[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Treppensanierung nach dem Oberbegriff
des Schutzanspruchs 1.
[0002] Aus DE-U-93 15 339 ist eine Vorrichtung zur Sanierung von Treppen mit stark ausgetretenen
oder beschädigten Trittkanten bekannt. Zur Sanierung der Treppe wird auf die Oberseite
der alten Trittstufe eine neue Trittstufe aufgelegt, deren Vorderkante bündig mit
der vertikalen Vorderseite der alten Trittstufe abschließt. Der vertikale lange Schenkel
eines im wesentlichen L-förmigen Winkelstücks wird mit der Vorderseite der alten Trittstufe
verschraubt. Der kurze horizontale Schenkel des Winkelstücks weist an seiner Unterseite
eine längslaufende Nut auf, in die eine Feder einer die Vorderseite des Winkelstücks
abdeckenden Frontblende eingreift. Ferner weist der vertikale Schenkel des Winkelstücks
eine Feder auf, die passend in einer Nut der Frontblende sitzt. In Verlängerung des
kurzen Schenkels des Winkelstücks ist ein nach innen weisender Ansatz vorgesehen,
der die Vorderkante der neuen Trittstufe übergreift.
[0003] Nachteilig ist, daß sich in das Winkelstück der bekannten Vorrichtung zur Treppensanierung
nur vorgefertigte mit einer entsprechenden Profilierung, d.h. mit einer Feder oder
einer Nut versehene Frontblenden passend einsetzen lassen.
[0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zur Treppensanierung der
im Oberbegriff des Schutzanspruchs 1 angegebenen Art zu schaffen, deren Frontblende
aus einer Leiste mit rechteckförmigem Querschnitt zugeschnitten werden kann und sich
auf einfache Weise einsetzen läßt.
[0005] Die Lösung der Aufgabe erfolgt erfindungsgemäß mit den Merkmalen des Patentanspruchs
1.
[0006] Die erfindungsgemäße Vorrichtung zur Treppensanierung weist zwei Proflischienen auf.
Die erste Proflischiene ist mit der Vorderseite der alten Treppenstufe verschraubt,
während die zweite Profilschiene passend in die erste Profilschiene eingesetzt ist.
Die Frontblende wird von den Schenkeln beider Profilschienen eingefaßt, welche die
Blende an ihrer Ober- und Unterseite übergreifen.
[0007] Die Profilschienen der erfindungsgemäßen Vorrichtung können vor Ort ohne besondere
Werkzeuge zusammengesetzt werden. Der untere Schenkel und die längslaufende Nut der
ersten Profilschiene bilden zusammen mit der längslaufenden Nut und der oberen Kante
der zweiten Profilschiene eine Art Schnappverbindung, wobei die zweite Profilschiene
zusammen mit der Frontblende in die erste Profilschiene einrastend eingesetzt werden
kann.
[0008] Da die Frontblende von den beiden Profilschienen klemmend gehalten wird, brauchen
separate Verbindungsmittel an der Frontblende nicht ausgebildet zu sein. Die Frontblende
läßt sich auf einfache Weise aus einer Holz-, Kunststoff- oder Metalleiste mit rechteckförmigem
Querschnitt zuschneiden. Sie kann aus dem gleichen Material zugeschnitten werden,
mit dem auch die alte Treppenstufe belegt wird. Dadurch wird erreicht, daß die Frontblende
optimal an die neue Trittstufe angepaßt ist. Sichtbar bleibt lediglich der obere Schenkel
der ersten Profilschiene.
[0009] Die Profilschienen der erfindungsgemäßen Vorrichtung bestehen vorzugsweise aus Aluminium.
Es können aber auch Kunststoff-Profilschienen Verwendung finden. Die Montage der erfindungsgemäßen
Vorrichtung ist sehr einfach, so daß sie auch von Heimwerkern ausgeführt werden kann.
