[0001] Die Erfindung betrifft Wasch- oder Reinigungsmittel oder eine Komponente hierfür,
welche als Aniontensid Alk(en)ylsulfate und als Buildersubstanz kristalline Schichtsilikate
enthalten, sowie ein Verfahren zu ihrer Herstellung.
[0002] Kristalline schichtförmige Natriumsilikate der Formel NaMSi
xO
2x+1·yH
2O, wobei M Natrium oder Wasserstoff bedeutet, x eine Zahl von 1,9 bis 4 und y eine
Zahl von 0 bis 20 ist und bevorzugte Werte für x 2, 3 oder 4 sind, haben sich als
geeignete Substitute oder Teilsubstitute für die etablierten Gerüststoffe Phosphate
und Zeolithe erwiesen. Derartige kristalline Schichtsilikate werden beispielsweise
in der europäischen Patentanmeldung EP-A-0 164 514 beschrieben. Bevorzugte kristalline
Schichtsilikate sind solche, in denen M für Natrium steht und x die Werte 2 oder 3
annimmt. Insbesondere sind sowohl β- als auch δ-Natriumdisilikate Na
2Si
2O
5·yH
2O bevorzugt, wobei β-Natriumdisilikat beispielsweise nach dem Verfahren erhalten werden
kann, das in der internationalen Patentanmeldung W0-A-91/ 08171 beschrieben ist. β-Katriumdisilikat
ist unter der Bezeichnung SKS 7(
R), δ-Natriumdisilikat ist unter der Bezeichnung SKS 6(
R) im Handel erhältlich (Handelsprodukte der Hoechst AG, Bundesrepublik Deutschland).
Diese Pulver weisen im allgemeinen ein Schüttgewicht unter 600 g/l auf und besitzen
hohe Feinkornanteile, üblicherweise mehr als 30 Gew.-%, mit einer Teilchengröße unterhalb
0,1 mm.
[0003] Aus der europäischen Patentschrift EP-B-0 320 770 ist bekannt, daß sich bestimmte
kristalline Schichtsilikate, insbesondere Disilikate umkristallisieren lassen, wobei
es zwar möglich ist, daß nach dem Umkristallisieren eine andere Kristallmodifikation
vorliegt als vorher, im Endeffekt jedoch wieder eine kristalline Modifikation und
keine amorphe Modifikation vorhanden ist. Dabei ist es wesentlich, eine konzentrierte
Lösung des Schichtsilikats herzustellen, da in verdünnter Lösung und bei längerer
Einwirkung von Wasser, insbesondere bei höheren Temperaturen, Hydrolyse eintritt,
wodurch das Schichtsilikat zu niedermolekularen Bruchstücken abgebaut wird. Sind erst
einmal derartige Bruchstücke entstanden, so lassen diese sich nicht mehr in kristalline
Schichtsilikate überführen. Der Patentinhaber hat daraus gefolgert, daß auch Wasch-
oder Reinigungsmittel, welche kristalline Schichtsilikate enthalten, durch Sprühtrocknung
herstellbar sein sollten. Der Sprühvorgang sollte dabei bei Gaseintritts-Temperaturen
von 70 bis 300 °C und vorzugsweise von 100 bis 200 °C durchgeführt werden. Weitere
Bestandteile, welche in der sprühzutrocknenden Aufschlämmung enthalten sein können,
sind beispielsweise Aniontenside wie Alkylbenzolsulfonate und Alkylsulfate.
[0004] Gemäß der Lehre der internationalen Patentanmeldung WO-A-92/18594 treten jedoch bei
der üblichen Sprühtrocknung von Aufschlämmungen, welche kristalline Schichtsilikate
enthalten, hervorgerufen durch die Zerstörung ihrer physikalischen Struktur doch Verluste
in der Wirkung der kristallinen Schichtsilikate auf. Kristalline Schichtsilikate sollten
deshalb über andere Verfahrensmethoden in Wasch- oder Reinigungsmittel eingearbeitet
werden.
[0005] Offensichtlich müssen bei der Sprühtrocknung von Aufschlämmungen, welche kristalline
Schichtsilikate enthalten, besondere Parameter eingehalten werden, damit die anwendungstechnischen
Vorteile der kristallinen Schichtsilikate nicht verlorengehen. Diese Parameter werden
jedoch in der europäischen Patentschrift EP-B-0 320 770 nicht offenbart.
[0006] Wasch- oder Reinigungsmittel enthalten als Aniontenside üblicherweise Alkylbenzolsulfonate
und/oder Alkylsulfate. Alkylbenzolsulfonate besitzen jedoch den Nachteil, daß sie
aus petrochemischen Grundstoffen gewonnen werden und somit nicht zu den nachwachsenden
Rohstoffen zählen. Alkylsulfate, insbesondere Fettalkylsulfate basieren zwar auf nachwachsenden
Grundstoffen, doch ist andererseits bekannt, daß sie in hohen Mengen, d.h. in Mengen
von beispielsweise um 8 Gew.-% und darüber, insbesondere bei der herkömmlichen Sprühtechnologie
und insbesondere in Kombination mit Niotensiden zu granularen Mitteln mit einem nicht
akzeptablen Redispergierverhalten führen können. In der älteren deutschen Patentanmeldung
DE-A-42 42 185 werden Wasch- oder Reinigungsmittel mit Alk(en)ylsulfaten in Mengen
oberhalb 8 Gew.-% und kristallinen Schichtsilikaten in Mengen von 10 bis 60 Gew.-%
beschrieben, die nicht über die Sprühtrocknung der kristallinen Schichtsilikate, sondern
vorzugsweise durch Extrusion gemäß der internationalen Patentanmeldung WO-A-91/02047
erhalten werden.
[0007] Überraschenderweise wurde nun gefunden, daß es sehr wohl möglich ist, sprühgetrocknete
Wasch- oder Reinigungsmittel oder eine Komponente hierfür bereitzustellen, welche
Alk(en)ylsulfate und kristalline Schichtsilikate im sprühgetrockneten Anteil enthalten,
ohne daß das Mittel Verluste im Primär- und Sekundärwaschvermögen gegenüber Mitteln,
welche nicht durch Sprühtrocknung hergestellt wurden, aufweist.
[0008] Gegenstand der Erfindung ist dementsprechend in einer ersten Ausführungsform ein
Wasch- oder Reinigungsmittel oder eine Komponente hierfür, welche(s) Alk(en)ylsulfate
und kristalline Schichtsilikate der allgemeinen Formel NaMSi
xO
2x+1·yH
2O, wobei M Natrium oder Wasserstoff bedeutet, x eine Zahl von 1,9 bis 4 und y eine
Zahl von 0 bis 20 ist, enthält, wobei es oder sie Alk(en)ylsulfate in Mengen zwischen
5 und 30 Gew.-% und kristalline Schichtsilikate in Mengen zwischen 30 und 80 Gew.-%,
bezogen auf die wasserfreie Aktivsubstanz, enthält und in sprühgetrockneter Form vorliegt.
