| (19) |
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(11) |
EP 0 729 429 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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21.05.1997 Patentblatt 1997/21 |
| (22) |
Anmeldetag: 22.11.1994 |
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP9403/861 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 9514/620 (01.06.1995 Gazette 1995/23) |
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| (54) |
AUF EINEM BEHÄLTERSTUTZEN BEFESTIGBARER VERSCHLUSSDECKEL
CLOSURE CAP WHICH CAN SCREW ONTO A RESERVOIR NECK
BOUCHON DE FERMETURE VISSABLE SUR UN COL RESERVOIR
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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DE FR GB IT SE |
| (30) |
Priorität: |
22.11.1993 DE 4339663 30.06.1994 DE 9410558 U
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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04.09.1996 Patentblatt 1996/36 |
| (73) |
Patentinhaber: Reutter Metallwarenfabrik GmbH |
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D-71336 Waiblingen (DE) |
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Erfinder: |
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- BERRER, Gerhard
A-5620 Schwarzach i.Pg. (AT)
- WENGER, Rudolf
A-5440 Golling (AT)
- REUTTER, Heinrich
D-71336 Waiblingen (DE)
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| (74) |
Vertreter: Dreiss, Fuhlendorf, Steimle & Becker |
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Gerokstrasse 6 70188 Stuttgart 70188 Stuttgart (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 097 443 EP-A- 0 337 528
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EP-A- 0 163 006
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft einen auf einen ortsfesten Stutzen bspw. eines
Kraftfahrzeugkühlers, eines Ausgleichsbehälters von Kühl- oder Heizsystemen oder dgl.
zu befestigenden, vorzugsweise aufschraubbaren oder aufsteck- und -drehbaren Verschlußdeckel
nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0002] Derartige Verschlußdeckel werden bspw. bei Kraftfahrzeugkühlsystemen verwendet, entweder
unmittelbar als Kühlerverschluß oder als Verschluß des Ausgleichsbehälters. Der Verschlußdeckel
ist dabei entweder mittels eines Gewindes aufschraubbar oder mittels eines Bajonettelementes
aufsteck- und -drehbar. Bei Kraftfahrzeugkühlsystemen besteht im Hinblick auf die
Verschlußdeckel ein Problem dahingehend, daß in der Regel aufgrund der hohen Temperatur
im Kühlsystem auch der Druck hoch ist. Selbst wenn zum Zeitpunkt des Abstellens des
Motors die Temperatur im Kühlsystem nicht all zu hoch ist, kann nach dem Abstellen
des Motors durch eine gewisse Nachheizwirkung eine Temperatur und damit eine Druckerhöhung
im Kühlsystem erfolgen. Wird dann sofort der Verschlußdeckel am Kühlsystem abgenommen,
besteht akute Verbrühungsgefahr für den betreffenden Benutzer. Diese Gefahr besteht
insbesondere auch bei schraubbaren Verschlußdeckeln, da der Benutzer beim Abschrauben
des Verschlußdeckels nicht dazu angehalten wird, das Abschrauben in der letzten Phase
zu verlangsamen oder am besten zu unterbrechen, um den Druckausgleich mit der Außenluft
herzustellen und vor allem abzuwarten. Beim Aufschrauben eines Verschlußdeckels am
Kühlsystem wird zwar eine Entlüftungsverbindung nach außen geöffnet, jedoch kann dies
nicht so schnell erfolgen, wie der Benutzer den Verschlußdeckel möglicherweise vollständig
abschrauben kann. Entsprechendes gilt bei der Benutzung eines mit einem Bajonettverschluß
versehenen Deckels.
[0003] Deshalb wurden Verschlußdeckel nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 entwickelt. Die
Druckschrift EP 0 163 006 A1 zeigt einen solchen bekannten Verschlußdeckel, bei dem
die drehfeste Verbindung eines Drehgriffs mit einem auf den Füllstutzen eines Kraftfahrzeugs
aufgeschraubten Eingriffsteil gelöst wird, sobald innerhalb des Füllstutzens ein bestimmter
Überdruck erreicht ist. Der äußere Drehgriff dreht dann hohl und der Deckl läßt sich
nicht abschrauben. Erst wenn die Temperatur des Kühlmittels und damit auch der Überdruck
im Kühlkreis unterhalb einen vorbestimmten Wert gesunken sind, kann der Deckel abgenommen
werden.
