| (19) |
 |
|
(11) |
EP 0 733 162 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
|
14.10.1998 Patentblatt 1998/42 |
| (22) |
Anmeldetag: 13.04.1995 |
|
| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
|
PCT/DE9500/522 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
|
WO 9608/647 (21.03.1996 Gazette 1996/13) |
|
| (54) |
VERFAHREN ZUR HERSTELLUNG EINES MAGNETKREISES FÜR EIN VENTIL
METHOD OF MANUFACTURING A MAGNETIC CIRCUIT FOR A VALVE
PROCEDE DE PRODUCTION D'UN CIRCUIT MAGNETIQUE POUR SOUPAPE
|
| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
|
DE FR GB IT |
| (30) |
Priorität: |
13.09.1994 DE 4432525
|
| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
|
25.09.1996 Patentblatt 1996/39 |
| (73) |
Patentinhaber: ROBERT BOSCH GMBH |
|
70442 Stuttgart (DE) |
|
| (72) |
Erfinder: |
|
- HANS, Waldemar
D-96050 Bamberg (DE)
- SCHMIDT-HEBBEL, Robert
D-96114 Hirschaid (DE)
|
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
DE-A- 4 013 832
|
DE-A- 4 018 256
|
|
| |
|
|
|
|
| |
|
| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
Stand der Technik
[0001] Die Erfindung geht aus von Verfahren zur Herstellung eines Magnetkreises für ein
Ventil, insbesondere für ein Einspritzventil für Brennstoffeinspritzanlagen von Brennkraftmaschinen
nach der Gattung des Anspruchs 1 bzw. 2. Aus der DE 40 13 832 A, die den nächstkommeden
Stand der Technik bildet, ist schon ein elektromagnetisch betätigbares Brennstoffeinspritzventil
bekannt, bei dem ein Verbindungsring aus einem nichtmagnetischen, einen hohen spezifischen
elektrischen Widerstand aufweisenden Werkstoff ausgebildet ist, der fest und dicht
mit einem Innenpol und einem Ventilmantel des Brennstoffeinspritzventils verbunden
ist. Dadurch wird erreicht, daß zwischen dem Innenpol bzw. dem Ventilmantel und dem
Verbindungsring kein Brennstoff zu einer Magnetspule, die den Innenpol umgibt und
von dem Ventilmantel selbst umgeben ist, gelangen kann. Da der Verbindungsring aus
einem nichtmagnetischen Werkstoff ausgebildet ist, ist der Einfluß des Verbindungsrings
auf das magnetische Feld sehr gering, er verhindert vielmehr einen magnetischen Kurzschluß
zwischen dem Innenpol und dem Ventilmantel, und das Entstehen von zusätzlichen Wirbelstromverlusten
wird vermieden. Das Einpassen des Verbindungsrings stellt allerdings ein vergleichsweise
kostenintensives Verfahren dar. Zur Fertigung des Magnetkörpers aus Innenpol, Ventilmantel
und Verbindungsring sind beispielsweise noch ein innerer und ein äußerer Lotring nötig,
um feste und dichte Verbindungen schaffen zu können.
[0002] Somit werden beispielsweise fünf Einzelteile zur Fertigung des Magnetkörpers benötigt.
Die Einzelbauteile Innenpol, Ventilmantel und Verbindungsring müssen sehr genau gefertigt
sein und vor dem Fügeverfahren zueinander fixiert werden. Das Herstellen der einzelnen
hochgenauen Bauteile und das Fixieren der Bauteile bis zum Erreichen der dichten und
festen Verbindungen sind aufwendige und kostspielige Verfahren.
[0003] Aus der ebenfalls gattungsgemäßen DE 42 30 376 C ist unter anderem zur Herstellung
einer Ventilnadel für ein elektromagnetisch betätigbares Ventil das Metal-Injection-Molding
(MIM)-Verfahren bekannt. Dabei wird ein einteiliges, aus einem Ankerabschnitt und
einem Ventilhülsenabschnitt bestehendes Betätigungsteil nach dem MIM-Verfahren hergestellt.
Das MIM-Verfahren umfaßt die Herstellung von Formteilen aus einem Metallpulver mit
einem Bindemittel, z.B. einem Kunststoffbindemittel, beispielsweise auf konventionellen
Kunststoffspritzgießmaschinen und das nachfolgende Entfernen des Bindemittels und
Sintern des verbleibenden Metallpulvergerüstes. Da die Zusammensetzung des Metallpulvers
auf einfache Weise auf optimale magnetische Eigenschaften des gewünschten Formteils
abgestimmt werden kann, bietet sich dieses Verfahren nicht nur zur Herstellung von
Betätigungsteilen, wie Ventilnadeln, an, sondern auch zur Fertigung von Magnetkreisen
für Ventile. Der Magnetkreis wird neben der Magnetspule und dem Anker mindestens aus
den Bauteilen Kern, Zwischenring und Düsenträger als Ventilgehäuseteil gebildet.
Vorteile der Erfindung
[0004] Das erfindungsgemäße Verfahren zur Herstellung eines Magnetkreises für ein Ventil,
insbesondere für ein Brennstoffeinspritzventil, mit den Merkmalen des Anspruchs 1
hat den Vorteil, daß mit weniger Einzelbauteilen als beim Stand der Technik kostengünstig
ein Magnetkörper gebildet wird. Besonders vorteilhaft ist der Wegfall mehrerer hochgenauer
Einzelteile, indem nur noch ein einteiliges, beispielsweise fließgepreßtes Ventilgehäuse
als Teil des Magnetkörpers zum Einsatz kommt. Das Ventilgehäuse ist dabei so ausgebildet,
daß ein durch das erfindungsgemäße Verfahren später gebildeter Innenpol und ein ebenfalls
erst auszubildender Ventilmantel noch miteinander aufgrund des einteilig ausgestalteten
Ventilgehäuses verbunden sind. Das Ventilgehäuse besitzt dabei von vornherein eine
Außenkontur, die den späteren Konturen des Innenpols und des Ventilmantels entspricht.
