[0001] Die Erfindung betrifft Wertdokumente, insbesondere Wertpapiere, wie z.B. Banknoten,
Schecks, Reiseschecks oder Aktien, aber auch nicht oder nur teilweise aus Papier bestehende
Dokumente, z.B. Kreditkarten, Ausweise etc..
[0002] Vor allem im Hinblick auf die Möglichkeiten, die moderne Farbkopierer und andere
Reproduktionssysteme bieten, besteht die dringende Notwendigkeit, Wertdokumente mit
besonderen Sicherheitselementen auszustatten, die eine Fälschung unter Verwendung
derartiger Geräte erschweren. Zu diesem Zweck wurde bereits eine Vielzahl von Möglichkeiten
diesem Zweck wurde bereits eine Vielzahl von Möglichkeiten vorgeschlagen.
[0003] Beispielsweise ist es bekannt, Wertdokumente wie Wertpapiere, Karten, Ausweise etc.
mit Sicherheitselementen in Form reflektierender Flächen zu versehen. Diese reflektierenden
Flächen werden durch einen Farbkopierer normalerweise als schwarze Flächen wiedergegeben.
Hier besteht aber die Möglichkeit, nachträglich eine entsprechende, metallisch glänzende
Schicht aufzubringen.
[0004] Eine weitere Verbesserung der Fälschungssicherheit ergibt sich dann, wenn Sicherheitselemente
in Form von brechungs- oder beugungsoptisch wirksamen Strukturen, sog. Diffraktionsstrukturen,
z.B. Hologramme, sog. Pixelgrame etc., verwendet werden. Diese Sicherheitselemente
sind jedoch hinsichtlich der Herstellung vergleichsweise aufwendig.
[0005] Es ist auch bereits bekannt, Sicherheitselemente für Wertdokumente so auszubilden,
dass sie vor allem für Durchlichtbetrachtung geeignet sind. Beispielsweise beschreibt
die AU-PS 488 652 Sicherheitsdokumente, die aus mehreren miteinander verbundenen Kunststoff-Bahnen
bestehen, wobei zwischen diesen Bahnen zumindest ein optisch veränderliches Sicherheitselement
angeordnet und in wenigstens einer der Abdeckbahnen im Bereich dieses Sicherheitselementes
ein transparentes Fenster vorgesehen ist, so dass das Sicherheitselement durch das
Fenster betrachtet werden kann. Zur Anbringung der Sicherheitselemente wird gemäss
dem Stand der Technik beispielsweise so vorgegangen, dass in einer im Inneren des
Dokumentes vorgesehenen Kunststoffbahn eine Aussparung erzeugt wird, in die das Sicherheitselement
eingelegt wird.
[0006] Anschliessend wird dann das Sicherheitselement in der Aussparung durch beidseits
aufgebrachte Abdeckfolien fixiert. Eine derartige Vorgehensweise hat zum einen den
Nachteil, dass die Anbringung des Sicherheitselementes erhebliche Schwierigkeiten
bereitet und insbesondere ein vollflächiges Laminieren vergleichsweise grosser Bereiche
von Kunststoffolien erforderlich ist. Der Einschluss des Sicherheitselementes zwischen
die beiden Folien führt häufig zu einer deutlichen Verschlechterung der Brillanz und
damit Beeinträchtigung der Erkennbarkeit des Sicherheitselementes insbesondere unter
ungünstigen Beleuchtungsbedingungen. Als Wertpapier, insbesondere Banknoten, kann
das bekannte Dokument nur mit Schwierigkeiten verwendet werden, weil es sich hinsichtlich
seiner Oberflächenbeschaffenheit und sonstigen Eigenschaften grundlegend von den insbesondere
bei Banknoten bekannten und geläufigen Eigenschaften von Papier unterscheidet.
[0007] Es ist auch bereits von australischen Banknoten her bekannt, transparente Träger
derart oberflächlich zu bedrukken, dass ein bestimmter Bereich fensterartig, d.h.
durchsichtig, belassen wird. Auch hier gilt jedoch, dass man auf die Vorzüge von Papier
verzichten muss. Es ist beispielsweise nicht möglich, ein Wasserzeichen anzubringen.
Auch ergeben sich gegenüber Papier unterschiedliche taktile Eigenschaften (Fehlen
der besonderen Griffigkeit), die dem Bürger bekannt sind. Es entfallen auch die bewährten
Be- und Verarbeitungs- sowie Umlaufeigenschaften von Papier. Schliesslich ist es in
einem reinen Druckverfahren nicht möglich, spezielle Sicherheitselemente, beispielsweise
Diffraktionsstrukturen, zu erzeugten.
[0008] Aus der EP-A-0 013 557 ist ein Wertdokument bekannt, das aus einem Träger besteht,
der ein Fensterloch aufweist in das ein Sicherungsmerkmal eingesetzt ist, und der
durch äussere transparente Folien kaschiert wird.
[0009] Es ist auch bereits bekannt, in Wertdokumenten Sicherheitsfäden als Sicherheitselemente
anzubringen, wobei die Anordnung so ist, dass der Faden bzw. ein entsprechendes Band
bereichsweise oberflächlich freigelegt ist, um zusätzliche, vorzugsweise auf optischen
Effekten beruhende Sicherheitsmerkmale auf dem Faden bzw. Band, z.B. Druckmuster,
Beugungsstrukturen etc. prüfen zu können. Die EP-PS 0 229 645 beschreibt die Herstellung
eines Sicherheitspapiers mit einem eingelagerten Sicherheitselement in Form eines
Fadens oder Bandes derart, dass zwei getrennte Papierlagen gebildet werden, wobei
die Papierlagen Bereiche geringerer Dicke oder Durchbrechungen aufweisen. Die beiden
Papierlagen werden zusammengeführt und während des Zusammenführens wird das als Sicherheitselement
dienende Band eingeführt. Dabei kann die Anordnung auch so gewählt werden, dass die
Durchbrechungen der beiden Papierlagen (auf der Ober- bzw. Unterseite des als Sicherheitselement
dienenden Bandes) deckungsgleich übereinanderfallen, so dass das Sicherheitselement
an der gleichen Stelle der Papierbahn auf beiden Seiten freigelegt wird, um eine Betrachtung
des Sicherheitselements auch im Durchlicht zu ermöglichen. In der Praxis hat sich
jedoch gezeigt, dass es bisher nicht möglich war, entsprechende Dokumente herzustellen.
Im allgemeinen ist vielmehr die Anordnung nur so gewählt worden, dass der Sicherheitsfaden
bzw. das Sicherheitselement jeweils abwechselnd auf der Ober- bzw. Unterseite freigelegt
wurde. Ein wesentlicher Mangel der bekannten Vorgehensweise ist auf jeden Fall darin
zu sehen, dass die Sicherheitsfäden, nachdem sie in die Papierbahn eingearbeitet werden
müssen, nur verhältnismässig geringe Breite aufweisen dürfen, um den Zusammenhalt
des Papiers an sich nicht zu stören. Damit die Sicherheitsfäden jedoch trotz ihrer
geringen Breite hinreichende Zugfestigkeit besitzen, ist es erforderlich. Sicherheitsfäden
mit entsprechend grosser Dicke einzusetzen, was zu unerwünschten Verdickungen der
aus der entsprechenden Papierbahn hergestellten Wertpapiere führen kann, wobei diese
Verdickungen bei gestapelten Wertpapieren - trotz der sog. Wobbel-Technik - sich stets
in einem relativ schmalen Bereich befinden würden, was zu einer schlechten Planlage
der Bogen und Problemen bei der Verarbeitung des Dokumentes führt.