[0004] Aus der EP 0 337 528 A2 ist ein weiterer Verschlußdeckel bekannt, bei dem eine Steuerplatte
in axialer Richtung aus ihrer drehfesten Eingriffsstellung zwischen einer Kappe und
einem Eingriffsteil gelöst wird, sobald ein bestimmter Überdruck innerhalb eines mit
dem Verschlußdeckel zu verschließenden Stutzens oder Behälters überschritten wird.
[0005] Die vorbekannten Verschlußdeckel weisen daher den Nachteil auf, daß bei erhitztem
Motor und somit bei Überdruck innerhalb des von dem Verschlußdeckel verschlossenen
Stutzens bei abgeschaltetem Motor lange Zeit gewartet werden muß, bis der Druck unterhalb
eines für einen Benutzer ungefährlichen Werts abgesunken ist, bevor der Deckel abgeschraubt
werden kann und beispielsweise Kühlflüssigkeit nachgefüllt werden kann.
[0006] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, einen Verschlußdeckel der eingangs
beschriebenen Art bereitzustellen, der den Sicherheitsanforderungen ebenso gerecht
wird wie ein bekannter Verschlußdeckel, indem er sich nicht abnehmen läßt, sofern
ein für einen Benutzer gefährlicher Überdruck innerhalb des Stutzens herrscht, bei
dem aber der vorstehend genannte Nachteil nicht in Kauf genommen werden muß.
[0007] Zur Lösung dieser Aufgabe sind bei einem Verschlußdeckel der eingangs genannten Art
die im Anspruch 1 angegebenen Merkmale vorgesehen.
[0008] Durch die erfindungsgemäßen Maßnahmen ist ein Verschlußdeckel geschaffen, der dann,
wenn im Kühlsystem (oder im Heizsystem) noch eine kritische hohe Temperatur und damit
hoher Druck herrscht, nicht abgenommen werden kann. Dies ist dadurch erreicht, daß
bei Überdruck die Kappe gegenüber dem Eingriffsteil leer dreht, so daß auch mit Gewalt
kein Lösen des Verschlußdeckels vom ortsfesten Stutzen möglich ist.
Damit ist in jedem Fall verhindert, daß Verletzungen aufgrund hoher Temperatur und
sich dadurch ergebendem Überdruck im ortsfesten Stutzen beim Öffnen des Verschlußdeckels
auftreten können. Der Verschlußdeckel kommt mit einem Minimum an zusätzlichen Bauteilen
aus und ist daher kostensparend herzustellen. Außerdem ist es nicht notwendig, den
betreffenden Stutzen entsprechend zu präparieren bzw. anzupassen.
[0009] Eine kostengünstige Ausführung des Steuerelementes ergibt sich dann, wenn die Merkmale
gemäß Anspruch 2 vorgesehen sind.
[0010] Durch die Ausführungen gemäß den Merkmalen nach Anspruch 3 ist eine sichere Eingriffsverbindung
gewährleistet. Zweckmäßigerweise sind dabei die Merkmale gemäß Anspruch 4 vorgesehen.
Sind darüberhinaus die Merkmale gemäß Anspruch 5 vorgesehen, so ergibt sich beim Aufbringen
des Verschlußdeckels eine Drehmomentenbegrenzung durch eine Art Rätschenverbindung,
so daß der Verschlußdeckel nicht zu fest aufgeschraubt werden kann, was mögliche Beschädigungen
verhindern hilft.
[0011] Durch die Merkmale gemäß Anspruch 6 ist eine zusätzliche Dichtverbindung zwischen
Steuerplatte und Stutzen erreicht.
