| (19) |
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(11) |
EP 0 724 057 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
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08.10.1997 Patentblatt 1997/41 |
| (22) |
Anmeldetag: 10.11.1995 |
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| (54) |
Drehhandhabe
Pivoting handle
Poignée rotative
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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BE DE LU NL |
| (30) |
Priorität: |
27.01.1995 DE 29501310 U
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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31.07.1996 Patentblatt 1996/31 |
| (73) |
Patentinhaber: HOPPE AG |
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D-35260 Stadtallendorf (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- Nowatzki, Günther
D-35282 Rauschenberg-Ernsthausen (DE)
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| (74) |
Vertreter: Olbricht, Karl Heinrich, Dipl.-Phys. |
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Patentanwalt Karl Olbricht,
Postfach 11 43,
Am Weinberg 15 35095 Weimar/Lahn 35095 Weimar/Lahn (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
DE-B- 1 064 380 GB-A- 1 563 806 GB-A- 2 177 150
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GB-A- 1 537 251 GB-A- 2 159 398 NL-A- 8 800 104
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Drehhandhabe gemäß dem Oberbegriff von Anspruch
1.
[0002] Namentlich für Drehflügel- und Schwingflügelfenster benutzt man einen Verschlußriegel,
der in ein Schließblech bzw. in ein Schließteil am Fensterrahmen eingreift. Oberhalb
des Riegels befindet sich am Griff ein seitlicher Ansatz, der als Nase am Schließteil
eine wenig geöffnete Stellung erlaubt, die eine begrenzte Lüftung ermöglicht. Im allgemeinen
sind die Griffe etwas schräg zu dem länglichen Anschraubkasten angeordnet, um eine
bessere Zugänglichkeit am Fensterrahmen zu erzielen.
[0003] Je nach Öffnungsrichtung benötigt man linke und rechte Griff-Ausführungen. Ferner
gibt es zur Sicherung von geschlossenen Fenstern, vor allem gegen unbefugtes Öffnen,
abschließ- oder verriegelbare Fenstergriffe. Sie haben einen drehbar in einem Anschlagkörper
gelagerten Griff, der drehfest mit einem Betätigungs-Vierkant oder einem schwenkbaren
Schließriegel verbunden ist. In Schließstellung verhindert ein federnd gelagertes
Rastelement oder eine Schließvorrichtung, z. B. ein Schließzylinder, das Verdrehen
des Fenstergriffes in die Öffnungsstellung. Erst nach Betätigung des Rastelements
bzw. des Schließzylinders ist ein Öffnen des Fensters möglich.
[0004] Ein Beispiel einer solchen Drehhandhabe ist aus DE-U-8 432 060 bekannt. Danach durchsetzt
ein mit einer stufenförmigen Hals-Ausnehmung versehener Fenstergriff mit einem Halsansatz
eine Anschlagplatte, die an ihrer Oberseite wenigstens eine Bohrung aufweist. In der
Hals-Ausnehmung ist eine Hülse festgelegt, in der ein Schließbolzen axialverschieblich
gelagert ist. Er besitzt an seinem oberen Ende einen Ziehknopf und wird von einer
Druckfeder nach unten belastet, die sich an der Hülse abstützt, so daß in verriegelter
Stellung das untere Bolzen-Ende durch die Kraft der Feder ausgefahren ist und in eine
der Bohrungen der Anschlagplatte eingreift. Ein Verdrehen des Fenstergriffs ist dann
nicht möglich. Zum Entriegeln wird der Bolzen durch axiales Ziehen am Ziehknopf angehoben
und gegebenenfalls in einer oberen Raststellung arretiert. Selbst in der Riegelstellung
des Bolzens muß der Ziehknopf von der Oberseite des Griffs in ausreichendem Maße abstehen,
um überhaupt einen Zugriff zu gewährleisten. Dies kann unter Umständen die Handhabung
beeinträchtigen, insbesondere dann, wenn der Knopf sehr klein ausgebildet ist.
[0005] Die EP-A-0 241 245 beschreibt eine Drehhandhabe mit einem drehbar an einer Montageplatte
gelagerten Schaftkörper, an dem ein versetzt angeordneter Betätigungsgriff angreift.
In dem Schaft ist in einer Ausnehmung ein federbelasteter Kolben axialverschieblich
geführt. Dessen oberes Ende ragt als Druckknopf aus der Oberfläche des Schaftes hervor,
während das untere Ende eine Nase hat, die über einer Bohrung in einer unter dem Schaft
angebrachten Bodenplatte sitzt. In geöffneter Stellung ist die Druckfeder entspannt
und das Nasen-Ende des Bolzens schließt bündig mit der Bodenplatte ab. Diese hat eine
Bohrung, aus der in geöffneter Stellung ein abgeschrägter Riegel oder Bolzen entgegen
dem Druck einer Feder vorsteht. Dreht man den Betätigungsgriff in Schließrichtung,
so gleitet der Schaft über den Riegel und drückt ihn in seine Bohrung zurück, bis
in der Endstellung des Schafts die Bohrung der Bodenplatte über dem Riegel zu liegen
kommt. Er schiebt unter der Kraft seiner Feder die Nase des Kolbens zurück und greift
in die Bohrung ein, so daß die Handhabe verriegelt ist. Zum Öffnen wird der Kolben
an seinem oberen Ende niedergedrückt, wodurch der Riegel aus der Bodenplatten-Bohrung
ausgehoben wird und der Griff verschwenkt werden kann. Auch hier besteht das Problem,
daß der Kolben von der Schaftoberseite absteht. Zudem ist die Konstruktion relativ
aufwendig, da zwei federbelastete Riegelelemente notwendig sind.
[0006] Eine Handhabe gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1 geht aus NL-A-8 800 104 hervor.
Der darin beschriebene Fenster- und Türschließer hat einen in seiner Drehachse eben
abgewinkelten, in einer Rosette drehbar gelagerten Handgriff, der drehfest mit einem
seitlich der Rosette ausschwenkbaren Schließriegel verbunden ist. Neben dem Handgriff
ist eine Hülse, in der ein federbelasteter Bolzen mit einem Druckknopf axial gelagert
ist, wobei das untere Ende des Bolzens durch die Rosette hindurchgreift und auf ihrer
Innenseite eine im wesentlichen rechteckige Riegelplatte trägt. Sowohl im geöffneter
als auch in geschlossener Stellung liegt die Riegelplatte an der Innenfläche der Rosette
an und verhindert aufgrund ihrer Abmessungen ein Verschwenken des Schließriegels.
