[0001] Die Erfindung bezieht sich auf ein Stapelbrett zur Ablage eines Bogenstapels, insbesondere
eines Stapels von Wertscheinbogen, und ausserdem auf einen Handhabungsautomaten zum
Handhaben derartiger Stapelbretter.
[0002] Bei der Herstellung von Wertscheinen, insbesondere Banknoten, ist man zwecks Erhöhung
der Wirtschaftlichkeit zunehmend bestrebt, Arbeitsgänge zu vereinfachen und möglichst
zu automatisieren. Dazu gehört insbesondere auch der personenaufwendige Vorgang des
manuellen Zählens, welcher nach der Entnahme der Bogenstapel sicherstellt, dass diese
eine exakte vorbestimmte Anzahl von Bogen enthalten. Dieses Ziel wurde jedoch bisher
bei der Handhabung von Wertscheinbogen, welche eine Druckmaschine verlassen, noch
nicht befriedigend gelöst. Am Ausgang der Druckmaschine werden die im allgemeinen
von einem Kettengreifersystem transportierten Wertscheinbogen über einem offenen Magazin
mit verstellbarem Boden freigegeben, auf diese Weise zu einem Bogenstapel übereinander
abgelegt und dann stapelweise zur Weiterverarbeitung abtransportiert. Um eine Unterbrechnung
des Druckbetriebs zu vermeiden, wenn ein Bogenstapel seine vorbestimmte Höhe erreicht
hat, sind zwei nebeneinander angeordnete Magazine zur abwechselnden Bildung von Bogenstapeln
im einen und im anderen Magazin vorgesehen. Einige im Banknotendruck verwendete Druckverfahren
erlauben nur beschränkte Stapelhöhen. Das gilt insbesondere für das Stichtiefdruckverfahren,
wo die Stapelhöhe unter Umständen auf 500 Bogen beschränkt sein kann, sowie auch für
den Druck von Numerierungen mit einer Hochdruckfarbe, die lange Trocknungszeiten aufweisen
kann.
[0003] Bisher ist es bekannt, in jedem der beiden Magazine eine bestimmte Anzahl von getrennten
Bogenstapeln vorbestimmter Höhe mit Hilfe von in das Magazin einschiebbaren Stapelbrettern
herzustellen. Zu diesem Zwecke hat das Magazin ein nach Art eines Paternosteraufzugs
umlaufendes Einschubsystem, welches im vorbestimmten Abstand voneinander angeordnete
Aufnahmeöffnungen zum Einschieben von Stapelbrettern aufweist, die während der Ablage
der Wertscheinbogen mit einer der Bildung des Bogenstapels entsprechenden Geschwindigkeit
abgesenkt werden. Sobald ein Bogenstapel auf einem Stapelbrett eines Magazins seine
vorbestimmte Stapelhöhe erreicht hat, werden die folgenden Wertscheinbogen in das
zweite Magazin umgeleitet, und im ersten Magazin wird ein neues Stapelbrett oberhalb
des gerade gebildeten Bogenstapels eingeschoben; nach Fertigstellung des Bogenstapels
im zweiten Magazin gelangen die folgenden Bogen wieder in das erste Magazin auf das
neue Stapelbrett, usw. Hierbei bestehen die wesentlichen Nachteile darin, dass die
Stapelbretter von Hand in das Einschubsystem des Magazins eingefügt und, nach Fertigstellung
der Bogenstapel, auch von Hand entnommen werden müssen. Zur weiteren Handhabung müssen
die mit fertigen Bogenstapeln belegten Stapelbretter ausserdem einzeln in besonderen
Regalen verstaut werden, weil beim direkten Aufeinanderstapeln mehrerer mit Bogenstapeln
belegter Stapelbretter einerseits ein solcher Stapelbrettstapel nicht stabil wäre
und andererseits die Bogenstapel in unzulässiger Weise zusammengepresst würden.
[0004] Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Stapelbrett zur Aufnahme
eines Bogenstapels so auszubilden, dass die Stapelbretter direkt übereinander stapelbar
sind und dass mehrere, mit je einem Bogenstapel belegte, übereinander gestapelte Stapelbretter
als Ganzes transportiert, insbesondere einem Magazin entnommen und einer anderen Verarbeitungsstation
zugeführt werden können, ohne dass die auf einem Stapelbrett befindlichen Bogenstapel
vom Gewicht der darüberliegenden Stapel belastet werden; ausserdem sollen die Stapelbretter
nach der Erfindung bei Nichtbenutzung oder in Vorratsstellung nur einen geringen Raumbedarf
einnehmen. Schliesslich soll sich das Stapelbrett nach der Erfindung besonders gut
für eine automatische Handhabung eignen.
[0005] Diese Aufgabe wird durch die im kennzeichnenden Teil des Anspruchs 1 angegebenen
Merkmale gelöst.
[0006] Auf diese Weise lässt sich einerseits ein Arbeitsstapel, in dem der Abstand zwischen
benachbarten Tragplatten grösser als die Dicke eines darauf abgelegten Bogenstapels
ist, und andererseits ein dicht gepackter Vorratsstapel herstellen, dessen Höhe beim
Zufügen einer Palette nur näherungsweise um die Dicke einer Tragplatte zunimmt. Zur
Bildung des einen oder des anderen Stapels sind keinerlei zusätzliche Elemente erforderlich.