[0010] Aus dem Artikel "Optical Interference Coatings for Inhibiting of Counterfeiting"
von J. A. Dobrowolski et al. in "Optica Acta", 1973, Vol. 20, No. 12, Seiten 925 bis
937 ist ein Wertdokument mit wenigstens einem Sicherheitselement bekannt, wobei das
Wertdokument wenigstens eine fensterartige, in einem Träger vorgesehene Durchbrechung
aufweist, die mittels einer lichtdurchlässigen, die Durchbrechung allseits überragenden
und auf einer Oberfläche des Trägers vollflächig befestigten Abdeckfolie verschlossen
ist. Die Abdeckfolie dient dabei als Träger für eine optische Dünnschicht-Anordnung,
deren Farbe sich abhängig vom Einfallswinkel des Lichtes ändert. Durch die Anordnung
der Abdeckfolie über der fensterartigen Durchbrechung des Trägers soll erreicht werden,
dass die Beschichtung auch mit Durchlicht betrachtet werden kann. Die Abdeckfolie
mit der Beschichtung ist zwar lichtdurchlässig, jedoch, da die Beschichtung über die
gesamte Fläche der Abdeckfolie vorgesehen ist, nicht vollständig durchsichtig.
[0011] In der EP-A-0 440 045 sind Wertpapiere mit optisch variablem Sicherheitselement beschrieben,
wobei die Oberfläche des das Sicherheitselement aufnehmenden Datenträgers im Bereich
des optisch variablen Elementes glatter ausgeführt ist als in der restlichen Fläche.
Zur Glättung der Oberfläche ist dabei auch die Möglichkeit beschrieben, das als Träger
für das Sicherheitselement dienende Papier in den zu glättenden Bereichen einem hohen
Druck auszusetzen, wodurch die Papierfasern aneinander gepresst und die Oberflächenrauhigkeit
des Papiers reduziert wird. Hierbei wird das Papiersubstrat komprimiert und es bildet
sich eine Vertiefung im Papier aus, in der dann das Sicherheitselement angeordnet
ist, wobei diese Vertiefung den Vorteil hat, dass ein in ihr liegendes optisches Element
in eventuell nachfolgenden Verarbeitungsschritten, wie beispielsweise beim Bedrucken
des Papiers, vor Berührung und Beschädigung geschützt ist.
[0012] Schliesslich wurde im Januar 1988 eine australische 10 $ Note in Umlauf gebracht,
die aus einer beidseitig bedruckten, vollständig durchsichtigen Folie bestand. Als
Sicherheitsmerkmal wies diese Banknote einen nicht bedruckten und damit vollständig
durchsichtigen Bereich auf, in dem etwa zentrisch ein beugungsoptisch wirksames Sicherheitselement
vorgesehen war, wobei um dieses metallisierte Sicherheitselement herum ein freier,
vollständig durchsichtiger Bereich erhalten war.
[0013] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Wertdokument mit einem fensterartigen,
für Durchlicht geeigneten Sicherheitselement vorzuschlagen, das leicht und ohne Beeinträchtigung
der Erkennbarkeit des Sicherheitselementes herstellbar ist, wobei bei der Herstellung
nicht die bei der Produktion von Sicherheitspapieren mit eingelagertem Sicherheitsfaden
bekannten Probleme zu erwarten sind. Es soll jedoch gewährleistet sein, dass eine
Fälschung des Sicherheitselementes durch reines Drucken oder Farbkopieren unmöglich
ist, gleichzeitig aber eine Vielzahl unterschiedlicher Gestaltungsmöglichkeiten für
das Sicherheitselement bestehen.
[0014] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch ein Wertdokument mit den Merkmalen des Patentanspruchs
1 gelöst.
[0015] Gemäss der Erfindung wird also nicht mehr versucht, ein Sicherheitselement in den
Träger einzulagern. Es wird vielmehr die Durchbrechung bewusst nachträglich in dem
Träger angebracht und dann diese Durchbrechung mittels einer zumindest bereichsweise
vollständig durchsichtigen Abdeckfolie wieder verschlossen, wobei infolge der vollflächigen
Befestigung der Abdecktolie auf der Oberfläche des Trägers eine Ablösung der Abdeckfolie,
die ggf. ein z.B. auf optischen Effekten beruhendes Sicherheitsmerkmal trägt, ohne
Beschädigung des Trägers praktisch ausgeschlossen ist. Aufgrund der Anordnung gemäss
der Erfindung ist es ohne weiteres möglich, eine Abdeckfolie mit vergleichsweise grossen
Abmessungen zu
verwenden, was bedeutet, dass mit Abdeckfolien geringer Dicke gearbeitet werden kann.
Gleichzeitig bietet ein Vorgehen nach der Erfindung auch die Möglichkeit, Fenster
mit relativ grossen Abmessungen vorzusehen, während bei den bekannten, während der
Papierherstellung erzeugten Fenstern nur sehr geringe Abmessungen erreichbar waren.
Da die Fenster gross sein können, besteht auch dann, wenn zusätzliche Sicherheitselemente
vorhanden sind, ohne weiteres die Möglichkeit, einen hinreichend grossen Bereich der
Abdeckfolie vollständig durchsichtig zu halten. In diesem Falle wird bei Erstellung
einer Kopie mit einem Farbkopierer bzw. einem sonstigen Reproduktionsgerät im Bereich
des Fensters der Untergrund durchscheinen, so dass in der Reproduktion an dieser Stelle
die Farbe des Hintergrundes erscheint. Auf diese Weise können im allgemeinen Fälschungen
leicht festgestellt werden. Weiterhin kann vom Benutzer des Wertdokumentes dessen
Echtheit ebenfalls leicht festgestellt werden, da das Vorhandensein bzw. Fehlen eines
vollständig durchsichtigen Bereichs des Wertdokumentes auch mit dem unbewaffneten
Auge ohne weiteres feststellbar ist. Das Überdecken der Durchbrechung des Trägers
mittels der Abdeckfolie bietet zum einen den Vorteil, dass trotz des Vorhandenseins
einer - oder auch mehrerer - Durchbrechung(en) die Stabilität des Wertdokumentes nicht
leidet.
[0016] Zum anderen bietet die Verwendung einer Abdeckfolie weitere Gestaltungsmöglichkeiten
für das Sicherheitselement Variationen des Sicherheitselementes sind weiterhin durch
unterschiedliche Formgebung der fensterartigen Durchbrechung bzw. Variation in der
Positionierung der Durchbrechung oder Anbringung mehrerer, ggf. unterschiedlich gestalteter
Durchbrechungen möglich.
[0017] Um sowohl ein ungestörtes Stapeln von Wertdokumenten, insbesondere von Wertpapieren
wie z.B. Banknoten, zu ermöglichen als auch das Abziehen der Abdeckfolie weitgehend
zu erschweren und insbesondere ein unbeabsichtigtes Lösen der Abdeckfolie nach Möglichkeit
zu verhindern, ist die Abdeckfolie in einer die fensterartige Durchbrechung einschliessenden
Vertiefung der Träger-Oberfläche angeordnet, wobei besonders vorteilhaft der Träger
zur Bildung der Vertiefung komprimiert ist. Durch die Komprimierung wird gleichzeitig
die Oberfläche des Trägers geglättet, was für bestimmte Sicherheitsmerkmale günstig
sein kann. Beispielsweise wird bei der Aufbringung von Sicherheitsmerkmalen in einem
Heissprägeverfahren auf Papier deren optische Effizienz durch die verhältnismässig
rauhe Papier-Oberfläche vermindert, was bei entsprechender Glättung der als Träger
dienenden Papieroberfläche vermieden werden kann.
