. Der Betrieb einer derartigen Drehtüranlage ist bekannt und bedarf daher
hier keiner weiteren Erörterung.
[0035] Beim Auftreten eines Störfalles, wie Stromausfall oder auch infolge Stromabschaltung,
wird die Halterung der Drehtür-Flügel 17 in der aus Fig. 1 ersichtlichen Grundstellung
aufgehoben, und zwar beim konkreten Ausführungsbeispiel infolge Wegfall der magnetischen
Haltekraft, und angesichts der permanenten Beaufschlagung der Flügel 17 mit in Richtung
ihrer Öffnungslagen wirkenden Drehmomenten verschwenken die Flügel 17 um ihre Anlenkachsen
18 in die aus Fig. 2 ersichtlichen Öffnungslagen und geben dann einen breiten Durchgang
frei, der im wesentlichen gleich der Breite der einander gegenüberliegenden Durchgangsbereiche
13 zwischen den beiden zylindersegmentartigen Begrenzungswänden 12 ist.
[0036] Die Drehtüranlage 10 ist auch mit einem Endlagenantrieb ausgerüstet, der beim Auftreten
eines vorherbestimmten und das Verschwenken der Drehtür-Flügel 17 aus ihren Grundstellungen
in ihre Öffnungslagen auslösenden Ereignis dergestalt wirksam wird, daß die Drehtür
11 immer in die aus Fig. 1 ersichtliche Stillstandslage weiterschaltet oder aber zurückbetätigt
wird, wenn das auslösende Ereignis nicht bei Stillstand der Drehtür 11 eintritt, sondern
während deren Drehbewegung beim Durchgang einer Person. Dieser Endlagenantrieb umfaßt
eine mit der Lagerachse der Rotorscheibe der Drehtür wirkverbundene Kurvenscheibe,
die entsprechend der Anzahl der Drehtür-Flügel vier Stillstands-Rastpunkte sowie dazwischen
radial vorspringende Kurvenscheibenabschnitte besitzt, und einen in Umfangsrichtung
fest angeordneten sowie mit Federkraft beaufschlagten Kurvenscheiben-Mitläufer, der
radial an die Kurvenscheibe angedrückt wird und dadurch das Fortschalten oder Zurückdrehen
der Drehtür bis zum nächsten oder vorhergehenden Rastpunkt der Kurvenscheibe vermittelt.
[0037] Mit jeder der Anlenkachsen 18 der zwischen ihren Grundstellungen gemäß Fig. 1 und
ihren Öffnungslagen gemäß Fig. 2 verschwenkbaren Drehtür-Flügel 17 ist ein Rückstellantrieb
26 in Form eines Elektromotors wirkverbunden. Dieser Rückstellantrieb 26 ermöglicht
nach Wegfall des das Verschwenken der Drehtür-Flügel 17 in ihre Öffnungslagen auslösenden
Ereignisses das Rückstellen der Drehtür-Flügel 17 in ihre Grundstellungen, in denen
diese bei Stromwiederkehr mittels der als Arretierungen wirkenden Haltemagnete 20
arretiert werden.
[0038] Bei der in Fig. 4 veranschaulichten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Drehtüranlage
sind die in gleicher Weise wie bei dem Ausführungsbeispiel nach den Fig. 1 bis 3 im
Bereich der zu den Begrenzungswänden 12 hinweisenden Enden der Flügel 40 um vertikale
Anlenkachsen an einer nicht dargestellten Rotorscheibe der Drehtür verschwenkbar aufgehängt,
sind aber falttürartig ausgebildet und bestehen jeweils aus zwei aneinander klappbaren
Flügelsegmenten 41, 42. In der nicht gezeigten Grundstellung stehen jeweils die beiden
aneinander angelenkten Flügelsegmente 41, 42 in einer Ebene und erstrecken sich dann
radial von der im Zentrum der Drehtüranlage verlaufenden Drehtür-Drehachse 14 radial
fort. Die Drehtür-Flügel 40 sind, wiederum in gleicher Weise wie bei der ersten Ausführungsform,
im Bereich ihrer an den zu den Begrenzungswänden 12 hinweisenden Flügelenden angeordneten
Anlenkachsen mit einem die äußeren Segmente 41 in Richtung ihrer Öffnungslagen permanent
beaufschlagenden Schwenkantrieb und einer beim Eintritt eines vorherbestimmten Ereignisses
lösbaren Arretierung ausgerüstet, ferner jeweils mit einer das abklappbare Flügelsegment
42 in der Grundstellung haltenden, jedoch beim Verschwenken des Flügels 40 in seine
Öffnungslage lösbaren Sperre und einem Klappantrieb, der das zur Drehtür-Drehachse
14 hinweisende Flügelsegment 42 mit einem in Richtung seiner Anklapplage an das andere
Flügelsegment 41 permanent wirkenden Drehmoment beaufschlagt.
