[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Schutz der Ränder von Öffnungen in Formkörpern
aus Glaskeramik, Glas oder Keramik, insbesondere von Öffnungen zur Durchführung von
atmosphärischen Gasbrennern bei Kochmulden, vor mechanischen Beschädigungen und zur
Vermeidung von Verschmutzungen und Beschädigungen von unter dem Formkörper liegenden
Anordnungen durch, durch die Öffnungen im Formkörper eindringende Flüssigkeiten.
[0002] Bei bekannten Gasherden bzw. Kochmulden mit Brenneranordnungen dieser Art sind die
Gasbrenner im Trägerrahmen bzw. -gehäuse fest angebracht. Eine die Umgebungsfläche
der Gasbrenner abdeckende, insbesondere vorgespannte Glasplatte ist dabei mit einer
wesentlich größeren Durchbrechung versehen als für den jeweiligen Gasbrenner eigentlich
erforderlich wäre. Der dadurch gebildete breite Ringspalt zwischen Gasbrenner und
Durchführungsrand ist mit einem einfachen ringförmigen Kragen aus Blech abgedeckt.
Hierdurch ist zwar eine mechanische Trennung des Gasbrenners von der Glasplatte sichergestellt,
jedoch wirkt sich diese Montageweise des Gasbrenners innerhalb der Glasplatte im praktischen
Gebrauch insbesondere hinsichtlich des Reinigungsverhaltens nachteilig aus. So kann
bei diesen Einrichtungen Übergekochtes in die Fuge zwischen der vorgespannten Glasplatte
und dem Blechkragen eindringen.
Das Reinigen dieser Einrichtungen ist schwierig und macht oftmals sogar eine zumindest
teilweise Demontage notwendig.
Solche Verbindungen haben außerdem einen hohen Anteil von Einzelteilen und sind dadurch
teuer und sehr aufwendig bei der Montage.
[0003] Die DE 41 33 409 C2 zeigt eine Brenneranordnung, beispielsweise für Kochmulden, bei
der mindestens ein Gasbrenner in einem Trägerrahmen angebracht und die Umgebungsfläche
des Gasbrenners mittels eine Formkörpers aus Glas, Glaskeramik oder Keramik, abgedeckt
ist, wobei sich jeder Gasbrenner durch einen Durchlaß in dem Formkörper bis über dessen
Oberseite erstreckt und zwischen dem Formkörper und jedem Gasbrenner eine dauerelastische
Verbindungs- und Dichtungseinrichtung mit einem fest und flüssigkeitsdicht auf den
Randbereich des Durchlasses und auf mindestens eine vom Gasbrenner gebildete Verbindungsfläche
greifenden Verbindungs- und Dichtungselement angebracht ist, wobei der Gasbrenner
von dem Formkörper getragen ist und zwischen dem Gasbrenner und dem Trägerrahmen Sicherungs-
und Halteeinrichtungen angebracht sind, die bei Bruch des Formkörpers und damit Wegfall
seiner Tragfähigkeit unter Zulassung begrenzter Beweglichkeit bezüglich Zurückhalte-
und Verdrehsicherung für jeden der Gasbrenner wirksam sind.
[0004] Diese Brenneranordnung ist aufwendig zu montieren. Weiterhin lösen verklebte Verbindungen
zwar die mechanisch starre Anbindung, sind jedoch nachteilig beim Recycling, der Montage,
z. B. wegen der notwendigen Trocknungszeit des Silikonklebers und im Servicefall.
[0005] Aus der US-PS 5,046,477 ist es bekannt, die Abdichtung des Brenners gegenüber dem
Glas- oder Glaskeramik-Formkörper dadurch zu verbessern, daß der Durchlaß nur so groß
gemacht wird, daß er den Gasbrenner aufnehmen kann und daß der Gasbrenner zur Abdichtung
am Durchlaßrand fest mit dem Glas oder Glaskeramik-Formkörper verbunden wird. Des
weiteren ist der Gasbrenner an einer mit dem Trägerrahmen verbundenen Traverse angebracht.
[0006] Eine solche mechanisch starre Verbindung zwischen einem sprödbrüchigem Formkörper,
einem Trägerrahmen und den Gasbrennern führt jedoch unter mechanischer oder thermischer
Belastung der Kochflächen zur Bildung von Verspannungen im Formkörper. In jedem Fall
würde bei einer Kochmulde oder einem Gasherd das Bruchrisiko des Formkörpers wesentlich
erhöht.
