Stand der Technik
[0001] Die Erfindung geht aus von einem Verfahren zum Empfang und zur Ausgabe eines Rundfunkprogrammes
mit zugefügten digitalen Informationen nach der Gattung des unabhängigen Anspruchs
1 Aus dem Rundfunkübertragungsverfahren mit Radio-Daten-System (RDS) ist es bereits
bekannt, einem Rundfunkprogramm digitale Informationen in Form von RDS-Daten zuzufügen.
Das Rundfunkprogramm und die digitalen Informationen werden von einem Rundfunkempfänger
nach der Gattung des unabhängigen Anspruchs 12 empfangen und ausgegeben. Dies ist
z.B. bei Franz Stollenberg, "RDS - ein neuer Dienst im UKW-Rundfunk", NTZ, Band 40,
1987, Heft 5, Seite 346 ff. beschrieben.
[0002] Das Radio-Daten-System ist ein Datenkanal, mit dem zusätzlich und unhörbar digitale
Daten parallel zum Rundfunkprogramm übertragen werden. Rundfunkempfänger mit geeigneten
RDS-Decodern nehmen übermittelte RDS-Daten zusätzlich zum Rundfunkempfang mit demselben
Empfangsteil auf, entschlüsseln die RDS-Daten und geben diese wieder. Über den RDS-Datenkanal
werden Informationen, wie z.B. Verkehrsmeldungen, mittels Codeworten übertragen, wobei
der Ort des Geschehens und das Geschehen selbst übertragen werden. Anstelle von Verkehrsmeldungen
können auch andere RDS-Nutzdaten jeglicher Art wie z.B. Veranstaltungshinweise übertragen
werden. Die empfangenen RDS-Daten beinhalten neben den RDS-Nutzdaten unter anderem
eine Programmkennung, die den Sender der RDS-Daten bezeichnet, und einen Programm-Service-Namen,
der eine Bezeichnung für den Sender der RDS-Daten darstellt.
[0003] Weiterhin ist es bekannt, mithilfe des digitalen Rundfunks (DAB) ein Rundfunkprogramm
und digitale Informationen wie z.B. Verkehrsmeldungen digital zu übertragen und das
Rundfunkprogramm und die digitalen Informationen auszugeben.
Vorteile der Erfindung
[0004] Das erfindungsgemäße Verfahren mit den Merkmalen des unabhängigen Anspruchs 1 und
der Rundfunkempfänger mit den Merkmalen des unabhängigen Anspruchs 12 haben demgegenüber
den Vorteil, daß digitale Informationen beliebiger Sender unabhängig vom eingestellten
Rundfunksender, dessen Rundfunkprogramm gehört wird, ausgegeben werden. Auf diese
Weise können bei einem gewähltem Sender für das Rundfunkprogramm unabhängig von dem
gewählten Rundfunkprogramm digitale Informationen eines anderen Senders ausgegeben
werden. Dadurch wird die Ausgabe von Rundfunkprogrammen und digitalen Informationen
flexibler gestaltet. Der Hörer ist damit nicht auf die Informationen des Rundfunkprogrammes
begrenzt. Dies ist besonders bei einem Mehr-Tuner-Konzept von Vorteil, bei dem ein
erster Tuner das Rundfunkprogramm und ein zweiter Tuner die digitalen Informationen
empfängt.
[0005] Dabei können z.B. Systeme wie der digitale Rundfunk (DAB) oder Rundfunkprogramme
mit einem Radio-Daten-Signal (RDS) genutzt werden.
