[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Verdichten von Gas gemäß den Merkmalen
des Oberbegriffes des Anspruches 1. Dahingehende Vorrichtungen sind in einer Vielzahl
von Bau- und Ausführungsformen auf dem Markt erhältlich. Man unterscheidet hierbei
im wesentlichen zwei Bauformen, und zwar motorisch oder hydraulisch/pneumatisch angetriebene
Verdichter. Die bekannten Gasverdichter, die man auch als Kompressor bezeichnet, bauen
bei entsprechend zu erbringender Leistung groß auf und sind kompliziert im Aufbau,
so daß aufgrund des damit einhergehenden hohen Montage- und Wartungsaufwandes auch
die Herstell- bzw. Wartungskosten hoch sind.
[0002] Bei einer bekannten Vorrichtung zum Verdichten von Gas nach der EP 0 193 498 A2 sind
drei miteinander über eine Kolbenstange verbundene Kolben vorhanden, die hydraulisch
angetrieben in einem Gehäuse hin- und herbewegt werden und dabei im endseitigen Bereich
des Verdichters wechselweise Gas niederen Druckes zu einem höheren Druck verdichten.
Mit dem bekannten Gasverdichter findet also auf beiden Seiten der Vorrichtung immer
abwechselnd ein zweistufiger Verdichtungsprozeß statt. Das Trennelement der bekannten
Vorrichtung ist durch zwei Gehäuseabschlüsse gebildet, zwischen denen der mittlere
Kolben verfahrbar angeordnet ist und das eingebrachte Gas niederen Druckes abwechselnd
in die Verdichterkammer für den höheren Druck ausstößt. Aufgrund des nur zweistufigen
Verdichtungsprozesses lassen sich jedoch keine sehr hohen Drucke erreichen.
[0003] Bei einem weiteren bekannten hydraulischen Gasverdichter nach der EP 0 064 177 B1
benötigt dieser für die Verwirklichung mindestens dreier Verdichtungsstufen zwei Gehäuse
mit jeweils in Längsrichtung in drei Bereiche unterteilte Verdichtungseinheiten, und
zwar einen durch einen hydraulisch betriebenen Kolben in zwei Kammern geteilten zentralen
Bereich sowie zwei seitliche Gasverdichtungsbereiche, jeweils an den Seiten des zentralen
Bereiches gelegen, die jeweils einen durch den genannten Hydraulikkolben gesteuerten
Kolben aufweisen. Dabei enthält die erste Verdichtungseinheit sowohl die erste als
auch die dritte Verdichtungsstufe und die zweite Verdichtungseinheit beinhaltet zumindest
die zweite Verdichtungsstufe. Für einen dreistufigen Gasverdichtungsprozeß, der für
das Erreichen hoher Drucke notwendig ist, sind also zwei Gehäuse und insgesamt fünf
räumlich voneinander getrennte Kolben notwendig, die seitens ihrer Dichtungen einem
Verschleiß unterliegen und die Funktionssicherheit beeinträchtigen.
[0004] Durch die US-A-4 345 880 ist ein gattungsgleicher Gasverdichter bekannt mit einem
mittels eines Antriebes bewegbaren abgestuften Kolben, der einen vierstufigen Verdichtungsprozeß
ermöglicht. Als Trennelement, längs dessen der Kolben verfahrbar im Gehäuse geführt
ist, dient ein sich bewegender hydraulischer Arbeitszylinder, der einen Arbeitskolben
aufweist, der den Hydraulikzylinder in zwei Fluidkammern veränderlichen Volumens unterteilt,
die zum Bewegen des Trennelementes von zwei voneinander getrennten Zuführungen wechselweise
mit einem Fluiddruck beaufschlagbar sind. Der bewegbare Gehäuseteil des als Hydrozylinder
ausgebildeten Trennelementes ist für den Antrieb des Verdichtungskolbens fest mit
diesem verbunden, der mit einer zylinderförmig geschlossenen Mantelfläche unter Beibehalten
eines Abstandes das Trennelement umgibt. Aufgrund dieser Ausgestaltung baut der bekannte
Gasverdichter insbesondere in Querrichtung groß auf und aufgrund der Teilevielfalt,
die durch die bewegbaren Komponenten auch einem Verschleiß unterliegen, ist die Funktionssicherheit
beeinträchtigt und ein erhöhter Wartungsaufwand gegeben.
[0005] Ausgehend von diesem Stand der Technik liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde,
eine Vorrichtung zum Verdichten von Gas zu schaffen, die ausgesprochen klein aufbauend
ist und mit der dennoch hohe Verdichtungswerte erreichbar sind sowie bei geringem
Montage- und Wartungsaufwand funktionssicher im Betrieb ist. Eine dahingehende Aufgabe
löst eine Vorrichtung mit den Merkmalen des Anspruches 1.
[0006] Dadurch, daß erfindungsgemäß für einen dreistufigen Verdichtungszyklus die beiden
Fluidkammern für den Kolbenantrieb von dem Kolben und dem Trennelement begrenzt sind
und das Trennelement in der Vorrichtung stillstehend angeordnet ist, ist eine Druckerhöhung
des Gases bei ausgesprochen klein aufbauender Vorrichtung von sehr kleinen auf sehr
hohe Werte ohne weiteres möglich, beispielsweise von 5 bar auf 400 bar. Aufgrund des
stillstehenden Trennelementes ist darüber hinaus der erfindungsgemäße Gasverdichter
mit wenig bewegbaren Bauteilen versehen, die einem Verschleiß unterliegen können,
was neben einem funktionssicheren Betrieb niedrige Herstell- und Wartungskosten mit
sich bringt.
