Stand der Technik
[0001] Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Ermitteln von Fehlerzuständen von
Dieseleinspritzanlagen aus mindestens einem Einspritzdruckverlauf, bei dem der Einspritzdruckverlauf
erfaßt, Vergleichsdaten gegenübergestellt und ausgewertet wird.
[0002] Bei einem bekannten derartigen Verfahren zur Fehlerdiagnose bei Dieseleinspritzanlagen
wird der Einspritzdruckverlauf mittels eines Aufklemmgebers an Leitungen, die zu den
Einspritzdüsen führen, abgenommen. Die Auswertung und Diagnose basiert auf der visuellen
Beurteilung der gemessenen Einspritzdruckverläufe bzw. auf dem visuellen Vergleich
der gemessenen Einspritzdruckverläufe verschiedener Zylinder eines Motors untereinander.
Zu dieser subjektiven Auswertung gehört nicht nur viel Erfahrung, sondern die einzelnen
Meßgeber müssen auch sorgfältig ausgewählt und aufeinander genau abgestimmt sein,
da Empfindlichkeitsabweichungen voneinander die Auswertung beeinflussen und zu einer
Fehldiagnose führen würden.
[0003] Bei einem anderen Verfahren dieser Art wird aus dem Signal des Einspritzdruckverlaufs
nur der Förderbeginn und die Drehzahl abgeleitet, so daß die gewonnene Information
relativ gering ist.
Vorteile der Erfindung
[0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren der eingangs genannten Art
bereitzustellen, mit dem Fehler der Dieseleinspritzanlage zuverlässig diagnostiziert
werden können.
[0005] Diese Aufgabe wird bei einem gattungsgemäßen Verfahren mit den im Anspruch 1 angegebenen
Merkmalen gelöst.
[0006] Hiernach ist also vorgesehen, daß der erfaßte Einspritzdruckverlauf bezüglich der
Einzeleinspritzungen anhand einer Standardkurve normiert wird und daß zur Auswertung
der normierte Einspritzdruckverlauf mindestens einer Einzeleinspritzug den Vergleichsdaten
gegenübergestellt wird.
[0007] Durch die Normierung erfolgt eine Signalaufbereitung, durch die unterschiedliche
Empfindlichkeiten der Meßgeber eliminiert werden. Hierdurch werden durch die Meßgeber
bzw. deren Anschluß an die Dieseleinspritzanlage bedingte systematische oder zufällige
Fehler kompensiert, so daß sie nicht verfälschend in die Auswertung eingehen. Dabei
können Meßgeber unterschiedlicher Empfindlichkeiten für die Messung des Finspritzdruckverlaufes
an einem oder mehreren Zylindern verwendet werden, wobei das Meßergebnis reproduzierbar
und die einzelnen Meßergebnisse miteinander vergleichbar bleiben. Die normierten Einspritzdruckverläufe
bilden eine eindeutige Basis für eine visuelle oder automatische Auswertung und Fehlerbestimmung.
Zudem kann der Einfluß von Drehzahlschwankungen eliminiert werden.
[0008] Vorteilhaft läuft die Normierung in einem ersten Schritt zunächst in Richtung der
Zeitachse des Einspritzdruckverlaufes und dann in einem zweiten Schritt in Richtung
der Amplitude des Einspritzdruckverlaufes ab. Durch die Normierung in Richtung der
Zeitachse werden die Einzeleinspritzungen verschiedener Zylinder an die gleiche Stelle
einer Zeitachse gelegt und einander überlagerbar, während durch die Normierung in
Amplitudenrichtung evtl. Unterschiede in den Amplitudenmerkmalen der Einzeleinspritzungen
hervortreten.
[0009] Eine vorteilhafte Vorgehensweise für eine gute Normierung besteht darin, daß die
Normierung in Richtung der Zeitachse durch Kreuzkorrelation von diskreten Werten des
Einspritzdruckverlaufes und entsprechenden Werten der Standardkurve erfolgt, wobei
die Maxima der Kreuzkorrelationsfunktion die zeitliche Anpassung des Einspritzdruckverlaufs
darstellen, und daß die Normierung in Richtung der Amplitude mittels linearer Regression
erfolgt, wobei ebenfalls die diskreten Werte des Einspritzdruckverlaufs und entsprechende
Werte der Standardkurve verwendet werden.
