| (19) |
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(11) |
EP 0 730 686 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
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30.09.1998 Patentblatt 1998/40 |
| (22) |
Anmeldetag: 02.11.1994 |
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP9403/604 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 9514/805 (01.06.1995 Gazette 1995/23) |
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| (54) |
VERFAHREN ZUR VERFOLGUNG VON FEHLERN IN TEXTILEN WARENBAHNEN
PROCESS FOR MONITORING FAULTS IN TEXTILE WEBS
PROCEDE PERMETTANT D'IDENTITIER DES DEFAUTS DANS DES NAPPES DE TISSU
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH DE DK FR GB IT LI LU NL SE |
| (30) |
Priorität: |
24.11.1993 CH 3503/93
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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11.09.1996 Patentblatt 1996/37 |
| (73) |
Patentinhaber: RETECH AKTIENGESELLSCHAFT H. VON ARX |
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5616 Meisterschwanden (CH) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- MEYER, Urs
CH-8092 Zürich (CH)
- SEIDL, Roland
CH-9630 Wattwil (CH)
- FRISCHKNECHT, Werner
CH-9000 St. Gallen (CH)
- KEUSCH, Markus
CH-9410 Heiden (CH)
- WICK, Daniel
CH-9235 Lütisburg (CH)
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| (74) |
Vertreter: Feldmann, Clarence Paul |
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Patentanwaltsbüro FELDMANN AG,
Kanalstrasse 17 8152 Glattbrugg 8152 Glattbrugg (CH) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
DE-A- 1 961 710 DE-B- 1 227 418 GB-A- 1 456 834 US-A- 3 038 233 US-A- 3 839 637
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DE-A- 3 401 826 FR-A- 2 070 459 GB-A- 2 079 682 US-A- 3 251 112 US-A- 4 146 061
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Bei der Herstellung und Ausrüstung textiler Warenbahnen sind auftretende Fehler nie
vollständig vermeidbar. Während des 7. Webereikolloquiums vom 20. und 21. Oktober
1993 in Denkendorf hielt G. Besenreuther fest, dass heute noch eine Warenbahn von
120 Meter Länge, welche 12 bis 15 Fehler aufweist, als erste Wahl gilt. Diese Fehlerzahl
bezieht sich auf eine von der Weberei kommende Warenbahn, so wie sie einem Ausrüster
zur Weiterverarbeitung angeliefert wird. Von der Konfektionsindustrie her besteht
jedoch die Forderung, dass die Fehlerzahl für eine solche Warenbahn auf unter 10 Fehler
gesenkt werden muss.
[0002] Der überwiegende Teil der Fehler entsteht beim Herstellen des Flächengebildes. Die
Maschine muss sofort gestoppt werden, wenn sie eine Fehlstelle produziert. Dies ist
durch umfangreiche Überwachungsvorrichtungen bereits gewährleistet: Kettfadenwächter
und Schussfadenüberwachung beim Weben, Überwachung von Fadenlauf und Nadeln beim Stricken
sowie Maschinenstop mit optischem Alarm gehören zum Stand der Technik. Das Bedienpersonal
behebt den Fehler an der Maschine. Die Fehlstelle im textilen Gewebe lässt sich aber
in der Regel erst später beseitigen, da sie momentan an einer nicht für Eingriffe
geeigneten Stelle in der Maschine liegt. Obwohl somit die Information, dass ein Fehler
aufgetreten ist sowie auch dessen Ort bekannt ist, gehen diese Informationen bei den
heutigen Herstellverfahren aber verloren. Gelegentlich werden zwar entsprechende Markierungsfäden
an jenen Stellen eingelegt, an denen ein Maschinenstop erfolgte, die so deren Wiederauffindung
erleichtern.
[0003] In einer besonderen Prüfstufe, der sogenannten Warenschau, wird die Warenbahn auf
dem Showtisch auf ihrer ganzen Länge auf Sicht kontrolliert. Dabei werden die Fehler
soweit möglich behoben, beispielsweise durch Entfernen von Fadenenden, Versäubern
von Knoten, Reinigen von Flecken und dergleichen mehr. Das Aufsuchen der Fehlstellen
auf der Warenbahn stellt hohe Anforderungen an die Aufmerksamkeit des Personales.
[0004] Um die Auffindung von Fehlern zu automatisieren, hat die Firma Zellweger AG eine
Vorrichtung unter der Bezeichnung Wisotex angeboten. Diese Vorrichtung umfasst eine
Videokamera mit optischer Bilderkennung, die die festgestellten Fehler markiert. Bei
der Warenschau werden dann die markierten Stellen begutachtet und soweit möglich die
Fehler behoben. Sämtliche Markierungen werden danach entfernt und die entsprechende
Information ist somit verloren. Die Markierungen müssen aber entfernt werden, um nicht
Nachfolgefehler bei der Gewebeveredlung hervorzurufen. Wegen des hohen Kostenfaktors
und der mangelnden Zuverlässigkeit hat sich jedoch diese Vorrichtung auf dem Markt
nicht durchsetzen können. Dies ist nicht erstaunlich, wenn man über die Vielzahl der
möglichen auftretenden Gewebefehlerarten Kenntnis hat. Diesbezüglich wird auf die
Publikation "Katalog der Gewebefehlerarten im Rohgewebe", herausgegeben vom International
Textile Service LTD, Schlieren, Schweiz, 1989, hingewiesen.
[0005] Die Patentschrift US-4'146'061 (Nissan Motor Comp.) befasst sich mit den festzustellenden
an der Webmaschine auftretenden Fehlern. Die Fehlererfassung beschränkt sich auf Kett-
und Schussfadenbrüche, welche von der Webmaschine selbst festgestellt werden. Zusätzlich
werden an der Webkante Längenmarkierungen eingewebt, welche auf absoluter Längenmessung
basieren. Die ermittelten Daten können während der ersten Warenschau reproduzierbar
verwendet werden und sind danach verloren.
