[0001] Die Erfindung betrifft einen Zugwalzenantrieb zum steuerbaren Transportieren einer
Bahn in einer Rotationsdruckmaschine gemäß dem Oberbegriff des Anspruches 1.
[0002] Die DE-OS 23 28 949 beschreibt einen Antrieb für Papierspannung beeinflussende Walzen
mittels eines Differentialgetriebes. Dieses Differentialgetriebe ist als Spannungswellengetriebe
ausgeführt, wobei ein Spannungswellenerzeuger mittels einer Magnetpulverbremse abbremsbar
ist.
Nachteilig ist hierbei, daß eine konstante Drehzahl nur mit hohem Regelaufwand für
die Bremse möglich ist.
[0003] "Harmonic Drive"-Getriebe der Fa. Harmonic Drive Systems GmbH werden als Standardgetriebe
für große Untersetzungen verwendet.
[0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Zugwalzenantrieb zum steuerbaren
Transportieren einer Bahn in einer Rotationsdruckmaschine mittels eines Differentialgetriebes
zu schaffen, bei dem nur jeweils eine einzige Antriebs- und Abtriebswelle erforderlich
ist.
[0005] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des kennzeichnenden Teiles
des Anspruches 1 gelöst.
[0006] Die mit der Erfindung erzielbaren Vorteile bestehen insbesondere darin, daß bei dem
erfindungsgemäßen Zugwalzenantriebes mit koaxialer Antriebs- und Abtriebswelle sich
der Bauraum verringert und aufwendige Umlenk- bzw. Zwischengetriebe entfallen können.
Ein Kugelringgetriebe ermöglicht auch Verstellung des Übersetzungsverhältnisses des
Zugwalzenantriebes im Stillstand der Rotationsdruckmaschine, so daß das Übersetzungsverhältnis
bereits im Stillstand den Produktionsverhältnisse beispielsweise eines Wiederholauftrages
angepaßt werden kann. Dieses Kugelringgetriebe überträgt durch Wälzen die Drehbewegung,
was nur minimalen Verschleiße hervorruft.
Ein Spannungswellengetriebe ermöglicht hohe Übersetzungsverhältnisse auf kleinstem
Raum. Zudem sind in Vergleich zu z. B. einem herkömmlichen Planetenradgetriebe eine
Drehzahl eines Planetenrades gering und eine Zahnüberdeckung sehr hoch, was den Verschleiß
minimiert.
In besonders vorteilhafter Weise wird durch den erfindungsgemäßen Zugwalzenantrieb
ein sehr genaues, konstantes Übersetzungsverhältnis erreicht, das stufenlos sehr fein
einstellbar ist. Zum Betrieb des Zugwalzenantriebes sind keine zusätzlichen Antriebe
bzw. Bremsen notwendig.
[0007] Der erfindungsgemäße Zugwalzenantrieb ist in der Zeichnung dargestellt und wird im
folgenden näher beschrieben.
[0008] Es zeigen
- Fig. 1
- einen schematischen Aufbau eines Einzugswerkes einer Rotationsdruckmaschine;
- Fig. 2
- einen schematischen Schnitt eines erfindungsgemäßen Zugwalzenantriebes gemäß einem
ersten Ausführungsbeispiel;
- Fig. 3
- einen schematischen Schnitt eines erfindungsgemäßen Zugwalzenantriebes gemäß einem
zweiten Ausführungsbeispiel.
[0009] Einem Einzugswerk 1 einer Rotationsdruckmaschine wird von einer Rolle 2 eine Bahn
3, aus beispielsweise Papier, Kunststoff oder Gewebe zugeführt. Die Bahn 3 wird in
dem Einzugswerk 1 zwischen einer ersten Zugwalze 4 und einer gefederten Anpreßwalze
6 geführt und gelangt von dort zu einer ersten Leitwalze 7, die die Bahn 3 um ca.
90° zu einer ortsveränderbaren Tänzerwalze 8 umlenkt. Die Tänzerwalze 8 wird von der
Bahn 3 um ca. 180° umschlungen und steuert durch ihre Stellung eine Bahnspannung.
Von der Tänzerwalze 8 gelangt die Bahn 3 zu einer zweiten Leitwalze 9, die die Bahn
3 wieder um ca. 90° umlenkt und zu einer zweiten Zugwalze 11 führt.
Zwischen dieser Zugwalze 11 und einer Anpreßwalze 12 wird die Bahn 3 geführt und zu
nichtdargestellten Aggregaten transportiert.