[0009] Als Alk(en)ylsulfate werden die Schwefelsäurehalbester der C
12-C
18-Fettalkohole, beispielsweise aus Kokosfettalkohol, Talgfettalkohol, Lauryl-, Myristyl-,
Cetyl- oder Stearylalkohol, oder der C
10-C
20-Oxoalkohole, und diejenigen sekundärer Alkohole dieser Kettenlänge bevorzugt. Weiterhin
bevorzugt sind Alk(en)ylsulfate der genannten Kettenlänge, welche einen synthetischen,
auf petrochemischer Basis hergestellten geradkettigen Alkylrest enthalten, die ein
analoges Abbauverhalten besitzen wie die adäquaten Verbindungen auf der Basis von
fettchemischen Rohstoffen. Aus waschtechnischem Interesse sind C
16-C
18-Alk(en)ylsulfate insbesondere bevorzugt. Dabei kann es auch von besonderem Vorteil
und insbesondere für maschinelle Waschmittel von Vorteil sein, C
16-C
18-Alk(en)ylsulfate in Kombination mit kurzkettigen Alkylsulfaten, vorzugsweise Mischungen
aus C
12-C
14-Fettalkylsulfaten oder Mischungen aus C
12-C
18-Fettalkylsulfaten mit C
16-C
18-Fettalkylsulfaten und insbesondere C
12-C
16-Fettalkylsulfaten mit C16-C18-Fettalkylsulfaten, einzusetzen. In einer weiteren bevorzugten
Ausführungsform der Erfindung werden jedoch nicht nur gesättigte Alkylsulfate, sondern
auch ungesättigte Alkenylsulfate mit einer Alkenylkettenlänge von vorzugsweise C
16 bis C
22 eingesetzt. Dabei sind insbesondere Mischungen aus gesättigten, überwiegend aus C
16 bestehenden sulfierten Fettalkoholen und ungesättigten, überwiegend aus C
18 bestehenden sulfierten Fettalkoholen bevorzugt.
[0010] Auch die Schwefelsäuremonoester der mit 1 bis 6 Mol Ethylenoxid ethoxylierten geradkettigen
oder verzweigten C
7-C
21-Alkohole, wie 2-Methyl-verzweigte C
9-C
11-Alkohole mit im Durchschnitt 3,5 Mol Ethylenoxid (E0) oder C
12-C
18-Fettalkohole mit 2 bis 4 E0, sind geeignet. Sie werden in Waschmitteln aufgrund ihres
hohen Schaumverhaltens nur in relativ geringen Mengen, beispielsweise in Mengen von
1 bis 5 Gew.-% eingesetzt.
[0011] Der Gehalt der erfindungsgemäßen Wasch- oder Reinigungsmittel bzw. der sprühgetrockneten
Komponenten hierfür an diesen Alk(en)ylsulfaten liegt vorzugsweise oberhalb 8 Gew.-%
und liegt insbesondere in Mengen zwischen 10 und 25 Gew.-%, jeweils bezogen auf die
sprühgetrocknete Komponente, vor. Besonders vorteilhaft sind Mengen zwischen 12 und
20 Gew.-% (jeweils bezogen auf die sprühgetrocknete Komponente) an Alk(en)ylsulfaten.
[0012] Die erfindungsgemäßen Mittel bzw. Komponenten können auch noch weitere zusätzliche
Aniontenside, beispielsweise Alkylbenzolsulfonate, Olefinsulfonate, Alkansulfonate,
Ester von α-Sulfofettsäuren bzw. deren Disalze, sulfierte Fettsäureglycerinester,
Alkylsulfosuccinate oder Mischungen aus diesen enthalten. In einer besonders bevorzugten
Ausführungsform der Erfindung enthalten die Mittel bzw. Komponenten jedoch außer den
Alk(en)ylsulfaten keine zusätzlichen Aniontenside. Lediglich Seifen, vorzugsweise
in Mengen von 0,2 bis etwa 5 Gew.-%, bezogen auf das fertige Wasch- oder Reinigungsmittel,
können enthalten sein. Geeignet sind dabei gesättigte Fettsäureseifen, wie die Salze
der Laurinsäure, Myristinsäure, Palmitinsäure oder Stearinsäure, sowie insbesondere
aus natürlichen Fettsäuren, zum Beispiel Kokos-, Palmkern- oder Talgfettsäuren, abgeleitete
Seifengemische. Dabei ist es auch möglich, daß die Seifen nicht in der sprühgetrockneten
Komponente enthalten sind, sondern nachträglich hinzugemischt werden.
[0013] Die Alk(en)ylsulfate und Seifen können in Form ihrer Natrium-, Kalium-oder Ammoniumsalze
sowie als lösliche Salze organischer Basen, wie Mono-, Di- oder Triethanolamin, vorliegen.
Vorzugsweise liegen die anionischen Tenside in Form ihrer Natrium- oder Kaliumsalze,
insbesondere in Form der Natriumsalze vor.
[0014] Als besonders bevorzugte kristalline Schichtsilikate werden Disilikate und dabei
vor allem β-Katriumdisilikate und δ-Katriumdisilikate eingesetzt. Ihr Gehalt beträgt
vorzugsweise 35 bis 70 Gew.-% und insbesondere 40 bis 65 Gew.-%, jeweils bezogen auf
die wasserfreie Aktivsubstanz in der sprühgetrockneten Komponente.
[0015] Wasch- oder Reinigungsmittel, welche eine sprühgetrocknete Komponente mit Alk(en)ylsulfaten
und kristallinen Schichtsilikaten in der angegebenen Zusammensetzung enthalten, weisen
im Vergleich zu rezepturgleichen Mitteln, welche aber Alk(en)ylsulfate und kristalline
Schichtsilikate nicht in einer sprühgetrockneten Komponente enthalten, bei gleichbleibendem
Primärwaschvermögen ein wesentlich verbessertes Sekundärwaschvermögen auf. Dies zeigt
sich sowohl in der Inkrustationsinhibierung als auch in der Vergrauungsinhibierung.
[0016] Besonders überraschend war jedoch, daß die sprühgetrocknete Komponente, die entweder
als Wasch- oder Reinigungsmittel allein oder nach Aufbereitung mit weiteren Inhaltsstoffen
von Wasch- oder Reinigungsmitteln eingesetzt wird, ein sehr gutes Redispergiervermögen
aufweist. Das Redispergiervermögen ist nicht nur im Vergleich zu rezepturgleichen
Mitteln, welche nicht Alk(en)ylsulfate und kristalline Schichtsilikate einer sprühgetrockneten
Komponente enthalten, sondern auch gegenüber Produkten auf sprühgetrockneter Basis,
welche Alk(en)ylsulfate und Zeolith anstelle der kristallinen Schichtsilikate enthalten,
signifikant verbessert.
[0017] Es ist noch nicht genau geklärt, wodurch diese vorteilhaften Effekte hervorgerufen
werden. Möglich ist es entweder, daß die in der sprühzutrocknenden Aufschlämmung eingesetzten
kristallinen Schichtsilikate auch nach der Sprühtrocknung eine kristalline Struktur
aufweisen, oder, daß sie in eine andere, gegebenenfalls nicht kristalline Modifikation
mit bisher noch nicht aufgeklärter Struktur überführt werden, wobei diese Modifikation
jedoch eine mindestens ebenso gute Waschwirkung besitzt wie die der ursprünglich eingesetzten
kristallinen Schichtsilikate. Eine weitere Vermutung geht dahin, daß die eingesetzten
Alk(en)ylsulfate und die kristallinen Schichtsilikate in der wäßrigen Aufschlämmung
eine positive Wechselwirkung eingehen, wodurch bei der Wiederauflösung der sprühgetrockneten
Granulate in Wasser eine Gelierung der Alk(en)ylsulfate einerseits und die Fragmentierung
der Polyanionen der kristallinen Schichtsilikate andererseits vermieden bzw. zumindest
zurückgedrängt werden. Zum anderen hat es sich allerdings auch gezeigt, daß derartige
wäßrige Aufschlämmungen unter relativ schonenden Sprühtrocknungbedingungen verarbeitet
werden können. Das weiter unten angegebene Verfahren zur Herstellung der Wasch- oder
Reinigungsmittel oder einer sprühgetrockneten Komponente hierfür ist deshalb ebenfalls
Gegenstand dieser Erfindung.