[0010] Die erste Profilschiene kann direkt mit der Vorderseite der alten Trittstufe verschraubt
werden. Die Sanierung von sehr stark abgenutzten Treppen wird durch ein separates
Winkelstück vereinfacht, das auf die alte Trittstufe aufgeschoben wird. Bei der Verwendung
des Winkelstücks braucht die Vorderkante der alten Trittstufe nicht abgesägt zu werden,
um einen rechten Winkel zu erhalten. Ferner ist eine Begradigung des Stufenbelags
nicht erforderlich. Das Winkelstück faßt die Vorderkante der alten Trittstufe vorzugsweise
über ihre gesamte Breite ein, so daß sich das Gewicht beim Betreten der Stufe verteilt.
Da nicht nur der mittlere Bereich der Trittstufe belastet wird, ist das bekannte "Knarren"
nach der Sanierung der Treppe beseitigt.
[0011] Das Winkelstück übergreift nicht nur die Oberseite, sondern auch die Unterseite der
Trittstufe, so daß die neue Stellstufe unter den horizontalen unteren Schenkel des
Winkelstücks gedrückt und fixiert werden kann. Die neue Stellstufe stützt und stabilisiert
auf diese Weise ihrerseits zusätzlich die Unterkonstruktion.
[0012] Da die erste Profilschiene in jeder beliebigen Höhe an das Winkelstück angesetzt
werden kann, ist es möglich, die alte Trittstufe mit Materialien unterschiedlicher
Stärke zu belegen. Als Belegmaterialien können z.B. Holz/Parkett, PVC, Kacheln oder
Laminat Verwendung finden. Die Höhenverstellbarkeit erlaubt auch den Übergang von
der renovierten Treppe zu bereits verlegten Flächen, um z.B. einen eleganten Abschluß
bei Podesten oder Wohnungsübergängen zu schaffen.
[0013] An der oberen Kante der zweiten Profilschiene ist vorteilhafterweise ein nach außen
weisender Ansatz vorgesehen, der bei der Montage der Vorrichtung in die längslaufende
Nut des an der ersten Profilschiene vorgesehenen oberen Schenkels passend eingesetzt
werden kann. Dieser Ansatz übergreift die Oberkante der Frontblende, so daß diese
in der zweiten Profilschiene fixiert ist, welche ihrerseits mit der ersten Profilschiene
verbunden ist. Da die Frontblende in der zweiten Profilschiene klemmend gehalten wird,
kann die Frontblende beim Einsetzen der zweiten Profilschiene in die erste Profilschiene
nicht herausfallen, wodurch die Montage vereinfacht ist. Zur sicheren Fixierung der
Frontblende ist an dem Schenkel der zweiten Frontblende in einer bevorzugten Ausführungsform
der Erfindung noch ein vorspringender Ansatz angeformt, welcher die Frontblende hintergreift.
[0014] Vorteilhafterweise weist der untere Schenkel der ersten Profilschiene an seiner Ober-
und/oder Unterseite längslaufende Rippen auf. Die Rippen greifen in entsprechende
rinnenförmige Vertiefungen, die an den Seitenflächen der an der zweiten Profilschiene
vorgesehenen Nut ausgebildet sind. Beim Aufsetzen der zweiten Profilschiene rastet
der Schenkel der ersten Profilschiene in der Nut der zweiten Profilschiene ein, so
daß sich die zweite Profilschiene nur mit größerem Kraftaufwand von der ersten Profilschiene
lösen läßt.
[0015] Die Oberseite des oberen Schenkels und/oder der Ansatz der ersten Profilschiene sind
vorzugsweise mit einem Anti-Rutsch-Profil versehen. Dieses kann durch längslaufende
Rillen gebildet werden. Alternativ können der Schenkel und/oder der Ansatz auch mit
einer Anti-Rutsch-Beschichtung versehen sein, um die Sicherheit beim Treppensteigen
zu erhöhen.
