[0001] Die Erfindung betrifft einen Wärmetauscher für, insbesondere zwei, durchströmende
Fluide mit parallelen Strömungskanälen, der im Querschnitt aus schichtenweise aufeinanderliegenden
Tafeln mit mäanderförmigem Profil ausgebildet ist, wobei eine aufliegende Tafel die
Strömungskanäle der darunterliegenden Tafel abdeckt und wobei jeweils seitlich benachbarte
Strömungskanäle von unterschiedlichen Fluiden durchströmbar sind.
[0002] Ein derartiger Wärmetauscher ist aus der DD 243 088 A1 bekanntgeworden.
[0003] Bei Wärmetauschern der üblichen Serienfertigung wie Plattenwärmetauschern oder Spiralwärmetauschern
bestehen häufig Abdichtprobleme der aneinander gepreßten Platten bzw. des Deckels
am Spiralwärmetauscher, wodurch die Anwendbarkeit und der Gebrauchswert stark verringert
sind. Daher wird bei Plattenwärmetauschern mit erheblichem Aufwand eine Verklebung,
Verschweißung oder Verlötung der Platten vorgenommen, wodurch dann allerdings eine
mechanische Reinigung der Strömungsquerschnitte nicht oder nur bedingt möglich ist.
[0004] Auch der aus der DD 243 088 Al bekanntgewordene Wärmetauscher ist aus einzelnen einem
s-förmig übereinandergelegten Profilblechstreifen aufgebaut, dessen Profil einen mäanderförmigen
Querschnitt aufweist. Die Innenwinkel der vom mäanderförmigen Profil gebildeten offenen
Trapeze sind allerdings größer als 90°, so daß eine aufliegende Tafel in die darunterliegende
Tafel eingreifen und hineinrutschen kann. Bei höheren Druckdifferenzen zwischen den
beiden Wärmetausch-Fluiden besteht eine erhöhte Gefahr, daß die TAfeln in ungewolltem
Maße tiefer ineinanderrutschen. Dabei werden die Strömungsquerschnitte, Strömungsgeschwindigkeiten,
effektiven Wärmetauschflächen und die statische Beherrschbarkeit des Gesamtgefüges
in unkontrollierter Weise beeinflußt.
[0005] Jedoch erhöht sich bei dem aus der DD 243 088 A1 bekannten Wärmetauscher durch das
Ineinanderrutschen benachbarter Tafeln die Anzahl der für einen Wärmetauscher einer
bestimmten effektiven Wärmetauschfläche erforderlichen Tafeln und damit das Gewicht
des Wärmeaustauschers pro Raumeinheit.
[0006] Der Erfindung liegt demgegenüber die Aufgabe zugrunde, einen Wärmetauscher der eingangs
genannten Art derart weiterzubilden, daß die übereinanderliegenden Tafeln nicht mehr
ineinander rutschen, sondern daß die Tafeln ohne stabilisierende Zwischenbleche übereinander
liegen können und sich dabei ein stabiles Gesamtgefüge ergibt, wobei unter sparsamem
Materialeinsatz mit dünnen Blechen eine maximale Wärmetauschfläche auf engem Raum
erzielt wird.
[0007] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Innenwinkel der vom mäanderförmigen
Profil gebildeten offenen Trapeze kleiner als 90° sind.
[0008] Durch die erfindungsgemäß kleinen Innenwinkel liegt eine Tafel jeweils auf der benachbarten
darunterliegenden Tafel auf, so daß ein Ineinandergreifen benachbarter Tafeln gerade
verhindert wird. Dies trägt zu einer Erhöhung der Stabilität bei größeren Druckunterschieden
bei und führt zu einer Gewichtsreduzierung des Wärmetauschers. Der erfindungsgemäße
Wärmetauscher ist somit ein kompakter Wärmetauscher mit hoher spezifischer Wärmetauschfläche,
der für die verschiedensten Wärmetauschaufgaben zwischen gasförmigen und/oder flüssigen
Medien sowie als Verdampfer, Kondensator und Strömungsreaktor mit exothermen und endothermen
Prozessen anwendbar ist. Als Wärmetauscher zwischen gasförmigen Medien läßt sich der
Wärmetauscher beispielsweise zur Abwärmenutzung aus Fortluft in Gebäuden, Werks- und
Lagerhallen sowie in Kombination mit Dunstabzugshauben einsetzen. Den Wärmetauscher
kann man zur Vorwärmung von Trockenluft in Trocknungsanlagen, für Vorheizen von Verbrennungsluft
wie z.B. in Bäckereien, für Trocknungsvorgänge oder Umluftkühlung, für Kondensation
in Wäschetrocknern, für Belüftung bei der Viehhaltung in Ställen sowie zu Wärmetauschzwecken
in Kraftwerken und Abgasbehandlungsanlagen einsetzen. Für flüssige Medien kann der
Wärmetauscher in Waschanlagen oder in Haushaltsgeräten wie Waschmaschinen, Geschirrspülautomaten
verwendet werden. Weitere Anwendungsgebiete sind in der Klimatisierung, bei Kühlprozesse
wie beispielsweise Steuerschrankkühlung oder Verdunstungskühlung, Kondensation, in
der Verdampfungstechnik wie z.B. als Filmverdampfer, in Kälteanlagen, Gas-Durchlauferhitzern
und in Heizkesseln, Umformstationen für Warmwasser und Dampf sowie in der Fahrzeugindustrie,
beispielsweise für die Abwärmenutzung und Aufheizung des Fahrgastraumes. Desweiteren
kann der Wärmetauscher in der Fahrzeugindustrie aufgrund seiner hohen Kompaktheit
und geringen Größe hervorragend eingesetzt werden zur Waschwasservorwärmung für Scheiben-
und Scheinwerferwaschanlagen und zur Ladeluftkühlung beim Turbolader-Motor. Der Wärmetauscher
kann aus Aluminium, Stahl, Edelstahl, sonstigen Metallen und Legierungen, oder aus
Kunststoffen oder Papier oder sonstigen Materialien bestehen.
