[0001] Die Erfindung geht aus von einer Vorrichtung zum anodischen Oxidieren von Werkstücken
mit den im Oberbegriff des Anspruchs 1 angegebenen Merkmalen. Unter anodischer Oxidation
versteht man Verfahren, bei denen auf metallischen Werkstücken durch anodische Behandlung
in wässrigem Elektrolyt festhaftende Oxidschichten erzeugt werden, insbesondere auf
Werkstücken aus Aluminium oder Legierungen des Aluminiums. Aluminium hat von Hause
aus eine verhältnismässig gute Korrosionsbeständigkeit, denn es überzieht sich an
Luft rasch mit einem dünnen, ca. 0,01 bis 0,04 µm dicken, harten und ausserordentlich
festhaftenden Oxidfilm, welcher sich wegen seiner hohen Härte auch gut als Verschleißschicht
eignen würde, wenn er nicht so dünn wäre. Durch anodische Oxidation kann man dickere,
als Verschleißschichten geeignete Oxidschichten erzeugen, welche um so härter sind,
je niedriger die Temperatur ist, bei welcher die anodische Oxidation stattfindet.
[0002] Es ist bekannt, die anodisch zu oxidierenden Werkstücke an einem Gestell aufzuhängen,
sie dabei mühsam einzeln fest mit einer Anode zu verbinden, die angespitzt ist, damit
sie eine Oxidhaut auf dem Werkstück durchdringen kann, und die Werkstücke zusammen
mit dem Träger in eine Elektrolytflüssigkeit einzutauchen, die sich als Bad in einem
Behälter befindet, in welchen auch eine stationäre Kathode eingehängt ist.
[0003] So geht man bislang auch beim anodischen Oxidieren von aus einem Aluminiumwerkstoff
bestehenden Bremssätteln für Scheibenbremsen in Fahrzeugen vor. Die Bremssättel haben
in der Seitenansicht eine ungefähr U-förmige Gestalt mit Montagebohrungen am einen
Schenkel des U und mit einem zylindrischen Sackloch am gegenüberliegenden Schenkel
des U. Das Sackloch soll einen Kolben zur Bildung eines Druckmittelzylinders aufnehmen.
Die zylindrische Mantelfläche des Sackloches wird deshalb durch Reibung beansprucht
und soll deshalb eine harte, anodisch aufgebrachte Oxidschicht erhalten. Zu diesem
Zweck werden die Bremssättel mit einer ihrer Montagebohrungen an einem Haken des Tauchgestells
aufgehängt und hängen danach mehr oder weniger ungeordnet schräg an dem Tauchgestell,
mit welchem sie zum Anodisieren in die Elektrolytflüssigkeit eingetaucht werden. An
demselben Gestell hängend werden sie auch Vor- und Nachbehandlungen unterzogen (z.B.
Reinigen, Entfetten, Vorspülen, Nachspülen). Nachteilig dabei ist, dass man wegen
der komplizierten Gestalt der Werkstücke ungleichmässig dicke Oxidschichten erhält,
dass die Oxidschichten an Stellen, für die besonders geringe Maßtoleranzen gefordert
sind, z.B. an Paßbohrungen, durch Nacharbeiten teilweise wieder entfernt werden müssen,
und dass es zur Verschleppung von Elektrolytflüssigkeit kommt.
[0004] Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, diesen Nachteilen durch eine
einfacher zu handhabende Vorrichtung zum anodischen Oxidieren von Werkstücken zu begegnen,
welche gleichmässigere Oxidschichten auf den Werkstücken liefert und gleichzeitig
weniger Bearbeitungsaufwand an den Werkstücken erfordert und damit ein kostengünstigeres
Arbeiten ermöglicht.
[0005] Diese Aufgabe wird gelöst durch die Vorrichtungen mit den im Anspruch 1 bzw. Anspruch
11 angegebenen Merkmalen. Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind Gegenstand
der abhängigen Ansprüche.
[0006] Der Träger für die Werkstücke hat erfindungsgemäss Aufnahmeeinrichtungen, die so
angeordnet und ausgebildet sind, dass die aufgenommenen Werkstücke zwangsläufig mit
vorgegebener Ausrichtung in vorgegebener Lage angeordnet, vorzugsweise regelmässig
in gleicher Weise ausgerichtet sind. Das ist zugleich ein erster Schritt, um die Arbeitsweise
der Vorrichtung rationeller zu gestalten, was erfindungsgemäss weiterhin dadurch erreicht
wird, dass in Kombination mit der erzwungenen Ausrichtung der Werkstücke auf ihrem
Träger auch die Anoden entsprechend vorbestimmt angeordnet und unabhängig vom Träger
heb- und senkbar angeordnet sind, so dass sie durch vorzugsweise gemeinsames Absenken
in Berührung mit den Werkstücken gebracht werden können, die bereits mit dem Träger
in den Behälter eingebracht wurden, so dass ein vorheriges einzelnes Verbinden der
Werkstücke am Träger mit ihrer jeweiligen Anode entfällt. Mehreren oder allen Anoden
kann eine gemeinsame Kathode zugeordnet sein, die in die Elektrolytflüssigkeit eintaucht.