[0005] Von Vorteil ist es, einen unmagnetischen, kreisringförmigen Zwischenring in eine
am Ventilgehäuse vorgesehene Nut einzulegen. Das Einlegen des Zwischenrings ist besonders
einfach, da durch die Nut eine definierte Position für den Zwischenring vorgegeben
ist. Mit einem Preßwerkzeug, durch das eine axial wirkende Kraft auf den Zwischenring
ausgeübt wird, wird ein Fließpreßvorgang hervorgerufen. Die auf den Zwischenring wirkende
Kraft verursacht einen Materialfluß des Zwischenrings und des Ventilgehäuses radial
weitgehend im rechten Winkel zur Wirkrichtung des Preßwerkzeugs, da im Preßwerkzeug
ein entsprechender Freiraum für das fließende Material vorgesehen ist. Der Materialfluß
bewirkt, daß der Zwischenring tiefer in das Material des Ventilgehäuses eindringt
und eine feste Stoffverbindung eingeht. Das Herstellen der endgültigen räumlichen
Trennung von Innenpol und Ventilmantel ist insofern vorteilhaft, daß sehr einfach
und mit geringem Kostenaufwand ein Abtragen des überflüssigen Materials, beispielsweise
mittels Drehen, in einer Öffnung des Ventilgehäuses erfolgt.
[0006] Das erfindungsgemäße Verfahren zur Herstellung eines Magnetkreises für ein Ventil,
insbesondere für ein Brennstoffeinspritzventil, mit den Merkmalen des Anspruchs 2,
hat den Vorteil, daß ein Magnetkörper auf einfache und kostengünstige Art und Weise
herstellbar ist. Von Vorteil ist es, daß bei dem sogenannten Metal-Injection-Molding
(MIM)-Verfahren ein unmagnetischer Zwischenring und ein magnetisches Ventilgehäuse
in einem Arbeitsgang auf einer herkömmlichen Kunststoffspritzgießmaschine als Formteile
spritzgegossen werden können. Die Zusammensetzung des jeweils verwendeten Metallpulvers
kann dabei auf gewünschte optimale magnetische Eigenschaften des Magnetkörpers abgestimmt
werden.
[0007] Durch die in den Unteransprüchen aufgeführten Maßnahmen sind vorteilhafte Weiterbildungen
und Verbesserungen der im Anspruch 1 und 2 angegebenen Verfahren möglich.
[0008] Von Vorteil ist es, wenn der Zwischenring aus einem unmagnetischen, einen hohen spezifischen
elektrischen Widerstand aufweisenden Werkstoff ausgebildet ist, so daß der Einfluß
des Zwischenrings auf das magnetische Feld sehr gering ist und das Entstehen von zusätzlichen
Wirbelstromverlusten verhindert wird.
[0009] Da das Ventilgehäuse von Anfang an einteilig vorliegt und auch nach den erfindungsgemäßen
Verfahrensschritten einen einteiligen Körper mit drei Baugruppen darstellt, ist ein
besonderer Vorteil die daraus resultierende Druckdichtheit. Mit minimalem Stoffeinsatz
wird also ein druckdichter Magnetkreis erzeugt, der ohne Einsatz von Dichtelementen,
wie O-Ringen, im Ventil einbaubar ist, so daß also auf weitere Bauelemente verzichtet
werden kann. Die Ausbildung des Ventilgehäuses gemäß den erfindungsgemäßen Verfahren
ermöglicht zudem eine sehr einfache Konstruktion einer Magnetspule, die trocken und
dicht von dem Ventilgehäuse und einem Leitelement eingeschlossen ist und keinen zusätzlichen
Spulenträgerkörper benötigt.
[0010] Von Vorteil ist es, wenn als Bindemittel bei dem MIM-Verfahren ein Kunststoffbindemittel
verwendet wird und wenn dieses Bindemittel durch eine thermische Behandlung des Formteils
aus diesem Formteil entfernt wird. Auf diese Weise wird eine besonders einfache Herstellung
des das Ventilgehäuse und den Zwischenring bildenden Formteiles ermöglicht, das bereits
eine hohe Gefügedichte aufweist.
[0011] Besonders vorteilhaft ist es, wenn das Formteil nach dem Sintern heißisostatisch
gepreßt wird, so daß sich ein besonders dichtes Gefüge des Ventilgehäuses ergibt.
Zeichnung
[0012] Ausführungsbeispiele von erfindungsgemäß hergestellten Brennstoffeinspritzventilen
bzw. Magnetkreisen sind in der Zeichnung vereinfacht dargestellt und in der nachfolgenden
Beschreibung näher erläutert. Es zeigen Figur 1 ein erfindungsgemäß ausgestaltetes
Ventil, Figur 2 ein einteiliges Ventilgehäuse, Figur 3 ein einteiliges Ventilgehäuse
mit einem unmagnetischen Zwischenring in einem Preßwerkzeug vor dem Fließpressen,
Figur 4 eine vergrößerte Darstellung des Fließpreßbereichs aus Figur 3, Figur 5 ein
Ventilgehäuse mit einem Zwischenring nach dem Fließpressen, Figur 6 ein Ventilgehäuse
mit einem Zwischenring nach der räumlichen Trennung von Innenpol und Ventilmantel
durch eine Feinbearbeitung, Figur 7 einen mittels MIM-Verfahren gefertigten Zwischenring
und Figur 8 ein mittels MIM-Verfahren gefertigtes Ventilgehäuse mit einem Zwischenring
vor der Feinbearbeitung.
Beschreibung der Ausführungsbeispiele
[0013] Das in der Figur 1 beispielsweise dargestellte elektromagnetisch betätigbare Brennstoffeinspritzventil
für Brennstoffeinspritzanlagen von beispielsweise gemischverdichtenden fremdgezündeten
Brennkraftmaschinen besitzt ein durch das erfindungsgemäße Verfahren zur Herstellung
eines Magnetkreises für ein Ventil entstandenes, zwei Baugruppen umfassendes, rohrförmiges
Ventilgehäuse 1 aus einem ferromagnetischen Material, z.B. aus einem weichmagnetischen
Stahl. Das Ventilgehäuse 1 stellt vor der Anwendung des erfindungsgemäßen Verfahrens
ein einteiliges ferromagnetisches Preßteil mit einer gestuften Kontur dar, so wie
es die Figur 2 zeigt. Bei der Beschreibung der einzelnen Verfahrensschritte erfolgt
auch eine genaue Erläuterung der Geometrie des Ventilgehäuses 1. Als Resultat des
erfindungsgemäßen Verfahrens weist das Ventilgehäuse 1 eine andere Gestalt auf, die
besonders durch eine entstandene Zweiteiligkeit augenscheinlich deutlich wird. Das
Ventilgehäuse 1 wird nämlich nun von einem rohrförmigen Innenpol 3 und einem immer
noch als Gehäuse dienenden, abgestuften, rohrförmigen Ventilmantel 4 gebildet. Die
räumliche Trennung des stromaufwärts angeordneten Innenpols 3 und des radial nach
außen gegenüber dem Innenpol 3 versetzten und stromabwärts folgenden Ventilmantels
4 ist unter anderem durch das Einpressen eines unmagnetischen Zwischenrings 5 erzielt.
