[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Erstellung eines Wohnhauses gemäß dem Oberbegriff
des Patentanspruchs 1 sowie ein mehrgeschossiges Wohnhaus gemäß dem Oberbegriff des
Patentanspruchs 8.
[0002] Aus der deutschen Offenlegungsschrift DE-A 32 26 742 ist ein mehrgeschossiges Wohnhaus
mit einem Wohnraumteil und einer vorgefertigten Raumzelle als Naßzelle bekannt. Die
bekannte Raumzelle bildete den Kern des zu erstellenden Wohnhauses. Um sie herum wurden
dann die Zimmer des Hauses erstellt, wobei die Wandungen der Raumzelle gleichzeitig
jeweils eine Wand des angrenzenden Wohnraumes bildeten. Die zentrale Raumzelle diente
gleichzeitig als tragendes Element für Teile des zu erstellenden Hauses.
[0003] Die bekannte Raumzelle konnte ferner so ausgebildet sein, daß die in ihr verlegten
Installationsleitungen auch Anschlußelemente an der Außenseite der Zellenwände aufwiesen,
um auch an diesen Außenseiten Installationseinrichtungen wie beispielsweise Küchengeräte
(Herd-, Spül- bzw. Waschmaschine, Kühlschrank und dgl.) anschließen zu können.
[0004] Nachteilig bei dem bekannten Wohnhaus war die Festlegung des Grundrisses bereits
durch die Raumzelle, was oftmals zu einer unbefriedigenden, ungünstigen Grundrißorganisation
führte. Dies wurde noch dadurch verstärkt, da die statische Ausgestaltung des restlichen
Wohnhauses auf die festinstallierte Raumzelle ausgerichtet war.
[0005] Aus der DDR-Patentschrift DD 203 590 ist ein mehrgeschossiges Wohnhaus bekannt, an
dessen Außenwand Raumzellen mit Sanitärinstallationen sog. Naßzellen angebaut waren.
Die Raumzellen wurden bei Sanierungsmaßnahmen an Altbauten verwendet. Mit diesen Raumzellen
sollte es möglich sein, an bestehenden Gebäuden, ohne Rücksicht auf deren Grundrißeinteilung,
Naßzellen nachträglich anzubringen. Die DD 203 590 schlug vor, Türöffnungen aus den
Außenmauern des Altbaus herauszubrechen und Naßzellen zwischen vertikalen Holmen eines
skelettartigen Traggerüsts aufzuhängen. Die vertikalen Gerüstholme wurden fest in
der Außenmauer des Altbaus verankert und oben durch eine Querstrebe miteinander verbunden.
Dabei war das skelettartige Gerüst nicht ein zum Anbau der Naßzelle dienendes Arbeitsgerüst,
sondern ein am Wohnhaus verbleibendes, die Naßzellen hängend haltendes Traggerüst.
Zur Fixierung mit dem Wohnhaus wurden sie an einer der Wohnhausseitenwänden angeklammert.
Eine zur DD 203 590 analoge Konstruktion verwendete die DE-A 41 22 526.
[0006] In der deutschen Offenlegungsschrift DE-A 32 01 672 ist ein gattungsfremder demontierbarer
Interimsbau mit einer an diesen anbaubaren, eigensteifen Raumzelle beschrieben. Die
Verbindung zwischen Interimsbau und Raumzelle erfolgte über steife Flanschzargen,
so daß keine besonderen Unterstützungen der Raumzelle notwendig waren. Ein weiterer
Interimsbau ist in der DE-A 31 49 439 beschrieben.
[0007] Eine hierzu analoge Konstruktion beschreibt die FR-A 2 286 923. Die Raumzelle war
hier auf Rollen verschiebbar ausgebildet. Sie wurde als kompaktes in sich stabiles
Gebilde zur Baustelle transportiert und dann in den zu errichtenden Bau integriert.
Nachteilig bei dieser Raumzelle war u.a. die Anordnung der Küchenmöbel und -geräte
an der Außenseite der Raumzelle, welche dann für den Transport zur Baustelle gegen
Beschädigungen schützend abgedeckt werden mußte.
[0008] In der US-A 3 882 649 wurde ein modulares System zur Erstellung von Wohnhäusern beschrieben,
bei denen nur drei unterschiedliche Einheiten, nämlich eine Raumeinheit, ein Balkenelement
und ein Bodenelement verwendet wurden. Die Raumeinheiten stellten die tragenden Elemente
zwischen den einzelnen Stockwerken dar. Da sie in den Innenbereich des Wohnhauses
voll integriert waren, waren sie nicht als selbständige Einheiten aufzufassen und
konnten auch nicht an der Außenseite eines Wohnhauses angeordnet werden, was eine
Austauschbarkeit ausschloß.
[0009] Die FR-A 2 478 170 schlug eine stirnseitig mit einer Solaranlage versehene einzelne
Raumzelle vor. Entweder wurde der teilweise wandlose Raumzellenteil in einen vorbereiteten
Leerraum des Wohngebäudes eingeschoben, so daß nur der Solarteil außerhalb des Wohngebäudes
blieb oder die aus einem leichten Gerüst (Eisenarmierungsgerüst) gebildeten Außenseiten
der einzigen Raumzelle wurden mit Beton unter Bildung gemeinsamer Wände mit dem Wohngebäudeteil
vergossen. Ziel war es, diese eine Raumzelle in den Wohngebäudeteil zu integrieren.
