[0001] Die Erfindung betrifft eine Verpackung von in einem Blisterabschnitt aufgenommenen
Tabletten oder dergleichen nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0002] In der pharmazeutischen Industrie ist es heute üblich, feste Arzneimittel in Form
von Tabletten, Dragees, Kapseln, Pellets oder ähnlichem in Blisterstreifen luftdicht
einzuschweißen, wobei die Tabletten, Kapseln oder Dragees jeweils einzeln verpackt
sind. Ein Blisterstreifen kann z. B. 1 bis 20 oder mehr Tabletten, Dragees oder Kapseln
enthalten. Die eigentliche Verpackung kann 1 bis zu 10 oder mehr der genannten Blisterstreifen
enthalten. Die Verwendung des Ausdrucks Tabletten umfaßt nachfolgend jede Art eines
festen Arzneimittels, wie z. B. auch Kapseln, Dragees, Pellets und anderes. Neben
Arzneimitteln im engeren Sinne können Tabetten im vorgenannten Sinne aber auch Lebens-,
Nahrungsergänzungs- und Stärkungsmittel, Vitamine, Mineralstoffe, Körperpflegemittel
usw. enthalten.
[0003] Apothekenpflichtige Arzneimittel erfordern darüber hinaus eine durch das Arzneimittelgesetz
vorgeschriebenen Packungsbeilage oder einen "Beipackzettel", welcher Informationen
und Hinweise zur Anwendung und zum Wirkungs- und Nebenwirkungsprofil des betreffenden
Arzneistoffes im Sinne des Verbraucherschutzes enthält.
[0004] Gemäß dem deutschen Arzneimittelrecht (welches, hinsichtlich der Verpackung von Tabletten,
mit dem Arzneimittelrecht aller EU-Länder in wesentlichen Punkten übereinstimmt) müssen
Arzneimittel sicher verpackt sein. Dies wird einerseits durch die Anbringung eines
sogenannten "Originalitätsverschluß", andererseits durch "Kinder-sichere" Vorkehrungen
gewährleistet. Durch Anbrechen des Originalitätsverschlusses wird dem Verwender kenntlich
gemacht, daß die Verpackung sich nicht mehr im Originalzustand befindet.
[0005] Langzeitstabilität, Hygiene und Handhabbarkeit von Tabletten in Blisterstreifen sind
gegenüber einer anderen Verpackung in Flaschen oder in loser Form in Schachteln zwar
verbessert, jedoch sind dadurch neue Probleme entstanden.
[0006] Verbrauchte Blisterstreifen bedürfen einer besonderen Entsorgung, da sie häufig Schwermetalle
und/oder chlorhaltige Kunststoffe enthalten. Da eine Sondermüllvorschrift für verbrauchte
Blisterstreifen jedoch nicht besteht, entsteht eine beträchtliche Umweltbelastung
durch verbrauchte Arzneimittel-Blisterstreifen.
[0007] Wegen der Empfindlichkeit von Blisterstreifen ist es erforderlich, daß diese nach
Entnahme einer Tablette wieder in ihre Umverpackung eingeschoben werden. Dabei stört
in der Regel die in der Verpackung ebenfalls untergebrachte Packungsbeilage, so daß
der Verwender diese Packungsbeilage bei der ersten Entnahme eines Blisterstreifens
häufig der Verpackung entnimmt und häufig wegwirft. Dem Verbraucher entgeht dabei
für die Zeit bis zum Aufbrauch des Medikaments die in der Packungsbeilage enthaltene
Information. Dadurch kann sich auch ein Gesundheitsrisiko für den Verbraucher ergeben.
[0008] Unter anderem aus diesem Grund schreibt das Arzneimittelgesetz vor, daß die Packungsbeilage
eine bestimmte Größe, Gestaltung und Lesbarkeit aufweisen muß. Der Arzneimittelhersteller
ist verpflichtet, Sorge zu tragen, daß die Packungsbeilage in der Verpackung unversehrt
aufbewahrt werden kann und in der Verpackung inliegend sichtbar ist, wann immer die
Verpackung geöffnet wird.
[0009] Wegen des umständlichen Aus- und Einschiebens der Blisterstreifen in eine Verpackung
verwahren Verbraucher die Blisterstreifen auch häufig ohne ihre Verpackung. Dabei
entsteht die Gefahr, daß bei loser Aufbewahrung eines Blisterstreifens, beispielsweise
in einer Handtasche, die die Tabletten abdeckende Deckschicht beschädigt wird und
damit unmerklich die Sterilität der Packung verletzt wird.