[0018] Das erfindungsgemäße Wasch- oder Reinigungsmittel bzw. die sprühgetrocknete Komponente
hierfür kann noch weitere, übliche Inhaltsstoffe von sprühgetrockneten Wasch- oder
Reinigungsmitteln enthalten. Dazu gehören insbesondere weitere Buildersubstanzen;
in einer besonders bevorzugten Ausführungsform der Erfindung enthält die sprühgetrocknete
Komponente jedoch keinen Zeolith. Ebenso ist es bevorzugt, daß die sprühgetrocknete
Komponente keine zusätzlich eingesetzten Carbonate enthält. Unter zusätzlich eingesetzten
Carbonaten werden Mengen an Carbonaten verstanden, die nicht über den Herstellungsprozeß
oder durch Verunreinigungen der Rohstoffe in die wäßrige sprühzutrocknende Aufschlämmung
eingeschleppt werden.
[0019] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung enthält die sprühgetrocknete
Komponente jedoch weitere organische Buildersubstanzen. Hierzu gehören insbesondere
Polycarbonsäuren und/oder deren Salze, vorzugsweise in Form ihrer Natriumsalze eingesetzte
Polycarbonsäuren wie Citronensäure, Adipinsäure, Bernsteinsäure, Glutarsäure, Weinsäure,
Zuckersäuren, Aminocarbonsäuren und Nitrilotriessigsäure, sofern ein derartiger Einsatz
aus ökologischen Gründen nicht zu beanstanden ist, sowie Mischungen aus diesen. Bevorzugte
Salze sind die Salze der Polycarbonsäuren wie Citronensäure, Adipinsäure, Bernsteinsäure,
Glutarsäure, Weinsäure, Zuckersäuren und Mischungen aus diesen. Besonders bevorzugt
ist der Einsatz von Mischungen von Dicarbonsäuren wie Sokalan DCS(
R) (Handelsprodukt der BASF, Deutschland) und insbesondere von Citronensäure und/oder
Citrat.
[0020] Auch polymere Polycarboxylate, beispielsweise Natriumsalze der Homo-und/oder Copolymeren
der Acrylsäure können in der sprühgetrockneten Komponente enthalten sein. Bevorzugt
ist auch der Einsatz von biologisch abbaubaren Terpolymeren, beispielsweise solchen,
die als monomere Salze der Acrylsäure und der Maleinsäure sowie Vinylalkohol bzw.
Vinylalkohol-Derivate oder die als Monomere Salze der Acrylsäure und der 2-Alkylallylsulfonsäure
sowie Zucker-Derivate enthalten.
[0021] In einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung weist die sprühgetrocknete Komponente
einen Gehalt von 15 bis 20 Gew.-% C
16-C
18-Alk(en)ylsulfat, 0 bis 2 Gew.-% Seife und 50 bis 70 Gew.-%, bezogen auf die wasserfreie
Aktivsubstanz, an kristallinen Schichtsilikaten auf. Der Wassergehalt dieser sprühgetrockneten
Komponenten beträgt vorzugsweise 10 bis 20 Gew.-%.
[0022] In einer weiteren besonders bevorzugten Ausführungsform der Erfindung enthält die
sprühgetrocknete Komponente Alk(en)ylsulfate und Seife wie oben, 40 bis 65 Gew.-%,
bezogen auf wasserfreie Aktivsubstanz, an kristallinen Schichtsilikaten sowie 2 bis
30 Gew.-%, vorzugsweise 10 bis 30 Gew.-%, und insbesondere 15 bis 25 Gew.-% an Polycarbonsäuren
und/oder deren Salzen, wobei wasserhaltige Citrate (Natriumcitratdihydrat) bevorzugt
sind. Der Wassergehalt dieser sprühgetrockneten Komponente liegt in dem oben angegebenen
Rahmen.
[0023] Die erfindungsgemäßen Wasch- oder Reinigungsmittel bzw. die sprühgetrocknete Komponente
hierfür kann nun mit weiteren üblichen anorganischen und/oder organischen Inhaltsstoffen
von Wasch- oder Reinigungsmitteln aufbereitet werden. Hierzu zählen in erster Linie
Bleichmittel, Bleichaktivatoren, Vergrauungsinhibitoren wie Celluloseether oder Polyvinylpyrrolidon,
optische Aufheller, Farb- und Duftstoffe sowie Enzyme und Enzymstabilisatoren. Auch
Schauminhibitoren insbesondere in granularer Form können nachträglich hinzugemischt
werden. Insbesondere ist es auch bevorzugt, den sprühgetrockneten Komponenten nachträglich
nichtionische, gegebenenfalls auch amphotere kationische und/oder zwitterionische
Tenside hinzuzugeben.
[0024] Geeignete nichtionische Tenside sind beispielsweise alkoxylierte, vorteilhafterweise
ethoxylierte, insbesondere primäre Alkohole mit vorzugsweise 8 bis 18 Kohlenstoffatomen
und durchschnittlich 1 bis 12 Mol Ethylenoxid (EO) pro Mol Alkohol, in denen der Alkoholrest
linear oder bevorzugt in 2-Stellung methylverzweigt sein kann bzw. lineare und methylverzweigte
Reste im Gemisch enthalten kann, so wie sie üblicherweise in Oxoalkoholresten vorliegen.
Insbesondere sind jedoch Alkoholethoxylate mit linearen Resten aus Alkoholen nativen
Ursprungs mit 12 bis 18 Kohlenstoffatomen, zum Beispiel solche aus Kokos-, Palm-,
Talgfett- oder Oleylalkohol, und durchschnittlich 2 bis 8 E0 pro Mol Alkohol bevorzugt.
Zu den besonders bevorzugten ethoxylierten Alkoholen gehören beispielsweise C
12-C
14-Alkohole mit 3 EO oder 4 EO, C
9-C
11-Alkohol mit 7 EO, C
13-C
15-Alkohole mit 3 EO, 5 EO, 7 EO oder 8 EO, C
12-C
18-Alkohole mit 3 EO, 5 EO oder 7 EO und Mischungen aus diesen, wie Mischungen aus C
12-C
14-Alkohol mit 3 EO und C
12-C
18-Alkohol mit 5 EO. Die angegebenen Ethoxylierungsgrade stellen statistische Mittelwerte
dar, die für ein spezielles Produkt eine ganze oder eine gebrochene Zahl sein können.
Bevorzugte Alkoholethoxylate weisen eine eingeengte Homologenverteilung auf (narrow
range ethoxylates, NRE).
