| (19) |
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(11) |
EP 0 722 788 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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10.05.2000 Patentblatt 2000/19 |
| (22) |
Anmeldetag: 18.01.1996 |
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Verfahren und Vorrichtung zur Sichtung eines Materialien-Gemisches
Method and device for sorting a material mixture
Procédé et dispositif pour trier un mélange de matières
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH DE DK FR GB IT LI NL SE |
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Priorität: |
18.01.1995 DE 19501263
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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24.07.1996 Patentblatt 1996/30 |
| (73) |
Patentinhaber: Seiringer, Hubert |
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3250 Wieselburg (AT) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- Seiringer, Hubert
3250 Wieselburg (AT)
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| (74) |
Vertreter: Leitner, Waldemar, Dr. techn. et al |
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porta Patentanwälte,
Dipl.-Phys. U. Twelmeier,
Dr. techn. W. Leitner ,
Zerrennerstrasse 23-25 75172 Pforzheim 75172 Pforzheim (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
DE-A- 2 527 000 US-A- 3 836 085
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FR-A- 2 329 363 US-A- 5 025 929
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Sichtung eines aus
mindestens zwei Materialien oder mindestens zwei Materialien-Gruppen bestehenden Materialien-Gemisches,
wobei das zu separierende Material oder die zu separierende Materialgruppe des Materialien-Gemisches
einen geringeren Fluid-Widerstand aufweist als das mindestens eine andere Material
oder die mindestens eine andere Materialien-Gruppe des Materialien-Gemisches, bei
dem das Materialien-Gemisch in einen ersten Fluid-Strom eingebracht wird, so daß mindestens
ein definierter Anteil des Materials oder der Materialien-Gruppe mit geringerem Fluid-Widerstand
vom restlichen Anteil des Materialien-Gemisches räumlich separiert wird, und bei dem
zumindest der derart separierte Anteil des Materials oder der Materialien-Gruppe mit
geringerem Fluid-Widerstand in einen zweiten Fluid-Strom zum Transport dieses Anteils
in eine Aufnahmeeinheit eingebracht wird.
[0002] Ein derartiges Verfahren sowie eine derartige Vorrichtung ist bekannt und wird insbesondere
in der Abfallwirtschaft eingesetzt, um Recyclingmaterial von leichten Störstoffen
- wie z.B. Plastik, Styropor etc. - durch eine Windsichtung zu separieren.
[0003] Hierbei werden im wesentlichen zwei unterschiedliche Arten von Verfahren eingesetzt:
Bei dem sogenannten Drucksichtungsverfahren wird das aus dem Recyclingmaterial und
den Störstoffen bestehende Materialien-Gemisch in einen Fallschacht eingebracht und
seitlich mit Druckluft beaufschlagt, so daß die gewichtsmäßig leichteren Störstoffe
ausgeblasen werden, wodurch eine Trennung des zu recyclierenden Materials von den
Störstoffen erreicht wird.
[0004] Ein derartiges Verfahren besitzt den Nachteil, daß die ausgeblasenen Störstoffe nicht
getrennt weitertransportiert werden.
[0005] Die zweite Gruppe von Verfahren werden durch die sogenannten Saugverfahren mit einem
Saug- und Fördergebläse repräsentiert, bei denen das auf einer Fördereinrichtung flächig
ausgebreitete Materialien-Gemisch unter ein Saug- und Fördergebläse bewegt wird, durch
dessen Saugwirkung die leichteren Störstoffe angesaugt und durch das Fördergebläse
über eine Schlauchleitung in einen Sammelcontainer transportiert werden. Diese Saugverfahren
besitzen den Nachteil, daß sie nur einen schlechten Wirkungsgrad aufweisen, da es
mit ihnen nur möglich ist, im wesentlichen freiliegende Störstoffe abzusaugen. Die
bekannten Saugverfahren versagen aber in nachteiliger Art und Weise dann, wenn die
leichten Störstoffe unter den gewichtsmäßig schwereren Recyclingmaterialien liegen
und derart von diesen auf der Fördereinrichtung festgehalten werden. Um mit einem
derartigen Saugverfahren eine zufriedenstellende Separationsquote zu erreichen, muß
daher in nachteiliger Art und Weise ein Saug- und Fördergebläse mit einer sehr hohen
Leistung eingesetzt werden.
[0006] Aus der FR-A-2 329 363 ist ein Verfahren und eine Vorrichtung bekannt, bei denen
mittels eines Förderbandes ein Materialien-Gemisch zu dem Fallschacht transportiert
wird. Das im Fallschacht vom Förderband fallende Materialien-Gemisch wird seitlich
von einem ersten Luftstrom beaufschlagt, der von einem in der Wand des Fallschachts
angeordneten Druckgebläse erzeugt wird. Hierdurch wird der Anteil des Materials mit
dem geringeren Fluid-Widerstand vom restlichen Material, welches auf ein unter den
Fallschacht angeordnetes Förderband fällt, getrennt, und in eine Ansaugöffnung eines
Sauggebläses gesaugt.
