[0001] Die Erfindung betrifft eine Ablaufgarnitur mit einem Geruchverschluß und einer Abdeckung
für einen waschtisch o. dgl.
Aus der Druckschrift EP 0 234 291 B1 ist eine derartige Einrichtung bekannt. Hierbei
ist die Abdeckung als separates Element ausgebildet, welches einerseits an dem Waschtisch
und andererseits an der Gebäudewand zu befestigen ist. Die Ablaufgarnitur mit dem
Röhrengeruchverschluß ist hierbei unabhängig zu der Abdeckung an dem Waschtisch angeschlossen.
Außerdem ist bei dieser bekannten Einrichtung ein besonderer Waschtisch mit einer
Anlagekante für die Abdeckung erforderlich. Auch dürfte die Herstellung der Abdeckung
und die Installation des Waschbeckens mit der Abdeckung relativ aufwendig sein.
[0002] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Ablaufeinrichtung für Waschtische
o. dgl. zu schaffen, die einfach und kostengünstig herstell- und installierbar ist,
wobei eine ansprechende Formgestaltung der Abdeckung ermöglicht sein soll.
[0003] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Ablaufgarnitur, der Geruchverschluß
und eine Abdeckhaube als Baueinheit zu einem Anschlußmodul zusammengefaßt sind, wobei
die Abdeckhaube an der Ablaufgarnitur und/oder im Bereich des Geruchverschlusses gehalten
ist.
Weitere Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Ansprüchen 2 bis 12 angegeben.
[0004] Die mit der Erfindung erreichten Vorteile bestehen insbesondere darin, daß die einzelnen
Elemente der Ablaufeinrichtung in einem Modul zusammengefaßt sind, das an handelsüblichen
Waschtischen ohne besondere Einrichtung angeordnet werden kann. Darüber hinaus kann
vorteilhaft die Abdeckhaube und die Geruchverschlußausbildung aus Kunststoff kostengünstig
hergestellt werden. Hierbei können preiswerte Farbvarianten durch eingefärbte Kunststoffe,
durch Einsatz der Inmould-Folientechnologie oder vergleichbare Verfahren erzeugt werden.
[0005] Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der Zeichnung dargestellt und werden im
folgenden näher beschrieben. Es zeigt
- Figur 1
- eine Ablaufeinrichtung für einen Waschtisch im Längsschnitt, wobei die Abdeckhaube
verkürzt dargestellt ist;
- Figur 2
- die Ablaufeinrichtung gemäß Figur 1 um 90° gedreht im Längsschnitt;
- Figur 3
- die in Figur 1 gezeigte Ablaufeinrichtung an einem Waschtisch installiert mit abgezogenen
Abdeckhauben in Perspektivansicht;
- Figur 4
- die in Figur 1 gezeigte Ablaufeinrichtung, installiert an einem Waschtisch in Perspektivansicht,
wobei an der Abdeckhaube zusätzlich ein Betätigungselement für ein Ablaufventil vorgesehen
ist;
- Figur 5
- ein anderes Ausführungsbeispiel einer Ablaufeinrichtung im Längsschnitt;
- Figur 6
- die Ablaufeinrichtung gemäß Figur 5 um 90° gedreht in der Rückansicht;
- Figur 7
- die in Figur 6 gezeigte Abdeckhaube in Draufsicht.
[0006] Der Einfachheit halber sind bei den Ausführungsbeispielen in der Zeichnung gleiche
oder entsprechende Elemente mit jeweils gleichen Bezugszeichen versehen. Das in den
Figuren 1, 2 und 3 gezeigte Anschlußmodul 1 wird im wesentlichen von einer Ablaufgarnitur
2, einem Tassengeruchverschluß 30, einer U-förmigen Abdeckhaube 4, einer U-förmigen
Haube 40 und einer Abflußleitung 6 gebildet. Die Abdeckhaube 4 und die Haube 40 sind
an der U-Basis halbrundförmig ausgebildet.