[0010] Eine als Sanitärzelle auszugestaltende Raumzelle zum Einbau in einem Wohnraum ist
in der CH-A 554 476 beschrieben. Weitere Raumzellen sind aus der FR-A 2 286923, der
US-A 4 457 116, der CH-A 503 855, der CH-A 505 264, der CH-A 560 815, der DE-A 25
20 682 und der DE-A 40 06 605 bekannt.
[0011] Unter einer wohninfrastrukturbestückten, vorgefertigten Raumzelle wird ein Raum verstanden,
der für den Betrieb einer Wohnung die notwendigen Heizungs-, Sanitär-, Elektro- und
Kücheninstallationen sowie lüftungstechnischen Installationen enthält, wobei sämtliche
Einheiten bereits fernab von der Baustelle eingebaut und funktionsbereit gemacht werden.
Diese Raumzelle wird nur noch auf der Baustelle aufgestellt und mit den im Boden angeordneten
elektrischen Anschlüssen sowie Frischwasserzu- und Abwasserabfluß verbunden.
[0012] Unter nachrichtentechnischen Installationen und Geräten wird, vereinfachend dargestellt,
alles verstanden was irgendwie an einem elektrische Schwingungen und Pulse übertragenden
Kabel hängt. Hierzu zählen insbesondere, Telefon, Fax, Datenübertragungseinrichtungen
(Modemstrecken, Mailbox, ...), TV-Kabel und Antennenleitungen, etc.
[0013] Die Aufgabe der Erfindung ist es, ein Verfahren zur Erstellung eines kostengünstigen
mehrgeschossigen Wohnhauses aufzuzeigen sowie ein kostengünstig zu erstellendes, mehrgeschossiges
Wohnhaus zu schaffen, dessen Wohninfrastruktur neusten Entwicklungen auf einfache
Art und Weise angepaßt werden kann.
[0014] Die Aufgabe ist im Hinblick auf das Verfahren durch Patentanspruch 1 und auf das
Wohnhaus durch Patentanspruch 8 gelöst. Durch die Herstellung des Wohnraumteils am
Wohnhausort kann einerseits eine ästhetisch in die Landschaft passende Bauart gewählt
und andererseits an Ort und Stelle vorhandenes Baumaterial verwendet werden. Durch
die an das bereits erstellte "Wohnhausgerippe" anzubringende ("anzudokkende"), die
Wohninfrastruktur enthaltende, getrennt von den Wohnraumteilen hergestellte Raumzelle
kann diese einerseits kostengünstig und andererseits qualitativ hohen Ansprüchen genügend
in einer Fabrikhalle, in der sämtliche technischen Gegebenheiten, wie Meßinstrumente,
Montagewerkzeuge, etc. zur Verfügung stehen, bis zur Funktionsfähigkeit montiert werden.
[0015] Durch die bevorzugte, den Wünschen des zukünftigen Bewohners entsprechende Wohnraumaufteilung,
durch den Einbau von Zwischenwänden erst nach Fertigstellung des "Wohnhausgerippes"
mit angedockter Raumzelle kann eine optimale, individuelle Wohnraumgestaltung verwirklicht
werden. Auch lassen sich diese Zwischenwände ohne allzu großen Aufwand später wieder
entfernen bzw. versetzen.
[0016] Die in den Raumzellen angeordneten Heizungs-, Sanitär-, Elektro- und Kücheninstallationen
sowie lüftungstechnischen Instaliationen unterliegen einerseits einer gewissen Abnutzung
sowie andererseits einem modischen Wandel, so daß ein Austausch nach zehn bis zwanzig
Jahren angezeigt sein dürfte. Da die Raumzelle bzw. die Raumteilzellen als Ganzes
auswechselbar ist bzw. sind, bedeutet eine Erneuerung durch Auswechseln kein Problem,
zumal die neue Raumzelle fertig montiert und bereits funktionsgeprüft angeliefert
und die alte abtransportiert werden kann.
[0017] Da alle Leitungen, wie u. a. die elektrischen und auch die heizungstechnischen Installationen
ausgehend von einer Schnittstelle (Interface) der Raumzelle verlegt und auch versorgt
werden, ist eine einfache Raumgestaltung und -umgestaltung, wie oben durch die Verwendung
der Zwischenwände aufgezeigt wurde, möglich. Eine derartige Schnittstelle zwischen
der Raumzelle und dem Wohnraumteil für die obigen Leitungen ist aus keinem der zum
Stand der Technik gewürdigten Dokumente bekannt. Die bekannten Raumzellen sind schaltungstechnisch
in sich abgeschlossen; sie besitzen lediglich Übergänge zu den Außenanschlüssen. Es
ist ferner in keinem der bekannten Dokumente vorgesehen, eine individuelle Gestaltung
des Wohraums ausgehend von der bzw. den Raumzellen vorzunehmen.
[0018] Von besonderem Vorteil ist die eigensteife Hülle der Raumteilzellen, welche beim
Transport zum Wohnhausort die in die Raumteilzellen eingebauten Geräte und Möbel gegen
Beschädigungen schützt. Für den Transport entfallen somit Geräte- und Möbelschutzverpackungen.
Auch ist bei der konstruktiven Gestaltung der erfindungsgemäßen Raumzelle auf einen
servicefreundlichen kostensenkenden modularen Aufbau geachtet worden, wie untenstehend
ausgeführt wird.