[0018] In einfacher Weise kann erfindungsgemäss die Durchbrechung mittels eines Stanz- oder
Schneidvorganges erzeugt werden, wobei hier die üblichen Stanzverfahren und als Schneidverfahren
besonders Laserschneiden erwähnt werden sollen.
[0019] Es ist grundsätzlich möglich, die Vertiefung und die Durchbrechung in getrennten
Arbeitsgängen zu erzeugen. Zur Vermeidung von besonderen Einstellarbeiten und um eine
gute Ausrichtung der Durchbrechung im Vergleich zur Vertiefung zu erreichen, geht
man zweckmässig derart vor, dass die Durchbrechung gemeinsam mit der Vertiefung in
einem Arbeitsgang erzeugt ist, was z.B. durch Benutzung geeigneter Werkzeuge, beispielsweise
spezieller Präge- und Stanzwalzen erreicht werden kann.
[0020] Die Anbringung der Vertiefung sowie die Aufbringung der Abdeckfolie wird dann vereinfacht,
wenn sich die Abdeckfolie quer über die gesamte Breite oder Länge des Wertdokumentes
erstreckt, d.h. eine Vertiefung von Kante zu Kante vorgesehen ist. In einem derartigen
Fall wird nämlich zweckmässigerweise so vorgegangen, dass die Abdeckfolie unter gleichzeitiger
Ausbildung der Vertiefung mittels Druck auf den Träger des Wertdokumentes aufgebracht,
vorzugsweise in einem Abrollverfahren auf den Träger auflaminiert ist .
[0021] Bei Verwendung eines Laminiervorganges für das Aufbringen der Abdeckfolie auf das
Wertdokument lässt sich eine besonders günstige Fertigungsweise erzielen. Es kann
nämlich in einem Durchlauf durch eine entsprechende Maschine zuerst die fensterartige
Durchbrechung, ggf. auch mehrere Durchbrechungen, angebracht werden, worauf dann in
einem weiteren Schritt die Abdeckfolie auflaminiert wird.
[0022] Zur weiteren Verbesserung der Fälschungssicherheit ist erfindungsgemäss vorgesehen,
dass zumindest auf einer Seite des Trägers die Abdeckfolie und wenigstens der anschliessende
Oberflächenbereich des Wertdokumentes mit einem zusammenhängenden Muster überdruckt
sind. Bei einer derartigen Ausgestaltung wird jede Manipulation an der Abdeckfolie
sofort sichtbar, weil ohne weiteres ein Druck vorgesehen sein kann, bei dem bereits
geringste Verschiebungen deutlich in Erscheinung treten.
[0023] Um ein Überdrucken der Abdeckfolie zu erleichtern, kann zweckmässigerweise diese
wenigstens auf ihrer freien, nicht am Wertdokument bzw. dem dieses bildenden Träger
befestigten Seite eine Haftvermittler-(Primer-)Schicht tragen.
[0024] Weitere Möglichkeiten zur Verbesserung der Fälschungssicherheit eines Wertdokumentes
ergeben sich dann, wenn erfindungsgemäss die Abdeckfolie eine Laminierfolie ist, die
aus einem vollständig durchsichtigen Trägerfilm und einer auf diesem fest haftenden
Dekorschicht besteht, wobei die Dekorschicht die vorzugsweise mindestens eine Lackschicht
umfasst, zumindest in einem Teilbereich der Durchbrechung ebenfalls vollständig durchsichtig
ist. Die Dekorschicht kann in unterschiedlichen, an sich bekannten Verfahren speziell
graphisch gestaltet werden, um so zusätzliche Erkennungsmöglichkeiten für ein Original-Wertdokument
zu schaffen. Wichtig ist allerdings stets, dass die Dekorschicht im Bereich der Durchbrechung
zumindest bereichsweise vollständig durchsichtig ist, weil nur dann der primär mit
der Erfindung angestrebte Effekt erhalten bleibt.
[0025] Es kann weiterhin zweckmässig sein, dass die Abdeckfolie mit wenigstens einem besonderen,
vorzugsweise auf optischen Effekten beruhenden Sicherheitsmerkmal versehen und zumindest
ein Teilbereich des Flächenbereiches der Durchbrechung vollständig durchsichtig belassen
ist, wobei vorteilhafterweise wenigstens ein Sicherheitsmerkmal von einer brechungs-
und/oder beugungsoptisch wirksamen Diffraktionsstruktur und/oder Dünnschichtanordnung
gebildet ist. Neben solchen Diffraktionsstrukturen oder Dünnschichtanordnungen als
Sicherheitsmerkmal kann die Abdeckfolie beispielsweise auch reflektierende Flächen,
spezielle Aufdrucke, z.B. in Form von Mikroschrift etc. umfassen. Dabei ist es zweckmässig,
wenn wenigstens eines der Sicherheitsmerkmale im Flächenbereich der Durchbrechung
angeordnet ist, weil es sich dann beispielsweise um ein solches Sicherheitsmerkmal
handeln kann, das nur im Durchlicht hinsichtlich Echtheit geprüft werden kann, wobei
gerade Durchlicht-Verfahren bei Einsatz automatischer Prüfgeräte Vorteile ergeben.
[0026] Bei Verwendung einer Laminierfolie als Abdeckfolie, welche eine Dekorschicht sowie
wenigstens eine Diffraktionsstruktur als Sicherheitsmerkmal aufweist, wird die Dekorschicht
zweckmässig derart aufgebaut, dass sie - ausgehend vom Trägerfilm - eine bereichsweise
an ihrer dem Trägerfilm entfernten Oberfläche mit der als Sicherheitsmerkmal dienenden
Diffraktionsstruktur versehene Grundlackschicht, wenigstens im Bereich der Diffraktionsstruktur
eine reflektierende Schicht, sowie zumindest im Bereich der Durchbrechung eine transparente
Schutzlackschicht umfasst. Insofern stimmt der Aufbau der Dekorschicht bei der Laminierfolie
gemäss der Erfindung grundsätzlich mit dem an sich von Heissprägefolien für Sicherheitszwecke
mit Diffraktionsstruktur bekannten, z.B. der EP 0 559 069 A1 zu entnehmenden Dekorschicht-Aufbau
überein. Es können auch zur Aufbringung der diversen Lackschichten, zur Einbringung
der Diffraktionsstruktur sowie zur Erzeugung der unter Umständen nur teilweisen Metallisierung
die im Zusammenhang mit der Heissprägefolien-Herstellung grundsätzlich bekannten Verfahren
verwendet werden, weshalb auf diese Verfahren hier nicht näher eingegangen werden
soll. Selbstverständlich wäre es auch denkbar, eine Diffraktionsstruktur direkt in
die Trägerfolie einzubringen, also auf eine besondere Grundlackschicht zu verzichten,
wenn eine geeignete Trägerfolie verwendet wird.