[0010] Ein Antrieb der zweiten Zugwalze 11 erfolgt über ein Kegelrad 13, welches mit der
Zugwalze 11 verbunden ist und mit einem Kegelrad 14 einer Längswelle 16 zusammenwirkt.
Die Längswelle 16 wird von einem nicht dargestellten Antrieb angetrieben.
[0011] An der Längswelle 16 befindet sich ein weiteres Kegelrad 17, welches einem mit der
ersten Zugwalze 4 zusammenwirkenden Kegelrad 18 zugeordnet ist. Zwischen diesem Kegelrad
18 und einem Zapfen 19 der Zugwalze 4 ist ein Feinsteinstellgetriebe 21 angeordnet.
Das Feinsteinstellgetriebe 21 kann aber auch an anderen Stellen zwischen Zugwalze
4 und Antrieb z. B. in der Längswelle oder bei anderen nicht dargestellten Ausführungen
in Stehwellen zwischengeschaltet sein.
[0012] Das Feinsteinstellgetriebe 21 besteht aus einem Reibradgetriebe mit stufenlos einstellbarer
Übersetzung mit einem integriertem Überlagerungsgetriebe. Das Reibradgetriebe ist
als Kugelringgetriebe 22 und das Überlagerungsgetriebe als Spannungswellengetriebe
23 mit einem Übersetztungsverhältnis i23, z. B. i23 = 32, ausgeführt.
In einem Gehäuse 24 des Feinsteinstellgetriebes 21 ist eine Antriebswelle 26 drehbar
und axial unbeweglich gelagert. Auf dieser Antriebswelle 26 ist ein erster mit einer
konzentrischen, planen Wälzfläche 27 versehener Antriebslaufring 28 drehsteif befestigt.
Diesem ersten Antriebslaufring 28 liegt ein zweiter Antriebslaufring 29, der eine
konzentrische, konkave Wälzfläche 31 aufweist, axial gegenüber und wirkt mittels Tellerfedern
32 gegen einen bezüglich der Antriebswelle 26 festen Anschlag 33 zusammen. Konzentrisch
zu dem ersten Antriebslaufring 28 ist ein in axialer Richtung verschiebbarer, mit
einer planen Wälzfläche 34 versehener Stellring 36 im Gehäuse 24 angeordnet. Die axiale
Verstellung des Stellringes 36 erfolgt über einen Stellnocken 37, der eine Verdrehung
des Stellringes 36 in Umfangsrichtung bewirkt. An diesem Stellring 36 sind entlang
des Umfanges keilförmige Flächen 38 angeordnet, die mit gehäusefesten Lagerbolzen
39 zusammenwirken.
Diesem Stellring 36 gegenüberliegen ist ein vierter, bezüglich der Antriebswelle 26
drehbarer, aber axial starrer Abtriebsring 41, welcher ebenfalls mit einer konzentrischen,
planen Wälzfläche 42 versehen ist, angeordnet. Zwischen diesen Antriebslaufringen
28, 29, 36, 41 ist eine Anzahl von Übertragungskugeln 43, die mittels eines Käfigs
44 beabstandet sind, auf einer Kreisbahn angeordnet, wobei jede der Übertragungskugeln
43 jede der vier Wälzflächen 27, 31, 34, 42 berührt.
[0013] Der Abtriebsring 41 ist auf einer konzentrisch zur Antriebswelle 26 liegenden Hohlwelle
46 befestigt, wobei Abtriebsring 41 und Hohlwelle 46 im Gehäuse 24 mittels einer Lagerung
bezüglich der Antriebswelle 26 frei drehbar gelagert sind. An einem dem Abtriebsring
41 gegenüberliegenden Ende der Hohlwelle 46 ist eine elliptische Nockenscheibe 47
des Spannungswellengetriebes 23 drehfest befestigt.
[0014] Auf einer Mantelfläche 48 dieser elliptischen Nockenscheibe 47 wälzen entlang des
Umfanges eine Vielzahl von Zylinderrollen 49, die von einem elastischen, dünnen Ring
51 umhüllt und von einem ebenfalls elastischen Käfig 52 beabstandet werden.