[0019] Falls ein zweigeschossiger Aufbau des Wohnraumteils erfolgt wird auch die Raumzelle
zweigeschossig ausgebildet. Hierdurch ergibt sich einerseits eine leichtere Raumteilzelle,
welche einfacher mit Fahrzeugen transportierbar ist und andererseits kann eine Unterteilung
in einen Küchen- und einen Sanitärbereich vorgenommen werden. Diese Unterteilung ergibt
für den Wohnraumbenützer ein größeres "Arbeitsvolumen" und größeren Wohnkomfort. Auch
wird durch die Zweiteilung ermöglicht, daß bei späteren Sanierungsmaßnahmen nur eine
der beiden Raumteileinheiten - höchstwahrscheinlich diejenige mit den Kücheneinbauten
- auszutauschen ist, da die "Lebensdauer" von Küchen- und Sanitäreinbauten in der
Regel unterschiedlich sind. In einer "Sparversion" lassen sich selbstverständlich
auch alle Funktionen der Wohninfrastruktur in nur einer Raumzelle unterbringen.
[0020] Im folgenden werden Ausführungsbeispiele des erfindungsgemäßen Wohnhauses sowie dessen
Erstellungsverfahrens und der Raumzelle anhand von Zeichnungen näher erläutert. Es
zeigen:
- Fig. 1
- eine Rückansicht eines erfindungsgemäßen Wohnhauses,
- Fig. 2
- eine Seitenansicht des in Figur 1 dargestellten Wohnhauses
- Fig. 3
- einen Längsschnitt durch das Wohnhaus entlang der Linien III - III in den Figuren 4 und 5,
- Fig. 4
- einen Grundriß des Erdgeschosses,
- Fig. 5
- einen Grundriß des Obergeschosses des in Figur 1 dargestellten Wohnhauses,
- Fig. 6
- eine perspektivische Darstellung einer aufgeschnittenen, ein WC aufweisenden Raumzelle
des Wohnhauses und
- Fig. 7
- den in Figur 6 dargestellten Gegenstand, jedoch ohne Abdeckungen.
[0021] Das in den
Figuren 1 bis 5 dargestellte, zweigeschossige Wohnhaus
1 weist zwei übereinander liegende Wohnraumteile
3 und
4 sowie zwei übereinander angeordnete, eigensteife Raumteilzellen
5 und
6 auf. Diese beiden Raumteilzellen
5 und
6 sind nochmals unterteilt. So weist die im Erdgeschoß "angedockte", im Grundriß in
Figur 4 dargestellte Raumteilzelle
5 einen vom WC-Bereich
9 getrennten Küchenbereich
10 mit den notwendigen Einrichtungen auf. WC- und Küchenbereich
9 und
10 sind durch eine leichte Wand
11 voneinander getrennt.
[0022] Der WC-Bereich hat, wie im Grundriß des Erdgeschosses in
Figur 4 dargestellt ist, eine Duschecke
13, eine Kloschüssel
15b mit Spülkasten
15b sowie ein Waschbecken
17a mit Toilettenschrank
17b. Der Küchenbereich
10 hat eine Spüle
19, einen Geschirrspüler
20, einen Kühlschrank
21, über dem ein (nicht dargestellter) Mikrowellenofen angeordnet ist, und einen Herd
23 mit Backofen, über dem ein (nicht dargestellter) Dampf abzug eingebaut ist. WC
9 und Küche
10 sind durch je eine Öffnung
26a und
26b, welche bei der Küche
10 offen bleiben oder durch eine Türe verschlossen werden kann, bzw. beim WC
9 durch eine Schwenktüre
28 verschließbar ist, mit dem Wohnraumteil
3 verbunden.
[0023] Der Wohnraumteil
3 ist über eine Treppe
25 mit dem Wohnraumteil
4 verbunden. Die Wohnraumteile
3 und
4 weisen keine Zwischenwände auf; diese werden erst nach Anbringen der aus den Raumteilzellen
5 und
6 bestehenden Raumzelle aufgestellt. Vorerst sind nur die Stockwerksunterteilungen
- Decke
27a und Boden
27b - vorhanden sowie die nur für die Statik der Hauskonstruktion notwendigen Stützteile
29, das Fundament
31, das Dach
33 und die nicht dargestellten Wasser-, Abwasser- und elektrischen Anschlüsse unterhalb
der anzudockenden bzw. angedockten Raumzelle außerhalb der Wohnraumteile
3 und
4. Das Wohnhaus- und das Raumzellenfundament werden zusammen gegen horizontales und
vertikales Gegeneinanderverschieben gesichert erstellt.
[0024] Die am Wohnraumteil
4 des Obergeschosses "angedockte", im Grundriß in
Figur 5 dargestellte Raumteilzelle
6 weist einen Heiz- und Waschraumbereich
35a und ein von diesem durch eine leichte Wand
37 getrenntes Bad
35b auf. Im Heiz- und Waschraumbereich
35a steht eine Heizungsanlage
39 und eine Waschmaschine
40. Im Bad
35b befinden sich zwei Waschbecken
41a und
41b, eine Toilette
43a mit Spülkasten
43b, eine Badewanne
44 sowie diverse Einbauschränke
45a und
45b. Das Bad
35b ist über eine mit einer Schwenktüre
46a verschließbare Öffnung
46b mit dem Wohnraumteil
4 und der Heiz- und Waschraum
35a über eine mit einer weiteren Schwenktüre
47a verschließbaren Öffnung
47b mit dem Bad
35b verbunden.