[0009] Bevorzugt sind die Innenwinkel der vom mäanderförmigen Profil gebildeten offenen
Trapeze größer als 70°, damit das Verhältnis zwischen Materialaufwand und Wärmeaustauschfläche
des Strömungskanals möglichst optimal ist und das Verhältnis von Wärmeübergangszahl
zu Gewicht bzw. Preis des Wärmetauschers möglichst groß gehalten wird.
[0010] In einer weiteren vorteilhaften Weiterentwicklung sind alle Tafeln des Wärmetauschers
aus einem einzigen fortlaufenden Streifen derart ausgebildet, daß die Strömungskanäle
beider Fluide vollständig voneinander getrennt sind. Der fortlaufende Profilstreifen
verläuft dazu beispielsweise schlangenoder S-förmig in oder rechtwinklig zur Durchströmrichtung.
[0011] In einer besonders bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Wärmetauschers
sind die Wandungen der Strömungskanäle angerauht und/oder mit die Strömung des durchströmenden
Fluids beeinflußenden Strukturen versehen. Da bei einer Kanalströmung, insbesondere
in größer dimensionierten glatten Kanälen, die Gefahr einer Verschlechterung des Wärmeübergangs
durch eine laminare Grenzschicht des durchströmenden Fluids an den Wandungen besteht,
führt die erfindungsgemäß angerauhte und/oder strukturierte Kanalwandung als strömungsspezifische
Schikanen innerhalb des Strömungskanals z.B. zur Erzeugung von Turbulenzen oder Spiralströmungen
oder Doppelspiral-strömungen, wodurch der Wärmeaustausch zwischen den Fluiden erhöht
bzw. optimiert wird.
[0012] Ganz besonders bevorzugt ist es, wenn immmer wiederkehrende Anströmvorgänge innerhalb
der Strömungskanäle dadurch erzeugbar sind, daß eine Tefel in Strömungsrichtung in
bestimmten Abständen auf einer kurzen Länge in einen flachen Abschnitt, insbesondere
mit einer Turbulenz erzeugenden Verprägung, übergeht.
[0013] In einer weiteren vorteilhaften Weiterbildung ist das Fluid über schrägflächen in
die einzelnen Strömungskanäle ein- und/oder auslenkbar, so daß die Fluide in ausgewählte
Strömungskanäle beispielsweise einer Strömungskanalebene oder nur einer Stirnseitenhälfte
des Wärmetauschers eingeleitet werden können. Über die Anzahl der verschlossenen Absperrelemente
läßt sich auch die Verweilzeit der Fluide in dem Wärmetauscher und damit die Wärmeübergangszahl
einstellen und die Durchströmrichtung der Fluide beeinflussen. Somit ist auch eine
hydraulische Reinigung möglich. Insbesondere können verstellbare Klappen die Strömungsführung
und Wärmetauschleistung variieren. Diese Klappen lassen sich über Antriebe oder Magnete
bewegen.
[0014] Wenn im Bereich der Ein- und Austrittsöffnungen der Strömungskanäle Strömungsleitelemente
vorgesehen sind, über die die Fluide in die Strömungskanäle von außen einleitbar oder
innerhalb des Wärmetauschers umleitbar sind, so lassen sich die Zu- und Ableitungen
jedes Fluids unter beliebigen Winkeln in den Wärmetauscher ein- und ausleiten bzw.
innerhalb des Wärmetauschers umleiten, wobei die Strömungs-Druckverluste minimiert
werden.
[0015] Durch die spitzwinklige Stirnseiten-Bauform läßt sich aber auch ohne diese Strömungsleitelemente
die Ein- bzw. Ableitung des Fluids stirnseitig und auch seitlich, also im 90° -Winkel
realisieren. Dazu sind erfindungsgemäß im Gehäuse und an den stirnseitigen, V-förmigen
Abdichtelementöffnungen Dichtungen und Filter vorgesehen.
[0016] Besonders bevorzugt sind ein Strömungsverteiler und ein Strömungsvereiniger für ein
Fluid jeweils als ein in Durchströmrichtung über den gesamten Querschnitt der Strömungsebene(n)
sich erstreckender ebener Kanalabschnitt ohne Strömungskanäle ausgebildet und die
Strömungskanäle des anderen Fluids in dieser(n) Strömungsebene(n) an ihren jeweiligen
Enden, insbesondere mit einer Schrägfläche, verschlossen sind. Dann strömt das in
den Wärmetauscher z.B. über dessen gesamte Querschnittsfläche eingeleitete Fluid in
alle geöffneten Strömungskanäle ein, ohne in die Strömungskanäle des anderen Fluids
zu gelangen. So kann ein nur über einen Öffnungsquerschnitt in den Wärmetauscher einströmendes
Fluid auf alle gewünschten Strömungskanäle im Wärmetauscher zu einem Schachbrett ähnlichen
Strömungsquerschnitt verteilt werden und so bei geringem Strömungs-Druckverlust, da
keine 90°-Umlenkung, ein maximaler Wärmeaustausch erzielt werden.
[0017] Erfindungsgemäß ist das die Strömungskanäle bildende Profil an seinen jeweiligen
Enden zu einer Ebene zusammengedrückt. Im Tiefziehverfahren hergestellte Profilbleche
mit spitzwinkligtrapezförmigem Querschnitt lassen sich leicht zusammendrücken, so
daß sich mit einem mäanderförmigen Grundprofil auch bestimmte Strömungskanäle verschließende
Strukturen leicht herstellen lassen.
[0018] Ganz besonders vorteilhaft ist es, wenn zwei benachbarte, jeweils zu einer Ebene
zusammengedrückte Profile aus ihrer jeweiligen Ebene zu einer die Strömungsebene verschließenden
Stirnwand abknickbar sind.
[0019] Wenn die Kanalabschnitte jeweils eine nur für ein Fluid offene Stirnseitenhälfte
aufweisen und diese ein- und austrittsseitigen Stirnseitenhälften eines Fluids vorzugsweise
diagonal in Durchströmrichtung gegenüberliegen, so wird der erfindungsgemäße Wärmetauscher
diagonal durchströmt und hinsichtlich des Wärmetauschers ein Strömungskurzschluß unterbunden.