Dieser elastisch Ring 51 stützt ein mit einer Innen- und Außenverzahnung 53, 54 versehenes
Planetenrad 56 der Breite b56 in zwei gegenüberliegenden Bereichen in ca. der Hälfte
der Breite b56 der Innenverzahnung 53 ab. Die Innen- und Außenverzahnung 53, 54 des
Planetenrades 56 weist gleiche Zähnezahl z56, z. B. z56 = 130, auf. In die verbleibende
Hälfte der Breite der Innenverzahnung 53 greift ein außenverzahntes Stirnrad 57 mit
einer Zähnezahl z57, z. B. z57 = 128, ein. Dieses Stirnrad 57 ist starr mit der Antriebswelle
26 verbunden.
Die Außenverzahnung 54 des Planetenrades 56 wälzt in einer Innenverzahnung 58 eines
Sonnenrades 59 mit einer Zähnezahl z59, z. B. z59 = 132, und einer Breite b59, die
der Breite b56 des Planetenrades entspricht. Dieses Sonnenrad 59 ist auf einer Abtriebswelle
61 befestigt, welche sich in dem Zapfen 19 der Zugwalze 4 fortsetzt und mit einer
Abtriebsdrehzahl n61 dreht.
[0015] Die Wirkweise des erfindungsgemäßen Zugwalzenantriebes ist folgendermaßen:
Verändert die Tänzerwalze 8 zur Spannungsregelung der Bahn 3 ihre Stellung oder dehnt
sich die Bahn 3 im Bereich zwischen den beiden Zugwalzen 4, 11 muß ein Drehzahlverhältnis
der beiden Zugwalzen 4, 11 verändert werden. Dazu wird im vorliegenden Beispiel die
Drehzahl der ersten Zugwalze 4 mittels des Feinsteinstellgetriebes 21 verändert:
Die Antriebsdrehzahl n26 wird mittels des auf der Antriebswelle 26 befestigten Kegelrades
18 der Antriebswelle 26 zugeführt, wodurch auch die beiden Antriebsringe 28, 29 mit
der Antriebsdrehzahl n26 rotieren. Die Übertragungskugeln 43 stützen sich am Stellring
36 ab und übertragen durch ihre Wälzbewegung eine Drehbewegung an den Abtriebsring
41. Eine Drehzahl n41 des Abtriebsringes 41 wird über die Lage der Übertragungskugeln
43 bezüglich der Wälzflächen 27, 31, 34, 42 der Antriebslaufringe 28, 29, 36, 41 bestimmt.
Zur Veränderung der Drehzahl n41 des Abtriebsringes 41 wird mittels eines nicht dargestellten
Stellantriebes, z. B. eines Elektromotores, der Stellnocken 37 tangential zum Stellring
36 verschoben und der Stellring 36 somit in Umfangsrichtung verdreht.
Die mit den Lagerbolzen 39 zusammenwirkenden keilförmigen Flächen 38 bewirken somit
bei der Verdrehung des Stellringes 36 eine axiale Verschiebung des Stellringes 36.
Dies bewirkt eine veränderte axiale Stellung des Antriebslaufringes 29, welche durch
die Elastizität der Tellerfedern 32 ermöglicht wird.
Hierdurch ändert sich die Stellung der Übertragungskugeln 43. Dieses vorliegende Kugelringgetriebe
22 läßt eine stufenlose Veränderung des Übersetzungsverhältnisses von der Drehzahl
n41 des Abtriebsringes 41 und damit der Hohlwelle 46 im Bereich von 0 bis 0,4 x n26
zu.
[0016] Die mit dem Abtriebsring 41 fest verbundene, elliptische Nockenscheibe 47 dreht sich
somit mit einer Drehzahl n47, die gleich der Drehzahl n41 ist. Mittels der auf der
Nockenscheibe 47 abwälzenden Zylinderrollen 49 und dem elastischen Ring 51 wird diese
Drehbewegung als radiale Bewegung an das Planetenrad 56 übertragen. Das Planetenrad
56 wird radial verformt und ändert dadurch partiell seinen Durchmesser.
Durch diese Verformung wird die Lage der Innen- und Außenverzahnung 53, 54 des Planetenrades
56 verändert, so daß die Außenverzahnung 54 an den höchsten Bereichen der elliptischen
Nockenscheibe 47 voll mit der Innenverzahnung 58 des Sonnenrades 59 im Eingriff steht
und die Innenverzahnung 53 des Planetenrades 56 nicht mit dem Stirnrad 57 zusammenwirkt.
In den niedrigsten Bereichen der elliptischen Nockenscheibe 47 steht die Innenverzahnung
53 des Planetenrades 56 mit dem Stirnrad 57 im Eingriff und die Außenverzahnung 54
des Planetenrades 56 wirkt nicht mit der Innenverzahnung 53 des Sonnenrades 59 zusammen.