[0025] Außerdem können als weitere nichtionische Tenside auch Alkylglykoside der allgemeinen
Formel RO(G)
x eingesetzt werden, in der R einen primären geradkettigen oder methylverzweigten,
insbesondere in 2-Stellung methylverzweigten aliphatischen Rest mit 8 bis 22, vorzugsweise
12 bis 18 Kohlenstoffatomen bedeutet und G das Symbol ist, das für eine Glykoseeinheit
mit 5 oder 6 Kohlenstoffatomen, vorzugsweise für Glucose, steht. Der Oligomerisierungsgrad
x, der die Verteilung von Monoglykosiden und Oligoglykosiden angibt, ist eine beliebige
Zahl zwischen 1 und 10; vorzugsweise liegt x bei 1,2 bis 1,4.
[0026] Weitere geeignete nichtionische Tenside sind beispielsweise Tenside vom Typ der Aminoxide
oder Polyhydroxyfettsäureamide, insbesondere Fettsäure-N-alkylglucamide.
[0027] Die nichtionischen Tenside werden vorzugsweise auf die sprühgetrocknete Komponente
oder auf das mit weiteren Feststoffen wie beispielsweise Bleichmitteln aufbereitete
Wasch- oder Reinigungsmittel aufgesprüht.
[0028] Weitere Komponenten, die nachträglich zu der sprühgetrockneten Komponente hinzugemischt
werden können, sind übliche Buildersubstanzen wie Zeolith oder Phosphat und polymere
Polycarboxylate. Es ist jedoch bevorzugt, daß die erfindungsgemäßen Wasch- oder Reinigungsmittel
frei von Zeolithen und insbesondere auch frei von Phosphaten sind. Ebenso ist es auch
möglich, daß bei der Aufbereitung der sprühgetrockneten Komponente zu einem fertigen
Wasch- oder Reinigungsmittel nachträglich Polycarbonsäuren bzw. deren Salze hinzugemischt
werden. Hierbei ist es jedoch bevorzugt, daß - falls Polycarbonsäure bzw. deren Salze
vorhanden sind - diese über die sprühgetrocknete Komponente in das Mittel eingebracht
werden.
[0029] Durch die hohe Alkalität der kristallinen Schichtsilikate ist es nicht zwingend erforderlich,
weitere alkalische anorganische Salze wie Alkalicarbonate und amorphe Alkalisilikate
nachträglich zuzugeben. Es ist jedoch möglich, daß diese Substanzen in granularen
Komponenten beispielsweise als Träger eingesetzt werden und so in das Mittel gelangen.
[0030] Bleichmittel, die zugesetzt werden können, sind beispielsweise in Wasser H
2O
2 liefernde Verbindungen wie das Natriumperborattetrahydrat und das Natriumperboratmonohydrat.
Weitere brauchbare Bleichmittel sind beispielsweise Natriumpercarbonat, Citratperhydrat
sowie H
2O
2 liefernde persaure Salze oder Persäuren, wie Perbenzoate oder Diperdodecandisäure.
[0031] Unter den als Bleichaktivatroen dienenden Verbindungen haben mit H
2O
2 organische Persäure bildende N-Acyl- bzw. O-Acylverbindungen, vorzugsweise N-N'-tetraacylierte
Diamine sowie Ester von Polyolen wie Glucosepentaacetat besondere Bedeutung. Weitere
bekannte Bleichaktivatoren sind acetylierte Mischungen aus Sorbitol und Mannitol,
wie sie beispielsweise in der europäischen Patentanmeldung EP-A-0 525 239 beschrieben
werden.
[0032] Beim Einsatz in maschinellen Waschverfahren kann es von Vorteil sein, den Mitteln
übliche Schauminhibitoren zuzusetzen. Als Schauminhibitoren eignen sich beispielsweise
Seifen natürlicher oder synthetischer Herkunft, die einen hohen Anteil an C
18-C
24-Fettsäuren aufweisen. Geeignete nichttensidartige Schauminhibitoren sind beispielsweise
Organopolysiloxane und deren Gemische mit mikrofeiner, ggf. silanierter Kieselsäure
sowie Paraffine, Wachse, Mikrokristallinwachse und deren Gemische mit silanierter
Kieselsäure oder Bistearylethylendiamid. Mit Vorteilen werden auch Gemische aus verschiedenen
Schauminhibitoren verwendet, z.B. solche aus Silikonen, Paraffinen oder Wachsen. Vorzugsweise
sind die Schauminhibitoren, insbesondere Silikon- oder Paraffin-haltige Schauminhibitoren,
an eine granulare, in Wasser lösliche bzw. dispergierbare Trägersubstanz gebunden.
Insbesondere sind dabei Mischungen aus Paraffinen und Bistearylethylendiamiden bevorzugt.
[0033] Als Enzyme kommen solche aus der Klasse der Proteasen, Lipasen, Amylasen, Cellulasen
bzw. deren Gemische in Frage. Besonders gut geeignet sind aus Bakterienstämmen oder
Pilzen, wie Bacillus subtilis, Bacillus licheniformis und Streptomyces griseus gewonnene
enzymatische Wirkstoffe. Vorzugsweise werden Proteasen vom Subtilisin-Typ und insbesondere
Proteasen, die aus Bacillus lentus gewonnen werden, eingesetzt. Dabei sind Enzymmischungen,
beispielsweise aus Protease und Amylase oder Protease und Lipase oder Protease und
Cellulase oder aus Cellulase und Lipase oder aus Protease, Amylase und Lipase oder
Protease, Lipase und Cellulase, insbesondere jedoch Cellulase-haltige Mischungen von
besonderem Interesse. Auch Peroxidasen oder Oxidasen haben sich in einigen Fällen
als geeignet erwiesen. Die Enzyme können an Trägerstoffen adsorbiert und/oder in Hüllsubstanzen
eingebettet sein, um sie gegen vorzeitige Zersetzung zu schützen. Der Anteil der Enzyme,
Enzymmischungen oder Enzymgranulate kann beispielsweise etwa 0,1 bis 5 Gew.-%, vorzugsweise
0,1 bis etwa 2 Gew.-% betragen.
[0034] Als Stabilisatoren insbesondere für Perverbindungen und Enzyme kommen die Salze von
Polyphosphonsäuren, insbesondere 1-Hydroxyethan-1,1-diphosphonsäure (HEDP) in Betracht.
[0035] Möglich ist auch der Einsatz von Proteasen, die mit löslichen Calciumsalzen und einem
Calciumgehalt von vorzugsweise etwa 1,2-Gew.-%, bezogen auf das Enzym, stabilisiert
sind. Besonders vorteilhaft ist jedoch der Einsatz von Borverbindungen, beispielsweise
von Borsäure, Boroxid, Borax und anderen Alkalimetallboraten wie den Salzen der Orthoborsäure
(H
3BO
3), der Metaborsäure (HBO
2) und der Pyroborsäure (Tetraborsäure H
2B
4O
7).
