[0001] Die Erfindung betrifft ein Saugmodul, insbesondere für Brennkraftmaschinen mit wenigstens
einem Ansaugtrakt. Derartige Saugmodule sind bekannt, z. B. aus der deutschen Patentanmeldung
DE 40 32 250.
[0002] Will man derartige Saugmodule in z. B. PKWs verwenden, so ist daran nachteilig, daß
sie während des gesamten Betriebszyklus einen Drehschieber im Strömungsquerschnitt
aufweisen, der Strömungsverluste verursacht. Weiter ist daran nachteilig, daß durch
die dort notwendige Baulänge des Gesamtdrehschiebers Toleranzprobleme auftreten.
[0003] Man könnte nun das ganze Bauteil aus Guß herstellen. Dies ist aber einmal kostenaufwendig
in der Herstellung, es würde das Saugmodul verteuern. Zum anderen würde es das Gewicht
erhöhen.
[0004] Es ist somit Aufgabe der Erfindung, ein Saugmodul der eingangs genannten Art dahingehend
zu verbessern, daß ein einfach zu erzeugendes, leicht zu montierendes und zuverlässig
arbeitendes billiges Saugmodul entsteht.
[0005] Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß der Ansaugtrakt wenigstens
zwei Saugrohröffnungen aufweist und wenigstens eine Saugrohröffnung des Ansaugtraktes
mit unveränderbarem Querschnitt in die Brennkraftmaschine führt und wenigstens eine
andere Saugrohröffnung desselben Ansaugtrakts mittels eines Drehschiebers mit der
Brennkraftmaschine verbunden ist.
[0006] Im Betriebszuständen, in denen nur ein Teil des Saugrohrquerschnitts benötigt wird,
behindert kein zusätzliches Teil den Strömungwiderstand, was einem verminderten Verbrauch
entgegenkommt. In Betriebszuständen, in denen ein erweiterter Querschnitt erforderlich
ist, wird über den zuschaltbaren Drehschieber die Querschnittsfläche optimal angepaßt.
[0007] Eine vorteilhafte Weiterbildung sieht vor, daß der Drehschieber im Flansch des Saugmoduls
angeordnet ist. Diese Anordnung erleichtert sowohl die Montage als auch die Wartung
der Drehschiebereinheiten. Weiter läßt diese Variante unterschiedliche Materialkombinationen
zwischen Zylinderkopf, Flansch und Drehschieber zu.
[0008] Weiterhin kann man vorteilhafterweise vorsehen, daß der Drehschieber symmetrisch
zu seiner Längsachse ist. Durch die symmetrische Ausgestaltung ergeben sich Vorteile
sowohl hinsichtlich der Herstellung als auch im Betrieb des Drehschiebers.
[0009] Eine weitere vorteilhafte Weiterbildung sieht vor, daß der Drehschieber schwimmend
gelagert ist. Hinsichtlich der Frage der Einbautoleranzen sowie der Schallerzeugung
bzw. -übertragung ergeben sich in der beschriebenen Variante deutliche Vorteile.
[0010] Eine vorteilhafte Weiterbildung ergibt sich, wenn der Drehschieber und/oder das Saugmodul
aus Kunststoff besteht. Durch die Ausführung in Kunststoff lassen sich klare Gewichts-
und Kostenvorteile erzielen.
[0011] Zusätzliche vorteilhafte Weiterbildungen ergeben sich aus den restlichen Unteransprüchen.
[0012] Diese und weitere Merkmale von bevorzugten Weiterbildungen der
[0013] Erfindung gehen außer aus den Ansprüchen auch aus der Beschreibung und den Zeichnungen
hervor, wobei die einzelnen Merkmale jeweils für sich allein oder zu mehreren in Form
von Unterkombinationen bei der Ausführungsform der Erfindung und auf anderen Gebieten
verwirklicht sein und vorteilhafte sowie für sich schutzfähige Ausführungen darstellen
können, für die hier Schutz beansprucht wird.
[0014] In der Zeichnung zeigen:
Figur 1 eine Draufsicht des Saugmoduls,
Figur 2 ein Schnitt entlang der Linie A - A,
Figur 3 ein Schnitt durchs Drehschiebergehäuse,
Figur 4 eine Draufsicht in Pfeilrichtung X,
Figur 5 Drehschieber, schwimmend gelagert,
Figur 6 Drehschieber, ballig gelagert.