[0007] Das stationär oder stillstehend angeordnete Trennelement, das man auch als sog. "Stator"
der Vorrichtung ansehen könnte, erlaubt mithin unmittelbar die Fluidzuführung über
sein Inneres, so daß die längs des Außenumfanges des Trennelementes stattfindende
Bewegung des Kolbens, den man auch als Flugkolben bezeichnen könnte, keinesfalls behindert
ist. Als Fluid kommt vorzugsweise Drucköl zum Einsatz; es könnte jedoch auch ein pneumatischer
Antrieb für besondere Anwendungen des Verdichters gleichwirkend an die Stelle des
Fluidantriebes treten.
[0008] Mit der angesprochenen, innenliegenden hydraulischen Ansteuerung des Kolbens ist
eine Art doppeltwirkender Zylinder aufgebaut, wobei der Stator die Funktion der Kolbenstange
und der Flugkolben die Funktion des sonst üblicherweise feststehenden Zylindergehäuses
übernehmen. Hiermit entsteht eine zu einem sonstigen bekannten Zylinder "inverse"
Arbeitsweise mit dem Vorteil, daß Stator und Flugkolben nicht gegeneinander zu führen
sind, sondern vielmehr nur der Flugkolben gegen das Gehäuse geführt ist. Somit werden
die für die Führung notwendigen und grundsätzlich problematischen Abdichtstellen reduziert.
Ferner wirken auf den Stator keine Reaktionskräfte ein und die bei den Zylindern üblicher
Art oft benutzten Zuganker entfallen. Der Flugkolben selbt wird bei der erfindungsgemäßen
Vorrichtung nur auf Zug beansprucht, so daß alle konstruktiven Maßnahmen gegen die
sonst üblicherweise auftretende Knickbeanspruchung des Kolbens bei Zylindern entfallen.
[0009] Bei einer bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung weisen für
die Reihenschaltung der Trennkammern diese jeweils mindestens ein Ein- und ein Auslaßventil
auf, wobei das jeweilige Einlaßventil einer in der Reihe nachfolgenden Trennkammer
über eine Verbindungsleitung mit dem ihm zugeordneten Auslaßventil der vorangegangenen
Trennkammer verbunden ist. Auf diese Art und Weise läßt sich mit nur sechs Ventilen
der dreistufige Verdichtungsvorgang realisieren, was der Betriebssicherheit der Vorrichtung
zugute kommt.
[0010] Vorzugsweise sind die Einlaß- und Auslaßventile aus gegenläufig arbeitenden Rückschlagventilen
gebildet und paarweise für eine Verdichterstufe eingesetzt, wobei vorzugsweise sog.
"Bernoulli-Ventile" zum Einsatz kommen können, wie sie in der deutschen Gebrauchsmuterschrift
G 94 08 660.5 der Anmelderin beschrieben sind. Es hat sich gezeigt, daß diese dynamisch
umsteuernden Rückschlagventile nahezu unempfindlich gegen Rückwirkungen aus Hochdruckleitungen
sind, so daß ein störungssicherer Betrieb des Verdichters gewährleistet ist. Mit den
angesprochenen "Bernoulli-Ventilen" können zum einen die Schadräume minimal gehalten
werden und zum anderen werden keine externen Einrichtungen zum Ansteuern der Ventile
benötigt, beispielsweise in Form einer Nockenwelle.
[0011] Bei einer besonders bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung
ist das Innere des Kolbens über einen Druckentlastungskanal mit der Umgebung verbindbar,
wobei ein vorzugsweise auf Umgebungsdruck gehaltener Entlastungsraum von dem Trennelement
im Kolben und im Gehäuse begrenzt ist. Aufgrund dieser Druckentlastung zur Atmosphäre
hin sind bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung die Öl- und die Gasseite zuverlässig
voneinander getrennt. Eventuell austretendes Lecköl kann unmittelbar in den Tank rückgeführt
werden, wobei wegen der vorgenommenen Druckentlastung der anstehende Gasdruck immer
größer ist.
[0012] Bei einer weiteren besonders bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung
weist der bewegbare Kolben eine Verdrehsicherung auf, die mit einer die Lage des Kolbens
anzeigenden Zeigereinrichtung versehen ist, die zum Umschalten der Bewegungsrichtung
des Kolbens in seinen beiden Totpunktstellungen mit einer Umschalteinrichtung mit
Endlagenschaltern zusammenwirkt. Auf diese Weise werden drei Funktionen - Verdrehsicherung,
Positionsanzeige des Kolbens und Ansteuerung desselben - mit nur einer Baueinheit
an zentraler Stelle der Vorrichtung verwirklicht, was wiederum deren geringer Baugröße
zugute kommt.
[0013] Bei einer bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist mit fortschreitender
Druckerhöhung die in der jeweiligen Trennkammer wirkende Kolbenfläche des Kolbens
kleiner als die Kolbenfläche in der vorangegangenen Druckstufe ausgebildet. Die angesprochenen
Flächenverhältnisse der Trenn- oder Druckkammern bestimmen neben dem Fluid- oder Öldruck
des Antriebes den maximal erreichbaren Enddruck des Verdichters, wobei bei den gewählten
abgestuften Flächenverhältnissen bei Erreichen eines vorgebbaren maximalen Enddruckwertes
der Kolben einfach stehen bleibt, so daß eine Überlastung durch Druck- und Temperatureinfluß
mit Sicherheit vermieden ist.
[0014] Bei einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung
sind, zumindest bei einem Teil der Verbindungsleitungen, an diese Wärmetauscher angeschlossen.
Hierdurch kann die bei der Kompression des Verdichters entstehende Wärme abgeführt
werden, was wiederum der Funktionssicherheit der Vorrichtung zugute kommt.