[0010] Aus der GB-OS 2 266 880 ist eine Blisterverpackung bekannt, bei der ein Blisterstreifen
so mit einer Faltpackung verklebt ist, daß die Einzeltabletten des Blisterstreifens
sich mit Ausschnitten der Faltpackung decken und damit die Entnahme von Tabletten
ermöglichen, während der Blisterstreifen mit der Faltpackung verbunden bleibt.
[0011] Bei dieser Verpackung handelt es sich um eine Blisterverpackung für Tabletten ausschließlich
für die klinische Erprobung von Arzneimitteln, z. B. in Kliniken und Krankenhäusern.
Die Verpackung soll lediglich dazu beitragen, daß vom Verwender das eigentlich zu
testende Arzneimittel (Verum) von der Scheintablette, dem sogenannten "Placebo" unterschieden
werden kann. Wie dort beschrieben, handelt es sich als solches um eine "Blistercard",
auf der eine Anleitung (eng. "instructions") - nicht zu verwechseln mit einer "Packungsbeilage"
(engl. "Package insert") - aufgedruckt ist.
[0012] Die aus der GB-OS- 2 266 880 beschriebene Blistercard eignet sich nicht für die arzneimittelrechtliche
Inverkehrbringung von Arzneimitteln.
[0013] Aus der US 4 340 141 ist eine ähnliche Verpackung bekannt, bei der ein mehrlagiger
Faltkarton so gefaltet ist, daß auch noch eine Aufnahmetasche für die Aufnahme einer
"Produktinformation" gebildet ist. Ähnlich der GB-OS 2 266 880 handelt es sich hier
um eine Verpackung zur kontrollierten Aufbewahrung von Drogen - also von Rausch- und
Betäubungsmitteln in geschlossenen Anstalten. Sie ist nicht verkehrsfähig im Sinne
des (deutschen) Arzneimittelrechtes. Die in der Tasche untergebrachte "Produktinformation"
hat nicht den Charakter einer Packungsbeilage. Die gesamte Einrichtung ist zum "Schutz
vor Mißbrauch von Arzneimittel" konzipiert.
[0014] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Verpackung zur Aufnahme von in einem
Blisterabschnitt aufgenommenen Tabletten anzugeben, die umweltschonend ist, eine verbesserte
Handhabung ermöglicht, eine sichere Aufbewahrung von Tabletten und Packungsbeilage
gewährleistet und kostengünstig ist.
[0015] Diese Aufgabe wird durch die im Anspruch 1 angegebene Erfindung gelöst. Vorteilhafte
Weiterbildungen der Erfindung sind in Unteransprüchen angegeben.
[0016] Gemäß der Erfindung ist eine gattungsgemäße Verpackung im wesentlichen dadurch gekennzeichnet,
daß der Blisterabschnitt in einen einstückigen Verpackungszuschnitt eingesetzt ist,
der im zusammengefalteten Zustand die die Tabletten enthaltende Seite des Blisterabschnitts
in sich einschließt und gleichzeitig einen Aufnahmeraum für eine Packungsbeilage enthält.
[0017] Durch die Erfindung ist gewährleistet, daß die gesamte Verpackung lediglich als ein
einziges Stück ausgebildet ist, von dem ein Teil den Blisterabschnitt aufnimmt, der
in der Regel untrennbar mit dem übrigen Verpackungszuschnitt verbunden ist. Dadurch,
daß die Tabletten sich im Inneren der zusammengefalteten Verpackung befinden, können
diese in der Regel nicht aus Versehen aus der Verpackung herausgedrückt oder beschädigt
werden. Dadurch ist auch eine "Kindersicherung" gewährleistet.
[0018] Vorzugsweise ist der Blisterabschnitt als Teil eines zusammengefalteten und am offenen
Ende durch einen Klebestreifen verschließbaren Zuschnitts aus rechteckförmigen Trägerflächen
gebildet. Dadurch ist ein leichtes Öffnen und Wiederverschließen der Verpackung gewährleistet.
