[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Einrichtung zum Umstellen von Weichen, bei welcher
eine Mehrzahl von miteinander gekuppelten hydraulischen Stelleinrichtungen in Schienenlängsrichtung
versetzt angeordnet ist. Bei derartigen Einrichtungen zum Umstellen von Weichen ist
es bekannt, die Verbindung der einzelnen Verschlüsse mit einem mechanischen Gestänge
durchzuführen. Eine derartige mechanische Verbindung einer Mehrzahl von Stelleinrichtungen
bzw. Verschlüssen erfordert aber relativ viel Platz sowie eine große Anzahl von voneinander
verschiedenen Einzelteilen. Zusätzlich zu dem erhöhten Platzbedarf wird bei einer
derartigen mechanischen Verbindung die Stopfbarkeit der Zungenvorrichtung beeinträchtigt
und es wird darüberhinaus eine ungünstige einseitige Massenverteilung an einer Weiche
bewirkt.
[0002] Aus der EP-A2 480 303 ist bereits eine hydraulische Stelleinrichtung bekannt, bei
welcher über eine Hydraulikstation eine Mehrzahl von einzelnen Verstellzylindern angesteuert
wird. Aus der DE-B2 1952823 sind unterschiedliche Schaltungsanordnungen für die Reihenschaltung
oder die Parallelschaltung einer Mehrzahl derartiger hydraulischer Stelleinrichtungen
bekannt.
[0003] Die DE 21 44 564 zeigt und beschreibt ein Weichenstellsystem mit mehreren Stellzylindern,
wobei mindestens die Stellzylinder für dieselbe Weichenzunge in Reihe geschaltet sind
und alle Stellzylinder der Weiche über ein elektromechanisch betätigbares Steuerventil
an einen zum Antriebsaggregat gehörigen hydraulischen Druckspeicher angeschlossen
sind, der von einer Pumpe mit durch einen Druckschalter steuerbarem Antriebsmotor
gespeist wird.
[0004] Die FR-PS 2 196 619 zeigt und beschreibt eine Einrichtung zur hydraulischen Umstellung
einer Weiche.
[0005] Die bekannten hydraulischen Stelleinrichtungen erfordern jeweils ein separates hydraulisches
Antriebsaggregat, wodurch insgesamt eine relativ aufwendige Konstruktion gegeben ist.
[0006] Die Erfindung zielt nun darauf ab, eine Einrichtung der eingangs genannten Art zu
schaffen, welche in einfacher Weise nachträglich in bestehende Umstellvorrichtungen
von Weichen eingebaut werden kann und bei welcher der Aufwand für ein zusätzliches
Antriebsaggregat und eine entsprechend aufwendige Steuerung entfallen kann. Insbesondere
zielt die Erfindung hiebei darauf ab, trotz einer nur geringe verschiedene Bauteile
erfordernden einfachen Bauweise ein hohes Maß an Zuverlässigkeit und Störungsunanfälligkeit
zu gewährleisten. Schließlich soll die erfindungsgemäße Einrichtung in einfacher Weise
als Austausch für mechanische Einrichtungen bekannter Bauweise Verwendung finden können,
um die Stopfbarkeit der Zungenvorrichtung zu verbessern und die einseitige Massenverteilung
an der Weiche zu vermeiden.
[0007] Zur Lösung dieser Aufgabe wird eine Einrichtung zum Umstellen von Weichen mit den
Merkmalen des Anspruchs 1 vorgeschlagen. Mit einer ersten mechanischen Stelleinrichtung
ist also wenigstens ein hydraulisches Zylinderkolbenaggregat verbunden, dessen bzw.
