[0001] Die Erfindung betrifft ein verfahrbares Gestell mit einer Anzahl von Rollen, mit
denen das Gestell frei verschiebbar ist, einem oder mehreren Standfüßen, die gegenüber
den Rollen anhebbar und absenkbar sind, so daß im abgesenkten Zustand das Gestell
einen sicheren Stand auf dem Boden hat und eine oder mehrere Stufen aufweist. Des
weiteren betrifft die Erfindung eine Gerüst- bzw. Podestleiter.
[0002] Gerüst- bzw. Podestleitern, die ein derartiges Gestell umfassen, das zum einen auf
Rollen verfahren werden kann und das bei Benutzung auf Standfüßen ruht, sind in unterschiedlichster
Bauweise bekannt.
[0003] Zum einen ist es bekannt, Podestleitern mit einen Gestell, an dem Rollen angebracht
sind, zu versehen, wobei zwischen den Rollen und dem Gestell Federn eingebaut sind,
so daß bei Belastung der Leiter die Federn zusammengedrückt werden und die Leiter
auf den entsprechenden Standfüßen auf dem Boden aufsitzt. Wird die Leiter entlastet,
so drücken die Federn die gesamte Leiter und das Gestell nach oben, wodurch die Leiter
auf den Rollen in allen Richtungen frei verfahrbar ist. Bei dieser Art von Podestleitern
besteht das Problem, daß bei zu geringer Belastung der Leiter kein sicherer Stand
auf den Standfüßen gewährleistet ist. Des weiteren kann bei zum Beispiel Verbleiben
schwerer Werkzeugkisten auf der Leiter diese eventuell nicht in eine verfahrbare Position
durch die entsprechenden Federn nach oben gedrückt wird.
[0004] Zum anderen ist eine Podestleiter bekannt, bei der über eine Hubvorrichtung eines
von Hand zu betätigenden Hebels Rollen derart gegenüber den Standfüßen der Leiter
anhebbar bzw. absenkbar sind, daß die Leiter auf den Rollen verschiebbar ist. Durch
entgegengesetzte Bewegung des Hebels werden die Standfüße gegenüber den Rollen herabgelassen,
so daß die Leiter auf den Standfüßen ruht. Bei Stellung des Hebels, bei der die Podestleiter
auf den Rollen verschiebbar ist, ist vorgesehen, daß eine unterste Stufe steil nach
oben hochgeklappt wird, damit ein Aufstieg nur bei sicheren Stand der Leiter erfolgt.
Bei dieser Art von Leitern besteht jedoch das Problem, daß auch bei Nichtbetätigen
des Hebels möglicherweise eine zweite Stufe und somit auf die Leiter aufgestiegen
werden kann, was eine Sicherheitsgefährdung darstellt, da die Leiter weiterhin auf
den Rollen verschiebbar ruht.
[0005] Das der Erfindung zugrundliegende technische Problem besteht darin, ein Gestell zu
schaffen, das bereits beim des Gestells eine sichere Standfestigkeit gewährleistet.
[0006] Dieses technische Problem wird bei einem Gestell mit den Merkmalen des Patentanspruchs
1 gelöst. Des weiteren wird eine sichere verschiebbare Gerüst- bzw. Podestleiter,
die ein entsprechendes Gestell umfaßt, bereitgestellt.
[0007] Der Erfindung liegt der Gedanke zugrunde, daß bereits durch Besteigen der Leiter
automatisch das Gestell bzw. die Leiter von der Verfahrposition in die sichere Standposition
auf den Standfüßen gebracht wird.
[0008] Durch eine drehbare oder verschiebbare Stufe wird erreicht, daß durch Aufsteigen
auf diese Stufe durch den Betätigungsmechanismus die Stufe von einer ersten in eine
zweite Lageposition gedreht oder verschoben wird, wodurch über einen Betätigungsmechanismus
der oder die Standfüße abgesenkt werden und somit das Gestell sicher auf den Standfüßen
ruht. Mittels des Anhebeelements kann durch Trittbelastung erreicht werden, daß die
Standfüße vom Boden abheben, wobei gleichzeitig über den Betätigungsmechanismus die
drehbare Stufe in die erste Lageposition zurückgedreht wird. Damit wird gewährleistet,
daß die drehbare Stufe in verfahrbarem Zustand des Gestells immer in leicht gedrehter
Lage zum Liegen kommt. Indem nun die erste Stufe beim Besteigen belastet wird, wird
erfindungsgemäß automatisch die sichere Standfestigkeit auf den Standfüßen erzielt.