[0012] Um nach einer kurzen Abnehmverdrehung des Verschlußdeckels zu gewährleisten, daß
das Steuerelement dem möglichen Überdruck im Stutzen mit Sicherheit ausgesetzt wird,
sind die Merkmale gemäß Anspruch 7 vorgesehen. Dabei kann es zweckmäßig sein, die
Merkmale nach Anspruch 8 vorzusehen.
[0013] Weitere Einzelheiten der Erfindung sind der folgenden Beschreibung zu entnehmen,
in der die Erfindung anhand der in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiele
näher beschrieben und erläutert ist. Es zeigen:
- Figur 1
- einen links und rechts der Mittellinie in unterschiedlichen Ebenen ausgeführten Längsschnitt
durch einen auf einen ortsfesten Stutzen eines Behälters aufgeschraubten Verschlußdeckel
mit druckabhängiger Abschraubsicherung gemäß einem ersten Ausführungsbeispiel vorliegender
Erfindung und
- Fig. 2A und 2B
- in vergrößerter und abgebrochener Darstellung einen Schnitt durch bzw. eine Draufsicht
auf einen Stutzen gemäß einem zweiten Ausführungsbeispiel vorliegender Erfindung.
[0014] Der in Figur 1 dargestellte Verschlußdeckel 110, der auf den ortsfesten Stutzen 111
eines nicht weiter dargestellten Ausgleichsbehälters eines Kraftfahrzeug-Kühlersystems
aufgeschraubt ist, besitzt eine Schraubkappe 114, ein Außengewindeteil 121 und ein
Ventil 115. Bei diesen Ausführungsbeispielen besitzt der Stutzen 111 des Ausgleichsbehälters
zwei konzentrische Teile, nämlich außenliegend einen nur angedeuteten Innengewindeteil
113, der ein Außengewindeteil 121 des Verschlußdeckels 110 schraubend aufnimmt, und
einen innenliegenden Hals 116, in den das Ventil 115 des Verschlußdeckels 110 greift.
Es versteht sich, daß es auch möglich ist, den Verschlußdeckel 110 mit einem Innengewinde
zu versehen und/oder derart auszubilden, daß er unmittelbar auf den ortsfesten Stutzen
eines Kraftfahrzeugkühlers aufschraubbar ist. Wesentlich am erfindungsgemäßen Verschlußdeckel
110 ist, daß er mit einer druckabhängigen Abschraubsicherung 120 versehen ist, die
gewährleistet, daß der Verschlußdeckel 110 vom betreffenden ortsfesten Stutzen 111
erst dann lösbar bzw. abschraubbar ist, wenn der Ausgleichsbehälter oder der Kraftfahrzeugkühler
oder dgl. auf Normal- bzw. Umgebungsdruck abgesunken ist.
[0015] Die Schraubkappe 114 des Verschlußdeckels 110 ist mit einer Deckplatte 122 versehen,
über der bspw. diagonal eine Griffleiste 123 verläuft. Die Schraubkappe 114 ist hohl,
wobei im Bereich der Griffleiste 123 der an sich zylindrische Hohlraum 124 durch rechteckförmige
Vertiefungen 125 verlängert ist.
[0016] Die Schraubkappe 114 und der Außengewindeteil bzw. - stutzen 121 des Verschlußdeckels
110 sind getrennte Bauteile und derart miteinander verbunden, daß sie relativ zueinander
zwar axial unbewegbar, in Umfangsrichtung jedoch bewegbar sind. Dazu ist der Außengewindestutzen
121 mit einem nach innen ragenden Ringbund 131 versehen, der in einen im Querschnitt
L-förmigen, im Bereich der Vertiefungen 125 unterbrochenen Haltering 132 greift, der
an der Unterseite der Deckplatte 122 einstückig angeformt ist. Dadurch ist der Außengewindestutzen
121 an der Unterseite der Schraubkappe 114 hängend gehalten.
[0017] Innerhalb der Schraubkappe 114 bzw. dem Außengewindestutzen 121 und konzentrisch
zum letzteren ist ein Ventilgehäuse 117 des Ventils 115 an der Schraubkappe 114 relativ
zu dieser verdrehbar und in axialer Richtung im wesentlichen unbewegbar gehalten.
