(19)
(11) EP 0 724 677 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
09.12.1998  Patentblatt  1998/50

(21) Anmeldenummer: 94928509.2

(22) Anmeldetag:  20.10.1994
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)6: E04B 1/348, E04H 1/02
(86) Internationale Anmeldenummer:
PCT/IB9400/324
(87) Internationale Veröffentlichungsnummer:
WO 9511/356 (27.04.1995 Gazette  1995/18)

(54)

Mehrgeschossiges Wohnhaus und Verfahren zu dessen Erstellung

Multistorey residential building and process for erecting the latter

Maison à plusieurs étages d'habitation et procédé pour la construire


(84) Benannte Vertragsstaaten:
CH DE ES FR GB LI SE

(30) Priorität: 22.10.1993 DE 9316197 U

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
07.08.1996  Patentblatt  1996/32

(73) Patentinhaber: CLIP Systems AG
4132 Muttenz (CH)

(72) Erfinder:
  • Fleischhauer, Raphael
    CH-4900 Langenthal (CH)
  • Thomann, Jürg
    CH-8046 Zürich (CH)

(74) Vertreter: Roshardt, Werner Alfred, Dipl.-Phys. 
Keller & Partner Patentanwälte AG Zeughausgasse 5 Postfach
3000 Bern 7
3000 Bern 7 (CH)


(56) Entgegenhaltungen: : 
WO-A-91/12386
FR-A- 2 286 923
DD-A- 203 590
FR-A- 2 478 170
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Erstellung eines Wohnhauses gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1 sowie ein mehrgeschossiges Wohnhaus gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 8.

    [0002] Aus der deutschen Offenlegungsschrift DE-A 32 26 742 ist ein mehrgeschossiges Wohnhaus mit einem Wohnraumteil und einer vorgefertigten Raumzelle als Naßzelle bekannt. Die bekannte Raumzelle bildete den Kern des zu erstellenden Wohnhauses. Um sie herum wurden dann die Zimmer des Hauses erstellt, wobei die Wandungen der Raumzelle gleichzeitig jeweils eine Wand des angrenzenden Wohnraumes bildeten. Die zentrale Raumzelle diente gleichzeitig als tragendes Element für Teile des zu erstellenden Hauses.

    [0003] Die bekannte Raumzelle konnte ferner so ausgebildet sein, daß die in ihr verlegten Installationsleitungen auch Anschlußelemente an der Außenseite der Zellenwände aufwiesen, um auch an diesen Außenseiten Installationseinrichtungen wie beispielsweise Küchengeräte (Herd-, Spül- bzw. Waschmaschine, Kühlschrank und dgl.) anschließen zu können.

    [0004] Nachteilig bei dem bekannten Wohnhaus war die Festlegung des Grundrisses bereits durch die Raumzelle, was oftmals zu einer unbefriedigenden, ungünstigen Grundrißorganisation führte. Dies wurde noch dadurch verstärkt, da die statische Ausgestaltung des restlichen Wohnhauses auf die festinstallierte Raumzelle ausgerichtet war.

    [0005] Aus der DDR-Patentschrift DD 203 590 ist ein mehrgeschossiges Wohnhaus bekannt, an dessen Außenwand Raumzellen mit Sanitärinstallationen sog. Naßzellen angebaut waren. Die Raumzellen wurden bei Sanierungsmaßnahmen an Altbauten verwendet. Mit diesen Raumzellen sollte es möglich sein, an bestehenden Gebäuden, ohne Rücksicht auf deren Grundrißeinteilung, Naßzellen nachträglich anzubringen. Die DD 203 590 schlug vor, Türöffnungen aus den Außenmauern des Altbaus herauszubrechen und Naßzellen zwischen vertikalen Holmen eines skelettartigen Traggerüsts aufzuhängen. Die vertikalen Gerüstholme wurden fest in der Außenmauer des Altbaus verankert und oben durch eine Querstrebe miteinander verbunden. Dabei war das skelettartige Gerüst nicht ein zum Anbau der Naßzelle dienendes Arbeitsgerüst, sondern ein am Wohnhaus verbleibendes, die Naßzellen hängend haltendes Traggerüst. Zur Fixierung mit dem Wohnhaus wurden sie an einer der Wohnhausseitenwänden angeklammert. Eine zur DD 203 590 analoge Konstruktion verwendete die DE-A 41 22 526.

    [0006] In der deutschen Offenlegungsschrift DE-A 32 01 672 ist ein gattungsfremder demontierbarer Interimsbau mit einer an diesen anbaubaren, eigensteifen Raumzelle beschrieben. Die Verbindung zwischen Interimsbau und Raumzelle erfolgte über steife Flanschzargen, so daß keine besonderen Unterstützungen der Raumzelle notwendig waren. Ein weiterer Interimsbau ist in der DE-A 31 49 439 beschrieben.

    [0007] Eine hierzu analoge Konstruktion beschreibt die FR-A 2 286 923. Die Raumzelle war hier auf Rollen verschiebbar ausgebildet. Sie wurde als kompaktes in sich stabiles Gebilde zur Baustelle transportiert und dann in den zu errichtenden Bau integriert. Nachteilig bei dieser Raumzelle war u.a. die Anordnung der Küchenmöbel und -geräte an der Außenseite der Raumzelle, welche dann für den Transport zur Baustelle gegen Beschädigungen schützend abgedeckt werden mußte.