[0025] Die Raumteilzellen
5 und
6 haben identische Grundflächen, damit sie bei der unten beschriebenen Montage übereinander
stellbar sind. Sie können jedoch, wie in den
Figuren 1, 4 und
5 dargestellt, sowohl innerlich wie auch äußerlich unterschiedlich gestaltet sein.
So hat die Raumteilzelle
6 gegenüber der Raumteilzelle
5 zwei runde Außenfenster
49a und
49b, während die Raumteilzelle
6 drei Außenfenster
50a bis
50c aufweist. Wie jedoch in
Figur 1 ersichtlich, wird die Außenfassade der Raumteilzellen
5 und
6 in Fassadenteileinheiten
51a bis
51f bzw.
52a bis
52f unterteilt, wobei die Fassadenteileinheiten
51b, 51e, 52b, 52d und
52e die Außenfenster
49a, 49b, 50a, 50b und
50c aufweisen. Die Fassadenteileinheiten
51a, 51c, 51d und
51f sind zu den Fassadenteileinheiten
52a, 52c und
52f sowie die Fassadenteileinheiten
51b und
51e zu den Fassadenteileinheiten
52b, 52d und
52e bis auf die Höhe analog ausgebildet. Eine unterschiedliche Höhe der Raumteilzellen
5 und
6 wurde gewählt, um eine möglichst geringe Bauhöhe des Wohnhauses
1 zu erreichen. Ist diese Forderung nicht gegeben, werden selbstverständlich die Höhen
gleich gewählt, um eine kostengünstige Herstellung der Raumteilzellen zu ermöglichen.
Durch die Uniformität dieser Teileinheiten ergibt sich eine Reduzierung der Herstellungskosten.
[0026] Zwischen der Küche
10 und dem WC-Bereich
9 ist ein Erschließungsschacht
53a mit einem zentralen Verteilerkasten untergebracht. Von hier aus wird die Verteilung
zu den Nutzungspunkten von Elektrizität, Heizung, Telefon, Telekom, Fernsehempfänger,
Radiogerät, Computer, etc. vorgenommen. Dieser Erschließungsschacht
53a ist in einen weiteren Erschließungsschacht
53b in der Raumteilzelle
6 zwischen dem Heiz- und Waschraumbereich
35a sowie dem Bad
35b fortgeführt. In diesem Erschließungsschacht
53b wird neben Verbindungsrohren zwischen den beiden Raumteilzellen
5 und
6 die Entlüftung des Küchenbereichs
10, insbesondere der Dunstabzug, über das Dach auf dem Raumteilbereich
6 vorgenommen. Die Montage der Leitungen und Rohre wird auch hier bereits in der Fabrik
vorgenommen. An der rechten Seite der Raumteilzellen
5 und
6 sind zwei in den
Figuren 1, 4 und
5 sichtbare vertikale Rohre
55a und
55b als Falleitungsentlüftung für das Abwasser sowie für die Heizungsabgase angeordnet.
[0027] Neben dem Küchenbereich
10 und neben dem Heiz- und Waschraumbereich
35a befindet sich je ein Abstellraum bzw. Stauraum
56a und
56b, in dem nicht täglich benötigtes Material, wie Koffer, Kisten, Ski, Sommersportartikel,
etc. eingelagert werden können. Diese Räume
56a und
56b sind insbesondere dann von Vorteil, wenn das Wohnhaus 1, wie in
Figur 3 dargestellt, ohne Keller aus Kostenersparnisgründen oder infolge Geländegegebenheiten
erstellt worden ist.
[0028] Die Aufteilung des umbauten Volumens im Erd- und im Obergeschoß
3 und
4 wird nach dem Andocken der Raumteilzellen
5 und
6 nach Wünschen des Wohnraumbenutzers mittels nicht dargestellten Zwischenwänden vorgenommen.
Nach der Raumaufteilung werden ausgehend von den Raumteilzellen
5 und
6 die nicht dargestellten Leitungen für den elektrischen Strom zu den einzelnen Wohnräumen
und die nicht dargestellten Leitungen für die Heizungskörper verlegt.
[0029] Die Raumteilzellen
5 und
6 müssen nicht so angeordnet werden, daß sich der Küchenbereich
10 und das WC
9 sich im Erdgeschoß 3 sowie der Heiz- und Waschraum
35a und das Bad
35b im Obergeschoß
4 befinden. Diese hier gewählte Anordnung weist jedoch einige Vorteile auf. Die Küche
10 sollte bevorzugt im Erdgeschoß
3 angeordnet sein, damit in der Küche
10 zu verarbeitende Waren nicht die Treppe
25 hinaufgeschleppt werden müssen. Heiz- und Waschraum
35a werden bevorzugt zusammengelegt, damit die durch die Heizungsanlage
39 freiwerdende Verlustwärme zum Trocknen von Wäsche verwendet werden kann. Schlafräume
ordnet man aus Gründen der Sicherheit gegenüber Einbrüchen bevorzugt in Obergeschossen
an. Somit fällt auch im Obergeschoß
4 der Hauptteil der Wäsche an, welche dann bevorzugt im im gleichen Geschoß befindlichen
Waschraum
35a gewaschen werden kann. Bevorzugt ordnet man das Bad
35b auch im gleichen Geschoß wie den Schlafraum an.
[0030] Anstatt die Rohre
55a und
55b außen an den Raumteilzellen
5 und
6 anzuordnen, können sie auch in die Erschließungsschächte
53a und
53b hinein verlegt werden.