[0027] Ist, wie nach der Erfindung weiter vorgesehen, die Abdeckfolie derart auf dem Träger
befestigt, dass ihre Dekorschicht zur Oberfläche des Trägers weist, erhält man zum
einen den Vorteil, dass die die Dekorschicht tragende Oberfläche der Abdeckfolie quasi
vertieft und damit in gewissem Umfange gegen mechanische Beanspruchung geschützt angeordnet
ist. Darüberhinaus kann unter Umständen auf eine besondere Kleberschicht für die Befestigung
der Abdeckfolie auf dem Wertdokument verzichtet werden, nämlich dann, wenn die Dekorschicht,
und zwar zumindest deren transparente Schutzlackschicht, bereits hinreichend klebende
Eigenschaften besitzt.
[0028] Eine weitere Möglichkeit gemäss der Erfindung besteht darin, dass die Dekorschicht
auf der dem Trägerfilm gegenüberliegenden Seite eine Schicht eines aushärtbaren Klebers
trägt, wobei z.B. Reaktionskleber verwendet werden können, die erst unter entsprechender
Wärme- oder Strahlungseinwirkung, z.B. von IR- oder UV-Strahlung, vollständig ausreagieren
und damit aushärten. Die Verwendung derartiger Kleber hat den Vorzug, dass ein Ablösen
der Abdeckfolie, wenn der Kleber ausgehärtet ist, ohne Beschädigung des Wertdokumentes
selbst ausgeschlossen ist.
[0029] Es kann schliesslich vorteilhaft sein, wenn der Träger in dem zur Befestigung der
Abdeckfolie dienenden Bereich einen Kleberauftrag aufweist, wobei es unter Umständen
genügt, nur diesen Kleberauftrag am Träger vorzusehen, es allerdings auch zweckmässig
sein kann, wenn trotz des Kleberauftrags am Träger zusätzlich die Abdeckfolie mit
einer entsprechenden Kleberschicht versehen ist. Wenn nur der Träger mit dem Kleberauftrag
versehen ist, erreicht man den Vorteil, dass eventuelle Kleberverschleppungen im Bereich
der Durchbrechung vermieden werden können.
[0030] Weitere Merkmale, Einzelheiten und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der folgenden
Beschreibung eines erfindungsgemäss ausgebildeten Wertpapieres anhand der Zeichnung,
in der zeigen -:
- Figur 1
- eine schematische Ansicht eines Wertpapieres in der Ausgestaltung gemäss der Erfindung,
- Figur 2
- einen Teil-Querschnitt durch das Wertpapier der Figur 1 nach Linie II-II in Figur
1, und
- Figur 3
- einen Schnitt nach Linie III-III in Figur 1 durch ein Ausführungsbeispiel einer Abdeckfolie,
wobei der Anschaulichkeit halber der Papierträger des Wertpapieres weggelassen ist.
[0031] Das in Figur 1 schematisch gezeigte Wertpapier 1 kann hinsichtlich seiner grundsätzlichen
Gestaltung (im Sinne der Erfindung) für alle möglichen Arten von Wert-Drucksachen,
z.B. Banknoten, Schecks, Reiseschecks, Aktien etc. verwendet werden, wobei in der
Zeichnung keine näheren Einzelheiten dargestellt und ausser den erfindungswesentlichen
Sicherheitselementen auf sonst mögliche Sicherungsmassnahmen nicht näher eingegangen
ist. Weiterhin ist ein grundsätzlich entsprechender Aufbau auch für andere Wertdokumente,
z.B. Kreditkarten, Ausweise od.dgl. vorgesehen.
[0032] Das Wertpapier gemäss Figur 1 besteht aus einem Papierträger 2, der beispielsweise
in der von Banknoten bekannten Weise mit einem Wasserzeichen, mit speziellen Aufdrucken
und sonstigen Sicherheitselementen, wie eines beispielsweise bei 3 schematisch angedeutet
ist, versehen sein kann. Das Sicherheitselement 3 kann beispielsweise die Form eines
speziellen Mikrodruckes haben. Es kann aber auch eine bestimmte Prägung, eine reflektierende
Prägung, etc. sein. Der Papierträger 2 ist normalerweise bei Herstellung des Wertpapiers
1 Teil einer Papierbahn oder eines Papierbogens, aus der bzw. dem das Wertpapier 1
nach Fertigstellung geschnitten wird. Bei anderen Wertdokumenten als Wertpapieren
wird ein anderer geeigneter, ggf. bereits Sicherheitselement aufweisender Träger,
z.B. eine Kunststoff-Karte oder -Folie verwendet.
[0033] Gemäss Figuren 1 und 2 weist der Träger 2 wenigstens eine fensterartige Durchbrechung
4 auf, die mittels einer Abdeckfolie 5 verschlossen ist, wobei die Abdeckfolie 5 auf
der einen Oberfläche 6 des Trägers 2 vollflächig so befestigt, vorzugsweise aufgeklebt
ist, dass sie die fensterartige Durchbrechung 4, wie aus Figuren 1 und 2 ersichtlich,
allseits überragt, so dass rund um die Durchbrechung 4 in den Bereichen 7 (Figur 2)
die Abdeckfolie 5 fest an der Oberfläche 6 des Trägers 2 haftet.
[0034] Insbesondere aus Figur 2 ist ersichtlich, dass die Abdeckfolie in einer Vertiefung
8 der Oberfläche 6 des Trägers 2 angeordnet ist, so dass die Abdeckfolie bei dem fertigen
Wertpapier 1 zu keiner wesentlichen Vergrösserung der Dicke des Wertdokumentes führt,
was vor allem wichtig ist, wenn eine Vielzahl von Wertdokumenten gestapelt werden
soll. Die bisher bei Wertpapieren bekannten Sicherheitsfäden sind nur relativ schmal
und müssen deswegen aus mechanischen Gründen vergleichsweise dick sein. Sie stehen
dann aber über die Wertpapier-Oberfläche weit vor und führen beim Stapeln von Wertdokumenten
im Bereich der Sicherheitsfäden zu einer unerwünschten und ggf. die Fertigung und
automatische Handhabung der Wertpapiere erschwerenden Verdickung der Stapel.
[0035] Die Vertiefung 8 ist dadurch erzeugt, dass der Papierträger 2 im Bereich der Vertiefung
8 komprimiert ist. Dies kann in einfacher Weise gleichzeitig mit dem Aufbringen der
Abdeckfolie 5 auf die Oberfläche 6 des Trägers 2 erfolgen, indem nämlich beim Aufbringen
der Abdeckfolie 5 auf die Oberfläche 6 des Trägers 2 ein entsprechend hoher Druck
ausgeübt wird, der zu einer bleibenden Kompression des Trägers 2 führt.
[0036] Wie Figur 1 erkennen lässt, erstreckt sich die Vertiefung 8 für die Abdeckfolie 5
über die gesamte Breite des Trägers 2 von dessen Unterkante 9 zur Oberkante 10. Diese
Ausbildung hat den Vorteil, dass sowohl die Aufbringung der Abdeckfolie 5 als auch
die Ausbildung der Vertiefung 8 in einem Abrollverfahren mittels entsprechender Walzen
bzw. Rollen erfolgen können, was die Möglichkeit bietet, das Wertpapier 1 in einem
kontinuierlichen Verfahren mit der Abdeckfolie 5 zu versehen, wobei in einem der Aufbringung
der Abdeckfolie 5 vorhergehenden Schritt die fensterartige Durchbrechung durch Stanzen,
was ja ebenfalls in einem Abrollverfahren erfolgen kann, erzeugt werden kann. Der
Stanzvorgang kann hierbei, sofern das Werkzeug entsprechend gestaltet wird, mit dem
Kompressionsvorgang in einem Arbeitsgang kombiniert werden.