    [0008] In der US-A 3 882 649 wurde ein modulares System zur Erstellung von Wohnhäusern beschrieben, bei denen nur drei unterschiedliche Einheiten, nämlich eine Raumeinheit, ein Balkenelement und ein Bodenelement verwendet wurden. Die Raumeinheiten stellten die tragenden Elemente zwischen den einzelnen Stockwerken dar. Da sie in den Innenbereich des Wohnhauses voll integriert waren, waren sie nicht als selbständige Einheiten aufzufassen und konnten auch nicht an der Außenseite eines Wohnhauses angeordnet werden, was eine Austauschbarkeit ausschloß.

    [0009] Die FR-A 2 478 170 schlug eine stirnseitig mit einer Solaranlage versehene einzelne Raumzelle vor. Entweder wurde der teilweise wandlose Raumzellenteil in einen vorbereiteten Leerraum des Wohngebäudes eingeschoben, so daß nur der Solarteil außerhalb des Wohngebäudes blieb oder die aus einem leichten Gerüst (Eisenarmierungsgerüst) gebildeten Außenseiten der einzigen Raumzelle wurden mit Beton unter Bildung gemeinsamer Wände mit dem Wohngebäudeteil vergossen. Ziel war es, diese eine Raumzelle in den Wohngebäudeteil zu integrieren.

    [0010] Eine als Sanitärzelle auszugestaltende Raumzelle zum Einbau in einem Wohnraum ist in der CH-A 554 476 beschrieben. Weitere Raumzellen sind aus der FR-A 2 286923, der US-A 4 457 116, der CH-A 503 855, der CH-A 505 264, der CH-A 560 815, der DE-A 25 20 682 und der DE-A 40 06 605 bekannt.

    [0011] Unter einer wohninfrastrukturbestückten, vorgefertigten Raumzelle wird ein Raum verstanden, der für den Betrieb einer Wohnung die notwendigen Heizungs-, Sanitär-, Elektro- und Kücheninstallationen sowie lüftungstechnischen Installationen enthält, wobei sämtliche Einheiten bereits fernab von der Baustelle eingebaut und funktionsbereit gemacht werden. Diese Raumzelle wird nur noch auf der Baustelle aufgestellt und mit den im Boden angeordneten elektrischen Anschlüssen sowie Frischwasserzu- und Abwasserabfluß verbunden.

    [0012] Unter nachrichtentechnischen Installationen und Geräten wird, vereinfachend dargestellt, alles verstanden was irgendwie an einem elektrische Schwingungen und Pulse übertragenden Kabel hängt. Hierzu zählen insbesondere, Telefon, Fax, Datenübertragungseinrichtungen (Modemstrecken, Mailbox, ...), TV-Kabel und Antennenleitungen, etc.

    [0013] Die Aufgabe der Erfindung ist es, ein Verfahren zur Erstellung eines kostengünstigen mehrgeschossigen Wohnhauses aufzuzeigen sowie ein kostengünstig zu erstellendes, mehrgeschossiges Wohnhaus zu schaffen, dessen Wohninfrastruktur neusten Entwicklungen auf einfache Art und Weise angepaßt werden kann.

    [0014] Die Aufgabe ist im Hinblick auf das Verfahren durch Patentanspruch 1 und auf das Wohnhaus durch Patentanspruch 8 gelöst. Durch die Herstellung des Wohnraumteils am Wohnhausort kann einerseits eine ästhetisch in die Landschaft passende Bauart gewählt und andererseits an Ort und Stelle vorhandenes Baumaterial verwendet werden. Durch die an das bereits erstellte "Wohnhausgerippe" anzubringende ("anzudokkende"), die Wohninfrastruktur enthaltende, getrennt von den Wohnraumteilen hergestellte Raumzelle kann diese einerseits kostengünstig und andererseits qualitativ hohen Ansprüchen genügend in einer Fabrikhalle, in der sämtliche technischen Gegebenheiten, wie Meßinstrumente, Montagewerkzeuge, etc. zur Verfügung stehen, bis zur Funktionsfähigkeit montiert werden.

    [0015] Durch die bevorzugte, den Wünschen des zukünftigen Bewohners entsprechende Wohnraumaufteilung, durch den Einbau von Zwischenwänden erst nach Fertigstellung des "Wohnhausgerippes" mit angedockter Raumzelle kann eine optimale, individuelle Wohnraumgestaltung verwirklicht werden. Auch lassen sich diese Zwischenwände ohne allzu großen Aufwand später wieder entfernen bzw. versetzen.

    [0016] Die in den Raumzellen angeordneten Heizungs-, Sanitär-, Elektro- und Kücheninstallationen sowie lüftungstechnischen Instaliationen unterliegen einerseits einer gewissen Abnutzung sowie andererseits einem modischen Wandel, so daß ein Austausch nach zehn bis zwanzig Jahren angezeigt sein dürfte. Da die Raumzelle bzw. die Raumteilzellen als Ganzes auswechselbar ist bzw. sind, bedeutet eine Erneuerung durch Auswechseln kein Problem, zumal die neue Raumzelle fertig montiert und bereits funktionsgeprüft angeliefert und die alte abtransportiert werden kann.

    [0017] Da alle Leitungen, wie u. a. die elektrischen und auch die heizungstechnischen Installationen ausgehend von einer Schnittstelle (Interface) der Raumzelle verlegt und auch versorgt werden, ist eine einfache Raumgestaltung und -umgestaltung, wie oben durch die Verwendung der Zwischenwände aufgezeigt wurde, möglich. Eine derartige Schnittstelle zwischen der Raumzelle und dem Wohnraumteil für die obigen Leitungen ist aus keinem der zum Stand der Technik gewürdigten Dokumente bekannt. Die bekannten Raumzellen sind schaltungstechnisch in sich abgeschlossen; sie besitzen lediglich Übergänge zu den Außenanschlüssen. Es ist ferner in keinem der bekannten Dokumente vorgesehen, eine individuelle Gestaltung des Wohraums ausgehend von der bzw. den Raumzellen vorzunehmen.