deren Zylinderräume als Pumpenarbeitsräume mit den Arbeitsräumen von benachbarten,
von hydraulischen Zylinderkolbenaggregaten gebildeten Stelleinrichtungen zu gleichsinnigem
Antrieb verbunden sind. Dadurch, daß ein erstes Zylinderkolbenaggregat als Pumpelement
Verwendung findet, kann auf aufwendige Antriebsaggregate verzichtet werden. Das Pumpenaggregat
verdrängt bei einem Umstellvorgang Fluid aus dem jeweiligen Arbeitsraum in Arbeitsräume
von identisch aufgebauten Zylinderkolbenaggregaten, wodurch unmittelbar die Kopplung
mit benachbarten Zylinderkolbenaggregaten erzielt werden kann. Insgesamt kann eine
derartige Einrichtung mit identisch bauenden Zylinderkolbenaggregaten besonders einfacher
Bauweise aufgebaut werden, wobei zur Verbindung zwischen benachbarten Zylinderkolbenaggregaten
lediglich entsprechende Hydraulikleitungen vorzusehen sind. Die Zusammenschaltung
erfolgt jeweils so, daß eine gleichsinnige Verstellung benachbarter Zylinderkolbenaggregate
bewirkt wird, wenn Medium aus dem ersten passiven und durch die mechanische Stelleinrichtung
angetriebenen Zylinderkolbenaggregat ausgepreßt wird.
[0008] In besonders einfacher Weise ist die erfindungsgemäße Ausbildung so weitergebildet,
daß das Pumpelement und die hydraulischen Stelleinrichtungen je einen schwimmenden
Kolben bzw. Plunger zwischen zwei Arbeitsräumen geführt in einem Zylinder enthalten,
wobei die jeweils in die einander gegenüberliegenden Arbeitsräume eintauchenden Stirn-
oder Ringflächen des Kolbens bzw. Plungers identische Querschnittsfläche aufweisen.
Ein derartiger schwimmender Kolben bzw. Plunger stellt eine konstruktiv besonders
einfache, betriebssichere und kompakte Baueinheit dar, welche mit geringem Platzbedarf
jeweils an der gewünschten Stelle angeordnet werden kann. Es kann eine Mehrzahl von
identischen derartigen Zylinderkolbenaggregaten vorgesehen sein, wobei der wesentliche
Vorteil darin liegt, daß jeweils identische Querschnittsflächen mit Druckmittel beaufschlagt
werden, wodurch sich eine synchrone Bewegung ergibt.
[0009] Wenn eine nicht lineare Verstellung gewünscht wird, kann bei einer derartigen Ausbildung
in einfacher Weise durch Dichtungselemente bzw. Packungen die entsprechende Querschnittskorrektur
vorgenommen, um bei jeweils gleichbleibendem, verdrängtem Volumen den jeweils geforderten
Verstellweg sicherzustellen. Eine derartige hydraulische Stelleinrichtung mit schwimmenden
Kolben bzw. Plungern bildet somit neben seiner kompakten Bauweise auch in einfacher
Weise die Anpassung an die jeweils gewünschten Erfordernisse.
[0010] Zur Kopplung der hydraulischen Stellvorrichtungen bzw. des Pumpzylinders mit den
mechanischen Stelleinrichtungen kann die Ausbildung mit Vorteil so getroffen sein,
daß der Kolben bzw. Plunger des Pumpelementes ein Lager, inbesondere einen Kulissenstein
mit einer Ringnut oder ein Lagerauge zwischen seinen freien Enden aufweist und daß
das Lager aus einer Durchbrechung des Zylinders vorragend oder zwischen zwei ortsfest
festgelegten Zylindern angeordnet ist. Auch hier ist wiederum eine besonders einfache
und betriebssichere kompakte Ausbildung möglich, welche sich auch für den nachträglichen
Einbau in einfacher Weise eignet.
[0011] Anstelle der eingangs erwähnten Plunger bzw. schwimmenden Kolben kann, wie bereits
oben erwähnt, jeweils die Ringfläche eines Kolbens den geforderten identischen Arbeitsquerschnitt
in beide Verschieberichtungen gewährleisten. Eine besonders einfache Konstruktion
wird in diesem Falle dadurch erreicht, daß der Kolben mit einer durchgehenden und
die Zylinder dichtend durchsetzenden Kolbenstange starr verbunden ist und daß die
Kolbenstange oder der Zylinder ortsfest festgelegt ist.
[0012] Um ein hohes Maß an Betriebssicherheit zu gewährleisten, ist mit Vorteil das Gesamtsystem
unter einem vorbestimmten Überdruck gegenüber dem atmosphärischen Druck eingestellt.