[0015] Bei einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung
ist über den Druckentlastungskanal in das Innere des Kolbens und/oder in den Entlastungsraum
ein Kühlmittel zuführbar. Hierdurch läßt sich die beim Verdichtungsvorgang im Bereich
des Kolbens auftretende Wärme besser abführen.
[0016] Bei einer besonders bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung
ist der Gasaustrag stufenlos über eine Ansteuerung der in die Fluidkammern, vorzugsweise
mittels einer Pumpe und/oder einer Drossel, zuführbaren Fluidmengen vorgebbar. Der
Gasaustrag des Verdichters kann mithin unabhängig von den Druckverhältnissen stufenlos
durch eine Regelung der Fluidfördermenge geregelt werden, wobei sich einmal eine Einstellung
über die vorgebbare Fördermenge der Pumpe anbietet und zusätzlich oder alternativ
eine Einstellung über eine regelbare Drossel erfolgt. Eine weitere Möglichkeit bietet
eine bedarfsgesteuerte Verlängerung der Umschaltzeit an den beiden Totpunktstellungen
des Kolbens, so daß auch bei niedrigem Durchsatz ein hoher Wirkungsgrad garantiert
werden kann.
[0017] Die erfindungsgemäße Vorrichtung wird vorzugsweise für eine Gasinnendruckanlage verwendet,
bei der die zum Hochdruck verdichteten Gasmengen in einem Speicher bevorratet werden,
von dem aus die für einen Spritzgußvorgang für die Form notwendigen Gasmengen abrufbar
sind. Es hat sich gezeigt, da3 mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung sich Gasinnendruckanlagen
wirtschaftlicher betreiben lassen, als mit den bisher bekannten Kompressoren. Durch
Abrufen der für einen Spritzgußvorgang notwendigen, hochverdichteten Gasmengen aus
dem Speicher ist ein reibungsfreier Betrieb von Spritzgußmaschinen jedweder Art möglich.
[0018] Im folgenden ist die erfindungsgemäße Vorrichtung anhand der Zeichnung näher erläutert.
[0019] Es zeigen:
- Fig.1
- einen Längsschnitt durch den Verdichter;
- Fig.2
- einen um 90° gegenüber der Darstellung in Fig.1 versetzt dargestellten Längsschnitt
durch den Verdichter;
- Fig.3
- eine der Darstellung in Fig.1 entsprechende Ansicht des Verdichters;
- Fig.4
- eine der Darstellung in Fig.2 entsprechende Ansicht des Verdichters;
- Fig.5
- eine Ansicht des Verdichters in Richtung des Pfeiles X in Fig.1 gesehen;
- Fig.6
- eine Ansicht des Verdichters in Richtung des Pfeiles Y in Fig.1 gesehen;
- Fig.7
- einen Schnitt längs der Linie Z - Z in Fig.3;
- Fig.8,9
- eine Darstellung eines Wärmetauschers, teilweise im Längsschnitt und in Ansicht bzw.
eine Ansicht in Richtung des Pfeiles W in Fig.8 gesehen;
- Fig.10,11
- eine Prinzipdarstellung der erfindungsgemäßen Vorrichtung mit einer Darstellung des
Kolbens in seinen beiden Totpunktstellungen;
- Fig.12
- verschiedene Volumen- und Druckverläufe, wie sie in den Kammern I bis V der Vorrichtung
herrschen;
- Fig.13
- die Darstellung eines Schaltbildes einer Gasinnendruckanlage, bei dem der erfindungsgemäße
Verdichter Anwendung findet.
[0020] Die in Fig.1 dargestellte erfindungsgemäße Vorrichtung weist ein als Ganzes mit 10
bezeichnetes, jedoch aus mehreren Teilen bestehendes Gehäuse auf. Gemäß der Darstellung
in Fig.1 ist in der unteren Hälfte der Vorrichtung und innerhalb des Gehäuses 10 angeordnet
ein Trennelement 12 vorhanden. Längs des Trennelementes 12 ist bewegbar ein Kolben
14 geführt, der für einen dreistufigen Verdichtungszyklus zwei Totpunktstellungen
durchfährt und der für die Aufnahme des zu verdichtenden Gases, vorzugsweise in Form
von Stickstoffgas, mit dem Gehäuse 10 drei in Reihe hintereinander geschaltete Trennkammern
III, IV und V begrenzt, die die Verdichtungskammern des Verdichters bilden.
[0021] Für die Reihenschaltung der Trennkammern III, IV und V weisen diese drei Einlaßventile
16a,b,c sowie drei Auslaßventile 18a,b,c auf. Das Ventilpaar 16a,18a ist dabei Teil
der ersten Saug- bzw. Druckstufe, wohingegen das Ventilpaar 16b,18b Teil der zweiten
Saug- bzw. Druckstufe und das Ventilpaar 16c,18c Teil der dritten Saug- bzw. Druckstufe
des Verdichters sind. Wie insbesondere die Fig.1 zeigt, ist das jeweilige Einlaßventil
16b,16c einer in der Reihe nachfolgenden Trennkammer IV, V über eine Verbindungsleitung
20, die in der Fig.1 nur schematisch dargestellt ist, mit dem ihm zugeordneten Auslaßventil
18a bzw. 18b der vorangegangenen Trennkammer III bzw. IV verbunden. Neben den beiden
Verbindungsleitungen 20 ist eine an das Einlaßventil 16a angeschlossene Einlaßleitung
22 für Gas niederen Druckes und eine Auslaßleitung 24, die an das Auslaßventil 18c
angeschlossen ist, vorhanden, über die das mittels des Verdichters hoch verdichtete
Gas für seine weitere Verwendung weitergeleitet wird.