[0007] Aufgabe der Erfindung ist es daher, bei einer Brenneranordnung der oben beschriebenen
Art eine für den praktischen Gebrauch voll wirksame, abdichtende und/oder auch wärmedämmende
Schutzvorrichtung zwischen dem Gasbrenner und dem aus Glaskeramik, Glas oder Keramik
bestehenden Formkörper vorzusehen, die auch leicht zu reinigen ist und einen Bruch
durch Verspannungen auszuschließen. Dabei soll die Montage der Schutzvorrichtung einfach,
ohne Klebearbeiten und mit geringem Aufwand an Zeit, Material und Kosten durchführbar
sein.
[0008] Des weiteren liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, atmosphärische Gasbrenner
sicher, in geeigneter Weise durch den Formkörper hindurchzuführen und zu positionieren
und einen Kantenschutz für den Bohrungsrand zu geben.
[0009] Zur Lösung dieser Aufgaben wird gemäß der Erfindung vorgeschlagen, daß ein über den
Rand der jeweiligen Öffnung beidseitig auf den Formkörper übergreifender metallischer
Überwurf angebracht ist und in besonders bevorzugter Ausführungsform zwischen dem
Formkörper und dem metallischen Überwurf ein abdichtendes und/oder wärmebeständiges
Material eingebracht ist.
[0010] Nach der Erfindung weist der metallische Überwurf einen Schaft auf, der einen kleineren
Durchmesser als die Öffnung im Formkörper hat, und einen damit verbundenen, aus der
Schaftachse um mindestens 90 ° abbiegenden und mit dem Formkörper bündig abschließenden
Kragen an einem Ende des Schaftes, wobei das andere Ende des Schaftes mindestens drei,
insbesondere acht oder mehr abbiegbare Laschen ausbildet, die in Richtung auf die
Ebene des Formkörpers soweit biegbar sind, daß der sich dadurch ausbildende Überwurf
einmal mittels seiner um wenigstens 90 ° aus der Schaftachse abbiegbaren Laschen,
die die eine Seite des Formkörpers übergreifen und zum anderen mittels des Kragens,
der auf der anderen Seite des Formkörpers bündig aufliegt, klemmend am Formkörper
stabil festliegt.
[0011] In bevorzugter Ausführungsform besitzt der metallische Überwurf zusätzlich zu den
Biegelaschen, die einen Randbereich der Öffnung im Formkörper an einer Seite übergreifen,
weitere Laschen, die in den Innenbereich der Öffnung ragen und so als Widerlager für
eine vom Gasbrenner gebildete Fläche dienen. Oder die in den Innenbereich der Öffnung
ragenden Laschen bilden sogar zwei parallele Ebenen aus, zwischen denen eine vom Gasbrenner
gebildete Fläche gehalten wird.
Hierdurch wird die Positionierung und Zentrierung des Brenners erheblich vereinfacht.
[0012] Der metallische Überwurf kann dabei einteilig und die Laschen als Biegelaschen ausgebildet
sein. Es ist manchmal aber auch von Vorteil den metallischen Überwurf mehrteilig auszubilden
und die den Überwurf bildenden Teile durch Preßpassung, Verlötung, Verklebung, Verschraubung
oder durch einen Bajonettverschluß zu verbinden, wobei bei dieser Variante bevorzugt
zusätzlich auch Laschen als Biegelaschen ausgebildet sind.
[0013] Da die Öffnungen in den Formkörpern aus Glaskeramik, Glas oder Keramik meist rund
sind, ist folglich der metallische Überwurf als Überwurfring mit einem zylinderförmigen
Schaft ausgebildet, wobei der Überwurfring in bevorzugter Ausführungsform auch offen,
als vorgespanntes Federelement ausgebildet sein kann, das sich selbst an den Rand
der Öffnung im Formkörper pressend anlegt.
[0014] Eine weitere vorteilhafte Variante der Erfindung entsteht, wenn der metallische Überwurf
an einem Ende des zylindrischen Schaftes einen Kragen aufweist und am anderen Ende
des Schaftes ein einfaches Spannelement, insbesondere ein metallischer Spannring positioniert
ist, der den Schaft umfaßt, wobei das Spannelement am Schaft definiert, insbesondere
durch Rasten und/oder Abbiegungen des Schaftes festgelegt ist.
