| (19) |
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(11) |
EP 0 725 850 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
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13.01.1999 Patentblatt 1999/02 |
| (22) |
Anmeldetag: 25.10.1994 |
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| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC)6: D04B 15/48 |
| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/DE9401/258 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 9512/017 (04.05.1995 Gazette 1995/19) |
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| (54) |
FADENLIEFERVORRICHTUNG MIT STUFENLOS EINSTELLBARER FADENABZUGSPANNUNG
YARN FEEDING DEVICE FOR TEXTILE MACHINES
DISPOSITIF D'AMENEE DU FIL POUR MACHINES TEXTILES
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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DE ES FR GB IT SE |
| (30) |
Priorität: |
29.10.1993 DE 4336994
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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14.08.1996 Patentblatt 1996/33 |
| (73) |
Patentinhaber: Fabschitz, Heinrich |
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D-83620 Feldkirchen-Westerham (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- Fabschitz, Heinrich
D-83620 Feldkirchen-Westerham (DE)
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| (74) |
Vertreter: Modiano, Guido, Dr.-Ing. et al |
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Modiano & Associati SpA
Via Meravigli, 16 20123 Milano 20123 Milano (IT) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
WO-A-91/14032 DE-A- 2 540 749 DE-B- 1 635 899 US-A- 3 225 446
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CH-A- 374 345 DE-A- 3 429 219 GB-A- 2 005 739
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Fadenspeicher - und liefervorrichtung für Textilmaschinen
mit in erster Linie unregelmäßigem Fadenverbrauch, wie Strick - und Wirkmaschinen
die mustern, jacquardieren, ringeln, aufplattieren, pendeln und z.B. halb - bzw. vollplüschfähig
sind, mit einem den Faden schlupflos fördernden, durch einen Motor angetriebenen Speicherkörper,
auf welchen der Faden zur Bildung eines Speichervorratswickels tangential auf - und
je nach Badarf zwischen seiner als Bremsfläche ausgebildeten Stirnseite und einer
sich im selben Drehsinn drehenden Gegenbremsfläche axial abgewickelt wird.Die Gegenbremsfläche
ist in axialer Richtung im Verhältnis zur Speicherkörperbremsfläche verstellbar, um
die Fadenabzugspannung variieren zu können.
[0002] Eine Gattung der bekannten Vorrichtungen dieser Art weist grundsätzlich den Nachteil
auf, daß der vom Speicherkörper in axialer Richtung abgezogene Faden durch irgendeine
ringförmige, lose auf dem Speicherkörper sitzende Anordnung ( Metallring, Kunststoffring,
kammartiger Kunststoffring, Bürsten und dgl. ) zwar am Abheben bzw. Wegfliegen vom
Speicherkörper gehindert wird, jedoch die gewünschte und für einen korrekten Strickvorgang
benötigte Fadenabzugspannung ( Einlaufspannung des Fadens am jeweiligen Stricksystem
an der Maschine ) nicht herstellen kann.Vielmehr läuft der Faden, zwar mit erheblich
niedrigerer Spannung vom Speicherkörper ab, als dieser dem Speicherkörper zugeführt
wird, für die endgültige und vor allem strickgerechte Einlaufspannung am System der
Strickmaschine muß dann eine zusätzliche Fadenbremse zwischen dem Speichergerät und
der Strickmaschine sorgen.
[0003] Diese Lösung zur Einstellung einer korrekten Fadeneinlaufspannung ist nicht optimal,
zumal die mit einer Fadenbremse einhergehenden Schwierigkeiten sattsam bekannt sind
: Die in den meisten Fällen eingesetzte Tellerbremse ist schwer zu justieren, hält
den eingestellten Wert nicht konstant ( zumindest nicht über längere Zeiträume hinweg
), läuft ein, verflust und verdreckt, außerdem verstärkt sie Unregelmäßigkeiten, welche
beim Abziehen des Fadens vom Speicherkörper und beim Durchlaufen des Ringes, Ringkammes
oder bspw. auch einer ringförmigen Bürste entstehen.Oft kommt es zum unerwünschten
Flattern des Fadens, dadurch kann es u.a. geschehen, daß einzelne Nadeln den Faden
nicht zu fassen bekommen, das Resultat ist ein nichterwünschtes, unregelmäßiges Strickbild
- die Strickmaschine produziert Ausschuß.
[0004] Bei einer bekannten Vorrichtung dieser Art ( schweizerische Patentschrift 374 345
) fehlt eine ringförmige Anordnung gänzlich, welche den vom Speicherkörper axial auslaufenden
Faden am Umfang desselben halten soll.Vielmehr ist es Bestandteil der Anmeldung, daß
der Faden beim Abzug durch die Strick - bzw. Webmaschine einen sogenannten Fadenballon
bildet, um u.a. eine so gering wie mögliche Fadenspannung zu erreichen,was in der
Praxis jedoch völlig unbrauchbar ist, zumindest für den Einsatz an herkömmlichen Strickmaschinen.
[0005] Bei einer anderen bekannten Vorrichtung dieser Gattung ( USA Patentschrift 3,225,446
), bei welcher wiederum auf einen Wickelkörper ( = Speicherkörper ) tangential ein
Faden zur Bildung eines Speicherwickels aufgewickelt und dann von diesem axial abgezogen
wird, wird der Faden zusätzlich mittels eines elastischen Ringes zum einen am Wegfliegen
und unkontrollierten Abheben vom Wickelkörper gehindert und zum anderen soll eine
vorbestimmte Fadenabzugspannung erwirkt werden.ln der Praxis erweist sich dieser Lösungsvorschlag
als nicht einsetzbar, da einerseits der elastische Ring mit der hier erforderlichen
Genauigkeit und vor allem Langzeitkonstanz schwer herzustellen ist und andererseits
für jede verwendete Fadensorte - und dicke und für jede unerschiedliche Fadenabzugspannung
eine spezielle Ausfertigung z.B. mit Hinsicht auf den Ringinnnendurchmesser und /
oder dessen Elastizität notwendig wäre.Außerdem ist eine maschinen - und fadenbedingte
Feinjustierung, welche erfahrungsgemäß bei jedem Strickartikel und während der gesamten
Produktion immer wieder vorgenommen werden muß, nicht möglich.