[0022] Für den Antrieb des Kolbens 14 weist das Trennelement 12 zwei voneinander getrennte
Zuführungen 26a,b für das Fluid in Form von Hydrauliköl auf, die mit ihrem einen Ende
28a,b jeweils in eine Fluid- bzw. Ölkammer I,II veränderlichen Volumens münden, die
mittels einer Abdichtung 30 voneinander getrennt und die von dem Kolben 14 und dem
Trennelement 12 begrenzt sind. Die Abdichtung 30 ist durch einen am Trennelement 12
angeordneten Trennwulst gebildet, längs dessen Außenumfang in üblicher und daher nicht
näher beschriebener Weise ein Dichtring verläuft.
[0023] Ein im Bereich der Unterseite des Verdichters angeordneter Entlastungsraum VI ist
von dem Trennelement 12, dem Kolben 14 und dem Gehäuse 10 begrenzt. Dieser Entlastungsraum
VI wird auf Umgebungsdruck gehalten, indem, wie dies insbesondere die Fig.7 zeigt,
er über drei seitliche Ausnehmungen 32 mit der Umgebung in Verbindung steht, die von
vier Längsstegen 34 des Gehäuses 10 seitlich begrenzt werden. Zwar sind über die Ausnehmungen
32 schalenartige Gehäusesegmente 36 gelegt, die mit den Längsstegen 34 fest verbunden
sind, jedoch ist die derart hergestellte Abdeckung nicht druckdicht, mit der Folge,
daß sich der Umgebungsdruck im Entlastungsraum VI einstellt. Ein weiterer Entlastungsraum
VII ist durch das Innere des Kolbens 14 gebildet, der über einen Druckentlastungskanal
38 mit der Umgebung in Verbindung steht, so daß auch im Entlastungsraum VII sich der
Umgebungsdruck einstellt. Wie dies insbesondere die Fig.6 zeigt, kann sich der angesprochene
Druckentlastungskanal 38 an seinem zur Umgebung hinweisenden Ende auch in zwei Kanalabschnitte
38a,b aufteilen.
[0024] Wie insbesondere die Fig.2 bis 4 sowie 7 zeigen, weist der bewegbare Kolben 14 eine
mit 40 bezeichnete Verdrehsicherung auf, die mit einer die Lage des Kolbens 14 anzeigenden
Zeigereinrichtung 42 versehen ist, die zum Umschalten der Bewegungsrichtung des Kolbens
14 in seinen beiden Totpunktstellungen mit einer Umschalteinrichtung (nicht dargestellt)
mit zwei einander in Verfahrrichtung des Kolbens 14 gegenüberliegenden Endlagenschaltern
44 zusammenwirkt.
[0025] Wie insbesondere aus den Fig.1 und 2 hervorgeht, sind die einzelnen Kammern I bis
VII des Verdichters jeweils durch übliche und daher nicht näher beschriebene Gleitdichtungen
voneinander getrennt. Der Kolben 14 wird, um ein Verklemmen oder Kippen zu vermeiden,
als einzig mit größerem Verfahrweg bewegtes Teil der Vorrichtung an zwei weit auseinanderliegenden
Stellen durch Führungsbänder 46 geführt. So ist einmal für den Kolben 14 zwischen
den Kammern III und IV eine Führung unmittelbar gegen das Gehäuse 10 vorgesehen, wohingegen
die zweite Führung des Kolbens 14 längs des zylindrischen Außenumfanges des Trennelementes
12 erfolgt. Eine weitere dritte oder Mittenführung ist zwischen der Abdichtung 30
des Trennelementes 12 und den die Räume I und II bildenden Innenumfang des Kolbens
14 gegeben. Besonders wichtig bei der Herstellung ist demgemäß, zwei Toleranzen für
die Führungsqualität zu beachten, nämlich zum einen die Konzentrizität zwischen Lauffläche
des Kolbens 14 und der Öldruckkammer II und zum anderen das Fluchten der Gehäuselängsachse
mit der Längsachse des Trennelementes 12. Durch die feste Einbaulage des Trennelementes
12 über eine Endkappe 48 kann die fluchtende Lage mit Hilfe einer mit 50 bezeichneten
sog. "Stuewe-Reibschlußverbindung" (Schrumpfscheibe HSD 50) genau eingestellt werden.
[0026] Gegenüber der das Fußteil des Gehäuses 10 bildenden Endkappe 48 ist als weiteres
Gehäuseteil ein Kopfteil 52 vorhanden, auf den die Aufnahmen 54 mit den Rückschlagventilen
16c und 18c aufgesetzt sind. Die Aufnahmen 54 für die Rückschlagventile sind standardisierte
Bauteile und werden, wie dies insbesondere die Fig.3 zeigt, für alle Rückschlagventile
16,18 zum Einsatz gebracht. Das Kopfteil 52 weist eine Mittenbohrung 56 auf, in die
der Kolben 14 mit einer zylindrischen Verlängerung 58 eingreift, die wiederum von
einer mittig angeordneten Sackbohrung 60 durchgriffen ist. Die Länge der Verlängerung
58 ist derart bemessen, daß auch in der untersten Verfahrstellung des Kolbens 14 die
Verlängerung 58 noch in die Zylinder- oder Mittelbohrung 56 eingreift.