Es ist aber auch möglich, dass entsprechend der Anzahl der Werkstücke bzw. der zu
behandelnden Verschleißflächen mehrere Kathoden vorgesehen und - auf die Anordnung
der Aufnahmeeinrichtungen des Trägers abgestimmt - so hebbar und senkbar angeordnet
sind, dass sie durch vorzugsweise gleichzeitiges Absenken den Werkstücken und ihren
Halterungen angenähert werden können. Vorzugsweise sind dazu die Kathoden und/oder
Anoden und/oder Elektrolytzuleitungen, soweit vorhanden auch Absaugleitungen, die
vorzugsweise mit den Elektrolytzuleitungen kombiniert sind, an der Unterseite einer
gemeinsamen Halterung angebracht, vorzugsweise an der Unterseite eines Deckels, welcher
den Behälter während des Anodisierens verschließt. Anoden, Kathoden, Elektrolytzuleitungen
und auch die Absaugleitungen können auf diese Weise gemeinsam zu den zu oxidierenden
Werkstücken hingeführt und auch wieder entfernt werden, wobei der Deckel durch den
Rand des Behälters, auf dem er aufliegt, leicht in die gewünschte Position geführt
wird. Damit die Anoden, Kathoden und Elektrolytzuleitungen dabei exakt mit den Werkstücken
zusammentreffen, muss der Werkstückträger natürlich ebenfalls eine vorbestimmte Position
im Behälter einnehmen, wozu im Behälter vorzugsweise Führungen und/oder Positionierelemente,
z.B. Auflager mit Indexstiften, die in dazu passende Ausnehmungen des Trägers eingreifen,
vorgesehen sind.
[0007] Damit die Anoden mit den Werkstücken zuverlässig Kontakt machen, sind sie vorzugsweise
federnd gelagert, so dass sie beim Auftreffen auf die Werkstücke gegen Federkraft
zurückweichen können.
[0008] Dadurch, dass die Werkstücke nicht ungeordnet, sondern geordnet in vorgegebener Lage
an einem Träger angebracht sind und in dieser Lage durch die an einem anderen Träger,insbesondere
an einem Deckel der Vorrichtung,angebrachte Anoden kontaktiert sind, herrschen reproduzierbare
Bedingungen, unter denen die anodisch erzeugten Oxidschichten aufwachsen. Die Werkstücke
werden deshalb gleichmäßiger, reproduzierbarer oxidiert und erfordern weniger Nacharbeit,
insbesondere dann, wenn man wie bevorzugt jedem Werkstück seine eigene, gemeinsam
mit den Anoden zustellbare Kathode zuordnet und dadurch für alle Werkstücke i.w. gleiche
Oxidationsbedingungen schafft.
[0009] Vorzugsweise sind dann die Kathoden zugleich als Elektrolytzuleitung ausgebildet,
d.h., die Kathoden sind Rohre, durch welche der Elektrolyt hindurchfließt. Dadurch
wird die Anordnung aus Kathode und Elektrolytzuleitung kompakt und gleichzeitig wird
die Kathode durch den Elektrolyt optimal gekühlt. Wenn eine Absaugleitung vorgesehen
ist, verläuft diese mit ihrem vorderen Endabschnitt vorzugsweise koaxial in der Elektrolytzuleitung,
insbesondere, wenn die Elektrolytzuleitung zugleich Kathode ist. In diesem Fall ist
die Anordnung besonders kompakt.
[0010] Haben die Werkstücke Verschleißflächen, die eine besonders dicke Oxidschicht erhalten
sollen, dann ordnet man die Kathoden zweckmässig in der Nachbarschaft der Verschleißflächen
an. Liegt die Verschleißfläche, wie es bei einem Bremssattel der Fall ist, in einer
Ausnehmung des Werkstücks, dann ordnet man die Werkstücke auf dem Träger am besten
so an, dass die Ausnehmungen mit ihrer Öffnung nach oben weisen, so dass die den Werkstücken
zugeordneten Kathoden von oben durch Absenken in die Ausnehmungen einführbar sind.
Sind die Kathoden, wie bevorzugt, zugleich Elektrolytzuleitung, braucht man die Werkstücke
nicht in ein Elektrolytbad einzutauchen, sondern kann die zu oxidierende Ausnehmung,
in welcher die Verschleißfläche liegt, fluten und dadurch selektiv oxidieren.
[0011] Dabei liegt die Kathode stets in unmittelbarer Nachbarschaft der zu oxidierenden
Verschleißfläche und die Verschleißfläche wird anders als beim Stand der Technik von
dem elektrischen Feld, welches von der Kathode ausgeht, nicht abgeschirmt. Die gewünschte
Oxidschicht wächst auf die Verschleißfläche mithin sehr gleichmässig auf. Dabei wird
in Kauf genommen, dass andere Oberflächenbereiche des Werkstückes weniger oder überhaupt
nicht anodisch oxidiert werden. Da ist aber kein Nachteil, weil die Verschleißfläche
auf jeden Fall anodisch oxidiert wird und für die übrigen Flächen, die nicht Verschleißflächen
sind, die natürliche atmosphärische Oxidation als Korrosionsschutz bereits völlig
ausreicht. Die Konzentration der anodischen Oxidation auf die in den Ausnehmungen
liegenden Verschleißflächen ist sogar ausserordentlich vorteilhaft, weil sie eine
erhebliche Energieeinsparung beim anodischen Oxidieren bedeutet.