[0016] Bei einer alternativen Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung zur Treppensanierung
ist eine zweite Profilschiene vorgesehen, die einen nach innen weisenden Schenkel
aufweist, der unter Ausbildung einer längslaufenden Nut mit einem nach oben weisenden
Ansatz versehen ist. Die zweite Profilschiene wird von unten auf das untere Endstück
der ersten Profilschiene aufgeschoben, wobei die Frontblende zwischen dem oberen Schenkel
der ersten Profilschiene und dem nach außen weisenden Schenkel der zweiten Profilschiene
verklemmt wird. Von Vorteil ist, daß sich bei dieser alternativen Ausführungsform
Frontblenden unterschiedlicher Breite verklemmen lassen, da die zweite Profilschiene,
die die Frontblende untergreift, in der Höhe verstellt werden kann. Auch lassen sich
mit der axialen Fixierung der Profilschienen Bauteiltoleranzen ohne weiteres ausgleichen.
[0017] Die Innenseite der ersten Profilschiene und der nach oben weisende Ansatz der zweiten
Profilschiene sind vorteilhafterweise mit längslaufenden Rippen bzw. rinnenartigen
Vertiefungen versehen, so daß sich die zweite Profilschiene einrastend auf die erste
Profilschiene aufschieben läßt.
[0018] Um die Frontblende sicher zwischen den beiden Profilschienen verklemmen zu können,
weist der obere Schenkel der ersten Profilschiene vorteilhafterweise einen längslaufenden,
den oberen Rand der Frontblende hintergreifenden Vorsprung auf. Dieser Vorsprung dient
auch als Verblendung zur Abdeckung der Schnittkante.
[0019] Das untere Endstück der ersten Profilschiene ist zweckmäßigerweise derart abgeflacht,
daß die miteinander verbundenen Profilschienen, die die Frontblende halten, eine glatte
Rückseite aufweisen, die zweckmäßigerweise mit einem Winkelstück zur Anlage kommt,
das auf die Vorderkante der alten Trittstufe aufgesetzt wird.
[0020] Die erste Profilschiene kann mit der alten Trittstufe verschraubt werden. Zur Aufnahme
der Schraubenköpfe sind in der ersten Profilschiene vorzugsweise längslaufende Vertiefungen
vorgesehen.
[0021] In einer bevorzugten Ausführungsform geht der nach innen weisende Schenkel der zweiten
Profilschiene in einen vorspringenden Ansatz über, mit dem sich eine Verblendungsleiste
verklemmen läßt, die an dem unteren Schenkel des die Vorderkante der alten Trittstufe
übergreifenden Winkelstücks anliegt. Dadurch wird eine saubere Einfassung der alten
Trittstufe geschaffen.
[0022] Im folgenden werden unter Bezugnahme auf die Zeichnungen mehrere Ausführungsbeispiele
der Erfindung näher erläutert.
[0023] Es zeigen:
- Fig. 1
- einen Schnitt durch eine erste Ausführungsförm der Vorrichtung zur Treppensanierung
in perspektivischer Darstellung,
- Fig. 2
- eine Explosionsdarstellung der Vorrichtung zur Treppensanierung von Fig. 1,
- Fig. 3
- einen Schnitt durch die erste Profilschiene der Vorrichtung von Fig. 1,
- Fig. 4
- einen Schnitt durch die zweite Profilschiene der Vorrichtung von Fig. 1,
- Fig. 5
- den Ausschnitt A von Fig. 4 in vergrößerter Darstellung,
- Fig. 6
- die mit einer Verblendung versehene zweite Profilschiene von Fig. 1 in geschnittener
Darstellung,
- Fig. 7
- eine Explosionsdarstellung der Vorrichtung zur Treppensanierung von Fig. 1 ohne ein
auf die Vorderkante der alten Trittstufe aufgesetztes Winkelstück,
- Fig. 8
- einen Schnitt durch eine alternative Ausführungsform der Vorrichtung zur Treppensanierung
in perspektivischer Darstellung,
- Fig. 9
- eine Explosionsdarstellung der Vorrichtung zur Treppensanierung von Fig. 8,
- Fig. 10
- einen Schnitt durch die erste Profilschiene der Vorrichtung von Fig. 8,
- Fig. 11
- einen Schnitt durch die zweite Profilschiene der Vorrichtung von Fig. 8, und
- Fig. 12
- eine Explosionsdarstellung der Vorrichtung zur Treppensanierung von Fig. 8 ohne das
auf die Vorderkante der alten Trittstufe aufgesetzte Winkelstück.
