[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorspinnmaschine mit einer maschineninternen Transporteinrichtung
zum Fördern voller Spulen und leerer Hülsen im Bereich der Vorspinnmaschine.
[0002] Da auslaufendes Vorgarn in Ringspinnmaschinen Fadenbrüche verursacht, ist man bestrebt,
leerlaufende Vorgarnspulen gegen volle Vorgarnspulen auszutauschen, bevor sie völlig
leergelaufen sind. Dies führt dazu, daß ausgelaufene, im folgenden als leer bezeichnete,
von der Ringspinnmaschine abgenommene Hülsen nicht ganz leer sind, sondern noch mehr
oder minder große Reste von Vorgarn enthalten. Diese Reste können aus wenigen Windungen
bis zu Schichten von Vorgarn bestehen. Vor Aufstecken der leeren Hülsen auf die Spindeln
von Vorspinnmachine müssen diese Vorgarnreste entfernt werden.
[0003] Es sind Vorrichtungen in vielfältiger Form bekannt, mittels derer solche Vorgarnreste
von Vorgarnhülsen selbsttätig entfernt werden können. In der IPC-Klasse B65H 73/00
sind derartige Vorrichtungen dokumentiert.
[0004] Es ist auch schon bekannt (EP 0 454 897 A1), eine solche Vorrichtung zum Entfernen
von Vorgarnresten von Vorgarnhülsen in einem Transportsystem von Vorgarnspulen zwischen
Ringspinnmaschinen und Vorspinnmaschinen anzuordnen. Hierbei ist an dem Transportweg
der mittels Hängewagen bewegten vollen Spulen und leeren Hülsen eine Umsetzeinrichtung
vorgesehen, mittels derer jeweils eine Gruppe leerer Hülsen aus einem Hängewagen entnommen,
auf Stiftteller umgesetzt und von diesen zur Reinigungseinrichtung gefördert werden.
Von der Reinigungseinrichtung aus werden die von ihren Vorgarnresten befreiten leeren
Hülsen auf den Stifttellern zu einer weiteren Umsetzeinrichtung gefördert, mittels
derer sie wieder gruppenweise in einen Hängewagen umgesetzt werden.
[0005] Es handelt sich dabei also um eine selbständige Einrichtung, deren Integration in
das Transportsystem anlagenindividuell geplant und konstruiert werden muß und deren
Steuerung eine Schnittstelle zur Steuerung des Transportsystems aufweist. Da die Hängewagenzüge
beim Umsetzen der leeren Hülsen stillstehen müssen, ist ihr Einsatz auf individuell
bewegbare Hängewagenzüge beschränkt. Da sie ferner die leeren Hülsen gruppenweise
ohne Rücksicht darauf, ob sie Vorgarnreste enthalten, der Reinigungseinrichtung zuführt,
verursacht sie u.U. unnötige Mehrarbeit.
[0006] Das Ziel der Erfindung war es, das Reinigen der leeren Hülsen von Vorgarnresten mit
geringerem Aufwand an Planungsarbeit, Bauteilen und Steuerungstechnik zu bewerkstelligen.
Die Erfindung geht hierbei von einer Vorspinnmaschine aus, die eine maschineninterne
Transporteinrichtung zum Fördern voller Spulen und leerer Hülsen aufweist. Eine derartige
Transporteinrichtung kann bspw. aus Hängewagenzügen bestehen, die sich vom Flügelbereich
der Vorspinnmaschine zu einem Wechselbereich erstreckt, in dem in diesen Hängewagenzügen
volle Spulen gegen leere Hülsen ausgewechselt werden. Sie sieht vor, dieser Transporteinrichtung
jeder Vorspinnmaschine eine nur ihr zugeordnete Einrichtung zum Entfernen von Vorgarnresten
von ausgelaufenen Vorgarnhülsen zuzustellen.
[0007] Es kann sich hierbei um eine selbständige Einrichtung handeln, die am Verlauf der
Transportvorrichtung der Vorspinnmaschine angeordnet ist. Bevorzugt ist jedoch vorgesehen,
daß die Einrichtung in dem Sinne in die Vorspinnmaschine integriert ist, daß sie eine
Baugruppe der Vorspinnmaschine darstellt, die von deren Maschinenrahmen getragen und
deren Steuerung von der Steuerung der Vorspinnmaschine aus erfolgt oder zumindest
eine Schnittstelle zur Steuerung der Vorspinnmaschine aufweist.