[0007] Eine besondere Ausführungsform ist im Anspruch 2 beschrieben, wobei die Stützelemente
aus hohlen Füssen und hohlen Rastnocken bestehen. Um bei der Handhabung von Wertscheinbogen
zu verhindern, dass aus einem Arbeitsstapel von Paletten einzelne Wertscheinbogen
unbefugt entfernt werden können, sind vorzugsweise die Paletten an ihren Rändern mit
nach unten vorstehenden Sicherungsleisten versehen, die den Zugang zu dem darunterliegenden
Bogenstapel versperren.
[0008] Vorzugsweise sind die Paletten, wie im Anspruch 4 beschrieben, ausgebildet. Hierbei
bilden bei einem Arbeitsstapel die Wände die Sicherungsleisten und gleichzeitig die
Stützelemente. Auf diese Weise sind die in einem Palettenstapel befindlichen Bogen
vor unautorisierter Entnahme geschützt. In den Wänden können Belüftungsöffnungen vorgesehen
sein.
[0009] Handhabungsautomaten zur Handhabung von Paletten nach der Erfindung sind durch die
in den Patentansprüchen 8 bis 10 angegebenen Merkmale gekennzeichnet.
[0010] Die Erfindung wird anhand der Zeichnungen an Ausführungsbeispielen näher erläutert.
[0011] Es zeigen :
Figur 1 eine Draufsicht auf eine Palette gemäss einer ersten Ausführungsform nach
der Erfindung,
Figur 2 einen Schnitt durch die Palette längs II-II nach Figur 1,
Figur 3 einen Schnitt durch die Palette längs III-III nach Figur 1,
Figur 4 die Seitenansicht eines dicht gepackten Vorratsstapels aus fünfzehn Paletten,
Figur 5 eine Draufsicht auf den Vorratsstapel nach Figur 4,
Figur 6 die Seitenansicht eines Arbeitsstapels aus sieben, jeweils mit einem Bogenstapel
belegten Paletten und einer obersten achten Palette,
Figur 7 eine Draufsicht auf den Arbeitsstapel nach Figur 6,
Figur 8 eine schematische Draufsicht auf zwei nebeneinander angeordnete, mit Paletten
nach der Erfindung arbeitende Magazine zur wechselnden Ablage von Wertscheinbogenstapeln,
auf zwei seitlich davon angeordnete Vorratsstapel aus Paletten sowie auf einen Handhabungsautomaten
für diese Paletten,
Figur 9 eine schematische Seitenansicht der Anordnung nach Figur 8,
Figur 10 die Ansicht eines mit einem kompletten Arbeitsstapel beladenen Transportkarrens,
Figur 11 eine perspektivische Ansicht einer Palette gemäss einer zweiten Ausführungsform,
Figur 12 die gleiche Palette mit einem darauf abgelegten Bogenstapel,
Figur 13 eine Draufsicht auf die Palette nach Figur 11,
Figur 14 einen Schnitt durch die Palette nach Figur 13,
Figur 15 die Seitenansicht mehrerer, zu einem Vorratsstapel aufeinandergelegter Paletten
nach den Figuren 11 bis 14,
Figur 16 eine Draufsicht auf den Vorratsstapel nach Figur 15,
Figur 17 drei zu einem Arbeitsstapel übereinander angeordnete Paletten gemäss der
zweiten Ausführungsform, zum Teil im Schnitt,
Figur 18 eine Draufsicht auf den Arbeitsstapel nach Figur 17,
Figur 19 eine perspektivische Darstellung eines Vorratsstapels,
Figur 20 eine perspektivische Darstellung eines Arbeitsstapels von Paletten gemäss
der zweiten Ausführungsform,
Figur 21 eine schematische Draufsicht auf eine der Darstellung nach Figur 8 entsprechenden
Anordnung zur Handhabung der Paletten gemäss der zweiten Ausführungsform und
Figur 22 eine schematische Seitenansicht der Anordnung nach Figur 21.
[0012] Das in den Figuren 1 bis 3 dargestellte Stapelbrett hat die Form einer Palette 1
mit einer rechteckförmigen Tragplatte 1' zur Aufnahme der zu stapelnden Wertscheinbogen.
Die Grösse dieser Tragplatte ist den Abmessungen eines Wertscheinbogens B angepasst,
wie er in der Draufsicht nach Figur 7 angedeutet ist. An gegenüberliegenden Längsrändern
1b und 1a der Tragplatte 1 sind je zwei hohle Füsse 2 bzw. 3, welche auf der Unterseite
der Tragplatte vorstehen, und je zwei hohle Rastnocken 4 bzw. 5, welche ebenfalls
auf der Unterseite der Tragplatte vorstehen, mittels Schrauben 6 befestigt. Die am
Längsrand la im gleichen Abstand von den Ecken der Tragplatte befestigten hohlen Füsse
3 liegen den hohlen Rastnocken 4 am anderen Längsrand 1b gegenüber, während die jeweils
im Abstand von den hohlen Füssen 3 am Längsrand la befestigten hohlen Rastnocken 5
den hohlen Füssen 2 am anderen Längsrand 1b gegenüberliegen.