[0012] Zur Vergleichmässigung der Schichtdicke beim anodischen Oxidieren trägt auch das
bevorzugte Merkmal bei, dass der Elektrolyt durch eine der jeweiligen Kathode zugeordnete
Elektrolytzuleitung unmittelbar dem Werkstück zugeführt wird. Dadurch wird nicht nur
das Ausbilden von Diffusionsbarrieren vermieden, sondern durch das ständige Heranführen
von frischem Elektrolyt werden die Kathode und das Werkstück gekühlt und dadurch das
Entstehen einer besonders harten Oxidschicht begünstigt. Ein weiterer Vorteil dieser
Maßnahme liegt darin, dass die anodische Oxidation nicht mehr unter Eintauchen des
Werkstückes in den Elektrolyten durchgeführt werden muss; da der Elektrolyt unmittelbar
in die nach oben offene Ausnehmung eingeführt wird, in welcher die Verschleißfläche
liegt, kann das Werkstück selektiv im Bereich der Ausnehmung geflutet werden. Handelt
es sich bei der Ausnehmung wie bei einem Bremssattel um ein Sackloch, dann läuft das
Sackloch automatisch mit dem Elektrolyten voll und der Überschuß des Elektrolyten
läuft über den Rand des Sackloches über und wird unterhalb des Werkstückträgers im
Behälter aufgefangen. Das funktioniert ohne weiteres auch, wenn sich am Boden des
Sacklochs, wie bei Bremssätteln bekannt, eine kleine Bohrung befindet, durch die Elektrolyt
ablaufen kann, weil man dann lediglich mehr Elektrolyt zuführen muss, als gleichzeitig
ablaufen kann. Das hat sogar den Vorteil, dass die Ausnehmung am Ende des Anodisiervorganges
ohne weiteres leerläuft. Werkstücke, die eine nach unten offene Ausnehmung haben,
kann man in der erfindungsgemässen Vorrichtung ebenso leicht selektiv anodisch beschichten,
indem man den Träger so ausbildet, dass er die Ausnehmung der auf ihm positionierten
Werkstücke verschließt. Darüberhinaus ist es möglich, den Elektrolyten aus der Ausnehmung
abzusaugen, wenn man ihn nicht überlaufen lassen will und/oder wenn er nicht ohne
weiteres durch eine Ablauföffnung abläuft.
[0013] Das beschriebene selektive Anodisieren ist besonders wirtschaftlich. Am Beispiel
von Bremssätteln wurde abschätzt, dass beim selektiven Anodisieren des Sacklochs im
Vergleich zum Stand der Technik, bei dem die Bremssättel insgesamt anodisch oxidiert
werden, nur etwa 1/8 der Oberfläche eines Bremssattels anodisiert wird. Damit ist
für das Anodisieren nur etwa ein 1/8 der elektrischen Leistung erforderlich. Hinzu
kommt, dass die entstehende Stromwärme auch nur etwa 1/8 beträgt und damit die Kühlleistung,
die aufgewendet wird, um für das Erzeugen einer harten Oxidschicht den Elektrolyten
auf niedriger Temperatur (0° bis 2°C) zu halten entsprechend niedrig ausfällt. Bei
einer Vorrichtung, in welcher im Jahr 1 Million Bremssättel anodisiert werden können,
erreicht man auf diese Weise eine jährliche Energieeinsparung von rund DM 200.000,--.
Hinzu kommt, dass auch der apparative Aufwand kleiner wird, weil man mit einem kleineren
Kühlaggregat und mit kleineren Gleichrichtern für die Stromversorgung auskommt.
[0014] Vorteilhaft ist ferner, dass besonders dann, wenn die Werkstücke nicht eingetaucht,
sondern beim Anodisieren oberhalb der Badoberfläche gehalten werden, ausserhalb der
mit dem Elektrolyt gefluteten Ausnehmungen keine Oxidschichten aufwachsen und dadurch
an Oberflächen, die vor dem Anodisieren maßgenau bearbeitet worden sind, nach dem
Anodisieren keine Nacharbeiten wie z.B. Gewindenachschneiden erforderlich sind. Als
weiterer Vorteil kommt hinzu, dass anders als beim Eintauchen der Werkstücke gemäss
dem Stand der Technik die Anoden nicht regelmässig desoxidiert werden müssen, um den
Anodisierstrom auf das jeweilige Werkstück übertragen zu können, und sie müssen auch
nicht aus einem schwer oxidierbaren Metall wie Titan bestehen, sondern können stattdessen
auch aus dem sehr viel besser den elektrischen Strom leitenden Aluminium oder Kupfer
bestehen.
[0015] Ausführungsbeispiele der Erfindung sind schematisch in den beiliegenden Zeichnungen
dargestellt.
- Figur 1
- zeigt einen vertikalen Längsschnitt durch eine von oben zu beschickende Anlage für
die anodische Oxidation von Bremssätteln,
- Figur 2
- zeigt den Querschnitt II-II durch die in Figur 1 dargestellte Anlage,
- Figur 3
- zeigt in vergrößertem Maßstab als Detail einen Bremssattel im Schnitt mit aufgesetzter/Anode,
eingeführter Kathode und Elektrolytzuleitung,
- Figur 4
- zeigt eine waagerecht zu beschickende zweite Anlage zur anodischen Oxidation von Werkstücken
in Draufsicht,
- Figur 5
- zeigt einen Querschnitt durch die Anodisierstation der in Figur 4 dargestellten Anlage
bei abgesenkten Elektroden,
- Figur 6
- zeigt einen Schnitt wie in Figur 5, jedoch bei angehobenen Elektroden.
- Figur 7
- zeigt einen vertikalen Längsschnitt durch eine von oben zu beschickende Anlage, welche
gegenüber dem Beispiel in Figur 1 abgewandelt ist,
- Figur 8
- zeigt den Querschnitt VIII-VIII durch die in Figur 7 dargestellte Anlage,
- Figur 9
- zeigt in vergrößertem Maßstab als Detail aus Figur 8 ein Werkstück im Schnitt mit
aufgesetzter Anode,
- Figur 10
- zeigt einen Querschnitt durch eine waagerecht zu beschickende, gegenüber der Figur
5 abgewandelte Anlage zur anodischen Oxidation von Werkstücken, wobei die Anoden in
ihrer abgesenkten Stellung dargestellt sind, und
- Figur 11
- zeigt einen Schnitt wie in Figur 10, doch bei angehobenen Anoden.
