[0001] Die Erfindung betrifft eine Herdmulde nach den Oberbegriffen der Patentansprüche
1, 2, 4 und 5.
[0002] Eine Herdmulde der eingangs genannten Art ist bereits aus der DE - U - 94 19 782
bekannt. Die bekannte Herdmulde weist eine sensortaugliche Elektroniksteuerung mit
sensorüberwachten Berührungsflächen auf, die in einem Schrägpultteil angeordnet sind.
Neben der Sensorsteuerung weist die bekannte Herdmulde einen außerhalb des Kochfeldes
liegenden mechanischen Hauptschalter auf. Die bekannte Herdmulde hat allerdings verschiedene
Nachteile. Einerseits ist der mechanische Hauptschalter in Verbindung mit der sensortauglichen
Elektroniksteuerung ästhetisch nicht sonderlich ansprechend. Andererseits kann der
mechanische Hauptschalter nicht so schnell betätigt werden, wie dies über eine sensortaugliche
Elektroniksteuerung möglich ist. Dies kann sich im Falle eines notwendigen sofortigen
Ausschaltens der Herdmulde als nachteilig erweisen. Darüber hinaus hat die bekannte
Herdmulde weitere, sich aufgrund der Sensorsteuerung ergebende Nachteile. So kann
ein versehentliches Berühren der Sensorfläche der Bedienungselemente dazu führen,
daß unbeabsichtigter Weise verschiedene Kochstellen eingeschaltet oder ausgeschaltet
werden. Hierbei handelt es sich um einen Nachteil, der an sich bei mechanischen Drehschaltern,
wie sie bei Herdmulden auch verwendet werden, nicht auftreten kann.
[0003] Ein weiterer Bedienungsnachteil der bekannten Herdmulde besteht in der vergleichsweise
umständlichen Handhabung. Zunächst muß die betreffende Herdmulde durch Antippen der
mittleren Sensorfläche des Bedienungselementes eingeschaltet werden. Anschließend
muß über einen Plustaster die gewünschte Temperatur eingestellt werden. Dies erfolgt
durch mehrfaches Antippen des Plustasters, bis die entsprechende Temperatur erreicht
ist. Dies kann vergleichsweise lange dauern. Jedenfalls dauert das Einstellen einer
hohen Temperatur viel länger als bei einer konventionellen Herdmulde mit Drehschalterbetätigung,
bei der lediglich ein einmaliges Drehen des Drehschalters erforderlich ist, während
bei der bekannten Herdmulde ein mehrfaches Antippen des Plusschalters notwendig ist.
[0004] Die Erfindung geht nun einen neuen Weg und vermeidet die vorgenannten Nachteile.
Hierzu sind verschiedene erfindungsgemäße Alternativen vorgesehen, die in den Patentansprüchen
1, 2, 4 und 5 angegeben sind. Die in Patentanspruch 1 vorgesehene Lösung bietet zunächst
einmal den Vorteil, daß der Hauptschalter Teil des Bedienungsfeldes der Betätigungseinrichtung
ist, also ein mechanischer Hauptschalter nicht erforderlich ist, was ästhetisch sehr
ansprechend ist. Darüber hinaus kann der Hauptschalter sehr schnell, nämlich durch
einfaches Antippen betätigt werden, sofern dies erforderlich ist. Die erfindungsgemäße
Ausgestaltung des Hauptschalters gewährleistet dabei, daß dieser beim Betätigen zum
Ausschalten unmittelbar anspricht. Demgegenüber ist zum Einschalten eine Einschaltverzögerung
vorgesehen und zwar aus Gründen der Sicherheit und Handhabung. Wird nämlich beispielsweise
zu Reinigungszwecken oder mit einem feuchten Lappen über den Ein/Aus-Taster gewischt,
so würde sich ohne Einschaltverzögerung ständig ein An- und Abstellen der Schaltereinrichtung
ergeben. Darüber hinaus wird durch die Einschaltverzögerung auch bei einem versehentlichen
Antippen des Ein/Aus-Tasters sichergestellt, daß die Herdmulde nicht eingeschaltet
wird.
