| (19) |
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(11) |
EP 0 732 996 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
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14.10.1998 Patentblatt 1998/42 |
| (22) |
Anmeldetag: 06.12.1994 |
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP9404/062 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 9515/854 (15.06.1995 Gazette 1995/25) |
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| (54) |
VORRICHTUNG SOWIE VERFAHREN ZUM HERSTELLEN VON BEDRUCKTEN BLÄTTERN
DEVICE AND PROCESS FOR PRODUCING PRINTED SHEETS
PROCEDE ET DISPOSITIF POUR PRODUIRE DES FEUILLES IMPRIMEES
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH DE DK ES FR GB IT LI NL SE |
| (30) |
Priorität: |
11.12.1993 DE 4342308
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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25.09.1996 Patentblatt 1996/39 |
| (73) |
Patentinhaber: Eltex-Elektrostatik Gesellschaft mbH |
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D-79576 Weil am Rhein (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- BOSSE, Rolf
D-85630 Grasbrunn (DE)
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| (74) |
Vertreter: Säger, Manfred, Dipl.-Ing. et al |
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Postfach 505 9004 St. Gallen 9004 St. Gallen (CH) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 516 924 US-A- 4 852 492
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GB-A- 2 102 344
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- PATENT ABSTRACTS OF JAPAN Bd. 9, Nr. 152 (M-391) & JP,A,60 030 345 (MITSUBISHI JUKOGYO
K.K.) 15 Februar 1985
- PATENT ABSTRACTS OF JAPAN Bd. 9, Nr. 152 (M-391) & JP,A,60 027 543 (MITSUBISHI JUKOGYO
K.K.) 12 Februar 1985
- PATENT ABSTRACTS OF JAPAN Bd. 14, Nr. 231 (M-974) & JP,A,02 059 348 (KOMORI PRINTING
MACH CO LTD) 28 Februar 1990
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung sowie ein Verfahren zum Herstellen von bedruckten
Blättern sowie eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens gemäß dem Oberbegriff
des Hauptanspruches.
[0002] Eine solche Vorrichtung gemäß dem Oberbegriff des Hauptanspruchs ist bekannt (JP-2-59348
(A) in Patent Abstracts of Japan M-974 May 16, 1990. Vol. 14/No. 231). Hierbei ist
vor der ersten Kühlwalze eine Umlenkeinrichtung mit zwei aufeinanderfolgenden Blasstangen
vorgesehen. Die Vorrichtung dient dazu, eine laminare, von der Bahn mittransportierte
Schicht von Lösungsmittel, aber auch von Staub und dergleichen mittels entgegengesetzt
zur Transportrichtung der Bahn angeblasener Luft abzuschälen.
[0003] Es ist bekannt, daß im Rollenoffset die auf ihrer Vor- und Rückseite bedruckte Bahn
auf ca. 120°C zum Zwecke des Trocknens der Druckfarbe aufgeheizt wird. Danach wird
die Bahn gekühlt, befeuchtet, gegebenenfalls gefalzt und als Blätter von der Bahn
abgetrennt.
[0004] Von Nachteil bei diesen bekannten Vorrichtungen sowie Verfahren ist die beim Fertigprodukt,
den einzelnen Blättern vorhandenen Wellen. Diese Wellenbildung ist häufig Gegenstand
von Untersuchungen gewesen, jedoch sind trotz aller Anstrengungen bis heute die im
Rollenoffset entstandenen Wellen im Prinzip nicht beseitigt worden, sondern allenfalls
deren Amplitude verringert (vgl. FOGRA, Bericht 4.035 aus 1989), wobei man von der
Vorstellung ausgeht, daß infolge des Wasseraustritts beim Trocknen der Bahn in Kombination
mit der Bahnspannung sich eine Welligkeit bildet, wobei man versucht hat, diese sogenannten
Klima- bzw. Zugwellen durch nachträgliche Rückfeuchtung der getrockneten und gekühlten
Bahn wieder zu beseitigen. Diese Versuche haben nur zum mäßigen Erfolg geführt.
[0005] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine gattungsgemäße Vorrichtung gemäß dem
Oberbegriff des Hauptanspruches sowie ein Verfahren so weiterzubilden, daß damit glatte,
ungewellte Blätter erhalten werden können.