[0016] Die in Figur 1 dargestellte Anlage hat hintereinander in einer Reihe angeordnet vier
Behälter 1, 2, 3 und 4, welche durch einen darüberhinweg verfahrbaren Wagen 5, an
dem sich ein Hebezeug 6 befindet, beschickt werden können. In dem ersten Behälter
1 werden die Werkstücke - im vorliegenden Fall handelt es sich um Bremssättel 7 aus
einem Aluminiumwerkstoff - gereinigt, im zweiten Behälter 2 werden sie gespült, im
dritten Behälter 3 werden sie anodisch oxidiert und im vierten Behälter 4 werden sie
erneut gespült.
[0017] Erfindungsgemäss von besonderem Interesse ist der Behälter 3, ein durch einen Deckel
8 abgedeckter Behälter zur Aufnahme eines wässrigen Elektrolyten 9, z.B. 20%ige Schwefelsäure.
Der Behälter 3 hat einen Rand 11, von welchem einige Positionierstifte 12 an vorbestimmten
Stellen nach oben abstehen. Der Rand 11 dient zur Aufnahme eines Werkstückträgers
13, z.B. einer Palette 13a mit Aufhängung, welche Zentrierbohrungen zur Aufnahme der
Stifte 12 hat. Der Werkstückträger 13 ist so ausgebildet, dass seine Palette 13a oberhalb
des Elektrolytspiegels 10 hängt. Auf dem Werkstückträger 13 befinden sich in regelmässiger
Anordnung zwei Reihen von Bremssätteln 7. Zu diesem Zweck hat der Träger 13 an vorbestimmten
Stellen nach oben stehende Stützen 14 zur Aufnahme der Bremssättel 7, und zwar haben
die Stützen 14 zu diesem Zweck einen im Durchmesser reduzierten zylindrischen Kopf
15, welcher in eine Bohrung 16 des Bremssattels paßt, wobei der Rand der Bohrung 16
auf der Bundfläche aufliegt, welche am Übergang von der Stütze 14 zu ihrem Kopf ausgebildet
ist. Je zwei solcher Stützen 14 nehmen in der dadurch definierten Position einen Bremssattel
7 auf.
[0018] Der Bremssattel 7 ist ein in der Seitenansicht ungefähr U-förmiges Gebilde, wobei
am einen Schenkel eine zylindrische Ausnehmung 17 ausgebildet ist und der gegenüberliegende
Schenkel die Gestalt einer Gabel 18 hat, in deren beiden Zinken sich jeweils eine
Gewindebohrung 19 befindet.
[0019] An der Unterseite des Deckels 8 sind für jeden Bremssattel 7 zwei Anoden 20 und eine
Kathode 21 angebracht, welche hohl ist; der Durchgang 22 durch die Kathode 21 dient
als Elektrolytzuleitung. Die Kathoden ragen senkrecht nach unten und werden, wenn
der Deckel 8 auf den Rand des Behälters 3 gelegt wird, durch den Zwischenraum zwischen
den beiden Zinken der Gabel 18 hindurch koaxial in die zylindrische Ausnehmung 17
eines jeden Bremssattels 7 eingeführt, so dass die nach unten weisende Austrittsöffnung
der Elektrolytleitung 22 dicht vor dem Boden der zylindrischen Ausnehmung 17 liegt.
Die Anoden 20 machen Kontakt mit dem oben liegenden Schenkel des Bremssattels 20.
Damit der elektrische Kontakt zwischen Anode 20 und Bremssattel 7 gut ist, sind die
Anoden 20 federnd gelagert, sodass sie beim Auftreffen auf den Bremssattel etwas zurückweichen
können, so dass der Kontaktdruck durch den Federdruck bestimmt wird. Die Anoden 20,
die Kathoden 21 und die Elektrolytzuleitungen 22 sind an einer Aufhängung 23 befestigt,
welche ihrerseits an der Unterseite des Deckels 8 angebracht ist.
[0020] Der Elektrolyt wird über eine gemeinsame, sich zu den hohlen Kathoden 21 verzweigenden
Leitung 24 zugeführt, welche teilweise im Deckel 8 verläuft und an diesem mit einem
Schlauch 25 verbunden ist, der zu einer die Elektrolytflüssigkeit fördernden Umwälzpumpe
27 führt. Die Anoden 20 und die Kathoden 21 sind über eine im Deckel 8 verlaufende
elektrische Zuleitung mit stationären elektrischen Anschlußkontakten am Rand des Behälters
3 verbunden. Der Schlauch 25 bildet bei aufgelegtem Deckel 8 eine Schlaufe 26, die
es ermöglicht, ohne Lösen der Schlauchverbindung den Deckel 8 abzuheben (wie in Figur
1 am Beispiel des benachbarten Behälters dargestellt) und zur Seite neben die dadurch
freigelegte Öffnung des Behälters zu bewegen um den Träger 13 mit den darauf befindlichen
Werkstücken 7 in den Behälter 3 einführen und am Be-Behälterrand 11 aufhängen zu können,
bzw. um ihn aus dem Behälter herausheben zu können, um ihn in den benachbarten Behälter
4 zu überführen.