[0007] Nachteilig bei diesem Verfahren ist, daß das Sauggebläse derart leistungsstark dimensioniert
sein muß, daß es nicht nur die in die Saugöffnungen zu saugenden Materialteilchen
des zu separierenden Materialien-Gemisches ansaugen muß, sondern daß auch der erste
Luftstrom aus dem den Fallschacht ausbildenden Gehäuse abgesaugt werden muß, um überhaupt
den Materialtransport in die Saugöffnung auslösen zu können. Desweiteren besitzt das
bekannte Verfahren sowie die nach diesem Verfahren arbeitende Vorrichtung den Nachteil,
daß der das im Fallschacht befindliche Materialien-Gemisches durchsetzende erste Fluid-Strom
nach dem Durchqueren desselben an der gegenüberliegenden Wand verwirbelt, also divergiert
wird, was in nachteiliger Art und Weise zu starken Turbulenzen im Fallschacht führt,
die insbesondere die vom zweiten Fluid-Strom anzusaugenden leichten Materialien-Teilchen
beeinflussen, so daß in nachteiliger Art und Weise das den zweiten Fluid-Strom erzeugende
Gebläse mit einer höheren Leistung ausgestattet sein muß.
[0008] Zur Vermeidung dieser Nachteile ist es nun die Aufgabe der Erfindung, ein Verfahren
und eine Vorrichtung der eingangs genannten Art derart weiterzubilden, daß in besonders
einfacher Art und Weise eine Sichtung, insbesondere eine Windsichtung, eines Materialien-Gemisches
möglich ist.
[0009] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch ein Verfahren und eine Vorrichtung gelöst,
bei denen vorgesehen ist, daß der erste Fluid-Strom nach dem Durchqueren des Materialien-Gemisches
in einer Dissipationseinheit zumindest partiell abgeschwächt wird, indem er vor dem
Erreichen des zweiten Fluid-Stroms zumindest teilweise dissipiert wird.
[0010] Durch die erfindungsgemäßen Maßnahmen wird in vorteilhafter Art und Weise insbesondere
ein kombiniertes Druck-Saug-Verfahren geschaffen, welches insbesondere zur Windsichtung
von Recycling-Material in der Abfallwirtschaft geeignet ist. In vorteilhafter Art
und Weise ist die Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens mit einer einfachen
und daher kostengünstigen Vorrichtung durchführbar. Ein weiterer Vorteil des erfindungsgemäßen
Verfahrens liegt in seinem sehr hohen Wirkungsgrad bei der Separation der zu trennenden
Materialien des zu verarbeitenden Materialien-Gemisches, welche mit einer - im Vergleich
zu bekannten Verfahren - äußerst geringen Leistung der zur Erzeugung der Fluid-Strömungen
erforderlichen Einrichtungen erzielbar ist.
[0011] Ein weiterer Vorteil des erfindungsgemäßen Verfahrens besteht darin, daß durch die
zumindest teilweise Dissipation des ersten Fluid-Stroms vor dem Erreichen des Fluid-Weges
des zweiten Fluid-Stroms die diesen erzeugende Gebläseeinheit mit einer geringen Leistung
ausgebildet werden kann und damit nur einen geringen Energieverbrauch aufweist, da
durch den zweiten Fluid-Strom nur das Material mit einem geringeren Fluid-Widerstand
abtransportiert werden muß und nicht - wie bei den bekannten Verfahren und Vorrichtungen
- in nachteiliger Art und Weise auch noch der erste Fluid-Strom.
[0012] Außerdem ist es von Vorteil, daß das erfindungsgemäße Verfahren sowie eine nach dem
erfindungsgemäßen Verfahren arbeitende Vorrichtung besonders leicht in andere Verarbeitungsprozesse
integrierbar ist.
[0013] Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen.
[0014] Weitere Einzelheiten der Erfindung sind dem Ausführungsbeispiel zu entnehmen, das
im folgenden anhand der Figur beschrieben wird. Es zeigt:
- Figur 1
- ein Ausführungsbeispiel einer Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens.
[0015] Die in Figur 1 dargestellte und allgemein mit 1 bezeichnete Vorrichtung, anhand deren
Funktionsweise das Verfahren zur Sichtung der Materialien 2a, 2b eines Materialien-Gemisches
beschrieben werden soll, gliedert sich im Prinzip - in Materialflußrichtung gesehen
- in eine Beschickungseinheit 10, eine erste Gebläseeinheit 20 zur Erzeugung eines
ersten Luftstroms D, einer Luftkanaleinheit 30, einer Transporteinheit 40 und einer
zweiten Gebläseeinheit 50 zur Erzeugung eines zweiten Luftstroms S.