Vor der Beschreibung des erfindungsgemäßen Verfahrens soll nun in kurzer Form eine
Beschreibung des Aufbaus eines beispielhaften Brennstoffeinspritzventils erfolgen.
[0014] Der rohrförmige Innenpol 3 weist einen weitgehend konstanten Außendurchmesser auf
und ist von einer Magnetspule 7 teilweise umgeben. Neben dem Innenpol 3 und der Magnetspule
7 gehören zu dem elektromagnetischen Kreis des Brennstoffeinspritzventils ein Anker
8 und ein topfförmiges, die Magnetspule 7 sowohl teilweise radial als auch axial umschließendes
Leitelement 10. Die Magnetspule 7 ist ohne einen zusätzlichen Spulenkörper zwischen
dem Innenpol 3, dem Leitelement 10, dem Ventilmantel 4 und dem letztlich im Querschnitt
L-förmigen Zwischenring 5 vollständig eingebettet.
[0015] Das topfförmige Leitelement 10 wird durch einen dem Anker 8 abgewandten, sich senkrecht
zu einer Ventillängsachse 12 erstreckenden Bodenbereich 11 und einen sich daran in
Richtung zum Ventilmantel 4 hin anschließenden Mantelbereich 14 gebildet. Der Mantelbereich
14 umgibt die Magnetspule 7 in Umfangsrichtung vollständig und ist an seinem stromabwärtigen
Ende mit dem Ventilmantel 4 durch z. B. eine Bördelverbindung fest verbunden. Es ist
auch möglich, daß der Mantelbereich 14 in Umfangsrichtung nur teilweise ausgebildet
ist, also z.B. aus mehreren bügelähnlichen Abschnitten besteht. Der Bodenbereich 11
des Leitelements 10 deckt die Magnetspule 7 an deren dem Anker 8 abgewandter Seite
axial ab. Im Bodenbereich 11 ist mittig eine durchgehende Öffnung 17 vorgesehen, durch
die der Innenpol 3 verläuft. Gerade das topfförmige Leitelement 10 ermöglicht einen
besonders kompakten Aufbau des Einspritzventils im Bereich der Magnetspule 7.
[0016] Alle bisher erwähnten Bauteile des Einspritzventils erstrecken sich konzentrisch
zu der Ventillängsachse 12. Der ebenfalls konzentrisch zu der Ventillängsachse 12
ausgebildete rohrförmige Innenpol 3 stellt einen Brennstoffeinlaßstutzen dar und dient
damit der Brennstoffzufuhr in das Innere des Einspritzventils.
[0017] Mit seinem unteren Gehäuseende 13 umschließt das Ventilgehäuse 1 bzw. der Ventilmantel
4 in axialer Richtung teilweise einen Düsenkörper 15. Zur flüssigkeitsdichten Abdichtung
zwischen dem Ventilgehäuse 1 und dem Düsenkörper 15 ist am Umfang des Düsenkörpers
15 eine Ringnut ausgebildet, in der ein Dichtring 16 angeordnet ist. Der zylindrische
hohle Anker 8 wirkt mit der Magnetspule 7 und dem Innenpol 3 zusammen und durchragt
einen Magnetlinienleitabsatz 18 des Ventilmantels 4 und teilweise den unmagnetischen
Zwischenring 5 in axialer Richtung. Mit einem der Magnetspule 7 abgewandten Ende umgreift
der Anker 8 ein Halteteil 19 einer Ventilnadel 20 und ist mit der Ventilnadel 20 fest
verbunden. An einer der Magnetspule 7 zugewandten Stirnseite des Halteteils 19 liegt
eine Rückstellfeder 22 mit ihrem einen Ende an. Mit ihrem anderen Ende stützt sich
die Rückstellfeder 22 an einer in einer Durchgangsbohrung 24 des Innenpols 3 beispielsweise
eingepreßten Einstellhülse 25 ab. Die z. B. aus gerolltem Federstahlblech ausgeformte
rohrförmige Einstellhülse 25 dient zur Einstellung der Federvorspannung der an ihr
anliegenden Rückstellfeder 22. Die Rückstellfeder 22 ist bestrebt, den Anker 8 und
die mit ihm in Verbindung stehende Ventilnadel 20 in Richtung einer Ventilsitzfläche
27 zu bewegen.
[0018] Im Düsenkörper 15 ist konzentrisch zu der Ventillängsachse 12 ein gestufter, durchgehender
Strömungskanal 28 ausgebildet. An seinem dem Ventilgehäuse 1 abgewandten Ende besitzt
der Strömungskanal 28 die keglige Ventilsitzfläche 27. Zwei beispielsweise als Vierkante
ausgebildete Führungsabschnitte 29 der Ventilnadel 20 werden durch einen Führungsbereich
30 des Strömungskanals 28 geführt; sie lassen aber auch einen axialen Durchgang für
den Brennstoff frei.
[0019] Die Ventilnadel 20 durchdringt mit Radialspiel eine Durchgangsöffnung 32 in einer
Anschlagplatte 33, die zwischen einer dem Anker 8 zugewandten Stirnseite 34 des Düsenkörpers
15 und einer der Stirnseite 34 gegenüberliegenden Innenschulter 35 des Ventilmantels
4 eingeklemmt ist. Die Anschlagplatte 33 dient zur Begrenzung der Bewegung der in
dem Strömungskanal 28 des Düsenkörpers 15 angeordneten Ventilnadel 20.