[0006] Durch die in den Unteransprüchen aufgeführten Maßnahmen sind vorteilhafte Weiterbildungen
und Verbesserungen des im unabhängigen Anspruch 1 angegebenen Verfahrens und des im
unabhängigen Anspruch 12 angegebenen Rundfunkempfängers möglich. Eine vorteilhafte
Weiterbildung des erfindungsgemäßen Verfahrens besteht darin, als digitale Informationen
RDS-Daten eines Radio-Daten-Signals zu verwenden und zusätzlich zu RDS-Nutzdaten eine
Bezeichnung für den Sender der RDS-Daten auszugeben. Dadurch ist gewährleistet, daß
der Hörer die Information bekommt, von welchem Sender die ausgegebenen RDS-Nutzdaten
gesendet werden. Somit sind die ausgegebenen RDS-Nutzdaten eindeutig einem Sender
zuordenbar sind.
[0007] Eine weitere vorteilhafte Ausbildung des erfindungsgemäßen Verfahrens wird dadurch
erreicht, daß zusammen mit den RDS-Daten die Programmkennung des Senders der RDS-Daten
abgespeichert wird. Auf diese Weise ist eine einfache und sichere Zuordnung der empfangenen
RDS-Daten zu dem Sender der RDS-Daten möglich.
[0008] Eine weitere vorteilhafte Ausbildung des erfindungsgemäßen Verfahrens besteht darin,
eine Tabelle zu verwenden, die eine direkte Zuordnung der Programmkennung zu der Bezeichnung,
insbesondere den Programm Service-Namen des Senders der RDS-Daten enthält. Dadurch
kann die Bezeichnung eines Senders auf einfache Weise über die Programmkennung ausgelesen
werden. Damit ist es nicht notwendig, die Bezeichnung des Senders jedesmal nach einem
Empfang von RDS-Daten aus den RDS-Daten selbst zu ermitteln.
[0009] Besonders vorteilhaft ist es, den Programm-Service-Namen zeitlich parallel mit den
RDS-Daten, insbesondere einer Verkehrsmeldung, auszugeben.
[0010] Eine einfache Unterscheidung zwischen dem Programm-Service-Namen des Rundfunkprogrammes
und dem Programm-Service-Namen der RDS-Daten wird dadurch erreicht, daß der Programm-Service-Name
des Senders der RDS-Daten mittels einer akustischen Ausgabe erfolgt oder auf einem
Display in auffälliger Form, wie z.B. als Laufschrift und/oder blinkend und/oder in
inverser Darstellung und/oder in einer auffälligen Farbe dargestellt wird.
Zeichnung
[0011] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und in der
nachfolgenden Beschreibung näher erläutert. Es zeigen
Figur 1 schematisch einen Rundfunkempfänger und
Figur 2 einen Programmablauf zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens.
Beschreibung des Ausführungsbeispiels
[0012] Figur 1 zeigt schematisch einen Rundfunkempfänger mit zwei Tunern. Eine Antenne 6
ist über eine erste Antennenleitung 11 mit einem Eingang des ersten Tuners 1, der
ein erstes Empfangsteil darstellt, verbunden. Zudem ist der erste Tuner 1 über eine
zweite Antennenleitung 12 mit einem Eingang des zweiten Tuners 2, der ein zweites
Empfangsteil darstellt, verbunden. Der zweite Tuner 2 ist über eine zweite Ausgangsleitung
13 mit einem Mikroprozessor 3 verbunden. Ebenso ist der erste Tuner 1 über eine erste
Ausgangsleitung 14 mit dem Mikroprozessor 3 verbunden.
[0013] Der Mikroprozessor 3 ist über eine erste Datenleitung 15 mit einer Eingabeeinheit
10 verbunden. Weiterhin ist der Mikroprozessor 3 über eine zweite Datenleitung 16
mit einer optischen Anzeigeeinheit 9, einer dritten Datenleitung 17 mit einem ersten
Speicher 4, mit einer vierten Datenleitung 18 mit einem zweiten Speicher 5 und mit
einer fünften Datenleitung 19 mit einem Sprachsynthesizer 7 verbunden. Der Sprachsynthesizer
7 ist über eine sechste Datenleitung 20 mit einem Lautsprecher 8 verbunden. Der Mikroprozessor
3 ist über eine Audioleitung 21 mit dem Lautsprecher 8 verbunden.
