[0001] Sowohl in der Wärme- als auch in der Verfahrenstechnik müssen Gase oder Dämpfe häufig
gekühlt werden. Dies ist beispielsweise der Fall, wenn Dampf zu Heizzwecken geliefert
wird, der zum Erreichen einer hohen Energiedichte gespannt ist, daß heißt unter einem
höheren Druck steht sowie eine hohe Temperatur aufweist, die über 500 Grad Celsius
liegen kann. Auf der Seite der Wärmeverbraucher sind aber häufig viel geringere Temperaturen
gewünscht, so daß es erforderlich ist, die Dampftemperatur bei dem Wärmeverbraucher
herabzusetzen. Dies kann beispielsweise dadurch geschehen, daß der gespannte und überhitzte
Dampf mit Kondensat, mit kälterem Dampf oder mit Kaltwasser vermischt wird.
[0002] Aus der Praxis ist es bekannt, dem überhitzten Dampf mittels einer Strahlpumpe Naßdampf
zuzuführen. Die Strahlpumpe ist dabei mit ihrem Treibmittelanschluß an dem Heißdampf
angeschlossen und an ihrem Sauganschluß ist ein zu einem Kondensatableiter führender
Kanal vorgesehen. Die Strahlpumpe saugt den in dem Kondensatableiter aus nachverdampfendem
Kondensat entstehenden Naßdampf ab, wobei sich der Naßdampf in der Strahlpumpe mit
dem Heißdampfstrahl mischt.
[0003] Der entstehende Dampf hat eine verringerte Temperatur, wobei er jedoch in der Regel
noch etwas überhitzt, also weder satt noch naß ist. Die maximal beimischbare Naßdampfmenge
und damit die erreichbare Temperaturerniedrigung an der Strahlenpumpe sind durch die
anfallende Kondensatmenge und Kondensattemperatur begrenzt, die die Nachverdampfung
des Kondensats bestimmen.
[0004] Es ist außerdem bekannt, den Dampf durch Wasserinjektion abzukühlen, wobei der Kühleffekt
hauptsächlich auf der Verdampfung des eingespritzten Wassers beruht. Dazu wird ein
Heißdampfkühler verwendet, der eine zentrale, mit einer Venturidüse versehenen Durchgangsöffnung
aufweist. Die Venturidüse stellt eine Engstelle der ansonsten zylindrischen Durchgangsöffnung
dar. Von einem zylindrischen Abschnitt ausgehend verengt sich der freie Strömungsquerschnitt
in Strömungsquerschnitt gesehen zunächst abrupt, erweitert sich dann allmählich und
geht dann mit einer Stufe in einen zylindrischen Bereich über. Seitlich, daß heißt
radial zu der durch die Venturidüse definierten Strömungsrichtung, führt ein Kanal
in den sich erweiternden Abschnitt der Venturidüse und mündet an einer im Längsschnitt
ovalen oder elliptischen, an der Düsenwandung gehaltenen Einspritzdüse.
[0005] Bei vollem Dampfdurchsatz wird das aus der Einspritzdüse austretende Wasser infolge
der hohen Strömungsgeschwindigkeit des Dampfes fein verteilt, wobei es verdampft und
den Dampf kühlt. Im Teillastbereich, daß heißt bei niedrigem Dampfdurchsatz ist die
Dampfgeschwindigkeit jedoch merklich geringer und die Zerstäubung eingeschränkt. Deshalb
können Thermoschocks entstehen.
[0006] Aus der US-PS 3134827 ist eine Strahlpumpe mit axial verstellbarem Regulierkegel
bekannt, die zusätzlich ein Wasserzuführkanal enthält. Die Strahlpumpe enthält eine
Treibdüse mit einer Engstelle, in der ein ringförmiger Kanal für Kühlwasser mündet.
Die ringförmige Kanalmündung ist ortsunveränderlich an der Treibdüse angeordnet, während
die Ventilspindel axial verstellbar ist und somit den Treibdüsenquerschnitt mehr oder
weniger freigibt. Entsprechend ändern sich die Druckverhältnisse auch an der Mündung
der ringförmigen Wassereinspritzöffnung.
[0007] Durch die Zuführung des Kühlwassers auf den regulierten Frischdampfstrahl von außen
wird dieser insbesondere an seinem Außenmantel gekühlt, der bei Austritt aus der Treibdüse
mit dem über den Sauganschluß zugeführten Entnahmedampf in Berührung kommt. Dies kann
zu einem unruhigen Betrieb und zu einer verlängerten Lebensdauer von sich ausbildenden
Wassertropfen führen. Diese können Thermoschocks verursachen.
[0008] Aus der FR-A-829648 ist ein Mischgefäß für Dampf und Wasser bekannt, das von dem
Dampf mitgeführt oder in diesen eingespritzt worden ist. Das Mischgefäß enthält einen
größeren Innenraum, in dem eine von einem Dampfstrahl durchströmte Venturidüse angeordnet
ist. In dem Innenraum kann sich eine Rückströmung von dem Ausgang der Venturidüse
zu deren Eingang ausbilden. Die Vorrichtung dient der Durchwirbelung des Dampfs und
der intensiven Durchmischung. Eine Aussage über einen optimalen Ort der Wasserzuführung
wird nicht getroffen.
[0009] Davon ausgehend ist es Aufgabe der Erfindung, ein Verfahren und eine Vorrichtung
zur Kühlung von gas- oder dampfförmigen Medien anzugeben mit dem bzw. der sich ein
verbessertes Teillastverhalten erreichen läßt.
[0010] Die obige Aufgabe wird durch ein Verfahren und eine Vorrichtung nach den Ansprüchen
1 und 12 gelöst.
[0011] Zum Kühlen des gas- oder dampfförmigen Mediums wird dem betreffenden heißen Medium
in einer Strahlpumpe kälteres Medium, vorzugsweise der gleichen Art, beigemischt.