[0020] Dem Halteteil 19 abgewandt weist die Ventilnadel 20 einen als Ventilschließteil dienenden
kegligen Abschnitt 37 auf, der mit der kegligen Ventilsitzfläche 27 des Düsenkörpers
15 zusammenwirkt und das Öffnen bzw. Schließen des Brennstoffeinspritzventils bewirkt.
An die keglige Ventilsitzfläche 27 schließt sich in Strömungsrichtung ein Endkanal
38 des Düsenkörpers 15 an. Diesem Endkanal 38 folgt stromabwärts z. B. eine Spritzlochscheibe
40, die wenigstens eine z. B. durch Stanzen oder Erodieren eingebrachte Abspritzöffnung
41 aufweist, durch die der Brennstoff abgespritzt wird.
[0021] Zumindest teilweise sind in axialer Richtung der Innenpol 3 und das Leitelement 10
durch eine Kunststoffummantelung 43 umschlossen. Ein elektrischer Anschlußstecker
45, über den die elektrische Kontaktierung der Magnetspule 7 und damit deren Erregung
erfolgt, ist beispielsweise zusammen mit der Kunststoffummantelung 43 ausgeformt.
[0022] An seinem zulaufseitigen Ende 47 ist der dort als Brennstoffeinlaßstutzen dienende
Innenpol 3 derart ausgestaltet, daß ein Brennstoffilter 48 einsetzbar ist. Dazu weist
die Durchgangsbohrung 24 stromaufwärts der Einstellhülse 25 einen größeren Durchmesser
auf als im Bereich der eingepreßten Einstellhülse 25. Beispielsweise durch Einschieben
in die Durchgangsbohrung 24 des Innenpols 3 ist der Brennstoffilter 48 montierbar,
wobei er mit einem Haltering 49 mit einer leichten radialen Pressung an der Wandung
der Durchgangsbohrung 24 anliegt. Der in das Brennstoffeinspritzventil eintretende
Brennstoff durchströmt den Brennstoffilter 48 in bekannter Weise und tritt in radialer
Richtung aus dem Brennstoffilter 48 aus.
[0023] Anhand der Figuren 2 bis 6 werden nun nachfolgend die einzelnen Verfahrensschritte
zur Herstellung eines Magnetkreises mit den Bauteilen Innenpol 3, Ventilmantel 4 und
Zwischenring 5 detailliert beschrieben. In der Figur 2 ist das einteilige Ventilgehäuse
1 gezeigt, das unter anderem durch die erfindungsgemäßen Verfahren in den Innenpol
3 und den Ventilmantel 4 gemäß den Figuren 1 und 6 geteilt wird. In einem ersten Verfahrensschritt
wird das Ventilgehäuse 1 aus einem ferromagnetischen Material als ein Preßteil so
hergestellt, daß die äußeren Konturen des späteren Innenpols 3 und des Ventilmantels
4 weitgehend unbearbeitet bleiben können. In dem langgestreckten Ventilgehäuse 1 sind
bereits z. B. eine Sacklochbohrung 52 als Teil der späteren Durchgangsbohrung 24 im
Bereich des Brennstoffilters 48 und eine auf der der Sacklochbohrung 52 gegenüberliegenden
Seite eingebrachte, gestufte, ebenfalls sacklochähnliche Öffnung 53 vorgesehen. Die
Öffnung 53 besitzt dabei zumindest in ihrem einen axialen Abschnitt 55 bereits den
entsprechenden Durchmesser, der für den Einbau des Düsenkörpers 15 im Abschnitt 55
nötig ist. Der später erforderliche Durchmesser für den Anker 8 kann im zur Sacklochbohrung
52 hin gewandten axialen Abschnitt 54 der Öffnung 53 noch nicht sofort vorgesehen
werden, da das radial außerhalb des Abschnitts 54 verbleibende Material zum Teil in
den folgenden Verfahrensschritten benötigt wird. Von der inneren Wandung des Ventilgehäuses
1 im Abschnitt 54 aus wird später der Magnetlinienleitabsatz 18 ausgeformt. Da der
spätere Ventilmantel 4, also der Bereich des Ventilgehäuses 1 mit der inneren Öffnung
53, einen größeren Außendurchmesser aufweist als der spätere Innenpol 3, ergibt sich
ein Radialabsatz 57 am Ventilgehäuse 1. Der Radialabsatz 57 bildet die untere Begrenzungsfläche
für den Raum der Magnetspule 7, während eine äußere Wandung 58 des Innenpols 3 die
innere Begrenzung zur Ventillängsachse 12 hin für die Magnetspule 7 darstellt. Ausgehend
von einer äußeren Mantelfläche 60 des Ventilmantels 4 verläuft der Radialabsatz 57
nicht als ebene Fläche bis hin zur Wandung 58, sondern er wird von einer an der Wandung
58 entlang in Richtung zum Abschnitt 55 hin verlaufenden, ansonsten aber ringförmigen
Nut 61 unterbrochen, deren Seitenwände parallel zur Ventillängsachse 12 verlaufen.
Der Abschnitt 54 der Öffnung 53 erstreckt sich in Richtung der Sacklochbohrung 52
über den Radialabsatz 57 etwas hinaus bis zu einer Endfläche 62, so daß der spätere
Ventilmantel 4 vollständig und der spätere Innenpol 3 nur gering axial von der Öffnung
53 durchdrungen werden.
[0024] In einem folgenden Verfahrensschritt wird der unmagnetische, korrosionsfeste, beispielsweise
aus einem austenitischen Stahl bestehende Zwischenring 5 über den Innenpol 3 entlang
der Wandung 58 bis in die Nut 61 eingeschoben und dort abgelegt. In der Figur 3 ist
das Ventilgehäuse 1 nach dem Einbringen des unmagnetischen Zwischenrings 5 zu sehen.