[0006] Diese Aufgabe wird bei einer gattungsgemäßen Vorrichtung sowie einem gattungsgemäßen
Verfahren gemäß den Oberbegriffen des Verfahrens- und Vorrichtungshauptanspruches
erfindungsgemäß durch deren kennzeichnende Merkmale gelöst.
[0007] Erfindungsgemäß wird die bedruckte Bahn unmittelbar vor dem Auflaufen auf die erste
Kühlwalze mittels einer Breitstreckeinrichtung für die Bahn ein- oder mehrfach in
jeweils entgegengesetzte Krümmungsrichtungen umgelenkt. Es kann auch eine Coandaplatte
außerhalb der Bahn mit ihrer Erstreckung aber parallel zur Bahn angeordnet werden,
wobei mittels einer zusätzlich angebrachten Düse in den Spalt zwischen ihr und der
Bahn Luft eingeblasen werden kann, wodurch die Bahn zu der Coandaplatte hingezogen
wird, ohne diese allerdings zu berühren. Dimensionierung und Anordnung dieser Coandaplatten
erfolgt zweckmäßigerweiSe nacheinander auf der Ober- und Unterseite der Papierbahn.
Es können auch auf einer Seite mehrere kleine, nebeneinander angebrachte oder in Papierlaufrichtung
versetzte Coandaplatten eingesetzt werden, die im Längsschnitt Parallel zur Transportrichtung
auch leicht konvex oder konkav versetzt sind.
[0008] Überraschenderweise hat sich herausgestellt, daß durch diese einfache Maßnahme die
Wellenbildung bei den Blättern praktisch völlig entfällt und im Gegensatz zu dem Stand
der Technik erstmalig, glatte ungewellte Blätter erhalten werden. Der Mechanismus,
auf welchem diese verblüffende Wirkung beruht, ist derzeit nicht geklärt. Möglicherweise
besteht er darin, daß durch das zumindest einmalige Umlenken ein kräftemäßiges Entspannen
und Ebnen der Bahn vor dem Auflaufen auf die erste Kühlwalze bewirkt wird, so daß
sich während des Auflaufens auf die erste Kühlwalze schon gar keine Wellen ausbilden
können, die dann durch die Umschlingung auf der bzw. den Kühlwalzen einerseits durch
den anderen Krümmungsradius der Welle an der Walze eingeprägt, andererseits durch
die Kühlwirkung auf die Druckbeschichtung stabilisiert wird. Durch die erfindungsgemäße
Lehre wird dieses Problem in überraschend einfacher Weise gelöst.
[0009] Es ist zwar eine Vorrichtung bekannt (DE 3128430 C2, Figur 3), bei der die Bahn vor
dem Auflaufen auf die zumindest erste Kühlwalze mit ihrem ersten Krümmungsradius und
ihrer ersten Krümmungsrichtung mit einem zweiten Krümmungsradius und einer zur ersten
entgegengesetzten zweiten Krümmungsrichtung umgelenkt wird. Abgesehen davon, daß diese
Umlenkung nicht unmittelbar vor dem Auflaufen auf die erste Kühlwalze, sondern erst
mit großem Abstand davor bewirkt wird, dient diese Maßnahme als Wegausgleichsvorrichtung
für die Bahn durch die Anstellbarkeit der Kalanderwalzen des Kühlwerks. Somit kann
diese Wegausgleichsvorrichtung vor oder hinter dem Kühlwerk angebracht sein und außerdem
spielt hierbei auch die Anordnung der Krümmungsrichtung der Umlenkung vor der ersten
Kühlwalze keine Rolle und ist rein zufällig. Es ist außerdem die eingangs erwähnte
Vorrichtung bekannt (JP2-59348 (A) in Patent Abstracts of Japan M-974 May 16, 1990,
Volume 14/No. 231), die eine vorstehend beschriebene Umlenkung vor der ersten Kühlwalze
aufweist. Aber hier ist auch keine unmittelbare Anordnung der Bahn vor dem Auflaufen
auf die erste Kühlwalze vorgesehen sowie der vorhandene zweite Krümmungsradius so
gering, daß der erfindungsgemäße Effekt nicht erzielt werden kann und außerdem dient
diese Vorrichtung dazu, eine laminare, von der Bahn mittransportierte Schicht von
Lösungsmittel aber auch Staub und dergleichen mittels entgegengesetzt zur Transportrichtung
angeblasener Luft abzuschälen, ganz abgesehen davon, daß zu diesem bekannten Zweck
die Anordnung der Krümmungsrichtungen auch umgekehrt sein könnte und daher als ebenfalls
zufällig zu bezeichnen ist.