[0024] Fig. 1 zeigt einen Schnitt durch eine erste Ausführungsform der Vorrichtung zur Treppensanierung.
Eine Explosionsdarstellung der Vorrichtung zeigt Fig. 2. Die Ausführungsform gemäß
der Fign. 1 und 2 findet bei Treppen Verwendung, deren Stufen sehr stark ausgetreten
sind.
[0025] Die Vorrichtung zur Treppensanierung weist ein Aluminium-Winkelstück 1 mit einer
Frontplatte 2 und zwei im rechten Winkel dazu verlaufenden Schenkeln 3, 4 auf. Das
Winkelstück 1 übergreift die Vorderkante 5 der alten Trittstufe 6, wobei der obere
lange Schenkel 3 auf der Oberseite der Stufe und der untere kurze Schenkel 4 auf der
unteren Kante der Stufe aufliegt. Auf die alte Trittstufe 6 ist eine neue Trittstufe
7 aus Holz gelegt und mit der alten Stufe 6 bzw. dem oberen Schenkel 3 des Winkelstücks
1 verklebt. Die neue Trittstufe 7 kann aber auch schwimmend gelagert werden. Die Vorderkante
der neuen Trittstufe 7 schließt bündig mit der Frontplatte 2 des Winkelstücks 1 ab.
Die Vorrichtung weist ferner eine erste Aluminium-Profilschiene 8 auf, die mit einem
nach außen weisenden kurzen oberen Schenkel 9 versehen ist, der im rechten Winkel
zu dem vertikalen Schenkel der Schiene verläuft und an seiner Oberseite abgerundet
und als Anti-Rutsch-Profil mit feinen längslaufenden Rillen 10 profiliert ist (Fig.
3). An seiner Unterseite weist der obere Schenkel 9 eine längslaufende Nut 11 mit
einem rechteckförmigen Querschnitt auf. In der Verlängerung des oberen Schenkels 9
erstreckt sich nach innen ein spitz zulaufender Ansatz 12, der die Vorderkante der
neuen Trittstufe 7 übergreift und an seiner Oberseite ebenfalls mit feinen längslaufenden
Rillen 10 versehen ist. Er schützt das geschnittene Material vor dem Eindringen von
Feuchtigkeit, so daß die neue Trittstufe 7 nicht aufquellen und verrotten kann.
[0026] An seiner Unterkante weist die erste Profilschiene 8 ferner einen kurzen unteren
Schenkel 13 auf, der im rechten Winkel von dem vertikalen Schenkel der Schiene nach
außen vorspringt. Die Breite des unteren Schenkels 13 entspricht etwa der Breite der
längslaufenden Nut 11 an der Unterseite des oberen Schenkels 9. Der untere Schenkel
13 ist an seiner Ober- und Unterseite mit längslaufenden Rippen 14 versehen.
[0027] Die erste Profilschiene 8 ist zusammen mit dem Winkelstück 1 fest mit der Vorderseite
der Trittstufe 6 derart verschraubt, daß der obere Ansatz 12 der Profilschiene 8 bündig
auf der neuen Trittstufe 7 aufliegt. In der Explosionsdarstellung sind die Schrauben
mit dem Bezugszeichen 15 versehen.
[0028] Zur Verblendung der Vorderseite der ersten Profilschiene 8 ist eine zweite Aluminium-Profilschiene
16 vorgesehen, die eine Frontblende 17 in Form einer flachen Leiste mit rechteckförmigem
Querschnitt aus dem gleichen Material wie die neue Trittstufe 7 passend aufnimmt.
