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EP 0 726 360 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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24.02.1999 Patentblatt 1999/08 |
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Anmeldetag: 05.01.1996 |
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Verfahren und Maschine zum Unterstopfen und Stabilisieren eines Gleises
Method and machine for tamping and stabilizing a railway track
Procédé et machine pour le bourrage et l'assainissement d'une voie ferrée
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH DE DK ES FR GB IT LI NL SE |
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Priorität: |
09.02.1995 AT 244/95
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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14.08.1996 Patentblatt 1996/33 |
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Patentinhaber: Franz Plasser
Bahnbaumaschinen-
Industriegesellschaft m.b.H. |
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1010 Wien (AT) |
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Erfinder: |
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- Theurer, Josef
A-1010 Wien (AT)
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Entgegenhaltungen: :
FR-A- 2 384 063 GB-A- 2 270 103 US-A- 5 172 635
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GB-A- 2 094 379 US-A- 4 046 079
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Unterstopfen und Stabilisieren eines Gleises,
wobei das Gleis in eine vorläufige Soll-Lage angehoben und schrittweise unterstopft
wird, während in Arbeitsrichtung dahinter das Gleis in horizontal und senkrecht zur
Gleislängsrichtung verlaufende Schwingungen versetzt sowie unter Bildung eines Absenkwertes
mit einer vertikalen Auflast belastet und damit in eine endgültige Soll-Lage abgesenkt
wird sowie eine Maschine zur Durchführung des Verfahrens.
[0002] Ein derartiges, durch die US 5 172 635 bekanntes Verfahren kombiniert die im Rahmen
einer Unterstopfung erzielbare Berichtigung der Gleislagefehler mit einer anschließenden
räumlichen Verdichtung der Schotterbettung durch Aufbringung einer vertikalen Auflast
sowie horizontaler Gleisschwingungen. Bei diesem Verfahren werden die erforderlichen
Schwellenauflager hergestellt, die durch den Eingriff von Stopfpickeln im Zwischenfach
verursachte Inhomogenität beseitigt, der Vorkopf verdichtet und das Gleis gezielt
in die Soll-Lage abgesenkt. Dadurch sind die nach der Unterstopfung unvermeidlichen
Anfangssetzungen eines Gleises und daraus entstehende dynamische Kräfte vermeidbar.
[0003] Die als Gleisstabilisation bezeichnete gezielte Gleisabsenkung wird unter kontinuierlicher
Vorwärtsbewegung eines entsprechenden Stabilisationsaggregates durchgeführt, wobei
die Auflast zur Erzielung eines konstanten Absenkwertes für das Gleis konstant bleibt.
Parallel zur Gleisstabilisation erfolgt in Arbeitsrichtung unmittelbar davor innerhalb
einer gemeinsamen Maschineneinheit die Gleisunterstopfung, die - unter Relativverschiebung
eines Stopfaggregates in bezug auf die kontinuierlich vorwärtsbewegte Maschineneinheit
- schrittweise im Bereich jeder Schwelle durchgeführt wird.
[0004] Weitere, im Arbeitseinsatz schrittweise vorfahrende Maschineneinheiten zur Durchführung
einer mit einer Unterstopfung kombinierten Stabilisation eines Gleises sind durch
folgende Patentschriften bekannt: US 4 046 079, US 4 046 078, GB 2 094 379, US 4 430
946.
[0005] Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung liegt nun in der Schaffung eines Verfahrens
der gattungsgemäßen Art, mit dem unter relativ geringem personellen und maschinellen
Aufwand eine im Arbeitsergebnis zufriedenstellende Kombination einer durch schrittweise
Vorfahrt erreichbaren Unterstopfung mit einer räumlichen Verdichtung der Schotterbettung
zur Vermeidung von Anfangssetzungen des Gleises erzielbar ist.
[0006] Diese Aufgabe wird mit einem Verfahren der eingangs beschriebenen Art dadurch gelöst,
daß parallel zu der sich kontinuierlich wiederholenden, aus Stopfvorgang und Vorfahrt
zusammengesetzten, Stopfsequenz das Gleis jeweils in einer weiteren, sich kontinuierlich
wiederholenden und aus einem Stabilisiervorgang und einem Entlastungsvorgang bestehenden
Stabilisiersequenz schrittweise in die endgültige Soll-Lage abgesenkt wird, wobei
automatisch beim Stabilisiervorgang die Auflast auf den Absenkwert erhöht und beim
anschließenden Entlastungsvorgang auf einen Entlastungswert reduziert wird.