[0013] Die hohlen Füsse 2, 3 sind oben offen und kegelförmig derart ausgebildet, dass die
Füsse einer anderen Palette darin eingreifen können. Die hohlen Rastnocken 4, 5, deren
Länge nur einen Bruchteil der Länge der hohlen Füsse 2, 3 beträgt, sind ebenfalls
oben offen und kegelförmig derart ausgebildet, dass in einen hohlen Rastnocken 4,
5 entweder das Ende eines hohlen Fusses oder ein hohler Rastnocken einer aufgesetzten
Palette eingreifen kann.
[0014] Vorzugsweise sind an allen vier Rändern der Palette nach unten vorspringende, schräg
nach aussen gerichtete Sicherungsleisten 9 angebracht, deren Bedeutung später erwähnt
wird und welche in den Figuren transparent dargestellt sind.
[0015] Die beschriebene Anordnung der hohlen Füsse und der hohlen Rastnocken derart, dass
die hohlen Füsse am einen Längsrand einer Palette 1 den Rastnocken am anderen Längsrand
dieser Palette gegenüberliegen, und umgekehrt, erlaubt es, zwei unterschiedliche Palettenstapel
zu bilden. Wenn Paletten 1 so übereinandergestapelt werden, dass alle Ränder la und
damit auch alle Ränder 1b übereinanderliegen und somit alle Füsse einer aufgesetzten
Palette in die hohlen Füsse der darunterliegenden Palette eingeschoben werden können
und gleichzeitig alle Rastnocken einer Palette in die hohlen Rastnocken der darunterliegenden
Palette eingreifen, entsteht ein dichtgepackter Vorratsstapel 7, wie in Figur 4 dargestellt.
In diesem Palettenstapel, der im betrachteten Beispiel nach Figur 4 aus fünfzehn Paletten
1 besteht, liegen die Tragplatten 1' aller Paletten praktisch aufeinander, so dass
dieser Vorratsstapel den geringstmöglichen Raum einnimmt. Dazu ist es natürlich erforderlich,
dass die Längen der Füsse 3, 4 und die Längen der Rastnocken 4, 5 und damit ihre Eingriffstiefen
so bemessen sind, dass Füsse und Rastnocken beim Aufeinanderstapeln der Paletten mit
ihrer gesamten, an der Palettenunterseite vorstehenden Länge in die Füsse bzw. Rastnocken
der darunterliegenden Palette versenkt werden können.
[0016] Wenn dagegen die Paletten 1 so gestapelt werden, dass jede zweite Palette um 180°
gedreht aufgesetzt wird, bezogen auf den Vorratsstapel 7, dass also jeweils ein Längsrand
1b über einem Längsrand la, und umgekehrt, liegt, dann können die Füsse 2, 3 einer
Palette jeweils in die hohlen Rastnocken 4, 5 der darunterliegenden Palette eingreifen,
wodurch ein Arbeitsstapel 8 nach Figur 5 entsteht. Dieser Arbeitsstapel hat acht Paletten,
von denen die unteren sieben Paletten nach Figur 7 mit je einem Bogenstapel S belegt
sind und die oberste Palette nur als Abdeckung dient.
[0017] Die Tragplatten 1' der Paletten haben einen vorbestimmten Abstand voneinander, der
bestimmt wird durch die Differenz der Länge eines hohlen Fusses 2, 3 und der nur geringen
Eingriffstiefe eines Fussendes in einen Rastnocken der darunterliegenden Palette.
Dieser Abstand zwischen den Paletten 1 in einem Arbeitsstapel 8 ist der Höhe eines
Bogenstapels S, der auf einer Palette abgelegt werden soll, derart angepasst, dass
zwischen dem obersten Bogen B eines Stapels S und der Platte der darüberliegenden
Palette ein kleiner Spielraum verbleibt; alle Bogenstapel S sind daher vom Gewicht
der darüberliegenden Paletten und Bogenstapel völlig entlastet. Das Gewicht eines
Bogenstapels wird also von den Füssen einer Palette auf die Füsse der darunterliegenden
Palette übertragen. Ein auf einer Palette abzulegender Bogenstapel S kann beispielsweise
500 Wertscheinbogen B umfassen.
[0018] Durch das Einrasten der Fussenden in die hohlen Rastnocken 4 bzw. 5 entsteht ein
selbsttragender, sehr stabiler, in sich praktisch starrer Palettenstapel, der als
Arbeitsstapel 8 einfach als entnahmesicheres Ganzes manipuliert, also beispielsweise
angehoben, verschoben oder auf einem Transportkarren 30 (Figur 10) abgesetzt werden
kann.
[0019] Die erwähnten Sicherungsleisten 9 einer Palette 1 decken in einem Arbeitsstapel 8
(Figuren 6 und 10) die Seiten der Bogenstapel auf der darunter befindlichen Palette
ab und verhindern somit, dass Wertscheinbogen in betrügerischer Absicht seitlich herausgezogen
werden können. Der oberste Bogenstapel S auf der siebten Palette wird durch die Sicherungsleisten
der obersten achten Palette geschützt. In einem Vorratsstapel 7 (Figur 4) greifen
die Sicherungsleisten 9 wegen ihrer nach aussen gerichteten Neigung übereinander und
erlauben daher eine dichte Packung.