Der obere Rand des vertikalen Schenkels 18 der zweiten Profilschiene 16 ist mit einem
nach außen vorspringenden Ansatz 19 versehen, der an seiner Oberseite und seiner Stirnseite
abgerundet ist (Fig. 4). Die zweite Profilschiene 16 weist ferner einen unteren nach
außen weisenden Schenkel 20 auf, der in einen bogenförmigen nach oben weisenden Ansatz
21 übergeht. Unter Ausbildung einer längslaufenden Nut 22 ist an dem unteren Schenkel
20 ein nach innen weisender Ansatz 23 vorgesehen, der sich im wesentlichen im rechten
Winkel zu dem langen Schenkel 18 der Profilschiene 16 erstreckt und den vertikalen
Schenkel 18 der Profilschiene 16 nach innen leicht überragt. Die Oberseite des nach
innen weisenden Ansatzes 23 und die Oberseite des unteren Schenkels 20 sind mit längslaufenden
rillenförmigen Vertiefungen 24 versehen, die in ihrer Form den am unteren Schenkel
13 der ersten Profilschiene 8 vorgesehenen längslaufenden Rippen 14 entsprechen (Fign.
3 und 5). An der Oberseite weist der untere Schenkel 20 der zweiten Profilschiene
16 noch eine längslaufende spitze Rippe 25 zur Fixierung der Frontblende 17 auf.
[0029] Zur Montage der Vorrichtung wird die Frontblende 16 in die zweite Profilschiene 16
eingesetzt. Dabei hintergreift der untere Schenkel 20 der zweiten Profilschiene 16
mit dem vorspringenden Ansatz 21 den unteren Rand der Frontblende 17, während die
Oberkante der Blende 17 von dem oberen Ansatz 19 der Profilschiene 16 eingefaßt ist,
wodurch die Verblendung verklemmt ist. Die zweite Profilschiene 16 kann nun zusammen
mit der Frontblende 17 in die erste Profilschiene 8 eingesetzt werden. Dazu wird der
obere Ansatz 19 der zweiten Profilschiene 16 in die längslaufende Nut 11 an der Unterseite
des oberen Schenkels 9 der ersten Profilschiene 8 geschoben und die zweite Profilschiene
16 wird in einer Schwenkbewegung fest gegen die erste Profilschiene 8 gedrückt, so
daß der untere Schenkel 13 der ersten Profilschiene 8 in der längslaufenden Nut 22
der zweiten Profilschiene 16 einrastet.
[0030] Die Frontblende 17 wird von dem unteren Schenkel 20 der zweiten Profilschiene 16
und dem oberen Schenkel 9 der ersten Profilschiene 8 eingefaßt und von den Profilen
vor Beschädigung geschützt. Die Teile werden sicher zusammengehalten, ohne daß die
Verbindungsmittel, d.h. Schrauben, Federn oder Nuten von außen sichtbar sind. Zwischen
der Unterseite des auf die alte Trittstufe 6 aufgesetzten Winkelstücks 1 und der Oberseite
der neuen sich darunter befindlichen Trittstufe ist eine neue Stellstufe 26 eingesetzt,
die mit der Vorderseite der alten Stellstufe 27 verklebt ist (Fig. 1). Die Hohlräume
zwischen der Vorderkante der alten Trittstufe 6 und dem Winkelstück 1 können mit einem
geeigneten Füllmaterial ausgefüllt werden.
[0031] Fig. 6 zeigt ein zweites Ausführungsbeispiel der zweiten Profilschiene 16 in geschnittener
Darstellung. Dieses Ausführungsbeispiel unterscheidet sich von dem Ausführungsbeispiel
gemäß Fig. 4 dadurch, daß an dem unteren Schenkel 20 der Profilschiene 16 eine sich
nach innen erstreckende bogenförmige Blende 28 angeschlossen ist, die dem bodenseitigen
Abschluß der Profilschiene 16 ein harmonisches Aussehen verleiht.