[0037] Die Figur 1 zeigt dass die Abdeckfolie 5 nur in einem Teilbereich der fensterartigen
Durchbrechung 4, nämlich dem äusseren Bereich 11 vollständig durchsichtig ist, während
im inneren Bereich der Durchbrechung 4 ein zusätzliches, z.B. auf optischen Effekten
beruhendes Sicherheitsmerkmal 12, z.B. in Form einer bei Transmission wirksamen Diffraktionsstruktur,
vorgesehen ist. Das zusätzliche Sicherheitsmerkmal 12 in der fensterartigen Durchbrechung
4 kann aber nicht nur von einer brechungs- und/oder beugungsoptisch wirksamen Diffraktionsstruktur,
beispielsweise einem Hologramm, Pixelgram etc., gebildet werden. Es wäre auch denkbar,
als zusätzliches Sicherheitsmerkmal 12 beispielsweise eine reflektierende Fläche,
einen besonderen Mikrodruck, eine Dünnschichtanordnung oder eine sonstige Gestaltung,
die nur schwer nachzuahmen ist zu wählen.
[0038] Weiterhin kann die Abdeckfolie, wie in Figur 1 angedeutet, ausserhalb des der fensterartigen
Durchbrechung entsprechenden Bereiches mit mindestens einem zusätzlichen, z.B. auf
optischen Effekten beruhenden Sicherheitsmerkmal 13 versehen sein, wobei dieses Sicherheitsmerkmal
13 ebenfalls abhängig von dem Material der Abdeckfolie, deren eventueller Beschichtung
etc. auf die verschiedenste Art und Weise gestaltet sein kann.
[0039] Ein unerwünschtes Lösen der Abdeckfolie 5 von der Oberfläche 6 des Trägers 2 wird
erfindungsgemäss weiter dadurch erschwert, dass die Abdeckfolie 5 sowie die anschliessenden
Bereiche der Oberfläche 6 des Trägers 2 mit einem zusammenhängenden Muster 14 überdruckt
sind. Dieser Aufdruck des Musters 14 kann ebenfalls in dem bereits erwähnten, kontinuierlichen
Verfahren in einem der Aufbringung der Abdeckfolie 5 nachgeschalteten Verfahrensschritt
erfolgen.
[0040] Aus Vorstehendem ergibt sich, dass ein Wertdokument, z.B. ein Wertpapier 1 gemäss
der Erfindung gegenüber den bisher bekannten Wertdokumenten eine Vielzahl weiterer
Möglichkeiten zur Ausbildung von Sicherheitsmerkmalen bietet, wobei jedoch stets gewährleistet
sein muss, dass im Bereich der wenigstens einen fensterartigen Durchbrechung 4 - selbstverständlich
könnten auch mehrere Durchbrechungen vorgesehen sein - die Abdeckfolie 5 zumindest
bereichsweise vollständig durchsichtig ist, well nur dann eine leichte Überprüfung
mit dem blossen Auge möglich ist und nur in einem solchen Falle bei dem Versuch der
Vervielfältigung mittels Farbkopierens oder Druckens in dem durchsichtigen Bereich
innerhalb der Durchbrechung 4 eine optische Verfälschung auftritt. Diese Verfälschung
erhält man ja völlig unabhängig davon, welche Farbe beim Kopieren für den Hintergrund
gewählt wird, weil in jedem Falle der entsprechende Bereich nicht transparent ist.
[0041] In Figur 3 ist eine Laminierfolie schematisch gezeigt, wie sie als Abdeckfolie 5
für das Wertpapier 1 der Figuren 1 und 2 verwendet werden kann.
[0042] Diese Abdeckfolie 5 der Figur 3 besteht aus einem durchsichtigen Trägerfilm 15. Dieser
ist auf seiner der Dekorschicht 16 abgekehrten Oberfläche mit einer dünnen Haftvermittlerschicht
17, die gewährleisten soll, dass das aufgedruckte Muster 14 auf dem Trägerfilm 15
gut haftet, versehen.
[0043] Auch die gegenüberliegende Oberfläche des Trägerfilms 15 ist mit einer Haftvermittlerschicht
18 versehen, die ein hinreichendes Haften der Dekorschicht 16 auf dem Trägerfilm 15
gewährleisten soll.
[0044] Bei dem Ausführungsbeispiel der Figur 3 ist die Dekorschicht 16 - entsprechend der
Darstellung in Figur 1 - mit unterschiedlichen Sicherheitsmerkmalen 12, 13 versehen,
wobei es sich in beiden Fällen um Diffraktionsstrukturen gemäss der vorstehenden Erläuterung
handelt.
[0045] Zu diesem Zweck weist die Dekorschicht 16 eine thermoplastisch verformbare Grundlackschicht
19 auf. In dieser Grundlackschicht 19 sind in den den Sicherheitsmerkmalen 12, 13
entsprechenden Bereichen unterschiedliche Diffraktionsstrukturen 20 bzw. 21 ausgebildet,
wobei diese Diffraktionsstrukturen 20, 21 durch entsprechendes Prägen der thermoplastisch
verformbaren Grundlackschicht 19 nach deren Aufbringung auf dem Trägerfilm 15 erzeugt
werden.
[0046] Die Diffraktionsstrukturen 20, 21 sind natürlich bei der Abdeckfolie 5 nur sichtbar,
wenn die die Diffraktionsstrukturen 20, 21 umschliessenden Schichten entsprechend
unterschiedliche optische Eigenschaften besitzen. Dies wird beispielsweise bei der
Diffraktionsstruktur 20 des Sicherheitsmerkmals 12 dadurch erreicht, dass im Bereich
der Diffraktionsstruktur 20 eine reflektierende Metallbeschichtung 22 vorgesehen ist,
wobei es sich bei der Metallschicht 22 z.B. um eine im Vakuum aufgedampfte Aluminiumschicht
oder eine in geeigneter Weise aufgebrachte Schicht eines sonstigen, als geeignet bekannten
Materials handeln kann.
[0047] Eine andere Möglichkeit zur Sichtbarmachung der Diffraktionsstrukturen 20, 21 besteht
darin, dass im Bereich der Diffraktionsstrukturen 20, 21 eine geeignetes Dielektrikum,
z.B. TiO
2 oder TnS, angebracht wird.
[0048] Die Diffraktionsstruktur ist bei der Abdeckfolie 5 dann mittels einer transparenten
Schutzlackschicht 23 abgedeckt, die wiederum eine Haftvermittlerschicht 24, zumindest
im Bereich der Durchbrechung 4, tragen kann, wobei die Haftvermittlerschicht 24 vor
allem die Aufgabe hat, das Anhaften der Abdeckfolie 5 auf der Oberfläche 6 des Trägers
2 zu begünstigen. Daneben kann sie aber auch eine eventuell - bei entsprechend dünnen
Wertdokumenten oder grossen Durchbrechungen - nachfolgende Bedruckung auf der der
Oberfläche 6 des Trägers 2 abgekehrten Seite der Abdeckfolie im Bereich der Durchbrechung(en)
4 begünstigen.