[0015] Das Saugmodul besteht, wie in Figur 1 dargestellt, aus Saugrohr 1, Flansch 2 und
Unterdruckdose 3. Die Integration von Drehschieber 4 wird im Schnitt sowohl in Figur
2 als auch in Figur 3 in seiner Einbauposition im Flansch 2 dargestellt.
[0016] Die Symmetrie bezüglich der Längsachse wird besonders in Figur 3 deutlich. Der Drehschieber
4 reguliert lediglich den Strömungsquerschnitt einer der beiden Saugrohröffnungen
5, so daß die andere Saugrohröffnung 6 stets ohne strömungswiderstandserhöhende Elemente
das Verbrennungsgemisch weiterleiten kann. Die Trennung der zugehörigen Saugrohröffnungen
5 und 6 im Flanschbereich wird in Figur 3 deutlich. Diese Trennung der Öffnungen sowie
das bedarfsweise Öffnen bzw. Schließen durch Drehschieber 4 garantiert eine optimale
Verbrennung in jedem Betriebszustand sowie die daraus resultierende Verringerung des
Kraftstoffverbrauchs. Der Einsatz magerer Mischungen wird so in allen Betriebszuständen
möglich. Die Verwendung von Kunststoff als Werkstoff für Saugrohr 1, Flansch 2 und
Drehschieber 4 reduziert das Gewicht sowie die Herstellkosten.
[0017] Die schwimmende Lagerung von Drehschieber 4 erfolgt mittels einer mit Gleitmitteln
dotierten Kunststoffbuchse 8 auf der Drehschieberachse 7 sowie des dazugehörigen O-Rings
9, der in einer Gehäusevertiefung Platz findet.
[0018] In einem weiteren Ausführungsbeispiel wird, wie in Figur 6 dargestellt, die Drehschieberachse
7 ballig ausgeführt und die Werkstoffkombination Achse/Lagerbuchse mit gleitmitteldotiertem
Kunststoff gewählt.
Bezugszeichenliste
[0019]
- 1
- Saugrohr
- 2
- Flansch
- 3
- Unterdruckdose
- 4
- Drehschieber
- 5
- Saugrohröffnung
- 6
- Saugrohröffnung
- 7
- Drehschieberlängsachse
- 8
- Kunststofflagerbuchse
- 9
- O-Ring
1. Saugmodul, insbesondere für Brennkraftmaschinen mit wenigstens einem Ansaugtrakt,
dadurch gekennzeichnet, daß der Ansaugtrakt wenigstens zwei Saugrohröffnungen (5,
6) aufweist und wenigstens eine Saugrohröffnung (6) des Ansaugtrakts mit unveränderbarem
Querschnitt in die Brennkraftmaschine führt und wenigstens eine andere Saugrohröffnung
(5) desselben Ansaugtrakts mittels eines Drehschiebers (4) mit der Brennkraftmaschine
verbunden ist.
2. Saugmodul nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Drehschieber (4) im Flansch
(2) des Saugmoduls angeordnet ist.
3. Saugmodul nach einem oder mehreren der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß der Drehschieber (4) symmetrisch zur Drehschieberlängsachse (7) ist.
4. Saugmodul nach einem oder mehreren der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß der Drehschieber (4) schwimmend gelagert ist.
5. Saugmodul nach einem oder mehreren der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß der Drehschieber (4) und/oder das Saugmodul aus Kunststoff besteht.
6. Saugmodul nach einem oder mehreren der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die Drehschieberachse eine Lagerbuchse (8) und einen O-Ring (9) aufweist.
7. Saugmodul nach einem oder mehreren der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die Steuerung des Drehschiebers (4) mittels Unterdruck geschieht.
8. Saugmodul nach einem oder mehreren der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die Steuerung des Drehschiebers (4) elektromagnetisch und/oder hydraulisch geschieht.
9. Saugmodul nach einem oder mehreren der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die Steuerung von wenigstens zwei Drehschiebern (4) mittels gekoppelter Schub-
und Zugstange erfolgt.
10. Saugmodul nach einem oder mehreren der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß der Drehschieberkunststoff mit Gleitmitteln dotiert ist.