Erst wenn der Bolzen entgegen der Federbelastung über den Druckknopf niedergedrückt
wird, gibt die Riegelplatte den Schwenkriegel frei, so daß der Handgriff verschwenkt
werden kann. Diese Anordnung ist aufgrund des freistehenden Bolzens nicht immer verwendbar
und im praktischen Gebrauch ungünstig. Insbesondere wird sie hohen ästhetischen Ansprüchen
an die Gestaltung von Fenster- und Türbeschlägen nicht gerecht, die zumeist ein einheitliches
geschlossenes Design erfordern. Eine ähnliche gattungsgemäße Handhabe mit einer eine
Führungsbuchse für den Griffhals aufnehmenden Rosette geht aus GB-A-1653806 hervor.
[0007] Daher besteht Bedarf an Verbesserungen. Es ist das Ziel der Erfindung, eine Drehhandhabe
zu entwickeln, die mit geringem Aufwand eine sichere und zuverlässige Verriegelbarkeit
gewährleistet. Angestrebt wird ferner, die Verriegelungselemente in ästhetisch ansprechender
Weise ohne Beeinträchtigung der Betriebszuverlässigkeit der äußeren Form der Drehhandhabe
anpassen zu können. Nach Bedarf sollen unterschiedliche Sicherungsmittel ohne grundsätzliche
Änderungen der Basis-Konstruktion einsetzbar sein.
[0008] Diese Aufgabe wird durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst. Ausgestaltungen sind
Gegenstand der Ansprüche 2 bis 20.
[0009] Bei einer Drehhandhabe, insbesondere Tür- oder Fenstergriff mit einem Griffkopf,
dessen Hals an einer etwa kästchen- oder kappenförmigen Rosette axialfest und drehbar
gelagert ist, die an einer Anschraubfläche z.B. eines Fensterrahmens befestigbar ist
und mittig eine Führungsbuchse für den Griffhals bildet oder aufnimmt, welcher im
Inneren der Rosette mit einem Riegel drehfest verbunden ist, der einen seitlich ausschwenkbaren
Arm hat wobei der Riegel in verriegelter Stellung der Handhabe seitlich über den Rosettenkörper
vorsteht, sieht die Erfindung gemäß dem kennzeichnenden Teil von Anspruch 1 vor, daß
in der Rosette ein sich an der Anschraubfläche abstützender Trägerkörper anliegt,
der seinerseits eine Anlagefläche für den Riegel sowie eine Bohrung für die Führungsbuchse
aufweist. Dieser Aufbau ist ebenso einfach wie robust. Wichtig ist, daß der Trägerkörper
die Rosette stabil unterstützt, so daß die bei herkömmlichen Beschlägen möglichen
Verformungen nicht auftreten können. Die Bauteile können raumsparend gestaltet werden
und gewährleisten leichte Montage sowie dauerhaft zuverlässige Benutzbarkeit.
[0010] Nach Anspruch 2 ist der Trägerkörper als im wesentlichen rechteckige, an den Schmalseiten
abgekantete Stahlplatte ausgebildet, die an einer Längsseite einen Anschlagwinkel
für eine Riegel-Seitenfläche hat. Dieser Anschlagwinkel bewirkt zugleich eine wesentliche
Versteifung des Aufbaues und entlastet die Rosettenkappe, welche bei herkömmlichen
Konstruktionen die entsprechende Anschlagfunktion an einer Längswand übernehmen mußte.
[0011] Die Verbindung von Griffhals und Riegel erfolgt gemäß Anspruch 3 unter Zwischenlage
des Trägerkörpers durch eine Verbördelung oder Verschraubung in Axialrichtung und
durch eine Formschluß-Mitnahme in Drehrichtung. Man erkennt, daß dies eine einfache
Montage und dank hoher Festigkeit eine dauerhafte Gebrauchstüchtigkeit sichert.
[0012] Während der Griffhals in an sich bekannter Weise den Riegel durchragen und an ihm
verbördelt sein kann, sieht die Erfindung laut Anspruch 4 alternativ vor, daß der
Riegel mit einem insbesondere schwach konisch gestalteten Profilteil starr verbunden
oder einstückig ist, das formschlüssig in eine gegengleiche Profilausnehmung des Griffhalses
eingreift. Diese Ausführung eignet sich besonders für eine Schraubverbindung, die
große Zug- und Druckkräfte bzw. -momente zuverlässig aufnimmt.
[0013] Nach Anspruch 5 weist die Rosette und/oder der Trägerkörper namentlich schmalseitig
angeordnete Schraublöcher auf, so daß beide Bauteile zusammen an der Anschraubfläche
befestigbar sind. Es ist jedoch auch möglich und erfindungsgemäß vorgesehen, nur den
Trägerkörper anzuschrauben und die Rosette aufzuclipsen, die in solchem Falle als
dekoratives Bauelement die Schraubbefestigung abdeckt.
[0014] Bei einer Handhabe mit einer bevorzugt halsparallelen Ausnehmung im Griffkopf zur
Aufnahme einer Arretier-Einrichtung, die zur Ver- bzw. Entriegelung der Handhabe einen
in die Rosette vorschiebbaren bzw. aus ihr zurückziehbaren Schließbolzen aufweist,
ist gemäß Anspruch 6 ferner vorgesehen, daß der Trägerkörper zur Aufnahme des Schließbolzen-Endes
neben der Führungsbohrung eine Öffnung mit einem Bereich hat, der wenigstens ungefähr
mit der Seitenfläche des Riegels fluchtet, wenn dieser in seine Schließstellung ausgeschwenkt
ist. Das Schließbolzen-Ende durchdringt außer der Rosette also auch den Trägerkörper
an derart gewählter Stelle, daß der Riegel in seiner Schließstellung mit einer Seitenfläche
an dem Schließbolzen anliegt, so daß der Griff nicht ohne vorherige Entriegelung betätigbar
ist.