[0005] Bei der im Patentanspruch 2 angegebenen erfindungsgemäßen Alternative wird durch
Betätigung des Verriegelungsschalters vorteilhafterweise sichergestellt, daß ein unbeabsichtigtes
Betätigen aller weiteren Schalter ausgeschlossen ist. Beim Stand der Technik kann
es beim Kochen ohne weiteres dazu kommen, daß der Benutzer versehentlich ein Bedienungsfeld
der Sensorsteuerung betätigt und damit entweder versehentlich eine weitere Kochstelle
einschaltet oder aber die eingestellte Temperaturstellung der betreffenden Kochstelle
verändert. Durch Vorsehen des erfindungsgemäßen Verriegelungsschalters kann eine derartige
Fehlbedienung nicht mehr vorkommen, da alle anderen Schalter bei Betätigung des Verriegelungsschalters
gesperrt sind. Von dieser Sperrung ausgenommen ist lediglich der Hauptschalter, so
daß bei Betrieb des Herdes in jedem Falle gewährleistet ist, daß die Herdmulde bedarfsweise
umgehend ausgeschaltet werden kann, ohne zuvor die Verriegelungsfunktion des Verriegelungsschalters
wieder aufzuheben.
[0006] Den in den Patentansprüchen 4 und 5 angegebenen erfindungsgemäßen Alternativen liegen
Untersuchungen zugrunde, die beim Zustandekommen der Erfindung durchgeführt worden
sind. Bei diesen Untersuchungen hat man festgestellt, daß Benutzer in der Regel entweder
in der mittleren Kochstufe oder aber in der maximalen Kochstufe kochen. Dieser Erkenntnis
ist dadurch Rechnung getragen worden, daß, wenn die Einschaltung der jeweiligen Kochstufe
durch die Minustaste erfolgt, die mittlere Koch- oder Leistungsstufe eingestellt wird.
Erfolgt die Einschaltung der jeweiligen Kochstelle hingegen durch die Plustaste, wird
sofort die maximale Leistungsstufe eingeschaltet. Soll nicht in der maximalen Kochstufe
gekocht werden, kann dies durch entsprechendes Tippen auf den jeweiligen Plus- oder
Minustaster eingestellt werden. Darüber hinaus ist durch erfindungsgemäße Ausgestaltung
ein separater Ein-Schalter zum Einschalten einer Kochstelle nicht erforderlich, wie
dies beim Stand der Technik jedoch der Fall ist. Bei der Erfindung erfolgt sowohl
das Einschalten als auch das Betätigen über den Plus- oder Minusschalter bzw. deren
Taster Auch das Ausschalten kann über die vorgenannten Taster erfolgen. Wird beispielsweise
bei maximaler Leistungsstufe erneut der Plus-Taster betätigt, so wird hierdurch die
Kochstelle abgeschaltet. Gleiches gilt, wenn auf der untersten Leistungsstufe erneut
der Minustaster betätigt wird. Somit sind bei der Erfindung nur zwei Taster für eine
Kochstelle zu deren Bedienung erforderlich.
[0007] Weitere Merkmale, Vorteile und Anwendungsmöglichkeiten der vorliegenden Erfindung
ergeben sich aus den Unteransprüchen, der nachfolgenden Beschreibung von Ausführungsbeispielen
anhand der Zeichnung und der Zeichnung selbst Dabei bilden alle beschriebenen und/oder
bildlich dargestellten Merkmale für sich oder in beliebiger Kombination den Gegenstand
der vorliegenden Erfindung, unabhängig von ihrer Zusammenfassung in den Patentansprüchen
oder deren Rückbeziehung.
[0008] Es zeigt
- Fig. 1
- eine Draufsicht auf ein Kochfeld einer erfindungsgemäßen Herdmulde und
- Fig. 2
- eine Ansicht einer erfindungsgemäßen Betätigungseinrichtung.
[0009] In Fig. 1 ist ein Kochfeld 1 einer erfindungsgemäßen Herdmulde in Draufsicht dargestellt.
Das Kochfeld 1 befindet sich dabei an der Oberseite der Herdmulde. Das Kochfeld 1
selbst besteht aus Glaskeramik. Bei der in Fig. 1 dargestellten Ausführungsform weist
das Kochfeld 1 insgesamt vier Kochstellen 2, 3, 4, 5 auf. Jeder Kochstelle 2, 3, 4,
5 ist ein Heizkörper zugeordnet. Bei den Kochstellen 2, 4 handelt es sich jeweils
um Zweikreis-Kochstellen, denen dementsprechend Zweikreis-Heizkörper zugeordnet sind.