[0010] In zweckmäßiger Ausgestaltung der Erfindung kann vor dem Kühlen mittels kalter Luft
vorgekühlt werden. Es hat sich ebenfalls als vorteilhaft erwiesen, wenn im Bereich
des Einlaufspaltes zwischen der Bahn und der ersten Kühlwalze ein Unterdruck erzeugt
wird. Der erfindungsgemäß erzielten Wirkung ist es ebenfalls zuträglich, wenn die
Bahn auf ihrer der Oberfläche der ersten Kühlwalze abgewandten Seite in Transportrichtung
vor dieser mittels einer Aufladeelektrode elektrostatisch aufgeladen wird, oder wenn
die Oberfläche der Kühlwalze mit einer bezüglich der Oberfläche der bedruckten Bahn
nichthaftenden Beschichtung oder mit einem Fluid als Gleitmittel benetzt ist. Diese
Maßnahme trägt auch dem erwünschten Planieren der Bahn vor oder während dem Auflaufen
auf die erste Kühlwalze bei.
[0011] Mit besonderem Vorteil ist die aus einer Blasstange und/oder Spindel und/oder benetzten
Walze versehene erfindungsgemäße Vorrichtung zum Zweck der Breitstreckung der Bahn
senkrecht zu ihr sowie zu der Transportrichtung vorgesehen.
[0012] Weitere zweckmäßige Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung sind in den
Unteransprüchen gekennzeichnet.
[0013] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachfolgend unter Bezugnahme auf die Zeichnung
näher erläutert, in der ein schematischer Querschnitt einer Rollenoffset-Druckanlage
im Bereich zwischen Trockner und erster Kühlwalze dargestellt ist.
[0014] Aus dem insgesamt mit 5 bezeichneten Trockner läuft die Bahn 6, vorzugsweise Papierbahn,
die beidseitig bedruckt worden ist, in Richtung auf die insgesamt mit 7 bezeichnete
erste Kühlwalze zu, auf der die Bahn 6 mit einem ersten Krümmungsradius R1 und einer
ersten Krümmungsrichtung im Uhrzeigersinn aufläuft.
[0015] Bevor die Bahn 6 in Transportrichtung 8 auf die erste Kühlwalze 7 auftritt, wird
sie beim wiedergegebenen Ausführungsbeispiel zweimal mit jeweils gleichem zweiten
sowie dritten Krümmungsradius R2 bzw. R3 in jeweils entgegengesetzter Richtung an
einer ersten Umlenkstelle 9 und eine in Transportrichtung dahinterliegenden Umlenkstelle
10 umgelenkt. An der zweiten Umlenkstelle unmittelbar vor Auflaufen auf die Kühlwalze
7 ist die zweite Krümmungsrichtung im Gegenuhrzeigersinn, also entgegengesetzt zur
ersten Krümmungsrichtung der Kühlwalze 7. An der ersten Umlenkstelle 9 wird die Bahn
6 mit der ersten Krümmungsrichtung umgelenkt.
[0016] Hierbei ist in vorteilhafter Ausgestaltung die Umlenkstelle 9 und 10 jeweils durch
eine an sich bekannte Blasstange gebildet, die im Umlenkbereich der Bahn auf ihrem
Mantel eine Perforation aufweist, durch die seitlich axial zugeführte Luft radial
austreten kann. Hierdurch wird ein Luftpolster gebildet, um das herum die Bahn 6 berührungslos
zu der Blasstange umgelenkt wird.
[0017] Beim wiedergegebenen Ausführungsbeispiel ist der zweite Krümmungsradius R2 kleiner
als der erste Krümmungsradius R1 bemessen und ist der Quotient von erstem zum zweiten
Krümmungsradius größer als 3, vorzugsweise 5 bis 12 . Ferner ist der zweite Krümmungsradius
R2 der Bahn über einen Umschlingungswinkel von mindestens 30°, vorzugsweise 45° vorhanden.
Der zweite Krümmungsradius R2 ist nicht größes als 10 cm. Die Lange a der ungekrümmt
und eben verlaufenen Bahn 6 vor der ersten Kühlwalze 7 ist kleiner als 30 cm.