[0036] Vergrauungsinhibitoren haben die Aufgabe, den von der Faser abgelösten Schmutz in
der Flotte suspendiert zu halten und so das Vergrauen zu verhindern. Hierzu sind wasserlösliche
Kolloide meist organischer Natur geeignet, beispielsweise die wasserlöslichen Salze
polymerer Carbonsäuren, Leim, Gelatine, Salze von Ethercarbonsäuren oder Ethersulfonsäuren
der Stärke oder der Cellulose oder Salze von sauren Schwefelsäureestern der Cellulose
oder der Stärke. Auch wasserlösliche, saure Gruppen enthaltende Polyamide sind für
diesen Zweck geeignet. Weiterhin lassen sich lösliche Stärkepräparate und andere als
die obengenannten Stärkeprodukte verwenden, z.B. abgebaute Stärke, Aldehydstärken
usw.. Auch Polyvinylpyrrolidon ist brauchbar. Bevorzugt werden jedoch Celluloseether,
wie Carboxymethylcellulose, Methylcellulose, Hydroxyalkylcellulose und Mischether,
wie Methylhydroxyethylcellulose, Methylhydroxypropylcellulose, Methylcarboxymethylcellulose
und deren Gemische sowie Polyvinylpyrrolidon, beispielsweise in Mengen von 0,1 bis
5 Gew.-%, bezogen auf die Mittel, eingesetzt.
[0037] Die Mittel können als optische Aufheller Derivate der Diaminostilbendisulfonsäure
bzw. deren Alkalimetallsalze enthalten. Geeignet sind z.B. Salze der 4,4'-Bis(2-anilino-4-morpholino-1,3,5-triazinyl-6-amino)stilben-2,2'-disulfonsäure
oder gleichartig aufgebaute Verbindungen, die anstelle der Morpholino-Gruppe eine
Diethanolaminogruppe, eine Methylaminogruppe, eine Anilinogruppe oder eine 2-Methoxyethylaminogruppe
tragen. Weiterhin können Aufheller vom Typ der substituierten Diphenylstyryle anwesend
sein, z.B. die Alkalisalze des 4,4'-Bis(2-sulfostyryl)-diphenyls, 4,4'-Bis(4-chlor-3-sulfostyryl)-diphenyls,
oder 4-(4-Chlorstyryl)-4'-(2-sulfostyryl)-diphenyls. Auch Gemische der vorgenannten
Aufheller können verwendet werden.
[0038] In einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung enthalten die aufbereiteten Wasch-
oder Reinigungsmittel 15 bis 35 Gew.-% und vorzugsweise 20 bis 30 Gew.-% anionische
und nichtionische Tenside, wobei es besonders vorteihaft ist, wenn die nichtionischen
Tenside aus ethoxylierten Fettalkoholen und/oder Alkylglykosiden bestehen und das
Gewichtsverhältnis nichtionische Tenside zu anionischen Tensiden oberhalb von 1 :
1 liegt. Dabei ist es insbesondere bevorzugt, wenn der Gehalt der Mittel an anionischen
Tensiden, insbesondere an Alk(en)ylsulfaten 5 bis 15 Gew.-%, vorzugsweise 8 bis 12
Gew.-% beträgt. In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung enthalten
die Mittel 25 bis 50 Gew.-% Buildersubstanzen, die sich entweder allein aus kristallinen
Schichtsilikaten (berechnet als wasserfreie Aktivsubstanz) oder aus kristallinen Schichtsilikaten
und Polycarbonsäuren bzw. deren Salzen und/oder polymeren Polycarboxylaten zusammensetzen.
In derartigen Buildersubstanz-Mischungen beträgt jedoch der Anteil der kristallinen
Schichtsilikate, bezogen auf die gesamte Menge an Buildersubstanzen, vorzugsweise
mehr als 50 Gew.-%, insbesondere mindestens 60 Gew.-%. Bleichmittel, Bleichaktivatoren,
Enzymgranulate und Schauminhibitorgranulate können in den Mitteln in den üblichen
Mengen enthalten sein.
[0039] In einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung enthalten die erfindungsgemäßen
Wasch- oder Reinigungsmittel amorphe Silikate wie amorphes Natriumdisilikat oder amorphes
Natriumtrisilikat lediglich in Mengen unterhalb 5 Gew.-%, vorzugsweise unterhalb 3
Gew.-% und insbesondere unterhalb 2 Gew.-%. Der Gehalt an Alkalicarbonaten und/oder
Alkalibicarbonaten in den besonders bevorzugten Ausführungsformen der Wasch- oder
Reinigungsmittel ist sogar noch geringer. Er beträgt vorzugsweise weniger als 2 Gew.-%
und insbesondere weniger als 1 Gew.-%.
[0040] Die Mittel weisen im allgemeinen ein Schüttgewicht zwischen etwa 300 g/l und etwa
550 bis 600 g/l auf. Falls höhere Schüttgewichte angestrebt werden, ist es vorteilhaft,
entweder die Granulate nachträglich unter üblichen Bedingungen zu verdichten oder
beispielsweise die Zugabe von nichtionischen Tensiden unter kompaktierenden Bedingungen
durchzuführen.
[0041] Die Herstellung der erfindungsgemäßen Wasch- oder Reinigungsmittel oder einer Komponente
hierfür kann dadurch erfolgen, daß eine wäßrige Aufschlämmung, welche kristalline
Schichtsilikate (berechnet als wasserfreie Aktivsubstanz) in Mengen von 30 bis 80
Gew.-% und Alk(en)ylsulfate in Mengen von 5 bis 30 Gew.-%, jeweils bezogen auf den
Feststoffgehalt der Aufschlämmung, enthält, sprühgetrocknet wird. Dabei ist es insbesondere
von Vorteil, wenn die wäßrigen Aufschlämmungen eine Konzentration zwischen 50 und
65 Gew.-%, vorzugsweise um 60 Gew.-% aufweisen. Dabei ist es vorteilhaft, wenn eine
Aufschlämmung sprühgetrocknet wird, welche keine zusätzlich eingearbeiteten Carbonate
und Bicarbonate enthält. In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung
wird eine Aufschlämmung sprühgetrocknet, die keinen Zeolith enthält. Hingegen ist
es von Vorteil, wenn eine Aufschlämmung sprühgetrocknet wird, welche Polycarbonsäuren
und/oder deren Salze, vorzugsweise Citronensäure und/oder Citrat und insbesondere
in Mengen von 10 bis 30 Gew.-%, bezogen auf den Feststoffgehalt der Aufschlämmung,
enthält. Die Lufttemperatur vor dem Eintritt in den Sprühtrocknungsturm kann übliche
Werte beispielsweise oberhalb von 200 °C wie 210 bis 230 °C betragen. Die Temperatur
beim Luftaustritt aus dem Turm kann dann immer noch oberhalb 100 °C liegen. Es ist
jedoch auch möglich und insbesondere bevorzugt, die Sprühtrocknung unter wesentlich
schonenderen Bedingungen, nämlich bei Lufteintrittstemperaturen zwischen 100 und 180
°C, vorzugsweise zwischen 120 und 160 °C, und bei Luftaustrittstemperaturen unterhalb
100 °C, vorzugsweise zwischen 50 und 90 °C durchzuführen. Die Temperatur der wäßrigen
Aufschlämmung vor der Versprühung beträgt vorzugsweise weniger als 85 °C, insbesondere
60 bis 75 °C. Unter diesen Bedingungen weisen die wäßrigen Aufschlämmungen eine sehr
niedrige Viskosität auf. Bevorzugte Viskositäten liegen dabei unterhalb 3000 mPas
und insbesondere unterhalb 2000 mPas.