Außerdem wird mit dieser strömungstechnisch günstigen, fast geradlinigen Durchströmung
der Druckverlust gegenüber bekannten Gegenstrom-Bauformen gesenkt.
[0020] Besonders bevorzugt sind die die Strömungskanäle bildenden Tafeln in einem, vorzugsweise
auch zerlegbaren, Gehäuse anordenbar, was den Zusammen- und Auseinanderbau sowie die
Reinigung der einzelnen den Wärmetauscher bildenden Teile erleichtert. Bei dem Einsatz
eines stirnseitig abnehmbaren V-förmigen Abdichtelementes ist das Wärmetauscherpaket
auch aus einem einteiligen Gehäuse sehr leicht herausnehmbar.
[0021] Ganz besonders bevorzugt sind mehrere Wärmetauscher seitlich und/oder in Form eines
Baukastensystems und/oder über Eck aneinander koppelbar, so daß Anpassungen an vorgegebene
Geometrien, z.B. Volumenströme und Wärmetauschleistungen, möglich sind.
[0022] In den Rahmen der Erfindung fällt auch ein Rippenwärmetauscher, bei dem ein Fluid,
z.B. Luft, parallele Strömungskanäle mit Rechteckprofil, Trapezprofil bzw. überhöhten
Trapezprofil oder ähnlichen Profilstückteilen durchströmt. Der Wärmeaustausch mit
einem anderen Fluid, z.B. mit einer Flüssigkeit, erfolgt, indem die Flüssigkeit über
Rohre etc. durch den Rippenwärmetauscher hindurch oder an seinen Außenflächen entlang
geführt wird.
[0023] Weitere Vorteile ergeben sich aus der Beschreibung und der beigefügten Zeichnung.
Ebenso können die vorstehend genannten und die noch weiter aufgeführten Merkmale erfindungsgemäß
jeweils einzeln für sich oder in beliebiger Reihenfolge miteinander verwendet werden.
Die erwähnten Ausführungsformen sind nicht als abschließende Aufzählung zu verstehen,
sondern haben vielmehr beispielhaften Charakter.
[0024] Die Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und wird anhand von Ausführungsbeispielen
näher erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1a
- schematisch den Querschnitt des erfindungsgemäßen Wärmetauschers mit parallelen, spitzwinkligtrapezförmigen
Strömungskanälen, umgeben von einem Gehäuse;
- Fig. 1b
- schematisch die Verteilung zweier Fluide A und B in den Strömungskanälen der Fig.
1a, sowie den angedeuteten zwei-dimensionalen Wärmetransport;
- Fig. 2a
- in perspektivischer Ansicht die Strömungskanäle der Fig. 1b mit zwei im Gegenstromverfahren
durchströmenden Fluiden A und B;
- Fign. 2b-e
- in einer der Fig. 2a entsprechender Ansicht die Strömungskanäle des Wärmetauschers
jeweils mit in Durchströmrichtung verschieden strukturierten Kanalwandungen;
- Fig. 3a
- zwei Strömungsebenen zweier Fluide in Explosionsdarstellung mit für das andere Fluid
verschlossenen Strömungsteilern;
- Fig. 3b
- den Strömungsverlauf der beiden Fluide entlang der Ebene IIIb-IIIb der Fig. 3a;
- Fig. 3c
- den aus dem spitzwinkligen Trapezprofil erzeugten quasi-ebenen Einströmbereich entlang
der Ebene IIIc-III3c der Fig. 3a;
- Fig. 4
- in perspektivischer Ansicht Strömungskanäle mit zwei im Gegenstrom und in abwechselnde
Strömungsebenen eingeleiteten Fluiden;
- Fig.
- 5 in perspektivischer Ansicht Strömungskanäle mit unterbrochenen Strömungskanälen
und seitlicher Ausleitung eines Fluids;
- Fign. 6a,b
- in perspektivischer Ansicht einen Wärmetauscher mit die äußeren Strömungskanäle seitlich
teilweise abschließenden Seitenwänden und mit seitlicher Einleitung eines Fluids;
- Fig. 6c
- schematisch die Ein- und Ausflußrichtungen der beiden Fluide gemäß den Fign. 6a und
b;
- Fign. 7a-d
- einen Wärmetauscher mit zerlegbarem Gehäuse und mit V-förmigen Stirnseiten des Wärmetauscherpakets
sowie die Durchströmrichtungen der Fluide und desweiteren ein flexibles Verbindungselement;
- Fig. 8
- einen Wärmetauscher mit zerlegbarem Gehäuse, mit rechtwinkligen Stirnseiten des Wärmetauscherpakets
und mit seitlichen Öffnungen;
- Fig. 9
- einen analog zu dem der Fig. 7a gestalteten Wärmetauscher in einem einteiligen Gehäuse;
- Fig. 10
- in perspektivischer Teilansicht Strömungskanäle eines Rippen-Wärmetauschers mit rechtwinklig
zur Luft-Durchströmrichtung hindurchtretenden Rohren runden Querschnitts;
- Fig. 11
- die Strömungskanäle der Fig. 27 mit Rohren länglichen Querschnitts.
- Fig. 12
- einen Rippenwärmetauscher für zwei in verschiedenen Ebenen getrennt und rechtwinklig
zueinander strömende Fluide; und
- Fig. 13a-c
- verschiedene mögliche Profilformen des Strömungskanalquerschnitts für Wärmetauscher,
Raumheizkörper und Rippenwärmetauscher.
[0025] Der in Fig. 1a mit 1 bezeichnete Wärmetauscher weist ein Gehäuse 2 auf, in welchem
mittels eines fortlaufenden Blechstreifens 3 Strömungskanäle 4 für beispielsweise
zwei Fluide A, B ausgebildet sind. In der Zeichnung bezeichnet jeweils ein ausgefüllter
Pfeil das Fluid A, ein nicht-ausgefüllter Pfeil das Fluid B. Der Blechstreifen 3 weist
ein mäanderförmiges Profil auf, dessen offene Innenwinkel θ kleiner als 90° sind.