[0049] Während die Schutzlackschicht 23 üblicherweise - zur Erleichterung der Identifikation
des Sicherheitselementes - farblos ist, kann durchaus vorgesehen sein, dass das zweite
Sicherheitsmerkmal 13 sich neben seiner Diffraktionswirkung durch eine besondere Farbgebung
auszeichnet. Dies wird bei der Folie der Figur 3 beispielsweise dadurch erreicht,
dass die Diffraktionsstruktur 21 des Sicherheitsmerkmals 13 vor Aufbringung der Schutzlackschicht
23 mit einer transparenten, jedoch eingefärbten Lackschicht 25 abgedeckt ist .
[0050] Im einzelnen könnte eine Abdeckfolie 5 gemäss Figur 3 wie folgt aufgebaut sein -:
Haftvermittlerschichten 17, 18 und 24 -:
[0051] Diese Schichten haben eine Stärke von 0,2 bis 2, vorzugsweise 0,5 bis 1,2 µm. Auf
die Haftvermittlerschichten 17 und 24 kann ggf., und zwar vor allem dann, wenn ein
nachträgliches Überdrucken der Abdeckfolie nicht in Betracht gezogen ist, verzichtet
werden.
[0052] Die Haftvermittlerschichten werden in einem an sich bekannten Druckverfahren aufgebracht,
wobei sie wie folgt zusammengesetzt sein können -:
| |
Gew.-Teile |
| Methylethylketon |
400 |
| Toluol |
250 |
| Cyclohexanon |
50 |
| Hydroxylgruppenhaltiges Vinylchlorid-Vinylacetat-Terpolymer (Tg = 79 °C, MG ca. 23.000) |
210 |
| Vinylchlorid-Vinylacetat Copolymer (MG ca. 4.000) |
90 |
Trägerfilm 15 -:
[0053] Hierbei handelt es sich um einen optisch klaren, d.h. einwandfrei durchsichtigen,
geeigneten Film, der möglichst dünn sein sollte, um am Wertpapier nicht aufzutragen,
andererseits jedoch hinreichende Festigkeit besitzen muss. Als geeignet haben sich
Polyester-(PET) oder Polycarbonat-(PC)Filme einer Stärke zwischen 6 und 12 µm erwiesen.
Thermoplastisch verformbare Grundlackschicht 19 -:
[0054] Diese Schicht hat eine Stärke von üblicherweise 0,8 bis 2 µm, wobei die Schichtstärke
von der Art der einzubringenden Struktur abhängt. Auch die Grundlackschicht 19 wird
in einem Druckverfahren aufgebracht und kann etwa wie folgt zusammengesetzt sein -:
| |
Gew.-Teile |
| Ethylacetat |
350 |
| Toluol |
200 |
| Butylacetat |
130 |
| Polymethylmethacrylat (Erweichungspunkt ca. 170 °C) |
270 |
| Styrol-Copolymerisat (Erweichungspunkt ca. 100 °C) |
50 |
Diffraktionsstrukuren 20, 21 -:
[0055] Diese Strukturen sind an sich bekannt und werden mittels entsprechender Matrizen
in die Grundlackschicht 19 eingeprägt. Die Metallisierung 22 besteht beispielsweise
aus im Vakuum aufgebrachtem Aluminium, Chrom, Gold oder Silber, wobei abhängig von
dem verwendeten Material die Zerkleinerung durch geeignete Verfahren, z.B. durch Verdampfen,
Sputtern, etc. erfolgen kann. Statt der Metallschicht kann auch ein geeignetes Dielektrikum,
z.B. TiO
2 oder ZnS, aufgebracht werden. Zweckmässig wird eine Metallisierung über die gesamte,
entsprechend verformte Oberfläche der thermoplastischen Grundlackschicht 19 aufgebracht
und dann in einem bekannten Verfahren teilweise entfernt. Dabei gibt es unterschiedliche
Verfahren, wobei insbesondere solche Verfahren Anwendung finden, bei denen vor der
Aufbringung der Metallschicht die strukturierte Oberfläche der thermoplastischen Grundlackschicht
19 in den nicht strukturierten Bereichen, z.B. durch entsprechend registerhaltiges
Drucken, mit einer lösbaren Schicht versehen wird. Nach dem Metallisieren wird dann
diese lösbare Schicht und damit im Bereich der lösbaren Schicht die Metallisierung
wieder entfernt. Die Stärke der Metallisierung bzw. der Dielektrikum-Schicht beträgt
z.B. 60 bis 20 à.
Transparente Schutzlackschicht 23 -:
[0056] Diese Schicht hat eine Stärke von 1 bis 5 µm, vorzugsweise von 2 bis 3 µm, wobei
in den Bereichen, wo die zusätzliche Lackschicht 25 vorgesehen ist, die Stärke dünner
sein kann als in den Bereichen ohne eine derartige zusätzliche Lackschicht. Im übrigen
richtet sich die Stärke der Schutzlackschicht 23 nach den jeweiligen mechanischen
Anforderungen, wobei diese normalerweise nicht allzu hoch sind, weil zum einen die
Grösse der Durchbrechung 4 beschränkt ist und zum anderen die Abdeckfolie 5 vorzugsweise
derart auf der Oberfläche 6 des Trägers 2 angebracht wird, dass die Dekorschicht 16
zur Oberfläche 6 des Trägers 2 hinweist, somit die starke mechanische Beanspruchung
auf der Seite des Trägerfilms 15 erfolgt.
[0057] Die transparente Schutzlackschicht kann etwa wie folgt zusammengesetzt sein -:
| |
Gew.-Teile |
| Methylethylketon |
300 |
| Ethylacetat |
170 |
| Cyclohexanon |
100 |
| Hydrofunktionelles Acrylat (60 % in Xylol/EPA, OH-Zahl 140) |
200 |
| Cellulosenitrat (niedrigviskos, 65 % in Alkohol) |
80 |
| Aromatisches Isocyanat (50 % in Ethylacetat, NCO-Gehalt 8 %) |
150 |
[0058] Auch die Schutzlackschicht 23 sowie ggf. die zusätzliche Lackschicht 25 werden normalerweise
in einem Druckverfahren aufgebracht, wobei die zusätzliche Lackschicht 25 vor der
Schutzlackschicht 23 aufzudrucken ist. Hinsichtlich der Zusammensetzung der zusätzlichen,
transparenten Lackschicht 25 ist zu vermerken, dass diese im wesentlichen wie die
Schutzlackschicht 23 zusammengesetzt sein kann, jedoch zusätzlich einen transparenten
Farbstoff enthält.
[0059] Bei der Herstellung eines Wertdokumentes, z.B. eines Wertpapieres 1 gemäss der Erfindung
wird somit zuerst die Abdeckfolie 5, beispielsweise in einer grundsätzlich von der
Herstellung von Heissprägefolien her bekannten Weise, erzeugt, wobei der Unterschied
zwischen der Abdeckfolie 5 und einer Heissprägefolie jedoch darin besteht, dass bei
der Abdeckfolie 5 dafür Sorge getragen wird, dass die Dekorschicht 16 fest an dem
Trägerfilm 15 haftet, während das Wesen einer Heissprägefolie ja gerade darin zu sehen
ist, dass die Dekorschicht leicht von dem Trägerfilm abgelöst werden kann.