[0006] In den folgenden Verfahrensstufen der Ausrüstung wiederholen sich die Schritte: Maschinenstop
bei Fehler im Verfahren, Beheben der Funktionsstörung, Warenschau nach dem Durchlauf
mit Beheben der Fehlerstelle nach bester Möglichkeit. Der dafür getriebene Aufwand
richtet sich nach der Art der Verfahrensstufe und dem Wert des Flächengebildes.
[0007] In der Regel wird aber zumindest vor der Auslieferung an die Konfektionsstufe nochmals
eine Warenschau durchgeführt. Bei jeder folgenden Warenschau sind die vorhandenen
und die neu dazugekommenen Fehlstellen erneut zu beurteilen und nach Möglichkeit zu
beheben.
[0008] Von unmittelbarer Bedeutung ist auch die direkte Messung der Längenveränderung der
Warenbahn bei ihrer Ausrüstung. Die Schrumpfung oder das Verstrecken der textilen
Fläche ist ein aussagekräftiges Mass und ein empfindlicher Indikator für die Konstanz
vieler Prozesse der Ausrüstung. Eine Messung der aktuellen Länge der Warenbahn an
beliebiger Stelle im Prozess ermöglicht eine Reihe von Verbesserungen der Prozessgenauigkeit.
[0009] Bei der Verarbeitung der textilen Fläche auf dem Schneidetisch entsteht ein bedeutender
Anteil an Abfall. Mit einem geschickten Layout der einzelnen Stücke gelingt es, die
Abfallmenge klein zu halten. Dieser Layout geht nach dem heutigen Stand der Technik
von einer fehlerfreien Warenbahn aus. Wenn nun die textile Fläche einen Fehler enthält,
ergeben sich verschiedene Möglichkeiten, diesen zu berücksichtigen. Passt man den
Schnitt nicht an, so muss der fehlerhafte Teil nach dem Zuschnitt eliminiert werden.
[0010] Hierdurch wird ein ganzer Teilesatz unbrauchbar, und die betroffenen Teile müssen
identifiziert und herausgesucht werden. Es ist auch möglich, den fehlerhaften Zuschnitt
weiterzuverarbeiten und das fertige Endprodukt auszuscheiden und als zweite Wahl zu
verkaufen. Am weitesten verbreitet ist jene Methode, bei der der fehlerhafte Teil
der Warenbahn auf der ganzen Breite herausgeschnitten wird. Passt man jedoch den Zuschnitt
an, um die fehlerhafte Stelle ausserhalb des Nutzbereiches zu haben, so wird die Abfallmenge
erheblich reduziert. Diese Möglichkeit wäre bei den vollautomatisierten und computerisierten
Layoutverfahren durchaus realisierbar, doch verlangen sie die exakte Kenntnis der
Position des Fehlers im textilen Gewebe.
[0011] Es ist folglich die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Verfahren zu schaffen,
welches die Verfolgung von Fehlern in textilen Warenbahnen vollständig automatisiert
ermöglicht.
[0012] Diese Aufgabe löst ein Verfahren, welches sich dadurch auszeichnet, dass in die Warenbahn
Markierungen eingearbeitet werden, die eine inkrementelle Messung der Warenbahn erlauben,
und dass während der Erstellung und Weiterverarbeitung der Warenbahn eine spezifische
Warenbahndatei auf einen elektronischen Datenträger erstellt wird, die die produktionsspezifischen
Daten und alle auftretenden Produktionsfehler mit den Markierungsangaben enthält.
[0013] Die Erstellung einer spezifischen Warenbahndatei in der Form eines elektronischen
Datenträgers ist bereits heute Stand der Technik. Diese Warenbahndatei verbleibt heute
jedoch bei der entsprechenden Produktionsanlage. Durch die Einarbeitung von Markierungen
in die Warenbahn lässt sich erstmals eine Verknüpfung zwischen der Warenbahn und der
Warenbahndatei herstellen, die es ermöglicht, die entsprechende Warenbahndatei mit
der Warenbahn begleitend weiterzugeben und die bereits gewonnenen Informationen in
jeder nachfolgenden Stufe zu ergänzen und weiterzunutzen.
[0014] Mit Bezug auf die anliegende Zeichnung wird anhand der nachfolgenden Beschreibung
die Erfindung konzeptionell und in ihren zahlreichen Ausführungsformen beschrieben.
Es zeigt:
- Figur 1
- eine schematische Darstellung der Herstellung und Verarbeitung einer textilen Warenbahn
und der Informationsverknüpfung sowie
- Figur 2
- die Nutzung der Information in einem Konfektionsbetrieb
[0015] Das Wesen der Erfindung besteht darin, dass in einer zu fertigenden und zu verarbeitenden
Warenbahn eine Markierung eingearbeitet wird, die eine inkrementelle Messung der Warenbahn
erlaubt und entsprechend Ereignisse ortsgebunden festhält, und unter Angabe des Ereignisses
und des Ortes auf einer Warenbahndatei festhält. Die im Produktionsfluss symbolisch
dargestellte Warenbahn ist mit 1 bezeichnet. In diese Warenbahn sind fortlaufend Markierungen
eingearbeitet. Diese Markierungen bilden zumindest eine Art fortlaufendes, mit der
Warenbahn untrennbar verbundenes Massband. Mittels entsprechenden Sensoren 3 lassen
sich die Markierungen 2 lesen und ergeben so mit der Warenbahn 1 verbundene Verhältnis
angaben. Jeder Maschinenstop jeder Produktionsmaschine beziehungsweise Verarbeitungsanlage
4 sowie weitere auf die Warenbahn 1 Einfluss nehmende Produktionsdaten, werden auf
einer Warenbahndatei 5 abgespeichert. Die Warenbahndatei 5 wird von jeder Produktionsstufe
zur nächsten Produktionsstufe mit der Warenbahn 1 mitgeliefert oder in Form von Datenübertragungen
weitergeleitet. Beim nächsten Produktionsschritt wird die Warenbahndatei 5 mit zusätzlichen
Informationen angereichert, wobei auch diese Daten wiederum mit der Ortsangabe, welche
aus den Markierungen 2 herausgelesen werden, gekoppelt abgespeichert werden. Entsprechend
entsteht eine nachfolgende Warenbahndatei 5+ beziehungsweise 5++, usw.