[0042] Die auf diese Weise erhaltenen sprühgetrockneten Granulate können dann mit weiteren
Inhaltsstoffen von Wasch- oder Reinigungsmitteln aufbereitet werden. Dazu gehört einmal
die Zugabe von insbesondere nichtionischen Tensiden, die vorzugsweise auf die Granulate
aufgesprüht werden, aber auch die Zugabe von weiteren Feststoffen, welche oben näher
bezeichnet sind. In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung werden
jedoch zunächst erst weitere Feststoffe nachträglich zu den sprühgetrockneten Granulaten
hinzugegeben und anschließend mit flüssigen Bestandteilen wie insbesondere nichtionischen
Tensiden beaufschlagt. Falls gewünscht können die sprühgetrockneten Granulate oder
die aufbereiteten Wasch- oder Reinigungsmittel nachträglich mit Hilfe üblicher Methoden
kompaktiert werden.
Beispiele
[0043] Es wurden Mittel der in Tabelle 1 angegebenen Zusammensetzungen hergestellt, wobei
die erfindungsgemäßen Mittel M1 und M2 eine sprühgetrocknete Komponente (Tabelle 2)
enthielten, während die Vergleichsprodukte V1 und V2 durch Mischung der verschiedenen
Bestandteile erhalten wurden. Dabei wurden in allen Fällen das Niotensid zusammen
mit dem Polyethylenglykol nachträglich auf die Granulate aufgesprüht. Als ein weiteres
Vergleichsbeispiel V3 diente ein Mittel des Standes der Technik, daß 8 Gew.-% C
16-C
18-Fettalkylsulfat und als Buildersubstanzen 25 Gew.-% Zeolith (bezogen auf wasserfreie
Aktivsubstanz), 5,5 Gew.-% eines Copolymeren der Acrylsäure, 12 Gew.-% Natriumcarbonat
und 0,4 Gew.-% Hydroxyethandiphosphonat enthielt.
[0044] Die anwendungstechnische Prüfung erfolgte unter praxisnahen Bedingungen in Haushaltswaschmaschinen.
Hierzu wurden die Maschinen mit 3,0 kg sauberer Füllwäsche und 0,5 kg Testgewebe beschickt,
wobei das Testgewebe zum Teil mit üblichen Testanschmutzungen zur Prüfung des Primärwaschvermögens
imprägniert war und zum Teil zur Prüfung der Inkrustationsinhibierung und der Vergrauungsinhibierung
aus weißem Gewebe bestand. Als weiße Testgewebe wurden Streifen aus Bleichnessel (BN),
Wirkware (Baumwolltrikot;B) und Frottiergewebe (FT) eingesetzt.
[0045] Waschbedingungen: Leitungswasser von 23 °d (äquivalent zu 230 mg CaO/l, Verhältnis
Calcium : Magnesium 5 : 1), eingesetzte Waschmittelmenge pro Mittel und Maschine 98
g, Waschtemperatur 90 °C, Flottenverhältnis (kg Wäsche : Liter Waschlauge) 3,5:20,
4maliges Nachspülen mit Leitungswasser, Abschleudern und Trocknen, Anzahl der Wäschen:
je 25
[0046] Das Primärwaschvermögen der Mittel M1 und V1 sowie M2 und V2 war jeweils vergleichbar.
Dasselbe galt für den Vergleich von M1 und M2 bzw. V1 und V2 jeweils mit V3 bis auf
die Waschergebnisse bei kosmetischen Anschmutzungen. Hier wiesen M1, V1, M2 und V2
gegenüber V3 ein wesentlich besseres Primärwaschvermögen auf (Unterschied von 8 bis
10 Remissionseinheiten).
[0047] Bei der Ermittlung der Inkrustationsinhibierung (Gew.-% Asche; Tabelle 3) zeigten
die erfindungsgemäßen Mittel M1 und M2 deutliche Vorteile gegenüber den Mischprodukten
V1 und V2. Selbst bei der Vergrauungsinhibierung wurden an einigen Geweben Vorteile
für die erfindungsgemäßen Mittel M1 und M2 gefunden (Tabelle 4). Überraschend war
jedoch vor allem, daß das Einspülverhalten der erfindungsgemäßen Mittel M1 und M2
teilweise auch noch nach Lagerung von 4 Wochen bis 8 Wochen (30 °C, relative Luftfeuchtigkeit
80%) besser war als das der Vergleichsbeispiele V1 und V2 (Tabelle 5). Dasselbe gilt
für das Rückstandsverhalten (Tabelle 6).
[0048] Zur Bestimmung des Einspülverhaltens wurden Bedingungen simuliert, die einer unter
kritischen Bedingungen betriebenen Einspülvorrichtung einer Haushaltswaschmaschine
entsprechen. In die Versuchvorrichtung (Zanussi-Einspülrinne) wurden jeweils 100 g
der Mittel eingegeben, nach einer Ruhezeit von 1 Minute wurden innerhalb von 80 Sekunden
10 Liter Leitungswasser eingespeist. Die Menge des danach verbliebenen Rückstands
(in Gramm, g) ist in Tabelle 5 angegeben.
[0049] Zur Bestimmung des Rückstandsverhaltens wurden in eine Bottichwaschmaschine zunächst
30 l Wasser eingelassen, 98 g des jeweiligen Mittels hinzugegeben und durch Rühren
gelöst. Anschließend wurde die Wäsche, bestehend aus verschiedenen dunkelbunten pflegeleichten
Feinwäscheteilen aus Wolle, Baumwolle, Polyamid und Polyacrylnitril eingelegt und
die Maschine auf eine Temperatur von 30 °C aufgeheizt. Nach Erreichen dieser Temperatur
wurde die Wäsche 10 Minuten durch Betätigen des Bewegers gewaschen, im Anschluß daran
die Waschflotte abgelassen, dreimal mit je 30 l Wasser gespült und die Wäsche 15 Sekunden
geschleudert. Die Wäsche wurde mit einem Infrarotstrahler getrocknet und von 5 geschulten
Personen nach folgendem Schema benotet (Mittelwertbildung):
- Note 1:
- einwandfrei, keine erkennbaren Rückstände
- Note 2:
- tolerierbare, vereinzelte, noch nicht störende Rückstände
- Note 3:
- erkennbare, bei kritischer Beurteilung bereits störende Rückstände
- ab Note 4:
- deutlich erkennbare und störende Rückstände in steigender Anzahl und Menge
Tabelle 1:
| Zusammensetzungen der Mittel M1/V1 und M2/V2 |
| |
M1/V1 |
M2/V2 |
| C16-C18-Fettalkylsulfat |
8,5 |
9,2 |
| C12-C18-Fettsäureseife, Na-Salz |
0,8 |
0,8 |
| C12-C14-Fettalkohol mit 3 EO und C12-C18-Fettalkohol mit 5 EO im Gew.-Verhältnis 20:80 |
16,5 |
15,8 |
| Polyethylenglykol (relative Molekülmasse von 400) |
2,0 |
2,0 |
| |
| kristallines Schichtsilikat (SKS 6(R), berechnet als wasserfreie Aktivsubstanz) |
33,5 |
24,0 |
| Natriumcitrat-dihydrat |
--- |
12,0 |
| Natriumcarbonat |
0,3 |
0,3 |
| amorphes Natriumsilikat (1:2,0) |
1,2 |
1,2 |
| |
| Perboratmonohydrat |
16,0 |
16,0 |
| Tetraacetylethylendiamin |
6,0 |
6,0 |
| |
| Protease-Granulat |
1,3 |
1,3 |
| |
| Silikonöl |
0,01 |
0,01 |
| Paraffinentschäumer-Granulat |
0,6 |
0,6 |
| |
| Wasser |
8,8 |
6,4 |
| Natriumsulfat |
3,5 |
3,5 |