[0016] Das Materialien-Gemisch 2 enthält in nicht-korrelierter Form mindestens zwei durch
die Vorrichtung 1 zu trennende Materialien 2a, 2b oder Materialien-Gruppen. Im einfachsten
Fall unterscheiden sich die zu separierenden Materialien 2a, 2b des Materialien-Gemisches
2 durch ihr Gewicht, wie es z.B. der Fall ist, wenn bei der Mülltrennung in der Abfallwirtschaft
ein Materialien-Gemisch, wie es durch mit leichten Störstoffen (Material 2a) verunreinigtes
Recyclingmaterial (Material 2b) gegeben ist, verarbeitet werden soll.
[0017] Dieses Materialien-Gemisch 2 wird manuell oder über eine entsprechend ausgebildete
Zuführeinrichtung - wie z.B. das in Figur 1 gezeigte Förderband 5 - über eine Einfüllöffnung
13 der Beschickungseinheit 10 auf eine Rüttelplatte 12 geworfen. Die Rüttelplatte
12 dient dazu, das Materialien-Gemisch 2 flächig zu verteilen, so daß zur Separation
der zu trennenden Materialien 2a, 2b die gesamte Breite eines ersten Luftstroms D,
der von einem in seiner Leistung regelbaren Gebläses 21 der ersten Gebläseeinheit
20 erzeugt wird, zur Verfügung steht. Der erste Luftstrom D bildet eine zur Luftkanaleinheit
30 hin gerichtete Druckströmung aus, welche einen Fallschacht 11 der Beschickungseinheit
10 durchsetzt, welcher im wesentlichen durch die Fallstrecke des von einer Vorderkante
12' der Rüttelplatte 12 herabfallenden Materialien-Gemisches 2 festgelegt wird.
[0018] Die Stärke dieses ersten Luftstroms D wird dabei derart reguliert, daß entweder das
leichtere Material 2a des Materialien-Gemisches 2 von der Druckluftströmung des ersten
Luftstroms D erfaßt und in den an den Innenraum 22 der ersten Gebläseeinheit 20 anschließenden
Luftkanal 31 der Luftkanaleinheit 30 mitgenommen wird, während das schwerere Material
2b des Materialien-Gemisches 2 seine im wesentlichen transversal zur Strömungsrichtung
des ersten Luftstroms D verlaufende Fallstrecke mehr oder weniger unbeeinflußt absolviert
und auf ein am Boden der ersten Gebläseeinheit 20 angeordnetes Förderband 41 der Transporteinheit
40 fällt (erste Variante), oder daß die Fallgeschwindigkeit des leichteren Materials
2a derart durch die Beaufschlagung des ersten Luftstroms D verringert wird, daß auf
dem Förderband 41 das leichtere Material 2a auf dem schwereren Material 2b liegt (zweite
Variante).
[0019] Durch die erste Gebläseeinheit 20 wird somit in vorteilhafter Art und Weise eine
räumliche Separation der beiden Materialien 2a und 2b des Materialien-Gemisches 2
erreicht, die in vorteilhafter Art und Weise dadurch erleichtert wird, daß die frei
vom Ende 5' des Förderbandes 5 in Richtung des Förderbandes 41 der Transporteinheit
40 fallenden Materialien 2a, 2b relativ frei beweglich sind und das leichtere Material
2a des Materialien-Gemisches 2 daher leicht vom ersten Luftstrom D beeinflußt werden
kann, ohne daß der Separationsprozeß des leichten Materials 2a von dem schwereren
Material 2b durch letzteres wesentlich behindert wird.
[0020] An dieser Stelle soll noch angeführt werden, daß die Transporteinheit 40 der Vorrichtung
1 zwar vorteilhaft ist, aber zumindest bei o.g. erster Variante keinen notwendigen
Bestandteil derselben darstellt. Es ist nämlich auch möglich, auf die Transporteinheit
40 für das schwerere Material 2b des zu verarbeitenden Materialien-Gemisches 2 vollständig
zu verzichten und vorzusehen, daß bei der o.g. ersten Variante das schwerere Material
2b nach dem Durchsetzen des ersten Luftstroms D der Gebläseeinheit 20 durch ein in
Figur 1 nicht gezeigte Öffnung des Bodens der Gebläseeinheit 20 der Vorrichtung 1
in einen unter dieser Öffnung der Vorrichtung 1 angeordneten, in Figur 1 nicht dargestellten
Behälter fällt.
