[0001] Die Erfindung betrifft ein Uhren-Armband gemäss dem Oberbegriff des Anspruchs 1 sowie
ein Verfahren zur Herstellung eines solchen Uhren-Armbandes gemäss dem Oberbegriff
des Anspruchs 7.
[0002] Ein Uhren-Armband der eingangs genannten Art ist aus der EP 0 283 883 B1 bekannt.
Bei diesem bekannten Uhren-Armband besteht der flexible Kern aus einem einzigen Werkstoff
oder aus einer Kombination mehrerer Werkstoffe. Vorzugsweise besteht der Kern aus
Silikon und einer in Längsrichtung verlaufenden Verstärkung. Bei dieser Verstärkung
handelt es sich vorzugsweise um eine dünne Stahlfolie, die in den Kern aus Silikon
eingeschlossen ist. Die einzelnen Dekor-Elemente dieses bekannten Uhren-Armbandes
bestehen jeweils aus einem unteren und einem oberen Element, die aus elastischem Werkstoff
hergestellt und miteinander verrastet sind. Die oberen und die unteren Elemente sind
dabei derartig geformt, dass sie jeweils zu einem Dekorelement zusammengebaut, d.h.
verrastet, oder auseinandergenommen werden können. Der Zusammenbau dieser Dekorelemente
aus jeweils einem oberen und einem unteren Element bedeutet jedoch einen nicht zu
vernachlässigenden Aufwand. Desgleichen ist insbesondere nach einer langen Anwendungsdauer
eines solchen Armbandes nicht zuverlässig ausschliessbar, dass ein oberes und ein
unteres Element eines Dekorelementes voneinander ungewollt getrennt werden und verloren
gehen.
[0003] Ein Phantasie-Artikel, bei dem es sich beispielsweise um einen Uhren-Armband handeln
kann, ist aus der EP 0 198 279 B1 bekannt. Dieses bekannte Band weist einen aus einem
thermoplastischen Kunststoff bestehenden Kern sowie Dekorelemente auf, die den Kern
auf einem Teil seiner Länge umgeben. Jedes der Dekorelemente besteht aus einem zweiten
thermoplastischen Kunststoff und ist mit dem Kern fest verbunden. Dabei kann die feste
Verbindung zwischen Kern und Dekorelement durch Adhäsion der beiden Kunststoffe realisiert
sein, es ist jedoch auch möglich, dass der Kern integral mit Vorsprüngen ausgebildet
ist, die in Ausnehmungen einrasten, welche in den Dekorelementen ausgebildet sind.
Bei diesem bekannten bandartigen Phantasie-Artikel sind die Dekorelemente am Kern
unverlierbar angeordnet, die mechanische Festigkeit bzw. das Dauerstanzverhalten des
bandartigen Phantasieartikels ist jedoch einzig und allein von der Materialauswahl
für den thermoplastischen Kunststoff des Kerns abhängig.
[0004] Ein Armband aus einem flexiblen Flächengebilde ist in der DE 86 02996 U1 offenbart.
Bei diesem bekannten Armband ist das flexible Flächengebilde auf der dem Arm zugewandten
Innenseite mit einem nichtflexiblen, vergleichsweise harten Flächengebilde unterlegt,
dessen Ränder derartig gebördelt sind, dass sie die Ränder des flexiblen Flächengebildes
ein- bzw. umschliessen.
[0005] Aus der EP 0 570 638 A1 ist ein dehnbares Gliederarmband für eine Armband-Uhr bekannt.
Dort wird vorgeschlagen, jedes Glied aussenseitig mit einem Dekorationselement aus
Kunststoffmaterial zu versehen.
[0006] Die FR 2 199 955 beschreibt ein Uhren-Armband mit einem flexiblen Kern und mit am
flexiblen Kern angeordneten Dekorelementen, die - ähnlich wie die eingangs genannten
Dekorelemente gemäss EP 0 283 883 B1 - zweiteilig ausgebildet sind, d.h. ein oberes
und ein unteres Element aufweisen, die jeweils zu einer Einheit zusammengesetzt werden.
Der Montage- bzw. Herstellungsaufwand des zuletzt genannten Uhren-Armbands entspricht
folglich dem des eingangs genannten Uhren-Armbands gemäss EP 0 283 883 B1.