[0006] Ferner ist eine Fadenspeicher - und liefervorrichtung für Textilmaschinen dieser
Gattung bekannt ( Deutsche Patenschrift 1 635 899), ausgestattet mit einem Wickelkörper,
auf den der Faden zur Bildung eines Fadenvorrats tangential aufwickelbar und von dem
dieser dann axial abziehbar ist, und zwar durch einen sogenannten Ringläufer hindurch,
der entlang einem Flansch am Kopfende des Wickelkörpers, diesen umläuft.Als weitere
Alternative ist vorgesehen, den Ringläufer durch einen Ring mit einem größeren Durchmesser
als demjenigen des Wickelkörpers zu ersetzen. Hierbei ergeben sich aber auch konstruktive
Schwierigkeiten, denn der Ring muß einen kleineren Durchmesser als der Flansch, aber
einen größeren als der Wickelkörper aufweisen, zudem kann der Wickelkörper nur vertikal
und mit der Flanschseite nach unten betrieben werden, und es besteht die Gefahr, daß
bei einem etwas zu großen Ringdurchmesser ( im Verhältnis zum Wickelkörperdurchmesser
) der Ring bei höheren Drehzahlen zu " eiern " anfängt und eine beabsichtigte und
erwünschte Konstanz in der Fadenabzugspannung nicht mehr gewährleistet ist.Deshalb
ist man hier schon lange dazu übergegangen, kammartige Kunststoffringe mit verschiedenen
Festigkeiten für unterschiedliche Anwendungszwecke einzusetzen.Doch auch hier gibt
es Schwierigkeiten.Die für einen korrekten Strickvorgang benötigte Fadeneinlaufspannung
an der Maschine läßt sich mit Hilfe dieser Kunststoffkammringe nicht einstellen, der
erzielte Wert ( meistens zu niedrig ) ist nur statisch, d.h. nicht veränderbar; eine
zusätzliche Fadenbremse mit den bereits ausführlich geschilderten Nachteilen muß zwischen
dieser Vorrichtung und der Textilmaschine im Fadenlauf angebracht werden.
[0007] Es sind ferner Vorrichtungen dieser Gattung bekannt, welche einen vom Speicherkörper
getrennten, im selben Drehsinn drehenden Bremsring aufweisen.Die japanische Veröffentlichung
JP-93 757/1973 beschreibt eine Fadenliefervorrichtung mit einem durch einen DC - Motor
angetriebenen Speicherkörper mit einer konisch verlaufenden Stirnseite, an welcher
eine als Bürstenring ausgebildete Gegenbremsfläche, getragen von einem trichterähnlichen
Gebilde, etwa am Beginn des sich zum Zentrum hin verjüngenden Abschnittes anliegt.Mittels
einer Getriebeanordnung wird vom Speicherkörperantrieb für eine synchrone Drehung
dieses Bürstenringes mit dem Speicherkörper gesorgt.ln der dargestellten Ausführungsform
sind die Bürstenenden etwas schräg gestellt, um vor allem zu verhindern, daß der über
Kopf abgezogene Faden sich nicht in den Bürsten verhängt.Eine axiale Verschiebung
des Bürstenringes ist nur zum Zwecke der Entfernung von der Speicherkörperstirnseite
vorgesehen, um z.B. das Einfädeln des Fadens zu ermöglichen.Die Fadenabzugspannung
kann bei dieser Fadenliefervorrichtung nicht vorgewählt oder verändert werden.
[0008] Eine weitere Fadenliefervorrichtung mit drehbarem Speicherkörper und mit drehbarem
Bremsring, jedoch ausgestattet mit einem aus einer Scheibe gebildeten Gummiring, ist
aus der Patentschrift US 4,068,807 bekannt.Auch in dieser Anmeldung wird das kreisringförmige
Gummiteil, hier benannt als elastischer Bremsring, von einem trichterförmigen Gebilde
gehalten bzw. ist in diesem eingespannt.Der Trichter ist wiederum drehbar gelagert
und zudem axial verschieblich ausgeführt. Dadurch soll ermöglicht werden, den Anpressdruck
der Innenkante des elastischen Bremsringes auf die konisch ausgeformte Stirnseite
des Speicherkörpers und dadurch auch die Fadenabzugspannung, zu variieren.Ein besonderer
Drehantrieb für den Trichter mit Bremsring ist hier nicht vorgesehen, sodaß nur die
zwangsläufige Friktion der Bremsringinnenkante an der Berührungsstelle ringsum des
konischen Teiles des Speicherkörpers entsprechend des jeweiligen Anpressdruckes ein
Mitdrehen verursacht.Von Nachteil ist hierbei die relativ große Masse des Trichters
einschließlich Bremsring und dessen Lagerung mit ihrer Reibung, welche in Abhängigkeit
vom jeweils vorgegebenen Hochlauf - bzw. Abbremsverhalten des Speicherkörpers mit
seinem Antrieb, einen mehr oder weniger großen Schlupf zwischen den beiden drehbaren
Teilen entstehen läßt.Ein Aufdrehen des Speicherwickels ist die Folge und damit eine
unerwünschte Veränderung im Fadenlauf.Dieser Effekt läßt sich u.a. nur mindern, indem
keine übermäßig schnellen Drehzahlveränderungen am Speicherkörper auftreten, was wiederum
die Höchstliefermenge dieser Fadenliefervorrichtung stark einschränkt.Noch dazu verändern
sich die Verhältnisse beim Verstellen des Anpressdruckes fortwährend, was eine zuverlässige
Funktion über einen größeren Einstellbereich nicht gewährleistet.