[0008] Wenn die Einrichtung zum Entfernen von Vorgarnresten am Transportweg leerer Hülsen
von der Bestückungsstelle der Transportvorrichtung zu der der Bestückungsstelle nächstgelegenen
Wechsel-Vorhaltestellung einer leeren Hülse angeordnet ist, wird der Vorteil erreicht,
daß dem Wechselbereich der Vorspinnmaschine nur gereinigte Hülsen zugeführt werden
und daß die ausgetauschten Hülsen nicht zusätzlich bewegt werden müssen, um sie der
Reinigungseinrichtung zuzuführen.
[0009] Eine besonders ökonomische Arbeitsweise der Einrichtung zum Entfernen von Vorgarnresten
wird dann erreicht, wenn sie nur an mit Vorgarnresten belegten leeren Hülsen tätig
wird. Dies kann mittels eines Fühlers erreicht werden, der vorgarnrestfreie zugeführte
leere Hülsen fühlt und mit der Einrichtung derart wirkverbunden ist, daß er sie an
derartigen leeren Hülsen nicht tätig werden läßt. Die Anordnung kann jedoch auch so
getroffen sein, daß der Fühler in Abhängigkeit von der erfaßten Menge an Vorgarnrest
den Reinigungsablauf optimiert, d.h. nicht hastig durchführt, wenn die zur Verfügung
stehende Zeit dies nicht erfordert.
[0010] Da es vorkommen kann, daß die Einrichtung zum Entfernen von Vorgarnresten an einzelnen
leeren Hülsen Vorgarnreste nicht vollständig entfernen kann und/oder die Zeit, die
der Einrichtung zu diesem Entfernen von Vorgarnresten im Blick auf ihre Integration
in den Verfahrensablauf zur Verfügung steht, begrenzt ist, ist eine Möglichkeit vorgesehen,
den Ablauf nicht durch derartige Hülsen zu behindern. Diese Möglichkeit besteht in
einem Fühler, der nicht oder jedenfalls in der verfügbaren Zeit nicht vollständig
von Vorgarnresten zu befreiende Vorgarnhülsen fühlt, einem Magazin, das vorgarnrestfreie
leere Hülsen vorhält und einer Vorrichtung, die an den betreffenden Positionen eine
nicht vollständig von Vorgarnresten zu befreiende Vorgarnhülse auswirft und durch
vorgarnrestfreie leere Hülse aus dem Magazin ersetzt.
[0011] Die Einrichtung zum Entfernen von Vorgarnresten kann in beliebiger bekannter Form
ausgeführt sein. Sie kann dazu eingerichtet sein, Vorgarnreste abzusaugen, abzuspulen,
abzubürsten, abzustreifen oder sonst auf geeignete Weise ohne Beschädigung der Hülse
von dieser zu entfernen.
[0012] Die Fühler können ebenfalls in beliebiger bekannter Form ausgeführt sein. Sie können
optoelektronische, mit Reflexfolien auf den Hülsen zusammenwirkende Fühler oder Videoüberwachungsgeräte
sein. Der Abtastbereich der Fühler liegt vorteilhaft in dem Bereich, von dem aus die
Wicklung ihren Anfang nimmt, bei mit Klettband ausgestatteten Hülsen unmittelbar am
Klettband.
[0013] In den Figuren der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele der Erfindung schematisch
dargestellt. Es zeigen
- Fig. 1 bis 3
- Draufsichten auf Vorspinnmaschinen mit erfindungsgemäßer Anordnung der Reinigungsvorrichtung;
- Fig. 4
- eine Seitenansicht der Reinigungsvorrichtung ;
- Fig. 5
- eine Seitenansicht einer Leerhülsenauswechselvorrichtung.
[0014] Wie aus Fig. 1 erkennbar, verlaufen durch den Flügelbereich 2 einer Vorspinnmaschine
1, der ein Kannenfeld 3 zugeordnet ist, zwei Hängebahnen 4 und 5, in denen in den
Fig. 1 bis 3 nicht dargestellte Hängewagenzüge verfahrbar sind, mittels derer in der
Vorspinnmachine volle Spulen gegen leere Hülsen auswechselbar sind. Bauart und Wirkungsweise
einer derartigen Spulenwechselvorrichtung sind aus der DE 42 29 296 A1 bekannt, auf
die insoweit Bezug genommen wird. Die Hängebahnen 4, 5 sind über Verbindungsbahnen
6 und Weichen 7 mit einer Ringhängebahn 8 verbunden, deren beide Trume 9 und 10 sich
parallel hinter der Vorspinnmachine 1 erstrecken.