[0007] Aus der EP 0 167 891 B1 ist ein Uhren-Armband mit einer Vielzahl von gelenkig miteinander
verbundenen Elementen bekannt, welche die Glieder des Armbandes bilden. Die besagten
Glieder greifen direkt ineinander und sind mittels zweier biegsamer, nichtdehnbarer
Bänder zusammengehalten. Diese beiden Bänder erstrecken sich durch Öffnungen, die
in jedem der Glieder beidseits der Längsachse des Uhren-Armbands angeordnet sind.
Bei diesem bekannten Uhren-Armband ist es also erforderlich, zwei Bänder durch die
beiden Öffnungen in den Gliedern durchzufädeln. Ausserdem liegen hier die einzelnen
Glieder direkt und unmittelbar aneinander an, so dass eine Abnutzung der Glieder insbesondere
nach einer langen Lebensdauer des Uhren-Armbands nicht vermeidbar ist.
[0008] Aus der DE 85 34 115 U1 ist ein Uhren-Armband bekannt, das ähnlich wie das zuletzt
genannte Uhren-Armband gemäss EP 0 167 891 B1 Armband-Glieder mit seitlichen Durchtrittslöchern
für zwei Bänder aufweist. Zwischen jeweils zwei benachbarten Armband-Gliedern einer
Gliederart sind Armband-Glieder einer zweiten Gliederart angeordnet, so dass sich
die Armband-Glieder der zweiten Gliederart mit den ersteren Armband-Gliedern abwechseln.
Die ersteren Armband-Glieder sind vorzugsweise blättchenförmig ausgebildet und die
zwischen diesen angeordneten zweiten Armband-Glieder sind walzen- oder kugelförmig
ausgebildet. Das Durchfädeln der beiden seitlichen Bänder sowohl durch die blättchenförmigen
als auch durch die walzen- bzw. kugelförmigen Glieder bedeutet jedoch einen erheblichen
Herstellungsaufwand.
[0009] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Uhren-Armband und ein Verfahren zu
seiner Herstellung zu schaffen, wobei es herstellungstechnisch vergleichsweise einfach
möglich ist, ein kostengünstiges Uhren-Armband mit dekorativem Äusseren zu realisieren.
[0010] Diese Aufgabe wird gegenständlich mit den Merkmalen des Anspruchs 1 bzw. verfahrensgemäss
mit den Merkmalen des Anspruchs 7 gelöst. Bevorzugte Aus- bzw. Weiterbildungen des
erfindungsgemässen Uhren-Armbands sind in den Ansprüchen 2 bis 6 und Weiterbildungen
des erfindungsgemässen Verfahrens sind in den Ansprüchen 8 und 9 gekennzeichnet.
[0011] Erfindungsgemäß ergibt sich der Vorteil einer vergleichsweise kostengünstigen Herstellbarkeit
des Uhren-Armbands, wobei die Dekorelemente aus einem Keramik-Material, aus Metall
wie Titan od. dgl. bestehen können. Das erste, also obenliegende, weichelastische
Kernelement besteht vorzugsweise aus Silikon und das zweite, darunterliegende und
vergleichsweise feste, insbesondere möglichst nicht dehnbare aber doch flexible Kernelement
besteht vorzugsweise aus Polyurethan. Auch andere Material-Kombinationen mit diesen
Eigenschaften sind möglich. Dadurch, daß beim erfindungsgemäßen Uhren-Armband nur
ein Kanal für das zweite, vergleichsweise feste, flexible Kernelement vorgesehen ist,
ist der Herstellungsaufwand im Vergleich zu den bekannten Uhren-Armbändern der oben
beschriebenen Art mit zwei seitlichen Bändern zum Zusammenhalten der Armband-Glieder
in vorteilhafter Weise halbiert. Ein weiterer besonderer Vorteil des erfindungsgemäßen
Uhren-Armbandes besteht darin, daß die einzelnen Dekorelemente durch die am zweiten
Kernelement integral ausgebildeten Distanzorgane voneinander definiert beabstandet
sind, so daß Beschädigungen bzw. Abnutzungen der Dekorelemente zuverlässig verhindert
werden. Ein weiterer Vorteil besteht auch darin, daß beim erfindungsgemäßen Uhren-Armband
die einzelnen Dekorelemente einstückig ausgebildet sind, d. h. ein Zusammenbau von
jeweils zwei Teilen zu einem entsprechenden Dekorelement ist nicht erforderlich. Eine
unverlierbare Anordnung der Dekorelemente am Uhren-Armband ergibt sich, wenn die einstückigen
Dekorelemente jeweils mit einem in sich geschlossenen Hülsen-Querschnittsprofil ausgebildet
sind.