Innerhalb des Gehäuses 2 ist der mäanderförmige Blechstreifen 3 selbst derart schlangen-
oder S-förmig angeordnet, daß parallele Strömungskanalebenen ausgebildet werden. Dabei
liegt das Blechprofil einer Strömungsebene auf dem darunterliegenden Blechprofil auf,
wie es bei 5 schematisch angedeutet ist. Die beiden Längskanten 6a, b des Blechstreifens
3 sind entweder miteinander oder mit dem Gehäuse 2 leckagefrei verbunden, so daß seitlich
benachbarte Strömungskanäle 4 jeweils von einem anderen Fluid vollständig und hermetisch
durch Blech voneinander getrennt durchströmt werden. Wie in Fig. 1b gezeigt ist, findet
eine Durchmischung der die Strömungskanäle 4 durchströmenden Fluide A, B nicht statt.
Durch die nahezu quadratische Struktur der Strömungskanäle 4 erfolgt der Wärmetausch
zwischen den beiden Fluiden A, B jeweils an vier Seiten eines Kanals 4, wie es durch
die Doppelpfeile 7 angedeutet ist. Die Wärmeaustauschfläche läßt sich gegenüber einem
lediglich aus parallelen Platten bestehenden Wärmetauscher verdoppeln.
[0026] Um den Wärmeaustausch weiter zu erhöhen, durchströmen die beiden Fluide A, B nach
Fig. 2a die Strömungskanäle 4 in entgegengesetzter Strömungsrichtung. Bei einer Kanalströmung,
vor allem in größer dimensionierten Strömungskanälen mit glatten Wandungen, wie es
in Fig. 2a gezeigt ist, besteht die Gefahr einer Verschlechterung des Wärmeübergangs
zwischen den beiden Fluide A, B durch die Ausbildung jeweils einer laminaren Grenzschicht
des durchströmenden Fluids an der glatten Wandung. Die Fign. 2b bis e zeigen quer
und schräg zur Durchströmrichtung der Strömungskanäle 4 ausgebildete Strömungsschikanen
in Form von Furchen 8a bis 8d, über die sich das Strömungsverhalten der durchströmenden
Fluide beeinflussen läßt. So führen die rechtwinklig zur Durchströmrichtung der Fluide
verlaufenden Furchen 8a, d zu Turbulenzen, während die schräg zur Durchströmrichtung
verlaufenden Furchen 8b zu einer einfachen Spiralströmung 8b'und die V-förmigen oder
fischgräten-ähnlichen Furchen 8c zu einer doppelten Spiralströmung 8c' führen. Diese
strukturierten Kanalwandungen verhindern eine laminare Grenzschicht und verbessern
den Wärmeaustausch zwischen beiden Fluiden A, B.
[0027] Fig. 3a zeigt eine Explosionsdarstellung der ansonsten übereinanderliegenden Profilbleche.
Die Darstellung zeigt, wie das Profil von der quasi-ebenen flachen Platten (siehe
Fig. 3c) in die mäanderförmige Profilstruktur übergeht, wobei der Übergang z.B. von
der Ebene 9 zum "Trapez-Dach" 10 über die schräge Auströmflächen 10a erfolgt; analog
dazu erfolgt der Übergang zum "Trapez-Tal". Der Strömungsverlauf in diesem Übergangsbereich
(Kanalverteiler) ist aus der Schnittdarstellung Fig. 3b ersichtlich, wobei deutlich
erkennbar ist, daß der Eintritt des Mediums A von einem ebenen, flachen Spalt (erste
Strömungsebene) in die Kanäle zweier Strömungsebenen (Teilströme A' und A" gemäß Fig.
4) erfolgt, wodurch das in Fig. 4 gut dargestellte schachbrettartige Strömungsprofil
entsteht. Eintritts- und austrittsseitig der Strömungskanäle sind die Erhebungen 10
mit einer Abschlußfläche, im Ausführungsbeispiel mit einer gewölbten Anströmfläche
10a abgeschlossen, um den Eintritt des anderen Fluids in Durchströmrichtung zu verhindern.
Auf diese Weise läßt sich der bei glatten Wärmetauschern erreichbare Wärmeaustausch
steigern. Wie Fig. 3b zeigt, werden durch die Erhebungen 10 die Fluidströme A, B jeweils
in zwei Teilströme A', A" bzw. B', B" geteilt und parallel zueinander im Strömungskanal
zwischen bzw. auf den Erhebungen 10 geführt.
[0028] Die in Fig. 4 gezeigten Strömungskanäle 4 unterscheiden sich von denen der Fig. 1a
dadurch, daß an der Außenseite diagonal benachbarte Strömungskanäle 4a, b eines Fluids
miteinander über Öffnungen 11 verbunden sind. Dies ist in der hinteren Ansicht der
Fig. 4 für die äußeren Strömungskanäle 4a, b dargestellt. Der vordere Teil der Fig.
4 zeigt das getrennte Einströmen der beiden Fluide A, B in benachbarten Strömungsebenen
im Gegenstromverfahren. Wie in den Fign. 3a und b gezeigt, wird das Einleiten eines
Fluids in die Strömungskanäle 4a, 4b dadurch erreicht, daß Erhebungen 10 mit verschlossenen
Schrägeflächen 10a vorgesehen sind. Der Fluidstrom A wird über die Schrägfläche 10a
in einen ersten Teilstrom A' und einen zweiten Teilstrom A" aufgespalten. In der für
das eine Fluid offenen Strömungsebene sind die Querschnitte der Strömungskanäle des
anderen Fluids über Schrägflächen 12 ganz verschlossen. Auf diese Weise können die
beiden Fluide A, B getrennt voneinander in für sie jeweils offene Strömungsebenen
4
A, 4
B eingeleitet und in die vorgesehenen Strömungskanäle des jeweiligen Fluids verteilt
werden.