[0015] Im Bereich dieser Ringhängebahn 8 ist ein Umsetzer 11 angeordnet, der volle Spulen
aus in der Ringhängebahn umlaufenden Hängewagenzügen in in einer weiteren Hängebahn
12 geführte Hängewagenzüge und leere Hülsen aus Hängewagenzügen dieser Hängebahn in
Hängewagenzüge der Ringhängebahn umsetzt. Die weitere Hängebahn 12 führt in einen
nicht dargestellten Verarbeitungs- oder Lagerbereich. Dieser Verarbeitungsbereich
kann aus Ringspinnmaschinen bestehen, in deren Gattern die vollen Spulen abgearbeitet
werden und als leere Spulen zur Vorspinnmachine 1 zurückkehren. Der Lagerbereich kann
in einer Anordnung von Hängebahnabschnitten bestehen, in der Hängewagenzüge mit vollen
Spulen oder mit leeren Hülsen bis zur weiteren Bearbeitung abgestellt werden.
[0016] Um Vorgarnreste, die sich noch auf den in der Hängebahn 12 zurückgeführten und vom
Umsetzer 11 auf die Ringhängebahn 8 umgesetzten leeren Hülsen befinden, von diesen
zu entfernen, ist eine Einrichtung 13 zum Entfernen von Vorgarnresten - im folgenden
kurz Reinigungsvorrichtung genannt - vorgesehen. In der Ausführungsform der Fig. 1
ist diese Reinigungsvorrichtung 13 getrennt von der Vorspinnmachine 1 am Verlauf der
Ringhängebahn 8 angeordnet. Es ist davon ausgegangen, daß die Hängewagenzüge beim
Umsetzvorgang in der Ringhängebahn in dem Uhrzeigersinn entgegengesetzer Richtung
umlaufen. Die Reinigungsvorrichtung 13 ist daher in Laufrichtung der Hängewagenzüge
unmittelbar nach dem Umsetzer 11 in die Ringhängebahn 8 eingestellt.
[0017] In der Ausgangslage befinden sich in der Ringhängebahn 8 zwei mit leeren Hülsen bestückte
Hängewagenzüge, die zum Wechselvorgang in die Hängebahnen 4 bzw. 5 im Flügelbereich
der Vorspinnmachine 1 eingefahren werden. Nach dem Wechselvorgang in der in der DE
42 29 296 A1 näher beschriebenen Weise werden die nunmehr mit vollen Spulen bestückten
Hängewagenzüge wieder in die Ringhängebahn 8 zurückgefahren.
[0018] Zum Umsetzen laufen die Hängewagenzüge in der Ringhängebahn 8 entgegen dem Uhrzeigersinn
um, wobei der Umsetzer 11 jeweils eine oder zwei volle Spulen aus einem Hängewagenzug
in der Ringhängebahn in einen Hängewagenzug der Hängebahn 12 und eine oder zwei leere
Spulen aus einem Hängewagenzug der Hängebahn 12 in einen Hängewagenzug der Ringhängebahn
8 umsetzt. Nach dem Umsetzen in einen Hängewagenzug der Ringhängebahn 8 passieren
die leeren Hülsen die Reinigungsvorrichtung 13 und werden dabei von verbliebenen Vorgarnresten
befreit, sodaß sich in den Hängewagenzügen in der Ringhängebahn 8 nur vorgarnrestfreie
leere Hülsen befinden. Es versteht sich, daß die Reinigungsvorrichtung 13 beim Vorbeilauf
von mit vollen Spulen bestückten Hängewagenzügen nicht tätig wird.
[0019] Die Reinigungsvorrichtung 13 ist zwar von der Vorspinnmachine 1 getrennt, jedoch
durch das Anordnen an der Ringhängebahn 8 der Vorspinnmachine nur dieser zugeordnet
und reinigt nur leere Hülsen an dieser Vorspinnmachine. Die Reinigungsvorrichtung
13 ist autark, d.h. in ihrem Aufbau, ihrer Energieversorgung usw. völlig selbständig
und in der Steuerung ihrer Arbeitsweise nur vom Umlauf der leeren Hülsen in der Ringhängebahn
8 abhängig. Sie kann daher ohne weiteres als Option zur Vorspinnmachine 1 angeboten
oder auch nachträglich einer Vorspinnmachine zugestellt werden.
[0020] In der Ausführungsform der Fig. 2 ist die Reinigungsvorrichtung 13 in die Vorspinnmachine
1 integriert, d.h. sie ist konstruktiv und funktionsmäßig Teil der Vorspinnmachine.