Auf diese Weise können Temperaturschwankungen, welche zu einer Druckänderung führen
könnten, gepuffert werden, wofür mit Vorteil die Ausbildung so getroffen ist, daß
die Arbeitsräume der Zylinderkolbenaggregate über Überdruckventile mit einem Druckspeicher
verbunden sind. In besonders einfacher Weise sind hiebei die Überdruckventile als
aufsteuerbare Rückschlagventile ausgebildet, wobei derartige aufsteuerbare Rückschlagventile
ein hohes Maß an Betriebssicherheit ergeben. Bei hohen Betriebstemperaturen wird Medium
durch Aufsteuerung der Rückschlagventile in den Druckspeicher hinausgepreßt, wohingegen
bei einem Absinken des Druckes der Druck über die Rückschlagventile in das System
wiederum zur Verfügung gestellt werden kann. Um bei einer derartigen Ausbildung sicherzustellen,
daß dann, wenn im Leitungssystem ein Leck auftritt, die Betriebssicherheit durch rechtzeitige
Warnung weiterhin gewährleistet ist, kann die Ausbildung in besonders einfacher Weise
so getroffen sein, daß an die Pumpenarbeitsräume je ein druckgesteuertes Wegeventil
angeschlossen ist, welches bei Unterschreiten eines vorgegebenen Druckes in Schließstellung
gelangt, wodurch sichergestellt ist, daß in diesem Fall sämtliche Stelleinrichtungen
blockiert werden. Ein Blockieren der Stelleinrichtungen würde vom mechanischen Stellantrieb
und den entsprechenden Kontrollvorrichtungen für den mechanischen Stellantrieb an
der entsprechenden Stelle signalisiert werden, sodaß die Behebung des Schadens unmittelbar
veranlaßt werden kann.
[0013] Eine zur Querschnittsänderung alternative Methode zur Ansteuerung einer längs des
Schienenweges unterschiedlichen Verstellposition stellt eine Ausbildung dar, die bevorzugt
so getroffen wird, daß in einer die beiden Arbeitsräume eines Zylinderkolbenaggregates
verbindenden Leitung, z.B. in Form einer Bohrung, Aufstoßventile angeordnet sind.
Abhängig von der Kolben- bzw. Plungenstellung wird diese Verbindung unterbrochen oder
es herrscht Durchfluß, wobei die Sollposition genau erreicht werden kann.
[0014] Die Erfindung wird nachfolgend anhand von in der Zeichnung schematisch dargestellten
Ausführungsbeispielen näher erläutert. In dieser zeigen Fig.1 eine Draufsicht auf
einen Teilbereich einer Schienenweiche, Fig.2 ein Detail der Verbindung eines Zylinderkolbenaggregates
mit einer mechanischen Schieberstange, Fig.3 eine schematische Teilansicht der Darstellung
nach Fig.2, Fig.4 eine vergrößerte Darstellung des hydraulischen Zylinderkolbenaggregates
teilweise im Schnitt, Fig.5 eine Draufsicht auf die Darstellung nach Fig.4, Fig.6
eine schematische Darstellung der hydraulischen Verbindung der einzelnen Zylinderkolbenaggregate,
Fig.7 eine abgewandelte Ausbildung der hydraulischen Verbindung, Fig.8 eine alternative
Anordnung von hydraulischen Zylinderkolbenaggregaten im Gleisverlauf und Fig.9, Fig.10
und Fig.11 weitere alternative Ausbildungen von Zylinderkolbenaggregaten für die erfindungsgemäße
Einrichtung.
[0015] In Fig.1 sind schematisch Schienen 1 angedeutet, welche mit Schwellen 2 verbunden
sind. Im Bereich einer Weiche sind zusätzlich zu den Regelschienen 1 Zungenschienen
3 vorgesehen, welche über einen Stellantrieb, welcher schematisch mit 4 bezeichnet
ist, in ihre jeweilige Position gebracht werden können. Der Stellantrieb 4 wirkt hiebei
über Schieberstangen 5 auf die Zungenschienen 3. Die Schieberstangen 5 sind über einen
mittigen Abgriff 6 mit einem hydraulischen Zylinderkolbenaggregat 7 gekoppelt. Es
sind weiters zusätzliche hydraulische Zylinderkolbenaggregate 7 im Schienenverlauf
ersichtlich, welche jeweils mit Schieberstangen und Verschlußeinrichtungen, welche
wiederum schematisch mit 5 bezeichnet werden, gekoppelt sind. Bei der Darstellung
in Fig.2 ist die Art der mechanischen Verbindung der hydraulischen Zylinderkolbenaggreate
7 mit den Schieberstangen 5 deutlicher ersichtlich. Die Zylinderkolbenaggregate 7
weisen einen Kulissenstein 8 auf, in welchen ein Bolzen 9 der Schieberstange 5 eingreift.