Zusätzlich wird in dem sich in der Strahlpumpe ausbildenden Strahl flüssiges Medium,
in Dampfanlagen Wasser, zugegeben. Dieses wird bei einer Ausführungsform in den sich
vor der Treibdüse ausbildenden, die Fangdüse durchquerenden Strahl gespritzt. Dadurch
wird ein gegenüber den bekannten Verfahren und Vorrichtungen deutlich verbessertes
Teillastverhalten erreicht. Ist beispielsweise der Wärmeverbrauch bei einem an die
Auslaßöffnung angeschlossenen Wärmeverbraucher gering, kann dieser mit entsprechend
geringen, durch die Treibdüse in die Vorrichtungen einströmenden Heißdampfmengen gedeckt
werden. Das über den Saugkanal zuströmende kühlere gas- oder dampfförmige Medium wird
von dem einströmenden Heißdampf mitgenommen und zu dem die Fangdüse durchquerenden
Strahl beschleunigt. Dies ergibt auch im Teillastbetrieb einen Dampf- oder Gasstrom
in dem Bereich vor der Treibdüse bzw. in der Fangdüse, der zum Zerstäuben eingespritzten
Wassers ausreichend ist. Während bei bekannten Vorrichtungen ein ausreichender Zerstäubungseffekt
erst dann erreicht wird, wenn der Heißdampfstrom selbst eine gewisse untere Grenze
von ungefähr 50% des Maximalwertes überschritten hat, ist die die Zerstäubung herbeiführende
Gas- oder Dampfströmung auch im extremen Teillastbereich von ungefähr 10 % Vollast
so stark, daß eingespritzte Flüssigkeit vollständig zerstäubt wird, verdampft und
dabei den Gas- oder Dampfstrom kühlt.
[0012] Ein weiterer wesentlicher Vorteil ist, daß mit der als Strahlpumpe ausgebildeten
Mischeinrichtung die Nutzung der im Kondensat enthaltenen Restwärme möglich wird.
Dieses verdampft nach, gibt dabei relativ kühlen Dampf und damit einen großen Teil
seiner Restwärme ab.
[0013] Das der Vorrichtung über den Saugkanal zuzuführende kältere gas- oder dampfförmige
Medium kann dem nachgeschalteten System an unterschiedlichen Stellen entnommen werden.
Ist der Dampfdurchsatz bei dem Wärmeverbraucher im Teillastbereich nicht beschränkt,
kann der Saugkanal der Vorrichtung mit einer von dem Verbraucher herkommenden Rücklaufleitung
oder einem an diese angeschlossenen Kondensatsammelgefäß verbunden werden. Soll jedoch
auch der durch den Wärmeverbraucher geführte Massestrom reduziert werden, ist der
Saugkanal an die zu dem Wärmeverbraucher führende und diesen mit der Auslaßöffnung
verbindende Vorlaufleitung angeschlossen. Dies kann sowohl durch eine äußere Rohrverbindung,
als auch innerhalb der Vorrichtung selbst geschehen. In allen drei genannten Fällen
ergibt sich eine von dem im Teillastbetrieb in seinem Massestrom reduzierten Dampfstrahl
angetriebene Zirkularströmung von gas- oder dampfförmigem Medium mit reduzierter Temperatur.
Die Strömung führt aus der Fangdüse und dem Mischkanal direkt oder über den angeschlossenen
Wärmeverbraucher zu dem Saugkanal. Der Massestrom in dieser Zirkularströmung ist deutlich
höher, als der des aus der Treibdüse austretenden Treibdampfstrahls.
[0014] Der eine Einstellung der Wärmeübertragung auf den Wärmeverbraucher ermöglichende
Regelbereich der Vorrichtung ist sehr weit. Auch wenn die beispielsweise in einem
Kondensatsammelgefäß angefallene Dampfmenge nicht ausreichend ist, um einen Heißdampfstrom
ausreichend zu kühlen, kann durch eine erhöhte Zumischung von Flüssigkeit die gewünschte
Temperatur eingestellt werden. Eine erste Möglichkeit der Flüssigkeitseinspritzung
ergibt sich, wenn die Flüssigkeit quer zu dem die Fangdüse und den Mischkanal durchquerenden
Strahl in diesen eingespritzt wird. Das quer zu der Bewegungsrichtung eingespritzte
flüssige Medium wird von dem gas- oder dampfförmigen Strahl erfaßt und beschleunigt,
wobei es zerstäubt wird.
[0015] Die mit Öffnungsrichtung quer zu der Fangdüse angeordnete Einspritzdüse weist vorzugsweise
eine deren Mündungsöffnung umgebende, geneigt zu der Mittelachse der Fangdüse stehende
Ringfläche auf. Diese erzeugt hinter der Einspritzdüse einen Wirbelbereich, der zur
Zerstäubung der eingespritzten Flüssigkeit beiträgt.
[0016] Eine verbesserte Möglichkeit der Flüssigkeitseinspritzung ist, die Flüssigkeit axial
zu der Treibdüse durch diese hindurch in den austretenden Treibdampfstrahl einzuspritzen.
Der Zerstäubungseffekt wird hier unmittelbar vor der Mündung der Treibdüse durch den
sich hier expandierenden und beschleunigenden Treibdampf- oder Gasstrahl herbeigeführt.
Für die Verdampfung der zerstäubten Flüssigkeit steht die gesamte Länge des Mischkanals
zur Verfügung, wodurch sich diese Ausführungsform besonders gut für den extremen Teillastbetrieb
eignet.
[0017] Die bezüglich der Treibdüse zentrale und axiale Einspritzung von Flüssigkeit in den
Treibdampfstrahl läßt sich auf einfache Weise sehr wirkungsvoll realisieren, wenn
ein entsprechender Wasserzuführungskanal in einer zur Regulierung des aus der Treibdampfdüse
austretenden Dampfstrahls ohnehin vorhandenen Reguliernadel angeordnet wird. Der Flüssigkeitskanal
kann vorzugsweise an ihrer Spitze münden, so daß die Flüssigkeit an einer Stelle höchster
Gas- oder Dampfgeschwindigkeit austritt. Außerdem ist bei dieser Anordnung der Wasseraustritt
selbst bei nahezu geschlossener Treibdampfdüse völlig offen, so daß der Wasserzustrom
unabhängig von der Axialstellung der Reguliernadel separat einstellbar ist. Eine insbesondere
für den Teillastbetrieb vorteilhafte Strahlpumpe weist einen im Querschnitt vorzugsweise
ringförmig ausgebildeten Kanal zur Rückführung von an der Auslaßöffnung anstehendem
Gemisch in den von der Treibdüse und der Fangdüse begrenzten Gangspalt auf.