Der Zwischenring 5 wird nun mit einem in der Figur 3 schematisch verdeutlichten Werkzeug
verpreßt. Dazu wird das Ventilgehäuse 1 mit dem späteren Ventilmantel 4 in einer ersten
formgenauen Matrize 64 eingesetzt. Als eigentliches Preßwerkzeug dient ein dreiteiliger
hülsenförmiger Preßstempel 65. Eine innere, die Wandung 58 des Innenpols 3 direkt
umgebende Stützhülse 66 und eine äußere Stützhülse 67 erfüllen hauptsächlich Aufgaben
zur Führung einer zwischen beiden eingeschlossenen Preßhülse 68 und zur Vermeidung
des Verkippens des unmagnetischen Zwischenrings 5 während des Preßvorgangs. Der Preßstempel
65 verläuft in einer zweiten Matrize 69. Die einzelnen Hülsen 66, 67 und 68 weisen
eine solche Breite auf, daß die innere Stützhülse 66 und die Preßhülse 68 auf dem
Zwischenring 5 aufliegen, während die äußere Stützhülse 67 bis zu dem Radialabsatz
57 des Ventilgehäuses 1 reicht. Mit der Preßhülse 68 wird die eigentliche Kraft zum
Verpressen des Zwischenrings 5 aufgebracht. Eine Gegenkraft erzeugt ein in die Öffnung
53 eingefahrener Stutzstempel 70, der bis auf einen Endbereich 72 nahe der Endfläche
62 die Öffnung 53 formgenau ausfüllt. In diesem Endbereich 72 weist nämlich der Stutzstempel
70 einen kleineren Durchmesser auf als die Öffnung 53, so daß ein ringförmiger materialfreier,
zum Verpressen notwendiger Freiraum 73 gebildet wird. Der Freiraum 73 befindet sich
nicht nur im gleichen Axialbereich des Ventilgehäuses 1, sondern er besitzt dabei
ungefähr auch dieselbe axiale Erstreckung wie der Zwischenring 5.
[0025] In der Figur 4 ist noch einmal vergrößert der in der Figur 3 mit einem Kreis gekennzeichnete
Bereich um den Zwischenring 5 und den Freiraum 73 dargestellt. Die Pfeile sollen dabei
verdeutlichen, in welche Richtungen Material verschoben und verpreßt wird. Mit der
Preßhülse 68 wird also eine linear wirkende Stempelkraft, die mit den Pfeilen 74 gekennzeichnet
ist, auf den Zwischenring 5 aufgebracht. Deshalb handelt es sich beim Fließpressen
um ein translatorisches Druckumformverfahren. Das Fließpressen wird als Kaltumformen
durchgeführt. Aufgrund des vorgegebenen Freiraums 73 erfolgt der mit den Pfeilen 75
angedeutete Werkstofffluß weitgehend im rechten Winkel zur Richtung der Stempelkraft,
so daß von einem Querfließpressen gesprochen werden kann. Durch die in den Zwischenring
5 eindringende Preßhülse 68 wird Material des Zwischenrings 5 und des Ventilgehäuses
1 radial verschoben. Der Materialfluß in axialer Richtung ist vernachlässigbar gering.
Material des Ventilgehäuses 1 füllt nach dem Verpressen den Freiraum 73 vollständig
aus.
[0026] Der Zwischenring 5 erhält ebenfalls eine andere Kontur, da Material radial in Richtung
Ventillängsachse 12 in das Ventilgehäuse 1 gedrückt wird, so daß ein vorher zum Ventilgehäuse
1 gehörender Bereich 77, der mit einer Strichlinie gekennzeichnet ist, nach dem Fließpressen
Teil des Zwischenrings 5 ist. In der Wirkzone der Preßhülse 68 entsteht eine Aussparung,
wodurch der Zwischenring 5 im Querschnitt eine L-Form erhält. Durch das Verpressen
sind der Zwischenring 5 und das Ventilgehäuse 1 eine unlösbare Stoffverbindung eingegangen.
[0027] In der Figur 5 ist das Ventilgehäuse 1 zusammen mit dem Zwischenring 5 nach dem Fließpressen
dargestellt. Dabei wird deutlich, daß der nun im Querschnitt L-förmige Zwischenring
5 in geringem Maße über die Wandung 58 hinein in Richtung zur Ventillängsachse 12
ragt. Aufgrund der Form des Stutzstempels 70 und des vollzogenen Materialflusses ist
der axiale Abschnitt 54 der Öffnung 53 in zwei Teilabschnitte 54a und 54b unterteilt.
Die beiden Teilabschnitte 54a und 54b weisen unterschiedliche Durchmesser auf, wobei
der im axialen Bereich des Zwischenrings 5 gebildete obere Teilabschnitt 54b einen
kleineren Durchmesser hat als der mit dem Abschnitt 55 direkt in Verbindung stehende
Teilabschnitt 54a. Der Teilabschnitt 54b gehört im fertigen Ventilgehäuse 1 zumindest
teilweise zur Durchgangsbohrung 24.
[0028] In einem letzten Verfahrensschritt zur Herstellung eines Magnetkreises für ein Ventil
erfolgt die Feinbearbeitung des Ventilgehäuses 1 (Figur 6). Die für den Einbau in
einem Brennstoffeinspritzventil gewünschten Konturen des Ventilgehäuses 1 werden nun
mittels spanender Fertigungsverfahren, wie z. B. Drehen, erzeugt. So wird beispielsweise
durch Verbinden der Sacklochbohrung 52 mit dem Teilabschnitt 54b die Durchgangsbohrung
24 hergestellt. Die Außenkontur des Ventilmantels 4 wird ebenfalls durch Abtragen
von Material am Umfang in gewünschter Weise verändert. Einen besonders wichtigen Schritt
bei der spanenden Bearbeitung des Ventilgehäuses 1 stellt jedoch die Ausformung der
Öffnung 53 dar. Durch das teilweise radiale Erweitern der Öffnungsweite des Teilabschnitts
54b der Öffnung 53 bis hin zum unmagnetischen Zwischenring 5 wird nämlich eine vollständige
räumliche Trennung von Innenpol 3 und Ventilmantel 4 erreicht. Während der Abschnitt
55 in seinem Durchmesser belassen werden kann, werden der Teilabschnitt 54a vollständig
und der Teilabschnitt 54b teilweise in ihren Durchmessern vergrößert. In axialer Richtung
erfolgt jedoch auch eine Vergrößerung des Abschnitts 55. Die zu erzielenden Konturen
hängen von den Maßen des Düsenkörpers 15, der Anschlagplatte 33 und des Ankers 8 ab.
Die Öffnung 53 weist letztlich eine axiale Länge auf, die durch eine untere Endfläche
79 des Innenpols 3 begrenzt wird, die in geringem axialen Maß weiter stromaufwärts
liegt als der Radialabsatz 57, aber immer noch deutlich im Bereich des sie umgebenden
Zwischenrings 5.