    [0018] Von besonderem Vorteil ist die eigensteife Hülle der Raumteilzellen, welche beim Transport zum Wohnhausort die in die Raumteilzellen eingebauten Geräte und Möbel gegen Beschädigungen schützt. Für den Transport entfallen somit Geräte- und Möbelschutzverpackungen. Auch ist bei der konstruktiven Gestaltung der erfindungsgemäßen Raumzelle auf einen servicefreundlichen kostensenkenden modularen Aufbau geachtet worden, wie untenstehend ausgeführt wird.

    [0019] Falls ein zweigeschossiger Aufbau des Wohnraumteils erfolgt wird auch die Raumzelle zweigeschossig ausgebildet. Hierdurch ergibt sich einerseits eine leichtere Raumteilzelle, welche einfacher mit Fahrzeugen transportierbar ist und andererseits kann eine Unterteilung in einen Küchen- und einen Sanitärbereich vorgenommen werden. Diese Unterteilung ergibt für den Wohnraumbenützer ein größeres "Arbeitsvolumen" und größeren Wohnkomfort. Auch wird durch die Zweiteilung ermöglicht, daß bei späteren Sanierungsmaßnahmen nur eine der beiden Raumteileinheiten - höchstwahrscheinlich diejenige mit den Kücheneinbauten - auszutauschen ist, da die "Lebensdauer" von Küchen- und Sanitäreinbauten in der Regel unterschiedlich sind. In einer "Sparversion" lassen sich selbstverständlich auch alle Funktionen der Wohninfrastruktur in nur einer Raumzelle unterbringen.

    [0020] Im folgenden werden Ausführungsbeispiele des erfindungsgemäßen Wohnhauses sowie dessen Erstellungsverfahrens und der Raumzelle anhand von Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:
    Fig. 1
    eine Rückansicht eines erfindungsgemäßen Wohnhauses,
    Fig. 2
    eine Seitenansicht des in Figur 1 dargestellten Wohnhauses
    Fig. 3
    einen Längsschnitt durch das Wohnhaus entlang der Linien III - III in den Figuren 4 und 5,
    Fig. 4
    einen Grundriß des Erdgeschosses,
    Fig. 5
    einen Grundriß des Obergeschosses des in Figur 1 dargestellten Wohnhauses,
    Fig. 6
    eine perspektivische Darstellung einer aufgeschnittenen, ein WC aufweisenden Raumzelle des Wohnhauses und
    Fig. 7
    den in Figur 6 dargestellten Gegenstand, jedoch ohne Abdeckungen.


    [0021] Das in den Figuren 1 bis 5 dargestellte, zweigeschossige Wohnhaus 1 weist zwei übereinander liegende Wohnraumteile 3 und 4 sowie zwei übereinander angeordnete, eigensteife Raumteilzellen 5 und 6 auf. Diese beiden Raumteilzellen 5 und 6 sind nochmals unterteilt. So weist die im Erdgeschoß "angedockte", im Grundriß in Figur 4 dargestellte Raumteilzelle 5 einen vom WC-Bereich 9 getrennten Küchenbereich 10 mit den notwendigen Einrichtungen auf. WC- und Küchenbereich 9 und 10 sind durch eine leichte Wand 11 voneinander getrennt.

    [0022] Der WC-Bereich hat, wie im Grundriß des Erdgeschosses in Figur 4 dargestellt ist, eine Duschecke 13, eine Kloschüssel 15b mit Spülkasten 15b sowie ein Waschbecken 17a mit Toilettenschrank 17b. Der Küchenbereich 10 hat eine Spüle 19, einen Geschirrspüler 20, einen Kühlschrank 21, über dem ein (nicht dargestellter) Mikrowellenofen angeordnet ist, und einen Herd 23 mit Backofen, über dem ein (nicht dargestellter) Dampf abzug eingebaut ist. WC 9 und Küche 10 sind durch je eine Öffnung 26a und 26b, welche bei der Küche 10 offen bleiben oder durch eine Türe verschlossen werden kann, bzw. beim WC 9 durch eine Schwenktüre 28 verschließbar ist, mit dem Wohnraumteil 3 verbunden.

    [0023] Der Wohnraumteil 3 ist über eine Treppe 25 mit dem Wohnraumteil 4 verbunden. Die Wohnraumteile 3 und 4 weisen keine Zwischenwände auf; diese werden erst nach Anbringen der aus den Raumteilzellen 5 und 6 bestehenden Raumzelle aufgestellt. Vorerst sind nur die Stockwerksunterteilungen - Decke 27a und Boden 27b - vorhanden sowie die nur für die Statik der Hauskonstruktion notwendigen Stützteile 29, das Fundament 31, das Dach 33 und die nicht dargestellten Wasser-, Abwasser- und elektrischen Anschlüsse unterhalb der anzudockenden bzw. angedockten Raumzelle außerhalb der Wohnraumteile 3 und 4. Das Wohnhaus- und das Raumzellenfundament werden zusammen gegen horizontales und vertikales Gegeneinanderverschieben gesichert erstellt.