[0015] Sogenannte Kindersicherungen besitzen einen Schließbolzen, der durch eine Feder zur
Schließstellung hin belastet wird. Bei einer damit ausgestatteten Handhabe sieht die
Erfindung gemäß Anspruch 7 vor, daß der Schließbolzen im Griffkopf in einem Buchsenkörper
geführt ist, an dem sich ein mit dem Schließbolzen-Oberteil gelenkig und/oder flexibel
verbundenes Betätigungsorgan abstütz. Die gelenkige bzw. flexible Verbindung erlaubt
es dabei, daß die Bewegungsrichtung des Schließbolzens von jener des Betätigungsorgans
abweicht, wodurch ein erheblicher Platzgewinn erzielt werden kann. Besonders vorteilhaft
ist es, wenn laut Anspruch 8 das Betätigungsorgan als parallel zur Griff-Außenfläche
verstellbarer Schieber mit einem biegsamen Anschlußteil ausgebildet ist, das richtungsveränderlich
an dem Oberteil des Schließbolzens angreift. Die Betätigung des Schiebers in Richtung
des Griff-Hauptteils ist also Voraussetzung dafür, daß der Schließbolzen entgegen
der Kraft seiner Feder etwa parallel zur Achse des Griffhalses zurückgezogen und damit
entriegelt werden kann. Namentlich Kleinkinder und Behinderte werden diese zusätzliche,
anders gerichtete Betätigung nicht ohne weiteres bewältigen können, was zu erhöhter
Sicherheit in einem Raum bzw. Gebäude beiträgt.
[0016] Sehr vorteilhaft ist die Ausgestaltung von Anspruch 9, wonach das Anschlußteil ein
mit dem Schieber einstückiges Kunststoff-Band mit verdicktem Ende ist, das insbesondere
von einer nach außen verengten Queröffnung am Schließbolzen-Oberteil großenteils umschlossen
wird. Das Band wird in erster Linie auf Zug beansprucht und leistet mit denkbar geringem
Aufwand die Umlenkung der Betätigungsrichtung aus der Schließbolzenachse heraus. Die
Formschluß-Verbindung ist sehr einfach gestaltet und weitestgehend verschleißfrei.
[0017] Günstig ist es ferner, wenn das Betätigungsorgan laut Anspruch 10 eine die Außenfläche
des Griffes wenigstens geringfügig überragende Deckfläche hat, was das Anfassen erleichtert.
Zusätzlich kann die Deckfläche gemäß Anspruch 11 zumindest teilweise aufgerauht, namentlich
mit Pfeilstruktur geriffelt und nach außen insbesondere konkav gewölbt sein. Das gewährleistet
eine sichere Betätigung durch den Daumen der zugreifenden Hand.
[0018] Nach Anspruch 12 hat der Buchsenkörper einen das Betätigungsorgan führenden äußeren
Flachteil, der in eine gegengleiche Aussparung des Griffkopfes eingepaßt und darin
vorzugsweise stoffschlüssig befestigt ist. Der Flachteil lädt gegenüber einer Hülse
des Buchsenkörpers in Richtung des Griff-Hauptteils aus und bietet daher dem Schieber
die erforderliche Bewegungsmöglichkeit. Die Einpassung im Griffkopf wird vorzugsweise
durch Einkleben gesichert. Die den Schließbolzen belastende Feder kann ihn laut Anspruch
13 in der Ausnehmung umschließen und sich am unteren Ende des Buchsenkörpers abstützen,
also an dem erwähnten Hülsenteil. Auch diese Maßnahme trägt zu geringer Bauhöhe bei.
[0019] Eine andere Bauform mit einem Schließbolzen, der Bestandteil eines in der halsparallelen
Ausnehmung des Griffkopfes angebrachten Schließzylinders ist, zeichnet sich laut Anspruch
14 dadurch aus, daß der Riegel von einer zusätzlichen inneren Platte gegenüber der
Anschraubfläche abgestützt ist. Dadurch erzielt man eine besonders hohe Belastbarkeit
und entsprechend lange Gebrauchsdauer. Zur Lagesicherung kann die innere Platte gemäß
Anspruch 15 in Aussparungen des Trägerkörpers reichende Laschen sowie Schraublöcher
aufweisen, welche mit jenen des Trägerkörpers fluchten. Vorzugsweise hat die nach
Anspruch 16 aus Stahl bestehende Platte eine zentrische, dem Riegel zugekehrte Abkröpfung
mit einer Bohrung, in der ein am Riegel anliegender Zwischenring sitzt. Sowohl das
Ausmaß der Abkröpfung als auch die Bemessung des Zwischenringes erlauben eine gute
Anpassung an die örtlich gegebenen Montage-Verhältnisse derart, daß der Riegel und
der mit ihm festverbundene Griff eine zuverlässige Abstützung gegenüber der Anschraubfläche
erhalten.
[0020] Die Maßnahmen der Ansprüche 17 bis 19 gewährleisten eine einwandfreie Führung und
damit Verdrehbarkeit des Riegels, der durch eine hochbelastbare Schraubbefestigung
axialfest am Griffkopf anbringbar ist und damit die Handhabe sicher haltert. Dazu
trägt es bei, wenn die Befestigungsschraube laut Anspruch 20 selbstschneidend in einem
vorzugsweise schwach konisch ausgebildeten Sackloch verankerbar ist.
[0021] Weitere Merkmale, Einzelheiten und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus dem Wortlaut
der Ansprüche sowie aus der folgenden Beschreibung von Ausführungsbeispielen anhand
der Zeichnungen. Darin zeigen:
- Fig. 1
- eine auseinandergezogene Seitenansicht, teilweise im Schnitt, von Bestandteilen einer
Drehhandhabe,
- Fig. 2a
- eine Seitenansicht, teilweise im Schnitt
- Fig. 2b
- eine Draufsicht und
- Fig. 2c
- eine Stirnansicht der montierten Handhabe von Fig. 1 in verriegelter Stellung,
- Fig. 3a
- eine Seitenansicht, teilweise im Schnitt
- Fig. 3b
- eine Draufsicht und
- Fig. 3c
- eine Stirnansicht der montierten Handhabe von Fig. 1 in entriegelter Stellung,
- Fig. 4
- eine auseinandergezogene Darstellung von Bestandteilen einer anderen Bauform einer
Handhabe,
- Fig. 5a
- eine Seiten-Schnittansicht,
- Fig. 5b
- eine Draufsicht und
- Fig. 5c
- eine Stirnansicht der montierten Handhabe von Fig. 4 in verriegelter Stellung,
- Fig. 6a
- eine Seiten-Schnittansicht,
- Fig. 6b
- eine Draufsicht und
- Fig. 6c
- eine Stirnansicht der montierten Handhabe von Fig. 4 in entriegelter Stellung,
- Fig. 7
- auseinandergezogene Seiten- bzw. Schnittansichten von Bestandteilen noch einer anderen
Handhaben-Bauform,
- Fig. 8
- auseinandergezogene Druntersichten unter die vormontierten Bestandteile der Handhabe
von Fig. 7,
- Fig. 9a
- eine Seiten-Schnittansicht,
- Fig. 9b
- eine Draufsicht und
- Fig. 9c
- eine Stirnansicht der montierten Handhabe von Fig. 7 in verriegelter Stellung und
- Fig. 10a
- eine Seiten-Schnittansicht,
- Fig. 10b
- eine Draufsicht und
- Fig. 10c
- eine Stirnansicht der montierten Handhabe von Fig. 7 in entriegelter Stellung.