Es ist kein Heraus- oder Hineinschieben eines Blisterabschnitts in eine davon getrennte
Verpackung erforderlich. Dadurch wird Verpackungszuschnitt eingespart, die Verpackung
bleibt sicher und die Handhabung ist erheblich verbessert. Die besondere Ausbildung
der Verpackung erlaubt es ferner, die Packungsbeilage in eine Tasche der Verpackung
einzuschieben, wo sie ständig vorhanden ist und die Information der Packungsbeilage
bei Bedarf jederzeit nachgelesen werden können.
[0019] Ein umweltschonender Effekt wird dadurch erreicht, daß, nachdem die Tabletten eines
Blisterstreifens aufgebraucht sind, der leere Blisterstreifen entfernt und entsorgt
werden kann. Aus einem Vorratsbehälter, welcher mehrere Blisterstreifen des gleichen
Medikaments enthält, kann der Verwender neue Blisterstreifen in die Aufnahmetasche
der erfindungsgemäßen Verpackung einführen. Aus diesem Grund können die erfindungsgemäßen
Verpackungen, welche in der Regel einen 10-er Blisterstreifen tragen, in Kombination
mit einer Großpackung angeboten werden, welche größere Mengen des gleichen Medikaments
in 10-er Blisterstreifen enthält. Die Blisterstreifen sind dann dergestalt bemessen,
daß sie in die erwähnte Aufnahmetasche der erfindungemäßen Verpackung nahtlos passen.
Somit kann die erfindungsgemäße Verpackung auch als wiederverwendbare Tasche zur Aufnahme
von Blisterstreifen dienen. Der Verwender hat somit immer kleinere Mengen seines Medikaments
stets zur Hand.
[0020] Die erfindungsgemäße Verpackung kann auch in der Weise ausgebildet sein, daß der
Blisterabschnitt als Verlängerung einer Seitenwand der Verpackung ausgebildet ist,
wobei der Blisterabschnitt durch Faltung in das Innere der Verpackung einlegbar ist,
so daß sich eine Verpackung im zusammengefalteten Zustand ergibt, bei der der Blisterabschnitt
beidseitig von Außenwänden eingeschlossen ist. In ihren Schutzeigenschatten entspricht
eine derartige Verpackung völlig einer üblichen Verpackung, in der Blisterstreifen
lose aufgenommen sind. Beim Gegenstand der Erfindung kann der Blisterabschnitt jedoch
Teil des Verpackungszuschnitts sein, so daß sich ein Aus- oder Einschieben eines losen
Blisterabschnitts erübrigt.
[0021] Wie bei konventionellen Verpackungen ist es auch mit der erfindungsgemäßen Verpackung
möglich, mehrere Blisterabschnitte zu verwenden, die jedoch miteinander verbunden
sind und Teil des gesamten Verpackungszuschnitts bilden. Bei mehr als zwei Blisterabschnitten
sind diese beispielsweise zickzackförmig gefaltet. Es kann dabei vorgesehen sein,
daß die Knickkanten zwischen einzelnen Blisterabschnitten perforiert sind, um einen
leeren Blisterabschnitt vorzeitig von dem übrigen Verpackungszuschnitt abtrennen zu
können.
[0022] Zur vereinfachten Herstellung einer erfindungsgemäßen Verpackung kann vorgesehen
sein, daß der Verpackungszuschnitt Ausschnitte enthält, durch die die erhabenen Folienbereiche
bereits fertiggestellter Blisterabschnitte durchführbar sind, wobei die Blisterabschnitte
mit dem übrigen Verpackungszuschnitt beispielsweise verklebt werden oder von einer
Abdeckfläche gehalten werden.
[0023] Eine erfindungsgemäße Verpackung weist in der Regel ausreichend freie Fläche auf
der Innenseite der Verpackung auf, um dort weitere Informationen, die bisher üblicherweise
auf einer Packungsbeilage aufgedruckt waren, aufnehmen zu können, so daß der Beipackzettel
in seinem Textumfang verkleinert werden kann.