1. Vorrichtung zum Herstellen von bedruckten Blättern aus einer im Rollenoffset fortlaufend
in Transportrichtung (8) bewegten, ein- oder beidseitig bedruckten, in einem Trockner
(5) heißgetrockneten und danach durch Auflaufen auf zumindest eine erste Kühlwalze
(7) in einer ersten Krümmungsrichtung mit einem ersten Krümmungsradius (R1) gekühlten
Bahn (6), aus der die Blätter gegebenenfalls nach dem Falzen abgetrennt worden sind,
wobei vor der ersten Kühlwalze (7) eine Umlenkeinrichtung (9,10) für die Bahn (6)
vorgesehen ist, welche für das erstmalige Umlenken der Bahn (5) mit einem zweiten
Krümmungsradius (R2) mittels zumindest einer Blasstange (9, 10) und/oder z.B. mit
zumindest einer mit einer nichthaftenden Beschichtung versehenen Spindel und/oder
z.B. mit zumindest einer mit einem Fluid als Gleitmittel benetzten Walze und/oder
z.B. mit zumindest einer Coandaplatte, ggf. mit einer Luftdüse versehen ist,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Umlenkeinrichtung als Breistreckeinrichtung mit einem zweiten Krümmungsradius
(R2) von nicht größer als 10 cm und einer Länge (a) der ungekrümmt und eben verlaufenden
Bahn (5) vor der ersten Kühlwalze von kleiner als 30 cm ausgebildet ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet daß die zweite Krümmungsrichtung
des zweiten Krümmungsradius (R2) zur ersten Krümmungsrichtung entgegengesetzt ausgerichtet
ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß in Transportrichtung
(8) vor der ersten Kühlwalze (7) in dem Einlaufspalt eine Saugvorrichtung vorgesehen
ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß auf der der ersten
Kühlwalze (7) abgewandten Seite der Bahn (6) in Transportrichtung (8) vor dieser eine
elektrostatische Aufladeelektrode vorgesehen ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Aufladeelektrode in Transportrichtung
(8) hinter der letzten Umlenkstelle (10) und vor dem Auflaufen auf die erste Kühlwalze
(7) quer zur Transportrichtung (8) angeordnet ist.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die erste
Kühlwalze (7) eine bezüglich der bedruckten Bahn nichthaftende Beschichtung aufweist.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der zweite
Krümmungsradius (R2) kleiner als der erste Krümmungsradius (R1) bemessen ist.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Quotient (R1/R2) vom
ersten zu zweitem Krümmungsradius größer als 3, vorzugsweise 10 ist.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß der zweite
Krümmungsradius (R2) der Bahn (5) über einen Umschlingungswinkel von mindestens 30°,
vorzugsweise zumindest 45° vorliegt.
10. Verfahren zum Herstellen von bedruckten Blättern aus einer im Rollenoffset fortlaufend
in Transportrichtung (8) bewegten, ein- oder beidseitig bedruckten, heißgetrockneten
und danach durch Auflaufen auf zumindest eine erste Kühlwalze (7) in einer ersten
Krümmungsrichtung mit einem ersten Krümmungsradius (R1) gekühlten Bahn (6), aus der
die Blätter gegebenenfalls nach dem Falzen abgetrennt werden, mit einer Vorrichtung
nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Bahn (6) durch die Breitstreckeinrichtung
(9,10) vor dem Auflaufen auf die zumindest erste Kühlwalze (7) mit einem zweiten Krümmungsradius
(R2) umgelenkt wird.
11. Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Bahn (6) mit dem zweiten
Krümmungsradius (R2) und mit einer zur ersten Krümmungsrichtung entgegengesetzten
zweiten Krümmungsrichtung umgelenkt wird.
12. Verfahren nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Bahn (6) vor dem
Umlenken mit der zweiten Krümmungsrichtung zumindest ein weiteres Mal mit einem dritten
Krümmungsradius (R3) und einer der ersten Krümmungsrichtung entsprechenden sowie zur
zweiten Krümmungsrichtung entgegengesetzten dritten Krümmungsrichtung umgelenkt wird.