[0007] Wie in Fachkreisen allgemein bekannt und in einem Artikel der Zeitschrift "Railway
Track & Structures" März 1984, Seiten 48 bis 52 (siehe insbesondere Seite 48, Spalte
1, Zeilen 39,40 bzw. Spalte 3, Zeilen 7 - 9) auch erwähnt, erfolgt die in der Praxis
erfolgreich verwirklichte Gleisstabilisation unter permanenter Einwirkung des Stabilisationsaggregates
in Verbindung mit einer kontinuierlichen Maschinenvorfahrt. Derartige Gleisstabilisatoren
haben sich im Arbeitseinsatz bereits seit über einem Jahrzehnt weltweit bestens bewährt.
Wie außerdem auf Seite 52 des genannten Artikels, Spalte 2, erwähnt, eignet sich der
Gleisstabilisator aufgrund seiner mit der kontinuierlichen Maschinenvorfahrt verbundenen
hohen Arbeitsleistung besonders für einen gemeinsamen Arbeitseinsatz mit einer ebenfalls
kontinuierlich vorwärtsbewegbaren Hochleistungs-Stopfmaschine.
[0008] Gemäß der im vierten Absatz der Beschreibungseinleitung angeführten Patentliteratur
bestand seit langem der Wunsch, die Gleisstabilisation unter Vereinfachung des maschinellen
und personellen Aufwandes auch mit einer im Arbeitseinsatz schrittweise vorfahrenden
Stopfmaschine zu kombinieren. Sämtliche derartige bekannten Vorschläge konnten jedoch
bisher in der Praxis nicht verwirklicht werden.
[0009] Gemäß den erfindungsgemäßen Verfahrensschritten wird nun der schrittweise Stopfvorgang
erstmals mit einem parallel dazu ebenfalls schrittweise erfolgenden Stabilisiervorgang
kombiniert. Erst durch diese von der bisher praktizierten Vorgangsweise völlig abweichende
alternierende Aufbringung zweier unterschiedlicher Auflasten (Absenk- und Entlastungswert)
während der Stabilisiersequenz ist eine optimale Abstimmung des Stabilisiervorganges
auf den unmittelbar zuvor schrittweise erfolgenden Stopfvorgang gewährleistet. Insbesondere
kann damit eine durch die alternierende Maschinenvorfahrt bedingte unterschiedliche
Stabilisiereinwirkung auf das Gleis und damit dessen unterschiedliche Absenkung ausgeschlossen
werden. Obwohl im Vergleich mit der bekannten kontinuierlichen Arbeitsweise eine Leistungseinbuße
hinzunehmen ist, bietet sich das erfindungsgemäße Verfahren insbesondere zur vereinfachten
Lagekorrektur von kürzeren Gleisabschnitten bei reduziertem maschinellen und personellen
Aufwand an.
[0010] Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen.
[0011] Im folgenden wird die Erfihdung anhand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispieles
näher beschrieben.
[0012] Es zeigen:
Fig. 1 eine Seitenansicht einer ein Stopf- und ein Stabilisationsaggregat aufweisenden
Gleisstopf- und Stabilisiermaschine,
Fig. 2 einen vergrößerten Teil-Querschnitt gemäß der Schnittlinie II in Fig. 1,
Fig. 3 bis 6 schematisch stark vereinfachte Darstellungen des Stopf- und des Stabilisationsaggregates
zur Verdeutlichung des erfindungsgemäßen Verfahrens, und
Fig. 7 bis 9 die einzelnen Vorgänge für die Stopf- und Stabilisiersequenzen darstellende
Diagramme.
[0013] Eine in Fig. 1 dargestellte Gleisstopf- und Stabilisiermaschine 1 weist einen auf
Schienenfahrwerken 2 abgestützten Maschinenrahmen 3 auf, dem am bezüglich der Arbeitsrichtung
(Pfeil 4) hinteren Ende eine Fahr- und Arbeitskabine 5 mit einer zentralen Steuereinrichtung
6 zugeordnet ist. Eine Energieeinheit 7 dient zur Versorgung der verschiedenen Antriebe
sowie eines Fahrantriebes 8. Zur Feststellung von Lagefehlern eines aus Schienen 9
und Schwellen 10 gebildeten Gleises 11 ist ein erstes Bezugsystem 12 vorgesehen. Dieses
setzt sich im wesentlichen aus zwei bezüglich der Maschinenlängsrichtung endseitig
am Maschinenrahmen 3 angeordneten Meßwagen 13, einem mittleren Meßwagen 14 und gespannten
Sehnen 15 zusammen.