[0021] Die Beaufschlagung des durch den Fallschacht 11 der Beschickungseinheit 10 fallenden
Materialien-Gemisches 2 durch den ersten Luftstrom D bewirkt also, daß das leichtere
Material 2a - wenn es nicht schon durch den ersten Luftstrom D mitgenommen und vom
schwereren Material 2b räumlich getrennt zur zweiten Gebläseeinheit 50 transportiert
wird - bei der o.g. zweiten Variante auf dem Förderband 41 der Transporteinheit 40
zumindest über dem schwereren Material 2b liegt. Durch die Vorwärtsbewegung des Förderbandes
41 wird das auf diesem liegende Material zur zweiten Gebläseeinheit 50 geleitet, die
ein Sauggebläse 51 aufweist. Durch die Wirkung des Sauggebläses 51 werden sowohl im
Luftkanal 31 der Luftkanaleinheit 30 im wesentlichen frei schwebenden und/oder die
auf dem Förderband 41 auf dem schwereren Material 2b des Materialien-Gemisches 2 liegende
Anteile des leichteren Materials 2a angesaugt und über in der Figur 1 nicht dargestellte
Leitungen zu einer entsprechenden Aufnahmeeinheit (nicht gezeigt) geführt, während
das schwerere Material 2b in einen Behälter oder ein weiteres Transportband 70 fällt.
Das hinisichtlich seiner Saugleistung regelbar ausgebildete Sauggebläse 51 der zweiten
Gebläseeinheit 50 kann infolge der relativ freien Beweglichkeit der im Luftkanal 31
frei schwebenden und/oder zuoberst auf dem Förderband 41 liegende Anteile des Materials
2a mit einer relativ geringen Leistung dimensioniert werden, als dies bei nach dem
Saug-Verfahren arbeitenden, bekannten Windsichtungen möglich ist, da es durch die
beschriebenen Maßnahmen gewährleistet ist, daß im wesentlichen das leichte Material
2a nicht durch darüberliegendes schwereres Material 2b abgedeckt ist.
[0022] Die o.g. zweite Variante der Funktionsweise der Vorrichtung 1 und somit des beschriebenen
Verfahrens zeichnet sich dadurch aus, daß sowohl das Gebläse 21 der ersten Gebläseeinheit
20 als auch das Gebläse 51 der zweiten Gebläseeinheit 50 mit einer geringen Gebläseleistung
dimensioniert werden können, was sich in vorteilhafter Art und Weise in einen geringen
Energiebedarf und daher in einer äußerst wirtschaftlichen Betriebsweise niederschlägt.
Da der erste Luftstrom D - prinzipiell betrachtet - bei der zweiten Variante nicht
unbedingt eine Transportbewegung des leichteren Materials 2a in Richtung der zweiten
Gebläseeinheit 50 bewirken muß, ist eine nur geringe Gebläseleistung des Gebläses
21 der ersten Gebläseeinheit 20 ausreichend. In entsprechender Art und Weise muß das
Gebläse 51 der zweiten Gebläseeinheit 50 nur das leichtere Material 2a vom Förderband
41 der Transporteinheit 40 ansaugen und nicht noch zusätzlich Anteile des ersten Luftstroms
D abtransportieren, so daß auch hier eine geringe Gebläseleistung ausreicht.
[0023] Von besonderem Vorteil ist es bei einer derartigen Anordnung dann, wenn der die beiden
Gebläseeinheiten 20, 50 verbindende Luftkanal 31 der Luftkanaleinheit 30 derart ausgeführt
ist, daß er den ersten Luftstrom D zumindest teilweise dissipiert und damit zumindest
partiell abschwächt, bevor er den zweiten Luftstrom S erreicht. Hierzu kann vorgesehen
sein, daß der Luftkanal 31 - wie in Figur 1 dargestellt - mit einer Gitter- Maschen-
oder Netzstruktur seines Gehäuses ausgeführt ist, so daß der erste Luftstrom D leicht
aus dem Luftkanal 31 entweichen kann. Durch diese Maßnahme wird garantiert, daß der
erste Luftstrom D im wesentlichen nicht die zweite Gebläseeinheit 50 erreicht und
daher nicht von der zweiten Gebläseeinheit 50 abgeleitet werden muß.
[0024] Bei den oben beschriebenen Varianten der Vorrichtung sowie des Verfahrens wurde davon
ausgegangen, daß in der ersten Gebläseeinheit 20 ein Druckgebläse 21 und in der zweiten
Gebläseeinheit 50 ein Sauggebläse 51 verwendet wird. Diese Konstellation ist aber
nicht die einzig mögliche: Es ist auch möglich, in der ersten Gebläseeinheit 20 ein
Sauggebläse einzusetzen, das dann nicht - wie in Figur 1 gezeigt - an der dem Luftkanal
31 gegenüberliegenden Seite der Beschikkungseinheit 10 angeordnet ist. Vielmehr ist
dann vorgesehen, daß das Sauggebläse an der in Figur 1 rechten Seite des Fallschachts
11 der Beschickungseinheit 10 - also am Eingang 31' des Luftkanals 31 der Luftkanaleinheit
30 - angeordnet ist. Die Funktionsweise eines in der ersten Gebläseeinheit 20 angeordneten
und das leichtere Material 2a aus dem durch den Fallschacht 1 fallenden Materialien-Gemisches
2 heraussaugenden Sauggebläses ist dem Fachmann aus obiger Beschreibung klar ersichtlich,
so daß diese hier nicht mehr explizit aufgeführt werden muß.