[0020] Figur 8 zeigt schematisch die Draufsicht auf zwei nebeneinanderliegende Magazine
10 und 11 zur Ablage von bedruckten Wertscheinbogen auf Paletten, welche in jedem
Magazin zu einem Arbeitsstapel 8a bzw.8b übereinandergelegt werden. Die Wertscheinbogen
werden mittels eines Kettengreifersystems 12 (Figur 9) von einer Druck- oder Numeriermaschine
über die beiden Magazine 10 und 11 transportiert und wahlweise oberhalb eines der
Magazine von den Greifern freigegeben, so dass sie zur Stapelbildung in eines der
Magazine auf die oberste Palette fallen. Die ankommenden Wertscheinbogen bewegen sich
in der Darstellung nach Figur 8 von oben kommend.
[0021] Seitlich der Magazine 10 und 11 ist Platz für zwei Palettenvorratsstapel 7a und 7b
vorgesehen. Ausserdem ist schematisch ein Handhabungsautomat 13 mit einem Tragarm
14 angedeutet, welcher längs zweier horizontaler, orthogonal aufeinanderstehender
Richtungen X und Y sowie längs der vertikalen Richtung Z verschiebbar und ausserdem
um eine in der Mitte des Tragarms 14 angeordnete vertikale Achse W drehbar ist.
[0022] Zu diesem Zwecke weist der Handhabungsautomat ein Gestell auf. Dieses Gestell besteht
aus vertikalen Trägern 16 beiderseits der Magazine 10, 11, aus zwei horizontalen Führungsschienen
17, welche an den oberen Enden der Träger 16 befestigt sind und beiderseits oberhalb
der Magazine 10, 11 verlaufen, aus zwei im rechten Winkel zu den Führungsschienen
17 angeordneten Traversen 18, die sich oberhalb der Magazine 10 und 11 sowie seitlich
über diese hinaus oberhalb der Vorratsstapel 7a, 7b erstrecken, sowie aus einer vertikalen
Führungsschiene 19. An dieser vertikalen Führungsschiene 19 ist der Tragarm 14 mittels
Laufrollen 20, die an einer vertikalen Befestigungsplatte 14a dieses Tragarms 14 gelagert
sind, in Z-Richtung vertikal verschiebbar montiert. Die vertikale Führungsschiene
19 ist ihrerseits an horizontalen Streben 21 befestigt, die mittels Laufrollen 22
horizontal parallel zur X-Richtung längs der Traversen 18 über den Vorratsstapeln
7a, 7b und über den Magazinen 10, 11 verschiebbar sind. Die Traversen 18 sind mittels
Laufrollen 23 längs der horizontalen Führungsschiene 17 parallel zur Y-Richtung verschiebbar.
Der Tragarm 14 ist mit Mitteln, im betrachteten Beispiel mit Saugfüssen 15 versehen,
mit denen eine Palette des Vorratsstapels 7a oder 7b von oben erfasst, angehoben und
in gewünschter Weise manipuliert werden kann.
[0023] Die den Vorratsstapeln 7a, 7b zugewendete Seite der Magazine 10 und 11 ist so weit
offen, dass die Paletten von einem Vorratsstapel seitlich in das Magazin 10 bzw. 11
hineinbewegt werden können.
[0024] Mit dem beschriebenen Handhabungsautomaten lässt sich also der Tragarm 14 und damit
eine Palette beliebig im Bereich der beiden Vorratsstapel 7a und 7b sowie der beiden
Magazine 10 und 11 bewegen.
[0025] Die Magazine 10 und 11 sind mit je einem Liftsystem 25 ausgerüstet, an welchem die
erste in das Magazin 10 bzw. 11 eingeführte Palette 1, das heisst also die unterste
Palette des zu bildenden Palettenstapels, mit Hilfe von Befestigungselementen 26 eingehängt
wird. Diese erste Palette wird vor Beginn der Füllung eines Magazins in ihre oberste
Stellung angehoben, in der sie nur einen geringen Abstand vom Kettengreifersystem
hat, damit die Falltiefe eines Wertscheinbogens bei dessen Ablage auf dieser Palette
nur gering ist. Während der Bildung des Bogenstapels wird die Palette durch das Liftsystem
25 stetig derart abgesenkt, dass die Falltiefe der Bogen wenigstens näherungsweise
konstant bleibt.
[0026] Im folgenden wird die Handhabung der Paletten mit Hilfe des Handhabungsautomaten
13, der vorzugsweise nach einem vorgegebenen Programm steuerbar ist, während der Füllung
der Magazine 10 und 11 beschrieben.
[0027] Zweckmässigerweise wird das Magazin 10 mit Paletten vom Vorratsstapel 7a und das
Magazin 11 mit Paletten vom Vorratsstapel 7b gefüllt. Um eine Palette vom Vorratsstapel
7a in das Magazin 10 zu transportieren, wird der Tragarm 14 auf die oberste Palette
des Vorratsstapels 7a abgesenkt, sodass seine Saugfüsse 15 diese Palette ergreifen;
nach Einschaltung der Saugluft wird der Tragarm 14 mit der Palette in Z-Richtung angehoben,
seitwärts in X-Richtung in das Magazin 10 eingeschoben und dann zum Absetzen der Palette
abgesenkt, welche anschliessend durch Abschalten der Saugluft freigegeben wird. Anschliessend
wird der Tragarm 14 angehoben und horizontal in X-Richtung aus dem Magazin 10 herausbewegt.