[0031] In den Erschließungsschächten
53a und
53b können auch weitere Leitungen, wie z. B. eine Öl- oder Gasleitung für die Heizungsanlage
39, Telefonleitungen, etc. verlegt werden.
[0032] Die Erstellung des erfindungsgemäßen Wohnhauses
1 erfolgt am Wohnhausort in für die Gegend üblicher Bauweise. D. h. es kann sich um
ein Holz-, ein Ziegel-, ein Feldstein-, ein Fachwerkhaus etc. handeln. Es wird jedoch
nur die äußere Hülle des Hauses
1 mit Fundament
31, Dach
33 und den notwendigen Versorgungsanschlüssen, wie z. B. Abwasser, Trinkwasser, Strom,
Erdöl oder Gas, Telefon, etc. sowie der Treppe
25 zwischen den Geschossen
3 und
4 erstellt. Nach Fertigstellung des zwischenwändefreien, nur mit Stockwerksunterteilungen
sowie nur mit für die Statik der Hauskonstruktion notwendigen Stützteilen
29 versehenen Wohnraumteile
3 und
4 werden die in einer Fabrik vorgefertigten, vollständig mit Geräten bestückten und
mit Verbindungsleitungen installierten Raumzellen als zwei übereinanderstellbare Raumteilzellen
5 und
6 mit einem Tieflader angeliefert. An der Baustelle wird dann die Raumteilzelle
5 auf vorbereitete Fundamente
31 an der Außenseite
57 der Wohnraumteile
3 und
4 derart aufgesetzt, daß sie an deren Außenwand
57 anliegt. Die äußeren Versorgungsanschlüsse werden mit den in der Raumteilzelle
5 vorhandenen verbunden. Anschließend wird die Raumteilzelle
6 mit einem Baukran auf die Raumteilzelle
5 aufgesetzt und auch hier die Versorgungsleitungen verbunden.
[0033] Entsprechend den Gewohnheiten am Wohnort können nun die Wohnraumteile
3 und
4 sowie die Raumteilzellen
5 und
6 mit einem einheitlichen Verputz, mit einer Holzverblendung etc. verkleidet werden.
Nach Wunsch des zukünftigen Mieters oder Eigentümers wird erst nach Andocken der Raumteilzellen
5 und
6 die Aufteilung der Wohnraumteile
3 und
4 durch Zwischenwände vorgenommen.
[0034] Die Heizungsanlage
39 im Heiz- und Waschraumbereich
35a kann nun, wie oben beschrieben, für die Energieversorgung an einen externen, eventuell
zentralen Öl- oder Gastank über Leitungen angeschlossen sein. Es kann aber auch ein
Tank direkt im Heiz- und Waschraumbereich
35a mit den notwendigen Sicherheitseinrichtungen angeordnet werden. Da ein leerer Tank
nur ein verhältnismäßig geringes Gewicht aufweist, wird durch die fabrikmäßige Installation
des Tankes das Transportgewicht der Raumteilzelle
6 nur unwesentlich erhöht.
[0035] Die Raumteilzelle
5 bzw.
6 ist derart modular aufgebaut, daß sie aus verschiedenden Baugruppen zusammensetzbar
ist, welche wiederum separat, in preisgünstiger Weise, vorgefertigt werden. Diese
vorgefertigten und auch schon vorgeprüften Baugruppen werden dann in der Endmontage
zur Raumzelle
5 bzw.
6 zusammengebaut.
[0036] Jede Baugruppe hat eine festgelegt Schnittstelle. Aufgrund der Schnittstellenfestlegung
können nun die Baugruppen jederzeit in herstellungstechnischer wie auch in konstruktiver
Sicht verändert und optimiert werden, ohne daß eine Überarbeitung der gesamten Raumzelle
5 bzw. 6 erfolgen müßte. Da es sich bei den Baugruppen um für sich überschaubare,
relativ einfache Systeme handelt, ist eine Rationalisierung leicht zu erreichen.
[0037] Die Raumzelle
5 bzw.
6 besteht aus den vier Hauptbaugruppen:
a. einer selbsttragenden Raumzellenwandung,
b. die gesamte Verrohrung der Haustechnik, enthaltend die Leitungen für Gas (oder
auch Öl), Kaltwasser, Warmwasser, Abwasser, elektrischen Strom, Leitungen für eine
steuertechnische Vernetzung,
c. die Möblierung, (Einbaumöbel, Waschbecken, Dusche, WC, ...)
d. die Geräte (Heizbrenner, Küchengeräte, Waschmaschine, Heizradiatoren etc.)
[0038] Einbaumöbel wurden in der Regel auf einem, einen leeren Hohlraum aufweisenden, bekannten
Bodensockel aufgebaut. Bei den bekannten Einbaumöbelanordnungen diente der Sockel
dazu das Möbel derart anzuheben, daß dessen Möbeltüre einwandfrei geöffnet werden
konnte und beim Reinigen des Fußbodens der untere Bereich der Türe nicht verschmutzt
und auch nicht beschädigt wurde. Ferner sollte ein Hineinstauben vermieden werden.