[0032] Das in Fig. 7 gezeigte Ausführungsbeispiel unterscheidet sich von der unter Bezugnahme
auf die Fign. 1 bis 5 beschriebenen Ausführungsbeispiel dadurch, daß die erste Profilschiene
8 direkt mit der Vorderseite der alten Trittstufe 6 verschraubt ist. Das auf die alte
Trittstufe 6 aufgesetzte Winkelstück 1 kann bei der Sanierung der Treppe dann entfallen,
wenn die Treppenstufen noch relativ gut erhalten sind.
[0033] Unter Bezugnahme auf die Fign. 8 bis 12 wird nachfolgend eine alternative Ausführungsform
der erfindungsgemäßen Vorrichtung zur Treppensanierung beschrieben. Fig. 8 zeigt einen
Schnitt durch die Vorrichtung zur Treppensanierung in perspektivischer Darstellung,
während Fig. 9 eine Explosionsdarstellung der Vorrichtung zeigt. Diese Ausführungsform
unterscheidet sich von der Ausführungsform gemäß der Fign. 1 bis 7 durch die Ausbildung
der ersten und zweiten Profilschiene.
[0034] Die erste Aluminium-Profilschiene 29 weist einen nach außen weisenden kurzen oberen
Schenkel 30 auf, der im rechten Winkel zu dem vertikalen Schenkel der Schiene verläuft
und an seiner Oberseite abgerundet und als Anti-Rutsch-Profil mit feinen längslaufenden
Rillen 31 versehen ist (Fig. 10). Der obere Schenkel 30 der ersten Profilschiene 29
weist einen nach unten zeigenden Vorsprung 32 zum Hintergreifen des oberen Randes
der Frontblende 17 auf. In der Verlängerung des oberen Schenkels 30 erstreckt sich
nach innen ein spitz zulaufender Ansatz 33, der die Vorderkante der neuen Trittstufe
7 übergreift und an seiner Oberseite ebenfalls mit feinen längslaufenden Rillen 31
versehen ist. An seiner Außenseite weist der vertikale Schenkel der ersten Profilschiene
29 längslaufende Vertiefungen 34 zur Aufnahme der Schraubenköpfe 15 auf. Das untere
Endstück 35 des vertikalen Schenkels ist an seiner Innenseite abgeflacht und mit mehreren
rinnenartigen Vertiefungen 36 versehen. Die erste Profilschiene 29 ist zusammen mit
dem Winkelstück 1 fest mit der Vorderseite der alten Trittstufe 6 verschraubt, wobei
die Schraubenköpfe 15 in den längslaufenden Vertiefungen 34 der ersten Profilschiene
29 versenkt sind.
[0035] Die zweite Aluminium-Profilschiene weist einen unteren nach außen weisenden Schenkel
38 auf, der in einen bogenförmigen nach oben weisenden Ansatz 39 übergeht (Fig. 11).
Die zweite Profilschiene 37 weist ferner einen nach innen weisenden Schenkel 40 auf,
der in einen vorspringenden Ansatz 41 übergeht. Der nach innen weisende Schenkel 40
der zweiten Profilschiene 37 schließt mit dem vertikalen Schenkel der Profilschiene
einen rechten Winkel ein. Unter Ausbildung einer längsaufenden Nut 42 erstreckt sich
von dem nach innen weisenden Schenkel 40 ein leistenförmiger Ansatz 43, der an seinem
oberen Ende mit einer längslaufenden Rippe 44 versehen ist, die auf den vertikalen
Schenkel der zweiten Profilschiene zeigt.
[0036] Zur Montage der Vorrichtung wird die Frontblende 17 in die zweite Profilschiene 16
eingesetzt. Dabei hintergreift der untere Schenkel 38 der zweiten Profilschiene 37
mit dem vorspringenden Ansatz 39 den unteren Rand der Frontblende 17. Die zweite Profilschiene
37 kann nun zusammen mit der Frontblende 17 von unten auf das untere Endstück 35 der
ersten Profilschiene 29 aufgeschoben werden. Beim Aufschieben der zweiten Profilschiene
37 greift die längslaufende Rippe 44 des leistenförmigen Ansatzes 43 in die rinnenartigen
Vertiefungen 36 der ersten Profilschiene 29, so daß die zweite Profilschiene 37 einrastet.