[0016] Nach gewissen Produktionsschritten wird die Warenbahn 1 über einen Showtisch 6 geleitet.
Der Vorschub der Warenbahn 1 auf dem Showtisch 6 erfolgt gesteuert durch die Warenbahndatei
5. Sobald ein registrierter Fehler mit Ortsangabe erfasst ist, und die Erkennungssonde
3 die entsprechende Ortsangabe aus der fortlaufenden Markierungen festgestellt hat,
wird der Vorschub der Warenbahn 1 angehalten, so dass der erfasste Fehler direkt vor
der Bedienungsperson anliegt. Diese begutachtet den Fehler, dessen Art beispielsweise
auf einem Display aufgezeigt werden kann, und behebt ihn soweit möglich. Danach quittiert
die Bedienungsperson den erkannten Fehler und löscht ihn aus der Warenbahndatei, falls
sie den Fehler beheben konnte, beziehungsweise markiert den Fehler als nicht behebbar.
Entsprechend ist die Warenbahndatei danach mit 5+- bezeichnet.
[0017] Selbstverständlich kann eine solche Warenschau nicht nur wie in der Zeichnung dargestellt
an einer Stelle erfolgen, sondern nach jedem Warenbahnproduktions- und Weiterverarbeitungsschritt
stattfinden. Dies ist weitgehend davon abhängig, ob und wann verschiedene Fehler am
besten behoben werden können.
[0018] Ist die Fertigung und die Veredelung der Warenbahn abgeschlossen, so wird sie oftmals
in verschiedene Abschnitte A, B, C getrennt.
[0019] Diese Trennstellen lassen sich auf der Warenbahndatei ebenfalls vermerken. Wenn danach
die Warenbahnabschnitte unter Umständen verschiedene Wege gehen, wird man zu jedem
Warenbahnabschnitt eine entsprechende Warenbahndateikopie 5A, 5B, 5C erstellen. Die
Warenbahndateikopien können mit den Warenbahnabschnitten zusammen versandt werden,
oder getrennt lediglich durch Datenübermittlung zur nächsten Stelle weitergegeben
werden. Derartige weitere Stellen sind beispielsweise Schlichtereien, Färbereien,
Beschichtungsfirmen oder Konfektionsbetriebe.
[0020] In der Figur 2 ist eine solche Weiterverarbeitung in einem Konfektionsbetrieb schematisch
dargestellt. Die Warenbahndatei 5A wird beispielsweise in einer zentralen Datenbank
eingegeben und ein zuzuschneidender Warenbahnabschnitt zugeführt. Auch hier ist wieder
eine Erkennungssonde 3 vorgesehen, welche die nach wie vor vorhandene Markierung 2
liest. Die einzelnen Warenbahnabschnitte A, B, C können bereits beim Zuschneiden mit
entsprechenden Identifikationsetiketten versehen sein, deren Identifikationszeichen
auch auf die entsprechende, dazugehörende Warenbahndatei gespeichert ist. Wird somit
vor dem Zuschneiden diese Identifikation gelesen, so kann der Computer die entsprechende
Warenbahndatei sofort wieder finden.
[0021] Komfortabler ist jedoch jene Variante, wo die Markierungen 2 nicht nur Ortsangaben
enthalten, sondern auch Warenbahnidentifikationssignale mitenthält. In diesem Fall
kann ein beliebiger Warenbahnabschnitt auf einen Identifikationstisch 7 gelegt werden,
wo die Erkennungssonde 3 die Markierung 2 liest und das entsprechende Identifikationssignal
an den Computer 8 liefert, welcher sogleich die korrekte Warenbahndatei heraussucht.
Aus der Warenbahndatei 5A entnimmt der Computer sämtliche Informationen bezüglich
vorhandenen Fehlern und arrangiert das Layout nun so, dass kein Fehler 9 innerhalb
eines Zuschnittes zu liegen kommt. Auf dem Zuschneideautomaten 10 wird schliesslich
die Warenbahn 1 so verwendet, dass mit minimalem Ausschuss und grösstmöglicher Nutzung
der einwandfreien Warenbahn gearbeitet werden kann. Nachfolgend werden nun die verschiedenen
Möglichkeiten der Markierung der Warenbahn nach der erfindungsgemässen Lehre ausführlich
beschrieben. Während die Beschreibung bisher sich im wesentlichen mit der Verknüpfung
mit den Daten darstellenden Markierungen der Warenbahn und der Warenbahndatei beschäftigte,
wird nunmehr das Augenmerk lediglich auf die Markierungen gerichtet. Zum ersten können
die Markierungen in regelmässigen Abständen immer gleichbleibend auftreten. Der Informationsgehalt
einer solchen Markierung entspricht den Einteilungsstrichen einer Messlatte. Fortlaufend
gelesen und addiert ergibt jede Markierung eine exakte Ortsangabe in Längsrichtung
der Warenbahn.