[0018] In der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt. Es zeigen:
Fig. 1 einen über eine Vorrichtung zur Dampfkühlung an eine Heißdampfleitung angeschlossenen
Wärmeverbraucher,
Fig. 2 die zum Speisen des Wärmeverbrauchers in Figur 1 vorgesehene Vorrichtung zum
Kühlen des von der Heißdampfleitung herkommenden Dampfes, in einer schematisierten
Schnittdarstellung,
Fig. 3 eine andere Bauform einer Vorrichtung zum Kühlen des von der Heißdampfleitung
herkommenden Dampfes, mit radialer Wassereinspritzung, in einer schematisierten Schnittdarstellung,
Fig. 4 einen über die Vorrichtung nach Figur 2 an eine Heißdampfleitung angeschlossenen
Wärmeverbraucher, der über einen an eine Saugleitung der Vorrichtung angeschlossenen
Kondensatableiter entwässert ist,
Fig. 5 einen über eine Vorrichtung zum Dampfkühlen mit innerer Zirkulation an eine
Heißdampfleitung angeschlossenen Wärmeverbraucher, und
Fig. 6 eine Vorrichtung zum Dampfkühlen mit innerer Zirkulation nach Figur 5 in einer
schematischen Schnittdarstellung.
[0019] In Fig. 1 ist eine Wärmeverbraucherstation 1 dargestellt, die einen Wärmeverbraucher
2 aufweist. Die Wärmeverbraucherstation 1 ist über eine Dampfleitung 01 gespeist und
mit Heißdampf versorgt sowie über eine Kondensatsammelleitung 02 entwässert. Zur Steuerung
oder Regelung der Wärmeverbraucherstation 1 ist eine rechnergestützte Steuereinheit
3 vorgesehen, deren zentraler PC 4 mit einem auf einen Mikroprozessor basierenden
Regler 5 verbunden ist, der in der Wärmeverbraucherstation Druckwerte p und Temperaturwerte
ϑ erfaßt, worauf an späterer Stelle im einzelnen eingegangen wird. Der PC 4 ist mit
einer Tastatur 4 T, einem Monitor 4 M, einem Drucker 4D und einem Alarmgeber 4A sowie
einer Schnittstelle 45 zur Kopplung mit dem Regler 5 verbunden.
[0020] Bei der Wärmeverbraucherstation 1 führt eine Abzweigleitung 6, die einen Druck- und
Temperatursensor 7 aufweist, zu einem Treibmittelanschluß 8 einer im einzelnen in
Figur 2 dargestellten Dampfkühlvorrichtung 10, die als Strahlpumpe ausgebildet ist.
Die Dampfkühlvorrichtung 10 weist außerdem einen Sauganschluß 12 sowie einen Ausgangsanschluß
14 für gekühlten Dampf auf. Der Ausgangsanschluß 14 ist über eine einen Druck- und
Temperatursensor 15 aufweisende Vorlaufleitung 16 mit dem Wärmeverbraucher 2 verbunden,
der den in der Dampfkühlvorrichtung 10 vorgekühlten Dampf kondensiert und über eine
Kondensatleitung 18 in die Kondensatsammelleitung als Kondensat abgibt. Auch an der
Kondensatleitung 18 ist ein mit dem Regler 5 verbundener Druck- und Temperatursensor
19 vorgesehen. Die Vorlaufleitung 16 ist über eine Nebenschlußleitung 20 mit dem Sauganschluß
12 der Dampfkühlvorrichtung 10 verbunden. An der Nebenschlußleitung 20 ist ein Meßwerte
an den Regler liefernder Druck- und Temperatursensor 21 angeordnet.
[0021] Die Dampfkühlvorrichtung 10 ist mit einem Wasseranschluß 22 versehen, der über eine
entsprechende Leitung 24 mit Wasser beaufschlagt ist. In der Leitung 24 ist ein Temperatursensor
25 angeordnet, der mit dem Regler 5 verbunden ist. Außerdem ist die Dampfkühlvorrichtung
10, um eine Anpassung an unterschiedliche Lastzustände zu ermöglichen, mit einem aus
Fig. 2 ersichtlichen Stellorgan 26, wie bspw. eine Düsennadel versehen, das über einen
mit dem Regler 5 verbundenen Elektromotor 28 betätigt wird.
[0022] Die insoweit beschriebene Wärmeverbraucherstation 1 ist an unterschiedliche Lastfälle
anpaßbar. Über den Elektromotor 28 kann das Stellorgan 26 derart betätigt werden,
daß bedarfsweise mehr oder weniger aus der Dampfleitung 01 herkommender Dampf zu dem
Wärmeverbraucher 2 gelangt. Der Heißdampf strömt dabei durch die Abzweigleitung 6
in die Dampfkühlvorrichtung 10 ein, wobei er aus der Nebenschlußleitung 20 kommenden,
kühleren Dampf ansaugt und mitnimmt, sich mit diesem vermischt und über den Ausgangsanschluß
14 ausströmt und so über die Vorlaufleitung 16 an den Wärmeverbraucher 2 gelangt.
Dabei wird ein Teil des in der Vorlaufleitung 16 fließenden, vorgekühlten Dampfes
über die Nebenschlußleitung 20 abgezweigt, so daß sich über den Sauganschluß 12 und
den Ausgangsanschluß 14 der Dampfkühlvorrichtung 10, sowie einen Abschnitt der Vorlaufleitung
16 und die Nebenschlußleitung ein Kreislauf mit gegenüber der einströmenden Heißdampfmenge
erhöhtem Massestrom ausbildet. Dieser ist größer als der Massestrom in der Abzweigleitung
6 und er ist ebenfalls größer als der Massestrom in der Vorlaufleitung 16 unmittelbar
vor dem Wärmeverbraucher 2.
[0023] In diesen Kreislauf mit erhöhtem Durchsatz wird über die Leitung 24 und den Wasseranschluß
22 Wasser eingespritzt, das zerstäubt wird und dabei verdampft. Dabei nimmt es Wärme
auf, wobei es den Dampfstrom kühlt, so daß an dem Ausgangsanschluß 14 Dampf mit erniedrigter
Temperatur ansteht. Der Dampf kann dabei bis zum Siedepunkt abgekühlt werden, also
bedarfsweise gesättigt oder naß sein. Die Rechnereinheit 3 erfaßt die Drücke und Temperaturen
in der Wärmeverbraucherstation 1 mit den Sensoren 7, 15, 19, 21, 25 und regelt die
Dampfkühlvorrichtung 10 auf minimalen Dampfverbrauch bei vorgegebenem Wärmebedarf
an dem Wärmeverbraucher 2. Dazu ist die Charakteristik der Strahlpumpe in Formel-
oder Tabellenform in dem PC 4 abgelegt, so daß entsprechend der gemessenen Druck-
und Temperaturwerte sowohl über den Elektromotor 28 die einströmende Heißdampfmenge
als auch über nicht weiter dargestellte Regelorgane, die über die Leitung 24 zuströmende
Wassermenge eingestellt werden. Bedarfsweise kann in der Nebenschlußleitung 20 ein
vom Regler 5 gesteuertes Ventil vorgesehen werden, über das die rückgeführte Dampfmenge
einstellbar ist.