[0027] Die erste wirksame Kolbenfläche 62 ist durch die in der Fig.1 oben dargestellte Stirnseite
des Kolbens 14 gebildet, die seitlich von dem Außenumfang des Kolbens 14 im Bereich
der Führungsbänder 46 und dem Außenumfang der zylindrischen Verlängerung 58 begrenzt
ist. Die zweite wirksame Kolbenfläche 64 ist unterhalb des oberen Führungsbandes 46
absatzartig im Kolben 14 angeordnet und ist radial von dem Außenumfang des Kolbens
14 sowie dem Innenumfang des Gehäuses 10 im Bereich der Kammer IV begrenzt. Die dritte
Kolbenfläche 66 ist durch die Spitze der Verlängerung 58 gebildet und radial vom Außenumfang
der Verlängerung 58 begrenzt. Die bei der Verdichtung mit fortschreitender Druckerhöhung
in der jeweiligen Trennkammer III, IV, V wirkende Kolbenfläche 62,64,66 des Kolbens
14 ist kleiner ausgebildet als die Kolbenfläche in der jeweils vorangegangenen Druckstufe.
Die erste Kolbenfläche 62 ist also größer ausgebildet als die zweite 64 und diese
wiederum größer als die dritte Kolbenfläche 66.
[0028] Der Teil des Gehäuses 10, der die Trennkammern III und IV begrenzt und der endseitig
jeweils ein Paar an Aufnahmen 54 mit Ventilen 16a,18a und 16b,18b aufweist, ist endseitig
über entsprechende Dichtungen druckdicht gegenüber der Umgebung abgeschlossen, was,
wie bereits beschrieben, für den in der Fig.1 unten dargestellten Gehäuseteil mit
den seitlichen Ausnehmungen 32 nicht der Fall ist. Über den Druckentlastungskanal
38 des Trennelementes 12 ist in das Innere VII des Kolbens 14 und gegebenenfalls in
den weiteren Entlastungsraum VI ein Kühlmittel (nicht dargestellt) zuführbar. Durch
die beschriebenen druckentlasteten Räume VI und VII ist die Öl- und Gasseite des Verdichters
sicher getrennt. Zugleich wird durch die Kammer VII eine minimal bewegte Masse des
Kolbens 14 erreicht, womit die sonst üblichen Probleme durch die großen Trägheitskräfte
der bewegten Massen bei bekannten Verdichtern vermieden sind. Durch das Einbringen
eines Kühlmediums über die Entlastungsbohrung 38 kann das Kühlmedium direkt an der
thermisch besonders druckbelasteten Innenseite des Kolbens 14 wirken. Um einen optimalen
Wirkungsgrad des Verdichters zu erreichen, sind die Verdichtungsverhältnisse, die
Schadräume und die Wirkungsgrade der einzelnen Stufen entsprechend ausgelegt.
[0029] Wie dies insbesondere die Fig.2 zeigt, ist es vorgesehen, auf die im Betrieb des
Verdichters bewegte Zeigereinrichtung 42 eine durchsichtige Kappe 68 aufzusetzen,
die mit dem Außenumfang des Gehäuses 10 fest verbunden ist. Durch Wechseln der Druckbeaufschlagung
und Druckentlastung über die Zuführungen 26a,b werden die Fluidkammern II bzw. I abwechselnd
mit Hydrauliköl befüllt bzw. wieder entleert, so daß der Kolben 14 in axialer Richtung
hin und her bewegt wird. Hierbei kommt die Zeigereinrichtung der Verdrehsicherung
40 in den beiden Totpunktstellungen des Zylinders 14 abwechselnd in die Nähe oder
in Berührung mit dem oberen und unteren Endlagenschalter 44, die dann geschaltet als
Teil der Umschalteinrichtung (nicht dargestellt) den Umsteuervorgang der Hydraulikzufuhr
bzw. -abfuhr aus den Fluidkammern I,II ansteuern. Wie insbesondere die Fig.7 zeigt,
besteht die Zeigereinrichtung 42 aus zwei kragenartigen Halsteilen, welche mittels
einer Schraubverbindung und einem Schwalbenschwanzschloß auf. den Außenumfang des
Kolbens 14 festgeklemmt werden. Die Kolbenführung erfolgt über die Zeigereinrichtung
42, welche durch zwei PTFE-Scheiben in einer der vier Längsöffnungen 32 geführt werden.
Hierdurch ist eine radiale Bewegung des Kolbens sicher vermieden.
[0030] In die Verbindungsleitungen 20 kann jeweils ein Wärmetauscher 72 geschaltet werden,
der als Kühleinrichtung dient und der die beim Verdichtungsvorgang auftretende Wärme
des Gases diesem entzieht. Der hierfür zum Einsatz kommende Wärmetauscher nach den
Fig.8 und 9 weist Anschlußstellen 74a,b auf, die an die jeweilige Verbindungsleitung
20 angeschlossen werden und die dem Ein- bzw. Ausleiten des Gases in den bzw. aus
dem Wärmetauscher 72 dienen. Wie insbesondere die Fig.8 zeigt, wird das Gas über eine
Wendel 76 innerhalb des Wärmetauschers 72 geführt und im Gegenstrom mittels Wasser
gekühlt, das über die Anschlüsse 78 in den und aus dem Wärmetauscher 72 gelangt. Dahingehende
Wärmetauscher sind der Fachwelt hinreichend bekannt, so daß hierauf nicht mehr näher
eingegangen wird. Das mittels des Wärmetauschers 72 gekühlte Gas wird dann für einen
weiteren Komprimierungsvorgang über die jeweilige Verbindungsleitung 20 erneut dem
Verdichter zur Verfügung gestellt. Im Kopfteil 52 sowie im mittleren Abschnitt des
Gehäuses 10 der die Trennräume III und IV umfaßt, sind Meßanschlüsse 79 vorgesehen
(Fig. 2), in die Druckindikatoren zur Überwachung der Vorrichtung eingesetzt werden
können. Solche Meßindikatoren können auch an anderer Stelle der Vorrichtung, sofern
notwendig, entsprechend eingesetzt werden.