    [0024] Die am Wohnraumteil 4 des Obergeschosses "angedockte", im Grundriß in Figur 5 dargestellte Raumteilzelle 6 weist einen Heiz- und Waschraumbereich 35a und ein von diesem durch eine leichte Wand 37 getrenntes Bad 35b auf. Im Heiz- und Waschraumbereich 35a steht eine Heizungsanlage 39 und eine Waschmaschine 40. Im Bad 35b befinden sich zwei Waschbecken 41a und 41b, eine Toilette 43a mit Spülkasten 43b, eine Badewanne 44 sowie diverse Einbauschränke 45a und 45b. Das Bad 35b ist über eine mit einer Schwenktüre 46a verschließbare Öffnung 46b mit dem Wohnraumteil 4 und der Heiz- und Waschraum 35a über eine mit einer weiteren Schwenktüre 47a verschließbaren Öffnung 47b mit dem Bad 35b verbunden.

    [0025] Die Raumteilzellen 5 und 6 haben identische Grundflächen, damit sie bei der unten beschriebenen Montage übereinander stellbar sind. Sie können jedoch, wie in den Figuren 1, 4 und 5 dargestellt, sowohl innerlich wie auch äußerlich unterschiedlich gestaltet sein. So hat die Raumteilzelle 6 gegenüber der Raumteilzelle 5 zwei runde Außenfenster 49a und 49b, während die Raumteilzelle 6 drei Außenfenster 50a bis 50c aufweist. Wie jedoch in Figur 1 ersichtlich, wird die Außenfassade der Raumteilzellen 5 und 6 in Fassadenteileinheiten 51a bis 51f bzw. 52a bis 52f unterteilt, wobei die Fassadenteileinheiten 51b, 51e, 52b, 52d und 52e die Außenfenster 49a, 49b, 50a, 50b und 50c aufweisen. Die Fassadenteileinheiten 51a, 51c, 51d und 51f sind zu den Fassadenteileinheiten 52a, 52c und 52f sowie die Fassadenteileinheiten 51b und 51e zu den Fassadenteileinheiten 52b, 52d und 52e bis auf die Höhe analog ausgebildet. Eine unterschiedliche Höhe der Raumteilzellen 5 und 6 wurde gewählt, um eine möglichst geringe Bauhöhe des Wohnhauses 1 zu erreichen. Ist diese Forderung nicht gegeben, werden selbstverständlich die Höhen gleich gewählt, um eine kostengünstige Herstellung der Raumteilzellen zu ermöglichen. Durch die Uniformität dieser Teileinheiten ergibt sich eine Reduzierung der Herstellungskosten.

    [0026] Zwischen der Küche 10 und dem WC-Bereich 9 ist ein Erschließungsschacht 53a mit einem zentralen Verteilerkasten untergebracht. Von hier aus wird die Verteilung zu den Nutzungspunkten von Elektrizität, Heizung, Telefon, Telekom, Fernsehempfänger, Radiogerät, Computer, etc. vorgenommen. Dieser Erschließungsschacht 53a ist in einen weiteren Erschließungsschacht 53b in der Raumteilzelle 6 zwischen dem Heiz- und Waschraumbereich 35a sowie dem Bad 35b fortgeführt. In diesem Erschließungsschacht 53b wird neben Verbindungsrohren zwischen den beiden Raumteilzellen 5 und 6 die Entlüftung des Küchenbereichs 10, insbesondere der Dunstabzug, über das Dach auf dem Raumteilbereich 6 vorgenommen. Die Montage der Leitungen und Rohre wird auch hier bereits in der Fabrik vorgenommen. An der rechten Seite der Raumteilzellen 5 und 6 sind zwei in den Figuren 1, 4 und 5 sichtbare vertikale Rohre 55a und 55b als Falleitungsentlüftung für das Abwasser sowie für die Heizungsabgase angeordnet.

    [0027] Neben dem Küchenbereich 10 und neben dem Heiz- und Waschraumbereich 35a befindet sich je ein Abstellraum bzw. Stauraum 56a und 56b, in dem nicht täglich benötigtes Material, wie Koffer, Kisten, Ski, Sommersportartikel, etc. eingelagert werden können. Diese Räume 56a und 56b sind insbesondere dann von Vorteil, wenn das Wohnhaus 1, wie in Figur 3 dargestellt, ohne Keller aus Kostenersparnisgründen oder infolge Geländegegebenheiten erstellt worden ist.

    [0028] Die Aufteilung des umbauten Volumens im Erd- und im Obergeschoß 3 und 4 wird nach dem Andocken der Raumteilzellen 5 und 6 nach Wünschen des Wohnraumbenutzers mittels nicht dargestellten Zwischenwänden vorgenommen. Nach der Raumaufteilung werden ausgehend von den Raumteilzellen 5 und 6 die nicht dargestellten Leitungen für den elektrischen Strom zu den einzelnen Wohnräumen und die nicht dargestellten Leitungen für die Heizungskörper verlegt.

    [0029] Die Raumteilzellen 5 und 6 müssen nicht so angeordnet werden, daß sich der Küchenbereich 10 und das WC 9 sich im Erdgeschoß 3 sowie der Heiz- und Waschraum 35a und das Bad 35b im Obergeschoß 4 befinden. Diese hier gewählte Anordnung weist jedoch einige Vorteile auf. Die Küche 10 sollte bevorzugt im Erdgeschoß 3 angeordnet sein, damit in der Küche 10 zu verarbeitende Waren nicht die Treppe 25 hinaufgeschleppt werden müssen. Heiz- und Waschraum 35a werden bevorzugt zusammengelegt, damit die durch die Heizungsanlage 39 freiwerdende Verlustwärme zum Trocknen von Wäsche verwendet werden kann. Schlafräume ordnet man aus Gründen der Sicherheit gegenüber Einbrüchen bevorzugt in Obergeschossen an. Somit fällt auch im Obergeschoß 4 der Hauptteil der Wäsche an, welche dann bevorzugt im im gleichen Geschoß befindlichen Waschraum 35a gewaschen werden kann. Bevorzugt ordnet man das Bad 35b auch im gleichen Geschoß wie den Schlafraum an.