In analoger Weise erfolgt der Transport einer Palette vom Vorratsstapel 7b in das
Magazin 11. Bevor eine Palette in ein Magazin hineinbewegt wird, wird sie, falls erforderlich,
um 180° um die vertikale Achse W in die für die Ablageposition vorgesehene Stellung
gedreht, sodass die Bildung eines Arbeitsstapels 8a im Magazin 10 bzw. 8b im Magazin
11 gewährleistet wird. Zu diesem Zwecke kann die Orientierung einer Palette im Vorratsstapel
vorbestimmt und im Steuerungsprogramm gespeichert sein, oder jedes Stapelbrett ist
mit einer maschinendetektierbaren Markierung über seine Orientierung versehen, so
dass eine erforderliche Drehung einer Palette um 180° auf Grund eines entsprechenden
Steuerbefehls stattfindet.
[0028] Ausgehend von zwei leeren Magazinen 10 und 11 arbeitet die beschriebene Vorrichtung
im einzelnen folgendermassen :
[0029] Eine erste Palette wird vom Vorratsstapel 7a in der vorstehend beschriebenen Weise
in das Magazin 10 transportiert und dort als unterste Palette des zu bildenden Arbeitsstapels
mit Hilfe der Befestigungselemente 26 am Liftsystem 25 eingehängt, welches anschliessend,
nach Entfernung des Tragarms 14, diese Palette in die gewünschte Arbeitshöhe anhebt,
entsprechend der vorgesehenen Fallhöhe der ankommenden Wertscheinbogen.
[0030] Nun beginnt der Transport der Wertscheinbogen mit Hilfe des Kettengreifersystems
12, welches die Bogen nacheinander über dem Magazin 10 freigibt. Während so der erste
Bogenstapel im Magazin 10 gebildet wird, transportiert der Tragarm 14, nachdem er
aus dem Bereich des Vorratsstapels 7a horizontal in Y-Richtung in den Bereich des
Vorratsstapels 7b verschoben worden ist, die oberste Palette dieses Vorratsstapels
in das Magazin 11, wo diese Palette als unterste Palette des zu bildenden Arbeitsstapels
mit Hilfe der Befestigungselemente am Liftsystem eingehängt wird, welches anschliessend
diese Palette in die Arbeitshöhe anhebt.
[0031] Sobald der erste Bogenstapel im Magazin 10 die vorbestimmte Anzahl von Bogen erreicht
hat, schaltet die Magazinsteuerung auf das Magazin 11 um, sodass nunmehr das Kettengreifersystem
12 die folgenden Bogen über dem Magazin 11 freigibt. Nun ergreift der Tragarm 14,
auf Grund eines entsprechenden Steuerbefehls, die folgende Palette vom Vorratsstapel
7a, schiebt sie nach Drehung um 180° in das Magazin 10 ein und setzt sie auf der mit
dem fertigen Bogenstapel belegten Palette ab, welche zu diesem Zwecke zuvor vom Liftsystem
etwas abgesenkt wurde. Nach der Entfernung des Tragarms 14 aus dem Magazin 10 wird
der aus zwei Paletten bestehende Arbeitsstapel im Magazin 10 vom Liftsystem in die
Arbeitsstellung angehoben.
[0032] Sobald der erste Stapel im Magazin 11 die vorgesehene Bogenzahl erreicht hat, schaltet
die Maschinensteuerung erneut zur Ablage der Bogen auf das Magazin 10 um, und auf
die mit einem fertigen Bogenstapel versehene Palette im Magazin 11 wird mittels des
Tragarms 14 die folgende leere Palette gestapelt, wie vorstehend beschrieben. Auf
Grund des Steuerungsprogramms erhält also der Handhabungsautomat jeweils die erforderliche
Steuerungsinformation, in welchem Arbeitsstapel als nächstes eine Palette in welcher
Orientierung benötigt wird. Während ein Bogenstapel auf einer Palette in einem der
Magazine, beispielsweise im Magazin 10, gebildet wird, bewegt der Tragarm 14, nachdem
er die folgende Palette im andern Magazin 11 abgesetzt hat, bereits die nächste Palette
vor das Magazin 10, damit diese Palette sofort nach Umschaltung der Maschinensteuerung
auf das Magazin 11 bzw. den Arbeitsstapel 8b in das Magazin 10 eingeschoben und dort
abgelegt werden kann. Diese Manipulation wiederholt sich gemäss dem Steuerungsprogramm
solange, bis in beiden Magazinen 10 und 11 ein Palettenstapel vorbestimmter Höhe entstanden
ist.
[0033] Ein derartiger vollständiger Arbeitsstapel 8 lässt sich dann einfach mittels eines
Transportkarrens 30 (Figur 10) als Ganzes abtransportieren, indem in bekannter Weise
die in der Höhe relativ zu den Radachsen verstellbare Plattform dieses Karrens 30
in abgesenkter Stellung unter den Arbeitsstapel 8 geschoben und dann, mittels des
als Hebel wirkenden Handgriffs, in die angehobene Stellung gebracht wird, in welcher
die Füsse der untersten Palette den Boden nicht mehr berühren.
[0034] In den Figuren 11 bis 22 sind eine zweite Ausführungsform einer Palette nach der
Erfindung sowie die mit diesen Paletten gebildeten Vorratsstapel und Arbeitsstapel
dargestellt. Nach den Figuren 11 bis 14 weist die Palette 31 eine rechteckförmige,
einem Bogenstapel B angepasste Tragplatte 31' auf, an welcher an drei Seiten drei
nach unten gerichtete untere Wände 32, 33 und 34 sowie an der vierten Seite eine nach
oben gerichtete obere Wand 35 befestigt oder angeformt sind. Die obere Wand 35 und
die dieser gegenüberliegende untere Wand 33 bilden mit der Tragplatte 31' einen rechten
Winkel, während die anderen beiden unteren Wände 32 und 34 schräg nach aussen verlaufen.