[0029] Die Fertigmontage des Brennstoffeinspritzventils mit dem erfindungsgemäß hergestellten
einteiligen, aber nun zwei Baugruppen umfassenden Ventilgehäuse 1 und dem unmagnetischen
Zwischenring 5 erfolgt in bekannter Weise.
[0030] Ein zweites Beispiel für die Herstellung eines Magnetkreises für ein Ventil wird
anhand der Figuren 7 und 8 nachfolgend beschrieben. Bei dem nun zur Anwendung kommenden
Verfahren handelt es sich um das Metal-Injection-Molding-Verfahren. Das bereits unter
anderem aus der DE 42 30 376 C zur Herstellung einer Ventilnadel bekannte Metal-Injection-Molding
(MIM)-Verfahren umfaßt die Herstellung von Formteilen aus einem Metallpulver mit einem
Bindemittel, z. B. einem Kunststoffbindemittel, beispielsweise auf konventionellen
Kunststoffspritzgießmaschinen und das nachfolgende Entfernen des Bindemittels und
Sintern des verbleibenden Metallpulvergerüsts. Die bei diesem Ausführungsbeispiel
in den Figuren 7 und 8 gegenüber dem in den Figuren 1 bis 6 dargestellten Ausführungsbeispiel
gleichbleibenden bzw. gleichwirkenden Teile sind mit den gleichen Bezugszeichen und
einem zusätzlichen Strich gekennzeichnet.
[0031] In der Figur 7 ist ein dem bereits beschriebenen Zwischenring 5 entsprechender im
Querschnitt L-förmiger Zwischenring 5' dargestellt. Das Spritzen des unmagnetischen
Zwischenrings 5' erfolgt beispielsweise auf einer herkömmlichen Kunststoffspritzgießmaschine
in einem Arbeitsgang. Dazu wird ein Metallpulver (z.B. unmagnetischer Stahl) mit einem
als Bindemittel verwendeten Kunststoff gemischt und homogenisiert und zu einem Granulat
aufbereitet, das der Kunststoffspritzgießmaschine bereitgestellt wird. Entsprechend
der Gießform entsteht als spritzgegossenes Formteil der Zwischenring 5'.
[0032] In einem folgenden Verfahrensschritt wird in der Kunststoffspritzgießmaschine das
Ventilgehäuse 1' (z.B. weichmagnetischer Stahl + Bindemittel) mit der bereits aus
der Figur 5 bekannten Kontur auf bzw. um den Zwischenring 5' spritzgegossen (Figur
8). Aufgrund der einfachen und sich nach innen in das Ventilgehäuse 1' hinein verjüngenden
Sacklochbohrung 52' und Öffnung 53' ist das Spritzgießen mit einfachen Stempeln bzw.
Schiebern problemlos möglich. Nach dem Spritzgießen liegt also das Ventilgehäuse 1'
zusammen mit dem Zwischenring 5' als ein Bauteil vor. Aus dem nun vorliegenden spritzgegossenen
Formteil werden anschließend die Bestandteile des Kunststoffbindemittels durch thermische
Verfahren beispielsweise unter Schutzgaseinfluß entfernt. Es verbleibt danach weitgehend
ein Metallpulvergerüst.
[0033] Um die Dichte des Formteils aus Ventilgehäuse 1' und Zwischenring 5' zu erhöhen,
wird das Formteil beispielsweise unter Schutzgaseinfluß in einer Sintervorrichtung
gesintert. Der Sintervorgang kann aber auch unter Wasserstoffeinfluß oder in einem
Vakuum vorgenommen werden. Das im Volumen nun verkleinerte Ventilgehäuse 1' wird abschließend
ähnlich dem ersten Ausführungsbeispiel einer Feinbearbeitung beispielsweise mittels
spanender Fertigungsverfahren unterzogen. So entsteht ein Ventilgehäuse 1', das dem
in der Figur 6 dargestellten Ventilgehäuse 1 entspricht und deshalb nicht nochmals
dargestellt ist. Um das Ventilgehäuse 1' mit dem Zwischenring 5' wird nachfolgend
in bekannter Weise das Brennstoffeinspritzventil zusammengebaut.
1. Verfahren zur Herstellung eines Magnetkreises für ein Ventil, insbesondere für ein
Einspritzventil für Brennstoffeinspritzanlagen von Brennkraftmaschinen, mit einer
Ventillängsachse (12), mit einem konzentrisch zur Ventillängsachse (12) verlaufenden
Innenpol (3), mit einer den Innenpol (3) zumindest teilweise umgebenden Magnetspule
(7), mit einem teilweise als Ventilgehäuse dienenden Ventilmantel (4), der sich ebenfalls
konzentrisch um die Ventillängsachse (12) erstreckt, und mit einem einen direkten
Kontakt von Innenpol (3) und Ventilmantel (4) vermeidenden unmagnetischen, kreisringförmigen
Zwischenring (5), dadurch gekennzeichnet, daß zuerst ein einteiliges Ventilgehäuse
(1) als Magnetkörper mit einer weitgehend der später gewünschten Kontur von Innenpol
(3) und Ventilmantel (4) entsprechenden Außenkontur hergestellt wird, nachfolgend
der Zwischenring (5) am Ventilgehäuse (1) angeordnet wird, anschließend das Ventilgehäuse
(1) in einem Preßwerkzeug (64, 65, 66, 67, 68, 69, 70) angeordnet wird, durch das
eine Kraft auf den Zwischenring (5) aufgebracht wird, wodurch Material des Zwischenrings
(5) und des Ventilgehäuses (1) zumindest teilweise radial in Richtung zur Ventillängsachse
(12) in einen im Preßwerkzeug (70) vorgesehenen Freiraum (73) verschoben wird und
eine Stoffverbindung eingeht, nachfolgend mit spanenden Fertigungsverfahren eine innere
Öffnung (53) im Ventilgehäuse (1) radial bis zum Zwischenring (5) so aufgeweitet wird,
daß Innenpol (3) und Ventilmantel (4) vollständig räumlich voneinander getrennt sind
und abschließend die gewünschte Kontur des Ventilgehäuses (1) hergestellt wird.