[0014] Die Anordnung nach Figur 1 funktioniert wie folgt: Über die Antenne 6 wird ein Empfangssignal
von dem ersten Tuner 1 empfangen. Der erste Tuner 1 ist auf einen Sender eingestellt
und gibt dessen Rundfunkprogramm an den Mikroprozessor 3 weiter. Der Mikroprozessor
3 gibt das empfangene Rundfunkprogramm als Audiosignal über die Audioleitung 21 und
den Lautsprecher 8 aus. Gleichzeitig wird über den ersten Tuner 1 dem zweiten Tuner
2 das Empfangssignal zur Verfügung gestellt. Der zweite Tuner 2 ist auf einen zweiten
Sender eingestellt und empfängt RDS-Daten und gibt diese an den Mikroprozessor 3 weiter.
Der Mikroprozessor 3 ermittelt aus den zugeführten RDS-Daten die RDS-Nutzdaten wie
z.B. Verkehrsinformationen, die Programmkennung und den Programm-Service-Namen. Der
Mikroprozessor 3 speichert die RDS-Nutzdaten, und die Programmkennung der RDS-Daten
in dem zweiten Speicher 5 ab.
[0015] Zusätzlich speichert der Mikroprozessor 3 die Programmkennung und den Programm-Service-Namen
der RDS-Daten in Form einer Tabelle im ersten Speicher 4 ab, falls die Programmkennung
und der Programm-Service-Name noch nicht im ersten Speicher 4 abgelegt sind. Mithilfe
der Tabelle ist eine direkte Zuordnung zwischen der Programmkennung und dem Programm-Service-Namen
gegeben.
[0016] Anstelle der RDS-Daten kann in vorteilhafter Weise der zweite Tuner 2 auch digitale
Zusatzinformationen eines digitalen Rundfunkprogramms empfangen und aus den Zusatzinformationen
Nutzdaten wie z.B. Verkehrsmeldungen und eine Bezeichnung für den Sender der Zusatzinformationen
entsprechend dem beschriebenen Verfahren ermitteln. Die Nutzdaten und die Bezeichnung
werden unabhängig vom ausgegebenen Rundfunkprogramm entsprechend dem beschriebenen
Verfahren ausgegeben.
[0017] Von Vorteil ist es, die Programmkennung und den Programm-Service-Namen jeweils bei
einem Wechsel des Senders der RDS-Daten abzuspeichern. Da bei einem Wechsel des Senders
die Möglichkeit besteht, daß der neue Sender eine geänderte Zuordnung zwischen der
Programmkennung und der Bezeichnung des Senders verwendet.
[0018] Da die Ausgabe des Rundfunkprogrammes (Audiosignal) unabhängig von dem Empfang der
RDS-Daten durch den zweiten Tuner 2 erfolgt, besteht die Möglichkeit, daß der zweite
Tuner 2 bei verschiedenen Empfangsfrequenzen nach RDS-Daten sucht, so daß der Mikroprozessor
3 die RDS-Daten verschiedener Programm-Service-Anbieter in dem zweiten Speicher 5
ablegt.
[0019] Je nach Betriebsmodus, der mit Hilfe der Eingabeeinheit 10 eingegeben wird, werden
vom Mikroprozessor 3 die aktuell empfangenen RDS-Daten optisch über die Anzeigeeinheit
9 oder akustisch über den Sprachsynthesizer 7 und den Lautsprecher 8 ausgegeben.
[0020] In vorteilhafter Weise gibt der Mikroprozessor 3 parallel zu den RDS-Daten den Programm-Service-Namen
akustisch oder optisch aus. Um den Programm-Service-Namen des Anbieters der RDS-Daten
gegenüber dem Programm-Service-Namen des Anbieters der Audiodaten hervorzuheben, erfolgt
die Darstellung des Programm Service-Namens des Anbieters der RDS-Daten in vorteilhafter
Weise in Form einer Laufschrift und/oder blinkend und/oder in inverser Darstellung
und/oder in auffälligen Farben, die sich von anderen Darstellungen der optischen Anzeigeeinheit
9 unterscheiden.