[0009] Die andere Gattung von bekannten Fadenliefervorrichtungen wird nachstehend anhand
einiger Beispiele erläutert.ln der Offenlegungsschrift DE 25 40 749 wird eine Fadenliefervorrichtung
beschrieben, welche einen stillstehenden, d.h. stationären Speicherkörper mit einem
zugehörigen Bremsring aufweist.Der Faden wird über ein Aufwickelorgan auf den stillstehenden
Speicherkörper zur Bildung eines Speichervorrats tangential aufgewickelt und über
dessen als Bremsfläche ausgebildeten Stirnseite ( radial ausgebildete Ringfläche )
axial abgezogen.Ein Bremsring als tellerförmiges Gehäuse, versehen mit kreisförmig
etwa am äußeren Umfang angeordneten elastischen, schmalen langen Fingern, soll hier
die Gegenbremsfläche bilden.Sie ruhen außerdem auf der Ringfläche der Speichertrommel,
sprich Speicherkörper, unter einem Winkel auf.Mit einer Verstellschraube kann der
Abstand des Bremsringes zur Stirnfläche des Speicherkörpers verändert werden, wodurch
beabsichtigt ist, mit sich veränderndem Anpressdruck auch den Fadenabzugwert zu verändern.Von
Nachteil ist hier vor allem die komplizierte und aufwendige Herstellung des Bremsringes
mit seinen unzähligen elastischen, langen schmalen Fingern sowie der Umstand, daß
diese Konstruktion vom Gewicht her Probleme bereitet.Obwohl aufgrund des gewählten
Prinzips mit stillstehendem Speicherkörper und Bremsring für die Hochlauf - bzw. Bremseigenschaften
der Vorrichtung nicht relevant, lastet doch das gesamte Gewicht des Bremsringes auf
der Stirnseite des Speicherkörpers, wenn in der dargestellten Position betrieben.ln
dieser Position sind Fadeneinlauf oben und Fadenauslauf unten an der Vorrichtung angebracht.Dies
bedeutet aber auch, daß immer ein gewisser basialer Anpressdruck aufgrund des Eigengewichts
vorhanden ist und sich dieser mit der Stellschraube eigentlich nur noch erhöhen läßt.Auch
in anderen Positionen betrieben, ergeben sich wieder neue Unberechenbarkeiten.Demzufolge
ist der Einstellbereich der Fadenabzugspannung dieser Fadenliefervorrichtung stark
begrenzt.
[0010] In der DE 3429219 Al wird eine Fadenbremsringanordnung direkt vergleichbar mit der
in der JP-93 757/1973 gezeigt, einzig mit dem Unterschied, soweit ersichtlich, daß
es sich hier um eine Vorrichtung mit stillstehendem Speicherkörper und Bremsring handelt.
[0011] In der GB 2005 739 wird eine Fadenliefervorrichtung mit stillstehendem Speicherkörper
und einem axial verschieblich angeordneten Bremsring beschrieben.ln Abweichung von
bekannten, herkömmlichen Lösungen, sind hier die sogenannten Bürstenhaare der Fadenbremseinrichtung
im Kopfteil des Speicherkörpers eingelassen und ein ringförmiger axial verschiebbarer
Ring übernimmt die Funktion der Gegenbremsfläche.lm Grunde genommen ergeben sich dadurch
keine Vorteile gegenüber den herkömmlichen Lösungen, im Gegenteil ist zu erwarten,
daß aufgrund der beidseitigen Führung / Lagerung der Bürstenhaare im Speicherkörper,
diese dadurch relativ steif werden und eine feinfühlige Einstellung des Fadenabzugwertes
sich nicht herstellen läßt.Außerdem begünstigt diese Anordnung der Bürstenhaare einen
raschen Verschleiß in deren mittlerem Bereich, nämlich gerade dort wo der Bremsring
den Faden anpresst.lnsgesamt ist die Lösung mit Bürsten bzw. Bürstenringen für die
korrekte, konstante und leicht einstellbare Fadenabzugspannung nicht optimal.Verflusung,
Verschmutzung, schlechte Justiermöglichkeiten, die aufwendige Herstellung und die
rasche Abnutzung sind einige der wesentlichsten Nachteile hierbei..
[0012] In der WO 91 / 14032 wird u.a. eine Fadenabzugbremsanordnung, welche mit einer Fadenliefervorrichtung
zusammenarbeitet, beschrieben, welche zur Aufgabe hat, die Fadenabzugspannung bzw.
Fadenausgangsspannung vom Speicherkörper einstellen d.h. kontrollieren zu können und
diese zusätzlich noch mit einer reinigenden Funktion auszustatten.lm wesentlichen
besteht diese Anordung aus zwei sich gegenüberstehenden, runden Teilen, jedes mit
einer kreisringförmigen Bremsfläche versehen und zwischen welchen der Faden hindurchgeführt
wird, um eine Bremswirkung zu erzielen, was eigentlich der Funktion einer ganz gewöhnlichen
Tellerbremse gleichkommt.Nachteilig wirkt sich hier aus, daß der wirksame Durchmesser
der kreisringförmigen Bremsflächen signifikant kleiner als der Speicherkörperdurchmesser
und somit der Fadenauflage - bzw. Abzugfläche. gewählt wurde.Bei der beschriebenen
Ausführungsart mit stillstehendem Speicherkörper, wird bei einer abrupten Fadengeschwindigkeitsänderung
von einem hohen auf einen niedrigeren Wert, sich der Vorratswickel aufdrehen, da das
Fadenstück vom Ende der letzten Windung auf dem Speicherkörper bis zu der Stelle,
wo dieser zwischen den beiden Bremsteilen festgehalten wird, sehr lang ausfällt und
es den Gesetzen der Fliehkraft folgend, sich daher vom Speicherkörper abheben wird.Das
hat zur Folge, daß zum einen die Speicherwickelüberwachung aus Tritt fällt, sich möglicherweise
die Fadenabzugspannung ändern wird, und / oder daß sich der abgewickelte Faden irgenwo
in der Fadenliefervorrichtung verhakt oder verhängt. Eine korrekte Fadenzuführung
zur Strickmaschine ist dadurch nicht gewährleistet.