[0029] Da sich der Wärmeaustausch im laminaren Bereich in der Anströmphase erhöht, ist eine
immer wieder unterbrochene Strömung von Vorteil. Dieses kann durch immer wiederkehrende
Anlaufvorgänge im Strömungskanal 4 oder, wie Fig. 5 zeigt, in einer Strömungsebene
dadurch erreicht werden, daß in bestimmten Abständen die Strömungskanäle 4 auf einer
kurzen Länge in einen flachen Kanal 13 zwischen zwei Schrägflächen 12a, b wie bei
einem Plattenwärmetauscher übergehen und von dort die Strömung erneut in die Strömungskanäle
4 verteilt wird. Fig. 5 zeigt außerdem, daß die beiden im Gegenstromverfahren die
Strömungskanäle 4 durchströmenden Fluide A, B entweder stirnseitig (Fluid A) oder
von der Seite (Fluid B) in verschiedene Strömungsebenen eingeleitet werden können.
Durch den allen Strömungskanälen 4 einer Strömungsebene voran gestellten gemeinsamen
Kanalabschnitt 14 sind alle Strömungskanäle 4 eines Fluids in dieser Strömungsebene
miteinander verbunden. Das in diese Strömungsebene eingeleitete Fluid verteilt sich
gleichmäßig auf die einzelnen Strömungskanäle 4.
[0030] Das seitliche Abdichten der nach außen offenen Strömungskanäle 4 erfolgt entweder
durch eine glatte Seitenwand 15a oder durch eine entsprechend den Strömungsebenen
profilierte Seitenwand 15b (Fig. 6a). Die Einleitung der Fluide A, B in dieser Ausführungsform
erfolgt durch seitliche Öffnungen 16 in den Seitenwänden 15a, b. Da die Strömungsebenen
des anderen Fluids mit einer aus der S-förmigen Übereinanderlegung des Profilblechstreifens
resultierenden Biegekante verschlossen sind, kann das Fluid über den gesamten offenen
Querschnitt 16 der Seitenwände 15 zugeleitet werden. Die Ableitung der Fluide erfolgt
gemäß Fig. 6a über die Stirnseite der Strömungskanäle 4, so daß die Ein- und Ausleitung
der beiden Fluide A, B jeweils rechtwinklig zueinander verlaufen. Bei einem in Strömungsrichtung
S-förmig übereinandergelegten Profilblechstreifen, wie in Fig. 6b dargestellt, sind
die profilierten Seitenteile 15b mit entsprechenden Aussparungen versehen. Fig. 6c
verdeutlicht nochmals die jeweils rechtwinklig zueinander verlaufenden Ein- und Austrittsrichtungen
der Fluide A, B im Wärmetauscher 1.
[0031] In Fig. 7a ist ein zerlegbarer Wärmetauscher 101 gezeigt, der aus zwei miteinander
verbindbaren Gehäusehälften 102a, b, einem Strömungskanäle 104 bildenden Profilblech
103 sowie Deckel 117 mit Strömungslenkelementen 117a besteht. An ihren ein- bzw. austrittsseitigen
Enden weisen die identisch ausgebildeten Gehäusehälften 102a, b zwei vorzugsweise
quadratische Öffnung 118a, b sowie zwei Seitenöffnungen 119a, b auf, in die die Deckel
117 (mit und ohne Strömungslenkelemente 117a) einsetzbar sind. Vorzugsweise sind das
Gehäuse 102, 602, die Deckel 117, 617, die Lücke 627 sowie Verbindungsrippe 6 aus
Kunststoff und über eine Schnappverbindung lösbar und einfach miteinander zu verbinden.
Die Stirnseiten 103' des Profilbleches 103 sind V-förmig ausgebildet und liegen im
verbundenen Zustand der beiden Gehäusehälften 102a, b formschlüssig an ebenfalls V-förmigen
Anschlägen 102' innerhalb der jeweiligen Gehäusehälfte 102a, b an, wobei zur Abdichtung
vorzugsweise eine Dichtung eingelegt wird, die der Abdichtfläche 102 angepaßt ist.
Die Strömungslenkelemente 117a bestehen aus im Abstand voneinander angeordneten parallelen
Leitblechen 117a' und einer oder zwei Abdeckfläche(n) 117b. Vorzugsweise betragen
sowohl der Stirnwinkel ß der V-förmigen Stirnseite des Profilbleches 103 und der Ablenkwinkel
der Strömungslenkelemente 117 45°, so daß die Fluide zwischen den Leitblechen 117a
über die Stirnseiten des Wärmetauschers 101 parallel zur Durchströmrichtung ein- bzw.
herausgeleitet werden können, wie in den Fign. 7a, b gezeigt ist. Werden die Deckel
mit Strömungsleitelementen 117a in die stirnseitigen Öffnungen eingesetzt, können
die seitlich eintretenden Fluide A, B ebenfalls parallel zur Durchströmrichtung in
den Wärmetauscher 101 eingeleitet werden. Fig. 7c zeigt die für ein Fluid jeweils
geöffneten und durch Stirnseitenstreifen verschlossenen Strömungsebenen 4
A, 4
B, die denen der Fig. 4 mit Ausnahme der V-förmigen Stirnseite entsprechen. Über Befestigungsmittel
in Form von mit Vorsprüngen 120 am Wärmetauscher 101 angreifenden Feststellbügeln
121 können die beiden Gehäusehälften 102a, b leicht miteinander verbunden bzw. gelöst
werden. Über einen ähnlichen Feststellmechanismus zwischen Vorsprüngen 117c an den
Deckeln 117 und Feststellbügel 121' lassen sich auch die Deckel 117 leicht befestigen
bzw. lösen. Den Längsschnitt des zusammengebauten Wärmetauschers 101 zeigt Fig. 7d,
wobei hier ein flexibles Zwischenstück 121 zur verbesserten Dehnungsaufnahme und Montage
eingebaut ist. Dieses Zwischenstück kann ebenso am Wärmetauscher-Ende angebracht werden.