[0014] Unmittelbar vor dem hinteren Schienenfahrwerk 2 ist ein Stopfaggregat 16 zur gleichzeitigen
Unterstopfung zweier benachbarter Schwellen 10 vorgesehen. Dieses in Vibration versetzbare
Stopfpickel 17 aufweisende Stopfaggregat 16 ist durch Antriebe 18 höhenverstellbar
ausgebildet. Zur Verdichtung des Schotters unterhalb der zu unterstopfenden Schwellen
10 sind die Stopfpickel 17 in bekannter Weise durch Beistellantriebe 19 in Maschinenlängsrichtung
zueinander beistellbar. Unmittelbar vor dem mittleren Meßwagen 14 ist ein auf dem
Gleis 11 abrollbares Gleishebe-Richtaggregat 20 angeordnet, das durch Antriebe 21
höhen- und seitenverstellbar mit dem Maschinenrahmen 3 verbunden ist. Zum Erfassen
des Gleises 11 sind höhen- und seitenverstellbare Hebewerkzeuge 22 vorgesehen.
[0015] Unmittelbar hinter der Maschine 1 ist ein Stabilisatorfahrzeug 23 mit einem auf einem
Schienenfahrwerk 24 abgestützten Fahrzeugrahmen 25 vorgesehen. Dieser ist mit einem
vorderen Rahmenende 26 durch ein allseitig wirksames Gelenk 27 mit dem Maschinenrahmen
3 der Gleisstopf- und Stabilisiermaschine 1 verbunden. Etwa mittig zwischen dem Gelenk
27 und dem Schienenfahrwerk 24 ist ein Stabilisationsaggregat 28 mit dem Fahrzeugrahmen
25 verbunden. Zur Ermittlung der vertikalen Gleislagefehler ist ein zweites Bezugsystem
29 vorgesehen. Dieses weist einen unmittelbar hinter dem Stabilisationsaggregat 28
am Gleis abrollbaren und höhenverstellbaren Meßwagen 30 auf. Eine in Maschinenlängsrichtung
verlaufende, straffgespannte Sehne 31 ist mit ihrem vorderen Ende am hinteren Meßwagen
13 des ersten Bezugsystems 12 und mit dem hinteren Ende auf einem Achslagergehäuse
50 des Schienenfahrwerkes 24 gelagert. In Fig. 2 noch näher beschriebene Antriebe
des Stabilisationsaggregates 28 werden durch die Energieeinheit 7 mit Energie versorgt.
[0016] Eine obere Begrenzungslinie 32 des Stabilisatorfahrzeuges 23 ist durch den in einer
horizontalen - durch das Gelenk 27 führenden und durch eine strichpunktierte Linie
angedeuteten - Ebene 33 positionierten Fahrzeugrahmen 25 gebildet. Damit ist sichergestellt,
daß eine in der Fahr- und Arbeitskabine 5 befindliche Bedienungsperson die Gleisstopf-
und Stabilisiermaschine 1 problemlos auch in der bezüglich der Arbeitsrichtung entgegengesetzten
Richtung (für eine Überstellfahrt) verfahren kann.