[0022] Wird die Warenbahn später nicht in Warenbahnteilabschnitte zerlegt, so kann eine
solche Markierung durchaus genügen. Eine solche Markierung ist in der Herstellung
mit Abstand die einfachste Möglichkeit. In vielen Fällen vermag jedoch eine solche
Markierung den nachfolgenden Ansprüchen nicht genügen. So sind entsprechende Teilabschnitte
nicht mehr erkennbar, die Produktionsrichtung der Warenbahn ist ebenso nicht mehr
feststellbar, und bei einer Zerlegung der Warenbahn in Teilwarenbahnabschnitte geht
auch die entsprechende Ortsangabe absolut gesehen verloren, wenn diese Daten nicht
auf andere Art und Weise auf die Warenbahndatei übergeben werden. Trotzdem kann man
auch in diesen Fällen mit der einfachen, regelmässigen Markierung arbeiten, doch müssen
dann die entsprechenden Daten, wie Identifikation der Warenbahn, Ort der Trennung
und Verlaufsrichtung auf einem gesonderten Label angebracht werden, welches mit der
Warenbahn verbunden und mitgeliefert wird.
[0023] Sehr viel einfacher lassen sich all diese zusätzlichen Informationen weitergeben,
indem man die Warenbahn mit unregelmässig verteilten Markierungen versieht. Das unregelmässige
Muster der Markierungen ergibt eine Art Fingerprint, welcher gelesen werden kann und
mit abgespeicherten Markierungsanordnungen verglichen werden kann. Solche unregelmässige
Markierungen lassen sich über einen Zufallsgenerator erzeugen.
[0024] So ergibt jede Warenbahn ein einmaliges Muster, das dessen eindeutige Identifizierung
jederzeit zulässt. Auf diese Weise kann auch jeder Ort der Warenbahn nicht nur relativ
sondern absolut gesehen wieder gefunden werden. Auch die Verlaufsrichtung eines Warenbahnabschnittes
kann jederzeit nachträglich festgestellt werden. Wird eine bestimmte Markierungsfolge
nicht gefunden, so kann man davon ausgehen, dass der Warenabschnitt in der verkehrten
Verlaufsrichtung abgetastet wird. Spielt jedoch an und für sich die Verlaufsrichtung
der Warenbahn keine Rolle, so lässt sich softwaremässig auch so verfahren, dass eine
Folge von Markierungen in genügender Anzahl abgetastet und verglichen werden mit den
gespeicherten Daten, wird keine Übereinstimmung festgestellt, so wird die Folge umgekehrt
und der Vergleich nochmals durchgeführt.
[0025] Es ist auch möglich, neben den unregelmässig und sich nicht wiederholenden Markierungen
zusätzlich Markierungen in regelmässigen Abständen zu verwenden. Dies erlaubt neben
der absoluten Ortsangabe zudem eine relative Ortsangabe und damit auch eine Längenmessung.
[0026] Dank diesen Mitteln lassen sich während verschiedenen Verfahrensschritten die Schrumpfung
oder Streckung einer Warenbahn vollautomatisch feststellen, indem beispielsweise die
Warenbahn über eine Walze geleitet wird, mittels der das Istmass festgestellt wird,
während gleichzeitig mittels einer Erkennungssonde die regelmässigen Markierungen
gelesen werden und daraus der Sollwert gewonnen werden kann. Durch den entsprechenden
Vergleich dieser beiden Werte kann ein Rechner automatisch die Schrumpfung beziehungsweise
Streckung der Warenbahn ermitteln und diese Daten wiederum zur Steuerung der Anlage
verwenden.
[0027] Unabhängig davon, ob die textile Warenbahn als gewobenes oder nicht gewobenes Produkt
vorliegt, lassen sich die Markierungen vorteilhafterweise im Kantenbereich der textilen
Bahn anordnen. Eine grosse Anzahl verschiedener Möglichkeiten ist insbesondere geboten,
wenn die Markierungen in der Form von Strukturveränderungen eingearbeitet werden.
Solche Strukturveränderungen können nicht nur in regelmässigen oder unregelmässigen
Abständen angebracht sein, sondern sie können statt dem oder zusätzlich auch noch
in der Form unterschiedlich gestaltet werden. Dies erhöht automatisch die Zahl der
Informationen, welche über diese Markierungen abgegeben werden können.
[0028] Handelt es sich bei der textilen Warenbahn um ein gewobenes Produkt, so können die
Strukturveränderungen im Kantenbereich durch webtechnische Massnahmen erzeugt werden.
Dies kann mit den herkömmlichen Webmaschinen bereits erreicht werden. Ein Beispiel
solcher webtechnischer Massnahmen besteht darin, dass man die Bindung im Kantenbereich
wechselt. Aber auch das Einlegen oder Einschiessen von kurzen, in Schussrichtung verlaufenden
Fäden kann zur Erzeugung der gewünschten Strukturveränderungen, die als Markierungen
dienen, führen. Variiert man die Einlegelänge der Schussfäden, so erreicht man auch
so mit webtechnischen Massnahmen Strukturveränderungen im Kantenbereich, die leicht
erkennbar sind. Eine weitere Variante besteht darin, dass man in gewünschten, vorgebenenen
Abständen die Schussfäden im Kantenbereich weglässt. Auch dies erzeugt eine Strukturveränderung
der Warenbahn im Kantenbereich, welche leicht abtastbar ist. Eine spezielle Form solcher
Markierungen kann auch dadurch erzeugt werden, dass man in regelmässigen Abständen
die Schussfäden in abgestufter Folge verkürzt.
[0029] Während man somit in den voran beschriebenen Beispielen die Markierungen mittels
webtechnischen Massnahmen mit in Schussrichtung verlaufendem Garn erzeugt, ist es
selbstverständlich auch möglich, die Markierungen mittels dem Kettgarn zu erzeugen.