[0039] Auch die Raumzellen
5 und
6 weisen, wie in den Figuren
6 und
7 am Beispiel des WC's
43a und
43b dargestellt ist, einen Bodensockel
61 auf. Die Tiefe des Bodensockels
61 ist bis auf eine "ästhetische" Toleranz kleiner als die Tiefe der Einbaumöbel von
etwa 30 cm (europäisches Standardmaß für Einbaumöbel). Die Höhe ist im Gegensatz zu
den bekannten Einbaumöbelanordnungen so groß gewählt, daß die für die Geräte benötigten
Leitungen, hier die Frischwasserzuleitung
62a und die Abwasserleitung
62b, verlegbar sind und beträgt ebenfalls etwa 30 cm. Durch die Wahl dieser Abmessungen
kann zwischen den Geräten und den Einbaumöbeln eine durchgehende Front gebildet werden,
welche ästhetisch ansprechend ist und sich zudem noch einfach reinigen läßt.
[0040] Der Bodensockel
61 weist einen Sockelrahmen
63 auf, der in den Bereichen, in denen Geräte angeordnet werden, wie in
Figur 6 und
7 beispielsweise das WC
43a, einen Aufsatzrahmen
65 besitzt. Die vorgefertigten Sockel- bzw. Aufsatzrahmen
63 bzw.
65 werden zur Montage in die Raumzelle
5 bzw.
6 gestellt und anschließend am Boden
67 und den Wänden
69a und
69b befestigt, in der Regel verschraubt oder verschweißt. Die Geräte, hier die Klosettschüssel
43a, werden dann am Aufsatzrahmen
65 aufgehängt. Sockel- und Aufsatzrahmen
63 und
65 übernehmen somit zusätzlich eine tragende Funktion.
1. Verfahren zur Erstellung eines mehrgeschossigen Wohnhauses (1) mit wenigstens einer Wohnung mit einem am Wohnhausort erstellten Wohnraumteil (3, 4) und einer an diesen anzuordnenden Raumzelle (5, 6), dadurch gekennzeichnet, daß außerhalb der Wohnraumteile (3, 4), benachbart zu einer der Außenseiten (57) der Wohnraumteile die für das Haus (1) notwendigen Energiezufluß-, Wasserzufluß- und Abwasserabflußanschlüsse sowie die
nachrichtentechnischen Anschlüsse angeordnet werden, die mit den Anschlüssen zu verbindenden
wenigstens zwei Raumzellen (5, 6) mit sämtlichen für die gesamte Wohninfrastruktur notwendigen Einheiten (13, 15a, 15b, 17a, 17b, 19, 20, 21, 23, 39, 40, 41a, 41b, 43a, 43b, 44), wie insbesondere mit allen notwendigen Küchen-, Sanitär-, Elektro- und Heizungsinstallationen
und -geräten sowie allen notwendigen nachrichten- und lüftungstechnischen Installationen
und Geräten, bestückt angeliefert und nach Erstellung der Wohnraumteile (3, 4) außen an deren Außenseite (57) übereinander austauschbar angeordnet sowie an die Anschlüsse angeschlossen werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das tragende Fundament (31) für die Raumzellen (5, 6) mit demjenigen für das Wohnhaus (1) zusammen, gegen horizontales und vertikales Gegeneinanderverschieben gesichert,
erstellt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß Leitungen, insbesondere für elektrische, nachrichtentechnische Geräte sowie Heizungselemente
für jeden Wohnraumteil (3, 4) an einer Montageschnittstelle im Randbereich jeder Raumzelle (5, 6) angeschlossen werden.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Raumzellen (5, 6) an der Außenwand (57) der Wohnraumteile (3, 4) lediglich anliegend angedockt werden.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Wohnraumteile (3, 4) zwischenwändefrei, nur mit Stockwerksunterteilungen (27a, 27b) sowie nur für die Statik der Hauskonstruktion notwendigen Stützteilen (29) am Wohnhausort erstellt und die einzelnen Zimmer jedes Wohnraumteils (3, 4) erst nach Anordnung der Raumzellen (5, 6) entsprechend den Wünschen des zukünftigen Bewohners durch Aufstellen von Zwischenwänden
aufgeteilt werden.
6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Zimmer entsprechend den Wünschen des zukünftigen Bewohners mit Anschlüssen
für den elektrischen Strom bestückt und lediglich mit den Raumzellen (5, 6) verbunden werden.
7. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Zimmer mit Heizungselementen belegt und diese lediglich mit den Raumzellen
(5, 6) verbunden werden.
8. Mehrgeschossiges Wohnhaus (1), erstellt nach dem Verfahren gemäß einem der Ansprüche 1 bis 7 mit wenigstens einem
am Wohnhausort erstellten Wohnraumteil (3, 4) und einer an diesem angeordneten vorgefertigten Raumzelle (5, 6), dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens zwei Raumzellen (5, 6) die gesamte Wohninfrastruktur, bestehend insbesondere aus allen notwendigen Küchen-,
Heizungs-, Sanitär-, Elektroinstallationen und -geräten sowie aus allen notwendigen
nachrichten- und lüftungstechnischen Installationen und Geräten, enthalten und übereinander
an der Außenseite (57) des Wohnraumteils bzw. der Wohnraumteile (3, 4), bevorzugt auf einem, mit dem das Wohnhausfundament verbundenen, gegen horizontales
und vertikales Gegeneinanderverschieben gesichertes Raumzellenfundament austauschbar
angeordnet sind, in dem in bevorzugter Weise die für die Wohnhausversorgung notwendigen
Energiezufluß-, Wasserzufluß- und Abwasserabflußanschlüsse sowie nachrichtentechnischen
Anschlüsse angeordnet sind.
9. Wohnhaus nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Raumzellen (5, 6) an der Außenwand (57) der Wohnraumteile (3, 4) lediglich anliegend angedockt sind.