[0015] Allen Ausführungsformen der Schutzvorrichtung nach der Erfindung ist gemeinsam, daß
zweckmäßigerweise zwischen dem Formkörper und dem metallischen Überwurf ein dichtendes
und/oder wärmedämmendes Material, insbesondere ein Graphit enthaltender temperaturbeständiger
Werkstoff und/oder ein keramischer Faserwerkstoff eingebracht ist.
[0016] Auf der Oberseite hat die Dichtung die Aufgabe eine flüssigkeitsdichte Barriere zwischen
Überwurf und Glaskeramik, Glas oder Keramik z. B. gegen Überkochgut und/oder Reinigungsmittel
zu bilden, auf der Unterseite schützt die Dichtung den Formkörper vor mechanischen
Verkratzungen und Beschädigungen durch das Metall.
[0017] Vorteilhaft kann es sein, daß der Kragen des metallischen Überwurfs, insbesondere
in der Umgebung des Schaftes Öffnungen für die Luftzuführung zur Versorgung des Gasbrenners
aufweisen, wobei die Öffnungen für die Luftzuführung feuchtigkeitsabweisend positioniert
oder abgedeckt sind.
[0018] In besonders bevorzugter Ausführungsform der Schutzvorrichtung sind die Ränder der
Laschen und insbesondere der Rand des Kragens des metallischen Überwurfes zum Formkörper
hin so abgebogen, daß das dichtende und/oder wärmedämmende Material unter Druckspannung
gehalten ist.
[0019] Ausführungsbeispiele der Erfindung werden im folgenden anhand der Zeichnungen näher
erläutert.
[0020] Es zeigen:
- Figur 1a
- eine perspektivische Ansicht eines einteiligen Überwurfringes mit Biegelaschen
- Figur 1b
- einen Teilschnitt eines einteiligen Überwurfs nach der Erfindung
- Figur 2a/b
- Teilschnitte weiterer einteiliger Ausführungsformen der Erfindung, bei denen Laschen
in den Innenbereich der Öffnung ragen
- Figur 2c
- einen Teilschnitt einer Vorform eines einfachen einteiligen Metallüberwurfs
- Figur 3
- einen Teilschnitt einer einteiligen Ausführungsform, bei der die nach innen ragenden
Laschen zwei parallele Ebenen zur Befestigung des Gasbrenners bilden
- Figur 4
- einen Teilschnitt eines zweiteiligen Überwurfes
- Figur 5a/b/c
- Teilschnitte weiterer zweiteiliger Ausführungsformen, bei denen Laschen in den Innenbereich
der Öffnung im Formkörper ragen
- Figur 5d
- einen Teilschnitt einer zweiteiligen Ausführungsform, bei der die nach innen ragenden
Laschen zwei parallele Ebenen zur Befestigung des Gasbrenners bilden
- Figur 6a/b
- eine Aufsicht und einen Teilschnitt auf einen geteilten Überwurfring, der als Federelement
ausgebildet ist
- Figur 6c/d/e
- eine Aufsicht und Teilschnitte von zwei Ausführungsformen geteilte Überwurfringe,
bei denen Laschen auch in den Innenbereich der Öffnung ragen
- Figur 7
- einen Teilschnitt der erfindungsgemäßen Schutzeinrichtung mit Dichtungsmaterialien
- Figur 8
- eine perspektivische Ansicht eines Überwurfringes mit gleichmäßig auf dem Umfang verteilten
Luftschlitzen
- Figur 9
- einen Teilschnitt eines mit Luftschlitzen versehenen Überwurfringes und einen diesen
abdeckenden Zierring.
- Figur 10
- einen Teilschnitt einer weiteren Variante eines Überwurfringes mit Spannelement
- Figur 11
- eine perspektivische Ansicht eines Spannringes nach Figur 10
[0021] Im Einzelnen:
Figuren 1a und 1b zeigen einen einteiligen, metallischen Überwurfring (1) mit einen
auf der Oberseite der Glaskeramikplatte (3) umlaufenden überlappenden Kragen (2) und
mit einem Schaft (4) der einen kleineren Durchmesser als die Bohrung (5) hat. Am Ende
des Schaftes (4) sind Laschen (6) ausgebildet (mindestens 3 Stück, vorzugsweise 8
Stück), die einfach um 90 ° nach außen über die Glaskeramikplatte (3) gebogen werden
und den Ring (1) so am Rand der Öffnung (5) der Glaskeramikplatte (7) festklemmen.