[0007] Die Ablaufgarnitur 2 besteht aus einem Formstück mit einem Fallrohr 21 und einem
Kelchstück 24, mit dem die Ablaufgarnitur 2 gedichtet in einem Waschtisch 5 befestigt
ist. An dem Kelchstück 24 ist mit einer Überwurfmutter 26 das Formstück mit dem Fallrohr
21 befestigt. Die Überwurfmutter 26 liegt dabei an einer Schulter eines auf dem Formstück
aufgeschnappten Sprengring 27 an. Das Fallrohr 21 ist mit seinem unteren Bereich gedichtet
in den Tassengeruchverschluß 30 hineingeführt, wobei der Abstand zum Kelchstück 24
entsprechend dem Kanalanschluß für die Abflußleitung 6 axial verstellbar ausgebildet
ist. Der Tassengeruchverschluß 30 weist dabei einen flaschenförmigen Körper auf, in
dem konzentrisch zu einem Mantelgehäuse ein Innenrohr 302 einstückig ausgebildet ist.
Am oberen Bereich des äußeren Mantelrohrs ist ein radial angeordneter Anschlußstutzen
303 ausgebildet, auf dem die Abflußleitung 6 gedichtet aufschiebbar ist. Am unteren
Bereich des Tassengeruchschlusses 30 ist eine Verschlußkappe 304 in dem äußeren Mantelbereich
gedichtet eingeschraubt, derart, daß das durch das Fallrohr 21 und das Innenrohr 302
einströmende Wasser im Bereich der Verschlußkappe 304 in den äußeren Ring zwischen
Außenwandung und Innenrohr 302 aufsteigen und über den Anschlußstutzen 303 in die
Abflußleitung 6 strömen kann. Die Verschlußkappe 304 dient in erster Linie zur Reinigung
des Tassengeruchverschlusses 30. Der Tassengeruchverschluß 30 mit dem Fallrohr 21
und die Abflußleitung 6 sind dabei aus Kunststoff im Spritzgußverfahren hergestellt.
[0008] In dem Formstück des Fallrohrs 21 ist in einem T-Ansatz ein Schwenkhebel 28 angeordnet,
der mit seinem inneren Hebelarm durch eine Schwenkbewegung ein Ablaufventil 25 in
bekannter Weise betätigt, wie es insbesondere aus Figur 3 der Zeichnung zu entnehmen
ist.
[0009] An der Ablaufgarnitur 2 im Bereich des Formstücks des Fallrohrs 21 ist eine radial
vorstehende ringförmige Rippe 22 angeformt. In gleicher Weise sind an der Mantelfläche
des Tassengeruchverschluß 30 ebenfalls zwei ringförmige Rippen 301 angeformt.
[0010] Außerdem ist auf der Abflußleitung 6 eine Hülse 60 angeordnet. Die Hülse 60 weist
eine äußere umlaufende Ringnut 61 auf und hat einen Ansatz mit einer umlaufenden Ringfeder
62, die so dimensioniert ist, daß die Hülse 60 mit einer bestimmten Schwergängigkeit
auf der Abflußleitung 6 verschiebbar ist. Auf dieser Anordnung ist die Haube 40 mit
Stützrippen 401 aufsteckbar, wobei die eine Stützrippe 401 in die umlaufende Ringnut
61 einfaßt und damit eine Axialsicherung bewerkstelligt, während eine zweite Stützrippe
401 lediglich den Abstand zur Abflußleitung 6 sichert. Beide Stützrippen 401 können
dabei so ausgebildet sein, daß sie schnappend in der Stecklage die Haube 40 sichern.
Zum dichten Wandanschluß weist die Hülse 6 außerdem einen Ringvorsprung 63 auf.
[0011] Nach der Installation der Ablaufgarnitur 2 mit dem Tassengeruchverschluß 30 und der
Abflußleitung 6 mit der Haube 40 wird die Abdeckhaube 4 von vorne in vertikaler Anordnung
auf die Ablaufgarnitur 2 und den Tassengeruchverschluß 30 aufgeschoben. Hierbei gelangen
die Rippen 22, 301 in entsprechende ringförmige Aufnahmenuten 41, die an der Innenseite
der U-förmig ausgebildeten Abdeckhaube 4 angeformt sind, in Eingriff und haltern die
Abdeckhaube 4 nach dem endgültigen Einschieben in der Stecklage. Hierbei wird außerdem
der Tassengeruchverschluß 30 in seiner Axiallage zur Ablaufgarnitur 2 gesichert. Durch
die rasterförmig angeordneten Aufnahmenuten 41 an der Innenseite der Abdeckhaube 4
ist eine feinfühlig gestufte Anpassung an die unterschiedlichen Einbaumodalitä-ten
gewährleistet.