[0031] Im folgenden wird die erfindungsgemäße Vorrichtung anhand der Fig. 10 bis 12 näher
erläutert, wobei der besseren Darstellung und Übersichtlichkeit wegen die Fig. 10
und 11 die Vorrichtung nur in prinzipieller Darstellung zeigen. Die zu der prinzipiellen
Darstellung gemachten Ausführungen gelten jedoch ebenso für den Verdichter nach den
Fig. 1 bis 9. In der Fig. 12 sind die Volumen- und Druckverhältnisse für die Kammern
I bis V wiedergegeben, wobei die Verhältnisse auf der in der Fig. 12 gesehen linken
Bildhälfte zwischen den beiden senkrecht angeordneten Strichlinien den Umschaltvorgang
des Kolbens 14 von seiner unteren in der Fig. 11 dargestellten Totpunktstellung in
die obere Totpunktstellung nach der Fig. 10 betreffen und in die Fig. 12 rechts davon
angeordneten Kurvenverläufe bis zum nächsten senkrechten Strichlinienverlauf den Umschaltvorgang
von einer Darstellung nach der Fig. 10 in die Fig. 11 betreffen. Die gesamte Darstellung
der Fig. 12 zwischen den beiden äußersten einander abgewandten senkrechten Strichlinien
betreffen also das Durchlaufen des Kolbens 10 zwischen zwei aufeinander folgenden
Totpunktstellungen und bilden einen dreistufigen Verdichtungszyklus. Nach Ablauf dieses
Zyklusses beginnt ein neuer Vorgang, was in der Fig. 12 andeutungsweise auf der rechten
Bildhälfte randseitig dargestellt ist.
[0032] Durch Druckbeaufschlagung über die Zuführleitung 26b mit Hydrauliköl wird die Fluidkammer
I befüllt und der Kolben 14 fährt von seiner in der Fig. 11 darstellten linken Totpunkt-
oder Endstellung in seine in der Fig. 10 gezeigte rechte Endstellung. Der damit einhergehende
Druckverlauf in der Fluidkammer I ist in Fig. 12 dargestellt. Mit dem Bewegen des
Kolbens 14 in seine rechte Endstellung wird über die Saugleitung 22 und das Rückschlagventil
16a Gas, beispielsweise Stickstoffgas, aus einem Behälter mit einem Druck von 5 bar
in die Niederdruckkammer III gesaugt.
[0033] Bei dieser Verfahrbewegung des Kolbens 14 geht sowohl das Volumen als auch der Druck
in der Fluidkammmer II auf Null zurück und das in der Kammer II befindliche Fluid
wird über die Zuführleitung 26a abgeführt. Ferner wird das in der Mitteldruckkammer
IV befindliche Gas über das Auslaßventil 18b und das Einlaßventil 16c in die Hochdruckkammer
V gebracht. Hierbei ergibt sich in der Kammer IV der in der Fig. 12 links gezeigte
Verdichtungsvorgang und für die Kammer V ein Ansaugen des Gases. Beim anschließenden
Umschalten mittels den Endlagenschaltern 44 der Umschalteinrichtung bewegt sich der
Kolben 14 von seiner in der Fig. 10 dargestellten Stellung erneut in seine frühere
obere Totpunktlage gemäß der Darstellung in Fig. 11 zurück. Diese Verfahrbewegung
wird dadurch erreicht, daß über die Zuführleitung 26a Fluid in die Kammer II gepumpt
wird, wohingegen die Kammer I über die Zuführleitung 26b drucklos gehalten ist.
[0034] Bei dieser erneuten Verfahrbewegung kommt es zu einem Verdichtungsvorgang des Gases
in der Kammer III, welches über das Auslaßventil 18a, die Verbindungsleitung 20 und
das Einlaßventil 16b in die Mitteldruckkammer IV gepreßt wird. Es kommt also zu einem
Ansaugvorgang in der Kammer IV gemäß der Darstellung auf der rechten Bildhälfte der
Fig. 12. Ferner kommt es zu einem Verdichtungsvorgang in der Hochdruckkammer V, so
daß in der zweiten Phase nach dem Umschalten die auf den gewünschten Enddruck verdichtete
Gasmenge über das Auslaßventil 18c und die Leitung 24 aus dem Verdichter abgeführt
wird. Das abgeführte Gas kann dann ohne weiteres auf 400 bar hochverdichtet sein.
Neben Stickstoffgas ist der Verdichter auch für die Komprimierung von Luft geeignet.
Nach Ablauf des dreistufigen Verdichtungs- und Saugvorganges beginnt ein eneuter Zyklus
wie eben beschrieben, d. h. der Kolben 14 verfährt erneut von seiner in der Fig. 11
dargestellten Stellung in eine nach der Fig. 10. Da die Räume VI und VII vorzugsweise
drucklos gehalten sind, mithin dort also die Druckwerte konstant sind, wurde davon
abgesehen, deren Druckverlauf in der Darstellung nach der Fig. 12 wiederzugeben. In
den Zuführungen 38a, b können zur Erleichterung des Umschaltvorganges gegenläufig
arbeitende Rückschlagventile (nicht dargestellt) eingesetzt sein.
[0035] Im folgenden wird anhand der Fig. 13 die Verwendung der Vorrichtung nach den Fig.
1 bis 12 für eine Gasinnendruckanlage aufgezeigt, wobei die an sich bekannte Gasinnendruckanlage
nur insoweit beschrieben wird als sie zur Erläuterung der Erfindung notwendig ist.