Die zweite Profilschiene 37 wird so weit nach oben geschoben, daß die Frontblende
17 mit ihrer Oberseite an dem oberen Schenkel 30 der ersten Profilschiene 29 anschlägt
und die Frontblende zwischen den beiden Profilschienen 29 und 37 verklemmt ist. Dabei
übergreift der längslaufende Vorsprung 32 des oberen Schenkels 30 die obere Kante
der Frontblende 17 und sichert diese gegen Herausrutschen. Der Hohlraum 46 zwischen
den beiden Profilschienen 29 und 37 kann mit Klebemittel ausgefüllt und die Profilschienen
und die Frontblende 17 miteinander verklebt werden.
[0037] Die Ausführungsform gemäß der Fign. 8 und 9 unterscheidet sich von der Ausführungsform
gemäß der Fign. 1 bis 7 ferner durch die zusätzliche Verblendungsleiste 45, die zwischen
der Stellstufe 26 und dem unteren Schenkel 4 des Winkelstücks 1 eingelegt ist. Die
Verblendungsleiste 45 wird von dem vorspringenden Ansatz 41 an dem nach innen weisenden
Schenkel 40 der zweiten Profilschiene 37 fixiert.
1. Vorrichtung zur Treppensanierung mit einer auf der alten Trittstufe (6) zur Auflage
kommenden neuen Trittstufe (7) und einer die neue Trittstufe (7) abdeckenden Profilschiene
(8), die einen nach außen weisenden an seiner Unterseite mit einer längslaufenden
Nut (11) versehenen oberen Schenkel (9) aufweist, der die Oberseite einer die Profilschiene
(8) abdeckenden Frontblende (17) übergreift und mit einem in der Verlängerung des
oberen Schenkels (9) sich nach innen erstreckenden die Vorderkante der neuen Trittstufe
(7) übergreifenden Ansatz (12) versehen ist,
dadurch gekennzeichnet,
daß die erste Profilschiene (8) einen nach außen weisenden unteren Schenkel (13) aufweist,
daß eine zweite Profilschiene (16) vorgesehen ist, die einen nach außen weisenden
die Unterseite der Frontblende (17) untergreifenden Schenkel (20) aufweist, der unter
Ausbildung einer längslaufenden Nut (22) mit einem nach innen weisenden Ansatz (23)
versehen ist und
daß die zweite Profilschiene (16) zusammen mit der Frontblende (17) derart in die
erste Profilschiene (8) eingesetzt ist, daß der untere Schenkel (13) der ersten Profilschiene
(8) in die Nut (22) der zweiten Profilschiene (16) und die obere Kante der zweiten
Profilschiene (16) in die Nut (11) der ersten Profilschiene (8) eingreift.
2. Vorrichtung zur Treppensanierung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein die Vorderkante der alten Trittstufe (6) einfassendes Winkelstück (1) vorgesehen
ist, an dessen vertikalen Schenkel (2) die erste Profilschiene (8) anliegt, wobei
die erste Profilschiene (8) und das Winkelstück (1) mit der alten Trittstufe (6) verschraubt
sind.
3. Vorrichtung zur Treppensanierung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß an der oberen Kante der zweiten Profilschiene (16) ein nach außen weisender
Ansatz (19) vorgesehen ist.
4. Vorrichtung zur Treppensanierung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der untere Schenkel (20) der zweiten Profilschiene (16) in einen vorspringenden
den unteren Rand der Frontblende (17) hintergreifenden Ansatz (21) übergeht.