[0039] Die Ausführungsform nach Fig. 5 unterscheidet sich von der Ausführungsform nach Fig.
4 nur dadurch, daß die verschwenkbaren Drehtür-Flügel 44 nicht aus zwei, sondern aus
vier aneinander angelenkten Flügelsegmenten bestehen, die in ihren Öffnungslagen in
gleicher Weise wie die Türsegmente bei der Ausführungsform nach Fig. 4 unter Freigabe
eines breiten Durchganges aneinander anklappbar sind.
[0040] Bei der Ausführungsform nach Fig. 6 bestehen die Drehtür-Flügel 46 ebenfalls jeweils
aus vier aneinander angelenkten Flügelsegmenten, wobei allerdings jeweils das Ende
des zur Drehtür-Drehachse 14 hinweisenden Flügelelementes um eine an einer nicht dargestellten
Rotorscheibe der Drehtür benachbart zu deren Drehachse angeordnete Anlenkachse verschwenkbar
angelenkt ist. In der in der Zeichnung veranschaulichten Betriebsstellung bilden die
in ihre Öffnungslagen verschwenkten und mit ihren Flügelsegmenten falttürartig aneinander
geklappten Drehtür-Flügel 46 eine im Zentrum der Drehtüranlage stehende Mittelsäule,
die den sich im übrigen über die gesamte Breite zwischen den Durchgangsbereichen 13
der zylindersegmentförmigen Begrenzungswände 12 reichenden Fluchtweg unterbricht.
[0041] Die Ausführungsform nach Fig. 7 unterscheidet sich von der Ausführungsform nach Fig.
4 dadurch, daß an Stelle einer Unterteilung der einzelnen Drehtür-Flügel in aneinander
klappbare Flügelsegmente jeweils zwei Flügel 48 im Bereich ihrer zu den Begrenzungswänden
12 hinweisenden Enden um vertikale Anlenkachsen verschwenkbar und an deren in der
Grundstellung zu der Drehtür-Drehachse 14 hinweisenden Flügelenden die beiden anderen
Drehtür-Flügel 49 angelenkt und in der Öffnungslage der Drehtür-Flügel an die erstgenannten
Flügel 48 anklappbar sind, wie dies Fig. 7 zeigt.
[0042] Der in Fig. 8 schematisch veranschaulichte Endlagenantrieb 50 besitzt eine über der
Rotorscheibe 16 (dargestellt in Fig. 3) angeordnete und mit der Drehtür-Drehachse
drehfest verbundene Kurvenscheibe 51 und einen mittels einer vorgespannten Feder 52
an die Kurvenscheibe angedrückten sowie in Umfangsrichtung fest angeordneten Mitläufer
53. In Übereinstimmung mit der Anzahl der Türflügel 17 weist die Kurvenscheibe vier
Rastpunkte 54 und jeweils zwischen diesen radial vorspringende Kurvenabschnitte 55
auf. Die Rastpunkte und der durch Federkraft an die Kurvenscheibe angedrückte Mitläufer
53 sind in Umfangsrichtung so angeordnet, daß in der aus Fig. 8 ersichtlichen Drehstellung
der Drehtür, in der die Flügelenden in der Nähe der Durchgangsbereiche 13 stehen,
der Mitläufer 53 in einem der Rastpunkte 54 aufgenommen ist.
[0043] Beim Drehen der Drehtür 11 etwa gemäß Pfeil 30 um ihre Drehachse verdrängen die Kurvenabschnitte
55 den in Umfangsrichtung fest angeordneten Mitläufer 53 unter Zusammendrückung der
vorgespannten Feder 52 radial nach außen. Angesichts der Andrückung des Mitläufers
53 an die Kurvenabschnitte 55 der Kurvenscheibe 51 wirkt dabei auf letztere eine radial
einwärts gerichtete Kraft, die eine Komponente in Richtung einer Tangente an den jeweiligen
Berührungspunkt und eine dazu senkrechte Komponente aufweist. Die in Richtung der
genannten Tangente wirkende Komponente der Andrückkraft erzeugt ein Drehmoment, das
eine Drehung der Kurvenscheibe in Richtung auf den dem jeweilgen Berührungspunkt des
Mitläufers 53 benachbarten Rastpunkt 54 und damit eine Drehung der Drehtür in die
aus Fig. 8 ersichtliche Stillstandsposition vermittelt. Der Endlagenantrieb stellt
somit sicher, daß die Drehtür aus jeder Drehstellung entweder in Drehrichtung in die
nächstfolgende Stillstandsposition weitergeschaltet oder aber der Drehrichtung entgegen
in die vorhergehende Stillstandsposition zurückgedreht wird.