[0013] Aufgabe der Erfindung ist es deshalb, eine Fadenspeicher - und liefervorrichtung
der eingangs beschriebenen Gattung zu schaffen, welche die erwünschten Merkmale aufweist,
einfach im Aufbau und Funktion ist und zudem in allen hierfür bestimmten Einsatzbereichen
zuverlässig arbeitet.Der zu verarbeitende Faden ( 3 ) wird auf einem drehbar gelagerten,
schlupflos fördernden Speicherkörper ( 9 ) zur Bildung eines Vorratswickels tangential
aufgewickelt und dann axial (je nach Bedarf ) zwischen der als Bremsfläche (9') ausgebildeten
Stirnseite und einer sich im selben Drehsinn drehenden und axial verschieblich gelagerten
Gegenbremsfläche abgezogen.
[0014] Erfindungsgemäß wird die Gegenbremsfläche aus einer kreisförmigen, im Durchmesser
etwas größer als jener der Speicherkörperstirnseite ( 9' ) ausgebildeten, dünnen,
flexiblen Scheibe ( 10 ) gebildet.Die Elastizität dieser Scheibe wird dazu herangezogen,
einen gleichmäßigeren Anpressdruck auf jeden Punkt der stirnseitigen Bremsfläche (
9' ) des Speicherkörpers zu erreichen und daß der Faden durch mehr oder weniger starken
Anpressdruck mehr oder weniger geklemmt d.h. gebremst wird, sodaß die Fadenabzugspannung
in weiten Bereichen stufenlos einstellbar ist.Gleichzeitig wird dadurch der Faden
am Wegfliegen gehindert und ein Aufdrehen des Speicherwickels unterbunden.
[0015] Der Faden wird über das Zentrum der Scheibe ( 10 ), welche eine verschleißfreie Durchführung
( 25) aufweist, abgezogen; die Scheibe sitzt auf einer Nabe ( 13 ), welche ihrerseits
auf einer Hohlwelle (17) aufgebracht ist.Das gesamte Gebilde ist zentrisch und plan
in beiden Ebenen zum Speicherkörper bzw. dessen stirnseitige Bremsfläche ( 9' ), drehbar
und parallel verschieblich, gelagert.
[0016] Für die Funktion der Einstellung für den Fadenabzugwert ist es im Grunde genommen
unwesentlich, ob der Speicherkörper ( 9 ) mit seiner stirnseitigen Bremsfläche ( 9'
) im Verhältnis zur Scheibe ( 10) der Gegenbremsfläche verschoben wird oder umgekehrt,
oder sogar beide gleichzeitig im Verhältnis zueinander.Da jedoch bei dieser hier beschriebenen
Ausführungsform u.a. die dem Speicherkörper zugeordneten Fadenleitmittel ( 5, 6, 7,
) vorteilhafter fix mit dem Gerätechassis ( 2 ) verbunden werden, ist daher der Funktionsblock
mit der Gegenbremsfläche vorzugsweise auf einem in der Längsachse des Speicherkörpers
verschieblichen Schlitten ( 26 ) montiert.
[0017] Der Schlitten ( 26 ), welcher am Gerätechassis ( 2 ) praktisch ohne Spiel mittels
einer Gewindespindel ( 16 ), an deren Ende ein Drehknopf ( 18) sitzt, verschieblich
montiert ist, bewegt zusätzlich einen Zeiger ( 15 ), mit dessen Hilfe an einer gut
sichtbaren Skala ( 27 ) der jeweils eingestellte Fadenabzugwert ablesbar ist.Es ist
eine bekannte Tatsache, daß unterschiedliche Garne unterschiedliche Reibwerte aufweisen,
und somit eine einmal gewählte Einstellung auf der vorgenannten Skala bein Wechseln
auf einen anderen Garntyp möglicherweise einen anderen Fadenabzugwert ergibt.Sinn
und Zweck dieser Erfindung ist es jedoch u.a., praktisch jeden erforderlichen Wert
bei Stillstand oder während des Betriebes der Strickmaschine mühelos einstellen zu
können, sowie diesen für einen bestimmten Garntyp einmal festgelegten Wert über lange
Zeiträume zu halten und diesen auch nach zwischenzeitlicher Umstellung auf einen anderen
Wert, wieder reproduzieren zu können.
[0018] Die Scheibe ( 10 ) der Gegenbremsfläche und die zugehörigen Funktionsteile sind aus
verständlichen Gründen durch eine ringförmige Abdeckung ( 33 ) vor unbeabsichtigten
Berührungen geschützt.Diese Abdeckung verhindert gleichzeitig äußerst effektiv unerwünschtes
Aufwickeln des Fadens auf der Welle von der Scheibe (10) der Gegenbremsfläche, sollte
aus welchen Gründen auch immer, der Wickel vom Speicherkörper herunterfallen, ausgelöst
z.B. aufgrund eines zu niedrig eingestellten Fadenabzugwertes, sodaß sich die letzten
Fadenwindungen des Speicherwickels ( 8 ) aufgrund der Fliehkräfte und auch des Luftwiderstandes
bei höheren Drehzahlen vom Speicherkörper ( 9 ) abheben, und der störende und öfters
erwähnte Fadenballoneffekt sonst eintreten würde.