[0010] Die Werte für die Kreuzkorrelation bzw. die Regression sind dabei zeitlich äquidistante
Abtastwerte des Einspritzdruckverlaufes.
[0011] Beispielsweise kann für die Normierung mittels Kreuzkorrelation und Regression als
Standardkurve eine normale Einzeleinspritzung oder eine grob an eine Einzeleinspritzung
angepaßte Dreiecksfunktion dienen.
[0012] Die Normierung kann auch so vorgenommen werden, daß sie in Richtung der Zeitachse
anhand des ersten Maximums erfolgt, wobei diesem die Zeit Null und die Amplitude Eins
zugeordnet wird, oder daß die Normierung anhand eines anderen charakteristischen Wertes
erfolgt.
[0013] Für die Auswertung und Fehlerdiagnose ist es günstig, wenn die Einspritzdruckverläufe
aller Zylinder erfaßt und die Einzeleinspritzungen der verschiedenen Zylinder mittels
der Normierung überlagert dargestellt werden. Hierdurch wird ein relativer Vergleich
zwischen den Einspritzdruckverläufen der einzelnen Zylinder ermöglicht und zusätzlich
können die Einspritzdruckverläufe auch mit vorgegebenen Daten z.B. in Form von Fehlerbildern
verglichen werden.
[0014] Die Motordrehzahl kann grundsätzlich durch die unmittelbare Erfassung des zeitlichen
Abstandes der Einzeleinspritzungen erfaßt werden. Die Zuverlässigkeit und Genauigkeit
ist jedoch höher, wenn der zeitliche Abstand der Kreuzkorrelationsmaxima zugrundegelegt
wird. Die erfaßte Motordrehzahl kann als Information für die Verbesserung der Normierung
und/oder zur Erhöhung der Zuverlässigkeit des Auswerteergebnisses ausgenutzt werden,
da sich eine Drehzahländerung bzw. Beschleunigung auf die Kurvenform des Einspritzdruckverlaufs
auswirkt. Bei der Auswertung können entsprechende Vergleichsdaten zugrundegelegt werden.
[0015] Die Auswertung wird sicherer, wenn sie auf der Grundlage einer Mittelung über mehrere
zeitlich nacheinander folgende normierte Einzeleinspritzungen erfolgt.
[0016] Alternativ zur Normierung im Zeitbereich kann auch eine Normierung der in den Frequenzbereich
transformierten Einspritzdruckverläufe durchgeführt werden, wobei Merkmale bzw. Abtastwerte
der spektralen Amplituden verwendet werden.
[0017] Die Fehler können beispielsweise dadurch ermittelt werden, daß zur visuellen Auswertung
die Vergleichsdaten und die zu beurteilende normierte Einzeleinspritzung gleichzeitig
dargestellt werden, wobei als Vergleichsdaten entweder die normierten Einzeleinspritzungen
der anderen Zylinder oder ein Normalbild für die ordnungsgemäße Funktion und - wenn
gewünscht - mindestens ein charakteristisches Fehlerbild dienen.
[0018] Eine von der Erfahrung und subjektiven Bewertung des Bedienungspersonals unabhängige
objektive Auswertung wird dadurch erzielt, daß die Auswertung automatisch durch Vergleich
von diskreten Werten der normierten Einzeleinspritzungen mit den gespeicherten Vergleichsdaten
und Zuordnung der Werte zu den Vergleichsdaten erfolgt, die einen Normalzustand und
mindestens ein Fehlerbild darstellen, wobei die diskreten Werte äquidistante Abtastwerte
oder Maxima und/oder Minima sind.
[0019] Als Auswertemethoden eignen sich hierbei eine Diskriminanzanalyse oder eine Verarbeitung
durch ein neuronales Netzwerk.
[0020] Für eine übersichtliche Information der Bedienungsperson ist es vorteilhaft, wenn
nur die Fehler angezeigt werden, deren Wahrscheinlichkeit oberhalb einer vorgegebenen
Grenze liegt.