[0012] Weitere Einzelheiten, Merkmale und Vorteile ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung
eines in der Zeichnung mehr oder weniger schematisch dargestellten Ausführungsbeispiels
des erfindungsgemäßen Uhren-Armbands
Es zeigen - :
- Figur 1
- eine schematische Darstellung wesentlicher Teile einer Armbanduhr mit Uhren-Armbändern
bzw. wesentlicher Teile derselben;
- Figur 2
- einen Längsschnitt durch ein erstes dehnbares, weiches Kernelement eines Uhren-Armbands
gemäss Figur 1;
- Figur 3
- einen Längsschnitt durch ein zweites, vergleichsweise festes, flexibles Kernelement
eines Armbandes gemäss Figur 1;
- Figur 4
- in einer Seitenansicht ein Befestigungsglied für eine Armband-Schliesse;
- Figur 5
- einen Schnitt entlang der Schnittlinie V-V in Figur 1, d.h. einen Schnitt durch das
erste und das zweite Kernelement im Bereich eines federnden Uhren-Befestigungstiftes;
- Figur 6
- einen Schnitt entlang der Schnittlinie VI-VI in Figur 1, d.h. im Bereich eines Distanzorganes
des ersten Kernelements;
- Figur 7
- einen Schnitt entlang der Schnittlinie VII-VII in Figur 1, d.h. im Bereich eines zwischen
zwei voneinander beabstandeten Distanzorganen spielfrei angeordneten Dekorelements;
- Figur 8
- eine der Figur 7 ähnliche Schnittdarstellung, die sich von der Schnittdarstellung
gemäss Figur 7 insbesondere dadurch unterscheidet, dass das erste Kernelement nicht
mit einem umgekehrt U-förmigen Querschnittsprofil sondern mit einem schlauchförmigen
Querschnitt ausgebildet ist;
- Figur 9
- eine den Figuren 7 bzw. 8 entsprechende Schnittdarstellung zur Verdeutlichung einer
weiteren Ausbildung, die sich von der in Figur 8 angedeuteten Ausführungsform insbesondere
dadurch unterscheidet, dass die Dekorelemente nicht als ringförmig in sich geschlossene
Hülsenkörper sondern als ein ein- bzw. unterseitig offene einstückige, klammerartige
Hülsenkörper ausgebildet sind;
- Figur 10
- eine Draufsicht auf eine Ausbildung eines Dekorelements in Gestalt eines ringförmig
in sich geschlossenen Hülsenkörpers in einem stark vergrösserten Massstab;
- Figur 11
- einen Schnitt entlang der Schnittlinie XI-XI in Figur 10, und
- Figur 12
- einen Querschnitt des Dekorelements entlang der Schnittlinie XII-XII in Figur 10.
[0013] Figur 1 zeigt eine Armband-Uhr 10 mit einem Uhrengehäuse 12 und Armbändern 14 in
einem vergrösserten Massstab, wobei von dem auf der rechten Seite gezeichneten Armband
14 nur die einzelnen voneinander beabstandeten Dekorelemente 16 dargestellt sind,
während das auf der linken Seite geschnitten gezeichnete Armband 14 ausser den Dekorelementen
16 auch das erste dehnbare, weiche Kernelement 18 mit den integral angeformten Distanzorganen
20 sowie einen Kanal 22 für ein zweites, vergleichsweise festes, flexibles Kernelement
24 darstellt.
[0014] Figur 2 zeigt längsgeschnitten das erste, dehnbare, weiche Kernelement 18 mit den
voneinander beabstandeten, mit dem ersten Kernelement integral ausgebildeten Distanzorganen
20. Das erste Kernelement 18 ist mit einem Uhren-Befestigungsendabschnitt 26 und mit
einem davon entfernten zweiten Endabschnitt 28 ausgebildet. Der Uhren-Befestigungsendabschnitt
26 weist eine abgewinkelte Lasche 30 mit einem Loch 32 auf. Der lichte Querschnitt
des Loches 32 der Lasche 30 am Uhren-Befestigungsendabschnitt 26 des ersten Kernelements
18 ist an den Querschnitt eines Ansatzes 34 des Uhren-Befestigungsendabschnitts 36
des zweiten, vergleichsweise festen, flexiblen Kernelements 24 (sh. Figur 3) angepasst.