[0019] Die erfindungsgemäße Vorrichtung arbeitet wie folgt : Vor dem Start der Strickmaschine
die Vorrichtung mit Schalter ( 24 ) ausschalten.Der zu verarbeitende Faden ( 3 ) wird
durch die Öse ( 5 ), die Fadenbremse ( 6 ), die Öse ( 7 ) gefädelt und dann quer zwischen
der Stirnseite des Speicherkörpers ( 9' ) und der Scheibe ( 10 ) der Gegenbremsfläche
über das Zentrum der verschleißfreien Durchführung ( 25 ) hinaus, etwa in das hintere
Drittel geschoben.Mittels einer Einfädelhilfe wird der Faden durch die Hohlwelle (
17 ) gezogen und an die dafür bestimmte Strickstelle der Maschine geführt.Zum erstmaligen
Aufspulen eines Speichervorratswickels ( 8 ) ist es vorteilhaft, wenn sowohl auf der
Fadeneinlauf - wie auslaufseite eine kleine Schlaufe und eine etwas höhere Klemmwirkung
der beiden Bremsflächen vorhanden ist.Zu diesem Zweck zieht man erst am Faden nach
der Hohlwelle ( Fadenauslauf der Vorrichtung ) und dann vor dem Fadeneinlauf der Vorrichtung
und stellt mit Hilfe des Einstellknopfes ( 18 ) für den Fadenabzugwert einen etwas
höheren Wert ein, in der Regel reicht es, daß der Zeiger ( 15 ) auf der Skala ( 27
) sich in Mittelstellung befindet.Danach wird die Vorrichtung mit dem Schalter ( 19
) eingeschaltet, und der zum störungsfreien Betrieb unerläßliche Speichervorratswickel
bildet sich selbsttätig ( vorausgesetzt sind hier nicht näher beschriebene Fühlmittel
zur Überwachung der Speicherwickelbreite, welche den oder die Antriebsmotoren für
den Speicherkörper und der Scheibe der Gegenbremsfläche über eine nicht gezeigte Motorregel
- vorrichtung entsprechend steuern. Zur endgültigen Einjustierung des korrekten Fadenabzugwertes,
wird entweder ein bereits bekannter Wert auf der Skala eingestellt oder ein neuer
Wert z.B. anhand eines korrekten Strickstückes ermittelt.
[0020] Der Gegenstand der Erfindung wird anhand der beigefügten, schematischen Zeichnungen
beispielsweise noch näher erläutert.ln dieser zeigt :
Fig. 1 eine Seitenansicht einer erfindungsgemäßen Vorrichtung mit Gehäuseteile,
Fig. 2 eine Seitenansicht derselben Vorrichtung ohne Gehäuseteile,
Fig. 3 eine Vorderansicht dieser Vorrichtung mit Gehäuseteile,
Fig.4 die Scheibe der Gegenbremsfläche mit Nabe und Hohlwelle in Seitenansicht,
Fig. 5 einen teilweise aufgeschnittenen Speicherkörper mit Vorratswickel in Seitenansicht
zusammen mit der Scheibe der Gegenbremsfläche mit Nabe und Hohlwelle im Vertikalschnitt,
Fig. 6 eine Seitenansicht eines anderen Ausführungsbeispiels teilweise in Längsschnitt,
mit einem gemeinsamen Antriebsmotor für Speicherkörper und der Scheibe der Gegenbremsfläche.
[0021] Die Figuren 1 und 2 zeigen in Gesamtansicht die Vorrichtung einmal mit und einmal
ohne diverser Gehäuseabdeckungen und von der Seite.Diese Art der Vorrichtung wird
üblicherweise mittels eines Haltewinkels ( 1) an einer Haltestange, welche gängigerweise
Platz für mehrere Vorrichtungen aufweist und welche ihrerseits an der Strickmaschine
befestigt ist, in der Nähe der zu versorgenden Strickstelle montiert.
[0022] In Figur 2 kann man den Fadenlauf durch die Vorrichtung gut verfolgen . Der einlaufende
Faden ( 3 ) wird durch die Einlauföse ( 5 ), die Fadenbremse ( 6 ) und die Führungsöse
( 7 ) tangential an den Speicherkörper ( 9 ) herangeführt und auf diesem mittels einer
Anzahl von Windungen zu einem Speichervorratswickel ( 8 ) gebildet.Danach wird der
Faden zwischen der stirnseitigen Bremsfläche ( 9' ) des Speicherkörpers ( 9 ) und
der als kreisförmige, im Durchmesser etwas größer als jener der Speicherkörperstirnseite,
dünne, flexible Scheibe (10) ausgebildete Gegenbremsfläche durchgeführt und geklemmt,
und über deren Keramiköse ( 25 ) und der zentrischen Hohlwelle ( 17 ), hier gleichzeitig
auch Antriebswelle des Motors (14) für die Scheibe der Gegenbremsfläche, von außen
abgezogen.
[0023] In Figur 5 ist dieser Vorgang etwas deutlicher erkennbar gemacht.Der auf dem Speicherkörper
( 9 ) vorhandene Speichervorratswickel wird axial zwischen der Speicherkörperstirnseite
( 9' ) und der als dünne, flexible Scheibe ( 10) ausgebildeten Gegenbremsfläche hindurchgeführt
und je nach Anpressdruck mehr oder weniger geklemmt und über deren Keramiköse (25)
und der zentrischen Hohlwelle (17), von außen abgezogen.
[0024] In Figur 2 ist ferner der verschiebliche Schlitten ( 26 ), auf welchem in dieser
Ausführungsform der Motor ( 14 ) für den Antrieb der als dünne, flexible Scheibe (
10 ) ausgebildeten Gegenbremsfläche befestigt ist, sichtbar.Durch Drehen des Einstellknopfes
(18), wird über die Gewindestange (16), der Schlitten je nach Position auf dem Chassis
( 2 ), letztendlich die als Scheibe ( 10 ) ausgebildete Gegenbremsfläche mehr oder
weniger an die stirnseitige Bremsfläche (9') des Speicherkörpers (9) gedrückt.
[0025] Figur 6 zeigt schließlich eine Ausführungsvariante mit nur einem Antriebsmotor, wobei
die Scheibe ( 10 ) der Gegenbremsfläche über Zahnräder ( 34, 34', 34", 34"' ), vom
Motor ( 4 ) des Speicherkörpers (9) mit angetrieben wird.Das Verschieben der Scheibe
der Gegenbremsfläche wird hier statt mit einem Schlitten, mittels einer Stellschraube
( 35 ), in welcher die Hohlwelle (17) gelagert ist, vorgenommen.