    [0030] Anstatt die Rohre 55a und 55b außen an den Raumteilzellen 5 und 6 anzuordnen, können sie auch in die Erschließungsschächte 53a und 53b hinein verlegt werden.

    [0031] In den Erschließungsschächten 53a und 53b können auch weitere Leitungen, wie z. B. eine Öl- oder Gasleitung für die Heizungsanlage 39, Telefonleitungen, etc. verlegt werden.

    [0032] Die Erstellung des erfindungsgemäßen Wohnhauses 1 erfolgt am Wohnhausort in für die Gegend üblicher Bauweise. D. h. es kann sich um ein Holz-, ein Ziegel-, ein Feldstein-, ein Fachwerkhaus etc. handeln. Es wird jedoch nur die äußere Hülle des Hauses 1 mit Fundament 31, Dach 33 und den notwendigen Versorgungsanschlüssen, wie z. B. Abwasser, Trinkwasser, Strom, Erdöl oder Gas, Telefon, etc. sowie der Treppe 25 zwischen den Geschossen 3 und 4 erstellt. Nach Fertigstellung des zwischenwändefreien, nur mit Stockwerksunterteilungen sowie nur mit für die Statik der Hauskonstruktion notwendigen Stützteilen 29 versehenen Wohnraumteile 3 und 4 werden die in einer Fabrik vorgefertigten, vollständig mit Geräten bestückten und mit Verbindungsleitungen installierten Raumzellen als zwei übereinanderstellbare Raumteilzellen 5 und 6 mit einem Tieflader angeliefert. An der Baustelle wird dann die Raumteilzelle 5 auf vorbereitete Fundamente 31 an der Außenseite 57 der Wohnraumteile 3 und 4 derart aufgesetzt, daß sie an deren Außenwand 57 anliegt. Die äußeren Versorgungsanschlüsse werden mit den in der Raumteilzelle 5 vorhandenen verbunden. Anschließend wird die Raumteilzelle 6 mit einem Baukran auf die Raumteilzelle 5 aufgesetzt und auch hier die Versorgungsleitungen verbunden.

    [0033] Entsprechend den Gewohnheiten am Wohnort können nun die Wohnraumteile 3 und 4 sowie die Raumteilzellen 5 und 6 mit einem einheitlichen Verputz, mit einer Holzverblendung etc. verkleidet werden. Nach Wunsch des zukünftigen Mieters oder Eigentümers wird erst nach Andocken der Raumteilzellen 5 und 6 die Aufteilung der Wohnraumteile 3 und 4 durch Zwischenwände vorgenommen.

    [0034] Die Heizungsanlage 39 im Heiz- und Waschraumbereich 35a kann nun, wie oben beschrieben, für die Energieversorgung an einen externen, eventuell zentralen Öl- oder Gastank über Leitungen angeschlossen sein. Es kann aber auch ein Tank direkt im Heiz- und Waschraumbereich 35a mit den notwendigen Sicherheitseinrichtungen angeordnet werden. Da ein leerer Tank nur ein verhältnismäßig geringes Gewicht aufweist, wird durch die fabrikmäßige Installation des Tankes das Transportgewicht der Raumteilzelle 6 nur unwesentlich erhöht.

    [0035] Die Raumteilzelle 5 bzw. 6 ist derart modular aufgebaut, daß sie aus verschiedenden Baugruppen zusammensetzbar ist, welche wiederum separat, in preisgünstiger Weise, vorgefertigt werden. Diese vorgefertigten und auch schon vorgeprüften Baugruppen werden dann in der Endmontage zur Raumzelle 5 bzw. 6 zusammengebaut.

    [0036] Jede Baugruppe hat eine festgelegt Schnittstelle. Aufgrund der Schnittstellenfestlegung können nun die Baugruppen jederzeit in herstellungstechnischer wie auch in konstruktiver Sicht verändert und optimiert werden, ohne daß eine Überarbeitung der gesamten Raumzelle 5 bzw. 6 erfolgen müßte. Da es sich bei den Baugruppen um für sich überschaubare, relativ einfache Systeme handelt, ist eine Rationalisierung leicht zu erreichen.

    [0037] Die Raumzelle 5 bzw. 6 besteht aus den vier Hauptbaugruppen:

    a. einer selbsttragenden Raumzellenwandung,

    b. die gesamte Verrohrung der Haustechnik, enthaltend die Leitungen für Gas (oder auch Öl), Kaltwasser, Warmwasser, Abwasser, elektrischen Strom, Leitungen für eine steuertechnische Vernetzung,

    c. die Möblierung, (Einbaumöbel, Waschbecken, Dusche, WC, ...)

    d. die Geräte (Heizbrenner, Küchengeräte, Waschmaschine, Heizradiatoren etc.)



    [0038] Einbaumöbel wurden in der Regel auf einem, einen leeren Hohlraum aufweisenden, bekannten Bodensockel aufgebaut. Bei den bekannten Einbaumöbelanordnungen diente der Sockel dazu das Möbel derart anzuheben, daß dessen Möbeltüre einwandfrei geöffnet werden konnte und beim Reinigen des Fußbodens der untere Bereich der Türe nicht verschmutzt und auch nicht beschädigt wurde. Ferner sollte ein Hineinstauben vermieden werden.