Der zuletzt genannte Uhren-Befestigungsendabschnitt 36 des zweiten Kernelements 24
ist mit einem querverlaufenden Durchgangsloch 38 ausgebildet, das zur Aufnahme und
Festlegung eines federnden Uhren-Befestigungsstiftes 40 (sh. Figur 1) vorgesehen ist.
[0015] Das zweite, vergleichsweise feste und flexible Kernelement 24 ist an seinem vom Uhren-Befestigungsendabschnitt
36 entfernten zweiten Endabschnitt 42 mit einer Anzahl voneinander beanstandeter Querrinnen
44 ausgebildet, wie aus Figur 3 ersichtlich ist. Die jeweilige endseitig letzte Querrinne
44 dient zur Aufnahme eines federnden Schliessen-Befestigungsstiftes 46 (sh. Figur
1), der an einem Schliessen-Befestigungselement 48 festgelegt ist, wie es in Figur
4 in einer Seitenansicht gezeichnet ist. Bei der in der Zeichnung nicht dargestellten
Schliesse kann es sich beispielsweise um eine sogenannte Faltschliesse handeln.
[0016] Figur 5 zeigt in einem weiter vergrösserten Massstab die Befestigungsstege 50 des
Uhrengehäuses 12 (sh. auch Figur 1) sowie den sich zwischen den beiden Befestigungsstegen
50 erstreckenden federnden Uhren-Befestigungsstift 40, der sich durch das am Uhren-Befestigungsabschnitt
36 quer verlaufende Durchgangsloch 38 im zweiten, vergleichsweise festen, flexiblen
Kernelement 24 und durch entsprechende Stellen 52 des ersten, dehnbaren, weichen Kernelements
18 hindurch erstreckt. Der Schnitt gemäss Figur 5 verläuft durch ein Distanzorgan
20 des ersten Kernelements 18, wobei aus Figur 5 nicht nur der umgekehrt U-förmige
Querschnitt des ersten Kernelements zu erkennen ist, sondern ausserdem auch die konvex
ausgewölbte Aussenoberfläche 54 des entsprechenden integralen Distanzorgans 20 des
ersten Kernelements 18.
[0017] Figur 6 verdeutlicht ähnlich wie die Figur 5 das erste, dehnbare, weiche Kernelement
18 mit seinem umgekehrt U-förmigen Querschnitt, wobei der Schnitt gemäss Figur 6 ebenfalls
durch eines der Distanzorgane 20 des ersten Kernelements 18 verläuft. Durch das erste
Kernelement 18 umgekehrten U-förmigen Querschnitts wird ein Kanal 22 festgelegt, in
welchem das zweite, vergleichsweise feste, flexible Kernelement 24 angeordnet wird.
Mit der Bezugsziffer 54 ist auch in Figur 6 die konvex ausgewöblte Aussen-Oberfläche
des entsprechenden Distanzorgans 20 bezeichnet. Die einzelnen Distanzorgane 20 stehen
entsprechend den Querschnittsabmessungen der Dekorelemente 16 nicht nur oberseitig
sondern auch auf den beiden voneinander abgewandten Seiten über das U-förmige erste
Kernelement 18 über.
[0018] Figur 7 zeigt einen Schnitt durch das einen umgekehrt U-förmigen Querschnitt aufweisende
erste, dehnbare, weiche Kernelement 18, durch ein Dekorelement 16 und durch das zweite,
vergleichsweise feste, flexible Kernelement 24, das in dem Kanal 22 angeordnet ist,
der durch das erste Kernelement 18 und die voneinander beabstandeten Dekorelemente
16 bestimmt ist. Die einzelnen Dekorelemente 16 sind mit einer konvex ausgewölbten
Aussenoberfläche 56 ausgebildet, die formmässig an die Aussenoberfläche 54 der Distanzorgane
20 des ersten Kernelements 18 angepasst ist.