[0017] Wie in Fig. 2 ersichtlich, liegt das Stabilisationsaggregat 28 durch (insgesamt vier)
Spurkranzrollen 34 auf den Schienen 9 des Gleises 11 auf. Jeweils zwei in Maschinenquerrichtung
einander gegenüberliegende Spurkranzrollen 34 sind zur Ausschaltung des Spurspieles
mit einem hydraulischen Spreizantrieb 35 verbunden. In einem mit Antrieben 36, deren
obere Enden am Fahrzeugrahmen 25 angelenkt sind, verbundenen Aggregatgehäuse 37 sind
zwei als Exzenterantriebe ausgebildete Vibratoren 38 gelagert. Diese sind zur Erzeugung
von in Maschinenquerrichtung sowie parallel zu Rotationsachsen 39 der Spurkranzrollen
34 verlaufenden Schwingungen (durch Pfeil 45 angedeutet) ausgebildet. Zwischen den
beiden jeweils derselben Schiene 9 zugeordneten Spurkranzrollen 34 ist eine sogenannte
Rollzange 40 um eine in Maschinenlängsrichtung verlaufende Achse 41 verschwenkbar
am Aggregatgehäuse 37 gelagert. Diese Verschwenkung erfolgt durch einen hydraulischen
Antrieb 42. Am unteren Ende jeder Rollzange 40 ist ein um eine Achse 43 rotierbarer
Rollteller 44 vorgesehen. Durch einen Pfeil 46 ist die unter Beaufschlagung der Antriebe
36 auf das Gleis 11 einwirkende und dessen Absenken in die endgültige Soll-Lage bewirkende
Maximalauflast dargestellt. Mit dem kürzeren Pfeil 47 ist ein im Vergleich zur Maximalauflast
in einem Bereich von 20 bis 100 Prozent reduzierter Entlastungswert bzw. Mindestauflastdruck
angedeutet. Die in vertikaler Richtung auf das Gleis 11 einwirkende Auflast ist stufenlos
bis etwa 300 Kilonewton einstellbar, indem der auf die Antriebe 36 einwirkende Druck
über ein Proportional-Druckventil gesteuert wird. Unter Maximalauflast ist jene Kraft
zu verstehen, mit der das in Querschwingungen versetzte Gleis unter Verdichtung der
Schotterbettung in die Soll-Lage abgesenkt wird. Die Größe der dazu gewählten Maximalauflast
hängt von verschiedenen Parametern, wie z.B. Gleisabsenkhöhe, Einwirkungsdauer, Maschinenbauart
usw. ab.
[0018] In einer alternativen Ausführungsvariante kann das Gelenk 27 auch in der Ebene 33
und in Maschinenlängsrichtung verschiebbar am Maschinenrahmen 3 gelagert sein. Die
Verschiebung erfolgt durch einen Längsverschiebeantrieb 49 (durch strichpunktierte
Linien in Fig. 1 angedeutet). Damit kann beispielsweise auch bei besonders unterschiedlicher
Dauer der Stopfsequenz die Dauer der Stabilisationssequenz weitgehend konstant gehalten
werden.
[0019] Die in Fig. 1 ersichtliche zentrale Steuereinrichtung 6 ist für eine automatische
und gleichzeitige Beaufschlagung von dem Stopfaggregat 16 und dem Stabilisationsaggregat
28 zugeordneten Antrieben 18,36 für eine parallel zur Absenkung des Stopfaggregates
16 erfolgende Steigerung der Auflast von einem niederen Entlastungswert auf die Maximalauflast
ausgebildet. In einer alternativen Ausführung, wie zu Fig. 9 noch näher beschrieben
ist, können die einzelnen Stopf- und Stabilisiersequenzen jedoch auch zeitlich zueinander
verschoben sein, d.h. unterschiedlich lang dauern.
[0020] Anhand der Fig. 3 bis 6, in denen das Stopf- und das Stabilisationsaggregat 16,28
sowie das Gleis 11 schematisch dargestellt sind, wird das erfindungsgemäße Verfahren
im folgenden näher beschrieben. Im Bereich des Stopfaggregates 16 wird das Gleis 11
um den Wert x in eine vorläufige Soll-Lage angehoben (s. kleiner Pfeil in Fig. 3),
in die korrekte Seitenlage gebracht und unterstopft. Zu diesem Zweck ist die Maschinenvorfahrt
unterbrochen. Parallel zum Stopfvorgang erfolgt mit Hilfe des Stabilisationsaggregates
28 in einem Stabilisiervorgang ein kontrolliertes Absenken des bereits unterstopften
Gleises 11 um den Wert y, auch als Setzwertvorgabe bezeichnet, in die endgültige Soll-Lage.