[0032] In Fig. 8 ist eine weitere Ausführungsform eines Wärmetauschers 201 gezeigt, bei
der die in Fig. 7a einteiligen Gehäusehälften 102a, b ihrerseits durch zwei Gehäuseviertel
202a', a", b', b" ausgebildet sind. Die einzelnen Gehäuseviertel 202 sowie die stirnseitige
Abdeckung 222 und die die seitlichen Öffnungen 219 abdeckenden Seitenabdeckungen 223
werden mit Feststellbügeln 221 befestigt, die ihrerseits mit Vorsprüngen 220 bzw.
217c an den Gehäusevierteln 202a, b und an den Stirnseitenteilen 217c zusammenwirken.
Die im zusammengebauten Zustand des Wärmetauschers 201 an das Wärmetauscherpaket gepreßten
Gehäuseteile sind jeweils mit Dichtungsmitteln 224 abgedichtet. Das Profilblech 203
besteht an den Enden aus rechtwinkligen Stirnseiten 203'. Die stirnseitigen Abdeckungen
222 mit Vorsprüngen 217c werden mittels Dichtung 224 und Spannmitteln dicht mit dem
Gehäuse verbunden.
[0033] Fig. 9 zeigt einen analog zu Fig. 7a gestalteten Wärmetauscher 103 in einem Gehäuse
602, welches allerdings einteilig ist. Die Explosionsdarstellung zeigt, daß das Gehäuse
602 aus einem durchgängigen, rechteckigen Kanal 602 besteht, der einfach als Ziehteil
herstellbar ist. Die Abdichtung an der V-förmigen Stirnseite 103' erfolgt über ein
herausnehmbares V-förmiges Abdichtelement 623, das stirnseitig und seitlich vorzugsweise
quadratische und gleichgestaltete Öffnungen 618' aufweist, die das Ein- bzw. Ausströmen
sowohl stirnseitig als auch seitlich ermöglicht. Die Arretierung der V-förmigen Abdichtelemente
im Gehäuse erfolgt durch das Einstecken eines Deckels 617 oder sonstigen Verbindungselementes
626, 627 durch die seitliche Gehäuseöffnung 619 in die seitliche Öffnung 619' des
V-förmigen Abdichtelementes 623 hinein, wo das Einsteckelement lösbar einschnappt.
Auf diese Weise ist im Bauteilsystems mit einfachen Mitteln ein wartungsfreundlicher,
multivalenter Einsatz des Wärmetauschers möglich.
[0034] Zwischen der Dichtfläche 602' des V-förmigen Abdichtelements 623 und der V-förmigen
Stirnseite 103' des Wärmetauschers ist zur Abdichtung eine 8-förmige Rahmendichtung
624 vorgesehen. Diese Dichtung 624 kann einseitig vollflächig 625 sein, so daß ein
eintretendes Medium gleichzeitig gefiltert wird.
[0035] Um zwei unterschiedliche Wirkweisen (Dichten und Filtern) mit einem Material realisieren
zu können, wird dieses material 624, 625 an der aktiven Abdichtfläche an der Oberfläche
oder/und inwandig derart behandelt, daß eine Undurchlässigkeit für das vorbeiströmende
Medium und damit eine gute Abdichtwirkung erreicht wird.
[0036] Die Verbindung zwischen Gehäusen (Baukastenform) und zwischen Gehäuse mit V-förmigem
Verbindungselement 625 und Verbindungselementen (wie beispielsweise Verbindungsnippel,
flexible Verbindungselemente 651, Bogenstücke 626, Übergangsstücke 627 von rund auf
eckig-symmetrisch oder asymmetrisch), Lüftungsgitter an den Öffnungen, Kondensat-Abführelemente,
Decke (617 usw.) wird vorzugsweise über eine lösbare Schnappverbindung realisiert,
die vorzugsweise aus Steck-Teil 628 und Aufnahme-(Buchsen-)Teil 628' besteht.
[0037] Die Fign. 10 und 11 zeigen einen Rippenwärmetauscher 701, bei dem die Rippen hin-
und hergewendet sind und eine rechteckähnliche Profilstruktur besitzen. Beim Hin-
und Herwenden und somit beim Übereinanderlegen des profilierten Blechstreifens 703
entsteht eine schachbrettähnliche Struktur mit sehr hoher Wärmetauschfläche pro Raumeinheit.
Die Strömungskanäle 704 werden von einem, insbesondere gasförmigen, Fluid A wie Luft
durchströmt, wobei der Wärmeaustausch mit einem, insbesondere flüssigen Fluid B stattfindet,
das in Rohren 705, 705' rechtwinklig zu den Strömungskanälen 704 das Profilblech 703
hindurchströmt. Die Rohre 705, 705' haben entweder einen runden (Fig. 10) oder einen
länglichen Querschnitt (Fig. 11).
[0038] Die Vorzüge des Rippenwärmetauscher 701 sind darin zu sehen, daß auf der Luftseite
der Wärmeübergang intensiviert wird. Bedingt dadurch, daß bei Flüssig-Luft-Wärmetauschern
auf der Luftseite medienbedingt nur ein wesentlich geringerer Wärmeübergang möglich
ist, sollte die Wärmetauschfläche auf der Luftseite (Wärmetauschrippen) so gestaltet
werden, daß auf engem Raum eine möglichst große Wärmetauschfläche untergebracht wird,
die im günstigsten Fall gleichzeitig in sich strukturiert sein sollte, um die Wärmeübergangszahl
auf der Luftseite zu erhöhen. Dieses Ziel läßt sich mit dem profilierten Blechstreifen
703 erzeugen, bei dessen Profilform keine parallelen Rippen entstehen, sondern durch
das Hin- und Herwenden und Übereinanderlegen eine schachbrettähnliche Struktur entsteht.