[0022] Die in Fig. 1 allgemein veranschaulichte Handhabe besteht aus einem Griff 10, dessen
Griffkopf 12 sich mit einem Griffhals 14, einer Schulter 16 und einem Vierkant 18
fortsetzt. Der Griff-Hauptteil kann mit (angedeuteten) Fingermulden versehen sein.
Ein Ansatz 15 steht oben einseitig ab (vergl. Fig. 2b, 3b).
[0023] Ein weiterer Bestandteil ist eine Führungsbuchse 24, die in einer Bohrung 22 einer
Rosette 20 zur Anlage kommt, welche allgemein kappenförmig ausgebildet und mit Schraublöchern
21 versehen ist. In die Rosette 20 ist eine Stahlplatte 30 einsetzbar, die ebenfalls
im wesentlichen rechteckig geformt ist und an beiden Schmalseiten Stützwinkel 34 aufweist.
Mittig ist eine Bohrung 32 vorgesehen, deren lichte Weite dem Einsatz-Durchmesser
der flanschartig gestalteten Führungsbuchse 24 entspricht. An der Unterseite hat die
Stahlplatte 30 eine Anlagefläche 35 für einen Riegel 26. Ferner weist sie nahe den
Stützwinkeln 34 jeweils Schraublöcher 31 auf, welche den Schraublöchern 21 der Rosette
20 zugeordnet sind. Außerdem ist an einer Längsseite ein abgekanteter Anschlagwinkel
36 vorhanden, um Endstellungen des Riegels 26 zu begrenzen, der mittels des Griffes
10 schwenkbaren ist. Letzterer hat ein Vierkantloch 28 zur Aufnahme des Vierkants
18 beim Zusammenbau des Beschlages, wobei dessen axialfest/drehbare Verbindung durch
eine Verbördelung 39 (Fig. 2a, 3a) gesichert wird.
[0024] Aufbau und Funktion der montierten Einheit sind aus den Fig. 2a bis 2c und Fig. 3
bis 3c ersichtlich. In der verriegelten Stellung steht der Griff 10 schräg zur Rosette
20 so, daß der Ansatz 15 des Griffes und ein Arm bzw. Wölbteil 27 des Riegels die
Rosette 20 an einer Längsseite überragen (Fig. 2b, 2c). Durch Hochschwenken des Griffes
10 erfolgt die Entriegelung (Fig. 3b, 3c). Man erkennt, daß der Griff 10 zur bequemen
Handhabung eine Daumenauflage 11 im Bereich des Griffkopfes 12 haben kann. Wichtig
ist, daß die Stahl-Unterplatte 30 zusammen mit der Rosette 20 den gesamten Beschlag
an einer (nicht gezeichneten) Anschraubfläche abstütz, wobei die Schraublöcher 21,
31 nahe den Enden des kastenförmigen Gebildes angeordnet sind. Statt eines Lochpaares
wie gezeichnet, können auch nahe den Ecken zwei Lochpaare vorgesehen sein, um noch
größere Festigkeit der Schraubverbindung zu gewährleisten.
[0025] Fig. 4 zeigt in auseinandergezogener Darstellung die Einzelteil einer anderen Handhaben-Bauform,
wobei der Griff 10 mit einer an der Rosette 20 und der Stahlplatte 30 wirksamen Kindersicherung
versehen ist. Ferner befindet sich im Bereich des Griffkopfes 12 parallel zur Achse
des Griffhalses 14 eine zylindrische Ausnehmung 54, an die zur Oberseite des Griffes
10 hin eine ovale Ausnehmung 19 anschließt. Diese Öffnungen dienen zur Aufnahme eines
Buchsenkörpers 45, der im montierten Zustand mit einem Hülsenteil 46 in der Ausnehmung
54 sitzt, während ein Flachteil 55 in die Ausnehmung 19 eingepaßt und darin verklebt
wird.
[0026] Der Hülsenteil 46 hat am unteren Ende einen Führungsring 47 für einen Schließbolzen
40, dessen unteres Ende 41 in eine Loch 23 der Rosette und eine mit ihr fluchtende
Loch 38 der Platte 30 vorschiebbar ist. Eine Druckfeder 48 wird auf dem Schlleßbolzen
durch eine Sicherungsscheibe 49 gehalten, die in eine Ringnut 42 eingesetzt wird.
Am Oberteil 43 des Schließbolzens 40 befindet sich eine nach außen verengte Querbohrung
44, in die ein verdicktes Ende 53 eines Anschlußbandes 52 einführbar ist. Das Band
52 ist einstückig mit einem Schieber 50, der eine aufgerauhte Deckfläche 51 hat.
[0027] Die zusammengebaute Einheit und ihre Funktion sind in den Fig. 5a bis 5c in verriegelter
Stellung sowie in den Fig. 6a bis 6c in entriegelter Stellung ersichtlich. Wie man
insbesondere aus Fig. 5a sieht, drückt die Feder 48 den Schließbolzen 40 mit seinem
Ende 41 in die Löcher 23, 38 der Rosetten-Platten-Einheit 20/30. Ihr gegenüber kann
der Griff 10 daher nicht verschwenkt werden. Bewegt man jedoch den Schieber 50 im
Flachteil 55 des Buchsenkörpers 45 in der Richtung, welche die geriffelte Deckfläche
51 durch eine Pfeilstruktur andeutet, so zieht das Anschlußband 52 über die Formschluß-Verbindung
53/44 den Schließbolzen 40 entgegen der Kraft der Feder 48 nach oben und aus den Löchern
38, 23 heraus (Fig. 6a). Nun kann der Griff 10 in die offene Stellung verschwenkt
werden (Fig. 6b). Wird der Schieber losgelassen, so zieht die Druckfeder 48 ihn und
den Schließbolzen 40 wieder nach unten.
[0028] Die Bestandteile einer abschließbaren Handhabe sind in Fig. 7 dargestellt. Hierbei
ist im Griffkopf 12 parallel zur Achse des Griffhalses 14 ein Schließzylinder 59 eingesetzt,
der mit einem Schlüssel S betätigbar ist, um das untere Ende eines Schließbolzens
40 vor- bzw. zurückzubewegen. Die Rosetten-Platten-Einheit 20/30 nimmt mittig die
Führungsbuchse 24 auf, neben der die Löcher 23, 38 dem Schließbolzen 40/41 zugeordnet
sind.