Die relative Verdrehbarkeit zwischen Ventilgehäuse 117 und Schraubkappe 114 wird in
ähnlicher Weise wie die relative Verdrehbarkeit zwischen Schraubkappe und Außengewindestutzen
erreicht. Das Ventil ist in nicht im einzelnen zu beschreibender, weil an sich bekannter
Weise als kombiniertes Überdruck/Unterdruckventil ausgebildet, das in auf dem ortsfesten
Stutzen 111 aufgeschraubtem Zustand des Verschlußdeckels 110 bei Auftreten eines zu
hohen Überdrucks bzw. Unterdrucks öffnet und damit das Kühlsystem schützt. Das Ventilgehäuse
117 ist an einem vorderen Teil 128 mit einer Ringnut 126 versehen, in die ein O-Ring
127 eingelegt ist, der bei vollständig aufgeschraubtem Verschlußdeckel 110 an der
glatten Innenfläche 118 des Halses 116 des Ausgleichsbehälters dichtend anliegt.
[0018] Innerhalb des Hohlraums 124 der Schraubkappe 114 ist achsmittig eine Druckfeder 126
vorgesehen, die sich einenends an dem angehobenen Teil der Deckplatte 122 im Bereich
der Griffleiste 123 abstützt. Das andere Ende der Druckfeder 136 stützt sich an einem
druckabhängigen Steuerelement ab, das sich in Form einer langgestreckten Steuerplatte
138 über einen wesentlichen Teil der Länge der Griffleiste 123 erstreckt. Die Steuerplatte
138 ist an ihrem mittigen Bereich 139 eben ausgebildet und an ihren äußeren Endbereichen
141 (von denen nur einer in Fig. 1 sichtbar ist) mit einer Abkröpfung 142 versehen,
deren freies Ende 143 in den Ringbund 131 zur drehfesten Verbindung eingreifen kann.
Um das Ende der Druckfeder 136 ist die Steuerplatte 138 mit einem Ringwulst 133 zur
Fixierung der Druckfeder 136 versehen. Der mittige Bereich 139 der Steuerplatte 138
ist zur drehfesten Verbindung mit der Schraubkappe 114 mit einer rechteckförmigen
Ausnehmung 146 versehen. In nicht im einzelnen dargestellter Weise ist die Stirn des
Ringbundes 131 des Außengewindeteils 121 mit einer nutenartigen Verzahnung über die
gesamte Umfangsfläche versehen. In diese nutenartige Verzahnung greifen an den freien
Enden 143 der Steuerplatte 138 angeformte Nasen 148 ein.
[0019] Bei einem nicht dargestellten Ausführungsbeispiel vorliegender Erfindung ist die
im Ringbund 131 vorgesehene Verzahnung oder sind die Nasen 148 der Steuerplatte 138
mit einer Sägezahnform derart versehen, daß die Schrägflächen in Richtung des Aufschraubens
des Verschlußdeckels 110 verlaufen, so daß beim Aufschrauben des Verschlußdeckels
110 eine Drehmomentenbegrenzung erreicht ist.
[0020] Die Steuerplatte 138 ist darüber hinaus im Bereich ihrer Abkröpfung 142 mit einem
axial nach unten weisenden Ringbund 149 versehen, dessen Stirnfläche in aufgeschraubtem
Zustand auf der Stirnfläche des Stutzens 111 aufsitzt.
[0021] Die Funktion des Verschlußdeckels 110 gemäß Figur 1 ist folgende: Herrscht im Deckel
110 Umgebungsdruck, wird die Steuerplatte 138 durch die Druckfeder 136 auf den Außengewindeteil
121 derart gedrückt, daß sich eine drehfeste Verbindung zwischen Schraubkappe 114
und Außengewindeteil 121 ergibt. In diesem Zustand kann der Verschlußdeckel 110 auf
den Stutzen 111 aufgeschraubt und auch wieder abgeschraubt werden. Besteht in dem
in Figur 1 dargestellten druckdicht aufgeschraubten Zustand innerhalb des Stutzens
111 ein Überdruck, so wird dann, wenn der Dichtungsring 127 von der Innenfläche 118
des Halses 116 des ortsfesten Stutzens 111 freikommt, d.h. in den Bereich der konischen
Mündung 134 gelangt, der Innendruck des Stutzens 111 auf die Steuerplatte 138 übertragen.