[0009] Vorteilhafterweise ist bei mehreren Stufen die unterste Stufe drehbar gelagert, da
ein Benutzer normalerweise zum Besteigen des Gestells die unterste Stufe betritt.
Es ist zur Erhöhung der Sicherheit jedoch auch möglich, mehrere der unteren Stufen
drehbar zu lagern und miteinander zu koppeln, so daß auch bei Benutzung der zweiten
oder sogar der dritten Stufe jeweils automatisch der Betätigungsmechanismus ein Absenken
des Gestells auf die Standfüße möglich macht.
[0010] Indem die drehbare Stufe an zwei sich gegenüberliegenden Punkten an einem Grundrahmen
des Gestells gelagert ist und die Standfüße an diesem Grundrahmen angeordnet sind,
wird in konstruktiv einfacher Art und Weise ein bei Benutzung sicheres Gestell bzw.
eine sichere Gerüst- bzw. Podestleiter geschaffen.
[0011] Sehr vorteilhaft ist eine Ausbildung, bei der ein Tragrahmen mit der oder den Rollen
schwenkbar am Grundrahmen angeordnet ist, so daß über den Betätigungsmechanismus der
Tragrahmen verschwenkt wird, wodurch die Standfüße auf dem Boden aufliegen.
[0012] Indem der Tragrahmen mittels Schwenkarmen schwenkbar am Grundrahmen angeordnet ist,
wird eine sehr einfache und kostengünstige Konstruktion geschaffen.
[0013] Vorteilhafterweise sind die Schwenkarme am Grundrahmen und am Tragrahmen drehbar
gelagert. Dabei sind die Drehpunkte am Tragrahmen versetzt zu den Drehpunkten am Grundrahmen
angeordnet. Dadurch wird allein durch die Gewichtskraft der Leiter erreicht, daß durch
leichtes Betätigen bzw. durch leichte Belastung der drehbaren Stufe, wodurch ein Anschlag
verdreht wird, das Gestell auf den Standfüßen zum Stehen kommt. Dabei sind nur sehr
geringe Kräfte zum Verdrehen der drehbaren Stufe notwendig, d.h. lediglich die Auslösekräfte
zum Verschwenken des Betätigungsmechanismus.
[0014] Sehr vorteilhaft ist es, daß der Betägigungsmechanismus ein Arretierelement umfaßt,
das am Grundrahmen drehbar gelagert ist und mit seinem einen Ende an der unteren Seite
der drehbaren Stufe gleitend anliegt und mit seinem anderen Ende durch eine Feder,
die am Tragrahmen angebracht ist, gegen die Innenseite der drehbaren Stufe gedrückt
wird. Damit wird eine sehr einfache und gleichzeitig lediglich sehr geringe Kraft
erfordernde Auslösung mit Drehung der drehbaren Stufe geschaffen.
[0015] Indem das Arretierelement einen Absatz aufweist, der an einem entsprechenden Ansatzstück
am Tragrahmen anliegt, wenn die Standfüße angehoben sind, ist lediglich ein sehr geringer
Winkel zwischen der ersten und zweiten Lageposition der drehbaren Stufe notwendig,
um ein Arretierelement auszulösen, so daß die sichere Standposition eingenommen wird.
[0016] Eine Ausbildung, bei der das Anhebeelement aus einem Tritthebel besteht, der mit
den in der Nähe der drehbaren Stufe angeordneten Schwenkarmen verbunden ist und in
der Draufsicht gegenüber der drehbaren Stufe vorkragt, ist sehr vorteilhaft, da lediglich
mit einer geringen Trittbelastung dieses Tritthebels das Gestell von der Standposition
in die verfahrbare Position verschwenkt wird.
[0017] Eine sehr einfache konstruktive Lösung besteht darin, daß der Tritthebel aus einem
U-förmigen Rohr besteht, das mit seinen Schenkeln an den zugehörigen Schwenkarmen
verschweißt ist.
[0018] Eine Gerüst- bzw. Podestleiter mit einem erfindungsgemäßen Gestell, wie oben beschrieben,
weist eine sehr große Sicherheit bei der Benutzung auf.