[0021] Die Erfindung wird nachfolgend anhand von Ausführungsbeispielen unter Bezugnahme
auf die Zeichnungen erläutert. Es Zeigen:
- Fig. 1
- von Meßgebern aufgenommene tiefpaßgefiltere Signale von Einspritzdruckverläufen für
die vier Zylinder eines Vierzylindermotors über der Zeit,
- Fig. 2
- vier einander zeitlich überlagerte Einzeleinspritzvorgänge von für die vier verschiedenen
Zylinder gemessenen Einspritzdruckverläufen, die zeitlich an eine Standardkurve angepaßt
sind,
- Fig. 3
- die vier Einzeleinspritzvorgänge nach Fig. 2, die nun zusätzlich amplitudenmäßig an
die Standardkurve angepaßt sind,
- Fig. 4
- charakteristische Merkmale einer normierten Einzeleinspritzung und
- Fig. 5
- eine der Fig. 3 entsprechende Darstellung, wobei ein fehlerhafter Einspritzdruckverlauf
bei Zylinder 1 vorliegt.
[0022] In der Fig. 1 sind Ausschnitte von Einspritzdruckverläufen 1 für die vier Zylinder
eines Vierzylindermotors über der Zeit t mit jeweiligen Einzeleinspritzungen 1.1a
bis 1.1d dargestellt, wie sie beispielsweise mit Hilfe von Klemmgebern gewonnen werden.
Der jeweilige Klemmgeber ist dabei an einer Einspritzleitung vorzugsweise in der Nähe
der Einspritzdüse aufgeklemmt, wobei es sich beispielsweise um einen üblichen piezoelektrischen
Aufklemmgeber handelt, der eine dem Einspritzdruckverlauf proportionale elektrische
Ladung liefert, die elektronisch in eine Spannung konvertiert wird. Als andere mögliche
Meßgeber kommen auch piezoresistive Meßgeber und, anstelle von Aufklemmgebern, auch
eingebaute Meßgeber in Frage. Die Skalierung in Zeitrichtung und in Amplitudenrichtung
ist in modifizierten Einheiten vorgenommen.
[0023] Der Einspritzdruckverlauf kann unter verschiedenen Betriebsbedingungen des Motors
gewonnen werden, z.B. bei konstanter Drehzahl, vorzugsweise unter Last oder bei dynamischer
Belastung während einer freien Beschleunigung des nur durch sein Trägheitsmoment belasteten
Motors,
[0024] In Fig. 2 sind die Verläufe von für vier verschiedene Zylinder gemessenen Einzeleinspritzungen
über der Zeit dargestellt, wobei die Amplitude in modifizierten Spannungseinheiten
skaliert ist. Die Einzeleinspritzungen sind zeitlich (mittels Kreuzkorrelation), aber
nicht amplitudenmäßig an eine Standardkurve angepaßt. Bierbei zeigen insbesondere
die Kurvenverläufe der Einzeleinspritzungen Zyl.1 und Zyl.3 gegenüber den Amplituden
der übrigen Einzeleinspritzungen eine Abweichung, die beispielsweise auf einer unterschiedlichen
Empfindlichkeit der entsprechenden Meßgeber beruhen kann. Die vier Einzeleinspritzungen
sind hierbei jeweils über 10 aufeinanderfolgende Einspritzvorgänge gemittelt. Alle
Elemente des Einspritzsystems befinden sich im Normalzustand.
[0025] In Fig. 3 sind normierte Verlaufe 2 von Einzeleinspritzungen Zyl.1 bis Zyl.4 dargestellt.
Die Normierung ist hierbei sowohl in Richtung der Zeitachse als auch in Amplitudenrichtung
erfolgt, wobei die Normierung in Richtung der Zeitachse mittels Kreuzkorrelation ausgeführt
ist, so daß die Einzeleinspritzungen der verschiedenen Einspritzdruckverläufe für
die verschiedenen Zylinder entlang der Zeitachse beginnend bei Null, überlagert sind.
In Amplitudenrichtung ist die Normierung mittels linearer Regression unter Anpassung
an eine Standardkurve vorgenommen. Alle Elemente des Einspritzsystems befinden sich
im Normalzustand.
[0026] Die in einem ersten Schritt durchgeführte Kreuzkorrelation wird zwischen diskreten
Werten des Einspritzdruckverlaufes und einer Standardkurve vorgenommen. Die diskreten
Werte sind dabei zeitlich äquidistante Abtastwerte des Einspritzdruckverlaufs. Die
Standardkurve kann eine normale Einzeleinspritzung oder eine grob an eine Einzeleinspritzung
angepaßte Dreiecksfunktion oder dgl. sein. Die Maxima der Kreuzkorrelationsfunktion
stellen die zeitliche Anpassung des Verlaufes der Standardkurve an den Einspritzdruckverlauf
dar und gestatten, zeitlich angepaßte Einzeleinspritzungen aus dem gesamten Einspritzdruckverlauf
zu extrahieren.