Die von diesem über Normaldruck liegenden Druck beaufschlagte Steuerplatte 138 wird
entgegen der Wirkung der Druckfeder 136 in Richtung der Griffleiste 123 der Schraubkappe
114 bewegt und damit vom Außengewindeteil 121 abgehoben. Mit anderen Worten, die freien
Enden 143 der Steuerplatte 138 kommen aus der Verzahnung des Ringbundes 131 des Außengewindeteils
121 frei. Damit sind der Außengewindestutzen 121 und die Schraubkappe 114 relativ
zueinander verdrehbar, d.h. der Außengewindestutzen 121 wird bei Drehen der Schraubkappe
114 von dieser nicht mehr mitgenommen; die Schraubkappe 114 dreht hohl. Somit ist
in diesem Zustand ein weiteres Abschrauben des Außengewindeteils 121 und damit des
gesamten Verschlußdeckels 110 vom Stutzen 111 solange nicht möglich, wie innerhalb
des ortsfesten Stutzens 111 noch Überdruck herrscht. Erst wenn der Entlüftungsvorgang
vollständig abgeschlossen ist, also der Überdruck innerhalb des Ausgleichsbehälters
bzw. des ortsfesten Stutzens 111 abgebaut ist, wird das Steuerelement 138 an seiner
der Druckfeder 136 abgewandten Seite nicht mehr druckbeaufschlagt. Das Steuerelement
138 wird dann unter der Wirkung der Druckfeder 136 wieder in Richtung zum Außengewindeteil
121 bewegt und mit diesem formschlüssig verbunden.
[0022] Bei einem nicht dargestellten Ausführungsbeispiel vorliegender Erfindung sind die
Kanten der nutenförmigen Verzahnung des Ringbundes 131 und/oder die Kanten der Nasen
148 der freien Enden 143 der Steuerplatte 138 mit einer Fase versehen, und zwar derart,
daß bereits bei geringem Anheben der Steuerplatte 138 aufgrund von Überdruck die formschlüssige
Verbindung in eine sogenannte Rätschenverbindung übergeht, wodurch bewirkt wird, daß
in diesem Zustand die Schraubkappe 114 bzw. die freien Enden 143 der damit drehschlüssig
verbundenen Steuerplatte 138 rätschenartig über den Ringbund 131 des Außengewindeteils
121 hinweg gleiten. In diesem Falle ist noch vor vollständigem Freikommen bzw. außer
Eingriff gelangen der Nasen 148 aus der nutenartigen Verzahnung eine relative Verdrehbarkeit
zwischen Steuerplatte 138 und Außengewindeteil 121 erreicht.
[0023] Die Figuren 2A und 2B zeigen eine Variante zum schnelleren Erreichen der Druckverbindung
von Stutzen 111 und Steuerplatte 138 derart, daß noch eine zusätzliche Sicherheit
in der ausreichenden Gewindeverbindung zwischen Außengewindeteil 121 und Innengewindeteil
113 des Stutzens 111 in dem Zustand erreicht ist, in welchem der Verschlußdeckel 110
so weit gelöst ist, daß ein Druckausgleich zwischen Innenraum des Verschlußdeckels
110 und Stutzen 111 erreicht ist, d.h. die Steuerplatte 138 von dem im Stutzen 111
herrschenden Druck beaufschlagt ist. Hierzu ist die Innenfläche 118 des Stutzens 111
gleichmäßig über ihren Umfang verteilt mit axialen Ausnehmungen in Form von Nuten
153 versehen, die sich im Bezug auf den Stutzen 111 axial erstrecken und bis in die
konische Mündung 134 reichen. Dadurch ist die konische Mündung 134 zumindest teilweise
vergrößert. Die Ausnehmungen 153 enden in einem Bereich vor der Endlage des O-Ringes
127 des Ventils 115 bei aufgeschraubtem Deckel 110. Mit dem Abschrauben des Verschlußdeckels
110 wird der O-Ring 127 nach oben in Richtung der konischen Mündung 134 verschoben.