1. Fadenliefervorrichtung für fadenverarbeitende Textilmaschinen, insbesondere für Strick-
und Wirkmaschinen mit unregelmäßigem Fadenverbrauch, mit einem den Faden (3) im wesentlichen
schlupflos fördernden, drehbar gelagerten Speicherkörper (9) der mit einem ihn antreibenden
Motor (4, 14) direkt oder indirekt gekuppelt ist, und der vom Speicherkörper (9) tangential
aufgewickelte und danach über Kopf d.h. axial abgezogene Faden (3) zwischen der als
Bremsfläche (9') ausgebildeten Stirnseite des Speicherkörpers und einer sich im selben
Drehsinn wie der Speicherkörper drehenden und in axialer Richtung über ihre Lagerung
verschiebliche Gegenbremsfläche (10) hindurchgeführt wird, so daß der Faden (3) durch
mehr oder weniger starken Anpressdruck mehr oder weniger geklemmt d.h. gebremst wird,
sodaß die Fadenabzugspannung in weiten Bereichen stufenlos einstellbar ist,
dadurch gekennzeichnet, daß die Gegenbremsfläche (10) als eine kreisförmige, im Durchmesser etwas größer
als jener der Speicherkörperstirnseite, dünne, flexible Scheibe (10) ausgebildet ist,
und die Elastizität dieser Scheibe dazu herangezogen wird, einen gleichmäßigeren Anpressdruck
auf jeden Punkt der Bremsfläche (9') des Speicherkörpers (9) zu erreichen, und daß
gleichzeitig der Faden (3) am Wegfliegen gehindert und ein Aufdrehen des Speichervorratswickels
(8) unterbunden wird.
2. Fadenliefervorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die als kreisförmige,
dünne, flexible Scheibe ( 10 ) ausgebildete Gegenbremsfläche direkt von einem drehzahlgesteuerten/frequenzgeregelten
Elektromotor (14) angetrieben wird.
3. Fadenliefervorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 2, dadurch gekennzeichnet, daß
die als kreisförmige, dünne, flexible Scheibe ( 10 ) ausgebildete Gegenbremsfläche
indirekt über ein Getriebe von einem drehzahlgesteuerten und/oder frequenzgeregelten
Elektromotor angetrieben wird.
4. Fadenliefervorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß
die als kreisförmige, dünne, flexible Scheibe (10) ausgebildete Gegenbremsfläche indirekt
über Zahnräder ( 34, 34', 34", 34‴) vom Hauptantrieb ( 4 ) mit angetrieben wird.
5. Fadenliefervorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß
die als kreisförmige, dünne, flexible Scheibe (10) ausgebildete Gegenbremsfläche im
wesentlichen aus einem verschleißfesten Material wie einem dünnen, flexiblen Kunststoff
oder Metallblech besteht.
6. Fadenliefervorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß
die als kreisförmige, dünne, flexible Scheibe (10) ausgebildete Gegenbremsfläche auf
ihrer, der Bremsfläche des Speicherkörpers (9') zugewandten Seite, eine verschleißfeste
Beschichtung aufweist.
7. Fadenliefervorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß
die Weile für den Antrieb, der als kreisförmige, dünne, flexible Scheibe ( 10 ) ausgebildeten
Gegenbremsfläche eine Hohlwelle (17) ist.
8. Fadenliefervorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Faden ( 3
) und der als kreisförmige, dünne, flexible Scheibe ( 10 ) ausgebildeten Gegenbremsfläche
zentrisch durch die Hohlwelle (17) geführt d.h. abgezogen wird.
9. Fadenliefervorrichtung nach einem der Ansprüche 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet,
daß die Hohlwellen ( 17 u. 17a) die Antriebswellen von Elektromotoren ( 14, 4 ) sind.
10. Fadenliefervorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß
der Speicherkörper ( 9 ) mit seiner stirnseitigen Bremsfläche (9') mit der als kreisförmige,
dünne, flexible Scheibe (10) ausgebildeten Gegenbremsfläche in axialer Richtung fluchtet
d.h. deren Zentren auf einer Linie liegen.
11. Fadenliefervorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet,
daß der Speicherkörper ( 9 ) mit seiner stirnseitigen Bremsfläche ( 9' ) direkt oder
über seine Lagerung in seiner axialen Richtung im Verhältnis zur auf einer Welle (
17 ) gelagerten, als kreisförmige, dünne, flexible Scheibe ( 10 ) ausgebildeten Gegenbremsfläche
verschoben werden kann.
12. Fadenliefervorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß sowohl die Welle
( 17 ) als auch der Speicherkörper ( 9 ) mit seiner Bremsfläche (9') in ihrer axialen
Richtung im Verhältnis zueinander verschieblich angeordnet sind.
13. Fadenliefervorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet,
daß die als kreisförmige, dünne, flexible Scheibe ( 10) ausgebildete Gegenbremsfläche
in ihrem Zentrum eine verschleißfreie Durchführung ( 25 ) aufweist.
14. Fadenliefervorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet,
daß die als kreisförmige, dünne, flexible Scheibe (10) ausgebildete Gegenbremsfläche,
einschließlich der mit dieser in drehfester Verbindung stehenden Teile, durch ein
ringförmiges Teil (33) ganz oder teilweise abgedeckt ist.
15. Fadenliefervorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet,
daß der, die als kreisförmige, dünne, flexible Scheibe ( 10 ) ausgebildeten Gegenbremsfläche
über die Hohlwelle ( 17 ) tragende, am Chassis ( 2 ) verschieblich angeordnete Schlitten
( 26 ) feinfühlig mit Hilfe einer Anordnung aus Zahnstange oder Gewindestange (16)
mit zugehörigen Einstellmitteln ( 18) verstellbar und in jeder beliebigen Stellung
innerhalb des erforderlichen Gesamthubes, zur Abdeckung des erforderlichen Einstellbereiches,
arretierbar ist.
16. Fadenliefervorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet,
daß der Vorrichtung Mittel zugeordnet sind, die Relativbewegung der am Schlitten (
26 ) drehbar gelagerten, als kreisförmige, dünne, flexible Scheibe (10) ausgebildeten
Gegenbremsfläche zur stirnseitigen Bremsfläche des Speicherkörpers ( 9' ) und damit
die sogenannte Brems - oder Klemmwirkung, letzendlich die daraus resultierende Fadenabzugspannung,
z.B. mit Hilfe eines Zeigers (15) an einer Skala ( 27 ) sichtbar zu machen.
1. A yarn feeding device for yarn-processing textile machines, particularly for knitting
machines and self-acting knitting machines with irregular yarn consumption, comprising
a rotatably mounted storage body (9) which delivers the yarn (3) substantially without
slip and which is directly or indirectly coupled to a motor (4, 14) which drives it,
wherein the yarn (3), which is wound up tangentially by the storage body (9) and thereafter
is pulled off overhead, i.e. axially, is passed through between the end face, which
is constructed as a braking surface (8'), of the storage body and an opposing braking
surface (10) which rotates in the same direction of rotation as the storage body and
is axially displaceable via its mounting, so that the yarn (3) is clamped, i.e. braked,
by a contact pressure of greater or lesser magnitude, so that the yarn pull-off tension
is continuously adjustable over wide ranges, characterised in that the opposing braking
surface (10) is constructed as a thin, circular, flexible disc (10), the diameter
of which is somewhat larger than that of the end face of the storage body, and the
elasticity of said disc is utilised in order to achieve a more uniform contact pressure
on each point of the braking surface (8') of the storage body (9), and that at the
same time the yarn (3) is prevented from flying off and the untwisting of the storage
supply reel (8) is prevented.
2. A yarn feeding device according to claim I, characterised in that the opposing braking
surface, which is constructed as a thin, circular, flexible disc (10), is driven directly
by a speed-controlled/frequency-regulated electric motor (14).
3. A yarn feeding device according to either one of claims 1 or 2, characterised in that
the opposing braking surface, which is constructed as a thin, circular, flexible disc
(10), is driven indirectly, via a transmission, by a speed-controlled and/or frequency-regulated
electric motor.
4. A yarn feeding device according to any one of claims 1 to 3, characterised in that
the opposing braking surface, which is constructed as a thin, circular, flexible disc
(10), is driven indirectly in conjunction by the main drive (4), via gearwheels (34,
34', 34", 34"').
5. A yarn feeding device according to any one of claims 1 to 4, characterised in that
the opposing braking surface, which is constructed as a thin, circular, flexible disc
(10), substantially consists of a wear-resistant material such as a thin, flexible
synthetic material or a metal sheet.
6. A yarn feeding device according to any one of claims 1 to 5, characterised in that
the opposing braking surface, which is constructed as a thin, circular, flexible disc
(10), has a wear-resistant coating on its side facing the braking surface of the storage
body (9').
7. A yarn feeding device according to any one of claims 1 to 6, characterised in that
the shaft for the drive of the opposing braking surface, which is constructed as a
thin, circular, flexible disc (10), is a hollow shaft (17).
8. A yarn feeding device according to claim 7, characterised in that the yarn (3) is
passed, i.e. is pulled off, centrally through the hollow shaft (17) of the opposing
braking surface, which is constructed as a thin, circular, flexible disc (10).
9. A yarn feeding device according to either one of claims 7 or 8, characterised in that
the hollow shafts (17, 17') are the drive shafts of electric motors (14, 4).
10. A yarn feeding device according to any one of claims 1 to 9, characterised in that
the braking surface (9') on the face of the storage body (9) is in axial alignment
with the opposing braking surface, which is constructed as a thin, circular, flexible
disc (10), i.e. their centres lie on a line.
11. A yarn feeding device according to any one of claims 1 to 10, characterised in that
the braking surface (9') on the face of the storage body (9) can be displaced in its
axial direction, directly or via its mounting, in relation to the opposing braking
surface, which is constructed as a thin, circular, flexible disc (10) and which is
mounted on a shaft (17).
12. A yarn feeding device according to claim 11, characterised in that both the shaft
(17) and the braking surface (9') on the face of the storage body (9) are disposed
so that they can be displaced in their axial direction in relation to each other.
13. A yarn feeding device according to any one of claims 1 to 12, characterised in that
the opposing braking surface, which is constructed as a thin, circular, flexible disc
(10) has a wear-free lead-through (25) in its centre.
14. A yarn feeding device according to any one of claims 1 to 13, characterised in that
the opposing braking surface, which is constructed as a thin, circular, flexible disc
(10), including parts which are attached rotationally fixed thereto, is completely
or partially covered by an annular part (33).
15. A yarn feeding device according to any one of claims 1 to 14, characterised in that
the slide (26), which is displaceably disposed on the chassis (2) and which bears,
via the hollow shaft (17), the opposing braking surface, which is constructed as a
thin, circular, flexible disc (10), can be sensitively adjusted by associated adjusting
means (18), with the aid of an arrangement comprising a toothed rack or threaded rod
(16), and can be locked in any desired position within the requisite total travel
in order to cover the requisite range of adjustment.
16. A yarn feeding device according to any one of claims 1 to 15, characterised in that
means are associated with the device for making the relative movement of the opposing
braking surface, which is constructed as a thin, circular, flexible disc (10) and
which is rotatably mounted on the slide (26), towards the braking surface on the face
of the storage body (9'), and thus what is termed the braking or clamping effect,
and ultimately the yarn pull-off tension which results therefrom, visible on a scale
(27), e.g. by means of a pointer (15).