[0029] Der Riegel 26 hat einen Profilteil 29, der als Vier- oder Mehrkant ausgebildet sein
kann und zum Einpassen in eine gegengleiche Profilausnehmung 56 im Griffhals 14 bestimmt
ist. Die Ausnehmung 56 setzt sich mit einem gleichfalls schwach konisch gestalteten
Sackloch 57 fort. Der Riegel 26 samt Profilteil 29 ist axial von einem Durchgangsloch
25 durchsetzt, das bodenseitig in eine Vertiefung 72 mündet. Letztere ist von einem
Wulst 71 umschlossen, den eine ringförmige Vertiefung 73 umgibt. Diese dient der Aufnahme
eines Zwischenringes 66, welcher in einer Bohrung 62 einer inneren Stahlplatte 60
sitzt, und zwar in einem mittigen Bereich, der durch ein Abkröpfung 63 zum Riegel
26 hin angehoben ist. An den Schmalenden hat die innere Stahlplatte 60 Schraublöcher
61.
[0030] Unter Zwischenlage einer Wellfeder 64 ist eine Stufenscheibe 65 mittels einer Schraube
67 montierbar, welche das Durchgangsloch 25 durchsetzt und in das Sackloch 57 einziehbar
ist, so daß die Bauteile 60, 26/29, 20/30 an den Griffhals 14 des Griffkopfes 12 gepreßt
werden. Teilweise vormontiert sind die Unterseiten der hauptsächlichen Bauelemente
bzw. Baugruppen in Fig. 8 dargestellt, und zwar in Zuordnung zu den entsprechenden
Bestandteilen in Fig. 7.
[0031] Zusammengebaut ist der Beschlag in Fig. 9a bis 9c in verriegelter Stellung sowie
in Fig. 10a bis 10c in entriegelter Position gezeichnet. Man erkennt, daß die innere
Stahlplatte 60 sich an der (nicht dargestellten) Anschraubfläche abstützt und damit
ein Widerlager für den Riegel 26 und den mit ihm verschraubten Griff 10 bietet. Dabei
sorgt das Ineinandergreifen der Bauteile 65, 64, 66, 26, 24, 16 für exakte Zentrierung
und freie Drehbarkeit bei geringstem Axialspiel. In der Sperrstellung (Fig. 9a) des
Schließbolzens 40 wird der Griff 10 in der Position von Fig. 9b gehalten, wobei der
Riegel 26 mit seinem Arm bzw. Wölbteil 27 und der Ansatz 15 seitlich über den Rosettenkörper
20 vorstehen. Sobald das Schließbolzen-Ende 41 durch Betätigung des Schlüssels S in
den Schließzylinder 59 zurückgezogen ist (Fig. 10a), kann der so entriegelte Griff
10 hochgeschwenkt werden (Fig. 10b). Dabei findet der Riegel 26 - welcher in Fig.
8 (Mitte) in ausgeschwenkter Position dargestellt ist, wobei der Arm bzw. Wölbteil
27 einen Seitenschlitz 74 der Rosette 20 durchsetzt - mit einer Seitenfläche 68 nun
eine Drehbegrenzung durch Anlage am Anschlagwinkel 36. Wie man Fig. 8 entnimmt, ist
der Riegel 26 allgemein spitz-oval gestaltet, so daß die Seitenfläche 68 gewissermaßen
auf dem Anschlagwinkel 36 abrollt. Dieser geht mit Ausstanzungen 37 in den Hauptteil
der Platte 30 über, um Kerbwirkungen zu verhindern. Dasselbe gilt für Ausstanzungen
70 beiderseits von Laschen 69, welche in Aussparungen 33 der Stützwinkel 34 einzugreifen
bestimmt sind und Schraublöcher 61 aufweisen, welche im montierten Zustand mit den
Schraublöchern 21, 31 der Rosetten-Platten-Einheit 20/30 fluchten.
[0032] Die Erfindung ist nicht auf die dargestellten Ausführungsformen beschränkt; vielmehr
sind zahlreiche Abwandlungen möglich. Man erkennt aber, daß die beschriebene Drehhandhabe
in erster Linie einen Drehgriff 10 betrifft, dessen Hals 14 an einer kästchenförmigen
Rosette 20 axialfest/drehbar gelagert und im Inneren mit einem ausschwenkbaren Riegel
26 drehfest verbunden ist, weist einen an der Anschraubfläche abgestützten Trägerkörper
30 auf, der seinerseits eine Anlagefläche 35 für den Riegel 26 hat und eine abgekantete
Stahlplatte 30 ist, die einen Anschlagwinkel 36 für eine Seitenfläche 68 eines spitz-ovalen
Riegelteils hat. Der Riegel 26 kann mit einem konischen Profilteil 29 starr verbunden
oder einstückig sein, das formschlüssig in eine Profilausnehmung 56 des Griffhalses
14 eingreift. Eine Kindersicherung hat einen gefederten Schließbolzen 40 in einem
Buchsenkörper 45, in dem ein parallel zur Griff-Außenfläche verstellbarer Schieber
50 mit einem biegsamen Anschlußteil 52 geführt ist, das richtungsveränderlich an dem
Schließbolzen-Oberteil 43 angreift und eine geriffelte, konkav gewölbte Deckfläche
51 hat. Der Riegel 26 kann von einer inneren Stahlplatte 60 gegenüber der Anschraubfläche
abgestützt und samt Profilteil 29 mittels einer Schraube 67 axial fixierbar sein,
die vorzugsweise selbstschneidend im Griffkopf 12 verankerbar ist.