[0060] Die Abdeckfolie wird dann vorzugsweise in einem kontinuierlichen Abrollvorgang auf
den Träger 2 des Wertdokumentes, z.B. Wertpapieres 1 aufgebracht, wobei zweckmässig
in einem ersten Arbeitsgang die fensterartige Durchbrechung 4, z.B. durch Stanzen,
erzeugt wird. Anschliessend oder auch gleichzeitig wird der Träger 2 zur Erzeugung
der Vertiefung 8 komprimiert , was z.B. mittels Rollen unter Verwendung entsprechend
hoher Drücke geschehen kann. Nunmehr wird durch Abrollen die Abdeckfolie 5 auf die
Oberfläche 6 des Trägers 2 aufgebracht. Die Festlegung der Abdeckfolie 5 auf dem Träger
2 kann entweder dadurch erfolgen, dass die Schutzlackschicht 23 oder die Haftvermittlerschicht
24 der Dekorschicht 16 der Abdeckfolie 5 entsprechende Klebereigenschaften aufweisen
oder zusätzlich die Dekorschicht 16 der Abdeckfolie 5 mit einer aushärtenden, in der
Zeichnung nicht dargestellten Kleberschicht versehen ist. Eine weitere Möglichkeit
besteht darin, die Oberfläche 6 des Trägers 2 vor dem Aufbringen der Abdeckfolie 5
im Bereich der Vertiefung 8 mit einem Kleberauftrag zu versehen, mittels dessen dann
die Abdeckfolie 5 an dem Träger 2 festgelegt wird. Welche der beiden Massnahmen ergriffen
wird, hängt von der Art oder Zusammensetzung des Trägers 2, der Dekorschicht 16 der
Abdeckfolie 5 sowie dem jeweiligen Verwendungszweck ab, wobei auch denkbar ist, Kleber
sowohl auf der Abdeckfolie 5 als auch auf dem Träger 2 vorzusehen.
[0061] Nach der Anbringung der Abdeckfolie 5 kann die Oberfläche 6 und ggf. auch die Unterseite
des Trägers 2 dann noch zur weiteren Verbesserung der Sicherheit mit dem zusammenhängenden
Muster 14 in einem üblichen Druckverfahren überdruckt werden. Abschliessend werden
bei Herstellung von Wertpapieren die einzelnen Wertpapiere 1 aus dem mehrere Träger
2 bildenden Papier-Verbund (Bahn, Bogen) ausgeschnitten.
[0062] Bei dem beschriebenen Ausführungsbeispiel des Wertdokumentes handelt es sich um ein
Wertpapier. Der Erfindungsgedanke kann jedoch in gleicher Weise auch bei aus anderen
Materialien als Papier bestehenden Wertdokumenten, z.B. Kreditkarten, Ausweisen etc.
Anwendung finden.
1. Wertdokument (1) mit wenigstens einem Sicherheitselement, wobei das Wertdokument (1)
wenigstens eine fensterartige, in einem Träger (2) vorgesehene Durchbrechung (4) aufweist,
die mittels einer lichtdurchlässigen, die Durchbrechung (4) allseits überragenden
und auf einer Oberfläche des Trägers (2) vollflächig befestigten Abdeckfolie (5) verschlossen
ist,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Durchbrechung (4) in dem zur Herstellung des Wertdokumentes (1) dienenden fertigen
Träger (2) nachträglich erzeugt und mit einer wenigstens bereichsweise vollständig
durchsichtigen Abdeckfolie (5) verschlossen ist, die in einer die fensterartige Durchbrechung
(4) einschliessenden Vertiefung (8) der Trägeroberfläche (6) angeordnet ist.
2. Wertdokument nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Träger (2) des Wertdokumentes (1) zur Bildung der Vertiefung (8) komprimiert
ist.
3. Wertdokument nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Durchbrechung (4) mittels eines Stanz- oder Schneidevorganges erzeugt ist.
4. Wertdokument nach einem der Ansprüche 2 und 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Durchbrechung (4) gemeinsam mit der Vertiefung (8) in einem Arbeitsgang erzeugt
ist.
5. Wertdokument nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass sich die Abdeckfolie (5) quer über die gesamte Breite oder Länge des Trägers (2)
erstreckt.
6. Wertdokument nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Abdeckfolie (5) unter gleichzeitiger Ausbildung der Vertiefung (8) mittels Druck
auf den Träger (2) aufgebracht ist.
7. Wertdokument nach Anspruch 5 und 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Abdeckfolie (5) in einem Abrollverfahren auf den Träger (2) auflaminiert ist.
8. Wertdokument nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass zumindest auf einer Seite (6) des Trägers (2) die Abdeckfolie (5) und wenigstens
der anschliessende Oberflächenbereich des Wertdokumentes (1) mit einem zusammenhängenden
Muster (14) überdruckt sind.
9. Wertdokument nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Abdeckfolie (5) wenigstens auf ihrer freien, nicht am Träger (2) befestigten
Seite eine Haftvermittler-(Primer-)Schicht (17) trägt.
10. Wertdokument nach einem der vorhergehenden Ansprüche
dadurch gekennzeichnet,
dass die Abdeckfolie (5) eine Laminierfolie ist, die aus einem vollständig durchsichtigen
Trägerfilm (15) und einer auf diesem fest haftenden Dekorschicht (16) besteht, wobei
die Dekorschicht (16) zumindest in einem Teilbereich der Durchbrechung (4) ebenfalls
vollständig durchsichtig ist.
11. Wertdokument nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Dekorschicht (16) mindestens eine Lackschicht (19, 23, 25) umfasst.
12. Wertdokument nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Abdeckfolie (5) mit wenigstens einem vorzugsweise auf optischen Effekten beruhenden
Sicherheitsmerkmal (12, 13) versehen ist und ein Teilbereich des Flächenbereiches
der Durchbrechung (4) vollständig durchsichtig belassen ist.
13. Wertdokument nach Anspruch 12,
dadurch gekennzeichnet,
dass das wenigstens eine Sicherheitsmerkmal (12) im Flächenbreich der Durchbrechung (4)
angeordnet ist.
14. Wertdokument nach Anspruch 12 oder 13,
dadurch gekennzeichnet,
dass wenigstens ein Sicherheitsmerkmal (12, 13) von einer brechungs- und/oder beugungsoptisch
wirksamen Diffraktionsstruktur und/oder Dünnschichtanordnung gebildet ist.
15. Wertdokument nach Anspruch 10 bis 14,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Dekorschicht (16) - ausgehend vom Trägerfilm (15) - eine bereichsweise an ihrer
dem Trägerfilm (15) entfernten Oberfläche mit der als Sicherheitsmerkmal (12, 13)
dienenden Diffraktionsstruktur (20, 21) versehene Grundlackschicht (19), wenigstens
im Bereich der Diffraktionsstruktur (20, 21) eine reflektierende Schicht (22), sowie
zumindest im Bereich der Durchbrechung (4) eine transparente Schutzlackschicht (23)
umfasst.
16. Wertdokument nach einem der Ansprüche 8 bis 13,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Abdeckfolie (5) derart auf dem Träger (2) befestigt ist, dass ihre Dekorschicht
(16) zur Oberfläche (6) des Papierträgers (2) weist.
17. Wertdokument nach einem der Ansprüche 8 bis 14,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Dekorschicht (16) auf der dem Trägerfilm (15) gegenüberliegenden Seite eine Schicht
eines aushärtbaren Klebers trägt.
18. Wertdokument nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Träger (2) in dem zur Befestigung der Abdeckfolie (5) dienenden Bereich einen
Kleberauftrag aufweist.