Die Abdeckhaube 4 und die Haube 40 sind im Spritzgußverfahren hergestellt und nach
der Inmould-Folientechnologie beschichtet, so daß die steckbaren Hauben 4, 40 kostengünstig
mit unterschiedlichem Dekor, wie Farben- und/oder Oberflächenstruktur, hergestellt
werden können.
[0012] Das in Figur 4 gezeigte Ausführungsbeispiel entspricht im wesentlichen dem vorstehend
beschriebenen. Lediglich für das Ablaufventil 25 ist an der Abdeckhaube 4 ein schieberartiges
Betätigungselement 44 ausgebildet. Mit dem Betätigungselement 44 kann das Ablaufventil
25 geöffnet und geschlossen werden.
[0013] Ein anderes Ausführungsbeispiel der Ablaufeinrichtung ist in den Figuren 5 bis 7
dargestellt.
An einem zum Teil dargestellten Waschtisch 5 ist mit einem Kelchstück 24 und einer
Hohlschraube 240, in der ein Stößel des Ablaufventils geführt wird (in der Zeichnung
nicht dargestellt), die Ablaufgarnitur 2 gedichtet befestigt. Mit einer Überwurfmutter
26 ist an der Ablaufgarnitur 2 ein Fallrohr 21 angeschlossen. An dem Fallrohr 21 ist
mit einer weiteren Überwurfmutter 310 ein Wellrohr 31 angeschlossen, welches am anderen
Endbereich mit einer weiteren Überwurfmutter 310 mit der Abflußleitung 6 verbunden
ist. Das Wellrohr 31 ist dabei U-bogenförmig als Geruchverschluß formbar, wobei das
Wellrohr 31 darüber hinaus entsprechend der erforderlichen Länge in bekannter Weise
auseinander- oder zusammenschiebbar ist. Um eine vorgeschriebene Mindest-U-Bogenlänge
zu erreichen, ist außerdem ein brillenförmiger Halter oberhalb der Überwurfmutter
310 auf dem Fallrohr 21 angeordnet, wobei durch die andere parallel liegende Öffnung
des Halters 311 das Wellrohr 31 hindurchgeführt und nach einem 90° Bogen an die Abflußleitung
6 angeschlossen ist, die in die Gebäudewand 51 in den Abflußkanal (in der Zeichnung
nicht dargestellt) führt.
Auf der Abflußleitung 6 ist radial eine Haube 40 aufgesteckt, wobei am zur Gebäudewand
51 gelegenen Endbereich eine Stützrippe 401 angeformt ist, mit der die Haube 40 radial
auf die Abflußleitung 6 aufgeschoben werden kann und in der Stecklage schnappend gehalten
ist.
In vertikaler Richtung auf die installierte Ablaufgarnitur 1 mit dem Wellrohr 31 kann
von vorne wiederum eine Abdeckhaube 4 aufgeschoben werden. Hierzu ist im Mantelbereich
der Ablaufgarnitur 2 eine ringförmige Aufnahmenut 23 ausgebildet, in die in der Stecklage
eine an der Innenwandung der Abdeckhaube 4 ausgebildete Ringrippe 42 einfaßt. Im Bereich
des Fallrohrs 21 ist eine weitere Stützrippe 43 in der Abdeckhaube 4 ausgebildet.
Außerdem ist an den beiden Seitenwänden an der Innenseite im mittleren Bereich jeweils
eine Reihe parallel zueinander angeordneter rillenförmiger Mulden 402 eingeformt.
In eine der Mulden 402 faßt ein balliger Bereich 44 der Abdeckhaube 40, wie es insbesondere
aus Figur 6 zu entnehmen ist, in der Stecklage ein, so daß die Haube 40 mit Hilfe
der Rippe 401 und einer der rillenförmigen Mulden 402 in der Stecklage gehaltert ist.
Mit Hilfe der parallelen nebeneinander angeordneten rillenförmigen Mulden 402 ist
eine Anpassung an die unterschiedlichen Installationsgegebenheiten gewährleistet.
Damit die Abdeckhaube 4 in der Stecklage sicher an die Ablaufgarnitur 2 und dem Fallrohr
21 gehaltert ist, ist die Ringrippe 42 und die Stützrippe 43 jeweils mit gegenüberliegenden
Schnappnasen 420 versehen, wie es insbesondere aus Figur 7 zu entnehmen ist. Außerdem
weist die Abdeckhaube 4 eine untere Stirnfläche 45 zum Schutz des Wellrohrs 31 auf.