Die Ringhängebahn 8 ist zu diesem Zweck durch das Maschinengestell 14 der Vorspinnmachine
geführt. Die Steuerung der Arbeitsweise der Reinigungsvorrichtung 13 erfolgt allerdings
auch in diesem Falle nur indirekt von der Vorspinnmachine 1 aus nach Maßgabe der Bewegung
der Hängewagenzüge mit leeren Hülsen in der Ringhängebahn 8. Der Umlauf der Hängewagenzüge
in der Ringhängebahn 8 erfolgt hier im Uhrzeigersinn.
[0021] In der Ausführungsform der Fig.3 weist die Vorspinnmachine 1 eine Spulenwechselvorrichtung
auf, bei der die Hängebahnen 4 und 5 nicht in eine Ringhängebahn münden, sondern in
je eine Parkbahn 15 bzw. 16 verlängert sind. Unterhalb dieser Parkbahnen 15, 16 ist
in einer heb- und senkbaren Bank 17 eine endlose Kette 18 geführt, die volle Spulen
aus in den Parkbahnen stehenden Hängewagenzügen übernimmt bzw. leere Hülsen in diese
Hängewagenzüge einklinkt. Die endlose Kette 18 ist zum Umsetzer 11 geführt, der wie
vorstehend beschrieben den Austausch der vollen Spulen und leeren Hülsen in die bzw.
aus der Hängebahn 12 vornimmt.
[0022] Die Reinigungsvorrichtung 13 ist hier ebenfalls als Teil der Vorspinnmachine 1 ausgebildet
und so angeordnet, daß die Kette 18 durch diese Reinigungsvorrichtung verläuft. Die
Kette 18 läuft hier ebenfalls im Uhrzeigersinn um.
[0023] In Fig. 4 ist bei 9 eine Schiene der Ringhängebahn 8 oder eine der Parkbahnen 15,
16 dargestellt, in der ein Hängewagenzug 19 mittels Rollenpaaren 20 verfahrbar ist.
Das Verfahren wird durch Reibradpaare 21 bewirkt, die durch Elektromotoren 22 antreibbar
sind. An dem Hängewagenzug 19 hängen mittels Hängehaltern 23 leere Hülsen 24, die
noch Vorgarnreste 25 aufweisen. Die leeren Hülsen 24 können in der Arbeitsposition
mittels eines durch einen Elektromotor 26 antreibbaren Rollenpaares 27 in Drehung
versetzt werden.
[0024] Am Bewegungsweg der leeren Hülsen 24 ist eine sich über die ganze Bewicklungshöhe
der Hülse erstreckende Saugdüse 28 angeordnet, die über eine rotierende Siebtrommel
29 mit einer Saugzugquelle in Form eines über einen Elektromotor 30 angetriebenen
Ventilators 31 verbunden ist. Es kann jedoch auch eine schmale und damit eine höhere
Saugwirkung ausübende, der Absaugstelle nachgeführte Saugdüse verwendet werden. Insbesondere
ist jedoch vorgesehen, in Abhängigkeit von der zur Verfügung stehenden Taktzeit mehr
als nur ein Absaugaggregat, bspw. deren zwei nebeneinander einzusetzen, so daß jeweils
zwei Hülsen gleichzeitig abgesaugt werden können. Der Drehantrieb der Siebtrommel
29 ist hier der Übersichtlichkeit halber nicht dargestellt. Unterhalb der Siebtrommel
29 befindet sich ein Auffangbehälter 32 für abgesaugte Vorgarnfäden.
[0025] Am Bewegungsweg der leeren Hülsen 24 ist ferner ein optoelektronischer Fühler 33
angebracht, der die vorbeilaufenden leeren Hülsen 24 auf das Vorhandensein von Vorgarnresten
25 abtastet. Der Fühler 33 kann auf ein Klettband 34 auf der Hülse gerichtet und so
ausgebildet sein, daß er den Farb- oder Helligkeitsunterschied zwischen einem vorgarnrestfreien
bzw. einem mit Vorgarn belegten Klettband erkennen kann. Der Fühler 33 kann jedoch
auch auf eine auf der Hülse angeordnete Reflexfolie 35 gerichtet und so ausgebildet
sein, daß er den Unterschied zwischen einer vorgarnrestfreien bzw. einer mit Vorgarn
belegten Reflexfolie erkennen kann.