Der Gasaustrag des Verdichters ist stufenlos über eine Ansteuerung der in die Fluidkammern
I, II zuführbaren Fluidmengen vorgebbar. Hierzu kann man eine stufenlos einstellbare
Hydraulikpumpe 80 und/oder eine einstellbare Drossel 82 zum Einsatz bringen. Der Enddruck
auf der Gasseite des Verdichters hängt dabei nur vom Eingangsdruck und dem Verhältnis
der Verdichterkammern III bis V ab, wobei sich der Enddruck mit Hilfe des Eingangsdrucks
regeln läßt. Die Umschaltung der Fluidkammern I bis II wird über ein 4/3-Wegeventil
84 vorgenommen, das über die Endlagenschalter 44 der Umschalteinrichtung (nicht darstellt)
entsprechend angesteuert wird.
[0036] Die zum Hochdruck verdichteten Gasmengen werden über die Anschlußleitung 24, die
über ein Rückschlagventil 86 bekannter Bauart abgesichert ist, an einen Speicher 88
abgegeben, beispielsweise in Form eines Hydrospeichers. Das Gas wird dort bevorratet
und die für einen Spritzgußvorgang für die Form 90 notwendigen Gasmengen sind dann
abrufbar. Mit der in der Fig. 13 dargestellten Gasinnendruckanlage läßt sich also
ein kontinuierlicher Gaseintrag in eine Spritzgußform über einen Hydrospeicher 88
erreichen, wobei der Verdichter über die Zuführleitung 22 aus Stickstoffvorratsbehältern
92 mit Gas zum Laden der Kammer III versorgt wird. Da der erfindungsgemäße Verdichter
klein aufbaut und im übrigen kostengünstig herstellbar ist, läßt er sich in besonders
vorteilhafter Weise für Gasinnendruckanlagen jedweder Art einsetzen.
1. Vorrichtung zum Verdichten von Gas, mit einem Gehäuse (10), in dem ein Trennelement
(12) angeordnet ist, längs dessen ein mittels eines Antriebes bewegbarer Kolben (14)
geführt ist, der zwei Totpunktstellungen durchfährt, wobei für einen dreistufigen
Verdichtungszyklus der Kolben (14) für die Aufnahme des zu verdichtenden Gases mit
dem Gehäuse (10) drei in Reihe hintereinander geschaltete Trennkammern (III, IV, V)
begrenzt und wobei für den Antrieb des Kolbens (14) das Trennelement (12) zwei voneinander
getrennte Zuführungen (26a,b) für Fluid aufweist, die mit ihrem einen Ende (28a,b)
jeweils in eine Fluidkammer (I, II) veränderlichen Volumens münden, die mittels einer
Abdichtung (30) voneinander getrennt sind, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden
Fluidkammern (I,II) von dem Kolben (14) und dem Trennelement (12) begrenzt sind und
daß das Trennelement (12) in der Vorrichtung stillstehend angeordnet ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß für die Reihenschaltung der
Trennkammern (III, IV, V) diese jeweils mindestens ein Ein(16a,b,c)- und ein Auslaßventil
(18a,b,c) aufweisen und daß das jeweilige Einlaßventil (16b,c) einer in der Reihe
nachfolgenden Trennkammer (IV, V) über eine Verbindungsleitung (20) mit dem ihm zugeordneten
Auslaßventil (18a,b) der vorangegangenen Trennkammer (III, IV) verbunden ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Innere (VII) des
Kolbens (14) über einen Druckentlastungskanal (38) mit der Umgebung verbindbar ist
und daß ein vorzugsweise auf Umgebungsdruck gehaltener Entlastungsraum (VI) von dem
Trennelement (12), dem Kolben (14) und dem Gehäuse (10) begrenzt ist.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der bewegbare
Kolben (14) eine Verdrehsicherung (40) aufweist, die mit einer die Lage des Kolbens
(14) anzeigenden Zeigereinrichtung (42) versehen ist, die zum Umschalten der Bewegungsrichtung
des Kolbens (14) in seinen beiden Totpunktstellungen mit einer Umschalteinrichtung
mit Endlagenschaltern (44) zusammenwirkt.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß mit fortschreitender
Druckerhöhung die in der jeweiligen Trennkammer (III,IV,V) wirkende Kolbenfläche (62,64,66)
des Kolbens (14) kleiner als die Kolbenfläche in der vorangegangenen Druckstufe ausgebildet
ist.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß zumindest
bei einem Teil der Verbindungsleitungen an diese Wärmetauscher (72) angeschlossen
sind.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß über den
Druckentlastungskanal (38) des Trennelementes (12) in das Innere (VII) des Kolbens
(14) und/oder in den Entlastungsraum (VI) ein Kühlmittel zuführbar ist.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Gasaustrag
stufenlos über eine Ansteuerung der in die Fluidkammern (I,II), vorzugsweise mittels
einer Pumpe (80) und/oder einer Drossel (82), zuführbaren Fluidmengen vorgebbar ist.
9. Verwendung der Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8 für eine Gasinnendruckanlage,
bei der die zum Hochdruck verdichteten Gasmengen in einem Speicher (88) bevorratet
werden, von dem aus die für einen Spritzgußvorgang für die Form (90) notwendigen Gasmengen
abrufbar sind.
1. Apparatus for compressing gas, with a housing (10), in which a separating member (12)
is located, along which is guided a piston (14) able to be moved by means of a drive,
which piston travels through two dead centre positions, whereby for a three-stage
compression cycle the piston (14) for receiving the gas to be compressed defines with
the housing (10) three separating chambers (III, IV, V) connected in series one behind
the other and whereby for the drive of the piston (14) the separating member (12)
comprises two separate feeds (26a, b) for fluid, which by their one end (28a, b) open
respectively into a fluid chamber (I, II) of variable volume, which are separated
from each other by means of a gasket (30), characterised in that the two fluid chambers
(I, II) are defined by the piston (14) and the separating member (12) and that the
separating member (12) is arranged to be stationary in the apparatus.
