(19)
(11) EP 0 725 210 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
07.08.1996  Patentblatt  1996/32

(21) Anmeldenummer: 96101103.8

(22) Anmeldetag:  24.01.1996
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)6F02D 9/16, F02M 35/10
(84) Benannte Vertragsstaaten:
DE ES FR GB IT SE

(30) Priorität: 04.02.1995 DE 19503771

(71) Anmelder: FILTERWERK MANN & HUMMEL GMBH
D-71631 Ludwigsburg (DE)

(72) Erfinder:
  • Blessing, Heinz
    D-71554 Weissach (DE)

(74) Vertreter: Voth, Gerhard, Dipl.-Ing. 
FILTERWERK MANN + HUMMEL GMBH Postfach 4 09
71631 Ludwigsburg
71631 Ludwigsburg (DE)

   


(54) Saugmodul


(57) Saugmodul, insbesondere für Brennkraftmaschinen mit wenigstens einem Ansaugtrakt, wobei der Ansaugtrakt wenigstens zwei Saugrohröffnungen (5, 6) aufweist und wenigstens eine Saugrohröffnung (6) des Ansaugtrakts mit unveränderbarem Querschnitt in die Brennkraftmaschine führt und wenigstens eine andere Saugrohröffnung (5) desselben Ansaugtrakts mittels eines Drehschiebers (4) mit der Brennkraftmaschine verbunden ist.




Beschreibung


[0001] Die Erfindung betrifft ein Saugmodul, insbesondere für Brennkraftmaschinen mit wenigstens einem Ansaugtrakt. Derartige Saugmodule sind bekannt, z. B. aus der deutschen Patentanmeldung DE 40 32 250.

[0002] Will man derartige Saugmodule in z. B. PKWs verwenden, so ist daran nachteilig, daß sie während des gesamten Betriebszyklus einen Drehschieber im Strömungsquerschnitt aufweisen, der Strömungsverluste verursacht. Weiter ist daran nachteilig, daß durch die dort notwendige Baulänge des Gesamtdrehschiebers Toleranzprobleme auftreten.

[0003] Man könnte nun das ganze Bauteil aus Guß herstellen. Dies ist aber einmal kostenaufwendig in der Herstellung, es würde das Saugmodul verteuern. Zum anderen würde es das Gewicht erhöhen.

[0004] Es ist somit Aufgabe der Erfindung, ein Saugmodul der eingangs genannten Art dahingehend zu verbessern, daß ein einfach zu erzeugendes, leicht zu montierendes und zuverlässig arbeitendes billiges Saugmodul entsteht.

[0005] Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß der Ansaugtrakt wenigstens zwei Saugrohröffnungen aufweist und wenigstens eine Saugrohröffnung des Ansaugtraktes mit unveränderbarem Querschnitt in die Brennkraftmaschine führt und wenigstens eine andere Saugrohröffnung desselben Ansaugtrakts mittels eines Drehschiebers mit der Brennkraftmaschine verbunden ist.

[0006] Im Betriebszuständen, in denen nur ein Teil des Saugrohrquerschnitts benötigt wird, behindert kein zusätzliches Teil den Strömungwiderstand, was einem verminderten Verbrauch entgegenkommt. In Betriebszuständen, in denen ein erweiterter Querschnitt erforderlich ist, wird über den zuschaltbaren Drehschieber die Querschnittsfläche optimal angepaßt.

[0007] Eine vorteilhafte Weiterbildung sieht vor, daß der Drehschieber im Flansch des Saugmoduls angeordnet ist. Diese Anordnung erleichtert sowohl die Montage als auch die Wartung der Drehschiebereinheiten. Weiter läßt diese Variante unterschiedliche Materialkombinationen zwischen Zylinderkopf, Flansch und Drehschieber zu.

[0008] Weiterhin kann man vorteilhafterweise vorsehen, daß der Drehschieber symmetrisch zu seiner Längsachse ist. Durch die symmetrische Ausgestaltung ergeben sich Vorteile sowohl hinsichtlich der Herstellung als auch im Betrieb des Drehschiebers.

[0009] Eine weitere vorteilhafte Weiterbildung sieht vor, daß der Drehschieber schwimmend gelagert ist. Hinsichtlich der Frage der Einbautoleranzen sowie der Schallerzeugung bzw. -übertragung ergeben sich in der beschriebenen Variante deutliche Vorteile.

[0010] Eine vorteilhafte Weiterbildung ergibt sich, wenn der Drehschieber und/oder das Saugmodul aus Kunststoff besteht. Durch die Ausführung in Kunststoff lassen sich klare Gewichts- und Kostenvorteile erzielen.

[0011] Zusätzliche vorteilhafte Weiterbildungen ergeben sich aus den restlichen Unteransprüchen.