Bei Betätigung der Schieberstange 5 wird der Kulissenstein und damit der Kolben der
hydraulischen Zylinderkolbenaggregate verschoben, wodurch aus dem jeweiligen Arbeitsraum
Medium ausgepreßt wird. In Fig.3 ist die Art der Festlegung der hydraulischen Zylinderkolbenaggregate
7 an der Schwelle 2 verdeutlicht. Die Festlegung erfolgt über ein Anschlagblech 10,
welches an der Schwelle 2 festgelegt ist. Die hydraulischen Zylinderkolbenaggregate
7 benötigen hiebei relativ geringen Platz, sodaß das Stopfen des Unterbaues nicht
beeinträchtigt wird.
[0016] Die Funktionsweise der hydraulischen Zylinderkolbenaggregate und ihre bevorzugte
Ausgestaltung ist in den Fig.4 und 5 näher erläutert. In Fig.4 und 5 ist ein Plunger
11 aufweisendes hydraulisches Zylinderkolbenaggregat 7 ersichtlich. Die Plunger 11
tauchen über Dichtungen 12 in die jeweiligen Arbeitsräume 13 der hydraulischen Zylinderkolbenaggregate,
und bei einer Verschiebung des Plungers 11 in einer der Richtungen des Doppelpfeiles
14 wird jeweils Medium aus dem entsprechenden Arbeitsraum 13 ausgepreßt. Die Hydraulikanschlüsse
münden an die außenliegenden Durchbrechungen 15 im jeweiligen Arbeitsraum 13. Der
Kulissenstein ist wiederum mit 8 bezeichnet, über welchen die mechanische Kopplung
erfolgt. Zum Schutz der Einrichtung ist weiters eine Gummimanschette 16 vorgesehen.
[0017] In Fig.5 ist die Einrichtung nach Fig.4 in der Draufsicht ersichtlich. Wie sich aus
der Darstellung nach Fig.4 gleichfalls ergibt, sind bei einer derartigen Ausbildung
des hydraulischen Zylinderkolbenaggregates jeweils zu beiden Seiten gleiche Querschnitte
wirksam. Die Festlegung der Zylinder des hydraulischen Zylinderkolbenaggregates erfolgt
über Bolzen 17 am Winkelblech 10.
[0018] Wie sich aus Fig.6 ergibt, werden die Arbeitsräume 13 des ersten als Pumpelement
wirksamen hydraulischen Zylinderkolbenaggregates 7 über Hydraulikleitungen 18 mit
entsprechenden Arbeitsräumen 13 benachbarter Hydraulikzylinderkolbenaggregate 7 verbunden,
wobei die Verbindung dergestalt erfolgt, daß bei einer Verschiebung des als Pumpelement
ersten hydraulischen Zylinderkolbenaggregates alle weiteren Hydraulikzylinderkolbenaggregate
7 zu gleichsinniger Verschiebung gekoppelt sind. Wenn parallel oder in Serie geschaltete
Hydraulikzylinderkolbenaggregate einen vom Weg des als Pumpelement verwendeten hydraulischen
Zylinderkolbenaggregates verschiedenen Weg zurücklegen soll, muß der Querschnitt entsprechend
beeinflußt werden, wofür im Inneren der Zylinder ein entsprechendes Dichtungselement
zur Verringerung des Querschnittes angeordnet werden kann. Die Hydraulikleitungen
18 enthalten nun eine Reihe von Ventilen, um den Druck unter Betriebsbedingungen konstant
zu halten und um unzulässige Situationen sicher erfassen zu können. Im einzelnen ist
ein federbelastetes Ventil 19 vorgesehen, welches vom Hydraulikdruck in den Leitungen
18 beaufschlagt wird. Wenn der Druck in den Hydraulikleitungen 18 unter einen Grenzwert
absinkt, wird die Kraft der Feder des federbelasteten Ventiles 19 das federbelastete
Ventil 19 in die Schließstellung verschieben, sodaß eine weitere Verschiebung des
als Pumpelement wirksamen Hydraulikzylinderkolbenaggregates 7 verhindert wird. In
diesem Falle wird der Weichenantrieb blockiert und eine entsprechende Störmeldung
abgegeben.