1. Dispositif d'amenée de fil pour machines textiles façonnant un fil, en particulier
pour machine à tricoter et métier à tricot à consommation de fil irrégulière, comprenant
un corps de réserve (9) monté tournant, transportant le fil (3) pratiquement sans
glissement, couplé directement ou indirectement à un moteur (4, 14) qui l'entraîne,
et le fil (3) enroulé tangentiellement par le corps de réserve (8) et ensuite extrait
en tête c'est-à-dire axialement est guidé pour passer entre la face frontale réalisée
en tant que surface de freinage (9') du corps de réserve et une contre-surface de
freinage (10) tournant dans le même sens que le corps de réserve et mobile en direction
axiale par l'intermédiaire de son support, de telle sorte que le fil (3) est plus
ou moins serré c'est-à-dire freiné par une pression d'appui plus ou moins forte, de
sorte que la tension d'extraction du fil est réglable de manière continue dans des
gammes étendues,
caractérisé en ce que la contre-surface de freinage (10) est réalisée sous forme d'un
disque circulaire mince flexible (10) d'un diamètre un peu plus grand que celui de
la face frontale du corps de réserve, et il est fait appel à l'élasticité de ce disque
pour obtenir une pression d'appui uniforme sur chaque point de la surface de freinage
(9') du corps de réserve (9), et qu'en même temps on s'oppose à ce que le fil (3)
s'échappe et on empêche un dévrillage de l'enroulement de réserve (8).
2. Dispositif d'amenée de fil selon la revendication 1, caractérisé en ce que la contre-surface
de freinage réalisée sous forme de disque circulaire mince flexible (10) est entraînée
directement par un moteur électrique (14) à vitesse commandée/fréquence régulée.
3. Dispositif d'amenée de fil selon l'une des revendications 1 à 2, caractérisé en ce
que la contre-surface de freinage réalisée sous forme de disque circulaire mince flexible
(10) est entraînée indirectement par un moteur électrique à vitesse commandée et/ou
à fréquence régulée, par l'intermédiaire d'engrenages.
4. Dispositif d'amenée de fil selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce
que la contre-surface de freinage réalisée sous forme de disque circulaire mince flexible
(10) est entraînée indirectement par le moteur principal (4) par l'intermédiaire de
roues dentées (34, 34', 34", 34‴).
5. Dispositif d'amenée de fil selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce
que la contre-surface de freinage réalisée sous forme de disque circulaire mince flexible
(10) est formée essentiellement en un matériau résistant à l'usure tel qu'une matière
plastique mince flexible ou une tôle métallique.
6. Dispositif d'amenée de fil selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce
que la contre-surface de freinage réalisée sous forme de disque circulaire mince flexible
(10) présente un revêtement résistant à l'usure sur sa face tournée vers la surface
de freinage du corps de réserve (9').
7. Dispositif d'amenée de fil selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisé en ce
que l'arbre pour l'entraînement de la contre-surface de freinage réalisée sous forme
de disque circulaire mince flexible (10) est un arbre creux (17).
8. Dispositif d'amenée de fil selon la revendication 7, caractérisé en ce que le fil
(3) et la contre-surface de freinage réalisée sous forme de disque circulaire mince
flexible (10) sont respectivement guidée et extrait par l'arbre creux (17).
9. Dispositif d'amenée de fil selon l'une des revendications 7 ou 8, caractérisé en ce
que les arbres creux (17 et 17a) sont les arbres menants de moteurs électriques (14,
4).
10. Dispositif d'amenée de fil selon l'une des revendications 1 à 9, caractérisé en ce
que la surface de freinage frontale (9') du corps de réserve (9) est alignée en direction
axiale avec la contre-surface de freinage réalisée sous forme de disque circulaire
mince flexible (10), c'est-à-dire que leurs centres sont situés sur une ligne.
11. Dispositif d'amenée de fil selon l'une des revendications 1 à 10, caractérisé en ce
que la surface de freinage frontale (9') du corps de réserve (9) peut être déplacée
dans sa direction axiale, directement ou par l'intermédiaire de son support, par rapport
à la contre-surface de freinage réalisée sous forme de disque circulaire mince flexible
(10) montée sur un arbre (17).
12. Dispositif d'amenée de fil selon la revendication 11, caractérisé en ce qu'aussi bien
l'arbre (17) que la surface de freinage (9') du corps de réserve (9) sont disposés
mobiles l'un par rapport à l'autre dans leur direction axiale.
13. Dispositif d'amenée de fil selon l'une des revendication 1 à 12, caractérisé en ce
que la contre-surface de freinage réalisée sous forme de disque circulaire mince flexible
(10) présente en son centre un passage traversant (25) exempt d'usure.
14. Dispositif d'amenée de fil selon l'une des revendications 1 à 13, caractérisé en ce
que la contre-surface de freinage réalisée sous forme de disque circulaire mince flexible
(10), y compris les éléments reliés à celle-ci de manière fixe en rotation, est recouverte
totalement ou partiellement par un élément annulaire (33).
15. Dispositif d'amenée de fil selon l'une des revendications 1 à 14, caractérisé en ce
que le chariot (26) disposé de manière mobile sur le châssis (2) portant, par l'intermédiaire
de l'arbre creux (17), la contre-surface de freinage réalisée sous forme de disque
circulaire mince flexible (10) est réglable de manière sensible par des moyens de
réglage associés (18) à l'aide d'un agencement à crémaillère ou à tige filetée (16)
et peut être arrêté en toute position souhaitée à l'intérieur de la course totale
nécessaire, pour le recouvrement du domaine de réglage nécessaire.
16. Dispositif d'amenée de fil selon l'une des revendications 1 à 15, caractérisé en ce
qu'au dispositif sont associés des moyens pour rendre visible le mouvement relatif
de la contre-surface de freinage réalisée sous forme de disque circulaire mince flexible
(10), montée tournante sur le chariot (26) par rapport à la surface de freinage du
corps de réserve (9'), et par suite l'effet dit de freinage ou de serrage, et enfin
la tension d'extraction du fil qui en résulte, par exemple à l'aide d'une aiguille
(15) sur une échelle (27).