Zwischen diesen Extrembereichen wirkt das Planetenrad 56 sowohl mit dem Sonnenrad
59 als auch mit dem Stirnrad 57 zusammen.
Durch die radiale Verformung des Planetenrades 56 mittels der Drehung der elliptischen
Nockenscheibe 47 wandern die Eingriffsbereiche von Planetenrad 56, Stirnrad 57 und
Sonnenrad 59. Hierdurch wird eine Relativdrehung zwischen Stirnrad 57 und Sonnenrad
59 in Abhängigkeit von der Relativdrehzahl der Nockenscheibe 47 zum Planetenrad 56
nach der Beziehung

, erreicht.
[0017] Im vorliegenden Ausführungsbeispiel wird das Planetengetriebe als Differentialgetriebe
benutzt. Daher ergibt sich ein Drehzahlverhältnis von der Antriebsdrehzahl n26 der
Abtriebswelle 26 zu der Abtriebsdrehzahl n61 der Abtriebswelle 26 in Abhängigkeit
der Drehzahl n41 des Abtriebringes 41 und damit der Nockenscheibe 47.
[0018] In einem zweiten Ausführungsbeispiel besteht das Spannungswellengetriebe 23 im wesentlichen
aus der elliptischen Nockenscheibe 47 mit einem auf Zylinderrollen 49 gelagerten,
elastischen Planetenrad 62, und zwei jeweils mit einer Innenverzahnung 63, 64 versehenen
Sonnenrädern 66, 67. Das erste Sonnenrad 66 ist drehsteif mit der Antriebswelle 26
und das zweite Sonnenrad 67 ist ebenfalls drehsteif mit der Abtriebswelle 61 verbunden.
Das elastische Planetenrad 62 weist eine Außenverzahnung 67 auf, die sowohl mit der
Innenverzahnung 63 des Sonnenrades 66 als auch mit der Innenverzahnung 64 des Sonnenrades
67 zusammenwirkt.
[0019] Auch hier dreht sich die elliptische Nockenscheibe 47 mit der vom Kugelrollengetriebe
27 vorgegebenen Drehzahl n41, womit sich die Stellung der hohen Bereiche der Nockenscheibe
47 ändern. Das Planetenrad 62 wird von dem Sonnenrad 66 in Umfangsrichtung bewegt
und von der elliptischen Nockenscheibe 47 radial verformt. Dadurch wird eine Relativbewegung
sowohl von Planetenrad 62 zu dem ersten Sonnenrad 66 als auch von beiden Sonnenrädern
66, 67 zueinander erzeugt. Somit wird das gewünschte Drehzahlverhältnis von der Antriebsdrehzahl
n26 der Antriebswelle 61 zur Abtriebsdrehzahl n61 der Abtriebswelle 61 erreicht.
[0020] Durch die Kombination des Kugelringgetriebes 22 mit dem Spannungswellengetriebe 23
des Feinsteinstellgetriebes ergibt sich ein Regelbereich z. B. im vorliegenden, ersten
Beispiel der Antriebsdrehzahl n61 der Abtriebswelle 61 von n61 = 0,97 x n26 bis n61
= 0,98 x n26 der Antriebsdrehzahl n26 der Antriebswelle 26.