[0030] Auch hier wird man vorteilhafterweise wieder im Kantenbereich der Bahn arbeiten.
Auch dies kann wiederum mittels webtechnischen Massnahmen erfolgen, beispielsweise
indem man zwei oder mehrere nebeneinander verlaufende Kettgarne zwischen zwei aufeinanderfolgenden
Schussfäden ein oder mehrmals verdreht. Einen Kettgarnfaden als Informationsträger
zu verwenden lässt ebenfalls verschiedene Ausführungsvarianten zu. So kann beispielsweise
ein Kettgarn in festgelegten Abständen Dick- und Dünnstellen aufweisen, welche als
Markierungen dienen können. Solche Garne sind unter der Bezeichnung Effektgarn bereits
auf dem Markt erhältlich. Eine besonders vorteilhafte Ausführungsform besteht darin,
dass man mindestens einen Kettfaden aus Metall einarbeitet, auf dem magnetische Markierungen
angebracht sind. Ein solcher Faden lässt sich speziell fertigen, und zwar so, dass
er eine besonders hohe Anzahl an Informationen aufzunehmen vermag. Ein solcher Kettfaden
kann somit bereits bei seiner Produktion durch entsprechende Anordnung von Markierungen
mit Grund informationen versehen werden. Eine solche Information kann beispielsweise
eine fortlaufende Numerierung in der Form von Codefolgen beinhalten. Eine weitere
Lösung besteht in Kettfäden, welche magnetisierbare Eigenschaften aufweisen. Ein solcher
Kettfaden kann dann während der Produktion elektromagnetisch markiert werden.
[0031] Der Kettfaden braucht keineswegs ein reiner Metallfaden zu sein, sondern kann beispielsweise
ein mono- oder multifilarer Faden mit metallischer Beschichtung sein. Die entsprechenden
Markierungen können dann beispielsweise in der Folge von beschichteten und unbeschichteten
Fadenabschnitten bestehen. Letztlich sind aber auch Garne bekannt, in denen strahlungsaktives
Material eingelagert ist. Ein solcher Kettfaden eignet sich ebenfalls ausgezeichnet
als entsprechende Markierung. Ein Faden aus strahlungsaktivem Material kann aber auch
als Schussfaden eingesetzt werden. Ein entsprechender Sensor kann dann den Abstand
zwischen zwei aktiven Materialien ohne weiteres ermitteln. In der Bekleidungsindustrie
wird man vermutlich von dieser Lösung eher Abstand nehmen.
[0032] Je nach der Art der Markierungen lassen sich diese mittels unterschiedlichen Mitteln
erfassen. Die meisten der durch webtechnische Massnahmen erzeugten Strukturveränderungen,
die als Markierungen dienen, lassen sich rein mechanisch abtasten. Genauso ist es
jedoch auch möglich, die Mehrzahl dieser Markierungen optisch zu erfassen. Lediglich
wenn die Markierungen in magnetischer Form vorliegen, müssen die Markierungen natürlich
elektromagnetisch gelesen werden.
[0033] Insbesondere bei Markierungen in regelmässigen Abständen will man unter Umständen
relativ grosse Abstände zwischen zwei benachbarten Markierungen herstellen. Damit
trotzdem noch eine exakte Ortsbestimmung möglich ist, kann man die Längenmessung noch
komobinieren mit herkömmlichen Mitteln, wie beispielsweise ein Messrad oder eine Vorschubwalze.
Die Kombination dieser beiden Messmethoden, nämlich einerseits mittels den Markierungen
und andererseits über die rein mechanische Abrollmessung, erlaubt aber wiederum die
Ermittlung einer Streckung oder Schrumpfung der textilen Bahn. Dies ergibt sich durch
die vorgegebene Sollwertangabe zwischen zwei Markierungen und dem Istwert, welcher
mechanisch geholt wird. Eine solche Interpolation zwischen zwei Markierungen lässt
sich bei magnetischen Markierungen auch durch die Bestimmung zwischen zwei magnetischen
Markierungen durch die Feststellung ihrer beiden Feldstärken an einem bestimmten Punkt
ermitteln.
[0034] Arbeitet man mit einem Kettfaden, der mit strahlungsaktivem Materal dotiert ist,
so muss der entsprechende Sensor selbstverständlich ein Strahlungsdetektor sein. Ist
das strahlungsaktive Material in Schussfäden mit relativ grossem Abstand vorhanden,
so kann mittels dem Strahlungsdetektor entsprechende Impulse gezählt werden.
[0035] Ist jedoch der Kettfaden mit strahlungsaktivem Material dotiert, so lässt sich während
des Vorbeilaufens der Warenbahn die Strahlungsmenge summierend erfassen und dadurch
eine Ortsangabe ableiten. Obwohl hiermit sicherlich nicht alle denkbaren Varianten
der Erfindung dargelegt sind, zeigen allein schon diese Beispiele die enorme Vielfalt
an erfindungsgemässen Lösungen auf.
[0036] Die Bedeutung der Erfindung für die Textilindustrie und die entsprechenden Nutzungsmöglichkeiten
lassen sich im heutigen Zeitpunkt kaum vollständig erfassen.
1. Verfahren zur Verfolgung von Fehlern in textilen Warenbahnen über mehrere Stufen der
Produktion, dadurch gekennzeichnet, dass in die Warenbahn fortlaufend Markierungen
eingearbeitet werden, die eine inkrementelle Messung der Warenbahn erlauben, und dass
während der Erstellung und Weiterverarbeitung diese Warenbahn eine spezifischen Warenbahndatei
mit den Angaben der fortlaufenden Markierungen auf einem elektronischen Datenträger
erstellt wird, die die produktionsspezifischen Daten und alle aufgetretenen und festgestellten
Produktionsfehler mit den Markierungsangaben enthält und mit der Warenbahn, diese
begleitend, an die jeweils nächstfolgende Produktionsstufe weitergegeben wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die in jeder Produktionsstufe
neu festgestellten Fehler in beziehung zu den fortlaufenden Markierungen in die Warenbahndatei
aufgenommen werden.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Markierungen in regelmässigen
Abständen angeordnet werden.