Durch eine zusätzliche Strukturierung ist die Kanalwandung gewellt oder andersartig
strukturiert, damit Turbulenzen oder Spiralströmungen entstehen. Durch die Rippenprofilierung
wird die am Wärmetausch aktiv beteiligte Rippenfläche um ca. 60% erhöht. Damit kann
bei gleichen äußeren Abmessungen eines Rippenwärmetauschers die Wärmetauschfläche
und damit die Kompaktheit und Wärmetauschleistung wesentlich erhöht werden, oder bei
Beibehaltung einer geforderten Wärmetauschfläche wird der gesamte Rippenwärmetauscher
in seinen äußeren Abmessungen wesentlich kleiner.
[0039] In Fig. 12 ist eine andere Ausführung eines Rippenwärmetauschers 701' gezeigt, der
von zwei gasförmigen Fluiden A, B rechtwinklig und in voneinander getrennten Strömungskanälen
durchströmt wird. Durch die große Profilfläche des Fluid A läßt sich auch hier der
Wärmeaustausch mit dem Fluid B steigern.
[0040] Wie die Fign. 13a bis 13c zeigen, kann das Rippenprofil ein Rechteckprofil, ein Trapezprofil,
ein überhöhtes Trapezprofil, wobei die Trapezkegel spitzwinklig sind, oder ähnliche
Profile sein.
1. Wärmetauscher (1) für, insbesondere zwei, durchströmende Fluide (A, B) mit parallelen
Strömungskanälen (4), der im Querschnitt aus schichtenweise aufeinanderliegenden Tafeln
mit mäanderförmigem Profil ausgebildet ist, wobei eine aufliegende Tafel die Strömungskanäle
(4) der darunterliegenden Tafel abdeckt und wobei jeweils seitlich benachbarte Strömungskanäle
(4) von unterschiedlichen Fluiden durchströmbar sind,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Innenwinkel θ der vom mäanderförmigen Profil gebildeten offenen Trapeze kleiner
als 90° sind.
2. Wärmetauscher nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Innenwinkel θ größer
als 70° sind.
3. Wärmetauscher nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß alle Tafeln des
Wärmetauschers (1) aus einem einzigen fortlaufenden Streifen (3) derart ausgebildet
sind, daß die Strömungskanäle (4) beider Fluide (A, B) vollständig voneinander getrennt
sind.
4. Wärmetauscher nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
die Wandungen der Strömungskanäle (4) angerauht sind und/oder mit die Strömung des
durchströmenden Fluids (A, B) beeinflußenden Strukturen (8a, 8b, 8c, 8d) versehen
sind.
5. Wärmetauscher nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
immer wiederkehrende Anströmvorgänge innerhalb der Strömungskanäle (4) dadurch erzeugbar
sind, daß eine Tafel in Strömungsrichtung in bestimmten Abständen auf einer kurzen
Länge in einen flachen Abschnitt (13), insbesondere mit einer Turbulenz erzeugenden
Verprägung, übergeht.
6. Wärmetauscher nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
ein Fluid über Schrägflächen (12a, b) in die einzelnen Strömungskanäle (4) ein- und/oder
auslenkbar ist.
7. Wärmetauscher nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
im Bereich der Ein- und Austrittsöffnungen der Strömungskanäle (4) Strömungsleitelemente
(117a) vorgesehen sind, über die die Fluide (A, B) in die Strömungskanäle (4) von
außen einleitbar oder innerhalb des Wärmetauschers (101) umleitbar sind.
8. Wärmetauscher nach einem der vorhergehenden Ansprüchen, dadurch gekennzeichnet, daß
ein Strömungsverteiler und ein Strömungsvereiniger für ein Fluid jeweils als ein in
Durchströmrichtung über den gesamten Querschnitt der Strömungsebene(n) sich erstreckender
ebener Kanalabschnitt (14; 114)) ohne Strömungskanäle ausgebildet sind und daß die
Strömungskanäle (4; 104) des anderen Fluids in dieser(n) Strömungsebene(n) an ihren
jeweiligen Enden, insbesondere mit einer Schrägfläche (12a), verschlossen sind.
9. Wärmetauscher nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
das die Strömungskanäle (4) bildende Profil an seinen jeweiligen Enden zu einer Ebene
(9) zusammengedrückt ist.
10. Wärmetauscher nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß zwei benachbarte, jeweils
zu einer Ebene (9) zusammengedrückte Profile aus ihrer jeweiligen Ebene zu einer die
Strömungsebene verschließenden Stirnwand (16b) abknickbar sind.
11. Wärmetauscher nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Kanalabschnitte (114)
jeweils eine nur für ein Fluid offene, vorzugsweise V-förmige, Stirnseitenhälfte (103')
aufweisen und daß diese ein- und austrittseitigen Stirnseitenhälten (103') vorzugsweise
diagonal in Durchströmrichtung gegenüberliegen.
12. Wärmetauscher nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
die die Strömungskanäle (4) bildenden Tafeln in einem, vorzugsweise zerlegbaren, Gehäuse
(2; 102; 602) anordnenbar sind.
13. Bausatz aus Wärmetauschern nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet,
daß mehrere Wärmetauscher seitlich und/oder hintereinander und/oder über Eck aneinander
koppelbar sind.
1. Heat exchanger (1), especially for two through-running fluids (A, B) with parallel
channels (4), which cross-sectionally consists of meander-like profile sheets arranged
in layers, whereas the sheet respectively located above covers the channels (4) of
the sheet respectively located below, and whereas laterally neighboured channels (4)
can be flown through by different fluids, characterized by the fact that the interior
angles θ of the open trapezoids formed by the meander profile are smaller than 90
°.
2. Heat exchanger as described under 1., characterized by the fact that the interior
angles θ are greater than 70 °.
3. Heat exchanger as described under 1. or 2., characterized by the fact that all sheets
(1) of the heat exchanger are designed as one continuous strip (3) in such a way that
the channels (4) for both fluids (A, B) are completely separated from each other.
4. Heat exchanger as described under one of the previous items, characterized by the
fact that the walls of the channels (4) are roughened and/or have structured patterns
(8a, 8b, 8c, 8d) which influence the flow of the through-running fluids.