| Salze aus Lösungen (einschließlich Natriumhydroxid) |
Rest |
Rest |
Tabelle 2:
| Zusammensetzungen der sprühgetrockneten Komponenten von M1 und M2 |
| |
M1 |
M2 |
| C16-C18-Fettalkylsulfat |
16,35 |
17,5 |
| C12-C18-Fettsäureseife, Na-Salz kristallines Schichtsilikat |
1,55 |
1,5 |
| (SKS 6(R), berechnet als wasserfreie Aktivsubstanz) |
64,55 |
45,35 |
| Natriumcitrat-dihydrat |
--- |
22,8 |
| Wasser |
16,11 |
11,35 |
| Salze aus Lösungen (einschließlich Natriumhydroxid) |
Rest |
Rest |
Tabelle 3:
| Inkrustationsinhibierung: Gew.-% Asche |
| |
M1 |
V1 |
M2 |
V2 |
Anfangswert |
| BN |
3,42 |
3,63 |
1,88 |
2,74 |
0,09 |
| FT |
2,93 |
4,22 |
1,62 |
2,24 |
0,28 |
| B |
2,84 |
4,07 |
1,09 |
1,35 |
0,77 |
Tabelle 4:
| Vergrauungsinhibierung (% Remission) |
| |
M1 |
V1 |
M2 |
V2 |
Anfangswert |
| BN |
81,6 |
79,4 |
80,4 |
79,7 |
85,4 |
| FT |
79,5 |
76,9 |
78,9 |
78,7 |
86,6 |
| B |
76,6 |
76,5 |
76,7 |
75,8 |
85,9 |
Tabelle 5:
| Einspülverhalten (Rückstand in g) |
| |
M1 |
V1 |
M2 |
V2 |
V3 |
| nach 2 Tagen |
4,0 |
8,5 |
3,0 |
2,9 |
16,6 |
| nach 4 Wochen |
0,6 |
1,4 |
0,5 |
0,5 |
7,9 |
| nach 8 Wochen |
0,3 |
0,4 |
0,1 |
0,2 |
2,9 |
Tabelle 6:
| Rückstandsverhalten (visuelle Benotung) |
| |
M1 |
V1 |
M2 |
V2 |
| nach 2 Tagen |
2,0 |
2,0 |
1,9 |
4,5 |
| nach 4 Wochen |
3,2 |
6,4 |
2,9 |
6,0 |
| nach 8 Wochen |
2,6 |
5,7 |
2,5 |
6,2 |
1. Wasch- oder Reinigungsmittel oder eine Komponente hierfür, welche(s) Alk(en)ylsulfate
und kristalline Schichtsilikate der allgemeinen Formel NaMSixO2x+1·yH2O, wobei M Natrium oder Wasserstoff bedeutet, x eine Zahl von 1,9 bis 4 und y eine
Zahl von 0 bis 20 ist, enthält, dadurch gekennzeichnet, daß es oder sie Alk(en)ylsulfate
in Mengen zwischen 5 und 30 Gew.-% und kristalline Schichtsilikate in Mengen zwischen
30 und 80 Gew.-%, bezogen auf die wasserfreie Aktivsubstanz, enthält und in sprühgetrockneter
Form vorliegt.
2. Mittel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß es Alk(en)ylsulfate in Mengen
oberhalb 8 Gew.-%, vorzugsweise in Mengen zwischen 10 und 25 Gew.-% und insbesondere
zwischen 12 und 20 Gew.-%, jeweils bezogen auf die sprühgetrocknete Komponente, enthält.
3. Mittel nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß es in der sprühgetrockneten
Komponente 35 bis 70 Gew.-%, vorzugsweise 40 bis 65 Gew.-%, jeweils bezogen auf den
wasserfreien Aktivsubstanzgehalt, kristalline Schichtsilikate, insbesondere Disilikate
des β- und/oder δ-Typs, enthält.
4. Mittel nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß es in der sprühgetrockneten
Komponente keinen Zeolith enthält.
5. Mittel nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß es in der sprühgetrockneten
Komponente keine zusätzlich eingesetzten Carbonate enthält.
6. Mittel nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß es Polycarbonsäuren
und/oder deren Salze, vorzugsweise Citronensäure und/oder Citrat, insbesondere in
Mengen von 10 bis 30 Gew.-%, bezogen auf die sprühgetrocknete Komponente, enthält.
7. Mittel nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß es mit weiteren
Inhaltsstoffen von Wasch- oder Reinigungsmitteln aufbereitet ist.
8. Verfahren zur Herstellung eines Wasch- oder Reinigungsmittels oder einer Komponente
hierfür gemäß einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß eine Aufschlämmung,
welche kristalline Schichtsilikate (berechnet als wasserfreie Aktivsubstanz) in Mengen
von 30 bis 80 Gew.-% und Alk(en)ylsulfate in Mengen von 5 bis 30 Gew.-%, jeweils bezogen
auf den Feststoffgehalt der Aufschlämmung, enthält, sprühgetrocknet wird.
9. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Konzentration der Aufschlämmung
50 bis 65 Gew.-%, vorzugsweise um 60 Gew.-% beträgt.
10. Verfahren nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, daß eine Aufschlämmung sprühgetrocknet
wird, welche keinen Zeolith enthält.
11. Verfahren nach Anspruch 8 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß eine Aufschlämmung sprühgetrocknet
wird, welche keine zusätzlich eingearbeiteten Carbonate und Bicarbonate enthält.
12. Verfahren nach einem der Ansprüche 8 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß eine Aufschlämmung
sprühgetrocknet wird, welche Polycarbonsäuren und/oder deren Salze, vorzugsweise Citronensäure
und/oder Citrat, insbesondere in Mengen von 10 bis 30 Gew.-%, bezogen auf den Feststoffgehalt
der Aufschlämmung, enthält.
13. Verfahren nach einem der Ansprüche 8 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Sprühtrocknung
bei Lufteintrittstemperaturen zwischen 100 und 180 °C und bei Luftaustrittstemperaturen
unterhalb 100 °C durchgeführt wird.
14. Verfahren nach einem der Ansprüche 8 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Temperatur
der wäßrigen Aufschlämmung vor der Versprühung weniger als 85 °C beträgt und die Viskosität
der Aufschlämmung unter dieser Bedingung unterhalb von 3000 mPas liegt.
15. Verfahren nach einem der Ansprüche 8 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß die erhaltenen
sprühgetrockneten Granulate mit weiteren Inhaltsstoffen von Wasch- oder Reinigungsmitteln
aufbereitet werden.
16. Verfahren nach einem der Ansprüche 8 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß die erhaltenen
sprühgetrockneten Granulate nachträglich kompaktiert werden.
1. A detergent or cleaning composition or a component therefor which contains alk(en)yl
sulfates and crystalline layer silicates corresponding to the general formula NaMSixO2x+1·yH2O, where M is sodium or hydrogen, x is a number of 1.9 to 4 and y is a number of 0
to 20, characterized that the detergent or cleaning composition or the component therefor
contains alk(en)yl sulfates in quantities of 5 to 30% by weight and crystalline layer
silicates in quantities of 30 to 80% by weight, based on the water-free active substance,
and being present in spray-dried form.