[0044] Fig. 9 zeigt eine dreiflügelige Drehtür 11, wobei die Flügel 17 der Drehtür 11 um
ihre jeweilige Anlenkachse 18 verschwenkbar sind und die Drehtür 11 selbst um eine
vertikale Achse 14 drehbar ist.
[0045] An einer Seite der Drehtür 11, in der Regel der Außenseite, ist zusätzlich ein Nachtverschluß
60 angeordnet. Bei diesem Nachtverschluß 60 handelt es sich um bewegliche Wandteile
61, mit denen der freie Durchgang 13 verschließbar ist.
[0046] Jeder Flügel 17 der Drehtür 11 ist mit einem Haltemagneten 24 verbunden, der gemeinsam
mit einer Magnetplatte 25, die an der Drehtür-Rotorplatte 51 befestigt ist, eine lösbare
Arretierung 24, 25 für die Drehflügel 17 bildet.
[0047] Bei den Haltemagneten 24 handelt es sich um Elektromagneten, die über Schleifkontakte
62 gespeist werden, die mit entlang der Kreisbahn der bewegten Schleifkontakte 62
angeordneten Schleifringen 63, 64, 65 in elektrisch leitender Verbindung stehen. Ein
sogeannter Erdschleifring 63 liegt ständig an einem Massepotential. Die beiden anderen
Schleifringe 64, 65 sind im Normalbetrieb mit einer für den Haltemagneten 24 ausreichenden
Betriebsspannung versorgt, wobei ein Schleifring 64 eine Unterbrechung 66 aufweist
und zudem aus einer unterbrechungsfreien Spannungsquelle in nicht dargestellter Weise
gespeist wird.
[0048] Die Funktion dieser Drehtür 11 wird wie folgt beschrieben:
Im normalen Betriebszustand ist die lösbare Arretierung 24, 25 geschlossen, da die
Haltemagneten 24 aufgrund der Spannungsversorgung durch die Schleifringe 63, 64, 65
erregt sind. In diesem Betriebszustand liegen die beiden Schleifringe 64, 65 an Spannung.
[0049] Im Falle des Eintritts eines vorherbestimmbaren Ereignisses, beispielsweise eines
Notfalls oder eines Stromausfalls oder beides, wird der andere Schleifring 65 manuell
oder selbsttätig freigeschaltet. Der unterbrochene Schleifring 64 liegt weiterhin
aufgrund seiner unterbrechungsfreien Spannungsversorgung, beispielsweise mittels eines
entsprechenden Akkumulators, an Spannung. Die Drehtür 11 selbst ist in diesem Zustand
frei beweglich geschaltet, da alle etwaig angeschlossenen Stellantriebe abgeschaltet
sind.
[0050] Für den Fall, daß nach Eintritt des vorherbestimmbaren Ereignisses eine Person die
freibewegliche Drehtür 11 passiert, werden die Drehtür-Flügel 17 der Drehtür 11 manuell
um die vertikale Achse 14 der Drehtüranlage 10 gedreht. Hierbei wird notwendig auch
der im Augenblick den freien Durchgang dieser Person behindernde Drehtür-Flügel 17
solange verdreht bis dieser Drehtür-Flügel 17 den Bereich der Unterbrechung 66 des
Schleifringes 64 passiert und somit der Schleifkontakt 62 dieses Drehtür-Flügels 17
außer Eingriff des alleine spannungsführenden Schleifringes 64 gelangt. In diesem
Augenblick wird der Haltemagnet 24 dieses Drehtür-Flügels 17 abgeschaltet, da nicht
mehr die erforderliche Betriebsspannung an dem Haltemagneten 24 anliegt. Die Arretierung
24, 25 ist somit gelöst und dieser Drehtür-Flügel im weiteren nunmehr auch gegenüber
der Anlenkachse 18 dieses Drehtür-Flügels 17 frei verschwenkbar ist. Da auf jeden
Drehtür-Flügel 17 permanent eine in Drehrichtung wirksame Feder einwirkt, beispielsweise
in Form des bereits erwähnten umgekehrten Türschließers, wird der Drehtür-Flügel 17
im weiteren selbsttätig in die in Fig. 9 gestrichelt dargestellte Offenlage verschwenkt.