[0025] Es ist auch möglich, das Sauggebläse 51 der zweiten Gebläseeinheit 50 des in Figur
1 gezeigten Ausführungsbeispiels durch ein Druckgebläse zu ersetzen, welches dann
unter dem Luftschacht 52 der zweiten Gebläseeinheit 50 angeordnet ist. Es sind desweiteren
sämtliche Kombinationen eines Druck- bzw. Sauggebläses in der ersten Gebläseeinheit
20 mit einem Saug- oder Druckgebläse der zweiten Gebläseeinheit 50 möglich, wobei
der Luftkanal 31 vorzugsweise wiederum dissipierend ausgebildet ist.
[0026] Abschließend ist auszuführen, daß vorstehend davon ausgegangen wurde, daß Luft zur
Sichtung der Materialien 2a, 2b des Materialien-Gemisches 2 eingesetzt wird. Es ist
aber dem Fachmann klar ersichtlich, daß dies nicht zwingend erforderlich ist. Vielmehr
ist es möglich, jedes geeignete Fluid, also z.B. auch ein entsprechendes Gas oder
eine entsprechende Flüssigkeit, hierfür einzusetzen.
[0027] Desweiteren wurde davon ausgegangen, daß sich die mindestens zwei Materialien 2a,
2b des Materialien-Gemisches 2 durch ihr Gewicht unterscheiden und somit der sie beaufschlagenden
Fluid-Strömung D, S einen unterschiedlichen Fluid-Widerstand entgegensetzen. Es ist
dem Fachmann aber aus obiger Beschreibung auch klar ersichtlich, daß nicht nur das
Gewicht der einzelnen Materialien 2a, 2b des Materialien-Gemisches 2 dafür ausschlaggebend
sein kann, daß das eine Material 2a von der Fluid-Strömung D, S mitgenommen wird und
das andere Material 2b von der Fluid-Strömung mehr oder weniger unbeeinflußt entweder
direkt durch den Fallschacht 11 der Beschickungseinheit 10 in einen darunter liegenden
Aufnahmebehälter oder auf das Förderband 41 der Transporteinheit 40 fällt. Es ist
nämlich auch möglich, daß durch andere Parameter - wie z.B. die Oberflächengestalt
- das eine Material 2b des aus mindestens zwei Materialien bestehenden Materialien-Gemisches
2, obwohl es schwerer ist als das Material 2a, leichter von der Fluid-Strömung D,
S mitgenommen wird als das an und für sich leichtere Material 2a. Ausschlaggebend
ist also lediglich der Fluid-Widerstand, welches jedes Material seiner Beaufschlagung
durch den entsprechenden Fluid-Strom D, S entgegensetzt.
[0028] Bei einem geringen Fluid-Widerstand einer Masseneinheit setzt das Material seiner
Beaufschlagung durch den entsprechenden Fluid-Strom einen geringeren Widerstand entgegen
und wird daher besser mitgenommen als ein Material mit größeren Fluid-Widerstand,
welches seine Beaufschlagung durch den Fluid-Strom einen größeren Widerstand entgegensetzt
und daher schlechter mitgenommen wird.
[0029] Zusammenfassend ist festzustellen, daß das beschriebene Verfahren und die beschriebene
Vorrichtung 1, welche ein kombiniertes Druck-Saug-Verfahren, ein kombiniertes Saug-Saug-Verfahren,
ein kombiniertes Saug-Druck-Verfahren oder ein kombiniertes Druck-Druck-Verfahren
einsetzen, sich durch einen äußerst hohen Wirkungsgrad bei der Separation eines Materials
oder einer Material-Gruppe mit geringerem Fluid-Widerstand von mindestens einem Material
oder mindestens einer Material-Gruppe mit höherem Fluid-Widerstand auszeichnet, wobei
auf vorteilhafte Art und Weise ein geringerer Leistungsbedarf für die beiden Gebläseeinheiten
20, 50 erforderlich ist als bei nach bekannten Verfahren arbeitenden Vorrichtungen.
Desweiteren ist die beschriebene Vorrichtung 1 auch äußerst einfach in ihrer Bauweise
und desweiteren mobil einsetzbar.