13. Verfahren nach Anspruch 10, 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Bahn (6) nach
dem Heißtrocknen und vor dem Auflaufen auf die zumindest erste Kühlwalze (7) mehrfach
aufeinanderfolgend mit jeweils entgegengesetzter Krümmungsrichtung umgelenkt wird.
14. Verfahren nach einem der Ansprüche 10 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß das Umlenken
mittels Blasluft erfolgt.
15. Verfahren nach einem der Ansprüche 10 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß die nach
dem Heißtrocknen und vor dem Auflaufen auf die zumindest erste Kühlwalze (7) zumindest
einmal umgelenkte Bahn (6) zusätzlich vorgekühlt wird.
16. Verfahren nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß die Bahn (6) mit kalter Luft
vorgekühlt wird.
17. Verfahren nach einem der Ansprüche 10 bis 16, dadurch gekennzeichnet, daß in dem Einlaufspalt
zwischen der Bahn (6) und der ersten Kühlwalze (7) ein Unterdruck erzeugt wird.
18. Verfahren nach einem der Ansprüche 10 bis 17, dadurch gekennzeichnet, daß die Bahn
(6) in Transportrichtung (8) vor dieser einem elektrischen Feld ausgesetzt wird.
19. Verfahren nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, daß die Bahn (6) nach dem letzten
Umlenken und vor dem Auflaufen auf die erste Kühlwalze (7) auf ihrer der Oberfläche
der ersten Kühlwalze (7) abgewandten Seite elektrostatisch aufgeladen wird.
20. Verfahren nach einem der Ansprüche 10 bis 19, dadurch gekennzeichnet, daß auf die
Bahn (6) auf ihrer der ersten Kühlwalze zugewandten Seite und/oder auf diese Wasser
als Fluid abgebracht wird.
21. Verfahren nach einem der Ansprüche 10 bis 20, dadurch gekennzeichnet, daß die Bahn
(6) beim Auflaufen auf die erste Kühlwalze (7) senkrecht zu ihrer Transportrichtung
(8) planiert wird.
1. Apparatus for producing printed sheets from a web (6) which is moved continuously
in a transport direction (8) in rotary offset and which is printed upon on one or
both sides and which is subjected to hot drying in a drier (5) and which is thereafter
cooled by running on to at least a first cooling roller (7) in a first direction of
curvature with a first radius of curvature (R1) and from which the sheets have been
cut, possibly after the folding operation, wherein provided upstream of the first
cooling roller (7) is a direction-changing arrangement (9, 10) for the web (6), which
for the first change in direction of the web (6) is provided with a second radius
of curvature (R2) by means of at least one blowing bar (9, 10) and/or for example with at least one
spindle provided with a non-adhesive coating and/or for example with at least one
roller wetted with a fluid as a lubricant and/or for example with at least one Coanda
plate, possibly with an air nozzle, characterised in that the direction-changing arrangement
is in the form of a width-extending arrangement with a second radius of curvature
(R2) of no greater than 10 cm and of a length (a) of the web (6) which extends in
an uncurved and flat configuration upstream of the first cooling roller of less than
30 cm.
2. Apparatus according to claim 1 characterised in that the second direction of curvature
of the second radius of curvature (R2) is in opposite relationship to the first direction
of curvature.
3. Apparatus according to claim 1 or claim 2 characterised in that a suction device is
provided upstream of the first cooling roller (7) in the transport direction (8) in
the intake gap.
4. Apparatus according to claim 1, claim 2 or claim 3 characterised in that an electrostatic
charging electrode is provided on the side of the web (6) remote from the first cooling
roller (7) upstream thereof in the transport direction (8).
5. Apparatus according to claim 4 characterised in that the charging electrode is arranged
downstream of the last direction-changing location (10) in the transport direction
(8) and prior to the web running on to the first cooling roller (7) in transverse
relationship to the transport direction (8).
6. Apparatus according to one of claims 1 to 5 characterised in that the first cooling
roller (7) has a coating which is non-adhesive in relation to the printed web.
7. Apparatus according to one of claims 1 to 6 characterised in that the second radius
of curvature (R2) is smaller than the first radius of curvature (R1).
8. Apparatus according to claim 7 characterised in that the quotient (R1/R2) of the first
to the second radius of curvature is greater than 3, preferably 10.
9. Apparatus according to one of claims 1 to 8 characterised in that the second radius
of curvature (R2) of the web (6) is over a wrapping angle of at least 30°, preferably
at least 45°.