    [0039] Auch die Raumzellen 5 und 6 weisen, wie in den Figuren 6 und 7 am Beispiel des WC's 43a und 43b dargestellt ist, einen Bodensockel 61 auf. Die Tiefe des Bodensockels 61 ist bis auf eine "ästhetische" Toleranz kleiner als die Tiefe der Einbaumöbel von etwa 30 cm (europäisches Standardmaß für Einbaumöbel). Die Höhe ist im Gegensatz zu den bekannten Einbaumöbelanordnungen so groß gewählt, daß die für die Geräte benötigten Leitungen, hier die Frischwasserzuleitung 62a und die Abwasserleitung 62b, verlegbar sind und beträgt ebenfalls etwa 30 cm. Durch die Wahl dieser Abmessungen kann zwischen den Geräten und den Einbaumöbeln eine durchgehende Front gebildet werden, welche ästhetisch ansprechend ist und sich zudem noch einfach reinigen läßt.

    [0040] Der Bodensockel 61 weist einen Sockelrahmen 63 auf, der in den Bereichen, in denen Geräte angeordnet werden, wie in Figur 6 und 7 beispielsweise das WC 43a, einen Aufsatzrahmen 65 besitzt. Die vorgefertigten Sockel- bzw. Aufsatzrahmen 63 bzw. 65 werden zur Montage in die Raumzelle 5 bzw. 6 gestellt und anschließend am Boden 67 und den Wänden 69a und 69b befestigt, in der Regel verschraubt oder verschweißt. Die Geräte, hier die Klosettschüssel 43a, werden dann am Aufsatzrahmen 65 aufgehängt. Sockel- und Aufsatzrahmen 63 und 65 übernehmen somit zusätzlich eine tragende Funktion.


    Ansprüche

    1. Verfahren zur Erstellung eines mehrgeschossigen Wohnhauses (1) mit wenigstens einer Wohnung mit einem am Wohnhausort erstellten Wohnraumteil (3, 4) und einer an diesen anzuordnenden Raumzelle (5, 6), dadurch gekennzeichnet, daß außerhalb der Wohnraumteile (3, 4), benachbart zu einer der Außenseiten (57) der Wohnraumteile die für das Haus (1) notwendigen Energiezufluß-, Wasserzufluß- und Abwasserabflußanschlüsse sowie die nachrichtentechnischen Anschlüsse angeordnet werden, die mit den Anschlüssen zu verbindenden wenigstens zwei Raumzellen (5, 6) mit sämtlichen für die gesamte Wohninfrastruktur notwendigen Einheiten (13, 15a, 15b, 17a, 17b, 19, 20, 21, 23, 39, 40, 41a, 41b, 43a, 43b, 44), wie insbesondere mit allen notwendigen Küchen-, Sanitär-, Elektro- und Heizungsinstallationen und -geräten sowie allen notwendigen nachrichten- und lüftungstechnischen Installationen und Geräten, bestückt angeliefert und nach Erstellung der Wohnraumteile (3, 4) außen an deren Außenseite (57) übereinander austauschbar angeordnet sowie an die Anschlüsse angeschlossen werden.
     
    2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das tragende Fundament (31) für die Raumzellen (5, 6) mit demjenigen für das Wohnhaus (1) zusammen, gegen horizontales und vertikales Gegeneinanderverschieben gesichert, erstellt wird.
     
    3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß Leitungen, insbesondere für elektrische, nachrichtentechnische Geräte sowie Heizungselemente für jeden Wohnraumteil (3, 4) an einer Montageschnittstelle im Randbereich jeder Raumzelle (5, 6) angeschlossen werden.
     
    4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Raumzellen (5, 6) an der Außenwand (57) der Wohnraumteile (3, 4) lediglich anliegend angedockt werden.
     
    5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Wohnraumteile (3, 4) zwischenwändefrei, nur mit Stockwerksunterteilungen (27a, 27b) sowie nur für die Statik der Hauskonstruktion notwendigen Stützteilen (29) am Wohnhausort erstellt und die einzelnen Zimmer jedes Wohnraumteils (3, 4) erst nach Anordnung der Raumzellen (5, 6) entsprechend den Wünschen des zukünftigen Bewohners durch Aufstellen von Zwischenwänden aufgeteilt werden.
     
    6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Zimmer entsprechend den Wünschen des zukünftigen Bewohners mit Anschlüssen für den elektrischen Strom bestückt und lediglich mit den Raumzellen (5, 6) verbunden werden.
     
    7. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Zimmer mit Heizungselementen belegt und diese lediglich mit den Raumzellen (5, 6) verbunden werden.
     
    8. Mehrgeschossiges Wohnhaus (1), erstellt nach dem Verfahren gemäß einem der Ansprüche 1 bis 7 mit wenigstens einem am Wohnhausort erstellten Wohnraumteil (3, 4) und einer an diesem angeordneten vorgefertigten Raumzelle (5, 6), dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens zwei Raumzellen (5, 6) die gesamte Wohninfrastruktur, bestehend insbesondere aus allen notwendigen Küchen-, Heizungs-, Sanitär-, Elektroinstallationen und -geräten sowie aus allen notwendigen nachrichten- und lüftungstechnischen Installationen und Geräten, enthalten und übereinander an der Außenseite (57) des Wohnraumteils bzw. der Wohnraumteile (3, 4), bevorzugt auf einem, mit dem das Wohnhausfundament verbundenen, gegen horizontales und vertikales Gegeneinanderverschieben gesichertes Raumzellenfundament austauschbar angeordnet sind, in dem in bevorzugter Weise die für die Wohnhausversorgung notwendigen Energiezufluß-, Wasserzufluß- und Abwasserabflußanschlüsse sowie nachrichtentechnischen Anschlüsse angeordnet sind.
     