[0022] Varianten eines einteiligen, metallischen Überwurfringes (1), dessen überlappender
Kragen (2)/(2') an der Oberseite der Glaskeramikplatte (3) auch gleichzeitig nach
Innen über die Bohrung (5) geführt wird und dort als Widerlager für den Brenner (nicht
dargestellt) dient, zeigen die Figuren 2a und 2b.
[0023] Aus Figur 2c ist eine besonders einfach gestaltete Vorform eines metallischen Überwurfes
zu entnehmen, der einen auf die Oberseite der Glaskeramikplatte (3) überlappenden
Kragen (2), einen Schaft (4) mit Biegelaschen (6) aufweist und ebenfalls zusätzlich
einen in den Innenbereich der Öffnung (5) im Formkörper (3) reichenden Teil (2').
[0024] In Figur 3 wird ein einteiliger Überwurfring (1) gezeigt, wobei eine der Überlappungen
(2)/(2') an der Oberseite des Formkörpers (3) auch gleichzeitig in den Innenbereich
der Bohrung (5) geführt wird und dort als Wiederlager für den Brenner (8) dient. Die
Laschen (6)/(6') am Ende des Schaftes (4) werden wechselseitig sowohl nach außen über
die Glaskeramik (3) als auch in die andere Richtung über den Brenner (8) gebogen.
[0025] Figur 4 stellt einen zweiteiligen metallischen Überwurfring (1) dar. Zwei Ringe,
je ein Ring für Oberseite (1') und ein Ring für die Unterseite (1''), mit umlaufenden
Überlappungen (2)/(6) und aneinander angepaßten Schaftdurchmessern (4)/(4') werden
von unten und oben ineinandergesteckt und schützen auf diese Art den Bohrrand (7).
Die Anpassung der Schaftdurchmesser muß so erfolgen, daß sich die Ringpaarung (1')/(1'')
nicht selbständig lösen kann. Dies kann z. B. durch eine Preßpassung der beiden Teile
erfolgen. Eine weitere Möglichkeit besteht darin, die beiden Ringe (1')/(1'') miteinander
zu verlöten oder zu verkleben.
[0026] Die Figuren 5a, b und c zeigen drei mögliche Varianten einer zweiteiligen Ausführungsform
der erfindungsgemäßen Schutzeinrichtung deren überlappender Kragen (2)/(2') an der
Oberseite des Formkörpers (3) auch gleichzeitig in den Innenbereich der Öffnung (5)
geführt wird und dort als Widerlager für den Brenner (nicht dargestellt) dient.
[0027] Die Figur 5d stellt einen Teilschnitt einer zweiteiligen Ausführungsform dar, bei
der die nach innen, in den Bereich der Öffnung ragenden Laschen zwei parallele Ebenen
(2') und (6') zur Befestigung und Positionierung des Gasbrenners (8) bilden.
[0028] Figuren 6a und 6b veranschaulichen die Variante der Erfindung, bei der ein in Richtung
der zylinderförmigen Achse geteilter (9) Überwurfring (1) als Federelement in die
Öffnung (5) im Formkörper (3) eingeführt wird.
[0029] In der Bohrung (5) legt sich der Ring (1) durch die federnde Vorspannung an den Bohrungsrand
(7) an, so daß sich eine oben (2) und unten (6) über den Bohrrand übergreifende Schutzeinrichtung
ergibt.
[0030] Gemäß der Figuren 6c, d und e können sich auch bei einem nach Figuren 6a/6b geteilten
Überwurfring (1) Laschen (2) nach innen in den Bereich der Öffnung (5) im Formenkörper
verlängern.
Falls erwünscht, können die Ringe (1')/(1'') verlötet, verklebt oder verklemmt werden.
[0031] Bei allen betrachteten Ausführungsformen der Schutzeinrichtung nach der Erfindung
müssen, wie in Figur 7 gezeigt, zwischen den Überlappungen (2)/(6) des metallischen
Überwurfs (1) und dem Formkörper (3), z. B. aus Glaskeramik auf der Oberseite und
möglichst auch auf der Unterseite Dichtungen (10)/(10') angebracht sein.