Obwohl es sich bei der dargestellten Herdmulde um eine elektrisch betriebene handelt,
versteht es sich, daß die Erfindung auch bei einer mit Gas betriebenen Herdmulde eingesetzt
werden kann, bei der also wenigstens ein Gasbrenner vorgesehen ist.
[0010] Die Herdmulde weist weiterhin eine nicht näher dargestellte Schaltereinrichtung auf,
die unterhalb des Kochfeldes 1 angeordnet ist. Die Schaltereinrichtung dient zur Schaltung
der einzelnen Kochstellen 2 bis 5 in unterschiedlichen Kochstufen und zur Schaltung
von unterschiedlichen Funktionen, beispielsweise der beiden Zweikreis-Kochstellen
2, 4. Die Schaltereinrichtung weist weiterhin eine Betätigungseinrichtung 6 auf, die
auf dem Kochfeld 1 angeordnet ist. Die Schaltereinrichtung und die Betätigungseinrichtung
6 bilden vorliegend eine sensortaugliche Elektroniksteuerung mit sensorüberwachten
Berührungsflächen.
[0011] Wesentlich ist nun, daß die Schaltereinrichtung für die einzelnen Kochstellen 2 bis
5 zur Schaltung der Kochstellen 2 bis 5 Berührungsschalter oder berührungslose Schalter
aufweist, die nicht näher dargestellt sind, wobei die Betätigungseinrichtung 6 auf
dem Kochfeld 1 eine entsprechende Anzahl von Tastern oder Tasten aufweist, die den
einzelnen Schaltern zugeordnet sind, wobei über die Taster die unterschiedlichen Kochstufen
der Kochstellen 2 bis 5 einstellbar sind. An dieser Stelle darf darauf hingewiesen
werden, daß unter dem Begriff "Taster" nicht notwendigerweise solche Taster zu verstehen
sind, die in das Kochfeld 1 eindrückbar sind. Je nach Art der Schalter sind auch die
Taster entsprechend ausgebildet.
[0012] Bei einer besonders bevorzugten Ausgestaltung der vorliegenden Erfindung sind die
einzelnen Schalter als opto-elektronische Schalter ausgebildet. Diese sind dann unter
dem Kochfeld angeordnet. Die opto-elektronischen Schalter weisen, wie dies bei derartigen
Schaltern allgemein üblich ist, einen Infrarot-Schalter auf, wobei die Hand des jeweiligen
Benutzers dann als Empfänger wirkt. Statt der Ausbildung der Schalter als opto-elektronische
Schalter können diese auch als kapazitive Näherungsschalter ausgebildet sein. Die
einzelnen Schalter sind vorliegend derart angeordnet und ausgebildet, daß sich ein
Ansprechen des jeweiligen Schalters erst ergibt, wenn das Kochfeld über den jeweiligen
Taster berührt wird. Natürlich ist auch eine berührungslose Ausbildung der sensortauglichen
Elektroniksteuerung möglich.
[0013] Die in Fig. 1 ersichtliche und in Fig. 2 vergrößert dargestellte Betätigungseinrichtung
6 weist nun eine Mehrzahl von unterschiedlichen Tastern auf, denen einzelne Schalter
der Schaltereinrichtung zugeordnet sind. So weist die Betätigungseinrichtung 6 bei
der in Fig. 2 dargestellten Ausführungsform zunächst einmal eine Ein/Aus-Taste 7 auf,
der ein Ein/Aus-Schalter der Schaltereinrichtung zugeordnet ist. Dieser Ein/Aus-Schalter
dient vorliegend als Hauptschalter, über den die Herdmulde 1 insgesamt eingeschaltet
wird und dann betriebsbereit ist, und über den die gesamte Schaltereinrichtung bzw.
die Herdmulde abgestellt werden kann.
[0014] Dabei hat es sich gezeigt, daß es von besonderem Vorteil ist, wenn der Ein/Aus-Schalter
derart ausgebildet ist, daß sich beim Einschalten eine Zeitverzögerung etwa in der
Größenordnung von einer bis fünf Sekunden, vorzugsweise etwa zwei Sekunden ergibt.