1. Verfahren zur Sichtung eines aus mindestens zwei Materialien (2a, 2b) oder mindestens
zwei Materialien-Gruppen bestehenden Materialien-Gemisches (2), wobei das zu separierende
Material (2a) oder die zu separierende Materialgruppe des Materialien-Gemisches (2)
einen geringeren Fluid-Widerstand aufweist als das mindestens eine andere Material
(2b) oder die mindestens eine andere Materialien-Gruppe des Materialien-Gemisches
(2), bei dem das Materialien-Gemisch (2) in einen ersten Fluid-Strom (D) eingebracht
wird, so daß mindestens ein definierter Anteil des Materials (2a) oder der Materialien-Gruppe
mit geringerem Fluid-Widerstand vom restlichen Anteil des Materialien-Gemisches (2)
räumlich separiert wird, und bei dem zumindest der derart separierte Anteil des Materials
(2a) oder der Materialien-Gruppe mit geringerem Fluid-Widerstand in einen zweiten
Fluid-Strom (S) zum Transport dieses Anteils in eine Aufnahmeeinheit eingebracht wird,
dadurch gekennzeichnet, daß der erste Fluid-Strom (D) nach dem Durchqueren des Materialien-Gemisches
(2) in einer Dissipationseinheit zumindest partiell abgeschwächt wird, indem er vor
dem Erreichen des zweiten Fluid-Stroms (S) zumindest teilweise dissipiert wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die den ersten Fluid-Strom
(D) zumindest teilweise dissipierende Dissipationseinheit als ein Karal (31) ausgebildet
wird, aus dem der erste Fluid-Strom (D) entweichen kann.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der erste Fluid-Strom (D) eine
Druckströmung oder eine Saugströmung ausbildet, und/oder daß der zweite Fluid-Strom
(S) eine Druckströmung oder eine Saugströmung ausbilden.
4. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das
Materialien-Gemisch (2) in einer im wesentlichen transversal zur Strömungsrichtung
des ersten Fluid-Stroms (D) verlaufenden Richtung in diesen Fluid-Strom (D) eingebracht
wird.
5. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das
Materialien-Gemisch (2) in eine vom ersten Fluid-Strom (D) durchsetzten Fallstrecke
(11) eingebracht wird.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der nicht
vom ersten Fluid-Strom (D) erfaßte Anteil des Materialien-Gemisches (2) auf eine Transporteinrichtung
(40) fällt.
7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der vom ersten Fluid-Strom
(D) erfaßte Anteil des Materialien-Gemisches (2) auf den auf der Transporteinrichtung
(40) liegenden Anteil des Materialien-Gemisches (2) fällt.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß der nicht
vom ersten Fluid-Strom (D) erfaßte Anteil des Materialien-Gemisches (2) unmittelbar
einem Auffangbehälter einer Fördereinrichtung zugeführt wird.
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, caß zumindest
der vom ersten Fluid-Strom (D) aus dem Materialien-Gemisch (2) separierte Anteil des
Materials (2a) oder Materialien-Gruppe mit geringerem Fluid-Widerstand von der ersten
Fluid-Strömung (D) durch eine Kanaleinheit (30) zum zweiten Fluid-Strom (S) befördert
wird.
10. Vorrichtung zur Sichtung eines aus mindestens zwei Materialien oder mindestens zwei
Materialien-Gruppen bestehenden Materialien-Gemisches, insbesondere zur Durchführung
des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 9, bei der die Vorrichtung (1) eine
Beschickungseinheit (10) zur Einspeisung des Materialien-Gemisches (2), eine einen
ersten Fluid-Strom (D) erzeugende erste Gebläseeinheit (20) und eine zweite Gebläseeinheit
(50) zur Erzeugung eines zweiten Fluid-Stroms (S) aufweist, dadurch gekennzeichnet,
daß zwischen der ersten Gebläseeinheit (20) und der zweiten Gebläseeinheit (50) eine
Dissipationseinheit (30) angeordnet ist, die den in sie (30) einströmenden ersten
Fluid-Strom (D) dissipiert.
11. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Dissipationseinheit
als Kanaleinheit (30) ausgebildet ist, und daß der erste Fluid-Strom (D) aus einem
Kanal (31) der Kanaleinheit (30) ausströmbar ist.
12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Kanaleinheit
(30) mindestens eine Öffnung für einen Austritt des ersten Fluid-Stroms (D) aufweist.
13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 10 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Kanaleinheit
(30) eine Maschen-, Gitter- oder Netzstruktur als Gehäusewand aufweist.
14. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß die erste Gebläseeinheit
(20) ein Druckgebläse (21) oder ein Sauggebläse aufweist, und daß die zweite Gebläseeinheit
(50) ein Sauggebläse (51) oder ein Druckgebläse aufweist.
15. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorrichtung (1) eine
Transporteinrichtung (40) aufweist.
16. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das
Gebläse (21) der ersten Gebläseeinheit (20) und/oder das Gebläse (51) der zweiten
Gebläseeinheit ((50) hinsichtlich seiner Fluid-Förderleistung regelbar ist.
17. Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die
Vorrichtung (1) eine im Fallschacht (11) der Beschickungseinheit (10) angeordnete
Rüttelplatte (12) aufweist.
1. Process for sorting a mixture of materials (2) comprising at least two materials (2a,2b)
or at least two groups of materials, in which the material (2a) to be separated or
the group of materials to be separated of the mixture of materials (2) has a lower
fluid resistance than the at least one other material (2b) or the at least one other
group of materials of the mixture of materials (2), wherein the mixture of materials
(2) is introduced into a first fluid current (D), so that at least a defined fraction
of the material (2a) or of the group of materials with a lower fluid resistance is
spatially separated from the remaining fraction of the mixture of materials (2), and
wherein at least the fraction of the material (2a) or group of materials thus separated
and having a lower fluid resistance is introduced into a second fluid current (S)
for transporting this fraction into a receiving unit, characterized in that after
passing through the mixture of materials (2) the first fluid current (D) is at least
partially attenuated in a dissipation unit, by being at least partially dissipated
before reaching the second fluid current (S).
2. Process according to claim 1, characterized in that the dissipation unit which at
least partly dissipates the first fluid current (D) is constructed as a channel (31)
from which the first fluid current (D) can escape.
3. Process according to claim 1, characterized in that the first fluid current (D) forms
a compression flow or a suction flow, and/or that the second fluid current (S) forms
a compression flow or a suction flow.
4. Process according to one of the preceding claims, characterized in that the mixture
of materials (2) is introduced into the first fluid current (D) in a direction substantially
transverse to the direction of flow of this fluid current (D).
5. Process according to one of the preceding claims, characterized in that the mixture
of materials (2) is introduced into a dropping zone (11) through which the first fluid
current (D) flows.
6. Process according to one of claims 1 to 5, characterized in that the fraction of the
mixture of materials (2) not picked up by the first fluid current (D) drops onto a
transporting device (40).
7. Process according to claim 6, characterized in that the fraction of the mixture of
materials (2) picked up by the first fluid current (D) drops onto the fraction of
the mixture of materials (2) lying on the transporting device (40).
8. Process according to one of claims 1 to 7, characterized in that the fraction of the
mixture of materials (2) not picked up by the first fluid current (D) is passed directly
to a receiving container of a conveying device.
9. Process according to one of claims I to 8, characterized in that at least the fraction
of the material (2a) or of the group of materials with a lower fluid resistance separated
from the mixture of materials (2) by the first fluid current (D) is conveyed by the
first fluid current (D) through a channel unit (30) to the second fluid current (S).
10. Apparatus for sorting a mixture of materials consisting of at least two materials
or at least two groups of materials, particularly for carrying out the process according
to one of claims 1 to 9, wherein the apparatus (1) comprises a charging unit (10)
for feeding the mixture of materials (2), a first fan unit (20) generating a first
fluid current (D), and a second fan unit (50) for generating a second fluid current
(S), characterized in that between the first fan unit (20) and the second fan unit
(50) there is provided a dissipation unit (30) which dissipates the first air current
(D) flowing into it (30).
11. Apparatus according to claim 10, characterized in that the dissipation unit is constructed
as a channel unit (30) and in that the first air current (D) is able to flow out of
a channel (31) of the channel unit (30).
12. Apparatus according to one of claims 10 or 11, characterized in that the channel unit
(30) has at least one opening for the escape of the first fluid current (D).
13. Apparatus according to one of claims 10 to 12, characterized in that the channel unit
(30) has a mesh-, grid- or net-like structure as its housing wall.
14. Apparatus according to claim 10, characterized in that the first fan unit (20) has
a compression fan (21) or a suction fan, and in that the second fan unit (50) has
a suction fan (51) or a compression fan.
15. Apparatus according to claim 10, characterized in that the apparatus (1) has a transporting
device (40).
16. Apparatus according to one of the preceding claims, characterized in that the fan
(21) of the first fan unit (20) and/or the fan (51) of the second fan unit (50) is
adjustable with regard to its fluid output.
17. Apparatus according to one of the preceding claims, characterized in that the apparatus
(1) has a vibrating sheet (12) mounted in the drop shaft (11) of the charging unit
(10).