[0024] Die Dampfkühlvorrichtung 10 ist im einzelnen in Fig. 2 dargestellt. Sie weist ein
Gehäuse 30 auf, das einen mit dem Treibmittelanschluß 8 in Verbindung stehenden Dampfraum
32 umschließt. Über den Dampfraum 32 ist eine Treibdüse 34 mit Dampf beaufschlagt,
die eine konisch ausgebildete, zentrale Düsenöffnung 36 aufweist. Die Düsenöffnung
36 verjüngt sich dabei zu ihrer von dem Dampfraum 32 abliegenden Mündung.
[0025] An dem Gehäuse 30 ist außerdem über voneinander beabstandet angeordnete Gleitführungen
38, 40 eine als das Regelorgan 26 dienende Düsennadel 42 gehalten und axial verschiebbar
gelagert. Die Düsennadel 42 ist dabei koaxial zu der Düsenöffnung 36 angeordnet und
auf diese zu bzw. von dieser weg verstellbar. Diese Bewegung ist von dem Elektromotor
28 gesteuert.
[0026] An ihrer der Düsenöffnung 36 zugewandten Seite trägt die Düsennadel 42 einen Regulierkegel,
dessen Abmessungen und Stellung so bemessen sind, daß durch eine entsprechende Linearbewegung
der Düsennadel 42 die Düsenöffnung 36 ganz freigegeben, gedrosselt oder bedarfsweise
ganz geschlossen werden kann.
[0027] Die Gleitführungen 38, 40 sind miteinander fluchtend an einem entsprechenden Gehäuseabschnitt
46 angeordnet und halten die Düsennadel 42 abgedichtet und axial verschiebbar. Der
Gehäuseabschnitt 46 umschließt eine ringförmige, mit dem Wasseranschluß 22 in Verbindung
stehende Wasserzuführungskammer 48, die nach außen und gegen den Dampfraum 32 abgedichtet
ist. Von der Wasserzuführungskammer 48 führen Bohrungen 50 in einen in der Düsennadel
42 vorgesehenen Kanal 52, der an dem treibdüsenseitigen Ende der Düsennadel 42 in
einer an dem Regulierkegel 44 vorgesehenen Spritzdüsenöffnung 54 mündet.
[0028] Sowohl die Düsennadel 42, als auch die dazu koaxial angeordnete Treibdüse 34 definieren
eine Längsmittelachse 56, zu der eine Fangdüse 58 koaxial angeordnet ist. Die sich,
ausgehend von der Treibdüse 34 trichterartig verengende Fangdüse 58 begrenzt mit der
Treibdüse 34 einen ringförmigen Saugspalt 60, der radial geöffnet ist. Im Anschluß
an die Fangdüse 58 ist ein langgestreckter hohlzylindrischer Mischkanal 62 vorgesehen,
der in einen sich kegelstumpfförmig erweiternden Diffusor 64 übergeht. Bei dem von
der Treibdüse 34 abliegenden Ende des Diffusors 64 ist der Ausgangsanschluß 14 vorgesehen.
Die Länge des Mischkanales 62 ist derart bemessen, daß die maximale einzuspritzende
Wassermenge bei minimalem Dampfdurchsatz und minimaler Dampftemperatur auf dem Wege
durch den Mischkanal 62 sicher verdampft.
[0029] Der zwischen der Treibdüse 34 und der Fangdüse 58 definierte Saugspalt 60 mündet
in einen mit dem Sauganschluß 12 in Verbindung stehenden und ansonsten nach außen
abgedichteten, ringförmigen Ansaugraum 66.
[0030] Die insoweit beschriebene Dampfkühlvorrichtung 10 arbeitet in der in Figur 1 dargestellten
Wärmeverbraucherstation 1 wie folgt:
[0031] Über den Treibmittelanschluß 8 zuströmender Heißdampf gelangt in den Dampfraum 32
und beaufschlagt die Treibmitteldüse 34. Wenn das Stellorgan 36 in einer Freigabestellung
steht, wie es in Figur 2 dargestellt ist, ist die Düsenöffnung 36 offen, so daß der
in dem Dampfraum 32 stehende Dampf als Strahl mit hoher Geschwindigkeit aus der Düsenöffnung
36 austritt und in die Fangdüse 58 mit dem sich anschließenden Mischkanal 62 und Diffusor
64 einströmt. Dadurch wird im Bereich des Saugspaltes 60 ein Unterdruck erzeugt, der
über den Sauganschluß 12 zum Ansaugen von kälterem Dampf führt. Der aus der Düsenöffnung
36 austretende Heißdampf und der über den Saugspalt 60 angesaugte kältere Dampf vermischen
sich in dem zylindrischen Mischkanal 62, wodurch die Dampftemperatur herabgesetzt
wird.
[0032] Über den Wasseranschluß 22, die Wasserzuführungskammer 48 und die Bohrungen 50 wird
dem in der Düsennadel 42 vorgesehenen Kanal 52 Wasser zugeführt, das bei der Spritzdüsenöffnung
54 axial zu der Düsenöffnung 36 der Treibdüse 34 austritt. Der aus der Spritzdüsenöffnung
54 austretende Wasserstrahl ist von dem mit hoher Geschwindigkeit durch die Düsenöffnung
36 strömenden Heißdampf umgeben, der den Wasserstrahl aufreißt und zu Tröpfchen zerstäubt.
Gleichzeitig legt sich der Heißdampfstrahl in seinem äußeren Bereich wie ein Mantel
um den zerstäubten Wasserstrahl, so daß eine Berührung der relativ kalten Wassertröpfchen
mit den aufgeheizten Teilen der Fangdüse 58, des Mischkanals 62, des Diffusors 64
oder anderen Teilen der Dampfkühlvorrichtung 10 verhindert wird. An dem Ausgangsanschluß
14 steht zweifach gekühlter Dampf an, der durch die Wassereinspritzung bis kurz oberhalb
seiner Kondensationstemperatur heruntergekühlt sein kann.