[0021] Die zylindrische Innenfläche 31 der Ausnehmung 17 ist eine Verschleißfläche, die
anodisch oxidiert werden soll. Zu diesem Zweck wird, wenn sich die Bremssättel 7 in
der in Figur 1 dargestellten Lage befinden, von der Pumpe 27 durch die hohle Kathode
21 Elektrolytflüssigkeit in die nach oben offene Ausnehmung 17 gepumpt, in welcher
sie bis zu deren Rand hochsteigt und dann überläuft in den Elektrolytvorrat 9 des
Behälters. Auf diese Weise wird praktisch nur die Verschleißfläche 31 anodisch oxidiert,
nicht aber andere maßhaltig bearbeitete Flächen wie z.B. die Bohrungen 16 oder 19,
die damit keiner Nacharbeit bedürfen.
[0022] Die durch den Stromfluß zwischen Anode 20 und Kathode 21 frei werdende Stromwärme
wird durch den überlaufenden Elektrolyten abgeführt und durch eine im unteren Bereich
des Behälters vorgesehene Kühleinrichtung 32 aus dem Elektrolyten abgeführt, damit
dieser kalt bleibt und besonders harte Oxidschichten erzielbar sind.
[0023] Statt den Elektrolyten überlaufen zu lassen, kann man ihn auch aus den Ausnehmungen
17 absaugen, wenn man in der hohlen Kathode 21 zur Ausbildung einer Doppelleitung
zusätzlich ein Kunststoffrohr vorsieht, welches zur Saugseite einer Pumpe führt .
Die in den Figuren 4 bis 6 dargestellte Anlage unterscheidet sich von der in den Figuren
1 bis 3 dargestellten Anlage im wesentlichen dadurch, dass es sich um eine Durchlaufanlage
mit waagerechter Beschickung handelt. Teile, die Teilen in der ersten Anlage entsprechen
sind in den Figuren 4 bis 6 mit denselben Bezugszahlen bezeichnet wie in den Figuren
1 bis 3.
[0024] Die zu bearbeitenden Werkstücke 7 werden in vorbestimmter Lage und Orientierung auf
einem Träger 13 angeordnet, der ähnlich aussieht wie in Figur 2. Auf dem Träger 13
durchlaufen sie die Anlage. Die Anlage hat eine Be- und Entladestation 50, in welcher
die Träger 13 mit den Werkstücken 7 bestückt werden. Daran schließt sich ein Drehtisch
51 an, welcher die Träger 13 um 90° dreht in die richtige Orientierung für die Übergabe
auf eine Pufferstrecke 52, welche sie schrittweise durchwandern, bis sie an deren
Ende durch einen Querförderer 53 übergeben werden an die Beschickungseinrichtung 54
der eigentlichen Behandlungsstrecke 55. Diese Behandlungsstrecke weist eine Reihe
von unterschiedlichen Behandlungsbehältern auf, darunter einen Behälter 3 für die
anodische Oxidation der Werkstücke 7.
[0025] An den Auslauf der Behandlungsstrecke 55 gibt es entsprechend wie auf der Einlaufseite
eine Entnahmeeinrichtung 54a, einen Querförderer 53a, eine Pufferstrecke 52a und zwischen
dieser und der Be- und Entladestation 50 einen Drehtisch 51.
[0026] Um den Träger 13 mit den Werkstücken 7 in den Behälter 3 hinein und wieder herausfördern
zu können, hat der Behälter oberhalb des Elektrolytspiegels 9 zwei Wehre 56 und 57.
Der Träger 7 läuft gut geführt auf Rollen 58 in seitlich neben dem Behälter 3 angeordneten
Schienen 59 durch das Wehr 56 in den Behälter 3 ein. In dem Behälter 3 wird er durch
Positionselemente, z.B. durch einen Anschlag, positioniert. An einer beidseits neben
dem Behälter 3 vorgesehenen Tragkonstruktion 60 ist eine den Behälter 3 überquerende
Hubtraverse 61 auf und ab verschiebbar gelagert, an welcher sich die Kathoden 21,
Anoden 20 und Elektrolytzuleitungen 22, 24 befinden. Die Hubtraverse 61 ist während
des Einfahrens und Ausfahrens des Trägers 13 hochgefahren (Figur 6) und wird, wenn
ein Träger 7 eingefahren und positioniert ist, nach unten gefahren, wodurch die Kathoden
21, Anoden 20 und Elektrolytzuleitungen 22, 24 ihre vorbestimmte Lage in Bezug auf
die Werkstücke 7 einnehmen, entsprechend der Darstellung in Figur 2. Die Tragkonstruktion
60 trägt eine den Behälter 3 übergreifende Haube 62, welche durch einen Kanal 63 hindurch
abgesaugt werden kann.