2. A detergent or cleaning composition as claimed in claim 1, characterized in that it
contains alk(en)yl sulfates in quantities above 8% by weight, preferably in quantities
of 10 to 25% by weight and more preferably in quantities of 12 to 20% by weight, based
on the spray-dried component.
3. A detergent or cleaning composition as claimed in claim 1 or 2, characterized in that
it contains 35 to 70% by weight and preferably 40 to 65% by weight, based on the water-free
active substance content, of crystalline layer silicates, more particularly disilicates
of the βand/or 6-type, in the spray-dried component.
4. A detergent or cleaning composition as claimed in any of claims 1 to 3, characterized
in that it does not contain any zeolite in the spray-dried component.
5. A detergent or cleaning composition as claimed in any of claims 1 to 4, characterized
in that it does not contain any additional carbonates in the spray-dried component.
6. A detergent or cleaning composition as claimed in any of claims 1 to 5, characterized
in that it contains polycarboxylic acids and/or salts thereof, preferably citric acid
and/or citrate, more particularly in quantities of 10 to 30% by weight, based on the
spray-dried component.
7. A detergent or cleaning composition as claimed in any of claims 1 to 6, characterized
in that it is processed with other ingredients of detergents or cleaning compositions.
8. A process for the production of the detergent or cleaning composition or the component
therefor claimed in any of claims 1 to 7, characterized in that a slurry containing
crystalline layer silicates (expressed as water-free active substance) in quantities
of 30 to 80% by weight and alk(en)yl sulfates in quantities of 5 to 30% by weight,
based on the solids content of the slurry, is spray-dried.
9. A process as claimed in claim 8, characterized in that the concentration of the slurry
is in the range from 50 to 65% by weight and preferably of the order of 60% by weight.
10. A process as claimed in claim 8 or 9, characterized in that a slurry which does not
contain any zeolite is spray-dried.
11. A process as claimed in claims 8 to 10, characterized in that a slurry which does
not contain any additionally incorporated carbonates and bicarbonates is spray-dried.
12. A process as claimed in any of claims 8 to 11, characterized in that a slurry containing
polycarboxylic acids and/or salts thereof, preferably citric acid and/or citrate,
more particularly in quantities of 10 to 30% by weight, based on the solids content
of the slurry, is spray-dried.
13. A process as claimed in any of claims 8 to 12, characterized in that spray drying
is carried out air entry temperatures of 100 to 180°C and at air exit temperatures
below 100°C.
14. A process as claimed in any of claims 8 to 13, characterized in that the temperature
of the aqueous slurry before spraying is below 85°C and the viscosity of the slurry
under these conditions is below 3,000 mPas.
15. A process as claimed in any of claims 8 to 14, characterized in that the spray-dried
granules obtained are processed with other ingredients of detergents or cleaning compositions.
16. A process as claimed in any of claims 8 to 15, characterized in that they spray-dried
granules obtained are subsequently compacted.
1. Produit de lavage ou de nettoyage ou un composant pour celui-ci, qui renferme des
alk(en)ylsulfates et des silicates lamellaires cristallins de formule générale :
NaMSixO2x+1.yH2O
dans laquelle M signifie le sodium ou l'hydrogène,
x est un nombre allant de 1,9 à 4 et y est un nombre allant de 0 à 20,
caractérisé en ce que
le produit ou le composant renferme des alk(en)ylsulfates en quantités comprises entre
5 et 30 % en poids et des silicates lamellaires cristallins en quantités comprises
entre 30 et 80 % en poids, rapporté à la substance active anhydre et qu'il se présente
sous forme séchée par pulvérisation.
2. Produit selon la revendication 1,
caractérisé en ce qu'
il renferme des alk(en)ylsulfates en quantités au-dessus de 8 % en poids, de préférence
en quantités comprises entre 10 et 25 % en poids et en particulier entre 12 et 20
% en poids, à chaque fois rapporté au composant séché par pulvérisation.
3. Produit selon la revendication 1 ou la revendication 2,
caractérisé en ce qu'
il renferme dans le composant séché par pulvérisation de 35 à 70 % en poids, de préférence
de 40 à 65 % en poids, à chaque fois rapporté à la teneur en substance active anhydre,
de silicates lamellaires cristallins, en particulier des disilicates du type β et/ou
du type δ.
4. Produit selon l'une des revendicaticns 1 à 3,
caractérisé en ce qu'
il ne renferme pas dans le composant séché par pulvérisation de zéolite.
5. Produit selon l'une des revendications 1 à 4,
caractérisé en ce qu'
il ne renferme pas dans le composant séché par pulvérisation de carbonates mis en
oeuvre en supplément.
6. Produit selon l'une des revendications 1 à 5,
caractérisé en ce qu'
il renferme des acides polycarboxyliques et/ou leurs sels, de préférence de l'acide
citrique et/ou du citrate, en particulier en quantités allant de 10 à 30 % en poids,
rapporté au composant séché par pulvérisation.
7. Produit selon l'une des revendications 1 à 6,
caractérisé en ce qu'
il est préparé avec des ingrédients supplémentaires de produit de lavage ou de nettoyage.
8. Procédé de production d'un produit de lavage ou de nettoyage ou d'un composant pour
celui-ci conformément à l'une des revendications 1 à 7,
caractérisé en ce qu'
on sèche par pulvérisation une suspension qui renferme des silicates lamellaires cristallins
(calculés comme substance active anhydre) en quantités allant de 30 à 80 % en poids,
et des alk(en)ylsulfates en quantités allant de 5 à 30 % en poids, à chaque fois rapporté
a la teneur en matières solides de la suspensicn.
9. Procédé selon la revendication 8,
caractérisé en ce que
la concentration de la suspension s'élève à 50 jusqu'à 65 % en poids, de préférence
à environ 60 % en poids.
10. Procédé selon la revendication 8 ou la revendication 9,
caractérisé en ce qu'
on sèche par pulvérisation une suspension qui ne contient pas de zéolite.
11. Procédé selon les revendications 8 à 10,
caractérisé en ce qu'
on sèche par pulvérisation une suspension qui ne contient pas de carbonates et bicarbonates
incorporés en supplément.
12. Procédé selon l'une des revendications 8 à 11,
caractérisé en ce qu'
on sèche par pulvérisation une suspension qui contient des acides polycarboxyliques
et/ou leurs sels, de préférence de l'acide citrique et/ou du citrate, en particulier
en quantité allant de 10 à 30 % en poids, rapporté à la teneur en matières solides
de la suspension.
13. Procédé selon l'une des revendications 8 à 12,
caractérisé en ce qu'
on effectue le séchage par polarisation à des températures d'entrée de l'air comprises
entre 100 et 180°C et à des températures de sortie de l'air en dessous de 100°C.
14. Procédé selon l'une des revendications 8 à 13,
caractérisé en ce que
la température de la suspension aqueuse avant la pulvérisation s'élève à moins de
85°C et en ce que la viscosité de la suspension se situe dans ces conditions en dessous
de 3000 mPaS.
15. Prccédé selon l'une des revendications 8 à 14,
caractérisé en ce que
les granulés séchés par pulvérisation obtenus sont préparés avec d'autres ingrédients
de produits de lavage ou de nettoyage.
16. Procédé selon l'une des revendications 8 à 11,
caractérisé en ce que
les granulés séchés par pulvérisation obtenus sont ultérieurement compactés.