[0033] Im Teillastbereich, daß heißt wenn der an dem Ausgangsanschluß 14 angeschlossene
Wärmeverbraucher nur sehr wenig Wärme abnimmt, wird ein großer Teil des in der Vorlaufleitung
16 strömenden, vorgekühlten Dampfes über die Nebenschlußleitung abgezweigt und dem
Sauganschluß 12 zugeführt. Gleichzeitig wird mittels entsprechender Einstellung des
Steuerorgans 26 der Düsenkegel 44 so weit in die Düsenöffnung 36 hineingefahren, daß
lediglich ein Heißdampfstrahl mit einem geringen Volumen- oder Massenstrom aus der
Treibdüse 34 austreten kann. Dieser weist eine Geschwindigkeit auf, die ausreicht,
an dem Sauganschluß 12 eine Saugwirkung zu erzielen, so daß durch den Ringspalt 60
ein beträchtlicher Volumen- oder Massenstrom von vorgekühltem Dampf nachströmt. Dadurch
ergibt sich innerhalb des Mischkanales 62 ein für die Zerstäubung des eingespritzten
Wassers ausreichender Massenstrom und das selbst bei sehr weit gedrosselter Treibdüse
34. Auch in diesem Betriebszustand wirkt der eingespritzte Heißdampf als äußerer Mantel
schützend und verhindert eine Berührung von unverdampften Wassertropfen mit Gehäusewandungen.
[0034] Eine weitere Dampfkühlvorrichtung 10a ist in Figur 3 dargestellt, wobei bau- oder
funktionsgleiche Teile ohne weitere Bezugnahme mit den im Zusammenhang mit der Dampfkühlvorrichtung
10 bereits verwendeten Bezugszeichen versehen sind, die zur Kenntlichmachung mit einem
"a" ergänzt sind.
[0035] Abweichend von der bereits beschriebenen Dampfkühlvorrichtung 10 ist bei der Dampfkühlvorrichtung
10a die Düsennadel 42a voll, daß heißt ohne inneren Kanal 52 ausgebildet. Auch der
Regulierkegel 44a ist voll, daß heißt ohne irgendwelche Auslaßöffnungen ausgebildet
und weist eine Kegelspitze 70 auf. Entsprechend entfällt bei der in Figur 3 dargestellten
Dampfkühlvorrichtung 10a die Wasserkammer 48.
[0036] Der Wasseranschluß 22a führt zu einer Spritzdüse 72, die eine zylindrische, radial
zu der Längsmittelachse 56a angeordnete Spritzdüsenöffnung aufweist. Die Spritzdüsenöffnung
74 ist ungefähr mittig zwischen der Längsmittelachse 56a und der den Mischkanal 62a
definierenden Wandung angeordnet, so daß eingespritztes Wasser entlang der Längsmittelachse
56a mitgenommen wird. Die Spritzdüse 72 ist an dem fangdüsenseitigen Ende des Mischkanals
62a angeordnet, so daß nahezu dessen gesamte Länge zur Bildung des Wasser-Dampf-Gemisches
und zum Verdampfen des Wassers zur Verfügung steht. Eine ringförmige, gegen die Längsmittelachse
56a geneigt angeordnete Planfläche 76 umgibt die Spritzdüsenöffnung 74.
[0037] Die Funktionsweise der insoweit beschriebenen Dampfkühlvorrichtung 10a, die beispielsweise
in einer Wärmeverbraucherstation 1 nach Figur 1 vorgesehen ist, entspricht weitgehend
der im Vorstehenden beschriebenen Funktionsweise der Dampfkühlvorrichtung 10. Jedoch
wird bei der Dampfkühlvorrichtung 10a Wasser quer in den durch die Fangdüse 58a, den
Mischkanal 62 und den Diffusor 64 gehenden Strahl eingespritzt, der aus bereits vorgemischtem
Dampf besteht. Dieses Gemisch strömt mit so großer Geschwindigkeit durch den Mischkanal
62a, daß das eingespritzte Wasser ohne weiteres zerstäubt wird, auch wenn die Treibdüse
34a nahezu geschlossen ist und lediglich wenig hochgespannter Dampf aus der Düsenöffnung
36a austritt. Durch die Schrägstellung der Ringfläche 76 wird eine zusätzliche Verwirbelung
herbeigeführt.
[0038] Eine abgewandelte Wärmeverbraucherstation 1b ist in Figur 4 dargestellt, die, wie
bereits die im Zusammenhang mit der Figur 1 beschriebene Wärmeverbraucherstation 1,
sowohl mit einer Dampfkühlvorrichtung 10, wie sie in Figur 2, als auch mit einer Dampfkühlvorrichtung
10a, wie sie in Figur 3 dargestellt ist, ausgerüstet sein kann. Außerdem ist zur Regelung
oder Steuerung die bereits erläuterte, nicht weiter dargestellte Steuereinheit 3 vorgesehen.
Im Unterschied zu der bereits beschriebenen Wärmeverbraucherstation 1 ist jedoch die
Vorlaufleitung nicht angezapft, sondern als Vorlaufleitung 16b von dem Ausgangsanschluß
14 der Dampfkühlvorrichtung 10 ohne Abzweigung zu dem Wärmeverbraucher 2b geführt.