[0027] Das in den Figuren 7 bis 9 dargestellte Ausführungsbeispiel ähnelt dem in den Figuren
1 bis 3 dargestellten Ausführungsbeispiel. Ubereinstimmende oder einander entsprechende
Teile sind deshalb mit übereinstimmenden Bezugszahlen bezeichnet. Die in den Figuren
7 bis 9 dargestellte Vorrichtung unterscheidet sich von der in den Figuren 1 bis 3
dargestellten Vorrichtung darin, dass am Deckel 8 nicht für jedes Werkstück 7 eine
eigene Kathode aufgehängt ist; vielmehr befindet sich im Behälter 3 eine mit dem Deckel
8 nicht verbundene, stationäre Kathode 21, welche dauernd in das elektrolytische Bad
9 eintaucht. Die Anoden 20 sind wie im ersten Ausführungsbeispiel unter dem Deckel
8 an einer mit diesem verbundenen Aufhängung 23 befestigt. Es handelt sich bei ihnen
in diesem Ausführungsbeispiel um Wendelfedern, welche beim Auflegen des Deckels 8
die Werkstücke 7 an ihrer Oberseite ohne weiteres zentrisch kontaktieren, wobei die
Federkraft für eine zuverlässige Kontaktgabe sorgt. Bei den gezeichneten Werkstücken
handelt es sich wiederum um Bremssättel. Die Erfindung ist jedoch nicht auf die Behandlung
von Bremssätteln beschränkt, vielmehr sind diese nur beispielhaft dargestellt. Anders
als im ersten Ausführungsbeispiel werden die Werkstücke in der Vorrichtung gemäss
den Figuren 7 bis 9 nicht oberhalb des Elektrolytspiegels angeordnet und durch aus
einer Kathode austretende Elektrolytflüssigkeit umspült, vielmehr werden die Werkstücke
vollständig in die Elektrolytflüssigkeit 9 eingetaucht und können deshalb in Zusammenarbeit
mit den eintauchenden Anoden 20 und der einen eintauchenden Kathode 21 rundum anodisch
oxidiert werden, soweit dies nicht durch eine Selbstabschirmung durch die Werkstücke
behindert wird. Es wäre aber natürlich auch möglich, bei einer nach dem Tauchverfahren
arbeitenden Vorrichtung jedem Werkstück 7 eine eigene Kathode zuzuordnen, welche im
Behälter 3 fest installiert, aber auch am Deckel 9 aufgehängt sein könnte.
[0028] Zur Stromversorgung der Anoden ist ein Kabel 28 vorgesehen, welches von einer nicht
dargestellten Stromquelle kommend in den Deckel 8 hineinführt, bei aufgelegtem Deckel
(Figur 7) eine an der Aussenseite des Behälters herabhängende Schlaufe 26 bildet und
dadurch ohne Trennen der elektrischen Verbindung ein Abheben des Deckels 8 mittels
des Hebezeuges 6 am Wagen 5 erlaubt.
[0029] Die in den Figuren 10 und 11 dargestellte Vorrichtung ähnelt der in den Figuren 5
und 6 dargestellten Vorrichtung; deshalb sind gleiche oder einander entsprechende
Teile mit übereinstimmenden Bezugszahlen bezeichnet. Die Vorrichtung kann Bestandteil
einer Anlage sein, wie sie in Figur 4 dargestellt ist. Im Unterschied zu der in den
Figuren 5 und 6 dargestellten Vorrichtung hat die in den Figuren 10 und 11 dargestellte
Vorrichtung nicht für jedes der Werkstücke 7 eine eigene Kathode, sondern eine von
der Hubtraverse 61 getrennte, stationär angeordnete Kathode 21. Die Anoden 20 sind
wie im Beispiel gemäss Figuren 7 bis 9 Wendelfedern, die durch Absenken der Hubtraverse
61 auf die Oberseite der Werkstücke 7 mit Druck aufgesetzt und durch ein mit der Hubtraverse
61 mitfahrendes Kabel 28 mit Strom versorgt werden. Wie im Beispiel der Figuren 7
bis 9 dient die Vorrichtung gemäss den Figuren 10 und 11 zum anodischen Behandeln
von Werkstücken, indem diese vollständig in den Elektrolyten eingetaucht werden.
1. Vorrichtung zum anodischen Oxidieren von Werkstücken (7) insbesondere von Bremssätteln
von Scheibenbremsen,
mit einem Behälter (3) zur Aufnahme eines wässrigen Elektrolyten (9)
mit einem Träger (13),der zum Aufnehmen mehrerer Werkstücke (7) Aufnahmeeinrichtungen
(14) hat, die in vorbestimmter Weise angeordnet und so ausgebildet sind, daß sie die
Werkstücke (7) in vorbestimmter Lage aufnehmen,
mit Mitteln (5, 6, 58) zum Einbringen und Herausnehmen des Trägers (13) in den bzw.
aus dem Behälter (3),
mit wenigstens einer mit den Werkstücken (7) zu verbindenden Anode (20) sowie mit
einer in den Elektrolyten eintauchenden Kathode (21),
dadurch gekennzeichnet,
dass die Anoden (20) unabhängig vom Träger (13) heb- und senkbar sowie entsprechend
der Anordnung der Aufnahmeeinrichtungen (14) in gegenseitiger Zuordnung so angeordnet
sind, dass sie durch Absenken auf die Werkstücke (7) aufsetzbar sind.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Behälter (3) Führungen (59) bzw. Positionierelemente (12) für den Träger
(13) hat.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass den Aufnahmeeinrichtungen (14) für je ein Werkstück (7) wenigstens eine Kathode
(21) zugeordnet ist und die Kathoden (21) unabhängig vom Träger (13) heb- und senkbar
sowie entsprechend der Anordnung der Aufnahmeeinrichtungen (14) in gegenseitiger Zuordnung
so angeordnet sind, dass sie durch Absenken den Aufnahmeeinrichtungen (14) angenähert
werden.
4. Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Kathoden (21) als Elektrolytzuleitung ausgebildet sind.
5. Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass jeder Elektrolytzuleitung (22) eine Absaugleitung zugeordnet ist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der dem Werkstück (7) zugewandte Endabschnitt der Absaugleitung in der Elektrolytzuleitung
(22) verläuft, und zwar vorzugsweise koaxial.
7. Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Behälter (3) einen hebbaren Deckel (8) hat, an dessen Unterseite die Kathoden
(21) und/oder die Anoden (20) und/oder die Elektrolytzuleitungen (22, 24) und ggfs.
die Absaugleitungen hängend angebracht sind.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Behälter (3) von einer Traverse (61) überspannt ist, an welcher die Kathoden
(21), Anoden (20), Elektrolytzuleitungen (22, 24) und ggfs. die Absaugleitungen hängend
angeordnet sind.