[0026] Der Fühler 33 ist mit einer Steuervorrichtung 36 verbunden, die den Elektromotor
22 des Reibradpaares 21, den Elektromotor 26 des Rollenpaares 27 und den Elektromotor
30 des Ventilators 31 steuert.
[0027] Fig. 5 zeigt eine Stelle am Bewegungsweg der leeren Hülsen in der Reinigungsvorrichtung
13, an der eine Hülsenaustauschvorrichtung 37 angeordnet ist. Diese Stelle kann mit
derjenigen, an der die Absaugvorrichtung angeordnet ist, identisch sein. Bevorzugt
ist aber vorgesehen, die beiden Bearbeitungsstellen entlang des Bewegungsweges der
Hülsen versetzt anzuordnen, insbesondere deshalb, weil auch bei mehreren Absaugstellen
in der Regel nur eine Austauschstelle vorgesehen ist. Die Hülsenaustauschvorrichtung
37 besteht aus einem mittels eines Elektromotors 38 in seiner Längsmitte um eine senkrechte
Achse um 180° schwenkbaren, doppelarmigen Schwenkarm 39, an dessen Enden Hülsengreifer
40 in Form von Zapfen angeordnet sind, die von unten in die rohrförmigen Hülsen eintreten
können. Der Schwenkarm 39 ist ferner mittels eines weiteren Elektromotors 41, der
mit einem Ritzel 42 in eine Zahnstange 43 eingreift, heb- und senkbar.
[0028] Dem Schwenkarm 39 ist ein Leerhülsenmagazin 44 in Form einer mittels eines Elektromotors
45 drehbaren Scheibe 46 zugeordnet, an der mittels Hängehaltern 23 vorgarnrestfreie
leere Hülsen 24 vorgehalten werden. Der Hülsenaustauschvorrichtung 37 ist ein Fühler
zugeordnet, bei dem es sich um den gleichen Fühler 33 handeln kann, der im Zusammenhang
mit der Reinigungsvorrichtung 13 beschrieben ist. Der Fühler ist wiederum mit einer
Steuervorrichtung verbunden, bei der es sich ebenfalls um die bereits beschriebene
Steuervorrichtung 36 handeln kann. Die Steuervorrichtung 36 ist hier noch mit den
Elektromotoren 38, 41 und 45 verbunden.
[0029] Beim Vorbeilauf der Hängewagenzüge 19 im Zuge des Auswechselns voller Spulen gegen
leere Hülsen durch den Umsetzer 11 am Fühler 33 tastet dieser die leeren Hülsen 24
auf verbliebene Vorgarnreste ab. Wenn er einen Vorgarnrest erkennt, setzt er über
die Steuervorrichtung 34 durch Ansteuern des die Reibradpaare 21 antreibenden Elektromotors
22 den Hängewagenzug so still bzw. verhindert er dessen Weiterlauf, daß sich die Hülse
vor der Saugdüse 28 befindet. Gleichzeitig schaltet er den Elektromotor 26 des Rollenpaares
27 und den Elektromotor 30 des Ventilators 31 ein, sodaß die verbliebenen Vorgarnreste
von der bzw. den in Arbeitsstellung stehenden leeren Hülse abgerollt und abgesaugt
werden.
[0030] Die abgesaugten Vorgarnreste fallen von einem gegen den Saugzug abgedeckten Bereich
der Siebtrommel 29 in den Auffangbehälter 32 ab. Falls mehrere Absaugstellen 37 vorgesehen
sind, erfolgen diese Schritte parallel an allen Absaugstellen.
[0031] Die Reinigungsvorrichtung 13 kann während einer abgemessenen Zeitdauer auf eine leere
Hülse einwirken, die normalerweise ausreicht, verbliebene Vorgarnreste zu entfernen.
Es ist jedoch auch möglich, in nicht näher dargestellter Weise in der Saugdüse 28
bzw. in einem an sie anschließenden Kanal einen bspw. optoelektronischen Fühler anzuordnen,
der anspricht, wenn kein Vorgarn mehr abgesaugt wird und im Gefolge dessen das Absaugen
beendet. Wenn der Fühler 33 nach Ablauf der vorgesehenen Zeit feststellt, daß die
leere Hülse doch noch Vorgarnreste enthält, veranlaßt er den Ersatz dieser offenbar
nicht selbsttätig oder nicht in der vorgesehenen Taktzeit vollständig zu reinigenden
Hülse durch eine vorgarnrestfreie Hülse aus dem Leerhülsenmagazin 44. Zu diesem Zweck
veranlaßt die Steuervorrichtung 36 durch Einschalten des Elektromotors 41 Anheben
und Senken des Schwenkarmes 39 und damit Ausklinken der vorgarnrestbehafteten leeren
Hülse aus dem Hängewagenzug 19 und einer vorgarnrestfreien leeren Hülse aus dem Leerhülsenmagazin
44. Durch Einschalten des Elektromotors 38 wird der Schwenkarm 39 um eine halbe Umdrehung
gedreht und damit die erfaßten Hülsen rochiert. Durch erneutes Einschalten des Elektromotors
41 wird der Schwenkarm wieder gehoben und gesenkt und damit die leeren Hülsen in den
Hängewagenzug 19 bzw. in das Leerhülsenmagazin 44 eingeklinkt.