Die Zeitverzögerung funktioniert derart, daß ein Benutzer ein gewisses Zeitintervall
auf dem Ein/Aus-Schalter drücken muß, bevor der Ein/Aus-Schalter anspricht.
[0015] Diese Zeitverzögerung ist aus Gründen der Sicherheit und Handhabung vorgesehen worden.
Wird nämlich beispielsweise zu Reinigungszwecken mit einem feuchten Lappen über den
Ein/Aus-Schalter bzw. den zugehörigen Taster gewischt, so würde sich ohne Zeitverzögerung
ein ständiges An- und Abstellen der Schaltereinrichtung ergeben.
[0016] Obwohl dies nicht dargestellt ist, könnte es sich anbieten, den Ein/Aus-Schalter
und damit auch den -taster räumlich getrennt von den Kochstellen-Betätigungstasten,
auf die im folgenden noch näher eingegangen wird, anzuordnen, bspw. auf der den Kochstellen-Betätigungstasten
gegenüberliegenden Seite des Kochfeldes. Dies hätte den Vorteil, daß bei der Reinigung
des Kochfeldes 1 bei unabsichtlichem Betätigen des Ein/Aus-Schalters nicht gleichzeitig
dann auch die Kochstellen-Betätigungstasten und -schalter betätigt werden.
[0017] Damit der Ein/Aus-Schalter als Notschalter fungieren kann, versteht es sich, daß
beim Ausschalten keine Zeitverzögerung vorgesehen ist. Ist also der Ein/Aus-Schalter
betätigt und wird in diesem Zustand auf die Ein/Aus-Taste 7 gedrückt, erfolgt ein
unmittelbares Ausschalten aller Kochstellen. Um dabei den Einschalt- oder Ausschaltzustand
leicht erkennen zu können, ist dem Ein/Aus-Schalter bzw. dem -Taster eine Betriebsanzeige
zugeordnet. Hierbei handelt es sich um eine LED, die unterhalb des Kochfeldes im Bereich
der Ein/Aus-Taste zugeordnet ist.
[0018] Weiterhin weist die Betätigungseinrichtung 6 einen Verriegelungstaster 8 auf, dem
ein entsprechender Verriegelungsschalter der Schaltereinrichtung zugeordnet ist. Der
Verriegelungsschalter ist derart ausgebildet, daß sich bei seiner Betätigung über
den Verriegelungstaster 8 eine Verriegelung der Kochstelleneinstellung und -auswahl
ergibt. Durch Betätigen der Verriegelungstaste 8 werden alle Tasten, mit Ausnahme
der Ein/Aus-Taste bzw. des entsprechenden Schalters, gegen unbeabsichtigtes Betätigen
gesperrt, können also berührt werden, ohne daß sich eine Änderung des eingestellten
Zustands ergibt. Dabei wird, wenn sich der Verriegelungsschalter in Verriegelungsstellung
befindet, die Verriegelung dadurch wieder aufgehoben, daß erneut der Verriegelungstaster
8 gedrückt wird. Wie dem Ein/Aus-Taster 7 ist auch dem Verriegelungstaster 8 eine
unterhalb des Kochfeldes 1 zugeordnete Betriebsanzeige zugeordnet. Diese leuchtet
dann auf, wenn sich der Verriegelungsschalter in Verriegelungsstellung befindet.
[0019] Zur Kochstellenbetätigung der vier Kochstellen 2 bis 5 weist die Betätigungseinrichtung
6 vier Plustaster 9 und vier Minustaster 10 auf. Dabei sind den Plustasten 9 entsprechende
Plusschalter und den Minustasten 10 entsprechende Minusschalter zur Einstellung der
jeweiligen gewünschten Kochstufe der Kochstellen 2 bis 5 zugeordnet. Jeder Kochstelle
ist ein Plus- und ein Minustaster zugeordnet. Grundsätzlich ist es dabei so, daß durch
Berühren eines Plustasters 9 der Plusschalter von einer Kochstufe auf die nächst höhere
schaltet. Dementsprechend ist bei Berühren des Minustasters 10 vorgesehen, daß der
Minusschalter von einer bestimmten Kochstufe auf die nächst niedrigere schaltet. Befindet
sich die Kochstelle in der maximalen Kochstufe, ist eine Ausschaltung dadurch möglich,
daß nochmal die Plustaste betätigt wird. Außerdem ist eine Ausschaltung auch möglich,
wenn in der kleinsten Kochstufe die Minustaste betätigt wird.