[0019] Es ist weites ein Druckspeicher 20 vorgesehen, welcher über Überströmventile bzw.
Rückschlagventile 21 mit den jeweiligen Hydraulikleitungen 18 verbunden ist. Die Überströmventile
bzw. Rückschlagventile sind so geschaltet, daß bei einem Anstieg des Druckes aufgrund
von thermischer Ausdehnung Fluid in den Speicher 20 gepreßt wird und umgekehrt bei
einem geringfügigen Absinken des Druckes Fluid aus dem Hydraulikspeicher 20 in die
Leitungen 18 zurückgepreßt wird. Erst bei einem Leck und bei einem entsprechenden
Druckabfall auch im Speicher 20 werden die federbelasteten Sicherheitsventile 19 wirksam.
[0020] In Fig.7 ist eine vereinfachte Ausbildung des hydraulischen Gestänges ersichtlich.
Die Bezugszeichen aus Fig.6 wurden in Fig.7 beibehalten. Wie bei der vereinfachten
Ausbildung nach Fig.7 ersichtlich, kann hier mit einer geringeren Anzahl von Ventilen
das Auslangen gefunden werden, wobei der gleiche Effekt erzielbar ist. Auch hier ist,
um Leckölverluste auszugleichen, an den gesamten Hydraulikkreislauf ein Druckspeicher
20 angeschlossen, sodaß Hydraulikflüssigkeit bei Ansprechen eines Überdruckventiles
21 in den Speicher 20 rückgeführt wird. Die Vorspannventile bzw. Sicherheitsventile
19 werden vom Speicherdruck des Kolbenspeichers beaufschlagt. Ein Überdruck kann insbesondere
bei zu starker Erwärmung infolge Sonneneinstrahlung entstehen. Bei der Darstellung
nach Fig.7 sind die Kolbenräume wiederum in Reihe geschaltet miteinander verbunden,
wobei das Pumpelement wiederum mit den Vorspannventilen bzw. Sicherheitsventilen 19
versehen ist. Beide Verbindungsleitungen sind wiederum separat mit Überdruckventilen
abgesichert.
[0021] Bei der Darstellung nach Fig.8 sind abgewandelte Hydraulikzylinderkolbenaggregate
7 vorgesehen, welche jeweils an den Enden der Schieberstangen 5 angreifen. Im Prinzip
erfüllen die abgewandelten Zylinderkolbenaggregate 7 den gleichen Zweck wie die Ausbildung
gemäß Fig.1, wobei jedoch die Funktionen für Verschiebungen nach links bzw. nach rechts
voneinander getrennt sind und kein gemeinsamer Plunger bzw. Kolben für beide Arbeitsräume
Verwendung findet.
[0022] In Fig.9 ist wiederum eine abgewandelte Ausbildung der hydraulischen Zylinderkolbenaggregate
ersichtich. Auch hier ist wiederum zum Zwecke, gleiche Arbeitsflächen mit Fluid zu
beaufschlagen, die Ausbildung so getroffen, daß in die beiden Arbeitsräume 13 jeweils
gleiche Querschnitte eines Kolbens zur Wirkung gelangen. Der Kolben 22 ist mit einer
Kolbenstange 23 verbunden und es wird im vorliegenden Fall jeweils die Ringfläche
wirksam oder beaufschlagt. Im übrigen finden bei dieser Ausbildung die gleichen Bauteile
wie bei der Ausbildung nach Fig.6 oder 7 Verwendung, und es wurden hier wiederum die
gleichen Bezugszeichen verwendet. Abweichend von der Ausbildung nach Fig.6 oder 7
wird hier eine Blockade bei Druckabfall irgend eines beliebigen Zylinderkolbenaggregates
unmittelbar bewirkt und es sind alle Arbeitsräume 13 mit entsprechenden Sicherheitsventilen
ausgestattet.
[0023] In den Fig.10 und 11 sind die Arbeitsräume 13 eines Zylinderkolbenaggregates 7 durch
eine Leitung 24 in Form einer Bohrung miteinander verbunden, wobei Aufstoßventile
25 eingebaut sind. Diese Ventile bewirken bei entsprechender Einstellung die exakte
geforderte wegabhähgige Verstellung, wodurch auf die alternativ möglichen Querschnittsänderungen
verzichtet werden kann.