[0021] Im ersten Speicher 4 ist die Tabelle abgelegt, die eine direkte Zuordnung der Programmkennung
zu dem Programm-Service-Namen ermöglicht. Auf diese Weise ist es möglich, daß der
Mikroprozessor 3 für die empfangenen RDS-Daten den Programm-Service-Namen des Anbieters
der RDS-Daten über die Programmkennung ermittelt. Dies bietet den Vorteil, daß der
Programm-Service-Name nur einmal aus den RDS-Daten ermittelt werden muß, was verhältnismäßig
aufwendig ist.
[0022] Die Ausgabe der RDS-Nutzdaten erfolgt nach einer Weiterbildung des erfindungsgemäßen
Verfahrens nach einer Eingabe, die über die Eingabeeinheit 10 erfolgt.
[0023] Dazu wird eine Taste der Eingabeeinheit 10 gedrückt und damit die Ausgabe der RDS-Nutzdaten
veranlaßt. Somit ist das erfindungsgemäße Verfahren besonders zur Ausgabe von Verkehrsnachrichten
("Traffic Massage channel") geeignet, die gesammelt werden und dann auf Eingabe ausgegeben
werden.
[0024] Figur 2 zeigt einen schematischen Programmablauf zur Durchführung des erfindungsgemäßen
Verfahrens.
[0025] Bei Programmpunkt 30 empfängt der erste Tuner 1 auf einer vorgegebenen Empfangsfrequenz
ein Rundfunkprogramm (Audiosignale), das über den Mikroprozessor 3 und den Lautsprecher
8 ausgegeben wird. Gleichzeitig empfängt der zweite Tuner 2 die RDS-Daten eines Senders.
Der Sender bzw. Programmanbieter der RDS-Daten kann - muß aber nicht - mit dem Sender,
den der erste Tuner 1 empfängt übereinstimmen.
[0026] Bei Programmpunkt 31 werden die RDS-Daten an den Mikroprozessor 3 weitergegeben.
Der Mikroprozessor 3 speichert die RDS-Nutzdaten und die Programmkennung der RDS-Daten
im zweiten Speicher 5 ab. Dabei überprüft der Mikroprozessor 3 bei Programmpunkt 32,
ob die empfangenen RDS-Nutzdaten mit bereits im zweiten Speicher 5 abgelegten RDS-Nutzdaten
übereinstimmen. Sind die empfangenen RDS-Nutzdaten neu, so sucht der Mikroprozessor
3 bei Programmpunkt 33 in der Tabelle, die im ersten Speicher 4 abgelegt ist, die
Programmkennung der neu empfangenen RDS-Daten.
[0027] Ist die Programmkennung der neu empfangenen RDS-Daten noch nicht im ersten Speicher
4 abgespeichert, so werden die Programmkennung und der Programm-Service-Name nun erstmals
vom Mikroprozessor 3 im ersten Speicher 4 in der Tabelle abgespeichert. Dazu muß der
Mikroprozessor 3 den Programm-Service-Namen aus den RDS-Daten ermitteln. Der Programm-Service-Name
wird anschließend aus der Tabelle ausgelesen und mit den RDS-Nutzdaten bei Programmpunkt
33 ausgegeben. Anschließend wird nach Programmpunkt 30 zurückverzweigt.