Dazu wird (unter Beaufschlagung der Antriebe 36) eine mit 46 bezeichnete Maximalauflast
auf das Stabilisationsaggregat 28 und damit auf das Gleis 11 aufgebracht. Ein mit
dem Meßwagen 30 verbundener Höhenmeßfühler 48 (Fig. 1) registriert das Erreichen der
gewünschten Gleisabsenkung und reduziert daraufhin automatisch die Maximalauflast
46 unter Bildung eines Entlastungswertes 47 bzw. Mindestauflastdruckes (Fig. 4). Dieser
ist im Vergleich zur Maximalauflast 46 um wenigstens 20 Prozent reduziert und dient
zur Aufrechterhaltung einer sicheren, kraftschlüssigen Führung des Stabilisationsaggregates
28 am Gleis 11. Das ideale Ausmaß der Reduktion ist von verschiedenen Parametern,
wie beispielsweise der Absolutgröße der Maximalauflast 46, Zeitdauer des Stabilisier-
und/oder Entlastungsvorganges, Schwingfrequenz, usw. abhängig.
[0021] Sobald der Stopfvorgang beendet ist, erfolgt ein Anheben des Stopfaggregates 16 und
eine unmittelbar anschließende gemeinsame Vorwärtsbewegung des Stopf- und Stabilisationsaggregates
16,28 unter entsprechender Vorfahrt der Maschine 1 (Fig. 4). Während dieser Vorfahrt
wird das Stabilisationsaggregat 28 in einem als Entlastungsvorgang bezeichneten Sequenzabschnitt
lediglich mit dem Entlastungswert 47 beaufschlagt und bleibt nach wie vor durch Anpressen
der Rollteller 44 an die Schienen 9 kraftschlüssig mit diesen in Eingriff. Die Schwingfrequenz
kann unverändert beibehalten oder wahlweise auch reduziert werden.
[0022] Nach Erreichen der nächstfolgenden Stopfstelle (siehe strichpunktierte Linien des
Stopfaggregates 16 in Fig. 4) erfolgt eine Unterbrechung der Maschinenvorfahrt. Als
nächstes erfolgt unter gleichzeitigem Beaufschlagen der Antriebe 18 und 36 zur Einleitung
des Stopf- bzw. Stabilisiervorganges ein Absenken des Stopfaggregates 16 sowie eine
Erhöhung der Auflast des Stabilisationsaggregates 28 auf den Maximalwert 46 (s. Fig.
5). Nach Erreichen der gewünschten Gleisabsenkung im Bereich des Stabilisationsaggregates
28 (Fig. 6) und dem Abschluß der Unterstopfung im Bereich des Stopfaggregates 16 beginnt
ein neuer Zyklus in der bereits beschriebenen Weise, indem unter Anhebung des Stopfaggregates
16 und Reduktion der Maximalauflast 46 beide Aggregate 16,28 gemeinsam zur nächstfolgenden
Einsatzstelle vorwärtsbewegt werden.
[0023] In den Fig. 7 bis 9 sind die einzelnen Vorgänge des erfindungsgemäßen Verfahrens
sowohl für die Stopfsequenz als auch für die Stabilisiersequenz diagrammäßig dargestellt.
Dabei ist mit "a" der Stopfvorgang und mit "b" die Vorfahrt bezeichnet. Mit den Großbuchstaben
"A" bzw. "B" ist der die Stabilisiersequenz bildende Stabilisier- bzw. Entlastungsvorgang
bezeichnet. "t" steht für die Zeitachse und damit für die Dauer der einzelnen Vorgänge
der genannten Sequenzen.
[0024] Aus dem Diagramm in Fig. 7 geht vor allem hervor, daß der Stopfvorgang a einerseits
und der die Gleisstabilisation einleitende Stabilisiervorgang A andererseits jeweils
gleichzeitig eingeleitet werden. Parallel zu der an den Stopfvorgang a unmittelbar
anschließenden Vorfahrt b erfolgt mit dem Entlastungsvorgang B die Reduktion der Maximalauflast
auf das Stabilisationsaggregat. Damit laufen sowohl die einzelnen Sequenzen als auch
die Sequenzabschnitte synchron ab.
[0025] Aus dem Diagramm gemäß Fig. 8 geht hervor, daß die Stopf- und Stabilisiersequenzen
auch um eine halbe Sequenz zueinander verschoben werden können. Danach findet parallel
zum Stopfvorgang a die Absenkung der Auflast auf den Entlastungswert (Entlastungsvorgang
B) statt. Die Gleisabsenkung (Stabilisiervorgang A) erfolgt parallel zur Vorfahrt
der Maschine 1. Bei diesen in Fig. 7 und 8 aufgezeigten Versionen kann die Dauer des
Stabilisiervorganges insofern zur Abstimmung auf die Dauer des Stopfvorganges angepaßt
werden, als die Größe der Maximalauflast zur Verlängerung des Stabilisiervorganges
beispielsweise reduziert wird.