2. Apparatus according to Claim 1, characterised in that for the series connection of
the separating chambers (III, IV, V) the latter each comprise at least one inlet valve
(16a, b, c) and one outlet valve (18a, b, c) and that the respective inlet valve (16b,
c) of a successive separating chamber (IV, V) is connected by way of a connecting
line (20) to the associated outlet valve (18a, b) of the preceding separating chamber
(III, IV).
3. Apparatus according to Claim 1 or 2, characterised in that the inside (VII) of the
piston (14) can be connected to the atmosphere by way of a pressure relief channel
(38) and that a relief chamber (VI) preferably kept at atmospheric pressure is defined
by the separating member (12), the piston (14) and the housing (10).
4. Apparatus according to one of Claims 1 to 3, characterised in that the movable piston
(14) comprises means for preventing torsion (40), which are provided with an indicator
device (42) indicating the position of the piston (14), which device (42) for reversing
the direction of movement of the piston (14) at its two dead centre positions, cooperates
with a reversing device with limit switches (44).
5. Device according to one of Claims 1 to 4, characterised in that with a progressive
pressure increase, the piston surface (62, 64, 66) of the piston (14) operating in
the respective separating chamber (III, IV, V) is constructed to be smaller than the
piston surface in the preceding pressure stage.
6. Apparatus according to one of Claims 2 to 5, characterised in that at least part of
the connecting lines are connected to this heat exchanger (72).
7. Apparatus according to one of Claims 4 to 6, characterised in that a coolant may be
supplied by way of the pressure relief channel (38) of the separating member (12)
to the inside (VII) of the piston (14) and/or to the relief chamber (VI).
8. Apparatus according to one of Claims 3 to 7, characterised in that the gas discharge
can be predetermined continuously by way of a control of the quantities of fluid to
be supplied to the fluid chambers (I, II), preferably by means of a pump (80) and/or
a restrictor (82).
9. Use of the apparatus according to one of Claims 1 to 8 for a gas internal pressure
system, in which the quantities of gas compressed to high pressure are stored in a
reservoir (88), from which the quantities of gas necessary for an injection moulding
process for the mould (90) can be supplied.
1. Dispositif pour la compression de gaz, équipé d'un carter dans lequel est disposé
un élément de séparation (12), le long duquel est guidé un piston (14) mobile au moyen
d'un entraînement et qui passe par deux positions de point mort, le piston (14) pour
la réception du gaz à comprimer avec le carter (10) délimitant trois chambres de séparation
(III, IV, V) montées en série pour un cycle de compression à trois étages et l'élément
de séparation (12) présentant deux arrivées (26a, b) séparées l'une de l'autre pour
le fluide pour l'entraînement du piston (14), qui débouchent chacune par l'une de
leurs extrémités (28a, b) dans une chambre à fluide (I, II) de volume variable, chambres
qui sont séparées l'une de l'autre par une étanchéité (30), caractérisé en ce que
les deux chambres à fluide (I, II) sont délimitées par le piston (14) et l'élément
de séparation (12) pour un cycle de compression à trois étages et en ce que l'élément
de séparation (12) est disposé de façon fixe dans le dispositif.
2. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que, pour le montage en série
des chambres de séparation (III, IV, V), celles-ci présentent respectivement au moins
une soupape d'entrée (16a, b, c) et une soupape de sortie (18 a, b, c) et en ce que
la soupape d'entrée (16b, c) respective d'une chambre de séparation (IV, V) consécutive
dans l'ordre est reliée par une conduite de connexion (20) à la soupape de sortie
(18a, b), qui lui est attribuée, de la chambre de séparation (III, IV) précédente.
3. Dispositif selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que l'intérieur (VII)
du piston (14) peut être relié par un canal de décharge de pression (38) à l'environnement
et en ce qu'un espace de décharge (VI) maintenu de préférence à la pression ambiante
est délimité par l'élément de séparation (12), le piston (14) et le carter (10).
4. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que
le piston (14) mobile présente une sécurité anti-torsion (40) pourvue d'un système
à aiguille (42) indiquant l'emplacement du piston (14) qui, pour l'inversion du sens
de déplacement du piston (14) dans ses deux positions de point mort, agit conjointement
avec un système inverseur avec des fins de course (44).
5. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que,
avec l'augmentation de pression progressive, la surface de piston (62, 64, 66), agissant
dans la chambre de séparation (III, IV, V) respective, du piston (14) est conçue avec
une dimension inférieure à la surface de piston à l'étage de pression précédent.
6. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 2 à 5, caractérisé en ce que,
au moins pour une partie des conduites de connexion, des échangeurs de chaleur (72)
sont raccordés à celles-ci.
7. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 4 à 6, caractérisé en ce qu'un
agent réfrigérant peut être amené par un canal de décharge de pression (38) de l'élément
de pression (12) à l'intérieur (VII) du piston (14) et/ou dans l'espace de décharge
(VI).
8. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 3 à 7, caractérisé en ce que
l'entraînement de gaz peut être prédéfini progressivement par une commande des quantités
de fluide qui peuvent être amenées dans les chambres à fluide (I, II), de préférence
au moyen d'une pompe (80) et/ou d'un système étrangleur (82).
9. Utilisation du dispositif selon l'une quelconque des revendications 1 à 8 pour une
installation à pression de gaz interne, sur laquelle les quantités de gaz comprimées
jusqu'à la haute pression sont stockées dans un accumulateur (88) à partir duquel
on peut appeler les quantités de gaz nécessaires pour une opération de moulage par
injection pour le moule (90).