[0024] Ein weiterer Vorteil der Verpackung liegt darin, daß ein häufiges Problem mit der
Handhabung des Verfalldatums gelöst wird. Da die Blisterstreifen herkömmlicher Verpackungen
nach der Entnahme aus der Verpackung häufig verlorengehen, war es bisher erforderlich,
daß das Verfallsdatum sowohl auf den Blisterstreifen als auch auf der Verpackung aufgedruckt
wurde. Bei der erfindungsgemäßen Verpackung kann der Aufdruck des Verfalldatums auf
der Verpackung entfallen, da der Aufdruck auf dem Blisterstreifen ausreicht. Aus diesem
Grund ist bevorzugt, daß der Blisterstreifen in der vorliegenden Verpackung so gestaltet
ist, daß bei bestimmungsgemäßem Einschieben in die Blistertasche das Verfallsdatum
immer zum Erscheinen kommt. Dies spart einen Arbeitsgang in der Herstellung der Verpackung
und gewährleistet zugleich die Einhaltung der arzneimittelrechtlichen Bestimmungen
zum Verfallsdatum.
[0025] Die Erfindung wird nachstehend anhand eines Ausführungsbeispiels näher erläutert.
Es zeigen:
- Fig. 1
- eine Verpackung, bestehend aus zusammengefalteten rechteckförmigen Abschnitten,
- Fig. 2
- eine rechteckförmige Verpackung mit Verschluß durch Klebestreifen,
- Fig. 3
- eine Schnittansicht durch eine Ausführungsform,
- Fig. 4
- eine Schnittansicht durch eine andere Ausführungsform,
- Fig. 5
- eine rechteckförmige Verpackung mit doppeltem Blisterabschnitt,
- Fig. 6
- eine andere Ausbildung einer rechteckförmigen Verpackung mit doppeltem Blisterabschnitt,
- Fig. 7
- einen Packungszuschnitt einer Verpackung nach Fig. 6,
- Fig. 8
- einen vereinfachten Verpackungsausschnitt vergleichbar mit Fig. 1, und
- Fig. 9
- eine fertige Verpackung nach Fig. 8.
[0026] Fig. 1 zeigt eine Verpackung in der einfachsten Form. Die Verpackung besteht aus
zwei rechteckförmigen Hälften, wobei eine Hälfte durch die Vorderseite 1 und die andere
Hälfte durch die Rückseite 2 gebildet werden. Die Hälften sind über die Unterseite
7 miteinander verbunden. An ihren offenen Kanten können sie durch einen Klebestreifen
miteinander lösbar befestigt sein, welcher auch den Originalitätsverschluß bildet.
[0027] Im Inneren zwischen Vorderseite 1 und Rückseite 2 befindet sich eine Tablette 3,
eingeschlossen zwischen der Rückseite 2 und einer Klarsichtfolie 15, die die Oberseite
des Blisterstreifens bildet. Hierfür können umweltfreundliche, durchsichtige Natur-
bzw. Kunststoffe verwendet werden. Als Naturstoffe kommen durchsichtige, feste Streifen
aus Honig, Gelatine, Eiweiß, Stärke und Papier in Betracht. Als Kunststoffe können
Polyethylen, Propylant, Polypropylen (PP) und ähnliche Stoffe verwendet werden.
[0028] Die Rückseite des Blisterstreifens kann durch wasserabweisendes, reißbares Material
gebildet sein. Hierzu eignet sich z. B. aluminiumbeschichtetes Papier.
[0029] Fig. 2 zeigt eine rechteckförmige Verpackung, bei der die Vorder- und Rückseiten
nur über eine Knicklinie 5 getrennt sind. Der übrige Aufbau der Verpackung entspricht
dem von Fig. 1. Der Verschluß kann in diesem Fall ebenfalls durch einen Klebestreifen
4 gebildet sein.
[0030] In Fig. 1 kann die Rückseite 2 unmittelbar die rückseitige Deckschicht des Blisterabschnitts
bilden, der auf einem Trägerkarton 14 aufgebracht ist. Eine entsprechende Schnittansicht
der Rückseite 2 zeigt Fig. 3. Auf die Deckschicht 16, die zugleich die Außenseite
bildet, ist eine Klarsichtfolie 15 aufgebracht, wobei sich die Tablette 3 zwischen
Klarsichtfolie 15 und Deckschicht 16 befindet. Oberseitig ist die Klarsichtfolie 15
durch die mit Ausschnitten versehene Trägerschicht 14 abgedeckt, die Teil des Verpackungszuschnitts
ist.
[0031] Die Deckschicht 16 besteht insbesondere aus einer Aluminium-Papier-Verbindung, die
einerseits eine sterile Abdichtung des Tablettenaufnahmeraums gewährleistet, andererseits
jedoch durch ausreichenden Druck von innen auf eine Tablette aufbrechbar ist.