5. Vorrichtung zur Treppensanierung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der untere Schenkel (13) der ersten Profilschiene (8) an seiner Unter- und/oder
Oberseite mit längslaufenden Rippen (14) und die Nut (22) der zweiten Profilschiene
(16) mit entsprechenden längslaufenden rinnenartigen Vertiefungen (24) versehen ist.
6. Vorrichtung zur Treppensanierung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der obere Schenkel (9) und/oder der Ansatz (12) der ersten Profilschiene (8)
mit einem Anti-Rutsch-Profil versehen sind.
7. Vorrichtung zur Treppensanierung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der untere Schenkel (20) der zweiten Profilschiene (16) mit einer sich schräg
nach innen erstreckenden Blende (28) versehen ist.
8. Vorrichtung zur Treppensanierung mit einer auf der alten Trittstufe (6) zur Auflage
kommenden neuen Trittstufe (7) und einer die neue Trittstufe (7) abdeckenden Profilschiene
(29), die einen nach außen weisenden oberen Schenkel (30) aufweist, der die Oberseite
einer die Profilschiene (29) abdeckenden Frontblende (17) übergreift und mit einem
in der Verlängerung des oberen Schenkels (30) sich nach innen erstreckenden, die Vorderkante
der neuen Trittstufe (7) übergreifenden Ansatz (33) versehen ist,
dadurch gekennzeichnet,
daß eine zweite Profilschiene (37) vorgesehen ist, die einen nach außen weisenden,
die Unterseite der Frontblende (17) untergreifenden Schenkel (38) und einen nach innen
weisenden Schenkel (40) aufweist, der unter Ausbildung einer längslaufenden Nut (42)
zur Aufnahme des unteren Endstücks (35) der ersten Profilschiene (29) mit einem nach
oben weisenden Ansatz (43) versehen ist, wobei die zweite Proflischiene (37) derart
auf das untere Endstück (35) der ersten Profilschiene (29) aufgesetzt ist, daß die
Frontblende (17) zwischen dem oberen Schenkel (30) der ersten Profilschiene (29) und
dem nach außen weisenden Schenkel (38) der zweiten Profilschiene (37) verklemmt ist.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß das untere Endstück (35) der ersten Profilschiene (29) an seiner Innenseite
mit mindestens einer längslaufenden Rippe bzw. rinnenartigen Vertiefung (36) und der
nach oben weisende Ansatz (43) der zweiten Profilschiene (37) mit mindestens einer
entsprechenden rinnenartigen Vertiefung bzw. längslaufenden Rippe (44) versehen ist.
10. Vorrichtung nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, daß der obere Schenkel (30) der ersten Profilschiene (29) einen längslaufenden,
die obere Kante der Frontblende (17) übergreifenden Vorsprung (32) aufweist.
11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 8 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß das untere Endstück (35) der ersten Profilschiene (29) derart abgeflacht ist,
daß die Innenseite der ersten Profilschiene (29) und der nach oben weisende Ansatz
(43) der zweiten Profilschiene (37) in einer Ebene liegen.
12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 8 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß an der Außenseite der ersten Profilschiene (29) längslaufende Vertiefungen (34)
vorgesehen sind.
13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 8 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß ein die Vorderkante der alten Trittstufe (6) einfassendes Winkelstück (1) vorgesehen
ist, an dessen vertikalen Schenkel (2) die erste Profilschiene (29) anliegt, wobei
die erste Profilschiene (29) und das Winkelstück (1) mit der alten Trittstufe (6)
verschraubt sind.
14. Vorrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß der nach innen weisende Schenkel (40) der zweiten Profilschiene (37) in einen
vorspringenden Ansatz (41) übergeht, der die untere Kante einer Verblendungsleiste
(45) übergreift, die an dem unteren Schenkel (4) des die Vorderkante (5) der alten
Trittstufe (6) einfassenden Winkelstücks (1) anliegt.
15. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß der obere Schenkel (30) und/oder der Ansatz (33) der ersten Profilschiene (29)
mit einem Anti-Rutsch-Profil versehen sind.