1. Security document (1) having at least one security element, the security document
comprising at least one window-like aperture (4) being provided in a substrate (2)
and closed by means of a translucent covering film (5) which projects on all sides
beyond the aperture (4) and is fastened over its entire area on a surface (6) of the
substrate (2), characterized in that the aperture (4) is subsequently produced in the finished substrate (2) which is
used to manufacture the security document (1) and is closed by means of an at least
regionwise completely transparent covering film (5), the said film being arranged
in a depression (8) in the substrate surface (6) which encloses the window-like aperture
(4).
2. Security document according to Claim 1, characterized in that the substrate (2) of the security document (1) is compressed in order to form the
depression (8).
3. Security document according to one of the preceding claims, characterized in that the aperture (4) is produced by means of a stamping or cutting procedure.
4. Security document according to one of Claims 2 and 3, characterized in that the aperture (4) is produced jointly with the depression (8) in one operation.
5. Security document according to one of the preceding claims, characterized in that the covering film (5) extends transversely over the entire width or length of the
substrate (2).
6. Security document according to one of the preceding claims, characterized in that the covering film (5) is applied to the substrate (2) by means of pressure, the depression
(8) being made at the same time.
7. Security document according to Claim 5 and 6, characterized in that the covering film (5) is laminated onto the substrate (2) in an unwinding process.
8. Security document according to one of the preceding claims, characterized in that, at least on one side (6) of the substrate (2), the covering film (5) and at least
the adjacent surface area of the security document (1) are overprinted with a coherent
pattern (14).
9. Security document according to one of the preceding claims, characterized in that the covering film (5), at least on its free side which is not fastened to the substrate
(2), bears an adhesion promoter (primer) layer (17).
10. Security document according to one of the preceding claims, characterized in that the covering film (5) is a laminated film which comprises a completely transparent
support film (15) and a decorative layer (16) which adheres firmly to the former,
the decorative layer (16) being likewise completely transparent, at least in a part-area
of the aperture (4).
11. Security document according to Claim 10, characterized in that the decorative layer (16) comprises at least one lacquer layer (19, 23, 25).
12. Security document according to one of the preceding claims, characterized in that the covering film (5) is provided with at least one security feature (12, 13), preferably
based on optical effects, and a part-area of the area of the aperture (4) is left
completely transparent.
13. Security document according to Claim 12, characterized in that at least one security feature (12) is arranged in the area of the aperture (4).
14. Security document according to Claim 12 or 13, characterized in that at least one security feature (12, 13) is formed by a diffraction structure and/or
thin-layer arrangement which is optically active in refraction and/or diffraction.
15. Security document according to Claim 10 to 14, characterized in that the decorative layer (16) - starting from the support film (15) - comprises a base
lacquer layer (19) which is provided in some areas on its surface remote from the
support film (15) with the diffraction structure (20, 21) serving as security feature
(12, 13), a reflective layer (22), at least in the region of the diffraction structure
(20, 21), and a transparent protective lacquer layer (23), at least in the region
of the aperture (4).
16. Security document according to one of Claims 8 to 13, characterized in that the covering film (5) is fastened to the substrate (2) in such a way that its decorative
layer (16) points towards the surface (6) of the paper substrate (2).
17. Security document according to one of Claims 8 to 14, characterized in that the decorative layer (16) bears, on the side opposite the support film (15), a layer
of a curable adhesive.
18. Security document according to one of the preceding claims, characterized in that the substrate (2) has, in the region serving for fastening the covering film (5),
an application of adhesive.
1. Document fiduciaire (1) avec au moins un élément de sécurité, le document fiduciaire
(1) présentant au moins un percement (4) du type fenêtre prévu dans un support (2)
et fermé au moyen d'une feuille translucide de recouvrement (5) dépassant du percement
(4) de toutes côtés et fixée sur un surface (6) du support (2) sur toute la surface,
caractérisé en ce que le percement est généré ultérieurement dans le support (2) achevé servant à la fabrication
du document fiduciaire et est fermé au moyen d'une feuille de recouvrement (5) complètement
transparente au moins par endroits, qui est disposée dans une cavité (8), incluant
le percement (4) du type fenêtre, de la surface du support (6).
2. Document fiduciaire selon la revendication 1, caractérisé en ce que le support (2) du document fiduciaire (1) est comprimé pour former la cavité (8).
3. Document fiduciaire selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que le percement (4) est généré au moyen d'une opération de poinçonnage ou de découpage.
4. Document fiduciaire selon l'une quelconque des revendications 2 et 3, caractérisé en ce que le percement (4) est généré conjointement avec la cavité (8) en une seule opération.
5. Document fiduciaire selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que la feuille de recouvrement (5) s'étend en travers de toute la largeur ou de toute
la longueur du support (2).
6. Document fiduciaire selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que la feuille de recouvrement (5) est appliquée par pression sur le support (2) en formant
en même temps la cavité (8).
7. Document fiduciaire selon les revendications 5 et 6, caractérisé en ce que la feuille de recouvrement (5) est appliquée par laminage sur le support (2) dans
un procédé de déroulement.
8. Document fiduciaire selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que, au moins sur une face (6) du support (2), la feuille de recouvrement (5) et au moins
la zone superficielle consécutive du document fiduciaire (1) sont sur imprimées avec
un modèle (14) continu.
9. Document fiduciaire selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que la feuille de recouvrement (5) porte une couche (primaire) d'agent adhésif (17) au
moins sur sa face libre et non fixée sur le support (2).
10. Document fiduciaire selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que la feuille de recouvrement (5) est une feuille à laminer qui comprend un film support
(15) complètement transparent et une couche décorative (16) adhérente sur ce film,
la couche décorative (16) étant également complètement transparente au moins dans
une zone partielle du percement (4).
11. Document fiduciaire selon la revendication 10, caractérisé en ce que la couche décorative (16) comprend au moins une couche de laque (19, 23, 25).
12. Document fiduciaire selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que la feuille de recouvrement (5) est dotée d'au moins une caractéristique de sécurité
(12, 13) basée de préférence sur des effets optiques et qu' une zone partielle de
la zone superficielle du percement (4) est laissée complètement transparente.
13. Document fiduciaire selon la revendication 12, caractérisé en ce que la au moins une caractéristique de sécurité (12) est disposée dans la zone superficielle
du percement (4).
14. Document fiduciaire selon la revendication 12 ou 13, caractérisé en ce qu'au moins une caractéristique de sécurité (12, 13) est formée par une structure de
diffraction efficace au niveau de l'optique de réfraction et/ou de l'optique de diffraction
et/ou par un dispositif à couche mince.
15. Document fiduciaire selon les revendications 10 à 14, caractérisé en ce que la couche décorative (16) comprend, en partant du film support (15), une couche de
laque de base (19) pourvue par endroits sur sa surface éloignée du film support (15),
de la structure de diffraction (20, 21) servant de caractéristique de sécurité (12,
13), une couche (22) réfléchissante au moins dans la zone de la structure de diffraction
(20, 21) et une couche transparente de laque protectrice (23) au moins dans la zone
du percement (4).
16. Document fiduciaire selon l'une quelconque des revendications 8 à 13, caractérisé en ce que la feuille de recouvrement (5) est fixée sur le support (2) de telle façon que sa
couche décorative (16) est dirigée vers la surface (6) du support papier (2).
17. Document fiduciaire selon l'une quelconque des revendications 8 à 14, caractérisé en ce que la couche décorative (16) porte une couche d'une colle durcissable sur la face opposée
au film support (15).
18. Document fiduciaire selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que le support (2) présente une application de colle dans la zone servant à la fixation
de la feuille de recouvrement (5).