[0026] Gemäß Fig. 9 dauert der mit der Erhöhung der Auflast eingeleitete Stabilisiervorgang
A der Stabilisiersequenz weniger lang als der parallel dazu gestartete Stopfvorgang
a. Das heißt, daß der Entlastungsvorgang B zu einem (geringeren) Teil bereits während
des Stopfvorganges beginnt und bis zur Absenkung des Stopfaggregates zur Einleitung
des nächstfolgenden Stopfvorganges dauert. In diesem Fall kann bereits nach Beendigung
des Stabilisiervorganges A eine langsame Vorwärtsbewegung des Fahrzeugrahmens 25 durch
Beaufschlagung des Längsverschiebeantriebes 49 eingeleitet werden.
[0027] Gemeinsam ist allen drei in den Fig. 7 bis 9 beispielhaft dargestellten Kombinationen
von Stopf- und Stabilisiersequenzen, daß sich die Stabilisiersequenz jeweils aus einem
Stabilisiervorgang zur Durchführung der Gleisstabilisation und einem unmittelbar daran
anschließenden Entlastungsvorgang zusammensetzt.
1. Verfahren zum Unterstopfen und Stabilisieren eines Gleises, wobei das Gleis in eine
vorläufige Soll-Lage angehoben und schrittweise unterstopft wird, während in Arbeitsrichtung
dahinter das Gleis in horizontal und senkrecht zur Gleislängsrichtung verlaufende
Schwingungen versetzt sowie unter Bildung eines Absenkwertes mit einer vertikalen
Auflast belastet und damit in eine endgültige Soll-Lage abgesenkt wird, dadurch gekennzeichnet,
daß parallel zu der sich kontinuierlich wiederholenden, aus Stopfvorgang und Vorfahrt
zusammengesetzten, Stopfsequenz das Gleis jeweils in einer weiteren, sich kontinuierlich
wiederholenden und aus einem Stabilisiervorgang und einem Entlastungsvorgang bestehenden
Stabilisiersequenz schrittweise in die endgültige Soll-Lage abgesenkt wird, wobei
automatisch beim Stabilisiervorgang die Auflast auf den Absenkwert erhöht und beim
anschließenden Entlastungsvorgang auf einen Entlastungswert reduziert wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß beim Entlastungsvorgang die
Auflast um 20 bis 100 Prozent der Maximalauflast zur Erzielung des Entlastungswertes
reduziert wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die vertikale Auflast
gleichzeitig mit der Einleitung des Stopfvorganges der Stopfsequenz auf den Absenkwert
erhöht wird.
4. Verfahren nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Distanz zwischen
Stopf- und Stabilisiervorgang konstant gehalten wird.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß während des
Entlastungsvorganges die vertikale Auflast zur Bildung des während der Vorfahrt zur
nächstfolgenden Unterstopfung wirksamen Entlastungswertes um wenigstens 50 Prozent
des Absenkwertes reduziert wird.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß parallel zur
Bildung des Entlastungswertes auch die Schwingfrequenz des Gleises reduziert wird.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Umstellung
vom höheren Absenkwert auf den Entlastungswert vor Erreichen der endgültigen Soll-Lage
durchgeführt wird, wobei die restliche Gleisabsenkung durch die Einwirkungen während
des folgenden Entlastungsvorganges erfolgt.
8. Gleisstopf- und Stabilisiermaschine (1) zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch
1, mit einem bezüglich der Arbeitsrichtung vorgeordneten, auf Schienenfahrwerken (2)
abgestützten Maschinenrahmen (3), mit einem durch ein allseitig wirksames Gelenk (27)
mit diesem verbundenen und ein eigenes Bezugsystem (29) für die Gleishöhenlage aufweisenden
Stabilisatorfahrzeug (23) dem ein Stabilisationsaggregat (28) und ein Schienenfahrwerk
(24) zugeordnet ist, wobei dem vorgeordneten Maschinenrahmen (3) ein höhenverstellbares
Stopf- und Gleisheberichtaggregat (16,20) sowie ein Bezugsystem (12) mit auf einem
Gleis (11) abrollbaren Meßwagen (13,14) zugeordnet ist, und wobei das Stopf- und Gleisheberichtaggregat
(20) für eine schrittweise Arbeitsvorfahrt von Schwelle (10) zu Schwelle (10) direkt
am Maschinenrahmen (3) befestigt sind.