Auch die Rippe 401 ist mit Schnappnasen 420 zur sicheren Halterung der Haube 40 in
der Stecklage versehen, wie es aus Figur 6 der Zeichnung zu entnehmen ist.
1. Ablaufgarnitur mit einem Geruchverschluß und einer Abdeckung für einen Waschtisch
o. dgl., dadurch gekennzeichnet, daß die Ablaufgarnitur (2), der Geruchverschluß (30,
31) und eine Abdeckhaube (4) als Baueinheit zu einem Anschlußmodul (1) zusammengefaßt
sind, wobei die Abdeckhaube (4) an der Ablaufgarnitur (2) und/oder im Bereich des
Geruchverschlusses (30, 31) gehalten ist.
2. Ablaufgarnitur nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Abdeckung zweiteilig
ausgebildet ist, wobei eine erste U-förmige Abdeckhaube (4) von vorn über den Geruchverschluß
(30, 31) und die Ablaufgarnitur (2) übergeschoben und vertikal unter dem Waschtisch
angeordnet ist, während eine zweite schmalere U-förmige Haube (40) etwa waagerecht
auf einer Abflußleitung (6) angeordnet ist, wobei sie mit dem einen Endbereich in
die Abdeckhaube (4) einfaßt und drehfest gehalten ist.
3. Ablaufgarnitur nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Abdeckhaube (4) und/oder
die Haube (40) an der U-Basis halbrundförmig ausgebildet sind.
4. Ablaufgarnitur nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß ein Tassengeruchverschluß
(30) vorgesehen ist und an der Ablaufgarnitur (2) und am Tassengeruchverschluß (30)
jeweils wenigstens eine radial vorstehende Rippe (22, 301) angeformt ist, die beim
Aufstecken der Abdeckhaube (4) in entsprechenden Nuten (41) der Abdeckhaube (4) einfassen,
wodurch einerseits der Tassengeruchverschluß (30) an der Ablaufgarnitur (2) axial
gesichert und andererseits die Abdeckhaube (4) in der Stecklage gehaltert ist.
5. Ablaufgarnitur nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die schmalere
Haube (40) mit Stützrippen (401) versehen ist, von denen in der Stecklage eine an
der Wandung der Abflußleitung (6) direkt aufliegt, während eine zweite zur zusätzlichen
Axialsicherung in eine Ringnut (61) einer mit einer bestimmten Schwergängigkeit auf
der Abflußleitung (6) verschiebbaren Hülse (60) einfaßt.
6. Ablaufgarnitur nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß als Geruchverschluß
ein S-förmig angeordnetes Wellrohr (31) vorgesehen ist, und an der Ablaufgarnitur
(2) wenigstens eine ringförmige Aufnahmenut (23) vorgesehen ist, in die zur Halterung
die Abdeckhaube (4) mit einer elastisch aufweitbaren offenen Ringrippe (42) in der
Stecklage einschnappt, wobei zur Verrastung zwei gegenüberliegende Schnappnasen (420)
an der Ringrippe (42) ausgebildet sind.
7. Ablaufgarnitur nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß axial versetzt zu der
ersten Ringrippe (42) eine weitere Stützrippe (43) mit Schnappnasen (420) an der Abdeckhaube
(4) ausgebildet ist, die in der Stecklage ein Fallrohr (21) der Ablaufgarnitur (2)
teilweise umfaßt.
8. Ablaufgarnitur nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß an einer
Seitenfläche der Abdeckhaube (4) ein Betätigungselement (44) für ein Ablaufventil
(25) der Ablaufgarnitur (2) angeordnet ist.
9. Ablaufgarnitur nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Abdeckhaube
(4) und/oder die Haube (40) aus Kunststoff hergestellt ist.
10. Ablaufgarnitur nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Nuten
(41) oder die rillenförmigen Mulden (402) rasterförmig an der Innenwandung der Abdeckhaube
(4) angeordnet sind, so daß eine Anpassung an die Installationsgegebenheiten ermöglicht
ist.
11. Ablaufgarnitur nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß der
Geruchverschluß (30, 31) und/oder das Fallrohr (21) mit dem Formstück aus Kunststoff
hergestellt sind.
12. Ablaufgarnitur nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Abdeckhaube (4) und/oder
die Haube (40) im spritzgußverfahren hergestellt und nach der Inmould-Folientechnologie
beschichtet ist.