9. Vorrichtung nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Elektrolytzuleitungen (22, 24) und ggfs. die Absaugleitungen an eine flexible
Zuleitung (25) angeschlossen sind, welche Bewegungen des Deckels (8) beim öffnen und
Schließen des Behälters (3) mitmacht.
10. Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Anoden (20) federnd gelagert sind.
11. Vorrichtung zum anodischen Oxidieren von Werkstücken (7) mit einer in einer Ausnehmung
(17) des Werkstücks (7) liegenden Verschleißfläche (31), insbesondere von Bremssätteln
von Scheibenbremsen,
mit einem Behälter (3) zur Aufnahme eines wässrigen Elektrolyten (9)
mit einem Träger (13) mit Aufnahmeeinrichtungen (14) zum Aufnehmen mehrerer Werkstücke
(7),
mit Mitteln (5, 6, 58) zum Einbringen und Herausnehmen des Trägers (13) in den bzw.
aus dem Behälter (3),
mit wenigstens einer mit den Werkstücken (7) zu verbindenden Anode (20) sowie mit
einer in den Elektrolyten eintauchenden Kathode (21),
dadurch gekennzeichnet,
dass der Träger (13) für die Werkstücke (7) Aufnahmeeinrichtungen (14) hat, die in
vorbestimmter Weise angeordnet und so ausgebildet sind, dass sie die Werkstücke (7)
mit nach oben offener Ausnehmung (17) aufnehmen, dass den Aufnahmeeinrichtungen (14)
für je ein Werkstück (7) wenigstens eine Kathode (21) zugeordnet ist und die Kathoden
(21) unabhängig vom Träger (13) heb- und senkbar sowie entsprechend der Anordnung
der Aufnahmeeinrichtungen (14) in gegenseitiger Zuordnung so angeordnet sind, dass
sie durch Absenken in die Ausnehmungen (17) einführbar sind,
dass jeder Kathode (21) eine zusammen mit dieser in die jeweilige Ausnehmung (17)
eintauchende Elektrolytzuleitung (22) zugeordnet ist,
und dass die Anoden (20) unabhängig vom Träger (13) heb- und senkbar sowie entsprechend
der Anordnung der Aufnahmeeinrichtungen (14) in gegenseitiger Zuordnung so angeordnet
sind, dass sie durch Absenken auf die Werkstücke (7) aufsetzbar sind.
1. Apparatus for anodic oxidation of workpieces (7), in particular of disk brake callipers,
having a tank (3) for holding an aqueous electrolyte (9),
a carrier (13) provided with receiving means (14) for accommodating a plurality of
workpieces (7), the receiving means being arranged and designed in such a way that
the workpieces (7) are accommodated therein in a predetermined position,
means (5, 6, 58) for introducing and removing the carrier (13) into and from the tank
(3), respectively,
at least one anode (20) to be connected with the workpieces (7) and one cathode (21)
immersed in the electrolyte,
characterised in that
the anodes (20) are liftable and lowerable independently of the carrier (13) and are
arranged and mutually associated in accordance with the arrangement of the receiving
means (14) in a manner such that they can be placed on the workpieces (7) by a lowering
movement.
2. Apparatus according to claim 1, characterised in that the tank (3) is equipped with guides (59) and/or locating elements (12) for the carrier
(13).
3. Apparatus according to claim 1 or 2, characterised in that the receiving means (14)
have associated to them at least one cathode (21) per workpiece (7) and that the cathodes
(21) are liftable and lowerable independently of the carrier (13) and are arranged
and mutually associated in accordance with the arrangement of the receiving means
(14) in a manner such that they can be approached to the receiving means (14) by a
lowering movement.
4. Apparatus according to any of the preceding claims, characterised in that the cathodes (21) are designed as electrolyte supply lines.
5. Apparatus according to any of the preceding claims, characterised in that an extraction line is associated with each electrolyte supply line (22).
6. Apparatus according to claim 5, characterised in that the terminal section of the extraction line, facing the workpiece (7), extends inside
the electrolyte supply line (22), preferably in coaxial relationship thereto.
7. Apparatus according to any of the preceding claims, characterised in that the tank (3) comprises a liftable lid (8) on whose lower face the cathodes (21) and/or
the anodes (20) and/or the electrolyte supply lines (22, 24) and the extraction lines,
if any, are attached in suspended relationship.
8. Apparatus according to any of claims 1 to 6, characterised in that the tank (3) is bridged by a traverse (61) on which the cathodes (21), the anodes
(20), the electrolyte supply lines (22, 24) and the extraction lines, if any, are
arranged in suspended relationship.
9. Apparatus according to claim 7 or 8, characterised in that the electrolyte supply lines (22, 24) and the extraction lines, if any, are connected
to a flexible supply line (25) that is capable of following the movements of the lid
(8) during opening and closing of the tank (3).
10. Apparatus according to any of the preceding claims, characterised in that the anodes (20) are supported in a resilient fashion.