Gelangt der O-Ring 127 in den Bereich der mit deb Nuten 153 versehenen konischen Mündung
134, ergibt sich durch die Nuten 153 hindurch ein Druckausgleich zwischen Stutzen
111 und Deckel 110 und damit eine Druckbeaufschlagung der Steuerplatte 138, und zwar
zu einem Zeitpunkt, in welchem der O-Ring 127 noch teilweise am Innenumfang 118 des
Halses 116 des Stutzens 111 anliegt, und das Ventil 115 noch im Stutzen zentriert
ist und eine mechanisch ausreichende Gewindeverbindung noch besteht.
[0024] Die erfindungsgemäßen Maßnahmen können auch bei einem Verschlußdeckel verwirklicht
sein, der bajonettverschlußartig mit einem Stutzen 111 verbunden wird. Dabei ist das
als Gewindeteil beschriebene Eingriffsteil 121 als Steck-Dreh-Teil ausgebildet, während
die Schraubkappe 114 als eine Steck- und Drehkappe ausgebildet ist.
[0025] Es versteht sich, daß ein derartiger Verschlußdeckel nicht nur an Bauteilen von Kühler-
oder Kühlsystemen sondern auch an Bauteilen von Heizsystemen Verwendung finden kann.
1. Auf einen ortsfesten Stutzen (111) bspw. eines Kraftfahrzeugkühlers, eines Ausgleichsbehälters
von Kühl- oder Heizsystemen oder dgl. zu befestigender, vorzugsweise aufschraubbarer
oder aufsteck- und -drehbarer Verschlußdeckel (110), mit einer Schraub- bzw. Steck-
und Drehkappe (114) und einem verdrehbaren Eingriffsteil (121), innerhalb von dem
ein vorzugsweise in Überdruck/Unterdruck-Kombination ausgeführtes Ventil (115) konzentrisch
und gegenüber der Kappe (114) drehbeweglich angeordnet ist, wobei das Ventil (115)
ein Dichtelement (127) aufweist, das bei Aufbringen des Verschlußdeckels (110) mit
dem ortsfesten Stutzen (111) in Dichtverbindung gelangt, und wobei der Eingriffsteil
(121) gegenüber der Kappe (114) verdrehbar gehalten ist und zwischen Eingriffsteil
(121) und Kappe (114) ein mit der Kappe (114) drehfest verbundenes, jedoch gegenüber
dieser axial bewegliches Steuerelement (138) vorgesehen ist, das in Eingriffsverbindung
mit dem Eingriffsteil (121) federnd derart gedrückt ist, daß es bei Beaufschlagung
mit im ortsfesten Stutzen (111) vorhandenem Druck vom Eingriffsteil (121) freikommt,
dadurch gekennzeichnet, daß das axial bewegliche Steuerelement (138) erst dann von dem Eingriffsteil (121)
freikommt, wenn im Inneren des ortsfesten Stutzens (111) vorhandener Druck bei teilgelöstem
Verschlußdeckel zwischen dem Dichtelement (127) und dem Stutzen (111) in Richtung
auf die Drehkappe entweicht und hierdurch das Steuerelement (138) mit Druck beaufschlagt
und aus seiner Eingriffsverbindung auslenkt.
2. Verschlußdeckel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Steuerelement (138)
durch eine zwischen ihm und der Innenseite der Kappe (114) angeordnete Druckfeder
(136) zum Eingriffsteil (121) hin vorgespannt ist.
3. Verschlußdeckel nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Steuerelement
durch eine Steuerplatte (138) gebildet ist, die radial abstehende Arme aufweist, deren
freie Enden (143) in das Eingriffsteil (121) formschlüssig eingreifen.