[0032] Durch Einschalten des Elektromotors 45 wird anschließend die Scheibe 46 um eine Teilung
weitergedreht und damit eine neue vorgarnrestfreie leeren Hülse in die Wechselposition
gebracht. Die vorgarnbehaftete leere Hülse kann von Hand aus dem Leerhülsenmagazin
44 entnommen, gereinigt und wieder in das Leerhülsenmagazin eingehängt werden.
Bezugszahlenliste
[0033]
- 1
- Vorspinnmaschine
- 2
- Flügelbereich
- 3
- Kannenfeld
- 4, 5
- Hängebahnen
- 6
- Verbindungsbahn
- 7
- Weichen
- 8
- Ringhängebahn
- 9, 10
- Trume der Ringhängebahn
- 11
- Umsetzer
- 12
- Hängebahn
- 13
- Reinigungseinrichtung
- 14
- Maschinengestell
- 15, 16
- Parkbahnen
- 17
- Bank
- 18
- Kette
- 19
- Hängewagenzug
- 20
- Rollenpaar
- 21
- Reibradpaar
- 22
- Elektromotor
- 23
- Hängehalter
- 24
- Leere Hülse
- 25
- Vorgarnrest
- 26
- Elektromotor
- 27
- Rollenpaar
- 28
- Saugdüse
- 29
- Siebtrommel
- 30
- Elektromotor
- 31
- Ventilator
- 32
- Auffangbehälter
- 33
- Fühler
- 34
- Klettband
- 35
- Reflexfolie
- 36
- Steuervorrichtung
- 37
- Hülsenaustauschvorrichtung
- 38
- Elektromotor
- 39
- Schwenkarm
- 40
- Hülsengreifer
- 41
- Elektromotor
- 42
- Ritzel
- 43
- Zahnstange
- 44
- Leerhülsenmagazin
- 45
- Elektromotor
- 46
- Scheibe
1. Vorspinnmaschine mit einer maschineninternen Transporteinrichtung zum Fördern voller
Spulen und leerer Hülsen im Bereich der Vorspinnmaschine, dadurch gekennzeichnet,
daß der Transportvorrichtung (15; 33) der Vorspinnmaschine (1) eine Einrichtung (13)
zum Entfernen von Vorgarnresten (25) von leeren Hülsen (24) zugeordnet ist.
2. Vorspinnmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Einrichtung (13)
zum Entfernen von Vorgarnresten (25) der Vorspinnmaschine (1) beigestellt ist.
3. Vorspinnmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Einrichtung (13)
zum Entfernen von Vorgarnresten (25) in die Vorspinnmaschine (1) integriert ist.
4. Vorspinnmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Einrichtung (13)
zum Entfernen von Vorgarnresten (25) am Transportweg leerer Hülsen (24) von der Bestückungsstelle
der Transportvorrichtung (15, 33) zu der der Bestückungsstelle nächstgelegenen Wechsel-Vorhaltestellung
einer leeren Hülse angeordnet ist.
5. Vorspinnmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Einrichtung (13)
zum Entfernen von Vorgarnresten (25) einen Vorgarnreste auf den leeren Hülsen (24)
fühlenden Sensor (33) aufweist, der die Einrichtung nur an mit Vorgarnresten belegten
leeren Hülsen tätig werden läßt.
6. Vorspinnmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Einrichtung (13)
zum Entfernen von Vorgarnresten (25)
- einen Fühler (33) zum Fühlen nicht vollständig von Vorgarnresten befreiter leerer
Hülsen (24),
- ein Magazin (44) mit vorgarnrestfreien leeren Hülsen und
- eine Vorrichtung (71, 73,) zum Austausch nicht vollständig von Vorgarnresten befreiter
leerer Hülsen (24) gegen vorgarnrestfreie leere Hülsen aus dem Magazin
aufweist.