10. A process for producing printed sheets from a web (6) which is moved continuously
in the transport direction (8) in rotary offset and which is printed on one or both
sides and which is subjected to hot drying and which thereafter is cooled by running
on to at least a first cooling roller (7) in a first direction of curvature with a
first radius of curvature (R1) and from which the sheets are cut possibly after the
folding operation, with an apparatus according to claim 1, characterised in that the
web (6) is changed in direction by the width-extending arrangement (9, 10) prior to
running on to the at least first cooling roller (7), with a second radius of curvature
(R2).
11. A process according to claim 10 characterised in that the web (6) is changed in direction
with the second radius of curvature (R2) and with a second direction of curvature
which is opposite to the first direction of curvature.
12. A process according to claim 10 or claim 11 characterised in that prior to the change
in direction with the second direction of curvature the web (6) is changed in direction
at least one further time with a third radius of curvature (R3) and a third direction
of curvature which corresponds to the first direction of curvature and which is opposite
to the second direction of curvature.
13. A process according to claim 10, claim 11 or claim 12 characterised in that after
the hot drying operation and prior to running on to the at least first cooling roller
(7) the web (6) is successively changed in direction a plurality of times with respectively
opposite directions of curvature.
14. A process according to one of claims 10 to 12 characterised in that the operation
of changing the direction of the web is effected by blowing air.
15. A process according to one of claims 10 to 14 characterised in that the web (6) which
is changed in direction at least once after the hot drying operation and prior to
running on to the at least first cooling roller (7) is additionally pre-cooled.
16. A process according to claim 15 characterised in that the web (6) is pre-cooled with
cold air.
17. A process according to one of claims 10 to 16 characterised in that a reduced pressure
is produced in the intake gap between the web (6) and the first cooling roller (7).
18. A process according to one of claims 10 to 17 characterised in that in the transport
direction (8) the web (6) is exposed to an electrical field upstream thereof.
19. A process according to claim 18 characterised in that the web (6) is electrostatically
charged on its side remote from the surface of the first cooling roller (7) after
the last change in direction and prior to running on to the first cooling roller (7).
20. A process according to one of claims 10 to 19 characterised in that water is applied
as fluid to the web (6) on its side towards the first cooling roller and/or to same.
21. A process according to one of claims 10 to 20 characterised in that the web (6) is
smoothed when running on to the first cooling roller (7) perpendicularly to its transport
direction (8).
1. Dispositif pour produire des feuilles imprimées dans une nappe (6) qui se déroule
de manière continue en direction d'avancement (8) dans une rotative offset, imprimée
sur une seule ou sur ses deux faces, séchée à chaud dans une sécheuse (5), et ensuite
refroidie par son passage sur un premier cylindre réfrigérant (7) présentant un premier
rayon de courbure (R1), les feuilles étant découpées dans cette nappe éventuellement
après l'opération de pliage, tandis qu'en amont du premier cylindre réfrigérant (7)
est prévu un dispositif de renvoi (9, 10) pour la nappe (6), dispositif qui, pour
le premier renvoi de la nappe (6) sous un deuxième rayon de courbure (R2), présente
au moins une barre soufflante (9, 10) et/ou par exemple au moins une broche munie
d'un revêtement non adhésif et/ou par exemple au moins un cylindre humecté par un
fluide servant d'agent de glissement et/ou par exemple au moins une plaque à effet
Coanda, et éventuellement une buse de ventilation, CARACTERISE en ce que le dispositif de renvoi, servant de dispositif d'extension en largeur,
est réalisé de manière à présenter un deuxième rayon de courbure (R2) non supérieur
à 10 cm, et une longueur (a) de la partie de la nappe (6) qui se déroule à plat et
sans courbures avant d'arriver au premier des cylindres réfrigérants, inférieure à
30 cm.
2. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que la deuxième direction de courbure du deuxième rayon de courbure (R2) est
dirigée en sens opposé à la première direction de courbure.
3. Dispositif selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que, avant le premier cylindre réfrigérant 7, vu dans la direction 8 du transport,
un dispositif d'aspiration est prévu dans la fente d'introduction.
4. Dispositif selon la revendication 1, 2 ou 3, caractérisé en ce que sur la face de la nappe (6) opposée au premier cylindre réfrigérant (7),
avant ladite nappe vue en direction (8) du transport, est prévue une électrode de
charge électrostatique.