Dabei ist es unerheblich, daß der Schleifkontakt 62 dieses Drehtür-Flügels 17 im Laufe
dieser Schwenkbewegung wiederum mit dem spannungsführenden Schleifring 64 in Eingriff
gerät, da die Haltekraft des Haltemagneten 24 und die Größe der Unterbrechung 66 so
bemessen ist, daß ein etwaiges Zurückschwenken des in Rede stehenden Drehtür-Flügel
17 entgegen dem mittels der Feder aufgebrachten Drehmoment und entgegen der ebenfalls
in die Offenrichtung drehenden Person ausgeschlossen ist.
[0051] Sobald der Drehtür-Flügel 17 in der beschriebenen Weise verschwenkt ist, hat die
Drehtür 11 eine als Sicherheitslage beschriebene Endposition erreicht. In dieser Lage
ist ein nahezu ungehinderter Durchgang durch die Drehtüranlage 10 möglich. Die Drehtür
11 verrastet in dieser Sicherheitslage mittels der mit der Drehtür 11 fest verbundenen
Kurvenscheibe 51 wie zu Fig. 8 beschrieben.
[0052] In dieser Sicherheitslage kann zwischen der Begrenzungswand 12 und den angrenzenden
Drehtür-Flügeln 17 ein abgeschlossener Raum 67 gebildet sein. Für den Fall, daß beim
Verdrehen der Drehtür 11 in die Sicherheitslage eine oder mehrere Personen in diesem
abgeschlossenen Raum 67 eingeschlossen wurden, ist die Haltekraft der jeweiligen Haltemagneten
24 sowie der auf die Kurvenscheibe 51 einwirkenden Federkräfte so bemessen, daß die
fraglichen Drehtür-Flügel 17 entgegen diesen Kräften gegen die Drehrichtung soweit
verschwenkt werden können, daß ein Ausgang aus dem abgeschlossenen Raum 67 freigegeben
ist. Hierdurch ist ein weiterer Sicherheitsaspekt in Verbindung mit den in Rede stehenden
Drehtüranlagen 10 verwirklicht.
[0053] Nach Beendigung des den freien Durchgang durch die Drehtüranlage 10 erfordernden
Ereignisses kann die Drehtüranlage 10 in einfacher Weise wieder in ihren ursprünglichen
Betriebszustand versetzt werden. Hierzu muß lediglich der Schleifring 65 wieder spannungsversorgt
werden. Die Drehtür 11 selbst wird dadurch wieder eingerichtet, daß manuell oder mittels
eines entsprechenden Antriebes der um die Anlenkachse 18 abgeklappte Drehtür-Flügel
17 entgegen der Drehrichtung wieder soweit zurückgeschwenkt wird, bis der Haltemagnet
24 wieder mit der Magnetplatte 25 derart in Eingriff gerät, daß die lösbare Arretierung
24, 25 geschlossen ist.
[0054] Gemäß den Fig. 10 und 11 der Zeichnung können die Drehtür-Flügel 70 auch als Schiebetüren
mit zwei Flügelelementen 71, 72 ausgebildet sein. In der Grundstellung wirkt auf das
nach innen weisende Flügelelement 71 eines jeden Drehtür-Flügels 70 eine radial nach
außen gerichtete Kraft, die beispielsweise von einer in der Zeichnung nicht dargestellten
Zugfeder aufgebracht werden kann. Entgegen dieser Kraft ist das innere Flügelelement
71 mit einer lösbaren Arretierung beispielsweise durch einen Elektromagneten gesichert.
[0055] Bei Eintritt eines vorherbestimmbaren Ereignisses wird die lösbare Arretierung wenigstens
eines Drehflügels 70 gelöst und das entsprechende Flügelelement 71 folglich radial
nach außen bewegt, bis sich die Drehtüranlage 10 in der Offenstellung nach Fig. 11
befindet. In dieser Stellung ist ein nahezu ungehinderter Fluchtweg durch die Drehtüranlage
10 freigegeben. Das genannte Drehtür-Flügel-Element 71 ist weitestgehend in einer
Aussparung des äußeren Drehtür-Flügel-Elements 72 aufgenommen.