[0019] Im folgenden werden zum besseren Verständnis und zur weiteren Erläuterung zwei Ausführungsbeispiele
eines erfindungsgemäßen verfahrbaren Gestells an einer Podestleiter näher beschrieben
und erläutert. Es zeigt:
- Fig. 1
- eine Querschnittsansicht nach der Linie II-II in Fig. 3 gemäß einem ersten Ausführungsbeispiel
der Erfindung;
- Fig. 2
- eine Vorderansicht eines erfindungsgemäßen verfahrbaren Gestells gemäß dem ersten
Ausführungsbeispiel;
- Fig. 3
- eine Querschnittsansicht gemäß Fig. 1, bei der die Standfüße abgesenkt sind,
- Fig. 4
- eine Seitenansicht einer erfindungsgemäßen Podestleiter gemäß einem zweiten Ausführungsbeispiel
der Erfindung;
- Fig. 5
- eine Querschnittsansicht nach der Linie V-V in Fig. 6 des zweiten Ausführungsbeispiels,
- Fig. 6
- eine Vorderansicht des zweiten Ausführungsbeispiels des erfindungsgemäßen Gestells;
und
- Fig. 7
- eine Querschnittsansicht nach Fig. 5, bei der jedoch die Standfüße in abgesenktem
Zustand dargestellt sind.
[0020] In den Fig. 1 bis 3 ist ein erstes Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Gestells
gezeigt. Das erste Ausführungsbeispiel entspricht im wesentlichen dem in den Fig.
4 bis 7 gezeigten zweiten Ausführungsbeispiel. Lediglich die Arretierelemente, die
mit der drehbaren Stufe 4 und dem Tragrahmen 7 in Verbindung stehen, und der Trittbügel
unterscheiden sich bei dem ersten Ausführungsbeispiel von dem zweiten Ausführungsbeispiel.
Aufgrunddessen wird bezüglich der weiteren Elemente auf die Beschreibung des zweiten
Ausführungsbeispiels verwiesen.
[0021] Bei dem ersten Ausführungsbeispiel ist ein plattenförmiges Arretierelement 9 drehbar
am Grundrahmen 6 angebracht. Mit seinem einen Ende liegt das Arretierelement 9 gleitend
an der Unterseite der drehbaren Stufe 4 an. Das andere Ende des Arretierelements 9
wird durch eine Feder 12, die am Tragrahmen 7 angebracht ist, derart gehalten, daß
das Arretierelement 9 ständig gegen die Unterseite der drehbaren Stufe 4 drückt. Wie
in der Fig. 1 gezeigt, ist ein am Tragrahmen 7 fest angebrachter Arretieranschlag
8 angeordnet. In dieser Darstellung sind die Standfüße 2 im abgehobenen Zustand gezeigt.
Bei abgehobenen Standfüßen 2 vom Boden liegt das Arretierelement 9 mit einer Rastfläche
am Arretieranschlag 8 an. Dabei wird das Arretierelement 9 durch die Feder 12 in dieser
Stellung gehalten. Durch die bezüglich einer Vertikalen leicht gedrehten bzw. versetzten
Lage der Schwenkarme 5 wird durch die Gewichtskraft der Leiter der Tragrahmen 7 mit
dem Arretieranschlag 8 gegen die Rastfläche des Arretierelements 9 gedrückt. In dieser
Lage steht die drehbare Stufe 4 leicht nach oben und ein Tritthebel 10, der an den
vorderen sich gegenüberliegenden Schwenkarmen 5 fest verschweißt ist, nimmt eine untere
Stellung ein.
[0022] Wenn nun eine leichte Trittbelastung auf die unterste Stufe 4 erfolgt, wird das Arretierelement
9 um seine Drehachse etwas gedreht, wobei lediglich die Federkraft der Feder 12 zu
überwinden ist. Durch die Drehung der drehbaren Stufe 4 wird das Arretierelement 9
entgegengesetzt verdreht zur Stufe gedreht, wodurch der Arretieranschlag 8 von der
Rastfläche des Arretierelements 9 sich löst und durch die Gewichtskraft der Leiter
das Gestell mit dem Tragrahmen 7 in der in Fig. 2 gezeigten Darstellung nach links
sich verschwenkt. Dadurch kommen die Standfüße 2 auf dem Boden zum Stehen. Somit wird
ein sicherer Stand des Gestells auf den Standfüßen 2 erreicht. Diese Endstellung mit
den aufliegenden Standfüßen 2 auf den Boden ist in der Fig. 3 dargestellt. Wie in
dieser Figur gezeigt, wird durch die Absenkung der Standfüße 2 der Tritthebel 10 in
eine obere Stellung verschwenkt. Durch einfache Trittbelastung des Tritthebels 10
nach unten wird erreicht, daß der Grundrahmen 6 gegenüber dem Tragrahmen 7 angehoben
wird und die Rastfläche des Arretierelements 9 an dem Arretieranschlag 8 einrastet.