Die Seitenkanten 35a der oberen Wand 35 sind derart abgeschrägt, dass sie der Neigung
der unteren Wände 32 und 34 angepasst sind und bei Bildung eines Arbeitsstapels 38
(Figur 20) zwischen die seitlichen Enden dieser schräg verlaufenden Wände 32 und 34
einer darüberliegenden Palette 31 praktisch vollständig eingreifen können. Diese Wände
32 bis 35 bilden gleichzeitig die Stützelemente und die Sicherungsleisten.
[0035] Bei Bildung eines Vorratsstapels 37 (Figuren 15 und 19) sind unmittelbar übereinanderliegende
Paletten 31 jeweils um die Dicke ihrer oberen Wand 35 versetzt dicht aufeinandergelegt,
wobei die unteren, schräg nach aussen verlaufenden Wände 32 und 34 einer Palette die
unteren, schräg verlaufenden Wände 32 und 34 der darunterliegenden Palette überlappen.
Alle Paletten 31 liegen also ineinandergeschachtelt dicht aufeinander.
[0036] Zur Lagerung eines Vorratsstapels 37 ist es zweckmässig, wie in Figur 15 und 22 dargestellt,
einen Tragsockel 25 vorzusehen, dessen Oberfläche aus zwei schräg verlaufenden und
im rechten Winkel aneinandergrenzenden Flächen 25a und 25b besteht, so dass die Paletten
31 in gekippter Lage aufeinandergestapelt werden können, wobei die Tragplatten parallel
zur einen schrägen Fläche 25a und die oberen Wände 35 parallel zur anderen schrägen
Fläche 25b liegen.
[0037] Zur Bildung eines Arbeitsstapels 38 (Figuren 17 und 20) werden die Paletten, in der
gleichen Orientierung wie bei der Bildung eines Vorratsstapels, aufeinandergelegt,
jedoch derart, dass die oberen Wände 35 und die diesen gegenüberliegenden unteren
Wände 33 der Paletten jeweils exakt übereinanderliegen. Dabei greift die obere Wand
35 einer Palette zwischen die schräg verlaufenden unteren Wände 32 und 34 der darüberliegenden
Palette ein, wobei man einen gewissen Klemmeffekt vorsehen kann. In einem Arbeitsstapel
38 haben die oberen Wände 35 und die diesen gegenüberliegenden unteren Wände 33 die
eigentliche Tragfunktion, welche die Stabilität des Stapels gewährleisten, und alle
Wände 32 bis 35 decken die Bogenstapel vollständig ab, so dass keine Bogen entnommen
werden können.
[0038] Um eine exakt justierte Lage der einen Arbeitsstapel bildenden Paletten zu erleichtern,
können an den in einem Arbeitsstapel aufeinanderliegenden Flächen der Paletten Rastelemente
vorgesehen sein, nämlich einerseits Rastnocken oder Rasterhöhungen und andererseits
entsprechende Rastvertiefungen, welche bei der Stapelbildung ineinandergreifen. Bei
diesen sich aufeinander abstützenden Flächen handelt es sich einerseits um die zur
Tragplatte paralellen Kanten der Wände 33 und 35 und andererseits um die in Verlängerung
dieser Wände liegenden Randbereiche der Tragplatte auf der dieser Wand gegenüberliegenden
Tragplattenseite.
[0039] In den Figuren 13 bis 16 sind Beispiele derartiger Rastelemente schematisch veranschaulicht
(derartige Rastelemente sind in den anderen Figuren nicht dargestellt). So können
auf der oberen Kante der oberen Wand 35 Rasterhöhungen 40 und auf der Unterseite der
Tragplatte 31', unterhalb dieser Wand 35, entsprechende Rastvertiefungen 39 vorgesehen
sein, in welche bei Bildung eines Arbeitsstapels die Rasterhöhungen 40 der darunterliegenden
Palette eingreifen. Anstelle dieser Rastelemente oder zusätzlich zu diesen Rastelementen
können auch Rasterhöhungen 40' auf der Unterkante der unteren Wand 33 und entsprechende
Rastvertiefungen 39' auf der Oberseite der Tragplatte 31' oberhalb der Wand 33 angebracht
sein, wobei diese Rastelemente bei Bildung eines Arbeitsstapels ebenfalls ineinandergreifen.
Diese Rastelemente werden natürlich so angeordnet, dass sie die dichte Packung eines
Vorratsstapels nicht behindern. So liegen im Beispiel nach Figur 15 die Erhöhungen
40 bzw. 40' einer Palette neben dem Rand der darunterliegenden Palette. Für den Fall,
dass Rasterhöhungen 40' auf der Unterkante der Wand 33 vorgesehen sind, liegt natürlich
die unterste Palette eines Arbeitsstapels 38 mit diesen Rasterhöhungen 40' auf dem
Boden bzw. einer Unterlage auf. Die horizontale Orientierung der Tragplatte dieser
untersten Palette wird dann durch einen entsprechend dimensionierten, später erläuterten
Stützklotz 41 (Figuren 17 und 22) gewährleistet.