Teileliste
[0021]
- 1
- Einzugswerk
- 2
- Rolle
- 3
- Bahn
- 4
- Zugwalze, erste
- 5
- -
- 6
- Anpreßwalze
- 7
- Leitwalze, erste
- 8
- Tänzerwalze
- 9
- Leitwalze, zweite
- 10
- -
- 11
- Zugwalze, zweite
- 12
- Anpreßwalze
- 13
- Kegelrad (11)
- 14
- Kegelrad (16)
- 15
- -
- 16
- Längswelle
- 17
- Kegelrad (16)
- 18
- Kegelrad (4)
- 19
- Zapfen (4)
- 20
- -
- 21
- Feinsteinstellgetriebe
- 22
- Kugelringgetriebe
- 23
- Spannungswellengetriebe
- 24
- Gehäuse
- 25
- -
- 26
- Antriebswelle
- 27
- Wälzfläche (28)
- 28
- Antriebslaufring
- 29
- Antriebslaufring
- 30
- -
- 31
- Wälzfläche, konkav (29)
- 32
- Tellerfedern
- 33
- Anschlag
- 34
- Wälzfläche, plan (36)
- 35
- -
- 36
- Stellring
- 37
- Stellnocken
- 38
- Flächen, keilförmige (36)
- 39
- Lagerbolzen
- 40
- -
- 41
- Abtriebsring
- 42
- Wälzfläche, plan (41)
- 43
- Übertragungskugel
- 44
- Käfig
- 45
- -
- 46
- Hohlwelle
- 47
- Nockenscheibe, elliptisch
- 48
- Mantelfläche (47)
- 49
- Zylinderrollen
- 50
- -
- 51
- Ring, elastisch
- 52
- Käfig, elastisch
- 53
- Innenverzahnung (56)
- 54
- Außenverzahnung (56)
- 55
- -
- 56
- Planetenrad
- 57
- Stirnrad
- 58
- Innenverzahnung
- 59
- Sonnenrad
- 60
- -
- 61
- Abtriebswelle
- 62
- Planetenrad, elastisch
- 63
- Innenverzahnung (66)
- 64
- Innenverzahnung (67)
- 65
- -
- 66
- Sonnenrad, erstes
- 67
- Sonnenrad, zweites
- b56
- Breite
- i23
- Übersetzungsverhältnis
- n26
- Antriebsdrehzahl
- n41
- Drehzahl
- n47
- Drehzahl
- n61
- Abtriebsdrehzahl
- z56
- Zähnezahl
- z57
- Zähnezahl
- z59
- Zähnezahl
1. Zugwalzenantrieb zum steuerbaren Transportieren einer Bahn (3) in einer Rotationsdruckmaschine,
wobei zwischen einer Zugwalze (4) und einem Antrieb, z. B. einer Längswelle (16),
ein als Differentialgetriebe ausgeführtes Feinsteinstellgetriebe (21) angeordnet ist,
dadurch gekennzeichnet, daß als Feinsteinstellgetriebe (21) ein Kugelringgetriebe
(22) mit einem koaxial nachgeschalteten Spannungswellengetriebe (23) vorgesehen ist.
2. Zugwalzenantrieb nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß im Kugelringgetriebe
(22) zwei Antriebslaufringe (28; 29), ein Stellring (36), ein Abtriebsring (41) und
mit diesen zusammenwirkende Übertragungskugeln (43) vorgesehen sind, daß die Antriebslaufringe
(28; 29) mittels einer Antriebswelle (26) unmittelbar oder mittelbar mit dem Antrieb
drehsteif verbunden sind, daß der Abtriebsring (41) mit dem Spannungswellengetriebe
(23) verbunden ist.
3. Zugwalzenantrieb nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Spannungswellengetriebe
(23) im wesentlichen aus einer elliptischen Nockenscheibe (47), einem elastischen,
außen- und innenverzahnten Planetenrad (56), einem Innenverzahnten Sonnenrad (59)
und einem außenverzahnten Stirnrad (57) besteht, daß das Planetenrad (56) unmittelbar
mit der Antriebswelle (26) verbunden ist, daß die elliptische Nockenscheibe (47) mit
dem Abtriebsring (41) des Kugelringgetriebes (22) drehsteif verbunden ist, daß das
Sonnenrad (59) mittels einer Abtriebswelle (61) unmittelbar oder mittelbar mit der
Zugwalze (4) verbunden ist.
4. Zugwalzenantrieb nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Antriebslaufringe
(28; 29) des Kugelringgetriebes (22) und das elastische Stirnrad (57) des Spannungswellengetriebes
(23) auf einer gemeinsamen Antriebswelle (26) drehsteif befestigt sind.
5. Zugwalzenantrieb nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Spannungswellengetriebe
(23) in wesentlichen aus einer elliptischen Nockenscheibe (47), einem elastischen,
außenverzahnten Planetenrad (62) und zwei jeweils eine Innenverzahnung (63; 64) aufweisende
Sonnenrädern (66; 67) besteht, daß das erste Sonnenrad (66) mit der Antriebswelle
(26) drehsteif verbunden ist, daß das zweite Sonnenrad (66) mit der Abtriebswelle
(61) drehsteif verbunden ist, daß die elliptische Nockenscheibe (47) mit dem Abtriebsring
(41) des Kugelringgetriebes (22) drehsteif verbunden ist.
6. Zugwalzenantrieb nach den Ansprüchen 1, 2 und 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Antriebslaufringe
(28; 29) des Kugelringgetriebes (22) und das erste Sonnenrad (66) des Spannungswellengetriebes
(23) auf einer gemeinsamen Antriebswelle (26) drehsteif befestigt sind.