1. Procédé pour le triage d'un mélange de matières (2) se composant d'au moins deux matières
(2a, 2b) ou d'au moins deux groupes de matières, la matière à séparer (2a) ou le groupe
de matières du mélange de matières (2) à séparer présentant une résistance à l'écoulement
d'un fluide plus faible que l'autre matière (2b) ou de l'autre groupe de matières
du mélange de matières (2), dans lequel le mélange de matières (2) est introduit dans
un premier écoulement de fluide (D), de sorte qu'au moins une part définie de la matière
(2a) ou du groupe de matières présentant une plus faible résistance à l'écoulement
de fluide soit séparée de la part résiduelle du mélange de matières (2) et avec lequel
au moins la part de la matière (2a) ou du groupe de matières ayant une plus faible
résistance à l'écoulement de fluide ainsi séparée est introduite dans un deuxième
écoulement de fluide (S) afin de transporter cette part vers une unité de réception,
caractérisé en ce que le premier écoulement de fluide (D) est, après avoir traversé
le mélange de matière (2), au moins partiellement atténué dans une unité de dissipation
en étant au moins partiellement dissipé avant d'atteindre le deuxième écoulement de
fluide (S).
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que le premier écoulement de fluide
(D) est dissipé au moins partiellement dans une unité de dissipation formé par un
canal (31) par lequel peut s'échapper l'écoulement de fluide (D).
3. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que le premier écoulement de fluide
(D) forme un flux de pression ou un flux d'aspiration et/ou en ce que le deuxième
écoulement de fluide (S) forme un flux de pression ou un flux d'aspiration.
4. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le mélange
de matières (2) est introduit dans ce premier écoulement de fluide (D) selon une direction
sensiblement transversale à la direction du flux du premier écoulement de fluide (D).
5. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le mélange
de matières (2) est introduit dans un trajet de descente (11) traversé par le premier
écoulement de fluide (D).
6. Procédé selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que la part du mélange
de matières (2) non saisie par le premier écoulement de fluide (D) tombe sur une installation
de transport (40).
7. Procédé selon la revendication 6, caractérisé en ce que la part du mélange de matières
(2) saisie par le premier écoulement de fluide (D) tombe sur la part de mélange de
matières (2) se trouvant sur l'installation de transport (40).
8. Procédé selon l'une des revendications 1 à 7, caractérisé en ce que la part de mélange
de matières (2) non saisie par le premier écoulement de fluide (D) est dirigée directement
vers un conteneur collecteur d'une installation d'extraction.
9. Procédé selon l'une des revendications 1 à 8, caractérisé en ce qu'au moins la part
de matière (2a) ou du groupe de matières ayant une résistance à l'écoulement de fluide
plus faible, séparée du mélange de matières (2) par le premier écoulement de fluide
(D), est transportée par le premier écoulement de fluide (D) à travers une canalisation
(30) vers le deuxième écoulement de fluide (S).
10. Dispositif pour trier un mélange de matières se composant d'au moins deux matières
ou d'au moins deux groupes de matières, en particulier pour mettre en oeuvre le procédé
selon l'une des revendications 1 à 9, dans lequel le dispositif (1) comprend une unité
d'alimentation (10) pour l'alimentation du mélange de matières (2), une première unité
de ventilation (20) pour la production d'un premier écoulement de fluide (D) et une
deuxième unité de ventilation (50) pour la production d'un deuxième écoulement de
fluide (S), caractérisé en ce qu'une unité de dissipation (30), qui dissipe le premier
écoulement de fluide (D) qui y pénètre, est disposée entre la première unité de ventilation
(20) et la deuxième unité de ventilation(50).
11. Dispositif selon la revendication 10, caractérisé en ce que l'unité de dissipation
est réalisée sous la forme d'une canalisation (30) et que le premier écoulement d'air
(D) peut sortir du canal (31) de la canalisation (30).
12. Dispositif selon l'une des revendications 10 ou 11, caractérisé en ce que la canalisation
(30) comprend au moins une ouverture pour la sortie du premier écoulement de fluide
(D).
13. Dispositif selon l'une des revendications 10 à 12, caractérisé en ce que le canal
(30) présente des parois à structure en treillis, à mailles ou réticulée.
14. Dispositif selon la revendication 10, caractérisé en ce que la première unité de ventilation
(20) comprend une ventilation de compression (21) ou une ventilation d'aspiration
et que la deuxième unité de ventilation (50) comprend une ventilation d'aspiration
(51) ou une ventilation de compression.
15. Dispositif selon la revendication 10, caractérisé en ce que le dispositif (1) comprend
une installation de transport (40).
16. Dispositif selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le débit
en fluide de la ventilation (21) de la première unité de ventilation (20) et/ou de
la ventilation (51) de la deuxième unité de ventilation (50) est réglable.
17. Dispositif selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le dispositif
(1) comprend une plaque vibrante (12) disposée dans le puits sous pression (11) de
l'unité d'alimentation (10).