[0040] Es ist auch möglich, an der Unterkante der Wand 33 Rastvertiefungen und auf der Oberseite
der Tragplatte 31' oberhalb der Wand 33 Rasterhöhungen anzubringen, so dass sich die
unterste Palette eines Palettenstapels auf der Unterkante der Wand 33 abstützt. Um
in diesem Falle eine dichte Packung eines Vorratsstapels zu erzielen, werden auf der
Unterseite der Tragplatte 31', unmittelbar neben der Wand 33, noch entsprechende Rastvertiefungen
derart angebracht, dass bei Bildung eines Vorratsstapels die Rasterhöhungen auf der
Oberseite einer Tragplatte in die Rastvertiefungen auf der Unterseite einer darüber
angeordneten Tragplatte eingreifen. Dadurch wird gewährleistet, dass im Vorratsstapel
37 die Tragplatten dicht gepackt aufeinanderliegen und gleichzeitig zusätzlich durch
diese Rastelemente in ihrer Lage justiert sind.
[0041] Um bei Bildung eines Arbeitsstapels einen stabilen Sitz der untersten Palette zu
gewährleisten, ist im betrachteten Beispiel nach den Figuren 17 und 22 ein separater
Stützklotz 41 vorgesehen, welcher die fehlende obere Wand einer nicht existierenden
darunter befindlichen Palette ersetzt und deren Tragfunktion übernimmt. Man könnte
natürlich auch eine besondere, mit einem derartigen zusätzlichen Stützelement unterhalb
der oberen Wand versehenen Palette herstellen, welche jeweils die unterste Palette
eines Arbeitsstapels bildet. Da es jedoch im allgemeinen wirtschaftlicher und zweckmässiger
ist, nur mit Paletten derselben Gestalt zu arbeiten, ist im allgemeinen die Verwendung
eines separaten Stützklotzes 41 für die unterste Palette eines Arbeitsstapels günstiger.
[0042] Da die zu stapelnden Wertscheinbogen im allgemeinen noch nicht vollkommen trocken
sind, sind in wenigstens einer der Wände einer Palette 31 Belüftungsöffnungen 36 vorgesehen,
wie in Figur 14 für die untere Wand 32 angedeutet. Dadurch wird das vollständige Trocknen
der Bögen begünstigt. Natürlich können derartige Belüftungsöffnungen in allen vier
Wänden vorgesehen sein.
[0043] Die in den Figuren 21 und 22 dargestellte Anordnung entspricht der bereits beschriebenen
Anordnung gemäss den Figuren 8 und 9 und unterscheidet sich von dieser nur dadurch,
dass sie den Paletten 31 und der Handhabung dieser Paletten angepasst ist. Der eine
Unterschied besteht darin, dass zur Abstützung der beiden Vorratsstapel 37a und 37b
besondere Tragsockel 25 vorgesehen sind, welche die Paletten 31 in einer gekippten
Lage halten, wie das bereits für den in Figur 13 dargestellten Tragsockel 25 beschrieben
wurde; der zweite Unterschied besteht darin, dass der Tragarm 14 nicht nur in den
beiden horizontalen Richtungen X und Y und in der vertikalen Richtung Z verschiebbar
ist, sondern auch noch im Sinne des gebogenen Pfeils F um die horizontale Achse 24
gekippt werden kann, damit er die schräg gelagerten Paletten von einem Vorratsstapel
37a, 37b abheben und dann in die horizontale Lage kippen kann. Dafür entfällt bei
diesem Handhabungsautomaten die Notwendigkeit einer Drehung um die vertikale Mittelachse,
da die Paletten bei ihrem Transport von einem Vorratsstapel auf einen Arbeitsstapel
38a oder 38b nicht um eine vertikale Achse gedreht zu werden brauchen. Alle übrigen
Bauteile der Anordnung sind die gleichen wie die der beschriebenen Anordnung nach
den Figuren 8 und 9, und auch die Arbeitsweise ist die gleiche, wie vorstehend anhand
der Figuren 8 und 9 beschrieben.
1. Stapelbrett zur Ablage eines Bogenstapels, insbesondere eines Stapels von Wertscheinbogen,
dadurch gekennzeichnet, dass das Stapelbrett als stapelbare Palette (1; 31) mit eine
Tragplatte (1'; 31') und mit seitlichen Stützelementen (2, 3; 32 bis 35) ausgebildet
ist und dass die Stützelemente an zwei einander gegenüberliegende Seiten der Palette
(1; 31) derart unterschiedlich gestaltet sind, dass beim Aufeinanderstapeln der Paletten
(1; 31) benachbarte Paletten in Bezug aufeinander entweder eine erste Relativlage
zur Bildung eines dicht gepackten Vorratsstapels (7) oder eine zweite Relativlage
zur Bildung eines selbsttragenden Arbeitsstapels (8) einnehmen, in welchem die Tragplatten
(1'; 31') benachbarter Paletten einen vorbestimmten Abstand voneinander haben.