Hierdurch wird wiederum die in der Fig. 1 dargestellte Lage eingenommen. In dieser
Stellung ist die Leiter auf den drehbaren Rollen 3, die auf Rollenträgern 14 frei
drehbar am Tragrabmen 7 befestigt sind, verschiebbar.
[0023] Bei der in Fig. 2 gezeigten Vorderansicht ist gut zu erkennen, daß der Tritthebel
10 sich im wesentlichen über die gesamte Breite des Gestells erstreckt und aus einem
U-förmigen Rohr besteht, das bei diesem Ausführungsbeispiel an den sich gegenüberliegenden
vorderen Schwenkarmen 5 an seinen Schenkeln verschweißt ist. Bei dieser Darstellung
sind die drehbaren Lagerungen der Schwenkarme 5 sehr gut erkennbar. Das heißt, die
drehbaren Lagerungen am Grundrahmen 6 und am Tragrahmen 7.
[0024] Eine detaillierte Darstellung des zweiten Ausführungsbeispiels wird nunmehr unter
Bezugnahme auf die Fig. 4 bis 7 erläutert.
[0025] In der Fig. 4 ist eine verfahrbare Podestleiter 1 gezeigt, die ein erfindungsgemäßes
Gestell gemäß dem zweiten Ausführungsbeispiel zeigt. Die Podestleiter weist vier Standfüsse
2 auf, die an den vier Ecken eines aus Vierkantstahlrohren bestehenden Grundrahmens
6 angeschweißt sind. Auf den Grundrahmen 6 ist ein Podest 21 mit mehreren Stufen 22
fest angebracht. Auf beiden Seiten der Stufen 22 erstreckt sich zudem ein Geländer
23. Unter dem Grundrahmen 6 ist mittels Schwenkarmen 5 ein Tragrahmen 7 schwenkbar
angebracht. Der Tragrahmen 7 besteht hierbei aus Vierkantrohren, die in der Draufsicht
einen im wesentlichen rechteckigen Rahmen bilden. An dem Tragrabmen 7 sind Rollen
3 frei drehbar angebracht. Die Schwenkarme 5 bestehen aus länglichen Platten, die
auf beiden Seiten der Rohre des Grundrahmens 6 wie auch des Grundrahmens 7 an Drehpunkten
gelagert sind.
[0026] An dem Tragrahmen 7 ist in der Nähe der untersten Stufe ein Lagerbock 18 angeschweißt,
an dem drehbar ein Arretierelement 19 befestigt ist. Dabei ist das Arretierelement
19 mit seinem einen Ende an dem Lagerbock 18 drehbar befestigt. Das andere Ende des
Arretierelements 19 liegt gleitend an der Unterseite der untersten Stufe 4 an, die
mit einem Ende drehbar am Grundrahmen 6 angeordnet ist. Auf der in der Vorderansicht
der Vorderseite des Tragrahmens 7 erstreckt sich ein Trittbügel 17, der am Tragrahmen
7 wiederum drehbar befestigt ist. Der Trittbügel 17 ist im wesentlichen U-förmig gebogen,
wobei seine zwei Schenkel in Richtung des Grundrahmens 6 umgebogen sind und deren
freie Enden mit Gleitrollen 20 versehen sind, die auf der Unterseite des Grundrahmens
6 abrollen.
[0027] Bei dem in Fig. 4 gezeigten zweiten Ausführungsbeispiel sind die Standfüße 2 in vom
Boden abgehobenem Zustand dargestellt und die drehbare Stufe 4 ist um einen Winkel
gegenüber einer Horizontalebene verdreht, wobei der Tragrahmen 7 auf einer ersten
Rastfläche 22 des Arretierelements 19 anliegt. In dieser Stellung des Tragrahmens
7 gegenüber dem Grundrahmen 6 ist die Podestleiter 1 in allen Richtungen frei verschiebbar.