[0020] Bei Untersuchungen hat man festgestellt, daß Benutzer in der Regel entweder in der
mittleren Kochstufe oder aber in der maximalen Kochstufe kochen. Dieser Erkenntnis
ist vorliegend dadurch Rechnung getragen worden, daß, wenn die Einschaltung der jeweiligen
Kochstelle 2 bis 5 durch die Minustaste erfolgt, die mittlere Koch- oder Leistungsstufe
eingestellt wird. Durch weiteres Betätigen der Minustaste, was entweder durch Verweilen
des Fingers auf der Minustaste 10 oder aber durch entsprechend häufiges Tippen erfolgen
kann, werden die Kochstufen abwärts gewählt und schließlich die jeweilige Kochstelle
2 bis 5 ausgeschaltet. Erfolgt die Einschaltung der jeweiligen Kochstelle 2 bis 5
durch die Plustaste 9, wird sofort die maximale Leistungsstufe eingeschaltet. Durch
anschließendes Betätigen der Minustaste 10 werden die Kochstufen dann abwärts gewählt,
bis die Kochstelle 2 bis 5 schließlich wieder ausgeschaltet wird. Durch die Möglichkeit,
daß nach Erreichen der maximalen Kochstufe und weiterer Betätigung der Plustaste 9
die jeweilige Kochstelle 2 bis 5 dann ausgeschaltet wird, kann durch zweimaliges Betätigen
der Plustaste ausgehend von der Nullstellung die Kochstelle kurz ein- und dann auch
wieder ausgeschaltet werden.
[0021] Um die jeweilige Kochstufe anzuzeigen, ist eine Anzeigeeinrichtung vorgesehen. Die
Anzeigeeinrichtung weist vorzugsweise eine den Kochstufen 2 bis 5 entsprechende Anzahl
von LEDs auf, die unterhalb des Kochfeldes 1 angeordnet sind. Die jeweils eingestellte
Kochstufe der jeweiligen Kochstelle 2 bis 5 wird durch zeitlich konstantes Leuchten
des LEDs angezeigt. Wird die jeweilige Kochstelle nun ausgeschaltet, so wird über
die Anzeigeeinrichtung auch die Restwärme der ausgeschalteten Kochstelle optisch angezeigt.
Hierzu werden wieder die zuvor erwähnten LEDs verwendet. Die Restwärme wird vorliegend
durch Blinken der LEDs angezeigt, wobei es grundsätzlich so sein kann, daß alle LEDs
aufblinken, bis die Kochstelle eine solche Temperatur erreicht hat, so daß sie wieder
angefaßt werden kann. Günstig ist auch, wenn die Restwärme rücklaufend über die LEDs
angezeigt wird, was bedeutet, daß bei zunächst maximaler Temperatur alle LEDs aufblinken,
während bei dann abfallender Temperatur entsprechend weniger LEDs aufblinken.
[0022] Weiterhin weist die Betätigungseinrichtung 6 entsprechend den beiden Zweikreis-Kochstellen
2, 4 zwei entsprechende Zuschalttasten 11, 12 und diesen zugeordnete, nicht näher
dargestellte Zuschaltschalter auf. Die Zuschaltschalter sind dabei derart ausgebildet,
daß eine Zuschaltung nur möglich ist, wenn die jeweilige Kochstelle 2, 4 eingeschaltet
ist. Dabei ist den beiden Zuschalttastern 11, 12 jeweils eine Betriebsanzeige zugeordnet,
die die Zuschaltung anzeigen. Bei der Betriebsanzeige handelt es sich um jeweils eine
unter dem Kochfeld 1 angeordnete LED. Diese leuchtet bei Betätigung der Zuschaltfunktion
und bei eingeschalteter Kochstelle 2, 4 auf.
[0023] Statt den zuvor beschriebenen LEDs kann die Anzeigeeinrichtung auch eine Siebensegmentanzeige
aufweisen, über die dann die jeweilige Anzeige, wie zuvor beschrieben, erfolgt.