2. Stapelbrett nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass auf der Unterseite der Palette
(1) an gegenüberliegenden Seitenrändern (1a, 1b) als Stützelemente je wenigstens zwei
hohle Füsse (2, 3) mit einer vorgegebenen Eingriffstiefe für die Füsse einer anderen
Palette und je wenigstens zwei hohle Rastnocken (4, 5) mit einer geringeren Eingriffstiefe
vorgesehen sind, und dass die hohlen Füsse (2, 3) an einem Seitenrand der Palette
(1) den hohlen Rastnocken (4, 5) am gegenüberliegenden Seitenrand dieser Palette gegenüberliegen
und derart ausgebildet sind, dass beim Aufeinanderstapeln von Paletten (1), je nach
deren Orientierung, entweder ein dicht gepackter Vorratsstapel (7), bei dem eine aufgesetzte
Palette jeweils mit ihren Füssen in die Füsse der darunterliegenden Palette und mit
ihren Rastnocken in die Rastnocken der darunterliegenden Palette eingreift, oder ein
Arbeitsstapel (8) herstellbar ist, bei dem eine aufgesetzte Palette jeweils mit ihren
Füssen in die hohlen Rastnocken der darunterliegenden Palette eingreift.
3. Stapelbrett nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass es an seinen Rändern ausserdem
mit nach unten vorspringenden, schräg nach aussen gerichteten Sicherungsleisten (9)
versehen ist.
4. Stapelbrett nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Stützelemente aus drei,
an drei Seiten der rechteckförmigen Tragplatte (31) angeordneten, nach unten gerichteten
unteren Wänden (32, 33, 34) und aus einer vierten, an der vierten Seite der Tragplatte
angeordneten und nach oben gerichteten oberen Wand (35) bestehen und dass die beiden
unteren Wände (32, 34), die an den rechtwinklig zur oberen Wand (35) verlaufenden
Seiten liegen, schräg nach aussen verlaufen, wobei im Arbeitsstapel (38) die oberen
Wände (35) und die diesen Wänden gegenüberliegenden unteren Wände (33) aller Paletten
ausgerichtet übereinanderliegen und die obere Wand (35) einer Palette zwischen die
beiden unteren schräg verlaufenden Wände (32, 34) der darüberliegenden Palette eingreift
und wobei im Vorratsstapel (37) benachbarte Paletten (31) jeweils um die Dicke einer
oberen Wand (35) versetzt dicht aufeinanderliegen und die beiden unteren schräg verlaufenden
Wände (32, 34) einer Palette die unteren schräg verlaufenden Wände der darunterliegenden
Palette überlappen.
5. Stapelbrett nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass in wenigstens einer der
erwähnten Wände (32 bis 35) Belüftungsöffnungen (36) vorgesehen sind.
6. Stapelbrett nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass es mit komplementären
Rastelementen (39, 39', 40, 40') versehen ist, von denen die einen (40, 40') auf der
zur Tragplatte (31') parallelen Kante wenigstens einer der Wände (33, 35), welche
senkrecht zur Tragplatte orientiert sind, vorgesehen und die dazu komplementären Rastelemente
(39, 39') auf der dieser Wand abgewandten Tragplattenseite, in Verlängerung der erwähnten
Wand, vorgesehen sind, derart, dass bei Bildung eines Arbeitsstapels (38) die Rastelemente
einer Palette mit den Rastelementen der benachbarten Paletten ineinandergreifen.
7. Handhabungsautomat zur Handhabung von Paletten nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch
gekennzeichnet, dass er einen Tragarm (14) mit Mitteln (15) aufweist, welche dazu
eingerichtet sind, eine Palette (1) von oben zu ergreifen und anzuheben, und dass
dieser Tragarm (14) mittels eines Stellmechanismus (17-23) längs zweier orthogonaler
horizontaler Achsen (X, Y) und längs einer vertikalen Achse (Z) verstellbar und ausserdem
um eine wenigstens näherungsweise in der Mitte des Tragarms (14) liegende vertikale
Achse (W) drehbar ist, derart, dass die jeweils oberste Palette eines dichtgepackten
Vorratsstapels (7a, 7b) anhebbar, in zwei Richtungen horizontal verschiebbar, gegebenenfalls
drehbar und auf einem Arbeitsstapel (8a, 8b) absetzbar ist, auf dessen oberster Palette
bereits ein vollständiger Bogenstapel abgelegt worden ist.
8. Handhabungsautomat zur Handhabung von Paletten nach einem der Ansprüche 4 bis 6, dadurch
gekennzeichnet, dass er einen Tragarm (14) mit Mitteln (15) aufweist, welche dazu
eingerichtet sind, eine Palette (1) von oben zu ergreifen und anzuheben, und dass
dieser Tragarm (14) mittels eines Stellmechanismus längs zweier orthogonaler horizontaler
Achsen (X, Y) und längs einer vertikalen Achse (Z) verstellbar ist.
9. Handhabungsautomat nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass zur Lagerung eines
Vorratsstapels (37) ein Tragsockel (25) vorgesehen ist, dessen Oberfläche aus zwei
schräg verlaufenden, unter Bildung einer Innenkante im rechten Winkel aneinandergrenzenden
Flächen (25a, 25b) besteht und auf welcher die Paletten (31) in gekippter Lage stapelbar
sind, wobei die Tragbretter (31') parallel zur einen Fläche und die oberen Wände (35)
parallel zur anderen Fläche liegen, und dass der Tragarm (14) ausserdem noch um eine
parallel zur Innenkante der erwähnten Oberfläche orientierte horizontale Achse (24)
kippbar ist.
10. Handhabungsautomat nach einem der Ansprüche 7 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass
der Arbeitsrhythmus durch ein Programm steuerbar ist.