[0028] Bei diesem Ausführungsbeispiel ist ein Lagerbock 18 am Grundrahmen 6 angebracht,
an dessen unterem Ende ein Arretierelement 19 drehbar befestigt ist. Das Arretierelement
19 weist eine erste Rastfläche 22 und eine zweite Rastfläche 23 auf, die durch Abkantungen
geformt sind. In abgehobener Stellung der Standfüße 2 liegt ds vordere Querrohr des
Tragrahmens 7 an der ersten Rastfläche 22 des Arretierelements 19 an. Dabei wird über
eine Feder 12 das Arretierelement 19 gegen die Unterseite der drehbaren Stufe 4 gedrückt.
In dieser Stellung ist die Stufe 4 um einen kleinen Winkel von etwa 2 bis 5° nach
oben verdreht.
[0029] Ein Trittbügel 17 ist drehbar am Tragrahmen 7 befestigt und weist Gleitrollen 20
an seinen sich gegenüberliegenden Schenkeln auf, die am Grundrahmen 6 abrollen. Der
Trittbügel 17 nimmt hier eine untere Stellung ein. Durch geringfügige Belastung der
Stufe 4 wird das Arretierelement 19 nach unten weggedrückt, wodurch das Querrohr des
Tragrahmens 7 sich von der ersten Rastfläche löst und in die zweite Rastfläche 23,
die darüberliegt, gedrückt wird. Dies wird wiederum dadurch erreicht, daß bereits
durch die leicht verschwenkte Lagerung des Tragrahmens 7 gegenüber dem Grundrahmen
6 die Gewichtskraft der Leiter den Tragrahmen 7 automatisch verschwenkt, wenn das
Arretierelement 19 gelöst wird. Dadurch kommen die Standfüße 2 auf dem Boden zum Stehen.
Diese Stellung ist in der Fig. 7 gezeigt. Durch die Verschwenkung des Tragrahmens
7 gegenüber dem Grundrahmen 6 wird der Trittbügel 17 in eine obere Stellung gedreht,
wobei er immer noch mit seinen Schenkeln über die Gleitrollen 20 an der Unterseite
des Grundrahmens 6 anliegt. Durch Trittbelastung des Trittbügels 17 nach unten wird
der Grundrahmen 6 gegenüber dem Tragrahmen 7 angehoben und das Querrohr des Tragrahmens
7 wird wieder von der zweiten Rastfläche 23 in die erste Rastfläche 22 gedrückt, wobei
die Stufe 4 automatisch wieder gegenüber der Horizontalebene leicht verdreht wird.
In dieser Stellung kann das Gestell bzw. die Leiter leicht in alle Richtungen verfahren
werden. Bei der in Fig. 6 dargestellten Vorderansicht mit angehobenen Standfüßen 2
ist nochmals sehr gut die Form des Trittbügels 17 zu erkennen, der an Tragrahmen 7
drehbar angebracht ist und mit Gleitrollen 20 auf der Unterseite des Grundrahmens
6 gleitet.
1. Verfahrbares Gestell mit
- einer Anzahl von Rollen (3), mit denen das Gestell frei verschiebbar ist,
- einem oder mehreren Standfüßen (2), die gegenüber den Rollen (3) anheb- und absenkbar
sind, so daß in abgesenktem Zustand das Gestell einen sicheren Stand auf dem Boden
hat, und
- einer oder mehreren Stufen (4),
dadurch
gekennzeichnet, daß
- zumindest eine Stufe (4) bewegbar gelagert ist und eine erste und zweite Lageposition
einnehmen kann,
- die bewegbare Stufe (4) bei Belastung von der ersten in die zweite Lageposition
gebracht wird, wodurch über einen Betätigungsmechanismus (9, 19) der oder die Standfüße
(2) abgesenkt werden, und
- einem Anhebeelement (10), das bei Belastung die Standfüße (2) vom Boden abhebt,
wodurch gleichzeitig über den Betätigungsmechanismus (9, 19) die bewegliche Stufe
(4) in die erste Lageposition zurückgebracht wird.
2. Gestell nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß bei mehreren Stufen die unterste
Stufe (4) bewegbar gelagert ist.
3. Gestell nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Stufe (4) drehbar
ist und an zwei sich gegenüberliegenden Punkten an einem Grundrahmen (6) des Gestells
gelagert ist und die Standfüße (2) an diesem Grundrahmen (6) angeordnet sind.
4. Gestell nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß ein Tragrahmen
(7) mit der oder den Rollen (3) schwenkbar am Grundrahmen (6) angeordnet ist.
5. Gestell nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Tragrahmen (7) mittels Schwenkarmen
(5) schwenkbar am Grundrahmen (6) angeordnet ist.