[0024] Neben den zuvor beschriebenen Merkmalen und Eigenschaften kann die Schaltereinrichtung
eine Topferkennungseinrichtung aufweisen. Die Topferkennungseinrichtung ist dabei
derart ausgebildet, daß sich der jeweilige Heizkörper unterhalb des jeweiligen Kochfeldes
2 bis 5 nur dann einschaltet, wenn ein ausreichend großer metallischer Topf auf der
jeweiligen Kochstelle angeordnet ist. In diesem Zusammenhang sei darauf hingewiesen,
daß als Heizkörper ohne weiteres ein Induktions-, Halogen- oder Strahlungsheizkörper
verwendet werden kann.
[0025] Ist die erfindungsgemäße Herdmulde in einen Herd eingebaut, der einen Backofen aufweist,
versteht es sich, daß die Schaltung und Betätigung des Backofens bzw. der Funktionen
des Backofens in gleicher Weise wie zuvor beschrieben über ggf. eine separate Betätigungseinrichtung
und die Schaltereinrichtung erfolgen kann.
[0026] Bei einer nicht dargestellten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung weist die
Schaltereinrichtung eine Fernbedienung auf, die vorzugsweise drahtlos ist. Bei der
Fernbedienung kann es sich um eine Infrarot-, Ultraschall- oder auch um eine Funk-Fernbedienung
handeln. Die Betätigung der Herdmulde über die Fernbedienung läuft derart ab, daß
zunächst manuell die Schaltereinrichtung am Kochfeld eingeschaltet werden muß. Nach
der anschließenden Betätigung der Verriegelungstaste ist es möglich, das Kochfeld
über die Fernbedienung zu steuern. Der grundsätzliche Aufbau der Fernbedienung entspricht
dem Aufbau der Schaltereinrichtung bzw. der Betätigungseinrichtung. Ein Einschalten
des Kochfeldes über die Fernbedienung ist aus Sicherheitsgründen nicht vorgesehen.
Allerdings ist es in jedem Falle möglich, das Kochfeld über die Fernbedienung auszuschalten.
An der Fernbedienung können die Tasten ebenfalls verriegelt werden, wie dies auch
bei der Betätigungseinrichtung möglich ist. Somit können mittels der Fernbedienung
alle Funktionen der Schaltereinrichtung bedient werden, die auch über die Betätigungseinrichtung
bedient werden können, mit Ausnahme der Einschaltfunktion des Kochfeldes.
[0027] Zweckmäßigerweise ist der Fernbedienung eine Halterung zugeordnet, die an einem Oberschrank
od. dgl. an der Küchenzeile angebracht ist. Außerdem ist es möglich, die Fernbedienung
an der Kleidung festzustecken bzw. zu tragen. Hierzu weist die Fernbedienung einen
entsprechenden Haltebügel auf. Die Versorgung der Fernbedienung erfolgt durch Akkus
bzw. Batterien.
1. Herdmulde, insbesondere Aufsatz- oder Einbauherdmulde, mit einem an der Oberseite
der Herdmulde vorgesehenen Kochfeld (1), insbesondere aus Glaskeramik, mit wenigstens
einer Kochstelle (2, 3, 4, 5) im Kochfeld (1) und einer eine Betätigungseinrichtung
(6) aufweisende Schaltereinrichtung zur Schaltung der Kochstelle (2 bis 5) in unterschiedlichen
Kochstufen und ggf. unterschiedlichen Funktionen, wobei die Betätigung der Kochstelle
(2 bis 5) durch die Betätigungseinrichtung (6) über das Kochfeld (1) erfolgt, wobei
die Schaltereinrichtung für die Kochstelle wenigstens einen Berührungsschalter oder
einen berührungslosen Schalter aufweist, über den die unterschiedlichen Kochstufen
und ggf. unterschiedliche Funktionen der Kochstelle (2 bis 5) einstellbar sind und
wobei die Betätigungseinrichtung (6) wenigstens einen dem Schalter zugeordneten Taster
aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß die Betätigungseinrichtung (6) einen Ein/Aus-Taster (7) und die Schaltungseinrichtung
einen Ein/Aus-Schalter als Hauptschalter aufweist, und daß der Ein/Aus-Schalter derart
ausgebildet ist, daß sich beim Einschalten eine Einschaltverzögerung ergibt, so daß
ein Benutzer für eine gewisse Zeitdauer auf den Ein/Aus-Schalter drücken muß, bevor
dieser anspricht, während der Ein/Aus-Schalter beim Betätigen zum Ausschalten unmittelbar
anspricht.