Bezugszeichenliste
[0033] S Schlüssel
- 10
- Griff
- 11
- Daumenauflage
- 12
- Griffkopf
- 14
- Griffhals
- 15
- Ansatz
- 16
- Schulter
- 17
- Loch
- 18
- Vierkant
- 19
- Ausnehmung
- 20
- Rosette
- 21
- Schraublöcher
- 22
- Bohrung
- 23
- Loch
- 24
- Führungsbuchse
- 25
- Durchgangsloch
- 26
- Riegel
- 27
- Arm/Wölbteil
- 28
- Vierkantloch
- 29
- Profilteil
- 30
- Trägerkörper
- 31
- Schraublöcher
- 32
- Bohrung
- 33
- Aussparung
- 34
- Stützwinkel
- 35
- Anlagefläche
- 36
- Anschlagwinkel
- 37
- Ausstanzung
- 38
- Loch
- 39
- Verbördelung
- 40
- Schließbolzen
- 41
- Ende
- 42
- Nut
- 43
- Oberteil
- 44
- Querbohrung
- 45
- Buchsenkörper
- 46
- Hülsenteil
- 47
- Führungsring
- 48
- Druckfeder
- 49
- Sicherungsscheibe
- 50
- Schieber
- 51
- Deckfläche
- 52
- Anschlußband
- 53
- verdicktes Ende
- 54
- Ausnehmung
- 55
- Flachteil
- 56
- Profilausnehmung
- 57
- Sackloch
- 59
- Schließzylinder
- 60
- innere Stahlplatte
- 61
- Schraublöcher
- 62
- Bohrung
- 63
- Abkröpfung
- 64
- Wellfeder
- 65
- Stufenscheibe
- 66
- Zwischenring
- 67
- Schraube
- 68
- Seitenfläche
- 69
- Lasche
- 70
- Ausstanzung
- 71
- Wulst
- 72, 73
- Vertiefungen
- 74
- Seitenschlitz
1. Drehhandhabe, insbesondere Tür- oder Fenstergriff (10) mit einem Griffkopf (12), dessen
Hals (14) an einer etwa kästchen- oder kappenförmigen Rosette (20) axialfest und drehbar
gelagert ist, die an einer Anschraubfläche z.B. eines Fensterrahmens befestigbar ist
und mittig eine Führungsbuchse (24) für den Griffhals (14) bildet oder aufnimmt, welcher
im Inneren der Rosette (20) mit einem Riegel (26) drehfest verbunden ist, der einen
seitlich ausschwenkbaren Arm (27) hat, wobei der Riegel (26) in verriegelter Stellung
der Handhabe seitlich über den Rosettenkörper vorsteht, dadurch gekennzeichnet, daß
in der Rosette (20) ein sich in montiertem Zustand an der Anschraubfläche abstützender
Trägerkörper (30) anliegt, der seinerseits eine Anlagefläche (35) für den Riegel (26)
sowie eine Bohrung (32) für die Führungsbuchse (24) aufweist.
2. Handhabe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Trägerkörper (30) als im wesentlichen rechteckige, an den Schmalseiten abgekantete
Stahlplatte ausgebildet ist, die an einer Längsseite einen Anschlagwinkel (36) für
eine Seitenfläche (68) eines allgemein spitz-ovalen Riegelteils hat.
3. Handhabe nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß Griffhals (14) und Riegel (26) unter Zwischenlage des Trägerkörpers (30) durch
eine Verbördelung (39) oder Verschraubung (65, 67) in Axialrichtung und durch eine
Formschluß-Mitnahme (18/28; 29/56) in Drehrichtung miteinander verbunden sind.
4. Handhabe nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Riegel (26) mit einem insbesondere schwach konisch gestalteten Profilteil
(29) starr verbunden oder einstückig ist, das formschlüssig in eine gegengleiche Profilausnehmung
(56) des Griffhalses (14) eingreift.
5. Handhabe nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Rosette (20) und/oder der Trägerkörper (30) namentlich schmalseitig angeordnete
Schraublöcher (21 bzw. 31) aufweist.
6. Handhabe nach einem der Ansprüche 2 bis 5, mit einer bevorzugt halsparallelen Ausnehmung
(19) im Griffkopf (12) zur Aufnahme einer Arretier-Einrichtung (z.B. 59), die zur
Ver- bzw. Entriegelung der Handhabe (10) einen in die Rosette (20) vorschiebbaren
bzw. aus ihr zurückziehbaren Schließbolzen (40) aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß der Trägerkörper (30) zur Aufnahme des Schließbolzen-Endes (41) neben der Führungsbohrung
(32) eine Öffnung (38) mit einem Bereich hat, der wenigstens ungefähr mit der Seitenfläche
(68) des Riegels (26) fluchtet, wenn dieser in seine Schließstellung ausgeschwenkt
ist.
7. Handhabe nach Anspruch 6, mit einer den Schließbolzen (40) zur Rosette (20) hin belastenden
Feder (48), dadurch gekennzeichnet, daß der Schließbolzen (40) im Griffkopf (12) in einem Buchsenkörper (45) geführt
ist, an dem sich ein mit dem Schließbolzen-Oberteil (43) gelenkig und/oder flexibel
verbundenes Betätigungsorgan (50) abstützt.
8. Handhabe nach wenigstens Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß das Betätigungsorgan als parallel zur Griff-Außenfläche verstellbarer Schieber
(50) mit einem biegsamen Anschlußteil (52) ausgebildet ist, das richtungsveränderlich
an dem Schließbolzen-Oberteil (43) angreift.
9. Handhabe nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß das Anschlußteil ein mit dem Schieber (50) einstückiges Kunststoff-Band (52)
ist, das formschlüssig mit dem Oberteil (43) verbunden ist, vorzugsweise durch Halterung
eines verdickten Endes (53) in einer nach außen verengten Queröffnung (44).
10. Handhabe nach einem der Ansprüche 7 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß das Betätigungsorgan (50) eine die Außenfläche des Griffes (10) wenigstens geringfügig
überragende Deckfläche (51) hat.
11. Handhabe nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Deckfläche (51) zumindest teilweise aufgerauht, namentlich mit Pfeilstruktur
geriffelt und nach außen insbesondere konkav gewölbt ist.
12. Handhabe nach einem der Ansprüche 7 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß der Buchsenkörper (45) einen das Betätigungsorgan (50) führenden äußeren Flachteil
(55) hat, der in eine gegengleiche Aussparung (19) des Griffkopfes (12) eingepaßt
und darin vorzugsweise stoffschlüssig befestigt ist.
13. Handhabe nach einem der Ansprüche 7 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß die den Schließbolzen (40) belastende Feder (48) ihn in der Ausnehmung (54)
umschließt und sich am unteren Ende (46) des Buchsenkörpers (45) abstützt.
14. Handhabe nach Anspruch 6, wobei der Schließbolzen (40) Bestandteil eines in der halsparallelen
Ausnehmung (19) des Griffkopfes (12) angebrachten Schließzylinders (59) ist, dadurch
gekennzeichnet daß der Riegel (26) von einer zusätzlichen inneren Platte (60) gegenüber der Anschraubfläche
abgestützt ist.
15. Handhabe nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß die innere Platte (60) in Aussparungen (33) des Trägerkörpers (30) reichende
Laschen (69) sowie Schraublöcher (61) aufweist, welche mit jenen des Trägerkörpers
(30) fluchten.
16. Handhabe nach Anspruch 14 oder 15, dadurch gekennzeichnet, daß die innere Platte (60) aus Stahl besteht und eine zentrische, dem Riegel (26)
zugekehrte Abkröpfung (63) mit einer Bohrung (62) aufweist, in der ein am Riegel (26)
anliegender Zwischenring (66) sitzt.