2. Verfahren zur Herstellung eines Magnetkreises für ein Ventil, insbesondere für ein
Einspritzventil für Brennstoffeinspritzanlagen von Brennkraftmaschinen, mit einer
Ventillängsachse (12), mit einem konzentrisch zur Ventillängsachse (12) verlaufenden
Innenpol (3'), mit einer den Innenpol (3') zumindest teilweise umgebenden Magnetspule
(7), mit einem teilweise als Ventilgehäuse dienenden Ventilmantel (4'), der sich ebenfalls
konzentrisch um die Ventillängsachse (12) erstreckt, und mit einem einen direkten
Kontakt von Innenpol (3') und Ventilmantel (4') vermeidenden unmagnetischen, kreisringförmigen
Zwischenring (5'), dadurch gekennzeichnet, daß mittels des Metal-Injection-Molding-Verfahrens
zuerst der Zwischenring (5') aus einem Granulat, bestehend aus Metallpulver und einem
Bindemittel, durch Spritzgießen hergestellt wird, anschließend ein Ventilgehäuse (1')
entsprechend der später gewünschten Kontur von Innenpol (3') und Ventilmantel (4')
auf bzw. um den Zwischenring (5') mittels des MIM-Verfahrens spritzgegossen wird,
danach die Bestandteile des Bindemittels aus dem Ventilgehäuse (1') und dem Zwischenring
(5') entfernt werden, nachfolgend das Ventilgehäuse (1') zusammen mit dem Zwischenring
(5') gesintert wird und dann mit spanenden Fertigungsverfahren eine innere Öffnung
(53') im Ventilgehäuse (1') radial bis zum Zwischenring (5') so aufgeweitet wird,
daß Innenpol (3') und Ventilmantel (4') vollständig räumlich voneinander getrennt
sind und abschließend die gewünschte Kontur des Ventilgehäuses (1') hergestellt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß als Werkstoff für den
Zwischenring (5, 5') ein austenitischer Stahl verwendet wird.
4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Preßwerkzeug (64, 65, 66,
67, 68, 69, 70) von einem hülsenförmigen Preßstempel (65), der wiederum aus einer
Preßhülse (68) und einer diese innen begrenzende inneren Stützhülse (66) und einer
die Preßhülse (68) außen umgebende äußeren Stützhülse (67) besteht, einer ersten und
zweiten, das Ventilgehäuse (1) bzw. den Preßstempel (65) umschließenden Matrize (64,
69) und einem in die Öffnung (53) eintauchenden Stutzstempel (70) gebildet wird.
5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß mit der Preßhülse (68) die
eigentliche Kraft zum Verpressen des Zwischenrings (5) aufgebracht wird.
6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Verpressen bzw. Fließpressen
ein translatorisches Druckumformverfahren ist, das kalt als Kaltumformen durchgeführt
wird.
7. Verfahren nach Anspruch 1, 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß der durch das Aufbringen
der Preßkraft verursachte Werkstofffluß weitgehend im rechten Winkel zur Richtung
der Preßkraft der Preßhülse (68) als Querfließpressen erfolgt.
8. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Spritzgießen des Zwischenrings
(5') und des Ventilgehäuses (1') in einem Arbeitsgang auf einer Kunststoffspritzgießmaschine
durchgeführt wird.
9. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß als Bindemittel ein Kunststoff
verwendet wird.
1. Method for producing a magnetic circuit for a valve, in particular for an injection
valve for fuel injection systems of internal combustion engines, having a valve longitudinal
axis (12), having an inner pole (3) extending concentrically to the valve longitudinal
axis (12), having a magnetic coil (7) at least partially surrounding the inner pole
(3), having a valve jacket (4) which partially serves as valve housing and which likewise
extends concentrically about the valve longitudinal axis (12), and having a nonmagnetic,
circular intermediate ring (5) preventing a direct contact of inner pole (3) and valve
jacket (4), characterized in that in the first instance a unitary valve housing (1)
is produced as magnetic body having an outer contour substantially corresponding to
the later desired contour of inner pole (3) and valve jacket (4), thereafter the intermediate
ring (5) is disposed at the valve housing (1), subsequently the valve housing (1)
is disposed in a pressing tool (64, 65, 66, 67, 68, 69, 70), by which a force is applied
to the intermediate ring (5), whereby material of the intermediate ring (5) and of
the valve housing (1) is displaced at least partially radially in the direction towards
the valve longitudinal axis (12), into a free space (73) provided within the pressing
tool (70), and undergoes a substance bond, thereafter an inner opening (53) within
the valve housing (1) is broadened out radially as far as the intermediate ring (5)
by cutting finishing methods, in such a way that inner pole (3) and valve jacket (4)
are entirely spatially separated from one another, and finally the desired contour
of the valve housing (1) is produced.
2. Method for producing a magnetic circuit for a valve, in particular for an injection
valve for fuel injection systems of internal combustion engines, having a valve longitudinal
axis (12), having an inner pole (3') extending concentrically to the valve longitudinal
axis (12), having a magnetic coil (7) at least partially surrounding the inner pole
(3'), having a valve jacket (4'), which partially serves as valve housing and which
likewise extends concentrically about the valve longitudinal axis (12), and having
a nonmagnetic, circular intermediate ring (5') preventing a direct contact of inner
pole (3') and valve jacket (4'), characterized in that, by means of the metal injection
moulding method, in the first instance the intermediate ring (5') is produced from
a granulate, consisting of metal powder and a binder, by injection moulding, subsequently
a valve housing (1') corresponding to the later desired contour of inner pole (3')
and valve jacket (4') is injection moulded on or about the intermediate ring (5')
by means of the MIM method, thereafter the components of the binder are removed from
the valve housing (1') and the intermediate ring (5'), thereafter the valve housing
(1') is sintered together with the intermediate ring (5'), and then an inner opening
(53') within the valve housing (1') is broadened out radially as far as the intermediate
ring (5') by cutting finishing methods, in such a way that inner pole (3') and valve
jacket (4') are entirely spatially separated from one another, and finally the desired
contour of the valve housing (1') is produced.
3. Method according to Claim 1 or 2, characterized in that an austenitic steel is used
as material for the intermediate ring (5, 5').