Die Kondensatleitung 18b führt zu einem Kondensatableiter 80, der über eine weitere
Kondensatleitung 18b in die Kondensatsammelleitung 02 entwässert. Aus dem Kondensatableiter
80 wird dort durch Nachverdampfung entstehender Dampf über die Nebenschlußleitung
20b zu dem Sauganschluß 12 der Dampfkühlvorrichtung 10 geführt. Der über den Sauganschluß
12 auf den Kondensatableiter 80 durchgreifende niedrige Druck und die in dem Kondensat,
das in dem Kondensatableiter steht, enthaltene Restwärme führen zu einer Nachverdampfung
des Kondensats, so daß relativ kühler und nasser Dampf an den Sauganschluß 12 gelangt,
der sich in der Dampfkühlvorrichtung 10 mit dem von der Dampfleitung 01 über die Abzweigleitung
6b herangeführten Heißdampf mischt. Zur weiteren Abkühlung wird diesem über den Wasseranschluß
22 Wasser zugeführt.
[0039] Auch bei dieser Wärmeverbraucherstation 1 wird im Teillastbetrieb von einem Heißdampfstrahl
mit relativ geringem Massen- oder Volumenstrom eine über die Vorlaufleitung 16b, den
Wärmeverbraucher 2b, die Kondensatleitung 18b, den Kondensatableiter 80 und die Nebenschlußleitung
20b gehender Kreislauf mit höherem Massedurchsatz angetrieben. In dem dem Ausgangsanschluß
14 der Dampfkühlvorrichtung 10 vorgelagerten Mischkanal 62 ist deshalb ein für die
Zerstäubung des eingespritzten Wassers ausreichender Dampfstrom vorhanden. Insbesondere
reicht die Geschwindigkeit gerade auch im extremen Teillastbereich von beispielsweise
lediglich 10 % der maximalen, einströmenden Heißdampfmenge für die Wasserverdampfung
aus.
[0040] In Fig. 5 ist eine weitere Wärmeverbraucherstation 1c dargestellt, die eine Dampfkühlvorrichtung
10c mit innerer Rückführung aufweist. Die Wärmeverbraucherstation 1c ist mittels der
nicht dargestellten Steuereinheit 3 geregelt. Wie die vorstehend beschriebenen Dampfkühlvorrichtungen
10, 10a weist die Dampfkühlvorrichtung 10c einen Treibmittelanschluß 8c und einen
Ausgangsanschluß 14c auf. Jedoch ist auf einen Sauganschluß verzichtet worden. Der
Treibmittelanschluß 8c ist über die Abzweigleitung 6c direkt an die Dampfleitung 01
angeschlossen und der Ausgangsanschluß 14c liegt über die Vorlaufleitung 16c direkt
an dem Wärmeverbraucher 2c, der über die Kondensatleitung 18c direkt mit der Kondensatsammelleitung
02 verbunden ist und in diese entwässert.
[0041] Die Dampfkühlvorrichtung 10c weist einen Entwässerungsanschluß 82 auf, aus dem evtl.
innerhalb der Dampfkühlvorrichtung 10 entstehendes Kondensat in einen Kondensatableiter
84 und von diesem in die Kondensatsammelleitung 02 abfließen kann. Der allen in den
Fig. 1, 4 und 5 dargestellten Wärmeverbraucherstationen 1, 1b, 1c gemeinsame Dampfkreislauf
ist bei der Wärmeverbraucherstation 1c innerhalb der Dampfkühlvorrichtung 10c lokalisiert.
[0042] Die Dampfkühlvorrichtung 10c ist separat und schematisch in Figur 6 dargestellt,
wobei soweit mit der Dampfkühlvorrichtung 10 übereinstimmende Teile vorhanden sind,
diese mit den bereits eingeführten, durch ein c kenntlich gemachtes Bezugszeichen
versehen sind, ohne das diese nochmals erläutert sind.
[0043] Bei der Dampfkühlvorrichtung 10c ist ein von dem Ausgangsanschluß 14c zu dem Ansaugraum
66c führender Kanal 90 vorgesehen, der den Diffusor 64c und den Mischkanal 62c umgibt.
Die Fangdüse 58c, der Mischkanal 62c und der Diffusor 64c sind durch ein Rohrstück
gebildet, das von dem im Querschnitt kreisförmigen Kanal 90 umgeben und mittels einer
Bohrungen 92, 94 aufweisenden Zwischenwand in dem Gehäuse 30c gehalten ist. Der Kanal
90 stellt somit einen Nebenschluß dar, der die bei der Wärmeverbraucherstation 1 vorgesehene
(Fig. 1) Nebenschlußleitung 20 ersetzt. In der Fangdüse 58c und dem Mischkanal 62c
mischen sich der über die Düsenöffnung 36c einströmende Heißdampf mit über den Kanal
90 rückgeführten, vorgekühlten Dampf und aus der Spritzdüsenöffnung 54c in den Heißdampfstrahl
eingespritztes Wasser.
[0044] Der Ansaugraum 66c ist an den Kondensatauslaßanschluß 82 geführt, über den sich in
dem Ansaugraum 66c befindliches oder entstehendes Kondensat abfließen kann.
[0045] Beim Betrieb der Dampfkühlvorrichtung 10c wird, wie mit den Pfeilen 96 angedeutet
ist, aus dem in der strichpunktiert angedeuteten Vorlaufleitung 16c strömenden Dampfstrom
ein Teilstrom abgezweigt und über den Kanal 90 durch den Saugspalt 60c dem aus der
Treibdüse 34c austretendem Treibstrahl zugemischt. Es wird so auch bei schwachem Treibstrahl
eine kräftige Strömung aufrecht erhalten, die zum Zerstäuben und Verdampfen von über
die Spritzdüsenöffnung 54c eingespritzten Wassers ausreicht.
[0046] Den Dampfkühlvorrichtungen 10, 10a, 10c ist gemeinsam, daß die Dampfgeschwindigkeit
an den Stellen der Wassereinspritzung sehr groß und weitgehend unabhängig vom primären
Dampfdurchsatz ist. Das ergibt insbesondere ein gutes Regelverhalten von Vollast bis
Schwachlast. Außerdem ist die Dampfqualität des gekühlten Dampfes gegenüber von bekannten
Dampfkühlvorrichtungen abgegebenem Dampf erheblich verbessert. Infolge der intensiven
Durchmischung von Dampf und Wasser innerhalb des Mischkanals 62, 62a, 62b, 62c ist
der gekühlte Dampf sehr homogen. Dadurch wird es möglich, gesättigten oder nahezu
gesättigten Dampf zu erzeugen, der wenig oder keine Wassertropfen mitführt.