    9. Wohnhaus nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Raumzellen (5, 6) an der Außenwand (57) der Wohnraumteile (3, 4) lediglich anliegend angedockt sind.
     
    10. Wohnhaus (1) nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, daß der Wohnraumteil bzw. die Wohnraumteile (3, 4) zwischenwändefrei, nur mit Stockwerksunterteilungen (27a, 27b) ausgebildet sowie nur mit für die Statik der Hauskonstruktion notwendigen Stützteilen (29) versehen ist bzw. sind, und in jeden Wohnraumteil (3, 4) Zwischenwände zur Zimmeraufteilung beliebig einsetzbar sind.
     
    11. Wohnhaus (1) nach einem der Ansprüche 8 bis 10, gekennzeichnet durch eine Montageschnittstelle im Randbereich jeder Raumzelle (5, 6), an der für jeden Wohnraumteil (3, 4) die Leitungen, insbesondere für elektrische, nachrichtentechnische Geräte sowie Heizungselemente, lösbar angeschlossen sind.
     
    12. Wohnhaus (1) nach einem der Ansprüche 8 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß jeweils nur die unterste Raumzelle (5) an sämtlichen externen Versorgungsleitungen angeschlossen ist.
     
    13. Wohnhaus nach einem der Ansprüche 8 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß Zwischenwände individuell veränderbar im Wohnraumteil bzw. in den Wohnraumteilen (3, 4) aufstellbar sind.
     


    Claims

    1. Process for erecting a multi-storey residential building (1) having at least one residence having a living space portion (3, 4), erected at the site of the residential building, and a room cell (5, 6), to be arranged on that portion, characterised in that the power supply, water supply and waste water drainage connections necessary for the building (1) as well as the telecommunications connections are arranged outside the living space portions (3, 4), adjacent to one of the outer sides (57) of the living space portions, the at least two room cells (5, 6), to be connected to the connections, are supplied equipped with all the units (13, 15a, 15b, 17a, 17b, 19, 20, 21, 23, 39, 40, 41a, 41b, 43a, 43b, 44) necessary for the entire housing infrastructure, such as, in particular, all necessary kitchen, sanitary, electrical and heating installations and appliances and all necessary telecommunications and ventilation installations and appliances, and, after the living space portions (3, 4) are erected, are arranged externally on the outer side (57) thereof in an exchangeable manner above one another and are connected to the connections.
     
    2. Process according to claim 1, characterised in that the bearing foundation (31) for the room cells (5, 6) is erected together with that for the residential building (1) in such a manner that they are secured against horizontal and vertical displacement relative to one another.
     
    3. Process according to claim 1 or 2, characterised in that lines, in particular for electrical, telecommunications appliances and heating elements for each living space portion (3, 4), are connected at an installation interface in the edge region of each room cell (5, 6).
     
    4. Process according to any one of claims 1 to 3, characterised in that the room cells (5, 6) are docked merely in an abutting manner against the outer wall (57) of the living space portions (3, 4).
     
    5. Process according to any one of claims 1 to 4, characterised in that the living space portions (3, 4) are erected at the site of the residential building without partition walls, having divisions (27a, 27b) only between storeys and only support members (29) necessary for the statics of the building design, and the individual rooms of each living space portion (3, 4) are divided off by erecting partition walls only after arrangement of the room cells (5, 6) according to the wishes of the future occupant.
     
    6. Process according to claim 5, characterised in that the rooms are equipped with connections for the electric current according to the wishes of the future occupant and are simply connected to the room cells (5, 6).
     
    7. Process according to claim 5, characterised in that the rooms are fitted with heating elements which are simply connected to the room cells (5, 6).
     
    8. Multi-storey residential building (1) erected in accordance with the process according to any one of claims 1 to 7 having at least one living space portion (3, 4) erected at the site of the residential building, and a prefabricated room cell (5, 6) arranged thereon, characterised in that at least two room cells (5, 6) contain the entire housing infrastructure, comprising, in particular, all necessary kitchen, heating, sanitary, electrical installations and appliances and all necessary telecommunications and ventilation installations and appliances, and are arranged in an exchangeable manner above one another on the outer side (57) of the living space portion(s) (3, 4), preferably on a room cell foundation which is connected to the residential building foundation and secured to prevent relative horizontal and vertical displacement, and in which the power supply, water supply and waste water drainage connections and telecommunications connections necessary for the residential building supply are preferably arranged.
     
    9. Residential building according to claim 8, characterised in that the room cells (5, 6) are docked merely in an abutting manner against the outer wall (57) of the living space portions (3, 4).
     
    10. Residential building (1) according to claim 8 or 9, characterised in that the living space portion(s) (3, 4) is/are formed without partition walls, having divisions (27a, 27b) only between storeys, and is/are provided only with support members (29) necessary for the statics of the building design, it being possible to provide partition walls in each living space portion (3, 4) where desired in order to divide it up into rooms.
     
    11. Residential building (1) according to any one of claims 8 to 10, characterised by an installation interface in the edge region of each room cell (5, 6), at which interface the lines, particularly for electrical, telecommunications appliances and heating elements, for each living space portion (3, 4) are detachably connected.
     
    12. Residential building (1) according to any one of claims 8 to 11, characterised in that only the bottom room cell (5) is connected to all of the external supply lines.
     
    13. Residential building according to any one of claims 8 to 12, characterised in that partition walls can be erected in an individually variable manner in the living space portion (s) (3, 4).
     