[0056] Diese Drehtüranlage 10 kann manuell oder mittels eines entsprechenden Rückstellantriebes,
der ebenfalls in der Zeichnung nicht dargestellt ist, wieder eingerichtet werden indem
die nach außen gefahrenen Flügel-Elemente 71 wieder radial nach innen bewegt werden.
[0057] Die Drehtüranlage nach den Fig. 10 oder 11 kann auch mit anderen Flügelzahlen als
dargestellt ausgebildet sein. Anstelle der schiebetürartigen Drehtür-Flügel-Ausbildung
kann auch eine teleskopartige Ausbildung der Drehtür-Flügel vorgesehen sein. Die Anzahl
der schiebetür- oder teleskopartig ausgebildeten Drehtür-Flügel kann auf den Anwendungsfall
abgestimmt sein.
Bezugszeichenliste
[0058]
- 10
- Drehtüranlage
- 11
- Drehtür
- 12
- Begrenzungswände
- 14
- vertikale Achse
- 15
- Elektromotor
- 14
- vertikale Achse
- 16
- Rotorscheibe
- 17
- Drehtür-Flügel
- 18
- Anlenkachse
- 19
- Doppelpfeil
- 20
- Schwenkantrieb
- 21
- Antriebsgestänge
- 22
- Festpunkt
- 24
- Haltemagnet
- 25
- Magnetplatte
- 26
- Rückstellantrieb
- 27
- Flügelrahmen
- 28
- Glasfüllung
- 40
- Flügel
- 41, 42
- Flügelsegment
- 44
- Drehtür-Flügel
- 46
- Drehtür-Flügel
- 48, 49
- Drehtür-Flügel
- 50
- Endlagenantrieb
- 51
- Kurvenscheibe
- 52
- Feder
- 53
- Mitläufer
- 54
- Rastpunkt
- 55
- Kurvenabschnitt
- 60
- Nachtverschluß
- 61
- bewegliche Wandteile
- 62
- Schleifkontakt
- 63
- Endschleifring
- 64
- ein Schleifring
- 65
- anderer Schleifring
- 66
- Unterbrechung
- 67
- abgeschlossener Raum
- 70
- Drehtür-Flügel
- 71
- inneres Drehtür-Flügel-Element
- 72
- äußeres Drehtür-Flügel-Element
1. Drehtüranlage mit einer zwischen zylindersegmentförmigen Begrenzungswänden, die auf
einander gegenüberliegenden Seiten je einen Durchgangsbereich haben, aufgenommenen
und um eine vertikale Achse drehbaren mehrflügeligen Drehtür, deren Flügel bis an
die Begrenzungswände heranreichen und von denen wenigstens ein Flügel aus einer Grundstellung,
in der die Flügel sich unter vorzugsweise gleichen Winkelabständen von der Drehachse
forterstrecken, in eine den unbehinderten Personendurchgang ermöglichende Öffnungslage
bewegbar ist,
dadurch gekennzeichnet,
daß ein Antrieb (20) diesen Flügel (17, 40, 44, 46, 48, 70) jeweils in seiner Grundstellung
permanent mit einer in Richtung seiner Öffnungslage wirkenden Kraft beaufschlagt und
daß der genannte Flügel (17, 40, 44, 46, 48, 70) jeweils in dieser Grundstellung mittels
einer in Abhängigkeit vom Eintreten eines vorherbestimmten Ereignisses, wie Stromausfall
oder Stromabschaltung, lösbaren Arretierung (24) gehalten ist.
2. Drehtüranlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens ein Drehtür-Flügel
(70) derart in Drehtür-Flügel-Elemente (71, 72) unterteilt ist, daß jeweils wenigstens
ein in der Grundstellung an die vertikale Achse (14) angrenzendes Flügel-Element (71)
radial nach außen in die Öffnungslage bewegbar ist.
3. Drehtüranlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein Schwenkantrieb (20)
jeweils einen um eine vertikale Anlenkachse (18) verschwenkbaren Flügel (17, 40, 44,
46, 48) in seiner Grundstellung permanent mit einem in Richtung seiner Öffnungslage
wirkenden Drehmoment beaufschlagt.
4. Drehtüranlage nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der verschwenkbare Flügel
(17, 40, 44, 46, 48) mit einem motorischen Rückstellantrieb (26) zum Verschwenken
aus seiner Öffnungslage in seine Grundstellung wirkverbunden ist.