[0032] Auf der Oberseite hat die Dichtung (10) dabei insbesondere die Aufgabe eine flüssigkeitsdichte
Barriere zwischen Überwurf (1) und Glaskeramik, Glas oder Keramik z. B. gegen Überkochgut
und/oder Reinigungsmittel zu bilden, auf der Unterseite schützt die Dichtung (10')
den Formkörper (3) vor mechanischen Verkratzungen und Beschädigungen durch das Metall
(6).
[0033] Des weiteren ist Figur 7 eine spezielle, zur Oberfläche des Formkörpers (3) hin abgebogene
Variante des metallischen Überwurfes (1) zu entnehmen, die durch ihre Ausbildungsform
die Dichtung (10) unter Druck hält.
[0034] Bei der Variante nach den Figuren 8 und 9 sind am Umfang des Kragens (2) gleichmäßig
verteilt Lufteintritte (11) vorgesehen, durch die der Gasbrenner (8) seine Primärluft
ansaugen kann. Dieser Überwurfring (1) wird in der gleichen Art und Weise im Bohrloch
befestigt wie die anderen Ringe auch, nämlich durch Umbiegen der Laschen (6).
[0035] Gleichzeitig dient das andere Ende als Widerlager für den Gasbrenner (8). Damit nun
beim Saubermachen bzw. beim Kochvorgang kein Überlaufgut oder Spülwasser durch die
Luftschlitze in den Innenraum der Mulde gelangen kann, wird der Überwurfring (1) mit
einem einfach übergestülpten Zierring (12) abgedeckt. Dieser sitzt lediglich locker
auf und fixiert sich am Brennergehäuse. Damit dann weiterhin die benötigte Primärluft
einströmen kann, sind an diesem Zierring (12) kleine Füßchen umlaufend angebracht,
die einen definierten Spalt (13) zwischen Zierring (12) und Glaskeramik (3) entstehen
lassen.
[0036] Die Figuren 10 und 11 verdeutlichen eine weitere Ausgestaltungsform der Erfindung,
bei der der metallische Überwurfring (1') an einem Ende des Schaftes (4) einen Kragen
(2) aufweist, und am anderen Ende des Schaftes (4) ein einfaches metallisches Spannelement
(15) als zweiter Ring (1'') positioniert ist, und den Schaft (4) umfaßt. Das Spannelement
(15) wird hier definiert festgelegt, z. B. durch eine nasenförmige Abbiegung (14)
des Ringes (1').
[0037] Mit der vorliegenden Erfindung wird eine einfache und preiswerte Möglichkeit aufgezeigt,
um Gasbrenner durch eine Platte aus Glas/Glaskeramik hindurchzuführen und dabei die
Ränder der Öffnungen bei der Montage, und vor dem Eindringen von Flüssigkeiten im
Gebrauch zu schützen. Diese Möglichkeiten besitzen Vorteile bei der Montage und im
Servicefall, lassen größtmögliche Freiheiten bei der Designergestaltung und sind zugleich
elegant, reinigungsfreundlich und kostengünstig in der Herstellung.
[0038] Die Vorteile der Erfindung sind:
- es gibt keine mechanisch starre Verbindung zwischen der Glaskeramik oder dem Glas
und dem Gasbrenner. Dies ist notwendig, damit die bei einer mechanischen Belastung
des Formkörpers auftretende Energie ohne Bruch aufgenommen werden kann,
- bei einem bei Glas/Glaskeramik nie auszuschließendem Bruch ist gewährleistet, daß
die Gaszuleitung zum Gasbrenner intakt und dicht bleibt,
- der Bohrlochrand der Brennerdurchführung ist vor unzulässig hohen mechanischen Belastungen
geschützt,
- es ist sichergestellt, daß kein Überkochgut oder sonstige Flüssigkeiten in den Innenraum
des Kochgerätes laufen können,
- es ist nur ein geringer Montageaufwand notwendig, d. h. auch ein
- leichter und kostengünstiger Service beim Austausch von defekten Komponenten oder
beim Austausch von Düsen, z. B. für andere Gasarten.