[0024] Die einzelnen Verstellwege dieser Verschlüsse können grob durch Festlegung der Durchmesserverhältnisse
vorgegeben werden, wobei durch die Aufstoßventile eine exakte Detailabstimmung erfolgen
kann, in dem der Weg des Plungers durch Einstellung des Zylinderbodens zum Aufstoßventil
einreguliert wird. Nach jedem Umstellvorgang erfolgt durch die Referenzschaltung der
Aufstoßventile eine Neujustierung. Eine Verschiebung des Kolbens durch Leckagen ist
somit nach erfolgtem Umstellvorgang durch Neujustierung wieder behoben.
[0025] Durch Verwendung dieser einstellbaren Aufstoßventile ist ein hydraulischer Gleichlauf
gegeben, d.h., daß kein Verstellzylinder vorlaufen kann und somit auch keine Zungenverspannungen
auftreten. Die Endlagen der Zungenschiene werden damit gezielt erreicht.
1. Einrichtung zum Umstellen von Weichen, bei welcher eine Mehrzahl von miteinander gekuppelten,
von hydraulischen Zylinderkolbenaggregaten (7) gebildeten Stelleinrichtungen in Schienenlängsrichtung
versetzt angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, daß eine mechanische Stelleinrichtung
(4,5) vorgesehen ist, die mechanisch mit den Zungenschienen (3) gekoppelt und mit
wenigstens einem der hydraulischen Zylinderkolbenaggregate (7) mechanisch verbunden
ist, dessen bzw. deren Zylinderräume als Pumpenarbeitsräume (13) mit den Arbeitsräumen
(13) von benachbarten, von hydraulischen Zylinderkolbenaggregaten (7) gebildeten Stelleinrichtungen
zu gleichsinnigem Antrieb verbunden sind, wobei das mechanisch verbundene Zylinderkolbenaggregat
als Pumpelement wirksam ist.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Pumpelement und die benachbarten
hydraulischen Stelleinrichtungen je einen schwimmenden Kolben (22) bzw. Plunger (11)
zwischen zwei Arbeitsräumen (13) geführt in einem Zylinder enthalten, wobei die jeweils
in die einander gegenüberliegenden Arbeitsräume (13) eintauchenden Stirn- oder Ringflächen
des Kolbens (22) bzw. Plungers (11) identische Querschnittsfläche aufweisen.
3. Einrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Kolben (22) bzw.
Plunger (11) des Pumpelementes ein Lager, inbesondere einen Kulissenstein (8) mit
einer Ringnut oder ein Lagerauge, zwischen seinen freien Enden aufweist und daß das
Lager aus einer Durchbrechung des Zylinders vorragend oder zwischen zwei ortsfest
festgelegten Zylindern angeordnet ist.
4. Einrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Kolben (22) mit einer
durchgehenden und die Zylinder dichtend durchsetzenden Kolbenstange (23) starr verbunden
ist und daß die Kolbenstange (23) oder der Zylinder ortsfest festgelegt ist.
5. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Arbeitsräume
der Zylinderkolbenaggregate (7) über Überdruckventile (21) mit einem Druckspeicher
(20) verbunden sind.
6. Einrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Überdruckventile (21)
als aufsteuerbare Rückschlagventile ausgebildet sind.
7. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß an die Pumpenarbeitsräume
(13) je ein druckgesteuertes Wegeventil (19) angeschlossen ist, welches bei Unterschreiten
eines vorgegebenen Druckes in Schließstellung gelangt.
8. Einreichtung nach Anspruch 2 und 4, dadurch gekennzeichnet, daß in einer die beiden
Arbeitsräume (13) eines Zylinderkolbenaggregates (7) verbindenden Leitung Aufstoßventile
(25) angeordnet sind.
1. A device for operating railway switches, in which a plurality of interlinked switching
means comprised of hydraulic cylinder piston aggregates (7) are arranged in a manner
offset in the longitudinal direction of the rail, characterized in that a mechanical
switching means (4, 5) is provided, which is mechanically coupled with the tongue
rails (3) and mechanically connected with at least one of the hydraulic cylinder piston
aggregates (7), whose cylinder spaces as pump working volumes (13) are connected with
the working volumes (13) of neighbouring switching means comprised of hydraulic cylinder
piston aggregates (7) to actuation in same direction, the mechanically connected cylinder
piston aggregate being active as a pump element.