[0028] Ergibt die Abfrage bei Programmpunkt 32, daß die RDS-Nutzdaten nicht neu sind, d.h.
daß sowohl die RDS-Nutzdaten als auch die Programmkennung und der Programm-Service-Name
schon abgespeichert sind, so erfolgt bei Programmpunkt 34 die Abfrage, ob eine manuelle
Betätigung über die Eingabeeinheit 10 erfolgt ist. Ist dies der Fall, so werden bei
Programmpunkt 35 die gespeicherten RDS-Nutzdaten mit dem jeweiligen Programm-Service-Namen
ausgegeben. Anschließend wird nach Programmpunkt 30 zurückverzweigt. Ergibt die Anfrage
bei Programmpunkt 34, daß keine Eingabe erfolgt ist, so wird nach Programmpunkt 30
zurückverzweigt.
[0029] Erfolgt die Ausgabe der Verkehrsmeldungen über den Lautsprecher, so erfolgt die Ausgabe
des Programm-Service-Namens in vorteilhafter Weise entweder vor der Ausgabe der Verkehrsmeldungen
oder nach der Ausgabe der Verkehrsmeldungen ebenfalls über den Lautsprecher 8.
[0030] Wahlweise kann jedoch der Programm-Service-Name parallel zur akustischen Ausgabe
der Verkehrsmeldungen optisch über die optische Anzeigeeinheit 9 ausgegeben werden.
Werden die Verkehrsmeldungen über die optische Anzeigeeinheit 9 ausgegeben, so wird
der Programm-Service-Name entweder vor oder nach der Ausgabe der Verkehrsmeldungen
ebenfalls über die optische Anzeigeeinheit 9 ausgegeben. Als Ausgabevorrichtung werden
die optische Anzeigeeinheit 9 und die Lautsprecher 8 verwendet.
[0031] Der Programm-Service-Name wird bei der optischen Ausgabe auffällig dargestellt, so
daß er sich von anderen Darstellungen der optischen Anzeigeeinheit 9 unterscheidet.
Dies erfolgt z.B. in Form einer Laufschrift oder blinkend und/oder invers und/oder
in einer auffälligen Farbe, die sich von den Farben der anderen Darstellungen der
optischen Anzeigeeinheit 9 unterscheidet.
[0032] Wird eine inhaltlich gleiche Verkehrsmeldung von verschiedenen Sendern empfangen,
so wird bei einer weiteren vorteilhaften Ausbildung des Verfahrens die Programmkennung
des Senders gespeichert, von dem erstmals die Verkehrsmeldung empfangen wurde.
[0033] Eine zusätzliche vorteilhafte Ausbildung des erfindungsgemäßen Verfahrens besteht
darin, die Programmkennung des Senders zu speichern, von dem die Verkehrsmeldung als
letztes empfangen wurde.
[0034] Das erfindungsgemäße Verfahren und der erfindungsgemäße Rundfunkempfänger wurden
beispielhaft für ein Rundfunkprogramm mit einem Radio-Daten-Signal beschrieben. Das
erfindungsgemäße Verfahren und der erfindungsgemäße Rundfunkempfänger sind jedoch
nicht auf Rundfunkprogramme mit einem Radio-Daten-Signal beschränkt, sondern können
auch auf andere Rundfunkübertragungssysteme wie z.B. den digitalen Rundfunk angewendet
werden.
[0035] Beim digitalen Rundfunk werden sowohl die Rundfunkprogramme als auch die Zusatzinformationen,
die die digitalen Informationen darstellen, digital übertragen. Mithilfe des erfindungsgemäßen
Verfahrens und des erfindungsgemäßen Rundfunkempfängers ist es möglich, die digitalen
Rundfunkprogramme und die digitalen Informationen, die z.B. Verkehrsmeldungen darstellen,
und von verschiedenen Sendern ausgegeben werden, zu empfangen und die digitalen Informationen
unabhängig von dem ausgegebenden Rundfunkprogramm auszugeben, wobei zusätzlich eine
Bezeichnung für den Sender der digitalen Informationen ausgegeben wird.