1. Strahlpumpe (10) zum Fördern und Kühlen von gas- oder dampfförmigen Medien,
mit einer mit dem unter Druck stehenden Medium beaufschlagbaren Treibdüse (34), die
eine Düsenöffnung (36) aufweist, zum Erzeugen eines mit hoher Geschwindigkeit austretenden
Strahles des dampfförmigen Mediums,
mit einer Düsennadel (42), die koaxial zu der Düsenöffnung (36) angeordnet und auf
diese zu bzw. von dieser weg verstellbar ist, um die Strahlpumpe (10) zu regulieren,
mit einem Kanal (52), der in der Düsennadel (42) vorgesehen ist, der an dem treibdüsenseitigen
Ende der Düsennadel (42) in einer Spritzdüsenöffnung (54) mündet und der mit einem
flüssigen Medium, das kälter als das dampfförmige Medium ist, beaufschlagbar ist sowie
in den Innenraum mündet,
mit einer der Treibdüse (34) gegenüberliegend angeordneter Fangdüse (58), einem sich
an diese anschließenden Mischkanal (62) sowie einem Diffusor (64) zum Aufnehmen und
Ableiten des in die Fangdüse (58) eintretenden Strahles,
wobei der Mischkanal (62) in radiale und die Treibdüse (34) in axialer Richtung einen
axial durchströmbaren Innenraum begrenzen, der in eine Auslaßöffnung (14) mündet und,
mit einem in den Bereich zwischen der Treibdüse (34) und der Fangdüse (58) in den
Innenraum mündenden Saugkanal (12), über den dem Strahl gas- oder dampfförmiges Medium
zuführbar ist.
2. Strahlpumpe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sich der Mischkanal (62)
im Anschluß an die Fangdüse (58) über eine Länge geradlinig erstreckt, und dass seine
Länge ein Vielfaches der lichten Weite der Fangdüse (58) beträgt.
3. Strahlpumpe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Mischkanal (62) zylindrisch
ausgebildet ist.
4. Strahlpumpe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Kanal (52) in der Düsenöffnung
(36) mündet.
5. Strahlpumpe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Kanal (52) vor der Düsenöffnung
(36) mündet.
6. Strahlpumpe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Düsennadel (42) eine
mit Wasser beaufschlagbare Wasserzuführungskammer (48) durchgreift, in der sie abgedichtet
und gleitend verschiebbar geführt ist.
7. Strahlpumpe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sie einen die Auslaßöffnung
(14) mit dem Saugkanal (12) verbindenden Kanal (90) aufweist.
8. Strahlpumpe nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Kanal (90) im Querschnitt
kreisringförmig ist und zu dem Mischkanal (62) und dem Diffusor (64) konzentrisch
angeordnet ist.
9. Strahlpumpe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Düsennadel (42) einen
Regulierkegel trägt, durch den die Düsenöffnung (36) freigegeben, gedrosselt oder
bedarfsweise ganz geschlossen werden kann.
10. Strahlpumpe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Düsennadel (42) mittels
eines Elektromotors (28) verstellbar ist.
11. Strahlpumpe nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß der Elektromotor von einem
Regler (5) angesteuert ist.
12. Strahlpumpe (10) zum Fördern und Kühlen von gas- oder dampfförmigen Medien,
mit einer mit dem unter Druck stehenden Medium beaufschlagbaren Treibdüse (34) zum
Erzeugen eines mit hoher Geschwindigkeit austretenden Strahls des dampfförmigen Mediums,
mit einer der Treibdüse (34) gegenüberliegend angeordneten Fangdüse (58), einem sich
an diese anschließenden Mischkanal (62) sowie einem Diffusor (64) zum Aufnehmen und
Ableiten des in die Fangdüse (58) eintretenden Strahles,
wobei der Mischkanal (62) in radialer und die Treibdüse (34) in axialer Richtung einen
axial durchströmbaren Innenraum begrenzen, der in eine Auslaßöffnung (14) mündet,
mit einem in den Bereich zwischen der Treibdüse (34) und der Fangdüse (58) in den
Innenraum mündenden Saugkanal (12), über den dem Strahl gas- oder dampfförmiges Medium
zuführbar ist, und
mit einem Kanal (72) der in einem den Mischkanal (62) durchgreifenden Rohr (72) angeordnet
ist, das radial zu der Bewegungsrichtung des durch die Fangdüse (58) gehenden Strahls
angeordnet ist, wobei das Rohr (72) an seinem in dem Innenraum angeordneten Ende eine
verengte Mündungsöffnung (74) aufweist, und wobei der Kanal (72) mit einem flüssigen
Medium beaufschlagbar ist, das kälter als das dampfförmige Medium ist.
1. Jet pump (10) for conveying and cooling gaseous or vaporous media, with a propelling
nozzle (34), capable of being subjected to the pressurized medium and having a nozzle
orifice (36), for generating a jet of the vaporous medium, the said jet emerging at
high velocity, with a nozzle needle (42) which is arranged coaxially to the nozzle
orifice (36) and can be adjusted towards and away from the latter, in order to regulate
the jet pump (10), with a duct (52) which is provided in the nozzle needle (42) and
opens out in a spray-nozzle orifice (54) at that end of the nozzle needle (42) on
the propelling-nozzle side and which can be subjected to a liquid medium colder than
the vaporous medium and opens into the inner space, with a capture nozzle (58) arranged
opposite the propelling nozzle (34), a mixing duct (62) adjoining the said capture
nozzle, and a diffuser (64) for receiving and discharging the jet entering the capture
nozzle (58), the mixing duct (62) delimiting in the radial direction and the propelling
nozzle (34) in the axial direction an inner space, through which the flow can pass
axially and which opens into an outlet orifice (14), and with a suction duct (12)
which opens into the region between the propelling nozzle (34) and the capture nozzle
(58) into the inner space and via which gaseous or vaporous medium can be supplied
to the jet.
2. Jet pump according to Claim 1, characterized in that the mixing duct (62) adjoining
the capture nozzle (58) extends over a length in a straight line, and in that its
length is a multiple of the clear width of the capture nozzle (58).
3. Jet pump according to Claim 1, characterized in that the mixing duct (62) is designed
cylindrically.
4. Jet pump according to Claim 1, characterized in that the duct (52) opens out in the
nozzle orifice (36).
5. Jet pump according to Claim 1, characterized in that the duct (52) opens out in front
of the nozzle orifice (36).
6. Jet pump according to Claim 1, characterized in that the nozzle needle (42) passes
through a water supply chamber (48), which can be subjected to water and in which
the said nozzle needle is guided so as to be sealed off and slideably displaceable.
7. Jet pump according to Claim 1, characterized in that it has a duct (90) connecting
the outlet orifice (14) to the suction duct (12).
8. Jet pump according to Claim 7, characterized in that the duct (90) has an annular
cross-section and is arranged concentrically to the mixing duct (62) and the diffuser
(64).
9. Jet pump according to Claim 1, characterized in that the nozzle needle (42) carries
a regulating cone, by means of which the nozzle orifice (36) can be opened, throttled
or, if required, completely closed.