2. Herdmulde nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 und insbesondere nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Betätigungseinrichtung (6) einen Verriegelungstaster (8) und die Schaltereinrichtung
einen Verriegelungsschalter aufweist, wobei durch Betätigung des Verriegelungstasters
(8) alle übrigen Schalter, mit Ausnahme des Ein/Aus-Schalters gesperrt werden.
3. Herdmulde nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der
Verriegelungsschalter derart ausgebildet ist, daß durch erneutes Betätigen des sich
im Verriegelungszustand befindenden Verriegelungstasters (8) die Verriegelung aufgehoben
wird.
4. Herdmulde nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1, wobei die Betätigungseinrichtung (6)
für die Kochstelle (2 bis 5) einen Plustaster (9) und einen Minustaster (10) aufweist
und wobei dem Plustaster (9) ein Plusschalter und dem Minustaster (10) ein Minusschalter
der Schaltereinrichtung zugeordnet sind, insbesondere nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Schaltereinrichtung derart ausgebildet ist, daß bei Einschaltung der Kochstelle
durch Betätigung des Minusschalters die mittlere Kochstufe eingestellt wird.
5. Herdmulde nach dem Oberbegriff des Anspruchs 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Schaltereinrichtung derart ausgebildet ist, daß bei Einschaltung der Kochstelle
durch Betätigung des Plusschalters die maximale Kochstufe eingestellt wird.
6. Herdmulde nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß bei
maximaler Kochstufe und Betätigung des Plustasters (9) und/oder bei der kleinsten
Kochstufe und Betätigung des Minustasters (10) die Kochstelle ausgeschaltet wird.
7. Herdmulde nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß eine
die jeweilige Kochstufe anzeigende Anzeigeeinrichtung vorgesehen ist, daß die Anzeigeeinrichtung
eine Mehrzahl von Leuchtelementen, insbesondere Leuchtdioden aufweist, daß die Anzahl
der Leuchtelemente der Anzahl der Kochstufen entspricht, wobei eine der jeweils eingestellten
Kochstufe entsprechende Anzahl von Leuchtelementen aufleuchtet und daß die jeweils
eingestellte Kochstufe der Kochstelle (2 bis 5) durch zeitlich konstantes Leuchten
der Leuchtelemente angezeigt wird.
8. Herdmulde nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß über
die Anzeigeeinrichtung die Restwärme der ausgeschalteten Kochstelle (2 bis 5) optisch
angezeigt wird, daß, vorzugsweise, die Restwärme durch Blinken der Leuchtelemente
angezeigt wird und daß, vorzugsweise, die Abnahme der Restwärme rückläufig über die
Leuchtelemente angezeigt wird.
9. Herdmulde nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der
Schaltereinrichtung eine drahtlose und/oder drahtverbundene Fernbedienung zugeordnet
ist, daß die Fernbedienung derart mit der Schaltereinrichtung gekoppelt ist, daß sämtliche
Funktionen der Schaltereinrichtung mit Ausnahme der Einschaltfunktion über die Fernbedienung
betätigbar sind und daß die Fernbedienung ein Betätigungsfeld aufweist, das in Aufbau
und Funktion etwa der Betätigungseinrichtung entspricht.
10. Herdmulde nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der
Schalter als optoelektronischer Schalter oder als kapazitiver Näherungsschalter ausgebildet
ist, der unter dem Kochfeld angeordnet ist.
11. Herdmulde nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der
Schalter derart angeordnet und ausgebildet ist, daß sich ein Ansprechen des Schalters
erst ergibt, wenn der jeweilige Taster der Betätigungseinrichtung (6) berührt wird.
12. Herd mit einer Herdmulde nach einem der vorhergehenden Ansprüche.
13. Küchenzeile mit einer Herdmulde nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß in der Küchenzeile eine der Fernbedienung zugeordnete Halterung zur Aufnahme der
Fernbedienung zugeordnet ist.