4. Verschlußdeckel nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der drehfeste Eingriff
zwischen Steuerplatte (138) und oberem freiem Ende (131) des Eingriffsteils (121)
durch eine ineinandergreifende Verzahnung erfolgt.
5. Verschlußdeckel nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Verzahnung etwa sägezahnförmig
ist, wobei die Schrägfläche in Aufschraub- bzw. -drehrichtung weisen.
6. Verschlußdeckel nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die Steuerplatte (138) mit einem Ringrand (149) versehen ist, der bei aufgebrachtem
Verschlußdeckel (110) stirnseitig auf der Stirn des Stutzens (111) aufliegt.
7. Verschlußdeckel nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß das Ventil (115) außenumfangsseitig einer Dichtring (127), vorzugsweise O-Ring
aufweist, der bei Aufbringen des Verschlußdeckels (110) längs einer zylindrischen
Innenfläche (118) des ortsfesten Stutzens (111) gleitet und bei vollständig geschlossenem
Verschlußdeckel (110) an dieser dichtend anliegt, und daß in einem Bereich zwischen
der Stirn des Stutzens (111) und der genannten Endlage des Dichtringes (127) Ausnehmungen
(153) im Stutzen vorgesehen sind.
8. Verschlußdeckel nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Ausnehmungen durch
über den Innenumfang des Stutzens (111) verteilte, bezüglich des Stutzens axiale Nuten
(48) gebildet sind, die einen konischen Rand (134) des Stutzens (111) nach innen verlängern.
1. A closure cover (110) which is to be fixed, preferably by being screwed on or by being
pushed on and turned, on a stationary connection (111) for example of a motor vehicle
radiator, an expansion tank of cooling or heating systems or the like, comprising
a screw-on or push-on and turn cap (114), and a rotatable engagement portion (121),
within which a valve (115) which is preferably in the form of an increased pressure/reduced
pressure combination is arranged concentrically and rotatably relative to the cap
(114), wherein the valve (115) has a sealing element (127) which when the closure
cover (110) is fitted comes into sealing relationship with the stationary connection
(111), and wherein the engagement portion (121) is held rotatably with respect to
the cap (114) and provided between the engagement portion (121) and the cap (114)
is a control element (138) which is non-rotatably connected to the cap (114) but which
is axially movable with respect thereto and which is resiliently urged into a condition
of engagement connection with the engagement portion (121) in such a way that it comes
free from the engagement portion (121) upon being subjected to pressure in the stationary
connection (111), characterised in that the axially movable control element (138)
comes free from the engagement portion (121) only when with the closure cover partially
released pressure present in the interior of the stationary connection (111) escapes
between the sealing element (127) and the connection (111) towards the rotary cap
and thereby applies pressure to the control element (138) and deflects it from its
condition of engagement connection.
2. A closure cover according to claim 1 characterised in that the control element (138)
is biased towards the engagement portion (121) by a compression spring (136) arranged
between the control element and the inside of the cap (114).
3. A closure cover according to claim 1 or claim 2 characterised in that the control
element is formed by a control plate (138) having radially projecting arms whose free
ends (143) positively lockingly engage into the engagement portion (121).
4. A closure cover according to claim 3 characterised in that the non-rotational engagement
between the control plate (138) and the upper free end (131) of the engagement portion
(121) is made by an interengaging tooth configuration.
5. A closure cover according to claim 4 characterised in that the tooth configuration
is approximately sawtooth-shaped, wherein the inclined surface faces in the screw-on
or turning direction.
6. A closure cover according to at least one of the preceding claims characterised in
that the control plate (138) is provided with an annular rim (149) which when the
closure cover (110) is fitted bears at the end face against the end of the connection
(111).
7. A closure cover according to at least one of the preceding claims characterised in
that at the outer periphery the valve (115) has a sealing ring (127), preferably an
O-ring, which when the closure cover (110) is fitted slides along a cylindrical inside
surface of the stationary connection (111) and bears sealingly against same when the
closure cover (110) is completely closed, and that openings (153) are provided in
the connection in the region between the end of the connection (111) and said end
position of the sealing ring (127).