9. Maschine nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß eine obere Begrenzungslinie
(32) des Stabilisatorfahrzeuges (23) durch einen in einer horizontalen, durch das
Gelenk (27) führenden Ebene (33) positionierten Fahrzeugrahmen (25) gebildet ist.
10. Maschine nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß dem hinteren, im Bereich des
Gelenkes (27) gelegenen Ende des Maschinenrahmens (3) eine Fahr- und Arbeitskabine
(5) zugeordnet ist.
11. Maschine nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß ein in Arbeitsrichtung hinterer
Meßwagen (13) des dem Stopfaggregat (16) zugeordneten Bezugsystems (12) als vorderster
Meßwagen (13) des dem Stabilisationsaggregat (28) zugeordneten Bezugsystems (29) ausgebildet
ist.
12. Maschine nach einem der Ansprüche 8 bis 11, gekennzeichnet durch eine zentrale Steuereinrichtung
(6) für eine automatische und gleichzeitige Beaufschlagung von dem Stopfaggregat (16)
bzw. dem Stabilisationsaggregat (28) zugeordneten Antrieben (18,36) für eine Höhenverstellung
des jeweiligen Aggregates (16,28).
1. A method for tamping and stabilizing a track in which the track is raised into a temporary
target position and tamped progressively, while following this in the working direction
the track is set vibrating horizontally and at right angles to the longitudinal direction
of the track and is loaded with a vertical load, forming a lowering value, and is
thus lowered into a final target position, characterized in that in parallel with
the continuously recurring tamping sequence composed of the tamping operation and
the advancing movement, in a further continuously recurring stabilizing sequence consisting
of a stabilizing operation and an unloading operation, the track is in each case progressively
lowered into the final target position, the load being automatically increased in
the stabilizing operation to the lowering value and reduced in the subsequent unloading
operation to an unloading value.
2. A method according to claim 1, characterized in that in the unloading operation the
load is reduced by 20 to 100 percent of the maximum load to obtain the unloading value.
3. A method according to claim 1 or 2, characterized in that the vertical load is increased
to the lowering value at the same time as the tamping operation of the tamping sequence
is initiated.
4. A method according to claim 1, 2 or 3, characterized in that the distance between
the tamping and the stabilizing operation is kept constant.
5. A method according to one of claims 1 to 4, characterized in that during the unloading
operation, the vertical load is reduced by at least 50 percent of the lowering value
to form the unloading value operative during the advance to the next tamping operation.
6. A method according to one of claims 1 to 5, characterized in that in parallel with
the formation of the unloading value, the vibration frequency of the track is also
reduced.
7. A method according to one of claims 1 to 6, characterized in that the changeover from
the higher lowering value to the unloading value is effected before the final target
position is reached, the rest of the track lowering occurring as a result of the actions
upon it in the course of the following unloading operation.
8. A track tamping and stabilizing machine (1) for the implementation of the method according
to claim 1, comprising a machine frame (3) arranged in front with respect to the working
direction and supported on on-track undercarriages (2), and a stabilizer vehicle (23)
which is connected thereto by means of a universal joint (27) and has its own reference
system (29) for the vertical track position and with which a stabilization unit (28)
and an on-track undercarriage (24) is assocated, a vertically adjustable tamping-
and track lifting-lining unit (16,20) as well as a reference system (12) with measuring
trolleys (13,14) designed to ride on a track (11) being associated with the machine
frame (3) arranged in front, and, for a progressive working advance from sleeper (10)
to sleeper (10), the tamping- and track lifting-lining unit (20) being fastened directly
to the machine frame (3).
9. A machine according to claim 8, characterized in that a top boundary line (32) of
the stabilizer vehicle (23) is created by a vehicle frame (25) located in a horizontal
plane (33) running through the joint (27).
10. A machine according to claim 9, characterized in that a driver's and operator's cab
(5) is associated with the rear end of the machine frame (3) situated in the region
of the joint (27).
11. A machine according to claim 8, characterized in that a rear measuring trolley (13),
in the working direction, of the reference system (12) associated with the tamping
unit (16) is designed as the front measuring trolley (13) of the reference system
(29) associated with the stabilization unit (28).