17. Handhabe nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, daß eine ringförmige Vertiefung (73) des Riegels (26) den Zwischenring (66) führt
und/oder daß in diesen ein Wulst (72) des Riegels (26) eintaucht.
18. Handhabe nach Anspruch 3 oder 4 und einem der Ansprüche 14 bis 17, dadurch gekennzeichnet, daß der von dem Riegel (26) samt Profilteil (29) gebildete, die Führungsbuchse (24)
durchsetzende Körper mittels einer Schraube (67) im Griffkopf (12) axial fixierbar
ist.
19. Handhabe nach Anspruch 18 und Anspruch 16 oder 17, dadurch gekennzeichnet, daß die in ein Sackloch (57) im Griffkopf (12) eingezogene Schraube (58) eine Stufenscheibe
(65) über eine Wellfeder (64) an den Zwischenring (66) und in eine Vertiefung (72)
des Riegels (26) drückt.
20. Handhabe nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, daß die Schraube (67) selbstschneidend in dem vorzugsweise schwach konisch ausgebildeten
Sackloch (57) verankerbar ist.
1. A pivoting handle, in particular door or window handle (10), comprising a handle head
(12) whose neck (14) is supported in an axially fixed and rotatable manner on an approximately
box- or cap-shaped rosette (20) to be fixed to a screwing surface of, e.g., a window
frame, and centrally forms or receives a guide bushing (24) for the handle neck (14)
that is non-rotatably connected inside said rosette (20) to a bolt (26) which has
a laterally pivotable arm (27) and projects laterally beyond the rosette body in the
locked position of said handle (10), wherein a support body (30) which in its mounted
state rests on the screwing surface engages the inside of the rosette (20) and wherein
the support body (30) has, in tum, a contact surface (35) for the bolt (26) and a
hole (32) for the guide bushing (24).
2. The handle according to claim 1, wherein the support body (30) is a substantially
rectangular steel plate which is bent at the narrow sides and which, at a longitudinal
side, comprises a back square (36) for engagement by a lateral face (68) of a bolt
member having a generally ogive shape.
3. The handle according to claim 1 or 2, wherein the handle neck (14) and bolt (26) are
interconnected in an axial direction by way of flanging (39) or screwing (65, 67)
with the support body (30) interposed, and are interconnected in a rotational direction
by a form-fit connection (18/28; 29/56).
4. The handle according to claim 3, wherein the bolt (26) is rigidly connected to or
integral with a profile member (29) of, in particular, slightly conical shape, which
member positively engages in a matching profile recess (56) of the handle neck (14).
5. The handle according to any one of claims 1 to 4, wherein the rosette (20) and/or
the support body (30) have screw holes (21 and 31, respectively), especially at the
narrow sides.
6. The handle according to any one of claims 2 to 5, including a recess (19) in the handle
head (12) preferably in parallel with the neck (14) for receiving locking means (e.g.
59) which for locking or unlocking the handle (10) comprise a latch (40) adapted to
be pushed forward into and retracted from said rosette (20), wherein adjacent the
guide hole (32), the support body (30) comprises an opening (38) for receiving the
latch end (41), a portion of the opening (38) being in at least approximate alignment
with the lateral face (68) of said bolt (26) when the latter is pivoted into its closing
position.
7. The handle according to claim 6, comprising a spring (48) for biassing the latch (40)
towards said rosette (20), wherein the latch (40) is guided in the handle head (12)
by a bushing body (45) on which an actuating member (50) is supported that is hinged
and/or flexibly connected to the upper part (43) of the latch (40).
8. The handle according to at least claim 7, wherein the actuating member is formed as
a slide (50) which is adjustable in parallel with the exterior surface of the handle
(10) and comprises a flexible connection member (52) adapted to grip the upper part
(43) of the latch (40) under change of direction.
9. The handle according to claim 8, wherein the connection member is a plastic strip
(52) that is integral with the slide (50) and is positively connected to said upper
part (43), preferably by a thickened end (53) held in a transverse opening (44) which
narrows outwardly.
10. The handle according to any one of claims 7 to 9, wherein the actuating member (50)
has an outer surface (51) which at least slightly projects beyond the exterior surface
of the handle (10).
11. The handle according to claim 10, wherein the outer surface (51) is at least partly
roughened, in particular with grooves in an arrow structure, and is curved outwardly,
especially in concave fashion.
12. The handle according to any one of claims 7 to 11, wherein the bushing body (45) has
an outer flat member (55) which guides the actuating member (50) and which is fitted
into a matching recess (19) of the handle head (12) and is preferably fastened therein
by adhesion.
13. The handle according to any one of claims 7 to 12, wherein the biassing spring (48)
for the latch (40) encloses the latter in a recess (54) and is supported at the lower
end (46) of the bushing body (45).
14. The handle according to claim 6, with the latch (40) forming part of a locking cylinder
(59) mounted in the neck-parallel recess (19) of the handle head (12), wherein the
support of the bolt (26) relative to the screwing surface is backed up by an additional
inner plate (60).
15. The handle according to claim 14, wherein the inner plate (60) comprises tabs (69)
extending into recesses (33) of the support body (30) and further comprises screw
holes (61) which are in alignment with those of the support body (30).
16. The handle according to claim 14 or 15, wherein the inner plate (60) is of steel and
has a central shoulder (63) facing the bolt (26) and including a hole (62) in which
an intermediate ring (66) is seated that engages the bolt (26).
17. The handle according to claim 16, wherein an annular depression (73) of the bolt (26)
guides the intermediate ring (66), and/or wherein the latter is engaged by a bead
(72) of the bolt (26).
18. The handle according to claim 3 or 4 and to one of claims 14 to 17, wherein a body
formed by the bolt (26) together with the profile member (29) extends through the
guide bushing (24) and is axially fixable by means of a screw (67) in the handle head
(12).
19. The handle according to claim 18 and to claim 16 or 17, wherein a screw inserted into
a blind hole (57) of the handle head (12) is adapted to press, via a corrugated spring
(64), a stepped plate (65) onto the intermediate ring (66) and into a recess (72)
of the bolt (26).
20. The handle according to claim 19, wherein the screw (67) is adapted for self-tapping
in the blind hole (57) which preferably is of slightly conical shape.