10. Wohnhaus (1) nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, daß der Wohnraumteil bzw. die Wohnraumteile (3, 4) zwischenwändefrei, nur mit Stockwerksunterteilungen (27a, 27b) ausgebildet sowie nur mit für die Statik der Hauskonstruktion notwendigen Stützteilen
(29) versehen ist bzw. sind, und in jeden Wohnraumteil (3, 4) Zwischenwände zur Zimmeraufteilung beliebig einsetzbar sind.
11. Wohnhaus (1) nach einem der Ansprüche 8 bis 10, gekennzeichnet durch eine Montageschnittstelle im Randbereich jeder Raumzelle (5, 6), an der für jeden Wohnraumteil (3, 4) die Leitungen, insbesondere für elektrische, nachrichtentechnische Geräte sowie
Heizungselemente, lösbar angeschlossen sind.
12. Wohnhaus (1) nach einem der Ansprüche 8 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß jeweils nur die unterste Raumzelle (5) an sämtlichen externen Versorgungsleitungen angeschlossen ist.
13. Wohnhaus nach einem der Ansprüche 8 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß Zwischenwände
individuell veränderbar im Wohnraumteil bzw. in den Wohnraumteilen (3, 4) aufstellbar sind.
1. Process for erecting a multi-storey residential building (1) having at least one residence
having a living space portion (3, 4), erected at the site of the residential building,
and a room cell (5, 6), to be arranged on that portion, characterised in that the
power supply, water supply and waste water drainage connections necessary for the
building (1) as well as the telecommunications connections are arranged outside the
living space portions (3, 4), adjacent to one of the outer sides (57) of the living
space portions, the at least two room cells (5, 6), to be connected to the connections,
are supplied equipped with all the units (13, 15a, 15b, 17a, 17b, 19, 20, 21, 23,
39, 40, 41a, 41b, 43a, 43b, 44) necessary for the entire housing infrastructure, such
as, in particular, all necessary kitchen, sanitary, electrical and heating installations
and appliances and all necessary telecommunications and ventilation installations
and appliances, and, after the living space portions (3, 4) are erected, are arranged
externally on the outer side (57) thereof in an exchangeable manner above one another
and are connected to the connections.
2. Process according to claim 1, characterised in that the bearing foundation (31) for
the room cells (5, 6) is erected together with that for the residential building (1)
in such a manner that they are secured against horizontal and vertical displacement
relative to one another.
3. Process according to claim 1 or 2, characterised in that lines, in particular for
electrical, telecommunications appliances and heating elements for each living space
portion (3, 4), are connected at an installation interface in the edge region of each
room cell (5, 6).
4. Process according to any one of claims 1 to 3, characterised in that the room cells
(5, 6) are docked merely in an abutting manner against the outer wall (57) of the
living space portions (3, 4).
5. Process according to any one of claims 1 to 4, characterised in that the living space
portions (3, 4) are erected at the site of the residential building without partition
walls, having divisions (27a, 27b) only between storeys and only support members (29)
necessary for the statics of the building design, and the individual rooms of each
living space portion (3, 4) are divided off by erecting partition walls only after
arrangement of the room cells (5, 6) according to the wishes of the future occupant.
6. Process according to claim 5, characterised in that the rooms are equipped with connections
for the electric current according to the wishes of the future occupant and are simply
connected to the room cells (5, 6).
7. Process according to claim 5, characterised in that the rooms are fitted with heating
elements which are simply connected to the room cells (5, 6).
8. Multi-storey residential building (1) erected in accordance with the process according
to any one of claims 1 to 7 having at least one living space portion (3, 4) erected
at the site of the residential building, and a prefabricated room cell (5, 6) arranged
thereon, characterised in that at least two room cells (5, 6) contain the entire housing
infrastructure, comprising, in particular, all necessary kitchen, heating, sanitary,
electrical installations and appliances and all necessary telecommunications and ventilation
installations and appliances, and are arranged in an exchangeable manner above one
another on the outer side (57) of the living space portion(s) (3, 4), preferably on
a room cell foundation which is connected to the residential building foundation and
secured to prevent relative horizontal and vertical displacement, and in which the
power supply, water supply and waste water drainage connections and telecommunications
connections necessary for the residential building supply are preferably arranged.
9. Residential building according to claim 8, characterised in that the room cells (5,
6) are docked merely in an abutting manner against the outer wall (57) of the living
space portions (3, 4).
10. Residential building (1) according to claim 8 or 9, characterised in that the living
space portion(s) (3, 4) is/are formed without partition walls, having divisions (27a,
27b) only between storeys, and is/are provided only with support members (29) necessary
for the statics of the building design, it being possible to provide partition walls
in each living space portion (3, 4) where desired in order to divide it up into rooms.
11. Residential building (1) according to any one of claims 8 to 10, characterised by
an installation interface in the edge region of each room cell (5, 6), at which interface
the lines, particularly for electrical, telecommunications appliances and heating
elements, for each living space portion (3, 4) are detachably connected.
12. Residential building (1) according to any one of claims 8 to 11, characterised in
that only the bottom room cell (5) is connected to all of the external supply lines.
13. Residential building according to any one of claims 8 to 12, characterised in that
partition walls can be erected in an individually variable manner in the living space
portion (s) (3, 4).