10. Jet pump according to Claim 1, characterized in that the nozzle needle (42) is adjustable
by means of an electric motor (28).
11. Jet pump according to Claim 10, characterized in that the electric motor is activated
by a controller (5).
12. Jet pump (10) for conveying and cooling gaseous or vaporous media, with a propelling
nozzle (34), capable of being subjected to the pressurized medium, for generating
a jet of the vaporous medium, the said jet emerging at high velocity, with a capture
nozzle (58) arranged opposite the propelling nozzle (34), a mixing duct (62) following
the said capture nozzle, and a diffuser (64) for receiving and discharging the jet
entering the capture nozzle (58), the mixing duct (62) delimiting in the radial direction
and the propelling nozzle (34) in the axial direction an inner space, through which
the flow can pass axially and which opens into an outlet orifice (14), with a suction
duct (12) which opens into the region between the propelling nozzle (34) and the capture
nozzle (58) into the inner space and via which gaseous or vaporous medium can be supplied
to the jet, and with a duct (72) arranged in a pipe (62) which passes through the
mixing duct (62) and which is arranged radially to the direction of movement of the
jet travelling through the capture nozzle (58), the pipe (72) having a narrowed mouth
orifice (74) at its end arranged in the inner space, and the duct (72) being capable
of being subjected to a liquid medium colder than the vaporous medium.
1. Pompe à jet (10) pour le transport et le refroidissement de fluide gazeux ou sous
forme de vapeur, comprenant
une tuyère motrice (34) susceptible d'être alimentée en fluide sous pression et présentant
une ouverture de tuyère (36) pour la production d'un jet de fluide sous forme de vapeur,
sortant à vitesse élevée,
un pointeau de tuyère (42) qui est disposé coaxialement à l'ouverture de tuyère (36)
et est réglable dans le sens d'un rapprochement ou d'un éloignement de cette dernière,
en vue du réglage de la pompe à jet (10),
un canal (52) qui est prévu dans le pointeau de tuyère (42), qui débouche à l'extrémité
du pointeau (42), côté tuyère motrice, dans une ouverture de tuyère d'injection (54),
qui peut être alimenté en fluide liquide se trouvant à une température inférieure
à celle du fluide sous forme de vapeur, et qui débouche dans l'espace intérieur,
une tuyère de reprise (58) disposée en face de la tuyère motrice (34), un canal mélangeur
(62) se raccordant à cette tuyère de reprise ainsi qu'un diffuseur (64) pour la reprise
et l'écoulement du jet entrant dans la tuyère de reprise (58),
le canal mélangeur (62) délimitant en direction radiale et la tuyère motrice délimitant
en direction axiale un espace intérieur qui peut être parcouru axialement et qui débouche
dans une ouverture de sortie (14), et
un canal d'aspiration (12) qui débouche dans l'espace intérieur dans la zone située
entre la tuyère motrice (34) et la tuyère de reprise (58) et par lequel le fluide
gazeux ou sous forme de vapeur peut être amené au jet.
2. Pompe à jet suivant la revendication 1, caractérisée par le fait que le canal mélangeur
(62) s'étend, à la suite de la tuyère de reprise (58), sous forme rectiligne sur une
longueur et que sa longueur est un multiple du diamètre intérieur de la tuyère de
reprise (58).
3. Pompe à jet suivant la revendication 1, caractérisée par le fait que le canal mélangeur
(62) est de conformation cylindrique.
4. Pompe à jet suivant la revendication 1, caractérisée par le fait que le canal (52)
débouche dans l'ouverture de tuyère (36).
5. Pompe à jet suivant la revendication 1, caractérisée par le fait que le canal (52)
débouche en avant de l'ouverture de tuyère (36).
6. Pompe à jet suivant la revendication 1, caractérisée par le fait que le pointeau de
tuyère (42) traverse une chambre d'amenée d'eau (48) susceptible d'être alimentée
en eau, dans laquelle il est guidé de façon mobile en translation de façon étanche
et à coulissement.
7. Pompe à jet suivant la revendication 1, caractérisée par le fait qu'elle présente
un canal (90) reliant l'ouverture de sortie (14) au canal d'aspiration (12).
8. Pompe à jet suivant la revendication 7, caractérisée par le fait que le canal (90)
présente une section de couronne circulaire et est disposé concentriquement par rapport
au canal mélangeur (62) et au diffuseur (64).
9. Pompe à jet suivant la revendication 1, caractérisée par le fait que le pointeau de
tuyère (42) porte un cône de réglage par lequel l'ouverture de tuyère (36) peut être
dégagée, partiellement fermée ou en cas de besoin entièrement fermée.
10. Pompe à jet suivant la revendication 1, caractérisée par le fait que le pointeau de
tuyère (42) est réglable à l'aide d'un moteur électrique.
11. Pompe à jet suivant la revendication 10, caractérisée par le fait que le moteur électrique
est commandé par un régulateur (5).
12. Pompe à jet (10) pour le transport et le refroidissement de fluide gazeux ou sous
forme de vapeur, comprenant
une tuyère motrice (34) susceptible d'être alimentée en fluide sous pression, pour
la production d'un jet de fluide sous forme de vapeur, sortant à vitesse élevée,
une tuyère de reprise (58) disposée en face de la tuyère motrice (34), un canal mélangeur
(62) se raccordant à cette tuyère de reprise ainsi qu'un diffuseur (64) pour la reprise
et l'écoulement du jet entrant dans la tuyère de reprise (58),
le canal mélangeur délimitant en direction radiale et la tuyère motrice délimitant
en direction axiale un espace annulaire susceptible d'être parcouru axialement et
débouchant dans une ouverture de sortie (14),
un canal d'aspiration (12) qui débouche dans l'espace intérieur dans la zone comprise
entre la tuyère motrice (34) et la tuyère de reprise (58) et par lequel le fluide
gazeux ou sous forme de vapeur peut être amené au jet, et
un canal (72) disposé dans un tube (72) qui traverse le canal mélangeur (62), qui
est disposé radialement par rapport à la direction de mouvement du jet traversant
la tuyère de reprise (58) et qui présente un orifice (74) de section réduite à son
extrémité disposée dans l'espace intérieur, le canal (72) pouvant être alimenté en
fluide liquide se trouvant à une température inférieure à celle du fluide sous forme
de vapeur.