12. A machine according to one of claims 8 to 11, characterized by a central control unit
(6) for automatic and simultaneous operation of drives (18,36) associated with the
tamping unit (16) and the stabilization unit (28) respectively, for vertically adjusting
the respective unit (16,28).
1. Procédé pour le bourrage par en dessous et la stabilisation d'une voie ferrée, où
la voie est relevée dans une position de consigne provisoire et est bourrée pas à
pas par en dessous, tandis que dans le sens de travail derrière, la voie est mise
en oscillations s'étendant horizontalement et perpendiculairement à la direction longitudinale
de la voie et, pour former une valeur d'abaissement, est chargée d'une charge verticale
et abaissée ainsi en une position de consigne définitive, caractérisé en ce que parallèlement
à la séquence de bourrage répétée d'une manière continue, constituée de l'opération
de bourrage et de l'avance, la voie est abaissée respectivement lors d'une séquence
de stabilisation ultérieure, répétée continuellement, constituée d'une opération de
stabilisation et d'une opération de décharge, pas à pas dans la position de consigne
définitive, où il est augmenté automatiquement lors de l'opération de stabilisation
la charge à la valeur d'abaissement et est réduite lors de l'opération de décharge
subséquente à une valeur de décharge.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que lors de l'opération de décharge,
la charge est réduite de 20 à 100 pour-cent de la charge maximale pour obtenir la
valeur de décharge.
3. Procédé selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que la charge verticale,
simultanément avec le démarrage de l'opération de bourrage de la séquence de bourrage,
est augmentée à la valeur d'abaissement.
4. Procédé selon la revendication 1, 2 ou 3, caractérisé en ce que la distance entre
l'opération de bourrage et de stabilisation est maintenue constante.
5. Procédé selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que pendant l'opération
de décharge, la charge verticale pour former la valeur de décharge effective pendant
l'avance au prochain bourrage par en dessous est réduite d'au moins 50 pour-cent de
la valeur d'abaissement.
6. Procédé selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que parallèlement
à la formation de la valeur de décharge, également la fréquence d'oscillation de la
voie est réduite.
7. Procédé selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que le changement
de la valeur d'abaissement plus élevée à la valeur de décharge est effectué avant
l'atteinte de la position de consigne définitive, l'abaissement de voie restant ayant
lieu sous les effets pendant l'opération de décharge suivante.
8. Machine de bourrage de voie et de stabilisation (1) pour la mise en oeuvre du procédé
selon la revendication 1, avec un châssis de machine (3) disposé devant relativement
au sens de travail, prenant appui sur des trains de roulement sur rails (2), avec
un véhicule de stabilisation (23) relié par une articulation (27) active de tout côté
à celui-ci et présentant un système de référence propre (29) pour la position en hauteur
de la voie, auquel est associé un appareil de stabilisation (28) et un train de roulement
sur rails (24), où il est associé au châssis de machine disposé devant (3) un appareil
de bourrage et de relevage de voie (16, 20) réglable en hauteur ainsi qu'un système
de référence (12) avec un wagon de mesure (13, 14) pouvant rouler sur une voie (11),
et où l'appareil de bourrage et de relevage de voie (20) est fixé pour une avance
de travail pas à pas de traverse (10) en traverse (10) directement au châssis de machine
(3).
9. Machine selon la revendication 8, caractérisée en ce qu'une ligne de délimitation
supérieure (32) du véhicule de stabilisation (23) est formée par un châssis de véhicule
(25) positionné dans un plan horizontal (33) passant à travers l'articulation (27).
10. Machine selon la revendication 9, caractérisée en ce qu'il est associé à l'extrémité
arrière, située au voisinage de l'articulation (27) du châssis de machine (3) une
cabine de conduite et de travail (5).
11. Machine selon la revendication 8, caractérisée en ce qu'un wagon de mesure (13) arrière
dans le sens de travail du système de référence (12) associé à l'appareil de bourrage
(16) est réalisé comme wagon de mesure le plus avant (13) du système de référence
(29) associé à l'appareil de stabilisation (28).
12. Machine selon l'une des revendications 8 à 11, caractérisée par un dispositif de commande
central (6) pour une sollicitation automatique et simultanée de commandes (18, 36)
associées à l'appareil de bourrage (16) respectivement à l'appareil de stabilisation
(28) pour un réglage en hauteur de l'appareil respectif (16, 28).