1. Vorrichtung zum Schutz der Ränder von Öffnungen in Formkörpern aus Glaskeramik, Glas
oder Keramik, insbesondere von Öffnungen zur Durchführung von atmosphärischen Gasbrennern
bei Kochmulden, vor mechanischen Beschädigungen und zur Vermeidung von Verschmutzungen
und Beschädigungen von unter dem Formkörper liegenden Anordnungen durch, durch die
Öffnungen im Formkörper eindringende Flüssigkeiten,
dadurch gekennzeichnet,
daß ein über den Rand der jeweiligen Öffnung auf den Formkörper übergreifender metallischer
Überwurf angebracht ist.
2. Schutzvorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß zwischen dem Formkörper und dem metallischen Überwurf ein abdichtendes und wärmebeständiges
Material eingebracht ist.
3. Schutzvorrichtung nach den Ansprüchen 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß der metallische Überwurf einen Schaft, der einen kleineren Durchmesser als die
Öffnung im Formkörper hat, und einen damit verbundenen, aus der Schaftachse um mindestens
90 ° abbiegenden und mit dem Formkörper bündig abschließenden Kragen an einem Ende
des Schaftes aufweist und das andere Ende des Schaftes mindestens drei, insbesondere
acht oder mehr abbiegbare Laschen ausbildet, die in Richtung auf die Ebene des Formkörpers
soweit biegbar sind, daß der sich dadurch ausbildende Überwurf einmal mittels seiner
um wenigstens 90 ° aus der Schaftachse abbiegbaren Laschen, die die eine Seite des
Formkörpers übergreifen und zum anderen mittels des Kragens, der auf der anderen Seite
des Formkörpers bündig aufliegt, klemmend am Formkörper stabil festliegt.
4. Schutzvorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß der metallische Überwurf zusätzlich zu den Biegelaschen, die einen Randbereich
der Öffnung im Formkörper an einer Seite übergreifen, weitere Laschen aufweist, die
in den Innenbereich der Öffnung ragen und so als Widerlager für eine vom Gasbrenner
gebildete Fläche dienen.
5. Schutzeinrichtung nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß die in den Innenbereich der Öffnung ragenden Laschen zwei parallele Ebenen bilden,
zwischen denen eine vom Gasbrenner gebildete Fläche gehalten wird.
6. Schutzeinrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß der metallische Überwurf einteilig und die Laschen als Biegelaschen ausgebildet
sind.
7. Schutzeinrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß der metallische Überwurf mehrteilig ausgebildet ist und die den Überwurf bildenden
Teile durch Preßpassung, Verlötung, Verklebung, Schraubung oder durch einen Bajonettverschluß
verbindbar sind.
8. Schutzeinrichtung nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet,
daß Laschen als Biegelaschen ausgebildet sind.
9. Schutzeinrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet,
daß der metallische Überwurf als Überwurfring mit einem zylinderförmigen Schaft ausgebildet
ist.
10. Schutzeinrichtung nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Überwurfring offen, als vorgespanntes Federelement ausgebildet ist, das sich
an den Rand der Öffnung im Formkörper pressend anlegt.
11. Schutzeinrichtung nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet,
daß der metallische Überwurf an einem Ende des zylinderförmigen Schaftes einen Kragen
aufweist und am anderen Ende des Schaftes ein Spannelement, insbesondere ein Spannring
positioniert ist, der den Schaft umfaßt, wobei das Spannelement am Schaft definiert,
insbesondere rastend festgelegt ist.
12. Schutzvorrichtung nach den Ansprüchen 2 bis 11,
dadurch gekennzeichnet,
daß das zwischen dem Formkörper und dem metallischen Überwurf eingebrachte, dichtende
und wärmebeständige Material insbesondere ein Graphit enthaltender Werkstoff und/oder
ein keramischer Faserwerkstoff ist.
13. Schutzvorrichtung nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Kragen des metallischen Überwurfes Öffnungen für die Luftzuführung zur Versorgung
des Gasbrenners aufweist.
14. Schutzvorrichtung nach Anspruch 13,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Öffnungen für die Luftzuführung feuchtigkeitsabweisend positioniert oder abgedeckt
sind.
15. Schutzvorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 14,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Ränder der Laschen und insbesondere der Rand des Kragens des metallischen
Überwurfes so zum Formkörper hin abgebogen sind, daß das dichtende und wärmebeständige
Material unter Druckspannung gehalten ist.