1. Verfahren zum Empfang und zur Ausgabe eines Rundfunkprogrammes eines Rundfunksenders,
dadurch gekennzeichnet, daß unabhängig von dem auszugebenden Rundfunkprogramm digitale
Informationen eines weiteren Rundfunksenders empfangen werden, und daß die digitalen
Informationen ausgegeben werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß eine Bezeichnung für den Sender
der digitalen Informationen ermittelt wird, und daß mit den digitalen Informationen
die Bezeichnung des Senders ausgegeben wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß als digitale Informationen
RDS-Daten empfangen werden, daß aus den RDS-Daten RDS-Nutzdaten, insbesondere Verkehrshinweise,
und eine Bezeichnung für den Sender der RDS-Daten, insbesondere der Programm-Service-Name,
ermittelt werden, und daß die RDS-Nutzdaten und die Bezeichnung des Senders ausgegeben
werden.
4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die RDS-Nutzdaten, insbesondere
Verkehrsmeldungen, und eine Programmkennung der RDS-Daten und der Programm-Service-Name
abgespeichert werden, daß in einem ersten Speicher (4) eine Zuordnung zwischen der
Programmkennung und dem Programm-Service-Namen abgelegt wird, und daß der Programm-Service-Name
über die Programmmkennung im ersten Speicher (4) gefunden wird.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Programm-Service-Name
synchron zur Ausgabe der RDS-Nutzdaten ausgegeben wird.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 3 und 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Bezeichnung
des Senders der RDS-Daten optisch wiedergegeben wird.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Bezeichnung
des Senders der RDS-Daten akustisch, insbesondere mithilfe einer synthetischen Stimme,
ausgegeben wird.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 3 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß bei einem
zeitlich versetzten Empfang zweier inhaltlich gleicher RDS-Nutzdaten die Programmkennung
und der Programm-Service-Name der zuerst empfangenen RDS-Daten abgespeichert wird,
und daß der Programm-Service-Name der zuerst empfangenen RDS-Nutzdaten mit den RDS-Nutzdaten
ausgegeben wird.
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 3 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß wenn zeitlich
hintereinander inhaltlich gleiche RDS-Nutzdaten empfangen werden, die Programmkennung
der RDS-Nutzdaten abgespeichert wird, die zuletzt empfangen wurden, und daß der Programm-Service-Name
der zuletzt empfangenen RDS-Nutzdaten mit den RDS-Nutzdaten ausgegeben wird.
10. Verfahren nach einem der Ansprüche 4 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Programmkennung
und/oder der Programm-Service-Name nur abgespeichert wird, wenn die Programmkennung
und/oder der Programm-Service-Name nicht schon abgespeichert sind.
11. Verfahren nach einem der Ansprüche 4 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß nach einem
Wechsel des Senders der RDS-Daten die Programmmkennung und/oder der Programm-Service-Name
der empfangenen RDS-Daten abgespeichert werden.
12. Rundfunkempfänger mit einem ersten Empfangsteil zum Empfang von Rundfunksendungen
eines Rundfunksenders, wobei der Rundfunkempfänger eine Ausgabevorrichtung zur Ausgabe
von digitalen Informationen aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens ein weiteres
Empfangsteil (2) vorgesehen ist, mittels dem digitale Informationen eines weiteren
Rundfunksenders empfangbar sind, und daß mittels der Ausgabevorrichtung (8,9) die
digitalen Informationen ausgebbar sind.
13. Rundfunkempfänger nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß aus den digitalen
Informationen eine Bezeichnung für den Sender der digitalen Informationen ermittelbar
ist, und daß die Bezeichnung über die Ausgabevorrichtung (8,9) ausgebbar ist.
14. Rundfunkempfänger nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß vom weiteren Empfangsteil
(2) als digitale Informationen RDS-Daten empfangbar sind, daß aus den RDS-Daten RDS-Nutzdaten
und eine Bezeichnung für den Namen des RDS-Senders, insbesondere der Programm-Service-Name,
ermittelbar sind, und daß die RDS-Nutzdaten und die Bezeichnung über die Ausgabevorrichtung
(8,9) ausgebbar sind.