[0019] Figur 8 zeigt in einer der Figur 7 ähnlichen Schnittdarstellung eine Ausführungsform
des ersten dehnbaren, weichen Kernelements 18, das im Unterschied zu dem in Figur
7 gezeichneten umgekehrt U-förmigen Querschnitt mit einem schlauchförmigen Querschnitt
ausgebildet ist, durch den ein Kanal 22 für das zweite, vergleichsweise feste, flexible
Kernelement 24 festgelegt ist. Mit der Bezugsziffer 16 ist auch in Figur 8 das entsprechende
Dekorelement bezeichnet, das mit einer konvex ausgewölbten Aussenoberfläche 56 ausgebildet
ist.
[0020] Während in den Figuren 7 und 8 ein Dekorelement 16 geschnitten dargestellt ist, das
einen in sich geschlossenen viereckig rechteckförmigen Hülsen-Querschnitt besitzt,
zeigt die Figur 9 ein Dekorelement 16 mit einem unterseitig offenen viereckig rechteckförmigen
Klammer-Querschnitt. Das erste Kernelement 18 ist hierbei unterseitig mit einer entsprechend
gestalteten, in Längsrichtung verlaufenden Längserhebung 58 ausgebildet, so dass sich
entlang des gesamten Uhren-Armbands 14 eine ebenflächige Unterseite 60 ergibt. Während
die in sich geschlossenen Dekorelemente 16 in Gestalt einstückiger Hülsenkörper auf
das erste Kernelement 18 - vorzugsweise im gedehnten und somit querschnittsreduzierten
Zustand desselben - vom Uhren-Befestigungsendabschnitt 26 oder vom zweiten Endabschnitt
28 her auf das erste Kernelement 18 nach Art der Perlen einer Perlenkette aufgeschoben
werden können, ist es möglich, die Dekorelemente 16 gemäss Figur 9 entweder auf die
zuletzt beschriebene Art und Weise auf das erste Kernelement 18 in dessen Längsrichtung
aufzuschieben oder gleich von der Seite her auf das erste Kernelement aufzustecken.
Nach der Anordnung der einzelnen Dekorelemente 16 an den Aufnahmeabschnitten 61 zwischen
benachbarten Distanzorganen 20 (sh. Figur 2) wird die Dehnung des ersten dehnbaren,
weichen Kernelements 18 wieder aufgehoben, wodurch die Dekorelemente 16 zwischen den
Distanzorganen 20 am ersten Kernelement 18 genau definiert festgelegt sind. Anschliessend
wird dann in den Kanal 22 des Zwischengebildes aus dem ersten Kernelement 18 und den
daran angeordneten Dekorelementen 16 das zweite, vergleichsweise feste, flexible Kernelement
24 eingebracht. Danach wird durch das Durchgangsloch 38 am Uhren-Befestigungsendabschnitt
36 des zweiten Kernelements 24 ein federnder Uhren-Befestigungsstift 40 eingesteckt,
um das entsprechende Uhren-Armband 14 am Uhren-Gehäuse 12 festlegen zu können. Entsprechend
kann nach passender Ablängung des Armbandes 14 in die endseitig letzte Querrinne 44
ein federndes Schliessen-Befestigungselement 48 eingebracht werden, mit welchem ein
Schliessen-Befestigungselement 48 einer Schliesse am entsprechenden Armband 14 fixiert
wird.
[0021] Figur 10 zeigt in einer Ansicht von oben in einem stark vergrösserten Massstab ein
Dekorelement 16, das nicht nur mit einer teilzylindrisch konvex ausgewölbten Aussenoberfläche
56 sondern ausserdem mit einer konvex ausgewölbten Stirnfläche 62 und mit einer konkav
eingezogenen Stirnfläche 64 ausgebildet ist. Entsprechend sind die Distanzorgane 20
des ersten Kernelements 18 mit einer konkav eingezogenen und mit einer konvex ausgewölbten
Stirnfläche 66 bzw. 68 (sh. Figur 2) ausgebildet.
[0022] Gleiche Einzelheiten sind in den Figuren 1 bis 12 jeweils mit denselben Bezugsziffern
bezeichnet, so dass es sich erübrigt, in Verbindung mit allen diesen Figuren alle
Einzelheiten jeweils detailiert zu beschreiben.