[0012] Diese und weitere Merkmale von bevorzugten Weiterbildungen der

[0013] Erfindung gehen außer aus den Ansprüchen auch aus der Beschreibung und den Zeichnungen hervor, wobei die einzelnen Merkmale jeweils für sich allein oder zu mehreren in Form von Unterkombinationen bei der Ausführungsform der Erfindung und auf anderen Gebieten verwirklicht sein und vorteilhafte sowie für sich schutzfähige Ausführungen darstellen können, für die hier Schutz beansprucht wird.

[0014] In der Zeichnung zeigen:

Figur 1 eine Draufsicht des Saugmoduls,

Figur 2 ein Schnitt entlang der Linie A - A,

Figur 3 ein Schnitt durchs Drehschiebergehäuse,

Figur 4 eine Draufsicht in Pfeilrichtung X,

Figur 5 Drehschieber, schwimmend gelagert,

Figur 6 Drehschieber, ballig gelagert.



[0015] Das Saugmodul besteht, wie in Figur 1 dargestellt, aus Saugrohr 1, Flansch 2 und Unterdruckdose 3. Die Integration von Drehschieber 4 wird im Schnitt sowohl in Figur 2 als auch in Figur 3 in seiner Einbauposition im Flansch 2 dargestellt.

[0016] Die Symmetrie bezüglich der Längsachse wird besonders in Figur 3 deutlich. Der Drehschieber 4 reguliert lediglich den Strömungsquerschnitt einer der beiden Saugrohröffnungen 5, so daß die andere Saugrohröffnung 6 stets ohne strömungswiderstandserhöhende Elemente das Verbrennungsgemisch weiterleiten kann. Die Trennung der zugehörigen Saugrohröffnungen 5 und 6 im Flanschbereich wird in Figur 3 deutlich. Diese Trennung der Öffnungen sowie das bedarfsweise Öffnen bzw. Schließen durch Drehschieber 4 garantiert eine optimale Verbrennung in jedem Betriebszustand sowie die daraus resultierende Verringerung des Kraftstoffverbrauchs. Der Einsatz magerer Mischungen wird so in allen Betriebszuständen möglich. Die Verwendung von Kunststoff als Werkstoff für Saugrohr 1, Flansch 2 und Drehschieber 4 reduziert das Gewicht sowie die Herstellkosten.

[0017] Die schwimmende Lagerung von Drehschieber 4 erfolgt mittels einer mit Gleitmitteln dotierten Kunststoffbuchse 8 auf der Drehschieberachse 7 sowie des dazugehörigen O-Rings 9, der in einer Gehäusevertiefung Platz findet.

[0018] In einem weiteren Ausführungsbeispiel wird, wie in Figur 6 dargestellt, die Drehschieberachse 7 ballig ausgeführt und die Werkstoffkombination Achse/Lagerbuchse mit gleitmitteldotiertem Kunststoff gewählt.

Bezugszeichenliste



[0019] 
1
Saugrohr
2
Flansch
3
Unterdruckdose
4
Drehschieber
5
Saugrohröffnung
6
Saugrohröffnung
7
Drehschieberlängsachse
8
Kunststofflagerbuchse
9
O-Ring



Ansprüche

1. Saugmodul, insbesondere für Brennkraftmaschinen mit wenigstens einem Ansaugtrakt, dadurch gekennzeichnet, daß der Ansaugtrakt wenigstens zwei Saugrohröffnungen (5, 6) aufweist und wenigstens eine Saugrohröffnung (6) des Ansaugtrakts mit unveränderbarem Querschnitt in die Brennkraftmaschine führt und wenigstens eine andere Saugrohröffnung (5) desselben Ansaugtrakts mittels eines Drehschiebers (4) mit der Brennkraftmaschine verbunden ist.
 
2. Saugmodul nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Drehschieber (4) im Flansch (2) des Saugmoduls angeordnet ist.
 
3. Saugmodul nach einem oder mehreren der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Drehschieber (4) symmetrisch zur Drehschieberlängsachse (7) ist.
 
4. Saugmodul nach einem oder mehreren der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Drehschieber (4) schwimmend gelagert ist.
 
5. Saugmodul nach einem oder mehreren der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Drehschieber (4) und/oder das Saugmodul aus Kunststoff besteht.
 
6. Saugmodul nach einem oder mehreren der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Drehschieberachse eine Lagerbuchse (8) und einen O-Ring (9) aufweist.
 
7. Saugmodul nach einem oder mehreren der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuerung des Drehschiebers (4) mittels Unterdruck geschieht.
 
8. Saugmodul nach einem oder mehreren der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuerung des Drehschiebers (4) elektromagnetisch und/oder hydraulisch geschieht.
 
9. Saugmodul nach einem oder mehreren der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuerung von wenigstens zwei Drehschiebern (4) mittels gekoppelter Schub- und Zugstange erfolgt.
 
10. Saugmodul nach einem oder mehreren der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Drehschieberkunststoff mit Gleitmitteln dotiert ist.
 




Zeichnung



















Recherchenbericht