[0027] In einem zweiten Schritt werden dann die extrahierten Einzeleinspritzungen mit Hilfe
der linearen Regression amplitudenmäßig an den Verlauf der Standardkurve angepaßt
und anschließend über alle oder mehrere extrahierte und angepaßte Einzeleinspritzungen
gemittelt.
[0028] Aus Fig. 3 ist die gute Reproduzierbarkeit der Verläufe für die normierten Einzeleinspritzungen
ersichtlich. In Amplitudenrichtung ist eine Skalierung in normierten Einheiten Y vorgenommen.
[0029] Gemäß einer zweiten Methode kann die Normierung auch mittels einer Maximum-Minimum-Methode
vorgenommen werden. Hierbei werden aus einem Einspritsdruckverlauf gem. Fig. 1 ebenfalls
Einzeleinspritzungen extrahiert. Die Einzeleinspritzungen werden derart normiert,
daß beim ersten Maximum die Zeit gleich Null und die Amplitude gleich Eins gesetzt
ist.
[0030] Ferner kann eine Signalaufbereitung und/oder die Auswertung im Frequenzbereich vorgenommen
werden, wozu bereits der gemessene oder der schon normierte Einspritzdruckverlauf
in den Frequenzbereich transformiert wird.
[0031] Die Auswertung kann nach der Normierung durch einen visuellen Vergleich der normierten
Einzeleinspritzungen relativ für die verschiedenen Zylinder untereinander und/oder
mit charakteristischen Vergleichsdaten erfolgen, wobei die Vergleichsdaten einen Normalzustand
und verschiedene Fehlerbilder darstellen. Infolge der Normierung sind Abweichungen
im Fehlerzustand gegenüber dem Normalzustand oder anderen Fehlerzuständen gut zu unterscheiden.
[0032] Um von der subjektiven Wertung der Bedienungsperson und deren Erfahrungsgrad unabhängig
zu sein, eignet sich eine automatische Auswertung der normierten Einzeleinspritzungen
zur Fehlerdiagnose. Hierbei werden diskrete Werte der normierten Einzeleinspritzungen
mit gespeicherten Vergleichsdaten verglichen und eine Klassifizierung vorgenommen.
Die Vergleichsdaten geben dabei einen Normalzustand und vorzugsweise mehrere Fehlerzustände
wieder, und es wird die Wahrscheinlichkeit dafür ermittelt, daß die Einspritzdruckverläufe
der jeweiligen Zylinder zum Normalzustand oder einem bestimmten Fehlerzustand gehören.
[0033] Die Klassifizierung kann beispielsweise mittels einer Diskriminanzanalyse unter Anwendung
statistischer Verfahren oder mit sogenannten neuronalen Netzwerken erfolgen. Die für
die Auswertung zugrundegelegten diskreten Werte der normierten Einzeleinspritzungen
können dabei äquidistante Amplitudenabtastwerte oder charakteristische Merkmale der
normierten Einzeleinspritzungen, insbesondere Maxima und/oder Minima sein. In Fig.
4 sind beispielsweise solche charakteristischen Merkmale a bis e dargestellt.
[0034] Die Auswertung kann dabei für den Zeitbereich oder den Frequenzbereich in entsprechender
Weise erfolgen. Die Werte für die Fehlerdiagnose können im Frequenzbereich aus Merkmalen
der spektralen Amplituden bzw. durch geeignete Abtastwerte gewonnen werden.
[0035] Fig. 5 zeigt eine entsprechende Darstellung wie Fig. 3. In Fig. 5 ist aber als Beispiel
der normierte Verlauf einer fehlerbehafteten Einzeleinspritzung Zyl.1' mit (um 10
%) zu geringem Einspritzdruck dem normierten Verlauf normaler Einzeleinspritzungen
Zyl.2 bis Zyl.4 gegenübergestellt. Die Abweichung ist deutlich erkennbar.
[0036] Zur Verfeinerung des Verfahrens kann für die Normierung und/oder die Auswertung noch
die jeweilige Motordrehzahl herangezogen werden, die mittels der zeitlichen Abstände
der Korrelationsmaxima zuverlässig bestimmt werden kann. Hierdurch können der Fehlerdiagnose
die entsprechenden Drehzahlwerte bzw. Beschleunigungswerte zugrundegelegt werden,
so daß die Zuverlässigkeit der Auswertung gewinnt, da die Einspritzdruckverläufe von
der Drehzahl bzw. der Drehzahländerung abhängig sind.