5. Heat exchanger as described under one of the previous items, characterized by the
fact that constantly recurring flowing processes inside the channels (4) can be generated
by means of a method in which one sheet moves into a flat section (13) in the direction
of flow over a short distance in certain intervals, especially with a shape that generates
turbulences.
6. Heat exchanger as described under one of the previous items, characterized by the
fact that a fluid can be led into or out of the individual channels (4) via inclined
planes (12a, b).
7. Heat exchanger as described under one of the previous items, characterized by the
fact that flow guide elements (117a) are installed in the area of the channel inlet
and outlet openings of the channels (4). By means of these flow guide elements the
fluids (A, B) can be led into the channels (4) from outside, or by-passed inside the
heat exchanger (101).
8. Heat exchanger as described under one of the previous items, characterized by the
fact that a flow distributor together with a flow collector form a plane channel section
(14; 114) without channels covering the complete cross-section of the flow level(s)
in the direction of flow for one fluid, and that the channels (4; 104) of the other
fluid at this/these flow level(s) are locked at their respective ends by means of
an inclined plane (12a).
9. Heat exchanger as described under one of the previous items, characterized by the
fact that the profile forming the channels (4) is pressed together at its ends on
one level (9).
10. Heat exchanger as described under 9., characterized by the fact that two neighboured
profiles which are pressed together on one level each can be bent from their respective
levels to an end wall (16b) which locks the flow level.
11. Heat exchanger as described under 8., characterized by the fact that the channel sections
(114) only have one preferably V-shaped half of a end wall (113') each which is open
for one fluid, and that these halves of end walls (113') located on the inlet and
outlet respectively are positioned diagonally opposite to each other in the direction
of flow.
12. Heat exchanger as described under one of the previous items, characterized by the
fact that the sheets forming the channels (4) can be arranged inside a housing (2;
102; 602) that is preferably dismountable.
13. A set of heat exchanger modules as described under one of the previous items 1, to
12, characterized by the fact that several heat exchangers can be coupled with each
other either next to each other and/or in fine and/or cornerwise.
1. L'échangeur thermique, (1) pour deux fluides circulants (A, B) en particulier, ayant
des canaux d'écoulement parallèles (4) qui, de profil, apparaissent sous forme d'une
couche de plaques superposées dessinant des méandres, chaque plaque supérieure recouvrant
les canaux d'écoulement (4) de la plaque sous-jacente et, l'ensemble des canaux d'écoulement
(4) longeants pouvant être emprunté par des fluides différents; le tout caractérisé
par le fait que les angles intérieurs θ des trapèzes ouverts, formés par les plaques
en méandres, sont inférieurs à 90°
2. L'échangeur thermique selon la demande N°1 est caractérisé par le fait que les angles
intérieurs θ sont supérieurs à 70°.
3. L'échangeur thermique selon les demande N°1 et 2, caractérisé par le fait que toutes
les plaques de l'échangeur thermique (1) composées d'une seule bande continue (3)
sont disposées de sorte que les canaux d'écoulement (4) des deux fluides (A, B) soient
complètement séparés l'un de l'autre.
4. L'échangeur thermique selon une des demandes susmentionnées se caractérisant par le
fait que les parois des canaux d'écoulement (4) sont rugueuses et/ou qui sont équipées
de structures (8a, 8b, 8c, 8d) régulant l'écoulement du fluide (A, B).
5. L'échangeur thermique selon une des demandes susmentionnées caractérisé par le fait
que les afflux répétitifs dans les canaux d'écoulement (4) peuvent être générés puisqu'une
plaque posée dans le sens de l'écoulement passe à intervalles déterminés et sur une
courte longueur, à une section plate (13), ceci accompagné par une compression engendrant
un tourbillon.
6. L'échangeur thermique selon une des demandes susmentionnées se caractérisant par le
fait qu'un fluide peut être introduit dans les différents canaux d'écoulement et/ou
évacué par des surfaces inclinées (12 a, b).
7. L'échangeur thermique selon une des demandes susmentionnées caractérisé par le fait
que dans la zone des orifices d'entrée et de sortie des canaux d'écoulement (4), des
éléments d'acheminement (117 a) sont disposés par lesquels les fluides (A, B) peuvent
être introduits de l'extérieur dans les canaux d'écoulement (4) ou ils peuvent être
détournés dans l'échangeur thermique (101).
8. L'échangeur thermique selon une des demandes susmentionnées caractérisé par le fait
qu'un distributeur d'écoulement et un convergeur d'écoulement pour le premier fluide
sont constitués sous forme d'une section plate du canal (14;114)) et sans canaux d'écoulement
qui s'étend dans le sens de l'écoulement et sur toute la longueur de la / des surfaces
d'écoulement, et que les canaux d'écoulement (4;104) du second fluide de cette / ces
surfaces d'écoulement sont fermés à leurs extrémités respectives, surtout celles qui
présentent une surface inclinée (12A).
9. L'échangeur thermique selon une des demandes susmentionnées caractérisé par le fait
que le profil formant les canaux d'écoulement est aplati (9) à ses extrémités respectives.
10. L'échangeur thermique selon la demandes N°9 caractérisé par le fait que les deux profils
longeants et aplatis (9) peuvent être pliés vers la paroi d'about (16b) qui ferme
la surface d'écoulement
11. L'échangeur thermique selon la demandes N°8 caractérisé par le fait que les sections
de canal (114) présentent la moitié de la paroi d'about (103') sous forme de V de
préférence qui n'est ouverte que pour un seul fluide et que les moitiés de parois
d'about (103') sur les côtés d'entrée et de sortie sont disposés de préférence en
diagonal et dans le sens de l'écoulement.
12. L'échangeur thermique selon une des demandes susmentionnées caractérisé par le fait
que les plaques formant les canaux d'écoulement (4) peuvent être aménagées de préférences
dans un boîtier démontable (2;102;602).
13. Jeu de pièce d'échangeurs thermiques selon une des demandes de 1 à 12 caractérisé
par le fait que plusieurs échangeurs thermiques peuvent être branchés latéralement
et / ou l'un derrière l'autre et / ou en diagonal.