5. Dispositif selon la revendication 4, caractérisé en ce que l'électrode de charge est disposée, vue dans la direction (8) du transport,
après le dernier point de renvoi (10) et avant l'arrivée de la nappe sur le premier
cylindre réfrigérant (7), transversalement par rapport à la direction (8) du transport.
6. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que le premier cylindre réfrigérant (7) est pourvu d'un revêtement non adhésif
par rapport à la nappe imprimée.
7. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que le deuxième rayon de courbure (R2) est inférieur au premier rayon de courbure
(R1).
8. Dispositif selon la revendication 7, caractérisé en ce que le quotient (R1/R2) entre le premier et le deuxième rayons de courbure
est supérieur à 3, de préférence égal à 10.
9. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 8, caractérisé en ce que le deuxième rayon de courbure (R2) de la nappe (5) a pour effet que l'angle
de renvoi de cette dernière est d'au moins 30°, de préférence d'au moins 45°.
10. Procédé pour la production de feuilles imprimées dans une nappe (6) continuellement
mobile en direction (8) dans une rotative offset, imprimée sur une seule ou sur ses
deux faces, séchée à chaud et ensuite refroidie par son passage sur un premier cylindre
réfrigérant (7) placé dans une première direction de courbure et présentant un premier
rayon de courbure (R1), nappe dans laquelle les feuilles sont découpées éventuellement
après le pliage, procédé mis en oeuvre par un dispositif conforme à la revendication
1, et caractérisé en ce que la nappe (6), avant son arrivé sur le premier cylindre réfrigérant (7),
est renvoyée sous un deuxième rayon de courbure (R2) au moyen du dispositif d'extension
en largeur (9, 10).
11. Procédé selon la revendication 10, caractérisé en ce que la nappe (6) présentant le deuxième rayon de courbure (R2) est renvoyée
dans une deuxième direction de courbure opposée à la première direction de courbure.
12. Procédé selon la revendication là ou 11, caractérisé en ce que la nappe (6), avant son renvoi dans la deuxième direction de courbure,
est renvoyée au moins une autre fois encore sous un troisième rayon de courbure (R3)
et dans une troisième direction de courbure correspondante à la première direction
de courbure, et opposée à la deuxième direction de courbure.
13. Procédé selon les revendications 10, 11 ou 12, caractérisé en ce que la nappe (6), après son séchage à chaud et avant son arrivée sur le premier
cylindre réfrigérant (7), est renvoyée plusieurs fois consécutivement dans des directions
de courbure respectivement opposées.
14. Procédé selon l'une des revendications 10 à 12, caractérisé en ce que le renvoi s'effectue au moyen d'air soufflé.
15. Procédé selon l'une des revendications 10 à 14, caractérisé en ce que la nappe (6) renvoyée au moins une fois avant son séchage à chaud et avant
son arrivée sur le cylindre réfrigérant (7) est soumise à un refroidissement préliminaire
complémentaire.
16. Procédé selon la revendication 5, caractérisé en ce que la nappe (6) est soumise à un refroidissement préliminaire au moyen d'air
froid.
17. Procédé selon l'une des revendications 10 à 16, caractérisé en ce que dans l'interstice d'insertion entre la nappe (6) et le premier cylindre
réfrigérant (7) est générée une pression négative.
18. Procédé selon l'une des revendications 10 à 17, caractérisé en ce que la nappe (6) est exposée à un champ électrique situé avant celle-ci, vue
dans la direction (8) du transport.
19. Procédé selon la revendication 18, caractérisé en ce que la nappe (6), après son dernier renvoi et avant son arrivée sur le premier
cylindre réfrigérant (7) est chargée électrostatiquement sur sa face non orientée
vers la superficie du premier cylindre réfrigérant (7).
20. Procédé selon l'une des revendications 10 à 19, caractérisé en ce que sur la face de la nappe (6), orientée vers le premier cylindre réfrigérant
et/ou sur celui-ci est versée de l'eau servant de fluide.
21. Procédé selon l'une des revendications 10 à20, caractérisé en ce que la nappe (6), lors de son arrivée sur le premier cylindre réfrigérant (7),
est alignée dans un plan perpendiculaire par rapport à la direction (8) de son transport.