4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Markierungen in unregelmässigen
Abständen angeordnet werden und neben Ortsinformationen weitere Informationen zur
Identifikation enthalten.
5. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass im Kantenbereich der textilen
Bahn in regelmässigen Abständen Strukturveränderungen in unregelmässiger Form angebracht
werden, die als Markierungen dienen.
6. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass im Kantenbereich der textilen
Bahn in unregelmässigen Abständen und/oder Form Strukturveränderungen angebracht werden,
die als Markierungen dienen.
7. Verfahren nach Anspruch 4 oder 5 für textile, gewobene Warenbahnen, dadurch gekennzeichnet,
dass die Strukturveränderungen im Kantenbereich durch webtechnische Massnahmen erzeugt
werden.
8. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass als webtechnische Massnahme
die Bindung im Kantenbereich gewechselt wird.
9. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass als webtechnische Massnahme
zur Strukturveränderung im Kantenbereich kurze Fäden als Markierungen in Schussrichtung
eingelegt werden.
10. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass als webtechnische Massnahme
zur Strukturveränderung im Kantenbereich die Einlegelänge von Schussfäden verändert
wird.
11. Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass in vorgesehenen Abständen
die Schussfäden im Kantenbereich weggelassen werden.
12. Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass in regelmässigem Abstand die
Schussfäden in abgestufter Folge verkürzt werden.
13. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass im Kantenbereich ein Kettgarn
eingebracht wird, welches in festgelegten Abständen Dick- und Dünnstellen aufweist,
die als Markierungen dienen (Effektgarn).
14. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass in der Warenbahn mindestens
ein Kettfaden aus Metall mit darauf angebrachten magnetischen Markierungen eingearbeitet
wird.
15. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass in der Warenbahn ein Kettfaden
mit magnetisierbaren Eigenschaften eingearbeitet wird, der während der Produktion
mindestens mit Markierungen zur inkrementellen Messung versehen wird.
16. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass in der Warenbahn mindestens
ein Kettfaden mit metallischer Beschichtung mit darauf angebrachten Markierungen eingearbeitet
wird.
17. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass in die textile Bahn ein mit
strahlungsaktivem Material dotierter Kettfaden eingearbeitet wird.
18. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 - 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Markierungen
optisch erfasst werden.
19. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 - 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Markierungen
mechanisch abgetastet werden.
20. Verfahren nach Anspruch 13 - 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Markierungen elektromagnetisch
gelesen werden.
21. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass zur Ortsbestimmung zwischen
zwei Markierungen ein Messrad verwendet wird.
22. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass zur Ortsbestimmung zwischen
zwei Markierungen eine Vorschubwalze verwendet wird.
23. Verfahren nach den Ansprüchen 13 - 15 und 19, dadurch gekennzeichnet, dass die Ortsbestimmung
zwischen zwei Markierungen über eine Interpolation der magnetischen Einflüsse zweier
benachbarter Markierungen erfolgt.
24. Verfahren nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass die Markierungen durch einen
Strahlendetektor gelesen werden.
25. Verfahren nach Anspruch 22, dadurch gekennzeichnet, dass die Strahlungsmenge summierend
erfasst wird.
26. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass an verschiedenen Stellen der
Anlagen für die Herstellung, Ausrüstung, Warenschau und Weiterverarbeitung Leseeinheiten
angeordnet sind, die die entsprechenden Ortsangaben anhand der Markierungen lesen
und diese Angaben an eine Datenverarbeitung leiten, welche diese Angaben mit Fehlermeldungen
vereint auf eine Warenbahndatei abspeichert.
27. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zusätzlich nach mindestens
einem Produktions- oder Weiterverarbeitungsschritt eine automatische, optische Fehlerkontrolle
durchgeführt wird, dessen Messdaten mit den inkrementellen Ortsangaben vereint auf
der Warendatei gespeichert werden.
28. Verfahren nach Anspruch 25 oder 26, dadurch gekennzeichnet, dass in der Warenschau
die Markierungen gelesen und mit den gespeicherten Daten der Warenbahndatei verglichen
werden und der Vorschub der Warenbahn an den Stellen gestoppt wird, an denen Fehlermeldungen
während der vorangegangenen Herstellung oder Ausrüstung gemeldet wurden.
29. Verfahren nach Anspruch 25 oder 26, dadurch gekennzeichnet, dass Fehler, die bei der
Warenschau behoben werden, in der Warenbahndatei gelöscht werden.
30. Verfahren nach Anspruch 25 oder 26, dadurch gekennzeichnet, dass die Lage der textilen
Warenbahn auf dem Zuschneidetisch mittels der Markierungen ermittelt wird und die
Ortsangabe vorhandener Fehler in der textilen Warenbahn von der Warenbahndatei an
den Rechner des Zuschneideautomaten geliefert wird, worauf die Verteilung der Zuschnitte
so erfolgt, dass die vorhandenen Fehler ausserhalb des Nutzbereiches zu liegen kommen.
31. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest im Anfangs- oder
Endbereich der textilen Warenbahn die Markierungen in einer Anordnung erfolgen, die
eine Warenbahnidentifikationscodierung ergibt.
32. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der aktuelle Abstand zwischen
zwei bestimmten Markierungen vor einem Ausrüstungsschritt und nach einem Ausrüstungsschritt
ermittelt werden und hieraus die Verstreckung oder Schrumpfung der Warenbahn ermittelt
wird.
33. Verfahren nach Anspruch 31, dadurch gekennzeichnet, dass nach Massgabe der ermittelten
Verstreckung oder Schrumpfung der entsprechende Ausrüstungsschritt gesteuert wird.
1. Process for tracking faults in textile webs across several stages of production, characterized
in that the markings which permit incremental measurement of the web are continuously
worked into the web and in that, during the creation and further processing of this
web, a specific web file with information about the continuous markings is created
on an electronic data medium, this file containing the product-specific data and all
the production faults that have occurred and have been detected, together with the
marking information, and being passed on with the web, accompanying the latter, to
the respective next production stage.
2. Process according to Claim 1, characterized in that the faults that are newly detected
in each production stage are recorded in the web file in relation to the continuous
markings.
3. Process according to Claim 1, characterized in that the markings are arranged at regular
intervals.
4. Process according to Claim 1, characterized in that the markings are arranged at irregular
intervals and, in addition to position information, contain further information relating
to identification.
5. Process according to Claim 1, characterized in that structural changes of an irregular
shape, which serve as markings, are applied at regular intervals in the edge region
of the textile web.
6. Process according to Claim 1, characterized in that structural changes, which serve
as markings, are applied at irregular intervals and/or in irregular shapes in the
edge region of the textile web.
7. Process according to Claim 4 or 5 for textile, woven webs, characterized in that the
structural changes in the edge region are produced by weaving actions.
8. Process according to Claim 6, characterized in that the weaving action is to change
the weave in the edge region.
9. Process according to Claim 6, characterized in that the weaving action for changing
the structure in the edge region is to insert short threads as markings in the weft
direction.
10. Process according to Claim 6, characterized in that the weaving action for changing
the structure in the edge region is to change the insertion length of weft threads.
11. Process according to Claim 9, characterized in that the weft threads are left out
at planned intervals in the edge region.
12. Process according to Claim 9, characterized in that the weft threads are shortened
in a stepped sequence at a regular interval.
13. Process according to Claim 6, characterized in that a warp yarn which has thick and
thin points at defined intervals, these points serving as markings (special effect
yarn), is introduced in the edge region.
14. Process according to Claim 1, characterized in that at least one warp thread made
of metal with magnetic markings applied thereto is worked into the web.
15. Process according to Claim 1, characterized in that a warp thread having magnetizable
properties is worked into the web and, during production, is provided at least with
markings for incremental measurement.
16. Process according to Claim 1, characterized in that at least one warp thread having
a metallic coating with markings applied thereto is worked into the web.
17. Process according to Claim 1, characterized in that a warp thread doped with a material
which actively emits radiation is worked into the textile web.
18. Process according to one of Claims 1 - 12, characterized in that the markings are
detected optically.
19. Process according to one of Claims 1 - 12, characterized in that the markings are
sensed mechanically.
20. Process according to Claims 13 - 15, characterized in that the markings are read electromagnetically.
21. Process according to Claim 2, characterized in that a measuring wheel is used for
position finding between two markings.
22. Process according to Claim 2, characterized in that an advancing roll is used for
position finding between two markings.
23. Process according to Claims 13 - 15 and 19, characterized in that the position finding
between two markings is performed via interpolation of the magnetic influences of
two adjacent markings.
24. Process according to Claim 16, characterized in that the markings are read by a radiation
detector.
25. Process according to Claim 22, characterized in that the amount of radiation is registered
additively.
26. Process according to Claim 1, characterized in that, at various points in the plants
for the manufacture, finishing, cloth inspection and further processing, there are
arranged reading units, which read the appropriate position information using the
markings and lead these data to a data processing means, which stores this information,
combined with fault messages, in a web file.
27. Process according to Claim 1, characterized in that, in addition, following at least
one production or further processing step, automatic optical fault monitoring is carried
out and the measured data from this, combined with the incremental position information,
are stored in the webfile.
28. Process according to Claim 25 or 26, characterized in that, during the cloth inspection,
the markings are read and compared with the data stored in the web file, and the advance
of the web is stopped at those points at which fault messages were reported during
the preceding manufacture or finishing.
29. Process according to Claim 25 or 26, characterized in that faults which are rectified
during the cloth inspection are deleted from the web file.
30. Process according to Claim 25 or 26, characterized in that the location of the textile
web on the cutting table is ascertained by means of the markings, and the position
information relating to faults present in the textile web is supplied from the web
file to the computer of the automatic cutter, whereupon the distribution of the pattern
pieces is made in such a way that the faults present come to lie outside the useful
area.
31. Process according to Claim 1, characterized in that, at least in the starting region
or end region of the textile web, the markings are made in an arrangement that provides
a web identification code.
32. Process according to Claim 1, characterized in that the current distance between two
specific markings before a finishing step and after a finishing step is ascertained
and the stretching or shrinkage of the web is ascertained from this.
33. Process according to Claim 31, characterized in that the appropriate finishing step
is controlled on the basis of the stretching or shrinkage ascertained.
1. Procédé pour le suivi des défauts dans des bandes de matériau textile sur plusieurs
étapes de la production, caractérisé en ce que des marques sont incorporées en continu
dans la bande de matériau, qui permettent d'effectuer une mesure incrémentielle de
la bande de matériau, et en ce que, pendant la fabrication et le traitement ultérieur
de cette bande de matériau, on établit un fichier spécifique à la bande de matériau
dans lequel les marques apposées en continu sont consignées sur un support de données
électronique et qui contient les données spécifiques à la production et tous les défauts
de fabrication survenus et constatés, avec indication des marques, lequel fichier
accompagne chaque fois la bande de matériau lors de son transfert à l'étape suivante
de la production.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que les défauts nouvellement détectés
à chaque étape de la production sont enregistrés dans le fichier en relation avec
les marques apposées en continu.
3. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que les marques sont disposées
à intervalles réguliers.
4. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que les marques sont apposées
à intervalles irréguliers et comprennent, outre des informations de lieu, d'autres
informations en vue de leur identification.
5. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que des modifications de la structure
sont réalisées à intervalles réguliers et avec une forme irrégulière dans la zone
des lisières de la bande de matériau textile, qui servent de marques.
6. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que des modifications de la structure
sont réalisées à intervalles irréguliers et/ou avec une forme irrégulière dans la
zone des lisières de la bande textile, qui servent de marques.
7. Procédé selon la revendication 4 ou 5 pour des bandes de matériaux textiles tissées,
caractérisé en ce que les modifications de la structure dans la zone des lisières
sont apportées par des mesures liées à la technique de tissage.
8. Procédé selon la revendication 6, caractérisé en ce qu'une mesure liée à la technique
de tissage consiste à changer d'armure dans la zone des lisières.
9. Procédé selon la revendication 6, caractérisé en ce qu'une mesure liée à la technique
de tissage en vue de modifier la structure dans la zone des lisières consiste à poser
en tant que marques des fils courts dans le sens de la trame.
10. Procédé selon la revendication 6, caractérisé en ce qu'une mesure liée à la technique
de tissage pour modifier la structure dans la zone des lisières consiste à modifier
la longueur des fils de trame.
11. Procédé selon la revendication 9, caractérisé en ce que l'on supprime les fils de
trame à intervalles réguliers dans la zone des lisières.
12. Procédé selon la revendication 9, caractérisé en ce que l'on raccourcit progressivement
la longueur des fils de trame à intervalles réguliers.
13. Procédé selon la revendication 6, caractérisé en ce que l'on intègre dans la zone
des lisières un fil de chaîne qui présente à intervalles définis des segments tantôt
épais, tantôt minces qui servent de marques (fil fantaisie).
14. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'on intègre dans la bande
de matériau au moins un fil de chaîne en métal portant des marques magnétiques.
15. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'un fil de chaîne ayant des
propriétés magnétiques est intégré à la bande de matériau, qui, au cours de la production,
est au moins muni de marques pour la mesure incrémentielle.
16. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'au moins un fil de chaîne à
revêtement métallique, sur lequel sont apposées les marques, est intégré dans la bande
de matériau.
17. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'on intègre dans la bande
textile un fil de chaîne contenant de la matière à rayonnement.
18. Procédé selon l'une des revendications 1 à 12, caractérisé en ce que les marques sont
saisies par un système optique.
19. Procédé selon l'une des revendications 1 à 12, caractérisé en ce que les marques sont
palpées mécaniquement.
20. Procédé selon les revendications 13 à 15, caractérisé en ce que les marques sont lues
par un système électromagnétique.
21. Procédé selon la revendication 2, caractérisé en ce que l'on utilise une roue mesureuse
pour effectuer une localisation entre deux marques.
22. Procédé selon la revendication 2, caractérisé en ce que l'on utilise un cylindre d'avance
pour effectuer une localisation entre deux marques.
23. Procédé selon les revendications 13 à 15 et 19, caractérisé en ce que la localisation
entre deux marques s'effectue par une interpolation des influences magnétiques de
deux marques adjacentes.
24. Procédé selon la revendication 16, caractérisé en ce que les marques sont lues par
un détecteur de rayonnement.
25. Procédé selon la revendication 22, caractérisé en ce que la quantité de rayonnement
est saisie de façon cumulée.
26. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que des unités de lecture sont
disposées en différents points des installations pour la fabrication, le finissage,
la vérification et le traitement ultérieur, qui lisent les localisations correspondantes
à l'aide des marques et transmettent ces indications à un système de traitement des
données qui enregistre ces indications fusionnées avec des signaux de défauts dans
un fichier de la bande de matériau.
27. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'après au moins une étape de
production ou de traitement ultérieur, on procède en outre à au moins un contrôle
optique automatique pour détecter des défauts, contrôle dont les données mesurées
fusionnées avec les localisations incrémentielles sont enregistrées dans le fichier
de la bande de matériau.
28. Procédé selon la revendication 25 ou 26, caractérisé en ce qu'au cours de la vérification,
les marques sont lues et comparées avec les données mémorisées dans le fichier de
la bande de matériau et l'avance de la bande de matériau est stoppée aux endroits
où des défauts ont été signalés pendant la fabrication ou le finissage qui précède.
29. Procédé selon la revendication 25 ou 26, caractérisé en ce que des défauts qui ont
été relevés pendant la vérification sont effacés du fichier de la bande de matériau.
30. Procédé selon la revendication 25 ou 26, caractérisé en ce que la position de la bande
de matériau textile sur la table de coupe est déterminée au moyen des marques et en
ce que la localisation de défauts existants dans la bande de matériau textile est
transmise par le fichier de la bande de matériau au calculateur de l'automate de coupe,
après quoi les découpes sont réparties de telle manière que les défauts soient situés
en dehors de la zone utile.
31. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'au moins dans la zone du début
et de la fin de la bande de matériau textile, les marques sont apposées de manière
à fournir un code d'identification de la bande de matériau.
32. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'écart effectif entre deux
marques données est déterminé avant une étape de finissage et après une étape de finissage,
et en ce que l'on détermine à partir de cela l'étirage ou le rétrécissement de la
bande de matériau.
33. Procédé selon la revendication 31, caractérisé en ce que l'on initialise l'étape de
finissage correspondant au degré d'étirage ou de rétrécissement établi.