8. A closure cover according to claim 7 characterised in that the openings are formed
by grooves (48) which are distributed over the inside periphery of the connection
(111) and which are axial with respect to the connection and which inwardly prolong
a conical edge (134) of the connection (111).
1. Bouchon (110) de préférence à visser ou à emboîter et rotatif à fixer sur une tubulure
(111) fixe par exemple d'un radiateur d'un véhicule, d'un réservoir de compensation
de systèmes de refroidissement ou de chauffage ou similaire, avec un capuchon fileté
ou un capuchon enfichable et rotatif (114) et un élément d'engrènement (121) à l'intérieur
duquel une soupape (115) réalisée de préférence en combinaison surpression/dépression
est disposée de façon concentrique et pivotante par rapport au capuchon (114), la
soupape (115) présentant un élément étanche (127) qui, lorsqu'on applique le bouchon
(110) sur la tubulure fixe (111), vient en liaison étanche, et l'élément d'engrènement
(121) étant maintenu pivotant par rapport au capuchon (114) et un élément de commande
(138) relié au capuchon (114) mais mobile axialement par rapport à celui-ci étant
prévu entre l'élément d'engrènement (121) et le capuchon (114), élément de commande
qui est comprimé à l'aide d'un ressort en liaison d'engrènement avec l'élément d'engrènement
(121) de façon que lorsqu'il est alimenté avec la pression présente dans la tubulure
fixe (111), il se libère de l'élément d'engrènement (121), caractérisé en ce que l'élément
de commande (138) mobile axialement ne se libère de l'élément d'engrènement (121)
que lorsque la pression présente dans la tubulure fixe (111), en position partiellement
desserrée du bouchon, s'échappe entre l'élément étanche (127) et la tubulure (111)
en direction du capuchon rotatif et alimente ainsi l'élément de commande (138) en
pression et le sort de sa liaison d'engrènement.
2. Bouchon selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'élément de commande (138)
est précontraint en direction de l'élément d'engrènement (121) par un ressort à pression
(136) disposé entre lui-même et la côté intérieur du capuchon (114).
3. Bouchon selon l'une quelconque des revendications 1 ou 2, caractérisé en ce que l'élément
de commande est formé d'une plaque de commande (138) qui présente des bras éloignés
radialement dont les extrémités libres (143) s'engrènent à engagement positif dans
l'élément d'engrènement (121).
4. Bouchon selon la revendication 3, caractérisé en ce que l'engrènement fixe entre la
plaque de commande (138) et l'extrémité libre (131) de l'élément d,engrènement (121)
est réalisé par une denture qui s'engrène.
5. Bouchon selon la revendication 4, caractérisé en ce que la denture est sensiblement
en dents-de-scie, les surfaces obliques indiquant la direction du vissage ou du dévissage.
6. Bouchon selon l'une quelconque au moins des revendications précédentes, caractérisé
en ce que la plaque de commande (138) est munie d'un bord annulaire (149) qui, lorsque
le bouchon (110) est placé, repose de front sur le front de la tubulure (111).
7. Bouchon selon l'une quelconque au moins des revendications précédentes, caractérisé
en ce que la soupape (115) présente un anneau d'étanchéité (127) sur sa périphérie
extérieure, de préférence un anneau torique, qui glisse le long d'une surface intérieure
cylindrique (118) de la tubulure fixe (111) lorsqu'on place le bouchon (110) et qui,
lorsque le bouchon (110) est complètement fermé, repose contre celui-ci de façon étanche
et en ce que dans la zone entre le front de la tubulure (111) et la position finale
mentionnée de l'anneau d'étanchéité (127), il est prévu des creux (153) dans la tubulure.
8. Bouchon selon la revendication 7, caractérisé en ce que les creux sont formés par
des rainures (48) réparties sur la périphérie intérieure de la tubulure (111) et axiales
par rapport à la tubulure qui prolongent un bord conique (134) de la tubulure (111)
vers l'intérieur.