[0037] Als Ergebnis der automatischen Auswertung steht für die Bedienungsperson beispielsweise
die Wahrscheinlichkeit, daß ein bestimmter Fehler vorliegt, zur Verfügung. Für eine
übersichtliche Darstellung ist es günstig, wenn dabei nur diejenigen Fehler angezeigt
werden, deren Wahrscheinlichkeit oberhalb einer vorgegebenen Grenze liegt.
1. Verfahren zum Ermitteln von Fehlerzuständen von Dieseleinspritzanlagen aus einem Einspritzdruckverlauf,
bei dem der Einspritzdruckverlauf erfaßt, Vergleichsdaten gegenübergestellt und ausgewertet
wird,
dadurch gekennzeichnet,
daß der erfaßte Einspritzdruckverlauf bezüglich der Einzeleinspritzungen anhand einer
Standardkurve normiert wird und
daß zur Auswertung der normierte Einspritzdruckverlauf mindestens einer Einzeleinspritzug
den Vergleichsdaten gegenübergestellt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß in einem ersten Schritt die Normierung in Richtung der Zeitachse des Einspritzdruckverlaufs
und in einem zweiten Schritt die Normierung in Richtung der Amplitude des Einspritzdruckverlaufes
erfolgt.
3. Verfahren nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Normierung in Richtung der Zeitachse durch Kreuzkorrelation von diskreten
Werten des Einspritzdruckverlaufes und entsprechenden Werten der Standardkurve erfolgt,
wobei die Maxima der Kreuzkorrelationsfunktion die zeitliche Anpassung des Einspritzdruckverlaufs
darstellen, und daß die Normierung in Richtung der Amplitude mittels linearer Regression
erfolgt, wobei die diskreten Werte des Einspritzdruckverlaufs und die entsprechenden
Werte der Standardkurve verwendet werden.
4. Verfahren nach Anspruch 2 oder 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß als Werte des Einspritzdruckverlaufs für die Normierung zeitlich äquidistante
Abtastwerte herangezogen werden.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß als Standardkurve eine normale Einzeleinspritzung oder eine grob an eine Einzeleinspritzung
angepaßte Dreiecksfunktion dient.
6. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Normierung in Richtung der Zeitachse anhand des ersten Maximums erfolgt, wobei
diesem die Zeit Null und die Amplitude Eins zugeordnet wird, oder daß die Normierung
anhand eines anderen charakteristischen Wertes durchgeführt wird.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Einspritzdruckverläufe aller Zylinder erfaßt und die Einzeleinspritzungen
der verschiedenen Zylinder nach deren Normierung überlagert dargestellt werden.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 3 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß mittels der zeitlichen Abstände der Kreuzkorrelationsmaxima die Motordrehzahl
erfaßt wird.
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Auswertung auf der Grundlage einer Mittelung über mehrere Einzeleinspritzungen
erfolgt.
10. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet,
daß zur visuellen Auswertung die Vergleichsdaten und die zu beurteilende normierte
Einzeleinspritzung gleichzeitig dargestellt werden, wobei als Vergleichsdaten entweder
die normierten Einzeleinspritzungen der anderen Zylinder oder ein Normalbild für die
ordnungsgemäße Funktion und/oder mindestens ein charakteristisches Fehlerbild dienen.
11. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Auswertung automatisch durch Vergleich von diskreten Werten der normierten
Einzeleinspritzungen mit den gespeicherten Vergleichsdaten und Zuordnung der Werte
zu den Vergleichsdaten erfolgt, die einen Normalzustand und mindestens ein Fehlerbild
darstellen, wobei die diskreten Werte äquidistante Abtastwerte oder Maxima und/oder
Minima sind.
12. Verfahren nach Anspruch 11,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Auswertung mittels einer Diskriminanzanalyse oder eines neuronalen Neztwerkes
erfolgt.
13. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 12,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Einzeleinspritzungen im Frequenzbereich weiter verarbeitet und mittels Merkmalen
der spektralen Amplituden ausgewertet werden.
14. Verfahren nach Anspruch 11 oder 12,
dadurch gekennzeichnet,
daß nur die Fehler angezeigt werden, deren Wahrscheinlichkeit oberhalb einer vorgegebenen
Grenze liegt.