1. Poignée rotative, notamment poignée de porte ou de fenêtre (10), avec une tête de
poignée (12) dont le col (14) est logé axialement fixe et rotativement sur une rosette
(20) en forme de petit caisson ou de capuchon, cette rosette pouvant être fixée sur
une surface de vissage, un châssis de fenêtre par exemple, et formant ou recevant
au centre une douille de guidage (24) pour le col de la poignée (14), lequel est assemblé
de manière rotativement fixe à l'intérieur de la rosette (20) à un pêne (26) ayant
un bras (27) pivotable latéralement, ce pêne (26) allant latéralement au-delà du corps
de la rosette en position verrouillée de la poignée, caractérisée par le fait qu'il y a dans la rosette (20) un support (30) s'appuyant sur la surface
de vissage en état monté, ce support ayant une surface de contact (35) pour le pêne
(26) ainsi qu'une perforation (32) pour la douille de guidage (24).
2. Poignée selon la revendication 1, caractérisée par le fait que le support (30) est conçu globalement comme une plaque d'acier rectangulaire,
repliée sur les petits côtés, qui a sur un grand côté un coude de butée (36) pour
une surface latérale (68) d'une partie de pêne en général pointue et ovale.
3. Poignée selon la revendication 1 ou 2, caractérisée par le fait que le col de poignée (14) et le pêne (26), avec intercalation du support
(30), sont assemblés en direction axiale par un sertissage (39) ou un vissage (65,
67) et en direction rotative par la forme (18/28; 29/ 56).
4. Poignée selon la revendication 3, caractérisée par le fait que le pêne (26) est assemblé de manière rigide à une pièce profilée
(29) notamment de forme légèrement conique, ou qu'il est d'une pièce avec cette dernière,
laquelle pénètre dans un évidement profilé (56) diamétralement opposé du col de poignée
(14) de manière à obtenir un assemblage par la forme.
5. Poignée selon une des revendications 1 à 4, caractérisée par le fait que la rosette (20) et/ou le support (30) ont des trous de vissage (21
ou 31) disposés notamment sur les petits côtés.
6. Poignée selon une des revendications 2 à 5, avec, dans la tête de la poignée (12),
un évidement (19) de préférence parallèle au col pour recevoir un dispositif de blocage
(par exemple 59), qui a pour le verrouillage et le déverrouillage de la poignée (10)
un boulon de fermeture (40) pouvant être avancé dans la rosette (20) ou retiré de
celle-ci, caractérisée par le fait que le support (30), pour recevoir l'extrémité du boulon de fermeture
(41), a à côté de la perforation de guidage (32) une ouverture (38) avec un secteur
au moins à peu près aligné à la surface latérale (68) du pêne (26), lorsque ce dernier
est pivoté dans sa position de fermeture.
7. Poignée selon la revendication 6, avec un ressort (48) chargeant le boulon de fermeture
(40) en direction de la rosette (20), caractérisée par le fait que le boulon de fermeture (40) est guidé dans la tête de poignée (12)
dans un corps de douille (45), sur lequel s'appuie un organe d'actionnement (50) assemblé
de manière articulée et/ou flexible à la partie supérieure (43) du boulon de fermeture.
8. Poignée selon au moins la revendication 7, caractérisée par le fait que l'organe d'actionnement est conçu comme une coulisse (50) réglable
parallèlement à la surface extérieure de la poignée, avec une partie de raccordement
(52) flexible qui a prise sur la partie supérieure (43) du boulon de fermeture en
pouvant changer de direction.
9. Poignée selon la revendication 8, caractérisée par le fait que la partie de raccordement est un ruban plastique (52) qui est d'une
pièce avec la coulisse (50) et qui est assemblé à la partie supérieure (43) par la
forme, de préférence par la fixation d'une extrémité plus grosse (53) dans une ouverture
transversale (44) rétrécie vers l'extérieur.
10. Poignée selon une des revendications 7 à 9, caractérisée par le fait que l'organe d'actionnement (50) a une surface de recouvrement (51) allant
au moins légèrement au-dessus de la surface extérieure de la poignée (10).
11. Poignée selon la revendication 10, caractérisée par le fait que la surface de recouvrement (51) est au moins partiellement rugueuse,
notamment rainurée avec une structure à flèches et voutée de manière concave vers
l'extérieur.
12. Poignée selon une des revendications 7 à 11,caractérisée par le fait que le corps de douille (45) a une partie plate extérieure (55) guidant
l'organe d'actionnement (50), qui est placée dans un évidement diamétralement opposé
(19) de la tête de la poignée (12), où elle est fixée de préférence par adhérence
de la matière.
13. Poignée selon une des revendications 7 à 12, caractérisée par le fait que le ressort (48) chargeant le boulon de fermeture (40) se trouve autour
de ce dernier dans l'évidement (54) et qu'il s'appuie sur l'extrémité inférieure (46)
du corps de douille (45).
14. Poignée selon la revendication 6, le boulon de fermeture (40) étant un élément d'un
cylindre de fermeture (59) placé dans l'évidement (19), parallèle au col, de la tête
de la poignée (12), caractérisée par le fait que le pêne (26), par une plaque intérieure supplémentaire (60), reçoit
un appui envers la surface de vissage.
15. Poignée selon la revendication 14, caractérisée par le fait que la plaque intérieure (60) a des éclisses (69) allant dans des évidements
(33) du support (30), ainsi que des trous de vissage (61) alignés sur ceux du support
(30).
16. Poignée selon la revendication 14 ou 15, caractérisée par le fait que la plaque intérieure (60) est en acier et qu'elle a une courbure
(63) centrale tournée vers le pêne (26) et percée d'un trou (62), dans lequel se trouve
une bague intercalaire (66) en contact avec le pêne (26).
17. Poignée selon la revendication 16, caractérisée par le fait qu'un creux annulaire (73) du pêne (26) guide la bague intercalaire (66)
et/ou qu'un renflement (72) du pêne (26) plonge dans celle-ci.
18. Poignée selon la revendication 3 ou 4 et une des revendications 14 à 17, caractérisée par le fait que le corps, formé par le pêne (26) et la pièce profilée (29) et passant
à travers la douille de guidage (24), peut être fixé axialement dans la tête de la
poignée (12) au moyen d'une vis (67).
19. Poignée selon la revendication 18 et la revendication 16 ou 17, caractérisée par le fait que la vis (58) insérée dans un trou borgne (57) dans la tête de la poignée
(12) presse, par l'intermédiaire d'une rondelle ondulée (64), un disque étagé (65)
contre la bague intercalaire (66) et dans un creux (72) du pêne (26).
20. Poignée selon la revendication 19, caractérisée par le fait que la vis (67) peut être ancrée par autotaraudage dans le trou borgne
(57) conçu de préférence de forme légèrement conique.