    Revendications

    1. Procédé pour ériger une maison d'habitation (1) à plusieurs étages, comprenant au moins un appartement muni d'une partie de local (3, 4) érigée sur le site de la maison d'habitation, et d'un sas (5, 6) devant être disposé sur ladite partie, caractérisé par le fait que les raccords d'arrivée d'énergie, d'adduction d'eau et d'évacuation des eaux usées, ainsi que les connexions techniques de communication, nécessaires à la maison (1), sont implantés à l'extérieur des parties de locaux (3, 4) au voisinage de l'une des faces externes (57) desdites parties de locaux ; et les sas (5, 6) au nombre de deux au moins, devant être reliés auxdits raccords, sont livrés équipés de toutes les unités (13, 15a, 15b, 17a, 17b, 19, 20, 21, 23, 39, 40, 41a, 41b, 43a, 43b, 44) nécessaires à l'infrastructure d'ensemble dé l'habitation comme, notamment, tous les appareils et installations nécessaires à la cuisine, aux sanitaires, à l'électricité et au chauffage, ainsi que tous les appareils et installations techniques nécessaires à la communication et à la ventilation, sont agencés extérieurement en superposition interchangeable après l'érection des parties de locaux (3, 4), à la face externe (57) de ces dernières, et sont reliés auxdits raccords.
     
    2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé par le fait que la semelle porteuse (31), affectée aux sas (5, 6), est érigée conjointement à celle affectée à la maison d'habitation (1), avec arrêt empêchant un décalage mutuel horizontal et vertical.
     
    3. Procédé selon la revendication 1 ou 2, caractérisé par le fait que des conducteurs notamment destinés à des appareils techniques électriques de communication, ainsi qu'à des éléments de chauffage affectés à chaque partie de local (3, 4), sont raccordés sur un interface de montage dans la région marginale de chaque sas (5, 6).
     
    4. Procédé selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé par le fait que les sas (5, 6) sont rapportés en étant uniquement appliqués contre la paroi externe (57) des parties de locaux (3, 4).
     
    5. Procédé selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisé par le fait que les parties de locaux (3, 4), exemptes de cloisons, sont érigées sur le site de la maison d'habitation en présentant uniquement des séparations (27a, 27b) entre étages, ainsi que des parties de soutien (29) seulement nécessaires à la statique de la structure bâtie, et les pièces individuelles de chaque partie de local (3, 4) ne sont compartimentées qu'après la mise en place des sas (5, 6), par érection de cloisons, en concordance avec les desiderata du futur occupant.
     
    6. Procédé selon la revendication 5, caractérisé par le fait que les pièces sont équipées de connexions de courant électrique, d'une manière répondant aux desiderata du futur occupant, et sont uniquement reliées aux sas (5, 6).
     
    7. Procédé selon la revendication 5, caractérisé par le fait que les pièces sont garnies d'éléments de chauffage, et ces derniers sont uniquement reliés aux sas (5, 6).
     
    8. Maison d'habitation (1) à plusieurs étages érigée selon le procédé conforme à l'une des revendications 1 à 7, comprenant au moins une partie de local (3, 4) érigée sur le site de la maison d'habitation, et un sas préfabriqué (5, 6) disposé sur ladite partie, caractérisée par le fait qu'au moins deux sas (5, 6) renferment l'infrastructure d'ensemble de l'habitation, englobant notamment tous les appareils et installations électriques nécessaires à la cuisine, au chauffage, aux sanitaires, ainsi que tous les appareils et installations techniques nécessaires à la communication et à la ventilation, et sont agencés en superposition interchangeable à la face externe respective (57) de la partie de local ou des parties de locaux (3, 4), de préférence sur une semelle de sas qui est reliée à la semelle de la maison d'habitation, est arrêtée à l'encontre d'un décalage mutuel horizontal et vertical, et dans laquelle sont préférentiellement logés les raccords d'arrivée d'énergie, d'adduction d'eau et d'évacuation des eaux usées, nécessaires à l'alimentation de la maison d'habitation, ainsi que des connexions techniques de communication.
     
    9. Maison d'habitation selon la revendication 8, caractérisée par le fait que les sas (5, 6) sont rapportés en étant uniquement appliqués contre la paroi externe (57) des parties de locaux (3, 4).
     
    10. Maison d'habitation (1) selon la revendication 8 ou 9, caractérisée par le fait que la partie de local ou, respectivement, les parties de locaux (3, 4), exempte(s) de cloisons, présente(nt) uniquement des séparations (27a, 27b) entre étages, ainsi qu'uniquement des parties de soutien (29) nécessaires à la statique de la structure bâtie, et des cloisons peuvent être utilisées à volonté dans chaque partie de local (3, 4), en vue du compartimentage en des pièces.
     
    11. Maison d'habitation (1) selon l'une des revendications 8 à 10, caractérisée par un interface de montage qui se trouve dans la région marginale de chaque sas (5, 6) et sur lequel les conducteurs, notamment destinés à des appareils techniques électriques de communication, ainsi qu'à des éléments de chauffage, sont raccordés de manière amovible pour chaque partie de local (3, 4).
     
    12. Maison d'habitation (1) selon l'une des revendications 8 à 11, caractérisée par le fait que seul le sas (5), occupant respectivement la position la plus basse, est raccordé à tous les conducteurs ou conduits extérieurs d'alimentation.
     
    13. Maison d'habitation selon l'une des revendications 8 à 12, caractérisée par le fait que des cloisons peuvent être respectivement dressées dans la partie de local ou dans les parties de locaux (3, 4), avec faculté de modification individuelle.
     




    Zeichnung