[0032] Fig. 4 zeigt eine Ausschnittansicht einer Verpackung, wie sie in bevorzugter Weise
bei den Ausführungen nach Fig. 1 und 2 verwendet wird. Dort bildet die mit Durchbrüchen
versehene Rückschicht 17, die Teil des Verpackungszuschnitts ist, die Rückseite der
Verpackung, auf die ein Blisterabschnitt mit der Deckschicht 16 und einer Klarsichtfolie
15 aufgebracht ist. Der Blisterabschnitt kann, muß aber nicht, auch in einer zusätzlichen
Trägerschicht 14 aufgenommen sein.
[0033] Fig. 5 zeigt eine Verpackung, bei der die Grundfläche noch einmal im Inneren der
Verpackung umgeklappt ist, so daß sich im Inneren der Verpackung zwei Teilgrundflächen
18, 19 befinden, die Rücken an Rücken aneinandergelegt sind. Dadurch können zwei Blisterabschnitte
mit Tabletten 3 bzw. 20 gleichzeitig aufgenommen sein.
[0034] Statt die Blisterabschnitte diagonal in der Verpackung anzuordnen, kann auch gemäß
Fig. 6 vorgesehen sein, daß die Teilgrundflächen 18 und 19 parallel zu den Seitenwänden
1 und 2 angeordnet sind. Dies wird bewirkt durch den als Trägerlasche 21 ausgebildeten
Kantenabschnitt. Auch hierbei sind die Blisterabschnitte Rücken an Rücken aneinandergelegt.
[0035] Obgleich es möglich ist, daß in allen vorgenannten Ausführungsformen die Stirnseiten
der Verpackung offen bleiben können, kann auch vorgesehen sein, daß die Stirnseiten
durch Seiten- und Klapplaschen 24 und 25 geschlossen sind, wie sie in einer Aufsicht
auf einen Packungsausschnitt gemäß Fig. 7 dargestellt sind. Die Teilgrundflächen 18
und 19 des einstückigen Verpackungszuschnitts sind mit Ausschnitten 23 versehen und
bilden die Trägerschicht 14 zur Aufnahme der Blisterabschnitte, deren Klarsichtfolien
durch die Ausschnitte 23 hindurchragen.
[0036] Wie Fig. 7 verdeutlicht, ist auf der Innenseite des Verpackungszuschnitts ausreichend
Raum vorhanden, um bestimmte Informationen der bisher auf "Beipackzetteln" aufgedruckten
Informationen abzudrucken.
[0037] Zur Aufnahme der eigentlichen Packungsbeilage weist der Verpackungszuschnitt zwei
randseitig nebeneinander verbundene Trägerflächen 8 und 9 auf, von denen die Fläche
9 einen seitlichen bogenförmigen Ausschnitt 6 aufweist. Da die Trägerflächen nur randseitig,
insbesondere an den Längsseiten, miteinander verbunden sind, ergibt sich nach Zusammenfalten
der Trägerflächen 8 und 9 eine Tasche zur Aufnahme der Packungsbeilage, in der diese
lose aufgenommen ist.
[0038] Eine ähnliche Ausbildung ohne seitliche Laschen zeigt Fig. 8. Dort ist auch dargestellt,
daß die Grundfläche einen Ausschnitt 10 enthält, in dem das geprägte Ablaufdatum des
Blisterabschnitts erkennbar wird.
[0039] Zur Befestigung des Blisterabschnitts ist hierbei eine Abdeckfläche 13 vorgesehen,
die ein rechteckiges Fenster 12 aufweist, um die Tabletten aufnehmen zu können, und
die mit der Grundfläche an drei Seiten randseitig verklebt ist, um auf diese Weise
eine Aufnahmetasche für den Blisterabschnitt zu bilden.
[0040] Wenn der Blisterstreifen in die so gebildete Tasche eingeschoben ist, können die
Tabletten durch die Blisterrückseiten und die Öffnungen der Grundfläche hindurch herausgedrückt
werden. Nach Entnahme der letzten Tablette kann der Blisterstreifen entnommen und
durch einen neuen aus einer Vorratsschachtel ersetzt werden, so daß die Abfallmenge
reduziert werden kann.