11. Apparatus for anodic oxidation of workpieces (7) having a wearing surface (31), in
particular a wearing surface of a disk brake calliper, disposed in a recess (17) of
the workpiece (7),
having a tank (3) for holding an aqueous electrolyte (9),
a carrier (13) provided with receiving means (14) for accommodating a plurality of
workpieces (7),
means (5, 6, 58) for introducing and removing the carrier (13) into and from the tank
(3),
at least one anode (20) to be connected with the workpieces (7) and one cathode (21)
immersed in the electrolyte,
characterised in that
the carrier (13) for the workpieces (7) is provided with receiving means (14), which
are arranged and designed in a predetermined way so that the workpieces (7) will be
received therein with their recess (17) facing upward; that the receiving means (14)
have associated to them at least one cathode (21) per workpiece (7) and that the cathodes
(21) are liftable and lowerable independently of the carrier (13) and are arranged
and mutually associated in accordance with the arrangement of the receiving means
(14) in a manner such that they can be introduced into the recesses (17) by a lowering
movement;
that each cathode (21) has associated to it an electrolyte supply line (22) that will
lower into the respective recess (17) together with its associated cathode; and
that the anodes (20) are liftable and lowerable independently of the carrier (13)
and are arranged and mutually associated in accordance with the arrangement of the
receiving means (14) in a manner such that they can be placed on the workpieces (7)
by a lowering movement.
1. Dispositif pour l'oxydation anodique de pièces à usiner (7), en particulier d'étriers
de freins à disques,
comprenant un récipient (3) pour la réception d'un électrolyte aqueux (9),
un support (13) qui possède des mécanismes de préhension (14) destinés à saisir plusieurs
pièces à usiner (7), qui sont disposés d'une façon prédéterminée et qui sont réalisés
de telle sorte qu'ils saisissent les pièces à usiner (7) dans une position prédéterminée,
des moyens (5, 6, 58) pour introduire et retirer le support (13) dans le, respectivement
hors du récipient (3),
au moins une anode (20) qui doit venir se relier aux pièces à usiner (7), ainsi qu'une
cathode (21) immergée dans l'électrolyte,
caractérisé en ce que
les anodes (20) peuvent se soulever et s'abaisser indépendamment du support (13) et
sont disposées dans un agencement opposé par rapport à l'agencement des mécanismes
de préhension (14) de telle sorte que, par abaissement, elles peuvent venir se placer
par-dessus les pièces à usiner (7).
2. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que le récipient (3) possède
des guidages (59), respectivement des éléments de positionnement (12) pour le support
(13).
3. Dispositif selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce qu'aux mécanismes de préhension
(14), est attribuée au moins une cathode (21) pour chacune des pièces à usiner (7),
et les cathodes (21) peuvent se soulever et s'abaisser indépendamment du support (13)
et sont disposées dans un agencement opposé par rapport à l'agencement des mécanismes
de préhension (14) de telle sorte qu'elles peuvent s'approcher des mécanismes de préhension
(14) par abaissement.
4. Dispositif selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce
que les cathodes (21) sont réalisées sous forme de conduit d'amenée d'électrolyte.
5. Dispositif selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce
qu'un conduit d'aspiration est attribué à chaque conduit d'amenée d'électrolyte (22).
6. Dispositif selon la revendication 5, caractérisé en ce que la section terminale du
conduit d'aspiration tournée vers la pièce à usiner (7) s'étend dans le conduit d'amenée
d'électrolyte (22) et, en fait, de préférence en position coaxiale.
7. Dispositif selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce
que le récipient (3) possède un couvercle (8) qui peut être soulevé, au côté inférieur
duquel sont suspendus les cathodes (21) et/ou les anodes (20) et/ou les conduits d'amenée
d'électrolyte (22, 24) et éventuellement le conduit d'aspiration.
8. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que
le récipient (3) est surplombé d'une traverse (61) à laquelle sont suspendus les cathodes
(21), les anodes (20), les conduits d'amenée d'électrolyte (22, 24) et éventuellement
les conduits d'aspiration.
9. Dispositif selon la revendication 7 ou 8, caractérisé en ce que les conduits d'amenée
d'électrolyte (22, 24) et éventuellement les conduits d'aspiration sont raccordés
à un conduit flexible (25) qui accompagne les mouvements du couvercle (8) lors de
l'ouverture et de la fermeture du récipient (3).
10. Dispositif selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce
que les anodes (20) sont montées pour être élastiques.
11. Dispositif pour l'oxydation anodique de pièces à usiner (7) dont une surface résistant
à l'usure (31) est disposée dans un évidement (17) de la pièce à usiner (7), en particulier
d'étriers de freins à disques,
comprenant un récipient (3) pour la réception d'un électrolyte aqueux (9),
un support (13) muni de mécanismes de préhension (14) pour saisir plusieurs pièces
à usiner (7),
des moyens (5, 6, 58) pour introduire et retirer le support (13) dans le, respectivement
hors du récipient (3),
au moins une anode (20) qui doit venir se relier aux pièces à usiner (7), ainsi qu'une
cathode (21) immergée dans l'électrolyte,
caractérisé en ce que le support (13) possède des mécanismes de préhension (14) pour
les pièces à usiner (7), qui sont disposés d'une manière prédéterminée et qui sont
réalisés de telle sorte qu'ils saisissent les pièces à usiner (7) par un évidement
(17) ouvert vers -le haut, en ce qu'au moins une cathode (21) est attribuée aux mécanismes
de préhension (14) pour chacune des pièces à usiner (7) et les cathodes (21) peuvent
se soulever et s'abaisser indépendamment du support (13) et sont disposées dans un
agencement opposé par rapport à l'agencement des mécanismes de préhension (14), en
ce qu'elles peuvent, par abaissement, s'insérer dans les évidements (17), en ce que,
à chaque cathode (21), est attribué un conduit d'admission d'électrolyte (22) immergée
conjointement avec cette dernière dans l'évidement respectif (17), et en ce que les
anodes (20) peuvent se soulever et s'abaisser indépendamment du support (13) et sont
disposées dans un agencement opposé par rapport à l'agencement des mécanismes de préhension
(14) de telle sorte que, en s'abaissant, elles peuvent venir se placer par-dessus
les pièces à usiner (7).