5. Drehtüranlage nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Schwenkantrieb
(20) einen beim Betätigen des zugeordneten Flügels (17, 40, 44, 46, 48) aus seiner
Öffnungslage in seine Grundstellung vorspannbares Federmittel besitzt.
6. Drehtüranlage nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
die lösbare Arretierung zum Halten des verschwenkbaren Flügels in dessen Grundstellung
einen bei Stromausfall bzw. Stromabschaltung inaktiv werdenden elektrischen Haltemagneten
(24) besitzt und der verschwenkbare Flügel kraftschlüssig mittels Magnetkraft des
Haltemagneten (24) in seiner Grundstellung gehalten ist.
7. Drehtür nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der zwischen
einer Grundstellung und einer Öffnungslage verschwenkbare Flügel (40, 44, 46) aus
wenigstens zwei in der Art einer Falttür aneinanderklappbaren Flügelsegmenten besteht,
die in der Grundstellung des Flügels mittels einer beim Verschwenken des Flügels lösbaren
Sperre gehalten und mit einem permanent in Richtung ihrer Zusammenklapplage wirkenden
Drehmoment eines Klappantriebs beaufschlagt sind.
8. Drehtüranlage nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch einen
von einem etwaig vorhandenen motorischen Drehtürantrieb (15) unabhängigen Endlagenantrieb
(50) zum Betätigen der Drehtür (11) in eine vorherbestimmte Stillstandsposition.
9. Drehtüranlage nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Endlagenantrieb (50)
eine mit der Drehachse der Drehtür (11) wirkverbundene Kurvenscheibe (51) mit in Stillstandspositionen
der Drehtür (11) zugeordneten Rastpunkten (54) und zwischen letzteren radial vorspringenden
Kurvenabschnitten (55) sowie einen durch Federkraft radial an die Kurvenscheibe (51)
angedrückten Mitläufer (53) aufweist, der in Umfangsrichtung fest angeordnet ist.
10. Drehtüranlage nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
wenigstens ein den ungehinderten Durchgang (13) durch die Drehtüranlage (10) momentan
behindernder Drehtürflügel (17) im Falle des Eintritts eines vorherbestimmbaren Ereignisses
erkannt wird, die lösbare Arretierung (24, 25) dieses Drehtür-Flügels (17) in diesem
Fall gelöst und dieser Drehtür-Flügel (17) mittels des permanent einwirkenden Drehmomentes
in seine Öffnungslage selbsttätig derart verschwenkt, daß sich ein weitestgehend ungehinderter
Durchgang ergibt.
11. Drehtüranlage nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß im Falle des Eintritts
des vorherbestimmbaren Ereignisses die Drehtür (11) insgesamt bis zum Verrasten in
einer vorbestimmbaren Sicherheitslage frei beweglich ist.
12. Drehtüranlage nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß die in ihrer Sicherheitslage
verrastete Drehtür (11) entgegen der eigentlichen Drehrichtung dieser Drehtür (11)
manuell lösbar und zumindest soweit entgegen der Drehrichtung drehbar ist, daß ein
Ausgang aus einem in der Sicherheitslage durch die jeweilige Begrenzungswand (12)
und die angrenzenden Drehtür-Flügel (17) abgeschlossenen Raum (67) freigebbar ist.
13. Drehtüranlage nach einem der Ansprüche 8 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß jeder
Drehtürflügel (17) mit einem elektromagnetischen Haltemagneten (24) versehen ist,
der über einen Schleifkontakt (62) mit einer Spannungsversorgung verbunden ist, die
aus wenigstens drei elektrisch leitfähigen Schleifringen (63, 64, 65) bestehen, die
im Bereich der von den Schleifkontakten (62) bei Bewegung der Drehtür (11) beschriebenen
Kreisbahn angeordnet sind, wobei wenigstens zwei Ringe (64, 65) im Normalbetrieb spannungsführend
sind, ein Erdschleifring (63) an Massenpotential gelegt ist, einer der spannungsführenden
Schleifringe (64) in dem dem freizugebenden Durchgangsbereich zugeordneten Kreissegment
eine Unterbrechung (66) aufweist und der andere spannungsführende Ring (65) durchgehend
ist, wobei dieser Ring (65) im Falle eines vorherbestimmbaren Ereignisses selbsttätig
freischaltbar ist.
14. Drehtüranlage nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß der unterbrochene Schleifring
(64) an eine unterbrechungsfreie Stromversorgung angeschlossen ist.