[0041] Fig. 9 zeigt eine fertige Verpackung nach Fig. 8 mit 10 Tabletten in einem Blisterabschnitt
28. Dabei sind auch ein oder zwei Originalitätsverschlüsse 22 und 26, die als Klebestreifen
ausgeführt sind, dargestellt. In der Tasche der Trägerfläche 9 befindet sich die Packungsbeilage
27, die bei Bedarf entnommen werden kann, die aber anders als bei einer üblichen Schachtel,
ohne störenden Einfluß in der Verpackung verbleiben kann.
Bezugszeichenliste
[0042]
- 1
- Vorderseite
- 2
- Rückseite
- 3
- Tablette
- 4
- Klebestreifen
- 5
- Knicklinie
- 6
- Ausschnitt
- 7
- Unterseite
- 8
- Trägerfläche
- 9
- Trägerfläche
- 10
- Ausschnitt
- 11
- Grundfläche
- 12
- Fenster
- 13
- Abdeckfläche
- 14
- Trägerschicht
- 15
- Klarsichtfolie
- 16
- Deckschicht
- 17
- Rückschicht
- 18
- Teilgrundflächen
- 19
- Teilgrundflächen
- 20
- Tablette
- 21
- Trägerlasche
- 22
- Originalitätsverschluß
- 23
- Ausschnitte
- 24
- Seitenlasche
- 25
- Klapplasche
- 26
- Originalitätsverschluß
- 27
- Packungsbeilage
- 28
- Blisterstreifen
1. Verpackung zur Aufnahme von in einem Blisterabschnitt aufgenommenen Tabletten (3)
oder dergleichen, bei der der Blisterabschnitt mit einem einstückigen Verpackungszuschnitts
verbunden ist, der im zusammengefalteten Zustand die die Tablette (3) enthaltende
Seite des Blisterabschnitts in sich einschließt, wobei eine Tablette (3) zur Entnahme
aus dem Blisterabschnitt durch Druck auf eine eine Deckschicht (16) des Blisterabschnitts
abdeckende Folie (15) durch die Deckschicht (16) und einen Durchbruch (17) des Verpackungszuschnitts
hindurchdrückbar sind, dadurch gekennzeichnet, daß der Verpackungszuschnitt aus wenigstens drei durch Faltlinien gegeneinander abgegrenzten
rechteckförmigen Trägerflächen gebildet ist, wobei eine Trägerfläche (11) die Grundfläche
zur Aufnahme des Blisterabschnitts und die beiden übrigen aneinandergrenzenden miteinander
verbundenen Trägerflächen (8, 9) eine doppellagige Deckfläche zur Abdeckung des Blisterabschnitts
bilden, wobei die im eingeklappten Zustand innere Trägerfläche (9) einen randseitigen
Ausschnitt (6) aufweist, so daß zwischen den die Deckfläche bildenden Trägerflächen
(8, 9) ein Aufnahmeraum zur Aufnahme einer Packungsbeilage (27) gebildet ist, und
daß die den Blisterabschnitt (28) aufnehmende Grundfläche (11) einen Ausschnitt (10)
an einer Stelle aufweist, an der der in die Verpackung eingesetzte Blisterabschnitt
eine dem Benutzer zugänglich zu machende Information, insbesondere das Verfallsdatum,
trägt.
2. Verpackung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Blisterabschnitt Teil eines zusammengefalteten und am offenen Ende durch
einen Klebestreifen (4) verschließbaren Zuschnitts aus rechteckförmigen Trägerflächen
ist.
3. Verpackung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Grundfläche (11) aus zwei in der Verpackung zusammengefalteten Teilgrundflächen
(18, 19) gebildet ist, um zwei Blisterabschnitte gegenüberliegend aufzunehmen.
4. Verpackung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Grundfläche (11) und der Blisterabschnitt von einer seitlich mit der Grundfläche
über eine Faltlinie verbundenen mit einem oder mehreren Ausschnitten versehenen Abdeckfläche
(13) abgedeckt sind, wobei Grundfläche (11) und Abdeckfläche (13), die an drei Seitenkanten
miteinander verbunden sind, eine Tasche bilden, in die der Blisterabschnitt seitlich
einführbar ist.
5. Verpackung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß nach dem Verbrauch der in einem Blisterstreifen enthaltenen Tabletten, der Blisterstreifen
aus der Verpackung entnehmbar und durch einen neuen Blisterstreifen ersetzbar ist.
6. Verpackung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein die Verpackung schließender Originalitätsverschluß (22, 26) vorgesehen ist.