1. Procédé pour ériger une maison d'habitation (1) à plusieurs étages, comprenant au
moins un appartement muni d'une partie de local (3, 4) érigée sur le site de la maison
d'habitation, et d'un sas (5, 6) devant être disposé sur ladite partie, caractérisé
par le fait que les raccords d'arrivée d'énergie, d'adduction d'eau et d'évacuation
des eaux usées, ainsi que les connexions techniques de communication, nécessaires
à la maison (1), sont implantés à l'extérieur des parties de locaux (3, 4) au voisinage
de l'une des faces externes (57) desdites parties de locaux ; et les sas (5, 6) au
nombre de deux au moins, devant être reliés auxdits raccords, sont livrés équipés
de toutes les unités (13, 15a, 15b, 17a, 17b, 19, 20, 21, 23, 39, 40, 41a, 41b, 43a,
43b, 44) nécessaires à l'infrastructure d'ensemble dé l'habitation comme, notamment,
tous les appareils et installations nécessaires à la cuisine, aux sanitaires, à l'électricité
et au chauffage, ainsi que tous les appareils et installations techniques nécessaires
à la communication et à la ventilation, sont agencés extérieurement en superposition
interchangeable après l'érection des parties de locaux (3, 4), à la face externe (57)
de ces dernières, et sont reliés auxdits raccords.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé par le fait que la semelle porteuse
(31), affectée aux sas (5, 6), est érigée conjointement à celle affectée à la maison
d'habitation (1), avec arrêt empêchant un décalage mutuel horizontal et vertical.
3. Procédé selon la revendication 1 ou 2, caractérisé par le fait que des conducteurs
notamment destinés à des appareils techniques électriques de communication, ainsi
qu'à des éléments de chauffage affectés à chaque partie de local (3, 4), sont raccordés
sur un interface de montage dans la région marginale de chaque sas (5, 6).
4. Procédé selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé par le fait que les sas
(5, 6) sont rapportés en étant uniquement appliqués contre la paroi externe (57) des
parties de locaux (3, 4).
5. Procédé selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisé par le fait que les parties
de locaux (3, 4), exemptes de cloisons, sont érigées sur le site de la maison d'habitation
en présentant uniquement des séparations (27a, 27b) entre étages, ainsi que des parties
de soutien (29) seulement nécessaires à la statique de la structure bâtie, et les
pièces individuelles de chaque partie de local (3, 4) ne sont compartimentées qu'après
la mise en place des sas (5, 6), par érection de cloisons, en concordance avec les
desiderata du futur occupant.
6. Procédé selon la revendication 5, caractérisé par le fait que les pièces sont équipées
de connexions de courant électrique, d'une manière répondant aux desiderata du futur
occupant, et sont uniquement reliées aux sas (5, 6).
7. Procédé selon la revendication 5, caractérisé par le fait que les pièces sont garnies
d'éléments de chauffage, et ces derniers sont uniquement reliés aux sas (5, 6).
8. Maison d'habitation (1) à plusieurs étages érigée selon le procédé conforme à l'une
des revendications 1 à 7, comprenant au moins une partie de local (3, 4) érigée sur
le site de la maison d'habitation, et un sas préfabriqué (5, 6) disposé sur ladite
partie, caractérisée par le fait qu'au moins deux sas (5, 6) renferment l'infrastructure
d'ensemble de l'habitation, englobant notamment tous les appareils et installations
électriques nécessaires à la cuisine, au chauffage, aux sanitaires, ainsi que tous
les appareils et installations techniques nécessaires à la communication et à la ventilation,
et sont agencés en superposition interchangeable à la face externe respective (57)
de la partie de local ou des parties de locaux (3, 4), de préférence sur une semelle
de sas qui est reliée à la semelle de la maison d'habitation, est arrêtée à l'encontre
d'un décalage mutuel horizontal et vertical, et dans laquelle sont préférentiellement
logés les raccords d'arrivée d'énergie, d'adduction d'eau et d'évacuation des eaux
usées, nécessaires à l'alimentation de la maison d'habitation, ainsi que des connexions
techniques de communication.
9. Maison d'habitation selon la revendication 8, caractérisée par le fait que les sas
(5, 6) sont rapportés en étant uniquement appliqués contre la paroi externe (57) des
parties de locaux (3, 4).
10. Maison d'habitation (1) selon la revendication 8 ou 9, caractérisée par le fait que
la partie de local ou, respectivement, les parties de locaux (3, 4), exempte(s) de
cloisons, présente(nt) uniquement des séparations (27a, 27b) entre étages, ainsi qu'uniquement
des parties de soutien (29) nécessaires à la statique de la structure bâtie, et des
cloisons peuvent être utilisées à volonté dans chaque partie de local (3, 4), en vue
du compartimentage en des pièces.
11. Maison d'habitation (1) selon l'une des revendications 8 à 10, caractérisée par un
interface de montage qui se trouve dans la région marginale de chaque sas (5, 6) et
sur lequel les conducteurs, notamment destinés à des appareils techniques électriques
de communication, ainsi qu'à des éléments de chauffage, sont raccordés de manière
amovible pour chaque partie de local (3, 4).
12. Maison d'habitation (1) selon l'une des revendications 8 à 11, caractérisée par le
fait que seul le sas (5), occupant respectivement la position la plus basse, est raccordé
à tous les conducteurs ou conduits extérieurs d'alimentation.
13. Maison d'habitation selon l'une des revendications 8 à 12, caractérisée par le fait
que des cloisons peuvent être respectivement dressées dans la partie de local ou dans
les parties de locaux (3, 4), avec faculté de modification individuelle.