1. Uhren-Armband mit einem flexiblen Kern, der einstückig mit voneinander beabstandeten
Distanzorganen (20) ausgebildet ist, durch welche am Kern Aufnahmeabschnitte (61)
für Dekorelemente (16) festgelegt sind, und mit an den Aufnahmeabschnitten (61) des
Kerns angeordneten Distanzelementen,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Kern ein erstes dehnbares, weichelastisches Kernelement (18) mit einem Kanal
(22) für ein zweites, wenig dehnbares aber doch flexibles Kernelement (24) aufweist,
wobei Distanzorgane (20) integral am ersten Kernelement (18) ausgebildet sind, und
daß die Dekorelemente (16) als einstückige Hülsenkörper ausgebildet sind.
2. Uhren-Armband nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass das erste Kernelement (18) einen U-förmigen Querschnitt zum Festlegen des Kanals
(22) für das zweite Kernelement (24) aufweist, wobei die Querschnittsfläche des Kanals
(22) der Querschnittsfläche des zweiten Kernelements (24) entspricht.
3. Uhren-Armband nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass das erste Kernelement (18) einen schlauchförmigen Querschnitt zur Festlegung
des Kanals (22) für das zweite Kernelement (24) aufweist, wobei die Querschnittsfläche
des Kanals (22) der Querschnittsfläche des zweiten Kernelements (24) entspricht.
4. Uhren-Armband nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass das zweite Kernelement (24) am Uhren-Befestigungsendabschnitt (36) mit einem
querverlaufenden Durchgangsloch (38) für einen federnden Uhren-Befestigungsstift (40)
ausgebildet ist.
5. Uhren-Armband nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass das zweite Kernelement (24) an seinem vom Uhren-Befestigungsendabschnitt (26)
entfernten zweiten Endabschnitt (28) mit einer Anzahl voneinander beabstandeter Querrinnen
(44) ausgebildet ist, die zur Aufnahme eines federnden Schliessen-Befestigungsstiftes
(46) vorgesehen sind.
6. Uhren-Armband nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass jedes Dekorelement (16) eine konvex ausgewölbte Aussenoberfläche (56) sowie eine
konvex ausgewölbte Stirnfläche (62) und eine konkav eingezogene Stirnfläche (64) aufweist,
und dass die am ersten Kernelement (18) integral ausgebildeten Distanzorgane (20)
jeweils eine an die Aussenoberfläche (56) und die Stirnflächen (62, 64) eines Dekorelements
(16) angepasste Aussenoberfläche (54) und Stirnflächen (66, 68) aufweisen.
7. Verfahren zur Herstellung eines Uhren-Armbands nach einem der Ansprüche 1 bis 6 mit
einem flexiblen Kern, der einstückig mit voneinander beabstandeten Distanzorganen
(20) ausgebildet ist, durch welche am Kern Aufnahmeabschnitte (61) bestimmt sind,
an welchen Dekorelemente (16) festgelegt werden,
dadurch gekennzeichnet,
dass ein Kern mit einem integral mit den Distanzorganen (20) ausgebildeten ersten
dehnbaren, weichen Kernelement (18) und mit einem zweiten, vergleichsweise festen,
flexiblen Kernelement (24) verwendet wird, und dass als einstückige Hülsenkörper ausgebildete
Dekorelemente (16) verwendet werden, wobei zuerst die Dekorelemente (16) am ersten
Kernelement (18) an den voneinander durch die Distanzorgane (20) beabstandeten Aufnahmeabschnitten
(61) angeordnet werden, wonach dann in einen Kanal (22) des Zwischengebildes aus dem
ersten Kernelement (18) und den daran angeordneten Dekorelementen (16) das zweite
Kernelement (24) eingebracht wird.
8. Verfahren nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet,
dass das erste Kernelement (18) gedehnt wird, wonach dann die Dekorelemente (16) im
gedehnten Zustand des ersten Kernelements (18) an den Aufnahmeabschnitten (61) desselben
angeordnet werden.
9. Verfahren nach Anspruch 7 und 8,
dadurch gekennzeichnet,
dass das zweite Kernelement (24) in dem Kanal (22) des Zwischengebildes aus dem ersten
Kernelement (18) und den daran angeordneten Dekorelementen (16) eingeschoben wird,
nachdem die Dehnung des ersten Kernelements (18) aufgehoben worden ist.