6. Gestell nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Schwenkarme (5) am Grundrahmen
(6) und am Tragrahmen (7) drehbar gelagert sind und die Drehpunkte am Tragrahmen (7)
versetzt zu den Drehpunkten am Grundrahmen (6) angeordnet sind.
7. Gestell nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Betätigungsmechanismus ein
Arretierelement (9) umfaßt, das am Grundrahmen (6) drehbar gelagert ist und mit seinem
einen Ende an der unteren Seite der drehbaren Stufe (4) gleitend anliegt und mit seinem
anderen Ende durch eine Feder (12), die am Tragrahmen (7) angebracht ist, gegen die
Innenseite der drehbaren Stufe (4) gedrückt wird.
8. Gestell nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß das Arretierelement (9) einen
Absatz aufweist, der an einem entsprechenden Ansatzstück (8) am Tragrahmen (7) anliegt,
wenn die Standfüße (2) angehoben sind.
9. Gestell nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Anhebeelement aus einem Tritthebel
(10) besteht, der mit den in der Nähe der drehbaren Stufe (4) angeordneten Schwenkarmen
(5) verbunden ist und in der Draufsicht gegenüber der drehbaren Stufe (4) vorkragt.
10. Gestell nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß der Tritthebel (10) aus einem
U-förmigen Rohr besteht, das mit seinen Schenkeln mit den zugehörigen Schwenkarmen
(5) verschweißt ist.
11. Gestell nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die erste Lageposition der drehbaren
Stufe (4) dadurch definiert ist, daß eine zur Auflagefläche der Stufe parallele Ebene
gegenüber einer horizontalen Ebene um einen vorbestimmten Winkel verdreht ist.
12. Gestell nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die zweite Lageposition der drehbaren
Stufe (4) dadurch definiert ist, daß eine zur Auflagefläche der drehbaren Stufe parallele
Ebene horizontal ausgerichtet ist.
13. Gestell nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß bei Einnehmen der ersten Lageposition
der drehbaren Stufe (4) das Anhebeelement (10) eine untere Lageposition einnimmt und
bei Einnehmen der zweiten Lageposition der drehbaren Stufe das Anhebeelement (10)
eine obere Lageposition einnimmt.
14. Gestell nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Winkel
zwischen der ersten und zweiten Lageposition der drehbaren Stufe (4) 1° bis 20° beträgt.
15. Gestell nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Winkel zwischen der ersten
und zweiten Lageposition der drehbaren Stufe (4) zwischen 1 und 5° beträgt.
16. Gestell nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß in der
ersten Lageposition der drehbaren Stufe (4) die Schwenkarme (5) um einen Winkel von
5 bis 20° gegenüber einer Vertikalen geneigt sind.
17. Gestell nach Anspruch 1 oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Betätigungsmechanismus
in der Mitte der drehbaren Stufe (4) angeordnet ist.
18. Gestell nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß ein Trittbügel (17) am Tragrahmen
(7) drehbar gelagert ist und mit Gleitrollen an der Unterseite des Grundrahmens (6)
gleitet.
19. Gestell nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, daß der Trittbügel (17) aus einem
U-förmigen Rohr besteht, dessen Enden nach oben gebogen sind und am Grundrahmen (6)
entlanggleitet.
20. Gestell nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß ein Lagerbock (18) am
Grundrahmen (6) befestigt ist und ein an diesem drehbares gelagertes Arretierelement
(19) mittels einer Feder (12) gegen die drehare stufe (4) gedrückt gehalten wird,
wobei das Arretierelement (19) aus einem mehrfach gekanteten Blech besteht, das mit
seinem oberen Ende gegen die untere Seite der drehbaren Stufe (4) gleitend anliegt.
21. Gestell nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, daß der Tragrahmen (7) in der ersten
Lageposition der drehbaren Stufe (4) an einer unteren Anlagefläche des Arretierelements
(19) anliegt und in der zweiten Lageposition in einer darüber angeordneten zweiten
Anlagefläche des Arretierelements (19) liegt.
22. Gestell nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die bewegbare Stufe (4)
von einer ersten in eine zweite Lageposition verschiebbar ist.
23. Gerüst- bzw. Podestleiter mit einer Anzahl übereinander angeordneten Stufen und einer
oberen Plattform, umfassend ein verfahrbares Gestell nach einem der Ansprüche 1 bis
22.