4. Method according to Claim 1, characterized in that the pressing tool (64, 65, 66,
67, 68, 69, 70) is formed from a sleeve-shaped pressing punch (65), which in turn
comprises a pressing sleeve (68) and an inner supporting sleeve (66) internally delimiting
the latter, and an outer supporting sleeve (67) externally surrounding the pressing
sleeve (68), a first and a second die (64, 69) surrounding the valve housing (1) and
the pressing punch (65) respectively, and a supporting punch (70) projecting into
the opening (53).
5. Method according to Claim 4, characterized in that the actual force for pressing the
intermediate ring (5) is applied by the pressing sleeve (68).
6. Method according to Claim 5, characterized in that the pressing or extrusion moulding
is a translatory pressure reshaping method which is carried out cold as cold reshaping.
7. Method according to Claim 1, 5 or 6, characterized in that the material flow caused
by the application of the pressing force takes place substantially at right angles
to the direction of the pressing force of the pressing sleeve (68) as transverse extrusion
moulding.
8. Method according to Claim 2, characterized in that the injection moulding of the intermediate
ring (5') and of the valve housing (1') is carried out in one operating step on a
plastic material injection moulding machine.
9. Method according to Claim 2, characterized in that a plastic material is used as binder.
1. Procédé de réalisation d'un circuit magnétique pour une soupape, notamment un injecteur
appliqué à une installation d'injection de carburant d'un moteur à combustion interne
comprenant
un axe longitudinal d'injecteur (12), un pôle intérieur (3) concentrique à l'axe longitudinal
(12), une bobine magnétique (7) entourant en partie au moins le pôle intérieur (3),
une enveloppe d'injecteur (4), servant en partie de corps d'injecteur, s'étendant
également de manière concentrique autour de l'axe longitudinal (12) de l'injecteur
et une bague intermédiaire (5), de forme annulaire, amagnétique, évitant tout contact
direct entre le pôle intérieur (3) et l'enveloppe d'injecteur (4),
caractérisé en ce qu'
on réalise d'abord un corps d'injecteur (1) en une seule pièce comme corps magnétique
avec un contour extérieur correspondant dans une large mesure au contour futur du
pôle intérieur (3) et de l'enveloppe d'injecteur (4),
puis on monte la bague intermédiaire (5) sur le corps d'injecteur (1), puis on place
le corps d'injecteur (1) dans un outil de presse (64, 65, 66, 67, 68, 69, 70), on
applique une force sur la bague intermédiaire (5) pour que la matière de la bague
intermédiaire (5) et du corps d'injecteur (1) se déplace au moins en partie radialement
en direction de l'axe longitudinal (12) dans un volume libre (73) prévu dans l'outil
de presse (70) et on réalise une liaison de matière, puis, par un procédé d'usinage
avec enlèvement de copeaux, on élargit une ouverture intérieure (53) du corps d'injecteur
(1), radialement jusqu'à la bague intermédiaire (5) pour que le pôle intérieur (3)
et l'enveloppe (4) soient complètement séparés dans l'espace puis on réalise le contour
souhaité pour le corps d'injecteur (1).
2. Procédé de réalisation d'un circuit magnétique pour une soupape, notamment un injecteur
appliqué à une installation d'injection de carburant d'un moteur à combustion interne,
comprenant un axe longitudinal (12) avec un pôle intérieur (3') concentrique à l'axe
longitudinal (12), une bobine magnétique (7) entourant au moins en partie le pôle
intérieur (3'), une enveloppe d'injecteur (4') servant au moins en partie de corps
d'injecteur et qui s'étend également de manière concentrique autour de l'axe longitudinal
(12) de l'injecteur et une bague intermédiaire (5'), de forme annulaire amagnétique,
évitant tout contact direct entre le pôle intérieur (3') et l'enveloppe d'injecteur
(4'),
caractérisé en ce que
par un procédé de moulage par injection de métal, on réalise tout d'abord la bague
intermédiaire (5') à partir de granulés formés d'une poudre métallique et d'un liant
en procédant par injection, puis on coule par injection un corps d'injecteur (1')
en fonction du futur contour du pôle intérieur (3') et de l'enveloppe d'injecteur
(4') sur ou autour de la bague intermédiaire (5') par un procédé MIM, puis on enlève
les composants du liant du corps d'injecteur (1') et de la bague intermédiaire (5'),
puis on fritte le corps d'injecteur (1') avec la bague intermédiaire (5') et on élargit,
par un procédé d'usinage avec enlèvement de copeaux, une ouverture intérieure (53')
du corps d'injecteur (1'), dans la direction radiale, jusqu'à la bague intermédiaire
(5') pour que le pôle intérieur (3') et l'enveloppe d'injecteur (4') soient complètement
séparés dans l'espace et, enfin, on réalise le contour souhaité pour le corps d'injecteur
(1').
3. Procédé selon la revendication 1 ou 2,
caractérisé en ce que
comme matière pour la bague intermédiaire (5, 5') on utilise de l'acier austénitique.
4. Procédé selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
l'outil de presse (64, 65, 66, 67, 68, 69, 70) se compose d'un poinçon de presse (65)
en forme de manchon lui-même composé d'une douille de presse (68) et d'une douille
d'appui (66), intérieure, délimitant intérieurement la douille de presse ainsi que
d'une douille d'appui (67) extérieure entourant extérieurement la douille de presse
(68) d'une première et d'une seconde matrice (64, 69) entourant le corps d'injecteur
(1) et le poinçon de presse (65) ainsi que d'un poinçon d'appui (70) plongeant dans
l'ouverture (53).
5. Procédé selon la revendication 4,
caractérisé en ce que
le manchon de presse (68) applique la force proprement dite pour comprimer la bague
intermédiaire (5).
6. Procédé selon la revendication 5,
caractérisé en ce que
la compression ou la compression de fluage est un procédé de mise en forme par pression,
avec effet de translation, qui est un procédé de mise en forme à froid.
7. Procédé selon les revendications 1, 5 ou 6,
caractérisé en ce que
le fluage de la matière provoqué par l'application de la force de pressage se fait
dans une large mesure à angle droit par rapport à la direction de la force de pression
du manchon de presse (68) comme pressage avec fluage transversal.
8. Procédé selon la revendication 2,
caractérisé en ce que
l'injection de la bague intermédiaire (5') et du corps d'injecteur (1') est effectuée
dans une opération sur une machine d'injection de matière plastique.
9. Procédé selon la revendication 2,
caractérisé en ce que
le liant est une matière plastique.