2. A device according to claim 1, characterized in that the pump element and the neighbouring
hydraulic switching means each contain a floating piston (22) or plunger (11), respectively,
which is guided in a cylinder between two working volumes (13), the end or ring surfaces
of the piston (22) or plunger (11) each plunging into the oppositely arranged working
volumes (13) having identical cross sectional areas.
3. A device according to claim 1 or 2, characterized in that the piston (22) or plunger
(11), respectively, of the pump element comprises a bearing and, in particular, a
link block having an annular groove or a bearing eye between its free ends and that
the bearing is arranged so as to project from an opening of the cylinder or between
two stationarily mounted cylinders.
4. A device according to claim 2, characterized in that the piston (22) is rigidly connected
with a continuous piston rod (23) sealingly passing through the cylinders and that
the piston rod (23) or the cylinder is stationarily mounted.
5. A device according to any one of claims 1 to 4, characterized in that the working
volumes of the cylinder piston aggregates (7) are connected with a pressure reservoir
(20) via pressure control valves (21).
6. A device according to claim 5, characterized in that the pressure control valves (21)
are designed as non-return valves capable of being controlledly opened.
7. A device according to any one of claims 1 to 6, characterized in that one pressure-controlled
directional control valve (19) is each connected to the pump working volumes (13),
which gets into the closed position as a pregiven pressure is fallen short of.
8. A device according to claims 2 and 4, characterized in that push-open valves (25)
are arranged in a duct connecting the two working volumes (13) of a cylinder piston
aggregate (7).
1. Dispositif pour manoeuvrer des aiguillages, dans lequel une multiplicité d'actionneurs
hydrauliques formés de groupes cylindre-piston et accouplés entre eux, sont disposés
décalés dans la direction longitudinale des rails, caractérisé en ce qu'il est prévu
un actionneur mécanique qui est accouplé mécaniquement aux lames d'aiguille (3) et
qui est relié mécaniquement à au moins un des groupes cylindre-piston hydrauliques
(7), dont la ou les chambres de cylindres, qui se comportent comme des chambres de
travail de pompe (13), sont reliées aux chambres de travail (13) d'actionneurs voisins
formés par des groupes cylindre-piston hydrauliques (7) pour assurer l'entraînement
dans le même sens, le groupe cylindre-piston relié mécaniquement se comportant comme
un élément de pompe.
2. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'élément de pompe et les
actionneurs hydrauliques voisins comprennent chacun un piston flottant (22) ou un
plongeur (11) situé entre deux chambres de travail (13) et guidé dans un cylindre,
les surfaces frontales ou annulaires du piston (2) ou du plongeur (11) qui plongent
dans les chambres de travail (13) mutuellement opposées présentant des aires de section
identiques.
3. Dispositif selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que le piston (22) ou
plongeur (11) de l'élément de pompe présente entre ses extrémités libres un palier,
en particulier un curseur (8) muni d'une gorge annulaire ou d'un coussinet, et en
ce que le palier est agencé de façon à faire saillie à travers une fenêtre du cylindre
ou est agencé entre deux cylindres montés fixes.
4. Dispositif selon la revendication 2, caractérisé en ce que le piston (22) est relié
rigidement à une tige de piston continue (23) qui traverse les cylindres à joint étanche,
et en ce que la tige de piston (23) ou le cylindre est immobilisé dans sa position.
5. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que les chambres
de travail des groupes cylindre-piston (7) sont reliées à un accumulateur de pression
(20) par des soupapes de surpression (21).
6. Dispositif selon la revendication 5, caractérisé en ce que les soupapes de surpression
(21) sont constituées par des clapets anti-retour commandés.
7. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisé en ce qu'à chacune des
chambres de travail de pompe (13) est raccordé un distributeur (19) commandé par la
pression, qui prend une position de fermeture lorsqu'on passe au-dessous d'une pression
prédéterminée.
8. Dispositif selon les revendications 2 et 4, caractérisé en ce que des soupapes de
talonnage (25) sont intercalées dans une conduite qui relie les deux chambres de travail
(13) d'un groupe cylindre-piston (7).